Das Kreuz

Die Nachfolge und das Kreuz

31 Und er hob an sie zu lehren: Des Menschen Sohn muß viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und über drei Tage auferstehen. 32 Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. 33 Er aber wandte sich um und sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Gehe hinter mich, du Satan! denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. 34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir will nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 35 Denn wer sein Leben will behalten, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird’s behalten. 36 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden? 37 Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele löse.

  38 Wer sich aber mein und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. (Markus 8, 31-38)

Jesus sollte nicht nur sterben für die Sünder, sondern auch verworfen werden. Die Kreuzigung Jesu bedeutete nicht nur leiden, sondern auch verworfen werden. Am Kreuz litt Jesus, ausgestoßen, ohne jede Würde und Ehre, kraft göttlicher Notwendigkeit.

Die Jünger wußten, daß Jesus der Messias ist (Petrus hatte das gerade in Cäsarea Philippi stellvertretend für alle Jünger bekannt). Sie konnten sich wohl gut vorstellen mit ihm zu herrschen, als aber Jesus anfängt von Leiden und Verwerfung zu sprechen, glaubt Petrus, er müsse seinen Meister zur Mäßigung rufen. Schon in ihren ersten Anfängen wollte die Kirche das Kreuz ihres Herrn nicht teilen und so ist es noch heute.

Jesus muß es den Jüngern klar und deutlich sagen, daß er es ihnen nicht ersparen könne zu leiden und verworfen zu werden in seiner Nachfolge wie ihr Herr. Wir nicht mitleiden und verworfen werden will, kann nicht sein Jünger sein. Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und  nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Sein Kreuz auf sich nehmen, bedeutet: mit Jesus leiden und verworfen werden.

Wie schon gesagt, ist die Taufe der Ruf in die Nachfolge. Sobald wir den Ruf vernehmen, d. h. unsere Taufe leben wollen, muß sich unser Leben einschneidend verändern. Die Taufe bedeutet Tod und Leben für uns. Ohne die Taufe könnten wir niemals unser altes Leben in den Tod geben und ein neues Leben anfangen. In der Taufe sterben wir mit Christus und in der Taufe auferstehen wir mit Christus. Christus ruft uns aus unseren alten Bindungen, d. h. aus unserem alten Leben heraus durch die Taufe und das bedeutet für uns Leiden und Sterben. Im Kapitel „Ruf in Nachfolge“ wurde es schon gesagt, daß der Beginn des christlichen Lebens einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen kann. Die Freude der Nachfolge ist die Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche.

Aufgrund unserer Zugehörigkeit zu Christus werden wir von der Welt verworfen werden.

Nach dem Ruf durch Christus stehen wir in täglichem Kampf gegen Sünde und Teufel. Jeder Tag bringt neue Anfechtung durch Fleisch und Welt und somit neue Leiden.

Gerade der Christ wird schwer angegriffen und muß daher viel vergeben, auch das ist Leiden.

Die wahre Kirche wird lieber leiden und sich verwerfen lassen, als sich ihres Herrn zu schämen. Die wahre Kirche wird sich weder ihres Herrn selbst, noch seiner Gebote schämen, sondern lieber leiden.

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