War die Jungfrau Maria die Mutter Gottes?

Ja, die Jungfrau Maria war die Mutter Gottes.

Zunächst war Maria die Mutter des Menschen Jesus. Aus dem Neuen Testament geht aber hervor, daß Jesus Mensch und Gott zugleich war. Jesus Christus hatte eine göttliche Natur und eine menschliche Natur. Beide Naturen waren/sind in ihm perfekt vereinigt, aber unvermischt. Trotz zweier Naturen ist Jesus Christus eine einige Person.

Vor ca. 2000 Jahren wurde der ewige Sohn Gottes Mensch in Jesus von Nazareth, Maria’s Sohn. Gott schuf den Leib Jesu bzw. Christus machte sich einen Leib im Leib seiner Mutter Maria aus dem Nichts. Der Leib Jesu war eine Neuschöpfung, eine neue Menschheit ohne Neigung zum Sündigen, ohne Verbindung zur degenerierten Natur des gefallenen Adam. Gott gebrauchte bei der Erschaffung des Leibes Jesu weder Samen von Joseph noch eine Eizelle von Maria.

Warnung vor einem Missverständnis:

Die Jungfrau Maria war tatsächlich die Mutter Gottes, die Mutter von Jesus. Zu seinen Lebzeiten auf Erden beschränkte sich der Sohn Gottes freiwillig darauf, ein ganz normaler Mensch zu sein. Natürlich gaben Maria und Joseph als die Eltern von Jesus ihm auch Anweisungen, waren über ihn gesetzt bzw. er war ihnen untertan. Vielleicht sagte Maria manchmal zu Jesus: „Hole bitte Wasser aus dem Brunnen“ oder „Hole bitte Holz zum Feuer machen“ oder „Räume bitte dein Zimmer auf“, etc.

Die „Herrschaft“ in Form der Elternschaft von Maria und Joseph über Jesus endete aber natürlich, als Jesus erwachsen wurde. Auch ist wichtig, festzustellen, daß der Sohn Gottes ja nur deshalb jemals unter der Herrschaft von Menschen war, weil er sich dem freiwillig unterzog.

Selbstverständlich war Maria eine überaus fromme Frau.

Nichts gibt uns aber eine Berechtigung, zu glauben, daß Maria im Himmel immer noch irgendeine Herrschaft über Jesus ausüben würde – das wäre völlig abwegig und steht nirgends in der Bibel. Im Gegenteil, am Jüngsten Tag wird Maria auch vor dem Richterstuhl Christi erscheinen müssen, auf dem ihr Sohn Jesus sitzt. Momentan ist es sogar so nach dem Befund der Bibel, daß Maria „schläft“. Maria starb in Jesus, das heißt sie entschlief. Da Jesus die Auferstehung und das Leben ist, sterben Christen nicht wirklich, nicht so wie Ungläubige, sondern ihre Seelen ruhen in Christus bis zum Jüngsten Tag. Jesus füllt den Mangel des gestorbenen Leibes aus, sodaß ein Christ den Tod nie so bis in die Tiefe schmecken muß wie ein ungläubiger Mensch. Dem Christen bleibt nicht der leibliche Tod, aber die grausame Bitterkeit des Todes erspart. Natürlich ermangelt Maria momentan eines Leibes, der ist ja gestorben bei ihrem „Tod“. Bei der ersten Auferstehung wird sie einen neuen, himmlischen Leib bekommen.

Ergänzung

Auf der einen Seite wollen wir Maria, die sich im Himmel befindet, keinesfalls über Jesus stellen, der auf dem Thron Gottes sitzt. Auf der anderen Seite gebührt ihr Ehre und Anerkennung dafür, daß sie die Mutter Gottes, die Mutter Jesu sein durfte. Daß Gott gerade sie auswählte, ist natürlich eine außerordentliche Auszeichnung für sie und dadurch ist sie hoch erhoben.

Lukas 1, 39-45 39 Maria (Maria war mit Jesus schwanger; R. B.) aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda 40 und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth (Elisabeth war mit Johannes dem Täufer schwanger; R. B.). 41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt 42 und rief laut und sprach: Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes! 43 Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. 45 Und selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.

Übrigens, indem Elisabeth zu Maria, die mit Jesus schwanger war, sagt: „Die Mutter meines Herrn“, nennt sie Maria praktisch die Mutter Gottes, denn es ist egal, ob man ihn Herr oder Gott nennt.

Lukas 11, 27-28 27 Und es begab sich, als er (Jesus; R. B.) so redete, da erhob eine Frau im Volk ihre Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast. 28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

Entscheidend an der Person Marias war, daß sie selber fromm war, das heißt an den Gott Israels und seinen Heiland  glaubte. Die Ehre der Mutterschaft wurde ihr nicht zuteil aufgrund einer außergewöhnlichen natürlichen Veranlagung, sondern weil sie einfach glaubte. Im Reich Gottes geht alles nach dem Glauben. Jede Frau also, auch mit katastrophalen natürlichen Anlagen, die heute anfängt, an Jesus zu glauben, ist durch ihren Glauben erhöht, auch ohne eine sehr außergewöhnliche Schwangerschaft – der Glaube machts.

Weitere Ergänzung

Liebe Leserin, falls Sie aus asozialen Verhältnissen kommen, können Sie trotzdem durch den Glauben an Jesus zu einer gepriesenen, zu einer „Mutter Gottes“ werden. Das ist gerade der Clou am christlichen Glauben, daß es nicht auf die natürliche Befindlichkeit des Menschen, seine natürliche Abstammung, die soziale Schicht, aus der er kommt, etc. ankommt sondern allein darauf, umzukehren von seinen Sünden, das Evangelium von Jesus zu glauben und sich sakramental taufen zu lassen bzw. sich auf seine Kindertaufe zu beziehen, falls man als Kind schon getauft wurde (keine Wiedertaufe). Angenommen, Sie wären eine Tochter von Papst Franziskus (???)  oder des katholischen Priesters in der Ortschaft, wo Sie leben, selbst dann können Sie zu Jesus kommen, der eine „Königin der Ehren“ aus Ihnen machen würde. Auch wenn Sie die Tochter eines Müllmanns sind oder eines Gebäudereinigers oder eines Langzeitarbeitslosen oder eines fanatischen Muslims oder eines evangelikalen Predigers, etc., das spielt alles keine Rolle. Sie müssen nur umkehren von Ihren Sünden und an Jesus glauben, dann werden Sie erhöht. Auch wenn Sie z. B. Prostituierte sind oder Stripteasetänzerin, etc., kann Ihnen Jesus dennoch helfen. Auch wenn Sie schon einmal abgetrieben haben oder Ehebruch begangen haben oder in Hurerei gelebt haben, das ist alles kein Hindernis.

Sie glauben mir nicht?

Dann würden Sie allerdings auch Christus nicht glauben, der gesagt hat:

Mt 12,50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Mk 3,35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Eben indem Sie sich jetzt bekehren von Ihren Sünden, tun Sie den Willen Gottes.

Siehe auch:

Papst Johannes Paul II. soll enge Verbindung zu Frau gehabt haben

Die Geheimnisse von Papst Johannes Paul II. (Video auf Arte)

Die Geheimnisse von Papst Johannes Paul II. (Text von pro, Christliches Medienmagazin)

Die Geheimnisse von Papst Johannes Paul II. auf YouTube:

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