Beschneidung

Beschneidung oder Glaube gegen Abstammung

(Bibeltext: 1. Mose 8 bis 1. Mose 17)

(1. Mose ist ein Buch des Alten Testamentes, auch Genesis genannt)

In der Geschichte gab es immer wieder gerechte Herrscher wie z. B. Konstantin der Große, König David, Kaiser Justinian, Friedrich der Große (siehe Ergänzung, unten), etc.. Es bedarf keines weiteren Nachweises, daß die Gerechtigkeit dieser Herrscher ihre Ursache in ihrem Glauben hatte.

Die Gerechtigkeit dieser Herrscher beruhte nicht auf ihrer natürlichen (biologischen) Abstammung. Beide, Friedrich der Große und Wilhelm II., zum Beispiel, stammen aus dem Hause Hohenzollern. Friedrich der Große war ein Segen für Preußen und ist es immer noch für Deutschland und die Menschheit. Im Gegensatz dazu führte Wilhelm II. Preußen, Deutschland und die Welt in den ersten Weltkrieg. Friedrich der Große hat einen äußerst positiven Eindruck im Gedächtnis Europas hinterlassen. Der Ruf Wilhelms II. bleibt weiterhin äußerst zweifelhaft.

Das Urteil der Geschichte ist gnadenlos und deshalb wahr und sachlich richtig. Ein Herrscher, der von späteren Generationen im Rückblick das Prädikat „gerecht“ erhält, der war es auch tatsächlich. Das Gleiche gilt umgekehrt auch für ungerechte Herrscher.

Schade, daß Friedrich der Große keine Kinder hatte, sonst könnte er als Beispiel für das Folgende herhalten. Weichen wir also auf Abraham aus, der zwar lange vor unserer Zeit lebte, von dem es aber einiges an Überlieferung im Buch Genesis (1. Mose des Alten Testamentes) gibt. Abraham ist auch bei den Schreibern des  Neuen Testamentes ein geschätzter Glaubenszeuge.

Die Sintflut überlebte nur ein Mann, der gerecht war durch Glauben und seine Söhne und ihre Frauen: Noah.

Die Söhne Noahs hießen Sem, Ham und Japhet.

Schon der Sohn Ham’s, Kanaan (Vorfahre gottloser Völker), und sein Enkel Nimrod (Gewaltherrscher) waren wieder ungerecht. Wahrscheinlich Ham auch, denn er scheute sich nicht, einen unreinen Blick auf die Genitalien seines Vaters zu werfen.

Ham, Kanaan und Nimrod allein sind ein Beweis dafür, daß Gerechtigkeit nicht biologisch vererbt wird bzw. nicht zwangsweise mit der Abstammung zusammenhängt.

Sem scheint auch den Glauben Noah’s übernommen zu haben neben der biologischen Erbmasse Noahs. Auch scheint in der Linie Sem, aus der Abraham hervorkam, der Glaube weitergeben worden zu sein. Sem unterrichte seine Kinder über den Glauben seines Vater’s Noah und sein Sohn Arpachshad scheint gläubig geworden zu sein, denn über ihn läuft die gesegnete Linie bis Abraham.

1. Mose 11, 10-26:

10 Dies ist das Geschlecht Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpachschad zwei Jahre nach der Sintflut 11 und lebte danach 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 12 Arpachschad war 35 Jahre alt und zeugte Schelach 13 und lebte danach 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 14 Schelach war 30 Jahre alt und zeugte Eber 15 und lebte danach 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 16 Eber war 34 Jahre alt und zeugte Peleg 17 und lebte danach 430 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 18 Peleg war 30 Jahre alt und zeugte Regu 19 und lebte danach 209 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 20 Regu war 32 Jahre alt und zeugte Serug 21 und lebte danach 207 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 22 Serug war 30 Jahre alt und zeugte Nahor 23 und lebte danach 200 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 24 Nahor war 29 Jahre alt und zeugte Terach 25 und lebte danach 119 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 26 Terach war 70 Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran.

Sem zeugte neben Arpachschad noch Elam, Assur, Lud und Aram, die die Vorfahren gottloser Völker waren. Dies lag aber nicht an ihren Erbanlagen, sondern an ihrem Mangel an Glauben. Elam, Assur, Lud und Aram belehrten ihre Söhne und Enkel nicht über den Glauben an den Herrn, den ewigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, so mußten diese Völker völlig verkommen.

Der Segen Sem’s bzw. Abraham’s bestand darin, daß in ihren Familien der Glaube mündlich oder schriftlich weitergegeben wurde bzw. überliefert wurde. Wahrscheinlich kannte Abraham das Urevangelium: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir (Satan) und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen“ (1. Mose 3, 15).

Abraham verstand dieses Urevangelium, daß eines Tages ein „Mensch“ kommen würde, der Satan besiegen würde, das heißt der wieder Gerechtigkeit herstellen würde auf Erden. Abraham wußte sicher nicht den Namen dieses Menschen, Jesus, sondern dachte sich vielleicht „Herr“.

Schon Abel und Noah opferten Tiere. Sicherlich wußten sie, daß das Blut der Opfertiere sie nicht reinwaschen konnte von ihrer Sünde. Sie dachten beim Opfern der Tiere an das zukünftige Lamm Gottes, den Gott-Menschen Jesus, das eines Tages kommen würde, um die Menschheit zu erlösen. Den Namen Jesus mögen sie nicht gekannt haben, sondern dachten ihn wahrscheinlich als „Herrn“. Das Opfern der Tiere war nur sinnvoll im glaubenden Hinblick auf das zukünftige Opfer Jesus Christi. In diesem Glauben waren Abel und Noah gerecht.

Hebr 11,4 Durch den Glauben hat „Abel“ Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.

1Mo 4,4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer.

Auch die Flut hatte eine spirituelle Bedeutung, die sicher Abraham schon verstand:

1. Petrus 3, 20-22:

20 … als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch. 21 Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, 22 welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächte.

Abraham war ein Bürger der Stadt Ur in Chaldäa (Mesopotamien). Offensichtlich war die Gesellschaft Mesopotamiens so heruntergekommen und gottlos, daß der gerechte Abraham dort nicht mehr leben konnte und da hat Gott ihn herausgerufen und versprochen ihn zu einem großen Volk zu machen. Mit dem gerechten, gläubigen Abraham wollte Gott wiederum einen Neuanfang machen mit der Menschheit:

1. Mose 12, 1-3:

1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Diese Verheißung bekam Abraham in Anbetracht der Tatsache, daß seine Frau Sara unfruchtbar war und keine Kinder bekam. Vielleicht war die Kinderlosigkeit Saras ein Grund für Abraham und Sara, Gottes Angesicht zu suchen, der ihnen helfen konnte.

Hebräer 11, 8-16:

Durch den Glauben wurde „Abraham“ gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme. 9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. 11 Durch den Glauben empfing auch „Sara,“ die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte. 12 Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist. 13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind. 14 Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen. 15 Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren. 16 Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.

Abraham erhielt die Verheißung für einen Nachkommen, als er noch zeugungsfähig war. Die Verheißung ging jedoch erst in Erfüllung als Abraham so uralt war, daß er keine Kinder mehr zeugen konnte und Sara so uralt war, daß sie nicht mehr gebären konnte.

Abraham hinterlies den Ruf und das Andenken eines Gerechten unter den Völkern. Diesem Urteil der Geschichte können wir vollstens vertrauen. Abraham lebte also als Gerechter mitten unter den gottlosen Leuten von Kanaan, die ihn jeden Tag zum Abfall vom lebendigen Gott drängten, sei es aktiv (durch Worte) oder passiv (durch Verhalten). Obwohl die Erfüllung der Verheißung auf sich warten ließ, was Abraham mehr als entmutigen konnte, blieb Abraham Gott treu und hielt den Glauben. Abraham sagte sich nicht von Gott los, trotz aller Widerwärtigkeiten. Er hoffte, obwohl es nichts zu hoffen gab, dem Schein nach.

Abraham mußte durch Dick und Dünn gehen, aber er hielt/bewahrte den Glauben und sein Glaube wuchs sogar. Niemand hatte bisher so wenig auf die natürliche Abstammung gesetzt, aber dafür so sehr auf den Glauben, wie Abraham; so wurde Abraham zum geistlichen Urvater aller Gläubigen.

Welches Körperteil des Mannes repräsentiert die natürliche Abstammung? Das ist ja wohl klar. Und so gab Gott die Beschneidung des männlichen Gliedes, als Zeichen dafür, daß man Gerechtigkeit nicht durch Abstammung erwirbt sondern durch Glauben, wie Abraham. Beschneidung, Verringerung des männlichen Gliedes, das heißt weniger auf die Abstammung setzen und mehr auf den Glauben.

Jedem Juden sollte also seine Beschneidung eine Erinnerung an den Glauben Abrahams sein, der offensichtlich nicht nur am Glied beschnitten war, sondern auch am Herzen. Von seiner biologischen Abstammung her war Abraham genauso sündhaft wie jeder andere Mensch, aber Abraham überwand seine Sündhaftigkeit durch Glauben. Eine Person der Gottheit war beständig bei Abraham und so überwand er seine Sünde, was gleichsam einem verwandelten, beschnittenen Herzen entsprach.

Römerbrief 1, 25-29:

25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt? 27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Röm 4, 9-13:

9 Wir sagen doch: »Abraham ist sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« 10 Wie ist er ihm denn zugerechnet worden? Als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Ohne Zweifel: nicht als er beschnitten, sondern als er unbeschnitten war. 11 Das Zeichen der Beschneidung aber empfing er als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er noch nicht beschnitten war. So sollte er ein Vater werden aller, die glauben, ohne beschnitten zu sein, damit auch ihnen der Glaube gerechnet werde zur Gerechtigkeit; 12 und ebenso ein Vater der Beschnittenen, wenn sie nicht nur beschnitten sind, sondern auch gehen in den Fußtapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte, als er noch nicht beschnitten war. 13 Denn die Verheißung, dass er der Erbe der Welt sein solle, ist Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteil geworden durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.

Hesekiel 36, 24-28:

24 Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, 25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.

Wie die „Beschneidung des Herzens“ zu alttestamentlicher Zeit erfolgte, ist irgendwie geheimnisvoll. Wie sie jedoch heute geschieht, ist offenbar, denn Jesus hat es uns gesagt:

Markus 16, 15-16:

15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. 16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden

Das Evangelium ist die neue Verheißung, die man glauben muß, um zurückzukehren in die vertrauensvolle Gemeinschaft des liebenden Gottes:

Evangelium: Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

Welchen Sinn hat die Taufe?

Die Taufe stellt sicher, daß das Evangelium metaphysische Wirklichkeit für uns wird, genauso wie Abraham nicht nur mit dem Kopf oder Verstand geglaubt hat, sondern eine Person der Gottheit war immer bei ihm und half ihm seine Sündhaftigkeit zu überwinden. Natürlich muß man die Taufe glaubend empfangen oder sich ihrer erinnern (Kindertaufe); sie ist kein mechanischer oder magischer Akt, der auch ohne Glauben funktionieren würde.

Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. In Christus überwinden wir unseren sündigen Leib und tun Werke der Liebe und Gerechtigkeit trotz unseres sündigen Leibes. Täglich überlassen wir Jesus die Herrschaft, so wie wir in ihn hineingetauft wurden. Bei jedem Christen ist eine Person der Gottheit, die in ihm Gerechtigkeit wirkt, trotz des sündigen Leibes, das entspricht dem Glauben Abrahams.

Röm. 4, 18-25:

Er (Abraham) hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1.Mose 15,5): »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.« 19 Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara. 20 Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre 21 und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun. 22 Darum ist es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet worden« (1.Mose 15,6). 23 Dass es ihm zugerechnet worden ist, ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, 24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Politik: Mann sollte den Juden ihre Beschneidung ruhig lassen. Es ist lächerlich vom Tatbestand der Körperverletzung zu reden. Wer weiß, vielleicht tut Gott den Juden eines Tages die Augen auf über den wahren Sinn der Beschneidung und sie werden sich dann nicht mehr auf ihre biologische Abstammung von Abraham berufen, sondern auf den Glauben Abrahams. Wie aber soll das geschehen, wenn sie nicht mehr beschnitten sind?

Sobald die Juden zur Einsicht gelangt wären, daß es nicht um Abstammung, sondern um Glauben geht, durch ein Wunder Gottes, dann natürlich wäre es an der Zeit, die Beschneidung des männlichen Gliedes abzuschaffen, das sollten die Juden aber von sich aus und freiwillig tun aus tiefer Einsicht heraus.

Ergänzung vom 31.10.2014

Ich habe mittlerweile Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleury’s Kirchengeschichte” gelesen. Bisher ging ich tatsächlich davon aus, Friedrich sei insgeheim Christ gewesen, weil er die Tugend so favorisiert. Durch das Lesen von Friedrich’s “Vorrede zum Auszug aus Fleury’s Kirchengeschichte” wurde mir aber klar, daß Friedrich kein Anhänger des ursprünglichen, wahren Christentums einschließlich seiner Lehre von Jesus als dem Sohn Gottes war, sondern Friedrich favorisierte nur die Morallehre Jesu bzw. die christliche Morallehre. Die Lehre von der Gottessohnschaft Jesu betrachtete er als ein Dogma, das die Kirche erst nachträglich hinzugefügt habe, das also nicht von Jesus und den Aposteln stammte. Friedrich betrachte die Lehre von der Gottessohnschaft Jesu sogar als angeblich schädlich. Er hielt diese Lehre für die Ursache vieler Glaubenskriege – und wenn sich Menschen gegenseitig den Schädel einschlagen, ist das natürlich der Morallehre von Jesus diametral entgegengesetzt, also schädlich (so dachte Friedrich). Soweit ich aber weiß, haben weniger die Anhänger der korrekten Lehre die Irrlehrer und deren Anhänger verfolgt, sondern umgekehrt die Irrlehrer und ihr Anhang die wahre Kirche. Friedrich täuschte sich also sehr. Friedrich war definitiv kein Christ, denn wer nicht glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, der kann kein tugendhaftes Leben im christlichen Sinne führen, denn er entbehrt der Erlösung, die in Christus Jesus ist.

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2 Antworten zu Beschneidung

  1. gnaz schreibt:

    Lieber Artikelschreiber
    Du hast zwar richtig erkannt, daß die Beschneidung am Fleisch keine Gerechtigkeit erwirkt sondern „nur“ die Beschneidung des Herzens. Trotzdem verweist jegliches der 70 Bücher der Bibel auf die Befolgung der Gebote, Satzungen und Rechtsvorschriften, die in der Torah aufgezählt sind, hin.In diesen Satzungen etc. bekundet Gott seinen Willen an den Menschen als Adressaten.
    Jesus zitiert die Torah die Torah indem er sagt:“….vom Brot allein,sondern von jede, Wort das er hört“ – nämlich die Torah. Die Beschneidung ist ein Erkennungszeichen für den Bund Gottes, den er mit Abraham geschlossen hat – als „ewige“ Ordnung! Ansonsten hätte Jesus der Torah widersprochen. Jesus hätte dann einen rechten Müll erzählt. So aber hat Jesus die Torah in ihrer Gänze erfüllt.

    • Rainer Braendlein schreibt:

      Hallo,

      es gibt eine Auslegung des Gesetzes nach dem Heiligen Geist Gottes, das ist, was
      Jesus an der von Dir zitierten Stelle meint.

      Schon immer, auch schon lange vor Christi Geburt, hätte ein Israelit fragen
      sollen, was es denn mit der Beschneidung auf sich habe, die in sich selbst
      ein lächerlicher Akt ist, genauso wie die Taufe. Abraham, Isaak, Jakob, Mose
      oder ein anderer Führer des Volkes Israel hätten dem Fragesteller dann erklärt,
      daß Abraham aus Glauben gerecht wurde und Gott das Zeichen der Beschneidung
      des männlichen Gliedes gab, um anzudeuten, daß „gute“ Nachkommen nicht in
      erster Linie etwas mit der biologischen Abstammung von Abraham zu tun haben,
      sondern mit dem Glauben an den HERRN oder Kyrios (Jesus Christus).

      Auch irgend ein Araber, Russe, Mexikaner, Eskimo, Schwede oder sonst ein
      Mensch kann heute ein Nachkomme Abrahams werden, indem er seinen Glauben
      annimmt. Selbstverständliche kann auch ein biologischer Nachkomme Abrahams
      (Jude bzw. Israelit) ein wahrer Nachkomme Abrahams werden durch Glauben an
      Jesus.

      Übrigens erfüllt jeder wahre Christ das Gesetz, was mehr ist, als das Gesetz
      halten. Der Halter des Gesetzes tut immer ein bischen zu wenig, der Christ,
      der in der Liebe (Jesus) lebt, tut immer wesentlich mehr als das Gesetz fordert.
      Insofern ist auch die praktische Gerechtigkeit des Christen der Gerechtigkeit
      eines Gesetzesjuden überlegen. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist die Erfüllung
      des Gesetzes. In die Liebe werden wir hineingetauft, wobei unser Glaube und die
      Taufe sich auf den Tod und die Auferstehung Jesu beziehen.

      Evangelium: Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, um unserer Sünden willen dahin-
      gegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

      Wer das glaubt und getauft wird, befindet sich in Christus, das heißt in der Liebe.
      In der Liebe seiend hat man ein beschnittenes Herz und erfüllt automatisch das
      Gesetz. Jesu Opfer am Kreuz war ein Sühneopfer, aber auch ein Werk der Erlösung.
      Wer glaubt, wird erlöst und seine Sünden werden gesühnt. Sühne und Erlösung lassen
      sich nicht trennen, sondern sind verwoben. Ein Mensch der die Erlösung ablehnt,
      kann auch die Vergebung nicht haben. Man muß beides nehmen, in einem Paket.

      Verzeihe bitte die verspätete Antwort,

      Rainer

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