Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 7

1 Mein Sohn, behalte meine Rede und verwahre meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, 5 dass sie dich behüte vor der Frau des andern, vor der Fremden, die glatte Worte gibt. 6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter 7 und sah einen unter den Unverständigen und erblickte unter den jungen Leuten einen törichten Jüngling. 8 Der ging über die Gasse zu ihrer Ecke und schritt daher auf dem Wege zu ihrem Hause 9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, als es Nacht wurde und dunkel war. 10 Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Hurengewand, listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken. 13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn, wird dreist und spricht: 14 »Ich hatte Dankopfer zu bringen, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. 15 Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu suchen, und habe dich gefunden. 16 Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Decken aus Ägypten. 17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe besprengt, mit Aloe und Zimt. 18 Komm, lass uns kosen bis an den Morgen und lass uns die Liebe genießen. 19 Denn der Mann ist nicht daheim, er ist auf eine weite Reise gegangen. 20 Er hat den Geldbeutel mit sich genommen; er wird erst zum Vollmond wieder heimkommen.« 21 Sie überredet ihn mit vielen Worten und gewinnt ihn mit ihrem glatten Munde. 22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Stier zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt, 23 bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und weiß nicht, dass es das Leben gilt. 24 So hört nun auf mich, meine Söhne, und merkt auf die Rede meines Mundes. 25 Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn. 26 Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und viele sind, die sie getötet hat. 27 Ihr Haus ist der Weg ins Totenreich, da man hinunterfährt in des Todes Kammern.

Auslegung

1 Mein Sohn, behalte meine Rede und verwahre meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, 5 dass sie dich behüte vor der Frau des andern, vor der Fremden, die glatte Worte gibt.“

„Die Frau des anderen bzw. die Fremde“ ist irgendeine falsche Religion. „Schwester und Freundin“ ist das ursprüngliche Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel. Je mehr ich mich mit meiner „Freundin“ beschäftige, desto weniger werde ich Acht geben auf die glatten Worte der „Fremden“. Je mehr ich den Segen des echten, christlichen Glaubens täglich erlebe, desto weniger werde ich geneigt sein, mich mit einer falschen Religion zu befassen, die nur Fluch über mich bringt. Es geht nicht darum, sich ständig (täglich) zu bezwingen, nicht der „Fremden“ nachzulaufen, sondern wenn mir meine „Freundin“ wirklich lieblich ist, ich ihre Liebe täglich erfahre, werde ich ganz freiwillig der „Fremden“ keine Aufmerksamkeit schenken, komme gar nicht auf die Idee.

Wie wird mir meine „Freundin“ immer lieblicher, wie erfahre ich ihre Liebe?

Dies geschieht dadurch, daß ich durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu die sündigen Neigungen meines Leibes überwinde. Wenn ich sakramental getauft bin, egal ob als Kind oder Erwachsener, bin ich mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden. Dies  muß ich täglich im Glauben ergreifen. Täglich folge ich nicht der Sünde meines Leibes, der ich durch die Taufe abgestorben bin, sondern stelle meine Glieder Christus zur Verfügung, mit dem ich durch die Taufe auferstanden bin. Wenn ich dies tue, „behalte ich die Gebote und hüte sie wie meinen Augapfel“. Es geht nicht darum, den Text der geschriebenen Gebote auswendig zu lernen, sondern dem Geist Christi Raum zu geben, wirklich zu überwinden. Wenn wir im Geist leben, werden wir nicht mit den Geboten in Konflikt kommen bzw. sie sogar erfüllen, was mehr ist als „Halten“. Durch die Taufe wohnt eine Person der Gottheit in uns – Gott, der Geber des Gesetzes, wird uns sicher so leiten, daß wir sein Gesetz erfüllen.

Das tiefste Unglück des Menschen ist seine persönliche Sünde. Sünde ist auch ohne das Vorhandensein von Geboten da. Sünde ist ein Handeln gegen die Liebe, Christus. Die christliche Liebe ist nicht die Liebe dieser Welt sondern Christus, eine Person der Gottheit. Wenn wir sündigen, handeln wir gegen Christus, die Liebe. In Christus aber „hängt“ das ganze Universum, auch wir als menschliche Wesen.

Hebr 1,3 Er (Jesus; R. B.) ist der Abglanz seiner (Gottes; R. B.) Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe

Es ist metaphysische Wirklichkeit, daß es so etwas wie ein unsichtbares Gewebe gibt, in dem die sichtbare Welt aufgehängt ist. Jedes Mal wenn wir sündigen, zerreißen wir ein Stück dieses Gewebes. Da wir selbst auch in diesem Gewebe „hängen“, spüren wir natürlich auch den Schaden bzw. Schmerz, wenn wir ein Stück des Gewebes zerreißen. Je mehr und öfter wir gegen die Liebe handeln, desto mehr verlassen wir den festen Grund, der uns trägt, sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen. Unser unsichtbarer Sturz macht sich bemerkbar in realen Krankheiten. Umgekehrt werden wir wieder heil, wenn wir uns wieder in Einklang mit der Liebe begeben. Die Evangelien sind voller Berichte über Heilungen. Die Heilungen waren aber nichts anderes als sichtbare Sündenvergebung. Sünder kamen zu Jesus, der Liebe, und er heilte Seele und Leib.

Der große Segen des Glaubens an Jesus ist die damit verbundene körperliche Heilung. Viele Menschen würden Häuser voll Silber und Gold hergeben, wenn sie wieder gesund werden könnten. Ein Christ hat oft nicht Silber und Gold, aber das, wofür andere Silber und Gold geben würden: Gesundheit. (ein Ordinierter, der heilen kann, sollte nicht auf die Idee kommen, für Heilungen Gebühren zu verlangen; diese Idee wurde Judas Iskariot zum Verhängnis)

Markus 2, 1-12 1 Und nach einigen Tagen ging er (Jesus; R. B.) wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause (das Wohnhaus von Jesus am See Genezareth; R. B.) war. 2 Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 3 Und es kamen einige zu ihm, die brachten einen Gelähmten, von vieren getragen. 4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, machten ein Loch und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. 5 Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 6 Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen: 7 Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? 8 Und Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr solches in euren Herzen? 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher? 10 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: 11 Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! 12 Und er stand auf, nahm sein Bett und ging alsbald hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben so etwas noch nie gesehen.

Die „glatten Worte“ der „Fremden“ bestehen darin, daß sie uns weismachen will, wir könnten uns durch das Halten bestimmter Rituale von wirklicher, sittlich-moralischer Besserung im Alltag dispensieren. Die „Fremde“ verharmlost die Sünde, gibt uns eine Rechtfertigung für die Sünde. Aber auch wenn sie noch so viele „glatte Worte“ gibt, die metaphysischen Gesetzmäßigkeiten dieses Universums kann niemand außer Kraft setzen: Wenn wir sündigen, werden wir krank, depressiv, vereinsamen, sterben, etc. und zuletzt erleiden wir sogar den ewigen Tod.

Ein großer Vorzug des christlichen Glaubens ist auch die Gemeinschaft mit Menschen, mit denen man sich nicht in einem Wettbewerb der Statussymbole befindet. Der Heilige Geist begründet zwischen den Gliedern der christlichen Kirche eine Art Verwandtschaftsverhältnis. Diese Bindung ist stärker als die natürliche Verwandtschaft. Der Heilige Geist wohnt in der christlichen Kirche – er selbst ist die Gemeinschaft der Gläubigen.

Röm 1,12 das heißt, damit ich (Paulus; R. B.) zusammen mit euch (die Glieder der Kirche zu Rom; R. B.) getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.

Mt 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird’s hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. (hier ist mit Brüder, Schwestern, etc. die leibliche Verwandtschaft gemeint)

Mk 10,30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. (hier ist mit Brüder, Schwestern, etc. die geistliche Verwandtschaft gemeint)

Aber nicht nur der Wettbewerb der Statussymbole entfällt in der christlichen Kirche, sondern die Kirche ist auch ein soziales Sicherungssystem für ihre Glieder, sogar wenn alle staatlichen Sicherungssysteme ausfallen.

2Kor 8,14 Jetzt helfe euer (die Glieder der Kirche zu Korinth) Überfluss ihrem (die verfolgten Christen in Judäa) Mangel ab, damit danach auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,

Auch das gegenseitige liebevolle ermahnen der Christen ist ein Segen, denn so bewahren sie sich gegenseitig vor dem Unglück, dem Sündigen.

Hebr 3,13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.

Der christliche Glaube bringt Segen: Gesundheit, frohe Gemeinschaft, soziale Sicherung, etc. Wer das Tag für Tag erlebt bzw. erfährt, wird sich kaum irgendeiner falschen Religion zuwenden, die, wenn man genau hinschaut, genau das Gegenteil bringt – Fluch statt Segen. Die Glieder einer Sekte stehen im Wettbewerb der Statussymbole wie die sündige Welt. Die Sekte saugt mich aus, fordert Spenden von mir mit allem Nachdruck. Die Sekte macht mich krank, indem sie mich nicht von dem krankmachenden Sündigen abhält, nicht davon abhalten kann, weil sie nicht die wahre, heilbringende Lehre hat.

Gegenüber der Fülle des Segens, den Christen durch die Gemeinschaft der Kirche genießen, fallen alle Leiden aufgrund von Verfolgungen nicht ins Gewicht.

„6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter 7 und sah einen unter den Unverständigen und erblickte unter den jungen Leuten einen törichten Jüngling. 8 Der ging über die Gasse zu ihrer Ecke und schritt daher auf dem Wege zu ihrem Hause 9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, als es Nacht wurde und dunkel war.“

Das Unglück des „törichten Jünglings“ beginnt damit, daß er sich von den anderen jungen Leuten absondert. Diese „jungen Leute“ sind eine Metapher für die christliche Kirche. Der Aufenthalt draußen in der Dunkelheit wurde für den Jüngling erst gefährlich, als er die Gruppe der „jungen Leute“ verließ. Die Stadt, über der gerade die Sonne untergeht (Dämmerung), ist die Welt (die Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben; zur Welt gehören natürlich auch alle Anhänger falscher Religionen). Die „Sonne“ wiederum ist eine Metapher für Christus. „Dämmerung“ bedeutet also, daß die Welt ein Ort ist, dem die Erkenntnis der christlichen Lehre (Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus, das Wort der Wahrheit, plus die Bergpredigt, das Wort von der Geduld) immer mehr verloren geht bis hin zur völligen Unkenntnis („Finsternis“). Mitten in dieser sich immer mehr verfinsternden Welt ist die Kirche. Die Kirche wird erleuchtet von Christus, der „Sonne“. Indem die Kirche von Christus erleuchtet wird, ist sie wie Christus selbst das Licht der Welt.

Mt 5,14 Ihr (die christliche Kirche; R. B.) seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (das sagte Jesus)

Joh 8,12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Ein Christ ist so lange ein Licht, solange er die in der Bergpredigt genannten Charaktereigenschaften hervorbringt, indem er dem Geist Christi in sich Raum gibt:

  • Bescheidenheit
  • Mitgefühl
  • Sanftmut
  • Verlangen nach Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
  • Reinheit persönlicher Motive
  • Versöhnlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Standhaftigkeit im Glauben

(in der Bergpredigt gibt Jesus dem Christen Anweisungen, wie er diese o. g. Charaktereigenschaften bewahren kann trotz der Versuche der Welt, die ihn wieder zu einem der ihren machen will)

Ein Christ entfernt sich also nicht erst dann von Christus bzw. der christlichen Kirche, wenn er z. B. am Sonntag den Gottesdienst nicht mehr besucht sondern schon dann, wenn er seinen christlichen Charakter aufgibt und allmählich wieder ein herrschsüchtiger, stolzer, selbstsüchtiger, unbarmherziger, rachsüchtiger, brutaler, hinterhältiger, ehrsüchtiger, Schätze sammelnder, neidischer, zorniger, prahlerischer, etc. Heide wird.

Die Geistlichen der echten, christlichen Kirche werden einen solchen wiederholt und mit allem Nachdruck ermahnen, sich doch zu besinnen und seine Taufe wieder recht zu gebrauchen durch die Überwindung der sündigen Neigungen des Fleisches durch die befreiende Kraft Christi, die Kraft der Taufe.

Hebr 12,15 und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden;

Jemand der sich trotz permanenter Ermahnung nicht bessern will, wird die Gemeinde sicherlich irgendwann auch räumlich verlassen, indem er z. B. nicht mehr zum Gottesdienst kommt. Sicherlich kommt irgendwann auch ein Ausschluss aus der Gemeinde in Betracht, wenn der Betreffende seinem Abfall vom Glauben nicht selbst die räumliche Trennung von der Gemeinde folgen läßt – wann hierfür die Zeit reif ist, das zu beurteilen, bin ich als „Laienprediger“ überfordert. Auf jeden Fall kann es nicht sein, daß man in der Kirche über Jahre und Jahrzehnte einen Menschen duldet, der so ungefähr den Charakter des falschen Propheten Mohammed hat. Man muß als Geistlicher hier auch seine Verantwortung sehen gegenüber den ehrenwerten Gemeindegliedern, die sich vom Geist leiten lassen und die o. g. Charaktereigenschaften wie Bescheidenheit, Mitgefühl, Sanftmut etc. hervorbringen. Würde man als Geistlicher den Bösen nicht irgendwann aus der Gemeinde entfernen, wäre das, wie wenn ein Schäfer bzw. Hirte einen gefräßigen Wolf nicht von der Herde der wehrlosen Schafe wegtreiben würde – es wäre geradezu Mord an den Schafen, unterlassene Hilfeleistung. Darüber muß man sich im Klaren sein: Es laufen genug Bösewichter in dieser Welt herum, die sich gerne auch zum Schein bekehren, aber in Wirklichkeit nur nach wehrlosen Schafen (treuen Christen) suchen, die sie „auffressen“ können – es gibt sehr, sehr boshafte Menschen, „inkarnierte“ Teufel.

Es kann durchaus sein, daß ein Bösewicht, den die christliche Kirche ausschließt, sich einer falschen Religionsgemeinschaft anschließt, die es ihm erlaubt, einen heidnischen Charakter zu haben und sich doch gläubig oder gar Christ zu nennen. Muslime nennen sich gläubig, aber wer weiß nicht, daß Muslime den Charakter von Raubtieren haben (Muslime können natürlich auch Wölfe im Schafspelz sein, sich als harmlose „Schafe“ verstellen); es ist nicht weit her mit ihrer Religion. Aber auch viele Protestanten, Katholiken und Evangelikale sind im Hinblick auf ihren Charakter heidnisch trotz der Tatsache, daß sie sich Christ nennen – Neuheiden eben.

10 Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Hurengewand, listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken. 13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn, wird dreist und spricht: 14 »Ich hatte Dankopfer zu bringen, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. 15 Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu suchen, und habe dich gefunden. 16 Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Decken aus Ägypten.“

Die Hure gibt sich religiös: Dankopfer, Gelübde – aber sie ist doch eine Hure, hurt mit dem Teufel, indem sie ihren Ehemann (Christus) betrügt und verläßt. Etliche falsche Religionsgemeinschaften dieser Welt sind aus der christlichen Kirche hervorgegangen (z. B. Kopten und Nestorianer), das heißt in ihrer Jugend waren sie tatsächlich mit Christus verbunden, „verheiratet“, sind aber jetzt los von ihm, „er ist auf einer weiten Reise“.

Ein „Hurengewand“ läßt viel vom „Fleisch“ der Hure sehen. Dies ist ein Hinweis darauf, daß falsche Religionsgemeinschaften auf das „Fleisch“ (der natürliche Mensch ohne Jesus; der natürliche Mensch ist sündig, da wir alle die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam geerbt haben) bauen – sie ermangeln der Bekleidung in Christus. Alle falschen Religionsgemeinschaften lehren entweder falsch über die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe oder praktizieren sie gar nicht. Allein aber die sakramentale Taufe macht uns frei von der Sünde. Somit sind alle falschen Religionsgemeinschaften auf dem Weg in den Abgrund, denn ihre Glieder bzw. Anhänger sind hoffnungslose Sklaven der Sünde, selbst wenn sie etwa Formulierungen gebrauchen mögen wie „Jesus macht mein Leben neu“ oder „ich habe eine Beziehung zu Jesus, er ist in mein Herz gekommen“ – der Jesus der Evangelikalen ist pure Einbildung; sie haben keine Beziehung zum echten Jesus, Gottes Sohn, der uns durch die sakramentale Taufe in die Nachfolge ruft. Die sogenannte Taufe der Evangelikalen ist eine reine Badertaufe und sogar schädlich, denn sie bringt Täuflinge davon ab, sich auf die sakramentale Taufe zu stützen, die allein uns die Kraft geben kann, Jesus nachzufolgen.

Matthäus 24, 45- 51 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht (mit „Knecht“ ist ein Geistlicher gemeint; R. B.), den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? 46 Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 Wenn aber jener als ein böser Knecht (Geistlicher einer falschen Religion; R. B.) in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, 49 und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen: 50 dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

„Ägypten“ ist eine Deckname für die sündige Welt wie das Wort Babylon. Das „Bett und die Decken“ sprechen von Gemütlichkeit. Die Hure, die falsche Religion, will es also ihrem Opfer möglich machen, ein Gläubiger zu sein und dennoch gleichzeitig auch in der sündigen Welt zu Hause zu sein, es sich in der sündigen Welt gemütlich zu machen. Das ist ein gewaltiger Spagat. Die Welt, die im Grunde genommen aus lauter falschen Religionsgemeinschaften besteht, wenn man auch Materialismus und Aufklärung als falsche Religionen rechnet, sucht händeringend nach Leuten, die scheinbar diesen Spagat schaffen: Einen heidnischen Charakter haben und sich doch gläubig nennen. Das Ganze ist in den Augen des wahren Gottes natürlich Gotteslästerung und dahinter steckt der böse Geist.

Offb 17,3 Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau (die sündige Menschheit, Hure Babylon; R. B.) auf einem scharlachroten Tier (Summe der antichristlichen Regierungen; R. B.) sitzen, das war voll lästerlicher Namen (falsche Religionsgemeinschaften dieser Welt, die mit den antichristlichen Regierungen kooperieren; R. B.) und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

Der heidnische Mensch (einschließlich aller Anhänger falscher Religionen) ist ganz hingenommen im täglichen Broterwerb und Konsum. „Dies ist gut für die Wirtschaft“, denken sich die antichristlichen Regierungen – und wenn die Wirtschaft gut läuft, sind auch die Steuereinnahmen des Staates hoch und die Glieder des Staates (Minister, Staatssekretäre, Beamte, etc.) können sich wieder eine Erhöhung ihrer Besoldung genehmigen. Nichts ist dem antichristlichen Staat im Gegensatz dazu mehr ein Gräuel als der kontemplative Mensch, der Christ. So dachte schon der alte Pharao, der das Volk Israel hasste und ihm Faulheit unterstellte, als es in die Wüste ziehen und dort seinem Gott ein Fest feiern wollte.

2Mo 5,8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie (das Volk Israel; R. B.) bisher gemacht haben, sollt ihr (Aufseher des Pharao; R. B.) ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. (das sagte der Pharao)

Von daher ist die viel gepriesene Religionsfreiheit doch fragwürdig (siehe Anmerkung, unten). Nicht daß der Staat etwas für die verschiedenen Religionsgemeinschaften an sich übrig hätte – nein, nein. Aber der Staat weiß genau, daß die falschen Religionsgemeinschaften kleine, mickrige Spießbürger produzieren, die immer mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt und außerdem religiös und sexuell sehr tolerant sind. Durch die falschen Religionsgemeinschaften macht der Staat den Menschen weiß, sie gingen Richtung Himmel; gleichzeitig haben aber die Anhänger der falschen Religionsgemeinschaften einen heidnischen Charakter, der der Wirtschaft sehr zugutekommt. Dieser Spagat zwischen heidnischem Charakter und der Fiktion, man sei persönlich gläubig, ist reif für die Patentierung. Dafür hat der Teufel fast ein Patent verdient. Mit den falschen Religionsgemeinschaften bzw. der Religionsfreiheit schlägt also der Staat zwei Fliegen mit einer Klappe: Seine Bürger sind seelisch ruhig, da sie meinen, Richtung Himmel zu gehen und gleichzeitig sind sie sündige Heiden, die der Wirtschaft zugutekommen.

Auslegung zu Offenbarung 17, 3 (siehe oben): Auf dem Rücken des Tieres (Summe aller antichristlichen Regierungen dieser Welt) reitet die Hure (alle Menschen, die nicht an Jesus glauben) Richtung Hölle. Das Tier allerdings ist voller lästerlicher Namen (die falschen Religionsgemeinschaften dieser Welt). Während die Hure auf dem Rücken des Tieres Richtung Hölle reitet, versichern ihr die falschen Religionsgemeinschaften, es ginge Richtung Himmel. Dies bewirkt, daß die Hure ganz ruhig auf dem Rücken des Tieres sitzen bleibt, statt abzuspringen, und das gefällt natürlich dem Tier und deswegen entfernt es auch nicht die lästerlichen Namen, mit denen es bedruckt ist.

Siehe auch Auslegung Offenbarung 17

17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe besprengt, mit Aloe und Zimt. 18 Komm, lass uns kosen bis an den Morgen und lass uns die Liebe genießen. 19 Denn der Mann ist nicht daheim, er ist auf eine weite Reise gegangen. 20 Er hat den Geldbeutel mit sich genommen; er wird erst zum Vollmond wieder heimkommen.« 21 Sie überredet ihn mit vielen Worten und gewinnt ihn mit ihrem glatten Munde. 22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Stier zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt, 23 bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und weiß nicht, dass es das Leben gilt. 24 So hört nun auf mich, meine Söhne, und merkt auf die Rede meines Mundes. 25 Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn. 26 Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und viele sind, die sie getötet hat. 27 Ihr Haus ist der Weg ins Totenreich, da man hinunterfährt in des Todes Kammern.“

Durch ihre Rituale geben die falschen Religionsgemeinschaften ihren Anhängern einen falschen Trost und sie verlieren das kommende Gericht Gottes aus den Augen, das jeden Tag über die Menschheit hereinbrechen kann, wie ein unerwarteter Dieb in der Nacht. Die Anhänger der falschen Religionsgemeinschaften lassen sich so in deren Trott hineinziehen, daß sie glauben: „er (Christus) ist auf einer weiten Reise“. Statt sich durch sittlich-moralische Besserung im Alltag auf die Wiederkunft Jesu Christi vorzubereiten, „liegen sie faul mit ihrer falschen Religionsgemeinschaft im Bett“. Aber sie werden jäh aus dem Schlaf mit der Hure gerissen werden, wenn Jesus Christus zum Gericht erscheint. Sie werden beim Gericht nicht durchkommen, da sie während ihres Lebens auf Erden ihr sündiges Fleisch nicht durch Christi Kraft überwanden und sich stattdessen wertlosen Ritualen hingaben.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Behalten wir im Gedächtnis: Am Jüngsten Tag werden nicht die durchkommen, die ihre Sünde während ihres Lebens rechtfertigten sondern die, die aus der Kraft Christi ein Leben der fortschreitenden Heiligung führten. („Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn.“)

Hebr 12,14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird,

Anmerkung

In meinem Artikel Nationalismus aus christlicher Sicht – Plädoyer für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat habe ich mich für die Religionsfreiheit ausgesprochen. Dabei bleibe ich. Die Religionsfreiheit ist im Vergleich zur Theokratie das geringere Übel. Die Religionsfreiheit ist dem Staate nützlich, wie oben schon gesagt, weil die ganzen falschen Religionsgemeinschaften letztlich lauter Heiden produzieren, die der Volkswirtschaft sehr zugutekommen. Die Religionsfreiheit schützt allerdings auch die echte, christliche Kirche, die fromme Menschen hervorbringt. Schwer ist es für die echte, christliche Kirche, das böse Spiel der falschen Religionsgemeinschaften mit anzusehen (wie sie Menschen in die Irre führen) und wie sich der Staat dabei auch noch ins Fäustchen lacht als Nutznießer des bösen Spiels. Schnell könnte der Ruf nach einem Staat laut werden, der allein das Christentum duldet (eine Form der Theokratie) und die falschen Religionsgemeinschaften verbietet. Gott will, daß Menschen sich freiwillig bekehren; eine Theokratie aber würde viele Heuchler hervorbringen, die um irdischer Vorteile willen den Glauben heucheln würden. Dem ist es vorzuziehen, daß der Staat die Religion frei läßt und seiner Kernaufgabe nachkommt, die Sünder voreinander zu beschützen, sodaß sie nicht allzu früh sterben und gar nicht dazu kommen, sich zu bekehren bzw. der christlichen Kirche anzuschließen.

Wie löst man das Problem, daß die vielen falschen Religionsgemeinschaften, die in einem Staat mit Religionsfreiheit nunmal existieren, so viele Menschen verführen und damit zugrunde richten?

Die christliche Kirche muß selbst aktiv werden und darf keinesfalls Hilfe vom Staat erwarten. Zunächst kann die christliche Kirche alle falschen Religionsgemeinschaften verfluchen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Sodann kann die christliche Kirche einen Informationskrieg (info war) gegen die falschen Religionsgemeinschaften führen, indem sie sie öffentlich beim Namen nennt und die Bevölkerung über ihre falschen, schädlichen Lehren aufklärt. Dieser Krieg sollte mit allen Mitteln, über alle Kanäle geführt werden: Rundfunk, Fernsehen, Internet, Bücher, Einsätze in der Fußgängerzone, Artikel in Zeitungen, persönliche Gespräche, etc. Dieser Krieg bedarf natürlich erheblicher finanzieller Mittel. Dies gäbe den Reichen in der Gemeinde Gelegenheit, zu beweisen, ob sie wirklich glauben, indem sie sich in diesem Krieg finanziell engagieren würden durch Gaben an die Institutionen der Kirche, die den „info war“ führen würden.

Timotheus 6, 17-19 17 Den Reichen in dieser Welt gebiete (schrieb Paulus an Timotheus; R. B.), dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, 19 sich selbst einen Schatz sammeln (im Himmel; R. B.) als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.

Ergänzung

„listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken.“

Damit sind die Missionsbemühungen der falschen Kirchen, falschen Religionsgemeinschaften und Sekten gemeint. Gehen Sie, lieber Leser, einmal an einem Samstagnachmittag in die Münchner Fußgängerzone (z. B. Neuhauser Str. / Kaufingerstr.). Sie werden erstaunt sein, was sich da alles herumtreibt. Nein, ich meine nicht all die Taschendiebe, Drogenabhängigen, Sandler (Obdachlose), Säufer, etc. Ich meine jene „Missionare“ der „Hure“. Wie schnell haben sie wieder einen blauäugigen Naivling eingefangen, versprechen ihm ein neues Leben, aber richten ihn langfristig zugrunde, wenn er sich ihnen angeschlossen hat. Es ist erstaunlich, wie der sogenannte Bekehrungseifer, der aus dem sündigen Fleisch kommt, jene zu den allergrößten missionarischen Anstrengungen veranlasst, sodaß sie ihr „halbes Leben“ auf der Straße verbringen „im Auftrag ihres Herrn“ (ihr Herr ist natürlich der Teufel). Obwohl ich ca. fünfzig Jahre alt bin, habe ich noch nie einen Missionseinsatz/Straßeneinsatz der echten, christlichen Kirche erlebt. Wirklich sehr interessant: Der Teufel missioniert, aber Gott missioniert nicht. Man könnte fast meinen, Gott wolle keine Mission (ich scherze). Das ist eine gewaltige Schande für die Kirche bzw. wenn es keine christliche Mission mehr gibt, dann kann es auch keine echte, christliche Kirche mehr geben, denn sie würde nicht Schande auf sich bringen durch Unterlassung von Mission.

13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn,“

Es ist erstaunlich, welche Liebe die Diener der „Hure“ einem Opfer entgegenbringen können, um es einzulullen. Da wird alles in den buntesten Farben geschildert, aber wenn man genau nachforscht: nur Unrat und Totengebeine unter der Oberfläche. Die Liebe der Eiferer (Fanatiker) ist aus Gottes Sicht Hass, denn sie führt den „Geliebten“ ins Verderben, ist nichts weiter als ein Täuschungsmanöver, eine Lüge, ein Einwickeln der Einfältigen.

 

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