Teure Gnade 2

Teure Gnade

Jemand mag sagen: „Was ist eigentlich teure Gnade?, wie kann Gnade teuer sein?“ Natürlich, Gnade ist kostenlos, das ist die eigentliche Bedeutung des Wortes. Sicherlich, Gnade kann niemals einen Preis haben, weil sie sonst nicht Gnade wäre.

Wie auch immer, in seinem Buch „Nachfolge“ benutzt Dietrich Bonhoeffer (ein Pfarrer der Bekennenden Kirche) den Terminus „Teure Gnade“. Bonhoeffer sagte, es gibt Leute, die Vergebung haben möchten, aber ihre Sünden nicht bereuen wollen. Diese Leute glauben, daß Gott ihnen vergeben sollte, nur weil sie den Ausdruck  „Gott ist gnädig, Jesus liebt dich bedingungslos“ als einen wahren Satz ansehen. Vergebung ohne Reue über die Sünde ist „billige Gnade“. „Teure Gnade“ bedeutet Vergebung in Verbindung mit Reue und dem Wunsch nach Befreiung durch Jesus.

Viele Glieder der gegenwärtigen Kirchen glauben nur an die „billige Gnade“. Sie sehen keine Notwendigkeit Jesus nachzufolgen im Zusammenhang mit Vergebung ihrer Sünden. All jene werden verlorengehen! Das wahre Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus sagt uns, das es Vergebung nur in Verbindung mit Nachfolge gibt.

Übrigens wäre es nicht richtig zu sagen, daß wir die Vergebung mit unserer Nachfolge zu bezahlen hätten. Überhaupt nicht! Sogar im Gegenteil, falls jemand in diese Richtung denkt, ist er in Gefahr verdammt zu werden, weil er einen Preis zahlen möchte, den er nicht zahlen kann. Das wahre Evangelium sagt uns, daß Vergebung kostenlos ist.

Nun mag mich jemand für dumm halten: „Erst sagst du, Vergebung muß mit Nachfolge verbunden sein, dann sagst du, Vergebung ist kostenlos. Wie meinst du das?“ Hier ist die Lösung des Problems: Tatsächlich möchte Gott uns zwei Geschenke geben: Vergebung und Neues Leben in einem Paket. Entweder wir nehmen beide Geschenke oder Gott wird uns gar nichts geben. Angenommen, wir nehmen beide Geschenke, dann werden wir nicht versuchen die Vergebung mit unserem Neuen Leben zu bezahlen, sondern das Neue Leben ist eine Selbstverständlichkeit für uns. Wenn Gott uns gerufen hat, leben wir ein Neues Leben in der Kraft dieses Rufes und gleichzeitig haben wir Vergebung in der Kraft des Rufes.

Jemand mag sagen: „Ich habe verstanden, daß Vergebung und Nachfolge verbunden sind, aber ich habe noch nicht die Bedeutung des Ausdrucks „Teure Gnade“ verstanden.“ Gott hatte einen hohen Preis für unsere Erlösung zu bezahlen: Die Opferung von Jesus Christus. Christus mußte Mensch werden und starb für uns am Kreuz von Golgatha. Der Sohn Gottes wurde für unsere Sünden bestraft. Gott hatte viel Mühe, Gnade möglich zu machen, sodaß Gnade für uns kostbar sein sollte. Weil unsere Sünden Jesus ans Kreuz brachten , können wir nicht Sünder bleiben. Jesus vergoß sein kostbares Blut für uns, folglich müssen wir ihm unser Leben überlassen (seiner Herrschaft).

Obwohl das Neue Leben ein Geschenk ist, daß wir von oben empfangen, kann es uns auf Erden viel kosten. Das ist die zweite Bedeutung des Ausdrucks „Teure Gnade“. Das Neue Leben ist ein Leben unter der Herrschaft Jesu. Wenn wir anfangen als Christen zu leben, müssen wir alle Bereiche unseres Lebens Jesus Christus unterordnen. Ein Beispiel: Ein Bankangestellter möchte Christ werden. Manchmal versucht eine Bank Wertpapiere an ihre Kunden zu verkaufen, die mehr Vorteile für die Bank, als für den Kunden haben. Natürlich verlangt die Bank von ihrem Angestellten dem Kunden nichts über die Nachteile des Wertpapieres zu sagen und der Angestellte ist gezwungen zu lügen.

Natürlich darf ein Christ nicht lügen und das bedeutet für den Angestellten, daß er eine harte Entscheidung zu treffen hat. In diesem Fall bedeutet die Unterordnung des Lebens unter die Herrschaft Christi seinen Job zu kündigen. Es ist überhaupt nicht einfach einen Job aufzugeben und es kann viele Schwierigkeiten verursachen, aber um Jesu willen sollten wir bereit sein den Job zu opfern. Durch die Aufgabe seines Jobs versucht der Angestellte NICHT die Gunst Gottes zu erlangen, sondern er tut etwas schlechthin selbstverständliches in Gottes Augen.

Die schlimmste Irrlehre auf Erden ist die Lehre von der „billigen Gnade“. Überall wird die „billige Gnade“ verkündigt: Glaube den Satz: „Gott ist gnädig, Jesus liebt dich bedingungslos“ und werde gerettet. Wie können wir nur die falschen Propheten los werden, die solche Lügen predigen?

GEFAHR: Es gibt einige Sekten, die aus der Nachfolge einen Götzen machen. Wie meine ich das? Wahre Nachfolge beginnt mit dem RUF Jesu Christi. Alles hängt an dem Ruf. Der Ruf ist übernatürlich. Nur der Ruf macht Nachfolge möglich. Leute, die versuchen Jesus nachzufolgen, ohne gerufen zu sein, machen einen Götzen aus der Nachfolge. Wie ruft Jesus heute? Jesus ruft heute durch die heilige christliche Kirche. Als Jesus sichtbar auf Erden lebte, rief er mit hörbarer Stimme „Folge mir nach!“ Heute passiert dieser Ruf durch die Heilige Taufe. Die Taufe ist eine sakramentale Handlung und Gott handelt während der Taufe. Petrus war ein Gläubiger, einfach indem er Jesus folgte, nachdem Er ihn gerufen hatte. Wir sind Gläubige, indem wir nach der Taufe durch seine Kirche, einfach gehorsam sind.

Bemerkung: Die Kindertaufe ist GÜLTIG. Wiedertaufe ist verboten. Ein Erwachsener, der Jesus erst in seine reiferen Jahren gefunden hat, kann sich auf seine sakramentale Kindertaufe rückbeziehen, er darf nicht wiedergetauft werden. Prinzipiell kann ein Christ sich jeder Kirche anschließen, die die eine heilige Taufe anerkennt und nicht wiedertauft. Leider gibt es heute in den Landeskirchen große Probleme und hier gibt es kaum eine menschliche Lösung. Beten wir, daß Gott seine Kirche reformiert und seine liebe Kirche daraus macht. Im Dritten Reich gab es wenigstens die Bekennende Kirche, die die Wahre Kirche Jesu Christi in Deutschland war. Aber heute???

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3 Antworten zu Teure Gnade 2

  1. Georg Hannuschick schreibt:

    Bonhoeffer spricht von billiger und teurer Gnade.

    Die erste ist für ihn billig, denn sie ist
    „Gnade ohne Preis, ohne Kosten. Das sei ja gerade das Wesen der Gnade, daß die Rechnung im voraus für alle Zeit beglichen ist. Auf die gezahlte Rechnung hin ist alles umsonst zu haben“.
    Die zweite ist für ihn teuer,
    „weil Gott sein Sohn nicht zu teuer war für unser Leben, sondern ihn für uns hingab“ und „weil sie in die Nachfolge ruft“ [und damit Leistungen des Begnadigten erfordert].

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe nämlich vier grundsätzlich mögliche Arten von Gnade:
    1. Die bedingungslose Gnade.
    2. Die bedingende Gnade.
    3. Die vermittelte Gnade, die einen Mittler erfordert.
    4. Die unter Bedingungen vermittelte Gnade, die einen Mittler erfordert UND die Erfüllung mindestens einer Bedingung.

    zu 1: Bedingungslos ist sie, wenn sie, OHNE irgendeine Bedingung zu verlangen, ausgesprochen wird.
    – Beispiele für Punkt 1:
    Der Täter wird begnadigt oder ein anstehendes Verfahren ohne Auflagen eingestellt. Diese Gnade ist ein Geschenk ohne Gegenleistung.
    Dies entspricht offenbar der billigen Gnade Bonhoeffers.

    zu 2: Bedingend ist sie, WENN mindestens eine Bedingung zu erfüllen ist, damit die Gnade gegeben wird.
    – Beispiele für Punkt 2:
    Der Täter wird begnadigt, wenn er gesteht, den Schaden ersetzt oder eine Erklärung/Unterlassungserklärung abgibt oder ein anstehendes Verfahren wird mit Auflagen, die der Täter einhalten muß, eingestellt. Ein Sonderfall wäre unter 2. die in den USA mögliche Begnadigung eines zum Tode verurteilten Strafgefangenen, wobei die Todesstrafe zu lebenslanger Haft umgewandelt wird. Die Bedingung ist hierbei, daß eine lebenslange Haft akzeptiert wird.

    zu 3: Vermittelte Gnade ist sie, wenn ein MITTLER erforderlich ist, um die Gnade zu erhalten.
    – Beispiele für Punkt 3:
    Ein Pfarrer (der erforderliche Mittler) ließ im WWII sein Leben für einen zum Tode verurteilten Familienvater (1 Mittler)

    zu 4: Unter Bedingungen vermittelte Gnade ist sie, wenn ein MITTLER erforderlich ist UND die Erfüllung mindestens einer Bedingung, um die Gnade zu erhalten.
    – Beispiele für Punkt 4:
    Jesus (der erforderliche Mittler) starb stellvertretend für unsere Sünden, WENN (eine zusätzl. Bedingung) wir an ihn glauben (1 Mittler + 1 Bedingung).

    In manchen Christlichen Kreisen gibt es noch eine weitere Bedingung:
    Jesus (der erforderliche Mittler) starb stellvertretend für unsere Sünden, WENN (erste zusätzl. Bedingung) wir an ihn glauben UND (zweite zusätzl. Bedingung) diesen Glauben festhalten bis zu unserem Ende (1Kor15,2), d.h. nicht mehr abfallen (1 Mittler + 2 Bedingungen).de das Wesen der Gnade, daß die Rechnung im voraus für alle Zeit beglichen ist. Auf die gezahlte Rechnung hin ist alles umsonst zu haben“.
    Die zweite ist für ihn teuer,
    „weil Gott sein Sohn nicht zu teuer war für unser Leben, sondern ihn für uns hingab“ und „weil sie in die Nachfolge ruft“ [und damit Leistungen des Begnadigten erfordert].

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe nämlich vier grundsätzlich mögliche Arten von Gnade:
    1. Die bedingungslose Gnade.
    2. Die bedingende Gnade.
    3. Die vermittelte Gnade, die einen Mittler erfordert.
    4. Die unter Bedingungen vermittelte Gnade, die einen Mittler erfordert UND die Erfüllung mindestens einer Bedingung.

    zu 1: Bedingungslos ist sie, wenn sie, OHNE irgendeine Bedingung zu verlangen, ausgesprochen wird.
    – Beispiele für Punkt 1:
    Der Täter wird begnadigt oder ein anstehendes Verfahren ohne Auflagen eingestellt. Diese Gnade ist ein Geschenk ohne Gegenleistung.
    Dies entspricht offenbar der billigen Gnade Bonhoeffers.

    zu 2: Bedingend ist sie, WENN mindestens eine Bedingung zu erfüllen ist, damit die Gnade gegeben wird.
    – Beispiele für Punkt 2:
    Der Täter wird begnadigt, wenn er gesteht, den Schaden ersetzt oder eine Erklärung/Unterlassungserklärung abgibt oder ein anstehendes Verfahren wird mit Auflagen, die der Täter einhalten muß, eingestellt. Ein Sonderfall wäre unter 2. die in den USA mögliche Begnadigung eines zum Tode verurteilten Strafgefangenen, wobei die Todesstrafe zu lebenslanger Haft umgewandelt wird. Die Bedingung ist hierbei, daß eine lebenslange Haft akzeptiert wird.

    zu 3: Vermittelte Gnade ist sie, wenn ein MITTLER erforderlich ist, um die Gnade zu erhalten.
    – Beispiele für Punkt 3:
    Ein Pfarrer (der erforderliche Mittler) ließ im WWII sein Leben für einen zum Tode verurteilten Familienvater (1 Mittler)

    zu 4: Unter Bedingungen vermittelte Gnade ist sie, wenn ein MITTLER erforderlich ist UND die Erfüllung mindestens einer Bedingung, um die Gnade zu erhalten.
    – Beispiele für Punkt 4:
    Jesus (der erforderliche Mittler) starb stellvertretend für unsere Sünden, WENN (eine zusätzl. Bedingung) wir an ihn glauben (1 Mittler + 1 Bedingung).

    In manchen Christlichen Kreisen gibt es noch eine weitere Bedingung:
    Jesus (der erforderliche Mittler) starb stellvertretend für unsere Sünden, WENN (erste zusätzl. Bedingung) wir an ihn glauben UND (zweite zusätzl. Bedingung) diesen Glauben festhalten bis zu unserem Ende (1Kor15,2), d.h. nicht mehr abfallen (1 Mittler + 2 Bedingungen).

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