Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 6

Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm! Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen. Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen: Komm! Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden! Und als es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden. Und als es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. 10 Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? 11 Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein weißes Gewand, und ihnen wurde gesagt, dass sie ruhen müssten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten wie sie. 12 Und ich sah: Als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, 13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. 14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. 15 Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge 16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns und wer kann bestehen?

Einleitung

In Offenbarung 4 hatten wir gesehen, wie sich Gott völlig mit dem Lamm (Jesus) identifiziert. Offenbarung 5 ist eine Steigerung von Offenbarung 4, denn hier übergibt Gott dem Lamm sogar die Herrschaft über das Universum. Wir kommen also an dem Lamm nicht mehr vorbei, wenn wir den Weg zu Gott suchen. Gott will, daß wir alles, was das Lamm gelehrt hat, absolut ernst nehmen. Es ist genauso ernst, wie wenn Gott es selbst gelehrt hätte bzw. Gott lehrt/lehrte durch das Lamm, mit dem er eins ist. Zu dieser Lehre Gottes zählen das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus und die Bergpredigt.

Die Probleme der sieben Gemeinden hatten sicherlich etwas damit zu tun, daß sie das, was Jesus und die Apostel gelehrt hatten, nicht als letztes Wort Gottes anerkannten, sondern Dinge wegtaten oder hinzufügten. Und vielleicht glaubten sie nicht wirklich, daß Jesus und der Vater eins sind in der Gottheit, wodurch sie sich vielleicht berechtigt fühlten, ein „Christentum“ (Pseudo-Christentum) zu etablieren, das weit weg war von dem Christen-tum, das Jesus und die Apostel predigten und lebten.

In Offenbarung 6 sehen wir nun, wie Jesus, der Herr, die Geschicke der Menschheit lenkt, um seine Kirche („die sieben Gemeinden“) zurecht zubringen bzw. zu züchtigen. Schon in den sieben Sendschreiben können wir ja von den Drohungen des Sohnes Gottes an seine Kirche lesen. Wir müssen unterscheiden zwischen zwei Arten des Zornes Gottes. Die eine Art ist der Zorn eines erziehenden Vaters, der zur Besserung (Buße und Umkehr) verhelfen will und die andere Art ist der Zorn, der auf die Vernichtung des Unbußfertigen hinausläuft. In den Drohungen an die sieben Gemeinden kam beides schon vor.

Offenbarung 3, 19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! (dies ist der Zorn des erziehenden Vaters, bei dem noch nicht alle Hoffnungen auf Besserung begraben sind; R. B.)

Offenbarung 2, 16 Tue Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. (dies ist der vernichtende Zorn; R. B.)

„streiten mit dem Schwert meines Mundes“

Hier werden wir nicht nur an die sichtbare Wiederkunft Christi zu denken haben, das natürlich auch, sondern auch an all die historischen Ereignisse, wo Gott das Schwert von „Bestien aus dem Abgrund“ gebrauchte, um die Unbußfertigen zu vernichten. Die historische Kirche Kleinasiens wurde offenbar durch das Schwert des Islam vernichtet. Gott gebrauchte die muslimischen/islamischen Bestien, um die abgefallenen Christen zu vernichten. Am jüngsten Tag wird Gott allerdings auch die Muslime, die über die Christen herfielen, in die Hölle werfen, denn deren Gesinnung war böse, als sie die Christen ermordeten und vertrieben. Die Muslime brachten die Christen um, nicht weil sie vom Christentum bzw. Christus abgefallen waren, sondern eben deswegen, weil sie sie für Christen hielten, also Menschen, die an Jesus glaubten und nach islamischer Lehre gibt es keine schlimmere Sünde, als zu glauben, Jesus sei der Sohn Gottes. Die Muslime brachten die Christen um, weil sie glaubten, sie seien vom Islam abgefallen. Wenn Sie, Herr Leser, Muslim sind, dann wird es am Jüngsten Tag ein böses Erwachen für Sie geben.

Der christliche Gott und sein Lamm (Jesus) sind so mächtig, daß sie ihre Feinde (z. B. Muslime) gebrauchen können, um abgefallene Christen zu vernichten, das ist etwas ganz Erstaunliches. Gott kann sozusagen mit lebendigen Schachfiguren, die nicht auf ihn hören bzw. sogar seine Feinde sind, ein Schachspiel gewinnen. Das sprengt alle unsere Vorstellungskraft.

Falls Sie, lieber Leser, Christ sind und sehen, daß Ihr christlicher Nachbar Glaubens-probleme hat bzw. vom Glaubensabfall bedroht ist, dann richten Sie ihn nicht, sondern ermahnen und ermutigen Sie ihn, Buße zu tun und seine Glauben an Jesus zu erneuern. Falls Sie Ihren Nachbarn zornig richten, wie so ein „beschränkter“ Muslim (Islam-Bestie), dann wird es auch für Sie ein böses Erwachen geben am Jüngsten Tag. Seien wir nicht allzu selbstgerecht, denn Jesus war kein Freund der Pharisäer und Schriftgelehrten.

Auslegung

„1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm! Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.“

Das sind einfach die staatlichen Regierungen aller Zeiten. Deren Attribut ist „sieghaft und um zu siegen“. Diese Regenten müssen nicht persönlich fromm sein (das sehen wir z. B. an König Nebukadnezar aus dem Buch Daniel). Obrigkeit ist einfach ein Sachzwang. Ohne Obrigkeit würde jede Gesellschaft innerhalb kürzester Zeit zerfallen. Wenn z. B. Mord und Diebstahl nicht verfolgt und gerichtet würden, dann kann sich jeder ausmalen, was das bedeuten würde: Wir würden uns beißen und fressen und am Ende gegenseitig auffressen. Natürlich haben die Regenten ein eigennütziges Interesse daran, daß Recht und Ordnung unter dem Volk herrschen, denn dann fließen auch die Steuereinnahmen, die ihren Wohlstand begründen. Und so wird es auch immer wieder Parteien geben, die sich um die Regierungsmacht streiten, denn Regieren ist ein sehr gut bezahlter Beruf. Diese irdischen Reiche sind im Vergleich zum Reich Gottes, das Jesus selbst errichten wird, wenn er sichtbar wiederkommt, nur Notbehelfe. Sie können niemals auch nur im Geringsten an das Regiment Gottes heranreichen, daß Jesus eines Tages auf Erden aufrichten wird, wenn er sichtbar erscheint in Herrlichkeit als Herr aller Herren und König aller Könige. Utopie im wahrsten Sinne des Wortes ist es, wenn eine menschliche Regierung versucht, das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen, dies führt immer wieder in die totale Katastrophe, wie die Historien beweisen. Das Reich Gottes auf Erden kann nur der sichtbare Christus selbst aufrichten.

Die Kirche muß sich damit abfinden, daß die irdischen/menschlichen Regierungen nur ein Notstandsystem sind, das lange nicht perfekt sein kann, eben ein Notstandssystem.

Eine Regierung wird sich nur dann länger halten können, wenn sie unparteiisch bzw. nicht korrupt ist. Weil aber Regierungen immer wieder korrumpieren im Laufe der Zeit, kommt es auf Erden auch immer wieder zu Kriegen und Revolutionen, denn die Völker wollen es nicht leiden, wenn bestimmte Gruppen von der Regierung bevorzugt werden gegenüber der Allgemeinheit oder auf deren Kosten.

Die Kirche muß letztendlich den von mehreren Rivalen, der sich durchsetzt, als Obrigkeit anerkennen. Eine korrupte Obrigkeit wird über kurz oder lang von inneren Rivalen oder von einer äußeren Obrigkeit (der Bogen des weißen Reiters spricht von den Fernwaffen, die von einer rivalisierenden Obrigkeit im Angriffskrieg gebraucht werden) gestürzt werden.

Was kann die Kirche tun, damit ein Land eine einigermaßen erträgliche Obrigkeit hat? (eine perfekte Obrigkeit wird es auf Erden vor Jesu Wiederkunft nie geben; R. B.)

Antwort:

Die Kirche muß einfach ihre Aufgaben (Jobs) erledigen, die Gott ihr gegeben hat: Die Verkündigung des Evangeliums, diakonischer Dienst an Benachteiligten und das Halten des Wortes von der Geduld, die Bergpredigt. Durch ihren Dienst hebt die Kirche einerseits das allgemeine sittlich-moralische Niveau eines Volkes und andererseits bringt sie Persönlichkeiten hervor, die in der Landesregierung mitwirken können. Ein treuer Christ ist durch seine Unbestechlichkeit und Integrität geradezu prädestiniert für eine Stellung in der Regierung. Jedes Volk sucht händeringend nach integren und unbestechlichen Beamten. Leider bringt die heutige Kirche in Deutschland solche Persönlich-keiten nicht mehr hervor.

Je mehr eine Kirche ihre ureigensten Aufgaben nicht mehr erledigt, desto schlechter wird auch der Zustand des Volkes des Landes werden, wo sie sich befindet, und der Zustand der Landesregierung. Je mehr die Kirche ihren eigentlichen Aufgaben nicht nachkommt, desto mehr werden Volk und Regierung sich gegen sie wenden. Und dies ist das Regiment Gottes, der will, daß seine Kirche sich nicht als Landesregierung gebärdet, sondern ihre eigentlichen Aufgaben erfüllt (es gibt natürlich Fälle, wo die Kirche sich nicht nur in die Politik einmischen darf, sondern sogar einmischen muß – siehe Dietrich Bonhoeffer). Die Kirche, die ihre Hausaufgaben macht, wird in Extremfällen auch fähig sein, sich direkt in die Politik einzumischen, was nicht ihre alltägliche Aufgabe ist sondern das Außer-gewöhnliche.

Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.

Mt 5,14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Solange die Kirche Salz und Licht ist durch Mission, Diakonie und das Halten der Bergpredigt, kann sie sich des Schutzes Gottes erfreuen. Ist sie nicht mehr Salz und Licht, geht sie der Katastrophe entgegen („von den Leuten zertreten“).

Kurz gesagt: Obrigkeit entsteht durch den Kampf rivalisierender Parteien, wobei schlicht und einfach der Stärkere sich durchsetzen wird („sieghaft und um zu siegen“). Diesen Sieg des Stärkeren muß man dann als Gottesurteil akzeptieren. Es hat hier allerdings nicht Gut über Böse gesiegt sondern der Stärkere über den Schwächeren. Wenn der Sieger an der Macht bleiben will, muß er seinen Job einigermaßen gut machen, anderfalls wird ein noch stärkerer kommen und … . Es wäre idiotisch, wenn die Kirche durch zuviel Einmischung in die Politik zwischen die Fronten der Rivalen geraden würde. Die Kirche sollte vielmehr versuchen, den Machthaber, der aus dem Kampf von zwei oder mehr Rivalen siegreich hervorgeht, im Sinne Gottes zu beeinflussen, sich aber vom Machtkampf selbst fernhalten. Diese Beeinflussung geschieht, wie oben schon gesagt, dadurch, daß die Kirche ihre ureigensten Aufgaben erledigt: Mission, Diakonie, Halten der Bergpredigt.

Beispiel, wie Gott eine Regierung beeinflussen kann:

Daniel 1, 3-6 Und der König (der noch gottlose Nebukadnezar; R. B.) sprach zu Aschpenas, seinem obersten Kämmerer, er sollte einige von den Israeliten auswählen, und zwar von königlichem Stamm und von edler Herkunft, junge Leute, die keine Gebrechen hätten, sondern schön, begabt, weise, klug und verständig wären, also fähig, an des Königs Hof zu dienen; und er sollte sie in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten lassen. Und der König bestimmte, was man ihnen täglich geben sollte von seiner Speise und von dem Wein, den er selbst trank; so sollten sie drei Jahre erzogen werden und danach vor dem König dienen. 6 Unter ihnen waren aus Juda Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.

(Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja waren sehr gottesfürchtig; sicher ist es auch ihrem Wirken zu verdanken, daß sich Nebukadnezar später zum Gott Israels bekehrte; R. B.)

Heute:

2. Thessalonicher 2, 6 Und ihr wisst, was ihn (der Antichrist) noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit.

Der Antichrist wurde lange Zeit aufgehalten durch den Heiligen Geist (Hebung von Sitte und Moral im Volk durch das gute Beispiel der Glieder der Kirche; positive Beeinflussung der Regierung durch christliche Persönlichkeiten), der in der wahren Kirche wohnt. Für das völlige Verderben der heutigen staatlichen Regierungen ist die abgefallene Kirche verantwortlich. Der Glaubensabfall der Kirche hat dem Antichristen den Weg bereitet. Er heißt Barack Hussein Obama.

2. Thessalonicher 2, 9-12 Der Böse (Antichrist; R. B.) aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. 11 Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass sie der Lüge glauben, 12 damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.

Im ganzen Lauf der Geschichte bisher war die Obrigkeit ein Werkzeug des erziehenden Zornes Gottes für die Kirche, also etwas Positives. Sie wendete sich gegen die Kirche, wenn die Kirche die Gottesfurcht vernachläßigte. Jetzt, am absoluten Ende der Zeiten und der Geschichte, wird die Obrigkeit allerdings zum Werkzeug des vernichtenden Zornes Gottes. Die Kirche hat die Umkehr zur Gottesfurcht zu lange hinausgeschoben und nun hat Gott „keine Lust mehr, es reicht IHM“. Gott akzeptiert jetzt den Willen zur Gottlosigkeit  der abgefallenen Kirche und fördert sogar ihren weiteren Abfall (das ist unerhört, unfassbar) durch eine verdorbene Obrigkeit, den Antichristen, der die Kirche verführt mit Zeichen und Wundern der Lüge. So wird sie vollends reif für den Zorn Gottes.

Der Reiter auf dem weißen Pferd diente lang Zeit zur Erziehung der Kirche, was etwas Gutes war; jetzt aber am Ende der Zeit dient er zu ihrem Verderben.

„3 Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen: Komm! Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben.“

Im ganzen Laufe der Geschichte benutzte der Herr (Jesus) Kriege um die Völker zu züchtigen. Aber nicht zu ihrem Schaden sondern zu ihrem Nutzen, auf daß sie sich bekehrten zu dem Herrn, ihrem Gott.

Die Welt genießt momentan einen außergewöhnlichen Frieden, aber das ist ein Pseudo-Friede. Es scheint, daß der Herr die Zuchtrute des Krieges gegen uns nicht mehr einsetzen will, weil er uns aufgegeben hat (er hat alle Hoffnungen auf eine Buße unsererseits begraben). Gott hat es zugelassen, daß der Antichrist erschienen ist, und er wird unseren Abfall vom Glauben an Jesus potenzieren, wodurch wir reif werden für den vernichtenden Zorn Gottes, der plötzlich über uns hereinbrechen wird.

1Thess 5,3 Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.

In diesem Vers ist mit „Friede“ übrigens nicht der Friede im militärischen Sinne gemeint, den wir momentan genießen, sondern das Folgende: Die Welt hat den christlichen Gott mit seinen Geboten mittlerweile so perfekt „abgeschafft“, daß sie in keinster Weise mehr in irgend einer Unruhe ist wegen der Gefahr eines gegebenenfalls herannahenden Gerichtes Gottes: Kein Gott, keine Gebote, also kein Gericht – daraus folgt: Friede, keine Gefahr. Es wird ein unendlich böses Erwachen geben für die Welt in allernächster Zukunft.

Offb 1,7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. (die Leute werden erschrecken, in eine unendliche große Bestürzung fallen, wenn Jesus wiederkommt; R. B.)

„5 Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden!“

Hungersnöte (Knappheit an Getreide, etc.) benutzte der Herr im Laufe der Geschichte auch als Zuchtrute, um die abgefallenen Christen zur Buße zu bewegen.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit waren wir so vollgefressen wie heute. Die säkulare Welt mag die gute Versorgung mit Nahrungsmitteln als Fortschritt werten. Die christliche Sicht ist allerdings die Folgende: Auch die Zuchtrute des Hungers mag Gott offensichtlich nicht mehr gegen uns gebrauchen. Nicht, weil er nicht könnte, sondern er will nicht mehr. Wir haben uns zu lange geweigert, zu IHM umzukehren und jetzt gibt er uns dahin in den totalen Abfall vom Glauben an Jesus. „Wie vollgefressene Säue werden wir in der Hölle gegrillt werden.“ (Luther-Deutsch).

„7 Und als es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.“

Hier kommen noch Pest und wilde Tiere als Zuchtruten Gottes hinzu. Auch das könnte Gott jederzeit wieder über uns bringen, aber, ich glaube, er will nicht (mehr). Er hat uns völlig aufgegeben, gibt uns dahin in die Sünde und wir werden reif für das Gericht Gottes.

Als Schwert, Hunger, Pest und wilde Tiere über unsere Vorfahren hereinbrachen, da hätten sie die Zucht Gottes annehmen sollen und Buße tun sollen. Da sie es nicht taten, gibt Gott die Menscheit jetzt dahin in die allerschwersten Sünden, um sie umso strafbarer zu machen, wenn er demnächst erscheinen wird, um zu vernichten, die auf der Erde wohnen. Barack Hussein Obama und Papst Franziskus, die perfekten Verführer; aber auch die Verführer werden vernichtet werden und landen sogar ohne Gericht direkt im Feuersee.

Hesekiel 14, 21-23 21 Denn so spricht Gott der HERR: Wenn ich meine vier schweren Strafen, Schwert, Hunger, wilde Tiere und Pest, über Jerusalem schicken werde, um darin auszurotten Menschen und Vieh, 22 siehe, so sollen einige übrig bleiben und davonkommen, die Söhne und Töchter herausbringen werden. Die sollen zu euch kommen, und ihr werdet ihren Wandel und ihre Taten sehen und euch trösten über das Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, und über all das andre, das ich über die Stadt habe kommen lassen. 23 Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet ihren Wandel und ihre Taten, und ihr werdet erfahren, dass ich nicht ohne Grund getan habe, was ich an Jerusalem getan habe, spricht Gott der HERR. (siehe Hesekiel 14)

„9 Und als es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. 10 Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? 11 Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein weißes Gewand, und ihnen wurde gesagt, dass sie ruhen müssten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten wie sie.“

Weiter hinten in der Offenbarung steht, daß der Antichrist alle enthaupten wird, die ihn nicht anbeten, das heißt alle wahren Christen:

Offb 13,15 Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden.

Offb 20,4 Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.

Um diese Getöteten geht es hier. Das sind Christen, die heute (!), in unserer Zeit, wegen ihres Glaubens an Jesus getötet werden. ISIS, die Saubande von verblödeten Islamisten, enthauptet sicherlich auch viele wahre Christen. Schuld ist indirekt Barack Obama, weil er ISIS nicht schlagartig vernichtet. Er mag sich denken: „Diese dummen Christen, warum konvertierten sie nicht einfach zum Islam, dann hätte ISIS ihnen nichts getan.“ Daß dies den Verlust des Seelenheils für einen Christen bedeuten würde, weiß Obama entweder nicht oder in seiner teuflischen Bosheit nimmt er es vielleicht sogar bewußt in Kauf. Obama ist ein Mörder und ein Seelenmörder. (Diese Anmerkung hier gilt nicht nur für ISIS sondern auch für alle anderen Islamisten weltweit.)

Könnten hier nicht die Christen gemeint sein, die zur Zeit des römischen Reiches getötet wurden?

Antwort:

Nein, denn sonst würden sie nicht sprechen: „wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen“. Offenbar hat sich die ganze Menschheit heute  gegen die wahre Kirche und Gott und das Lamm verschworen, angeführt vom Antichristen. Dies war zur Zeit des römischen Reiches nicht der Fall, sondern selbst unter starken Verfolgungen kamen zunehmend Bürger des römischen Reiches zum Glauben an Jesus. Heute ist es so, daß sich eine Menscheit, die über das Evangelium informiert ist, als Ganzes entschieden hat, nicht an Jesus zu glauben, sondern zu sündigen und den Antichristen anzubeten. Es kommen weltweit eigentlich fast keine Menschen mehr zum Glauben an Jesus (die Evangelikalen zählen nicht, denn sie sind von der wahren Kirche ausgeschlossen; ihr Jesus ist pure Einbildung, weil sie die neue Geburt aus Wasser und Geist, die sakramentale Taufe, ablehnen bzw. durch Wiedertaufe außer Kraft setzen).

„du Heiliger und Wahrhaftiger“

So nannte sich Jesus auch, als er die treue Kirche zu Philadelphia ansprach, die sich durch Gottesfurcht auszeichnete. Dieser Kirche hatte Gott eine offene Tür der Mission gegeben: Menschen kamen zum Glauben an Jesus. Die Verheißung an Christen von der Art der Christen der Kirche zu Philadelphia ist heute nicht mehr, daß Menschen zum Glauben kommen sondern: ENTHAUPTUNG. Das ist natürlich entsetzlich, unerhört, unfassbar.

Es werden aber nicht alle treuen Christen enthauptet werden, denn Jesus sagt in den Evangelien, daß man bis zu seiner Wiederkunft arbeiten kann (ich meine die normale Erwerbsarbeit).

Mt 24,40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. (bei der Ankunft Jesu; R. B.)

Mt 24,41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. (bei der Ankunft Jesu; R. B.)

Es muß also heute einen Zufluchtsort geben, wo man sicher ist vor dem Antichristen und wo man arbeiten kann:

Israel?

„wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen“

Rachegedanken bei sehr frommen Christen – wie können wir das erklären?

Jesus sagte (doch):

Mt 6,14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

Mt 6,15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Jesus selbst vergab auch (bei der Kreuzigung!!!):

Lk 23,34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.

Stephanus betete: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! „, als er gesteinigt wurde.

Apg 7,60 Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

Noch Paulus sagte: Röm 12,19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

Wie können wir die „Rachsucht“ unserer enthaupteten Brüder rechtfertigen?

Nun, sie wurden von einer abgefallenen Christenheit getötet, was etwas anderes ist, als von unwissenden („sie wissen nicht, was sie tun“) Heiden oder Juden getötet zu werden. Hier findet offenbar das Gebot Jesu von der Vergebung eine Grenze. Die alten Christen, wie Stephanus, sollten ihren heidnischen bzw. jüdischen Peinigern vergeben bzw. ihre Rechtssache Gott anbefehlen, aber hier sehen wir doch einen Willen der Gepeinigten zur Rache und das bei Menschen, die sich im Himmel bei Jesus befinden (das ist natürlich unerhört, unfassbar). Aber immerhin, sie überlassen die Rache dem Herrn, Jesus.

„12 Und ich sah: Als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, 13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. 14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. 15 Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge 16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns und wer kann bestehen?“

Diese Verse sind selbsterklärend. Nur Eines: Was diese Verse beschreiben, wird demnächst in Wirklichkeit über uns hereinbrechen. Allerdings ist das noch nicht das Gericht vor dem Thron Gottes sondern „nur“ die physische Vernichtung des momentanen Weltsystems auf der Erde, das ersetzt wird durch das Friedensreich Gottes auf Erden unter der Herrschaft des sichtbaren Jesus, der der Herr aller Herren und König aller Könige ist.

Es scheint, daß Christus bei seiner Wiederkunft fast alle Menschen töten wird (die Gläubigen werden allerdings zu Jesus entrückt bzw. gerettet):

Offb 19,15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen.

Wenn alle Ungläubigen getötet werden, die Gläubigen entrückt werden – wer kommt dann in das tausendjährige Friedensreich?

Vielleicht sind das kleine Kinder, sehr Alte, Menschen, die außerhalb der Zivilisation lebten, geistig Behinderte, schwer Kranke, etc. – also lauter Menschen, die nicht bewußt den Antichristen anbeten konnten bzw. nicht bewußt Jesus verwerfen konnten.

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