Das Wetter in Bayern, die Trockenheit und Gott

Seit längerer Zeit regnet es in Bayern viel zu wenig. Falls es weiterhin so wenig regnet, werden sicherlich die Vegetation und die Kulturpflanzen Schaden leiden. Es stellt sich die Frage, ob wir es mit einem wirklichen Wetterphänomen oder nur mit einer Kapriole des Wetters zu tun haben?

Bestimmt wäre es überzogen, wenn man sich von der momentanen Dürre dazu verleiten lassen würde, in eine Art Sektengeheul zu verfallen: „Die Welt geht unter!“ Durch Importe können heimische Ernteausfälle ausgeglichen werden, aber doch: Importe kosten natürlich etwas. Eine längere Dürre führt zu einer Belastung der Volkswirtschaft und somit jedes Einzelnen. Eine Dürre ist also auf keinen Fall etwas wünschenswertes, auch nicht für den Nicht-Landwirt, der nicht unmittelbar von einem Einkommensausfall betroffen ist. Nicht nur die Landwirte leiden Schaden sondern indirekt jeder.

Egal, ob wir es jetzt mit einem Wetterphänomen oder einer Wetterkapriole zu tun haben, das Wetter wird von Gott gesteuert. Natürlich hat das Wetter bestimmte Ordnungen wie z. B. die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst, Winter, aber Gott, der diese Ordnungen gegeben hat, kann jederzeit diese Ordnungen auch außer Kraft setzen.

Normalerweise läßt Gott das Wetter nach den gewohnten Ordnungen ablaufen, aber er kann auch einmal einen abweichenden Verlauf verfügen, um einem Volk oder Land zu zeigen, daß ihm etwas missfällt. Wenn Gott Regen und fruchtbare Zeiten schenkt, können wir ihm für seine Güte danken; wenn er es aber nicht mehr tut, dann läuft etwas total schief.

Apg 14,17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch (die Heiden) vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.

Mt 5,45 Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Das Existenzrecht dieser Welt liegt allein darin begründet, daß Gott Geduld hat mit uns Sündern. Gottes Langmut wartet ab. Gott wartet darauf, daß die Menschen Buße tun und gläubig werden. Das ideale Gesellschaftssystem wäre die Kirche (die Kirche ist das ideale Gesellschaftssystem, weil dort Liebe regiert; Jesus ist die Liebe), in die man durch Buße, Glauben und Taufe gelangt. Solange aber ein Mensch nicht Buße tut, muß es ja eine Art Notstandsystem geben, wo er existieren kann trotz seiner Sünde und das ist diese Welt mit ihren Staaten und Ländern. Sünde ist ein anderes Wort für Lieblosigkeit oder Egoismus. Sie wirkt sich natürlich absolut zersetzend aus auf jede Form von Gemeinschaft. Strenggenommen können Sünder gar nicht in Gemeinschaft leben. Der Staat sorgt dafür, daß die Sünder trotz ihrer Sünde eine Weile zusammen existieren können in einer Art Notgemeinschaft. Es ist wirklich im strengen Sinne nur ein schnödes Existieren. Will der Mensch leben, so muß er sich durch Buße, Glauben und Taufe der Kirche, dem idealen Gesellschaftssystem, anschließen. Nur in der echten Kirche gibt es wirkliches Leben, Freude, Frieden, Heil, etc.

Es ist Gottes Wille, daß die Länder und Staaten erhalten bleiben, auch wenn ihre Bewohner größtenteils Sünder sind. Gott gibt uns Menschen Zeit und Raum zur Buße, er wartet ab. Gott erhält die Länder und Staaten bzw. alle Menschen, indem er gutes Wetter schenkt, was zu ausreichenden Ernten führt.

Psalm 65, 9-14

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. 10 Du suchst das Land heim und bewässerst es / und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du lässest ihr Getreide gut geraten; denn so baust du das Land. 11 Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs. 12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel sind erfüllt mit Jubel. 14 Die Anger sind voller Schafe, / und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.

Was Gott allerdings nicht dulden mag, scheint zu sein, wenn das Böse zu sehr legalisiert wird. Ich meine damit eine Umkehrung aller Verhältnisse, als ob die echten Christen die Bösen wären und die wirklich Bösen die Guten. Da kann es sein, daß er den Regen zur rechten Zeit vorenthält.

5. Mose 11, 16-17

16 Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an, 17 und dass dann der Zorn des HERRN entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, sodass kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.

Wir haben heute das Problem der völligen Ökonomisierung der Gesellschaft bzw. des Materialismus und Kapitalismus. Davon sind fast alle Menschen betroffen. Das ist Götzendienst und nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar:

Mt 6,24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Gott des Materialismus).

Sicherlich würde man ausgelacht werden, wollte man behaupten, die ganze Menschheit sei dem Götzendienst verfallen. Es würde einem erwidert: „Wir dienen nicht den Götzen, sondern leben im modernen Zeitalter der Wissenschaft und Technik!“ Aber doch ist es so, daß ein weltweiter Götzendienst besteht: Die Menschen sind nur noch damit beschäftigt, Dinge herzustellen und zu konsumieren, auch die religiösen. Für den wirklich gottesfürchtigen Menschen ist kein Platz in diesem System, da Nächstenliebe hier nur stören würde. Alles, was zählt, ist der knallharte Wettbewerb. Die scheinbar gottesfürchtigen Glieder von Sekten (z. B. wiedertaufende Freikirchen), abgefallenen Kirchen (z. B. evangelische Kirche in Deutschland) und falschen Religionen (Islam, Katholizismus, Buddhismus, etc.) können sich in diesem System sehr gut halten, da es bei ihnen nicht auf Nächstenliebe im Alltag ankommt, sondern auf das Praktizieren bestimmter Rituale (z.B. die fünf Säulen des Islam; die Protestanten halten gar nichts, da sie Jesus zu einem Sündenbock degradiert haben, durch den ihnen so oder so alles vergeben ist). All diese Scheinheiligen könne vorbildliche Gläubige ihrer Religion sein und doch gleichzeitig am bösen, materialistischen System teilnehmen, indem sie den knallharten Wettbewerb mitmachen auf Kosten von Kunden, Arbeitskollegen, sonstigen Menschen – für sie ist Nächstenliebe entweder überhaupt kein Thema oder nicht absolut, das heißt relativierbar (man liebt eigentlich nur die Glieder seiner eigenen Glaubensgemeinschaft oder wen man dazu bekehren will; die Schädigung irgendwelcher Menschen um des Profites der Firma willen wird in Kauf genommen). Egal ob religiös oder nicht-religiös, nahezu alle Menschen sind in diesem System gefangen.

Das Allerschlimmste ist, daß heute auch Leute, die sich Christen nennen, das ganze furchtbare Spiel mitmachen. Die „christlichen Kirchen“ sehen sich nicht genötigt, ihre Glieder darüber aufzuklären, daß man sich entscheiden muß zwischen Gott und dem Mammon. Wer dem Mammon dient, ist vom Glauben an Jesus oder vom Glauben an den lebendigen Gott abgefallen und somit kein Christ, sollte sich auch nicht Christ nennen. Nächstenliebe und Materialismus sind unvereinbar.

Der allgemeine Abfall der christlichen Kirchen weltweit wird sicher das Gericht Gottes hervorrufen. Gott hat ja bisher die Welt nur bestehen lassen, damit Menschen aus der Welt in die Kirche wechseln können. Wenn aber keine wirkliche Kirche mehr da ist, dann hat die ganze Welt keinen Sinn mehr in Gottes Augen und ist nahe daran, abgeschafft zu werden.

3. Mose 26, 1-5

Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott. Haltet meine Sabbate und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR. Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit und das Land soll sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen. Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.

Psalm 147, 7-18

7 Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen, 8 der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen lässt, 9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen. 10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes (das ist sicher ein Hinweis auf das schnöde Kräftemessen bzw. den Wettbewerb unter den Menschen). 11 Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. 12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! 13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte. 14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen. 15 Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell. 16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche. 17 Er wirft seine Schloßen herab wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost? 18 Er sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er lässt seinen Wind wehen, da taut es.

Die Legalisierung der Homosexualität wird Gott sicherlich auch nicht davon abhalten, uns zu richten, im Gegenteil. Siehe „Schwule Pfarrer„.

 

Ergänzende Bibelstellen:

Offenbarung 14, 7

7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Hesekiel 14, 12-14

Und des HERRN Wort geschah zu mir: 13 Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündigt und Treubruch begeht und wenn ich meine Hand dagegen ausstrecke und den Vorrat an Brot ihm wegnehme und Hungersnot ins Land schicke, um Menschen und Vieh darin auszurotten, 14 und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben retten, spricht Gott der HERR.

Hiob 38, 28

Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt? („Wer“ = Gott)

Hiob 38, 37-38

Wer ist so weise, dass er die Wolken zählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel ausschütten, 38 wenn der Erdboden hart wird, als sei er gegossen, und die Schollen fest aneinander kleben?

 

 

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