Das heilige Abendmahl

Bezüglich der Abendmahlslehre stimme ich ganz mit Luther und Bonhoeffer überein. Die Abendmahlslehre Luthers findet man z. B. im „Großen Katechismus„.

Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bewahrt zwar die korrekte Abendmahlslehre der Theorie nach, aber es ist natürlich ein Unding, eine unsägliche Katastrophe, daß es einem heute passieren kann, daß ein homosexueller Pfarrer die Abendmahlsfeier zelebriert. Noch dazu nimmt er selbst an dem Mahl teil, was natürlich Blasphemie ist. Homosexualität gehört zu den groben Sünden (es scheint sogar, daß es eine der gröbsten Sünden ist) und schließt vom Reich Gottes bzw. der Kirche aus.

Vom Sakrament des Altars oder Hl. Abendmahl (aus Luther’s „Großem Katechismus“)

„Deshalb soll man hier die Leute unterscheiden: Denen nämlich, die freche und wilde Menschen (siehe Anmerkung 1)  sind, soll man sagen, sie sollen davon (vom Abendmahl) wegbleiben; denn sie sind nicht geschickt (in der Verfassung), Vergebung der Sünden zu empfangen, da sie diese nicht begehren und nicht gern fromm sein möchten. Die andern aber, die keine solche rohen und losen Leute sind und gerne fromm würden, sollen sich nicht davon sondern, auch wenn sie sonst schwach und gebrechlich sind. So hat auch der Hl. Hilarius gesagt: „Wenn eine Sünde nicht derart ist, daß man jemand mit Recht aus der Gemeinde stoßen und für einen Unchristen halten kann, soll man nicht vom Sakrament wegbleiben“, damit man sich nicht des Lebens beraube. Denn soweit wird niemand kommen, daß er nicht viel tägliche Gebrechen in seinem Fleisch und Blut behält.“

Anmerkung 1

Ich kann mir schlichtweg und schlechthin keine frechere und wildere Menschen vorstellen als homosexuelle Pfarrer – „da laß doch gleich den Teufel selbst das Abendmahl nehmen und zelebrieren“ (würde wahrscheinlich Luther dazu sagen). Das ist doch einzigartig in der 2000jährigen Geschichte der Christenheit, daß praktizierende Homosexuelle am Abendmahl teilnehmen dürfen und, was noch schlimmer ist, sogar homosexuelle Pfarrer – „das ist doch, den Teufel angebetet“ (würde wahrscheinlich Luther dazu sagen). Pfarramt und Homosexualität in einer Person des Pfarrers ist schon ein Unding an sich selbst und die Schande wird noch quadriert und multipliziert durch die Teilnahme des homosexuellen Pfarrers am Abendmahl. Es wäre schon ein Greuel, wenn ein gewöhnliches, homosexuelles Gemeindeglied am Mahl teilnehmen würde. Und es ist schon ein Greuel, wenn ein praktizierender (nicht bußfertiger) Homosexueller in der Kirche geduldet wird.

Lesen Sie, was Luther über das Abendmahl geschrieben hat in seinem „Großen Katechismus“; ich habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen.

Nur auf folgende Passage wollte ich kurz das Augenmerk richten:

„So haben wir nun das ganze Sakrament besprochen, sowohl was es an sich selbst ist, als auch was es bringt und nützt. Nun muß man auch sehen, wer die Person ist, die diese Kraft und diesen Nutzen empfangen soll. Das ist, ganz kurz gesagt, wie es oben bei der Taufe und sonst oft gesagt worden ist, [der], der das glaubt, wie die Worte lauten und was sie [mit sich] bringen. Denn sie sind nicht [zu] Stein und Holz gesagt oder verkündigt, sondern denen, die sie hören; zu diesen spricht er: „Nehmet und esset usw.“ Und weil er Vergebung der Sünden anbietet und verheißt, so kann es nicht anders als durch den Glauben empfangen werden. Solchen Glauben fordert er selbst in seinem Wort, indem er sprich: „Für euch gegeben und für euch vergossen.“ Das ist, als wollte er sagen: Darum gebe ich’s und heiße euch essen und trinken, daß ihr’s euch aneignen und genießen sollt. Wer sich nun das gesagt sein läßt und glaubt, daß es wahr ist, der hat es. Wer aber nicht glaubt, der hat nichts; denn er läßt es sich umsonst anbieten und will dieses heiligschaffende Gut nicht genießen. Der Schatz ist wohl aufgetan und jedermann vor die Türe, ja sogar auf den Tisch gelegt; es gehört aber dazu, daß du ihn dir auch aneignest und ihn gewiß für das hältst, was dir die Worte angeben.“

Die Taufe empfangen und am Heiligen Abendmahl teilnehmen soll nur der Mensch, der sich seiner tiefen Sündhaftigkeit bewußt ist und aufrichtig Besserung sucht durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Durch die Sakramente wird der Gläubige der befreienden Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu teilhaftig.

Schon bevor der Taufkandidat getauft wird, muß er es für wahr halten, daß er ein sündiger Mensch ist, daß er Vergebung und Erlösung erfahren kann durch Jesus und sein Opfer und daß ihm das bei der Taufe durch Gott selbst zugeeignet wird. Der Glaube vor der Taufe ist minimal, eben nur ein Für-wahr-halten, aber dennoch ist er notwendig.

Es soll sich kein Mensch taufen lassen, der nicht glaubt, daß er sündig ist; der nicht glaubt, daß Jesus für ihn starb und auferstand oder der nicht glaubt, daß ihm Gott durch die Taufe Heil gibt.

Das Heilige Abendmahl dient zur Vergewisserung der Vergebung und zur Stärkung des Glaubens. Es ist für den Christen bestimmt, der im täglichen, erbitterten Glaubenskampf gegen sein sündiges Fleisch erkennen muß, daß er nicht sündlos werden kann. Wer natürlich in groben Sünden wie Hurerei, Habgier, Hass, Mord, Totschlag, Dieberei, Ehebruch, Betrug, etc. lebt, der ist überhaupt kein Christ und soll deswegen auf keinen Fall an dem Mahl teilnehmen (er ist und trinkt sich selbst Gericht). Denn auch das heißt das Mahl nicht recht unterscheiden, also es als profanes Essen und Trinken zu betrachten, wenn einer, der in groben Sünden lebt, daran teilnehmen würde.

Wer also am Abendmahl teilnehmen will, der muß das Folgende für wahr halten: unser Fleisch bzw. Leib bleibt sündig in sich selbst auch nach der Taufe. Wir kämpfen täglich gegen unser Fleisch an, indem wir glauben, daß wir mit Jesus gestorben und auferstanden sind (der Sünde abgestorben und in Christus). Wir werden durch die befreiende Kraft Jesu bis zu einem hohen Grad unser sündiges Fleisch „zähmen“ können und Nächstenliebe üben, aber gerade dem, der in solchem Überwinden lebt, der wird immer wieder die schmerzliche Erfahrung machen müssen, daß er nicht sündlos werden kann. Wer diesen Schmerz fühlt, für den ist das Abendmahl bestimmt. Es stärkt den Glauben des armen Sünderleins, daß Jesus ihm Vergebung erworben hat und daß Jesus ihn noch mehr frei machen will und kann.

Es ist wie bei der Taufe: Vorher können wir nur Für-wahr-halten, aber auch wenn das in sich selbst nicht viel ist, so ist es doch notwendig. Den Segen empfangen wir dann, wenn wir tatsächlich am Mahl teilnehmen, essen und trinken unter Gottes Wort (dies ist mein Leib, für euch gegeben und dies ist mein Blut, für euch vergossen). Da stärkt Gott selbst unseren minimalistischen Glauben durch Christi Leib und Blut. Ich bin mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden durch die Taufe und dieser Bund wird erneuert, befestigt und erhalten durch das Hl. Abendmahl: Auf sakramentale Weise durchdringt mich Gott mit Christus, der himmlischen Speise, wenn ich an dem Mahl teilnehme; dies ist etwas, was man mit dem Verstand nicht erfassen kann; wer aber am Mahl teilgenommen hat, der darf sich sicher sein, daß Gott in gestärkt hat mit himmlischer Arznei. Es ist ein sakramentales Essen und Trinken.

 

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