Das Evangelium Gottes

Das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus:

Erstens, Jesus, Gott, der Sohn, trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb.

Zweitens, Jesus wurde um unserer Rechtfertigung willen auferweckt.

Dies ist das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

 

Dieses Evangelium Gottes ist der spirituelle Mittelpunkt des Universums.

Wenn wir einfach die Aussage Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb und wurde um unserer Rechtfertigung willen auferweckt glauben und getauft werden, wird uns das zur Gerechtigkeit gerechnet und wir kehren zurück in die vertrauensvolle Gemeinschaft des liebenden Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat.

Jemand könnte einwenden, wir würden allein durch Glauben gerettet und die Taufe sei nur ein Gehorsamsakt und öffentliches Bekenntnis des Glaubens, der der Bekehrung (vermeintlich Wiedergeburt) folgt. Jener sollte Römerbrief 6 lesen. Dort steht klar und deutlich, daß die Taufe wesentlich mehr ist als ein Gehorsamsakt oder öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Die Alte Kirche sprach übrigens nicht von der Wiedergeburt, sondern vom Taufbad der neuen Geburt. Die Alte Kirche legte den Schwerpunkt mehr auf die Taufe und weniger auf die Entscheidung des Menschen. Natürlich soll nur getauft werden, wer das Evangelium gehört und geglaubt hat. Aber dieser Glaube ist wahrscheinlich schwach und muß unbedingt gestärkt werden, das tut die Taufe. Bei der Taufe wird der Glaube besiegelt.

In der Kirche zu Rom gab es Leute, die tatsächlich annahmen, Gott würde desto mehr Gnade geben, je mehr sie sündigten (Römerbrief 6, 1-2: 1 Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?).

Warum sollte man nicht lustig drauf los sündigen, wenn Jesus doch am Kreuz die Rechnung schon beglichen hatte? Dies ist die pervertierte Auslegung des Evangeliums durch den natürlichen, menschlichen Verstand. Rein vom natürlichen Verstand des Menschen her ist diese Auslegung sogar richtig. Aber in Wirklichkeit ist sie doch falsch und bodenlos böse, weil Geistliches geistlich gedeutet werden muß und der natürliche Verstand überfordert ist und irren muß. Es stimmt zwar, daß Jesus die Rechnung beglichen hat, als er für uns starb, aber, und das sagt Paulus in Röm. 6, durch die Taufe ist unser alter, sündigender Mensch gestorben und wir gehören nun Christus an. Unser neues Leben ist sozusagen Christus. Christus hat nicht gesündigt, also würden wir gegen unser neues Leben, das heißt Christus, handeln, wenn wir in der Sünde leben würden, was unseren sicheren leiblichen und spirituellen Tod bewirken würde. Das Leben (körperlich und geistlich) eines getauften Christen ist Christus. Der alte, sündigende Mensch ohne Christus wurde durch die Taufe vernichtet. Wenn nun ein Christ gegen Christus handelt, das heißt sündigt, vernichtet er sich selbst, denn er hat kann anderes Leben mehr als Christus selbst. Gesundheit und Glück hängen also für einen getauften Christen davon ab, ob er Jesus nachfolgt, das heißt ob er tatsächlich dem neuen Leben, das Gott ihm geschenkt hat, Raum gibt. Nur wenn ein  Christ das neue Leben aus Gott sich entfalten läßt, kann er gesund und glücklich sein.

Hier (in Röm. 6, 1-2) bringt Paulus die theologische Begründung für die Taufe. Es muß einfach einen Ort in Raum und Zeit geben, wo unser Glaube felsenfest besiegelt wird. Es könnte ja sonst immer Menschen geben, die entweder das Evangelium pervertieren, indem sie munter drauf los sündigten mit der Begründung Jesus habe ja die Rechnug im voraus beglichen (verstandesmäßige Auslegung des Evangeliums) oder Menschen die so argumentieren würden: „Woher weiß ich, daß Jesus gerade auch für mich starb?“ oder „Ich gehöre zu denen, denen Gott einfach den Glauben nicht schenkt, also kann ich nicht glauben und muß deshalb in Sünde leben.“

All dieses Problematisieren wird durch die Taufe beendet. Bei der Taufe wird uns der Tod und die Auferstehung Jesu Christi so vergegenwärtigt, daß wir einfach glauben müssen. Die Taufe geht weit über eine menschliche Predigt hinaus. Kein Prediger kann das Evangelium so erklären, wie wir es bei der Taufe erfahren (erfahren!). Jeder Getaufte kann von sich behaupten, daß er  zusammen mit seinem Herrn auf Golgatha war. Durch die Taufe sind wir mit Jesus gestorben und mit Jesus auferstanden. Nach der Taufe gibt es keine Entschuldigung mehr für ein Leben in der Sünde, denn bei der Taufe hat Gott selbst alle Schranken von Raum und Zeit beseitigt und man war mit Jesus zusammen auf Golgatha. Auch haben wir zusammen mit Jesus das Grab verlassen und leben nun in Christus. Nach der Taufe muß man im Gehorsam leben bzw. Jesus nachfolgen, denn Gott selbst vergegenwärtigte uns bei der Taufe das Kreuz von Golgatha und Jesu Auferstehung.

Wir werden in Jesus hineingetauft, d. h. bei der Taufe bekommen wir Anteil an der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Wir sterben zusammen mit Jesus am Kreuz und auferstehen zusammen mit ihm. Wir empfangen den heiligen Geist, durch den wir unseren lüsternen Leib unterdrücken können (außerdem ist unser „alter, sündigender Mensch“ durch die Taufe am Kreuz mit Jesus untergegangen, d. h. wir sind der Sünde abgestorben).

Gottes doppeltes Wort an uns: Ihr seid der Sünde abgestorben durch die Taufe und euer neues Leben ist Christus durch die Taufe. Dieses Wort Gottes ist stärker als die Lüste unseres Körpers und so können wir unseren Körper täglich zähmen durch den Glauben.

Praxis:

Täglich sollen wir uns zweier Heilstatsachen erinnern:

Erstens, durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben.

Zweitens, durch die Taufe sind wir in Christus.

Wir sind mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden durch die Taufe. Wir leben in der Kraft der Auferstehung.

Warnung:

Falls Sie, lieber Leser, bereits als Säugling getauft wurden (Kindertaufe) sollten Sie sich nicht wiedertaufen lassen. Ihre Säuglingstaufe ist gültig, egal ob Sie in der evangelischen Kirche oder der katholischen Kirche getauft wurden. Sie können sich einfach auf ihre Kindertaufe rückbeziehen, falls Sie heute anfangen wollen bewußt als Christ zu leben aus der Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu.

Obwohl evangelische und katholische Taufe gültig sind, haben diese Kirchen an sich selbst enorme Probleme. Das aber muß zu einer anderen Zeit besprochen werden.

Nochmals: Die Säuglingstaufe oder Kindertaufe ist gültig (Befund von Luther und Bonhoeffer)!

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Eine Antwort zu Das Evangelium Gottes

  1. Volker Eschen schreibt:

    Die Auffassung, die Paulus hier zurückweist, ist nicht die Auffassung einiger römischer Christen, sondern eine boshafte Interpretation seiner Verkündigung durch seine innerchristlichen judaisierenden Gegner. Das gleiche gilt für alle anderen Stellen, wo Pauus die Frage stellt: Was wollen wir nun sagen? Es geht ihm in diesem Brief darum, die Unterstützung der römischen Gemeinde für seine Mission in Spanien zu gewinnen, und deshalb muss er die falschen Informationen, die die Römer über ihn erhalten haben, korrigieren.

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