Auslegung Lukasevangelium, Kap. 5, Verse 1-11; Berufung von Simon Petrus, Johannes und Jakobus

1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

 

Auslegung

Jesus war gerade von einer Predigtreise aus Judäa zurückgekommen, wo es sicherlich häufig zu sehr heftigen Streitgesprächen mit den Juden gekommen war.

Joh 7,1 Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten.

Jesu fester Wohnsitz war Kapernaum.

Mt 4,13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali,

Dir Heilung der Schwiegermutter des Simon Petrus, des Besessenen und vieler anderer hatte man anscheinend noch nicht vergessen und so war gleich wieder eine große Menschenmenge um Jesus herum. „Sie wollten das Wort Gottes hören“, das  heißt sie kamen nicht nur, um ggf. von Krankheiten geheilt zu werden unabhängig von einer Besserung ihres seelischen Zustandes, sondern sahen in Jesus inzwischen zumindest so etwas wie einen Propheten, durch den der Gott Israels sprach, den Gott gesandt hatte. Jesus kam also an beim allgemeinen Volk in Israel; und diejenigen, die ihn so stur ablehnten, begingen eine sehr schwere Sünde des Geistes. Sie hatten es vor Augen, wie Gott öffentlich wirkte, Jesus war kein lächerlicher Winkelprediger, und dennoch verwarfen sie Jesus, den großen Propheten Gottes – äußerst töricht.

Da am Land das Gedränge zu groß war, beschloss Jesus, ein Stück auf den See Genezareth hinauszufahren und von dort aus zu predigen. Petrus, Johannes und Jakobus wuschen gerade ihre Netze am Ufer, denn sie waren Fischer. Das kam Jesus gerade recht und wir sehen, wie sein Vater für ihn sorgt.

Wieder tut sich Petrus hervor durch eine sehr ehrenwerte Tat. Er stellt Jesus sein Fischerboot als Predigtkanzel zur Verfügung. Nun, am Sabbat wäre das nichts Besonderes gewesen, aber werktags (es war Werktag, denn sie wuschen ihre Netze) schon. Wer läßt sich schon gern mitten in der Arbeit unterbrechen. Arbeit hat es so an sich, daß sie erledigt werden muß. Wenn man mitten am Tag für zwei Stunden unterbrochen wird, dann muß man die liegen gebliebene Arbeit abends nachholen, andernfalls bleibt die Arbeit unerledigt. Insofern war es sehr freundlich von Petrus, daß er Jesus sein Boot zur Verfügung stellte. Für Petrus gab es offensichtlich wichtigere Dinge, als nur zu arbeiten. Petrus unterstützte Jesus in aller Öffentlichkeit und er mußte wiederum und viel mehr mit einer Ächtung seitens der Juden rechnen. Vielleicht konnten sie es gerade noch ertragen, daß er Jesus zu sich nach Hause eingeladen hatte, das war ja mehr oder weniger seine Privatsache, aber daß er jetzt Jesus darin unterstützte, einen öffentlichen Auflauf zu machen und öffentlich zu lehren, hat sie sicher sehr geärgert. Dessen war sich Petrus sicherlich bewußt und deswegen war sein Handeln sehr kühn und tapfer. Petrus ließ sich seinen Glauben etwas kosten. Petrus riskierte es, für seinen Glauben an Jesus aus der jüdischen Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

Jesus belohnte die Glaubenstat des Petrus mit einem großen Fischfang.

Hier wird wieder das Prinzip deutlich, daß Gott demjenigen sein Alltagsleben erleichtert, der sich für sein Reich einsetzt. Die herrliche Sorglosigkeit der Kinder Gottes:

Matthäus 6, 25-34 25 Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? 27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Dieser Abschnitt aus dem Matthäusevangelium ist nicht so gemeint, daß ein Christ überhaupt nichts zu arbeiten braucht sondern so: Wenn ein Christ Zeit und Kraft in das Reich Gottes investiert, so wie es Petrus eben tat, dann wird Gott sein alltägliches Leben einschließlich des Arbeitslebens erleichtern. Gott sorgt allerdings nur für diejenigen, die ihm angehören und das sind alle Menschen, die von neuem geboren sind aus Wasser und Geist. Die neue Geburt aus Wasser und Geist ist die sakramentale Taufe. Nochmals, der Abschnitt aus dem Matthäusevangelium ist keine Rechtfertigung für asoziale Faulenzerei und Parasitentum, sondern die herrliche (Sorgen-)Freiheit der Kinder Gottes wird nur jenen zuteil, die sich auch für die Belange der christlichen Kirche (man muß sich natürlich für die echte Kirche einsetzen und nicht für irgendeine Pseudokirche) einsetzen. Dies kann geschehen durch Spenden, Beteiligung an Missionseinsätzen, Diakonie (Hilfe für Arme, Alte, Kranke, Behinderte, Immigranten, Drogensüchtige, Straffällig-gewordene, Langzeitarbeitslose, Penner, Waisen, Geschiedene, etc.), Apologetik (Verteidigung des christlichen Glaubens), Unterstützung verfolgter Christen, etc.

Übrigens ist es interessant, daß selbst der große Apostel Paulus mit seinen eigenen Händen gearbeitet hat. (Paulus war ordinierter Geistlicher, sprich Apostel, deswegen hätte er auch von seinem Apostelamt leben dürfen, das war eigentlich sein gutes Recht; aber er war doch flexibel und bereit, freiwillig auf sein Recht zu verzichten, wenn die gegenwärtige Not es erforderte):

Apg 18,3 Und weil er (Paulus; R. B.) das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete mit ihnen (Priska und Aquila; R. B.) ; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher.

Apg 20,35 Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

Apg 20,34 Denn ihr wisst selber, dass mir diese Hände zum Unterhalt gedient haben für mich und die, die mit mir gewesen sind.

1Kor 4,12 und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir’s;

1Thess 2,9 Ihr erinnert euch doch, liebe Brüder, an unsre Arbeit und unsre Mühe; Tag und Nacht arbeiteten wir, um niemand unter euch zur Last zu fallen, und predigten unter euch das Evangelium Gottes.

2Thess 3,8 haben auch nicht umsonst Brot von jemandem genommen, sondern mit Mühe und Plage haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen.

Gerade am Beispiel von Bruder Paulus sehen wir, was mit dem Abschnitt aus dem Matthäusevangelium (siehe oben) wirklich gemeint ist. Paulus arbeitete mit seinen eigenen Händen, aber der liebe Gott gab ihm das überaus, über die Maßen große Glück bei gläubigen Menschen arbeiten zu dürfen, einen gläubigen Arbeitgeber zu haben. Arbeiten bei einem frommen Arbeitgeber ist das Paradies pur, der Traum jedes Christen. Nicht weil in einer christlichen Firma nicht wirklich gearbeitet wird, sondern auf einer christlichen Firma liegt der Friede Gottes. Es läuft alles größtenteils reibungslos, denn der Segen des Herrn ist da. Ich gehe immer zum Einkaufen in einen Supermarkt, der von einer ganz gottlosen Frau geleitet wird. An sich ist Einkaufen etwas sehr entspanntes, nicht mit wirklicher, harter Berufsarbeit vergleichbar, aber das Einkaufen bei jenem Supermarkt ist dennoch sehr unangenehm, schlimmer als Arbeiten. Es fehlt dort der Friede des Herrn bzw. der Geist Satans macht alles sehr schwer und mühselig.

Apostelgeschichte 18, 1-4 1 Danach verließ Paulus Athen und kam nach Korinth 2 und fand einen Juden mit Namen Aquila, aus Pontus gebürtig; der war mit seiner Frau Priszilla (Priska und Priszilla ist der gleiche Name) kürzlich aus Italien gekommen, weil Kaiser Klaudius allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen. Zu denen ging Paulus. 3 Und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete mit ihnen; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher. 4 Und er lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten und überzeugte Juden und Griechen.

Röm 16,3 Grüßt die Priska und den Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, (Priska und Aquila waren also gläubig)

Ergänzung

Warum war es legitim, daß nun Petrus, Johannes und Jakobus alles stehen und liegen ließen, sprich ihren Beruf als Fischer ganz und gar aufgaben?

Dies, weil Jesus eine wichtigere Arbeit für sie hatte, die den ganzen Mann erforderte:

„Menschenfischen“

Jesus ordinierte praktisch Petrus, Johannes und Jakobus. Durch Jesus wechselten die Drei den Beruf; aus Fischern wurden Apostel Jesu Christi.

Wie würde so etwas heute ablaufen?

Nun, vielleicht hat jemand viele Jahre zum Beispiel als Konditor gearbeitet und nun entschließt er sich Geistlicher zu werden, einfach weil er die extreme geistliche Not des deutschen Volkes sieht. Er will sich nicht aus dem normalen Arbeitsleben davonstehlen, sondern sozusagen eine wesentlich wichtigere Arbeit tun (die Behebung der geistlichen Not der Deutschen). Jener kann sich einer theologischen Ausbildung unterziehen und dann von seiner Kirche (leider ist die christliche Kirche in Deutschland untergegangen und muß neu gegründet werden; das wäre ein weiteres Thema) ordinieren lassen. Die Ordination ist ganz, ganz wichtig in diesem Zusammenhang. Nach der Ordination hat der Betroffene wirklich vor Gott und Menschen einen neuen Beruf, von dem er auch leben darf: Geistlicher. Keiner darf sich selbst ordinieren – das wäre gotteslästerliche Anmaßung. Petrus, Johannes und Jakobus haben nicht einfach so aus einer Schwärmerei heraus alles hingeschmissen, was unverantwortlich gewesen wäre, sondern Christus, Gottes Sohn, hatte eine viel wichtigere Arbeit für sie. Indem ER sie in den geistlichen Dienst rief, gab er ihnen die Erlaubnis, ihren weltlichen Beruf aufzugeben. Das Ganze war keine alltägliche Sache sondern etwas ganz Außergewöhnliches. Jeder sakramental getaufte Christ ist zwar ein König und Priester Gottes allein durch die Taufe, aber er kann nun nicht einfach so sprechen: „Ab heute bin ich der Oberkönig und Hohepriester aller Christen oder einer Gruppe von Christen.“ Nein, nein, die anderen sind ja auch Könige und Priester, haben zunächst das gleiche Recht wie er. Es muß also eine offizielle Ordination seitens der Gemeinde stattfinden, wenn einer ein geistliches Amt bekleiden will – er kann es sich nicht selbst nehmen, das wäre kriminell.

Allerdings sehen wir an Paulus, daß selbst ein Geistlicher wieder zu seinem weltlichen Beruf zurückkehren kann, falls es die Not fordert. Dafür sollte sich kein Geistlicher zu schade sein.

Daß heute der Klerus der evangelischen Kirche (EKD) und der römisch-katholischen Kirche nur aus Faulenzern, Parasiten und Pennern besteht, ist natürlich eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes. Nicht, daß sie nicht nur nicht bereit wären in der Not auch mal mit ihren kleinen, weichen Arzthändchen zu arbeiten, sondern sie werden sehr reichlich besoldet trotz der Tatsache, daß sie nichts Nützliches tun, sondern Schaden anrichten. Alle ihre Predigten sind so weit weg vom Befund der Bibel, von der Lehre der Alten Kirche, daß damit nur Schaden angerichtet wird. Wie kostbar ist jede einzelne Seele, die durch falsche Predigt verlorengeht.

Die evangelikalen Prediger lehren natürlich genauso unvorstellbaren Dreck, aber wenigstens nehmen sie häufig kein Geld dafür.

Egal ob evangelisch, katholisch oder evangelikal, alle Geistlichen jener Organisationen sollten eigentlich für ihren (Pseudo-)Dienst bestraft werden.

Pfarrer ist wohl einer von den ganz wenigen Berufen, wo man für das Anrichten von Schaden auch noch Geld bekommt, anstatt bestraft zu werden. Ähnliches gilt wohl für IS-Schergen, die auch Lohn für Böses-Tun bekommen; dabei sollte man Hackfleisch aus ihnen machen oder sie pulverisieren – diese muslimischen Blödmänner und Nachfolger des hirnamputierten Arabers Mohammed.

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