Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 1

1 Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, 2 um zu lernen Weisheit und Zucht und zu verstehen verständige Rede, 3 dass man annehme Zucht, die da klug macht, Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit; 4 dass die Unverständigen klug werden und die Jünglinge vernünftig und besonnen. 5 Wer weise ist, der höre zu und wachse an Weisheit, und wer verständig ist, der lasse sich raten, 6 dass er verstehe Sprüche und Gleichnisse, die Worte der Weisen und ihre Rätsel. 7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht. 8 Mein Sohn, gehorche der Zucht deines Vaters und verlass nicht das Gebot deiner Mutter; 9 denn das ist ein schöner Schmuck für dein Haupt und eine Kette an deinem Halse. 10 Mein Sohn, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht. 11 Wenn sie sagen: »Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen nachstellen ohne Grund; 12 wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich die Lebendigen, und die Frommen sollen sein wie die, welche hinunter in die Grube fahren; 13 wir wollen kostbares Gut finden, wir wollen unsre Häuser mit Raub füllen; 14 wage es mit uns! Einen Beutel nur soll es für uns alle geben«: 15 mein Sohn, wandle den Weg nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad; 16 denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen. 17 Man spannt das Netz vor den Augen der Vögel, doch lassen sie sich nicht warnen; 18 so lauern jene auf ihr eigenes Blut und trachten sich selbst nach dem Leben. 19 So geht es allen, die nach unrechtem Gewinn trachten; er nimmt ihnen das Leben. 20 Die Weisheit ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen. 21 Sie ruft im lautesten Getümmel, am Eingang der Tore, sie redet ihre Worte in der Stadt: 22 Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und ihr Spötter Lust zu Spötterei haben und ihr Toren die Erkenntnis hassen? 23 Kehrt euch zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will über euch strömen lassen meinen Geist und euch meine Worte kundtun. 24 Wenn ich aber rufe und ihr euch weigert, wenn ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, 25 wenn ihr fahren lasst all meinen Rat und meine Zurechtweisung nicht wollt: 26 dann will ich auch lachen bei eurem Unglück und euer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet; 27 wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück wie ein Wetter; wenn über euch Angst und Not kommt. 28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen und nicht finden. 29 Weil sie die Erkenntnis hassten und die Furcht des HERRN nicht erwählten, 30 meinen Rat nicht wollten und all meine Zurechtweisung verschmähten, 31 darum sollen sie essen von den Früchten ihres Wandels und satt werden an ihren Ratschlägen. 32 Denn den Unverständigen bringt ihre Abkehr den Tod, und die Toren bringt ihre Sorglosigkeit um; 33 wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und ohne Sorge sein und kein Unglück fürchten.

Auslegung

1 Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel,“

Nicht zufällig erwähnt Salomo seinen Vater David. Selbstverständlich war es sein frommer Vater David, von dem Salomo Weisheit und Zucht lernte. Schon David stammte aus einem frommen Elternhaus (sein Vater hieß Isai) und so wird die Weisheit weitergegeben von Generation zu Generation (siehe Ergänzung, unten).

1.Samuel 13, 14: »Ich (Gott; R. B.) habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der soll meinen ganzen Willen tun.«

Weder Salomo noch David noch Isai lasen einfach ohne Anleitung in den fünf Büchern Mose und den anderen Büchern des Alten Testamentes (Josua, Richter, etc.), die zu ihren Zeiten schon vorhanden waren, sondern auf Grundlage des Befundes des bis dahin bereits vorhandenen Teils des Alten Testamentes wurden sie von ihren Eltern unterwiesen und so war sichergestellt, daß sie den guten alten Glauben des Volkes Israel überkamen.

5. Mose 31, 24 Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben,

Jos 24,26 Und Josua schrieb dies alles ins Buch des Gesetzes Gottes und nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf unter einer Eiche, die bei dem Heiligtum des HERRN war,

Heute kann es vorkommen, daß irgendein Evangelikaler (die Evangelikalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe) die Bibel auslegt, ohne dabei den Glauben der Väter, der Alten Kirche zu berücksichtigen. Dann brüstet er sich damit, das Ergebnis seiner Auslegung der Bibel sei die unverfälschte „biblische“ Lehre. Aber weit gefehlt: Unter anderem aus dem Buch der Sprüche Salomos wird klar, daß wir uns nicht einfach so anmaßen können, wir seien die großen Chef-Ausleger der Bibel. Nein, wenn wir nicht den Glauben und die Lehre der Alten Kirche berücksichtigen, werden wir die Bibel mit Sicherheit falsch auslegen. Übrigens hat die Alte Kirche der Bibel weder etwas hinzugefügt, noch etwas weggenommen. Die Alte Kirche lehrte voll und ganz, was dem Befund der Bibel entsprach, ihre Lehre war „biblisch“.

Das Wort „Sakrament“ erzeugt bei einem Evangelikalen genauso viel Unmut wie das Wort „Bekehrung“ bei einem katholischen oder evangelischen Geistlichen. Allerdings legt der Befund der Bibel es nahe, beide Begriffe ohne Zögern zu gebrauchen.

Natürlich steht das Wort „Sakrament“ nirgends in der Bibel. Aber was bedeutet „sakramental“? Es bedeutet soviel wie geheimnisvoll (siehe Sakrament). Und ist es nicht geheimnisvoll, was wir in Römerbrief 6 lesen?

Röm. 6, 4 So sind wir ja mit ihm (Jesus; R. B.) begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Dieser Bibelvers ist durch und durch metaphysisch, rational nicht zu verstehen. Anders ausgedrückt: Es ist etwas Geheimnisvolles, daß wir durch die Taufe mit Christus sterben und mit Christus auferstehen – das heißt die Taufe ist sakramental, geheimnisvoll.

Der Begriff „sakramentale Taufe“ ist also durchaus „biblisch“. Durchaus nicht „biblisch“ ist es, die Taufe nur als Akt des Gehorsams und symbolischen Akt zu sehen, denn dies würde Römer 6 widersprechen.

Die Bibel können wir nur dann richtig auslegen, wenn wir den Heiligen Geist haben, der uns die Schrift auftut. Den Geist aber empfangen wir, wenn wir uns auf unsere sakramentale Kindertaufe (egal ob evangelisch oder katholisch) beziehen. Da die Evangelikalen die gute, alte, von unseren Vorvätern überlieferte, sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe nicht anerkennen, können sie auch den Geist nicht haben und sind somit dazu verurteilt, die Bibel völlig falsch auszulegen. Ihr ganzer Glaube und ihr Jesus sind pure Einbildung, Fiktion, nicht metaphysische Wirklichkeit. Die Evangelikalen sind nicht eines Geistes mit der Alten Kirche, die Jesus und die Apostel gegründet haben.

Apostelgeschichte 2, 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

1. Korinther 2, 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.

2 um zu lernen Weisheit und Zucht und zu verstehen verständige Rede, 3 dass man annehme Zucht, die da klug macht, Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit;“

Weisheit und Zucht (Disziplin) gehören zusammen, bilden eine Einheit. Christentum besteht weder aus bestimmten religiös-asketischen Handlungen aus einem Fanatismus (z. B. Islam, Katholizismus) heraus noch ist es pures Wissen, das keine bestimmten Handlungen zur Folge hat. Durch die Weisheit Gottes unterwirft der Christ seinen Leib einer gewissen Disziplin. Der Christ folgt nicht seinen Lüsten, Begierden und niedrigen Instinkten, sondern handelt gemäß der Weisheit. Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit beziehen sich immer auf Gott und unsere Mitmenschen. Seinen Mitmenschen im Alltag Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit widerfahren  zu lassen, ist die große Herausforderung für den Christen.

Die religiös-asketischen „guten Werke“ zum Beispiel der Katholiken, die in der Confessio Augustana genannt werden, sind vollkommen wertlos vor Gott – sie bedeuten Zucht ohne Weisheit.

Aus Confessio Augustana, Artikel 20: Um den Vorwürfen der Katholiken zu begegnen, man lehne gute Werke gänzlich ab, wird hervorgehoben, dass ein Christ gute Werke tun soll (s. CA 6). Abgelehnt werden lediglich unnötige Werke wie Rosenkranz, Heiligenverehrung, Wallfahrten, Fastenordnungen (s. CA 26), Mönchwerden (s.  CA 27).

Ähnlich wie die fünf Säulen des Islam den Muslim,  dispensieren (entbinden) die katholischen, guten Werke den Katholiken von unvoreingenommener, praktischer Nächstenliebe im Alltag – diese Nächstenliebe aber  wäre für Gott so ungeheuer wichtig. Wir sehen also, daß allein schon Zucht ohne Weisheit in Richtung einer Irrlehre geht, die unser Seelenheil gefährdet, denn das Heil erlangt man nicht durch asketisch-religiöse Werke, sondern indem man im Glauben bleibt durch praktische Nächstenliebe aus der Kraft Jesu. Wer an Jesus glaubt, bekommt von ihm die Kraft zur Nächstenliebe und so kann er seinen Glauben bewahren, indem er in der Liebe bleibt.

4 dass die Unverständigen klug werden und die Jünglinge vernünftig und besonnen. 5 Wer weise ist, der höre zu und wachse an Weisheit, und wer verständig ist, der lasse sich raten, 6 dass er verstehe Sprüche und Gleichnisse, die Worte der Weisen und ihre Rätsel.“

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht irgendeiner Religion anhangt. Aber aus der Sicht des Gottes der Bibel sind all jene „Unverständige“, denn alle Religionen außer dem echten Christentum laufen auf eine Rechtfertigung der Sünde hinaus – man hält bestimmte Rituale seiner Religion, die einen von unvoreingenommener Nächstenliebe im Alltag dispensieren (entbinden). Aber, wie gesagt, die Nächstenliebe ist das, worauf es eigentlich ankäme. Die christliche Liebe entspricht nicht immer den Vorstelllungen der Welt über Nächstenliebe. Die christliche Liebe ist eine Person: Jesus. Wenn etwa ein Christ einem Muslim die kalte Schulter zeigt, dann ist das auch Liebe, der Liebe, Jesus, gemäß, denn ich muß den Muslim spüren lassen, daß ich es nicht tolerieren kann, daß er einen Kriminellen als Propheten Gottes verehrt, was sehr böse ist, auch eine Beleidigung des guten Gottes. Genauso hat Jesus die Syrophönizierin indirekt als Hündin bezeichnet, denn sie war gefangen im Okkultismus der griechischen Religion, der schmutzigen, griechischen Götter. Die Sünde der griechischen Religion war die Verehrung unreiner Dämonen als Götter (Zeus, Merkur, etc.) – auch sehr böse. Christliche Liebe ist oft mit Ermahnung des „Unverständigen“ verbunden, Kritik an seiner falschen Religion und zielt darauf ab, den „Unverständigen“ zur Bekehrung und in die Gemeinschaft Jesu und seiner Kirche zu bringen, denn in Jesus ist Heilung und Leben.

Auch die Israeliten, die zu Salomos Zeit lebten, waren in Gefahr, dem Götzendienst der umliegenden, heidnischen Völker zu verfallen. Jene Götzen konnte man durch das Opfern von Tieren zufriedenstellen. Der wahre Gott aber will, daß wir unseren eigenen Leib als lebendiges Opfer bringen durch ein gottesfürchtiges Leben, was wohl mehr ist als das Opfern eines Tieres.

Römer 12, 1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Keiner ist so weise und verständig, daß er nicht in der Weisheit wachsen und sich raten lassen könnte. Woran liegt das? Die Weisheit ist eine Person, Jesus Christus, Gottes Sohn. Es ist klar, daß wir als Menschen niemals so weise wie Gott selbst werden können, sondern wir können nur in Richtung der göttlichen Weisheit wachsen. Außerdem sind wir alle so „verseucht“ mit den Denkmustern der falschen Religionen dieser Welt (Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, evangelikaler Glaube, etc.), daß wir sicherlich nicht bis zum Ende unseres Lebens auf Erden damit fertig geworden sein werden, uns umzustellen vom Denken in den Kategorien dieser Welt mit ihren bösen Religionen auf das Denken des wahren Gottes.

Ein Anhänger der Aufklärung möchte uns einen Vorwurf machen, wenn wir einem Muslimen mit einer gewissen Reserviertheit begegnen und uns vorwerfen, wir würden jenen wegen seines Glaubens diskriminieren. Aber ist es Liebe, jemand, der eine Religion hat, deren Mittelpunkt Gewalttat ist, was in der Verehrung eines gewalttätigen „Propheten“ zum Ausdruck kommt, in dem Glauben zu lassen, er habe eine legitime Religion? Nein, wir müssen die Muslime ein Stück weit ausgrenzen, damit sie merken, daß wir ihre gewaltverherrlichende „Religion“, deren Mittelpunkt ein gewalttätiger „Prophet“ ist, nicht tolerieren können. Nur Muslime, die bereit sind, das einzusehen, können auf den Weg des Heils kommen und ggf. Jesus, Gottes Sohn, als Erlöser annehmen. Jene Syrophönizierin gereichte es zum Heil, daß sie es von Jesus annahm, sie sei eine (ungläubige) Hündin. Genauso sollte es ein Muslim von der christlichen Kirche annehmen, er sei kriminell durch die Verehrung eines kriminellen „Propheten“ namens Mohammed. Wir haben also nie auszulernen an der Weisheit Gottes.

7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht. 8 Mein Sohn, gehorche der Zucht deines Vaters und verlass nicht das Gebot deiner Mutter; 9 denn das ist ein schöner Schmuck für dein Haupt und eine Kette an deinem Halse.“

Es steht nicht da: „Die Toren verachten die Furcht des Herrn, sondern sie verachten Weisheit und Zucht.“ Die Toren wären natürlich bereit, Gott in fanatischer Weise zu fürchten (Zucht ohne Weisheit), wie oben schon erwähnt, oder einer Philosophie anzuhangen (Pseudo-Weisheit ohne Zucht), die sich nicht auf das Handeln auswirkt, pure Träumerei ist. Die Furcht Gottes aber, die wirklich zu weiser Disziplin (Zucht) führt, ist ihnen ein Gräuel. Die wahre Furcht Gottes ist die Furcht Gottes, der uns zu weiser Disziplin führt: Durch die Kraft Jesu überwinden wir die Begierden unseres Leibes und lieben Gott und unseren Nächsten unabhängig von Religion, Nationalität, Hautfarbe, Rasse, sozialem Status, Ethnie, etc. Keine größere Liebe gibt es, als Menschen Christus nahezubringen und wertlose Religion verächtlich zu machen.

Kolosser 1, 28 Den (Christus; R. B.) verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.

Die Freude des Fanatikers, sein Schmuck, ist nur vorübergehender Natur, am Ende wird es schlimmer mit ihm als vorher.

Matthäus 12, 43-45 43 Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist (durch falsche Religion bzw. Fanatismus; R. B.), so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer, gekehrt und geschmückt. 45 Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andre Geister, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin; und es wird mit diesem Menschen hernach ärger, als es vorher war. So wird’s auch diesem bösen Geschlecht ergehen.

Der Schmuck Jesu Christi aber bleibt bis in Ewigkeit. Das ist die gute alte Religion unserer Vorväter. Der Schmuck Jesu Christi bleibt in Ewigkeit, weil wir durch den Glauben an Jesus unser sündiges Fleisch überwinden, uns wirklich bessern, und so werden wir durchkommen am Jüngsten Tag.

Röm 2,7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken (das sind natürlich nicht die „guten Werke“ der Katholiken, siehe oben, sondern Gottesliebe und Nächstenliebe in der Kraft Christi; R. B.) trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben;

10 Mein Sohn, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht. 11 Wenn sie sagen: »Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen nachstellen ohne Grund; 12 wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich die Lebendigen, und die Frommen sollen sein wie die, welche hinunter in die Grube fahren; 13 wir wollen kostbares Gut finden, wir wollen unsre Häuser mit Raub füllen; 14 wage es mit uns! Einen Beutel nur soll es für uns alle geben«: 15 mein Sohn, wandle den Weg nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von ihrem Pfad; 16 denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen. 17 Man spannt das Netz vor den Augen der Vögel, doch lassen sie sich nicht warnen; 18 so lauern jene auf ihr eigenes Blut und trachten sich selbst nach dem Leben. 19 So geht es allen, die nach unrechtem Gewinn trachten; er nimmt ihnen das Leben.“

Das muß hauptsächlich im übertragenen Sinne gemeint sein, denn „böse Buben“ im realen Sinne werden zu allen Zeiten durch Strafgesetze des Staates gemaßregelt. Wer sich einer kriminellen Bande anschließt, muß fürchten, viele Jahre seines Lebens im Gefängnis zu verbringen. Deswegen bedarf es eigentlich kaum einer zusätzlichen christlichen Unterweisung wie der obigen, um Menschen davon abzuhalten, sich einer Gang anzuschließen. Auch haben es Raubmörder im realen Sinne nicht nur auf Unschuldige und Fromme abgesehen sondern auf alle, die einen gewissen Wohlstand haben.

Was aber ist der übertragene Sinn?

Leiter von falschen Religionen (Islam, Aufklärung, etc.), falschen Kirchen (Katholizismus, Billige-Gnade-Protestanten, etc.) und Sekten (Evangelikale, etc.) werden kaum vom Staat bestraft, dabei sind sie die wirklichen Bluthunde, die arme Menschen ins Verderben reißen.

Wenn man die Glaubensinhalte von Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, evangelikaler Glaube, etc. auf ihre Konsistenz hin überprüft, wird deutlich, daß kaum ein theologisch versierter Mensch diesen Schwachsinn glauben kann. Vielmehr muß man davon ausgehen, daß es jenen Hunden (Bluthunden), Imame, Philosophen, katholische Priester, evangelische Pfarrer, etc., um die Erlangung von Macht, Ehre und Reichtum geht durch die Predigt einer Religion, von der sie genau wissen, daß sie falsch ist – sie betrügen ganz bewußt. Die falschen Geistlichen betrügen ihre armen Schäfchen um schändlichen Gewinnes willen. Vermutlich hat auch Mohammed seinen Schwachsinn selbst nicht geglaubt, sondern der Islam, den er selbst erfunden hat, war ein politisches Instrument in seiner Hand, durch das er sich Macht, Reichtum und Ehre verschaffte. Ganz bewußt nahm er vermutlich die ewige Verdammnis von Abermillionen von Muslimen durch die Predigt seiner falschen Religion (der Islam) in Kauf. Falsche Geistliche erlangen materiellen Gewinn auf Kosten ihrer Schäfchen, nehmen den geistlichen Ruin ihrer Schäfchen in Kauf um ihres Gewinnes willen.

Matthäus 7, 15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

Apg 20,29 Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe (Irrlehrer; R. B.) zu euch kommen, die die Herde (die Kirche; R. B.) nicht verschonen werden.

1Tim 6,5 Schulgezänk solcher Menschen (Irrlehrer; R. B.), die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die meinen, Frömmigkeit diene dem Gewinn.

Tit 1,11 denen (Irrlehrer; R. B.) man das Maul stopfen muss, die ganze Häuser verwirren und lehren, was nicht sein darf, um schändlichen Gewinns willen.

2Petr 2,15 Sie (die Irrlehrer; R. B.) verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte,

Jud 11 Weh ihnen! Denn sie (die Irrlehrer; R. B.) gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs.

Folgendes Unheil wird die Irrlehrer treffen:

Judas 14-16 14 Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben. 16 Diese murren und hadern mit ihrem Geschick; sie leben nach ihren Begierden und ihr Mund redet stolze Worte, und um ihres Nutzens willen schmeicheln sie den Leuten.

20 Die Weisheit ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen. 21 Sie ruft im lautesten Getümmel, am Eingang der Tore, sie redet ihre Worte in der Stadt: 22 Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und ihr Spötter Lust zu Spötterei haben und ihr Toren die Erkenntnis hassen? 23 Kehrt euch zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will über euch strömen lassen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.“

Die o. g. Bluthunde, falsche Geistliche, findet man in den etablierten Religionsgemeinschaften, die mit dem Staat kooperieren, indem sie die ursprünglichen Lehren ihrer jeweiligen Glaubensrichtung gemäß den Dogmen der Aufklärung modifizieren und religiös und sexuell sehr tolerante Spießbürger heranziehen, die am Arbeitsplatz sehr friedfertig sind – „liebe deinen Arbeitskollegen wie dich selbst, egal wie er religiös oder sexuell orientiert ist“. Jene etablierten Religionsgemeinschaften haben Verwaltungsapparate, prall gefüllte Bankkonten, repräsentative Gebäude, Zugang zu den Massenmedien, etc. Die wahre Kirche hat im Gegensatz dazu kaum einen Fußbreit Raum und versucht verzweifelt außerhalb des „etablierten Raumes“ die Unverständigen, Spötter und Toren zur Umkehr zu bewegen. Was zu Salomo’s Zeiten Straßen, Plätze und Stadttore waren, ist heute vermutlich das Internet. Das Internet ist doch vermutlich der letzte verbliebene, öffentliche Raum, wo jeder frei seine Meinung äußern kann, nicht zensiert wird. Kaum würde, glaube ich, irgendeine Rundfunkanstalt das übertragen, was ich auf meiner Website schreibe. Auch die Printmedien würden mich wohl abblitzen lassen, außer ich würde Zensur akzeptieren.

Apg 7,5 aber er gab ihm (Abraham; R. B.) kein Erbteil darin (Kanaan; R.B.), auch nicht einen Fußbreit, und verhieß ihm, er wolle es ihm und seinen Nachkommen zum Besitz geben, obwohl er noch kein Kind hatte.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen (die christliche Kirche; verfolgt und ohne Raum in dieser Welt in der Gegenwart; R. B.); denn sie werden das Erdreich besitzen (Christus wird seinen Gläubigen die Herrschaft über die Erde geben, wenn er sichtbar wiederkommt in der Gestalt Gottes; R. B.).

Die zukünftige Herrschaft über die Erde erblickt die Kirche im Glauben wie einst Abraham die Inbesitznahme Kanaans durch seine Nachkommen, die Israeliten.

Aber der Vorzug der wahren Kirche ist, daß sie den heiligen Geist hat. Durch den heiligen Geist ist sie der wahre Tempel Gottes, auch wenn sie materiell noch so arm ist, noch so wenig etabliert ist, noch so wenig Einfluss hat, noch so wenig Zugang zu den Medien hat.

Die wahre Kirche ist der Leib Christi. Christus ist gegenwärtig auf Erden durch seine Kirche. Die Weisheit, von der Salomo spricht, ist eine Person, Christus, Gottes Sohn. Genauso wie Jesus Christus in seinen Erdentagen öffentlich predigte, versucht heute die Kirche mittels adäquater Methoden die Unverständigen, Spötter und Toren zu erreichen.

Unglaublich jedoch, wie schwer Menschen zu bekehren sind. Das Problem ist, daß der antichristliche Staat sozusagen die ganze Wirklichkeit umgekehrt hat: Das Böse ist gut und das Gute ist böse. Diejenigen Religionsgemeinschaften, die falsch predigen, sind die vom Staat anerkannten – „muß nicht das, was der Staat anerkennt, was staatlich zertifiziert ist, das Richtige sein?“, denkt sich der gewöhnliche Mensch. So reiten die Menschen auf dem Rücken des antichristlichen Staates Richtung Hölle und er sagt ihnen durch die falschen Religionsgemeinschaften: „Es geht Richtung Himmel.“ – und die meisten glauben es.

Offb 17,3 Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

  • die „Frau“ ist die ganze Menschheit
  • das „scharlachrote Tier“ sind heute alle Staaten dieser Welt unter der Führung der USA
  • „lästerliche Namen“ sind alle etablierten Religionsgemeinschaften dieser Welt, die mit dem Tier kooperieren
  • „sieben Häupter“ bezog sich auf das alte römische Reich und ist für uns heute nicht mehr von Belang; „zehn Hörner“ bedeuten die Summe aller modernen Nationalstaaten unter der Führung der USA

 „24 Wenn ich aber rufe und ihr euch weigert, wenn ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, 25 wenn ihr fahren lasst all meinen Rat und meine Zurechtweisung nicht wollt: 26 dann will ich auch lachen bei eurem Unglück und euer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet; 27 wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück wie ein Wetter; wenn über euch Angst und Not kommt. 28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen und nicht finden. 29 Weil sie die Erkenntnis hassten und die Furcht des HERRN nicht erwählten, 30 meinen Rat nicht wollten und all meine Zurechtweisung verschmähten, 31 darum sollen sie essen von den Früchten ihres Wandels und satt werden an ihren Ratschlägen. 32 Denn den Unverständigen bringt ihre Abkehr den Tod, und die Toren bringt ihre Sorglosigkeit um; 33 wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und ohne Sorge sein und kein Unglück fürchten.“

Diese Verse sind sehr emotional. Ich glaube, wenn Jesus heute unter uns weilen würde, er würde nicht zu den politisch Korrekten gezählt werden. Nein, Gottes Sohn, Jesus, zürnt über jene, die nicht umkehren wollen. In seinen Erdentagen hat Jesus nicht gerichtet, sondern das Evangelium von der Gnade Gottes verkündet, er war sanftmütig und demütig. Aber mit der gleichen Konsequenz mit der in seinen Erdentagen sanftmütig und demütig war, wird er am Jüngsten Tag den Sündern zürnen, die nicht während ihres Erdenlebens Buße getan haben – er wird kochen vor Wut und toben, sich nicht politisch korrekt verhalten.

Jes 63,3 »Ich (Jesus; R. B.) trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt.

Ergänzung

Selbstverständlich ist der Glaube nicht biologisch vererblich. Auch hatten fromme Eltern immer wieder „missratene“ Kinder, die den Gott Israels nicht fürchteten, nicht fürchten wollten.

„Missratene Kinder“:

  • Ismael (Sohn Abrahams)
  • Esau (Sohn Isaaks)
  • die Söhne Samuels, des großen Propheten (1Sam 8,3 Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern suchten ihren Vorteil und nahmen Geschenke und beugten das Recht.)
  • Absalom (ein Sohn Davids)
  • Ham (Sohn Noahs)
  • etc.

Selbstverständlich taten Abraham, Isaak, Samuel, David alles, um ihre Kinder zur Gottesfurcht zu erziehen – allein, jenen fehlte der Wille. Deswegen spielt, ganz in Überstimmung mit dem Befund der Bibel, die Bekehrung eine wichtige Rolle; jener Akt, von dem katholische Priester und evangelische Pfarrer so ungerne hören. Die Taufe wird nur dann wirksam, wenn man (der Getaufte) sich glaubend auf sie bezieht, das heißt aus ihrer Kraft Jesus nachfolgt. Jemandem, der Jesus nicht nachfolgt,  nutzt seine Taufe gar nichts. Keinesfalls ist die Taufe ein Freifahrschein in den Himmel, der von der Nachfolge Jesu entbindet – sie ist genau das Gegenteil davon.

Daß Salomo, dessen Sprüche in das Wort Gottes aufgenommen wurden, also tatsächlich vom Geist inspiriert waren, im Alter selbst vom Glauben abfiel (das Gegenteil von Bekehrung), ist eine der tragischsten Geschichten der Bibel.

1Kön 11,4 Und als er (Salomo) nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, sodass sein Herz nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David.

Egal wie fest wir glauben, wie sehr wir uns bekehren, wie sehr wir Buße tun, wie wir sakramental getauft sind, unser Wille bleibt frei. Gott achtet unsere Würde und läßt den Kern unserer Persönlichkeit unberührt (würde er ihn berühren, wäre das ja die Annihilation unserer Persönlichkeit). Natürlich, durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden; aber am jüngsten Tag werden wir nur durchkommen, wenn wir täglich freiwillig diese befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu anwenden und unser sündiges Fleisch überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben. Nur wenn wir Tag für Tag freiwillig in Gott hineinwachsen, Christus in uns freiwillig immer mehr Raum geben, werden wir auch die Ewigkeit mit ihm verbringen. Jedes Mal, wenn wir durch die Kraft Jesu unser sündiges Fleisch überwinden und Christus über uns herrschen lassen, bringen wir damit praktisch zum Ausdruck, sagen wir: „ich will in den Himmel und die Ewigkeit mit Jesus verbringen.“ Der Himmel ist nichts anderes als die totale, vollkommene Herrschaft dessen, der jetzt schon unser Herr sein will. Wenn wir heute seine Herrschaft ablehnen, sagen wir damit, daß wir nicht in den Himmel wollen, den Ort seiner Herrschaft.

Was ist der Unterschied zwischen dem aufgeklärten Christentum und dem echten Christentum auf der Grundlage des Befundes der Bibel?

Weiter oben schrieb ich:

„Durch die Kraft Jesu überwinden wir (Anhänger des ursprünglichen Christentums) die Begierden unseres Leibes und lieben Gott und unseren Nächsten unabhängig von Religion, Nationalität, Hautfarbe, Rasse, sozialem Status, Ethnie, etc.“

Ist das nicht genau das, was auch die Aufklärer wollen bzw. Pfarrer und Priester, die das Christentum nach den Dogmen der Aufklärung modifizieren?

Nein, nein, die aufklärerische Liebe und die echte christliche Liebe sind völlig voneinander verschieden.

Kein durchschnittlicher Katholik oder Protestant würde heute darauf kommen, seinen muslimischen Arbeitskollegen über das Evangelium von Jesus zu unterrichten. Vielmehr würde er wahrscheinlich zu seinem muslimischen Kollegen sagen, falls er jemals mit ihm über Religion sprechen würde: „Hauptsache man glaubt irgendetwas“ oder „der Islam ist ja auch eine abrahamitische Religion wie das Christentum“ oder „ihr Muslime glaubt ja auch an Jesus“, etc. Ohne es in der Regel zu wissen, sind heute durchschnittliche Katholiken und Protestanten Kinder der Aufklärung – ihre Glaubensgrundsätze sind nicht die des ursprünglichen Christentums sondern die der Aufklärung. Falls sie überhaupt noch in die Kirche gehen, predigen ihnen Priester bzw. Pfarrer nicht das echte Christentum, sondern das gemäß den Dogmen der Aufklärung modifizierte Christentum. Der Götze der Aufklärung ist die Toleranz. In den Augen der Aufklärung besteht Liebe gerade darin, den andern voll und ganz so zu akzeptieren, wie er ist, auch seine Religion und sexuelle Orientierung. Die aufklärerische Toleranz gebietet es, dem Nächsten weder eine religiöse Änderung nahezulegen noch eine Änderung seiner sexuellen Orientierung. Schlimmer als sich als homosexuell zu outen, wäre es in den Augen der aufklärerischen Toleranz, wenn ein echter Christ zu seinem homosexuellen Kollegen sagen würde, er solle doch in Betracht ziehen, wieder zu der normalen Liebe zwischen Mann und Frau zurückzukehren.

Als Anhänger des echten Christentums besteht meine Liebe gegenüber meinem muslimischen Kollegen nicht in Toleranz sondern in Kritik. Keinesfalls kann ich meinen muslimischen Arbeitskollegen in der Fiktion belassen, er sei ein Anhänger einer seligmachenden Religion, denn eine Religion, deren Mittelpunkt ein Krimineller namens Mohammed ist, kann keine seligmachende Religion sein. Ich werde meinen muslimischen Kollegen die Wahrheit über Mohammed sagen und von ihm verlangen, seinen Glauben kritisch zu hinterfragen. Keinesfalls werde ich zu meinem muslimischen Kollegen sagen: Hauptsache man glaubt irgendetwas“ oder „der Islam ist ja auch eine abrahamitische Religion wie das Christentum“ oder „ihr Muslime glaubt ja auch an Jesus“. Falls mein muslimischer Kollege meine Kritik an Mohammed akzeptiert, was sehr unwahrscheinlich ist, werde ich ihn nachfolgend über die Grundlagen des christlichen Glaubens unterrichten.

Die echte christliche Liebe ist langfristig auf Brüderlichkeit aus, Bruderschaft in Jesus. Nichts erscheint dem Christen ekelhafter als das nebeneinander her Vegetieren der Menschen dieser Welt (auch Arbeitskollegen) in einem spießbürgerlichen Frieden, sich vielleicht auch noch in einem Leistungswettbewerb und Wettbewerb der Statussymbole befindend. Der aufklärerischen Liebe ist dieser spießbürgerlicher Friede schon genug, denn es kommt ihr nur auf den Frieden am Arbeitsplatz an, der die Produktivität erhöht. Jene, die die aufklärerische Liebe predigen, suchen nicht das Wohl ihrer Hörer sondern ihr eigenes Wohl, denn der Sold von Pfarren und Priestern wird aus Steuereinnahmen bezahlt, die von der Höhe des Bruttosozialproduktes abhängen.

So wird der Christ, der die echte Liebe lebt, zum Störenfried. Pervers – jener, der zur Brüderlichkeit ruft, wird als Störer gesehen. Natürlich, in der Regel wird mein muslimischer Kollege meine Kritik an seinem Propheten nicht akzeptieren, sondern sehr gereizt bis wütend reagieren – vielleicht rennt er gleich zum Chef und beschwert sich über mich. Der Chef sagt dann zu mir: „Sie verdammter Störenfried!“

Paradox: Friede stört Friede.

Wie kann das sein?

Der Friede Gottes, den der echte Christ predigt, verträgt sich nicht mir dem spießbürgerlichen Frieden. Der Friede Gottes bedeutet nicht nur ein nebeneinander her Vegetieren, sondern brüderliche Gemeinschaft. Erst wenn Menschen brüderliche Gemeinschaft in Christus haben, ist der Friede Gottes unter ihnen. Störung entsteht, weil die Menschen nicht so leicht bereit sind, den spießbürgerlichen Frieden gegen den Frieden Gottes zu tauschen.

Ein weiterer Unterschied zwischen aufklärerischer Liebe und christlicher Liebe ist, daß die christliche Liebe die Liebe Gottes ist. Dies meine ich nicht in einem übertragenen Sinne sondern buchstäblich.

Wie kann die christliche Liebe die Liebe Gottes sein?

Nun, dies liegt daran, daß jeder Christ den Heiligen Geist hat, d. h. jeder Christ steht in engster Verbindung mit einer Person der Gottheit, eine Person der Gottheit ist ständig bei ihm. Daher sagen Christen: „ich bin in Christus“ oder „ich habe den Heiligen Geist“. Der Christ folgt also nicht einem bestimmten Prinzip wie der Aufklärer, sondern er hat eine bestimmte Aura, sein ganzes Wesen ist von Liebe, Jesus, geprägt. Ein Christ bringt immer Jesus mit, egal wo er hingeht. Der Christ muß nur darauf achten, daß er nicht in schweren Sünden lebt, denn dadurch würde der Geist gedämpft und die Liebe erkalten.

Galater 5, 13-26 13 Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. 14 Denn das ganze Gesetz (Gesetz der Thora; R. B.) ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« 15 Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet. 16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt. 18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz (Gesetz der Thora; R. B.). 19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst (auch Habsucht; R. B.), Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, 21 Neid (Statussymbole; R. B.), Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. 24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. 26 Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.

Beziehungen zwischen natürlichen Menschen (Nicht-Christen) gehen wahrscheinlich deswegen häufig wieder so schnell in die Brüche, weil es aus christlicher Sicht nie wirkliche Beziehungen waren – es fehlte die Gemeinschaft stiftende und erhaltende Person der Gottheit. Nur der Heilige Geist kann dauerhafte Gemeinschaft stiften, er selbst ist die Gemeinschaft.

2Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s