Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 11, Verse 1-14

Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Messstab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten. Aber den äußeren Vorhof des Tempels lass weg und miss ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang. Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. Und wenn ihnen jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden tun will, muss er so getötet werden. Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung, und haben Macht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit Plagen aller Art, sooft sie wollen. Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, so wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen kämpfen und wird sie überwinden und wird sie töten. Und ihre Leichname werden liegen auf dem Marktplatz der großen Stadt, die heißt geistlich: Sodom und Ägypten, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde. Und Menschen aus allen Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihre Leichname drei Tage und einen halben und lassen nicht zu, dass ihre Leichname ins Grab gelegt werden. 10 Und die auf Erden wohnen, freuen sich darüber und sind fröhlich und werden einander Geschenke senden; denn diese zwei Propheten hatten gequält, die auf Erden wohnten. 11 Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. 12 Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde. 13 Und zu derselben Stunde geschah ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt stürzte ein; und es wurden getötet in dem Erdbeben siebentausend Menschen, und die andern erschraken und gaben dem Gott des Himmels die Ehre. 14 Das zweite Wehe ist vorüber; siehe, das dritte Wehe kommt schnell.

Auslegung

„1 Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Messstab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten.“

 Ist dies wörtlich zu nehmen oder wieder eine Metapher?

Es ist wieder eine Metapher, denn man kann zwar in der Realität einen Tempel und einen Altar ausmessen, aber nicht „die dort anbeten“.  Nach dem Befund des Neuen Testamentes ist der neue Tempel Gottes kein Gebäude, sondern besteht aus Menschen. Der neue Tempel ist die christliche Kirche, sprich alle Menschen, die an Jesus glauben. Der Altar dieses Tempels ist Christus, „auf dem das Opfer des Leibes Jesu dargebracht wurde“: Jesus Christus starb für uns am Kreuz und trug dort unsere Sünden. Diesen Tempel kann man nicht mit einem normalen Messstab ausmessen, sondern nur durch den Heiligen Geist kann man ermessen, daß die Menge aller Gläubigen zusammen mit ihrem Haupt Jesus der neue Tempel Gottes ist, der Ort seiner Gegenwart.

Das „Rohr“ erinnert uns an das „geknickte Rohr“, von dem Jesus spricht. Der wahre Tempel Gottes besteht also aus „Rohren“, die nicht mehr geknickt sind, sondern die Jesus heil gemacht hat – Jesus heilt die armen („geknickten“) Sünderlein.

Mt 12,20 das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführt zum Sieg;

Dies bestätigt Paulus im Brief an die Galater:

14 Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. 15 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung (die Juden; R. B.) noch Unbeschnittensein (die Heiden; R. B.) etwas, sondern eine neue Kreatur. 16 Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten – Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes!

Der wahre Tempel Gottes bzw. die Kirche besteht also aus Sündern, die durch den Glauben an Jesus, sprich die befreiende Kraft seines Todes am Kreuz und seiner Auferstehung, zu Menschen wurden, die immer weniger sündigen und immer mehr gerechte Taten tun – bis hin zur tadellosen, praktischen Heiligkeit. Es ist dabei völlig egal, ob jemand von Natur aus ein Jude oder Heide ist. Entscheidend ist das neue Leben in Jesus (eine neue Kreatur).

„2 Aber den äußeren Vorhof des Tempels lass weg und miss ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang.“

Obwohl der neue Tempel Gottes heute die christliche Kirche ist, ist Jerusalem, wo der alte, steinerne Tempel bis 70 nach Christus stand, immer noch heilig.

Warum?

Darum:

1. Könige 8, 15-16 15 Und er sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es durch seine Hand erfüllt hat und gesagt: 16 Von dem Tage an, als ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, hab ich keine Stadt erwählt unter irgendeinem Stamm Israels, dass mir ein Haus gebaut würde, damit mein Name da wäre. Jerusalem hab ich erwählt, dass mein Name da wäre, und David hab ich erwählt, dass er über mein Volk Israel Herr sein sollte.

Röm 9,4 die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen,

Röm 11,29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.

Nach dem, was der Apostel Paulus im Römerbrief gesagt hat (siehe die zwei obigen Verse), ist also die Zusage Gottes, von der wir in 1. Könige 8, 16-15 (siehe oben) lesen, immer noch gültig: Das heutige, irdische Jerusalem, die Hauptstadt des Staates Israel, ist nach wie vor eine heilige Stadt. Übrigens wird auch heute noch „Jerusalem von den Heiden zertreten“, denn der heutige Staat Israel ist ein säkularer Staat und vor allem nicht wirklich souverän, sondern vom Wohlwollen der USA und anderer westlicher Staaten abhängig. Es ist für einen Juden kein großer Unterschied, ob er in den USA lebt oder in Israel. Eigentlich ist Israel nur der 51. Bundesstaat der USA und insofern wird Jerusalem tatsächlich noch von den Heiden zertreten. Angenommen, es würden heute schlagartig alle Juden Jesus als Messias annehmen und somit in Gottes Augen wirkliche Juden sein, dann würde der Messias (Jesus) in Macht und Herrlichkeit zurückkommen und die Zertretung Jerusalems durch die Heiden mit Gewalt beenden.

Kurz gesagt: Obwohl Jerusalem nach wie vor die heilige Stadt Gottes ist, soll sie nicht gemessen werden, das heißt, daß die christliche Kirche, der neue Tempel Gottes, für Gott wesentlich interessanter ist als die Stadt Jerusalem. Jerusalem ist eben nur der Vorhof des Tempels, aber der Tempel selbst ist die christliche Kirche.

Übrigens brauchen wir gar nicht anzufangen, herumzurechnen, was die 42 Monate bedeu-ten sollen, denn wenn wir es tatsächlich ausrechnen könnten, wann die Zeit der Heiden vorbei ist, wüßten wir damit auch genau, wann Jesus wiederkommt. Bezüglich seiner Wiederkunft hat aber Jesus gesagt, daß uns das Wissen über Zeiten und Zeitpunkte nicht gebührt, sondern er wird überraschend kommen wie ein unerwarteter Dieb in der Nacht.

Apg 1,7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;

Mt 24,36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

„3 Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.“

Einer von diesen zwei Zeugen sind die Christen aus den Heiden, der andere sind die Christen aus den Juden. Grundsätzlich sind Juden und Heiden, die an Jesus glauben, durch den Glauben vereinigt – zusammen bilden sie die eine christliche Kirche. Der ältere Ölbaum bzw. Leuchter sind die Juden (aber nur die frommen), denn sie sind das alte Volk Gottes, daß schon vor der christlichen Kirche da war. Das alte Volk Gottes im engeren Sinnen waren nur diejenigen vom Volk der Juden (die Juden sind die biologischen Nach-kommen Jakobs), die an einen göttlichen Erlöser glaubten, sprich fromm waren, wobei sie wahrscheinlich nicht wußten, daß er Jesus heißt, sondern ihn einfach Herr nannten. Die biologischen Juden im Allgemeinen hatten schon zu alttestamentlicher Zeit Probleme, an den Gott Israels (heute wissen wir, daß er Jesus heißt) zu glauben. Und selbst als der Gott Israels sie in der Person Jesu besuchte, glaubten nur wenige Juden an ihn und das Volk Israel als Ganzes hat ihn praktisch verworfen. Dieser Zustand dauert leider bis zum heutigen Tag an. Nichtsdestotrotz bestand zu alttestamentlicher Zeit der alte Ölbaum bzw. Leuchter fast nur aus frommen Juden, also biologische Juden, die an einen Erlöser bzw. wirklich an den Gott Israels glaubten. Der Ungehorsam seines alten Volkes (im bio-logischen Sinne) scheint Gott dazu bewegt zu haben, sich nun auch unter den Heiden Kinder zu erwecken und das sind wir, die Christen aus den Heiden. Die Christen aus den Heiden sind sozusagen der zweite Zeuge, Leuchter oder Ölbaum, wobei sie die gleiche Wurzel haben wie der alte Ölbaum und im Grunde genommen ist es alles ein Baum, ein Zeuge, ein Leuchter. Aber, wie gesagt, durch ihren allgemeinen Ungehorsam haben die (biologischen) Juden es erzwungen, daß der eine Ölbaum wie zwei Ölbäume aussehen muß: Heute besteht ja die Kirche fast ausschließlich aus Heidenchristen, wobei deren Anzahl gerade dabei ist, auf nahe Null abzusinken.

„Trauerkleider“

Judenchristen und Heidenchristen trauern über ihre persönliche Sündhaftigkeit, aber auch über die Sünde der Welt. Dies gehört zu ihrem Zeugnis. Ihre Trauer wird sich erst dann in Freude verwandeln, wenn Gott ihnen einen Leib ohne sündige Neigungen geben wird und wenn die Sünde der umgebenden Welt weg sein wird, dadurch, daß die Sünder (die Menschen im Unglauben bei Jesu Wiederkunft) durch eine große Kluft von ihnen getrennt sein werden. Diese Traurigkeit soll uns aber nicht zu Sauersehern und Kopfhängern machen. Durch Glaube und sakramentale Taufe sind wir ja „in Christus“ und er hilft uns, unsere sündigen Neigungen bzw. alten Gewohnheiten zu überwinden. Das Unfassbare ist nur, daß selbst dann noch die Welt uns als Trauerpfützler wahrnimmt, denn in der Welt herrscht „Wettbewerb zwischen Fleisch und Fleisch“. Der Christ vollbringt im Gegensatz dazu alles durch den Geist und ist aus dem Wettbewerb der Welt ausgeschieden und das findet die Welt traurig. Die Welt ehrt die religiösen Heuchler für ihre Werke aus dem Fleisch, aber die wahren Christen, die durch Christus wahre Werke Gottes tun, ehrt sie nicht. Die Welt ehrte die Pharisäer und Schriftgelehrten für ihr lächerliches Beten, Fasten und Almosengeben, „um von den Menschen gesehen zu werden“. Wie wenig wurde im Gegensatz dazu Jesus geehrt, der kranke Menschen heilte, Seele und Leib – Jesus tat Werke Gottes! Jesus interessierte sich „relativ wenig“ für den Applaus der Welt, sondern er wollte Seele und Körper der kranken Menschen heilen, ausschließlich der Not der Menschen begegnen – er genießt dafür (für seine Selbst-losigkeit) jetzt schon Ehre bei Gott und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Warum „tausendzweihundertundsechzig Tage“?

Dies sind ungefähr (nicht ganz) die 42 „Monate“ bis zu Wiederkunft Jesu, der der Zertretung Jerusalems durch die Heiden ein gewaltsames Ende bereiten wird. Das Zeugnis der „Ölbäume“ besteht hauptsächlich in der Verkündigung des Wortes der Wahrheit, des Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus, und im Halten des Wortes von der Geduld, der Bergpredigt. Die Kirche gibt auch Zeugnis, indem sie sich um Arme, Kranke, Straffällige, Ausländer, usw. kümmert, was zum Halten der Bergpredigt gehört. Die Apo-logetik (Verteidigung des christlichen Glaubens gegen Irrlehrer) gehört zur Verkündigung des Evangeliums.

„5 Und wenn ihnen jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden tun will, muss er so getötet werden.“

Das Feuer aus dem Mund sind die „Rachegebete“ der frommen Christen. Je mehr der Abfall vom christlichen Glauben voranschreitet, desto mehr werden Christen im Alltag ungerecht behandelt werden. Der Christ rächt sich dann nicht selbst, sondern befiehlt seine Rechtssache dem Herrn, der „Feuer“ über die Übeltäter ausgießen wird. Durch Gott werden also die Rachegebete der Christen zu „Feuer“ – es kommt gleichsam „Feuer“ aus ihrem Mund.

Siehe hierzu Auslegung Offenbarung, Kapital 8, Verse 1-5

„6 Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung, und haben Macht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit Plagen aller Art, sooft sie wollen.“

Diese „Macht“ ist auch wieder das Gebet der Christen bzw. der Kirche. Die Kirche kennt nicht nur das Rachegebet, sondern auch das Gebet für die Sünder, um deren Errettung. Gott erhört die Gebete der Kirche, indem er seinen erziehenden Zorn anwendet: Er sendet Krieg, Hunger, Pest und wilde Tiere, um die Menschen zu erziehen, zur Buße zu bewe-gen. Allerdings sieht es heute so aus, daß unsere unmittelbaren Vorfahren die Zucht Gottes nicht angenommen haben und nun gibt er uns dahin. Die tausendzwei-hundertundsechzig „Tage“ scheinen allmählich zu Ende zu gehen. Gott gibt die Menschheit allmählich dahin, damit sie reif wird für seinen vernichtenden Zorn. Wir hätten die Buße und den Glauben an Jesus nicht solange hinausschieben sollen.

2. Thessalonicher 2, 9-12 Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. 11 Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass sie der Lüge glauben, 12 damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.

„7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, so wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen kämpfen und wird sie überwinden und wird sie töten.“

Aus dem Textzusammenhang geht hervor, daß damit noch nicht der leibliche Tod einzel-ner Christen durch Hinrichtung gemeint ist, sondern der geistliche Tod der Kirche. Genau das haben wir heute. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nehmen die weltlichen Staaten Einfluß auf die Kirchen, auf deren Lehre. Sowohl die katholische Kirche als auch die protestantischen Kirchen dürfen nicht mehr ein Christentum gemäß ihrer Auslegung der Bibel lehren, sondern sie müssen eine Art aufgeklärtes Christentum lehren. Die katho-lische Auslegung der Bibel und die evangelische Auslegung der Bibel waren natürlich schon miserabel genug, auch ohne Einflußnahme des Staates (ich meine damit allerdings nicht Martin Luther und Dietrich Bonhoeffer, die die Bibel fast perfekt ausgelegt haben).

Was ist aufgeklärtes Christentum?

Im Kern geht es beim aufgeklärten Christentum darum, daß man zwar die Morallehre des ursprünglichen Christentums bewahren will, aber den metaphysischen Bestandteil des ursprünglichen Christentums verwirft. Jesus wird auch nicht mehr als Gottes Sohn, eine Person der Gottheit, anerkannt, sondern man sieht in ihm nur noch einen frommen Morallehrer, einen frommen Menschen ohne Wunderkraft. Einfach gesagt: Es muß jemand in den Wahnsinn, die totale Verzweiflung oder den Selbstmord treiben, wenn er versucht nach den Geboten Jesu zu leben, ohne Jesus selbst auch zu haben, der die Kraft darreichen könnte, seine Gebote zu halten. Ohne Jesus sind wir „pures Fleisch“ und seine Gebote führen dann nur dazu, daß wir mehr statt weniger sündigen (verbotene Früchte schmecken gut). Dies ist das Kriminelle, das Bestialische am aufgeklärten Christentum, daß es nicht den lebendigen Jesus, Gottes Sohn, vermittelt, der allein uns dazu verhelfen kann, gut zu sein. Ich wiederhole: Die Gebote Jesu allein, ohne daß wir Jesus selbst haben durch Glaube und Taufe, zerstören uns. Nicht daß die Gebote schlecht wären, sondern unsere sündhafte Natur ist so schlecht; einfach was wir von Natur aus sind. Deswegen müssen wir von neuem geboren werden aus Wasser und Geist durch Glaube  und sakramentale Taufe. Wenn wir uns auf unsere sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe beziehen, dann empfangen wir den Heiligen Geist bzw. dann befinden wir uns in Christus. Durch den Heiligen Geist vermögen wir dann, gemäß der Gebote Jesu zu leben, denn Jesus gibt uns dann die Kraft durch den Heiligen Geist.

„Jesus als reiner Moralapostel“ (aufgeklärtes Christentum) klingt zunächst harmlos, ist aber in Wahrheit die schlimmste Verführung aller Zeiten, das absolute Antichristentum.

In anderen Worten könnte man sagen, die aufgeklärten Staaten haben die Kirche ent-hauptet, denn wenn die Kirchen nicht mehr lehren dürfen, daß Jesus Gottes Sohn ist und unser göttlicher Retter von Sünden, dann beraubt man die Kirchen damit ihres Hauptes, Christus. Vorläufer der Enthauptung der Kirchen durch den Staat waren das Papsttum, der Billige-Gnade-Protestantismus und das Wiedertäufertum (heute Evangelikale).

Seit Jahrhunderten wird die Kirche verdorben durch Papsttum, Billige-Gnade-Protestan-tismus und Wiedertäufertum. Dieses Verderben hat beginnend mit dem 18. Jahrhundert sein Maximum erreicht, als die Staaten anfingen die Lehre der Kirchen zu kontrollieren. Die aufgeklärten Staaten haben das Verderben der Kirche auf die Spitze getrieben.

Kurz gesagt: Was heute allgemein als Christentum bezeichnet wird, ist nicht mehr das Christentum aufgrund des biblischen Befundes, auf Grundlage der Bibel, sondern ein aufklärerisch verzerrtes Christentum, das zum völligen seelischen Ruin des Einzelnen führen muß. Es wird langfristig auch die ganze westliche Welt ruinieren und schließlich die ganze Welt.

Unsere heutigen Staaten sind also keine Obrigkeiten im biblischen Sinne mehr, sondern Tiere, weil sie sich an der Kirche vergreifen/vergriffen haben. Aus dem Reiter auf dem weißen Pferd (Offenbarung 6, 1-2) ist ein Tyrann geworden.

„das aus dem Abgrund aufsteigt,“

Was heißt das?

Nun, die sogenannte Aufklärung ist nichts weiter, als daß man den uralten „Scheißdreck“, den die griechischen Philosophen (aus christlicher Sicht heidnische Blödmänner) gelehrt haben, wieder aufgewärmt hat. Die alten Römer liebten die griechische Kultur (aus christ-licher Sicht abscheuliches Heidentum). Wir haben heute also sozusagen eine neu-römische Kultur, sind in einem gewissen Sinne Römer – das Römertum bzw. Griechentum ist aus dem Abgrund heraufgestiegen. Das ganze könnte man auch als Neu-Heidentum bezeichnen.

„8 Und ihre Leichname werden liegen auf dem Marktplatz der großen Stadt, die heißt geistlich: Sodom und Ägypten, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.“

Die „enthaupteten“ Kirchen können natürlich nur noch geistliche „Leichname“ hervor-bringen, daß heißt die Glieder der kath. Kirche, der evang. Kirche und der Evangelikalen sind geistlich tot. Überall in der Öffentlichkeit (das ist mit „Marktplatz“ gemeint) begegnet man ihnen. Die „große Stadt“ ist nicht etwa Jerusalem, sondern Babylon. Babylon wiederum ist einfach die sündige, ungläubige Welt. Und mitten in dieser Welt wurde der Herr, Jesus, der vormals das Haupt der enthaupteten Ölbäume bzw. Leuchter oder Zeugen war, gekreuzigt.

Was heißt das?

So wie der Herr der Kirche umgebracht wurde von der Welt in aller Öffentlichkeit, wurde auch die Kirche umgebracht von der Welt in aller Öffentlichkeit, wobei ihr Tod ein geistlicher Tod ist.

So wie die Welt sich des Christus entledigt hat, hat sie sich auch der christ-lichen Kirche entledigt.

Strenggenommen gibt es einfach keine christliche Kirche mehr auf Erden, denn die „enthaupteten“ Kirchen sind ja geistlich tot.

„9 Und Menschen aus allen Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihre Leichname drei Tage und einen halben und lassen nicht zu, dass ihre Leichname ins Grab gelegt werden. 10 Und die auf Erden wohnen, freuen sich darüber und sind fröhlich und werden einander Geschenke senden; denn diese zwei Propheten hatten gequält, die auf Erden wohnten.“

Das bedeutet nichts anderes, als daß die Welt sich heute über die Maßen freut, daß sie das Christentum endlich los ist. Die noch vorhandenen, geistlich toten Christen, sprich „Leich-name“ stören sie wenig und so kann man sie ruhig im öffentlichen Leben dulden und als menschliche Roboter (human robots) in dreckigen Fabriken gebrauchen (nicht ins Grab legen). So ist diese Erde nun „christentums-frei“, gesäubert. Dieser Zustand einer Welt völlig ohne christliches Zeugnis wird 3,5 „Tage“ (keine wirklichen Tage) andauern. Im Vergleich zu 42 Monaten bzw. 1260 Tagen sind 3,5 Tage ein sehr sehr kurzer Zeitraum. Mit 3,5 „Tage“ soll praktisch angedeutet werden, daß der Zeitraum, in dem die Welt völlig ohne echte Kirche sein wird, im Vergleich zu der Zeit, wo eine echte Kirche da war, sehr sehr kurz sein wird. Es ist auch kaum vorstellbar, daß Gott den Zustand einer Welt ohne christliches Zeugnis, den wird heute haben, mehr als 3,5 „Tage“ dulden wird. Nachdem nun Gottes Mission unter den Heiden abgeschlossen ist, wird er sich seinem alten Volk, den Juden, wieder zuwenden. Die Bauzeit des alten Tempels aus Stein betrug sieben Jahre (reale Jahre). Der neue Tempel wird sozusagen in 2 mal 3,5 „Jahren“ (symbolische Jahre) gebaut: Ungefähr 3,5 lange „Jahre“ für die Sammlung der Heidenchristen und 3,5 sehr kurze „Jahre“ für die Sammlung der Judenchristen.

„11 Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. 12 Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde.“

Bitte, lieber Leser, es gibt heute Abermillionen von Menschen, die sich darüber freuen, daß „wir“ das Christentum endlich los sind, „nachdem es uns über Jahrhunderte soviele Probleme gemacht hat“. Lesen Sie das Folgende vor diesem Hintergrund.

Es wird aber demnächst Folgendes passieren:

Israel wird Jesus von Nazareth als Messias annehmen und zwar Israel als Ganzes, das heißt mehrere Millionen Menschen. Der Staat Israel, buchstäblich sein Territorium, wird zu einer riesigen Kirche werden – der erste Staat in der Geschichte, wo Kirche und Staat eins sind. Die letzten Christen aus den Heiden werden natürlich nach Israel auswandern und dort Zuflucht vor dem Antichristen suchen und finden. Nach 2000 Jahren in Nied-rigkeit wird also das Christentum in Herrlichkeit erstrahlen und seine gewaltige Kathe-drale wird das Land Israel sein vom Bach Ägyptens bis zum Euphrat. Amen.

All die Trottel, die glauben, das Christentum sei erledigt, wird buchstäblich der Schlag treffen, wenn sie von der Nachricht der Bekehrung Israels erfahren werden.

Durch ein gewaltiges Wunder schafft sich Gott inmitten einer abgefallenen Menschheit wieder ein Eigentumsvolk, ein Volk zum Besitztum.

Das Christentum stellt sich also nicht nur wieder auf die Füße, sondern es wird bis in den Himmel erhoben.

„13 Und zu derselben Stunde geschah ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt stürzte ein; und es wurden getötet in dem Erdbeben siebentausend Menschen, und die andern erschraken und gaben dem Gott des Himmels die Ehre. 14 Das zweite Wehe ist vorüber; siehe, das dritte Wehe kommt schnell.“

Die abgefallene Welt wird dann unter der Führung des Antichristen Israel militärisch angreifen, denn der „Anachronismus“ eines wirklich christlichen Landes inmitten einer entchristlichten Zivilisation wird der Welt unerträglich sein, schlimmer als ein Dorn im Auge.

Noch während dieses Angriffes werden Gott und das Lamm anfangen, die Welt zu richten. Die Zahl siebentausend symbolisiert einfach die antichristliche Weltkirche des Endes („sieben“ bedeutet Kirche und „tausend“ viel). Gott wird sie mit samt ihren Gliedern physisch vernichten, erschlagen, töten, umbringen. Während dieses Geschehens kommen die aller letzten Menschen zum Glauben an Jesus.

Ergänzung

Mein Text enthält eine mathematische Nötigung, falls man 42 Monate mit 1260 Tagen gleichsetzt, was mathematisch nicht ganz korrekt ist und was nur ungefähr stimmen würde. 42 Monate sind 3,5 Jahre (das stimmt genau). 3,5 Jahre aber sind mehr als 1260 Tage, denn ein echtes Jahr hat entweder 365 Tage oder 366 Tage. 3,5 mal 365 oder 3,5 mal 366 ergibt eine größere Zahl als 1260 (1260 ist 3,5 mal 360).

Das Problem: Falls man nämlich die 42 „Monate“ und die 1260 „Tage“ genau gleichsetzen würde, dann bliebe ja zwischen „der Tötung der Zeugen durch den Antichristen“ (in Wirklichkeit der geistliche Zusammenbruch der Kirchen durch die staatliche Einfluß-nahme) und dem Ende der Zertretung Jerusalems durch die Heiden (bei der Wiederkunft Jesu) keine Zeit mehr übrig.

Nimmt man aber an, was mathematisch korrekt ist, daß 42 Monate eine etwas längere Zeit sind als 1260 Tage, dann bleibt ja zwischen dem geistlichen Zusammenbruch der Kirchen und der Wiederkunft Jesu noch ein kleiner Zeitraum. In diesem Zeitraum leben wir heute.

Weitere Ergänzung

„2 Aber den äußeren Vorhof des Tempels lass weg und miss ihn nicht, denn er ist den Hei-den gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang.“

Hiermit wird ganz Israel (auch noch das heutige Volk Israel) zum „äußeren Vorhof des Tempels“ erklärt. Es geht dabei nicht nur darum, daß sich heute im Land Israel  und in der Stadt Jerusalem jede Menge Nicht-Juden aufhalten, sondern die Juden selbst als Ganzes warten nicht mehr des Gottesdienstes des Gottes Israels. Das Tier (staatliche Obrigkeiten, die sich in den Dienst der sündigen Welt stellen; somit Tyrannen) hat sozusagen auch das Judentum „enthauptet“. Natürlich war das Judentum schon zur Zeit Jesu, als Jesus auf Erden lebte, ziemlich verdorben durch das Gesetzes-Judentum (buchstäbliches Halten des Gesetzes) und weit weg von der wahren Lehre des alten Testaments; Jesus befand sich in einem permanenten Konflikt mit den damaligen jüdischen Führern wegen der korrekten Lehre. Dieses Verderben durch das Gesetzes-Judentum wurde aber noch gesteigert durch den Einfluß der säkularen Staaten (z. B. die alten Römer). Dies ist inzwischen so weit fortgeschritten, daß heute kein Unterschied mehr ist zwischen einem Juden und z. B. einem US-Amerikaner oder deutschen Bundesbürger. Wir alle verhalten und benehmen uns heute nach den Regeln des aufgeklärten Christentums bzw. der Aufklärung (die Ame-rikaner haben ein treffendes Wort dafür: civil religion). Nach der Begrifflichkeit des obigen Textes ist also auch der jüdische Ölbaum zu einem „Leichnam“ geworden. Das Absterben fing an mit dem Gesetzes-Judentum und wurde vollendet durch die Einflußnahme fremder, staatlicher Obrigkeiten.

Kurz gesagt: Ein durchschnittlicher Israeli heute hält sich weder an das Gesetz der Thora, noch glaubt er wirklich an den Gott Israels (das wäre nur der Fall bei Anerkennung von Jesus als Messias), sondern er lebt einfach nach der westlichen „civil religion“, die die westlichen Staaten spätestens seit dem 18. Jahrhundert immer mehr installieren. So wird also das Volk Israel von den Heiden zertreten. Die Heiden haben Israel ihre griechisch-heidnische Religion aufgezwungen/aufoktroyiert, was einer Vergewaltigung, sprich einer Zertretung, entspricht. Die heutigen Staaten verhalten sich wie die alten Römer – das Tier ist aus dem Abgrund heraufgestiegen.

Worum geht es bei der „civil religion“?

Die westlichen Obrigkeiten/Staaten sehen in „ihren“ Völkern Kühe, die sie melken dürfen. Keineswegs sorgen sie sich um das Wohl oder Glück ihrer Bürger, weder materiell noch spirituell. Es geht nur darum die „Milchleistung“ der Kühe zu maximieren, wozu jedes Mittel recht ist, auch wenn die Kuh eines Tages tot umfällt.

Ein Mittel ist die Zivilreligion, denn sie gewährleistet, daß die „Zweibeiner“ einigermaßen miteinander auskommen und das ist ja so wichtig am Arbeitsplatz. Nur teamfähige Leute bringen maximale Leistung – so denken Barard Obamba und Üngülü Mürgül (Mürgül gehört nicht zu Deutschland!).

Geistlich gesehen, lebt Israel wieder in Ägypten, dem Land, aus dem sie der Gott Israels (Jesus) herausgeführt hatte.

Ist der Gott Israels zufrieden mit diesem Zustand?

Nein, es ist ihm ein Ekel, ein Gräuel.

Was ist der Beweis dafür?

Jesus reinigte den Tempel (der alte Tempel aus Stein), als er auf Erden lebte.

Joh 2,14 Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen.

Joh 2,15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um.

Joh 2,16 und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!

Der Tempel, den Jesus reinigte, war, historisch gesehen, der Tempel des Herodes. Im Vergleich zum ursprünglichen Tempel, den König Salomo hatte bauen lassen, hatte der Tempel des Herodes auch einen „äußeren Vorhof für die Heiden“, was nicht nur Gott ein Gräuel gewesen sein muß sondern auch den Juden (auch hier sehen wir schon die Einfluß-nahme des Tieres auf das Judentum – Herodes war ein Vasall der Römer, genauso wie heute Netanyahu ein Vasall der US-Amerikaner ist, nur mit dem Unterschied, daß Herodes der biologischen Abstammung nach kein Jude war). Daß dieser „äußere Vorhof der Heiden“ Gott ein Gräuel war, sehen wir daran, daß Jesus die Händler und Wechsler hinaustrieb und an den Bibelstellen aus Hesekiel (siehe unten). Hesekiel bezieht sich noch auf den Tempel Salomos. Offensichtlich wollte Gott nicht, daß sein Heiligtum (Tempel plus Vorhöfe) von Heiden betreten wurden.

Hes 44,7 Denn ihr habt fremde Leute mit unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum hineingelassen und so mein Haus entheiligt, als ihr mir Brot, Fett und Blut opfertet; so habt ihr meinen Bund gebrochen mit allen euren Gräueltaten;

Hes 44,9 Darum spricht Gott der HERR: Es soll kein Fremder mit unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum kommen von allen Fremdlingen, die unter den Israeliten leben,

Jes 56,7 die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.

Wenn man sich im Internet Grundrisse von Salomo’s Tempel ansieht und Grundrisse des Tempels des Herodes, dann fällt auf, wie der Tempel des Herodes dominiert wird vom „äußeren Vorhof der Heiden“. Sicherlich konnte sich Herodes herausreden, es gäbe ja noch einen inneren Bereich nur für Juden, wo Heiden keinen Zutritt hatten, aber schon rein optisch fällt auf, daß sozusagen das jüdische Heiligtum vom Heidentum einge-schlossen war. Die Burg Antonia in der Nordwestecke des Herodestempels machte das Kraut natürlich fett.

Sehr interessant ist, daß Jesus auch den durch Herodes modifizierten Tempel samt Vor-höfen noch als „Haus seines Vaters“ anerkennt. Das ist unerhört, aber der biblische Befund. Auch im herodianischen Tempel war Gott noch gegenwärtig.

Joh 2,16 und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!

Praktische Schlußfolgerung:

Sowohl Christen aus den Heiden als auch Christen aus den Juden und allgemeine Juden wurden „getötet durch das Tier“ (symbolischer Ausdruck für die ungerechte Beherrschung der Kirche und des Judentums durch die säkularen Staaten): Es gibt heute praktisch nur noch Namenschristen (nominal Christians; Scheinheilige) und Namensjuden. Sie tragen den Namen Jude oder Christ, sind aber geistlich tot, geistliche Leichname.

Es gab eine Zeit, wo viele Heiden zum Glauben an Jesus kamen. Doch diese Zeit scheint endgültig vorbei zu sein. Wir leben in der Zeit des totalen Abfalls vom christlichen Glauben (Legalisierung homosexueller Beziehungen, massenhafte Abtreibung, religiöse Morde (Islam), Multireligiosität, extremer Materialismus, etc.).

Paulus sagt in Römerbrief 11, daß Gott in den Juden den Glauben an Jesus wecken wird, in der Zeit, wo die Sammlung der Heidenchristen abgeschlossen ist. Dies scheint heute der Fall zu sein.

Lieber Leser, vielleicht gehören Sie wie ich zu den letzten Christen aus den Heiden, dann kann es für uns nur eine Devise geben:

Auf, ab nach Israel und den Juden das Evangelium von Jesus predigen.

Siehe auch „Der Tempel

 

Korrektur vom 27. April 2015:

„Das Tier aus dem Abgrund“

Bei der Auslegung von Kapitel 12 und Kapitel 13 wurde mir klar, daß das „Tier“ (antichristliche bzw. antijüdische Regierungen) bereits um die Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus aus dem Abgrund emporstieg, spätestens um 70 nach Christus, als die Römer den Tempel von Jerusalem zerstörten. Schon im Jahre 49 nach Christus hatte Kaiser Claudius (Regierungszeit 41-54 nach Christus) die Juden aus Rom ausgewiesen. Im Jahre 43/44 brach eine Verfolgung über die Kirche zu Jerusalem herein. Unter Claudius verhielt sich also Rom, das römische Reich, ähnlich wie das alte, historische Babylon. Auch das alte, historische Babylon bekämpfte das Volk Gottes, war ein Feind des Volkes Gottes. Die Regierung Babylons ist definitiv das „Ur-Tier“, der alte Verfolger des Volkes Gottes, die antigöttliche Macht. Indem Rom die heidnische Religion zur Staatsangelegenheit machte und Christen und Juden verfolgte, kam das untergegangene Babylon (Meder und Perser hatten es entmachtet) spirituell aus dem Abgrund empor.

Und wenn man sich die Geschichte der letzten 2000 Jahre anschaut, dann sieht man, das auch unter den Regierungen, die auf das römische Reich folgten, das Volk Gottes unter Druck stand, sowohl wahre Christen als auch biologische Juden (strenggenommen ist nur ein frommer Jude ein Jude in Gottes Augen).

Das System, das die Babylonier praktizierten und die Römer wieder einführten, haben wir bis heute. Auch heute noch regiert das „Tier aus dem Abgrund“.

Die Staaten weltweit haben sich heute auf eine Art Zivilreligion geeinigt, die aus der Aufklärung hervorgegangen ist,  und kollaborieren mit den etablierten Religionsgemein-schaften (das zweite „Tier“; siehe Kap. 13) in der Schaffung eines ganz bestimmten Menschenbildes.  Dieses Menschenbild ist aber dem christlichen Menschenbild, das Jesus Christus selbst ist, völlig entgegengesetzt.

 

 

 

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