Bergpredigt 2

Matthäusevangelium 5, 6:

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

Jesus warnte einmal seine Jünger vor den Wölfen im Schafspelz. Heutzutage kann man als Wölfe im Schafspelz vielleicht den Papst und seine Kardinäle, die EKD-Führung und die Leiter von wiedertaufenden Freikirchen bezeichnen. All diese Leute maßen sich eine stellungsmäßige Gerechtigkeit an. Sie glauben, Gott spreche ihnen eine Gerechtigkeit zu, die dispensiert ist von ihrem Tun. Sie leben in Sünden, die irgend ein Heide oder Atheist kaum jemals tun würde, aber halten sich für Gerechte aufgrund ihrer Konfession. Sie rechnen damit, daß Gott ihnen gnädig sei, aber ihren Mitmenschen gestehen sie diese Gnade nicht zu.

Der echte Jünger Jesu (geboren aus Wasser und Geist in der Taufe) wird sich selbst immer für einen Sünder halten und das auch von Herzen empfinden. Seine Mitmenschen mögen über ihn sagen, er sei doch lammfromm, aber in sich selbst wird er sich immer danach sehnen, daß er endlich ganz frei werden möge von seinem miesen, wölfischen Charakter. Er weiß zwar, daß er durch die Taufe befreit ist von aller Verdorbenheit (der Leib der Sünde), d. h.  die Sünde ist tatsächtlich entthront, aber wogegen er Tag für Tag ankämpfen muß, das ist die verbliebene Neigung in seinem Leib zur Sünde und Tag für Tag muß er sich neu daran erinnern, daß er durch die Taufe befreit  ist zu einem neuen Leben (wer sich allerdings täglich seiner Taufe im Gebet erinnert, der wird mit Sicherheit den Sieg über seine bösen Neigungen davon tragen, denn Gott hat ihn auf die Gewinnerstraße gestellt).  Täglich verlangt den Christen neu nach dem Heilswort seines Erlösers Jesus Christus. Täglich neu muß der Jünger sich daran erinnern, daß er mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden ist und daß ihm das bei der Taufe zugeeignet wurde.
Täglich hungert und dürstet den Jünger nach der Gerechtigkeit Gottes, die ihm von oben geschenkt wird. Der Christ lebt in den guten Werken, die Gott ihm täglich schenkt. Er hat keinen Ruhm und wird sich immer als Sünder bezeichnen, dem Gott täglich Gnade schenkt ein besseres Leben zu führen. Wir wandeln in den Werken, die Gott zuvor bereitet hat.

Selbstverständlich sehnt sich der Jünger auch danach, daß endlich die ganze Erde erneuert werde. Die Welt ist unter der Herrschaft des Bösen und der Christ muß täglich dagegen ankämpfen nicht von dem Strom des Verderbens mitgerissen zu werden. Die Medien sind verseucht  mit Pornographie und Gewaltverherrlichung. Sie fördern den Konsumrausch, verleugnen den christlichen Glauben, fördern den Realitätsverlust der Zuschauer usw.. In der Geschäftswelt übervorteilt einer den anderen, es gilt das Primat des Profits und Sicherheitsrichtlinien sind von sekundärer Bedeutung. Es wird konsumiert bis zum Anschlag, aber Notleidende werden kaum wahrgenommen. Der Christ ist in permanenter Gefahr von dem ungöttlichen Verhalten der Welt angesteckt zu werden und in diesem Kampf zu ermüden. So bittet er Gott beständig endlich die Herrschaft zu übernehmen und eine ewige Gerechtigkeit aufzurichten.

Hunger und Durst nach Gerechtigkeit sollen gestillt werden. Selig wer jetzt hungert und dürstet, denn er soll satt werden in der Zukunft.

Jesus will nicht, daß wir auf einem vielleicht allzu langen Wege verschmachten und so stärkt er uns durch seinen Leib und sein Blut beim Hl. Abendmahl. Jesus gab seinen Leib und Blut einmal für uns am Kreuz. Bei jeder Abendmahlsfeier wird der Tod und die Auferstehung des Herrn neu vergegenwärtigt. Christus wird beim Abendmahl nicht jedes mal neu geopfert, sondern durch sakramentale Erinnerung an das ein für alle Mal geschehene Opfer Jesu wird er Glaube des  Christen gestärkt. Die Erinnerung an den Tod des Herrn erstreckt sich dabei nicht nur auf den Verstand, sondern auf den Menschen  in seiner Ganzheit, der genährt und gestärkt wird durch den Leib und das Blut Jesu im Sakrament: Jesus gab seinen Leib für mich und vergoß sein Blut für mich, das ist das Evangelium in Reinstform.

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