War Moses ein Mörder?

Ein moderner EKD-Theologe würde bei der Auslegung der Bibel sicherlich zu dem Schluss kommen, daß Moses ein Mörder war. Dies würde ihn und seine Leser (Anhänger, Schüler) im Glauben an die „billige Gnade“ bestärken: Jesus hat alles im Voraus bezahlt durch seinen Tod am Kreuz, also können wir tun und lassen, was wir wollen. Da Jesus unsere Schuld trug, als er am Kreuz für uns starb, muss Gott uns alles vergeben.

Für die Theologen der EKD und ihre Anhänger wird es am Jüngsten Tag (Gerichtstag, Jüngstes Gericht) ein böses Erwachen geben. Sie werden feststellen müssen, daß Gott ihnen gar nichts vergeben  hat, weil sie Seine Gnade nicht wertschätzten durch ein Leben in der Heiligung (Heiligung bedeutet ein Überwinden der persönlichen Sünde  durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu). Nur die „teure Gnade“ führt zur Vergebung aller unserer Sünden.

Da der Gesamtinhalt der Bibel die Lehre von der „teuren Gnade“ unterstützt, erscheint es kaum plausibel, daß Moses, der Prophet Gottes, einen Mord begangen hat unter der Prämisse, Gott würde ihm das schon vergeben. Es muß eine (juristische) Rechtfertigung geben für die Tötung des Ägypters durch Mose.

2. Mose 2

Moses Geburt und wunderbare Errettung

Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm ein Mädchen aus dem Hause Levi zur Frau Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Gespielinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein. Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille? Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes. Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es. 10 Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Moses Flucht nach Midian

11 Zu der Zeit, als Mose groß geworden war, ging er hinaus zu seinen Brüdern und sah ihren Frondienst und nahm wahr, dass ein Ägypter einen seiner hebräischen Brüder schlug 12 Da schaute er sich nach allen Seiten um und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sande. 13 Am andern Tage ging er wieder hinaus und sah zwei hebräische Männer miteinander streiten und sprach zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Nächsten? 14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Aufseher oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wie ist das bekannt geworden 15 Und es kam vor den Pharao; der trachtete danach, Mose zu töten. Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. Und er setzte sich nieder bei einem Brunnen. 16 Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter; die kamen, Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken 17 Da kamen Hirten und stießen sie weg. Mose aber stand auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe. 18 Und als sie zu ihrem Vater Reguël kamen, sprach er: Warum seid ihr heute so bald gekommen? 19 Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann stand uns bei gegen die Hirten und schöpfte für uns und tränkte die Schafe. 20 Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann draußen gelassen? Ladet ihn doch ein, mit uns zu essen. 21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau 22 Die gebar einen Sohn und er nannte ihn Gerschom; denn, sprach er, ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande 23 Lange Zeit aber danach starb der König von Ägypten. Und die Israeliten seufzten über ihre Knechtschaft und schrien, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor Gott. 24 Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob 25 Und Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.

Zwei Faktoren sind entscheidend für die richtige Auslegung dieses Bibelabschnitts. Wir müssen erstens registrieren, daß Mose zur ägyptischen Obrigkeit gehörte, weil ihn die Tochtes des Pharao adoptiert hatte. Moses war ein ägyptischer Prinz, obwohl er biologischer Nachkomme des Patriarchen Jakob und somit ein Jude war. Als Glied der ägyptischen Obrigkeit hatte Mose ein Recht zu richten. Weiter müssen wir zweitens berücksichtigen aus welchen Motiven heraus Mose handelte. Moses brachte den Ägypter nicht um aus niedrigen Beweggründen (Motive wie Habsucht, Revanche, Machtgier, religiös-fanatische Anmaßung, etc.), sondern es war eine Art Schnellgericht (Standgericht) über den kriminellen Ägypter. Moses rächte seinen israelitischen (jüdischen) Bruder an dem Ägypter.

Moses ging vielleicht ein bischen zu weit damit, daß er den Ägypter gleicht tötete, aber grundsätzlich war es sehr ehrenhaft und löblich, daß Mose sich für seinen Bruder einsetzte und dabei auch sein eigenes Leben und seine eigene Existenz aufs Spiel setzte.

Mose fürchtete sich wegen seiner Tat nicht vor Gottes Strafe sondern vor Pharao. Pharao aber war ein anti-göttlicher Tyrann und handelte nicht im Sinne Gottes. Pharao’s Regierung in Ägypten war eine Pseudo-Regierung – es war äußerst ungerecht und böse, wie er das Volk Israel misshandelte ohne Grund.

Siehe 2. Mose 1.

Letztendlich war die Misshandlung der Juden durch Pharao und die Ägypter eine Kriegserklärung an die Juden, die in Ägypten lebten. Gott sandte ihnen Moses als Führer (Fürst, König), um sie aus der Knechtschaft des Pharao zu befreien. Zunächst erkannten die Juden nicht, daß Mose ihr Führer war, aber das ist eine andere Geschichte und muß zu einer anderen Zeit besprochen werden.

Im weiteren Verlauf von 2. Mose sehen wir auch, daß Gott Mose nie eine Vorwurf gemacht hat wegen der Tötung des Ägypters. Im Gegenteil, Gott berief Mose erneut zum Führer über sein Volk Israel.

Siehe 2.Mose 3.

Apostelgeschichte 7, 17-35

Rede des Stephanus

Als nun die Zeit der Verheißung sich nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten, 18 bis ein andrer König über Ägypten aufkam, der nichts wusste von Josef. 19 Dieser ging mit Hinterlist vor gegen unser Volk und misshandelte unsre Väter und ließ ihre kleinen Kinder aussetzen, damit sie nicht am Leben blieben. 20 Zu der Zeit wurde Mose geboren und er war ein schönes Kind vor Gott und wurde drei Monate ernährt im Hause seines Vaters. 21 Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und zog ihn auf als ihren Sohn. 22 Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter gelehrt und war mächtig in Worten und Werken. 23 Als er aber vierzig Jahre alt wurde, gedachte er, nach seinen Brüdern, den Israeliten, zu sehen. 24 Und sah einen Unrecht leiden; da stand er ihm bei und rächte den, dem Leid geschah, und erschlug den Ägypter. 25 Er meinte aber, seine Brüder sollten’s verstehen, dass Gott durch seine Hand ihnen Rettung bringe; aber sie verstanden’s nicht. 26 Und am nächsten Tag kam er zu ihnen, als sie miteinander stritten, und ermahnte sie, Frieden zu halten, und sprach: Liebe Männer, ihr seid doch Brüder; warum tut einer dem andern Unrecht? 27 Der aber seinem Nächsten Unrecht getan hatte, stieß ihn von sich und sprach (2.Mose 2,14): »Wer hat dich zum Aufseher und Richter über uns gesetzt? 28 Willst du mich auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?« 29 Mose aber floh wegen dieser Rede und lebte als Fremdling im Lande Midian; dort zeugte er zwei Söhne. 30 Und nach vierzig Jahren erschien ihm in der Wüste am Berge Sinai ein Engel in einer Feuerflamme im Dornbusch. 31 Als aber Mose das sah, wunderte er sich über die Erscheinung. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm (2.Mose 3,5-10): 32 »Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.« Mose aber fing an zu zittern und wagte nicht hinzuschauen. 33 Aber der Herr sprach zu ihm: »Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliges Land! 34 Ich habe gesehen das Leiden meines Volkes, das in Ägypten ist, und habe sein Seufzen gehört und bin herabgekommen, es zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Ägypten senden.« 35 Diesen Mose, den sie verleugnet hatten, als sie sprachen: »Wer hat dich als Aufseher und Richter eingesetzt?«, den sandte Gott als Anführer und Retter durch den Engel, der ihm im Dornbusch erschienen war.

Schluss:

Mose war mitnichten oder keineswegs ein Mörder sondern ein göttlicher Prophet. Der Herr, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hatte Mose gesandt, um Sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens zu führen. Mose tat den Willen Gottes, als er den bösen Ägypter exekutierte (hinrichtete).

Was ist der Unterschied zwischen Mose und Muhammad?

Muhammad war nicht von Gott gesandt und deshalb war es jedesmal ein Mord, wenn Muhammad jemand tötete oder töten ließ. Muhammad tötete unschuldige Menschen (er vergoß unschuldiges Blut), nur weil sie seinen erdichteten Schwachsinn, den er Islam nannte, nicht glauben wollten. Muhammad war ein extremer Sünder und wird am Jüngsten Tag zu einem ewigen Aufenthalt und ewiger Qual im Feuersee verdammt werden zusammen mit fast allen modernen EKD-Theologen, Wiedertäufern, Päpsten, die nach Gregor dem Großen kamen, etc.

Siehe auch das Folgende:

War König David ein Mörder?

War Jakob ein Betrüger?

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6 Antworten zu War Moses ein Mörder?

  1. Gerhard Schirra schreibt:

    Gott fordert Moses zum Massenmord an allen Midianitern, die einst Moses für vierzig Jahre bewirtet hatten, als er in Ägypten um sein Leben fürchten mußte, auf, einschließlich Frauen und männlichen Kleinkindern. Nur die Jungfrauen dürfen als Kriegsbeute behalten werden zum Vergnügen der Krieger, der Priester des Herrn und des Herrn selbst: Num. 31:1-2, 9-11, 14-18, 32, 35, 40. Was ist das und kam das von Gott? NEIN!

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Tut mir leid, aber Ihre Aussage, die Midianiter hätten Mose bewirtet, ist schlichtweg falsch. Natürlich waren Moses‘ Schwiegervater (Jitro) und seine Töchter, die Mose bewirteten, Midianiter, aber nur nach ihrer natürlichen (biologischen) Abstammung, aus genealogischer Sicht. Durch ihren Glauben an den Gott Israels, der sie von den gewöhnlichen Midianitern unterschied, gehörten Moses‘ Schwiegervater und seine Töchter zum Volk Gottes und ihre natürliche, midianitische Abstammung trat völlig in den Hintergrund. Nicht in ihrer Eigenschaft als Midianiter bewirteten Jitro und seine Töchter Moses, sondern weil sie mit Moses den Glauben an den Gott Israels gemeinsam hatten. Die Midianiter an sich waren Heiden und Feinde des Volkes Gottes – sie hätten Mose niemals bewirtet.

      Über weitere Kommentare würde ich mich freuen.

    • Detlef Gerd Judka schreibt:

      Gott forderte!Dieser angebliche Gott und alle die auf ihn hörten ist ein mörderischer Gott.
      Moses ein Fanatiker und Massenmörder ,Vergewaltiger und Räuber.

      • Wenn Sie das, was Sie in Ihrem Kommentar schreiben, von Mohammed und Allah behaupten würden, hätten Sie sogar recht.

        Ihre Kritik an Mose und dem christlichen Gott ist jedoch Gotteslästerung, wofür er Sie richten wird.

        Ihre Kritik an Mose und Gott ist völlig unangebracht und entbehrt jeder historischen Grundlage.

  2. Irgendwer schreibt:

    Wenn sich Mose darüber klar war, daß der Pharao grausam und ungerecht ist, dann hätte ihm auch klar sein müssen, daß auch die Sonderrechte, die ihm vom Pharao eingeräumt waren, ungerecht sind. Als gerechter Mensch hätte er deshalb von seinem oben vermuteten Sonderrecht sofort zu richten keinen Gebrauch gemacht. Tatsächlich passierte aber anderes. Er tötete den Ägypter, nachdem er sich (wie fast alle Kriminellen) zuvor umgeschaut hat, ob es vielleicht von anderen gesehen werden kann. Diese Vermutung beweist zwar noch gar nicht, aber der spätere Verlauf der Geschichte bestätigt dann für sich selbst, daß es nicht anders gewesen sein kann. Denn zuerst bringt Mose die 10 Gebote, und als nächstes verstößt er ganz gezielt und hartnäckig bis zum Exzeß gegen jedes dieser Gebote und behauptet auch noch kackfrech, daß es Gott so verlangt hätte. Er ließ Bildnisse bauen, sammelte Gold, ließ andere Stämme abschlachten und ausplündern, raubte sogar seine eigene Sippschaft aus und war der primitiven Rachsucht stets näher als der Vergebung. Dennoch war Mose wohl ein sehr guter Menschenkenner und hat gewußt, daß sein Handeln auch noch Jahrtausende nach ihm so sehr verklärt wird, daß man auch schlimmste Gräuel für heilige Handlungen hält, wenn nur behauptet wird, daß es irgend ein Gott so verlangt hat.
    Doch was wäre wohl, wenn es die Wiedergeburt tatsächlich gäbe? Was wäre, wenn Mose als Deutscher wiedergeboren wäre – bei gleichem Charakter? Wo ist der Unterschied, ob ein Semit unter Berufung auf irgendwas völkermordend durch die Lande zieht oder ob es ein deutscher Diktator unter Berufung auf irgendwas tut?
    Doch mit der Bibel und der Religion ist es wie mit einem Haus. Wer niemals eine Kellerbuchte in einem Haus verläßt, der kann nicht sehen, wie das Haus von außen aussieht. Und wer seinen eigenen Glauben nicht ständig ebenso hinterfragt wie den Glauben anderer, der bleibt Gefangener seiner persönlichen Kellerbuchte.

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