Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 2

Die Weisheit bewahrt vor dem Verderben

1 Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, 2 sodass dein Ohr auf Weisheit Acht hat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, 3 ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, 4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen: 5 dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden. 6 Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. 7 Er lässt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. 8 Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen. 9 Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg. 10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, 11 Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, – 12 dass du nicht gerätst auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die Falsches reden, 13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege, 14 die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich über böse Ränke, 15 die krumme Wege gehen und auf Abwege kommen, – 16 dass du nicht gerätst an die Frau eines andern, an eine Fremde, die glatte Worte gibt 17 und verlässt den Gefährten ihrer Jugend und vergisst den Bund ihres Gottes; 18 denn ihr Haus neigt sich zum Tode und ihre Wege zum Ort der Toten; 19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und erreichen den Weg des Lebens nicht, – 20 dass du wandelst auf dem Wege der Guten und bleibst auf der Bahn der Gerechten; 21 denn die Gerechten werden im Lande wohnen und die Frommen darin bleiben, 22 aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet und die Treulosen daraus vertilgt.

1 Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, 2 sodass dein Ohr auf Weisheit Acht hat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, 3 ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, 4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen: 5 dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.“

„Gebote“? Das Wort „Gebot“ löst bei einem Evangelikalen (die Evangelikalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen der schändlichen Wiedertaufe) wahrscheinlich genauso viel Unbehagen aus wie das Wort „Sakrament“. „Gebote?“ „Kommt es nicht darauf an, eine Beziehung zu Jesus zu haben?“, denkt sich der Evangelikale – Gebote bringt er mit Gerechtigkeit aus Werken in Zusammenhang, und „Gerechtigkeit aus Werken ist nicht biblisch“, denkt sich der Evangelikale.

Der echte, christliche Glaube ist nicht gesetzlos, das heißt ein Christ, der den Heiligen Geist hat, führt ein Leben, das in der Regel nicht mit dem Gesetz der Thora (fünf Bücher Mose) in Konflikt kommt. Ein echter Christ käme  nie auf die Idee, zu behaupten, Jesus habe ihm etwas „gezeigt“, was mit dem Brechen eines Gebotes einhergehen würde. Nein, das Leben im Geist führt nicht zum Brechen der Gebote. Wer behauptet, er habe eine Beziehung zu Jesus, und bricht regelmäßig Gebote, der hat schlichtweg keine wirkliche Beziehung zu Jesus – alles nur Einbildung, Fiktion, Illusion, Träumerei.

Wenn Sie, lieber Leser, ein Evangelikaler sind und bemerken, daß Sie regelmäßig Gebote brechen trotz ihres „Glaubens“, dann sollten Sie nicht ruhen, bis Sie die Lösung für dieses äußerst schwerwiegende Problem gefunden haben. Suchen Sie nach der Lösung für dieses Problem wie nach Silber und Schätzen, dann werden Sie die wahre Erkenntnis Gottes finden. Lassen Sie sich nicht von den Ältesten Ihrer Gemeinde damit abspeisen, jemand könne nicht mehr verloren gehen, wenn er einmal zu der Erkenntnis gelangt sei, daß Jesus Christus für ihn am Kreuz starb und dort seine Sünden getragen hat. Stützen Sie sich auch nicht auf Joh. 3, 16:

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

„Glauben“ bedeutet viel mehr, als nur etwas für wahr halten. Nur wenn Sie den Glauben der Alten Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel haben, dann glauben Sie wirklich und nur dann ist Joh. 3, 16 für Sie gültig. Wie gesagt, Glauben ist viel mehr, als nur etwas für wahr halten. Wenn Sie wirklich glauben, dann überwinden Sie ihr sündiges Fleisch durch die befreiende Kraft von Jesus Tod und Auferstehung. Der echte Glaube fängt damit an, daß Sie sich auf die sakramentale Taufe beziehen, die neue Geburt aus Wasser und Geist. Durch die Taufe werden wir metaphysisch mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden; wir sterben und auferstehen zusammen mit Jesus in der Taufe. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wodurch wir unser sündiges Fleisch überwinden können – das ist wahrer Glaube. Falls Sie, lieber Leser, als Kind sakramental getauft wurden, dann beziehen Sie sich auf diese Taufe, sie ist gültig. Auch die Taufe durch einen römisch-katholischen Priester ist gültig trotz der Tatsache, daß die römisch-katholische Kirche verwerflich ist.

Einmal begegnete Jesus der Samariterin. Sie war auch in einem gewissen Sinne, scheinbar „gläubig“ (besser würde man sagen: „religiös“), lebte aber in ständig wechselnden Beziehungen mit Männern. Ihr „Glaube“ führte also nicht zur Überwindung des sündigen Fleisches und war somit nicht der wirkliche Glaube. Als Jesus ihr begegnete, gab er ihr den wahren Glauben. Als die Frau Jesus begegnete, gelangte sie in Gottes Gegenwart, der sie neu machte. Die Entsprechung dazu heute wäre eine sakramentale Taufe, denn auch bei der Taufe gelangen wir in Gottes Gegenwart, der uns neu macht (wir müssen das Ganze natürlich wollen).

6 Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht.“

Lieber Leser, Sie brauchen nicht auf eine spezielle Offenbarung Gottes zu warten. Weisheit, Erkenntnis und Einsicht sind schon vorhanden durch die Lehre der Alten Kirche, die Jesus und die Apostel gegründet haben. Lassen Sie sich von der echten Kirche belehren, und Gott wird zu Ihnen reden. Zu mir sprach Gott zum ersten Mal durch das Buch „Nachfolge“ des evangelischen Pfarrers Dietrich Bonhoeffer. Zwischenzeitlich ist mir auch Dr. Martin Luther (z. B. sein „Kleiner Katechismus“) sehr behilflich gewesen. Und ich hoffe, ich kann Ihnen behilflich sein, lieber Leser, durch meine Website.

7 Er lässt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. 8 Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen. 9 Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg.“

Wenn Sie nach wirklicher Frömmigkeit streben, das heißt Frömmigkeit, die das regelmäßige Brechen der Gebote ausschließt, dann wird Gott Sie von den krummen Wegen der Evangelikalen oder sonstiger falscher Gläubiger weg auf die rechte Bahn führen, den Weg der Alten Kirche.

10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, 11 Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, „

Wenn Sie von neuem geboren sind aus Wasser und Geist durch die sakramentale Taufe, dann haben Sie wirklich eine Beziehung zu Jesus, nicht nur eingebildet, und Jesus ist in ihr Herz eingegangen und ihrer Seele lieblich. Jesus wird Sie behüten und bewahren. Allerdings ist unser Leib sündhaft in sich selbst, auch nach der Taufe. Täglich müssen wir ihn durch die Verheißungen, daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind, überwinden. Durch die Taufe sind wir wirklich der Sünde abgestorben und Christus ist in uns – wir können tatsächlich überwinden. Wir brauchen nicht mehr zu suchen nach einer (falschen) Rechtfertigung für die Sünde, denn wir überwinden sie. Wir brauchen nicht die falsche „Heilsgewissheit“ der Evangelikalen, die „guten Werke“ der Katholiken, den „Billige-Gnade-Jesus“ (Jesus als reiner Sündenbock, aber nicht als Befreier von Sünden) der Protestanten, die „fünf Säulen“ des Islam, jüdische Gesetzeswerke, etc.

12 dass du nicht gerätst auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die Falsches reden, 13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege, 14 die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich über böse Ränke, 15 die krumme Wege gehen und auf Abwege kommen, – 16 dass du nicht gerätst an die Frau eines andern, an eine Fremde, die glatte Worte gibt 17 und verlässt den Gefährten ihrer Jugend und vergisst den Bund ihres Gottes; 18 denn ihr Haus neigt sich zum Tode und ihre Wege zum Ort der Toten; 19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und erreichen den Weg des Lebens nicht, – 20 dass du wandelst auf dem Wege der Guten und bleibst auf der Bahn der Gerechten;“

Mit „die Bösen“ sind nicht aus juristischer Sicht Kriminelle (Mörder, Diebe, Räuber, etc.) gemeint sondern Leute (siehe Anmerkung 1, unten), die einer falschen Religion anhangen, die zur Rechtfertigung der Sünde führt (Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, Gesetzesjudentum, evangelikaler Glaube, etc.). Nur der echte, christliche Glaube führt im Gegensatz dazu zu wirklicher Besserung. Der echte Christ rechtfertigt seine Sünde nicht, sondern überwindet sie durch die Kraft Jesu.

„Leute, die Falsches reden“ sind wiederum die Irrlehrer der falschen Religionen, falschen Kirchen und Sekten. Das sind die Erzbösewichter auf Erden, denn sie führen Menschen in den ewigen Tod.

„die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ ist die römisch-katholische Kirche (siehe Anmerkung 2, unten), die aus der echten, christlichen Kirche hervorgegangen ist. Der Gefährte ihrer Jugend war tatsächlich Jesus, aber heute ist ihr Gefährte der herrschsüchtige, ehrsüchtige, habsüchtige Papst bzw. der Teufel.

Die Lehre vom Papsttum und die Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken führen in den Tod. Die römisch-kath. Kirche ist sehr verführerisch („glatte Worte“), denn sie verbindet himmlische Herrlichkeit mit der Möglichkeit irdischer Herrlichkeit. Beim echten Christentum ist die irdische Herrlichkeit ausgeschlossen und der wahre Christ strebt nicht nach irdischer Herrlichkeit sondern himmlischer Herrlichkeit. Irdische und himmlische Herrlichkeit schließen sich gegenseitig aus.

21 denn die Gerechten werden im Lande wohnen und die Frommen darin bleiben, 22 aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet und die Treulosen daraus vertilgt.“

Das „Land“ ist die ganze Erde. Gott wird eines Tages seiner Kirche, den Frommen, die Herrschaft über die Erde geben. Gegenwärtig besteht die Größe der echten Kirche nicht in irdischer Herrlichkeit sondern in Sanftmut und Demut – sanftmütig und demütig verhält sie sich gegenüber den Sünderlein. Wie ihr Herr in seinen Erdentagen richtet die Kirche die Sünder nicht, sondern möchte ihnen das Heil vermitteln. Die Kirche ist nicht eine richtende Herrscherin sondern eine liebevolle Seelsorgerin.

„Gottlose“ und „Treulose“ sind natürlich auch Anhänger falscher Religionen. Sie werden genauso gerichtet werden wie reine Materialisten und die Erde wird von ihnen gesäubert werden.

Anmerkung 1

Man muß in diesem Falle unterscheiden zwischen zwei Arten von Bösen: Leiter, Älteste, Bischöfe, Prediger, Pastoren, etc. einer falschen Religion und gewöhnliche Gemeindeglieder, die man ggf. wohlwollend auch als Verführte bzw. Opfer ihrer jeweiligen „geistlichen“ Leiter (Wölfe im Schafspelz) sehen kann. Je mehr jedoch ein einfacher Anhänger einer bestimmten falschen Religion in die Mysterien seiner Religion eingeweiht ist, desto mehr ist er auch ein Böser; während ein Einfältiger, der in eine falsche Religion verwickelt wurde, ohne zu wissen, wie ihm geschieht, relativ unschuldig sein kann. Man muß das im Einzelfall prüfen. Man kann nicht alle einfachen Anhänger (gewöhnliche Gemeindeglieder) einer falschen Religion pauschal als arme, verführte Schäflein betrachten, sie von aller Schuld freisprechen, und alle Schuld der jeweiligen „geistlichen“ Leiterschaft geben. Natürlich, die Angehörigen des Klerus einer falschen Religion sind die Hauptschuldigen, die Erzbösewichter, aber je mehr ein einfaches Gemeindeglied bei der falschen Lehre bleibt trotz Hinweisen und Warnungen durch die echte Kirche, desto mehr fällt es der Verwerflichkeit anheim wie die Irrlehrer. Nicht nur der Lügner macht sich schuldig sondern auch jener, der der Lüge glaubt. Wenn ein Anhänger einer falschen Religion, die zur Rechtfertigung der Sünde führt, über das echte Christentum informiert wird, das zu wirklicher Besserung führt, und zieht dann seine falsche Religion dem Christentum vor, dann ist das sehr böse.

Kurz gesagt: Man sollte weder alle einfachen Anhänger (gewöhnliche Gemeindeglieder) einer falschen Religion als Erzbösewichter verdammen, die nicht mehr zum echten Christentum konvertieren können, noch sollte man pauschal über alle zu milde urteilen, als ob sie alle gänzlich unschuldig wären, arme, verführte Lämmlein.

Im Gespräch mit einem Betroffenen wird sich herausstellen, was er für einer ist. Ein Gesprächsangebot hat jeder verdient. Wie beschränkt ist die EKD, daß sie mit Juden nicht einmal mehr über das Christentum reden will, was für ein lahmer Verein.

Siehe auch EKD sagt: „Nein zur Judenmission“

Anmerkung 2

Natürlich kann man „die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ auch im realen Sinne verstehen. Wir brauchen nur an die Frau Potifars, des Kämmerers und Obersten der Leibwache des ägyptischen Pharao, zu denken, die den frommen Joseph verführen wollte. Und obgleich er sich nicht verführen ließ, brachte ihm die reine Verleumdung, er habe sich mit Potifar’s Frau eingelassen, zunächst die allergrößten Schwierigkeiten ein (Gefängnis).

Siehe 1. Mose 39

Auch David’s Ehebruch mit Batseba, der Frau Urias, des Hetiters, zeigt, daß man „die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ durchaus auch nach dem realen Sinne verstehen kann, wenn sie auch nicht viele Worte machte – aber mußte sie ausgerechnet da nackt baden, wo David sie sehen konnte; wollte sie gesehen werden? Man kann auch ohne Worte verführen. Der Herr vergab zwar David seine Sünde, aber sie hatte doch die allerschlimmsten Folgen für David.

Siehe 2. Samuel 11

Vielleicht sind sexuelle Sünden auch immer ein Hinweis auf den Abfall des Betroffenen vom Herrn. Der geistliche Abfall vom Herrn, der nichts anderes als geistliche Hurerei mit dem Teufel ist, wird sichtbar durch sexuelle Sünden.

4. Mose 25, 1-3 Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter; die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel.

4Mo 31,16 Siehe, haben nicht diese (midianitische Frauen)  die Israeliten durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versündigten am HERRN durch den Baal-Peor, sodass der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr?

Offb 2,14 Aber einiges habe ich gegen dich (die Kirche zu Pergamon): Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben.

Das Ganze ist auch eine Abwärtsspirale, die sowohl mit der sexuellen Sünde als auch dem Abfall vom Herrn bzw. geistlicher Hurerei beginnen kann:

Mehr geistliche Hurerei, mehr sexuelle Sünden, deswegen noch mehr geistliche Hurerei und deswegen noch mehr sexuelle Sünde, etc. Das führt in den Abgrund.

Durch sexuelle Sünden wird der Heilige Geist, der im Christen wohnt, gedämpft oder ausgelöscht. Der Geist aber ist es, der uns belehrt über den Unterschied zwischen echter Lehre und falscher Lehre. Ist der Geist weg, verfallen wir der Irrlehre. Jede Irrlehre wiederum rechtfertigt die Sünde, wodurch wir noch mehr sexuell sündigen, was zur Folge hat, daß der Geist uns noch mehr verläßt, etc.

Korinter 6, 12-20 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 15 Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! 16 Oder wisst ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« (1.Mose 2,24). 17 Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Ergänzung

Joh. 3, 16 lautet, wie folgt: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Es steht nicht da: „die ewige Vergebung haben“, sondern es steht da „das ewige Leben haben“. Jene, die Evangelikalen, die diesen Vers so gerne missbrauchen, um sich selbst die Heilsgewißheit oder das Heil zuzusprechen, lesen etwas Falsches in diesen Vers hinein, eben dieses „die ewige Vergebung haben“. Dadurch wird der Vers vollkommen pervertiert, als ob ich durch den „Glauben“ an das Sühneopfer Jesu eine Vergebung hätte, die von meinem tatsächlichen Lebenswandel unabhängig wäre. Im Gegensatz dazu sagt der Vers, einfach wenn man den Text wirklich genau liest: „das ewige Leben haben“ Das ewige Leben beginnt natürlich schon hier und jetzt, nicht erst nach der ersten Auferstehung. Ewiges Leben ist das Leben in Christus, das einerseits die Nachfolge Jesu im Alltag aus der Kraft Jesu beinhaltet und außerdem die Vergebung der Sünden. Nachfolge und Vergebung bilden eine unzertrennliche Einheit. Man sollte nicht wähnen, man könne die Vergebung ohne Nachfolge haben. Also, lieber Leser, verstehen Sie den Vers einfach richtig, achten Sie genau darauf, was der Text sagt.

Ich glaube natürlich, daß Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für unsere Sünden war, aber ich glaube gleichzeitig, daß ich auch mit ihm (am Kreuz) gestorben und auferstanden bin. Durch die Kraft seines Todes und seiner Auferstehung kann ich ihm nachfolgen im Alltag. Meine Nachfolge ist die einzig angemessene Wertschätzung für sein Opfer am Kreuz. In der Nachfolge habe ich den Glauben (existiert der Glaube), der Jesu Opfer am Kreuz auch als Sühneopfer ergreift und somit habe ich die Vergebung meiner Sünden. Ich verdiene mir die Vergebung der Sünden nicht durch meine Nachfolge, sondern der Glaube, der mir die Kraft zur Nachfolge gibt, zur Nachfolge führt, ergreift auch Jesu Opfer am Kreuz als Sühneopfer. Jesu Opfer am Kreuz war nicht nur ein Sühneopfer für unsere Sünden sondern auch ein Werk der Erlösung (Befreiung von Sünden). Nur wenn wir es in beiden Eigenschaften akzeptieren, haben wir auch die Sühnung unserer Sünden.

 

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