Beichte

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Die persönliche Beichte

Die Beichte hat nicht etwa die römisch-katholische Kirche erfunden, sondern Jesus Christus: „Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ (Johannesevangelium Kap. 20, Vers 23)

Luther sagte: „Wenn ich zur Beichte vermahne, vermahne ich ein Christ zu sein.“

Und auch Bonhoeffer, den man sicher weder zur Antike, noch zum Spätmittelalter rechnen kann, befürwortete die Beichte.

Die Beichte ist von Jesus Christus eingesetzt und das ist schon das Entscheidende zu verstehen, denn wenn Gott eine Verheißung gibt, ist damit sicheres Heil und Gnade verbunden.

Durch die Taufe wurden wir auf einen guten Weg gebracht und die Sünde wurde entthront, d. h. im Kampf mit der Sünde werden wir den Sieg davontragen. Ein weiteres Gnadenmittel, daß Gott uns anbietet ist die Beichte. Die Beichte ist eine lebenslange Fortsetzung der Taufe. In der Taufe bekannten wir uns zum ersten Mal als hilflose Knechte der Sünde und emfingen Gnade von außen, d. h. von Gott, ein neues Leben unter der Herrschaft Jesu Christi anzufangen. Auch das Kernstück der Beichte ist es, daß wieder Gnade von außen auf uns zu kommt. Gott anerkennt die Schwäche unseres Fleisches und will uns helfen zu überwinden.

Wie die Taufe wird die Beichte durch die Kirche verwaltet. Die Kirche hört die Beichte und spricht die Vergebung zu im Namen Gottes, d. h. an Gottes Statt. Das ist ganz wichtig zu verstehen, daß nicht die Kirche selbst vergibt und freispricht, sondern Gott. Der Bruder , der meine Beichte hört, hört sie als Glied der Gemeinde und nicht als einzelner Christ. Im Bruder kommt die Gemeinde zu mir und in der Gemeinde Gott. Der Bruder wird mir zum Ohr und zum Mund Gottes. Letztendlich ist Gott der Beichthörer und wenn mir Vergebung durch den Bruder zugesprochen wurde, muß ich glauben, daß Gott mir Vergebung und Befreiung zugesprochen hat. Es hängt gar nicht viel an dem Bekenntnis meiner Sünden und wie genau ich sie aufzähle und wie stark ich sie bereue (extrem: Seelen-Striptease), sondern es liegt alles daran, daß der Heilswille Gottes da ist und er mir vergeben will.

Luther und Bonhoeffer haben lebenslang gebeichtet.

Die Beichte ist von einigen Gefahren bedroht und deshalb ist folgendes zu beachten:

  • die Beichte ist kein „Gutes Werk“ mit dem ich die Gunst Gottes verdienen könnte.
  • Seelen-Striptease: Keinesfalls sollte man meinen, man habe umso erfolgreicher gebeichtet, je mehr man sich entkleidet habe, das ist eine dämonische Verirrung. Niemals kann das Bekenntnis meiner Sünde einen Wert in sich selbst haben.
  • der Beichthörer muß selber auch beichten, damit er sich nicht zu König über die Seele des anderen aufschwingt.
  • in einer Gemeinde darf nicht ein Einzelner der Beichthörer für alle sein, weil er vielleicht sonst eine dämonische Gewalt über die Seelen der anderen ausüben könnte.
  • es gilt das Beichtgeheimnis und die Beichte geschieht unter 4 Augen.

Details zum Thema Beichte findet man in den Büchern „Gemeinsames Leben“ von Dietrich Bonhoeffer und „Der große Katechismus“ von Martin Luther.

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