Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 15

Und ich sah ein andres Zeichen am Himmel, das war groß und wunderbar: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit ihnen ist vollendet der Zorn Gottes. Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden. Danach sah ich: Es wurde aufgetan der Tempel, die Stiftshütte im Himmel, und aus dem Tempel kamen die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, angetan mit reinem, hellem Leinen und gegürtet um die Brust mit goldenen Gürteln. Und eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Tempel wurde voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel gehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.

Auslegung

„1 Und ich sah ein andres Zeichen am Himmel, das war groß und wunderbar: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit ihnen ist vollendet der Zorn Gottes.“

Die Zahl „sieben“ erinnert wieder an die Gemeinden Kleinasiens und deren Bischöfe, sprich die Gesamtkirche aller Zeiten und deren Geistliche. Es wäre müßig, darüber nach-zudenken, ob die o. g. sieben Engel nun wirkliche Engel oder Bischöfe sind. Eines kann man aber definitiv sagen: Der Zorn Gottes über die abgefallene Menschheit geht in einem gewissen Sinne von der Kirche aus. In der Realität aber werden die frommen Christen und deren Bischöfe „nur“ beten (keinesfalls werden sie das Schwert oder die Maschinenpistole oder den Sprengstoffgürtel in die Hand nehmen wie die hirnverbrannten Muslime). Es kann nur darum gehen, daß am Ende der Geschichte, wenn das Antichristentum des Tieres (böse Regierungen seit Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus) sich voll offenbaren wird (Erscheinung des Antichristen als Einzelperson), die Kirche sehr schwer verfolgt werden wird und dann ihre Rechtssachen dem Herrn anbefiehlt. Der Herr verwandelt dann die Rachegebete der Kirche extrem schnell in Zornesfeuer.

„2 Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen“

Das gläsernen Meer ist die Menschheit. Das Feuer ist der Zorn Gottes. Viele Jahrhunderte hat Gott versucht, die Menschheit mit dem Wasser des heiligen Geistes zu tränken. Die es annahmen, bildeten die christliche Kirche. Am Ende der Zeit aber schrumpft die christliche Kirche auf fast „Null“, d. h. es gibt fast keine frommen Christen mehr auf Erden und diese werden auch noch verfolgt von der ungläubigen Menschheit. Zum „Lohn“ für ihr „Benehmen“ schickt dann Gott seinen Zorn „unter“ die Menschen statt seines heiligen Geistes und so entsteht ein gläsernes Meer mit Feuer vermengt.

Was Tier, Bild und die Zahl seines Names bedeuten, hatten wir schon in Kapitel 13 (bitte lesen Sie die zwei Auslegungen von Kapitel 13). Das Problem des Christen wird sein (oder ist schon), daß die antichristliche Menschheit versucht, ihn von seinem Glauben an Jesus wieder abzubringen bis hin zur sofortigen Hinrichtung eines Menschen, der sich zu Jesus bekehrt (das hatten wir in Kapitel 14 gesehen, daß bei der Volloffenbarung des Anti-christen, die Bekehrung eines Menschen zu Jesus zeitlich mit seiner Hinrichtung durch die antichristliche Obrigkeit zusammenfält; unerhört, aber wahr). Wer es also dann schafft, bei Jesus zu bleiben und nicht die weltliche Regierung als Gottheit anerkennt, noch sich antichristlich verhält, der erringt wirklich einen Sieg. In dieser antichristlichen Menscheit samt der antichristlichen Regierungen und abfallenen Kirchen als frommer Christ zu leben, ist wirklich Kriegsführung bzw. eine Ritterschaft, die äußerste Tapferkeit erfordert. Wer den Glauben bewahrt, hat den Ehrentitel „Sieger“ wirklich verdient. Diese Sieger schauen vom Himmel herab, dem Ort der Gegenwart Gottes, auf die, die sie so unbarmherzig verfolgten und töteten. Sie sehen, wie Gott ihrer Verfolger mit dem Feuer seines Zorns peinigt.

Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen (antichristliche Regierungen; R. B.), die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem (Gott; R. B.), der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

Lk 12,4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts mehr tun können

„Gottes Harfen“

Das ist der heilige Geist. Der gleiche Geist, der die Gläubigen Danklieder singen läßt für ihre Erlösung, läßt sie ein Lied der Freude singen über die Vernichtung ihrer Feinde durch Gott. Wenn Sie, lieber Leser, ungläubig sind, dann sollte Ihnen das zu denken geben. Glauben sie nicht (!), es sei der „Beruf Gottes“, zu vergeben; korregieren sie ggf. ihr Gottesbild.

„3 und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes:“

2Mo 15,1 Damals sangen Mose und die Israeliten dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt. (das ganze Lied: „Lied des Mose„)

Dieses Lied sang des Volk Israel, unmittelbar nachdem Gott das ägyptische Heer, das sie verfolgt hatte, im roten Meer ersäuft hatte. Leider kamen jene (die Israeliten, die aus Ägypten gezogen waren) nicht in das verheißene Land wegen ihres Unglaubens; aber Gott hatte wirklich alles für sie getan, was er nur tun konnte. Sie blieben mit ihrem Herzen in Ägypten, das war ihr Problem.

„Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.“

Bisher hielt der Großteil der Menschheit Jesus für einen weltfremden, traurigen Schwäch-ling („loser“, Verlierer) und seine Lehren für nicht praktikabel im Alltag, aber er ergreift das Königtum über die Menschheit mit Gewalt. Durch seine Sanftmut und Demut, die ihm viel zu oft als Schwäche ausgelegt wurde, wollte er den Sündern ein Vorbild geben und sie ermutigen unter sein „Joch“ zu kommen, denn sein „Joch“ war sanft und sein „Last“ leicht. Denen, die ihn mutwillig so sträflich missverstanden, zeigt er nun, wer er ist und verhält sich ihnen gegenüber so, wie sie es immer wollten – dann werden sie es aber nicht mehr wollen. Hätte Jesus schon zu seinen Erdenzeiten seine Herrlichkeit offenbar gemacht, wie es die unbußfertigen Sünder wollten, wäre kein einziges, armes Sünderlein errettet worden. Um der „geknickten“ Sünderlein willen  ertrug Jesus Hohn und Spott seitens der Erzsünder.

Matthäus 11, 28-30 28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Gott, der Vater, bestätigt die Wege seines sanftmütigen und demütigen Sohnes, seines Lammes, indem er am Ende allen Völkern die Herrschaft seine Sohnes und seine Herrschaft offenbar macht. Jesus ging den richtigen Weg, indem er das Wort der Wahrheit hielt und das Wort von der Geduld (Evangelium und Bergpredigt). Die Erlösten preisen Gott und das Lamm für ihr Werk der Erlösung, aber sie preisen sie genauso für ihr Werk der Vergeltung an den Gottlosen. Der Sohn Gottes wurde Mensch, ein Lamm, um die bußfertigen Sünder zu retten, zu erlösen. Er starb sogar für sie am Kreuz, wo er ihre Sünde trug. Jesus tat genau das Richtige in seinen Erdentagen: Er strebte nicht nach Macht, Ehre und Reichtum auf Erden, sondern wollte die leidenden Menschen gesund machen an Seele und Leib – Jesus war ein Seelsorger und Arzt, ein guter Hirte. Weil Jesus sich so trefflich in die Zeit schickte, wird er am Ende als Herr aller Herren und König aller Könige offenbar werden. Um unsertwillen („geknickte“ Sünderlein) hatte er seine Herrlichkeit ein wenig verborgen, doch sie muß wieder offenbar werden.

„4 Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden.“

„Völker werden kommen und anbeten“

Werden sich am Ende doch alle bekehren?

Nein, hiermit ist eine erzwungene Anbetung gemeint. Die Gottlosen werden „einge-sammelt“ werden wie Unkraut und Gott wird sie persönlich schlachten in Bozra (südlich des Toten Meeres, wo früher das Land Edom war; heute liegt Bozra in Jordanien). Die Menschen hatten lange genug Zeit, freiwillig ihren Leib als lebendiges Opfer dar-zubieten durch ein frommes Leben; nun aber beraubt Gott sie ihrer Leiber mit Gewalt. Subjektiv für sie, kurz danach, wird das Gericht des Feuersees über sie ergehen, so daß man wirklich sagen kann, es war ein Schlachtopfer auf einem Altar.

Philipper 2, 5-11 5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Hören wir endlich auf, zu glauben, Gott, der Vater, sei charakterlich verschieden von Gott, dem Sohn. Nein, wenn der Vater Mensch geworden wäre, wäre er die gleichen Wege wie Jesus gegangen – deshalb sagen wir lieber jetzt, um zu vermeiden, daß der Vater es von uns erzwingen muß: „Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

 „Danach sah ich: Es wurde aufgetan der Tempel, die Stiftshütte im Himmel, und aus dem Tempel kamen die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, angetan mit reinem, hellem Leinen und gegürtet um die Brust mit goldenen Gürteln. Und eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

Der Tempel ist die christliche Kirche bzw. die Menge aller Gläubigen vereint durch den heiligen Geist. Kapitel 8 hatten wir gesehen, wie die Gläubigen Rachegebete zu Gott hochschickten und sie sofort als Zorn Gottes auf die unbußfertigen Sünder herabkamen. Hier tritt eine Verschärfung ein. Der Zorn kommt jetzt unmittelbar aus der Kirche, dem Tempel. Natürlich sind es in Wirklichkeit wieder die Rachegebete der Heiligen, aber es scheint gleichsam der Umweg über die Erhörung durch Gott zu entfallen wie in Kapitel 8. Die Geduld und Langmut Gottes mit den Sündern ist zu Ende, er will nicht mehr gnädig sein, sondern er „kocht vor Wut“, will seinen grimmigen Zorn offenbaren. Die Rache-gebete werden direkt zum Zorn Gottes. In der Zeit der Volloffenbarung des Anti-christentums des Tieres (böse Regierungen) bzw. der Offenbarung des Antichristen (Barack Hussein Obama) wird Gott sich ganz offenbar auf die Seite seiner Kirche stellen, indem er die Gläubigen sofort rächt durch schwerste Seuchen, Wassermangel, Hitzewellen, seine Wiederkunft als Kriegsherr, etc.

„angetan mit reinem, hellem Leinen und gegürtet um die Brust mit goldenen Gürteln.“

Die Engel mögen zweifeln, ob solch ein Werk der Vernichtung, ein Werk des guten Gottes ist, aber ER selbst gab ihnen das Amt heiliger Würdenträger (Leinen, Gürtel) Gottes, die seinen Willen tun sollen. Es ist ein heiliges und würdiges Werk.

„eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes,“

Es ist ein Werk der Vernichtung aber dennoch heilig, denn des heiligen Gottes Zorn ist in den herrlichen (goldenen) Schalen.

Die Schlachtbank Gottes (Bozra/Busaira in Jordanien, südlich des Toten Meeres):

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