Der Niedergang der deutschen Kultur und die Verantwortung des Einzelnen

Zunächst stellen sich folgende Fragen:

„Können wir mit dem gegenwärtigen Zustand der deutschen Gesellschaft zufrieden sein?“

„Befindet sich die deutsche Kultur nicht im Niedergang?“

„Welche Verantwortung trägt der Einzelne für Kultur und Gesellschaft?“

Noch nie in ihrer Geschichte hatten die Deutschen wohl so einen Überfluß an materiellen Gütern wie heute – von der zunehmenden Schere zwischen Arm und Reich, was Einkommen und Vermögen angeht, einmal abgesehen.

Dennoch stimmt irgendetwas nicht.

Es wird zunehmend schwerer bis unmöglich echte Freunde zu finden. Im Großen und Ganzen leben wir einfach so nebeneinander her, ohne daß irgendwelche Beziehungen zwischen uns bestünden. Es scheint heute schon Leute zu geben, die das ganz normal finden. Geht man in irgendeinen Verein (z. B. Sportverein) findet man dort eigentlich nicht Freundschaft sondern Wettbewerb und Konkurrenz wie am Arbeitsplatz. Selbst in einer sogenannten Kirchengemeinde, egal ob evangelisch, katholisch oder evangelikal, herrscht Wettbewerb bzw. Konkurrenzdenken: Anerkennung findet dort, wer berufliche Karriere macht, beruflichen Erfolg hat, einen hohen Bildungsabschluss vorweisen kann, Vermögen bildet, ein teures Auto fährt, teure Kleidung trägt, teure Urlaubsreisen macht, einen schöne Ehegattin hat, etc. In der sogenannten Kirchengemeinde bezieht sich die Konkurrenz also nicht auf die Arbeitsleistung oder sportliche Leistung, sondern es ist ein Wettbewerb der Statussymbole.

Egal wo wir hinschauen, Arbeitsplatz (siehe Anmerkung, unten), Verein, „Kirche“, etc., wird finden überall dieses ekelhafte Konkurrenzdenken, diesen abscheulichen Wettbewerb zwischen den Menschen – einer will immer höher, angesehener und vermögender sein als der andere.

Frage: „Wie soll ich eigentlich meinen Nächsten lieben, wenn er mein Konkurrent ist bzw. in einem Wettbewerb mit mir steht?“

In meinem Artikel Pray for rain – betet für Regen! habe ich kurz angedeutet, daß der heutige Materialismus das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung ist. Bis zum Ende des Mittelalters (15. Jahrhundert) hatte die römisch-katholische Kirche großen Einfluss auf die Gesellschaft, und den Menschen war das Metaphysische wesentlich wichtiger als das Materielle. Die römisch-katholische Kirche predigte damals ein sehr verzerrtes Christentum. Die Menschen befanden sich in einem Wettbewerb der religiösen Werke, wie Beten, Fasten, Mönchwerden, Feiertagehalten, Almosengeben, Rosenkranzbeten, Heili-genverehrung, Wallfahrten, etc. Sicherlich waren sie nicht glücklicher als wir heute. Die römisch-katholische Kirche fiel schon Anfang des siebten Jahrhunderts nach Christus vom wahren, christlichen Glauben ab, indem sie das Papsttum einführte. Das unsichtbare Haupt der wahren, christlichen Kirche ist Jesus Christus. Dieses Amt hat in der katholischen Kirche der Papst Christus gestohlen und somit ist die römisch-katholische Kirche keine christliche Kirche mehr sondern eine Papstkirche. Es regiert dort nicht Christus durch den Heiligen Geist sondern ein lächerlicher, menschlicher Zwerg, genannt Papst. In der römisch-katholischen Kirche geschieht der Wille eines Menschen, nicht der Wille Gottes. Es ist klar, daß eine Kirche ohne Heiligen Geist irgendwann den Zusammenhang zwischen Glaube, Werke und Errettung nicht mehr verstehen konnte und so mußte die römisch-katholische Kirche irgendwann auf die Irrlehre von der Gerechtigkeit aus Werken verfallen. Dr. Martin Luther brachte dann durch seine Reform wieder die echte Lehre (Errettung allein durch schlichten Glauben an Jesus) ans Licht. Ein Großteil Deutschlandlands nahm die Reformation an, aber es erfolgte eine gewalt-tätige Gegenreformation seitens der katholischen Kirche und katholischer Monarchien wie z. B. Habsburger, Bourbonen, Wittelsbacher, etc.

Jetzt kommt das Entscheidende: Die protestantischen Fürstentümer mußten sich gegen die angreifenden, katholischen Horden zur Wehr setzen. Diese Verteidigungskriege bedurften erheblicher finanzieller Mittel. Diese finanziellen Mittel konnten nur durch Besteuerung der Untertanen gewonnen werden und somit war es enorm wichtig, daß die Protestanten produktiv waren, jährlich viele Güter herstellten, ein großes Bruttosozialprodukt erwirtschafteten (siehe Pray for rain – betet für Regen!), denn je höher das Bruttosozialprodukt, desto höher die Steuereinnahmen.

Die Reformation war sehr gut in sich selbst und es war auch sehr gut, den Menschen zu sagen, daß man nicht durch das Tun „guter Werke“ (Beten, Fasten, Mönchwerden, Feiertagehalten, Almosengeben, Rosenkranz, Heiligenverehrung, Wallfahrten, etc.) das ewige Leben erlangt, sondern durch schlichten Glauben an Jesus, wobei der Glaube an Jesus sich in einem frommen Alltagsleben äußert, wenn er echt ist. Der wahre Glaube führt also zu im Alltag praktizierter Nächstenliebe, wobei der Nächste z. B. ein Verwandter, mein Nachbar, mein Arbeitskollege, ein Mitschüler, jemand, dem ich beim Einkaufen begegne, ein Passant auf der Strasse, ein Bettler auf der Strasse, etc. sein kann. Es muß damals eine gewisse Geringschätzung des Berufslebens und der schlichten Nächstenliebe im Alltag seitens der Katholiken gegeben haben und eine extreme Fokussierung auf die „guten Werke“. Mit den „guten Werken“ dispensierte man sich von wahrer Nächstenliebe. Konvertierte allerdings ein Katholik zum evangelischen Glauben, dann richtete sich all sein Eifer nicht mehr auf die „guten Werke“ sondern auf die Erfüllung der beruflichen Pflichten und die Frömmigkeit im Alltag, wobei es allerdings von Anfang an Protestanten gab, die die evangelische Freiheit missbrauchten und sich rein auf das Materielle konzentrierten.

Diesen Wesenszug der evangelischen Christen, ein sittlich-moralisch hochstehendes und produktives Leben bzw. zumindest ein produktives Leben zu führen, scheinen die protestantischen Obrigkeiten ausgenutzt zu haben: „Diese Protestanten sind hervorragende, brauchbare, produktive Staatsbürger“, so dachte die Obrigkeit vermutlich. Allerdings hatte man anfänglich eben die Rechtfertigung für diese Haltung, daß man Steuermittel für den Krieg gegen die Katholiken brauchte, was sicherlich oft auch der Wahrheit entsprach.

Es passierte also etwas ganz Teuflisches, gleichsam ein Schachzug des Teufels: Die Obrigkeit instrumentalisierte die Bekehrung der Menschen vom Katholizismus zum evangelischen Glauben für ihre Zwecke.

Friedrich der Grosse über protestantische Untertanen:Lediglich vom politischen Gesichtspunkt betrachtet, erscheint die protestantische Religion für Republiken wie für Monarchien als die zuträglichste. Sie stimmt am besten zu dem freiheitlichen Geiste, der das Wesen der Freistaaten ausmacht. Denn in einem Staate, der Kaufleute, Bauern, Handwerker und Soldaten, mit einem Wort Untertanen braucht, müssen Bürger, die das Gelübde tun, das Menschengeschlecht aussterben zu lassen (= Zölibat der katholischen Priester, R. B.), unbedingt gefährlich werden. In den Monarchien ist die protestantische Religion, die von niemand abhängt, ganz der Regierung untertan. Dagegen errichtet der Katholizismus im weltlichen Staate der Fürsten einen allmächtigen geistlichen Staat voller Ränke und Kabalen (Intrigen). Die Priester, die die Gewissen beherrschen und kein anderes Oberhaupt haben als den Papst, sind mehr Herren des Volkes als dessen rechtmäßige Herrscher; und der Papst, der es versteht, die Sache Gottes mit menschlichem Ehrgeiz (Ehrsucht, Machtstreben, R.B.) zu verbinden, hat manchem Streit mit den Fürsten gehabt um Dinge, die durchaus nichts mit der Kirche zu tun hatten.“ (siehe Friedrich der Große über Religion und Reformation)

Die vielen Güter, die die Protestanten produzierten im Rahmen ihrer Kriegsführung gegen die Katholiken, scheinen aber irgendwann Macht über sie gewonnen zu haben, wobei dies sicherlich mit der obrigkeitlichen Förderung des Wirtschaftslebens zusammenhing. Im Laufe der Zeit wurden so aus frommen Christen, frommen Protestanten immer mehr brave deutsche Spießbürger, Hochleistungsroboter. Wir unterliegen übrigens einem sehr schweren Irrtum, wenn wir glauben, die reine Beschäftigung mit materiellen Dingen sei religiös neutral. Das ist sachlich nicht richtig. Die zu starke Beschäftigung mit materiellen Dingen ist dämonischer Natur. Jesus spricht vom Dämon Mammon, dem Geist des Materialismus. Ein rein auf das Materielle fokussiertes Leben ist blanke Dämonie.

Was ist nun die Schuld des Einzelnen an dieser Misere?

Nun, schon Luther beklagte es und Bonhoeffer wiederholte es, daß viele Protestanten das Christentum mit Spießbürgertum verwechseln. Das Problem ist, daß zur Zeit Luthers das profane Spießbürgertums im Vergleich bzw. relativ zu dem furchtbar rückständigen Katholizismus fast schon wie der wahre Glauben wirken mußte, aber absolut gesehen war es das nicht, denn echtes Christentum geht über Spießbürgertum weit hinaus (siehe Invokavitpredigten Luthers; Luther, sinngemäß: „Nur der durch die Liebe tätige Glaube ist der wahre Glaube.“)

Nun schließt sich der Kreis. Was wir heute unter uns beobachten, jenes einfach Nebeneinander-her-leben ist im Grunde verwerfliches Spießbürgertum. Dieser spießbürgerliche Friede zwischen uns ist nicht der Friede Gottes. Wäre der Friede Gottes zwischen und unter uns, dann gäbe es auch lebendige Beziehungen zwischen uns, Freundschaften.

Das Problem ist, daß die Obrigkeit bzw. Regierung dieses Problem nicht erkennt oder nicht erkennen will. Wir erwarten viel zu viel von der staatlichen Obrigkeit, wenn wir glauben, daß sie dieses Problem lösen könnte oder lösen wollte. Wir Deutschen haben wirklich das Problem, und das kann uns eines Tages den Kopf kosten, daß wir uns immer zu sehr auf die staatliche Macht verlassen.

Das Problem ist weiter, daß die Großkirchen in Deutschland mit dem Staat kooperieren. Gemäß Grundgesetz sind zwar Staat und Kirche getrennt, aber es gibt die sogenannten Staatskirchenverträge.

Von mir: „Aber das ist eben wieder dieser übersteigerter Respekt vor dem Staat, gleichsam die Anbetung des Staates und seiner Repräsentanten als allwissende Gottheit, die in allen Dingen das letzte Wort hat. Und in diesem Fahrwasser sind wir heute auch wieder: “Alles ist gut, wenn es staatlich geprüft ist”, so ist die Annahme. Das mag in vielen Bereichen stimmen, aber was kirchliche Angelegenheiten angeht, ist es höchst gefährlich, sich auf irgendwelche staatliche Prüfetiketten zu verlassen. So weit kommt es noch, daß der TÜV anfängt, Plaketten an die Türen der Kirchen zu kleben: “Zwei Jahre bis zur nächsten Hauptuntersuchung”. Aber, übrigens, diese Horrorvision ist in einem gewissen Sinne schon Wirklichkeit, denn der Staat entscheidet heute über die Auswahl von Theologieprofessoren (siehe Staatskirchenverträge), die zukünftige Geistliche unter-richten. Der Staat formt sich also an den Universitäten die Kirche, die er will; aber das wird kaum die Kirche sein, die Gott will aufgrund des biblischen Befundes.“  (aus einem anderen Artikel)

Was ist eigentlich passiert im Laufe der Jahrhunderte?

Eine ganz teuflische Abwärtsspirale.

Die Deutschen ließen sich vom Staat über die von ihm kontrollierten Kirchen attestieren, sie seien guten Christen, wobei dieses Testat des Staates in Wirklichkeit immer nur das bedeutete, daß sie  gute Staatsbürger bzw. gute Spießbürger waren. Man ließ sich also nicht vom Heiligen Geist beurteilen, sondern von der Obrigkeit schmeicheln. Dies führte dazu, daß der Heilige Geist die Kirche immer mehr verließ, was zu weiterem Absinken des sittliche-moralischen Standards führen mußte, was wiederum vom Staat durch ein weiter abgeschwächtes Christentum kaschiert wurde.

Ihre, lieber Leser, meine, unsere Verantwortung ist es nun, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Wir müssen uns dazu durchringen, uns von Gott und nicht vom Staat beurteilen zu lassen. Da die Großkirchen in Deutschland komplett vom Staat manipuliert sind durch die staatliche Auswahl der Theologieprofessoren, die die Pfarrer ausbilden, werden wir von dort keine Beurteilung unserer Lage im Sinne Gottes erwarten können.

Die Evangelikalen scheiden aus wegen der schändlichen Wiedertaufe.

Lieber Leser, wir müssen also ganz von vorne anfangen, wie einst Abraham, der das heidnische Chaldäa verließ.

Ich glaube, wenn Sie erfassen würden, was ich hier schreibe, dann würden Sie bewußtlos werden.

Aber, lieber Leser, wenn Sie jemals echte Freunde haben wollen bzw. wollen, daß Jesus ihr ewiger Freund wird und bleibt, dann müssen Sie diesen Schritt wagen.

Ich stehe jederzeit für Gebetsgemeinschaft zur Verfügung.

Wie können wir wissen, was Gott will?

Wenn wir aus der Kraft unserer sakramentalen Kindertaufe ein Leben als Christ führen wollen, dann empfangen wir den Heiligen Geist. Der Heilige Geist wiederum tut uns das Wort Gottes, die Bibel, auf.

Unser grundlegendes Problem ist, daß wir alle die degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt haben: Wir haben alle eine sehr starke Neigung zum Sündigen; der natürliche Mensch, der nicht den Heiligen Geist hat, findet es ganz normal, sich nicht um seinen Nächsten zu kümmern, keine echten Freunde zu haben (höchstens Schein-Freunde), einfach so dahinzuvegetieren. Aber das ist Sünde, die Abwesenheit, das Nicht-Vorhandensein göttlicher Liebe. Diese Kälte in unserer Gesellschaft rührt einfach daher, daß heute fast alle Menschen dem Fleisch, das heißt ihren sündigen Neigungen verfallen sind, weil sie den Geist nicht haben. In einem jahrhundertelangen Prozess haben die Deutschen den Geist ausgelöscht. Niemand belehrt die Menschen darüber, daß die Kindertaufe ein Ruf in die Nachfolge ist und so bleibt die Taufe wirkungslos. Aber nur, wenn wir aus der Kraft der Taufe ein Leben als Christ führen wollen, empfangen wir den Geist der Liebe.

Lieber Leser, wenn Sie als Kind getauft wurden, dann betrachten Sie das als einen Ruf in die Nachfolge und Sie werden den Heiligen Geist empfangen.

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb; er lebt, um uns zu heiligen.

Die Taufe vergegenwärtigt uns den Tod und die Auferstehung von Jesus in einer ungeahnten Weise: Wenn wir uns auf unsere Taufe beziehen, dann sind wir mit Jesus gestorben und mit Jesus auferstanden. Der Tod und die Auferstehung von Jesus ist also ständig präsent für uns durch die Taufe, obwohl das alles vor ca. 2000 Jahren geschah und ziemlich weit weg in Israel. Dadurch, daß uns Jesus unendlich nahe kommt, können wir unsere sündigen Neigungen überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben. In anderen Worten: In dem Moment, wo wir anfangen zu glauben, daß uns durch die Taufe die befreiende Kraft von Jesu Tod und Auferstehung zugeeignet wurde, empfangen wir den Heiligen Geist, den Geist der Liebe.

Danach wird es uns unmöglich sein, einfach so dahinzuvegetieren in völligem Desinteresse unserem Nächsten gegenüber.

Allerdings bedürfen wir auch dringend der brüderlichen Gemeinschaft in der echten Kirche.

Durch die brüderliche Gemeinschaft in der Kirche, das brüderliche Gespräch, die Beichte können Hindernisse weggeräumt werden, die den Geist dämpfen.

Bitte melden Sie sich bei mir, lieber Leser, damit wir wenigstens füreinander beten können. Es wäre schön, wenn es bis zum Gespräch und zur gegenseitigen Beichte kommt.

Mt 18,20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Anmerkung

Am Arbeitsplatz ist eine Hierarchie in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit leider unumgänglich, das ist ein Sachzwang. Keinesfalls sollte man diese Struktur aber auf das Privatleben übertragen, wo es ja nicht um das effiziente Herstellen von Gütern geht sondern um Gemeinschaft.

Ergänzung

Moderne Katholiken sind genauso ausschließlich auf das Arbeitsleben fokussiert wie Protestanten – woher kommt das?

Es ist schon erstaunlich, daß es heute kaum mehr einen sichtbaren Unterschied in der Lebensführung gibt zwischen einem Katholiken und einem Protestanten.

Der Grund hierfür ist, daß Deutschland im Lauf der Geschichte eine protestantisch-aufklärerische Zwangsreligion aufoktroyiert wurde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das aufgeklärt-protestantische Preußen zur vorherrschenden Macht in Deutschland. Sicherlich kann man annehmen, daß die Kultur des Deutschen Kaiserreichs und Deutschlands, das daraus hervorging, sehr von Preußen geprägt wurde. Diese aufklärerisch-protestantische Kultur besteht eben darin, daß die persönliche Religion nur noch eine untergeordnete bis keine Rolle mehr spielt und das allgemeine Staatsbürgertum in den Vordergrund gestellt wird. Das Staatsbürgertum wurde zur maßgebenden „Religion“. Dieses Staatsbürgertum wiederum ist protestantisch-aufklärerisch, kein echtes Christentum. Es blieb den Katholiken aus den Gebieten des alten heiligen römischen Reiches deutscher Nation, die dem Deutschen Kaiserreich einverleibt wurden, nichts anderes übrig, als sich dieser Religion zu unterwerfen. Die Katholiken in Deutschland müssen sozusagen als Protestanten leben, wobei das nicht der ursprüngliche Protestantismus der Reformation ist, sondern ein völlig auf das Materielle reduzierter Protestantismus, der auch nichts mit dem echten Christentum zu tun hat. Als Ergebnis einer historischen Entwicklung sind wir also alle, egal ob evangelisch oder katholisch, zu religionslosen Hochleistungsrobotern degeneriert.

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