Friedrich der Große über Religion und Reformation

Lieber Leser,

vielleicht wundern Sie sich, auf einer christlichen Website Artikel gegen die katholische Kirche und kritische Texte über die evangelische Kirche zu finden. Leider sind sowohl die katholische Kirche als auch die evangelische Kirche von ihrem Herrn (Jesus Christus) abgefallen. Der tatsächliche Herr der kath. Kirche ist der Papst und außerdem lehrt die kath. Kirche nicht richtig über die Eucharistie. Der tatsächliche Herr der evangelischen Kirche ist zwar nicht Nikolaus Schneider, aber ein Billige-Gnade-Jesus, der nicht der wirkliche Jesus ist, sondern nur ein verzerrtes Abbild von ihm und somit ein Götze.

Von den alten Bekenntnisschriften der Reformation (Augsburger Bekenntnis, Schmalkaldische Artikel, großer Katechismus, etc.) her ist der evangelische Glaube der richtige Glaube. Martin Luther war ein treuer Christ und seine Lehre stimmte mit der Lehre der Kirche des apostolischen Zeitalters, also der Urkirche überein. Somit kann man die Begriffe christlicher Glaube und evangelischer Glaube in Deutschland gleichsetzen, sofern man mit “evangelisch” den evangelischen Glauben gemäß der alten evangelischen Bekenntnisschriften meint.

Leider ist heute die evangelische Kirche von ihren eigenen alten Bekenntnisschriften abgewichen. Die Institution, die sich heute evangelische Kirche nennt, hat eigentlich diesen Namen nicht mehr verdient. Die evangelische Kirche ist nicht mehr in der Lage die richtige Verbindung zwischen Tod und Auferstehung Jesu und Taufe, Glaube und Nachfolge herzustellen. Man begreift nicht oder will nicht begreifen, daß die Taufe ein göttlicher Ruf in die Nachfolge ist. Es ist absolut unsinnig, Kinder zu taufen und dann nicht für ihre christliche Erziehung zu sorgen. Die Kindertaufe ist zwar zu befürworten, schlimm ist jedoch, daß die Kirche heute nicht mehr dafür sorgt, daß die Kindertaufe in einem frommen Umfeld erfolgt. Niemand kümmert sich darum, ob der taufende Pfarrer, die ganze örtliche Gemeinde und die Eltern des Kindes wirklich als Christen leben im Alltag. Das ewige Leben wird nur ererben, wer in der Kraft seiner Taufe tatsächlich Tag für Tag als Christ gelebt hat. Der Taufschein ist kein Freifahrschein für den Himmel. Durch die Taufe allein ist man kein Christ. Mann ist dann Christ, wenn man die Taufe als den Ruf in ein christliches Leben betrachtet und dieses Leben auch wirklich lebt. Glauben, im engsten Sinne, bedeutet, sich täglich seiner Taufe zu erinnern und in der Kraft der Taufe Gott den eigenen Leib zur Verfügung zu stellen.  Bei der Taufe wurde uns die Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu zugeeignet. In der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu vermögen wir die Neigung zur Sünde unseres Leibes zu überwinden. Das ist der wahre Glaube: In der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu täglich den sündigen Leib zu überwinden und Werke der Nächstenliebe und Gerechtigkeit zu wirken.

Friedrich der Grosse, König von Preussen, Förderer der Aufklärung, war keinesfalls ein Gegner des christlichen Glaubens (siehe Ergänzung, unten), sondern hat ihn sehr geschätzt. Nur wußte Friedrich zu gut, daß sich immer wieder Wölfe im Schafspelz in die Herde einschleichen und die Kirche verderben (Friedrich nennt diese Wölfe gerne “ehrgeizige Priester”). Friedrich’s folgender Text richtet sich also nicht gegen die evangelische Kirche im Idealzustand (nach Jesu ursprünglicher Intention), sondern kritisiert eine durch Wölfe im Schafspelz verunstaltete Kirche. Jesus selber hatte ja vor Wölfen im Schafspelz gewarnt:

Mt 7,15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

Friedrich der Große, König von Preussen, über die evangelische Kirche:

(Der Text stammt aus Friedrich’s Werk “Denkwürdigkeiten des Hauses Brandenburg”, Kapitel “Aberglaube und Religion”, Abschnitt III: “Die Religion unter der Reformation”)

Ich will die Reformation nicht unter dem Gesichtspunkt der Theologie oder der Geschichte betrachten. Ihre Dogmen und die Ereignisse, die sie hervorrief, sind so bekannt, daß es nicht der Mühe lohnt, sie zu wiederholen. Eine so große und einzigartige Umwälzung, die fast ganz Europa ein anderes Antlitz gab, verdient mit den Augen des Philosophen betrachtet zu werden.

Die katholische Religion, die sich auf den Trümmern der jüdischen und heidnischen erhoben hatte, bestand seit fünfzehn Jahrhunderten. Demütig und sanft zur Zeit der Verfolgung, aber herrschsüchtig, nachdem sie sich durchgesetzt hatte, ging sie selbst zur Verfolgung über. Alle Christen waren dem Papst untertan, an dessen Unfehlbarkeit sie glaubten. Daher war seine Macht größer als die des unumschränktesten Despoten. Ein armseliger Mönch erhob sich gegen eine Macht, die derart fest begründet war, und halb Europa schüttelte das römische Joch ab.

Alle Ursachen, die diese außerordentliche Umwälzung herbeiführten, bestanden lange, ehe sie zum Ausbruch kamen, und bereiteten die Geister zu dieser befreienden Tat vor. Die christliche Religion war so entartet, daß ihr ursprünglicher Charakter nicht mehr zu erkennen war. Im Anfang ihres Bestehens war ihre Moral von höchster Heiligkeit, aber der Hang des Menschenherzens zur Verderbnis (hier meint Friedrich sicher die Wölfe im Schafspelz, sprich ehrsüchtige Priester, R. B.) hatte sie bald genug untergraben. So sind stets die reinsten Quellen des Guten zur Ursache von aller Art von Übel für die Menschen geworden: die Religion, die Demut, Nächstenliebe und Geduld lehrte, wurde mit Feuer und Schwert verbreitet. Die Priester, deren Erbteil Heiligkeit und Armut hätten sein sollen, gaben sich einem anstößigen Wandel hin. Sie erwarben Reichtümer, wurden ehrgeizig (Friedrich meint ehrsüchtig, R. B.), einzelne von ihnen waren mächtige Fürsten. Der Papst, der ursprünglich von den Kaisern abhing, maßte sich die Macht an, sie zu erheben und abzusetzen, schleuderte den Bannstrahl, belegte Königreiche mit dem Interdikt und trieb die Dinge derart auf die Spitze, daß die Welt sich schließlich so oder so gegen alle Mißbräuche auflehnen mußte.

Die Religion verändert sich mit den Sitten. Von Jahrhundert zu Jahrhundert verlor sie ihre ursprungliche Einfachheit mehr und wurde schließlich in all dem falschen Gepränge ganz unkenntlich. Alles, was man hinzutat, war nur Menschenwerk und mußte als solches zugrunde gehen. Auf dem Konzil von Nizäa (325) wurde die Gottheit des Sohnes der des Vaters gleichgestellt, und durch Hinzufügung des Heiligen Geistes zu diesen zwei Personen entstand die Dreifaltigkeit (Anm. 1, siehe unten). Ein Konzil zu Toledo (400) untersagte den Priestern, sich zu verheiraten; doch unterwarfen sie sich dem Willen der Kirche erst im 13. Jahrhundert. Später erhob das Konzil von Trient jene Vorschrift zum Dogma. Der Bilderkult (Anm. 2, siehe unten) war vom zweiten Konzil zu Nizäa (787) genehmigt worden. Und die Transsubstantiation wurde auf dem Konzil von Trient (1545) festgesetzt. Die Theologenschulen behaupten die Unfehlbarkeit des Papstes bereits, seit die Bischöfe von Rom und Konstantinopel sich feindlich gegenüberstanden. Einige Einsiedler gründeten religiöse Orden und wandten das Leben, das ganz im Dienste der Gesellschaft stehen soll, tatloser Beschaulichkeit zu. Die Köster vermehrten sich ins Ungemessene, und ein großer Teil der Menscheit vergrub sich in ihnen. Endlich wurden Betrügereien aller Art ersonnen, um die Leichtgläubigkeit des großen Haufens auszubeuten, und falsche Wunder wurden beinahe gang und gäbe.

Aber nicht aus den Umwälzungen in den religiösen Anschauungen konnte eine Reformation der Kirche hervorgehen. Der Scharfsinn der meisten denkenden Menschen richtet sich auf Dinge, bei denen ihr Eigennutz (Habgier, R. B.) und Ehrgeiz (Ehrsucht, R. B.) ins Spiel kommt. Wenige befassen sich mit abstrakten Ideen, und noch kleiner ist die Zahl derer, die gründlich über so wichtige Fragen nachdenken. Und das Volk, der achtbarste, zahlreichste und unglücklichse Teil der Gesellschaft, folgt Anregungen, die man ihm gibt.

Den Anstoß gab also nicht die tyrannische Macht, die der (katholische, R. B.) Klerus über die Gewissen ausübte.  Die Priester nahmen dem Volke seine Habe und seine Freiheit: diese Sklaverei, die täglich drückender wurde, erregte schon Unwillen. Der stumpfsinnigste wie der geistvollste Mensch spürt je nach dem Grade seiner Empfindlichkeit das Leid, das ihm zugefügt wird. Alle streben nach Wohlbefinden; eine Zeitang halten sie still, aber schließlich geht ihnen die Geduld aus. Die Knechtung so vieler Völker hätte also ohnedies zu einer Reformation geführt, hätte nicht der römische (=katholische, R. B.) Klerus, durch innere Zwistigkeiten aufgewühlt, selbst das Zeichen zur Befreiung gegeben, indem er die Fahne der Empörung gegen den Papst aufpflanzte. Die Waldenser (Anm. 3), Wycliffiten und Hussiten hatten die Bewegung schon eingeleitet; aber erst Luther und Calvin, die ebenso mutig, doch unter günstigeren Umständen geboren waren, vollendeten das große Werk.

Die Augustiner (Luther’s katholischer Heimat-Orden) waren im Besitz des Ablaßhandels. Als der Papst die Dominikaner mit der Predikt des Ablasses betraute, entstand ein erbitterter Kampf zwischen beiden Orden. Die Augustiner erklärten sich gegen den Papst, und Luther, der diesem Orden angehörte, griff die kirchlichen Mißbräuche aufs heftigste an. Mit kühner Hand lüftete er die Binde des Aberglaubens. Bald wurde er zum Führer der Bewegung, und da seine Lehre den Bischöfen ihre Pfründen und den Klöstern ihre Besitztümer streitig machte, schlossen sich die Fürsten dem neuen Bekehrer in Scharen an.

Die Religion gewann nun eine neue Gestalt und näherte sich wieder ihrer alten Einfachheit. Es ist nicht der Ort, zu untersuchen, ob es nicht besser gewesen wäre, ihr mehr von äußerem Prunk zu lassen, damit sie mehr auf das Volk wirkte, dessen Urteil ganz von dem sinnlichen Eindruck abhängt. Eine rein geistige, äußerliche kahle Religion wie der Protestantismus scheint nicht gemacht zu sein für grobsinnliche  Menschen, die unfähig sind, sich durch den Gedanken zur Anbetung der höchsten Wahrheiten zu erheben.

Die Reformation war ein Segen für die Welt und besonders for den Fortschritt des menschlichen Geistes (Anm. 4). Die Protestanten, die über die Glaubensfragen nachdenken mußten, legten mit einem Schlage alle Vorurteile der Erziehung ab und lernten ihre Vernunft frei gebrauchen, sie, die den Menschen als Führererin gegeben ist, und der sie wenigstens in den wichtigsten Angelegenheiten ihres Lebens folgen sollten. Die Katholiken wurden durch die heftigen Angriffe zur Verteidigung gezwungen. Die Geistlichen studierten. und die schmachvolle, krasse Unwissenheit, in der sie fast alle versunken waren, verschwand.

Gäbe es nur eine Religion in der Welt, so wäre sie hochmütig und würde unumschränkt herrschen (in dem Sinne, daß selbst auch die wahre Kirche immer wieder von Wölfen im Schaftspelz heimgesucht wird, die herrschen wollen; die wahre Kirche im Idealzustand will nicht herrschen, R. B.). Die Priester wären lauter Despoten, die tyrannisch regierten und nur gegen ihre eignen Verbrechen nachsichtig wären. Glaube, Ehrgeiz (Streben nach Macht und Ehre, R.B.) und politische Klugheit würden ihnen den Erdball untertan machen. Heute, wo es viele Sekten gibt, kann keine ungestraft die Wege der Mäßigung verlassen. Das Beispiel der Reformation hindert den Papst, seinem Ehrgeiz (Ehrsucht) die Zügel schießen zu lassen. Mit Recht fürchtet er den Abfall seiner Untertanen, wenn er seine Macht mißbraucht. Daher geht er vorsichtiger mit seinem Bannflüchen um, seit ihn ein Bannspruch gegen Heinrich VIII. um das Königreich England gebracht hat. Der katholische und der protestantische Glaube, die einander mit gleich kritischen Blicken beobachten, sind beide gezwungen, wenigstens den äußeren Anstand zu wahren. So bleibt alles im Gleichgewicht. Wohl ihnen, wenn Parteigeist, Fanatismus und blinder Eifer sie nicht zu Kriegen fortreißen, die den Haß auflodern lassen und die unter Christen niemals vorkommen dürften!

Lediglich vom politischen Gesichtspunkt betrachtet, erscheint die protestantische Religion für Republiken wie für Monarchien als die zuträglichste. Sie stimmt am besten zu dem freiheitlichen Geiste, der das Wesen der Freistaaten ausmacht. Denn in einem Staate, der Kaufleute, Bauern, Handwerker und Soldaten, mit einem Wort Untertanen braucht, müssen Bürger, die das Gelübde tun, das Menschengeschlecht aussterben zu lassen (= Zölibat der katholischen Priester, R. B.), unbedingt gefährlich werden. In den Monarchien ist die protestantische Religion, die von niemand abhängt, ganz der Regierung untertan. Dagegen errichtet der Katholizismus im weltlichen Staate der Fürsten einen allmächtigen geistlichen Staat voller Ränke und Kabalen (Intrigen). Die Priester, die die Gewissen beherrschen und kein anderes Oberhaupt haben als den Papst, sind mehr Herren des Volkes als dessen rechtmäßige Herrscher; und der Papst, der es versteht, die Sache Gottes mit menschlichem Ehrgeiz (Ehrsucht, Machtstreben, R.B.) zu verbinden, hat manchem Streit mit den Fürsten gehabt um Dinge, die durchaus nichts mit der Kirche zu tun hatten.

In Brandenburg wie in den meisten deutschen Staaten ertrug das Volk nur widerwillig das Joch des römischen (katholischen) Klerus. Der Katholizismus legte so wenig reichen Ländern zu große Lasten auf. Fegefeuer, Messen für die Lebenden und Toten, Jubeljahre, Annaten, Ablässe, erlässliche und Todsünden, in Geldspenden umgewandelte Bußen, Ehesachen, Gelübde, Opfergaben – das waren lauter Steuern, die der Papst der Leichtgläubigkeit (leichtgläubige Menschen, R. B.) auferlegte und die ihm ein ebenso festes Einkommen sicherten wie Mexiko den Spaniern. Es bedurfte daher gar keiner weiteren Argumente, um sie der Reformation geneigt zu machen. Sie murrten gegen den Klerus, der sie unterdrückte. Da trat ein Mann auf. der sie zu befreien versprach, und sie folgtem ihm.

Joachim II. war der erste Kurfürst, der die lutherische Religion annahm. Seine Mutter, eine dänische Prinzessin, teilte ihm ihre Anschauungen mit; denn die neue Lehre war in Dänemark eingedrungen, bevor sie in Brandenburg Boden gewann. Das Land folgte dem Beispiel des Herrschers, und ganz Brandenburg wurde protestantisch. Mathias von Jagow, Bischof von Brandenburg, erteilte das Abendmahl unter beiderlei Gestalt im Kloster der Schwarzen Brüder (eher der Dom zu Berlin, R. B.).

Dies Kloster wurde dann zur Hauptkirche von Berlin. Joachim II. ward zum Verfechter des Protestantismus durch die briefliche Disputation, die er mit dem König von Polen führte, und wie die Chroniken berichten,, durch seine Fürsprache fur die Protestanten auf dem Reichstag zu Augsburg (1548).

Die Reformation konnte nicht alle Irrtümer zerstören. Zwar öffnete sie dem Volke die Augen über eine Unzahl abergläubischer Anschauungen; doch bewahrte sie deren noch recht viele. So unausrottbar ist die Neigung des Menschengeistes zum Irrtum. Luther glaubte zwar nicht an das Fegefeurer, doch behielt er Gespenster und Teufel in seiner Lehre bei. Er behauptete sogar, Satan sei ihm in Wittenberg (eher Wartburg, R. B.) erschienen, und er habe ihn vertrieben, indem er ihm ein Tintenfaß an den Kopf warf. Es gab damals kaum ein Volk, das nicht von derartigen Vorurteilen erfüllt war (Anm. 5.). Bei Hofe und erst recht im Volke, waren die Geister voll von Zauberei, Wahrsagung, Gespenstern und Dämonen. Im Jahre 1553 mußten zwei alte Frauen die Feuerprobe ablegen, um sich von der Anklage der Hexerei zu reinigen. Der Hof hatte seinen Astrologen. Einer von ihnen prophezeite die Geburt Sigismunds, er werde glücklich sein, da man gleichzeitig am Himmel einen neuen Stern im Bilde der Kassiopeia eintdeckt hätte. Der Astrolog hatte aber nicht vorausgesagt, daß Sigismund zur reformierten Kirche übertreten würde, um die Holländer zu gewinnen, deren Beistand ihm bei der Verfechtung seiner Rechte auf das Herzogtum Kleve von Nutzen war.

Seit Luthers Lehre die Kirche gespalten hatte, machten die Päpste und Kaiser die verschiedensten Einigungsversuche. Die Theologen beider Parteien hielten Zusammenkünfte ab, bald in Thorn (1645), bald in Augsburg (1548). Auf allen Reichstagen wurden die Religionssachen diskutiert. Aber alle diese Versuche blieben fruchtlos. Schließlich entstand daraus ein grausamer, blutiger Krieg, der mehrfach beigelegt wurde und wieder aufflammte.

Oft entzündete ihn der Ehrgeiz der  (katholischen, R. B.) Kaiser, die die Freiheit der Fürsten und Gewissen der Völker knechten wollten. Aber Frankreichs Rivalität und der Ehrgeiz König Gustav Adolfs von Schweden retteten Deutschland und die Glaubensfreiheit von dem (katholischen, R. B.) Despotismus des Hauses Österreich.

Die Kurfürsten von Brandenburg verhielten sich während dieser Unruhen weise. Sie blieben duldsam und massvoll. Friedrich Wilhelm, der durch den Westfälischen Frieden Provinzen mit katholischen Untertanen erwarb, verfolgte diese keineswegs. Er gestattete sogar einigen jüdischen Familien, sich in seinem Lande niederzulassen, und bewilligte ihnen Synagogen.

Friedrich I. ließ einige Male die katholischen Kirchen schließen, als Repressalie gegen die Verfolgungen, die der Kurfürst von der Pfalz seinen protestantischen Untertanen zufügte. Aber immer wurde die freie Religionsausübung den Katholiken wieder gestattet. Die Reformierten versuchten, die Lutheraner in Brandenburg zu verfolgen. Sie benutzten die ihnen günstige Stimmung des Königs, um reformierte Prediger in den Ortschaften einzusetzen, wo vorher lutherische waren. Daraus ersieht man, daß die Religion keineswegs die menschlichen Leidenschaften vernichtet (Anm. 6) und daß die Priester, welchen Glaubens sie auch seien, immer bereit sind, ihre Gegner zu unterdrücken, sobald sie sich für die Stärkeren halten.

Es ist eine Schmach für den Menschengeist, daß sich im Anfang eines so aufgeklärten Jahrhunderts, wie des achtzehnten, noch aller Arten lächerlichen Aberglaubens erhalten hatten. Vernünftige Menschen glaubten ebenso wie die Schwachköpfe an Gespenster. Irgend eine Volksüberlieferung berichtete, daß jedesmal, wenn ein Prinz des Hauses Brandenburg sterben sollte, ein weiße Frau in Berlin sich zeigte. Der verstorbenen König ließ einen Unglücklichen, der die Rolle des Gespenstes gespielt hatte, ergreifen und bestrafen. Durch einen so unfreundlichen Empfang verstimmt, erschienen die Geister nicht wieder, und das Volk war von seinem Irrtum geheilt.

Im Jahre 1708 wurde eine Frau, die zu ihrem Ungkück alt war, als Hexe verbrannt. Thomasius, ein gelehrter Professor in Halle, den solch barbarische Folgen der Unwissenheit tief empörten, überschüttete die Hexenrichter und Hexenprozesse mit Lächerlichkeit. Er hielt öffentliche Vorträge über die natürlichen, physikalischen Ursachen der Dinge und hatte damit so großen Erfolg, daß man sich schämte, noch weiter solche Prozesse zu führen. Seitdem konnte das weibliche Geschlecht in Frieden alt werden und sterben.

Unter allen Gelehrten, die Deutschlands Ruhm bilden, haben Leibnitz und Thomasius dem Menschengeist die größten Dienste geleistet. Sie wiesen der Vernunft die Wege, auf denen sie zur Wahrheit gelangt.  Sie bekämpften jegliches Vorurteil, beriefen sich in all ihren Werken auf Analogie und Erfahrung, diese beiden Krücken unserer Urteilskraft, und fanden viele Schüler.

Unter der Regierung Friedrich Wilhelms wurden die Reformierten friedlicher, und die Religionsstreitigkeiten hörten auf. Die Lutheraner benutzten die Ruhe. Ohne selber dazu beizusteuern, gründete Francke, ein Geistlicher aus ihrer Mitte, ein Stift in Halle, wo junge Theologen ausgebildet wurden. Daraus gingen später Scharen von Priestern hervor, die eine Sekte strenger Lutheraner bildeten. Ihnen fehlte nur das Grab des heiligen Paris und ein Abbe Becherand, der darauf herumhüpfte – protestantische Jansenisten, die sich von den anderen nur durch ihre starre Mystik unterscheiden. Seitdem entstanden Quäkersekten aller Art, die Zinzendorfianer, die Gichteler, eine immer lächrlicher als die andere, bei denen die Grundsätze des Urchristentums bis zu verbrecherischem Treiben ausarteten (Anm. 7).

Alle diese Sekten leben hier (in Preussen, R. B.) in Frieden und tragen gleichmäßig zum Wohl des Staates bei. Hinsichtlich der Moral unterscheidet sich keine Religion erheblich von der anderen (Anm. 8). So können alle der Regierung gleich recht sein, die folglich jedem die Freiheit läß, den Weg zum Himmel einzuschlagen, der ihm gefällt. Nichts weiter verlangt sie von dem Einzelnen, als daß er ein guter Staatsbürger ist. Der falsche Eifer ist ein Tyrann, der Länder entvölkert; die Toleranz ist eine zärtliche Mutter, die für ihr Wohlergehen und Gedeihen sorgt.

(Ende von Friedrich’s Ausführungen)

Anmerkungen:

Anm. 1: Es stimmt, daß im Neuen Testament die Dreifaltigkeit nicht thematisiert wird, wohl aber eine Selbstverständlichkeit ist. Gott, der Sohn, war die Person der Gottheit, die Mensch wurde und für uns starb. Der Vater wurde nicht Mensch. Der Sohn Gottes ist also nicht kleiner als Gott, der Vater, sondern hat nur ein anderes Amt innerhalb der Gottheit. Der Vater und der Sohn waren sich einig in der Gottheit, daß der Sohn sterben und auferstehen sollte. Deswegen können wir im Neuen Testament lesen, daß der Vater den Sohn auferweckte von den Toten, aber auch daß der Sohn sein Leben wieder nahm:

Joh 10,18 Niemand nimmt es (sein Leben) von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.

Gal 1,1 Paulus, ein Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten, …

Ich hoffe und vermute, daß es Friedrich nicht um einen Affront gegen die Dreieinigkeit ging, sondern er wußte sicherlich um die Streitigen, die es in der Alten Kirche bezüglich dieses Themas gegeben hatte. Sicherlich will Friedrich kritisieren, daß sich die Kirche damals an einem Thema so “aufgehängt” hat.

Anm. 2: Ich selber habe kein Problem mit Ikonen. Ich finde, man muß nur aufpassen, daß man eine Ikone nicht für einen magischen, sondern für einen sakralen Gegenstand hält. Die auf der Ikone dargestellte Szene muß sich beim Betrachter mit dem Glauben verbinden, andernfalls kann es zu keiner Wirkung kommen. Wenn auf einer Ikone die Kreuzigung dargestellt ist, kann ich mich im Glauben daran erinnern, daß Jesus für mich starb. Ist das nicht gut?

Ps 4,4 Erkennet doch, dass der HERR seine Heiligen wunderbar führt; der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.

Anm. 3: Die Waldenser werden von Luther scharf verurteilt, weil sie Kinder tauften ohne dabei anzunehmen, daß auch ein Kind oder Säugling schon glauben könnte. Luther ging bei der korrekten, evangelischen Kindertaufe davon aus, daß auch Säuglinge schon glauben könnten, das halte ich auch für richtig.

Ps 4,4 Erkennet doch, dass der HERR seine Heiligen wunderbar führt; der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.

Die Kirche ist einfach ein sakraler Ort, wo Wunder möglich sind (Psalm 4, 4), die über den Verstand hinausgehen. Wenn ein Säugling schon glaubt, dann ist das eben ein Wunder, gewirkt durch den Heiligen Geist. Der Heilige Geist wohnt in der Kirche, die verkündet, daß die Taufe oder Kindertaufe ein Ruf in die Nachfolge bzw. christliches Leben ist. Auch Bonhoeffer sagte, die Kindertaufe sollte eigentlich nur in einer lebendigen Gemeinde stattfinden, wo der Heilige Geist gegenwärtig ist und somit auch Säuglinge auf wunderbare Weise schon glauben können.

Anm. 4: Diese Aussage Friedrich’s stimmt, muß aber ergänzt werden. Sicherlich wurde durch die Reformation der menschliche Geist befreit, aber was die durch die Reformation erneuerte Kirche so attraktiv macht, ist der Heilige Geist Gottes, der in ihr wohnt.

Anm.5: Friedrich spricht sich hier gegen angeblich wirkliche, sichtbare Erscheinungen von Gespenstern aus, was verständlich ist. Sicherlich waren früher viele Menschen in einem unvorstellbaren Aberglauben gefangen. Nichtsdestotrotz entnehmen wir aus der Bibel, daß es den Teufel und Dämonen gibt, nur “erscheinen” und wirken sie vermutlich ganz anders als man es sich gemeinhin vorstellt bzw. früher vorgestellt hat (Gespenster). Man könnte sich ja vorstellen, daß der Teufel und seine Dämonen so wirken, daß man z. B. Menschen begegnet, denen man lieber nicht begegnet wäre, oder das man von unnützen Gedanken überfallen wird, oder das man die Bibel in völlig abstruser Weise auslegt, etc.. Die Idee Jesus zu verraten, gab der Teufel Judas ins Herz.

Anm. 6: Ich hoffe und vermute Friedrich bezieht sich hier auf das, was unter dem Strich rauskommt, wenn Menschen die gute Religion verderben. Die christliche Religion an sich, so wie sie von Jesus gelehrt wurde, kann selbstverständlich von Leidenschaften frei machen. Es scheint nur leider in Deutschland recht selten vorzukommen, daß eine Kirche einmal genau das lehrt, was Jesus und die Apostel gelehrt haben.

Anm. 7: Friedrich meint das sicher so, daß diese Sekten eben falsche Vorstellungen vom Urchristentum hatten, was zu lächerlichem Treiben führte. Die wahre christliche Kirche hat seit 2000 Jahren die gleiche Lehre, die wir auch im Neuen Testament finden. Es bedarf jedoch großer Sachkenntnis und des Heiligen Geistes das Neue Testament richtig auszulegen. Ein guter Theologe wird auch immer nach etwas Orientierung suchen bei den Kirchenvätern und der Kirchengeschichte, um die richtige Lehre zu “erraten”. Die höchste Autorität ist selbstverständlich das Neue Testament selbst, denn es entstand im apostolischen Zeitalter und ist die Urverfassung der Kirche. Das Neue Testament kann auch keiner allein richtig auslegen, sondern das ist Gemeinschaftsarbeit. In der christlichen Gemeinschaft wirkt Gottes Geist, der die richtige Auslegung schenken kann.

Anm. 8: Man sollte aus dieser Aussage Friedrichs nicht den Schluss ziehen, er meinte, es sei egal was jemand persönlich glaubt. Es scheint vielmehr so, daß Friedrich die Religionsgemeinschaften in seinem Land unter guter Kontrolle hatte, sodaß Religionskriege vermieden wurden und die Leute unabhängig von ihrer Religion danach trachteten gute Staatsbürger zu sein. Wenn Friedrich die Religion, die er für die richtige hielt, bevorzugt hätte, wäre aus ihr wahrscheinlich eine herrschsüchtige Kirche in der Art der katholischen Kirche geworden und das wollte Friedrich vermeiden. Ein Staat muß sich tatsächlich darauf beschränken, die Tugendhaften zu loben und die Ungerechten zu bestrafen, aber die Religion muß frei bleiben. Staatsmänner müssen aber nicht die Äußerung machen, es sei egal, was man glaubt. Wenn ein Staatsmann nach seinem persönlichen Glauben gefragt wird, sollte er diesen ehrlich bekennen, dies wird dem Verhalten des Staates als ganzes, keine Religion zu bevorzugen, keinen Abbruch tun.

Kommentar zu Friedrich’s Werk:

Schade, daß Friedrich den evangelischen Glauben nur vor dem Hintergrund des schädlichen Papsttums für gut befinden konnte, ihn aber für sich allein genommen doch kritisieren mußte, entsprechend seinen Erfahrungen mit den preußischen Protestanten.

Die Reformation Luther’s war eine Meisterleistung, aber es scheint, daß die evangelische Kirche sich nie so entwickelt hat, wie Luther sich das vorstellte. Eigenartig auch, daß von der Bekennenden Kirche des Dritten Reiches nichts mehr übrig ist. Bonhoeffer war ein Genie und ein Segen für die Bekennende Kirche, aber über die heutige evangelische Kirche würde er die Stirn runzeln.

Wir müssen lernen, daß die Taufe ein Ruf in die Nachfolge ist. Die Nachfolge in einer gottlosen Welt wird uns einiges kosten, aber das sollten wir um des ewigen Lebens willen auf uns nehmen.

Sehr interessant ist auch noch die folgende Behauptung Friedrich’s aus dem Text:

Aber nicht aus den Umwälzungen in den religiösen Anschauungen konnte eine Reformation der Kirche hervorgehen. Der Scharfsinn der meisten denkenden Menschen richtet sich auf Dinge, bei denen ihr Eigennutz (Habgier, R. B.) und Ehrgeiz (Ehrsucht, R. B.) ins Spiel kommt. Wenige befassen sich mit abstrakten Ideen, und noch kleiner ist die Zahl derer, die gründlich über so wichtige Fragen nachdenken. Und das Volk, der achtbarste, zahlreichste und unglücklichse Teil der Gesellschaft, folgt Anregungen, die man ihm gibt.

Den Anstoß gab also nicht die tyrannische Macht, die der (katholische, R. B.) Klerus über die Gewissen ausübte.  Die Priester nahmen dem Volke seine Habe und seine Freiheit: diese Sklaverei, die täglich drückender wurde, erregte schon Unwillen. Der stumpfsinnigste wie der geistvollste Mensch spürt je nach dem Grade seiner Empfindlichkeit das Leid, das ihm zugefügt wird. Alle streben nach Wohlbefinden; eine Zeitang halten sie still, aber schließlich geht ihnen die Geduld aus. Die Knechtung so vieler Völker hätte also ohnedies zu einer Reformation geführt, hätte nicht der römische (=katholische, R. B.) Klerus, durch innere Zwistigkeiten aufgewühlt, selbst das Zeichen zur Befreiung gegeben, indem er die Fahne der Empörung gegen den Papst aufpflanzte.

Friedrich behauptet also, daß Viele die Reformation nicht aus geistlichen Gründen begrüßten, sondern aus materiellen Gründen. Luther beobachtete zu seiner Zeit, daß Viele die evangelische Freiheit mißbrauchten und schlimmer lebten und sündigten als unter dem Papsttum. Vielleicht ist das das Grundübel der evangelischen Kirche: Man will evanglisch sein nur in dem Sinn, daß man nicht unter der Herrschaft des Papstes ist, aber wirklich Christ sein, will man auch nicht.

Ergänzung vom 31.10.2014

Ich habe mittlerweile Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleury’s Kirchengeschichte” gelesen. Bisher ging ich tatsächlich davon aus, Friedrich sei insgeheim Christ gewesen, weil er die Tugend so favorisiert. Durch das Lesen von Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleury’s Kirchengeschichte” wurde mir aber klar, daß Friedrich kein Anhänger des ursprünglichen, wahren Christentums einschließlich seiner Lehre von Jesus als dem Sohn Gottes war, sondern Friedrich favorisierte nur die Morallehre Jesu bzw. die christliche Morallehre. Die Lehre von der Gottessohnschaft Jesu betrachtete er als ein Dogma, das die Kirche erst nachträglich hinzugefügt habe, das also nicht von Jesus und den Aposteln stammte. Friedrich betrachte die Lehre von der Gottessohnschaft Jesu sogar als angeblich schädlich. Er hielt diese Lehre für die Ursache vieler Glaubenskriege – und wenn sich Menschen gegenseitig den Schädel einschlagen, ist das natürlich der Morallehre von Jesus diametral entgegengesetzt, also schädlich (so dachte Friedrich). Soweit ich aber weiß, haben weniger die Anhänger der korrekten Lehre die Irrlehrer und deren Anhänger verfolgt, sondern umgekehrt die Irrlehrer und ihr Anhang die wahre Kirche. Friedrich täuschte sich also sehr. Friedrich war definitiv kein Christ, denn wer nicht glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, der kann kein tugendhaftes Leben im christlichen Sinne führen, denn er entbehrt der Erlösung, die in Christus Jesus ist.

 

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Adam Smith’s Arbeitsteilung – Fluch oder Segen?

Ob Adam Smith’s Arbeitsteilung (siehe Anmerkung, unten) ein Fluch oder ein Segen ist, hängt ganz davon ab, ob der betreffende Markt, wo die Arbeitsteilung angewendet wird, überversorgt oder unterversorgt ist. Wenn in einem Land z. B. die Nachfrage nach Schuhen zu einem natürlichen Preis genau von den produzierenden Unternehmen gedeckt wird, dann ist der Markt weder unterversorgt, noch überversorgt, sondern genau richtig versorgt (Idealzustand). Würden zu wenig Schuhe hergestellt, dann würde der Preis steigen und Einkommen von Unternehmern und Arbeitern wären hoch. Würden zu viele Schuhe hergestellt, dann wäre zwar der Preis niedriger, aber die Unternehmer zusammen mit den Arbeitern hätten weniger Einkommen.

Jeder Preis eines Produkts ist also immer ein Kompromiss zwischen dem Verlangen der Allgemeinheit nach preisgünstigen Waren und dem Verlangen der Unternehmer und Arbeiter nach möglichst hohen Einkommen.

Zu Adam Smith’s Lebzeiten war es wohl so, daß viele Märkte tendenziell unterversorgt waren. Auf der einen Seite gab es viele Leute, die gerne Schneider, Weber, Schuhmacher, Schmied, usw. geworden wären, aber die Zünfte ließen sie nicht rein. Auf der anderen Seite waren eben die Produkte der “zünftigen” Handwerker sehr teuer, denn die Märkte waren untervorsorgt und so konnten die zünftigen Betriebe ihre Preise hochtreiben zum Schaden der Allgemeinheit. Die Zünfte verhinderten das Aufkommen von Konkurrenz bzw. Wettbewerb.

siehe Gewerbefreiheit statt Zunftzwang: Die Schranken fallen

Vor diesem historischen Hintergrund muß man Adam Smith’s Buch “Der Wohlstand der Nationen” lesen. Smith wollte etwas Gutes bewirken: Mehr gut bezahlte Arbeit und mehr preisgünstige Güter für die Allgemeinheit. Wir dürfen aber auf keinen Fall Smith’s Theorieen 1:1 in unsere Zeit übernehmen, denn wir haben heute vielfach überversorgte Märkte.

Smith’s Theorie der Arbeitsteilung hat auch einen “kleinen Haken”, denn es hängt vom Verhalten der Unternehmer ab, ob sie (Smith’s Theorie) zu höherem Allgemeinwohl oder zum Schaden der Allgemeinheit beiträgt.

Ein Unternehmer, der die Arbeitsteilung (sieh Anmerkung, unten) einführt, kann zwei Dinge tun: Entweder er entläßt einen Teil (je nach Produktivitätssteigerung) seiner Leute und produziert mit den verbliebenen Leuten die gleiche Menge an Gütern zum gleichen Stückpreis oder er entläßt niemand, senkt aber den Stückpreis, wodurch er mehr Waren verkauft und unterm Strich mehr verdienen wird (dies bedeutet natürlich Stress für die Konkurrenten, die nun den Lohn ihrer Arbeiter und/oder ihren Unternehmergewinn senken müssen, sprich, den Verkaufspreis ihrer Produkte senken müssen, um am Markt bestehen zu können).

Entscheidet sich der Unternehmer für den ersten Fall (Entlassung von Arbeitern), dann passiert das Folgende: Da er gleich viele Waren zum gleichen Preis verkauft, aber weniger Lohnkosten hat, da er ja mit weniger Leuten gleich viel produziert, steigt sein Unternehmergewinn (Kapitalgewinn) erheblich. In der Praxis werden heute wahrscheinlich viele Unternehmer diese Möglichkeit wählen, da sie die einfachste ist. Man läßt seine Sekretärin ein paar Kündigungen tippen und der Fall ist erledigt.

Entscheidet sich der Unternehmer für die zweite Möglichkeit, dann hat er vielmehr Umtrieb (Stress, Unruhe), denn das Mehr  an Waren muß ja innerhalb der Firma bewegt werden, verbucht werden, gelagert werden, vertrieben werden, etc. Außerdem wird es eine Weile dauern, bis neue Kunden auf den niedrigeren Preis reagieren. Sie werden erst abwarten wollen, ob die Qualität ihren Anforderungen genügt, denn ein niedrigerer Preis macht misstrauisch. Darüber hinaus muß der Unternehmer auch neue Rohstoffquellen bzw. Zulieferer finden, denn mehr Ware bedeutet auch mehr Rohstoffeinsatz bzw. Einsatz von zugelieferten Teilen.

Es liegt in der Natur der Sache, daß sich die Unternehmer meistens für Möglichkeit 1 (Entlassungen) eintscheiden werden:

Was bedeutet das in einem Land mit tendenziell unterversorgten Märkten?:

Die Entlassenen können neue Firmen gründen und andere Produkte herstellen. Da die Märkte unterversorgt sind, können sie einen guten Preis verlangen und viel absetzen. In einem Land mit vielen unterversorgten Märkten haben die Menschen auch noch ein höheres Potential für mehr Arbeitsleistung. Sie müssen mehr von ihren bisherigen Gütern herstellen, um sich die neuen Güter der Entlassenen leisten zu können, aber das können sie ohne Probleme, da ihre Ressourcen an Arbeitskraft noch lange nicht ausgeschöpft sind. In diesem Fall steigt das Allgemeinwohl: Mehr preisgünstige Güter und mehr gut bezahlte Arbeit.

Was bedeutet das in einem Land mit tendenziell überversorgten Märkten?:

Die Entlassenen können auch neue Firmen gründen und andere Produkte herstellen. Da die Märkte aber überversorgt (Überversorgung des Gesamtmarktes aller Waren) sind, können sie nur einen niedrigen Preis verlangen und wenig absetzen. In einem Land mit vielen überversorgten Märkten haben die Menschen auch kaum noch überschüssige Arbeitskraft. Sie können nicht mehr von ihren bisherigen Gütern herstellen, um sich die neuen Güter der Entlassenen leisten zu können, da ihre Ressourcen an Arbeitskraft nahezu erschöpft sind. In diesem Fall nimmt das Allgemeinwohl ab: Die Entlassenen werden spätestens langfristig im sozialen Netz landen, da sie vom Verkaufspreis ihrer zu billigen Güter kaum leben können.

Abschließende Bewertung:

Es ist also ein vollkommener Schwachsinn, wenn man heute noch die Arbeitsteilung von Smith als Allheilmittel für volkswirtschaftliche Probleme anpreist, denn das ist sie nicht (mehr). Die Arbeitsteilung war etwas relativ Gutes zu Smith’s Zeiten und etwas danach, da sie zu mehr preisgünstigen Gütern und zu mehr gut bezahlter Arbeit führte. Natürlich war auch schon zu Smith’s Zeiten die Arbeitsteilung mit jede Menge Umtrieb, das heißt Stress und Unruhe verbunden, denn das ist ja keine Kleinigkeit für den Entlassenen, ein neues Produkt zu entwickeln, preisgünstig herzustellen und auf den Markt zu bringen: Mehr Wohlstand – mehr Leistungsdruck. Der Preis für mehr Wohlstand war schon immer mehr Leistungsdruck, aber früher war das noch erträglich, da man sich von einem sehr niedrigen Level ausgehend nach oben schraubte. Heute sind wir schon auf einem sehr hohen Level: Viele verschiedene, preisgünstige Güter, hohe Anforderungen am Arbeitsplatz bis zum Burnout. Wir heute müssen Smith’s Arbeitsteilung als tödliche Aufwärtsspirale sehen, ähnlich wie eine Rüstungsspirale im militärischen Bereich.

Wenn heute eine Firma eine Erfindung macht mit der sie mit weniger Arbeitern gleich viel Ware produzieren kann, dann entläßt sie z. B. 40% der Arbeiter und hat dann einen viel höheren Gewinn, da die Lohnkosten der 40% entfallen. Wenn jetzt diese Entlassenen eine eigene Firma aufmachen, dann werden sie ihr Produkt kaum losschlagen können und sei es noch so gut (hochwertig) und noch so billig (preisgünstig), denn die Allgemeinheit hat ja heute praktisch keine Reserven mehr, sie muß ja schon arbeiten bis zum Umfallen, um sich die bisherigen Güter (ohne die Güter, die die Entlassenen herstellen) kaufen zu können.

Der Grund für den Leistungsdruck, den wir heute in Deutschland haben, ist also nur indirekt die Habgier der Reichen. Direkt ist der Leisungsdruck eine Folge der Arbeitsteilung, wie sie heute  angewandt wird zur ständigen Steigerung der Produktivität. Die Folgen der Arbeitsteilung heute wären allerdings nicht so schlimm, wenn die Reichen, also die Unternehmer, nicht darauf bestehen würden, ihren Gewinn durch Entlassungen zu maximieren. Die Habgier macht sich praktisch die Arbeitsteilung zum Handlanger. Das es auch anders geht, können Sie im Folgenden lesen:

Wie könnte ein christlicher Unternehmer sich verhalten?

Angenommen, ein christlicher Unternehmer würde eine Erfindung machen, die es im ermöglicht die bisherige Anzahl an Produkten mit 80% der Belegschaft herzustellen. Er könnte dann einfach die anderen 20% entlassen und sein Unternehmergewinn würde um die eingesparten Lohnkosten für die 20% steigen. Das wäre aber nicht sehr christlich, denn seine Angestellten müssten sich einen neuen Job suchen und würden wahrscheinlich in irgendeinem sogenannten prekären Arbeitsverhältnis landen, wo sie zu einem Hungerlohn arbeiten müßten, falls sie überhaupt etwas Neues finden würden. Diese Arbeitnehmer hätten aber weiterhin ihre Miete zu zahlen und ihre Familie zu versorgen. Was nun? So würde der christliche Arbeitgeber, um sein Heil in Christus zu bewahren, vielleicht das Folgende sagen zu seinen Angestellten: Ich habe eine Spitzen-Erfindung gemacht, die uns die Arbeit total erleichtert; es reicht völlig aus, wenn wir nur noch 32 Stunden pro Woche statt bisher 40 arbeiten bei vollem Lohnausgleich (der alte Lohn der 40h-Woche wird weiterbezahlt). Der christliche Arbeitgeber würde also sein Mehr an Unternehmergewinn für seine Arbeiter opfern. Er würde gleichsam den Gewinn seiner Erfindung, die die Arbeit erleichtert und an der er vielleicht Jahrzehnte getüftelt hat, seinen Arbeitern zu kommen lassen in Form von mehr Freizeit. Sie könnten sich dann mehr um ihre Familien kümmern, wären weniger krank, hätten Zeit für Fortbildung, allgemeine Bildung, Kirche, ehrenamtliches Engagement, etc.

Anmerkung

Arbeitsteilung

Von den ersten Agrargesellschaften zu den Handwerkern in ihren Zünften ging die Entwicklung weiter zu Manufakturen des Mittelalters und zu großen Fabriken. Es folgte die Zerlegung von ursprünglich von einer Person durchgeführten Arbeitsprozessen in voneinander getrennte Teilprozesse. Ziel dieser Trennung war und ist die Steigerung der Produktivität der Arbeit. Arbeitsteilung lässt sich unterscheiden in innerbetriebliche, zwischenbetriebliche und internationale Arbeitsteilung. Innerbetriebliche A. bedeutet, dass der Arbeitsprozess in einem Betrieb in unterschiedliche Einzelschritte zerlegt wird. Bei der zwischenbetrieblichen A. produzieren verschiedene Betriebe nicht alle Güter, die sie benötigen selbst, sondern kaufen diese von anderen, den Zulieferern, zu. Bei der internationalen A. betreiben unterschiedliche Länder untereinander Handel mit Produkten und Dienstleistungen. Die einzelnen Länder spezialisieren sich auf jene Produkte, die sie kostengünstig herstellen können und mit denen sie internationale wettbewerbsfähig sind.

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Die Aufklärung

Ich will mich in diesem Artikel nur auf die Aufklärung beziehen, so wie sie Friedrich der Große, König von Preußen verstand. Friedrich sah sich als “aufgeklärten Herrscher”.

Friedrich hatte sich intensiv mit der Geschichte der Kirche befasst, wobei er nicht korrekt zu unterscheiden vermochte zwischen der allgemeinen, christlichen Kirche und der römisch-katholischen Kirche (= römische Kirche). Jedenfalls war er sich bewußt, daß es in der Geschichte der Kirche immer wieder zu schweren Glaubenskriegen gekommen war. Bei diesen Auseinandersetzungen ging es um Fragen der Metaphysik, besonders auch um die Frage, ob Jesus Christus auch Gott oder Gottes Sohn gewesen sei.

Friedrich hatte folgende Meinung, wie aus seiner Vorrede zum Auszug aus Fleury’s Kirchengeschichte hervorgeht:

Jesus sei ein hervorragender Morallehrer gewesen, aber nicht Gottes Sohn oder Gott. Die Lehre, daß Jesus Gottes Sohn sei, habe erst die Kirche, die auf die Urkirche folgte, erfunden. Die Urkirche habe nicht gelehrt, daß Jesus Gottes Sohn sei.

Wenn Friedrich vom ursprünglichen Christentum redete, dann verstand er darunter also nur die christliche Morallehre, aber nicht das komplette Christentum, das auch die Lehre von der Gottheit und der Menschheit Christi umfasste. Friedrich wertschätzte also nur einen Teil des wahren Christentums und das war dann in seinen Augen das ursprüngliche Christentum.

Weil es eben wegen der metaphysischen Fragen immer wieder Glaubenskriege gegeben hatte, folgerte Friedrich, daß diese Lehren über die Gottheit Christi niemals Lehren der ursprünglichen Kirche gewesen sein konnten.

Friedrich dachte gleichsam so: “Besser man hätte nie diese Lehre eingeführt, daß Jesus Gottes Sohn sei, dann wären uns diese ganzen blutigen Glaubenskriege erspart geblieben.” Friedrich erfand schließlich auch eine Art neue Religion und zwar die des “tugendhaften, preußischen Staatsbürgers”, die er über die traditionellen Religionen (evangelische und katholische Kirche) stellte. Was aber diese preußische Religion wert war, zeigte sich durch die Not, die der Siebenjährige Krieg verursacht hatte. Jeglicher staatlicher Aufsicht beraubt, fingen die “tugendhaften Preußen” an, sich wie Bestien zu benehmen.

Beurteilung von Friedrich’s Argumentation aus christlicher Sicht:

Daß Jesus der Sohn Gottes ist, haben Jesus selbst und die Apostel schon gelehrt. Dies ist also eine Lehre der ursprünglichen Kirche. Diese Lehre wurde nicht erst von der späteren Kirche erdichtet. Immer wieder tauchten Irrlehrer auf, wobei immer wieder Jesus Christus, so wie wir ihn uns aufgrund des biblischen Befundes, also der Lehre Jesu und der Apostel, vorzustellen haben, hinterfragt wurde. Immer wieder versuchten die Irrlehrer einen Jesus zu etablieren, der ihren falschen Vorstellungen entsprach aber nicht dem biblischen Befund. Nach dem biblischen Befund ist Jesus gleichzeitig Mensch und Gott. Jesus Christus ist die Person der Gottheit, des dreieinigen Gottes, die Christus oder Sohn Gottes genannt wird. Diese Person der Gottheit wurde Mensch, der Mensch Jesus. Jesus Christus hatte zwei Naturen, eine göttliche und eine menschliche, wobei die Naturen perfekt in Seiner Person vereinigt waren, aber nicht miteinander vermischt. Es ist nicht etwa so, daß Gott eine Person, die nur ein reiner Mensch war, für uns geopfert hätte als Sündenbock oder Sühneopfer, sondern Gott gab sich selbst für uns in dem Gott-Menschen Jesus Christus. Gott wurde Mensch, um für uns am Kreuz zu sterben.

Römerbrief 8, 3-4

Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist.

Aus diesen Versen des Römerbriefs geht hervor, daß Jesu Opfer am Kreuz nicht nur ein Sühneopfer war für unsere Sünden, sondern daß auch unser sündiges Fleisch zusammen mit Jesus untergegangen ist, als er am Kreuz für uns starb (dies wird natürlich nur wirksam an uns durch Glaube und Taufe; siehe Römerbrief, Kapitel 6).

Das Poblem des Sündenfalls war, daß der Mensch aus Gott herausfiel. Adam und Eva waren in Gott geborgen, was versinnbildlicht wird durch das Paradies. Nach dem Sündenfall waren sie nicht mehr in Gott, was dadurch versinnbildlicht wird, daß sie in einer Welt leben mußten, wo es Hitze und Frost gibt, Unkraut, Schmerzen, Mühe, etc.

Der Gott-Mensch Jesus nimmt uns also mit hinein in seinen Tod und seine Auferstehung: Wir als sündigende Menschen sterben mit Jesus und auferstehen mit Jesus und sind nun in ihm, in Gott. Der Sündenfall wurde für uns rückgängig gemacht. Als Überbleibsel bleibt unser sündiger Leib, aber wir sind in Christus, in Gott, der größer ist als unser sündiger Leib, dadurch können wir im Alltag unsere natürliche Sündhaftigkeit überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben.

In anderen Worten: Jesus hat das sündige, menschliche Fleisch in den Tod getragen, er trug die sündige, alte Menschheit, als er für uns starb. Wenn wir an ihn glauben und sakramental getauft werden oder uns unserer Kindertaufe erinnern, dann werden wir Teilhaber einer neuen Menschheit in Gott – Jesus, der Erstling einer neuen Menschheit in Gott.

Diese Wahrheiten mußte die Kirche unter allen Umständen gegen die Irrlehrer verteidigen, denn wenn Gott nicht Mensch geworden wäre in Jesus Christus, dann gäbe es kein Heil und keine Errettung für irgendeinen Menschen. Man stritt sich früher also nicht aus Spaß an der Freud oder aus lauter Jux und Tollerei, sondern es ging wirklich um etwas.

Warum beging die katholische Kirche so viele Verbrechen, wo sie doch auch bekennt, Jesus sei der Christus?

Bei der katholischen Kirche ist das Bekenntnis “Jesus ist Gottes Sohn” nur ein wertloses Lippenbekenntnis, denn die katholische Kirche hat sozusagen eine “zweite Taufe” eingeführt, die die erste Taufe, die uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbindet, unwirksam macht. Diese “zweite Taufe” sind die “guten Werke” der Katholiken, wie folgt:  Rosenkranz, Heiligenverehrung, Wallfahrten, Fastenordnungen (s. CA 26), Mönchwerden (s.  CA 27); CA = Confessio Augustana also Augsburger Bekenntnis. Diese Werke haben nichts zu tun mit tugendhaftem Verhalten im Alltag. Tugendhaftes Verhalten wird vom wirklichen Christen gefordert, der sich auf seine sakramentale Taufe bezieht, wobei er sich mit diesem tugendhaften Verhalten nicht das Heil verdienen will, sondern er bleibt durch sein tugendhaftes Verhalten in Christus, der ihm auch die Kraft darreicht sich tugendhaft zu verhalten – alle Ehre gebührt also Christus. Was wir Gutes tun, tun wir durch Christus oder Christus durch uns.

Weiter hat der Papst Christus sein Amt als unsichtbares Haupt der Kirche gestohlen. Das Haupt der kath. Kirche ist der Papst und somit ist der Papst de facto Gott in der katholischen Kirche. In der kath. Kirche kann somit nicht Christus gegenwärtig sein durch den heiligen Geist. Der Heilige Geist aber ist der Lehrer der Kirche, der uns auch darüber belehrt, daß die sakramentale Taufe uns verbindet mit der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Der Ungeist bzw. Dämon, der in der kath. Kirche herrscht, macht den Katholiken weis, sie könnten sich durch gute Werke den Himmel verdienen, was natürlich völlig abwegig ist.

So kommt es, daß die Katholiken völlig ihrem sündigen Fleisch ausgeliefert sind und im Alltag viele schwere Sünden begehen, für die sie am Jüngsten Tag gerichtet werden.

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Friedrich der Große – Staatsbürger oder Christ?

Bis vor wenigen Tagen, war ich über die Maßen begeistert von Friedrich dem Großen, König von Preußen, Förderer der Aufklärung. Grund für meine Begeisterung war das Folgende: Friedrich war ein großer Befürworter tugendhaften Verhaltens, der Tugend. Er meinte, man müsse den Menschen wieder beibringen, daß letztlich doch tugendhaftes Verhalten der Weg zum Glück sei und nicht die Verschlagenheit. Eine Zeit lang ging ich davon aus, Friedrich habe das Christentum bis in seine Tiefe verstanden, denn auch beim ursprünglichen Christentum spielt das tugendhafte Verhalten eine große Rolle. Oftmals scheint das tugendhafte Verhalten zunächst (im gegenwärtigen Augenblick) zu persönlichen Nachteilen zu führen, jedoch bringt es langfristig nur Vorteile. Die Herausforderung besteht darin, nicht auf die Gegenwart zu schauen sondern auf die Zukunft. Diese Erkenntnis scheint Friedrich nicht fremd gewesen zu sein. Das Christentum geht aber noch weit über diese Erkenntnis hinaus; es hat auch eine metaphysische Komponente. Bitte lesen Sie folgenden Text von Friedrich. Dieser Text zeigt, daß Friedrich zwar die Morallehre des Christentums sehr schätzte, aber die Lehre von Jesus Christus, der Mensch und Gott zugleich war, ablehnte:

Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleurys Kirchengeschichte” (1766)

“Das Christentum hat wie alle Mächte der Welt einen bescheidenen Anfang gehabt. Der Held dieser Sekte ist ein Jude aus der Hefe des Volkes, von zweifelhafter Herkunft (siehe Anmerkung 1, unten; R. B.), der in die Abgeschmacktheiten der alten hebräischen Weissagungen gute Morallehren flicht, dem man Wunder zuschreibt und der am Ende zu schimpflichem Tode verurteilt wird. Zwölf Schwärmer verbreiten seine Lehre vom Morgenland bis nach Italien, gewinnen die Geister durch die reine und heilige Moral, die sie predigen, und lehren – einige Wunder abgerechnet, die Menschen mit glühender Einbildungskraft aufregen konnten – nichts als Deismus.

Die christliche Religion begann sich zu der Zeit auszubreiten, wo das römische Reich unter der Tyrannei einiger Wüteriche seufzte, die es nach einander beherrschten. Der Bürger, der unter ihrem blutigen Regiment schon auf alles Elend gefaßt war, das die Menschheit befallen kann, fand nirgends Trost und Beistand gegen so große Leiden außer im Stoizismus. Die christliche Moral war mit der stoischen Lehre verwandt: das ist die einzige Ursache der raschen Fortschritte, die das Christentum machte (siehe Anmerkung 2, unten; R.B.).

Seit der Regierung des Claudius hielten die Christen zahlreiche Versammlungen ab, in denen sie ihre Liebesmahle oder gemeinsamen Mahlzeiten einnahmen. Die Häupter der Regierung schöpften um so mehr Verdacht, als sie sich ihrer Tyrannei bewußt waren. Sie verboten diese Versammlungen, die heimlichen Zusammenkünfte und jede Zusammenrottung des Volkes; denn sie fürchteten, es könnte sich daraus eine Verschwörung entspinnen und irgend ein kühner Volksführer möchte die Fahne der Empörung aufpflanzen. Der Glaubenseifer der Frommen trotzte dem Verbot des Senates. Einige Schwärmer störten die Opferfeiern und trieben ihre fromme Frechheit so weit, daß sie die Götterbilder umstürzten. Andere zerrissen die kaiserlichen Edikte. Ja, einige Christen, die in den Legionen dienten, verweigerten den Gehorsam. Das war der Grund zu den Verfolgungen, die die Kirche sich zum Triumph anrechnet. Daher die gerechte Bestrafung einiger obskurer Christen, die als Übertreter der Staatsgesetze und als Störer des bestehenden Kultus hingerichtet wurden. Natürlich mußten die Christen diese Schwärmer vergöttern. Die heidnischen Henker bevölkerten das Paradies. Nach der Hinrichtung sammelten Priester die Gebeine der Märtyrer und bestatteten sie ehrenvoll. Nun mußten bei ihren Gräbern Wunder geschehen. Das Volk in seinem dumpfen Aberglauben verehrte die Asche der Blutzeugen. Bald stellte man ihre Bilder in den Kirchen auf, und heilige Betrüger, die einander zu übertreffen suchten, führten allmählich die Anrufung der Heiligen ein. Sie wußten wohl, daß dieser Brauch gegen das Christentum und besonders gegen das mosaische Gesetz verstieß. Um also den Schein zu retten, unterschieden sie zwischen Anbetung und Verehrung. Das dumme Volk aber, das keine Unterschiede macht, betete plump und ehrlich die Heiligen an. Indes kam dies Dogma und der neue Kultus nur allmählich in Aufnahme. Er wurde erst nach der Regierung Karls des Großen, um die Mitte des neunten Jahrhunderts, fest begründet.

Durch ähnliche Fortschritte kamen alle neuen Dogmen zur Macht. Im Urchristentum hatte Christus für einen Menschen gegolten, an dem das höchste Wesen Wohlgefallen fand. Als Gott wird er in den Evangelien nirgends bezeichnet, wenn anders man nicht Aussprüche wie Gottes Sohn, Sohn Belals mißversteht, die nur sprichwörtliche Redensarten der Juden zur Bezeichnung der Güte oder Schlechtigkeit eines Menschen waren. Die Meinung, daß Christus Gott sei, kam erst in der Kirche auf und befestigte sich schließlich durch die Spitzfindigkeit einiger griechischer Philosophen von der peripatetischen Sekte, die zum Christentum übergetreten waren. Sie bereicherten es mit einem Teil jener dunklen Metaphysik, in die Plato einige Wahrheiten gehüllt hatte, deren Bekanntgabe ihm zu gefährlich erschien.

Im Kindesalter der Kirche, in den ersten Jahrhunderten, wo die Machthaber und Beherrscher des römischen Reiches Heiden waren, konnten die Förderer einer noch im Dunkeln lebenden Sekte keine Macht erlangen. Folglich mußte die Regierungsform der Kirche notwendig republikanisch sein. In den Lehren herrschte insgemein keinerlei Zwang, und die Christen blieben bei der größten Mannigfaltigkeit ihrer Ansichten doch immer vereint. Zwar verfocht mancher starrsinnige Priester seine Glaubenssätze hartnäckig und bäumte sich gegen jeden Widerspruch auf. Aber dieser Eifer beschränkte sich bloß auf das Disputieren. Die Geistlichen hatten keine Macht zur Verfolgung und daher keine Mittel, ihre Gegner zu ihrer Denkweise zu zwingen.

Zu Beginn des vierten Jahrhunderts, als Konstantin sich aus politischen Gründen zum Beschützer des Christentums aufwarf, änderte sich alles. Kaum saß er fest auf dem Throne, so schrieb er ein ökumenisches Konzil nach Nizäa aus (325). Von den Kirchenvätern, die zu diesem Konzil erschienen, stimmten dreihundert gegen Arius (Irrlehrer, schlimmer noch, Häresiarch; Anmerkung von R. B.). Sie erklärten und bestätigten rundweg die Göttlichkeit Christi, fügten ins Glaubensbekenntnis die Worte »Gottes eingeborener Sohn« ein und taten schließlich die Arianer in Bann. So erwuchsen bei jeder Kirchenversammlung neue Dogmen. Beim Konzil zu Konstantinopel (331) kam die Reihe an den Heiligen Geist. Den versammelten Kirchenvätern wäre es indessen wohl schwer gefallen, die dritte Person der Gottheit zum Vater und Sohn hinzuzufügen, wäre ihnen nicht ein Priester zu Hilfe gekommen, der verschmitzter und durchtriebener war als die anderen. Er flickte nämlich einen eigens ersonnenen Vers vorn an das Johannesevangelium an: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort« usw. So grob der Betrug in unserer Zeit scheinen würde, so war er es damals doch nicht. Denn schon hatten anstatt des Volkes die Bischöfe die Bewahrung des Glaubens und der Schriften in die Hände bekommen und aus einer Menge von Schriften eine Anzahl ausgewählt, die sie für kanonisch erklärten. Zu diesem Vorteil, den sie bereits hatten, kam noch die Spaltung des Reiches, kamen die Kriege und die Verheerungen der Barbaren, die die Wissenschaft zerstörten und Unwissenheit und Dummheit beförderten. So war das Betrügen denn, wie man einsieht, keine große Kunst. Unbildung, Aberglaube und Stumpfsinn hatten ihm lange genug vorgearbeitet. Hätte auch jemand gewagt, die Stelle im Johannesevangelium für interpoliert zu erklären, so brauchte man ja nur zu sagen, die Originalhandschrift sei erst neuerdings entdeckt worden.

Als Stifter neuer Dogmen mußten die Bischöfe sich notwendig ihrer Macht und ihres Einflusses bewußt werden. Es liegt in der Menschennatur, die Vorteile, die man hat, auszunutzen. Auch die Geistlichen waren Menschen und handelten demgemäß. Immerhin gingen sie mit einem gewissen Geschick zu Werte. Irgend ein Waghalsiger, den sie vorschoben, mußte eine neue Meinung äußern, die für sie vorteilhaft war und die sie annehmen wollten. Dann beriefen sie ein Konzil, und da wurde die Meinung als Glaubensartikel festgesetzt. So fand irgend ein Mönch in einer Stelle der Makkabäer die Lehre vom Fegefeuer. Die Kirche nahm sie an, und das neue Dogma brachte ihr mehr Schätze ein, als Spanien durch die Entdeckung von Amerika gewonnen hat. Ähnlichen Machenschaften ist auch die Verfertigung der falschen Dekretalien zuzuschreiben, die den Päpsten zum Schemel ihres Thrones gedient haben, von dem herab sie fortan den bestürzten Völkern Gesetze diktierten.

Bevor die Kirche aber zu dieser Höhe emporstieg, machte sie noch mehrere Wandlungen durch. Während der ersten drei Jahrhunderte dauerte die republikanische Form fort. Seit Kaiser Konstantins Übertritt zum Christentum aber entstand eine Art von Aristokratie, deren Häupter die Kaiser, die Päpste und die vornehmsten Patriarchen waren. Diese Regierungsform erfuhr in der Folge Veränderungen, wie alles Menschenwerk. Wenn Ehrgeizige miteinander um Macht und Ansehen buhlen, so sparen sie weder List noch Kunstgriffe, um einander zu verdrängen, und am Ende siegen die Geriebensten über ihre Rivalen. Die Schlausten waren diesmal die Päpste. Sie benutzten die Schwäche des oströmischen Reiches, um die Macht der Cäsaren an sich zu reißen und die Rechte der Kaiserkrone auf die päpstliche Tiara zu übertragen. Gregor III. war der erste, der das versuchte. Papst Stephan III. ging auf diesem Wege weiter. Vom Longobardenkönig Aistulph aus Rom vertrieben, floh er nach Frankreich und krönte dort den Usurpator Pippin (754), unter der Bedingung, daß Pippin Rom von den Longobarden befreite. Nach Rom zurückgekehrt, schrieb der Papst, um die Hilfe aus Frankreich zu beschleunigen, einen Brief an den König, den er im Namen der Jungfrau, des heiligen Petrus und aller Heiligen gekrönt hatte, und drohte ihm mit ewiger Verdammnis, wenn er ihn nicht schleunigst vom Druck der Longobarden befreite. Das fränkische Reich, auf das er keinerlei Recht besaß, hatte er Pippin geschenkt, und Pippin schenkte ihm dafür – so behauptete er wenigstens – Rom und das römische Gebiet, das doch eigentlich den Kaisern in Konstantinopel gehörte. Darauf wurde Karl der Große vom Papstes zu Rom gekrönt (800) – nicht, weil er glaubte, die Kaiserkrone kraft päpstlicher Gnade zu empfangen, sondern, weil geschrieben steht, daß Samuel die Könige Saul und David salbte. Durch diese Zeremonie wollten die Kaiser nur Dem huldigen, der nach seinem Willen die Reiche erhebt oder erschüttert, erhält oder stürzt. Aber so verstanden die Päpste es nicht.

Unter Ludwig dem Frommen, Karls des Großen Sohn, erhob Gregor IV. seine geistliche Macht über die weltliche und machte dem Kaiser begreiflich, daß sein Vater Krone und Reich nur dem Heiligen Stuhle zu danken hätte. So deuteten die Päpste, die Ausleger der Mysterien, die Salbung der Herrscher! Man hielt sie für Statthalter Christi; sie erklärten sich für unfehlbar und wurden angebetet. Die Finsternis der Unwissenheit wurde von Jahrhundert zu Jahrhundert tiefer. Was bedurfte es noch mehr, um dem Betrug Ansehen und Verbreitung zu verschaffen?

Die stets rastlose Politik der Geistlichkeit machte immer neue Fortschritte. Ein Mönch von anmaßendem, strengem und kühnem Charakter, namens Hildebrand, bekannter als Gregor VII., legte den eigentlichen Grund zur Größe des Papsttums. Er kannte kein Maß mehr, schrieb sich das Recht zu, Kronen auszuteilen und zu nehmen, Königreiche in den Bann zu tun, Untertanen vom Treueid zu entbinden. Seine Ansprüche waren grenzenlos, wie man sich aus seiner berüchtigten Bulle In coena Domini überzeugen kann.

Von seinem Pontifikat an muß man die Epoche des Despotismus der Kirche rechnen. Seine Nachfolger legten den Geistlichen die Vorrechte zu, die im alten Rom die Volkstribunen besaßen. Ihre Person wurde für unverletzlich erklärt, und um sie gänzlich der Strafgewalt ihrer rechtmäßigen Herrscher zu entziehen, entschieden die Konzile, der Niedere könne in keinem Fall über den Höheren richten, was im Stil der Zeit soviel hieß wie: die Fürsten hätten in ihren Staaten keine Gewalt über den Klerus. Durch dies Mittel sicherte sich der römische Bischof einen Anhang, ein Heer, das stets bereit war, in allen Ländern auf seinen Befehl zu kämpfen. So ungereimt uns derartige Unternehmungen heute vorkommen, so waren sie es damals doch nicht. Die Schwäche des in Europa allgemein eingeführten Feudalsystems, die großen Vasallen, die als geborene Feinde ihrer Lehnsherren die Bannbullen der Päpste aus Eigennutz unterstützten, benachbarte Fürsten, die Neider oder Feinde des Exkommunizierten waren, die Priester, die ganz dem päpstlichen Stuhle anhingen und der Macht ihres weltlichen Herrschers entzogen waren – all das waren Mittel, um die Könige zu plagen. So viele gemeinsame Interessen schufen den Päpsten eifrige und begeisterte Vollstrecker ihrer Bullen!

Wir wollen hier die Streitigkeiten zwischen Kaisern und Päpsten über ihre Ansprüche auf die Stadt Rom, über die Belohnung mit Stab und Ring oder über die Erbfolge in den Ländern der Markgräfin Mathilde nicht aufzählen. Wie jedermann weiß, haben allein diese geheimen Triebfedern die häufigen Exkommunikationen der Kaiser und Könige veranlaßt. Die Art von Hochmut, die aus schrankenloser Macht erwächst, brach nie anstößiger hervor, als in dem Betragen Gregors VII. gegen Kaiser Heinrich IV. Im Schlosse zu Canossa, wo er mit der Markgräfin Mathilde saß, zwang der Papst den Kaiser zu den erniedrigendsten und schimpflichsten Demütigungen, bevor er ihn vom Kirchenbann lossprach (1077). Trotzdem darf man nicht glauben, die Wirkung der Bullen und Bannstrahlen sei überall die gleiche gewesen. Für die Kaiser war sie furchtbarer als für die Könige von Frankreich. Die gallische Krone galt für unabhängig, und die Franzosen erkannten die Gewalt der römischen Bischöfe nur in geistlichen Dingen an.

So groß aber auch die Macht der Päpste war, jede Exkommunikation eines Kaisers zog doch einen Bürgerkrieg in Italien nach sich. Oft wurde der Papstthron dadurch erschüttert. Einige Päpste wurden aus ihrer Hauptstadt vertrieben, flohen in andere Länder und suchten Schutz bei einem Herrscher, der ein Feind ihres Verfolgers war. Allerdings kehrten sie triumphierend nach Rom zurück, aber nicht mit Waffengewalt, sondern dank ihrer Geschicklichkeit: so sehr war ihre Politik der der weltlichen Fürsten überlegen!

Um sich jedoch der Ebbe und Flut des Glückes zu entziehen, erfanden sie Triebfedern, die, einmal in Bewegung gesetzt, ihre Herrschaft sichern und ihren Despotismus befestigen mußten. Der Leser merkt gewiß schon, daß wir auf die Kreuzzüge hinauswollen. Um die Schwärmer zusammenzubringen, wurden Ablässe erteilt. Das heißt, jedem, der sich dem Dienste der Kirche und des Heiligen Vaters widmete, wurde Straflosigkeit für alle seine Verbrechen zugesichert. Um sich in Palästina herumzuschlagen, wo man gar nichts zu fordern hatte, um das Heilige Land zu erobern, das die Kosten des Zuges nicht wert war, verließen Fürsten, Könige und Kaiser mit zahllosen Heerscharen aus allen europäischen Ländern ihre Heimat und setzten sich in weiter Ferne unvermeidlichen Gefahren aus. Angesichts der unglücklichen Folgen so schlecht entworfener Pläne lachten sich die Päpste ins Fäustchen über die törichte Verblendung der Menschen und freuten sich ihres eigenen Erfolges. Während der freiwilligen Verbannung so vieler Menschen fand Rom nirgends Widerstand gegen seinen Willen, und solange dieser Wahnsinn dauerte, schalteten die Päpste unumschränkt über Europa. Als man in Rom merkte, daß die Völker durch die Mißerfolge der Kreuzzüge den Mut verloren, war man klüglich darauf bedacht, sie wieder anzufeuern durch die Hoffnung auf besseres Gelingen, die ihnen irgend ein tonsurierter Betrüger machen mußte. Bei mehreren Gelegenheiten diente Bernhard von Clairvaux dem Heiligen Stuhle zum Werkzeuge. Seine Beredsamkeit war ganz dazu angetan, das Gift dieser Epidemie zu verbreiten. Er schickte viele Schlachtopfer nach Palästina, hütete sich aber wohl, selbst hinzugehen. Was war der Erfolg so vieler Unternehmungen? Kriege, die Europa entvölkerten, Eroberungen, die, kaum gemacht, wieder verloren gingen. Ja, die Christen öffneten dadurch selbst die Bresche, durch die die Türken in Europa eindrangen und sich in Konstantinopel festsetzten.

Noch größer war das moralische Elend, das die Kreuzzüge hervorriefen. All die Ablässe, all die Vergebungen von Verbrechen, die man an den Meistbietenden verkaufte, bewirkten allgemeine Entsittlichung. Die Gesinnung der Menschen wurde immer verderbter. Die so heilige und lautere christliche Moral geriet ganz in Verfall, und auf ihren Trümmern erhoben sich äußerlicher Gottesdienst und abergläubische Gebräuche. Waren die Schätze der Kirche erschöpft, so versteigerte man das Paradies und bereicherte damit die päpstlichen Kassen. Wollten die Päpste einen Herrscher, mit dem sie unzufrieden waren, bekriegen, so predigten sie den Kreuzzug gegen ihn, bekamen Truppen und konnten sich schlagen. Wollte der Heilige Stuhl einen Fürsten stürzen, so ward er für einen Ketzer erklärt und in den Bann getan. Auf dies Losungswort hin rottete sich alles gegen ihn zusammen.

Durch solche Maßnahmen wurde das despotische Joch der Päpste immer drückender. Die Großen der Welt waren seiner längst überdrüssig und hätten es gern abgeschüttelt, wagten es aber nicht. Die Macht der meisten war zu wenig befestigt, und die große Masse ihrer Untertanen, die in der tiefsten Unwissenheit schmachtete, war durch die Ketten des Aberglaubens gleichsam gebunden und geknebelt. Zwar versuchten einige ihre Zeit überragende Geister, den betörten Völkern die Augen zu öffnen und sie durch das schwache Licht des Zweifels zu erleuchten, aber die Tyrannei der Kirche vereitelte alle ihre Bemühungen. Sie hatten mit Richtern zu tun, die zugleich Partei waren. Ihnen drohten Verfolgung, Kerker und Schmach, ja selbst die Flammen, die bereits von den Scheiterhaufen der Inquisition aufloderten.

Zur Vervollständigung des Bildes dieser Zeiten des Schwindelgeistes und der Verdummung denke man sich noch die Pracht und Üppigkeit der Bischöfe hinzu, die dem allgemeinen Elend gleichsam Hohn sprach, das schamlose Leben und die schwarzen Verbrechen so vieler Päpste, die die Moral des Evangeliums dreist Lügen straften, den Ablaßschacher, diesen offenbaren Beweis, daß die Kirche, um sich zu bereichern, das Heiligste des Glaubens verriet. Kurz, die Päpste trieben Mißbrauch mit ihrer auf die Leichtgläubigkeit der Menschen gegründeten Macht, genau wie heutzutage manche Völker ihren Staatskredit mißbrauchen. All dieser gehäufte Zündstoff bereitete die Reformation vor.

Der Vollständigkeit halber müssen wir einen Umstand erwähnen, der die Ausführung erleichterte. Seit dem Konzil zu Konstanz, wo Kaiser Sigismund drei Päpste hintereinander absetzen ließ, fürchtete der Heilige Stuhl die allgemeinen Kirchenversammlungen ebensosehr, als er sie bis dahin gewünscht hatte. Die Väter zu Konstanz hatten erklärt: ein Konzil habe durch göttliches Recht die Macht, die Päpste zu reformieren und abzusetzen. Schon zur Zeit der Ottonen hatten die Kaiser aus Unwillen darüber, die Bannflüche von ihren Vorfahren mitzuerben, auch ihrerseits die Religion und die Versammlungen der Bischöfe geschickt benutzt, um den römischen Bischof abzusetzen und ihn mit seinen eigenen Waffen zu bekriegen. Seit dem großen Schisma der abendländischen Kirche verloren die Päpste viel von ihrem Staatskredit. Unheilige Hände griffen das vergoldete Götzenbild an, vor dem die Welt im Staube lag, und fanden, daß es nur aus Ton bestand. Seitdem fürchtete sich der Heilige Stuhl vor den Königen, Kaisern und Konzilen, und die einst so schrecklichen Waffen des Bannfluches verrosteten in den Händen der Päpste. Kurz, alles kündete eine Umwälzung an, als Wycliffe in England und Johann Huß in Böhmen auftraten.

Doch das war erst die schwache Morgenröte des Tages, der die Finsternis verscheuchen sollte. Indes das Maß war voll. So roh und stumpf das Volk auch sein mochte, es war der ewigen Abgaben an die Geistlichen müde, nahm Anstoß an der Pracht und dem schändlichen Leben der Bischöfe und geriet in jene Art von Gärung, die den großen Umwälzungen vorherzugehen pflegt. Endlich gab der Ablaßschacher den Anstoß. Halb Europa kündigte dem Heiligen Stuhl den Gehorsam auf und fiel von ihm ab. Diese große Revolution der Geister mußte früher oder später eintreten; denn einerseits kennt die Machtgier keine Grenzen und andrerseits besitzt der menschliche Geist doch nur ein gewisses Maß von Geduld. Die Päpste aber, die schon seit vielen Jahrhunderten im Besitz des Rechtes waren, die Völker zu betrügen, konnten nicht vorhersehen, daß sie Gefahr liefen, wenn sie den Weg ihrer Vorgänger weiterschritten.

Ein sächsischer Mönch von verwegenem Mute, voll lebhafter Einbildungskraft, klug genug, um die Gärung der Geister zu benutzen, ward zum Haupt der Partei, die sich gegen Rom erklärte. Dieser neue Bellerophon warf die Chimäre zu Boden, und die Verzauberung schwand. Sieht man bloß auf die plumpen Grobheiten seines Stils, so erscheint Martin Luther zwar nur als ein polternder Mönch, als ein roher Schriftsteller eines noch wenig aufgeklärten Volkes. Wirft man ihm aber auch mit Recht sein ewiges Schelten und Schimpfen vor, so muß man doch bedenken, daß die, für die er schrieb, nur bei Flüchen warm wurden, aber Gründe nicht verstanden.

Betrachten wir jedoch das Werk der Reformatoren im großen, so müssen wir zugeben, daß der menschliche Geist ihrem Wirken einen guten Teil seiner Fortschritte dankt. Sie befreiten uns von vielen Irrtümern, die den Verstand unserer Väter verdunkelten. Indem sie ihre Gegner zu größerer Vorsicht zwangen, erstickten sie das Aufkeimen neuen Aberglaubens und wurden, weil man sie verfolgte, tolerant. Nur in der heiligen Freistätte der in den protestantischen Staaten eingeführten Duldung konnte sich die menschliche Vernunft entwickeln, pflegten Weise die Philosophie, erweiterten sich die Grenzen unseres Wissens. Hätte Luther auch weiter nichts getan, als daß er die Fürsten und Völker aus der Knechtschaft befreite, in der sie der römische Hof gefesselt hielt, so verdiente er schon, daß man ihm als dem Befreier des Vaterlands Altäre errichtete. Hätte er den Schleier des Aberglaubens auch nur zur Hälfte zerrissen, wieviel Dank wäre ihm die Wahrheit nicht schuldig! Der strenge, kritische Blick der Reformatoren hielt die Väter auf dem Konzil zu Trient zurück, als sie schon die Jungfrau zur vierten Person der Dreieinigkeit machen wollten. Immerhin gaben sie ihr zur Entschädigung den Titel Mutter Gottes und Königin des Himmels.

Die Protestanten zeichneten sich durch strenge Tugend aus und zwangen dadurch den katholischen Klerus zu gesitteterem Wandel. Die Wunder hörten auf. Es wurden weniger Heilige kanonisiert. Der päpstliche Stuhl wurde nicht mehr durch den ruchlosen Wandel der Päpste befleckt. Die Fürsten waren vor Bannstrahlen sicher. Die Kirchen wurden seltener mit Interdikt belegt, die Völker nicht mehr ihrer Eide entbunden, und die Ablaßbriefe kamen außer Mode.

Noch einen anderen Vorteil brachte die Reformation: die Theologen so vieler Sekten mußten nun mit der Feder kämpfen und waren daher genötigt, etwas zu lernen. Das Wissensbedürfnis machte sie gelehrt. So blühte die Beredsamkeit Griechenlands und des alten Roms wieder auf. Zwar benutzte man sie nur zu abgeschmackten theologischen Streitschriften, die kein Mensch lesen kann, aber es erschienen doch in allen Parteien große Männer, und auf die Lehrstühle, auf denen bisher nur Trägheit und Unwissenheit gesessen hatte, traten nun Lehrer von hervorragenden Verdiensten.

Das war der Segen der Reformation. Vergleicht man ihn mit den Übeln, die sie hervorbrachte, so muß man gestehen, der Vorteil war teuer erkauft. In ganz Europa kamen die Geister in Gärung. Die Laien prüften, was sie bisher angebetet hatten. Bischöfe und Äbte bangten um den Verlust ihrer Einkünfte. Die Päpste zitterten um ihr Ansehen. Kurz, alles geriet in Flammen. Nichts ist so erbittert, so erbarmungslos, wie der Priesterhaß. Er mischte sich in die Politik der Fürsten und erregte jene Kriege, die so viele Reiche verheerten. Ströme von Wut überschwemmten Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Erst nachdem das Glück lange geschwankt hatte, nachdem alle Abscheulichkeiten begangen waren, die die Bosheit der sich selbst überlassenen Menschen in Verbindung mit Schwärmerei verüben kann, erst da erlangten Deutschland und Holland mitten unter den rauchenden Trümmern ihres Vaterlandes das unschätzbare Gut: die Gedankenfreiheit. Später folgte der ganze Norden ihrem Beispiel.

Wer sähe nicht, wenn er die Geschichte der Kirche durchläuft, daß alles nur Menschenwerk ist? Welch erbärmliche Rolle läßt man Gott spielen! Er schickt seinen einzigen Sohn in die Welt. Dieser Sohn ist Gott. Er opfert sich selbst, um sich mit seinen Geschöpfen zu versöhnen. Er wird Mensch, um das verderbte Menschengeschlecht zu bessern. Was entspringt aus diesem großen Opfer? Die Welt bleibt so verderbt, wie sie vor seiner Ankunft war. Der Gott, der da sprach: »Es werde Licht!« – und es ward Licht –, sollte so unzureichende Mittel benutzen, um zu seinen anbetungswürdigen Zwecken zu gelangen? Ein einziger Willensakt von ihm genügt, um das geistige und leibliche Böse aus der Welt zu verbannen, den Völkern welchen Glauben er will einzuflößen und sie auf den Wegen, die seiner Allmacht offen stehen, glücklich zu machen. Nur beschränkte und enge Geister wagen Gott ein Betragen zuzuschreiben, das seiner anbetungswürdigen Vorsehung so unwürdig ist, und lassen ihn durch eines der größten Wunder ein Werk unternehmen, das ihm doch nicht gelingt.

Und eben die Menschen, die vom höchsten Wesen so unzureichende Begriffe haben, setzen auf jedem Konzil neue Glaubensartikel fest! Man findet sie sämtlich in dem chronologischen Auszug aus der großen Kirchengeschichte von Fleury, einem unverdächtigen Geschichtsschreiber. Das Kennzeichen von Gottes Werken ist ihre Beständigkeit, das der menschlichen Werke ihre Wandelbarkeit. Wo bleibt da die Möglichkeit, Lehren für göttlich zu halten, die nacheinander aufkommen, die vermehrt, vermindert und verändert werden, je nach dem Gutdünken und Vorteil der Priester? Wie kann man an die Unfehlbarkeit derer glauben, die sich für Statthalter Christi ausgeben, wo man sie nach ihren Sitten eher für Statthalter jener schlimmen Wesen halten möchte, die, wie es heißt, die Abgründe der Qualen und Finsternisse bevölkern? Wir sehen Päpste, die einander in den Bann tun, Päpste, die ihre Worte zurücknehmen, Konzile, die die Lehrsätze vorhergehender Konzile unter dem Vorwand einer Erklärung der Dogmen abändern. Der Schluß ist klar: entweder haben sich diese oder jene geirrt. Warum, fragt man ferner, bekehrte man die Völker mit Verfolgungen, mit Feuer und Schwert, wie es z. B. Karl der Große in Deutschland tat, oder wie die Spanier nach Vertreibung der Mauren und noch jetzt in Amerika? Muß nicht jeder Leser auf den Gedanken kommen: wenn die Religion wahr ist, so reicht ihre Evidenz zur Überzeugung hin. Ist sie aber falsch, so muß man freilich verfolgen, um die Menschen zu ihr zu bekehren! Wir wollen gar nicht Wert darauf legen, daß die Wunder nur in den Jahrhunderten der Unwissenheit so häufig und in aufgeklärteren Zeiten so selten sind.

Mit einem Worte, die Kirchengeschichte offenbart sich uns als ein Werk der Staatskunst, des Ehrgeizes und des Eigennutzes der Priester. Statt etwas Göttliches darin zu finden, trifft man nur auf lästerlichen Mißbrauch mit dem höchsten Wesen. Ehrwürdige Betrüger benutzen Gott als Schleier zur Verhüllung ihrer verbrecherischen Leidenschaften. Wir unterlassen es klüglich, diesem Bilde noch etwas hinzuzufügen. Für jeden denkenden Leser ist genug gesagt. Automaten wollen wir nichts vorbuchstabieren.”

Ende von Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleurys Kirchengeschichte”.

Anmerkung 1

Jesus war natürlich nicht von zweifelhafter Herkunft, wie Friedrich meint, sondern ein Königssohn. Er war ein Nachkomme des jüdischen Königs David. Zu der Zeit allerdings als Jesus geboren wurde, war das Haus David seiner Macht beraubt. So etwas ist nichts ungewöhnliches in der Geschichte. Auch der heute lebende Hohenzollernprinz Oskar von Preußen hat keine Macht (mehr).

Anmerkung 2

Das Christentum breitete sich nicht deswegen so schnell aus, weil es eine so gute Morallehre hatte, sondern weil es dem Menschen auch die Kraft darreichte, die ihm half, sein sündiges Fleisch zu überwinden: Die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu.

Der Text Friedrichs enthält mehrere schwere Irrtümer. Ich will nur auf einige wenige davon eingehen. Der Hauptfehler Friedrichs ist, daß er das Kind mit dem Bade ausschüttet: Zusammen mit der römischen Kirche (= römisch-katholische Kirche) verwirft er auch das ursprüngliche, wahre Christentum. Friedrich tut so, als ob die Kirche der ersten Jahrhunderte nach Christus schon die römische Kirche gewesen wäre. Dies ist aber nicht richtig. Bis zum Ende des 6. Jahrhunderts nach Christus gab es nur die Kirche des oströmischen Reiches (Hauptstadt Konstantinopel), die nicht das römische Papsttum kannte, sondern über den lokalen Bischöfen stand nur der unsichtbare Christus und kein Papst als Oberbischof. Diese Bischöfe trafen sich auf den ökumenischen Konzilien, wo sie Fragen des Glaubens frei und unter der Leitung des heiligen Geistes diskutierten. Auch stimmen die Beschlüsse der alten, ökumenischen Konzilien mit der Lehre der Apostel und der Lehre Jesu, also dem Neuen Testament überein. Anfang des 7. Jahrhunderts entstand jedoch das verwerfliche Papsttum, das wir heute kennen und das die katholische Kirche verdirbt. Die Kirche Italiens entfernte sich immer mehr von der Kirche Ostroms, der byzantinischen Kirche bzw. der allgemeinen, christlichen Kirche. Aus der Kirche Italiens entstand die römisch-katholische Kirche (= römische Kirche). Mehrere Jahrhunderte existierten die römische Kirche und die byzantinische Kirche parallel nebeneinander, wobei selbstverständlich nur die byzantinische Kirche die legitime, christliche Kirche war. Diese römische Kirche bzw. der Papst maßte sich dann an, selber Glaubensartikel aufstellen zu dürfen, die nichts mit dem biblischen Befund zu tun hatten, also im Widerspruch zur Bibel standen. Die Päpste erdichteten neue (falsche) Lehren, die aber nicht von Gott kamen, sondern aus dem finsteren Abgrund ihrer verdorbenen Herzen.

Jetzt das Entscheidende:

Der Glaubensartikel, daß Jesus Christus der eingeborene Sohn Gottes bzw. Gott selbst ist, wurde natürlich nicht von der römischen Kirche aufgestellt, sondern entspricht dem neutestamentlichen Kanon, also der Lehre Jesu und der Apostel. Daß Jesus der Sohn Gottes ist bzw. eine Person der Gottheit, des dreieinigen Gottes, ist fast das wichtigste Dogma des wahren, christlichen Glaubens. Es war gut, daß Friedrich die römische Kirche scharf kritisierte, aber er ging viel zu weit, wenn er behauptete, erst die Kirche, die auf die Urkirche folgte, hätte das Dogma aufgestellt, Jesus sei der Sohn Gottes.

Durch diese Behauptung ist Friedrich der Große von der christlichen Kirche ausgeschlossen. Er wird am Jüngsten Tag nicht durchkommen trotz seines “tugendhaften” Lebens.

Nochmals: Auch die wahre, christliche Kirche glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist; dies ist kein Dogma, das etwa der Papst aufgestellt hat, sondern eine wahre, echte Lehre, die uns Gott durch Christus und die Apostel gegeben hat. Verdammt sei, wer diese Lehre nicht bringt. Wer übrigens diese Lehre wirklich glaubt, der überwindet durch den fleischgewordenen Sohn Gottes, also durch Jesus, sein sündiges Fleisch. Wer nicht sein sündiges Fleisch überwindet durch Jesus und dennoch behauptet, Jesus sei der Sohn Gottes, dessen Glaube ist ein Lippenbekenntnis und er wird trotz seines Lippenbekenntnisses verdammt werden am Jüngsten Tag.

Was ist wahre Tugend?:

Friedrich benutzt öfter folgende Redewendung: “Was du nicht willst, daß man dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu!”

Jesus sagte aber: Mt 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!

Zwischen beiden Wendungen liegt ein feiner Unterschied: Die von Friedrich benutzte Wendung repräsentiert eigentlich nur die spießbürgerliche Gerechtigkeit, die sich schon für gut hält, wenn sie dem Nächsten nichts Böses antut und dabei inaktiv bleibt. Jesus aber ruft zur aktiven Nächstenliebe auf, was über die spießbürgerliche Gerechtigkeit weit hinausgeht.

Der Unterschied zwischen der Tugend des preußischen Staatsbürgers und der christlichen Tugend:

Es ist zwar sehr lobenswert, wenn jemand nicht stiehlt, nicht mordet, nicht die Ehe bricht,  etc., aber das ist noch nicht die christliche Tugend. Mag sein, daß ein guter Staatsbürger sogar große Beträge an die Armen spendet, aber auch das ist noch nicht die christliche Tugend. Die christliche Tugend besteht darin, daß sie dem armen Sünderlein auch Jesus bringt neben dem tadellosen Benehmen und das kann nur der Mensch, der selbst an Jesus glaubt und im Namen des Vater, des Sohnes und des heiligen Geistes getauft ist. Das ist nämlich die größte Not der Menschen, ihre Sündhaftigkeit, die sie (wir) von Adam geerbt haben. Der allergrößten Not der Menschen begegnen wir, wenn wir ihnen Jesus bringen.

1Kor 13,3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

Konkret: Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Nachbarn, der zu wenig zu essen und zu trinken hätte. Er würde Sie um Geld bitten und Sie gäben ihm etwas. Nach einigen Wochen käme er abermals und würde Sie wiederum um Geld bitten. Sie würden merken, dieser Mensch bräuchte grundlegende Hilfe, damit er lernt wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Wenn Sie aber nur “preußischer Staatsbürger” wären, dann wäre alles, was Sie für diesen Menschen tun könnten, Ihre kleinen Almosen.

Was nun könnte der Christ tun?

Der Christ würde zwar auch ein oder mehrere Almosen geben, aber er brächte auch, und das ist das großartige, Jesus. Jeder Christ (jeder Mensch, der an Jesus glaubt und sakramental getauft ist) gibt die Liebe Gottes weiter und diese Liebe Gottes ist eine Person: Jesus. Dieser Jesus nun, der Sohn Gottes, vermag die grundlegenden Probleme der Menschen zu lösen und das geht weit über die Gabe von Almosen hinaus. Natürlich würde der Christ den Bedürftigen zur Kirche einladen, wo er in die Gegenwart Gottes käme und das Evangelium hören könnte: “Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten oder Jesus hat unsere Sünden getragen, als er am Kreuz für uns starb und er lebt, um uns zu heiligen bzw. gerecht zu machen”. Wer umkehrt von seinen Sünden, das Evangelium für wahr hält und sakramental getauft wird (oder sich seiner Kindertaufe erinnert; keine Wiedertaufe), der empfängt das ewige Heil. Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wird der Sünde abgestorben und in Christus; unser Leib bleibt allerdings sündhaft in sich selbst. Das ewige Heil bewahren wir, wenn wir Tag für Tag durch die befreiende Kraft der Taufe unseren sündigen Leib überwinden und Liebe an Gott und unseren Nächsten üben.

Bleiben wir so in Christus, dann geht der Engel des Herrn vor uns her und das ist die Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben. Diese Welt ist objektiv gesehen eine riesige Geisterbahn und jede Sekunde, wo wir hier friedlich leben können, ist ein Wunder der Gnade Gottes. Nur wer vom Engel des Herrn umgeben wird, der kann in dieser sehr bösen Welt als Gerechter leben, trotz der vielen bösen Menschen, der bösen Geister und seines sündigen Fleisches.

Ergänzung: Nochmals zu dem Bedürftigen, den ich oben erwähnte. Das größte, was die Kirche diesem Menschen tun kann, ist natürlich, ihm Jesus zu bringen. Sie wird ihm aber auch materiell weit effektiver helfen können als ein einzelner “Staatsbürger”, der auch noch der Gegenwart Christi entbehrt. Vorstellbar wäre die Finanzierung einer Umschulungsmassnahme für den vielleicht arbeitslos gewordenen Menschen und die Finanzierung seines Unterhalts bis er wieder durch seiner Hände Arbeit sein eigenes Geld verdienen könnte. Auch wird die Kirche den Armen völlig in ihre Gemeinschaft integrieren und aufnehmen ohne jegliches Vorurteil – natürlich vom Tag seiner Taufe an und schon lange bevor er seine Umschulung abgeschlossen hat. Jesus liebt alle Menschen, nicht nur die Etablierten sondern auch die Armen. Auch diese bedingungslose Integration in die Gemeinschaft der Kirche wird dem vielleicht vereinsamten Menschen sehr viel Kraft geben, ein neues Leben zu führen und wieder auf die Beine zu kommen. Die Welt stößt die Armen, Kranken, Schwachen, Gefallenen, etc. aus, aber die Kirche, der Leib Christi, nimmt sie auf.

Nur Jesus bzw. die Kirche überwindet die “unüberwindbaren” Schranken zwischen den gesellschaftlichen Klassen. Eine säkulare Hilfsorganisation mag einem Armen ein paar Nahrungsmittel geben, aber er verbleibt langfristig doch in der Schicht der Asozialen. Eine Freikirche mag einem Armen sagen: “Gerade Du brauchst Jesus!” (eine bloße Worthülse), aber sie vermag doch nicht ihn in der sakralen Liebe des wahren Jesus aufzunehmen und auch so bleibt der Arme in der asozialen Schicht gefangen. Worthülsen sind einfach zu wenig!

Die wahre Kirche sagt auch zum Armen: “Du brauchts Jesus!”, aber sie ist auch in der Lage in der sakralen Liebe des wahren Jesus den Armen bei sich aufzunehmen und ihn völlig zu intergrieren und zu akzeptieren ohne Ansehen seiner Person. Dies beinhaltet selbstverständlich auch materielle Hilfe. Die Liebe der wahren Kirche ist sakral, ganzheitlich, vollständig, wirksam, es ist die Liebe Jesu, Jesus selbst. Der wiederhergestellte Mensch wird die Liebe Jesu weitergeben, denn Liebe wäre nicht Liebe, wenn man sie nicht an seinen Mitmenschen übte. Wer die Liebe (Jesus) der Kirche wirklich angenommen hat, der wird sie auch weitergeben. Die Kraft der Kirche besteht darin, daß sie ein sakraler Ort ist; Jesus ist gegenwärtig durch den Heiligen Geist; Wunder sind möglich im Raum der Kirche – Menschen werden heil, auch hoffnungslose Fälle.

Matthäusevangelium, Kap. 25, Verse 31-46

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

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Angela die Dumme oder Globalisierung, Feind der Kirche

Wirklich dumm (siehe Anmerkung 3, unten) ist nicht der Mensch, der von Natur aus an einem Mangel an Intelligenz leidet, sondern der Mensch, der dumm sein will (frei nach Bonhoeffer). Auch der ansich (von Geburt an) intelligente Mensch kann also durch einen Willensakt zu einem dummen Menschen degenerieren, und dazu gehört unsere Angela.

Ist es nicht dumm, einfach zu postulieren, Deutschland müsse (ökonomisch) immer an der Spitze stehen (Angela liebt diese Formulierung)? Kann man ein Land allein danach beurteilen, wieviel Güter es produziert und wieviele Dienstleistungen ist erbringt und zu welchem Preis? Muß Deutschland immer “Exportweltmeister” (ein weitere Lieblingsformulierung Angelas) sein? Muß Deutschland immer führend sein?

Aus Angela’s Regierungserklärung vom 29. Januar 2014:

“Es versteht sich von selbst: Mit der globalen und digitalen Dynamik unserer Zeit müssen wir Schritt halten. Mehr noch: Ein Land wie Deutschland, größte und stärkste Volkswirtschaft Europas, muss an ihrer Spitze stehen und auch stehen wollen, und zwar nicht um uns ihr zu unterwerfen, sondern um die Chancen erkennen und auch nutzen zu können, die ohne jeden Zweifel in ihr stecken. Das gilt für unsere Forscher und Entwickler, das gilt für unser Bildungssystem, das gilt für unsere Unternehmen und Arbeitnehmer, und das gilt für unsere Art der Energieversorgung.”

Aus Angela’s Rede in einer mittelständischen Firma vom 14. Juli 2009:

“Der Mittelstand hat Deutschland stark gemacht“, begrüßte Angela die Belegschaft in Silbitz. Mittelständische Betriebe beschäftigten die meisten Auszubildenden, zeigten eine hohe Flexibilität und die Bereitschaft, viel in Forschung zu investieren.

Letzteres sei besonders wichtig. Denn eine führende Weltmarktstellung hänge ganz entscheidend von neuen und innovativen Produkten ab. „Auf der Welt schläft die Konkurrenz nicht“, stellte die Kanzlerin klar. Jeden Tag müssten Unternehmen im globalen Wettbewerb bestehen und dürften deshalb  die neuesten Entwicklungen nicht aus dem Blick verlieren. Schließlich wolle Deutschland auch in Zukunft Exportweltmeister bleiben.”

Zitat Ende.

Sicherlich, wir alle benötigen ein Mindestmaß an Gütern und Dienstleistungen für unser alltägliches Leben und wir selbst müssen diese Güter herstellen und diese Dienstleisungen erbringen (natürlich konsumieren wir auch ausländische Güter und nehmen ausländische Dienstleistungen in Anspruch, aber dafür müssen wir auch eine Gegenleistung erbringen – also bleibt es dabei, daß wir täglich selbst unseren “Wohlstand” erarbeiten müssen).

Die Globalisierung, deren Kern die Internationale Arbeitsteilung (Adam Smith) ist, führt dazu, daß Güter und Dienstleisungen immer preisgünstiger werden. Darüber gibt es keine Diskussion, sondern das steht zweifelsfrei fest. Auch Angela setzt sich sehr für den Freihandel ein, also den Abbau von internationalen Handelshemmnissen, der eine Voraussetzung für die Perfektionierung der Internat. Arbeitsteilung ist.

Bundeszentrale für politische Bildung (http://bpb.de):

Internationale Arbeitsteilung

I. A. ist ein volkswirtschaftlicher Begriff, der die weltweite Aufteilung wirtschaftlich produzierender Tätigkeiten und Arbeitsprozesse beschreibt. Zweck der I. A. ist die durch (wirtschaftlich-technische) Spezialisierung mögliche Leistungssteigerung und die durch Kostenunterschiede (insbesondere Lohnunterschiede z. B. zwischen Hoch- und Billiglohnländern) mögliche Ertragssteigerung (Gewinne) der Unternehmen. Ermöglicht wird die rapide zunehmende I. A. durch die technische Revolutionierung der weltweiten Kommunikation, den Abbau von Handelshemmnissen und den Ausbau des internationalen Freihandels.

Bundeszentrale für politische Bildung (http://bpb.de):

Globalisierung

G. ist eine politisch-ökonomische Bezeichnung für den fortschreitenden Prozess weltweiter Arbeitsteilung.

Da die politisch gesetzten Handelsschranken zwischen den Staaten zunehmend abgebaut werden und der Produktionsfaktor Kapital weltweit mobil und einsetzbar ist und weil ferner die neuen Kommunikationstechnologien grenzenlos angewendet werden können, wird zunehmend in solchen Staaten produziert, die die höchsten Kostenvorteile bieten. Kennzeichnend für die G. ist, dass diese Kostenvorteile nicht nur für jedes Endprodukt (z. B. Fotokameras aus Singapur) gesucht werden, sondern für (nahezu) jedes Einzelteil, aus dem das Endprodukt besteht (bei einem Automobil z. B. von einzelnen Schrauben über einzelne Karosserieteile und den Motor bis zu ganzen Baugruppen etc.). Der Prozess der G. erhöht damit entscheidend den Wettbewerbsdruck zwischen den einzelnen Unternehmen und hat darüber hinaus erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität und Sicherheit der Arbeitsplätze.

Ende http://bpb.de (ich wollte noch ergänzen, daß die Perfektionierung des Transports von Gütern die Globalisierung erst ermöglichte neben der Optimierung der Telekommunikation)

Aber Angela sollte sich einmal fragen, ob es wirklich erstrebenswert ist, die Preise aller Güter und Dienstleisungen weltweit zu minimieren. Welchen Preis, sollte sich Angela fragen, haben wir dafür zu bezahlen?

Der Preis den wir (die Deutschen) dafür zu bezahlen haben ist der Folgende:

Aufgrund seiner Geschichte gehört Deutschland zu den entwickelten Ländern. Im Durchschnitt produziert Deutschland Güter und erbringt Dienstleistungen, die eine relativ hohe Qualifikation bzw. gute Ausbildung der Arbeitnehmer erfordern. Das Niveau ist jetzt schon sehr hoch im Vergleich zu sehr vielen anderen Ländern. Durch Handelsabkommen wie GATT bzw. WTO ist die Globalisierung schon weit fortgeschritten und man könnte es jetzt wirklich genug sein lassen, denn das Streben nach Arbeitsteilung und der damit verbundenen Senkung der Produktionskosten hat bei uns schon zu einem sehr hohen Leistungsdruck geführt. Immer mehr Deutsche leiden unter psychischen Erkrankungen wegen des enormen Leistungsdrucks (siehe Werner Gross Buch: Sucht ohne Drogen). Wir haben also schon eine Grenze (ein Limit) erreicht, ab der es allmählich an Wahnsinn grenzt, noch weiterzumachen, also eine weitere Minimierung der Preise der Güter und Dienstleistungen anzustreben, denn der Preis, den wir dafür zu bezahlen haben, ist der, daß dann noch mehr Menschen bei uns psychisch krank werden durch den Leistungsdruck. Das Outsourcing (Auslagern von Produktion in Billiglohnländer) betrifft natürlich relativ einfache Arbeiten. Je mehr einfache Arbeiten aber outgesourced werden, desto mehr steigt der Druck auf jeden Deutschen sich zu qualifizieren, da ja nur die qualifizierten Arbeiten übrig bleiben. Wer aber sagt, daß wir Deutschen überhaupt genügend begabt sind, nur hochqualifizierte Arbeiten zu machen. Kann es nicht sein, daß wir uns permanent überfordern, daß Angela uns überfordert? Machen wir uns nicht kaputt auf die Dauer?

Momentan träumt Angela nur noch von TTIP, ein Freihandelabkommen zwischen Europa und den USA, daß gegenüber GATT und WTO eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs bedeuten würde. “Angela, ist denn alles, was der Mensch braucht, billige Güter und Dienstleistungen? Sollen wir dafür alles andere opfern, vielleicht auch unser Seelenheil?”

Aus der Sicht der christliche Kirche ist Angela wirklich eine dumme Kuh. Sie tut so, als ob billige Güter und Dienstleisungen alles wären im Leben (das postuliert sie einfach oder sie ist von den saudummen Angelsachsen indoktriniert). Aus der Sicht der (ursprünglichen) Kirche (das ist auch die biblische Sicht) ist es aber so, daß es nur darauf ankommt, daß wir ein Mindestmaß an Güter und Dienstleisungen haben, daß wir einfach materielle Genüge haben (nicht unbedingt Wohlstand). Es gab Zeiten in der Geschichte Deutschlands, wo der Einzelne extrem hart und viel arbeiten mußte für ein Minimum an Gütern und Dienstleistungen – es reichte gerade so zum Überleben, zum Erhalt der Existenz, trotz härtester Arbeit und vielen Arbeitsstunden. Das was natürlich auch aus der Sicht der christlichen Kirche ein sehr bedauerlicher, besorgniserregender Zustand, denn wie soll sich ein Mensch, dessen Gedanken sich nur um den täglichen Broterwerb drehen (müssen), sich auch noch mit der Frage des Seelenheils beschäftigen. Ein wirtschaftlicher Zustand, der die Verbreitung und Annahme des Evangeliums von Jesus (siehe Anmerkung 1, unten), behindert, kann nicht toleriert werden. Heute ist es so, daß zwar Güter und Dienstleisungen immer billiger werden und daß man tatsächlich pro Gut und pro Dienstleistung immer weniger bezahlen muß, aber es gibt immer weniger  einfache Arbeit. Entweder man hat einen (qualifizierten) Job und kann sich (fast) “alles” leisten (weil eben alles so billig ist und immer billiger wird durch die Globalisierung) oder man hat keinen Job oder einen einfachen Job und dann muß man doch wieder von der Hand in den Mund leben wie ganz früher. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer gößer (die USA stehen kurz vor einem Bürgerkrieg wegen dieses Problems). Auf der Strecke bleiben diejenigen, die keine Höchstleistung bringen können oder wollen. Spirituell (Sicht der Kirche)  gesehen, führt uns also die Globalisierung rückwärts, denn sie bewirkt, daß wir uns weniger mit dem beschäftigen können, worauf es allein ankommt: Unser Seelenheil (siehe Anmerkung 2, unten). Betonen will ich, daß das eigentliche Problem, das Kernproblem,  nicht die Schere zwischen Arm und Reich ist sondern die Tatsache des extrem zunehmenden Leistungsdrucks, dem sich fast kein Deutscher mehr entziehen kann. Der enorme Leistungsdruck ansich hält uns schon vom Glauben fern und wenn wir unter dem Leistungsdruck zusammenbrechen und auch noch arm werden, potenziert sich das ganze noch.

Anmerkung 1:

Das Seelenheil erlangen wir, wenn wir an Jesus, Gottes Sohn, glauben. Jesus starb um  unserer Sünden willen am Kreuz und ist um unserer Rechtfertigung willen auferstanden von den Toten. Wer das einfach glaubt, erhält Erlösung (Befreiung) von Sünden und Vergebung umsonst. Die befreienden Kraft des Todes und  der Auferstehung Jesu wird uns zu Teil durch die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe; keine Wiedertaufe). Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Der Sünde abgestorben und in Christus vermögen wir unsere natürliche Sündhaftigkeit zu überwinden (unser Leib ist nach der Taufe genauso sündhaft wie vorher – kein anderes Körpergefühl). Wenn wir uns täglich unserer Taufe und des Todes und der Auferstehung Jesu erinnern, werden wir es schaffen, unseren alten, sündigen Adam Schritt für Schritt zu überwinden. Diese tägliche Übung ist die richtige Wertschätzuung für Jesu Opfer am Kreuz und dadurch bleiben wir in IHM (der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, der dreieinige Gott) und Jesu Opfer am Kreuz ist die Sühne für unsere Sünden. Das ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit.

Anmerkung 2:

Wer an Jesus glaubt und ihm nachfolgt, der hat das Seelenheil. Wer in Gott ruht durch Jesus, den Sohn Gottes, wird seelisch und körperlich gesund werden. Seelische und körperliche Krankheiten hängen oft unmittelbar zusammen. Das Seelenheil bedeutet auch Freisprechung am Jüngsten Tag und ewige Gemeinschaft mit dem Herrn, dem ewigen Gott, dem Schöpfer des Himmel und der Erde, von Ewigkeit zu Ewigkeit nach dem Gerichtstag.

Anmerkung 3:

Im Rahmen dieses Artikels soll das Wort “dumm” “antichristlich” bedeuten, also nur ein Platzhalter für “antichristlich” sein. Das Angela dumm ist, sieht man allein daran, daß sie Wagnerianerin ist, das heißt sie ist süchtig nach Opern des Judenhassers Richard Wagner (siehe sein Buch “Das Judenthum in der Musik“). Übrigens war auch Adolf Hitler süchtig nach Wagner-Opern und Bonhoeffer fand Wagner’s Musik “heidnisch” (Bonhoeffer war also kein Wagner-Fan).

Und Angela, was sagst Du dazu?

Denk’ mal weniger über das neueste Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen USA und Europa nach sondern über Dein Seelenheil und das Seelenheil Deiner deutschen Mitbürger. Beachte, daß Gott Dich richten wird am Jüngsten Tag oder schon jetzt, wenn Du den Deutschen durch Deinen “Wachstumswahn” den Weg zum ewigen Leben versperrst. Wer den Deutschen den Weg zum ewigen Leben verbaut, begeht Hochverrat am deutschen Volk. Dies ist keine ordentliche Regierung, sondern Schurkerei. Die christliche Kirche braucht wieder ihren Platz in der Gesellschaft und eine adäquate Förderung durch den Staat und das Establishment.

Christliche (ursprüngliche, alte) Kirche:

Zur ursprünglichen, christlichen Kirche könnten wir durch eine neue Reformation der evangelischen Kirche in Deutschland gelangen. Dies wäre dringend erforderlich, weit mehr als schnödes Wirtschaftswachstum. Keine Wiedertaufe, sondern die heute lebenden, evangelischen Christen, die als Säuglinge getauft wurden, sollten nur darüber belehrt werden, daß ihre Kindertaufe, die gültig ist, ein Ruf Gottes in die Nachfolge Jesu ist, dem sie Folge leisten sollten, wenn sie bewußte Christen sein wollten. Sie sollten Jesus nachfolgen in der Kraft ihrer Kindertaufe und wer nachfolgt, der glaubt auch wirklich an Jesus. Das ist der wahre, biblische Glaube, bezeugt durch Jesus und die Apostel.

Ergänzung:

In einem Buch über Volkswirtschaft habe ich gelesen, daß die sogenannte Kaufkraft in Deutschland seit vielen Jahren konstant bleibt trotz sinkender Preise für Konsumartikel (ist das nicht erstaunlich und ein Phänomen). Der Effekt der Minimierung der Preise von Konsumgütern durch die Globalisierung wird also aufgehoben durch Kosten wie Steuern, Miete, Versicherungsprämien, etc. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, daß die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander geht, dann bedeutet das, daß die Kaufkraft eines großen Teils der deutschen Bevölkerung (der durchschnittlichen Deutschen ohne die reichen) seit Jahren sinkt (trotz Globalisierung) – nur im Durchschnitt über alle Deutsche (einschließlich der sehr reichen) bleibt sie konstant. Könnte es sein, daß Frau Merkel lügt, wenn sie von mehr Wohlstand spricht? Oder liebt sie nur die Leistungsfähigen, die tatsächlich immer mehr überproportional mehr verdienen und deren Kaufkraft und Wohlstand tatsächlich (real) steigt (explodiert)? Angela, the promoter of Social Darwinism. Angela sollte aber die Kanzlerin aller Deutschen sein und nicht nur der Workaholics. Das ist Hochverrat am deutschen Volk.

Nachweis zunehmender psychischer Erkrankungen von Erwerbstätigen in Deutschland aufgrund des enormen Leistungsdrucks:

Siehe Stressreport Deutschland 2012 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

oder

Index für Arbeitsunfähigkeitstage und -fälle aufgrund von psychischen Erkrankungen in Deutschland 1994-2011

 

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Die USA werden von Schurken regiert oder der Superkapitalismus

Ich habe gerade das Buch “Superkapitalismus” von Robert Reich (US-Arbeitsminister unter Bill Clinton) gelesen. In dem Buch wird ganz deutlich, daß die amerikanische Regierung nicht mehr das Wohl der Gesamtheit aller US-Bürger sucht bzw. das Allgemeinwohl, sondern nur noch das Wohl derjenigen, die intensiv am Produzieren, Konsumieren und Anlegen von Geld teilnehmen. Es zählen nur noch die Interessen derer, die gute und günstige Produkte kaufen wollen, derer, die diese Produkte herstellen und derer,  die Geld anlegen wollen mit maximaler Rendite.

Seit dem ich Reich’s Buch gelesen habe, weiß ich mit Sicherheit, daß die Amerikaner die verdorbenste Regierung der Welt haben. Die amerikanische Regierung regiert sogar gegen ihr eigenes Volk. Sie rüsten auch die Polizei immer mehr auf, wahrscheinlich weil Sie Angst vor einem Volksaufstand haben. Wenn das Volk sich erhebt, dann knallen sie wahrscheinlich einfach alle ab, diese Muppets.

Ich habe durch Reich’s Buch auch rausgefunden, woher der enorme Arbeitsdruck heute kommt (auch bei uns). Viele Leute machen heute zusätzliche, private Altersvorsorge ergänzend zur staatlichen Absicherung. Sie zahlen Beiträge an sogenannte Pensionsfonds. Diese Pensionsfonds müssen das Geld der zukünftigen Rentner so gut wie möglich verwalten, sodaß es eine hohe Rendite bringt. Das machen sie, indem sie riesige Aktienpakete kaufen, aber nur von den leistungfähigsten Unternehmen. Wenn bei einem Unternehmen die Leistung nachläßt, verkaufen sie die Aktien und kaufen Aktien von besseren Unternehmen. Außerdem können die Fonds bei der Geschäftsführung eines Unternehmens mitreden, wenn sie einen hohen Prozentsatz der Aktien des Unternehmens besitzen – dann können sie noch mehr Druck machen, daß das Unternehmen mehr Leistung bringt, sprich, daß die Arbeiter noch mehr Stunden arbeiten müssen und vielleicht für weniger Stundenlohn. Unser Fluch heute ist diese extreme Altersvorsorge.

Weiter ist es so, daß durch das Internet praktisch ein weltweiter Markt entstanden ist. Mann kann heute ganz schnell und ohne Anstrengung weltweit Preise vergleichen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher, gewaltiger Druck für jede Firma möglichst kostengünstig zu produzieren. Außerdem ist inzwischen auch der weltweite Transport perfektioniert, sodaß billige Güter aus dem Ausland auch schnell und billig zu uns kommen können. Immer mehr wird im Ausland produziert, weil da die Löhne niedriger sind (auch die Kosten für Sicherheitsvorkehrungen und Gesundheitsschutz sind niedriger) und bei uns (im Westen) schließen viele Betriebe, weil sie den Preiskampf nicht durchstehen können. Anscheinend haben die Ami-Firmen mit dem Unsinn angefangen und die amerikanische Muppets-Regierung tut nichts dagegen. Das amerikanische Militär hat sogar entscheidende Erfindungen gemacht wie das Internet und den genormten Container für Massentransport, die diesen weltweiten Markt ermöglichen.

Mein Gott, die Hölle auf Erden ist ausgebrochen und ich verstehe den Zusammenhang.

Hauptschuldig ist die amerikanische Regierung, das sind grausame Heuchler und Bestien (sie sind wesentlich gefährlicher als der Islam oder die Islamisten, über die sich so gerne aufregen und gegen die sie fast nichts tun - dazu unten mehr).

Viele Lobbyisten in Washington sind ehemalige Regierungsmitglieder, die Zugang zu den maßgebenden Kreisen und Personen der gegenwärtigen Regierung haben. Diese Lobbyisten kassieren gewaltige Summen von Unternehmen, um die amerikanische Gesetzgebung zu Gunsten einzelner Unternehmen zu beeinflussen. Dies ist aber Hochverrat am amerikanischen Volk, denn ein gewählter Volksvertreter, auch ein ehemaliger, muß sich natürlich immer für das Gemeinwohl einsetzen und darf nicht Einzelne bevorzugen. Egal ob ein US-Bürger die Demokraten wählt oder die Republikaner, am Ende regieren doch die Lobbyisten, die von den erfolgreichsten, amerikanischen Firmen bezahlt werden. Und die Lobbyisten stecken natürlich mit der gegenwärtigen, machthabenden Regierung unter einer Decke, ansonsten hätten sie keinerlei Einfluss auf Regierungsentscheidungen. Das ist die “Kirche” Satans heute.

Das amerikanischen Establishment freut sich letztendlich auch über ISIS, weil diese islamische Saubande von den internen Problemen der Amerikaner und aller westlichen Länder ablenkt. Ich habe mir schon lange gedacht, warum die Amis so extrem langsam und zurückhaltend sind, etwas gegen die Islamisten weltweit zu tun. Der Grund ist eben, daß es den Amis und dem ganzen westlichen Establishment gefällt, daß unsere Aufmerksamkeit, die des Ottonormalverbrauchers, ständig von diesen Enthauptungsvideos, Massenhinrichtungen, Selbstmordattentaten, Schlachtszenen, etc., gefesselt wird. ISIS dient durch seine Greueltaten indirekt, bewußt oder unbewußt, dem westlichen Establishment und das ist auch der Grund, warum die westlichen Regierungen so wenig gegen ISIS tun, so sträflich wenig. Unsere westlichen Regierungen machen sich durch ihr dilettantisches Verhalten strafbar und extrem schuldig vor Gott, dem Allmächtigen, der will, daß die Übeltäter bestraft und deaktiviert werden.

Fangen Sie mal an sich mit der US-Politik zu beschäftigen. Aber Sie müssen wirklich gute Bücher lesen. Das sind wirklich Muppets, die die ganze Welt verschaukeln. Nicht der Islam ist das Problem sondern das korrupte westliche Establishment, dem das amerikanische Establishment voran geht, das die ganze Welt in eine Fabrik verwandelt und nicht an unserem Glück interessiert ist, sondern nur daran, wieviel wir leisten. Wer nicht genug leistet, wird aus dem System ausgespuckt. Glückselig die Schäppchenjäger, die Leistungsfähigen und die Anleger bzw. Rentner.

Hoffentlich greift Kyrios (Herr-Gott) Jesus bald ein.

Kein gläubiger Christ, der eine Firma besitzt, sollte diese in eine Aktiengesellschaft umwandeln, weil er dadurch sich, seine Firma und seine Belegschaft unausweichlich dem Superkapitalismus, der letztendlich die Herrschaft Satans in unserer Zeit bedeutet, aussetzt. Auch sollte der gläubige Christ heute keinerlei Aktien kaufen und Beiträge in Fonds zahlen, die wiederum Aktien kaufen. Die Aktie ist das Instrument Satans in unsere Zeit, durch das er uns von Gott und seinem Reich fernhalten will. Schon Pharao ließ das Volk Israel bis zum Umfallen schuften, damit es nicht auf “dumme Gedanken” käme.

Wer Geld übrig hat, das er nicht für ein Mindestmaß an Nahrung und Bedeckung (Kleidung und Wohnung) braucht, der kaufe damit keine Aktien, sondern fördere die christliche Kirche. Die christliche Kirche kümmert sich um alle Menschen, auch um die Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Dazu bedarf es erheblicher Finanzmittel. Die Kirche hilft effektiv, weil sie neben der materiellen  Hilfe auch den sakralen, den wirklichen, lebendigen Jesus bringt, der wirklich kaputte Menschen völlig wiederherstellen kann. Durch die Kirche kommt der Sohn Gottes Jesus, der das Leben in sich selbst ist,  zu uns Menschen. Durch unsere Spenden an die christliche Kirche ermöglichen wir es Jesus heute sich Menschen zuzuwenden. Es gibt keine bessere Investition oder  Anlage von Geld als das. Jesus sagte: “Sammelt euch Schätze im Himmel!”

Ergänzung vom 14.9.2014:

Ich habe inzwischen auch das Buch “Beyond Outrage” von Robert Reich zumindest teilweise gelesen. In diesem Buch spricht Reich sich dafür aus, daß die amerikanische Regierung Abtreibung, Schwulen-Ehe und außereheliche Kinder, etc. tolerieren sollte. Er macht der sogenannten rückschrittlichen Rechten (Regressive Right)  oder extrem konservativen Republikanern den Vorwurf, daß sie sittlich-moralisches Chaos anrichten würden, indem sie sich aussprächen gegen Abtreibung, Schwulen-Ehe und außereheliche Kinder, etc. Dies rückt natürlich Herrn Reich in ein äußerst fragwürdiges Licht. Bezüglich der Schwulen-Ehe meint Herr Reich, das sei doch nicht so schlimm, weil ja die Ehe unter Zustimmung von zwei Erwachsenen Menschen geschlossen würde und dadurch legitimiert wäre. Reich scheint sich überhaupt nicht für den zu interessieren, der die Ehe gestiftet hat, nämlich Gott. Reich meint, man solle sich weniger für den amerikanischen bedroom (Schlafzimmer) interessieren und was dort abläuft, aber dafür mehr für den amerikanischen boardroom (Vorstandsetage) und was da getrieben wird. Ich verstehe Reich ein Stück weit, aber nicht nur die Manipulation (rigging) der gesamten US-Politik, die in den Vorstandsetagen geplant und besprochen wird, ist böse, sondern auch der Geschlechtsverkehr von gleichgeschlechtlichen Partnern in amerikanischen Schlafzimmern oder sonst irgendwo – da täuscht sich Herr Reich doch sehr, ja in fataler Weise.

Herr Reich ist anscheinend nicht bewußt, daß Gott uns bzw. der Menschheit ein Beispiel gesetzt hat, was er mit Völkern zu tun gedenkt, die die Homosexualität legalisieren: Sodom und Gomorrha (beide Städte wurden von Gott persönlich vernichtet wegen ihrer ausschweifenden, sexuellen Unmoral). Natürlich, der eigentliche Bereich auf Erden, wo Gott Herrschaft ausübt, ist die christliche Kirche, aber das bedeutet nicht, daß er an der säkularen Welt außerhalb der Kirche völlig uninteressiert wäre. Der Kirche hat ja z. B. Kyrios (Herr-Gott) Jesus den Befehl gegeben, das Evangelium zu verkünden bzw. zu missionieren. Es ist Sein unbedingter Wille, daß das Evangelium verkündet wird. Daraus folgt, daß Er es sicherlich nicht mag, wenn ein Volk derart degeneriert, daß die Verkündigung des Evangeliums gehindert oder verhindert wird. Wenn eine Gesellschaft alle möglichen Formen des Bösen legalisiert, wie z. B. sexuelle Sünden, dann gibt es ja für die Menschen, die aber in Gottes Augen Sünder sind, keinen Grund mehr sich zu bekehren. Ihnen wird die säkulare Welt zur Pseudo-Kirche, wo sie glücklich sein können, ohne an Jesus zu glauben.

Die Organisationsform des Staates an sich ergibt sich aus der Langmut oder Geduld Gottes mit den Sündern. Gott will nicht, daß auch nur ein Mensch verloren geht. Solange aber ein Mensch ein Sünder ist, der nicht an Jesus glaubt, begeht er ständig reale Sünden, das heißt böse Handlungen durch die er seine Mitmenschen schädigt, unglücklich macht oder gar tötet. Auch ist die Vernachlässigung eines legalen Gottesdienstes etwas Böses, weil Gott unser Schöpfer und Erhalter unser permanentes Lob und unsere ständige Anbetung verdient hat (sagt auch Benjamin Franklin). Wir brauchen nicht zu glauben, daß Ihn das kalt läßt, wenn wir Ihm keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Gott ist eine Persönlichkeit, ein lebendiges Wesen mit Empfindungen.

Wir haben also das Problem, daß Gott auf der einen Seite die Sünder eine Weile leben lassen will, damit sie Zeit zur Umkehr und Besinnung haben, auf der anderen Seite aber schädigen sich die Sünder gegenseitig und brüskieren ständig Gottes Heiligkeit und Majestät. Dafür ist der Staat die Lösung. Der Staat hat die Aufgabe den Sündern zu helfen, daß sie einigermaßen vernünftig zusammenleben können bis zum Tag ihrer Bekehrung, wo sie in die Kirche aufgenommen werden oder bis zum Jüngsten Tag, wo sie dem Gericht überantwortet werden, falls sie niemals zur Kirche und zu Jesus fanden. Der Staat kann die Sünder  nicht von ihrer Sündhaftigkeit heilen (das kann nur Christus Jesus durch die Kirche), deswegen muß er sie mit dem Schwert bzw. allen möglichen Waffen und Strafen zwingen sich einigermaßen vernünftig zu verhalten. Der Staat verfehlt seine Rolle, wenn er versucht die Sünder zu bekehren, denn dies ist die Aufgabe der Kirche; er verfehlt seine Rolle aber auch, wenn er versucht die Sünde zu legalisieren, weil es dann für die Sünder keinen Grund mehr gibt, in die Kirche zu wechseln.

Ich bin wirklich begeistert von Robert Reich’s Buch “Supercapitalism”, aber seine Haltung bezüglich Abtreibung, außereheliche Kinder und Schwulen-Ehe, etc. macht ihn mir dann doch sehr suspekt.

Durch seine Ansichten bezüglich Abtreibung, außereheliche Kinder, Schwulen-Ehe, etc. beraubt er (Reich) sich natürlich des Segens Gottes. Aber genau diesen Segen Gottes bräuchte er in seinem Kampf gegen die Superkapitalisten. Letztendlich ist es sogar so, daß Reich durch seine Bücher indirekt den Superkapitalisten dient. Denn da ist wieder einer mehr, der sie kritisiert und der durchschnittliche Amerikaner gewinnt den Eindruck, es würde schon etwas gegen den Superkapitalismus unternommen. Ich argumentiere wie Reich selbst: Es ist zu wenig nur zu kritisieren, sondern die Superkapitalisten müssen gezwungen werden ihr Verhalten zu ändern und das geht nur durch Gesetze. Aber gerade die Gesetzgebung wird ja von den Superkapitalisten manipuliert. Also braucht es eine Macht von außen, die in Washington aufräumt. Reich’s Bücher erwecken den Eindruck, es  würde schon etwas getan, aber wichtig wäre, daß wirklich etwas getan würde und dazu ist Reich nicht fähig, der arme.

David Rothkopf’ (siehe sein Buch “Die Superklasse”, Riemann-Verlag, München), der ebenfalls unter Bill Clinton diente, schreibt, daß viele hohe US-Militärs nach ihrer Laufbahn bei der Armee in die Industrie wechseln und sich dort als CEOs (Chief Executive Officers = Direktoren) betätigen. Das heißt die Superkapitalisten haben nicht nur die Gewalt über das Geld sondern auch über die Waffen. Es ist ihnen mit menschlichen Mitteln also nicht mehr beizukommen. Wer gegen die Superkapitalisten etwas tun will, der braucht die Hilfe des lebendigen Gottes, das heißt Wunder über Wunder. Möge Gott Amerika einen christlichen Kaiser geben, der die Bösewichter verjagt und eine Regierung aufrichtet, die allen US-Bürgern ein glückliches und sicheres Leben ermöglichen will einschließlich materieller Genüge.

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Die Wuppertaler Muselmännchen oder Scharia-Polizei

Unglaublich, was sich diese religiösen Fanatiker anmaßen. Sie sind genauso geisteskrank wie ihr “Prophet” Mohammed, der natürlich in Wirklichkeit kein göttlicher Prophet oder Gesandter/Botschafter Gottes war sondern ein Massenmörder und wahrscheinlich auch ein religiöser Hochstapler (Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob Mohammed den Schwachsinn selbst geglaubt hat, den er den Arabern predigte oder ob er seine neue Religion nur als Deckmantel für seine Bosheit, seine Gier nach Macht, Ehre und Reichtum, benutzte).

Gehen wir mal davon aus, Mohammed glaubte tatsächlich selbst an das, was er anderen predigte.

Die Kernaussage seiner neuen Lehre war das Folgende:

Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Mose, Jesus, die Apostel, etc. seien in Wahrheit Muslime, sogar muslimische Imame (religiöse Lehrer, Prediger) gewesen und hätten den reinen, ursprünglichen Islam verkündet. Ihre Zuhörer aber waren ungehorsam und fingen an die ur-islamische Lehre zu verfälschen und so entstanden Judentum und Christentum. Juden und Christen waren also in Mohammed’s Augen Menschen, die vom wahren Glauben, dem Islam, abgefallen waren (Apostasie). Mohammed nun sah seinen göttlichen Auftrag darin Juden und Christen wieder zur wahren Religion Abrahams, dem Islam, zurückzuführen.

Hauptteil dieses Artikels:

Ich habe mal irgendwo gelesen (leider habe ich vergessen, wo), daß man Mohammed einmal gefragt hätte, warum er als göttlicher Prophet keine Wunder tun könnte wie Jesus. Er habe darauf geantwortet, daß die Geschichte gezeigt hätte, daß den hartnäckigen Ungläubigen mit Wundern nicht zu helfen wäre; sie würden ungläubig bleiben, auch wenn er (Mohammed) Wundern tun würde. Da es nun der unbedingte Wille Allahs sei, daß Juden und Christen Muslime würden, das heißt vom Judentum oder Christentum zum Islam konvertierten, hätte Allah ihm (Mohammed) das SCHWERT in die Hand gegeben. Mohammed behauptete also, er habe den göttlichen Auftrag, diejenigen mit dem Schwert zu bekehren, die sich durch Wunder nicht hatten bekehren lassen. Das ist natürlich eine bodenlose Frechheit und zeigt den irrwitzigen Charakter Mohammeds. Mohammed war wirklich genial aber im negativen Sinne. Er war der geniale, falsche Prophet, der geniale Lügner und Betrüger (auch wenn Mohammed seinen Schwachsinn selbst geglaubt hat, war doch seine Lehre ein Betrug in sich selbst; vielleicht betrog er, ohne es zu merken).

Und das ist eben das teuflische, dämonische, satanische am Islam, daß diese Vollidioten (auch die Wuppertaler Muselmännchen) glauben, sie hätten das Recht im Namen Allahs die ganze Menschheit zum Islam zu bekehren unter Anwendung des Schwertes (heute natürlich der Sprengstoffgürtel und die Maschinenpistole).

Die Wuppertaler Muslemännchen (Scharia-Polizei) handeln genau im Geiste ihres geisteskranken Propheten. Sie sind vorbildliche Muslime und “werden mit Sicherheit das Paradies ererben”.

Wir müssen endlich aufhören Islam und radikale Islamisten zu unterscheiden. In den Augen des Islam sind die Leute, die wir als Radikale bezeichnen, vorbildliche Muslime. Das Abschlachten der Ungläubigen (zumindest ungläubiger Soldaten von angegriffenen, christlichen Staaten oder Israel) ist der sichere Weg ins Paradies.

Weg ins Paradies: Kauf’ dir eine Tonne Dynamit und einen LKW und sprenge Dich damit vor einer Kaserne in Moskau in die Luft (ich halte Russland eher für christlich als die USA).

Warum ist der Islam so krank?

Als Mohammed in die Geschichte platzte, ohne daß ihn jemand erwartet hätte oder daß es vorausgesagt gewesen wäre, waren der Glaube der frommen Juden und das Christentum schon uralt, das heißt zur Zeit Mohammeds hatte die zivilisierte Welt bereits eine wohletablierte, legale Religion. Die außerordenliche (outrageous) Frechheit Mohammeds bestand darin eine neue Religion zu erfinden, obwohl es längst eine öffentlich anerkannte, legitime Religion gab. Dieser Mensch (Mohammed) war so krank, daß es unsäglich ist. Der Koran ist keine Offenbarung Gottes sondern ein Machwerk Mohammeds. Der Koran ist nicht heilig sondern unheilig, da er zum Dschihad auffordert, das heißt das Vergießen unschuldigen Blutes im Namen Allahs. Der Koran leugnet auch die Gottessohnschaft Jesu Christi, die Dreieinigkeit Gottes, die sakramentale Taufe, pervertiert das Evangelium (Mohammed behauptet, im Evangelium wäre der Dschihad befohlen – unglaublicher Schwachsinn, denn das wahre Evangelium ruft zur vorurteilsfreien Nächstenliebe auf), etc.

Ich finde es skandalös, wieviel Raum das westliche Establishment heute dem Islam und den Islamisten gibt. Erst nachdem abertausende unschuldiger, wehrloser Menschen hingeschlachtet wurden, reagiert man endlich. Die Hauptaufgabe jeder Obrigkeit (Staat, Regierung) ist die Gewährleistung der Sicherheit jedes einzelnen Menschen/Bürgers. Natürlich sind westliche Regierung auch für den Schutz unschuldiger Menschen im Orient oder in Afrika verantwortlich, wenn die dortigen Staaten das nicht schaffen und müssen möglichst schnell eingreifen, wenn muslimische Fanatiker Menschen abschlachten.

Man hat den Eindruck, daß die westlichen Regierungen den Islam und die Islamisten bewußt gewähren lassen (sie lesen richtig!). Es könnte hierfür mindestens zwei Gründe geben. Erstens fesseln die Islamisten mit ihren Greueltaten, von denen die dummen Medien laufend berichten, unsere Aufmerksamkeit. Die Betonung liegt auf “fesseln”. Es scheint, wir sollen von etwas abgelenkt werden. Was könnte das sein? Nun, ich vermute, es soll davon abgelenkt werden (dazu kommt ISIS dem westlichen Establishment gerade recht), daß die USA und andere westliche Staaten dabei sind zu Schurkenstaaten oder gescheiterten Staaten zu degenerieren. Wenn man das Buch “Superkapitalismus” von Robert Reich (er war US-Arbeitsminister unter Clinton) liest, bekommt man wirklich einen Schock. Die US-Regierung wird immer mehr von Lobbyisten beeinflußt, die enorme Summen von der US-Wirtschaft kassieren. Die US-Regierung sucht immer weniger das Allgemeinwohl, das Wohl der Gesamtheit aller US-Bürger, sondern bevorzugt immer mehr die Unternehmen, die das meiste Geld an die Lobbyisten zahlen. Zweitens haben sicherlich nicht wenige der Firmen, die hohe Geldsummen an Lobbyisten in Washington zahlen, ihre Produktion schon lange ins Ausland verlagert, wo ein Arbeiter z. B. nur 2 Dollar die Stunde verdient. Darunter befinden sich auch islamische Länder. Würde nun der Westen bzw. die USA den Islam komplett verwerfen und ablehnen, müßten Streiks und Arbeitsniederlegungen der muslimischen Arbeiter befürchtet werden und das ginge natürlich auf den Profit, die Preise, die Aktienkurse und die Dividenden. Wir brauchen nicht zu glauben, daß die westlichen Politiker den Islam als solches wirklich wertschätzen (dazu muß man nur mal lesen, was noch Winston Churchill über den Islam dachte, siehe unten), sondern es geht mir Sicherheit nur um wirtschaftliche Belange. Die USA sind gerade dabei ihre Polizei in eine Armee zu verwandeln; die amerikanische Polizei wird mit schwersten Waffen ausgerüstet und die USA investieren gewaltige Summen dafür. Gegen wen soll diese militarisierte Polizei kämpfen? Natürlich gegen die eigene Bevölkerung, gegen den gewöhnlichen, durchschnittlichen Amerikaner, der es sich bald nicht mehr gefallen lassen wird, was sein Establishment treibt – früher nannte man das Volkszorn. Das amerikanische Establishment saugt große Teile seinen eigenen Volkes und große Teile der Weltbevölkerung aus. Das kann nicht mehr lange gut gehen.

Winston Churchill über Islam (aus seinem Buch “The River War”):

How dreadful are the curses which Mohammedanism lays on its votaries! Besides the fanatical frenzy, which is as dangerous in a man as hydrophobia in a dog, there is this fearful fatalistic apathy. The effects are apparent in many countries. Improvident habits, slovenly systems of agriculture, sluggish methods of commerce, and insecurity of property exist wherever the followers of the Prophet rule or live. A degraded sensualism deprives this life of its grace and refinement; the next of its dignity and sanctity. The fact that in Mohammedan law every woman must belong to some man as his absolute property – either as a child, a wife, or a concubine – must delay the final extinction of slavery until the faith of Islam has ceased to be a great power among men. Thousands become the brave and loyal soldiers of the Queen: all know how to die: but the influence of the religion paralyses the social development of those who follow it. No stronger retrograde force exists in the world. Far from being moribund, Mohammedanism is a militant and proselytizing faith. It has already spread throughout Central Africa, raising fearless warriors at every step; and were it not that Christianity is sheltered in the strong arms of science, the science against which it had vainly struggled, the civilisation of modern Europe might fall, as fell the civilisation of ancient Rome.

Paulus, der Dschihadist:

Der größte Lehrer der christlichen Kirche, nach Jesus und dem Heiligen Geist, war der Apostel Paulus. Seine Briefe, die man im Neuen Testament finden kann, sind von unschätzbarem Wert für die Kirche, sogar von Gott eingegeben (im Gegensatz zu Mohammed’s Dreck). Aber dieser Paulus, man höre und staune, war ein Dschihadist gewesen, bevor er anfing an Jesus zu glauben. Saulus (der jüdische Name von Paulus), bevor er Christ wurde, verfolgte die christliche Kirche zu Jerusalem, willigte ein in die Steinigung des frommen Stephanus, überlieferte die Christen ins Gefängnis, befürwortete ihre Hinrichtung. Paulus war ein fürchterlicher, jüdischer Fanatiker, bevor er Christ wurde (würde er heute leben, ich würde ihn als geisteskrank bezeichnen). Nicht nur der Islam sondern auch das Gesetzes-Judentum kann fanatisieren. Die Aufgabe der christlichen Kirche ist es also, die Islamisten zu missionieren. Die Aufgabe der westlichen Regierungen ist es, die Islamisten ins Gefängnis zu bringen, wo Pfarrer sie besuchen können, um ihnen das Evangelium von Jesus Christus zu predigen. In der akuten Kampfhandlung ist es natürlich die Aufgabe jeder westlichen Regierung  und Armee die Islamisten zu pulverisieren. Wen die Vorsehung bevorzugt, wird überleben und im Gefängnis landen und dort vielleicht das Evangelium hören.

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Islam? Nein, danke!

Folgenden Text erhielt ich vor Kurzem als Zuschrift von einem Leser meiner Website (meines Blogs). Erschütternd, daß gewöhnliche Muslime, die in Deutschland leben, offenbar den Dschihad unterstützen. Das ist wirklich entsetzlich.

Text der Leserzuschrift:

Guten Tag,

mein Name und Wohnort tut nichts zu Sache. 😉 Ich möchte hier lediglich meine Geschichte erzählen, wie ich Anfang 2000 zum Islam gekommen bin, aber nach gut 3 Jahren doch wieder zurück zu Jesus gefunden habe.

Ende 1999 ging ich in unserer Stadtbibliothek und habe wahllos nach interessanten Büchern Ausschau gehalten – irgendwann stand ich vor dem Regal mit Büchern über Religionen und Kulturen. Ein Buch über den Islam stich mir dabei ins Auge und ich habe es mir näher angesehen und mir auch noch einige andere Bücher über den Islam genommen und diese mit nach Hause genommen.

Beim Lesen war ich schon irgendwie fasziniert vom Islam und ich wollte mehr über diese mir bis dahin fremdartige Religion erfahren. Einige Sachen fand ich durchaus einleuchtend und hat mich sehr angesprochen. Schon damals hatte ich einen Internetzugang und ich informierte mich ausgiebig über den Islam im Internet.

Eines Tages war ich mir (angeblich) sicher: “Du bist eigentlich Muslim und du solltest konvertieren.”

Einige Tage später ging ich in die örtliche, türkische Moschee und ich brachte mein Anliegen vor. Dort war man natürlich hellauf begeistert, daß ein Deutscher zum Islam konvertieren will. Wir vereinbarten einen Termin, wo ich dann offiziell zum Islam übertreten sollte. Dies geschah dann auch einige Tage später. Der Übertritt zum Islam ist wirklich einfach: Man spricht vor 2-3 Zeugen das islamische Glaubensbekenntnis (auf arabisch) und schon ist man Muslim. Anschließend überlegt man sich einen neuen (muslimischen) Namen und dann ist man in der Gemeinschaft der “Umma”. Alle Sünden, die man zuvor im Leben begangen hat, sind getilgt.

In der ersten Zeit war ich sehr aktiv, ich besuchte die Moschee fast täglich und natürlich auch am Freitag. Die anderen Muslimen begegneten mir mit Respekt und Achtung, da ich ja ein Konvertit und somit hoch angesehen war.

Irgendwann jedoch merkte ich, daß irgendetwas nicht so ganz stimmte. Ich empfand das fünfmalige Gebet zwar nicht als Belastung oder Anstrengung, aber ich konnte nicht so richtig verstehen, warum ich diese Gebete immer auf arabisch zu beten hatte. Es gibt daneben auch noch andere Gebete, die konnte man natürlich in seiner eigenen Muttersprache sprechen. Auch wurde ich mit der Zeit etwas frustriert, daß in der Moschee ausschließlich türkisch gesprochen wurde – ich konnte ja so gut wie kein türkisch.

Dann kam der 11. September 2001. Ich war wirklich geschockt von dem, was damals geschah und natürlich war ich ebenso geschockt, daß es radikalisierte Muslime gewesen waren. Aber umso mehr geschockt war ich von der Reaktion vieler Muslime, so nach dem Motto: “Jetzt haben die Amerikaner mal endlich einen auf den Deckel bekommen!”, was natürlich nicht allzu laut gesagt wurde.

Mir wurde im Laufe der Zeit immer mehr offenbar, daß der islamische Anspruch von “Liebe” und “Toleranz” nur für die eigenen Leute (also für die Muslime) gilt und auch hier ist der Islam nicht allzu konsequent: Wer als Muslim eine andere Meinung oder einen Standpunkt vertritt, der wird extrem schnell ausgegrenzt, angefeindet oder sogar bedroht. Im Islam wird viel von “Liebe” gesprochen, aber diese “Liebe” wird nicht praktiziert oder umgesetzt. Auch fiel mir schnell auf, daß über das Christentum, die Bibel, über Jesus oder über die Juden sehr viel Unwahrheiten und Lügen verbreitet wurden (und wird) – teils aus Unkenntnis, teilweise auch in boshafter Absicht.

Der Ton in der Moschee wurde mit der Zeit auch immer radikaler und fanatischer – es wurden sogar afghanische Taliban eingeladen, die ihre Version vom “reinen Islam” darlegten und uns zu überzeugen versuchten. Mit einigen, wenigen Dingen war ich durchaus einverstanden, aber nicht mit dem Fanatismus, den sie an den Tag legten. Dieser widerte mich nur noch an.

Auch das anfängliche “Hochgefühl” beim Beten wollte sich nicht mehr bei mir einstellen – das Beten wurde immer mehr zu einer Qual und Last für mich, vor allem, weil man als Muslim immer auf die Gebetshaltung achten musste und dann alles auf arabisch!

Irgendwann begann ich per Mail einen regen Austausch mit einem deutschen Pastor, der damals mit seiner Familie im Süden von Ägypten lebte und der mir die Augen öffnete. Er besuchte mich einige Monate später und bot mir an, ich möge mein Gewissen genauer prüfen – was ich auch tat.

Knapp 2½ Jahre nach meinem Übertritt zum Islam musste ich doch erkennen, daß ich einen großen Fehler begangen hatte und das ich einen dummen Irrweg gefolgt war.

Ich las wieder viel in der Bibel und ich erkannte, daß es Erlösung und Errettung nur durch und über Jesus gibt – nichts anderes!

Die Bibel ist doch ganz anders, wie der Koran – voller Liebe und dort steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht irgendeine Ideologie, Fanatismus oder kriegerische Handlungen. Vor allem das Neue Testament ist für mich immer ein Quell der Freude und Hoffnung. Dieses habe ich beim Lesen des Koran nie wirklich gespürt, was ich heute offen eingestehen kann.

Jesus war/ist mein Erlöser! Daran glaube ich ganz fest. Eines Tages betete ich das “Übergabegebet” und es fiel mir ein Riesengebirge vom Herzen. Der Islam ist für mich absolut keine Lösung mehr. Ich könnte mich heute noch in den Hintern beißen für meine Dummheit!

Jedenfalls, habe ich diesen deutschen Pastor in Süd-Ägypten besucht und ich verbrachte dort knapp 4 Wochen. Er hat mich dann dort in der christlichen Gemeinde getauft – und ich wurde wieder “offiziell” ein echtes Kind Gottes. Paradoxerweise wurde ich in einem islamischen Land wieder Christ, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt.

Seit ich wieder Christ bin, spüre und fühle ich täglich die Gnade und die Liebe Gottes. Ich weiß, daß Jesus mein Freund, ja mein Erlöser ist. Er hat uns alle erlöst und seine Botschaft hat ein Wort: LIEBE.

Und diese LIEBE spüre ich täglich!

T.

P.S.:

OK, ich muß ehrlich sagen, daß es zwei Sachen gibt, die die Christen von den Muslimen lernen könnten: Die Muslime nehmen ihr “heiliges” Buch, den Koran, sehr ernst und leben danach. Ich würde mir wünschen, daß auch Christen intensiver und häufiger in der Heiligen Bibel lesen würden.

Und der Zusammenhalt in der islamischen “Umma” ist doch wesentlich stärker und ausgeprägter, als dies derzeit bei vielen Christen der Fall ist. Auch daran sollten wir Christen arbeiten! Wo z.B. Christen verfolgt oder sogar getötet werden, müssen wir aufstehen und laut aber friedlich dagegen protestieren.

Ende des Textes der Leserzuschrift.

Ich (Rainer Braendlein, Blogadministrator) möchte zu der Leserzuschrift noch anmerken, daß eine nochmalige Taufe nicht nötig ist, um wieder zu Jesus zurückzukehren. Eine Wiedertaufe ist sogar verboten. Eine Wiedertaufe läge vor, falls der Leser schon als Säugling getauft wurde und sich dann als Erwachsener  nochmals taufen ließ. Falls der Leser schon als Säugling getauft worden war, dann hätte es genügt, Buße zu tun (über die Konversion zum Islam) und sich wieder ganz neu auf die Kindertaufe zu beziehen, wo uns das Heil in Christus zugeeignet wurde.

Ergänzung vom 5. September 2014:

Zur Zeit ist das Geschrei um den radikalen Islam groß und das mit Recht, aber ich wage zu behaupten, daß wiedertaufende Freikirchen mindestens so gefährlich sind wie die Umma (weltweite, islamische Gemeinde), wenn nicht gefährlicher. Selten werden sich wiedertaufende Freikirchen mit der Enthauptung unschuldiger Menschen oder dem Abhacken irgendwelcher Körperteile im Namen Gottes beschäftigen. Die wiedertaufenden Freikirchen praktizieren mehr einen Psycho-Dschihad (“heiliger” Psycho-Krieg). Das Problem ist, daß durch die Wiedertaufe die sakramentale Kindertaufe, die jemand ggf. als Kind schon empfangen hat, außer Kraft gesetzt wird. Die Wiedertäufer verlangen dann von solch einem armen, wiedergetauften Menschen, daß er Jesus nachfolgt aufgrund irgendeiner imaginären Wiedergeburt, die genauer zu spezifizieren die Wiedertäufer natürlich nicht in der Lage sind. Die Wiedertaufe soll dann nur ein öffentliches Bekenntnis des bewußten Glaubens oder der Wiedergeburt sein und ein Akt des Gehorsams. Auf jeden Fall wird die Wiedertaufe als rein symbolischer Akt (keine göttliche Wirkung am Täufling) betrachtet, der dem Entscheidenden folgt. Das entscheidende ist für die Wiedertäufer die Entscheidung zu glauben. Es kommt alles auf die Entscheidung an. Wer jedoch aufgrund solch einer Entscheidung Jesus nachfolgen will, der wird Schiffbruch erleiden und äußerst unglücklich werden, mindestens so unglücklich wie ein frommer Muslim, denn durch den falschen Glauben wird das “Fleisch” (die sündige Natur des Menschen) erst recht gereizt und man wird seiner Sünden kaum Herr werden, eher umgekehrt. Kein Mensch, der nicht von neuem geboren ist aus Wasser und Geist (sakramentale Taufe und der Glaube der sich auf sie bezieht), kann nach der Bergpredigt leben. Die Wiedertäufer sind dazu verdammt, kläglich zu scheitern.

Aus der Sicht der echten Christlichen Kirche ist die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) die neue Geburt aus Wasser und Geist, wobei diese neue Geburt nur wirksam wird, wenn auch der Glaube bzw. der Gehorsam dazu kommt. Wie gesagt, Wiedertäufer können eigentlich nicht genau spezifizieren, was eigentlich die Wiedergeburt sein soll. Der kirchliche Christ aber darf wissen, daß er glaubt, wenn er Jesus nachfolgt bzw. gehorsam ist auf der Grundlage seiner sakramentalen Taufe (einschließlich Kindertaufe), wo er mit der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu verbunden wurde. Für den kirchlichen Christen gilt der Satz: “Der Glaubende ist gehorsam und der Gehorsame glaubt.” Der kirchliche Christ bleibt in Christus, wenn er täglich Sünden und Versuchungen überwindet in der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu, bezugnehmend und sich täglich erinnernd an seine sakramentale Taufe, wo er mit Jesu befreiender Kraft verbunden wurde: Wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe. Durch diese Verheißungen können wir unseren sündigen Leib überwinden, der genauso sündhaft ist wie vor der Taufe.

Mit allem Nachdruck: Alle wiedertaufenden Freikirchen sind von der Christlichen Kirche ausgeschlossen und ihre Glieder sind keine Christen sondern Wiedertäufer. Wiedertäufer werden die Ewigkeit im Feuersee verbringen zusammen mit Mohammed und seinen Anhängern, Judas, Kapitalisten, vielen Päpsten, vielen Katholiken, Billige-Gnade-Protestanten, Mormonen, Zeugen Jehovas, Hindus, Buddhisten, Gliedern und Führern aller sonstigen Sekten und falschen Kirchen. Sie werden gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn sie begingen viele schwere Sünden, durch die sie ihren Mitmenschen Leid, Tod und Schmerzen zufügten, weil sie nicht das von Gott verordnete Heil in Christus angenommen haben, durch das sie ihre natürliche Sündhaftigkeit hätten überwinden können.

Wir können natürlich nicht sündlos werden – wer aber den Kampf gegen die sündige Natur nicht aufgibt bis zum Ende, für den ist Jesu Opfer am Kreuz auch ein Sühneopfer zur Vergebung der Sünden. Wir folgen Jesus nach, nicht um uns die Vergebung zu verdienen, sondern um in Christus zu bleiben und in Christus ist Heil und Vergebung.

Ich hielt diese Ergänzung für notwendig, weil der o.g. Leser mir inzwischen mitgeteilt hat, daß er tatsächlich wiedergetauft wurde. Ich habe ihm empfohlen, sich von der Wiedertaufe loszusagen und sich wieder auf seine sakramentale Kindertaufe zu beziehen.

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War Mohammed ein Mörder?

Selbstverständlich war Mohammed ein Mörder. Am Jüngsten Tag (Jüngstes Gericht, Gerichtstag) wird Mohammed für seine Morde geradestehen müssen und er wird wenig zu seiner Verteidigung vorbringen können. Mohammed hat seine Morde niemals bereut. Er rechtfertigte sich damit, es sei der Wille Allahs, die Ungläubigen (zumindest ungläubige, gegnerische Soldaten) zu töten. Ja er behauptete sogar, die Teilnahme am Heiligen Krieg (Dschihad) sei die Bedingung für den Einlass ins Paradies. Aber egal wie Mohammed in seinem krankhaften Wahn (oder war es hinterlistiger Betrug?) das Töten von Menschen gerechtfertigt hat, es bleibt eine Tatsache, daß er sehr viel unschuldiges Blut vergossen hat. Mohammed war ein offensichtlicher Mörder.

Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Banu_Quraiza .

Es ist schwierig, zu beurteilen, was schlimmer war: Die Ermordung von unschuldigen Menschen in Mohammed’s Gegenwart auf seinen Befehl hin (der juristische Mord) oder die Tatsache, daß er eine Rechtfertigung für das Töten unschuldiger Menschen erfunden hat, was eine Sünde des Geistes ist. Und er hat den Mord nicht nur gerechtfertigt, sondern, was noch schlimmer ist, zu einer heiligen Handlung erklärt, die vermeintlich das Heil einbringt. Mohammed erklärte die Handlung, die in den Augen des wahren Gottes zu den unheiligsten Handlungen gehört, den Mord, zur heiligsten Handlung im Islam. Mohammed war wirklich völlig übergeschnappt.

Man weiß nicht, ob Mohammed bewußt betrogen hat oder ob er von seinen wahnwitzigen Ideen überzeugt war, als ob Allah ihm tatsächlich etwas offenbart hätte. In beiden Fällen ist Mohammed jedoch schuldig. Natürlich, das etwas schlimmere wäre, wenn Mohammed bewußt betrogen hätte, aber auch wenn er von seiner neuen Religion selbst überzeugt war, war er dennoch sehr schuldig. Wie konnte er zu der verrückten Idee gelangen, Noah, Abraham, Mose, Jesus, etc. hätten den Islam gelehrt und seien vorbildliche Muslime gewesen? Wie konnte er annehmen, Juden und Christen seien ehemalige Muslime gewesen, die jedoch vom Ur-Islam abfielen und ihren islamischen Lehrern (Noah, Abraham, Mose, Jesus, etc.) ungehorsam waren? In Mohammed’s Augen waren Judentum und Christentum schwere Verfälschungen des Ur-Islam, des angeblichen Glaubens Abrahams, und Mohammed sah seine Aufgabe darin Juden und Christen wieder zurückzubringen zum Glauben Abrahams (Islam in Mohammed’s Augen). Mohammed behaupte, er habe den Auftrag Allahs, dies mit dem Schwert zu tun.

In Mohammed’s Augen war Jesus nicht der Sohn Gottes (eine Person der ewigen Gottheit)sondern nur ein Prophet und ein Geschöpf. Mohammed hielt es geradezu für eine Sünde, zu glauben, Gott habe einen Sohn. Aber dieser Jesus wird wiederkommen in Herrlichkeit (in der Gestalt Gottes) und Mohammed wird sich vor ihm verantworten müssen für seine ungerechten Angriffskriege und seine Irrlehre, den Islam, womit er diese Kriege rechtfertigte.

Mohammed platzte einfach so in die Geschichte. Seine neue Religion war nicht verwurzelt in der uralten Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel. Der Islam ist auch nicht verwurzelt im Alten Testament, das die Heilige Schrift war bis zur Ankunft Jesu (Mohammed hat nur einige Passagen aus dem Alten Testament kopiert, aus dem Zusammenhang gerissen, und im Sinne seines neuen Systems gedeutet; die tatsächliche Lehre des gesamten Alten Testaments, die eine Vorbereitung auf das Christentum war, blieb Mohammed völlig verborgen oder er wollte nichts davon wissen). Wie konnte Mohammed so anmaßend sein, die alten, traditionellen Schriftreligionen der Menschheit (Judentum und Christentum) einfach so über den Haufen zu werfen? Im Gegensatz zu Mohammed baute Jesus mit seiner Lehre auf dem Alten Testament, der heiligen Schrift der Juden, auf. Jesus hat eigentlich nichts Neues gelehrt, sondern nur das Alte Testament im Sinne Gottes ausgelegt. Jesus beleuchtete dabei mehr, die im Alten Testament etwas verborgene Lehre von einem göttlichen Erlöser (Heiland, Messias, Christus). Jesus konnte sich auch ausweisen als Gott durch seine Zeichen und Wunder, was Mohammed nicht konnte. Die Ankunft Jesu ist im Alten Testament prophezeit worden und man hat sehnsüchtig auf ihn gewartet. Auf Mohammed hat niemand gewartet und niemand hat jemals seine Ankunft prophezeit. Johannes der Täufer, der heiligste Mensch in Israel zur Zeit Jesu, bestätigte Jesus; Mohammed wurde durch niemand bestätigt.

Mohammed hätte so weit denken müssen und das wird heute auch von jedem Muslim verlangt: Der Islam hat einfach keine historische Grundlage. Eine Religion, die sich so stößt mit den traditionellen Religionen Judentum und Christentum, kann nur das Machwerk eines Menschen sein und keine Offenbarung Gottes. Wie gesagt, offen bleibt nur die Frage, ob Mohammed bewußt betrogen hat oder ob er seine Fabeln selbst geglaubt hat.

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War König David ein Mörder?

Ja, König David war leider ein Mörder und Ehebrecher und wir müssen uns diesbezüglich die Lästerungen der Feinde Gottes gefallen lassen. Er bereute aber seinen Mord und seinen Ehebruch und der Gott Israels vergab ihm seine Sünde und nahm ihn wieder auf in seine Gemeinschaft. Wen der Herr liebt, den züchtigt er. Gott vergab zwar David und nahm ihn wieder auf, aber er verhängte einige Zuchtmaßnahmen über ihn: Sein Kind zum Beispiel, das er mit Batseba gezeugt hatte, starb; seine Frauen zum Beispiel wurden von Absalom, seinem eigenen Sohn, missbraucht (2. Sam. 16).

König David war eigentlich ein (sehr) frommer Mann. Kaum eine andere Person in der Bibel wird so geehrt für seine Frömmigkeit wie David: “Ein Mann nach dem Herzen Gottes.” David wurde von einem Fehltritt übereilt, er stolperte. Mit Sicherheit beging er den Ehebruch mit Batseba und den Mord an Uria nicht unter der Annahme bzw. kalkulierend, daß Gott ihm das schon vergeben würde (Missbrauch der Gnade oder auf Gnade hin sündigen). Nein, David wurde überrumpelt von seiner gefallenen Natur, seinem alten Menschen. Auch jeder Christ (ich, wir) steht immer in der Gefahr plötzlich von seiner alten Natur überrumpelt zu werden. Luther sagte: “Manchmal ist der Glaube einfach nicht da.” Keinesfalls aber war David ein “Gewohnheitssünder”, der ständig mit irgendwelchen Frauen Ehebruch beging oder ständig aus irgenwelchen Gründen Menschen ermordete. Wer den Mord und Ehebruch Davids als Rechtfertigung für sein lasterhaftes Leben nimmt, der legt die Bibel vollkommen pervers, ja teuflisch aus. Kein permanenter Ehebrecher oder Mörder wird das Reich Gottes ererben. David aber war kein permanenter Ehebrecher oder Mörder, sondern wurde jeweils von einem Fehltritt übereilt, machte einen Fehler.

2. Samuel 11

Davids Ehebruch und Blutschuld (Mord)

Und als das Jahr um war, zur Zeit, da die Könige ins Feld zu ziehen pflegen, sandte David Joab und seine Männer mit ihm und ganz Israel, damit sie das Land der Ammoniter verheerten und Rabba belagerten. David aber blieb in Jerusalem. Und es begab sich, dass David um den Abend aufstand von seinem Lager und sich auf dem Dach des Königshauses erging; da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen; und die Frau war von sehr schöner Gestalt.  Und David sandte hin und ließ nach der Frau fragen und man sagte: Das ist doch Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters. Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und als sie zu ihm kam, wohnte er ihr bei; sie aber hatte sich gerade gereinigt von ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurück.  Und die Frau ward schwanger und sandte hin und ließ David sagen: Ich bin schwanger geworden. David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hetiter. Und Joab sandte Uria zu David. Und als Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem Heer und mit dem Krieg gut stünde. Und David sprach zu Uria: Geh hinab in dein Haus und wasch deine Füße. Und als Uria aus des Königs Haus hinausging, wurde ihm ein Geschenk des Königs nachgetragen. Aber Uria legte sich schlafen vor der Tür des Königshauses, wo alle Kriegsleute seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus. 10 Als man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht von weit her gekommen? Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen? 11 Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten und Joab, mein Herr, und meines Herrn Kriegsleute liegen auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Ich tue so etwas nicht. 12 David sprach zu Uria: Bleib heute hier, morgen will ich dich gehen lassen. So blieb Uria in Jerusalem an diesem Tage und auch am nächsten. 13 Und David lud ihn ein, sodass er bei ihm aß und trank, und machte ihn betrunken. Aber am Abend ging er hinaus, um sich schlafen zu legen auf sein Lager bei den Männern seines Herrn, und ging nicht hinab in sein Haus. 14 Am andern Morgen schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. 15 Er schrieb aber in dem Brief: Stellt Uria vornehin, wo der Kampf am härtesten ist, und zieht euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe.  16 Als nun Joab die Stadt belagerte, stellte er Uria dorthin, wo er wusste, dass streitbare Männer standen. 17 Und als die Männer der Stadt einen Ausfall machten und mit Joab kämpften, fielen einige vom Volk, von den Männern Davids, und Uria, der Hetiter, starb auch. 18 Da sandte Joab hin und ließ David alles sagen, was sich bei dem Kampf begeben hatte, 19 und gebot dem Boten: Wenn du dem König alles bis zu Ende gesagt hast, was sich bei dem Kampf begeben hat, 20 und siehst, dass der König zornig wird und zu dir spricht: Warum seid ihr so nahe an die Stadt herangerückt im Kampf? Wisst ihr nicht, dass von der Mauer geschossen wird? 21 Wer erschlug Abimelech, den Sohn Jerubbaals? Warf nicht eine Frau einen Mühlstein auf ihn von der Mauer, sodass er in Tebez starb? Warum seid ihr so nahe an die Mauer herangerückt?, – so sollst du sagen: Auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist tot. 22 Der Bote ging hin und kam und sagte David alles, weswegen Joab ihn gesandt hatte. 23 Und der Bote sprach zu David: Die Männer waren uns übermächtig und zogen heraus aufs Feld gegen uns; wir aber gingen gegen sie an bis an den Eingang des Tores. 24 Und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte und töteten einige von den Männern des Königs, und auch Uria, dein Knecht, der Hetiter, ist tot. 25 David sprach zum Boten: So sollst du Joab sagen: »Lass dir das nicht leid sein, denn das Schwert frisst bald diesen, bald jenen. Fahre fort mit dem Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie.« So sollst du ihm Mut zusprechen. 26 Und als Urias Frau hörte, dass ihr Mann Uria tot war, hielt sie die Totenklage um ihren Eheherrn. 27 Sobald sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und ließ sie in sein Haus holen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber dem HERRN missfiel die Tat, die David getan hatte.

2. Samuel 12, 1-15

Nathans Strafrede; David bekennt seine Sünde und empfängt Vergebung

Und der HERR sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte. Und er nährte es, dass es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß und er hielt’s wie eine Tochter. Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er’s nicht über sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war, sondern er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war. Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat.  Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du umgebracht durchs Schwert der Ammoniter.  10 Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei.  11 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen aus deinem eigenen Hause und will deine Frauen nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, dass er bei ihnen liegen soll an der lichten Sonne. 12 Denn du hast’s heimlich getan, ich aber will dies tun vor ganz Israel und im Licht der Sonne. 13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben.  14 Aber weil du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. 15 Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau David geboren hatte, sodass es todkrank wurde.

Wie können wir Fehltritte vermeiden oder deren Anzahl minimieren?:

- tägliche Erinnerung an die Taufe, die heilige Gabe (der Sünde abgestorben sein; in Christus sein)

- Morgengebet, Abendgebet

- aktives Leben und Kontemplation

- maßvolle Nahrungsaufnahme

- nicht zuviel Schlaf

- regelmäßige Beichte bei einem christliche Bruder

- regelmäßige Teilnahme am Heiligen Abendmahl (Sakrament des Altars)

- Gemeinschaft pflegen mit anderen Christen

etc.

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War Moses ein Mörder?

Ein moderner EKD-Theologe würde bei der Auslegung der Bibel sicherlich zu dem Schluss kommen, daß Moses ein Mörder war. Dies würde ihn und seine Leser (Anhänger, Schüler) im Glauben an die “billige Gnade” bestärken: Jesus hat alles im Voraus bezahlt durch seinen Tod am Kreuz, also können wir tun und lassen, was wir wollen. Da Jesus unsere Schuld trug, als er am Kreuz für uns starb, muss Gott uns alles vergeben.

Für die Theologen der EKD und ihre Anhänger wird es am Jüngsten Tag (Gerichtstag, Jüngstes Gericht) ein böses Erwachen geben. Sie werden feststellen müssen, daß Gott ihnen gar nichts vergeben  hat, weil sie Seine Gnade nicht wertschätzten durch ein Leben in der Heiligung (Heiligung bedeutet ein Überwinden der persönlichen Sünde  durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu). Nur die “teure Gnade” führt zur Vergebung aller unserer Sünden.

Da der Gesamtinhalt der Bibel die Lehre von der “teuren Gnade” unterstützt, erscheint es kaum plausibel, daß Moses, der Prophet Gottes, einen Mord begangen hat unter der Prämisse, Gott würde ihm das schon vergeben. Es muß eine (juristische) Rechtfertigung geben für die Tötung des Ägypters durch Mose.

2. Mose 2

Moses Geburt und wunderbare Errettung

Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm ein Mädchen aus dem Hause Levi zur Frau Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Gespielinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein. Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille? Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes. Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es. 10 Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Moses Flucht nach Midian

11 Zu der Zeit, als Mose groß geworden war, ging er hinaus zu seinen Brüdern und sah ihren Frondienst und nahm wahr, dass ein Ägypter einen seiner hebräischen Brüder schlug 12 Da schaute er sich nach allen Seiten um und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sande. 13 Am andern Tage ging er wieder hinaus und sah zwei hebräische Männer miteinander streiten und sprach zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Nächsten? 14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Aufseher oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wie ist das bekannt geworden 15 Und es kam vor den Pharao; der trachtete danach, Mose zu töten. Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. Und er setzte sich nieder bei einem Brunnen. 16 Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter; die kamen, Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken 17 Da kamen Hirten und stießen sie weg. Mose aber stand auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe. 18 Und als sie zu ihrem Vater Reguël kamen, sprach er: Warum seid ihr heute so bald gekommen? 19 Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann stand uns bei gegen die Hirten und schöpfte für uns und tränkte die Schafe. 20 Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann draußen gelassen? Ladet ihn doch ein, mit uns zu essen. 21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau 22 Die gebar einen Sohn und er nannte ihn Gerschom; denn, sprach er, ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande 23 Lange Zeit aber danach starb der König von Ägypten. Und die Israeliten seufzten über ihre Knechtschaft und schrien, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor Gott. 24 Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob 25 Und Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.

Zwei Faktoren sind entscheidend für die richtige Auslegung dieses Bibelabschnitts. Wir müssen erstens registrieren, daß Mose zur ägyptischen Obrigkeit gehörte, weil ihn die Tochtes des Pharao adoptiert hatte. Moses war ein ägyptischer Prinz, obwohl er biologischer Nachkomme des Patriarchen Jakob und somit ein Jude war. Als Glied der ägyptischen Obrigkeit hatte Mose ein Recht zu richten. Weiter müssen wir zweitens berücksichtigen aus welchen Motiven heraus Mose handelte. Moses brachte den Ägypter nicht um aus niedrigen Beweggründen (Motive wie Habsucht, Revanche, Machtgier, religiös-fanatische Anmaßung, etc.), sondern es war eine Art Schnellgericht (Standgericht) über den kriminellen Ägypter. Moses rächte seinen israelitischen (jüdischen) Bruder an dem Ägypter.

Moses ging vielleicht ein bischen zu weit damit, daß er den Ägypter gleicht tötete, aber grundsätzlich war es sehr ehrenhaft und löblich, daß Mose sich für seinen Bruder einsetzte und dabei auch sein eigenes Leben und seine eigene Existenz aufs Spiel setzte.

Mose fürchtete sich wegen seiner Tat nicht vor Gottes Strafe sondern vor Pharao. Pharao aber war ein anti-göttlicher Tyrann und handelte nicht im Sinne Gottes. Pharao’s Regierung in Ägypten war eine Pseudo-Regierung – es war äußerst ungerecht und böse, wie er das Volk Israel misshandelte ohne Grund.

Siehe 2. Mose 1.

Letztendlich war die Misshandlung der Juden durch Pharao und die Ägypter eine Kriegserklärung an die Juden, die in Ägypten lebten. Gott sandte ihnen Moses als Führer (Fürst, König), um sie aus der Knechtschaft des Pharao zu befreien. Zunächst erkannten die Juden nicht, daß Mose ihr Führer war, aber das ist eine andere Geschichte und muß zu einer anderen Zeit besprochen werden.

Im weiteren Verlauf von 2. Mose sehen wir auch, daß Gott Mose nie eine Vorwurf gemacht hat wegen der Tötung des Ägypters. Im Gegenteil, Gott berief Mose erneut zum Führer über sein Volk Israel.

Siehe 2.Mose 3.

Apostelgeschichte 7, 17-35

Rede des Stephanus

Als nun die Zeit der Verheißung sich nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten, 18 bis ein andrer König über Ägypten aufkam, der nichts wusste von Josef. 19 Dieser ging mit Hinterlist vor gegen unser Volk und misshandelte unsre Väter und ließ ihre kleinen Kinder aussetzen, damit sie nicht am Leben blieben. 20 Zu der Zeit wurde Mose geboren und er war ein schönes Kind vor Gott und wurde drei Monate ernährt im Hause seines Vaters. 21 Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und zog ihn auf als ihren Sohn. 22 Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter gelehrt und war mächtig in Worten und Werken. 23 Als er aber vierzig Jahre alt wurde, gedachte er, nach seinen Brüdern, den Israeliten, zu sehen. 24 Und sah einen Unrecht leiden; da stand er ihm bei und rächte den, dem Leid geschah, und erschlug den Ägypter. 25 Er meinte aber, seine Brüder sollten’s verstehen, dass Gott durch seine Hand ihnen Rettung bringe; aber sie verstanden’s nicht. 26 Und am nächsten Tag kam er zu ihnen, als sie miteinander stritten, und ermahnte sie, Frieden zu halten, und sprach: Liebe Männer, ihr seid doch Brüder; warum tut einer dem andern Unrecht? 27 Der aber seinem Nächsten Unrecht getan hatte, stieß ihn von sich und sprach (2.Mose 2,14): »Wer hat dich zum Aufseher und Richter über uns gesetzt? 28 Willst du mich auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?« 29 Mose aber floh wegen dieser Rede und lebte als Fremdling im Lande Midian; dort zeugte er zwei Söhne. 30 Und nach vierzig Jahren erschien ihm in der Wüste am Berge Sinai ein Engel in einer Feuerflamme im Dornbusch. 31 Als aber Mose das sah, wunderte er sich über die Erscheinung. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm (2.Mose 3,5-10): 32 »Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.« Mose aber fing an zu zittern und wagte nicht hinzuschauen. 33 Aber der Herr sprach zu ihm: »Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliges Land! 34 Ich habe gesehen das Leiden meines Volkes, das in Ägypten ist, und habe sein Seufzen gehört und bin herabgekommen, es zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Ägypten senden.« 35 Diesen Mose, den sie verleugnet hatten, als sie sprachen: »Wer hat dich als Aufseher und Richter eingesetzt?«, den sandte Gott als Anführer und Retter durch den Engel, der ihm im Dornbusch erschienen war.

Schluss:

Mose war mitnichten oder keineswegs ein Mörder sondern ein göttlicher Prophet. Der Herr, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hatte Mose gesandt, um Sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens zu führen. Mose tat den Willen Gottes, als er den bösen Ägypter exekutierte (hinrichtete).

Was ist der Unterschied zwischen Mose und Muhammad?

Muhammad war nicht von Gott gesandt und deshalb war es jedesmal ein Mord, wenn Muhammad jemand tötete oder töten ließ. Muhammad tötete unschuldige Menschen (er vergoß unschuldiges Blut), nur weil sie seinen erdichteten Schwachsinn, den er Islam nannte, nicht glauben wollten. Muhammad war ein extremer Sünder und wird am Jüngsten Tag zu einem ewigen Aufenthalt und ewiger Qual im Feuersee verdammt werden zusammen mit fast allen modernen EKD-Theologen, Wiedertäufern, Päpsten, die nach Gregor dem Großen kamen, etc.

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