Jesus und der Islam

Ich habe diesen Artikel „Jesus und der Islam“ genannt, damit er im Netz überhaupt gefunden wird. Der eigentliche Titel des Artikels ist „Der Glaube an Jesus und die Weltreligionen“ (danach würde wahrscheinlich niemand suchen). Betrachten Sie also hier in diesem Kontext das Wort Islam als einen Platzhalter für Weltreligion.

Inspiriert zu diesem Artikel hat mich das vierte Kapitel des Johannesevangeliums, wo es um Jesus und die Frau am Brunnen geht und zwei Artikel auf http://religion.blogs.cnn.com/ . Einmal ging es auf CNN Belief Blog um die Spannung zwischen Christen und Mormonen in den USA und einmal um die Spannung zwischen Schwarzen und Weißen in den USA.

Es gibt immer wieder Konflikte zwischen Menschen aufgrund unterschiedlicher Hautfarbe, Nationalität, Rasse, Religion, sozialem Status, etc. Beispiele dafür sind eben der Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen in den USA, der Konflikt zwischen Deutschen und Juden im Dritten Reich und heute der Konflikt zwischen Christen und Muslimen.

Man könnte sich veranlaßt sehen, zu vermuten, daß es da so etwas wie einen bösen Keim im Menschen gibt, der immer nur einen Vorwand sucht, um seinen Mitmenschen zu hassen, zu verachten, auf ihn zornig zu sein. Aus dem Römerbrief geht hervor, daß wir tatsächlich so einen schlechten Keim in uns tragen.

Auch zwischen Jesus und der Frau am Brunnen  bzw. der Samariterin  (Johannes-evangelium 4, Verse 1-42) gab es einen Konflikt,  wegen der unterschiedlichen Religionen, die Jesus und die Frau hatten. Jesus war Jude und die Frau war Samariterin. Wir werden sehen, wie meisterhaft Jesus diesen Konflikt löst.

Jesus ignorierte den Religionskonflikt völlig (Jesus war offenbar nicht religiös), denn er fand nichts dabei, die Frau um Wasser zu bitten. Die Frau jedoch, weil sie eben religiös war, verweigert ihm das Wasser. Die Juden und die Samariter verachteten sich gegenseitig und da konnte sie ihm selbstverständlich kein Wasser geben. Und da haben wir schon den Punkt, auf den es ankommt. Menschengemachte Religion macht den Menschen nicht besser sondern sogar schlechter (siehe auch Römerbrief 1 und 2, wo deutlich wird, wie die griechische Religion die Bürger des römischen Reiches verdorben hatte und das Gesetzesjudentum das Volk Israel). Gerade weil die Frau religiös war, gab sie Jesus kein Wasser.

Jesus reagiert sehr gelassen, nüchtern und sachlich auf das lieblose, unfreundliche Verhalten der Frau. Er sagt ihr, er hätte ihr Wasser gegeben, wenn sie ihn darum gebeten hätte (es ist hier zunächst gar nicht so wichtig, daß Jesus von lebendigem Wasser spricht, sondern es geht hauptsächlich darum, daß Jesus ihr geholfen hätte, obwohl sie Samariterin war). Der wahre Glaube schaut nicht auf religiöse Unterschiede, sondern sieht einfach die Not des Nächsten bzw. den Nächsten selbst als liebenswerten Mitmenschen. Jesus war also nicht religiös, sondern in ihm wohnte der Geist der bedingungslosen Liebe.

Jesus war so liebevoll, daß er der Frau nicht nur Wasser gegeben hätte, wenn sie durstig gewesen wäre, sondern er weist sie sogar darauf hin, daß sie an einem gefährlichem Mangel an „lebendigem Wasser“ litt, was man auch als Durst bezeichnen könnte.

Die Frau wollte Jesus nicht helfen in seiner Not, dadurch wurde offenbar, daß sie einen Mangel an Liebe hatte. Dies wiederum, weil sie des Heiligen Geistes bzw. der Gemeinschaft Jesu ermangelte. Das lebendige Wasser, das der Frau fehlte, war der Heilige Geist bzw. die Gemeinschaft Jesu.

Ähnlich wie die Frau verhalten sich alle Glieder menschengemachter Religionen (Islam, Katholizismus, Mormonen, Zeugen Jehovas, Billige-Gnade-Protestanten, etc.). Die Glieder der Weltreligionen halten die Traditionen ihrer Religion und somit sind sie in ihren Augen schon gute Gläubige. Verachtung von Gläubigen anderer Religionen (Bigotterie) gehört häufig zum religiösen Standardverhalten. Neben dem Halten der Traditionen wird aber die Gerechtigkeit und Liebe im Alltag vernachlässigt.

Ähnlich korrekt wie Jesus verhalten sich wahre Christen der Christlichen Kirche (die Kirche, die predigt, daß die sakramentale Taufe ein göttlicher Ruf in die Nachfolge ist). Wahre Christen lieben ihren Nächsten unabhängig von seiner Religion, Hautfarbe, Nationalität, Rasse, sozialem Status, etc. Wenn mein muslimischer Arbeitskollege einen Tipp braucht, weil er nicht weiterkommt bei einem Problem, dann gebe ich ihm den Tipp, wenn mein hinduistischer Nachbar bei mir im Mietshaus Hunger leidet, dann gebe ich ihm zu essen und wenn meinen Klassenkamerad, der Mormone ist, sich verletzt hat, dann bringe ich ihn in Krankenhaus.

Das Folgende ist nicht böse gemeint, könnte aber traurige Realität sein:

Ein muslimischer Arbeiter bemerkt, daß sein christlicher Arbeitskollege einen Tipp brauchen könnte, enthält ihm aber die Information vor, weil er ein vermeintlich verdammter Ungläubiger ist. Der Hindu sieht seinen christlichen Nachbarn hungern und gibt ihm nichts, weil er sich sagt, die Götter haben ihn wahrscheinlich verflucht. Mein mormonischer Nachbar läßt mich  mit gebrochenem Bein unterm Kirschbaum liegen, ebenfalls weil er sich sagt, Gott habe mich bestraft für irgendetwas.

Lieber Leser, falls Sie ähnlich denken wie ein Muslim, Hindu oder Mormone, dann haben Sie nicht Gottes Geist der unbedingten Liebe. Wenn Sie wirklich Christ sind, dann helfen Sie ihrem Nachbarn, trotz seines fremden Glaubens. Gerade diese unbedingte Liebe ist die Frucht des wahren Glaubens. Unbedingte Liebe ist die Verkörperung des Evangeliums von der Gnade Gottes für die ganze Menschheit: Jesus gab sich für uns alle, als wir noch seine gottlosen Feinde waren. Unbedingte Liebe unterstreicht das Evangelium, das wir predigen.

Was wir noch an der Samariterin sehen, ist, daß sie in heftiger Sünde lebte: Sie ging immer wieder wilde Ehen ein. Aus dem Gespräch mit Jesus wird aber klar, daß sie sich trotzdem für eine gute Gläubige hielt nach dem Maßstab des samaritischen Glaubens: Sie pilgerte ab und zu zu dem Grab des Patriarchen Joseph (ein Sohn Jakobs) in der Nachbarstadt Sichem (heute Nablus), betrachtete den Patriarchen Jakob als ihren spirituellen Vater und erwartete den Messias. Außerdem verachtete sie Juden, so wie es sich gehörte nach guter alter Sitte.

Der christliche Glaube führt nicht nur dazu, daß man seinen Nächsten unbedingt liebt, sondern daß man auch die Lüste (Begierden) des Fleisches (Körper) überwindet, wie z. B. Ehebruch. Wer durch den Heiligen Geist seine Sexualität unter Kontrolle hat, also keusch ist, der kann seinem Ehepartner treu bleiben, auch wenn dieser durch Alterung oder Krankheit oder Unfall unattraktiv wird oder wenn ihm ein verführerischer Mensch über den Weg läuft.

Der religiöse Mensch vermag nicht seinen Leib zu kontrollieren, denn er ermangelt der Erlösung, die nur in Christus Jesus ist. Gott, der Vater, hat Jesus um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Wer das glaubt und sakramental getauft wird (Kindertaufe ist gültig; einfach daran erinnern!), der stirbt der Sünde ab und empfängt den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist stärker als die Sündhaftigkeit des Leibes (der Leib bleibt auch nach der Taufe sündig). Der Heilige Geist treibt den in sich selbst sündigen Leib des Christen, Werke der Gerechtigkeit und Liebe zu tun. Das ist das größte Paradox aller Zeiten: Der in sich selbst sündige Leib des Christen tut gute Werke, die von den Menschen im Alltag wahrgenommen werden.

Nur damit „Islam“ überhaupt in diesem Artikel vorkommt, ein Hinweis auf die fünf Säulen des Islam. Die Samariter beriefen sich auf Vater Jakob, das Grab Josephs, Jakob’s Brunnen, erwarteten den Messias, beteten an auf dem heiligen Berg Garizim. Das waren die fünf Säulen der Samariter. Wer diese fünf Säulen hielt, war schon ein guter samaritischer Gläubiger. Ähnlich ist es mit den fünf Säulen des Islam. Wer die fünf Säulen des Islam hält, ist ein guter muslimischer Gläubiger und das dispensiert ihn von Liebe und Gerechtigkeit seinen (christlichen) Mitmenschen gegenüber.

  • Schahada (islamisches Glaubensbekenntnis)
  • Salat (fünfmaliges Gebet)
  • Zakat (Almosensteuer)
  • Saum (Fasten im Ramadan)
  • Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka)

Nur wer diese fünf Säulen hält, der ist ein guter Muslim und dem ist Allah gnädig. Den Ungläubigen, also Christen, ist Allah selbstverständlich NICHT gnädig.

1. Sure des Koran; Die Öffnung (Al-Fátihah)

Das Eröffnungskapitel des Heiligen Koran. Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 7 Verse.

1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

2. Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten,

3. Dem Gnädigen, dem Barmherzigen,

4. Dem Meister des Gerichtstages.

5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.

6. Führe uns auf den geraden Weg,

7. Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind.

„Führe uns auf den geraden Weg, Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind.“

Auslegung von Vers 6 und 7: Allah erweist also nur den Muslimen Gnade.

Sure 1 ist die gefährlichste Sure des Koran überhaupt, weil sie bei dem oberflächlichen Leser den Eindruck erwecken könnte, Allah sei allen Menschen gegenüber barmherzig. Aus den anderen 113 Suren des Koran geht jedoch hervor, daß Allah nur den Muslimen gegenüber gnädig und barmherzig ist und die Ungläubigen (also Christen und Juden) schon auf Erden bestraft werden sollen.

Der Islam war hier in diesem Artikel nur ein Beispiel für eine Religion, die nicht zur unbedingten Nächstenliebe führt. Katholizismus, Mormonentum, Scientology und Billige-Gnade-Protestantismus, evangelikaler Glaube, etc. laufen auf das Gleiche hinaus.

Alle menschengemachten Religionen führen nicht zur unbedingten Nächstenliebe, sondern eher zur Bigotterie, das heißt Verachtung des Nächsten und sogar des Nächsten, der in Not ist (siehe, wie die Samariterin Jesus im Stich läßt). Die Anhänger menschengemachter Religionen lieben nur Gläubige der gleichen Religion oder Menschen, die sie zu ihrer Religion bekehren wollen (Bekehrungseifer bewirkt vorübergehende Liebe).

Schlussfolgerung:

Jesus wurde von der religiösen Samariterin äußerst ungerecht behandelt, indem sie ihn dürsten ließ. Seine Liebe und Gerechtigkeit ist aber so gr0ß, daß er sie nun nicht ausschimpft, sondern den Spieß umdreht und ihr Wasser, ja sogar lebendiges Wasser anbietet.

Wenn wir Christen also von religiösen Menschen (Muslime, Mormonen, Katholiken, etc.) ungerecht behandelt werden, indem sie uns in einer Not nicht helfen oder uns ohne Grund verachten, weil wir an Jesus glauben, dann sollen wir ihnen nicht zürnen, sie auch nicht beleidigen oder verdammen, sondern sie weiter lieben. Das Hauptmerkmal des echten Glaubens ist die bedingungslose Liebe.

Niemand versuche aus sich selbst heraus diese gewaltige Liebe zu produzieren. Er wird kläglich scheitern! Diese übernatürliche Liebe ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Den Heiligen Geist empfangen wir bei der sakramentalen Taufe oder wenn wir uns an unsere Säuglingstaufe im Glauben erinnern. Gegenstand der Taufe ist der Tod und die Auferstehung Jesu. Wir werden in Jesus hineingetauft, das heißt in seinen Tod und seine Auferstehung. Wir sterben der Sünde durch die Taufe und stehen mit Jesus auf zu einem neuen Leben in Gerechtigkeit und Liebe, das heißt in Christus. Gott macht uns lebendig mit der Kraft, mit der er Jesus aus den Toten auferweckt hat. Wer erst als Erwachsener gläubig wird und schon als Säugling getauft wurde, der erinnere sich seiner Säuglingstaufe und empfange Gottes Geist der Liebe und Gerechtigkeit.

Der gleiche Geist, der uns Menschen anderen Glaubens lieben läßt, läßt uns auch Menschen anderer Hautfarbe, Nationalität, Rasse, etc. lieben.

Der Geist Gottes bzw. die Natur Christi ist stärker als unsere sündhafte, egoistische Natur (der böse Keim in uns, der immer einen Vorwand sucht, den Nächsten zu hassen). Die Wurzel allen Übels ist unsere sündhafte Natur, die wir vom gefallenen Adam geerbt haben. Diese Wurzel kann nie ausgerottet werden, denn unser Leib bleibt „ewig“ sündig. Es kann aber Christi Natur der Liebe unsere Natur des Hasses im Sieg verschlingen.

Das Leben verschlingt den Tod im Sieg.

Bigotterie und Evangelium:

Die Bergpredigt (Matthäus 5-7) hat Jesus ausschließlich an seine Jünger gerichtet, das heißt an Menschen, die das Evangelium angenommen hatten. Die Pharisäer und Schriftgelehrten zürnten dem Volk, beleidigten es und verdammten es, weil es das Gesetz der Thora nicht hielt. Die Jünger ihrerseits konnten auf die Idee kommen, Menschen, die nicht das Evangelium sofort annahmen, zu zürnen, sie zu beleidigen und zu verdam-men.  Hätten die Jünger das getan, wären sie in die gleiche Verdammnis geraten wie die Pharisäer und Schriftgelehrten. Gott entehrte und erniedrigte die Pharisäer und Schriftgelehrten, weil sie das Volk „töteten“ durch Zorn, Beleidigung, Verdammung (sie benutzten das Gesetz sozusagen als Schlagstock statt als Wegweiser zum Erlöser Christus). Gott gab sie dahin und ließ ihre Sünde explodieren und sie mußten ständig unter Eid ihre bösen Taten leugnen. Man kann davon ausgehen, daß sie sich mit Gewalt gegen den Volkszorn zur Wehr setzten und ihre Feinde hassten.

Matthäus 5, 21-26:

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2.Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. 22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. 23 Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe. 25 Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

Die Gerechtigkeit der Jünger sollte besser sein als die Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie sollten nicht nur die viel bessere Lehre haben (Gerechtigkeit durch Glauben an Jesus statt Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken), sondern ihre bessere Lehre auch durch ihr korrektes Verhalten zieren:

Die Jünger sollten die Menschen auch dann noch lieben, wenn sie das Evangelium ablehnten. Liebe ist die Verkörperung des Evangeliums. Wer liebt, der predigt das Evangelium nicht mit Worten sondern mit Taten und so predigt er es auch. Christus starb für uns, als wir noch seine Feinde waren. Lange bevor wir das Evangelium hörten, predigte es Christus uns schon durch seinen Tod und seine Auferstehung.

Matth. 5, 20: Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Diese bessere Gerechtigkeit bewirkt der Heilige Geist. Durch den Heiligen Geist überwindet man die Begierden des Leibes und übt Gnade an den Mitmenschen. So ähnelt man Jesus, der Gnade und Wahrheit war. Alles was Jesus tat, war wahr, denn es war in Gott getan. Jesus hatte nichts zu verbergen und brauchte nicht zu heucheln und so war er Wahrheit.

Die Jünger waren liebevolle Menschen durch Jesus. Sie waren vormals arme Sünderlein gewesen, die nicht recht lieben konnten. Diese Sünderlein hatten sich in die Gemeinschaft Jesu geflüchtet, der ihnen Liebe frei schenkte. Die Jünger verdienten sich die Gemeinschaft Jesu nicht durch ihre Liebe, sondern Jesus nahm sie auf, wie sie waren, und aus ihrer Gemeinschaft mit Jesus heraus liebten sie. Die Ursache für die Liebe der Jünger war also ihre Gemeinschaft mit Jesus. Wer wollte es den Jüngern verdenken, wenn sie erwarteten, vom Volk freudig begrüßt zu werden als sympathische Menschen. Jesus wußte, daß dies teuflischer Weise, dämonischer Weise nicht geschehen würde, sondern das die Meisten die Jünger ablehnen und anfeinden würden. In der Bergpredigt geht es nur darum, daß Jesus den Jüngern sagt, sie sollten in seiner Liebe und in ihm bleiben trotz Anfeindung. Das ist der Sinn der Bergpredigt: Liebevolle Jünger werden angegriffen ohne Ursache und da sollen sie aber nicht zurückschlagen, sondern weiter lieben in Jesus.

Ergänzung vom 9. Dezember 2015

Der ganze obige Artikel muß unbedingt vor dem Hintergrund gesehen werden, daß die christliche Kirche immer missioniert gemäß Christi Missionsbefehl.

Mk 16,15 Und er (Christus) sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

Das Evangelium von Jesus ist das Wort der Wahrheit. Die Wahrheit besteht eben darin, daß nur der schlichte Glaube an Jesus selig macht. Menschengemachte Religionen führen in die ewige Verdammnis. Zum Glaubenskampf des Christen gehört es, immer das Wort der Wahrheit hochzuhalten und zu bekräftigen. Die Bergpredigt ist das Wort von der Geduld. Viele Menschen werden das Wort der Wahrheit nicht so schnell annehmen und vielleicht sogar mit Hass, Ablehnung und Verwerfung der Jünger Jesu reagieren. Die Bergpredigt ist eine Liste von Anweisungen, wie sich die Jünger in dieser speziellen Situation verhalten sollen.

Die Anhänger der verschiedenen, menschengemachten Religionen pflegen auch eine gewisse „Kommunion“, indem sie zum Beispiel sagen: „Hauptsache man glaubt irgendetwas.“ Daran darf sich der wahre Christ keinesfalls beteiligen, sondern muß die Wahrheit hochhalten, daß nur der Glaube an Jesus, Gottes Sohn, selig macht. Den daraus entstehenden Konflikt mit den „Religiösen“ erträgt er mit Geduld und im Einzelnen ist das die Bergpredigt, das Wort von der Geduld.

Erst vor dem Hintergrund der „Kriegsführung“ des Christen auf der verbalen Ebene wird der ganze obige Artikel interessant.

Weitere Ergänzung vom 12. Dezember 2015

Schon weiter oben sagte ich, daß kein Mensch die Liebe, die zu einem Leben nach der Bergpredigt notwendig ist, selbst aufbringen kann. Das ist wirklich ganz, ganz ernst gemeint. Wenn Sie, lieber Leser, das nicht beachten, kann das zu völliger Verzweiflung bis hin zum Selbstmord führen, falls Sie versuchen, aus eigener Kraft nach der Bergpredigt zu leben. Wie oben schon gesagt, bekommen wir die Kraft der Liebe durch Buße, Glaube an Jesus, Gottes Sohn, und sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe. Wir können nur nach der Bergpredigt leben, wenn wir von Neuem geboren sind aus Wasser und Geist, das ist die sakramentale Taufe.

Was ich ergänzen wollte, ist, daß wir durch die Taufe nicht nur die Kraft bekommen, zu lieben, sondern auch einen unsichtbaren Schutz – auch das ist unendlich, unendlich wichtig.

Natürlich werden die Anhänger der menschengemachten Religionen versuchen, uns auszunutzen:

(Folgendes aus der Sicht eines Nicht-Christen)

  • „ein Christ soll demütig sein, also kann ich ihm beliebig Befehle geben und er muß sie widerspruchslos ausführen“
  • „ein Christ soll sanftmütig sein, also habe immer ich recht und der Christ nie; ich rede und der Christ hat zu schweigen“
  • „ein Christ soll immer vergeben, also brauche ich ihm geliehenes Geld nicht zurückzuerstatten und darf ihn beleidigen, wie ich Lust habe“
  • „zu einem Christen brauche ich weder bitte noch danke zu sagen“
  • „ein Christ muß immer die niedrigsten Arbeiten machen, das will er ja so“
  • etc.

Jene, die so abscheulich denken, sollten aber beachten, daß der wahre Christ einen unsichtbaren Schutz hat, den Engel des Herrn. Es ist allerdings nicht so, daß der Herr die ungerechte Behandlung durch Nicht-Christen völlig verhindert, sondern er richtet im Nachhinein. Wenn er die Böse Handlung an sich immer gleich verhindern würde, dann hätten die Menschen ja keinen freien Willen mehr – das ist auch ein philosophisches Problem. Gott ist sozusagen gezwungen, die Bösen ein Stück weit gewähren zu lassen, damit ihr Böses auch offenbar werde. Allerdings kann das Gericht im Nachhinein sogar die Todesstrafe beinhalten. Judas Iskariot kam nach seinem Verrat des Herrn in solch einen Horror (vermutlich ließen ihn sowohl die Jünger als auch die Oberen der Juden als Geistlichen abblitzen nach dem Verrat; er hatte sich zwischen die Stühle gesetzt, keiner wollte ihn mehr haben) hinein, daß er sich selbst richten mußte durch Erhängen. Oder zu alttestamentlicher Zeit wurde der Nabal von Gott scharf gerichtet (getötet), der den lieben David um seinen Lohn betrogen hatte:

Siehe 1. Samuel 25

Der Prophet Elisa wurde einmal von Kindern verspottet; er befahl es dem Herrn und das war das Ende (der Tod) der Knäblein.

Siehe 2. Könige 2

Also, äußerste Vorsicht, lieber Leser, wenn Sie Muslim, Katholik, Billige-Gnade-Protestant, Evangelikaler, Hindu, Buddhist, Atheist, Sozialist, Kommunist, Nazi oder sonst etwas sind und denken, jeder Christ habe sich gemäß der Bergpredigt zu verhalten und müsse nun Ihr Diener sein, den Sie beliebig misshandeln bzw. versklaven dürfen. Wenn Sie einem Christen Böses tun, wird Gott das zunächst zulassen, denn er achtet Ihre Menschenwürde, Ihren völlig freien Willen als Mensch. Wenn aber der Christ sich nicht selbst rächt, und seine Rechtssache dem Herrn befiehlt, wird er, der Herr, die Rechtssache des Christen führen und ihn ggf. fürchterlich an Ihnen rächen – also treiben Sie es nicht zu weit, amen.

Ps 7,12 Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich strafen kann.

Röm 12,19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

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