Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 19-39; Jesu wahre Verwandte, Stillung des Sturms, Besessener Geraseners

19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm und konnten wegen der Menge nicht zu ihm gelangen. 20 Da wurde ihm gesagt: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. 21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun. 22 Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab. 23 Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr. 24 Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille. 25 Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam. 26 Und sie fuhren weiter in die Gegend der Gerasener, die Galiläa gegenüberliegt. 27 Und als er ans Land trat, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte böse Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabhöhlen. 28 Als er aber Jesus sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und rief laut: Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes des Allerhöchsten? Ich bitte dich: Quäle mich nicht! 29 Denn er hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Denn der hatte ihn lange Zeit geplagt; und er wurde mit Ketten und Fesseln gebunden und gefangen gehalten, doch er zerriss seine Fesseln und wurde von dem bösen Geist in die Wüste getrieben. 30 Und Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele böse Geister in ihn gefahren. 31 Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund zu fahren. 32 Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Säue zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. 33 Da fuhren die bösen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff. 34 Als aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Dörfern. 35 Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen Jesu, bekleidet und vernünftig, und sie erschraken. 36 Und die es gesehen hatten, verkündeten ihnen, wie der Besessene gesund geworden war. 37 Und die ganze Menge aus dem umliegenden Land der Gerasener bat ihn, von ihnen fortzugehen; denn es hatte sie große Furcht ergriffen. Und er stieg ins Boot und kehrte zurück. 38 Aber der Mann, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus schickte ihn fort und sprach: 39 Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott an dir getan hat. Und er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hatte.

Auslegung

Das Gleichnis vom Sämann machte deutlich, daß Christ-Sein Kampf mit sich bringt – „Jesus bringt Kampf“. Der Christ muß bereit sein, Ablehnung seitens der Nicht-Christen („die Welt“) zu ertragen. Falls er dazu nicht bereit ist, kann er kein Christ sein. Auch zeigte das Gleichnis vom Sämann, daß Christ-Sein und Materialismus nicht miteinander verein-bar sind. In dem Gleichnis werden auch solche erwähnt, bei denen der Teufel das Evan-gelium gleich wieder aus dem Herzen wegnimmt, nachdem sie es gehört haben. Jene sind die Anhänger menschengemachter Religionen wie Muslime, Katholiken, Billige-Gnade-Protestanten, Evangelikale, Zeugen Jehovas, Mormonen, Buddhisten, Hindus, etc. Sie bevorzugen menschlichen Scheißdreck (törichte Religion, Irrglaube) gegenüber echter göttlicher Weisheit (das reine Evangelium von Jesus). Auch sie zählen natürlich zur sündigen Welt, sind keine Christen.

„Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.“

Die Mutter von Jesus, Maria, war mit Sicherheit grundsätzlich eine sehr fromme Frau, eine fromme Jüdin.

Jesus will sie aber bei der Begebenheit, die im obigen Abschnitt geschildert wird, nicht zu seiner wahren Verwandtschaft, seinen Jüngern, die Gottes Willen tun, zählen, was uns zunächst sehr befremdlich erscheinen muß. Konnte Jesus wirklich seine eigene, fromme Mutter indirekt als ungläubig bezeichnen? Unglaublich, unfass-bar!!!

Was könnte der Grund dafür gewesen sein?

Inwiefern tat Maria nicht den Willen Gottes?

Mk 3,35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. (das sagte Jesus)

Mit Sicherheit glaubte Maria, Jesus sei der Heiland der betrübten Sünder, auch ihr Heiland. Sie war mit Sicherheit auch nicht materialistisch, was man daran sieht, daß sie und ihr Mann Joseph nur ein kleines Reinigungsopfer bringen konnten bei der Darstellung Jesu im Tempel. Von daher gab es in ihrem Leben kein Hindernis für wahre Jüngerschaft.

Allerdings war sie wahrscheinlich nicht damit einverstanden, daß Jesus eine Bewegung anführte, die von der traditionellen Synagoge getrennt war. Sie hätte wahrscheinlich keine Probleme damit gehabt, wenn Jesus vielleicht auch unter Anwendung messianischer Gewalt die alte Synagoge reformiert hätte, aber daß er eine Bewegung anführte, die von der alten Synagoge unabhängig, abgesondert war, das gefiel ihr sicherlich überhaupt nicht. Was gibt es schlimmeres als einen religiösen Neurer (fast ein Schimpfwort)? Erschien ihr ihr Sohn Jesus vielleicht sogar als Aufrührer, Revolutionär, Unruhestifter?

Mk 3,21 Und als es (wie Jesus sich von der Synagoge unabhängig machte und das Volk ihm nachlief; R. B.) die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.

Einstmals bei der Darstellung Jesu im Tempel hatte Simeon schon vorausgesehen, daß Maria dermaleinst in eine Glaubenskrise hineinschlittern würde.

Lk 2,34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser (Jesus; R. B.) ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird –

Lk 2,35 und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

Auch seine leiblichen Brüder, die prinzipiell sicherlich sehr fromme Juden waren, konnten Jesus nicht verstehen.

Johannes 7, 1-7 Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten. Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden. Da sprachen seine (leiblichen; R. B.) Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.

Warum suchte Jesus nicht mit allem Nachdruck die Anerkennung durch die jüdische Öffentlichkeit? Das waren den leiblichen Brüder Jesu völlig unverständlich und unterband ihren Glauben an ihn.

Maria scheint diese Anfechtung aber bis zur Kreuzigung Jesu oder vielleicht bei seiner Kreuzigung überwunden zu haben, denn Jesus, der am Kreuz hängt, ordnet sie zur Mutter des Apostels Johannes und ihn zu ihrem Sohn. Dies hätte Jesus niemals getan, wenn Maria nicht von ihrem Abfall genesen gewesen wäre. Wahrscheinlich brauchten seine leiblichen Brüder ein bisschen länger als Maria, um zur Einsicht zur gelangen. Wer weiß, ob sie sich bis zu ihrer Bekehrung so um die gläubige (in den Augen ihrer Söhnen nun übergeschnappte) Maria gekümmert hätten, wie Jesus sich das gewünscht hätte, deswegen befiehlt er dem Apostel Johannes seine Mutter an.

Johannes 19, 25-27 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Jedoch bekehrten sich nach einer Weile auch seine leiblichen Brüder und zwar spätestens nach seiner Himmelfahrt, denn nach der Himmelfahrt Jesu waren sie mit seinen Jüngern in Gemeinschaft einschließlich ihrer Mutter.

Apg 1,14 Diese (seine Jünger; R. B.) alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Warum hat Lukas jene eigenartige Begebenheit mit der Familie Jesu überliefert?

Nun, dies soll den Ernst des Gleichnisses vom Sämann unterstreichen. Gott verlangt tatsächlich von einem frommen Christen, die Kirche, die Gemeinschaft der Jünger Jesu, gegenüber der sündigen Welt (zur sündigen Welt gehören auch alle menschen-gemachten Religionen) zu bevorzugen. Hier sind keine Kompromisse erlaubt. Es könnte heute ja zum Beispiel ein Katholik zum Glauben an Jesus kommen und sagen: „Entscheidend ist, daß ich im Herzen glaube – es ist überhaupt nicht nötig, daß ich die römisch-katholische Kirche verlasse und mich der christlichen Kirche anschließe.“ Für jenen könnte es aber am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben. denn der wahre Glaube ist nur der Glaube, der sich auch öffentlich zu Jesus und seinen Jüngern, das heißt zu seiner Kirche, der christlichen Kirche, stellt. Übrigens gilt das auch für Billige-Gnade-Protestanten, etc. Bei Muslimen und Evangelikalen ist der Fall sowieso sonnenklar. Die Moschee bzw. die evangelikale Gemeinde muß derjenige, der wirklich an Jesus, Gottes Sohn, glaubt, sofort verlassen, denn weder Muslime noch Evangelikale haben die eine, heilige, sakramentale Taufe der christlichen Kirche – sie sind ganz draußen. Auch Zeugen Jehovas, Mormonen, Hindus, Buddhisten, Scientology, etc. sind natürlich ganz draußen.

Und zu dem Ganzen gehört auch noch die Fahrt über den See zu dem besessenen Gera-sener.

Warum überliefert Lukas das auch noch?

Nun, für Jesus war ein Besessener, der nackt und allein in einer Grabhöhle wohnte, aber demnächst zum wahren Glauben kommen sollte, mehr wert, als seine ungläubige Mutter und seine ungläubigen Brüder. Ganz demonstrativ begibt sich Jesus zu jenem Menschen außerhalb der jüdischen Gesellschaft, nachdem sonst kein „dummes Arschloch“ fragte. Für Jesus spielt die natürliche Herkunft eines Menschen, das Ansehen der Person keine Rolle – er sieht nur auf den Glauben. Da ist Jesus ganz anderes wie wir Menschen. Vielleicht war der Besessene der in den Augen der normalen Leute unbedeutendste Mensch in ganz Palästina, aber Jesus bringt ihm Wertschätzung entgegen wegen seines Glaubens.

Was sollte dann der Sturm?

Natürlich, wenn der Sohn Gottes der Finsternis und damit dem Teufel Menschen entreißen will, leistet die Finsternis Widerstand. Der Teufel wollte nicht, daß Jesus diesem armen Nackten half, der in totaler Einsamkeit dahinvegetierte wie ein wildes Tier, deshalb kam der Sturm. Interessant ist auch, daß Jesus die Dämonen in die Schweine fahren läßt. Dies war wahrscheinlich eine Strafe für die Gerasener, die so lange nichts unternommen hatten, um jenem armen Menschen zu helfen (sie hätten ja mal eine kleine Reise übern See nach Kapernaum machen können, um Jesus zur Hilfe zu rufen). Rein ökonomisch gesehen hat hier Jesus einen beträchtlichen Schaden angerichtet. Einer juristischen Bestrafung entging Jesus nur, weil es einfach den folgenden Straftatbestand nicht gibt/gab: „Dämonen in eine Herde Schweine fahren lassen, die sich daraufhin in einen See stürzt und ersäuft.“ Hätte Jesus mit einem Stecken die Herde in Tod getrieben, wäre er sicherlich belangt worden. Von einem absoluten Standpunkt her gesehen, war es aber so oder so keine Straftat, egal welcher Mittel sich Jesus bediente, um die Herde zu töten, denn Jesus als Schöpfer des Himmels und der Erde hat das Recht, Teile seiner Schöpfung zu zerstören, wann immer er will. Gott hat ja die Schöpfung an uns Menschen nur verliehen, der Eigentümer ist er selbst. Jederzeit kann er an uns Verliehenes uns wieder entreißen.

Ps 24,1 „Ein Psalm Davids.“ Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

Ergänzung

Warum wird die Sache mit der Heilung des Besessenen so ausführlich geschildert?

Ist das nicht hirnverbrannter Hollywood-Kitsch?

Nun, hinter dieser Geschichte steckt einiges.

Offensichtlich waren die Gerasener Nicht-Juden, sonst hätten sie wohl keine Schweine gehalten. Dies wird auch durch außerbiblische Zeugnisse bestätigt: Gerasa gehörte zur sogenannten Dekapolis, einem Verband von Städten mit griechisch-römischer Kultur. Der Besessene war also zu allem Übel auch noch ein Heide, ein Nicht-Jude, was die Aussage der oben rot hervorgehobenen Passage noch verschärft: Jesus bevorzugt einen besessenen, nackten, einsamen Heiden gegenüber seiner frommen, jüdischen Mutter und seinen frommen, jüdischen Brüdern. Das ist zunächst absolut unfassbar, wenn man weiß, wie scharf Heiden und Juden in der Antike getrennt waren; aber Jesus wollte kein Diener der frommen, jüdischen Spießbürgergesellschaft sein, sondern er war gesandt zu den Verlorenen. Der christliche Glaube als Sahnehäubchen auf einem erfolgreichen Spieß-bürgerleben, das lag Jesus unglaublich fern. Nein, nein, für den wahren Christen ist das Leben in der bürgerlichen Gesellschaft ein notwendiges Übel, nicht das Absolute und sein Glaube an Jesus ist alles für ihn – „er gebraucht diese Welt nur.“

1Kor 7,31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Jesus will sich nicht von der gutbürgerlichen Welt vereinnahmen lassen, niemals.

Den Juden war das Essen von Schweinefleisch verboten und vermutlich hielten sie auch keine Schweine. Es gab da allerdings ein kleines Problem. Die Juden sanken immer wieder auf das sittlich-moralische Niveau der Heiden herab bzw. sogar noch darunter, was nichts anderes heißt, als daß sie sittlich-moralisch gesehen zu unreinen Schweinen wurden wie die Heiden. Hätte Gott den Juden nicht strenge Ritualgesetze wie das Verbot des Essens von Schweinefleisch, die Beschneidung, das Sabbatgebot und andere gegeben, sie hätten sich im Laufe der Zeit mit den Heiden vermischt, denn sittlich-moralisch gesehen waren sie auch heidnisch, egal was sie mit ihren Lippen bekannten.

Und das Problem des Besessenen war nicht unbedingt, daß er seiner biologischen Abstam-mung nach eine Heide war, sondern daß er sittlich-moralisch verkommen war wie viele andere Heiden. Die Anbetung von Zeus (Jupiter), Hermes (Merkur), Artemis, etc. war damals im griechisch-römischen Raum die öffentlich-rechtliche Religion, die etablierte Religion. Wir heute jedoch würden das mit Recht Teufelsanbetung nennen, denn der griechische Götterolymp ist nichts weiter als eine Horde ekelhafter Dämonen. Und unser Besessener hatte es einfach zu weit getrieben mit der Anbetung jener „Götter“ (es war ja offiziell erlaubt) und die Dämonen gewannen Macht über ihn, ergriffen Besitz von ihm (übrigens ist jeder Mensch, der nicht Buße getan hat, an Jesus glaubt und sakramental getauft ist, denn Dämonen schutzlos ausgeliefert, das gilt auch heute noch; im Grunde ist jeder  ungläubige Mensch besessen – nur gibt es große graduelle Unterschiede zwischen den einzelnen).

Also, entscheidend war nicht die biologische Abstammung des Besessenen, das machte ihn nicht verwerflich (ausgenommen die sündige Natur, die allerdings auch die Juden vom gefallenen Adam geerbt haben), sondern seine sittlich-moralische Verkommenheit bis hin zur Besessenheit. Indem nun Jesus die bösen Geister austreibt und in die Schweine fahren läßt, malt er ein sichtbares Bild dieser unsichtbaren Wesen. Sie sind einfach Diener des Todes, der Verwesung, des Verderbens, was deutlich wird daran, daß die Schweine „Selbstmord“ begehen – die Dämonen reißen sie in den Tod. Und letztendlich wird jeder Mensch, der nie von Jesus vom Einfluss böser Geister befreit wurde, so enden wie diese Schweine. Die ganze Geschichte erinnert nämlich auch an die Sintflut, wo Gott einst die alte Welt untergehen ließ, die auch sittlich-moralisch völlig verkommen war. Das kommende Gericht wird allerdings nicht eine Wasser-Flut sein sondern ein Feuer, das die Widersacher verzehrt.

2Petr 2,5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte allein Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben andern, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte;

2Petr 3,7 So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.

Hebr 10,27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

Wenn Sie, lieber Leser, also Jude sind, ein Nachkomme Jakobs bzw. Abrahams, dann seien Sie nicht allzu stolz auf Ihre biologische Abstammung, denn die ist nicht das entscheidende. Danken Sie Gott, daß er Sie und Ihr Volk bis hierher als eigenständige Ethnie bewahrt hat, aber das ist noch lange nicht alles. Werden Sie ein wirklicher Jude, ein Nicht-Heide, ein Nicht-Schwein, indem Sie ihr Herz beschneiden lassen durch Jesus Christus. Ihr Herz wird beschnitten, wenn Sie Buße tun, an Jesus glauben und sich sakramental taufen lassen. In der Kraft dieser Taufe werden Sie Ihr altes, schweinisches Wesen überwinden können und fähig, Gott und Ihren Nächsten zu lieben. Wir alle haben die sündige Natur des gefallenen Adam geerbt, „unser innerer Schweinehund“. Durch Buße, Glauben und Taufe wird Jesus in uns lebendig, der unseren alten Adam, unser altes Schwein, immer mehr zurückdrängt, wenn wir ihn täglich dazu einladen.

1Mo 12,2 Und ich will dich (Abraham; R. B.) zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

Römer 2, 28-29 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Röm 4,11 Das Zeichen der Beschneidung aber empfing er (Abraham; R. B.) als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er noch nicht beschnitten war. So sollte er ein Vater werden aller, die glauben, ohne beschnitten zu sein, damit auch ihnen der Glaube gerechnet werde zur Gerechtigkeit;

Röm 15,8 Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind;

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