Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 2, Verse 8-17

8 Und dem Engel der Gemeinde in „Smyrna“ schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans. 10 Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode. 12 Und dem Engel der Gemeinde in „Pergamon“ schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: 13 Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt. 14 Aber einiges habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. 15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten. 16 Tue Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. 17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.

Auslegung

„8 Und dem Engel der Gemeinde in „Smyrna“ schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden:“

Damit soll ausgedrückt werden, daß jeder wahre Christ durch Jesus auch den physischen Tod überwunden hat:

Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr (die Jüngerin Marta, R. B.): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;

Für den Christen hat also der physische Tod seinen Schrecken verloren. Der Christ stirbt „in Christus“, der das Leben ist. Es ist also kein absolutes Sterben wie bei Ungläubigen sondern mehr ein Entschlafen – der Christ bzw. seine Seele ruht nach dem Entschlafen im Herrn bis zur Auferweckung bei der Wiederkunft Jesu.

Joh 11,11 Das sagte er (Jesus; R. B.) und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft (er war gestorben; R. B.), aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.

Röm 14,8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.

2Kor 5,8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.

Phil 1,23 Denn es setzt mir beides hart zu: Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;

Der Tod konnte Christus nicht halten, weil Christus das Leben selbst war bzw. ist. Man kann Wasser selbst nicht trocken machen und Licht selbst nicht zu Finsternis. Auch ein gestorbener Christ ist immer noch „in Christus“, im Leben, und somit kann sich der Tod seiner nicht in vollkommener Weise bemächtigen. Der Tod bleibt nur ein Durchgangsstadium für ihn, wie wenn man zu Bett geht und am Morgen wieder aufwacht, eher angenehm.

„9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans.“

Judenchristen (bekehrte Juden) erlitten Anfeindung von Seiten der Juden und Heidenchristen (bekehrte Heiden) von Seiten der Heiden.

1Thess 2,14 Denn, liebe Brüder, ihr seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben.

Die mildeste Form dieser Anfeindung war noch Bedrängnis, die zu Armut der Christen führte. Die Juden taten schon zu Lebzeiten Jesu die bekehrten Juden in den Bann. Wer mochte schon einen Gebannten anstellen oder als Arbeiter bei sich behalten. Der Bann mußte also zu Arbeitslosigkeit und somit materiellem Mangel (Bedrängnis) führen. Ähnliches taten offensichtlich die Heiden an den Heidenchristen.

Joh 9,22 Das sagten seine (ein Blindgeborener, der von Jesus geheilt wurde; R. B.) Eltern, denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon geeinigt: wenn jemand ihn als den Christus bekenne, der solle aus der Synagoge ausgestoßen (=Bann) werden.

Nichtsdestotrotz war aber die Kirche zu Smyrna reich, sie war reich an Glauben:

Jak 2,5 Hört zu, meine lieben Brüder! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben?

Und das war der Reichtum auf den allein es ankam.

Lk 12,33 Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt, und den keine Motten fressen.

Ein Christ, der Geld für kirchliche Armenpflege spendet, die Betreuung von Obdachlosen, Hungrigen, Durstigen, Nackten, Immigranten und Straffälligen, der legt sein Geld auf der Himmelsbank an, die durch keinen Bankencrash, keine Naturkatastrophe und keinen Atomkrieg und keine sonstige irdische Katastrophe zerstört werden kann. Wichtig ist, daß die Betreuung der Bedürftigen kirchlich organisiert ist und es auch darum geht, den Bedürftigen in die Gegenwart des sakralen Jesus zu bringen, der das Leben in sich selbst ist und auch ein „völlig verpfuschtes“ Leben wieder in Ordnung bringen kann.

2Kor 8,2 Denn ihre (die Mazedonier; R. B.) Freude war überschwänglich, als sie durch viel Bedrängnis bewährt wurden, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfalt.

Die Mazedonier gaben Geldspenden für die Kirche zu Jerusalem, obwohl sie selber sehr arm waren.

Lk 21,4 Denn diese alle haben etwas von ihrem Überfluss zu den Opfern eingelegt; sie (die arme Witwe; R. B.) aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte. (dies sagte Jesus über die arme Witwe; R. B.)

Die „Lästerung“ der Juden bestand vermutlich darin, daß sie behaupteten, Jesus von Nazareth sei nicht der Messias, nicht der Sohn Gottes. Übrigens sind hier in diesem Text tatsächlich  Juden (Anhänger des Gesetzes-Judentums) gemeint. Sie waren aus der Sicht Gottes bzw. Jesu allerdings keine echten Juden („die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht“), weil sie ihren Messias Jesus von Nazareth verleugneten. Und schon Jesus hatte zu seinen Lebzeiten heftige Streitgespräche mit den Juden Judäas gehabt, weil sie nicht an ihn (Jesus) glauben wollten. Jesus wies sich aus als Gottes Sohn durch seine Zeichen und Wunder. Die Juden jedoch behaupteten, diese Zeichen und Wunder seien eine Wirkung des Teufels. Dies war die Lästerung des Heiligen Geistes und somit wurden sie zur Synagoge Satans. Sie bezichtigten Jesus, des Teufels zu sein, waren aber selbst des Teufels. Das Gleiche taten sie mit der christlichen Kirche. Gott, der Heilige Geist, wollte die jüdischen Führer durch die Zeichen und Wunder, die Jesus Christus tat, zu Gott, dem Vater, ziehen, aber sie schrieben dieses ganze Wirken des dreieinigen Gottes dem Teufel zu, der somit Raum in ihnen gewann, sie schließlich gänzlich erfüllte.

Mk 3,22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul, und: Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten.

Joh 8,44 Ihr (die jüdischen Führer; R. B.) habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

„10 Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“

Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, sehen wir, wie fürchterlich das jüdische Establishment gegen die Apostel und die Kirche überhaupt wütete (der Teufel bediente sich offensichtlich der Juden und brachte durch sie Christen ins Gefängnis). Für Petrus und Paulus waren Gefängnisaufenthalte nichts unbekanntes. Häufig wurde dies durch die Initiative der Juden verursacht, wie wir lesen können. Jesus aber spricht: „Fürchte dich nicht!“ Wie der Tod hat auch ein Gefängnisaufenthalt seinen Schrecken für einen Christen verloren, denn das Leben, Jesus, ist immer bei ihm und tröstet ihn durch seine göttliche Gegenwart, egal wo er ist.

Apg 8,3 Saulus (vor seiner Bekehrung zu Jesus war Paulus ein jüdischer Religionspolizist und trug den Namen Saulus) aber suchte die Gemeinde zu zerstören, ging von Haus zu Haus, schleppte Männer und Frauen fort und warf sie ins Gefängnis.

Vielleicht gab es einige Christen in Smyrna, die doch vor der letzten Konsequenz des Glaubens, Gefängnis und Tod, ein wenig zurückschreckten. Der himmlische Christus aber ermutigt sie, auch das um seinetwillen zu ertragen und verheißt ihnen die Krone des Lebens (wahrscheinlich das Ewige Leben selbst; R. B.). Vor allem tröstet er sie mit der Wahrheit, daß Christus all denen ganz nahe ist und mit seiner Gegenwart beglückt, die um seinetwillen leiden.

„11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode.“

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Es wird also nicht derjenige das ewige Leben ererben bzw. den zweiten Tod nicht erleiden, der so stolz herausposaunte: „Jesus starb für mich am Kreuz“, sondern derjenige, der in der Kraft von Jesu Tod am Kreuz und seiner Auferstehung seine alte, sündige Natur überwand. Diese befreiende Kraft Jesu ist so groß, daß sie sogar durch Gefängnis und Tod hindurchträgt. Unsere Verantwortung ist es, uns täglich daran zu erinnern, daß wir durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden wurden. Wir sind durch die Taufe der Sünde abgestorben und in Christus. Dies wird wirksam, wenn wir uns glaubend daran erinnern. Unser Leib bleibt durch die Taufe unverändert, das heißt er will weiterhin sündigen. Diesen sündigen Leib müssen wir überwinden durch die zwei Verheißungen: „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“. Jesus Christus ist stärker als unser sündiger Leib bzw. unsere Sünde bzw. unser alter Adam bzw. unsere alte, sündige Natur. Wer regelmäßig überwindet, der bleibt in Jesus bzw. bewahrt den Glauben.

„12 Und dem Engel der Gemeinde in „Pergamon“ schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert:“

Ephesus drohte Jesus „nur“ mit dem Entzug seiner freundlichen Gegenwart; Pergamon dagegen bedroht er mit dem schärfsten Gericht: Das zweischneidige Schwert. Das spricht nicht nur von geistlicher Auflösung sondern auch von physischer Vernichtung. Und wie wir wissen, kam ja die böse „Religion“ des Schwertes, des Mordens und Schlachtens, der Islam, über die Gemeinden Kleinasiens (heute Türkei) und keine von ihnen existiert heute mehr (siehe Anmerkung, unten). Nicht, daß hierdurch die kriminellen Taten der Nachfolger Mohammeds irgendeine Rechtfertigung erführen. Vielmehr ist es so, daß Christus so unvorstellbar mächtig ist, daß er sich auch der Bösen (die Kämpfer Mohammeds), die eigentlich gegen ihn selbst (Jesus) kämpfen, bedienen kann. Christus wird am Gerichtstag Mohammed und alle Dschihadisten, die im Namen des Islam unschuldige Christen ermordeten, in die Hölle werfen, denn sie hatten wirklich Böses im Sinn. Gleichzeitig ist es aber so, daß Christus sich ihrer, ihres Bösen, bediente, um seine Gemeinden zu züchtigen. Nochmals, dies ist aber keine Entschuldigung für die bösen Aggressionskriege der Muslime gegen unschuldige christliche Länder.

Und lange vor dem Islam setzten die Arianer der christlichen Kirche hart zu; das waren die Goten und Vandalen, also Germanen, die der Irrlehre des Arius anhingen, wodurch sie sehr gewalttätig waren.

„13 Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.“

Pergamon war tatsächlich ein Zentrum des griechischen Götzendienstes und anscheinend wohnte der Satan tatsächlich dort. Der Pergamon-Altar (vielleicht buchstäblich der Thron Satans zu jener Zeit) wurde ausgegraben und befindet sich heute in Berlin (unglaublich, aber wahr). So war es eine enorme Leistung und sehr kühn, daß die Kirche zu Pergamon trotz dieser Tatsache am Bekenntnis zu Jesus festhielt. Das Lippenbekenntnis allein macht zwar noch nicht selig, ist noch nicht hinreichend zum Heil, aber es ist notwendig und schon für sich genommen eine ruhmvolle Tat. Sicherlich wurde die Kirche an keinem anderen Ort der Welt von den Heiden mehr angefeindet als in Pergamon und es gehörte viel Mut dazu, sich mit dem Mund zu Jesus zu bekennen. Am Beispiel von Ephesus aus der Apostelgeschichte sehen wir, daß der christliche Glaube durchaus den Unwillen der Heiden bewirken kann.

Apg 19,26 und ihr (heidnische Zuhörer; R. B.) seht und hört, dass nicht allein in Ephesus, sondern auch fast in der ganzen Provinz Asien dieser Paulus viel Volk abspenstig macht, überredet und spricht: Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter.

Apg 19,28 Als sie (die Heiden von Ephesus; R. B.) das hörten, wurden sie von Zorn erfüllt und schrien: Groß ist die Diana der Epheser!

An Antipas sehen wir, daß das Bekenntnis zu Jesus durchaus mit dem Tode bestraft werden konnte. Es war wirklich nicht einfach.

Warum droht Jesus dieser mutigen Gemeinde von Pergamon dennoch mit dem Schwert, mit der physischen Vernichtung?

Darum:

„14 Aber einiges habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. 15 So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten.“

Einige Glieder der Kirche zu Pergamon dachten anscheinend, sie könnten an Jesus glauben und gleichzeitig ihrer alten griechischen Religion nachgehen (z. B. Götzenopfer essen). Aber es ist klar, daß man nicht Gott (Jesus) und den Teufel gleichzeitig anbeten kann. So etwas ist natürlich unter dem Strich reine Teufelsanbetung und der Glaube an Jesus in diesem Falle ungültig.

1Kor 10,20 Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den bösen Geistern und nicht Gott. Nun will ich nicht, dass ihr in der Gemeinschaft der bösen Geister seid.

1Kor 10,21 Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der bösen Geister; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der bösen Geister.

Die griechische Religion existiert heute nicht mehr. Kann ein Christ sich heute dennoch des Götzendienstes schuldig machen?

Ja, und zwar durch die Anbetung des Mammon, des Gottes des Materialismus.

Viele sogenannte Christen denken sich nichts dabei, einerseits mit dem Munde Jesus zu bekennen, anderseits aber sehr geizig bzw. habsüchtig  zu sein. Reichtum an sich ist noch nicht böse, sondern es kommt darauf an, wie man damit umgeht, wie man ihn verwaltet. Reichtum wird dann zum Fallstrick, wenn man ihn nicht benutzt, um Menschen zu helfen, die in Not sind oder bedürftig sind. An der Not meines Nächsten wird mein Herz offenbar. Folgendes ist äußerst anstößig und eine schwere Sünde, die vom Heil trennt: Man will unter allen Umständen sein Wohlleben (Genußsucht, Konsumsucht) bewahren, seine Zukunft absichern (Wertpapiere, Lebensversicherung, Unfallversicherung, Renten- versicherung, etc.)  und seine Statussymbole (Haus, teures Auto, teure Kleidung, teure Urlaube, etc.) bewahren. Wenn man für die diakonischen Dienste der Kirche etwas spenden wollte, müßte man vielleicht ein paar Abstriche machen bei Wohlleben, abgesicherter Zukunft und Statussymbolen. Aber man schätzt diese Dinge mehr als den Gehorsam gegenüber Christus, der will, daß Menschen in Not sofort geholfen wird. So verliert man den Himmel um der Habsucht willen, die Götzendienst ist.

Lk 16,23 Als er (ein Reicher, der dem bedürftigen Lazarus nicht geholfen hatte; R. B.) nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.

Lk 16,24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.

Lk 16,25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt.

Die Hurerei war schon immer eine große Bedrohung für den Gläubigen, aber sicherlich heute in extremer Weise. Und so enthält dieses Sendschreiben an Pergamon vielleicht eine versteckte Prophetie. Es ist nämlich so, daß Christus bei seiner Wiederkunft ein furchtbares, blutiges Schlachten (Abschlachten) von Menschen mit dem Schwert auf Erden veranstalten wird, was alles in den Schatten stellen wird, was Menschen bisher getan haben. Christus wird deshalb so fürchterlich grausam richten, weil die letzten Menschen der Geschichte den Antichristen anbeten, der die wahren Christen enthaupten läßt und schließlich Israel militärisch angreift, das zum Christentum konvertiert. Die Herrschaft des Antichristen geht natürlich einher mit einem schweren sittlich-moralischen Verfall besonders auf sexuellem Gebiet (Hurerei, Ehebruch, gleichgeschlechtliche Beziehungen, etc.) Auf diese Dinge hat Gott schon immer sehr empfindlich reagiert, er mag das überhaupt nicht leiden (siehe Sodom und Gomorrha, wo Gott auch ganz grausam richtete und zuschlug).

Kurz gesagt: Man könnte das Sendschreiben an Pergamon auch so deuten: Kurz bevor Christus wiederkommt, wird es auch in der Kirche einen sehr schweren sittlich-moralischen Verfall geben (das ist uns allen offenbar) bzw. der Abfall der Kirche wird der Wiederkunft Christi vorausgehen und er wird auch sogenannte Christen buchstäblich mit dem Schwert schlachten, wobei dieses Schlachten eine rechtmäßige, legale Exekution von sehr ungerechten Menschen durch Gott selbst ist.

2Thess 2,3 Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor (vor der Wiederkunft Christi; R. B.) muss der Abfall (vom christlichen Glauben; R. B.) kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens.

Gott hat die Gemeinden Kleinasiens durch den Islam (der in sich selbst böse ist) gerichtet. Offensichtlich hatten sie nicht Buße getan über Götzendienst (auch Habsucht) und Hurerei. Jedoch waren sicherlich die (sexuellen) Sünden, die heute in den Kirchen der westlichen Welt begangen werden, ein Tabu in den Kirchen Kleinasiens.

Was heißt das?

Gott wird uns heute nicht durch das Schwert des Islam richten, sondern er wird selbst kommen in der Person seinens Sohnes Jesus Christus und Hackfleisch (bitte wörtlich verstehen) aus uns machen (ich muß das leider so drastisch ausdrücken).

Jes 63,3 »Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt.

Jes 63,6 Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.«

Offb 19,15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen,

„17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.“

Offb 21,14 Und die Mauer der Stadt (das neue Jerusalem; R. B.) hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

Wer überwindet, der bekommt das ewige Leben (verborgenes Manna) und einen Gedenkstein in der ewigen Stadt Gottes, des neuen Jerusalem.

Eph 2,20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist,

1Petr 2,6 Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«

1Petr 2,5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Zusammenfassung:

Leiblicher Tod und Gefängnis warten der frommen Christen, der ewige Tod den unfrommen „Christen“.

Tod und Gefängnis stellen auch heute wieder eine reale Bedrohung für viele fromme Christen dar, wobei dies nicht von den Juden ausgeht wie in Smyrna sondern von der abgefallenen Christenheit (die unfrommen „Christen“) und dem Teil der Menschheit, der das Evangelium von Jesus nie angenommen hat.

Offb 13,15 Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. (das Bild des Tieres ist einfach der Antichrist, eine Person, selbst; R. B.)

Offb 13,17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. (der Antichrist wird also die wahren Christen in den Bann tun wie ganz früher die Juden; R. B.)

Offb 20,4 Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.

Übrigens verleugnen wir den Glauben an Jesus auch, wenn wir als Christen behaupten, alle Religionen würden zu Gott führen. Wenn wir das tun, dann nehmen wir 666 (die Zahl seines Namens) oder den Namen des Tieres unsichtbar an unsere Hand und unsere Stirn. Die Hand spricht von unserem Handeln und die Stirn von unserem Denken.

Wollen Sie, lieber Leser, in den Himmel kommen?

Dann sagen Sie allen Leuten, denen Sie begegnen, daß das Christentum, der Glaube an Jesus, Gottes Sohn, die einzig wahre Religion ist. Allein das Christentum macht selig und führt zum ewigen Leben. Im Gegensatz zum Christentum führen römischer Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, Islam, Buddhismus, Hinduismus, evangelikaler „Glaube“, etc., etc. in die ewige Verdammnis.

Anmerkung

Ist Ihnen, lieber Leser, eigentlich bewußt, daß das Territorium, auf dem sich heute die (muslimische) Türkei befindet, früher das Kern-Land des christlichen, oströmischen Reiches war? Es ist eine der größten Katastrophen der Geschichte, daß der Islam es vermochte, sich des christlichen Kleinasiens zu bemächtigen. Die Christen Kleinasiens mußten sehr von der Nachfolge Jesu abgewichen sein, daß Gott es den islamischen Mördern und Schlächtern erlaubte, ihr Land zu erobern. Aber Jesus hatte ja die Gemeinden Kleinasiens gewarnt durch seine sieben Sendschreiben der Offenbarung und ihnen mitgeteilt, daß er mit dem Schwert über sie kommen würde, falls sie nicht Buße tun würden über ihre Hurerei und ihren Götzendienst. Gott benutzte die bösen, muslimischen Seldschuken bzw. Osmanen als Zuchtrute für die Christenheit Kleinasiens. Die Eroberung Kleinasiens durch anfänglich die Seldschuken und später die Osmanen begann mit der Schlacht bei Manzikert im Jahre 1070 nach Christus und endete mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahre 1453 nach Christus (kurz vor Luther’s Geburt in Deutschland!!!). Übrigens heißt Konstantinopel heute Istanbul.

Hinweis:

Strenggenommen ging das Territorium Kleinasien schon eher (vor 1453) verloren (Konstantinopel lag ja auf europäischem Gebiet):

1330er Jahre: Endgültiger Verlust Bithyniens damit Kleinasiens durch sukzessive Eroberungen der Osmanen (Fall von Bursa 1326, Nicea 1331, Nikomedia 1337), bis auf wenige Ausnahmen wie Chrysopolis, Chalcedon oder die Enklave Philadelphia.

Siehe auch „Geschichte des byzantinischen Reiches

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