Ich bin der Herr, dein Arzt

Ich bin der Herr, dein Arzt

 Januar 1941

Mitten in der herrlichen frohen Natur sehen wir, wie ein gelähmtes Kind im Rollstuhl gefahren wird. Wer noch ein Herz hat, das nicht völlig stumpf geworden ist für den Nächsten, dem wird es im Augenblick klar, daß hier etwas in unserer Welt nicht in Ordnung ist, daß die Welt, in der dieses Bild der Qual und der Trauer möglich ist, nicht die ürsprüngliche Schöpfung Gottes ist. Hier ist etwas Widergöttliches in die Welt eingebrochen. Die Welt ist von ihrem Ursprung abgefallen. Zerstörende Mächte haben in ihr Gewalt gewonnen. 

Nur in einer gott-los gewordenen Welt gibt es Krankheit. Weil die Welt an Gott selbst krankt, darum gibt es kranke Menschen. Nur eine Welt, die wieder ganz in Gott geborgen wäre, eine erlöste Welt, würde ohne Krankheit sein. In der Bibel begegnet uns ein seltsames Wort: “Und er suchte auch in seiner Krankheit den Herrn nicht, sondern die Ärzte” (2. Chron. 16, 12). Es handelt sich dort um einen frommen Mann, dem die Bibel sonst hohes Lob zollt für seinen Eifer um die Sache Gottes. Aber dieser Mann dachte bei aller Frömmigkeit darin sehr modern, daß er streng unterschied zwischen den Dingen der Religion, in denen man sich an Gott wendet, und den irdischen Dingen, in denen man sich bei bei irdischen Stellen Hilfe holt. Krankheiten, besonders leibliche Krankheiten sind irdische Angelegenheiten mit irdischen Ursachen und irdischen Heilmitteln. Krankheiten gehören also vor den Arzt, aber nicht vor Gott. Wie dürfte man auch Gott, den Herrn der Welt, mit seinen kleinen leiblichen Übeln belästigen? Gott hat andere Sorgen.

Das ist ganz vernünftig und vielleicht auch religiös gedacht. Aber es ist falsch. Gewiß haben Krankheiten ihre irdischen Ursachen und irdischen Heilmittel. Aber damit ist eben bei weitem nicht alles und nicht das Entscheidende über das Wesen der Krankheit gesagt. Gewiß soll der Kranke zum Arzt gehen und dort Hilfe suchen. Aber das Wichtigste ist damit allein nicht getan und nicht erkannt. Hinter den irdischen Ursachen und und Heilmitteln stehen die überirdischen Ursachen und die überirdischen Heilmittel der Krankheit. Solange man daran vorbeigeht, lebt man in Wahrheit an seiner eigenen Krankheit vorbei, bekommt man ihr Wesen gar nicht zu Gesicht. Ihr Fluch und Segen bleiben unerkannt.

Die Krankheit gehört in besonderer Weise zu Gott. Nicht daraus macht die Bibel dem Menschen einen Vorwurfe, daß er mit seiner Krankheit zum Arzt geht, sondern daraus, daß er mit ihr nicht auch zu Gott geht. Es ist kein Zufall, daß Christus in auffallender Nähe zu den Kranken gelebt hat, daß Blinde, Gelähmte, Taubstumme, Aussätzige, Geisteskranke sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen fühlten und seine Gemeinschaft suchten. Warum hat Christus diese Leute nicht zum Arzt geschickt? Gewiß nicht, um dem Ansehen der Ärzte zu schaden oder um seine eigene besondere Kunst oder suggestive Kraft zur Schau zu stellen, sondern um es deutlich werden zu lassen, daß Gott und Krankheit, daß Christus und die Kranken ganz eng zusammen gehören.

Christus will der wahre Arzt der Kranken sein. “Ich bin der Herr, dein Arzt”(2. Mose 15, 26). Das sagt Gott, das sagt Christus. Der Schöpfer und Erlöser der Welt bietet sich dem Kranken zum Arzt an. Wollen wir dieses Angebot unversucht lassen, nachdem wir auf so viele, geringere Angebote mit mehr oder weniger Erfolg eingegangen sind?

Wer den Zusammenhang von Gott und Krankheit nur ahnt, wer das unerwartete Angebot ernst nimmt, dem kann die Krankheit zum Hinweis werden auf die Sünde der Menschen, auf die Zerstörung der Gemeinschaft der Geschöpfe mit dem Schöpfer.
Hier liegen die überirdischen Gründe und Abgründe der Krankheit. Es ist die Sünde der Welt und es ist meine eigene Sünde, an die ich erinnert werde. Meine Krankheit braucht nicht einfach eine Folge oder Strafe einer bestimmten Sünde zu sein, deren ich mich anzuklagen hätte, auch dies mag der Fall sein, es ist aber nicht notwendig so. Doch will mich jede Krankheit in die Tiefe der Weltsünde und meiner persönlichen Gott-losigkeit hineinblicken lassen. Dieser Blick aber treibt mich zu Gott. Wenn ich in den Abgrund geschaut habe, erbitte ich nicht zuerst die Befreiung von diesem oder jenen Leiden, sondern ich komme mit dem Bekenntnis meiner lange verborgenen Schuld vor Gottes Angesicht. Die leibliche Krankheit will mich erkennen lehren, daß meine eigentliche Krankheit viel tiefer steckt, so tief, daß kein irdischer Arzt sie heilen kann, weil meine eigentliche Krankheit meine Sünde ist. Nicht nur mein Leib, meine Nerven, mein Gemüt ist krank, sondern mein ganzes Wesen, mein Herz ist krank, krank am Unglauben, an der Angst, an der Gottlosigkeit meines Lebens. Und welcher Gesunde litte nicht auch an dieser heimlichsten und zugleich unheimlichsten Krankheit?

Nun weiß ich, daß mir geholfen werden kann, wenn mein ganzes Wesen heil, gesund, neu wird. Wie kann dies geschehen? Die Antwort ist ganz einfach und geht doch in die letzte Tiefe unseres Lebens: durch echte Beichte und durch göttliche Vergebung aller meiner Sünden. Das mag manchem als eine seltsame Wendung und Lösung dieser Frage erscheinen, aber doch nur dem, der das Heilwerden des ganzen Menschen durch Beichte und Vergebung noch nicht erfahren hat. Was heißt Beichte? Sich Jesus Christus mit allen seinen Sünden, Schwächen, Lastern, Leiden öffnen und ihm auf sein Wort hin das ganze Herz geben ohne den geringsten Vorbehalt. Das ist keine leichte Sache und es mag uns schwerer vorkommen als eine gefährliche Operation. Es wird wohl so sein, daß die meisten von uns hierzu einen brüderlichen Helfer brauchen, der uns in solcher Lebensbeichte beisteht, sei es nun der im geistlichen Amt dienende Pfarrer, sei es irgendein Glied der Gemeinde, das von Christus mehr weiß als ich. Was heißt Vergebung? Auslöschung meiner ganzen heillosen, verfahrenen, gescheiterten Vergangenheit (von der vielleicht nur ich selbst weiß) durch Gottes Machtwort und durch das Geschenk eines neuen, fröhlichen Anfangs meines Lebens.

Wer kann mir einen solchen neuen Anfang schenken? Niemand anders als allein der gekreuzigte und lebendige Jesus Christus, der selbst die Heillosigkeit des Lebens an sich erfuhr und sie überwunden hat in der Gemeinschaft Gottes. Es ist der einzige Arzt, der meine tiefste Krankheit kennt, der sie selbst getragen hat. Er ist der “Heiland”, der Herz, Seele und Leib heilen kann.

Was aber hat Vergebung der Sünden mit leiblicher Gesundung zu tun? Mehr als die meisten Menschen ahnen. Freilich ist es ein geheimnisvoller Zusammenhang. Aber ist nicht wenigstens so viel begreiflich, daß von einem Menschen, der in seinem Herzen wieder frei und fröhlich geworden ist, so manche körperliche Beschwerde einfach abfällt? Der Leib wird vielfach allein darum krank, weil er sich selbst überlassen ist, weil er sein eigener Herr geworden ist. Nun aber hat der Leib seinen rechten rechten Herrn wiederbekommen, der ihn regiert. Der Leib ist nicht mehr der Herr. Er ist nur noch Werkzeug, ja mehr als dies, “Tempel des Heiligen Geistes” geworden. Es gibt viele Leiden, die von dem empfangenen Zuspruch der Vergebung nicht sichtbar gelindert und beseitigt werden. Aber der verborgene Zusammenhang von Vergebung und leiblicher Gesundung kann auch so sichtbar zu Tage treten, daß alle medizinischen Begriffe gesprengt werden und die Ärzte vor einem Rätsel stehen. Eines ist gewiß: Wie der Unglaube eine Quelle der Zerstörung und der Krankheit des Leibes und der Seele ist, so ist der Glaube eine Quelle aller Heilung un der Gesundung.

Wenn Christus sich den Arzt der Kranken nennt, dann fällt auf jeden Kranken, wie elend er auch sei, der Glanz der göttlichen Barmherzigkeit. Der Kranke gehört Gott. An ihm will Gott sein Heil verwirklichen. So begegnen wir in dem kranken Bruder der Barmherzigkeit Gottes selbst, der in Jesus Christus der Arzt der Kranken ist. Der Kranke will Heilung. Christus schenkt ihm mehr: sein Heil.

Diese Predigt stammt von Dietrich Bonhoeffer. Meine Kritik: “Die beste Predigt, die ich kenne!” Hat diese Predigt etwas mit Volkswirtschaft zu tun? Indirekt schon. Heute werden Milliarden von Euro für Medizintechnik ausgegeben und es ist eine Binsenweisheit, daß man jeden Euro nur einmal ausgeben kann. Würde diese Predigt Eingang in unsere Gesellschaft finden, würde viel Medizintechnik überflüssig und wir könnten mit dem eingesparten Geld Berufsschulen, Kirchen, Parkanlagen, schöne Stadtzentren, Bibliotheken und vieles mehr bauen.

Falls Sie meinen Artikel “Der kleine Drache” gelesen haben, da schrieb ich, daß man Aslan auch in unserer Welt finden kann. Eustachius mußte seine Verdorbenheit dadurch erkennen, daß Aslan es zuließ, daß er in einen Drachen verwandelt wurde. In unserer Welt ist es so, daß Gott es zulassen kann, daß wir krank werden, damit wir erkennen, daß unser ganzes innerstes Wesen krank ist. Aber Gott sei Dank, das SEIN Heilswille da ist. ER will über uns das Heilswort sprechen, wenn wir IHN darum bitten.

Beten wir, daß Gott seine Kirche neu macht, damit man Brüder findet, bei denen man beichten kann. 

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War Jakob ein Betrüger?

Ein junger, moderner Theologe der EKD würde sich heute sicherlich unter anderem dadurch zu profilieren suchen, daß er behaupten würde, der Erzvater bzw. Patriarch Jakob sei ein Betrüger gewesen, implizierend christlicher Glaube und Betrug seien durchaus miteinander vereinbar. Auf dieses Niveau ist die EKD herabgesunken.

Der biblische Befund lautet jedoch, daß Jakob natürlich kein Betrüger war, genauso wie Mose kein Mörder war.

1. Mose 25, 19-34

Esaus und Jakobs Geburt

19 Dies ist das Geschlecht Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. 20 Isaak aber war vierzig Jahre alt, als er Rebekka zur Frau nahm, die Tochter Betuëls, des Aramäers aus Mesopotamien, die Schwester des Aramäers Laban. 21 Isaak aber bat den HERRN für seine Frau, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR ließ sich erbitten, und Rebekka, seine Frau, ward schwanger. 22 Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leib. Da sprach sie: Wenn mir’s so gehen soll, warum bin ich schwanger geworden? Und sie ging hin, den HERRN zu befragen. 23 Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Volk wird sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen. 24 Als nun die Zeit kam, dass sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe. 25 Der erste, der herauskam, war rötlich, ganz rau wie ein Fell, und sie nannten ihn Esau. 26 Danach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau, und sie nannten ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, als sie geboren wurden. 27 Und als nun die Knaben groß wurden, wurde Esau ein Jäger und streifte auf dem Felde umher, Jakob aber ein gesitteter Mann und blieb bei den Zelten. 28 Und Isaak hatte Esau lieb und aß gern von seinem Wildbret; Rebekka aber hatte Jakob lieb.

Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht

29 Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Feld und war müde 30 und sprach zu Jakob: Lass mich essen das rote Gericht; denn ich bin müde. Daher heißt er Edom. 31 Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt. 32 Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir da die Erstgeburt? 33 Jakob sprach: So schwöre mir zuvor. Und er schwor ihm und verkaufte so Jakob seine Erstgeburt. 34 Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau seine Erstgeburt.

Offensichtlich gab es schon im Mutterleib der Rebekka Streit zwischen Isaak und Esau. Vielleicht ging es um die beste Position im Mutterleib, um als Erster herauszukommen bei der Geburt. Der gläubige Embryo Jakob zog gegenüber dem gottlosen Embryo Esau den Kürzeren, wie es so häufig auch geschieht bei Rechtshändeln zwischen erwachsenen Gläubigen und Gottlosen. Jakob hält bei der Geburt noch verzweifelt Esau an seiner Ferse fest, aber es war zu spät – Esau war nun der Erstgeborene. Esau hatte sich vorgedrängelt und Jakob blieb zunächst nichts anderes übrig, als sein Los aus der Hand Gottes anzunehmen.

Jakob und Esau wuchsen nun heran und es wird nichts berichtet, daß Jakob dem Esau irgendwie gram gewesen wäre oder ihm Unrecht getan hätte. Anscheinend handelte Jakob nach der uralten, christlichen Tugend und befahl seine Sache (Rechtssache) Gott an, der ihm sein Recht verschaffen konnte. Jakob nahm nicht selbst das Recht in die Hand, das war die Frucht seines echten Glaubens an den Gott Israels.

Als nun die Zeit gekommen war, dem frommen Jakob zu seinem Segen zu verhelfen, fädelte der Herr, der Gott Israels, es wunderbar ein. Es kam natürlich alles auf den Glauben an den Gott Israels an. Jakob war der wahre Nachfolger Isaaks, da er Isaak’s und Abraham’s Glauben teilte, letztendlich auch den Glauben Abels, Seths, Noahs und Sems.

1Mo 25,5 Und Abraham gab all sein Gut Isaak.

Der Erstgeborene Abrahams war Ismael, der Sohn der Hagar, gewesen. Warum setzte Abraham nicht ihn sondern Isaak zum Erben ein und gab ihm all sein Gut? Der Grund ist einfach der, daß Isaak glaubte an den Gott Israels und Ismael nicht. Auch verfolgte, ähnlich wie Esau den Jakob verfolgte, Ismael den Isaak.

1. Mose 27, 1-40

Und es begab sich, als Isaak alt geworden war und seine Augen zu schwach zum Sehen wurden, rief er Esau, seinen älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben werde. So nimm nun dein Gerät, Köcher und Bogen, und geh aufs Feld und jage mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, wie ich’s gern habe, und bring mir’s herein, dass ich esse, auf dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. Rebekka aber hörte diese Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbrächte. Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe deinen Vater mit Esau, deinem Bruder, reden hören: Bringe mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe. So höre nun, mein Sohn, auf mich und tu, was ich dich heiße. Geh hin zu der Herde und hole mir zwei gute Böcklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er’s gerne hat. 10 Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tod. 11 Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rau, doch ich bin glatt; 12 so könnte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich würde vor ihm dastehen, als ob ich ihn betrügen wollte, und brächte über mich einen Fluch und nicht einen Segen. 13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meinen Worten, geh und hole mir. 14 Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gerne hatte, 15 und nahm Esaus, ihres älteren Sohnes, Feierkleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem jüngeren Sohn. 16 Aber die Felle von den Böcklein tat sie ihm um seine Hände und wo er glatt war am Halse. 17 Und so gab sie das Essen mit dem Brot, wie sie es gemacht hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob. 18 Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn?19 Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Komm nun, setze dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne. 20 Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Wie hast du so bald gefunden, mein Sohn? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte mir’s. 21 Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau bist oder nicht. 22 So trat Jakob zu seinem Vater Isaak. Und als er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände. 23 Und er erkannte ihn nicht; denn seine Hände waren rau wie Esaus, seines Bruders, Hände. Und er segnete ihn 24 und sprach: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin’s. 25 Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, dass dich meine Seele segne. Da brachte er’s ihm und er aß; und er trug ihm auch Wein hinein und er trank. 26 Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und küsse mich, mein Sohn! 27 Er trat hinzu und küsste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat. 28 Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fülle. 29 Völker sollen dir dienen, und Stämme sollen dir zu Füßen fallen. Sei ein Herr über deine Brüder, und deiner Mutter Söhne sollen dir zu Füßen fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet! 30 Als nun Isaak den Segen über Jakob vollendet hatte und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd 31 und machte auch ein Essen und trug’s hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Richte dich auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne. 32 Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn. 33 Da entsetzte sich Isaak über die Maßen sehr und sprach: Wer? Wo ist denn der Jäger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und hab ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben. 34 Als Esau diese Worte seines Vaters hörte, schrie er laut und wurde über die Maßen sehr betrübt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater! 35 Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen weggenommen. 36 Da sprach er: Er heißt mit Recht Jakob1, denn er hat mich nun zweimal überlistet. Meine Erstgeburt hat er genommen und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und er sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten? 37 Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzt, und alle seine Brüder hab ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein hab ich ihn versehen; was soll ich nun dir noch tun, mein Sohn? 38 Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur “einen” Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! Und er erhob seine Stimme und weinte. 39 Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her. 40 Von deinem Schwerte wirst du dich nähren, und deinem Bruder sollst du dienen. Aber es wird geschehen, dass du einmal sein Joch von deinem Halse reißen wirst.

Betrachtet man 1.Mose 27, 1-40 isoliert, für sich alleine, entsteht tatsächlich der Eindruck Jakob sei ein Betrüger gewesen und habe seinen Bruder Esau auf ganz gemeine und hinterhältige Art und Weise übervorteilt. Wir müssen aber 1. Mose 25, 19-34 berücksichtigen, wo ja klar und deutlich steht, daß Esau dem Jakob sein Erstgeburtsrecht verkauft hatte und dieser “Kaufvertrag” war nach wie vor gültig. Bezüglich des Erstgeburtsrechts war also Jakob Esau und Esau Jakob.

Jakob betrog also nicht, als er zu seinem Vater Isaak hineinging und sich als Esau ausgab.

Hinweis:

In 1.Mose 19-34 heißt es sogar, daß Esau dem Jakob seine Erstgeburt verkaufte, nicht nur sein Erstgeburtsrecht. Was also die Erstgeburt anging, war tatsächlich Jakob zu Esau geworden, das ist der Clue bei der Geschichte.

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Was ist der Sinn des Lebens?

Wir leben heute in einer ziemlich säkularisierten Gesellschaft, in der ziemlich wenig über Gott geredet wird. Die meisten Menschen leben allem Anschein nach einfach so vor sich dahin. Aber eigentlich liegt doch die Frage auf der Hand: “Was ist der Sinn des Lebens?” Warum beten wir nicht einfach zu dem unsichtbaren Gott: “Zeig’ mir doch bitte, was der Sinn des Lebens ist!” Das freundliche Wesen, das uns geschaffen hat, wird diese Frage sicher nicht unbeantwortet lassen.

Das Böse kam in die Welt als der Engel Luzifer, einige andere Engel und schließlich auch Adam und Eva ihr Vertrauen zu Gott wegwarfen, daß Er es nur gut mit ihnen meine. Sie fingen an, Gott zu unterstellen, er würde etwas vorenthalten. Dies führte dazu, daß Adam und Eva die Gegenwart Gottes (das Paradies) verlassen mußten. Der wunderschöne Garten (das Paradies), in dem Adam und Eva vor dem Fall leben durften, versinnbildlichte die Wonne, die sie hatten durch Gottes Gegenwart. Gott sorgte perfekt für Adam und Eva und doch unterstellten sie ihm, er wolle ihnen etwas vorenthalten; das war sehr böse. Adam und Eva hinterfragten einfach zu viel, statt Gott zu vertrauen wie kleine Kinder.

Für viele Menschen heute ist das Leben ziemlich mühselig. Das Leben wird erschwert durch Hitze, Frost, Unkraut, Schädlinge, Krankheiten, etc. Diese ganze Welt gibt uns Kunde davon, was es heißt, außerhalb der Gegenwart Gottes und des Paradieses zu leben.

Es liegt einfach in der Natur des Menschen Gott nicht zu preisen und zu danken für seine Werke (Sonne, Mond, Sterne, Erde, Pflanzen, Tiere, Mitmenschen, gutes Wetter, etc.). Auch die Welt außerhalb des Paradieses zeugt noch von Gottes Schöpferkraft. Warum danken wir Gott nicht einfach einmal für alles Gute, was er uns täglich gibt und schon gegeben hat?

Es scheint so, daß der Mensch durch den Sündenfall Adams so degeneriert ist, daß er allein durch das “Schöpfungs-Evangelium” nicht mehr überzeugt werden kann von der Liebe Gottes, bzw. zurückkehren kann zu dem Herrn, dem ewigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

Hätte Adam einfach kontemplativ gelebt, Gott gepriesen und gedankt für den Garten, die Tiere, Eva, usw., dann hätte er ewig glücklich im Paradies in der Gegenwart Gottes leben können.  Das Adam sich schon vor dem Fall einsam fühlte in Gottes Gegenwart, der Gemeinschaft und Leben in sich selbst ist, zeigt, daß Adam zu wenig Wertschätzung für seinen großen Freund Gott hatte. Gott hatte den Garten, die Tiere und Eva für Adam gemacht, aber er verstand das nicht als Beweis der Liebe Gottes.

Wir sind die Nachkommen des durch den Sündenfall degenerierten Adam. Wir brauchen ein Evangelium, das stärker ist als das Schöpfungs-Evangelium.

Das ist das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Gott hat uns so geliebt, daß er seinen kostbaren Sohn Jesus für uns gab bzw. Gott gab sich uns selbst in seinem Sohn Jesus Christus. Dies soll uns davon überzeugen, daß Gott uns liebt, daß Er ein liebevoller Gott ist, der es nur gut mit uns meint und dem wir vollstens vertrauen können. Das Evangelium von Jesus soll uns davon überzeugen, daß Gott uns nichts vorenthalten will. Er hat sich selbst für uns ausgeschüttet und gegeben.

Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus hat unsere Sünden getragen, als er am Kreuz für uns starb; er ist auferstanden und lebt, um uns zu heiligen durch den Heiligen Geist.

Durch dieses Evangelium ergreifen wir den Sinn des Lebens:

Gott lieben, ihn loben und preisen und ihm danken, von nun an bis in Ewigkeit. Kehren wir zurück in die Gemeinschaft des Herrn, des ewigen Gottes, durch das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Bereuen Sie Ihre Sünden, glauben Sie, daß Sie durch Jesus von Ihren Sünden befreit werden und die Vergebung haben und beziehen Sie sich auf die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe).

Unser natürlicher Mensch kann das Evangelium nicht ganz erfassen, es mehr oder weniger nur für wahr halten. Mit der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu werden wir verbunden durch die sakramentale Taufe. Hier wird uns Jesu Tod und Auferstehung unendlich nahe gebracht: Wir sterben der Sünde ab, und kommen in Christus hinein. Tot für die Sünde und in Christus sind wir fähig alle sündigen (anti-göttlichen) Neigungen unseres Leibes zu überwinden. Dies ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit und der wahre Glaube.

Gott achtet unsere Menschenwürde. Er vergewaltigt nicht unsere Persönlichkeit. Es soll unsere freiwillige Entscheidung sein, daß wir täglich Christus mehr Raum geben, den wir bei der Taufe empfangen haben. Wir als sündigende Menschen sind mit Christus gestorben. Dies müssen wir täglich im Glauben ergreifen und nicht nach unseren sündigen Neigungen (die sündigen Neigungen unseres Leibes) handeln, sondern Christus erlauben, daß er durch uns und in uns lebt. Wenn wir das immer mehr tun, dann werden wir durchkommen am Jüngsten Tag.

Überwinden wir die Lüste unseres Leibes durch folgen zwei Verheißungen: Ich bin mitgestorben und ich bin mitauferstanden.

Trotz Glaube und sakramentaler Taufe ändert sich unser Körpergefühl nicht. Es ist eine tägliche Übung durch den Glauben an Gottes Verheißungen die alten Gewohnheiten zu überwinden. Wir werden daran nie auszulernen haben. Wenn wir diesen Kampf nicht aufgeben, dann ist Jesu Opfer am Kreuz auch die Sühnung für unsere Sünden. Das ist die teure Gnade.

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Schwules Bayern, trockenes Bayern

Zur Zeit erleben wir eine außergewöhnliche Trockenheit in Bayern (siehe http://www.nid.bayern.de).  Ich könnte mir vorstellen, daß viele Normalbürger die Trockenheit gar nicht wahrnehmen, da es immer wieder regnet. Vielleicht mögen sogar Sie, lieber Leser, mir vorhalten, wie ich dazu käme, von einer Trockenheit zu reden, wo es doch immer wieder regnet. Das sei doch unsinnig.

Es stimmt zwar, daß es nach wie vor relativ häufig regnet (so ist zumindest die subjektive Wahrnehmung), aber es regnet einfach nicht stark genug und nicht lange genug. Häufig ist es tagelang bewölkt, es nieselt ab und zu und man bekommt den Eindruck von Regenwetter. Wer aber den Wetterablauf mit wachen Sinnen und offenen Augen verfolgt, der bemerkt, daß trotz länger anhaltender Regenperioden viel weniger Regen fällt, als es bisher der Fall war. Die Regenperioden sind einfach  nicht ergiebig genug. Dazu kommen sehr trockene, relativ starke Winde und intensive Sonneneinstrahlung während der “Schönwetter-Phasen”, die eine hohe Verdunstung verursachen, wodurch die Feuchtigkeit des Bodens zusätzlich verringert wird.

Man braucht nur auf oben genannte, amtliche Website zu gehen und kann sich vergewissern über die niedrigen Wasserstände bayerischer Seen und des Grundwassers an vielen bayerischen Orten.

Ich bin völlig davon überzeugt, daß diese Trockenheit eine Erziehungsmaßnahme Gottes für uns ist. Er will uns von einem Irrweg abbringen zu unserem Wohl. Dieser Irrweg ist die Legalisierung homosexueller Lebensformen (z. B. die Erlaubnis, daß ein homosexueller Pfarrer mit seinem homosexuellen Freund zusammen im Pfarrhaus wohnen darf).

Ich bin auch davon überzeugt, daß Guido Westerwelle von Gott gezüchtigt wird, weil er trotz seiner Taufe mit einem schwulen Mann zusammen lebt. Westerwelle widerstrebt seiner Taufe auf heftigste Weise. Da muß Gott auch zu heftigen Erziehungsmitteln greifen (Leukämie). Das Wissen, daß Gott homosexuelle Partnerschaften sehr missfallen, hat Westerwelle mit Sicherheit, aber er braucht göttliche Hilfe auch die richtigen Konsequenzen aus diesem Wissen zu ziehen, als da wären: Sofortige Beendigung der homosexuellen Beziehung zu seinem Freund, Buße über alle anderen schweren Sünden, Glauben an Jesus und Erinnerung an die sakramentale Kindertaufe. Beten wir für Westewelle, daß er zur Einsicht gelangt.

Mir ist klar, daß es heute Nacht schon wieder angfangen kann ausreichend zu regnen und ich würde als falscher Prophet dastehen wie Muhammad (Mohammed). Ich möchte aber betonen, daß ich keine Aussagen über die Zukunft mache bezüglich des Wetters, sondern ich beziehe mich nur auf das bereits geschehene. Wenn man im Internet recherchiert, wird es offensichtlich, daß die Trockenheit in Bayern schon erhebliche Schäden verursacht hat. Wollen wir Gott etwa herausfordern und davon ausgehen, daß es wieder genug regenen wird trotz unseres Missverhaltens? Wir sollten uns vielmehr sofort bessern, die Legalisierung jeglicher sexueller Sünden rückgängig machen und Gott danken für seine Güte, wenn er es dann wieder regnen läßt. Angenommen, es würde jetzt eine längere Regenperiode kommen, dann würden wir aber eher denken, das Wetter habe nichts mit unserem moralischen Verhalten und Gott zu tun und munter weitersündigen. Dann aber kommt vielleicht eine Trockenheit über uns, daß uns die Zunge buchstäblich am Gaumen kleben bleibt, wenn kein Wasser mehr aus der Leitung kommt.

“Die Bibel sagt”, daß Gott es regnen läßt über Gute und Böse. Wenn das der einzige Vers der Bibel wäre, könnte jemand annehmen, daß der Regen nicht von unserem Verhalten abhängen würde. “Sagt die Bibel” nicht, Gott lasse es regnen auch auf die Bösen?

Natürlich müssen wir den ganzen Inhalt der Bibel berücksichtigen und müssen einen einzelnen Vers immer mit dem Gesamtinhalt abgleichen. Die Lösung ist, daß es verschiedene Grade von bösem Verhalten gibt. Gott kann unsere Bosheit bis zu einem gewissen Grad dulden und bis zu diesem Grad gibt er den Regen trotz unseres Fehlverhaltens.

Nach dem biblischen Befund ist Homosexualität eine sehr ernste Sünde, ein Greuel. Vielleicht ist es eine der schwersten Sünden überhaupt, die ein Mensch begehen kann. Wie auch immer, die Legalisierung homosexueller Lebensformen ist noch viel schlimmer als die Homosexualität selber.

Die Legalisierung homosexuellen Verhaltens ist das eigentliche Problem, das Gottes Gericht hervorruft. Das ist eine Sache, die Gott nicht dulden mag und die seinen Zorn bewirkt. Ich bin ziemlich sicher, daß die Trockenheit in Bayern etwas mit der Legalisierung homosexueller Partnerschaften zu tun hat. Dies ist die Perversion der guten Ordnungen Gottes. Warum sollte ein Schwuler oder eine Lesbe noch Buße tun und umkehren zu Gott und seiner Kirche, wenn die säkulare Gesellschaft zu einer Art Pseudo-Kirche wird, wo Schwule “glücklich” sein können trotz der Abwesenheit von Gottes Gegenwart, des Gottes, der Heilung, Leben, Glückseligkeit und Freude in sich selbst ist (der große Nutzen der wahren christlichen Kirche ist die Gegenwart Gottes dort, der Leben, Glückseligkeit, Freude, etc. in sich selbst ist; die Gegenwart Gottes in der Kirche bewirkt echte Freude oder echtes Glück)? Wenn die säkulare Gesellschaft versucht, die wahre Kirche nachzuahmen, zerstört sie völlig Gottes Weltordnung.

Die säkulare Gesellschaft soll eigentlich ein Ort sein, wo Sünder existieren können (nehmen Sie zur Kenntnis, daß bloßes Existieren kein Leben im Sinne Gottes ist, kein Leben in Fülle) in geordneter Art und Weise trotz ihres sündigen Verhaltens, durch das sie andere, sich selbst und Gottes Heiligkeit real beschädigen (die staatliche Obrigkeit dämpft das Sündigen etwas und bewahrt die Gesellschaft der Sünder vor Selbstvernichtung und gegenseitigem Quälen und Abschlachten). Gott hat einige Geduld mit uns Sündern (wir begehen wirkliche, greifbare, sehr schädliche Sünden) und hofft, daß wir wechseln mögen von der säkularen Gesellschaft, wo wir nur existieren, in die Christliche Kirche, wo wir das Leben in Fülle finden könnten. Wenn dieser Unterschied zwischen säkularer Gesellschaft und Kirche verwischt wird, dann wir Gottes Ziel, die Errettung der Sünder, total entgegengewirkt. Gott wird es nicht dulden, daß irgendjemand der Errettung der armen Sünderlein entgegenwirkt, die Gott liebt und für die er seinen teuren Sohn Jesus geopfert hat.

Es muß klar bleiben, daß der einzige Ort auf der Erde, wo wir Frieden, Liebe, Glückseligkeit, Heiligkeit, Brüderlichkeit, etc. finden können, die Christliche Kirche ist. Es gibt (gab?) einen Ort wohin wir fliehen können (konnten?), wo wir Erlösung und Vergebung finden können (konnten?). Wenn die Menschheit diesen göttlichen Ort abschafft, dann hat die Menscheit kein Recht mehr zu existieren und keinen Sinn mehr.

Gott wird diese Menschheit über kurz oder lang abschaffen.

Betrachten wir die gegenwärtige Trockenheit als eine Warnung und gehen wir nicht zu weit. Sein Zorn ist schrecklich.

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Guido Westerwelle hat Leukämie

Die Erkrankung Guido Westerwelles an Leukämie legt die Vermutung nahe, daß dies eine Erziehungsmaßnahme Gottes ist. Guido Westerwelle ist Mietglied der evangelischen Kirche im Rheinland und gleichzeitig ist er homosexuell. Ungefähr die letzten 2000 Jahre der Geschichte war es undenkbar, daß ein praktizierender Homosexueller Mitglied einer christlichen Kirche sein konnte. Nur jetzt “in den vielleicht letzten Sekunden” der Geschichte der Menschheit scheint es offenbar völlig unanstößig zu sein, was ca. 2000 Jahre lang ein Skandal war.

Haben sich etwa die Gesellschaft des christlichen Abendlandes und die christlichen Kirchen 2000 Jahre lang geirrt? Das ist doch ziemlich unwahrscheinlich. Wenn wir dem Zeugnis des Wortes Gottes (die Bibel) glauben, liegt eher die Vermutung nahe, daß wir uns heute irren.

Mose und Paulus (Bibelstellen, siehe unten), zwei der wichtigsten, inspirierten Autoren der Bibel, verdammen homosexuelle Handlungen. Da Mose und Paulus im Namen Gottes schrieben und redeten, bedeutet dies natürlich, daß auch Gott homosexuelle Handlungen verdammt. Es wäre ziemlich naiv zu vermuten, daß der ewige Gott, der über Raum und Zeit steht, jemals seine Meinung ändern könnte. Auch wenn Paulus und erst recht Mose vor sehr langer Zeit geschrieben haben, sind ihre Aussagen über die Einstellung Gottes zu homosexuellen Handlungen auch heute noch aktuell.

Sicherlich wurde Guido Westerwelle als Kind getauft, da er evangelisch ist. Die sakramentale Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel, sondern der Ruf Gottes in die Nachfolge Jesu. Die Taufe ist die neue Geburt aus Wasser und Geist und ermöglicht es dem getauften Menschen seine niedrigen Instinkte und Neigungen täglich zu überwinden. Wer das Tag für Tag tut, wird am Jüngsten Tag durchkommen. Wer jedoch seine Taufe verleugnet und lebt wie ein Heide, der wird am Jüngsten Tag verdammt werden. Die Taufe nutzt uns nur etwas, wenn auch der Glaube dazu kommt. Glauben im engsten Sinne bedeutet die sündigen Neigungen der menschlichen Natur zu überwinden in der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Durch die Taufe sind wir metaphysich mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden. Wer getauft ist, ist nicht mehr hilflos und wehrlos den Lüsten und Begierden seines Leibes unterworfen, sondern kann sie überwinden. Derjenige, der wirklich überwindet in der Kraft Jesu, der glaubt auch wirklich (Bonhoeffer: “der Gehorsame glaubt und der Glaubende ist gehorsam”). Dies ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit und auf diese Weise geben wir Gott unseren Leib als ein lebendiges Opfer.

Die Erkrankung Westerwelles kann ein Segen für ihn sein, wenn er richtig damit umgeht. Bonhoeffer sagte: “Der Kranke gehört Gott.” Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, daß Gott den getauften Menschen Guido Westerwelle von seinem verkehrten Weg des homosexuellen Lebensstils abbringen will. Der Ruf Gottes, die Taufe, ist auf Westerwelle, aber er widerstrebt dem in brutalster Weise durch sein homosexuelles Leben. Dies ist ein unerträglicher Zustand. Auch vor Westerwelles Erkrankung war das schon ein unerträglicher Zustand. Sicherlich kennt Westerwelle die ursprüngliche, christliche Botschaft und ist sich bewußt, daß er gegen den Willen Gottes handelt. Nun, wer nicht hören will, muß fühlen – primitiv, aber wahr. Die Krankheit ist ein “leibliche” Predigt für Westerwelle, damit er erkennt, daß er in Gottesferne lebt und zu Gott umkehren sollte. Würde er umkehren, würde er sicherlich wieder gesund werden und die Gesundung wäre wiederum eine “leibliche” Predigt, die ihm zeigen würde, daß Gott ihn erlöst hat und ihm vergeben hat.

Siehe “Ich bin der Herr, dein Arzt.”

Anmerkung:

Es ist erstaunlich, wie lange Gott “die Sünder” oft gewähren läßt, bevor er zu schmerzhaften Maßnahmen greift. Wer hätte es für möglich gehalten, daß dem Erfolgsmenschen Westerwelle jemals ein solches Unglück widerfahren würde. Wieder ein Anlaß mehr uns nicht blenden zu lassen von dem falschen Glanz und Glamour der Welt, sondern dem Wort Gottes zu vertrauen: Langfristig ereilt die penetranten Sünder das Unglück – dies ist unausweichlich. Gott hat eine Zeit lang (lange Zeit) Geduld, aber grenzenlos ist seine Geduld nicht.

3. Mose 18, 1-30:

Verbot geschlechtlicher Verirrungen

18 1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. 3 Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch führen will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen wandeln, 4 sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; ich bin der HERR, euer Gott. 5 Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR. 6 Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben; ich bin der HERR. 7 Du sollst mit deinem Vater und deiner leiblichen Mutter nicht Umgang haben. Es ist deine Mutter, darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 8 Du sollst mit der Frau deines Vaters nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Vater. 9 Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, sie sei in oder außer der Ehe geboren, nicht Umgang haben. 10 Du sollst mit der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht Umgang haben, damit schändest du dich selbst. 11 Du sollst mit der Tochter der Frau deines Vaters, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht Umgang haben. 12 Du sollst mit der Schwester deines Vaters nicht Umgang haben; denn sie ist deines Vaters Blutsverwandte. 13 Du sollst mit der Schwester deiner Mutter nicht Umgang haben; denn sie ist deiner Mutter Blutsverwandte. 14 Du sollst den Bruder deines Vaters nicht damit schänden, dass du seine Frau nimmst; denn sie ist deine Verwandte. 15 Du sollst mit deiner Schwiegertochter nicht Umgang haben, denn sie ist deines Sohnes Frau; darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 16 Du sollst mit der Frau deines Bruders nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Bruder. 17 Du sollst nicht mit einer Frau und mit ihrer Tochter Umgang haben, noch mit ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter; denn sie sind ihre Blutsverwandten und es ist eine Schandtat. 18 Du sollst die Schwester deiner Frau nicht zur Nebenfrau nehmen und mit ihr Umgang haben, solange deine Frau noch lebt.  19 Du sollst nicht zu einer Frau gehen, solange sie ihre Tage hat, um in ihrer Unreinheit mit ihr Umgang zu haben. 20 Du sollst auch nicht bei der Frau deines Nächsten liegen, dass du an ihr nicht unrein wirst. 21 Du sollst auch nicht eins deiner Kinder geben, dass es dem Moloch geweiht werde, damit du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; ich bin der HERR. 22 Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. 23 Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du an ihm unrein wirst. Und keine Frau soll mit einem Tier Umgang haben; es ist ein schändlicher Frevel. 24 Ihr sollt euch mit nichts dergleichen unrein machen; denn mit alledem haben sich die Völker unrein gemacht, die ich vor euch her vertreiben will. 25 Das Land wurde dadurch unrein, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, dass das Land seine Bewohner ausspie. 26 Darum haltet meine Satzungen und Rechte und tut keine dieser Gräuel, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch – 27 denn alle solche Gräuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land unrein gemacht –, 28 damit nicht auch euch das Land ausspeie, wenn ihr es unrein macht, wie es die Völker ausgespien hat, die vor euch waren. 29 Denn alle, die solche Gräuel tun, werden ausgerottet werden aus ihrem Volk. 30 Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den schändlichen Sitten derer, die vor euch waren, und dadurch unrein werdet; ich bin der HERR, euer Gott.

Brief des Paulus an die Römer (Römerbrief) 1, 26-27:    26 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; 27 desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen.

Noch ein Wort zur Taufe:

Wie schon gesagt, die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel. Die Taufe ist vielmehr das Eingangstor zu einem christlichen Leben. Wenn wir anfangen, uns auf unsere sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) zu beziehen, bekommen wir die Kraft tatsächlich zu überwinden. Alle anderen Religionen bleiben stecken in der verdorben Natur des Menschen. Die Taufe löst das Problem unserer verdorben Natur, der wir nicht entrinnen konnten. Der alte Mensch der Sünde wird für tot erklärt und wir empfangen den Heiligen Geist, dem wir Tag für Tag mehr Raum geben können und sollen. Mit anderen Worten: “Wir sind mit Christus gestorben durch die Taufe, aber Christus ist auch unser neues Leben.” Glauben im engsten Sinne bedeutet, Christus immer mehr Raum zu geben bzw. die neue Natur soll unsere alte, sündige Natur immer mehr verdrängen.

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Döner? Nein, danke!

Ich wohne in München. Man könnte sicherlich vermuten, daß es in München, der bayerischen Landeshauptstadt, an vielen Stellen nach Leberkas, Schweinshaxen, Schweinebraten, Wammerl und dergleichen riechen (duften) würde. Aber weit gefehlt – in München nimmt man oft Gerüche wahr, die man eher in Istanbul vermuten würde. Vielerorts stinkt es in München penetrant nach Döner.

Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Döner aus Halal-Fleisch (Fleisch von geschächteten Tieren) hergestellt wurde, ist sicherlich nicht gleich Null. Das Schächten von Tieren ist in Deutschland zwar grundsätzlich verboten, es sei denn, es wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Bei der ständigen Zunahme des internationalen Handels ist es aber sicher nicht auszuschließen, daß ein Münchner Döner-Laden sein Fleisch in einem Land kauft, wo Schächten erlaubt ist.

Schächten ist schlimmste Tierquälerei. Dem Tier wird bei vollem Bewußtsein die Kehle durchgeschnitten. Die Videos dazu im Internet können einen traumatisieren – wirkliche Horror-Bilder, die man nie mehr vergißt. Der Anblick einer Schächtung geht einem durch Mark und Bein. Es ist wirklich entsetzlich.

Dieser Artikel soll ein handfestes Argument gegen den Islam sein. Es ist eine Katastrophe, daß heute Medien, Politik, usw. immer mehr den Islam als legale Religion hinstellen. Die Wahrheit ist aber, daß der Islam von Haus aus kriminell ist. Zum Glück sind viele Muslime “säkularisiert” und halten sich nicht genau an die Gebote Mohammeds bzw. des Koran, sonst bestünde wirklich Gefahr für unser Leib und Leben (Mohammed hat den heiligen Krieg gegen die Ungläubigen geboten). Der Umgang des Islam mit wehrlosen Tieren zeigt uns sein wahres Gesicht. Der Islam ist eine Religion, die das Böse fördert, anstatt es zu dämpfen. Es gibt dieses alberne Sprichwort: “Wer Bücher verbrennt, der verbrennt am Ende auch Menschen.” Viel passender fände ich folgende Formulierung: “Wer Tieren die Kehle duchschneidet, schneidet am Ende auch Menschen die Kehle durch.”

Wie können wir eine Religion als legal betrachten, die das Töten von unschuldigen Menschen und Tieren fordert? Wir haben uns da auf einen schlimmen Irrweg begeben.

Das schlimme an allen menschengemachten Religionen ist, daß sie dem Menschen eine Rechtfertigung für seine Sünde liefern. Wenn der Mensch ganz bestimmte Dinge seiner Religion tut bzw. glaubt, entbindet ihn das von vorurteilsfreier Nächstenliebe gegenüber seinen Mitmenschen. Bei den Katholiken sind das die guten Werke und bei den Billige-Gnade-Protestanten der Jesus, der zu einem reinen Sündenbock degradiert wurde. Jesus hat meine Schuld im Voraus bezahlt, also kann ich tun und lassen, was ich will. Jedoch wird weder bei den Katholiken noch bei den Billige-Gnade-Protestanten der Dschihad (heiliger Krieg gegen die Ungläubigen) gefordert. Hier nimmt der Islam eine Sonderstellung im äußerst negativen Sinne ein. Der Islam erklärt eine böse Handlung (das Angreifen unschuldiger Länder, Völker und Menschen) für heilig. Die ganze Menschheit hält reine Aggressionskriege für unrechtmäßig und verwerflich, der Islam aber betrachtet sie  nicht nur als rechtmäßig sondern sogar als heilig.

Jesus fordert von uns Christen vorurteilsfreie Liebe gegenüber jedermann. Jesus fordert von uns, daß wir auch die Muslime lieben. Auch wenn uns bewußt ist, daß der Islam eine der schlimmsten Religionen überhaupt ist, eine Pest und Seuche, soll uns das nicht daran hindern, die Muslime zu lieben. Schlimmer und antichristlicher als der Islam ist wahrscheinlich nur der Materialismus und Kapitalismus, den uns vermutlich die Angelsachsen beschert haben.

Wahre Liebe hat oft nichts zu tun mit unseren verzerrten Vorstellungen von Liebe. Wenn uns ein Muslim herrisch und stolz begegnet, sollen wir uns dem nicht beugen, sondern dem Muslim klar und deutlich sagen, daß dies ungerecht ist und daß er dafür den Zorn Gottes ernten wird. Wir dürfen uns auf keinen Fall von den Muslimen zu minderwertigen Ungläubigen degradieren lassen. Liebe (Jesus) gebietet uns, daß wir unseren muslimischen Mitmenschen sagen, daß Mohammed ein Betrüger war und sehr viel unschuldiges Blut vergossen hat.  Mohammed war kein göttlicher Prophet sondern ein Diener des Teufels. Er brachte der Menschheit nicht Heil und Segen sondern Tod, Krieg und Verwüstung. Wer auf Mohammed hört, macht sich schuldig vor dem wahren, ewigen Gott, der Himmel und Erde, Menschen und Tiere gemacht hat. Auch sollten wir unsere muslimischen Mitmenschen darauf hinweisen, daß das Schächten Tierquälerei ist und daß sie sich auch damit schuldig machen vor dem wahren Gott.

Jeder Muslim sollte sich vom Islam, der Religion des Todes und der Verwüstung, lossagen.

Selbst Dschihadisten (unheilige Krieger) können durch Buße, Glauben an Jesus und die sakramentale Taufe Vergebung der Sünden und Erneuerung erlangen. Durch den Glauben an Jesus kann auch ein Muslim ein Mensch werden, der wirklich seine Mitmenschen unvoreingenommen liebt und ihr Wohlergehen sucht.

Der große Apostel Paulus war vor seiner Bekehrung ein jüdischer Fanatiker, der auch die Hinrichtung von Christen befürwortete. Durch den Glauben an Jesus wurde er zu einem der größten Lehrer der Christenheit und somit Förderer des Wohles und Heiles der ganzen Menschheit. Jeder muslimische Extremist kann sich ein Beispiel an Paulus nehmen.

Evangelium: Jesus, der Sohn Gottes, hat unsere Sünden getragen, als er am Kreuz für uns starb; um unserer Rechtfertigung willen ist er auferstanden von den Toten.

Wer sich vom Islam lossagt, glaubt, daß Jesus für uns starb, und durch die Taufe die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu empfängt, kann Tag für Tag ein Leben führen, das von Gottesliebe und Nächstenliebe geprägt ist. Der, des neues Leben Jesus selbst ist, wird durchkommen am Jüngsten Tag.

Ergänzung zur Grausamkeit des Schächtens:

 

 Wie lange leiden Tiere beim betäubungslosen Schächten?

von Erwin Kessler

In einer Veröffentlichung in der NZZ vom 10. Oktober 2001 behauptet Prof. Urs Schatzmann, Bern, nach dem Schächtschnitt würden Rinder das Bewusstsein nach maximal 32 Sekunden verlieren. Wie aus dem Text hervorgeht, liegt dieser Behauptung die Annahme einer plötzlichen Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn zugrunde. Diese Annahme ist falsch. Prof Schatzmann unterschlägt die vom Schächtschnitt nicht durchtrennten Blutarterien im Nacken. Darum stimmt der folgende Bericht des bekannten deutschen Chirurgen Dr. Werner Hartinger im Ergebnis weit besser mit der beobachtbaren Wirklichkeit des Schächtens überein:

Entsprechend den Vorschriften der Shechita müssen dem Schlachttier die Beine zusammengebunden werden, anschließend wird es so gefesselt auf die Seite geworfen. Dann wird der Kopf mit maximaler Kraft nach hinten gezogen um den Hals zu überstrecken. In dieser Stellung werden die beugeseitigen Hals-Weichteile mit einem Messer querverlaufend durchtrennt. Noch vorher oder auch unmittelbar danach wird es zum Ausbluten am Hinterlauf aufgehängt.

Beim Schächtschnitt werden zunächst die Haut und die oberflächliche Halsmuskulatur durchschnitten. Dann die tiefer liegende Luftröhre und die Speiseröhre. Gleichzeitig werden dabei die unmittelbar daneben liegenden Nervi phrenici durchtrennt, die das Zwerchfell motorisch versorgen.

Jeder Medizinstudent hat gelernt und jeder Mediziner mit operativer oder anaesthesiologischer Erfahrung hat gesehen, daß die Luftröhre, der Kehlkopf und die Speiseröhre besonders schmerzempfindliche Organe sind, deren Verletzung noch in tiefer Narkose erhebliche Schmerzreaktionen mit Atemstörungen, Pulsfrequenz- und Blutdruckerhöhungen sowie EKG-Veränderungen verursacht und daß beim Verletzen der Halsschlagader der bekannte Carotis-Sinus-Effekt die besondere Sensibilität dieser Halsregion belegt.

Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die durchtrennten Gefäßenden und es muß nachgeschnitten werden. Wegen der verletzten Zwerchfell-Nerven kommt es zu einer schlaffen Lähmung der Zwerchfell-Muskulatur und zu einem immobilen Zwerchfellhochstand, das heißt zu einer bewegungsunfähigen Erschlaffung des Zwerchfelles, das durch den Bauchinhalt beim Aufhängen kopfwärts gedrängt wird. Daraus resultiert eine weitere erhebliche Beeinträchtigung der Atmung, die überwiegend auf der Bewegung dieser Muskel-Sehnen-Platte beruht.

Zu den unerträglichen Schnittschmerzen bekommt das Tier somit noch Todesangst durch Atemnot. Infolge dieses atemnot-, angst- und schmerzbedingt verstärkten Atmungsvorganges wird das Blut und der aus der durchtrennten Speiseröhre austretende Vormageninhalt in die Lungen aspiriert, was zusätzlich zu schweren Erstickungsanfällen führt. Und das alles – im Gegensatz zu den Behauptungen der Schächt-Beftürworter – bei vollem Bewußtsein des Tieres! Denn die Blutversorgung des Gehirnes ist noch gegeben. Filmaufnahmen belegen die volle Reaktionsfähigkeit und bewußte Orientierung des ausgebluteten Tieres, das nach dem Entfesseln mit der entsetzlichen Halswunde aufsteht und orientiert dem Ausgang des Raumes zutaumelt. Der Oberveterinär-Rat und Schlachthofdirektor Dr. Klein hat diese Beweisführung über das noch vorhandene Bewußtsein des Tieres in Bildreihen festgehalten. Gleichwertige Aussagen finden sich in dem Buch ,Tierschutz und Kultur’ von M. Kyber mit Vorwort des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes Dr. A. Grasmüller.

Die Blutversorgung des tierischen Gehirnes erfolgt durch drei paarig angelegte Gefäß-Stränge. Zwei Hals-Schlagadern, zwei Arterien innerhalb der Halswirbelkörper und zwei weitere in der Nackenmuskulatur. Diese sechs Hauptarterien anastomosieren im oberen Halsbereich, da weitere Gefäßverbindungen im vorderen Kopfbereich über die Arteria maxillaris zur Schädelbasis vorhanden sind. Außerdem existieren Gefäß-Anastomosen über die massive Nackenmuskulatur zum Kopfesinneren. Diese Vernetzung der Gefäße haben auch bei Durchtrennung der Halsschlagadern eine noch ausreichende Blutversorgung des Gehirnes zur Folge. Entsprechend dem bekannten physiologischen Vorgang reduziert der Körper beim Ausbluten seine periphere Durchblutung zugunsten von Hirn, Herz und Nieren bis auf Null. Das hält das Tier bei Bewußtsein, bis praktisch bei schlagendem Herzen der gesamte Blutinhalt des Gefäß-Systems auf diese Weise ausgelaufen ist.

Dieser Vorgang dauert nach allgemeiner Erfahrung mehrere Minuten, wobei Angaben bis zu 14 Minuten existieren. Die unterschiedlichen Zeitangaben sind auf die verschiedenen Kriterien zurückzuführen, ob man die Reaktionen des Körpers als Maßstab nimmt, den Cornealreflex, das Kreislaufsystem oder das Aufhören des Blutens aus den Gefäßenden oder des Herzschlages.

Ich selber habe das Schächten von Munis im Schlachthof Wien aus nächster Nähe beobachten können, insbesondere auch die Augenbewegungen der Tiere. Dass Rinder nach maximal 32 Sekunden das Bewusstsein verlieren würden, stimmt definitiv nicht. Jedermann kann sich selbst davon überzeugen: Von der Website http://www.vgt.ch können neue Videoaufnahmen von jüdischem Schächten in England heruntergeladen werden – nur für starke Nerven. Selbst Menschen, die einiges gewohnt sind – Ärzte, Jäger, Metzger – wird es dabei schlecht.

Folgendes ist zu sehen: Es handelt sich offensichtlich um einen Ausschnitt aus der Routinearbeit eines mechanisierten jüdischen Schlachthofes.

Fall 1:
Der Hals der Kuh wird durch eine mechanische Hebevorrichtung gestreckt durch Aufwärtsdrücken des Kopfes. Die Nüstern der Kuh vibrieren. Starrer Blick. Schäumender Speichel fliesst aus dem Maul. Der Schächter schneided die Kehle der Kuh durch, indem er 13 mal hin und her säbelt. Die Kuh zuckt vom Messer zurück soweit sie kann und ihr Ausdruck zeigt Schmerz und grosse Angst. Die Kuh verliert das Bewusstsein nicht sofort; der Film endet vorher.

Fall 2:
Wieder wird der Hals der Kuh gestreckt und der Kopf mechanisch aufwärts gedrückt. Die Kuh steht dabei aufrecht in einer Box. Nach drei Schnitten strömt das Blut heraus; der mechanische Halsstrecker wird gelöst, aber das Tier verliert das Bewusstsein nicht. Es ist deutlich bei vollem Bewusstsein während das Blut aus der klaffenden Wunde strömt. Seine Augen blicken und blinken, es bewegt seine Ohren und es hält seinen Kopf aufrecht. Nach 30 Sekunden wird auf der Stirne ein Bolzenschuss angesetzt, aber die Kuh verliert das Bewusstsein immer noch nicht. Sie schafft es immer noch, ihren Kopf frei aufrecht zu halten, als der Film nach 50 Sekunden endet.”

Am Ende der ganzen Videosequenz macht die Kuh nach der ganzen Prozedur – Schächtschnitte und Bolzenschuss – sogar noch einen Schritt zurück, gerade noch sichtbar, bevor der Film abbricht. Vermutlich werden für den Bolzenschuss zu schwache Ladungen verwendet, damit das Tier während dem Schlachtvorgang sicher nicht getötet wird, weil die Tiere angeblich gemäss Religionsvorschrift lebend geschächtet werden müssen. Diese Praxis – Verwendung von Kleinviehmunition für Grossvieh – habe ich persönlich bei moslemischem Schächten in einer türkischen Metzgerei in Lengnau/BE beobachtet. Im vorliegenden Videofilm ist die Ladung offenbar so schwach, dass die Kuh nicht einmal momentan bewusstlos wird, sondern nur von Schmerz gepeinigt die Augen zukneift – eine satanische Schlachtmethode im Namen Gottes!

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Sodom und Gomorra

2. Petrus 2, 5-6 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte allein Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben andern, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte; 6 und hat die Städte Sodom und Gomorra zu Schutt und Asche gemacht und zum Untergang verurteilt und damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen würden;

Jud 7 So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die Pein des ewigen Feuers.

Es scheint, daß die heidnische Welt sich das Beispiel Sodoms und Gomorras wirklich zu Herzen genommen hat und das die Heiden sich mehrere tausend Jahre lang nicht mehr trauten die Homosexualität zu legalisieren aus Angst vor einem neuen Strafgericht Gottes. Eine Ausnahme stellen die Völker dar, die vor dem alten Israel auf dem Gebiet Kanaans (heute Palästina) lebten. Sie nahmen sich kein Beispiel an Sodom und Gomorra, sondern lebten in schwerster Unzucht. Da gab Gott seinem Volk Israel den Befehl, sie auszurotten und ihr Land einzunehmen. Der Untergang dieser Völker war ein solcher, daß heute keiner mehr ihre Namen kennt – sie sind komplett aus der Geschichte verschwunden.

5. Mose 20, 16-18 Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, 17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, 18 damit sie euch nicht lehren, all die Gräuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter treiben, und ihr euch so versündigt an dem HERRN, eurem Gott.

Die Ausrottung der alten Völker Kanaans durch Israel ist sicherlich weniger bekannt als die Geschichte von Sodom und Gomorra. Es geht aber letztendlich um das Gleiche: Gott kennt kein Pardon, wenn Länder, Staaten oder Völker versuchen, die Unzucht (Ehebruch, Hurerei, Inzest, Homosexualität, Sodomie, etc.) zu legalisieren. Die Legalisierung von Unzucht kann dazu führen, daß der sonst so gnädige Gott gnadenlos zuschlägt. Wir müssen es einfach akzeptieren, daß Ihm diese Dinge ein unerträgliches Gräuel sind.

3Mo 18,22 Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.

3. Mose 20, 22-23 So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut danach, auf dass euch nicht das Land ausspeie, in das ich euch führen will, damit ihr darin wohnt. 23 Und wandelt nicht in den Satzungen der Völker, die ich vor euch her vertreiben werde. Denn das alles haben sie getan und ich habe einen Ekel an ihnen gehabt.

Die Vernichtung von Sodom und Gomorra (1. Mose 19, 12-29)

Und die Männer (Engel) sprachen zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn und Söhne und Töchter und wer dir sonst angehört in der Stadt, den führe weg von dieser Stätte. 13 Denn wir werden diese Stätte verderben, weil das Geschrei über sie groß ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. Da ging Lot hinaus und redete mit den Männern, die seine Töchter heiraten sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lächerlich. 15 Als nun die Morgenröte aufging, drängten die Engel Lot zur Eile und sprachen: Mach dich auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt. 16 Als er aber zögerte, ergriffen die Männer ihn und seine Frau und seine beiden Töchter bei der Hand, weil der HERR ihn verschonen wollte, und führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt wieder los. 17 Und als sie ihn hinausgebracht hatten, sprach der eine: Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich, bleib auch nicht stehen in dieser ganzen Gegend. Auf das Gebirge rette dich, damit du nicht umkommst! 18 Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr! 19 Siehe, dein Knecht hat Gnade gefunden vor deinen Augen, und du hast deine Barmherzigkeit groß gemacht, die du an mir getan hast, als du mich am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf das Gebirge retten; es könnte mich sonst das Unheil ereilen, sodass ich stürbe. 20 Siehe, da ist eine Stadt nahe, in die ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten – ist sie doch klein -, damit ich am Leben bleibe. 21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch darin dich angesehen, dass ich die Stadt nicht zerstöre, von der du geredet hast. 22 Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis du hineinkommst. Daher ist diese Stadt Zoar genannt. 23 Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, als Lot nach Zoar kam. 24 Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra 25 und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war. 26 Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule. 27 Abraham aber machte sich früh am Morgen auf an den Ort, wo er vor dem HERRN gestanden hatte, 28 und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land dieser Gegend und schaute, und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande wie der Rauch von einem Ofen. 29 Und es geschah, als Gott die Städte in der Gegend vernichtete, gedachte er an Abraham und geleitete Lot aus den Städten, die er zerstörte, in denen Lot gewohnt hatte.

Der ewige Gott wäre nicht der ewige Gott, wenn er sich im Laufe der Zeit ändern würde. Was ihm vor vielen tausend Jahren ein Gräuel und ein Ekel war, daß ist Ihm auch noch heute ein Gräuel und Ekel.

2Petr 3,8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass “ein” Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

Aus der Sicht Gottes sind also seit der Vernichtung Sodom und Gomorras oder der Ausrottung der alten Völker Kanaans erst einige Tage vergangen!

Was Gott vor “einigen Tagen” getan hat, kann er sich auch heute tun.

Schlussfolgerung:

Wir müssen damit rechnen, daß Gott uns in Kürze vernichten wird, wenn wir die Legalisierung der Unzucht bzw. Homosexualität nicht wieder rückgängig machen.

Anmerkung:

Es ist nicht so, daß Gott gleich zur Vernichtung ganzer Völker schreitet, wenn es hier und da ein paar Homosexuelle, Ehebrecher, Hurer, etc. gibt, sondern das Problem ist die Legalisierung dieser Sünden. Gott hasst es einfach, wenn man z. B. den Verkehr eines Mannes mit einem Mann für ganz normal erklärt, wie den Verkehr eines Mannes mit seiner Frau. Das geht einfach zu weit. Gottes Langmut hat Geduld mit uns Sündern, ob wir nicht etwa Buße täten und an Jesus glaubten, aber wenn wir anfangen die Grundfesten einzureißen, dann ist es aus mit seiner Geduld.

2Petr 3,9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung (seiner Wiederkunft), wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

Auch jeder Unzüchtige kann heute noch Buße tun und an Jesus glauben. Gott will eigentlich niemand verdammen, sondern soviel an Ihm ist, Menschen retten. Unsere Buße und unser Glaube sind aber notwendig und unumgänglich, damit wir gerettet werden können. Buße tun, heißt die Sünde bereuen und lassen bzw. umkehren von seinen Sünden. Jeder, der sich Christ nennt, darf nicht in Unzucht leben und der Unzüchtige, der Christ werden will, der muß von seiner Unzucht umkehren.

Die Unzüchtigen, die nicht Buße tun wollen, müssen wieder an den Rand der allgemeinen Gesellschaft gedrängt werden und ihr Verhalten muß wieder behaftet werden mit dem faden Beigeschmack des Obskuren. Noch vor wenigen Jahrzenten war es so und das war ein tragbarer Zustand.  

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Vom Kommen des Menschensohnes oder die Wiederkunft Christi

Das ewige Gerede von der “Endzeit” gehört in den Bereich der Sekten und wiedertaufenden Freikirchen.  Sie sind so unglücklich in ihrem fanatischen Wahn, daß sie sich ständig das Ende der Welt herbeiwünschen. Das wird sicher auch dann noch der Fall sein, wenn das Ende wirklich da ist.

Gibt es für den Christen (der kirchliche Christ), der auf der Basis seiner sakramentalen Taufe ein Leben der Nächstenliebe und praktischen Gerechtigkeit lebt, eine legitime Begründung für die Frage nach der Endzeit oder der Wiederkunft Christi?

Gerade der Christ, der Menschen vorurteilsfrei liebt, das heißt unabhängig von Religion, Hautfarbe, Nationalität, Vermögen, beruflicher Position usw., wird heute schwere Anfeindung erleben, Anfeindung ohne Ursache und Grund.

Warum?

Der Christ, der unvoreingenommen liebt, liebt Kunden seines Chefs, genause wie den Chef selbst. Er liebt auch alle Arbeitskollegen gleich, nicht nur diejenigen, die arbeiten bis zum Umfallen. Er liebt auch alle seine Nachbarn gleich, nicht nur diejenigen, die sich als die maßgebenden ansehen und sich anmaßen hinter dem Rücken der anderen über eben dieselben zu “tratschen”.

Heute ist es leider so, daß die Welt in Millionen kleiner “Sekten” (Parzellen, Parteien) aufgeteilt ist, wobei jede kleine “Sekte” völlige Loyalität von ihren “Gliedern” verlangt und auch Vernachlässigung von Nicht-Sektengliedern, um des Wohles der Sekte willen. Ich meine hier mit “Sekte” nicht nur religiöse Sekten sondern auch Firmen, Hausgemeinschaften, Vereine, Gemeinschaften aller Art, etc. Das ist eine außerordenlich besorgniserregende Entwicklung, denn ein kirchlicher Christ kann das auf keinen Fall mitmachen. Einem kirchlichen Christen ist es verboten, die Glieder irgendeiner menschlichen Vereinigung gegenüber Nicht-Gliedern dieser Vereinigung zu bevorzugen, denn dies wäre keine unvoreingenommene Nächstenliebe. Aber wir haben heute überall dieses “Abschottungsdenken”.

Beispiel 1: Im Transportgewerbe wird zum Teil maßlos überladen, um Fahrten einzusparen, denn jede zusätzliche Fahrt bedeutet einen Verlust an Zeit und Geld und somit eine Schmälerung des Profits. In Kauf genommen wird dabei die Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer, denn Überladung bedeutet längere Bremswege (bitte beachten Sie, daß ich hier von maßloser Überladung rede – kleinere Überladungen sind ggf. tolerierbar, wenn man bewußt langsamer fährt, mehr Abstand hält, nur eine kurze Strecke fährt, etc.) Es geht nicht um das buchstabengetreue einhalten von Vorschriften, sondern darum, wirklich niemand zu gefährden. Ein christlicher Fahrer liebt nicht nur seinen Chef sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer und muß deshalb berücksichtigen, ob bei einer bestimmten Überladung jemand gefährdet wird oder nicht.

Beispiel 2: Es gibt Firmen, wo der Chef diejenigen Arbeiter bevorzugt, die Workaholics sind, die 50 – 60 Stunden pro Wochen arbeiten. Dabei wird ignoriert, daß der Workaholic seine Gesundheit durch die permantente Überarbeitung und eventuelle Einnahme von Dopingmitteln ruiniert. Natürlich geht das eine Weile gut, aber der vernünftige Arbeiter, der maßvoll arbeiten will, sich nicht dopt, bleibt dabei auf der Stecke, verliert vielleicht sogar seinen Job. Auf keinen Fall darf ein kirchlicher Christ dieses Spiel mitmachen, um mehr Akzeptanz bei seinem Chef oder den Vielarbeitern zu erreichen. Das wäre lieblos gegenüber den anderen, die auch maßvoll arbeiten wollen und natürlich auch selbstzerstörerisch. Auch der Chef wäre dabei nicht wirklich geliebt, denn es ist nur eine Frage der Zeit, wann ein Workaholic physisch/mental zusammenbricht – und dann hat der Chef das Problem einen Ersatzmann zu finden – so geht’s nicht!

Ein Christ kann auch nicht zustimmen, wenn Nachbarn, Kollegen, Mitschüler, etc. Homosexualität, Hurerei und Ehebruch als legal betrachten wollen. Wir müssen es einfach akzeptieren, daß der Unsichtbare diese Dinge Sünde nennt. Sünde ist zerstörerischer Egoismus, asoziales Verhalten.

Heute werden auch alle Religionen in einen Topf geworfen, als ob sie alle selig machten. Obwohl ein Christ auch Glieder anderer Religionen unvoreingenommen liebt, darf er ihnen die Wahrheit nicht vorenthalten, daß nur der Glaube an Jesus selig macht. Z. B. kann ein Muslim nur selig werden, wenn er zum Christentum konvertiert, das heißt Buße tut, an Jesus glaubt und sakramental getauft wird und sich vom Islam lossagt. Gerade die Liebe ist es, die den Christen dazu drängt, die Wahrheit zu bezeugen. Er wird vielleicht Etliche vor den Kopf stoßen, mag unfreundlich bzw. fanatisch erscheinen, aber langfrist gesehen, hat er dann doch das getan, was der Liebe entspricht, was zum Segen gereicht: Er wies hin auf den Weg zum ewigen Heil. Ob die Menschen es annehmen, ist ihre Sache.

Jetzt kommen wir erst zum eigentlichen Thema.

Es wird heute also ein treuer Christ überall sehr viel Ablehnung erfahren bis hin zur existenziellen Gefährdung. Christen sind von Haus aus sehr selbstkritisch bis hin zur Selbstzermarterung. Immer wird sich der Christ fragen, ob nicht er selbst die Ursache für Probleme in seinem sozialen Umfeld ist. Wer sich aber nichts bewußt ist, der darf sich des Trostes des Herrn versichern, daß es einen Hass (Ablehnung) ohne Ursache gibt (dies erlebte auch Jesus, der sündlos war). Die Juden-Christen erlebten extreme Anfeindung unter den Juden (die ersten Christen waren bekehrte Juden) und den Heidenchristen erging es ähnlich unter den Heiden. Zur Zeit Jesu und der ersten Christen befand sich die Welt in einem Zustand tiefster Finsternis und die Finsternis wollte nicht, daß es Licht wurde. Mittlerweile scheinen wir wieder zu diesem Zustand äußerster Finsternis zurückgekehrt zu sein – kein gr0ßer Unterschied mehr zwischen unserer Zeit und dem heidnischen römischen Reich. Judenchristen in Judäa konnte es passieren, daß sie von den Juden in den Bann getan wurden, was sicherlich existenziell bedrohlich war, denn wer wollte schon einen Arbeiter behalten, der unter dem Bannfluch stand. Wer möchte heute noch einen Angestellten haben, der bekennender Christ ist?

1Thess 2,14 Denn, liebe Brüder, ihr (Heidenchristen) seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben.

Die heutige Ablehnung des Christentums ist wahrscheinlich einzigartig in der Geschichte; einzigartig auch der Abfall der “christlichen Kirchen” (Akzeptanz schwuler Gemeindeglieder, Pfarrer, Bischöfe; sogar Akzeptanz schwuler Paare; etc.). Auch die Unkenntnis in den Großkirchen bezügl. des Evangeliums ist wahrscheinlich bisher nie erreicht worden. Wer predigt heute noch, daß wir durch die sakramentale Taufe mit der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu verbunden werden und daß wir in dieser Kraft wirklich als Christen im Alltag leben können? Kennen die Großkirchen das Evangelium überhaupt noch?: Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Bevor wir getauft werden, müssen wir Buße tun und das Evangelium glauben. Durch die Taufe sterben wir mit Jesus und auferstehen zusammen mit ihm. Tot für die Sünde, und in Christus sind wir fähig die Lust unseres Fleisches zu überwinden und Gott und unseren Nächsten zu lieben. Wenn wir uns täglich unserer Taufe erinnern und ihre Kraft in Anspruch nehmen, werden wir durchkommen am Gerichtstag. Die Kindertaufe ist gültig. Wer als Kind getauft wurde und erst als Erwachsener gläubig wird, der soll sich einfach auf seine Kindertaufe beziehen und nicht wiedertaufen lassen. Daß die Großkirchen Kinder ohne Glauben taufen, ist natürlich ein Missbrauch, aber die Taufe ist dennoch gültig. Wirksam wird sie, wenn der Glaube dazu kommt. Die alte Kirche taufte nur Kinder von frommen Eltern, wo sichergestellt war, daß das Kind durch ein Wunder des Heiligen Geistes schon glauben konnte. Jede gläubige Familie ist wie eine kleine Kirche und dort sind Wunder möglich, auch das Wunder, daß ein Säugling schon glaubt.

Die Akzeptanz wiedertaufender Freikirchen ist auch eine historische Katastrophe. Diese Freikirchen stürzen ihre Glieder in äußerstes Unglück, denn sie verlangen Nachfolge ohne die sakrale Kraft der Taufe, das heißt ihre Glieder sollen Jesus aus eigener Kraft nachfolgen. Der “Jesus” der Freikirchen und auch ihr “Glaube” sind purer Wahn und Einbildung. Bei ihnen bleibt alles reine Fiktion und sie haben Jesus nicht in sakraler Wirklichkeit.

Kurzum, der totale Abfall scheint da zu sein.

2. Thessalonicher 2, 1-12

Was nun das Kommen unseres Herrn Jesus Christus angeht und unsre Vereinigung mit ihm, so bitten wir euch, liebe Brüder, 2 dass ihr euch in eurem Sinn nicht so schnell wankend machen noch erschrecken lasst – weder durch eine Weissagung noch durch ein Wort oder einen Brief, die von uns sein sollen -, als sei der Tag des Herrn schon da. 3 Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. 4 Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. 5 Erinnert ihr euch nicht daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und ihr wisst, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit. 7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. 9 Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. 11 Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass sie der Lüge glauben, 12 damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.

Der große Abfall, die Ankunft des Antichristen und die Wiederkunft Jesu gehören also zusammen. Wenn der große Abfall da ist, dann kann auch die Wiederkunft Jesu nicht mehr weit sein.

Wie schon gesagt, die Großkirchen predigen kaum mehr das Evangelium von Jesus und die Freikirchen predigen ein Pseudo-Evangelium (das Opfer Jesu als bloßes Sühneopfer) ohne sakramentale Taufe.  Es kann also kaum mehr Menschen geben, die wirkliche Christen sind. Es ist auch die Frage, ob die Menschen das reine Evangelium überhaupt noch annehmen würden, wenn es noch gepredigt würde. Kurz gesagt: “Es ist aus mit dem Evangelium!” Wenn aber niemand mehr gläubig wird, dann ist sozusagen “die Fülle der Heiden eingegangen”. Theoretisch müsste sich Gott jetzt wieder seinem ursprünglichen Volk, Israel, den Nachkommen Jakobs, zuwenden. Er müßte ihnen die Augen auftun, damit sie erkennen, daß Jesus von Nazareth ihr Messias ist. Die letzten Heidenchristen könnten dann vor dem Antichristen nach Israel fliehen; der Antichrist würde Israel angreifen; Jesus würde wiederkommen, um die letzten Heidenchristen und Israel zu retten und den Antichristen zu vernichten.

Römer 11, 25-29

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.

Lk 21,24 und sie (die Juden) werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Niemand kann natürlich genau vorraussagen, wann Jesus wiederkommt. Falls der Abfall nicht durch eine neue Reformation gestoppt wird, dann wird es sicher nicht mehr sehr lange dauern.

Angenommen, Israel, die Juden, würden als ganzes Volk anfangen, Jesus von Nazareth als Messias anzuerkennen, dann stünde die Wiederkunft Jesu unmittelbar bevor. Eine abgefallene Welt wird sicherlich keinen christlichen Staat in ihrer Mitte akzeptieren. Israel wäre dann das Unikum in der Geschichte, wo Kirche und Staat zusammenfallen. Wen man dann versucht, dieses christliche Israel auszulöschen, wird Jesus wiederkommen und sein Volk retten.

Matthäusevangelium 24, 32-44

An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist. 34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. 35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. 38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; 39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns. 40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. 41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. 42 Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.

Übrigens führt dieser Bibelabschnitt zu einer sachlichen Nötigung: In der Offenbarung steht, daß jeder umgebracht wird, der nicht das Bild (Ikone) des Tieres, wahrscheinlich der Antichrist, anbetet. Dieses bedeutet schlicht, daß der Antichrist alle wahren Christen töten wird, denn sie werden sich weigern, ihn anzubeten. Aber in dieser Passage vom Matthäusevangelium steht, daß Christen offensichtlich bis zum letzten Moment arbeiten, das heißt leben können. Ich kann mir nur vorstellen, daß etliche Heidenchristen vor dem Antichristen nach Israel fliehen werden, das gläubig wurde, wo sie leben und arbeiten können, bis der Herr kommt. In der Geschichte der Kirche war es schon immer möglich, daß man wählen konnte zwischen Flucht und Martyrium. Etliche werden Jesus bekennen und sich töten lassen, etliche werden fliehen. Die Getöteten wird Jesus aufwecken, wenn er wiederkommt, und die Überlebenden direkt zu sich nehmen (Entrückung) und dann den Antichristen und seine Heere vernichten.

Offenbarung 19, 11-21

Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit (das ist Jesus). 12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. 13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. 14 Und ihm folgte das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißem, reinem Leinen. 15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren. 17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen und er rief mit großer Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes 18 und esst das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen! 19 Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer. 20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. 21 Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.

Schlussfolgerung:

Am Anfang dieses Artikels stand die Frage, ob es für den kirchlichen Christen eine legitime Begründung dafür gibt, sich mit der Endzeitfrage oder Wiederkunft Christi zu befassen. Das Resümee dieses Artikels ist einfach das Folgende: Wenn diese Welt, in der wir leben, so antichristlich geworden ist, daß es für den treuen Christen keinen Raum mehr für seine Existenz gibt, dann steht natürlich die Welt unmittelbar vor ihrer Abschaffung. Der Trost für den Christen ist konkret der, daß bei schwerster irdischer Drangsal seine himmlische Erlösung naht.

Lukas 21, 25-28

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, 26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 27 Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. 28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Um sich zu vergewissern, ob das Wetter wirklich unruhiger wird, braucht man nur bei Google die Suchbegriffe “Statistik, Naturkatastrophen” einzugeben.

 Was heißt eigentlich “kirchlich”?

Ich meine mit dem Wort “kirchlich” nicht unbedingt “landeskirchlich”. Ein kirchlicher Christ gehört zur Christlichen Kirche. Glied der Christlichen Kirche wird man durch Buße, Glauben und sakramentale Taufe. Glied der Christlichen Kirche bleibt man, wenn man aus der Kraft der sakramentalen Taufe tatsächlich im Alltag als wirklicher Christ lebt. Die Landeskirchen bewahren zwar die sakramentale Taufe, aber ob ihre Glieder wirklich aus der Kraft dieser Taufe als Christen im Alltag leben, ist sicherlich zweifelhaft. Der Unterschied zwischen der Christlichen Kirche bzw. Alten Kirche und den heutigen Landeskirchen ist, daß die Glieder der Alten Kirche wirklich als erkennbare Christen lebten aus der Kraft ihrer sakramentalen Taufe.

Rein theoretisch könnte es noch vereinzelte treue Christen geben in den Landeskirchen. Warum aber protestieren sie dann nicht gegen die Ordination schwuler Geistlicher, die Duldung schwuler Gemeindeglieder und schwuler Paare? Die Landeskirchen sind durch die Legalisierung der Homosexualität vom Glauben an Jesus abgefallen. Der Heilige Geist kann dort nicht mehr gegenwärtig sein bzw. Christus ist nicht mehr das Haupt der Landeskirchen.

Das Wort “kirchlich” ist eigentlich etwas sehr positives, wir dürfen uns darunter nur nicht “landeskirchlich” vorstellen, sondern müssen an die Alte Kirche denken, die ihrem Herrn treu blieb, besonders was die Lehre angeht, und deren Glieder wirklich Jesus nachfolgten im Alltag.

 

 

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Das Wetter in Bayern, die Trockenheit und Gott

Seit längerer Zeit regnet es in Bayern viel zu wenig. Falls es weiterhin so wenig regnet, werden sicherlich die Vegetation und die Kulturpflanzen Schaden leiden. Es stellt sich die Frage, ob wir es mit einem wirklichen Wetterphänomen oder nur mit einer Kapriole des Wetters zu tun haben?

Bestimmt wäre es überzogen, wenn man sich von der momentanen Dürre dazu verleiten lassen würde, in eine Art Sektengeheul zu verfallen: “Die Welt geht unter!” Durch Importe können heimische Ernteausfälle ausgeglichen werden, aber doch: Importe kosten natürlich etwas. Eine längere Dürre führt zu einer Belastung der Volkswirtschaft und somit jedes Einzelnen. Eine Dürre ist also auf keinen Fall etwas wünschenswertes, auch nicht für den Nicht-Landwirt, der nicht unmittelbar von einem Einkommensausfall betroffen ist. Nicht nur die Landwirte leiden Schaden sondern indirekt jeder.

Egal, ob wir es jetzt mit einem Wetterphänomen oder einer Wetterkapriole zu tun haben, das Wetter wird von Gott gesteuert. Natürlich hat das Wetter bestimmte Ordnungen wie z. B. die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst, Winter, aber Gott, der diese Ordnungen gegeben hat, kann jederzeit diese Ordnungen auch außer Kraft setzen.

Normalerweise läßt Gott das Wetter nach den gewohnten Ordnungen ablaufen, aber er kann auch einmal einen abweichenden Verlauf verfügen, um einem Volk oder Land zu zeigen, daß ihm etwas missfällt. Wenn Gott Regen und fruchtbare Zeiten schenkt, können wir ihm für seine Güte danken; wenn er es aber nicht mehr tut, dann läuft etwas total schief.

Apg 14,17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch (die Heiden) vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.

Mt 5,45 Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Das Existenzrecht dieser Welt liegt allein darin begründet, daß Gott Geduld hat mit uns Sündern. Gottes Langmut wartet ab. Gott wartet darauf, daß die Menschen Buße tun und gläubig werden. Das ideale Gesellschaftssystem wäre die Kirche (die Kirche ist das ideale Gesellschaftssystem, weil dort Liebe regiert; Jesus ist die Liebe), in die man durch Buße, Glauben und Taufe gelangt. Solange aber ein Mensch nicht Buße tut, muß es ja eine Art Notstandsystem geben, wo er existieren kann trotz seiner Sünde und das ist diese Welt mit ihren Staaten und Ländern. Sünde ist ein anderes Wort für Lieblosigkeit oder Egoismus. Sie wirkt sich natürlich absolut zersetzend aus auf jede Form von Gemeinschaft. Strenggenommen können Sünder gar nicht in Gemeinschaft leben. Der Staat sorgt dafür, daß die Sünder trotz ihrer Sünde eine Weile zusammen existieren können in einer Art Notgemeinschaft. Es ist wirklich im strengen Sinne nur ein schnödes Existieren. Will der Mensch leben, so muß er sich durch Buße, Glauben und Taufe der Kirche, dem idealen Gesellschaftssystem, anschließen. Nur in der echten Kirche gibt es wirkliches Leben, Freude, Frieden, Heil, etc.

Es ist Gottes Wille, daß die Länder und Staaten erhalten bleiben, auch wenn ihre Bewohner größtenteils Sünder sind. Gott gibt uns Menschen Zeit und Raum zur Buße, er wartet ab. Gott erhält die Länder und Staaten bzw. alle Menschen, indem er gutes Wetter schenkt, was zu ausreichenden Ernten führt.

Psalm 65, 9-14

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. 10 Du suchst das Land heim und bewässerst es / und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du lässest ihr Getreide gut geraten; denn so baust du das Land. 11 Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs. 12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel sind erfüllt mit Jubel. 14 Die Anger sind voller Schafe, / und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.

Was Gott allerdings nicht dulden mag, scheint zu sein, wenn das Böse zu sehr legalisiert wird. Ich meine damit eine Umkehrung aller Verhältnisse, als ob die echten Christen die Bösen wären und die wirklich Bösen die Guten. Da kann es sein, daß er den Regen zur rechten Zeit vorenthält.

5. Mose 11, 16-17

16 Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an, 17 und dass dann der Zorn des HERRN entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, sodass kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.

Wir haben heute das Problem der völligen Ökonomisierung der Gesellschaft bzw. des Materialismus und Kapitalismus. Davon sind fast alle Menschen betroffen. Das ist Götzendienst und nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar:

Mt 6,24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Gott des Materialismus).

Sicherlich würde man ausgelacht werden, wollte man behaupten, die ganze Menschheit sei dem Götzendienst verfallen. Es würde einem erwidert: “Wir dienen nicht den Götzen, sondern leben im modernen Zeitalter der Wissenschaft und Technik!” Aber doch ist es so, daß ein weltweiter Götzendienst besteht: Die Menschen sind nur noch damit beschäftigt, Dinge herzustellen und zu konsumieren, auch die religiösen. Für den wirklich gottesfürchtigen Menschen ist kein Platz in diesem System, da Nächstenliebe hier nur stören würde. Alles, was zählt, ist der knallharte Wettbewerb. Die scheinbar gottesfürchtigen Glieder von Sekten (z. B. wiedertaufende Freikirchen), abgefallenen Kirchen (z. B. evangelische Kirche in Deutschland) und falschen Religionen (Islam, Katholizismus, Buddhismus, etc.) können sich in diesem System sehr gut halten, da es bei ihnen nicht auf Nächstenliebe im Alltag ankommt, sondern auf das Praktizieren bestimmter Rituale (z.B. die fünf Säulen des Islam; die Protestanten halten gar nichts, da sie Jesus zu einem Sündenbock degradiert haben, durch den ihnen so oder so alles vergeben ist). All diese Scheinheiligen könne vorbildliche Gläubige ihrer Religion sein und doch gleichzeitig am bösen, materialistischen System teilnehmen, indem sie den knallharten Wettbewerb mitmachen auf Kosten von Kunden, Arbeitskollegen, sonstigen Menschen – für sie ist Nächstenliebe entweder überhaupt kein Thema oder nicht absolut, das heißt relativierbar (man liebt eigentlich nur die Glieder seiner eigenen Glaubensgemeinschaft oder wen man dazu bekehren will; die Schädigung irgendwelcher Menschen um des Profites der Firma willen wird in Kauf genommen). Egal ob religiös oder nicht-religiös, nahezu alle Menschen sind in diesem System gefangen.

Das Allerschlimmste ist, daß heute auch Leute, die sich Christen nennen, das ganze furchtbare Spiel mitmachen. Die “christlichen Kirchen” sehen sich nicht genötigt, ihre Glieder darüber aufzuklären, daß man sich entscheiden muß zwischen Gott und dem Mammon. Wer dem Mammon dient, ist vom Glauben an Jesus oder vom Glauben an den lebendigen Gott abgefallen und somit kein Christ, sollte sich auch nicht Christ nennen. Nächstenliebe und Materialismus sind unvereinbar.

Der allgemeine Abfall der christlichen Kirchen weltweit wird sicher das Gericht Gottes hervorrufen. Gott hat ja bisher die Welt nur bestehen lassen, damit Menschen aus der Welt in die Kirche wechseln können. Wenn aber keine wirkliche Kirche mehr da ist, dann hat die ganze Welt keinen Sinn mehr in Gottes Augen und ist nahe daran, abgeschafft zu werden.

3. Mose 26, 1-5

Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott. Haltet meine Sabbate und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR. Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit und das Land soll sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen. Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.

Psalm 147, 7-18

7 Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen, 8 der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen lässt, 9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen. 10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes (das ist sicher ein Hinweis auf das schnöde Kräftemessen bzw. den Wettbewerb unter den Menschen). 11 Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. 12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! 13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte. 14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen. 15 Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell. 16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche. 17 Er wirft seine Schloßen herab wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost? 18 Er sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er lässt seinen Wind wehen, da taut es.

Die Legalisierung der Homosexualität wird Gott sicherlich auch nicht davon abhalten, uns zu richten, im Gegenteil. Siehe “Schwule Pfarrer“.

 

Ergänzende Bibelstellen:

Offenbarung 14, 7

7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Hesekiel 14, 12-14

Und des HERRN Wort geschah zu mir: 13 Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündigt und Treubruch begeht und wenn ich meine Hand dagegen ausstrecke und den Vorrat an Brot ihm wegnehme und Hungersnot ins Land schicke, um Menschen und Vieh darin auszurotten, 14 und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben retten, spricht Gott der HERR.

Hiob 38, 28

Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt? (“Wer” = Gott)

Hiob 38, 37-38

Wer ist so weise, dass er die Wolken zählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel ausschütten, 38 wenn der Erdboden hart wird, als sei er gegossen, und die Schollen fest aneinander kleben?

 

 

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Die Taufe des Johannes

Apostelgeschichte 19, 1-7 Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. 2 Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. 3 Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 6 Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. 7 Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.

Vollzieht Paulus hier etwa eine Wiedertaufe? Nein, keinesfalls, denn die Taufe des Johannes (=Johannes der Täufer) war nicht die sakramentale Taufe der späteren Kirche gewesen, sondern eine reine Bußtaufe: “Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen!” (Matth. 3, 2) und “Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße!” (Matth. 3, 8). Johannes konnte die Juden “nur” zur Umkehr rufen, sie auch noch auf den Erlöser Jesus hinweisen, aber nicht selbst ihnen das Heil geben. Das Heil selbst konnte nur Jesus geben (siehe Vers 4, oben: Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus).

Auf keinen Fall aber war die Taufe des Johannes unwichtig. Er sollte den Weg des Herrn bereiten: Wer irgend anfängt, sich mit Fragen des Glaubens oder der Gottesfurcht zu beschäftigen, der fange im gleichen Moment auch an, sich abzuwenden von allem Bösen in seinem Leben bzw. sich dem Guten zuzuwenden. Dies sollte das Selbstverständliche sein für jeden, der die Gegenwart Gottes sucht.

2. Timotheus 2, 19 Es stehe ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.

Lukas 16, 16-17 Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes. Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein. 17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein Tüpfelchen vom Gesetz fällt.

Ins Reich Gottes bzw. Himmelreich mit Gewalt hineindrängen, das heißt hinein wollen ohne vollständig Buße getan zu haben, also Tolerierung von persönlichen Gesetzesbrüchen (in der Hoffnung, Gott würde schon eines oder mehrere Augen zudrücken). Jeder, der sich gewinnbringend mit Theologie, Glauben, Religion, Auslegung der Bibel, etc. befassen will, der sollte zuerst prüfen, ob er nicht gegen dieses oder jenes Gebot Gottes verstößt (z. B. durch Habgier, Ehrsucht, Machtgier, Ehebruch, etc.). Niemand, der bewußt gegen eines oder mehrere Gebote verstößt, braucht sich einzubilden, daß Gott ihm irgendetwas offenbaren wird. Vielmehr wäre ja gerade der erste richtige Schritt des ernsthaft religiös Suchenden, eben genau von den Dingen umzukehren, die ihm als böse bzw. Bruch der Gebote bewußt sind. Erst nach diesem Schritt kommt alles andere. Wer versucht, mit Gewalt ins Himmelreich hineinzudrängen, der wird niemals hinein kommen.

Nochmals in anderen Worten:

Matth. 5, 17-20 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. 20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren offenkundige Gesetzesbrecher, aber dennoch maßten sie es sich an, religiöse Führer des Volkes Israel sein zu wollen. Jesus sagt hier, die Gerechtigkeit seiner Jünger müsse besser sein als die der Pharisäer und Schriftgelehrten, wenn sie ins Himmelreich kommen wollten. Der Jünger Jesu bzw. wahre “Gottsucher” soll also immer darauf bedacht sein, daß er beständig Buße tut über alles Böse in seinem Leben bzw. immer von allem Bösen umkehrt. Dies ist die einzig angemessene Haltung jedes Menschen, der die Gegenwart Gottes sucht und das war die Predigt des Johannes.

Gerade der Mensch, der mit all seiner Kraft versucht, das Böse zu meiden, der wird merken, wie sündhaft er ist, wie die Sünde an ihm klebt. Solch ein Mensch wird sich nach einem Heiland und Erlöser sehnen, der ihn wirklich frei machen kann.

Solche waren die Jünger, denen Paulus in Ephesus begegnete. Es waren Menschen, die wirklich Buße getan hatten, die aber das Heil in Christus noch nicht erfahren hatten. Bevor nun Paulus sie sakramental tauft, predigt er ihnen vom Glauben an Jesus (in Vers 2, siehe oben, steht, daß sie eigentlich schon gläubig waren, aber dieser Glaube mußte noch versiegelt werden durch die kirchliche Taufe des Paulus), auf den die Taufe des Johannes nur eine Vorbereitung gewesen war.

In diesem Zusammenhang empfingen sie den heiligen Geist.

Zu der Zeit als Paulus diesen Jüngern in Ephesus begegnete, war Jesus längst gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Johannes der Täufer war aber ein Wegbereiter des irdischen, des sichtbaren Jesus gewesen. Vor Pfingsten (an Pfingsten begann die Christliche Kirche durch die Herabsendung des Heiligen Geistes) gab es die sakramentale Taufe noch nicht. Wie wurde der Glaube vor Pfingsten versiegelt? Dies geschah einfach, indem Jesus zu Menschen sagte: “Komm und folge mir nach!” oder “Deine Sünden sind dir vergeben!” Jesus war ja nicht nur ein Mensch sondern auch der Sohn Gottes, eine Person der Gottheit, deswegen war sein Ruf sakral, das heißt kraftvoll und übernatürlich. In der Kraft dieses Rufes konnten die Menschen, “die Johannes zu Sündern gemacht hatte” durch seine Bußtaufe, wirklich gottgefällig leben. Nach Pfingsten erging und ergeht dieser Ruf Jesu durch die sakramentale Taufe, wo wir armen Sünderlein der Sünde absterben und mit Jesus auferstehen. Nach der sakramentalen Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Täglich nehmen wir diese Heilstatsachen im Glauben in Anspruch und überwinden dadurch die sündhaften Neigungen unseres Leibes (der Leib ist auch nach der Taufe noch sündhaft). In diesem täglichen Kampf gegen das Böse und dem täglichen Streben nach der Nächstenliebe erkennen wir immer mehr unsere innewohnende Sündhaftigkeit. Da wird uns das Opfer Jesu auch zum überaus teuren und kostbaren Sühneopfer für unsere Sünden und wir dürfen uns auch der Vergebung aller unserer Sünden im Glauben erfreuen. Das ist die Gerechtigkeit aus Glauben.

Johannes der Täufer: Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 9 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 10 Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? 11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. 12 Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! 14 Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!”  (Lukasevangelium 3, 8-14)

Johannes der Täufer: “Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.” (Johannesevangelium 3, 36)

Siehe auch Johannes der Täufer.

Übrigens, die Erfüllung des Gesetzes (der Thora) ist die Liebe, die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Im Zusammenhang mit der Taufe empfangen wir den Heiligen Geist, der uns hilft Liebe zu üben im Alltag an unseren Mitmenschen. Solch ein Leben ist nicht mit dem Gesetz in Konflikt und somit ist unsere Gerechtigkeit besser als die der Pharisäer und Schriftgelehrten. Und darauf wollte auch Johannes der Täufer schon hinaus mit seiner Bußpredigt und Bußtaufe, daß wir wirklich verändert werden sollen durch Buße, Glauben und Taufe. Wir sollen nicht nur Menschen sein, die ein “Sündengefühl” oder “Sündenbewußtsein” haben und sich an die Vergebung in Jesus klammern, sondern die Sünde soll wirklich allmählich aus unserem Leben verschwinden und der Liebe weichen. Sehen wir zu, bringen wir rechtschaffene Frucht der Buße.

 

Der Unterschied zwischen der Taufe des Johannes und der sakramentalen Taufe der Kirche

Apostelgeschichte 19, 4-5 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.

Johannes der Täufer hat also die Juden zur Buße (Umkehr) aufgerufen und seine Taufe war eine Bußtaufe. Lesen Sie doch mal Apostelgeschichte 19, 1-7 (siehe unten) komplett. Da sehen Sie, wie Paulus 12 Jünger, die bereits die Taufe des Johannes empfangen hatten, noch einmal tauft. Offensichtlich entsprach die Taufe des Johannes nicht der späteren Taufe (nach Pfingsten) durch die Kirche, sonst hätte Paulus die 12 Jünger nicht noch einmal getauft.

Diese 12 Jünger waren nicht nur von Johannes getauft worden, sondern hatten auch seine Predigt gehört, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen würde, nämlich an Jesus. Mit Sicherheit hatten diese 12 Jünger aufrichtig Buße getan und “glaubten” an Jesus, schon bevor sie Paulus begegneten. Nichtsdestotrotz hält es Paulus für dringend geboten, sie noch einmal zu taufen. Und bei dieser “kirchlichen” Taufe durch Paulus empfingen sie den Heiligen Geist.

Da sehen Sie, wie wichtig die Taufe ist. Natürlich ist es auch enorm wichtig, daß wir erst Buße tun und glauben vor der Taufe. Aber den Geist empfangen wir nur im Zusammenhang mit der Taufe. Wie sollen wir jemals Früchte des Geistes hervorbringen ohne den Geist? Aber wer keine Frucht bringt, der wird das Reich Gottes nicht ererben. Also ist die Taufe heilsnotwendig.

Apostelgeschichte 19, 1-7 Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. 2 Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. 3 Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 6 Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. 7 Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.

Apostelgeschichte 2, 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

Anmerkung:

Die o. g. Taufe der 12 Jünger durch Paulus war selbstverständlich keine Wiedertaufe, da die Taufe des Johannes nicht die Taufe war, die Jesus eingesetzt hatte (Matthäus 28, 19-20). Johannes konnte nur mir Wasser taufen, es war wirklich nur Wasser (Matth. 3, 11), aber im Zusammenhang mit der Taufe durch die Kirche empfangen wir den Heiligen Geist (Johannes sagte: “Ich taufe euch mit Wasser, der aber nach mir kommt, wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.”)

Matthäusevangelium 3, 11 Ich (Johannes der Täufer) taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt (Jesus), ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen (das ist die sakramentale Taufe durch die Kirche).

Einsetzung der sakramentalen Taufe durch Jesus:

Matthäusevangelium 28, 19-20 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.

Beginn der sakramentalen Taufe nach Pfingsten:

Apostelgeschichte 2, 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

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Das heilige Abendmahl

Bezüglich der Abendmahlslehre stimme ich ganz mit Luther und Bonhoeffer überein. Die Abendmahlslehre Luthers findet man z. B. im “Großen Katechismus“.

Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bewahrt zwar die korrekte Abendmahlslehre der Theorie nach, aber es ist natürlich ein Unding, eine unsägliche Katastrophe, daß es einem heute passieren kann, daß ein homosexueller Pfarrer die Abendmahlsfeier zelebriert. Noch dazu nimmt er selbst an dem Mahl teil, was natürlich Blasphemie ist. Homosexualität gehört zu den groben Sünden (es scheint sogar, daß es eine der gröbsten Sünden ist) und schließt vom Reich Gottes bzw. der Kirche aus.

Vom Sakrament des Altars oder Hl. Abendmahl (aus Luther’s “Großem Katechismus”)

“Deshalb soll man hier die Leute unterscheiden: Denen nämlich, die freche und wilde Menschen (siehe Anmerkung 1)  sind, soll man sagen, sie sollen davon (vom Abendmahl) wegbleiben; denn sie sind nicht geschickt (in der Verfassung), Vergebung der Sünden zu empfangen, da sie diese nicht begehren und nicht gern fromm sein möchten. Die andern aber, die keine solche rohen und losen Leute sind und gerne fromm würden, sollen sich nicht davon sondern, auch wenn sie sonst schwach und gebrechlich sind. So hat auch der Hl. Hilarius gesagt: “Wenn eine Sünde nicht derart ist, daß man jemand mit Recht aus der Gemeinde stoßen und für einen Unchristen halten kann, soll man nicht vom Sakrament wegbleiben”, damit man sich nicht des Lebens beraube. Denn soweit wird niemand kommen, daß er nicht viel tägliche Gebrechen in seinem Fleisch und Blut behält.”

Anmerkung 1

Ich kann mir schlichtweg und schlechthin keine frechere und wildere Menschen vorstellen als homosexuelle Pfarrer – “da laß doch gleich den Teufel selbst das Abendmahl nehmen und zelebrieren” (würde wahrscheinlich Luther dazu sagen). Das ist doch einzigartig in der 2000jährigen Geschichte der Christenheit, daß praktizierende Homosexuelle am Abendmahl teilnehmen dürfen und, was noch schlimmer ist, sogar homosexuelle Pfarrer – “das ist doch, den Teufel angebetet” (würde wahrscheinlich Luther dazu sagen). Pfarramt und Homosexualität in einer Person des Pfarrers ist schon ein Unding an sich selbst und die Schande wird noch quadriert und multipliziert durch die Teilnahme des homosexuellen Pfarrers am Abendmahl. Es wäre schon ein Greuel, wenn ein gewöhnliches, homosexuelles Gemeindeglied am Mahl teilnehmen würde. Und es ist schon ein Greuel, wenn ein praktizierender (nicht bußfertiger) Homosexueller in der Kirche geduldet wird.

Lesen Sie, was Luther über das Abendmahl geschrieben hat in seinem “Großen Katechismus”; ich habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen.

Nur auf folgende Passage wollte ich kurz das Augenmerk richten:

“So haben wir nun das ganze Sakrament besprochen, sowohl was es an sich selbst ist, als auch was es bringt und nützt. Nun muß man auch sehen, wer die Person ist, die diese Kraft und diesen Nutzen empfangen soll. Das ist, ganz kurz gesagt, wie es oben bei der Taufe und sonst oft gesagt worden ist, [der], der das glaubt, wie die Worte lauten und was sie [mit sich] bringen. Denn sie sind nicht [zu] Stein und Holz gesagt oder verkündigt, sondern denen, die sie hören; zu diesen spricht er: “Nehmet und esset usw.” Und weil er Vergebung der Sünden anbietet und verheißt, so kann es nicht anders als durch den Glauben empfangen werden. Solchen Glauben fordert er selbst in seinem Wort, indem er sprich: “Für euch gegeben und für euch vergossen.” Das ist, als wollte er sagen: Darum gebe ich’s und heiße euch essen und trinken, daß ihr’s euch aneignen und genießen sollt. Wer sich nun das gesagt sein läßt und glaubt, daß es wahr ist, der hat es. Wer aber nicht glaubt, der hat nichts; denn er läßt es sich umsonst anbieten und will dieses heiligschaffende Gut nicht genießen. Der Schatz ist wohl aufgetan und jedermann vor die Türe, ja sogar auf den Tisch gelegt; es gehört aber dazu, daß du ihn dir auch aneignest und ihn gewiß für das hältst, was dir die Worte angeben.”

Die Taufe empfangen und am Heiligen Abendmahl teilnehmen soll nur der Mensch, der sich seiner tiefen Sündhaftigkeit bewußt ist und aufrichtig Besserung sucht durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Durch die Sakramente wird der Gläubige der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu teilhaftig.

Schon bevor der Taufkandidat getauft wird, muß er es für wahr halten, daß er ein sündiger Mensch ist, daß er Vergebung und Erlösung erfahren kann durch Jesus und sein Opfer und daß ihm das bei der Taufe durch Gott selbst zugeeignet wird. Der Glaube vor der Taufe ist minimal, eben nur ein Für-wahr-halten, aber dennoch ist er notwendig.

Es soll sich kein Mensch taufen lassen, der nicht glaubt, daß er sündig ist; der nicht glaubt, daß Jesus für ihn starb und auferstand oder der nicht glaubt, daß ihm Gott durch die Taufe Heil gibt.

Das Heilige Abendmahl dient zur Vergewisserung der Vergebung und zur Stärkung des Glaubens. Es ist für den Christen bestimmt, der im täglichen, erbitterten Glaubenskampf gegen sein sündiges Fleisch erkennen muß, daß er nicht sündlos werden kann. Wer natürlich in groben Sünden wie Hurerei, Habgier, Hass, Mord, Totschlag, Dieberei, Ehebruch, Betrug, etc. lebt, der ist überhaupt kein Christ und soll deswegen auf keinen Fall an dem Mahl teilnehmen (er ist und trinkt sich selbst Gericht). Denn auch das heißt das Mahl nicht recht unterscheiden, also es als profanes Essen und Trinken zu betrachten, wenn einer, der in groben Sünden lebt, daran teilnehmen würde.

Wer also am Abendmahl teilnehmen will, der muß das Folgende für wahr halten: unser Fleisch bzw. Leib bleibt sündig in sich selbst auch nach der Taufe. Wir kämpfen täglich gegen unser Fleisch an, indem wir glauben, daß wir mit Jesus gestorben und auferstanden sind (der Sünde abgestorben und in Christus). Wir werden durch die befreiende Kraft Jesu bis zu einem hohen Grad unser sündiges Fleisch “zähmen” können und Nächstenliebe üben, aber gerade dem, der in solchem Überwinden lebt, der wird immer wieder die schmerzliche Erfahrung machen müssen, daß er nicht sündlos werden kann. Wer diesen Schmerz fühlt, für den ist das Abendmahl bestimmt. Es stärkt den Glauben des armen Sünderleins, daß Jesus ihm Vergebung erworben hat und daß Jesus ihn noch mehr frei machen will und kann.

Es ist wie bei der Taufe: Vorher können wir nur Für-wahr-halten, aber auch wenn das in sich selbst nicht viel ist, so ist es doch notwendig. Den Segen empfangen wir dann, wenn wir tatsächlich am Mahl teilnehmen, essen und trinken unter Gottes Wort (dies ist mein Leib, für euch gegeben und dies ist mein Blut, für euch vergossen). Da stärkt Gott selbst unseren minimalistischen Glauben durch Christi Leib und Blut. Ich bin mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden durch die Taufe und dieser Bund wird erneuert, befestigt und erhalten durch das Hl. Abendmahl: Auf sakramentale Weise durchdringt mich Gott mit Christus, der himmlischen Speise, wenn ich an dem Mahl teilnehme; dies ist etwas, was man mit dem Verstand nicht erfassen kann; wer aber am Mahl teilgenommen hat, der darf sich sicher sein, daß Gott in gestärkt hat mit himmlischer Arznei. Es ist ein sakramentales Essen und Trinken.

 

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