Nationalismus aus christlicher Sicht – Plädoyer für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat

Hin und wieder hat man den Eindruck, der christlichen Kirche würde vorgeworfen, sie wolle eine Theokratie aufrichten. Es scheint so, der Kirche würde unterstellt, sie wolle einen Staat, der allein die christliche Religion duldet und sonst nichts. Bezüglich der römisch-katholischen Kirche hätte man mit dieser Unterstellung sogar recht; allerdings gehört die römische Kirche schon lange nicht mehr zur christlichen Kirche. Im siebten Jahrhundert nach Christus führte die italienische Kirche das Papsttum ein. In der römisch-katholischen Kirche regiert also nicht Christus bzw. der Heilige Geist sondern ein kleiner, menschlicher Zwerg, genannt Papst. In der römischen Kirche geschieht nicht der Wille Gottes sondern der Wille eines einzigen Menschen, den man Papst nennt. Somit ist die römische Kirche keine christliche Kirche unter der Herrschaft Jesu Christi sondern eine Papstkirche. Und tatsächlich war der Papst nicht nur jahrhundertelang Bischof aller Bischöfe innerhalb seines Machtbereiches, sondern erhob sich sogar über Kaiser und Könige. Wenn der Papst nicht im Laufe einer geschichtlichen Entwicklung durch die säkularen Mächte seiner hohen Stellung beraubt worden wäre, würde er noch heute weltliche Macht ausüben. Was die römische Kirche angeht, müßte man tatsächlich mit dem Streben nach einer Theokratie rechnen.

Weder das Papsttum (Herrschaft über alle Bischöfe) noch die weltliche Herrschaft des Papstes (Herrschaft über Kaiser und Könige) kann man mit Hilfe des Befundes der Bibel legitimieren. Das Papsttum und die weltliche Herrschaft des Papstes sind ein Fündlein (Erfindung) von Menschen und haben keine göttliche Legitimation. Aus echt christlicher Sicht muß die Theokratie verworfen werden; sie entspricht nicht dem Willen Gottes.

Allgemein bekannt ist ja, daß aus christlicher Sicht der Mensch seine Erfüllung nur darin findet, Christ zu sein bzw. zu werden. Durch denn Fall Adams ist der Mensch sittlich-moralisch so degeneriert, daß er der Erlösung bedarf, die in Jesus Christus ist, um ein aus Gottes Sicht sittlich-moralisch annehmbares Leben führen zu können. Der natürliche, unerlöste Mensch ist ein Sklave der Sünde – selbst wenn er will, kann er seine Sünde nicht aus eigener Kraft überwinden.

Röm 5,12 Deshalb, wie durch „einen“ Menschen (Adam; R. B.) die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Tit 2,14 der (Jesus; R. B.) sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

Der Vernunftschluss schiene zunächst sehr verlockend, zu sagen: „Dann wäre es doch sicherlich gerechtfertigt bzw. sogar geboten einen mindestens sanften Druck auf alle Bürger eines Landes auszuüben, sich zu bekehren und an Jesus zu glauben.“

Dieser Vernunftschluss stimmt sogar mit dem Befund der Bibel überein, wenn man darunter nur versteht, daß die Kirche die „Ungläubigen“ missionieren sollte durch die Predigt des Evangeliums von Jesus.

Allerdings liegt ein Missverständnis bzw. Vernunftschluss im negativen Sinne vor (nicht mit dem Befund der Bibel übereinstimmend), wenn man meint, ein Staat oder sogar christlicher Staat sollte seine Bürger zwingen, der christlichen Religion anzuhangen. „Ist es nicht vernünftig, dem Menschen mit ein bisschen Druck zu seinem Glück zu verhelfen?“, spricht der Verstand. Aber in Sachen der Metaphysik, wozu auch der christliche Glaube gehört, ist unser Verstand oft überfordert. Manchmal ist, was ihm vernünftig erscheint, doch nicht wirklich vernünftig (aus Gottes Sicht).

Wenn man die Bibel genauer kennt, weiß man, daß Gott geduldig ist mit dem Sünder. Gott ist langmütig. Gott läßt den Sünder noch eine Weile (Jahre, Jahrzehnte) leben, auch wenn er sich nach einer Missionsveranstaltung (siehe Anmerkung, unten) nicht gleich bekehrt. Allerding würde er es prinzipiell gerne sehen, wenn sich tatsächlich alle bekehren; der natürliche Mensch gilt im nichts.

1Tim 2,4 welcher (Gott; R. B.) will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Neh 9,30 Und du hattest viele Jahre Geduld mit ihnen und warntest sie (das alte Volk Israel; R. B.) durch deinen Geist in deinen Propheten, aber sie nahmen’s nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Völker in den Ländern.

Ps 103,8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

Röm 2,4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

2Petr 3,9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung (seiner Wiederkunft; R. B.), wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

Die ideale Gesellschaft wäre natürlich eine Gesellschaft, die nur aus Christen besteht. Diese Gesellschaft wäre eine wirkliche, denn die einzelnen Menschen hätten wirklich Gemeinschaft miteinander und mit Gott durch den heiligen Geist. Die Menschen dieser Welt  unternehmen alle möglichen Anstrengungen und machen alle möglichen Klimmzüge, um Gemeinschaft zu finden und zu haben, begreifen aber nicht, daß Gemeinschaft eine Person ist, Gott selbst. Nur in Gott können wir wirkliche Gemeinschaft haben. Gemeinschaft ist nicht eine Sache oder ein Ding sondern eine lebendige Person der Gottheit, etwas sakrales: Christus oder der Heilige Geist. In der Kirche ist Christus durch den Heiligen Geist gegenwärtig. Die einzig wahre Gemeinschaft ist sakrale Gemeinschaft.

2Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Nun gut, da aber die Kirche aus bekehrten Sündern besteht, muß es ja einen Ort geben, wo die Sünder bis zu ihrer Bekehrung existieren können (Existieren ist natürlich kein Leben im Sinne Gottes). Dieses Notstandsystem ist eben der Staat, die Nation oder das Land. Sünde ist kein theoretischer Begriff. Sünde ist real etwas sehr schädliches und unangenehmes. Diese bemerken wir zum Beispiel, wenn unser Fahrrad gestohlen wird. Gäbe es keine staatliche Obrigkeit, würden sich die Sünder gegenseitig beißen und fressen. Da die Sünder der friedlichen Gemeinschaft der Kirche ermangeln, hat Gott ihnen eine Zwangsgemeinschaft bzw. Notgemeinschaft verordnet, weil auch der Sünder ohne seine Mitmenschen nicht leben kann. Der Staat hilft den Sündern, daß sie trotz ihrer Sünde einigermaßen zusammen leben können. Würde nicht der Staat die Sünde der Einzelnen bändigen (dämpfen), wäre keinerlei Gemeinschaft möglich – ohne Staat würde ein amorpher Haufen von Sündern innerhalb kürzester Zeit zu Grunde gehen, implodieren, sich selbst vernichten.

Kurz gesagt: Aus christlicher Sicht ist der Staat bzw. die Nation nur ein Notstandsystem, allerdings von Gott gewollt und verordnet. Mit die gefährlichsten Politiker sind jene, die schon auf Erden das Reich Gottes aufrichten wollen (Utopisten). Die Gefahr liegt in der Anmaßung jener Politiker, denn der einzige, der das Reich Gottes wirklich aufrichten kann, ist Jesus Christus, Gottes Sohn, selbst. Er wird das tun, bei seiner sichtbaren Wiederkunft in der Gestalt Gottes. Wenn Menschen das Reich Gottes auf Erden aufrichten wollen, führt das immer in die totale Katastrophe und den Ruin.

Zwischenergebnis:

Aus christlicher Sicht ist der erstrebenswerte Staat nicht jener, der alle seine Bürger zwingt, christlich zu sein sondern jener, der Christen und Nicht-Christen ein Leben in Würde und Freiheit ermöglicht, denn damit materialisiert die Langmut und Geduld Gottes den Sündern gegenüber. Die Aufgabe des Staates ist es nicht, die Sünder zu missionieren, zwangszubekehren, sondern es ihnen zu ermöglichen, trotz ihrer Sünde, die allerdings wirklich schädlich, zerstörerisch und zersetzend ist, einigermaßen zusammenzuleben (die Sünde ist Gift für jede Form von Gemeinschaft und menschlichen Zusammenlebens; der Staat ist das Gegengift). Dafür hat Gott dem Staat das Schwert zur Bestrafung der Übeltäter in die Hand geben. Der Staat zwingt sozusagen den Sünder, sich einigermaßen zu benehmen, damit ein Mindestmaß an Gemeinschaft mit seinen Mitmenschen möglich ist. Ansonsten würden die Sünder sich und die Gesellschaft durch ihre Sünde zerstören. Und wie sollten sie sich jemals bekehren, wenn sie allzu schnell untergehen?

Es ist also so: Egal ob wir Engländer sind, Franzosen oder Deutsche oder sonstiges, unsere Nationen sind aus Gottes Sicht und aus christlicher Sicht nur Notstandsysteme, die von Gott verordnet sind, bis er diesen Zeitlauf beenden und sein ewiges Reich aufrichten wird. Es gibt also keinen Grund über die Maßen stolz auf die eigene Nation zu sein; auch wenn das ein „ungläubiger“ Leser meiner Website vielleicht nicht ganz versteht. Im Grunde gelten dem Herrn alle Nationen als nichtig und er läßt sie nur existieren, weil immer wieder Menschen verschiedenster Nationalität zum Glauben an Jesus finden, von der Welt in die Kirche wechseln (die „Welt“ sind alle Menschen auf Erden, die nicht an Jesus glauben). Die Welt bzw. die Summe aller Nationalstaaten hat vor Gott keinen Wert an sich selbst. Nur im Hinblick auf die aus den Nationen heraustretende, christliche Kirche haben die Nationen überhaupt ein Existenzrecht.

Jes 40,17 Alle Völker sind vor ihm (Gott; R. B.) wie nichts und gelten ihm als nichtig und eitel.

Joh 6,63 Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch (natürliche Veranlagung; R. B.) ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.

Kann ein Christ dann folgenden Satz äußern?: „Ich bin stolz auf Deutschland.“

Na gut, zunächst, er wird sich vielleicht anders ausdrücken und sagen: „Ich liebe mein Heimatland Deutschland, mein Vaterland.“ Dies, um Missverständnissen vorzubeugen.

Es läge ja ein weiterer Vernunftschluss im negativen Sinne nahe, zu sagen: „Wenn alle Nationen nur Notstandssysteme sind und Gott die Welt (Summe aller Nationen) nur wegen seiner Kirche existieren läßt, dann kann mir Deutschland gestohlen bleiben. Sind ja doch alles nur dämliche Sünder, Ungläubige, Gottlose.“

Paulus bezeugt aber im Römerbrief, daß es so etwas wie ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Angehörigen einer Nation gibt. Für einen Deutschen sollte Deutschland so etwas wie eine große Familie sein, die er liebt – das ist der Wille Gottes. Paulus war von seiner Nationalität her Jude und trotz der Tatsache, daß sie seinem Evangelium von Jesus so ablehnend gegenüberstanden, liebte er sie noch als seine Stammverwandten (Landsmänner, Landsleute). Der christliche Glaube entbindet also einen Menschen nicht von der Liebe seinen Landsleuten gegenüber, im Gegenteil.

Römer 9, 1-5 Ich (Paulus; R. B.) sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe. Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder (die Juden; R. B.), die meine Stammverwandten (Landsmänner; R. B.) sind nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.

Es war traurig, daß Paulus‘ (abstammungsmäßige) Brüder, die Juden, gegenwärtig das Evangelium ablehnten, sie hatten aber dennoch eine ruhmreiche Vergangenheit als altes Volk Gottes und dieser Ruhm war unvergänglich. Gott ließ ja Abraham, Isaak und Jakob überhaupt erst zu einem Volk werden, weil die drei so gottesfürchtig waren (Abraham war von seiner natürlichen Abstammung her Chaldäer bzw. Heide, der die große Ruhmestat vollbrachte, aus dem Götzendienst Chaldäas auszubrechen und den wahren Gott anzubeten, der Himmel und Erde gemacht hat, den Gott Israels; durch den opferbereiten Glauben Abrahams, Isaaks und Jakobs ist Israel als Volk geadelt bis in alle Ewigkeit).

Natürlich erleben wir heute in Deutschland einen gewaltigen und bedauerlichen Abfall vom christlichen Glauben, aber auf der anderen Seite hat Deutschland immer wieder Glaubenshelden (Martin Luther, Dietrich Bonhoeffer) hervorgebracht wie kaum ein anderes Land auf Erden. Dieser Ruhm ist unvergänglich. Ich wäre fast geneigt zu sagen, was Israel bezüglich des alttestamentlichen Glaubens war, ist Deutschland bezüglich des neutestamentlichen Glaubens. Bezüglich des Christentums hat sich Deutschland unvergänglichen Ruhm erworben – es ist mir wie ein zweites Israel. Ich sage das im vollen Bewusstsein unserer Untaten, die wir begingen, als wir durch die Nazis verführt waren. (übrigens ist der spirituelle Nachfolger des alten, frommen Teils Israels, jener alten Juden, die an einen göttlichen Erlöser glaubten,  natürlich nicht Deutschland, denn es besteht ja aus Gläubigen und Ungläubigen, sondern die christliche Kirche; aber was Israel als gesamte Nation angeht, Gläubige und Ungläubige, gibt es Ähnlichkeiten mit Deutsch-land ).

Ich sage also: „Ich liebe meine Heimat Deutschland, mein Vaterland.“

Ich sage weiter: „Es ist ein Jammer, eine Katastrophe, daß so viele Deutsche heute ihr eigenes Heimatland und ihre eigenen Landsleute nicht mögen, fast hassen; möge Gott uns Deutschen wieder ein gesundes Nationalbewusstsein geben, Liebe zu unserem Heimatland, dem Land unserer Väter).

Folgendes ist verwerflich:

Der völkische Nationalstolz der sich auf die Rasse und das Blut bezieht, denn allein aufgrund ihrer natürlichen Abstammung sind auch die Deutschen nichts weiter als „adamitisch“, stammen also von Adam ab, der gefallen ist. Was ihre natürliche Abstammung angeht, haben alle Nationen die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam biologisch geerbt. Sie sind sozusagen alle gleich schlecht, was die natürlichen Gegebenheiten betrifft. Keinesfalls sind die Deutschen Herrenmenschen oder dergleichen.

Seine herausragende Kultur hat Deutschland selbstverständlich dem Christentum zu verdanken, dem Glauben an Jesus. Die deutsche Kultur ist nicht etwa ein Merkmal einer herausragenden Rasse, gründet sich nicht auf natürliche Veranlagung. Sondern stolz kann man allein darauf sein, daß Deutschland immer wieder sehr fromme Menschen hervorgebracht hat, durch die das Land und die Nation gesegnet wurden. Immer wieder bewirkten fromme Menschen eine Verbesserung der deutschen Kultur.

Ergänzung

Heute haben wir allerdings das Problem, daß der Staat bzw. die Nation sich absolut setzt. Man versucht sozusagen den Spieß umzudrehen: Nicht mehr der Staat soll das Notstandsystem sein und die Kirche und das Reich Gottes das herrliche und ewig bleibende, sondern die (echte!) Kirche wird zu einer gerade noch geduldeten Einrichtung (von etwas „Verrückten“) erklärt und der der wohlorganisierte Staat zum Heiligtum.

Selig ist, wer ein guter Staatsbürger ist; christliche Fanatiker werden nur geduldet.

Der Staat legalisiert immer mehr Handlungen, die über Jahrhunderte im Westen nicht nur als Sünde sondern auch als Verfehlungen im juristischen Sinne gesehen wurden: Ehebruch, Abtreibung, Hurerei, Homosexualität, etc. Wenn der Staat Dinge, die aus Gottes Sicht Sünde sind, als harmlos hinstellt, verführt er seine Bürger, jene Dinge tatsächlich als sittlich-moralisch unbedenklich zu sehen. Warum sollen sich Menschen noch bekehren, wenn es praktisch keine Sünde mehr gibt? – es ist heute fast alles erlaubt, was früher eine Untat war.

Die Bekehrung von Sündern war aber der einzige Grund dafür, warum Gott die sündige Welt bisher nicht in einem Nu vernichtet hat. Wenn keine Menschen mehr von der Welt in die Kirche wechseln, vielmehr keine Veranlassung dazu sehen, weil alles Böse legalisiert wurde, dann steht der jüngste Tag vor der Tür, steht der jüngste Tag unmittelbar bevor. Solch eine Menschheit hat vor Gott kein Existenzrecht mehr.

Insofern muß ich auch sagen, daß ich Deutschland nur als das Deutschland liebe, was es von seinen Vorvätern her ist bzw. war. Das moderne Deutschland geht zusammen mit dem Rest der Welt dem Abgrund entgegen.

Früher bestand die Welt aus bußfertigen und unbußfertigen Sündern. Das konnte Gott gerade noch ertragen. Eine Welt aber, die nur noch aus unbußfertigen Sündern besteht, wird Gott bald vernichten.

Weiter Ergänzung

Worum es mir eigentlich geht, ist Folgendes:

Es finde es mehr als bedauerlich, daß es in Deutschland ein ungeschriebenes Gesetz gibt, daß man nicht Sätze aussprechen darf wie „Ich liebe Deutschland“, „Deutschland ist mein Vaterland“, „Deutschland, meine Heimat“, „Ich bin stolz auf Deutschland“, „Deutschland, das Land meiner Väter“, etc.

Kaum spricht man einen Satz in dieser Art aus, wird man als Nationalsozialist identifiziert. Ich halte das für einen unerträglichen Missstand. Zunächst einmal gilt der Grundsatz, das man das Gute unterstellt und nicht das Böse. Wenn jemand einen solchen Satz ausspricht, sollte man ihm unterstellen, er meine damit die christlich geprägte Kultur Deutschlands.

Falls sich jemand in völkischer Weise auf Rasse und Blut beziehen sollte in der Art eines Nationalsozialisten, wird das schnell genug herauskommen. Da müßte man dann natürlich scharfe und schärfste Kritik üben.

Gott segne Deutschland und führe es ganz neu zu der Erkenntnis seines Sohnes Jesus Christus, der der Herr aller Herren und der König aller Könige ist!

Summa summarum:

Keiner hat das Recht, den Deutschen gegenüber ein grundsätzliches Verbot der Aus-sprache eines der o. g. Sätze oder dergleichen auszusprechen – auch Yankees und Angelsachsen nicht. Die Deutschen haben genauso ein Lebensrecht auf Erden, einen Platz auf dieser Welt und in diesem Zeitlauf wie alle anderen Nationen.

Anmerkung

Gott spricht den Menschen an durch zwei Arten von Missionsveranstaltungen:

  • Die Predigt des Evangeliums Gottes von seinem Sohn Jesus Christus
  • Die „Predigt“ von seiner Schöpferkraft durch die Schöpfung (Schöpfungsevangelium)

Tatsächlich könnte eine fiktive Person sich heute darüber beschweren, wie sie sich jemals bekehren solle, da doch das Evangelium überhaupt nicht verkündet werde. In der Tat, das Evangelium von Jesus wird weltweit praktisch nicht mehr gepredigt (da die Evangelikalen nur ein verzerrtes Evangelium verkünden, zählt ihre Verkündigung nicht; die Evangeli-kalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wieder-taufe bzw. Badertaufe).

Auf den ersten Blick wäre mein geneigt zuzustimmen und zu sagen: „In der Tat, wie soll Gott die Menschen unserer Zeit am Jüngsten Tag zur Verantwortung ziehen, wenn er ihnen keine Gelegenheit zur Umkehr durch die Predigt des Evangeliums gab? Es wäre doch ungerecht, wenn Gott jene richten würde, die überhaupt keine Chance hatten, ihre natürlichen, sündigen Neigungen durch die Kraft des Evangeliums, von dem sie nie gehört hatten, zu überwinden.“

Hierbei müssen wir allerdings berücksichtigen, daß Gott zu uns spricht auch durch das Schöpfungsevangelium. Täglich predigt uns die sichtbare Schöpfung, daß es einen guten Gott geben muß, der Himmel und Erde gemacht hat.

Offenbarung 14, 6-7

6 Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. 7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Psalm 19, 1-8

„Ein Psalm Davids, vorzusingen.“ Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn. Sie geht auf an einem Ende des Himmels / und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen. Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

Hiob 36, 22-33

22 Siehe, Gott ist groß in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist? 23 Wer will ihm weisen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: »Du tust Unrecht«? 24 Denk daran, dass du sein Werk preisest, von dem die Menschen singen. 25 Denn alle Menschen schauen danach aus, aber sie sehen’s nur von ferne. 26 Siehe, Gott ist groß und unbegreiflich; die Zahl seiner Jahre kann niemand erforschen. 27 Er zieht empor die Wassertropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen, 28 dass die Wolken überfließen und Regen senden auf die Menge der Menschen. 29 Wer versteht, wie er die Wolken türmt und donnern lässt aus seinem Gezelt? 30 Siehe, er breitet sein Licht um sich und bedeckt alle Tiefen des Meeres. 31 Denn damit regiert er die Völker und gibt Speise die Fülle. 32 Er bedeckt seine Hände mit Blitzen und bietet sie auf gegen den, der ihn angreift. 33 Ihn kündet an sein Donnern, wenn er mit Zorn eifert gegen den Frevel.

Apg 14,17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.

Röm 1,20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.

Selbst heute noch, wo weltweit das Evangelium von Jesus praktisch nicht mehr gepredigt wird, hätte ein Mensch also doch noch die Möglichkeit, sich zu bekehren. Angesprochen durch das Schöpfungsevangelium könnte er beten: „Gott, wie wunderbar hast du alles gemacht, zeig‘ mir doch, was der Sinn des Lebens ist.“ Mit Sicherheit würde Gott dieses Gebet erhören und dem Suchenden eine Begegnung mit wirklichen Christen schenken, die ihm das reine Evangelium predigen würden.

Ich hoffe, daß Suchenden auch durch meine Website geholfen werden kann. Sehr freuen würde ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

Siehe auch Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 14, Verse 6-13

Was ist die christliche Kirche?

Das sind alle Menschen, die aus der Kraft ihrer sakramentalen Taufe einschließlich Kindertaufe ein christliches Leben führen. Die sakramentale Taufe verbindet uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung. Durch die Kraft von Jesu Tod und Auferstehung überwinden wir unsere natürlichen, sündigen Neigungen und lieben Gott und unseren Nächsten.

Die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche (EKD) gehören nicht mehr zur christlichen Kirche, da sie sich von der Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel verabschiedet haben. Der Klerus der beiden Großkirchen sei verflucht! Die beiden genannten Kirchen vollziehen allerdings gültige Taufen, solange und unter der Voraussetzung, daß man das christliche Gottesbild (Trinität) nicht verwirft und die Taufe wirklich eine christliche Taufe ist. Eine christliche Taufe liegt vor, wenn die jeweilige Kirche die Taufe als neue Geburt aus Wasser und Geist sieht bzw. als die Taufe zur Vergebung der Sünden. Entscheidend ist, daß die jeweilige Kirche die Taufe als einen Akt betrachtet, bei dem der Täufling Gott übergeben wird, der ihn neu macht. Die Taufe muß erfolgen auf den Namen des dreieinigen Gottes. Die Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes ist ein Sakrament.

Die Evangelikalen gehören auch nicht zur christlichen Kirche trotz der Tatsache, daß sie einen strikteren Standpunkt einnehmen als die beiden Großkirchen, was sittlich-moralische Fragen angeht. Die Evangelikalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe bzw. Badertaufe. Sie reden viel von Jesus, aber da sie die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe ablehnen, haben sie Jesus nicht in metaphysischer Wirklichkeit sondern nur ein Bild (Imagination) von ihm. Sicherlich leben sie heimlich in den Sünden, wofür sie die „Ungläubigen“ so gerne anklagen – sie ermangeln der Erlösung, die in Jesus Christus ist. Bei den Evangelikalen ist alles nur Einbildung und Träumerei.

Weiter gehören nicht zur christliche Kirche:

  • die Zeugen Jehovas
  • die Sekte „Universelles Leben“
  • die „Christen“Gemeinschaft
  • Hare-Krishna
  • Adventisten
  • Neuapostolische Kirche
  • Scientology
  • Mormonen
  • Hindus
  • Buddhisten
  • Jesiden
  • Ost-„Christen“ (Monophysiten, Nestorianer; sie haben ein falsches Gottesbild)
  • Muslime, natürlich
  • u. v. m.

(alle Glieder von religiösen Gemeinschaften, die nicht zur christlichen Kirche gehören, sind Sünder und werden verlorengehen, falls sie nicht irgendwann in ihrem Leben zum christlichen Glauben auf Grundlage des Befundes der Bibel, dem Glauben der Alten Kirche, konvertieren; trotzdem soll der Staat ihnen gegenüber die Langmut und Geduld Gottes Wirklichkeit werden lassen durch Religionsfreiheit, die Möglichkeit, auch ihre aus der Sicht der christlichen Kirche falsche Religion zu praktizieren; auch der Mensch, der falsch glaubt, muß ja bis zu seiner eventuellen Konversion zum wahren Glauben irgendwie in einem geordneten System existieren können; bloße Existenz ist allerdings kein Leben aus Gott, das muß man immer im Gedächtnis behalten; echtes Leben, viel mehr als bloße Existenz, ist nur möglich durch den Glauben der christlichen Kirche)

 

Sonderfall Islam

Die Muslime berufen sich so gerne auf das verfassungsrechtlich verbriefte Recht der freien Religionsausübung des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates. Könnten allerdings sie die Staatsform bestimmen, würden sie natürlich den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat abschaffen und durch eine Theokratie ersetzen, die dem Islam den absoluten Vorrang gibt. Das wäre weder aus der Sicht des Christen noch aus der Sicht des Nicht-Christen wünschenswert. Dem Christen ist klar, daß der Islam die Anti-Religion schlechthin ist und das alle Muslime die ewige Verdammnis ernten werden. Jesus Christus wird die Muslime am Jüngsten Tag in die Hölle schicken, um es mal ganz klar und deutlich auszudrücken. Außerdem ist dem Christen klar, daß für den Muslim die Langmut und Geduld Gottes den Sündern gegenüber Fremdwörter sind. In einer islamischen Theokratie hätte der Sünder keinen Freiraum, eine gewisse Zeit religiös ungebunden zu leben bis zu dem Tag, wo er Jesus Christus findet oder bis zum Ende seines Lebens. Hinzu käme noch, daß im Islam die Konversion zum Christentum mit dem Tode bestraft wird. Aber auch der Nicht-Christ müßte eine islamische Theokratie ablehnen, da er als der schlechthin suchende ja sicherlich die Auswahl haben möchte zwischen mehreren Religionen. Von einem rationalen Standpunkt aus gesehen, der den Befund der Bibel nicht berücksichtigt, weiß man ja nicht, was die richtige Religion ist. Angenommen, ein Land ist eine Theokratie und eine Religion wird bevorzugt und sie ist gerade nicht die Religion des wahren Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat, dann hat ein Bürger jenes Land fast keine Chance, jemals die wahre Religion zu finden. Also muß es auch im Interesse des Nicht-Christen sein, die Religion frei zu lassen und einen Staat zu haben, der die freie Religionsausübung grundsätzlich gewährleistet.

Also auch der Nicht-Christ bzw. durchschnittliche Staatsbürger sollte sich für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat aussprechen. Gerade der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat wird muslimische Gemeinden streng beaufsichtigen, um die allgemeine Religionsfreiheit zu schützen.  Man kann den Muslimen nicht die ganze Religionsfreiheit lassen, weil sie ja sonst die Religionsfreiheit für alle anderen abschaffen würden. Der Islam ist von Haus aus staatsgefährdend, was den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat angeht.

Übrigens kam Hitler mit seinen Nazis auf demokratischem Wege zur Macht, völlig legal. Die Weimarer Republik war ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat. Man hätte damals Hitler und seine Anhänger besser beaufsichtigen sollen. Sie nutzten die Freiheit des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates, der Weimarer Republik,  um diesen Staat selbst abzuschaffen – pervers.

Der Islam ist wie der Nationalsozialismus eine kriminelle Ideologie, die auf Machtübernahme ausgelegt ist. Nur hat der Islam im Vergleich mit dem Nationalsozialismus einen religiösen Anstrich und ist von daher noch gefährlicher, weil er nicht so schnell als kriminelle Ideologie zu erkennen ist.

Lernen wir also aus der Geschichte und machen nicht den gleichen Fehler noch einmal.

Ich finde, gerade ein freiheitlich-demokratischer Rechtssaat könnte den Islam sogar verbieten, da der Islam das Töten juristisch Unschuldiger legalisiert. Auch vom rationalen Standpunkt aus gesehen, ohne daß man dabei unbedingt Christ sein muß, müßte es eigentlich klar sein, daß eine Religion, die das Töten Unschuldiger nicht nur zulässt, sondern sogar als heilige Handlung (Dschihad) betrachtet, keine akzeptable Religion sein kann oder keine Religion an sich – also keine Praxis, durch die man sich Gott nahen kann. Und wenn der Islam keine Religion ist, dann ist er auch durch die Religionsfreiheit nicht geschützt.

Christentums-Schutz

Ich finde, gerade auch der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat hätte die Pflicht, das Christentum ein Stück weit zu schützen. Nicht, daß man dem Christentum den Vorrang geben sollte vor allen anderen Religionen, das wäre ja wieder die Theokratie, die abzulehnen ist. Es geht vielmehr darum, die großen historischen Leistungen des Christentums zu würdigen. Jene historischen Leistungen sind nun mal historisches Faktum und keiner hat das Recht, sie zu leugnen. Was ich meine, ist, daß es auch aus rational-juristischer Sicht, ohne daß man dabei unbedingt Christ sein muß, verwerflich ist, wenn einer versucht, das Christentum zu verunglimpfen, denn wenn man seriöse Geschichtswissenschaft betreibt, wird klar, daß es am Christentum überhaupt nichts zu verunglimpfen gibt. Die Verunglimpfung des Christentums geht z. B. schon damit los, daß man für viele Verbrechen, die die römisch-katholische Kirche begangen hat, das Christentum verantwortlich macht. Historisches Faktum ist allerdings, daß die römische Kirche schon lange keine christliche Kirche mehr ist (siehe oben)  und somit das Christentum nicht für die Verbrechen der römischen Kirche verantwortlich gemacht werden kann. Holocaust-Leugnung steht heute unter Strafe und das ist sehr gut. Keiner darf jene böse Tat, zu der uns die Nazis verführten, leugnen. Das Böse an der Holocaust-Leugnung ist, daß man uns Deutsche und die Nazis damit besser macht, als wir damals waren. Wenn einer hergeht, und leugnet  die historischen Leistungen des Christentums bzw. schiebt ihm sogar Böses in die Schuhe, dann sollte auch das strafbar sein., denn dadurch wird das Christentum schlecht gemacht – es war aber bzw. ist nicht schlecht und das ist historisches Faktum. Keiner hat das Recht, Behauptungen aufzustellen, die nicht der historischen Wirklichkeit entsprechen – es geht hier um etwas prinzipielles.

Strafbar sollte es auch sein, die vielen Verbrechen zu leugnen, die Mohammed und die Päpste begangen haben. Das ist keine Glaubensfrage sondern eine juristische Frage. Wenn es historisches Faktum ist, daß Mohammed und die Päpste viele Verbrechen begangen haben, dann ist es wiederum ein Verbrechen, dies zu leugnen, ein Straftatbestand wie die Holocaust-Leugnung.

Leiter, Führer, Älteste, Prediger, Pastoren von Sekten oder evangelikalen Gemeinden (Irrlehrer, Ketzer, Häretiker)

Leiter, Führer, Älteste, Prediger, Pastoren von Sekten (siehe oben) oder evangelikalen Gemeinden (siehe unten) müssen natürlich eine härtere Behandlung erfahren als ihre verführten Schäfchen, mit denen man trotz der Tatsache, daß sie falsch glauben, noch Mitleid haben kann (dies entspricht dem Befund der Bibel). Keinesfalls sollte jedoch der Staat sich der Häretiker „annehmen“, sondern sollte dies der christlichen Kirche überlassen. Würde der Staat versuchen, die Irrlehrer zur „Vernunft“ zu bringen, hätten wir wieder das Problem mit der Theokratie, denn der Staat müßte sich ja in diesem Fall für eine Religion als die richtige entscheiden. Was die richtige Religion ist, kann aber nur die christliche Kirche entscheiden, in der der Heilige Geist, der Lehrer der Kirche, gegenwärtig ist.

Soll man nun einfach die Ketzer gewähren lassen und zusehen wie sie Tag aus, Tag ein Menschen verführen und deren Leben zerstören?

Natürlich  nicht.

Die echte, christliche Kirche ist gar nicht so ohnmächtig, wie es zunächst scheinen mag. Natürlich ist ihr auch von Gottes Seite die Gewaltanwendung untersagt (ausgenommen das Hausrecht; „verstoßt den Bösen aus eurer Mitte!“) und sie will auch keine Gewalt anwenden zum Beispiel durch den Gebrauch von Waffen oder der geballten Faust. Allerdings darf und soll die Kirche die Erzbösewichter mit anderen Mitteln bestrafen. Die Kirche kann zum Beispiel Irrlehrer verfluchen und Gott wird diese Flüche sicherlich wirksam werden lassen. Der rational-freiheitlich-demokratische Rechtsstaat kann die Kirche dafür nicht bestrafen, da aus seiner Sicht Flüche etwas lächerliches sind und er an deren Wirksamkeit nicht glaubt. Jemand verfluchen, ist kein juristischer Straftatbestand.

Die Irrlehrer sollten die Predigt von der Geduld und Langmut Gottes nicht allzu sehr auf sich selbst beziehen, das könnte ihnen nicht gut bekommen. Durch ihre Irrlehren zerstören die Irrlehrer Menschenleben; da sollten sie nicht erwarten, daß Gott sie allzu lange schont.

2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre (die Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel; R. B.) nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht.

Gal 1,8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.

2Petr 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben.

1Kor 5,13 Gott aber wird die draußen sind richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!

Apg 8,20 Petrus aber sprach zu ihm (Simon, der Zauberer; R. B.): Dass du verdammt werdest mitsamt deinem Geld, weil du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt.

Apostelgeschichte 13, 4-12 4 Nachdem sie nun ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie nach Seleuzia und von da zu Schiff nach Zypern. 5 Und als sie in die Stadt Salamis kamen, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden; sie hatten aber auch Johannes als Gehilfen bei sich. 6 Als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieß Barjesus; 7 der war bei dem Statthalter Sergius Paulus, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus zu sich und begehrte, das Wort Gottes zu hören. 8 Da widerstand ihnen der Zauberer Elymas – denn so wird sein Name übersetzt – und versuchte, den Statthalter vom Glauben abzuhalten. 9 Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll Heiligen Geistes, sah ihn an 10 und sprach: Du Sohn des Teufels, voll aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht auf, krumm zu machen die geraden Wege des Herrn? 11 Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du sollst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen! Auf der Stelle fiel Dunkelheit und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte jemanden, der ihn an der Hand führte. 12 Als der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig und verwunderte sich über die Lehre des Herrn.

Verfluchte Evangelikale (dieser Fluch bezieht sich mehr auf die Pastoren, Ältesten, Leiter, Prediger, etc. der Evangelikalen; über ihre verführten Schäfchen erbarme sich der Herr und führe sie heraus zur christlichen Kirche):

Verfluchte evangelikale Irrlehrer (Ketzer, Häretiker):

  • Wolfgang Arenz (Schweinfurt/Dittelbrunn)
  • Manfred Herbst (Schweinfurt/Niederwerrn)
  • Helmut Veeh (Schweinfurt)
  • Alois Böck (München)
  • Ralph Domke (München)
  • Martin Heide (Marburg)
  • Wolfgang Bühne (Meinerzhagen)
  • Fred Colvin (Henndorf/Österreich)
  • Andreas Lindner (Piding)
  • Benedikt Peters (Arbon/Schweiz)
  • Alois Wagner  (vermutlich München)
  • Roger Liebi (Schweiz)
  • Joel Osteen (USA)
  • Werner Gitt (Braunschweig)
  • Jean Gibson (2006 verstorben)
  • William MacDonald (2007 verstorben)
  • Reinhard Bonnke (Frankfurt)
  • Rick Warren (Rancho Santa Margarita, California)
  • Billy Graham (USA)
  • Franklin Graham (USA)
  • Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Deutschland)
  • Theodor Friesen (CBG; Christliche Biblische Gemeinde, München)
  • Ulrich Parzany (Kassel)
  • Hartmut Steeb (Stuttgart)
  • Bill Hybels (South Barrington , USA)
  • Johannes Hartl (Augsburg)
  • Professor für Neues Testament, Eckhard J. Schnabel
  • Markus Finkel (München)
  • Klaus Obersteiner (München)
  • Michael Hann (München)
  • Jim Wallis (Washington, D. C./USA)
  • u. v. a. (leider)

Ist die Bundesrepublik Deutschland noch ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat, was die Religionsfreiheit angeht?

Was die Religionsfreiheit angeht, ist die Bundesrepublik Deutschland dabei, ihren Status als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat zu verlieren.

Angenommen, die Bundesrepublik Deutschland wäre ein vollkommener freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat, dann würde sie den Islam genauso wenig dulden wie den Nationalsozialismus oder den Kommunismus. All diese Ideologien wollen sich selbst absolut setzen und nichts anderes neben sich dulden. Das ist mit dem Prinzip der Religionsfreiheit nicht vereinbar.

Wie sieht es aus mit der Einführung eines Euroislam?

Dies führt mich zum Hauptpunkt.

Sicherlich wird man sehr bald versuchen, einen gegenüber dem Originalislam gemäßigten, abgemilderten Euroislam einzuführen. Letztlich wird man versuchen, die Muslime zu kleinen, mickrigen Spießbürgern zu erziehen, die nur noch mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt und religiös und sexuell sehr tolerant sind. Bei den Katholiken und Protestanten hat man das schon geschafft (ich glaube allerdings, bei den Muslimen wird es wesentlich schwieriger sein, da der Islam Fanatismus in Reinstform ist). Auch von daher haben wir in Deutschland strenggenommen keine Religionsfreiheit mehr. Die einzige Religion, die letztendlich noch geduldet wird, ist eine Art aufklärerisches Christentum, ein religiös gefärbter Materialismus („liebe deinen Arbeitskollegen wie dich selbst!“; Degradierung des Christentums und seine Verzerrung zu einer den Arbeitsfrieden erhaltenden Ideologie, die der Erhöhung der Produktivität dient; die Gottessohnschaft Jesu Christi und sein ganzheitlicher Anspruch auf den Menschen wird streng geleugnet) . Übrigens entscheidet der deutsche Staat über die Auswahl der Theologieprofessoren, die die zukünftigen Geistlichen an den Universitäten ausbilden (siehe Staatskirchenverträge). Die Lehre jener zukünftigen Geistlichen ist nicht die Lehre aufgrund des Befundes der Bibel sondern ein aufklärerisches Christentum bzw. ein religiös gefärbter Materialismus. Und natürlich wird die Lehre zukünftiger Imame und Hodschas, die auch an der Universität ausgebildet werden, nicht die Lehre auf Grundlage des Befundes des Koran sein sondern ebenfalls ein aufklärerisches Christentum bzw. ein religiös gefärbter Materialismus. Man darf sich weiterhin Christ oder Muslim nennen, solange man nicht auf die Idee kommt, dem Originalislam oder dem Originalchristentum anzuhangen.

Wie ich oben schon schrieb, ist auch aus christlicher Sicht der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat zu befürworten, der die Religion frei läßt. Dies ist im Interesse der christlichen Kirche aber auch im Interesse der Nicht-Christen. Genauso wie der Christ, der die Bibel wirklich versteht, vom Staat keinesfalls erwarten wird, daß er alle seine Bürger zwingt, sich der christlichen Kirche anzuschließen, wird er aber auch wie selbstverständlich erwarten, daß der Staat seine Bürger nicht zwingt, materialistisch zu sein – diesen Missstand aber haben wir heute. Wir haben heute das Primat des Materialismus bzw. der Ökonomie – es zählt allein der Homo oeconomicus. Genauso wie die christliche Kirche nicht mit Gewalt gegen Sekten und häretische Kirchen vorgehen soll, soll sie aber natürlich gegen diese Einschränkung der bürgerlichen Freiheit sehr wohl vorgehen, denn aus Sicht der christlichen Kirche verführt der heutige deutsche Staat seine Bürger zum Abfall vom echten, christliche Glauben, indem er die (Pseudo-)Religion des Materialismus absolut setzt. Und auch aus einer rationalen, nicht unbedingt christlichen Sicht ist es nicht wünschenswert, daß der Staat die Religion festlegt, denn wenn, wie oben schon gesagt, jene Religion nicht die wahre ist, dann haben alle Bürger dieses Landes extrem verringerte Chancen, jemals die wahre Religion zu finden. Es ergeht also hiermit der Ruf an den treuen Christen aber auch an den normalen Durchschnittsbürger, politische Kräfte zu unterstützen, die wirkliche Religionsfreiheit garantieren. Allerdings läuft das langfristig auf einen völligen Bruch Deutschlands mit den USA hinaus, denn die USA sind gegenwärtig der Hauptantriebsmotor allen Materialismus‘ auf der Welt. Eine Partei, die sich das ins Parteiprogramm schreiben würde, wäre etwas sehr außergewöhnliches – aber da beißt die Maus keinen Faden ab, es muß dringend etwas geschehen. Übrigens wurde im Dritten Reich ein kleiner Teil der evangelischen Kirche politisch aktiv, um den Nationalsozialismus zu bekämpfen, der damals Staatsreligion war. Diese Christen trennten sich von der evangelischen Kirche, die sich opportunistisch zu den Nazis verhielt, und gründeten die Bekennende Kirche. So etwas wäre auch heute dringend notwendig.

 

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Eine Antwort zu Nationalismus aus christlicher Sicht – Plädoyer für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat

  1. rolfw schreibt:

    Danke für diesen Beitrag, den ich absolut teile.

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