Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 14, Verse 14-16

14 Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. 15 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden. 16 Und der auf der Wolke saß, setzte seine Sichel an die Erde und die Erde wurde abgeerntet.

Auslegung

„14 Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“

Kap. 14, 6-13 sahen wir, daß Gott demnächst mit Hilfe seiner lieben, alten Schöpfung (Himmel, Erde, Meer, Wasserquellen, etc.) zu uns sprechen wird. Zusammen mit dem Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus verkündete das Schöpfungs-Evan-gelium lange Zeit die Botschaft von der Liebe Gottes zu uns. Gott hat Himmel, Erde, Meer, Regen zur rechten Zeit, angemessenen Sonnenschein, fruchtbare Zeiten, etc. für uns gemacht, aber wir schließen daraus nicht auf seine Liebe zu uns, sondern wir nehmen das als Selbstverständlichkeiten, als ob Gott verpflichtet wäre, uns Gutes zu tun. Nachdem wir nun so lange das Evangelium von Jesus und das Schöpfungs-Evangelium ablehnen, entbrennt allmählich sein Zorn. Gott machte die Schöpfung für uns und sogar seinen lieben Sohn Jesus gab er für uns, aber wir weigern uns, in seine vertrauensvolle Gemeinschaft zurückzukehren durch die Buße und den Glauben an Jesus. Gott hebt allmählich an, seine Schöpfung nicht mehr zu gebrauchen, um uns seine Liebe zu bezeugen, sondern um uns seinen grimmigen Zorn zu zeigen. Er wird uns die guten Gaben entziehen (gutes Wetter, ruhige Erde, ruhige Atmosphäre, ruhiges Meer, passender Sonnenschein, frisches Quellwasser, gefüllte Seen, etc.), die er uns einstmals gab, und dann werden wir merken, wen wir verworfen haben, wessen Liebe wir zurückgewiesen haben. Aber vielleicht werden wir dann auch versuchen, die Naturkatastrophen rational zu erklären (Klimawandel, Klimaerwärmung, etc.) und so lügen wir uns in die eigene Tasche bis an die Pforten der Hölle, denn wenn wir uns von Gottes einsetzendem Gericht nicht warnen lassen, dann wird die Hölle unser Wohnort sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gott will uns vor der ewigen Hölle warnen, indem er die zeitliche Erde allmählich zur zeitlichen Hölle macht.

„auf der Wolke saß einer“

Der Engel mit der Krone regiert also die Wolke, denn Krone spricht von Regierung.

Was bringt es, eine Wolke zu regieren?

Nun, es gibt Wolken mit Wasser und es gibt Wolken ohne Wasser und die Wolken mit Wasser sind nur dann nützlich, wenn sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort abregnen und wenn sie dann auch nicht zu viel oder zu wenig Wasser bringen. Die Regierung der Wolken ist also gar nicht so einfach, wie man zunächst vermuten möchte.

Hi 35,5 Schau gen Himmel und sieh; und schau die Wolken an hoch über dir!

Hi 36,27 Er (Gott; R. B.) zieht empor die Wassertropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen,

Hi 36,28 dass die Wolken überfließen und Regen senden auf die Menge der Menschen.

Hi 36,29 Wer versteht, wie er die Wolken türmt und donnern lässt aus seinem Gezelt?

Hi 37,11 Die Wolken beschwert er mit Wasser, und aus der Wolke bricht sein Blitz.

Hi 37,12 Er kehrt die Wolken, wohin er will, dass sie alles tun, was er ihnen gebietet auf dem Erdkreis:

Hi 38,37 Wer ist so weise, dass er die Wolken zählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel ausschütten,

Die Wolke aber ist weiß, das heißt sie hat kein Wasser.

Gleichsam, als ob gesagt werden soll: „Ruft doch Gott um Hilfe an, wenn ihr wollt, daß Regenwolken kommen!“

„Diese (die Kirche; R. B.) haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung,“ (Offenbarung 11, 6; das bezieht sich zwar auf die Kirche, aber das kann man auch auf Gott deuten, denn die wahre Kirche tut ja den Willen Gottes; in seinem Zorn wird Gott uns also den Regen vorenthalten – auch als Strafe dafür, daß wir seine liebe Kirche verfolgten; und die Rachegebete der Kirche, die zu Gott emporstiegen, kommen als Gottes Zorn, als Trockenheit, wieder herunter auf die Erde)

„eine scharfe Sichel“

Die „scharfe Sichel“ spricht hiervon:

Matthäus 13, 24-30 24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26 Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.

Matth. 13, 36-43 36 Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät. 38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. 39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird’s auch am Ende der Welt gehen. 41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre!

Mt 24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.

Mt 24,41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen („angenommen“ heißt zu Gott entrückt; R. B.), die andere wird preisgegeben („preisgegeben“ heißt Feuerofen; R. B.).

Wenn man die Verse aus Matthäus kombiniert, folgt daraus, daß bei der Wiederkunft Jesu eine Scheidung gemacht werden wird zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Die Arbeit werden Engel erledigen, wobei die Ungläubigen erschlagen (getötet) werden. Ein Toter merkt nicht, wie die Zeit vergeht und deswegen liegt subjektiv zwischen der Zeit der Tötung durch die Engel und der Auferweckung der ungläubigen Toten und dem Stehen vor dem weißen Gerichtsthron Gottes nur ein Wimpernschlag, ein Nu. Das Gericht wird auch nicht lange dauern, denn, wer nicht gefunden wird im Buch des Lebens, der wird zum ewigen Feuersee verdammt und das ist der Feuerofen, von dem Jesus im Matthäusevangelium spricht. Es gibt also kein Fegfeuer oder der gleichen.

1Thess 4,17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen (von den Toten auferweckte Christen; R. B.) entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

„ein andrer Engel kam aus dem Tempel“

Der Tempel ist die christliche Kirche. Die Kirche wird ganz fürchterlich verfolgt werden, kurz bevor Jesus wiederkommt (also heute; gegenwärtig). Die Kirche befiehlt ihre Rechtssachen dem Herrn und so rächt Gott die Kirche an der sündigen Welt, gleichsam, als ob ein Engel aus der Kirche (dem Tempel) käme und das Gericht anordnete. Der Engel, der aus dem Tempel kommt, das sind die personifizierten Rachegebete der verfolgten Heiligen. Die Gebete der Heiligen verwandeln sich direkt in den Zorn Gottes über die unbußfertigen Sünder, die die Kirche verfolgten.

Die Schlachtbank Gottes (Bozra/Busaira in Jordanien, südlich des Toten Meeres):

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