Ist die Taufe der römisch-katholischen Kirche gültig?

Für viele Protestanten ist es klar, daß die römisch-katholische Kirche (im Folgenden einfach „katholische Kirche“ genannt) keine christliche Kirche ist. Schwere Mängel der katholischen Kirche sind zum Beispiel das antichristliche Papsttum, die falsche Lehre von der Eucharistie und die falsche Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken.

Das Haupt der wahren, christlichen Kirche ist Jesus Christus, der sie regiert durch den Heiligen Geist. Dieser Heilige Geist hat die katholische Kirche schon lange verlassen – wahrscheinlich am Anfang des siebten Jahrhunderts, als das antichristliche Papsttum eingeführt wurde. Der letzte christliche (gute) Bischof von Rom war Gregor der Große (Gregor I.), der den Titel „Bischof aller Bischöfe“ noch ganz entschieden ablehnte.

Der wahre Bischof aller Bischöfe ist der unsichtbare Jesus Christus. Dieses göttliche Amt, das auch nur eine Person der Gottheit, nämlich Jesus, Gottes Sohn, bekleiden kann, maßt sich der Papst an, der nur ein kleiner, lächerlicher, schwacher Mensch ist. Der Papst maßt sich ein Amt an, das allein Gott zusteht und das auch allein Gott selbst ausfüllen kann. Die katholische Kirche wird also nicht von Gott regiert sondern von einem menschlichen Zwerg, genannt Papst. In der kath. Kirche geschieht der Wille eines Menschen und nicht der Wille Gottes. Übrigens ist der Papst wirklich „Gott“ in der katholischen Kirche. Wenn man den Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) liest, merkt man, wie in der kath. Kirche alles auf den Papst bezogen wird – er steht im Mittelpunkt des „Gottesdienstes“ der kath. Kirche; die kath. Kirche ist in götzendienerischer Weise papstzentriert.

Es wäre mehr als verständlich, würde nun jemand annehmen, die Taufe der katholischen Kirche sei nicht gültig gemäß des Vernunftschlusses: Wenn die kath. Kirche keine christliche Kirche ist, kann auch ihre Taufe nicht gültig sein.

Wer müssen allerdings im Bereich der Metaphysik, und hierunter fällt die kath. Kirche, sehr vorsichtig sein mit Vernunftschlüssen, Logik, Rationalität, etc. Nicht weil Vernunft, Logik, gesunder Menschenverstand, etc. etwas schlechtes wären, sondern es geht hier um Sachen, die unseren Verstand übersteigen, überfordern. Jeder Hund glaubt, wir würden bellen, wenn wir reden, aber wir wissen, wir tun doch mehr, als bellen. Der „Verstand“ des Hundes ist also überfordert, was menschliche Angelegenheiten angeht. Genauso ist der menschliche Verstand überfordert, was göttliche Angelegenheiten angeht.

Wenn wir Sachen der christlichen Religion richtig beurteilen wollen, dann müssen wir uns auf den Befund der Bibel, das Zeugnis der Heiligen Schrift, stützen. Die Heilige Schrift entstand in der ursprünglichen Kirche, die von Jesus und den Aposteln gegründet wurde. Wir finden in ihr also die Lehre der Originalkirche, so wie Gott sie sich vorstellt.

Was ist eine echte, christliche (sakramentale) Taufe?

Zunächst müssen wir feststellen, daß es eine Kirche im weiteren Sinne und eine Kirche im engeren Sinne gibt. Die Kirche im weiteren Sinne besteht aus allen sakramental getauften Menschen, egal ob sie als bewußte Christen leben oder nicht. Die Kirche im engeren Sinne besteht aus allen Menschen, die aus der Kraft ihrer sakramentalen Taufe wirklich als Christen leben im Alltag und am Sonntag. Ein Katholik, der die (Irr-)Lehren seiner Kirche verinnerlicht hat, kann leider nur zur Kirche im weiteren Sinne gerechnet werden. Dringt er nicht irgendwann in seinem Leben zum einfältigen Glauben an Jesus durch, frei von allen katholischen Irrlehren, wird er verlorengehen, denn die Lehren seiner Kirche hielten ihn davon ab, einfach aus der Kraft seiner Taufe Jesus nachzufolgen. Schon Luther sagte, daß es Katholiken gibt, die die Tiefen Satans, sprich die Lehren ihrer Kirche, nicht verinnerlicht haben, sondern einfach als Christ leben, weil sie getauft sind. Diese gehören zur Kirche im engeren Sinne und man kann ihnen nur empfehlen, die römisch-katholische Kirche so schnell wie möglich zu verlassen und eine eigene Kirche zu gründen.

Wir haben das Problem, daß es schon von Anfang an Wölfe im Schafspelz, das heißt falsche Geistliche, in der Kirche gab (siehe die sieben Gemeinden aus dem Buch der Offenbarung). Teilweise schafften es die falschen Geistlichen, auch mit der Hilfe einer fehlgeleiteten Obrigkeit, ihre Irrlehren als die öffentlich anerkannte, „rechtmäßige“ Lehre zu etablieren, hinzustellen. Mehrere jahrhundertelang gab es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (HRR; bis 1806 nach Christus), der Vorläufer Deutschlands, keine andere öffentlich anerkannte Religion als den römischen Katholizismus. Das muß man sich mal vorstellen – unfassbar. Erst Martin Luther durchbrach das Ganze mit seiner Reformation, die das HRR bis in die Grundfesten erschüttert hat.

Schon immer in der Geschichte der Menschheit bis heute, war es für den einfachen Christen schwer feststellbar, was denn nun die rechtmäßige Kirche sei – nicht einmal auf das Urteil des Staates konnte man sich verlassen.

Daraus kann man schlussfolgern, daß die Gültigkeit einer Taufe vom Zustand einer Kirche unabhängig sein muß (eine rote Linie wird allerdings überschritten, wenn eine Kirche das christliche Gottesbild antastet, das heißt das trinitarische Gottesbild, ein Gott in drei Personen, verwirft – die Taufe einer solchen extrem häretischen Kirche ist nicht mehr gültig)

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist der Umgang Christi mit den sieben Gemeinden der Offenbarung, die zwar historisch waren, aber auch ein Bild auf die Gesamtkirche sind – die sieben Gemeinden der Offenbarung stehen für die Gesamtkirche aller Zeiten. Und obwohl einige jener Gemeinden schwer von Irrlehren/Irrlehrern erschüttert wurden, die zuweilen in jenen Gemeinden die Oberhand gewonnen haben mögen, verwirft Christus jene Gemeinden nicht sofort, sondern ruft zunächst zur Besserung auf. Erst bei Nicht-Besserung sollte das Gericht erfolgen, das heißt der Ausschluss aus der christlichen Gesamtkirche.

Nicht jeder einzelne Christ kann ein Theologe sein, der alle Zusammenhänge der Glaubenslehre völlig durchblickt. Für viele einfache Christen aller Zeitalter war es un-möglich, festzustellen, was denn nun die wahrhaft treue Kirche sei und es blieb ihnen nichts anderes übrig, als einfältig aus der Kraft ihrer Taufe als Christen im Alltag zu leben.

Wäre also die Gültigkeit der Taufe vom Zustand der Kirche abhängig (bei Verwerfung des trinitarischen Gottesbildes jedoch wird die Taufe ungültig), dann hätte es über viele Jahrhunderte ganze Heerscharen von nicht gültig getauften Menschen gegeben. Dies ist völlig unvorstellbar.

Weil also die Kirche in „Reinstform“ immer nur ganz selten zu Tage tritt, in Zeiten einer Reformation zum Beispiel, muß die Taufe auch einer irrenden (ausgenommen das Gottesbild) Kirche gültig sein, denn es dauert ja immer eine Weile bis Irrlehrer erkannt und schließlich aus der Kirche hinausgeworfen werden bzw. teilweise bleibt kein anderer Weg, als daß die Treuen eine eigene Kirche gründen (siehe Protestanten). Und kaum hat man einen Irrlehrer hinausgeworfen, kommt schon der nächste, usw. Oder kaum hat man eine neue Kirche gegründet, tauchen auch in ihr schon wieder neue Irrlehrer auf. Dietrich Bonhoeffer z. B. behauptet, daß die unmittelbaren Nachfolger Luthers mit ihrer Lehre schon wieder völlig daneben lagen (billige Gnade). Das ist natürlich absolut nieder-schmetternd und ernüchternd.

Schon zu Lebzeiten des Paulus wich die Kirche zu Rom sehr stark vom rechten Weg ab, weshalb Paulus den Römerbrief schreiben mußte. Einige in Rom lehrten die „billige Gnade“, andere wollten zurück zum jüdischen „Halten“ des Gesetzes. Auch die Galater wollten zurück zur Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken, weshalb Paulus den Galaterbrief schreiben mußte, um sie zurechtzuweisen.

Es muß also genügen, wenn eine Taufe wirklich eine Taufe ist.

Das ist natürlich eine Binsenweisheit.

Was ich meine, ist, eine Taufe muß mit zumindest mit der richtigen Intention durch-geführt werden, um eine Taufe zu sein.

Beweis:

Christus, Gottes Sohn, sprach:

Mt 28,19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes …

Zwei Dinge sind hier offensichtlich wichtig: Man tauft auf den Namen Gottes und der Gott, auf den getauft wird, ist eben der dreieinige, der christliche Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Christus verlangt also im Taufbefehl, daß der Täufling tatsächlich dem dreieinigen Gott überantwortet wird, der am Täufling die Neue Geburt aus Wasser und Geist wirkt.

Der Taufbefehl lautet nicht: Taucht jemand ins Wasser, holt ihn wieder herauf und sprecht dabei die trinitarische Taufformel; wenn ihr die trinitarische Taufformel sprecht, ist schon alles gut und es ist eine rechtmäßige Taufe.

Wenn heute ein Pfarrer bei der Taufe sagt: „Ich taufe dich im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes …“, dann sollte damit nicht gemeint sein, daß er stellvertretend für Gott tauft, wie ein deutscher Richter im Namen des deutschen Volkes Urteile spricht, sondern es sollte damit gemeint sein, daß diese jetzt stattfindende Taufe eine Taufe nach dem Taufbefehl der Herrn, Jesus, sein soll.

Daraus folgt: Solange eine Kirche also noch das richtige Gottesbild (die Kirche muß zumindest das trinitarische Gottesbild haben, also an einen Gott in drei Personen glauben, aber nicht an einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen bzw. Gestalten) hat und mit dem Handeln Gottes am Täufling in der Taufe rechnet (Neue Geburt aus Wasser und Geist durch Gott selbst), ist ihre Taufe gültig, auch wenn sie, wie z. B. die katholische Kirche, ansonsten viele Irrlehren hat bzw. sogar antichristlich ist.

Endergebnis:

Die Taufe der römisch-katholischen Kirche ist gültig.

(Dies sage ich unter dem Vorbehalt, daß die Lehre der kath. Kirche über die Taufe, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche von 1992 dargelegt wird, noch gültig ist und nicht mittlerweile durch irgendwelche päpstlichen Dekrete, von denen ich allerdings nichts weiß, verändert wurde)

Ergänzung

Es kommt immer wieder vor, daß jemand das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus erst außerhalb der kath. Kirche hört. Dies ist natürlich mehr als bedauerlich, aber leider Tatsache.

Evangelium:

„Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb; er lebt, um uns heilig zu machen.“

oder

„Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.“

Falls Sie, lieber Leser, in der katholischen Kirche getauft wurden, dann gilt für Sie Folgendes:

Kehren Sie um von Ihren Sünden und glauben Sie, daß Jesus am Kreuz Ihre Sünden getragen hat, am Kreuz für Sie starb. Nehmen Sie das als Beweis der Liebe Gottes zu Ihnen und kehren Sie dadurch zurück in die vertrauensvolle Gemeinschaft des Herrn, des ewigen Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat. Verstehen Sie? Gott hat seinen eigenen Sohn für Sie geopfert, um Ihnen vergeben und um Sie von Sünden freimachen zu können. Können Sie ihm immer noch nicht vertrauen? Wie soll er uns seine Liebe noch beweisen? Er gab sich selbst für uns in seinem Sohn Jesus Christus; er gab das Wertvollste, was er hatte. Denken Sie darüber mal einige Tage nach.

Was ist der Sinn der Taufe?

Wir sind alle geschwächt durch unser „Fleisch“, das heißt die degenerierte, menschliche Natur, die wir vom gefallenen Adam biologisch geerbt haben. Wir können aus uns selbst heraus nicht so glauben, wie man eigentlich glauben soll. Die Taufe macht, daß wir wirklich glauben können bis zu dem Punkt, daß wir wirklich unsere Sündhaftigkeit überwinden durch die befreiende Kraft von Jesu Tod und Auferstehung. Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus; Jesu Tod und Auferstehung wird vergegenwärtigt, was ein ausgesprochenes Wunder ist. Jesus starb vor 2000 Jahren weit weg von uns in Israel. Diese Barrieren von Raum und Zeit durchbricht die Taufe. Durch die Taufe kommt Ihnen Jesus unvorstellbar nahe – glauben Sie das! Nach der Taufe sind wir mit Jesus gestorben und mit Jesus auferstanden; unser Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Christ-Sein bedeutet nun, die Verheißungen der Taufe täglich gegen den sündigen Leib durchzusetzen. Nicht unser sündiger Leib regiere sondern Christus in uns, den wir bei der Taufe empfangen haben. Durch Christus können wir Gott und unseren Nächsten wahrhaft lieben. Dieser Glaube ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Wir beten also Gott nicht nur im Geist an sondern auch durch unser Leben (in der Wahrheit).

Lieber katholischer Bruder,

wenn Sie ab heute aus der Kraft Ihrer Taufe leben wollen, dann legen Sie sich dringend folgenden Frage vor:

„Kann ich weiter Glied der katholischen Kirche bleiben, die wegen ihrer schweren Mängel keine christliche Kirche mehr ist?“

Die Gemeinschaft anderer Christen ist für den einzelnen Christen lebenswichtig. Deshalb sollte man sich der wahren Kirche anschließen oder die wahre Kirche neu gründen, falls sie nicht mehr da ist.

Weiter Ergänzung

Auch die katholische Kindertaufe ist natürlich gültig. Falls Sie, lieber Leser, heute umkehren von Ihren Sünden und an Jesus glauben, dann beziehen Sie sich einfach auf Ihre Kindertaufe und leben aus der Kraft Ihrer Kindertaufe als echter Christ im Alltag. Die Taufe steht über Raum und Zeit, ist eine Handlung des ewigen Geistes, des Ewigen, deshalb können Sie sich auch heute noch auf Ihre Kindertaufe beziehen.

Und noch etwas:

Angenommen, die kath. Kirche würde das trinitarische bzw. christliche Gottesbild verwerfen, dann wäre ihre Taufe nicht mehr gültig, denn man würde ja den Täufling bei der Taufe nicht mehr dem christlichen Gott der Bibel überantworten sondern irgendeinem Götzen (alles, was man Gott nennt, aber nicht wirklich der Gott der Bibel ist, sind Götzen bzw. Dämonen; Allah ist z. B. ein Dämon bzw. im Vergleich zum wahren Gott ein Nichts).

Warum ist die Taufe der Evangelikalen ungültig?

Einfach weil es keine wirkliche Taufe ist bzw. nicht eine Taufe nach dem Taufbefehl Christi. Die Evangelikalen glauben nicht, daß ihre Taufe die Neue Geburt aus Wasser und Geist ist und somit ist es keine christliche Taufe. Die Evangelikalen sind völlig aus der christlichen Kirche ausgeschlossen. Sie sind keine Christen und werden verlorengehen. Sie gehören nicht einmal zur Kirche im weiteren Sinne, schon gar nicht zur Kirche im engeren Sinne (siehe oben).

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