Der Prophet Bileam und die modernen Geistlichen

Einleitung

Leider ist es heute so, daß praktisch alle sogenannten Geistlichen „Jünger“ Bileams sind, das heißt sie gehen den Weg Bileams. Es kam in der Geschichte der Menschheit bisher sicherlich selten vor, daß überhaupt keine Propheten des Herrn mehr da waren sondern nur noch „Diener des Baal“ bzw. Jünger Bileams. Auf einem geistlichen Tiefststand befand sich Israel zur Zeit des Propheten Elia und er meinte damals, er sei der einzige, der von den Propheten des Herrn übrig geblieben wäre.

Röm 11,4 Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? (1.Könige 19,18): »Ich habe mir übrig gelassen siebentausend Mann, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Baal.«

Heute scheinen wir allerdings so weit zu sein, daß es tatsächlich nur noch Propheten des Baal bzw. Jünger Bileams gibt, daß also alle modernen „Geistlichen“ vom einfältigen Glauben an Jesus abgefallen sind um irdischer Vorteile willen.

Unter „Geistliche“ verstehen ich sowohl katholische Priester und Bischöfe einschließlich des Papstes (Franziskus) als auch evangelische Pfarrer und Bischöfe einschließlich des EKD-Ratsvorsitzenden (Heinrich Bedford-Strohm).

Unter „ferner liefen“ fallen die Leiter der Evangelikalen, weil sie sich wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe völlig außerhalb des Reiches Gottes befinden. Sie reden viel von Jesus, aber haben ihn nicht in metaphysischer Wirklichkeit – ihr Jesus ist pure Fiktion bzw. Imagination. Was passiert, wenn man sich auf einen Stab zu stützen sucht, der reine Einbildung ist? Das sollte jedem klar sein – man tut einen großen Fall. Wie schrecklich, die Hilfe eines Jesus zu erbitten und zu erwarten, den man nicht wirklich hat – das muß in völlige Verzweiflung bis hin zum Selbstmord führen, ein apokalyptischer Alptraum.

Es ist so typisch für uns Deutsche, wie wir immer in der Vergangenheit herumwühlen, aber die Gegenwart nicht bewältigen (wollen). Immer wieder beschäftigen sich die Medien mit dem Dritten Reich und dem Nationalsozialismus, erwähnen vielleicht sogar manchmal Dietrich Bonhoeffer und die Bekennende Kirche, die sich im Kampf gegen das nationalsozialistische Regime engagiert haben, aber das ist zu wenig. Wir haben heute wieder eine Verführung des deutschen Volkes, ja der ganzen Welt, ähnlich der im Dritten Reich – nur das die heutige Verführung anders geartet ist. Sie hat jedoch mit der Verführung der Nazis eines gemeinsam: Sie wird kaum bemerkt bzw. man sieht bewußt durch die Finger. Es liegt in der Natur von „Verführung“, daß sie von Vielen nicht bemerkt wird  und daß Wenige Kapital daraus schlagen.

Die Legalisierung der Homosexualität und vieler anderer sexueller Sünden in der Kirche und in der Gesellschaft heute bedeutet, daß der Bekenntnisfall („status confessionis“) wieder da ist. Die Legalisierung der sexuellen Sünden wird die Kirche weltweit und die ganze Menschheit in den bodenlosen Abgrund führen. Aber keiner heute und zwar in einem buchstäblichen, mathematischen Sinne steht auf, um eine neue „Bekennende Kirche“ zu gründen, die den biblischen Befund wieder zur Richtschnur für das Sexualleben machen würde. Mag sein, daß etliche Evangelikale einen strikteren Standpunkt einnehmen, was sexuelle Sünden angeht, aber sie scheiden aus wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe. Durch die schändliche Wiedertaufe ist es ausgeschlossen, daß sie die Sünden überwinden, für die sie andere so gerne anklagen. Sie leben selber in den Sünden, wofür sie andere richten (in den USA gibt es immer wieder große Skandale wegen evangelikaler Prediger, die in schwere Sünden fallen). „Bekenntnisfall“ bedeutet, daß jeder wirkliche Geistliche und jeder wirkliche Christ sich zur Lehre auf Grundlage des biblischen Befundes stellen muß, auch wenn er dadurch (enorme) Probleme bekommt mit den etablierten Kirchen und dem Staat. Wenn sich heute z. B. ein Geistlicher strikt auf den biblischen Befund stützt, dann wird er mit Sicherheit seine Arbeitsstelle verlieren und dann kann er als Helfer auf dem Bau, Kurierfahrer, Getränkefahrer oder dergleichen arbeiten (malochen). Aber um seines Seelenheiles willen sollte man das in Kauf nehmen, statt falsch zu lehren und seine Besoldung zu sichern.

Es ist heute also niemand mehr da, der die christliche Lehre auf Grundlage des biblischen Befundes hochhält. Wie gesagt, die Evangelikalen scheiden aus, denn ihr ganzes frommes Gerede ist purer Wahn und Einbildung, Fanatismus – da ist nichts ‚hinter. Sie reden so schön vom allerheiligsten Christentum, vom irrtumsfreien Wort Gottes, von Jesus, vom Kreuz und Vergebung, etc.,  aber was sie in Wirklichkeit haben ist nur eine Fiktion des Christentums, pure Einbildung, denn es fehlt ihnen der echte, metaphysische Jesus, mit dem wir durch die sakramentale Taufe verbunden werden. Die Wiedertaufe macht die sakramentale Taufe unwirksam (natürlich kann man sich ggf. von einer Wiedertaufe wieder lossagen und zu seiner sakramentalen Taufe, meist Kindertaufe, zurückkehren).

Ich bin mir sicher, daß heute jedem katholischen und jedem evangelischen Geistlichen klar ist, daß eine Legalisierung sexueller Sünden (Homosexualität, Ehebruch, Hurerei, etc.) mit dem Befund der Bibel nicht vereinbar ist. Im Gegenteil, aufgrund des biblischen Befundes müßte man jegliche Legalisierung sexueller Sünden strengstens verurteilen.

Wir alle wissen, daß sowohl katholische als auch evangelische Geistliche gut bezahlt (besoldet) werden. Der Beruf des Pfarrers bzw. Priesters gehört zu den wenigen Berufen in Deutschland, wo man Geld dafür bekommt, daß man Schaden anrichtet. Im Allgemeinen werde Unheilstifter bestraft, Pfarrer aber und Priester bekommen sogar noch Geld für ihr übles Tun.

Wenn man also ein gewissenloser Mensch ist, für den nur zählt, daß man einen gut gefüllten Bauch, ein schönes Haus, gute Kleidung, etc., sprich ein sehr angenehmes Leben (Wohlleben) auf Erden hat, dann wird man am besten Pfarrer oder Priester.

Hauptteil

Lesen Sie zuerst die Geschichte, wie Bileam das Volk Israel für den Moabiter-König Balak verfluchen sollte, Gott aber den Fluch in Segen verwandelte: 4. Mose 22-24 (bitte anklicken!)

4. Mose 22, 1-13

Danach zogen die Israeliten weiter und lagerten sich im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho. Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte. Und die Moabiter fürchteten sich sehr vor dem Volk, das so groß war, und den Moabitern graute vor den Israeliten. Und sie sprachen zu den Ältesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns herum ist, wie ein Rind das Gras auf dem Felde abfrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit König der Moabiter. Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Euphrat liegt, ins Land der Söhne seines Volks, um ihn herbeizurufen, und ließ ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Ägypten gezogen, das bedeckt das ganze Land und lagert mir gegenüber. So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu mächtig; vielleicht kann ich’s dann schlagen und aus dem Lande vertreiben; denn ich weiß: Wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht. Und die Ältesten der Moabiter gingen hin mit den Ältesten der Midianiter und hatten den Lohn für das Wahrsagen in ihren Händen und kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks. Und er sprach zu ihnen: Bleibt hier über Nacht, so will ich euch antworten, wie mir’s der HERR sagen wird. Da blieben die Fürsten der Moabiter bei Bileam. Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind? 10 Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König der Moabiter, hat zu mir gesandt: 11 Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen und bedeckt das ganze Land. So komm nun und verfluche es; vielleicht kann ich dann mit ihm kämpfen und es vertreiben. 12 Gott aber sprach zu Bileam: Geh nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet. 13 Da stand Bileam am Morgen auf und sprach zu den Fürsten Balaks: Geht hin in euer Land; denn der HERR will’s nicht gestatten, dass ich mit euch ziehe.

Bileam scheint also zunächst tatsächlich ein Prophet des Herrn gewesen zu sein, denn Gott spricht mit ihm und Bileam hört auf Gott ohne Widerrede. Machen wir uns bewußt, daß es wirklich etwas Außergewöhnliches war, daß Gott mit hörbarer Stimme mit Bileam redete – er erfuhr tatsächlich die Gegenwart Gottes, war also ein Geistlicher.

Hätten wir nur diesen Text 4. Mose 22, 1-13, dann müßten wir schlußfolgern, daß Bileam ein hervorragender Mann Gottes war, denn Gott sprach direkt mit ihm.

Aus weiteren Abschnitten der Bibel erhellt jedoch, daß Bileams Herz nicht fest war und schauen wir nun den obigen Text etwas genauer an:

„Wer sind die Leute, die bei dir sind?“

Wenn wir allerdings diesen Satz anschauen, dann schwingt da doch eine „kleine“ Ermahnung an Bileam mit. Gott rügt ihn praktisch dafür, daß er die Boten Balaks überhaupt ins Haus aufgenommen hatte. Und wie konnte er überhaupt annehmen, es sei nötig, wegen dieser Sache extra den Herrn zu befragen. Es war eindeutig, daß die Boten Balaks böse waren und daß sie Böses von ihm verlangten. Eigentlich hätte Bileam mit den Boten Balaks gar nicht reden dürfen, geschweige denn sie bei sich aufnehmen, sondern hätte sie gleich von sich wegschicken sollen. Es war wahnwitzig, daß er annahm, Gott könne ihm in der Nacht gegenteiligen Bescheid geben bei einer so klaren Angelegenheit.

„und hatten den Lohn für das Wahrsagen in ihren Händen „

Der Lohn für das Wahrsagen war das Problem. Beim Anblick des Wahrsagerlohnes verlor Bileam die Kontrolle über sich und kam auf völlig abwegige Gedanken: Er hoffte, Gott würde ihm während der Nacht eine Genehmigung geben, das Volk Israel zu verfluchen.

Gott aber sprach zu Bileam (in der Nacht; R. B.): „Geh nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet.“

Nach diesem Wort Gottes hätte die Sache endgültig erledigt sein sollen und zunächst schien sie tatsächlich erledigt gewesen zu sein:

„Da stand Bileam am Morgen auf und sprach zu den Fürsten Balaks: Geht hin in euer Land; denn der HERR will’s nicht gestatten, dass ich mit euch ziehe.“

Die Boten Balaks machen allerdings einen zweiten Versuch und haben Erfolg (allerdings nur bei Bileam):

4. Mose 22, 20 Da kam Gott in der Nacht zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Männer gekommen, dich zu rufen, so mach dich auf und zieh mit ihnen; doch nur was ich dir sagen werde, sollst du tun.

Hatte Gott seine Meinung geändert? Nein, sondern er war schon dabei, sich von Bileam abzuwenden, Bileam seine eigenen Wege gehen zu lassen. Gott sagt gleichsam zu Bileam, der im tiefsten Inneren seines Herzens nicht mehr auf ihn hören will: „Dann mach doch, was Du willst!“ Im Grunde begann der Abfall Bileams vom Glauben an den Gott Israels schon in dem Moment, wo er Balaks Boten bei sich aufnahm und übernachten ließ – da überschritt er schon eine rote Linie.

4. Mose 22, 32 Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn dein Weg ist verkehrt in meinen Augen.

Bileams Reittier, die Eselin, sah den Engel Gottes, der den Weg versperrte. Es war also ironisch bzw. sarkastisch gemeint, als Gott zu Bileam gesprochen hatte: „So mach dich auf und zieh mit ihnen“.

Gott aber kannte das Herz Bileams, das nicht ungeteilt bei dem Herrn war, und ließ ihn weiterziehen. Indem Bileam weiterzieht, bringt er selbst das Gericht über sich.

Bileam, der nun innerlich mit Gott gebrochen hatte, und dies offenbar werden ließ, indem er weiterzog, wurde aber von Gott gezwungen, seinen Willen zu tun. Gott hat ihn offensichtlich in ein Ekstase bzw. Trance-Zustand versetzt, sodaß er nicht vermochte, Israel zu verfluchen, sondern es segnen mußte.

5Mo 23,6 Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht hören und wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte.

Daß Bileam wirklich vom Herrn abgefallen ist und zu einem bösen Menschen de-generierte, wird ganz sicher bewiesen durch die Tatsache, daß der Herr ihn zusammen mit den Midianitern unter den Bann getan hat und dieser Bann wurde auch vollstreckt:

4Mo 31,8 Samt diesen Erschlagenen töteten sie auch die Könige der Midianiter, nämlich Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige der Midianiter. Auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwert.

Wenn wir dann das Neue Testament lesen, wird endgültig klar, was Bileams Problem war:

2Petr 2,15 Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte,

Jud 11 Weh ihnen! Denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs.

Offb 2,14 Aber einiges habe ich gegen dich: Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben.

Für das Folgende trug Bileam die Verantwortung:

4. Mose 25

Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter; die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel und er sprach zu Mose: Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor dem HERRN auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des HERRN von Israel wende. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben. Und siehe, ein Mann aus Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianiterin vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Israeliten, die da weinten vor der Tür der Stiftshütte. Als das Pinhas sah, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spieß in seine Hand und ging dem israelitischen Mann nach in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Leib. Da hörte die Plage auf unter den Israeliten. Es waren aber durch die Plage getötet worden vierundzwanzigtausend. 10 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 11 Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Israeliten gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Israeliten vertilgte. 12 Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens, 13 und dieser Bund soll ihm und seinen Nachkommen das ewige Priestertum zuteilen, weil er für seinen Gott geeifert und für die Israeliten Sühne geschafft hat. 14 Der israelitische Mann aber, der erschlagen wurde mit der Midianiterin, hieß Simri, der Sohn Salus, der Oberste einer Sippe der Simeoniter. 15 Die midianitische Frau, die auch erschlagen wurde, hieß Kosbi, eine Tochter Zurs, des Hauptes eines Geschlechtes unter den Midianitern. 16 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 17 Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie;  18 denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie gegen euch geübt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter eines Obersten der Midianiter, die erschlagen wurde am Tag der Plage, die um des Peor willen kam.

Strafe für Bileam dafür:

4Mo 31,8 Samt diesen Erschlagenen töteten sie auch die Könige der Midianiter, nämlich Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige der Midianiter. Auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwert.

Und da schließt sich der Kreis. Mögen auch einige unserer modernen Geistlichen einstmals Männer Gottes also wirkliche Geistliche gewesen sein, so haben sich doch allem Anschein nach mittlerweile alle verführen lassen durch den „Lohn der Ungerechtigkeit“, das Geld, sprich ihre monatliche Besoldung. Und um diese Besoldung nicht zu verlieren, predigen sie ihren Schäfchen, sie könnten ruhig materialistisch sein (das ist aber die Anbetung des Götzen Mammon) und sexuell unzüchtig leben. Die Verfluchten unter den Katholiken (gewöhnliche kath. Gemeindeglieder) und Protestanten (gewöhnliche evan-gelische Gemeindeglieder) werden solche Boschaft bereitwillig annehmen und sich Materialismus und sexueller Ausschweifung hingeben, annehmend, sie würden deswegen des Seelenheils nicht verlustig gehen. Die Gesegneten unter den Protestanten und den Katholiken werden ihre Kirche für immer verlassen und sich zusammentun, um eine neue Reformation zu starten – der Bekenntnisfall („status confessionis„) ist da.

Wenn schon den alten Bileam der Bann Gottes getroffen hat, wieviel mehr wird Gott die modernen Geistlichen richten, die ihre Schäfchen zu sexueller Unzucht und Materialismus verführen.

Was ist Materialismus?:

Krankhafte Vorsorge für die Zukunft (z. B. Lebensversicherungen, Anhäufung von Vermögen und Besitztümern, etc.), Statusdenken (teures Auto, Haus, Kleidung, Urlaubsreisen; Trachten nach hoher beruflicher Position, Trachten nach hohem Bildungsabschluss, etc.), Wohlleben (teures Essen und Getränke, teure Urlaubsreisen, teure Wohnung, etc.).

Was ist sexuelle Unzucht?:

Homosexualität, Ehebruch, Hurerei, wilde Ehe, Anschauen von Pornographie, etc.

Anmerkung zu den katholischen Priestern:

Selbst wenn ein katholischer Priester seinen Schäfchen Materialismus und sexuelle Unzucht nicht erlauben würde, wäre er immer noch nicht ein wirklicher Geistlicher in den Augen Gottes. Wollte ein katholischer Priester zu einem echten Geistlichen werden, müßte er auch das Papsttum verwerfen, die falsche Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken, die falsche Lehre von der Eucharistie, etc. Natürlich würde die katholische Kirche ihn dann sofort rauswerfen, was zum Verlust seiner Besoldung führen würde. Dafür allerdings würde er seine liebe Seele erretten. Und für das Heil seiner Seele kann man ruhig als LKW-Fahrer, Altenpflegehelfer, Briefträger oder sonstiges arbeiten.

Was ist der Kern des wahren, christlichen Glaubens?

Das ist das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb; er lebt,  um uns heilig zu machen.

Das ist das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Wir sollen nun umkehren von unseren Sünden (das heißt Buße tun) und dieses Evan-gelium für wahr halten. Das ist der allererste Anfang.

Jesus starb vor sehr langer Zeit und in einem weit entfernten Land.

Es taucht die berechtigte Frage auf:

Was hat sein Tod und seine Auferstehung mit mir zu tun?

Nun, dies macht die sakramentale Taufe, die alle Schranken von Raum und Zeit durch-bricht, daß Jesu Tod und Auferstehung etwas mit mir zu tun hat.

Durch die sakramentale Taufe (in Deutschland meist Kindertaufe) werde ich metaphysisch mit Jesu Tod und Auferstehung verbunden. Durch die Taufe sterbe und auferstehe ich zusammen mit Jesus. Nach der Taufe bin ich mit ihm gestorben und mit ihm auferstanden (wobei dies erst wirksam wird in meinem Leben, wenn ich auch das Evangelium glaube). Durch die Taufe ist mir Jesu Tod und Auferstehung näher, als z. B. den römischen Soldaten, die ihn damals kreuzigten und bewachten. Nach der Taufe bin ich „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“. Durch diese zwei Heilstatsachen bzw. Verheißungen kann ich täglich die sündigen Neigungen (z. B. Unzucht und Materialismus) meines Leibes überwinden. Der Leib ist nach wie vor sündig in sich selbst. Dennoch bin ich als Gesamtpersönlichkeit frei von der Sünde. Das heißt ich muß das, was mir als Ge-samtpersönlichkeit gilt, täglich gegenüber meinem sündigen Leib durchsetzen. Durch diese tägliche Übung wird das Für-wahr-halten, daß Jesus für mich starb und auferstand, zum wirklichen Glauben. Das ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit.

Bonhoeffer: Der Gehorsame glaubt und der Glaubende ist gehorsam.

Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel, aber die Grundvoraussetzung dafür, ein Überwinder-Leben führen zu können. Nur wer überwindet, der glaubt wirklich und wird schließlich das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott und dem Lamm ererben.

Offb 3,12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.

Für solche, die schon als Kind bzw. Säugling sakramental getauft wurden:

Egal, ob Sie durch einen kath. Priester oder einen evang. Pfarrer getauft wurden, Ihre Taufe ist gültig. Falls Sie jetzt als Erwachsener erst das Evangelium hören, Buße tun und an Jesus glauben, dann können Sie sich einfach auf ihre Kindertaufe beziehen und die Kraft der Taufe wird dann sofort wirksam – Sie empfangen den Heiligen Geist. Sie brauchen keine erneute Taufe bzw. eine erneute Taufe ist sogar strengstens untersagt. Wiedertaufende Freikirchen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen und alle gewöhnlichen Glieder jener Freikirchen samt ihren Leitern und Ältesten werden in der Hölle landen.

Die römisch-katholische Kirche ist von ihrem Herrn, Jesus, abgefallen und hurt mit der Welt bzw. dem Teufel. Dennoch ist die Kindertaufe durch einen kath. Priester gültig!!!

Warum?

Die Gültigkeit der Kindertaufe ist vom (ggf. miserablen) Zustand der Kirche unabhängig. Die Taufe kommt direkt von Gott und wird von der Kirche nur zelebriert. Der unsichtbare Täufer ist Gott selbst. Der Inhalt eines Päckchens ist vom Zustand des Postboten unabhängig – so ist auch die Taufe vom Zustand der Kirche unabhängig. Die Kirche „stellt die Taufe sozusagen nur zu“, aber sie selbst ist und bleibt immer etwas Göttliches.

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