Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 18

(Das Folgende ist eine Beschreibung des Weltunterganges; „Babylon“ ist nicht etwa ein Deckname einer konkreten, historischen Stadt, sondern mit „Babylon“ ist die ganze Welt gemeint)

Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit.  Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel. Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! Wie viel Herrlichkeit und Üppigkeit sie gehabt hat, so viel Qual und Leid schenkt ihr ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an „einem“ Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet. Und es werden sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und geprasst haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand, in dem sie verbrennt. 10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! 11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: 12 Gold und Silber und Edelsteine und Perlen und feines Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechende Hölzer und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarem Holz und Erz und Eisen und Marmor 13 und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und Öl und feinstes Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen. 14 Und das Obst, an dem deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glänzend und herrlich war, ist für dich verloren und man wird es nicht mehr finden. 15 Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, werden weinen und klagen: 16 Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelsteinen und Perlen, 17 denn in „einer“ Stunde ist verwüstet solcher Reichtum! Und alle Schiffsherren und alle Steuerleute und die Seefahrer und die auf dem Meer arbeiten standen fernab 18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich? 19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in „einer“ Stunde ist sie verwüstet! 20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen. 21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird in einem Sturm niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden. 22 Und die Stimme der Sänger und Saitenspieler, Flötenspieler und Posaunenbläser soll nicht mehr in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und das Geräusch der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden, 23 und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker; 24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind.

„1 Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz.“

Seit ca. 2000 Jahren predigt die christliche Kirche das Evangelium von Jesus und tauft die bußfertigen Sünder sakramental, damit jene auch die befreiende Kraft des Evangeliums erfahren (die Kindertaufe ist gültig). Wer, wenn nicht die christliche Kirche, wollte der Menschheit Gutes tun. Ihr Herr, Jesus, war schon ein Seelsorger, Arzt und guter Hirte gewesen, als er auf Erden lebte – auch die Kirche kümmerte sich folglich um die „geknickten“ Sünderlein, damit sie Ruhe fänden für ihre Seelen und Heilung ihrer Körper. Bisher war es für die Kirche undenkbar gewesen, sich über eine etwaige Zerstörung der ganzen Menschheit zu freuen. Doch die Zeiten haben sich fundamental geändert. Der Großteil der Menschheit hat zu lange das Evangelium von Jesus abgelehnt und so gibt es heute praktisch keine wirkliche, christliche Kirche mehr. Immer wieder wurde das Evangelium korrekt gepredigt (z. B. Luther, Bonhoeffer), aber nur sehr wenige nahmen es wirklich an. So haben wir heute den Zustand, daß das Evangelium gar nicht mehr gepredigt wird (die Predigt der Evangelikalen zählt nicht, denn Evangelikale sind keine wahren Christen) – dies ist eine Strafe für die Menschheit, weil sie es so lange abgelehnt hat. Der Einzelne heute kann übrigens nicht jede Verantwortung von sich weisen, denn die Schöpfung (Himmel, Erde, Gestirne, Pflanzen, Tiere, gutes Wetter, etc.) predigt immer noch, daß es einen guten Gott gibt, der alles gemacht hat, und wer das annimmt, den kann Gott noch heute zum Evangelium von seinem Sohn Jesus Christus führen. Aber in einem Prozess, der nun schon fast 2000 Jahre andauert, haben sich die Menschen, die Menschheit, und ihre Regenten und falschen Religionsführer gegenseitig in den Abgrund getrieben: Die Menschen suchten nicht nach dem wahren Gott und die Regenten in Verbindung mit den falschen Religionsführern predigten ihnen eine Ersatzreligion. Durch die Ersatzreligion kamen die Menschen noch weiter vom wahren Gott weg, was die Regenten in Verbindung mit den falschen Geistlichen wiederum dazu bewog, die „Religion“ weiter abzuschwächen – eine teuflische Abwärtsspirale. Ich wiederhole: Weder der Einzelne, der heute lebt,  noch der Einzelne der vor Jahrhunderten lebte, hat eine Entschuldigung oder kann die Obrigkeit und die falschen Geistlichen für alles verantwortlich machen, denn die Schöfpung Gottes predigt Tag und Nacht von seiner Kraft und Herrlichkeit.

Römerbrief 1, 18-21 18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.

Wenn natürlich heute sich jemand vom „Schöpfungs-Evangelium“ ansprechen läßt, dann wird er es sehr schwer haben, zum Evangelium von Jesus durchzudringen, denn es wird überall nur noch katastrophaler Schwachsinn gelehrt (Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, Evangelikale, Buddhismus, Hinduismus, etc.).

Das ganze System heute, bestehend aus der Menschheit, die nicht nach Gott sucht und den Regenten und falschen Geistlichen, die eine Ersatzreligion lehren, ist der Feind dessen, der nach dem wahren Gott sucht, der Himmel und Erde gemacht hat bzw. das System ist auch der Feind dessen, der durch die Schöpfung Gottes schon angesprochen wurde und nun verzweifelt nach „XYZ“ sucht – er weiß ja vielleicht gar nicht genau, was er sucht.

Kurz gesagt: Die Welt ist wirklich schuldig, denn sie hat ein autokratisches (in Bezug auf Gott) System aufgebaut; eigentlich kann der Mensch ohne Gott, in der Gottesferne, gar nicht leben – diese Wahrheit aber leugnet die Welt und kommt über Schmerzen und Depression, die durch Gottesferne verursacht sind,  hinweg durch Saufen, Fressen, Unzucht, Zunkunftvorsorge, Statusdenken, Workaholismus, Konsumrausch, Streben nach Macht und Ehre, etc.

Dieses System, Babylon, will Gott vernichten. Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Ein unbeteiligter (fiktionaler) Dritter, der in den Zusammenhang nicht eingeweiht ist, und sieht, wie Gott diese Menschheit richtet, wäre geneigt, darüber entsetzt zu sein. Deswegen ist der Engel mit dem Glanz so wichtig. Diese Handlung Gottes, die Vernichtung einer völlig abgefallenen Menscheit, ist nicht etwa etwas Schlimmes sondern etwas Gutes, eine heilige und würdige Handlung: Diese in sich selbst traurige Handlung wird geheiligt und würdig gemacht durch den Glanz der Heiligkeit und Würde Gottes, der auf sie fällt.

„2 Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere.“

„Babylon“ ist die ganze Menschheit zusammen mit den antichristlichen Regierungen und falschen Religionsgemeinschaften, die den Regierungen in die Hand spielen. Die abgefallene Menscheit allein kann man auch als „Hure Babylon“ bezeichnen. Die antichristlichen Regierungen und falschen Religionsgemeinschaften kann man als „Tiere“ (Ungeheuer, Bestien) bezeichnen (siehe Kap. 13).

„Babylon“ = „Hure Babylon“ + „zwei Tiere“

Es ist soziologisch nachweisbar, daß der Mensch, der Gott nicht anbetet, den Teufel anbeten muß – es gibt keine neutrale Zone. Dies entspricht auch dem biblischen Befund.

Epheser 2, 1-2 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen (der Teufel; R. B.), der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Da die Menschheit einschließlich der antichristlichen Regierungen und falschen Geistlichen den Glauben an Jesus verworfen hat, ist sie der Bessenheit (Teufel, Geister, etc.) anheimgefallen. Mit „Vögel“ und „Tiere“ sind übrigens die ungläubigen und somit besessenen Menschen gemeint.

Warum Gefängnis?

Wohin soll man fliehen, wenn Gott die Erde richtet – die Gottlosen sitzen in der Falle.

Oder es ist so gemeint: Die Menschheit verwahrt die bösen Geister bei sich, hält sie fest, wie ein Staat Verbrecher im Gefängnis – unerhört. Leider sind die Gefängniszellen der Menschheit die einzelnen Menschen, die besessen sind.

Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit.“

Die abgefallenen „Völker“ sind ja eben „Babylon“ – die Völker wurden zu „Babylon“, weil sie, verführt durch böse Obrigkeiten und Geistliche, die gotteslästerliche Kultur des historischen Babylon annahmen. Schon das historische Babylon war eine Behausung von Teufeln und Dämonen. Indem die Völker die Kultur des alten, historischen Babylon annahmen, begingen sie die Sünde der Hurerei mit dem Teufel (natürlich eine geistliche Hurerei).

„Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben,“

Die Regierungen lassen sich leiten von den niedrigen Instinkten der Völker, sprich vom „sündigen Fleisch“ der Menschen, das vom Teufel regiert wird. Weil eben die Regierungen den sündigen, natürlichen Menschen als den normalen Menschen betrachten und nicht den erlösten Menschen, der an Jesus glaubt, begehen sie Hurerei. Sie hätten ihre Regierung nach den Erlösten ausrichten sollen, das wäre legitim gewesen, stattdessen verbündeten sie sich mit den Ungläubigen, mit deren sündigem Fleisch, gegen die Gläubigen. So haben wir heute die Regierung des Mobs bzw. Pöbels.

„die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit.“

Der Mensch, der nicht an Jesus glaubt, hat keinen Frieden. Gottesferne bzw. Gottlosigkeit verursachen Depression, Angst, Feigheit, etc. und körperliche Schmerzen. Darüber kommt der Gottlose nur hinweg durch permanente Berauschung: Fressen, Saufen, Unzucht, Konsumrausch, Anhäufung von Statussymbolen, krankhafte Zukunftvorsorge, etc.

Es ist definitiv so, daß ein Ungläubiger wesentlich mehr Güter braucht, um „glücklich“ zu sein, als ein Gläubiger, der in Gott ruht, unsichtbar das Paradies hat.

Ja, und da haben wir es: Der Gottlose in seiner Gier nach Gütern ist der Hauptmotor der Wirtschaft und deswegen fördert die Wirtschaft seine Gottlosigkeit – pervers.

„4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel.“

„Geht hinaus aus ihr, mein Volk“

Das ist wörtlich gemeint. Solange die Menschheit nicht völlig abgefallen war, hätte man das metaphorisch deuten sollen in dem Sinne, daß der Gläubige die Sünden der Welt nicht mitmachen soll. Heute allerdings ist für die Frommen wieder  die Zeit gekommen, sich in die Wildnis (Wüste) zu begeben und außerhalb der Gesellschaft zu leben. Lieber absolute Armut, als Sündigen.

Ich hoffe, daß Israel sich bald bekehrt, dann werde ich nach Israel auswandern. Falls Sie, lieber Leser, gläubig sind, dann tun sie das auch. Das Ende ist da.

Ein praktisches Problem heute, für den, der außerhalb der Gesellschaft leben will: Es gibt praktisch keine unberührte Natur mehr – wohin???

„5 Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel. Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! Wie viel Herrlichkeit und Üppigkeit sie gehabt hat, so viel Qual und Leid schenkt ihr ein!“

„Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat“

Es scheint fast, als ob Gott sein Gericht über die Gottlosen noch zurückhält, weil überall verstreut unter den Gottlosen noch einzelne Gläubige leben, wie damals Lot in Sodom. Gott konnte Sodom und Gomorrha erst vernichten, nachdem Lot die Stadt verlassen hatte. Das Schlimmste, was also Lot Sodom antun konnte (bezahlen), war es, es zu verlassen. Wenn heute alle Gläubigen sich in einem Land sammeln würden, dann hätte Gott „leichteres Spiel“ mit dem Rest.

Lukas 17, 28-30 30 Ebenso, wie es geschah zu den Zeiten Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; 29 an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. 30 Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.

„Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat,“

Die sündige Welt steht da und „frißt“ gierig alle Güter dieser Welt auf; zu den Gläubigen aber spricht sie: „Güter sind für euch nur schädlich, sie könnten euch von eurem Glauben abbringen – bleibt lieber arm!“

Lukas 16, 19-21 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus (Lazarus glaubte an Jesus; R. B.), der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren 21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre.

„Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an „einem“ Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet.“

Die Menschheit spricht, sie sei eine „Königin“, aber in Wirklichkeit ist sie eine Sklavin der Sünde und die Sünde macht sie traurig und krank (die Menschheit betäubt sich allerdings mit allerlei Mitteln; siehe oben). Sie ist natürlich eine „Witwe“, aber ihre Witwenschaft verleugnet sie, indem sie sagt, ihr Mann (Gott) wäre nie verstorben; aber Gott hat sich in Wahrheit doch von der Menschheit getrennt, weil sie so sündigt. „Für Gott ist die Menscheit gestorben und er für sie.“ Sie wird natürlich „Leid“ sehen, denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Die Menschheit lügt sich in die eigene Tasche. Besonders ihre anmaßende Autokratie scheint der Hauptgrund für Gott zu sein, die Menschheit zu richten.

„9 Und es werden sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und geprasst haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand, in dem sie verbrennt. 10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! 11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: 12 Gold und Silber und Edelsteine und Perlen und feines Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechende Hölzer und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarem Holz und Erz und Eisen und Marmor 13 und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und Öl und feinstes Mehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen von Menschen. 14 Und das Obst, an dem deine Seele Lust hatte, ist dahin; und alles, was glänzend und herrlich war, ist für dich verloren und man wird es nicht mehr finden. 15 Die Kaufleute, die durch diesen Handel mit ihr reich geworden sind, werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual, werden weinen und klagen: 16 Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelsteinen und Perlen, 17 denn in „einer“ Stunde ist verwüstet solcher Reichtum! Und alle Schiffsherren und alle Steuerleute und die Seefahrer und die auf dem Meer arbeiten standen fernab 18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich? 19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in „einer“ Stunde ist sie verwüstet!“

Das ist selbsterklärend. Nur Eines: Das sind keine Metaphern, sondern Gott wird die ganze Erde, die Menschheit, tatsächlich physisch vernichten. Die bisherige Zivilisation auf der Erde wird tatsächlich vernichtet werden, pulverisiert werden. „Babylon“ ist kein Symbol für eine einzelne, wirkliche Stadt, sondern „Babylon“ bedeutet die ganze Menschheit, alles, was auf diesem Globus lebt.

Vers 9 bis Vers 19 ist nichts anderes als eine Beschreibung des Weltuntergangs.

Eines ist aber noch interessant an dem Abschnitt V. 9-19: Offensichtlich verdiente eine bestimmte Schicht an den Sünden der Menschheit, an dem antichristlichen Weltsystem, das zu ihrem Untergang führte: Regierungen (Könige auf Erden) und Wirtschaft (Kaufleute, Schiffsherren)

In der abgefallenen Menscheit, die Gott „Babylon“ oder „Hure Babylon“ nennt. spielt also der Materialismus eine enorme Rolle. Gleichsam ist das Umwälzen von Materie zu einem Ersatzgottesdienst geworden für die abgefallene Menschheit. Aber hinter diesem Materia-lismus steckt der Dämon Mammon. Auch Materialismus ist Teufelsanbetung.

„20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen. 21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird in einem Sturm niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden.“

„Gott hat sie gerichtet um euretwillen.“

Bis zu einem gewissen Grad kann Gott die Sünde der Menschheit ertragen und erträgt sie ja jetzt schon einige tausend Jahre. Aber wenn sich die sündige Menschheit zum Normal setzt und die Kirche zur Irrenanstalt erklärt, dann hat sie eine rote Linie überschritten. Gott erhielt ja die Menschheit bisher nur aus dem Grund, weil immer wieder Sünder zu Gerechten wurden durch den Glauben an Jesus bzw. von der sündigen Menschheit in die Kirche wechselten. Wenn aber die sündige Menschheit sagt: „Wir sind der Ort des Heils und die Kirche ist der Ort der Verdammnis!“, dann muß Gott die Menschheit abschaffen. Das praktisch Schlimme an der Abschaffung der (wahren) Kirche durch die abgefallene Menschheit ist, daß einzelne fromme Menschen kein zu Hause mehr finden/haben – was kann schlimmer als das sein. „Babylon“ hat die  Frommen obdachlos gemacht. Obdachlosigkeit und Heimatlosigkeit sind der Abgrund der Armut, der Abgrund der Not. „Danke“, Babylon!

Die sündige Menschheit hat die Kirche abgeschafft, also wird Gott die sündige Menschheit abschaffen: „Gott hat sie gerichtet um euretwillen.“ (was sich heute alles noch Kirche nennt, sind natürlich falsche Kirchen – die wahre Kirche existiert praktisch nicht mehr und der Fromme hat keine Heimat mehr)

22 Und die Stimme der Sänger und Saitenspieler, Flötenspieler und Posaunenbläser soll nicht mehr in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und das Geräusch der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden, 23 und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker; 24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind.“

Das ist nochmals die Beschreibung des Weltunterganges. Wenn Gott etwas zweimal sagt, wird er es ganz sicher tun.

„durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker“

Letztendlich haben sich die Völker selber verführt, indem sie sich von antichristlichen Regierungen regieren ließen, die mit falschen Religionsgemeinschaften kooperierten. Weil die Masse der Einzelnen den Glauben an Jesus ablehnte, mußten antichristliche Regierungen und falsche Religionsgemeinschaften aufkommen, die den Abfall noch beschleunigten durch eine falsche Ersatzreligion (Zauberei). So hat der „Weltstaat Babylon“ die Völker verführt.

„24 und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind.“

Die abgefallene Menschheit brachte diejenigen um, um derer willen Gott die Menschheit weiter existieren ließ – das war Selbstmord. Die Menschheit hat den Ast abgesägt, auf dem sie saß.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s