Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 20

Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

Auslegung

Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben.

Ist das wörtlich gemeint oder ein metaphorischer Text?

Es ist beides. Sicherlich ist mit der „großen Kette“ keine wirklich Kette gemeint und der „Abgrund“ ist sicher etwas anderes als eine  unendlich tief Schlucht. „Schlange“ erinnert einfach an die Verführung Adam und Evas im Paradies durch die „Schlange“, den Teufel. Der „Schüssel“ zum Abgrund wurde dem Engel von Jesus verliehen, der alle „Schlüssel“ hat. Gott hat Jesus mit der absoluten Schlüsselgewalt über alle Türen und Tore geehrt, weil er so gottesfürchtig war in seinem Erdenleben.

Offb 1,18 und der Lebendige. Ich (Jesus; R. B.) war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offb 3,7 Und dem Engel der Gemeinde in „Philadelphia“ schreibe: Das sagt der Heilige (Jesus; R. B.), der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut, und niemand schließt zu, der zuschließt, und niemand tut auf:

Die folgenden Verse sollen zeigen, daß gemäß des biblischen Befundes der Teufel ein wirkliches Wesen ist und der Apostel Paulus war sich seiner Gefährlichkeit bewußt:

Apg 10,38 wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm.

Eph 2, 1-2Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2  in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Eph 6,12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Kol 2,15 Er (Gott; R. B.) hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.

Der Teufel ist gefährlich, aber am Ende steht Christi endgültiger Sieg über ihn.

Die endgültige Bindung des Teufels wird erst nach der sichtbaren Wiederkunft Christi geschehen. Doch auch heute ist der Teufel  schon gebunden für jeden, der an Jesus glaubt. Jeder Christ ist mit Jesus gestorben und mit Jesus auferstanden bzw. jeder Christ ist der Sünde abgestorben und in Christus. Der Christ muß nicht mehr zwanghaft den sündigen Neigungen seine Leibes (Fleisches) folgen, sondern überwindet seine sündigen Neigungen durch die zwei Heilstatsachen: „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“. Der Christ Hans, Otto, Alfred, etc. „als sündigender Mensch“  ist mit Jesus untergegangen am Kreuz und der auferstandene Jesus ist sein neues Leben. Er wurde befreit aus dem un-entrinnbaren Verhängnis der Sünde durch Jesu Tod und Auferstehung, die Sünde ist entthront.  Zugeeignet wurde ihm dies durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe. Der sündige Leib ist natürlich auch nach der Taufe noch da und will weiter seinen alten Gewohnheiten nachgehen. Aber indem man den Leib Tag für Tag überwindet durch Gottes Verheißungen, begibt man sich immer mehr heraus aus der Herrschaft Satans unter die Herrschaft Jesu, was seine Vollendung finden wird bei der Auferstehung der Gerechten, wo man einen Leib ohne sündige Neigungen bekommt – das ist die völlige Verschmelzung mit Jesus, mit der Gottheit.

Paulus drückt das so aus:

Kolosserbrief 2, 11-15 11 In ihm (Jesus; R. B.) seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht (Beschneidung des Herzens; R. B.), als ihr nämlich euer fleischliches Wesen ablegtet in der Beschneidung durch Christus. 12 Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 14 Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. 15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.

Welchen Sinn hat das tausendjährige Friedensreich?

Als Adam und Eva vom Teufel zum Sündigen verführt wurden, wußten sie eigentlich nicht, wer der Teufel war. Sie hatten „nur“ das Gebot Gottes, nicht von dem Baum zu essen. Man könnte argumentieren, sie hätten vielleicht nie von dem Baum gegessen, wenn sie gewußt hätten, was der Teufel vor hat und wie böse er ist. Die Bürger des tausendjährigen Reiches allerdings werden sehr genau wissen, wer der Teufel ist, denn sie können zurückblicken auf die mindestens 7500jährige Geschichte der Menschheit. Der historische Befund zeigt, daß der Teufel unendlich viel Leid, Not und Tod über die Menschheit gebracht hat und die einzig vernünftige Schlussfolgerung wäre, zu sagen: Adam und Eva hätten niemals auf ihn hören sollen und wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten, wir würden nicht noch einmal auf den Teufel hören.

Zusätzlich wird jeder Tag im tausendjährigen Reich den Bürgern jenes Reiches zeigen, wie schön und friedlich eine Welt ist, wo der Teufel absolut keinen Einfluß hat. Die Bürger jenes Reiches haben also den Befund der Geschichte und den Befund der Gegenwart.

Und doch werden sie nach tausend Jahren, wenn der Teufel auf sie losgelassen wird,  sich wiederum dem Teufel unterordnen wie Adam und Eva. Dies ist gleichsam ein zweiter Sündenfall, der aber schwerwiegender ist als der erste, denn Adam und Eva konnten weder wissen noch ahnen, was auf sie zukommt, während die Bürger des tausendjährigen Reiches das Zeugnis der Geschichte hatten (mindestens 7500 Jahre Tyrannei des Satans auf der Erde).

Weiter ist es so, daß bisher die wahren Gläubigen auf Erden noch nie herrschten. Gleichsam schien es so, daß der Gläubige per Definition dazu verdammt war, nicht der Kopf sondern immer nur der Schwanz zu sein bzw. nicht der Herr sondern immer nur der Sklave. Der wirkliche Gläubige ist tatsächlich mehr zum Dienen als zum Herrschen geneigt (das ist eine Herzenshaltung, die vom Geist gewirkt wird). Dies wird aber von der sündigen Welt dahingehend pervertiert, daß sie dem Gläubigen unterstellt, es würde ihm geradezu gefallen, wenn man ihn herumkommandiert – diese Unterstellung ist natürlich satanischer Schwachsinn und dafür wird Gott die Welt richten. Der gläubige Mensch hat einfach eine brüderliche Natur, er will seinen Brüdern und der Gemeinschaft nutzen. Das heißt aber nicht, daß er deswegen ein entmündigter Sklave sein will, der keinen eigenen Willen und keine eigene Meinung hat. Das ist wirklich eine teuflische Unterstellung. Vielmehr hofft der Gläubige, daß sein brüderlicher Dienst durch brüderlichen Dienst erwidert wird und nicht dadurch, daß jemand versucht, ihm Kommandos zu geben. Es gab bisher in der Geschichte nur wenige fromme Herrscher, denn es ist wirklich schwierig für einen Gläubigen über Ungläubige zu herrschen (wegen ihrer Ungerechtigkeit). Die Bürger jenes tausendjährigen Reiches werden aber sozusagen gezähmte Ungläubige sein, weil die Versuchung durch den Teufel nicht da ist – so wird eine Regierung durch die Gläubigen möglich sein.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Sanftmut ist ein Hauptbestandteil der Nachfolge Jesu. Sanftmut bedeutet: Der Christ rächt sich nicht selbst, sondern befiehlt dem Herrn seine Rechtssachen. Außerdem strebt der Christ auch nicht nach Herrschaft, sondern versucht das Amt, das er gerade hat, sehr gut auszufüllen – der Christ schaut immer auf seinen momentanen Dienst. Der Christ will innerhalb einer Gemeinschaft ein nützliches Glied sein, nicht unbedingt der Leiter der Gemeinschaft.

Lukas 22, 24-30 24 Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten solle. 25 Er (Jesus; R. B.) aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. 26 Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener. 27 Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener.  28 Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. 29 Und ich will euch das Reich zueignen, wie mir’s mein Vater zugeeignet hat, 30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Kurzum: Diejenigen, die einfach auf ihren Dienst sehen, nicht unbedingt nach Herrschaft streben, die werden am Ende von Jesus mit Herrscherämtern belohnt, denn der ist ein (zukünftiger) König, der seine gegenwärtigen Aufträge, und mögen sie  noch so einfach und unscheinbar sein, gut erledigt. Das ist Sanftmut. Im Gegensatz dazu werden all diejenigen, die verbissen nach Herrschaft strebten und versuchten die Sanftmütigen herumzukommandieren, erniedrigt werden.

Jesaja 11, 1-10 Und es wird ein Reis (Jesus; R. B.) hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen (gecknicktes Sünderlein; R. B.) und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen (Antichrist Barack Obama; R. B.) schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen (unbußfertiger Sünder; R. B.) töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften. Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt. 10 Und es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Heiden fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.

„Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.“

Siehe dazu Auslegung Kap. 13, 11-18

1Kor 15,51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;

1Kor 15,52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Das „Tier“ (antichristliche Regierungen in Kollaboration mit falschen Religions-gemeinschaften) schaffte ein neues Menschen-Bild, das genau das Gegenteil vom Bild eines Christen war, ja das Gegenteil von Jesus Christus. Fast alle Menschen richteten ihr Tun (Hand) und ihr Denken (Stirn) nach diesem modernen Menschen-Bild aus und nahmen so unsichtbar das Zeichen des Tieres an Hand und Stirn. Das Allerschlimmste dabei war, daß das „Tier“ sein Pseudo-Menschbild zum Normal erklärte und das christliche Menschen-Bild zum Schwachsinn. Das Tier schaffte es also, alle Verhältnisse umzukehren, alles  auf den Kopf zu stellen. Hier mußten wahre Christen als große Störenfriede erscheinen und man verfolgte sie bis in den Tod. Jene „Störenfriede“, der „Auskehricht der Welt“, werden von Gott mit dem Herrscheramt geehrt in seinem Reich. In einer Welt, in der alles auf den Kopf gestellt ist, sich normal, nach einem absoluten Maßstab zu verhalten, ist wirklich eine gewaltige Leistung – Gott wird das reichlich belohnen.

„5 Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“

„Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden.“

Alle im Unglauben Gestorbenen werden also das tausendjährige Reich nicht erleben, sondern sie werden bei ihrem leiblichen Tod die Augen schließen und subjektiv nach einem Nu in der Hölle wieder aufmachen. Subjektiv fällt für sie der leibliche Tod zeitlich mit dem sogenannten zweiten Tod zusammen, wenn sie in der Hölle landen. Zwischen dem leiblichen Tod und der Verdammung zur Hölle mögen in Wirklichkeit viele Jahre vergehen, aber ein Toter merkt ja nicht, wie die Zeit vergeht, also ist subjektiv nur ein Augenblick zwischen seinem leiblichen Tod und dem Aufwachen in Hölle. Das Gericht wird unendlich schnell ablaufen, denn Gott weiß ja jetzt schon das Urteil.

„7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

„Gog und Magog“ sind einfach alle Menschen, die nach den tausend Jahren auf der Erde leben werden („Völker an den vier Enden der Erde“).

Anders als Adam und Eva, die sich auch verführen ließen, bekommen „Gog und Magog“ keine Chance mehr, sondern werden vernichtet („Feuer fiel vom Himmel“). Sie hätten wirklich aus der Geschichte der  Menschheit lernen sollen und wissen müssen, daß der Teufel ein Vater der Lüge und Mörder von Anfang ist.

Joh 8,44 Ihr (jüdische Führer zur Zeit Jesu; R. B.) habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang (Verführung von Adam und Eva; R. B.) an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

Man liest gar nichts, daß in dem tausendjährigen Reich Menschen zum Glauben an Jesus kommen. Offenbar degeneriert der Mensch im Laufe der Geschichte und verliert jede Fähigkeit, an Christus zu glauben. Die Bürger des tausendjährigen Reiches werden ja biologisch von den Menschen abstammen, die heute noch auf Erden leben. Auch heute schon kommen keine Menschen  mehr zum Glauben an Jesus. Wenn die Wurzel (heutige Menschheit) schlecht ist, muß auch der Baum (Bürger des tausendjährigen Reiches) schlecht sein.

Wenn Christus wiederkommt wird er die gegenwärtige Erde von den Gottlosen säubern und die Gläubigen zu sich nehmen.

Woher kommen dann die Bürger des tausendjährigen Reiches?

Dies müssen Menschen sein, die bei der Ankunft des Herrn außerhalb der Zivilisation lebten und nicht über das Evangelium informiert waren. Sie hatten also keine Möglichkeit, gläubig zu werden. Es ist unvorstellbar, daß Christus bei seiner Wiederkunft auch diejenigen töten wird, die überhaupt keine Möglichkeit hatten, sich zum Glauben an Jesus zu bekehren.

„11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

Es gibt zwei Auferstehungen der Toten. Die erste Auferstehung ist die Auferstehung der Gläubigen bei der Wiederkunft Jesu , wo sie zusammen mit den lebenden Gläubigen zu Gott entrückt werden. Die toten Ungläubigen werden bei dieser Gelegenheit nicht auferstehen und die lebenden Ungläubigen wird Christus töten (schlachten). Nach dem tausendjährigen Friedensreich kommt das Jüngste Gericht und auch die ungläubigen Toten werden auferstehen und sofort verdammt werden, denn ihre gottlosen Gedanken, Worte und Werke, die in „den Büchern“ aufgeschrieben sind, zeugen gegen sie. Da sie im Unglauben (nicht an Jesus glauben) starben, dachten, sprachen und taten sie Gottloses. Da sie nicht glaubten, hatten sie keinen Eintrag im Buch des Lebens und weil sie nicht glaubten, taten sie viel Böses in ihrem Leben und hatten deswegen  lauter schlechte Einträge in „den Büchern“. Wer verdammt wird, wird wegen seiner bösen Werke verdammt und am Ende wird sich herausstellen, daß das auch diejenigen waren die nicht an Jesus glaubten und somit keinen Eintrag hatten im Buch des Lebens.

Römerbrief 2, 5-11 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden geben wird nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden und ebenso der Griechen (früher Anhänger der griechischen Religion; heute der moderne, neu-heidnische Mensch R. B.); 10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Warnung an die Evanglikalen: Es gibt keine stellungsmäßige Gerechtigkeit, die einem im Moment der Bekehrung wie ein Etikett („Heilsgewißheit“) aufgeklebt wird. Der wahre Christ wird Jesu Opfer am Kreuz nie auf ein bloßes Sühneopfer für seine Sünden reduzieren, sondern Tag für Tag bis zum Ende seines Lebens danach trachten, durch die befreiende Kraft von Jesu Tod und Auferstehung das Böse in seinem Leben zu überwinden – das ist der wahre Glaube. Verbunden mit der befreienden Kraft von Jesus werden wir durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe. Die Wiedertaufe der Evanglikalen zerstört die Kindertaufe und somit haben Evangelikale buchstäblich keine Kraft die Sünde zu überwinden; sie werden trotz ihres angeblichen Glaubens an Jesus viel Böses tun und Gott wird sie dafür verdammen müssen am Tag des Gerichts. Wenn Sie evangelikal sind, lieber Leser, dann sagen Sie sich heute noch von der Wiedertaufe los und beziehen Sie sich wieder auf Ihre Kindertaufe. Überwinden Sie die Sünde durch die Kraft der Kindertaufe.

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