Auslegung Lukasevangelium, Kap. 2, Verse 41-52; Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41 Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. 42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. 43 Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten’s nicht. 44 Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. 45 Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn. 46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. 47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. 48 Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. 49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? 50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. 51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. 52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Auslegung

Jedes Jahr gingen Joseph und Maria als fromme Juden, wie es sich gehörte, hinauf nach Jerusalem zum Passahfest. Sie hielten es aber nicht für nötig, die anderen Juden über den tieferen Sinn des Passahfestes aufzuklären bzw. vielleicht fehlte ihnen einfach auch der Mut dazu. Simeon und Hanna hatten es bei der Darstellung Jesu im Tempel ja nochmals bestätigt, daß der kleine Jesus der Erlöser, der Retter Israels, das wahre Lamm Gottes  sei. Maria und Joseph konnten sich also eigentlich sicher sein, was die überaus hohe Berufung ihres Kindes anging. Diese Botschaft hätten Joseph und Maria an die anderen Juden weitergeben sollen, gerade auf dem Passahfest, denn das Passahlamm war ein Vorbild auf Jesus. Die kleinen Schafe, sprich Lämmer, die jedes Jahr beim Passahfest geschlachtet wurden, konnten natürlich keine Sünden wegnehmen bzw. sie konnten nur dann Sünden wegnehmen, wenn der opfernde Jude das kleine Lämmlein als Hinweis auf das zukünftige Lamm Gottes, Jesus, nahm.

Joh 1,29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Hebr 7,27 Er (Jesus; R. B.) hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte.

Hebr 10,1 Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss.

Hebr 10,4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen.

Hebr 10,11 Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können.

Offb 5,12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm (Jesus; R. B.), das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.

Mit zwölf Jahren beginnt in Deutschland die Religionsmündigkeit und bei den Juden beginnt ungefähr in diesem Alter (bei den Juden ist es das dreizehnte Lebensjahr) die religiöse Verantwortlichkeit des Menschen. Die Juden feiern Bar Mitzwa, was soviel heißt wie „Sohn des Gebots“, wenn ein Jude das dreizehnte Lebensjahr erreicht hat. Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Erwachsensein. Maria und Joseph mögen es von seiten Jesu als anmaßend empfunden haben, schon als zwölfjähriger im Tempel zu lehren. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Jesus war nicht anmaßend, sondern er sah, was in dieser Stunde geboten war, ihm war die Not des jüdischen Volkes bewußt, das gefangen war in einem rückständigen Gesetzes-Judentum, das Gott nie geboten hatte. Ich weiß nicht, ob die Juden schon vor ca. 2000 Jahren Bar Mitzwa gefeiert haben, wobei ich es aber für wahrscheinlich halte. Jedenfalls war Jesus das personifizierte Bar Mitzwa, wenn man das so sagen darf. Jesus war ein „Sohn des Gebots“, weil er seine Verantwortlichkeit gegenüber seinen jüdischen Volksgenossen wahrnahm und sie über die korrekte Glaubenslehre aufklärte.

Lukasevangelium 2, Verse 46-47 46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn (Jesus; R. B.) im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. 47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.

Was sagte Jesus denn den Lehrern im Tempel?

Nun, wir wissen nicht, was konkret er ihnen gesagt hat, aber mit Sicherheit entsprach es der christlichen Auslegung des Alten Testamentes und nicht der Auslegung der Juden (Gesetzes-Juden). Es ist interessant, daß der Text beharrlich darüber schweigt, was genau Jesus mit den Lehrern besprochen hat. Allein wichtig ist anscheinend die Tatsache, daß er es überhaupt für notwendig erachtete, in den Tempel zu gehen und sich dort über Glaubensfragen zu unterhalten. Eines wird daraus jedenfalls deutlich: Die enorme Bedeutung der Sicherheit in Lehrfragen des Glaubens. Ich meine, was hier deutlich wird, ist, daß es für Jesus offensichtlich kein eiliger zu lösendes Problem in Israel gab als die schwere theologische Verwirrung und Verirrung der Juden. Dieses Problem war die Wurzel allen Übels der Juden, die Grundmisere der Juden. Die Wiederherstellung der Sicherheit in Lehrfragen des Glaubens betrachtete Jesus als absolute Eilsache – nichts war dringender als das. Es gab kein wichtigeres und größeres Problem in Israel als das.

doctrina est coelum, vita est terra“ (die Lehre ist der Himmel, das Leben die Erde; dies bedeutet, daß die korrekte Lehre die Vorrausetzung für ein Gott wohlgefälliges Leben ist; bevor man sich also anstrengt, ein religiöses Leben auf Erden zu führen, sollte man sicherstellen, daß man auch die korrekte Lehre hat, denn ansonsten werden alle irdischen Anstrengungen umsonst sein)

Sicherlich hatten Maria und Joseph oft Zweifel daran, ob aus jenem über die Maßen sanftmütigen und demütigen Jungen Jesus jemals ein Herrscher werden würde, der die Römer aus dem Land jagen würde. Hatte dieser kleine Jesus wirklich die Veranlagungen, ein Herrscher zu werden oder zu sein? Es war schwer vorstellbar, daß dieser liebe, schüchterne Junge Jesus jemals selbstbewußt Befehle geben würde, Ehrerbietung entgegennehmen würde durch Proskynese seiner Untertanen oder die Herrlichkeit seines Throns durch die Zurschaustellung von Reichtümern zeigen würde.

Est 1,4 damit er (König Ahasveros; R. B.) sehen ließe den herrlichen Reichtum seines Königtums und die köstliche Pracht seiner Majestät viele Tage lang, hundertundachtzig Tage.

Aber weit gefehlt (ich meine Joseph und Maria):

Der beste Weg, die Römer aus dem Land zu treiben, war die Reformierung des Judentums bzw. jüdischen Glaubens. Jesus tat genau das Richtige, das Königliche, indem er sich mit jüdischer Theologie befasste. Gott hatte die Römer nur ins Land gelassen bzw. Israel nicht vor den römischen Invasoren beschützt, weil Israel als Ganzes vom Glauben an den Gott Israels abgefallen war. Das Grundproblem der Juden zur Zeit Jesu war, daß sie versuchten das Gesetz aus eigener Kraft zu halten. Dafür war aber das Gesetz nicht gegeben worden. Das Gesetz sollte eigentlich die Juden von ihrer Sündhaftigkeit überführen. Der Jude, der merkte, wie wenig er das Gesetz aus eigener Kraft halten konnte, sollte Gott um Erlösung, um einen Erlöser bitten. Übrigens haben die Juden, zumindest die orthodoxen Juden, bis heute das Problem, daß sie das Gesetz der Thora aus eigener Kraft halten wollen. Die modernen Juden, auch die nicht-orthodoxen, bilden sich ein, Israel sei ein freies Land. Was ich meine, ist Folgendes: Die Juden implizieren, sie hätten die Gunst Gottes (Gott würde auch ihre jüdische Religion gefallen), weil sie wieder auf ihrem alten Territorium sind. Die Wirklichkeit ist allerdings, daß sie nichts weiter als der 52. Staat der USA sind und die BRD der 51. Staat der USA. Sowohl Israel als auch die Bundesrepublik Deutschland (BRD) sind keine souveränen Staaten, sondern hängen vom Wohlwollen der USA ab. Die USA wiederum verderben alle Länder, wo sie Einfluss haben, mit ihrer völlig entarteten Kultur, die den Namen „Kultur“ eigentlich nicht verdient. Es wäre also ein vollkommener Schwachsinn, wollte ein Jude heute behaupten, Gott habe Israel ins verheißenen Land zurückgeführt. Nein, nein, das ist nicht der Fall. Der Aufenthalt des Volkes Israel in Palästina heute ist von Amerika’s Gnaden. Würden das Volk Israel zum Glauben zurückkehren, der der korrekten Auslegung des Alten Testamentes entspricht, und das ist das Christentum, dann würden die USA sofort der erbittertste Feind des Volkes Israel werden. Dies wird allerdings, wie ich hoffe und vermute, dennoch bald geschehen.

Werden dann die USA Israel zerstören, wie es um 100 nach Christus die Römer taten? Nein, ehe sie (die Amerikaner im Verbund mit den Völkern der Welt) sich’s versehen, wird Jesus Christus wie aus dem Nichts auftauchen, in einem Nu und alle seine Heiligen mit ihm. Er wird die Amerikaner samt aller ihrer Verbündeten pulverisieren, so wie sie so gerne ihre Feinde pulverisierten. Vielleicht wird er sie sogar vaporisieren.

Sach 14,12 Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: Ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund.

Israel und Deutschland haben nicht nur wegen des Holocaust etwas miteinander zu tun, sondern auch wegen ihres Besatzungsstatus. Wie gesagt, weder Israel noch Deutschland sind wirklich freie, souveräne Länder.

Im Falle Israels ist es so, daß die Amerikaner und ihre Verbündeten letztendlich nur die Besatzung der antiken Römer fortsetzen und im Falle Deutschlands ist es so, daß Gott die Anglo-Amerikaner bzw. Angelsachsen ins Land gelassen hat, Deutschland nicht vor diesen verkommenen Monstern beschützt hat, weil das deutsche Volk als Ganzes vom christlichen Glauben abgefallen ist (bis auf sehr wenige Fromme). Beginnend mit der Aufklärung Friedrich’s des Großen und durch Einflüsse der französischen Aufklärung bis hin zur französischen Revolution wurde Deutschland allmählich säkularisiert. In diesem Zusammenhang erfolgte eine sehr, sehr starke Abwendung vom Metaphysischen  hin zum Materiellen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts bekam der Staatsbürger, der im 18. Jahrhundert nur Untertan des Königs oder Landesfürsten war, immer mehr Mitbestimmungsrechte und die Parlamente (z. B. Frankfurter Nationalversamm-lung) entstanden. Beim Ausbruch des ersten Weltkriegs war es so, daß die Regenten schon sehr auf den Willen des Volkes schauten und nur noch wenig auf den Willen Gottes wie es die alten deutschen Fürsten taten. Die Regenten, die den ersten Weltkrieg zu verantworten haben, ließen sich sozusagen leiten von den niedrigen Instinkten ihrer Völker. Der erste Weltkrieg war nichts weiter als ein großes, wenn auch grausames, Kampfspiel bzw. Kräftemessen zwischen entchristlichten, neuheidnischen Nationen, aus dem Deutschland als Verlierer hervorging. Die USA waren vielleicht bis Mitte des letzten Jahrhunderts noch relativ christlich, aber heute sind sie es sicher nicht mehr. Die USA sind inzwischen sicherlich das materialistischste Volk auf Erden. Für die Amerikaner zählt nur noch Macht, Ehre und Reichtum und das wollen sie erlangen unter allen Bedingungen auch unter Preisgabe von Sitte und Moral. Interessant ist übrigens, daß Ende des 19. Jahrhunderts, als die Entchristlichung Europas ein Maximum erreichte, die (heidnischen)Olympischen Spiele wieder eingeführt wurden nach einer Unterbrechung von ca. 1500 Jahren (der christliche Kaiser Theodosios hatte die Spiele im Jahre 394 nach Christus verboten, weil sie ein heidnischer Kult waren). Olympia spricht von Konkurrenz und Wettbewerb – wie aber soll ich meinen Nächsten lieben, wenn ich mit ihm im Wettbewerb stehe, wenn er mein Konkurrent ist. Das ist wirklich eines der grundlegendsten Probleme der Neuzeit.

Übrigens hatten Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, und Friedrich der Große von Preußen ähnliche Ansichten. Beide schätzten die christliche Morallehre bzw. auch Jesus als Morallehrer, aber Jesus als Sohn Gottes, der uns erlösen kann von Sünde und Schuld, lehnten sie ganz streng ab. Beide sahen im althergebrachten, kirchlichen Christentum bzw. dem traditionellen Christentum Europas einen Hemmschuh, mehr noch ein Mittel, das geeignet war, die Bürger eines Landes zu entzweien. Bestes Beispiel hierfür war der dreißigjährige Krieg, der ein Glaubenskrieg war, wo sich Protestanten und Katholiken gegenseitig töteten. Dem Streit um Glaubensfragen wollte man aus dem Weg gehen durch Einführung einer Zivilreligion, eines aufgeklärten Christentums: Jesus als reiner Morallehrer, aber nicht als Christus, denn im Mittelpunkt der religiösen Streitigkeiten stand immer die Person Christi. So schaffte man Christus einfach ab, das vermeintliche Streitobjekt, den vermeintlichen Zankapfel. Dies alles ist aber aus echt christlicher Sicht der totale Schwachsinn, der direkt aus der Hölle kommt. Dieser Gedankengang, Christus als Ursache aller Entzweiung zu sehen, führte letztendlich Deutschland in die Katastrophe und er wird auch noch die USA und die ganze Welt in die Katastrophe führen.

(übrigens muß man auch aus echt christlicher Sicht sowohl der römisch-katholischen Kirche als auch den protestantischen Kirchen die aller schwersten Vorwürfe machen, denn dort wurde/wird nicht das ursprüngliche, heilbringende Christentum gelehrt sondern ein völlig verzerrtes Christentum; Benjamin Franklin, die anderen Gründungsväter der USA und Friedrich der Große machten allerdings den unverzeihlichen Fehler, „das Kind mit dem Bade auszuschütten“; natürlich hatten sie recht, wenn sie konstatierten, daß die traditionellen Kirchen die Menschen eher entzweiten als zusammenführten, aber das lag nicht am Christentum an sich sondern an einem Missbrauch des Christentums; die wirkliche Kirche, die an der Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel festhält, stiftet Gemeinschaft zwischen den Menschen bzw. die echte, christliche Kirche ist sogar der einzige Ort echter Gemeinschaft auf Erden; Gott wird die sogenannten Aufklärer am Jüngsten Tag für ihre unverzeihliche Dummheit genauso bestrafen wie Mohammed, den geisteskranken Irrlehrer, über den sie sich so lustig machten).

Warum führen die Gedanken der  Aufklärer in die Katastrophe?

Der Mensch, der nicht an Jesus Christus glaubt, verfällt völlig seinen niedrigen Instinkten, kommt unter die Herrschaft böser Geister. Moralgebote helfen hier wenig bzw. machen alles noch schlimmer, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot: Was verboten ist, das tut man umso lieber. Länder, Völker und Nationen, die den Glauben an Jesus als Sohn Gottes verwerfen, müssen also zwangsläufig degenerieren, zugrunde gehen. Der Mensch kann seine niedrigen Instinkte, seine sündigen Neigungen nur dann überwinden, wenn eine Person der Gottheit, Jesus oder der heilige Geist, ganz nahe bei ihm ist.

Was sind denn heute die USA mit ihrer dämlichen Zivilreligion (das ist eine Art aufgeklärtes Christentum)? Nichts weiter als ein amorpher Haufen armseliger, depressiver, sexuell unzüchtiger Spießbürger (Kreaturen), die religiös immerhin sehr tolerant sind und nur noch mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt sind. Der durchschnittliche Amerikaner ist praktisch nur noch ein fast bedeutungsloses Zahnrad in einem riesigen Getriebe. Letztendlich „funktionieren“ die USA nur, weil man den amerikanischen Bürger zu einem reinen Arbeitssklaven, zu einem fressenden Fleischberg reduziert hat. Die Amerikaner sind nur noch ein Horde dummer (dressierter) Tiere, keine wirklichen Menschen mehr, das hat die Zivilreligion aus ihnen gemacht. Sie geben sich völlig dem Materialismus hin, sind auch reich und wohlhabend, aber seelisch sind sie arme Hunde – jämmerlich und erbärmlich. Sicherlich könnte man nachweisen, daß nirgends auf der Welt so viele Antidepressiva (Medikamente) verkauft werden wie in den USA. Ohne Christus muß die Seele zu Grunde gehen, denn Christus ist das Leben.

Sehen wir jetzt nach diesem kurzen Exkurs in die Geschichte, wie weise es war, was Jesus tat, indem er sich schon als zwölfjähriger mit Theologie befasste?

Sicherlich verlachten ihn alle anderen Jugendlichen in Nazareth, seinem Heimatort, der charakterisiert wurde durch folgenden Ausspruch:

Joh 1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!“ (Nathanael meinte mit „Gutes“ Jesus)

Wie haben die bösen Nazarener Jugendlichen Jesus ausgelacht, weil er so ein frommer Knabe war: „Dieser weltfremde Trottel!“ Aber gerade seine Frömmigkeit und Gottesfurcht hätten sie nachahmen sollen, denn sie war das beste Mittel die superbrutalen Römer loszuwerden, die Israel aussaugten, erniedrigten, versklavten, nicht frei sein ließen, etc. Wären die Juden wieder umgekehrt zu ihrem alten Gott, zum Gott Israels, dann hätte er ihre Feinde aus dem Lande getrieben – Gott ist ein mächtiger Kriegsmann für die Frommen.

Offb 1,18 und der Lebendige. Ich (Jesus; R. B.) war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offb 3,7 Und dem Engel der Gemeinde in „Philadelphia“ schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids (der Schlüssel Davids ist die Gottesfurcht; R. B.), der auftut, und niemand schließt zu, der zuschließt, und niemand tut auf:

Der Mensch Jesus wurde von Gott für seine Gottesfurcht während seines Lebens auf Erden damit belohnt, daß er nun (auch gerade jetzt) der souveräne Herrscher des Universums ist, der so eine gewaltige Macht hat, daß langfristig auch seine Feinde zur Ausführung seines Ratschlusses beitragen müssen, wenn sie sich auch durch ihr böswilliges Tun an sich die Hölle verdienen (Jesus, der Herr, kann mit Schachfiguren, die seine Feinde sind, die nicht seinen Willen tun wollen, ein Schachspiel gewinnen – das ist wahre Allmacht). Jesus kann alle Türen öffnen und alle Türen schließen. Diese Macht gab ihm Gott zum Lohn für seine Gottesfurcht. Jesus ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.

Mt 28,18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

Gerade heute in dieser antichristlichen Welt wird jeder Jugendliche, der sich mit dem christlichen Glauben befasst, ausgelacht werden – das ist sicher. Um sich irgendwo zu „outen“ braucht man nur zu sagen, daß man in der Bibel ließt – „besser“ man hätte gesagt, man sei homosexuell. Aber die Gottesfürchtigen sind das Heil der Länder, der Nationen, ja der ganzen Welt. Wenn die Welt die Frommen ausstößt und verwirft, dann weiht sie sich selbst dem Untergang, begeht praktisch Selbstmord. Bald wir Jesus in der Gestalt Gottes erscheinen, die Gottlosen vernichten und die Gottesfürchtigen zu Herrschern in seinem ewigen Reich machen.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

„51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan.“

Jesus war seinen Eltern im Allgemeinen untertan. Dies gehörte zu seiner Gottesfurcht. Er wußte, daß seine Eltern ihn im Auftrag Gottes erzogen bzw. daß sie von Gott gesetzte Obrigkeit über ihn waren. Nichtsdestotrotz fragte er seine Eltern nicht um Erlaubnis, ob er in den Tempel gehen dürfe. Hier war er einfach spirituell weiter als seine Eltern und mußte Gott mehr gehorchen als seine Eltern, dessen Willen er besser kannte als seine Eltern.

Sicherlich waren Joseph und Maria mit die frömmsten Juden in Israel überhaupt. Andernfalls hätte es auch ständig Kollisionen mit dem frommen Jesus gegeben. Unvorstellbar, Jesus als Kind nicht-frommer Eltern, als Kind von Sündern. Daß Jesus ein sehr gute Beziehung zu seinen frommen Eltern hatte, sieht man daran, daß sie ihn mit Schmerzen suchten („Kind, warum hast du uns das getan?“). Joseph und Maria liebten Jesus und Jesus liebte seine Eltern. Nicht weil ein Gebot das von ihnen verlangte, sondern einfach von Innen heraus – sie mochten sich wirklich. Sie waren verbunden durch ihre gemeinsame Gottesfurcht, sodaß Joseph und Maria Jesus mit aller Weisheit und Einsicht Anweisungen gaben und er um ihr Wohlwollen wissend die Anweisungen gerne ausführte. Sie lebten in Harmonie.

Lukas 2, 48 Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.

Keiner von uns wird behaupten wollen, der große Petrus sei nicht fromm gewesen, aber selbst er konnten manchmal nicht die Wege des Herrn verstehen, so wie Jesus sie schon verstand.

Matthäus 16, 21-23

21 Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, wie er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. 22 Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Zusammenfassung:

Unter anderem durch Lukas erfahren wir ja den Grund (die Grundlage) der christlichen Lehre. Ganz wichtig ist dabei, daß Jesus nicht einfach so aus dem Nichts auftauchte wie der verrückte Mohammed, sondern ganz tief verwurzelt war in der jüdischen Kultur, in der Geschichte des alten Volkes Gottes. Und diese Tatsache macht eben das Christentum und die Lehre Jesu so glaubwürdig, läßt gar nicht die Vermutung aufkommen, das Christentum beruhe auf Fiktion oder den Hirngespinsten eines wahnsinnigen Einzelgängers wie z. B. Muhammad.

Jes 11,1 Und es wird ein Reis (Jesus; R. B.) hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. (Isai war der Vater von König David; Jesus war also nicht nur ein einfacher Jude sondern sogar ein adliger Jude)

Jesus wurde am achten Tage beschnitten, einige Wochen später im Tempel dargestellt und ging jedes Jahr mit seinen Eltern hinauf auf das Passahfest. Jesus lebte also eine Weile einfach als frommer Jude.

Warum fing Jesus nicht als zwölfjähriger schon an zu predigen?

Schon als zwölfjähriger war Jesus offensichtlich den alten Lehrern Israels überlegen, wie wir oben gesehen haben. Was hinderte ihn daran, umzusatteln von Zimmermannslehrling auf Schriftgelehrter?

Nun, das war nicht sein Lebensalter, sondern es war keiner da, der ihn ordinierte. Er hatten den alten Schriftgelehrten etwas vorgemacht, aber sie kamen gar nicht auf die Idee, ihm ein „Stipendium“ zu gewähren und ihn in die Priesterklasse aufzunehmen. Ähnlich verfuhren sie ja auch mit Johannes (Johannes der Täufer), der ähnlich talentiert war wie Jesus. Juristisch gesehen war die Verwerfung des Johannes noch schlimmer, denn er war ein Nachkomme Arons also aronitischer Priester wie sein Vater Zacharias. Daß man Johannes nicht zum Priesterdienst zuließ, war einer der größten Skandale in der Geschichte Israels.

Jesus war ca. dreißig Jahre alt, als er begann, öffentlich zu wirken. Das heißt,  daß er nach seinem „großen Auftritt“ im Tempel im Alter von zwölf Jahren noch achtzehn Jahre als einfacher, frommer Jude gelebt hat, wartend auf den Ruf Gottes. Jesus drängte sich also nicht mit Gewalt in das Amt des „Reformators“, sondern bewies aufs Neue Sanftmut und Demut.

Gott sprach Johannes den Täufer direkt an, berief ihn direkt, und jener taufte Jesus. Bei dieser Taufe erschien die Gottheit und ordinierte Jesus von Nazareth zum Heiland Gottes für Israel. Wichtig ist auch, daß dieses Ritual von Johannes zelebriert wurde, denn er war aronitischer Priester und somit hatte er ein Recht, Jesus in die jüdische Priesterklasse aufzunehmen wie Eli damals den Samuel. So wurde der Zimmermann Jesus ein offizieller Geistlicher in Israel.

1Sam 3,1 Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung.

Lukas 3, 21-22 21 Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

oder

Hebr 5,5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« (dieser Vers bezieht sich zwar mehr auf die ewige Berufung des Sohnes Gottes durch den Vater, aber die ewige Berufung wird durch die Erscheinung der Gottheit bei Jesu Taufe bestätigt)

 
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