Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen. Ich möchte mich dem Problem von einer anderen Seite her nähern.

Wenn ich die Behauptung aufstelle, wir (der deutsche Durchschnittsbürger) seien heute beinahe das ganze Jahr ausschließlich mit materiellen Dingen beschäftigt, dann ist das sicherlich nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt. Im Folgenden gehe ich davon aus, daß meine Behauptung der Wirklichkeit entspricht.

Wie soll das eigentlich funktionieren, daß einer bis zum 24. Dezember eines Jahres malocht bis zum Umfallen und dann noch am gleichen Tag (Heiliger Abend), das heißt innerhalb eines Zeitraums weniger Stunden, sich den geistlichen Inhalt des Weihnachtsfestes (die Feier der Geburt Christi) vergegenwärtigen soll? Lieber Leser, mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie Autofahrer. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß es unmöglich ist, bei 140 km/h vom fünften Gang in den Rückwärtsgang zu schalten. Solch eine Aktion hätte bestimmt katastrophale Folgen. Genauso kann auch ein Mensch nicht innerhalb kürzester Zeit vom Arbeiten-Konsumieren-Modus des Alltags  auf einen geistlichen Modus umschalten.

Anders ausgedrückt: Wer Weihnachten wirklich angemessen feiern will, der muß sich schon während des laufenden Jahres mit dem Inhalt dieses Festes beschäftigen, das heißt er muß sich Zeit für Kontemplation nehmen.

Wie sich für uns das Weihnachtsfest gestaltet, entscheidet sich schon während des laufenden Jahres. Die Frage ist einfach die, was ich liebe: Liebe ich das materialistische Leben oder liebe ich das geistliche Leben bzw. Jesus Christus selbst. Ob ich materialistisch bin, kommt darin zum Ausdruck, wofür ich eigentlich arbeite: Wenn ich meinen Verdienst nur für die Anschaffung von Statussymbolen (teures Haus, Auto, Kleidung, etc.) verwende, mein Wohlleben (teures Essen, Getränke, Urlaube, etc.) damit finanziere und schließlich den Rest für Zukunftsvorsorge (Vermögensbildung, Versicherungen, etc.) ausgebe, dann bin ich ein Materialist bzw. ein Diener des bösen Geistes Mammon. Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden. Wir sehen also, das eigentliche Problem ist nicht das Rund-um-die-Uhr-arbeiten, sondern die Frage wofür ich arbeite.

Es geht hier um eine Sache, die, glaube ich, nicht jedem wirklich klar ist. Es geht darum, daß ich nicht materialistisch und gleichzeitig geistlich bzw. christlich sein kann. Dies ist ein Gesetz, das genauso unumstößlich ist wie ein Naturgesetz (wer das liest, der merke auf!). Dies ist, denke ich, das Kernproblem bei dem heutigen Weihnachtsfest.

Wir sind uns, glaube ich, nicht der geistlichen Dimension des Materialismus bewusst. Es fällt zunächst schwer, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Umgang mit Geld und Gütern überhaupt und dem christlichen Glauben (der Glaube an Jesus).

Im Neuen Testament (ein Teil der Bibel) lesen wir unter anderem von der Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens mit dem Götzendienst. Bevor sich im römischen Reich der christliche Glaube etablieren konnte, beteten die Leute wirklich Götzen wie Jupiter, Saturn, Merkur, Apollo, etc. an. Diese Götzen waren natürlich in Wirklichkeit nichts anderes als Dämonen. Es ist klar, daß jemand nicht gleichzeitig Jesus Christus und den Teufel und seine Dämonen anbeten kann. Was das Erkennen der Verwerflichkeit des Götzendienstes angeht, hatten die alten Christen wirklich einen Vorteil im Vergleich mit uns, denn die Verwerflichkeit des Götzendienstes war sehr leicht einzusehen.

Die Verwerflichkeit des Dienstes des Mammon, des Materialismus, ist nicht so leicht einzusehen und so sind wir Heutigen im Vergleich zu den Alten im Nachteil. Diesen Nachteil können wir ausgleichen durch ein erhöhtes Maß an Kontemplation. Wir müssen uns Zeit nehmen, die Sache zu durchschauen. Natürlich, weder Geld noch Güter sind böse an sich selbst. Geld und Güter werden mir erst dann zum Verhängnis, wenn ich falsch damit umgehe. Ich gehe dann falsch um mit meinem Geld und meinen Gütern, wenn ich neben meinen eigenen Bedürfnissen nicht auch die Bedürfnisse der Kirche und ihrer Glieder und solcher Menschen, die es werden sollen, berücksichtige. Je mehr ich meine Güter nur für mich verwende, desto mehr gewinnen sie Macht über mich bzw. desto mehr gewinnt der böse Geist Mammon Macht über mich. Der Dämon Mammon bringt mich in ein fürchterliches Hamsterrad hinein: arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, etc. … ewiger Tod. Nach dem oben genannten Gesetz kann ich nicht Gott und gleichzeitig dem Mammon dienen, weil man überhaupt keinem Götzen und gleichzeitig dem ewigen Gott, der in Christus Mensch geworden ist, dienen kann. Unser Problem an Weihnachten sind also nicht rechteigentlich die Geschenke sondern die Tatsache, daß ein böser Geist, ein materialistischer Geist, von uns Besitz ergriffen hat. Das ist es, was wir einsehen müssen, daß Materialismus Götzendienst ist.

Ganz praktisch deutlich wird die Herrschaft des bösen Geistes über uns darin, daß wir Menschen beschenken, die sowieso schon genug haben. Liebe im Gegensatz dazu bestünde darin, jemand zu beschenken, der in materieller Not ist und zusammen mit diesem Geschenk ggf. auf Christus hinzuweisen, der sich um alle Bedürfnisse eines Menschen, der an ihn glaubt, kümmert. Auch ein Christ kann in materielle Not kommen, wenn er z. B. wegen seines Glaubens in den Bann getan wird, und wer will schon jemand in seiner Firma beschäftigen, der geächtet ist (dieses Problem hatten schon die ersten Christen, die aus den Juden kamen, daß die Juden, die nicht zum Christentum konvertierten, sie in den Bann taten). Wenn man zu Weihnachten Bedürftige einlädt, die noch nicht gläubig sind, dann sollte man sie, wie gesagt, nicht nur beschenken, sondern auch auf Christus hinweisen, der unter anderem auch die tieferen Ursachen der materiellen Not eines Menschen beseitigen kann. Christus vermag Menschen aus der Klasse der materiell Benachteiligten herauszuholen und in die Gemeinschaft der Kirche, des Leibes Christi, einzugliedern, wo es es kein Ansehen der Person gibt. Das eigentliche Problem des Armen, sein Ausgegrenztsein, wird gelöst durch die Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche. In der Kirche geschieht Wiederherstellung der Ausgegrenzten durch die sakrale Gegenwart des Christus. Die Kirche an sich kann schwerlich sehr wohlhabend werden, da sie von der profanen Welt z. B. im Arbeitsleben benachteiligt wird. Die Glieder der Kirche können sich allerdings gegenseitig beistehen und trotz der Benachteiligung durch die Welt doch ein einfaches aber erträgliches Leben führen. Auch ist Christus bei ihnen, der viele materielle Nachteile mehr als aufwiegt. Die Kirche braucht den Materialismus dieser Welt nicht mitzumachen, weil sie in Christus ruht, in Christus Frieden hat, in Christus Gemeinschaft hat. Der Reichtum der Kirche ist Jesus Christus selbst. Im Gegensatz zur Welt, die immer nur mit dem Umwälzen von Materie beschäftigt ist, setzt die Kirche auf Kontemplation, ist „reich“ in Christus.

So mag ich ein materiell unendlich einfaches Weihnachtsfest feiern, aber da es in Christus geschieht, ist es unendlich selig.

Stellen wir uns mal eine Familie vor, wo Eltern und Kinder sich darin einig sind, die Geschenke seien Gaben Christi, wobei die Eltern die Kinder nicht darüber im Unklaren lassen, daß sie die Geschenke unter den Baum legen und nicht das Christkind. Eltern und Kinder sind sich einig darüber, daß die Geschenke letztendlich von Gott bzw. Christus kommen trotz der Tatsache, daß die Eltern die Geschenke besorgen und die Bescherung inszenieren. „Das sieht verdammt nach Glauben aus.“

Wäre das nicht eine richtige christliche Weihnacht?

Nein, wenn der ganze Heilige Abend auf die Geschenke reduziert wäre und die Erkenntnis, jene Geschenke kämen von Christus, dann wäre das noch lange kein richtiges Weihnachtsfest bzw. sogar das Gegenteil davon trotz des christlichen Anstrichs. Eine Weihnachtsfeier, die rein auf die Bescherung eingeengt ist, ist eine Pseudoweihnachtsfeier, selbst wenn alle glauben, Gott oder Christus wäre der Geber der guten Gaben.

Eine rein auf die Geschenke fixierte Weihnacht gibt Zeugnis davon, daß man sich das ganze sonstige Jahr nicht um Christus gekümmert hat, sondern dem Materialismus frönte. Die „Materialschlacht“ des vergangenen Jahres findet ihre Fortsetzung bzw. Krönung in einer Materialschlacht mit christlichem Anstrich am 24. Dezember. Der böse Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat, beherrscht uns auch an Weihnachten, mögen wir noch so stolz darauf zu sein, zu glauben, Christus sei der Geber der guten Gaben, der Weihnachtsgeschenke.

Was wäre eine wahre, christliche, fröhliche Weihnacht?

Nun, dazu müßten wir frei sein von dem bösen Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat. Interessant ist, daß Christus ja gerade deswegen Mensch wurde (er wurde von der Jungfrau Maria zur Welt gebracht), um uns von der  Herrschaft des Teufels und seiner Dämonen zu befreien, die in uns noch viel anderes Böses bewirken neben dem Materialismus. Es entspricht dem Befund des Neuen Testamentes, daß die finsteren Mächte vollen Zugriff auf den Menschen haben, der nicht an Jesus Christus glaubt.

Warum sollte ich die Geburt eines Menschen feiern, dem ich nichts zu verdanken habe?

Wenn ich Christus nichts zu verdanken habe, warum soll ich dann seine Geburt feiern?

Damit ich von mir aus gerne Weihnachten feiere, das heißt die Geburt Jesu Christi, muß ich erst einmal herausfinden, was ich ihm eigentlich zu verdanken habe.

Natürlich ist das auch an sich selbst interessant, daß Gott Mensch wurde und als das Kind seiner Eltern Joseph und Maria  zur Welt kam. Aber was hat das mit mir zu tun?

(das Folgende schreibe ich unter der Voraussetzung, daß Sie als Kind sakramental getauft wurden, denn in der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Christus)

Natürlich, seine Menschwerdung allein ist es nicht, sondern seine Menschwerdung in Verbindung mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Christus hat uns am Kreuz mit in seinen Tod hineingenommen, uns als solche, auf die der Teufel und seine Dämonen Zugriff haben. Außerdem sind wir mit ihm auferstanden und haben ein neues Leben in ihm. Da Gott Rücksicht nimmt auf unsere freie Persönlichkeit, die von niemand manipuliert werden darf, zwingt er uns dieses Heil nicht auf. Wir als Getaufte haben die Möglichkeit, es jeden Tag neu im Glauben zu ergreifen, daß wir als solche, die dem bösen Geist dienen müssen, gestorben sind und in Christus ein neues Leben haben. In Christus können wir Gutes tun trotz unserer natürlichen Sündhaftigkeit.

Wir sind zwar bei der Taufe mit Christus gestorben, aber offensichtlich hat uns Gott nicht in dem Sinn vernichtet, sonst wären wir ja seit der Taufe nicht mehr da. Wir sind seit der Taufe einerseits ganz neu und andererseits so alt wie vorher. Wir müssen es sozusagen freiwillig gegen uns selbst, unseren sündigen Leib, uns selbst, durchsetzen, daß wir der Sünde abgestorben und in Christus sind durch die Taufe. Hätte Gott bei der Taufe den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wäre dies unsere Vernichtung gewesen, denn die Veranlagung zum Sündigen ist Teil unserer natürlichen Persönlichkeit. Hätte Gott den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wären wir ja seit der Taufe eine andere Persönlichkeit, was aber die Auslöschung unseres bisherigen Ichs bedeutet hätte, was der Annihilation gleichgekommen wäre. Was ich sagen will, ist Folgendes: Es könnte ja einer dem Irrtum verfallen, er könne seit seiner Taufe nicht mehr sündigen und nur noch Gutes tun, da er ja mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden sei (dieser Irrtum würde ihn in den Wahnsinn treiben, weil er ja im alltäglichen Leben sieht, daß er trotz seiner Taufe doch noch sündigt). Das „Gestorbensein“ muß man, um allem Irrtum vorzubeugen, so verstehen, daß Gott uns durch die Taufe „nur“ für gestorben erklärt (er hat uns als bisherige Persönlichkeit nicht getötet, sondern erklärt uns nur für tot in Bezug auf die Sünde), uns als solche, auf die der Teufel Zugriff hat, die sündigen müssen. Da Gott mich in meiner Eigenschaft als Sünder und Diener des Teufels für tot erklärt hat, muß ich nicht mehr zwanghaft sündigen, sondern kann durch Inanspruchnahme des Taufheils meine Sünde überwinden und die Herrschaft Satans über mich verleugnen. Gott sei Lob, Preis, Ehre und Dank dafür, daß er einen Weg gefunden hat, aus Sündern Heilige zu machen, ohne die mit Sünde verbundene Persönlichkeit der Sünder auszulöschen.

An-Jesus-Christus-glauben bedeutet nichts anderes als die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils. Durch den Glauben an Jesus, der den täglichen Kampf gegen uns selbst bedeutet, haben wir die Vergebung der Sünden. Die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils bedeutet nicht anderes, als den Glauben an Jesus zu halten bzw. zu bewahren, und so haben wir jetzt schon die Vergebung der Sünden. Die gleiche Gnade aufgrund derer uns vergeben ist, hilft uns im Kampf gegen die Sünde. Wer die Gnade verleugnet, indem er nicht kämpft, hat auch keine Vergebung auf Grundlage der Gnade.

Ich begann diesen Artikel mit folgender Bemerkung (siehe Textanfang, ganz oben): „Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen.“ Im weiteren Verlauf dieses Artikels entsteht allerdings der Eindruck, ich sei ganz offensichtlich doch der Meinung, Weihnachten sei ein reines Konsumfest. Das Problem ist, ich habe es weiter oben schon angesprochen, daß wir nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können (dies bezeichnete ich weiter oben als Gesetz). Also, ich unterstelle sehr, sehr gerne, daß viele von uns an Weihnachten nicht nur schenken wollen oder beschenkt werden wollen, sondern daß viele von uns auch der Geburt Jesu Christi gedenken wollen, seine Geburt feiern wollen. Was ich meine, ist das: Wenn ich heute einfach irgendwelche Leute in einer Fußgängerzone interviewen würde und würde sie fragen, was ihnen an Weihnachten wichtig wäre, würden sie neben der Bescherung auch den religiösen Aspekt nennen. Keineswegs hätte ich das Recht und die Befugnis, jenen, die ich interviewt habe, zu unterstellen, sie seien alle Heuchler und die Wahrheit wäre, es ginge ihnen doch nur um die Bescherung (Geschenke) und vor laufender Kamera und eingeschaltetem Mikrofon wären sie zu feige, dies zuzugeben; das wäre eine sehr böse Unterstellung (Argwohn). Lieber Leser, ich darf Ihnen versichern, daß ich das auch tatsächlich niemand unterstelle, ich bin ja nicht evangelikal sondern (alt-)kirchlich.

Was nun?

Wir sind uns einfach manchmal nicht über die Tragweite der Dinge im Klaren, die wir tun. Ich meine, es ist sicherlich Vielen nicht klar, wie oben schon gesagt, daß sie nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können, Gott und dem Mammon. Aber wie gesagt, daß ist ein Gesetz auf der Grundlage des Befundes der Bibel, das heißt es ist ein göttliches Gesetz, unumstossbar.

Was folgt daraus?

Ich muß also einem Menschen, der mir sagt, der religiöse Aspekt sei für ihn sehr wichtig, wenn er Weihnachten feiert, sagen, daß er sich gröblich täuscht, wenn er meint, er feiere wirklich das gute, alte Weihnachtsfest der alten, christlichen Kirche. Nein, ich muß ihm sagen, auch wenn ihm das sehr, sehr weh tut, auch wenn er das gar nicht gerne hört, daß sein Weihnachtsfest in Wirklichkeit ein Pseudoweihnachtsfest bzw. ein Antiweihnachtsfest ist. Für Gott zählt nunmal der ganzjährige Materialismus, über den man nicht Buße getan hat und auch nicht Buße tun will. Dieser Materialismus wiegt alles positive Religiöse auf und führt zu einem Negativ-Saldo (Konto im Minus).

Das Pseudoweihnachtsfest bzw. das Antiweihnachtsfest kommt sogar in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes vor:

Offenbarung 11, 10 Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen über sie und wohlleben und Geschenke untereinander senden; denn diese zwei Propheten quälten die auf Erden wohnten.

Die „zwei Propheten“ sind die judenchristliche Kirche und die heidenchristliche Kirche. Die „zwei Propheten“ sind also in Wirklichkeit ein Prophet, die Kirche.  „Die auf Erden wohnen“ ist die profane Menschheit, die Welt. Die Kirche war der profanen Welt schon immer ein Dorn im Auge (mit „profane Welt“ meine ich die Masse aller Menschen, die niemals zum Christentum konvertierten), denn die Kirche machte der Welt ihre Unvollkommenheit in sittlich-moralischer Hinsicht bewußt. Heute haben wir leider den Zustand, daß die „zwei Propheten“ tot sind, das heißt die Kirche besteht nur noch aus Gliedern, die geistlich tot sind, sodaß auch die Kirche als Ganzes tot ist. Die Glieder der heutigen Kirche sind geistliche Leichname, denen man z. B. auf der Arbeit oder beim Einkaufen begegnet – geistliche Leichname in der Öffentlichkeit, nicht im Leichenhaus, denn biologisch leben sie ja noch. Das Entscheidende: Die weltweite Pseudoreligion, die heute alle traditionellen Religionen überlagert, ist die sogenannte Aufklärung, die trotz ihrer hehren Glaubenssätze nichts anderes bewirkt hat, als daß die Menschheit in den totalen Materialismus verfallen ist. Auch die Kirchen lehren heute letztendlich die Aufklärung und nicht das Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel. Die Kirchen haben sich völlig an die Welt angepasst und deren Pseudoreligion, die Aufklärung, übernommen. Über diesen geistlichen Tod der Kirche freut sich die Welt („Geschenke untereinander senden“).

Natürlich, nur sehr wenige Menschen werden heute an Weihnachten ganz bewußt den geistlichen Ruin der Kirche feiern, aber dennoch tun es alle zumindest unbewußt. Sie tun es, indem sie einfach an Weihnachten den Materialismus des ganzen Jahres fortsetzen, verpasst mit einem religiösen Anstrich (das Weihnachtsfest als Krönung des ganzjährigen Materialismus). Jene also, die vermeintlich auch die Geburt Christi feiern, feiern in Wirklichkeit den Tod seines Leibes, der Kirche, das heißt, wenn man es allein auf die irdische Welt begrenzt, seinen Tod. Mit seiner Kirche ist Christus quasi noch einmal gestorben (natürlich ist der himmlische Jesus Christus, der Auferstandene, nicht noch einmal gestorben, sondern sitzt weiterhin zur Rechten Gottes, von wo er kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten; deswegen sagte ich: „auf die irdische Welt begrenzt“; aber für alle, die auf Erden wohnen, ist er quasi noch einmal gestorben).

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36891/umfrage/grund-fuer-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/190221/umfrage/bedeutung-von-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/642773/umfrage/weihnachten-feiern-in-Deutschland/

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Die christliche Kirche

Weiter oben schrieb ich Folgendes: „Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden.“

Hieraus ergibt sich eine sachliche Nötigung, denn wenn weder die EKD noch die römisch-katholische Kirche zur christlichen Kirche gehören: „Wer oder was ist dann die christliche Kirche???“

Der Abfall vom christlichen Glauben hat in Deutschland ein derartiges Ausmaß erreicht, daß man sagen muß, die christliche Kirche in Deutschland ist komplett untergegangen, es bedarf eines Neuanfangs. (die sakramentale Kindertaufe eines Einzelnen auf den Namen des dreieinigen Gottes (ein Gott in drei Personen) bleibt jedoch gültig, auch wenn der Einzelne vom Glauben abgefallen ist; tut ein Einzelner Buße, ist keine Wiedertaufe erforderlich, sondern er kann sich einfach wieder auf seine Kindertaufe beziehen und aus deren Kraft wieder als Christ leben)

(eine Taufe auf einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, Modalismus, ist nicht gültig; der christliche Gott ist nicht ein einpersonaler Gott in drei Erscheinungsformen sondern ein Gott in drei Personen)

Jesus hat einmal gesagt (Matthäus 18, 20): „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Das heißt nichts anderes, als daß schon zwei gläubige, sakramental getaufte Menschen eine Kirche gründen können bzw. eine kleine Kirche sind, wenn sie sich im Namen Jesu treffen.

Lieber Leser, falls Sie fromm sind, können Sie also, sobald Sie einen christlichen Bruder gefunden haben, christlich aktiv werden. Sie und Ihr Bruder können den gleichen christlichen Aktivitäten nachgehen wie eine Kirche mit 1000 Gliedern, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, die zwei Personen mit einem bestimmten Einkommen und einem bestimmten Besitz und Vermögen haben. Sie mögen zu zweit nicht in der Lage sein, einen großen Saal zu mieten, um dort eine Weihnachtsfeier für Bedürftige abzuhalten, aber Sie können ja „einfach“ (es ist natürlich nicht alles so einfach) Leute in Ihr Wohnzimmer einladen. Die Kosten für Essen, Getränke, Geschenke, Dekoration, Bücher, etc. könnt Ihr dann gemeinsam tragen. Eine Zwei-Mann-Gemeinde kann genauso evangelisieren wie eine 1000-Mann-Gemeinde, nur natürlich im kleineren Maßstab. Aber auch eine kleine Aktion kostet schon etwas, denn man muß ggf. Bücher kaufen, einen Büchertisch, Schriften drucken lassen; es entstehen Fahrtkosten, Transportkosten, etc. Weiter wird man ja auch Interessierte einladen wollen, wodurch weitere Kosten entstehen. Ein Bedürftiger, der gläubig geworden ist durch die Evangelisation, mag materielle Hilfe benötigen, was erhebliche Kosten verursachen kann.

Natürlich will Gott, daß alle Menschen die frohe Botschaft hören, nicht nur die Bedürftigen. Allerdings sieht Gott die Person nicht an. Ein Mensch, der aus materiell einfachen Verhältnissen kommt, soll in der Gemeinde nicht weniger gelten als einer, der aus wohlhabenden Verhältnissen kommt. Weil der natürliche Mensch (die profane Welt) immer dazu neigt, die Reichen, Schönen, Starken, Erfolgreichen, Mächtigen, Geehrten, Klugen, etc. zu bevorzugen und die Benachteiligten zu vernachlässigen bzw. sogar in ihrer Not krepieren zu lassen, soll die Kirche ein Zeichen setzen und ganz bewußt besonders auf die Benachteiligten zugehen. Allerdings muß man sich vor dem Irrtum hüten, zu glauben, jemand müsse erst sozial komplett ruiniert sein, bevor er gläubig werden könne; diese Denke käme dem Wahnsinn gleich.

Warnung: Die Evangelikalen mit ihrer schändlichen Wiedertaufe (intern betrachten die Evangelikalen die illegale Wiedertaufe natürlich als eine legale Taufe und nennen sie auch so; davon sollte man sich nicht in die Irre führen lassen) gehören nicht zur christlichen Kirche.

Die Jungfrauengeburt

Ich sage in dem obigen Text einerseits, Jesus sei das Kind einer Jungfrau gewesen, andererseits sage ich, er sei das Kind der Eltern Joseph und Maria gewesen. Wie reimt sich das zusammen? Nun, gemäß des Befundes der Bibel war Maria tatsächlich Jungfrau, als sie Jesus zur Welt brachte – Joseph hatte ihr noch nicht beigewohnt. Gott hat sozusagen den Leib Jesu durch ein Wunder im Leib der Maria aus dem Nichts geschaffen – es war weder Same noch Eizelle beteiligt. Die Elternschaft des Kindes, daß nur scheinbar von Maria und Joseph abgestammt hätte, hat Gott dann sozusagen per Edikt verfügt. Gott schuf ja den Adam aus einem Erdklumpen, also konnte er auch irgendeinen anderen Menschen schaffen, der einem bestimmten Stamm zugeordnet ist (Jesus hat er dem Stamm Davids zugeordnet; übrigens geht das Edikt Gottes so weit, daß Jesus wirklich als biologischer Nachkomme Davids gerechnet wird, obwohl, wie gesagt, weder Eizelle noch Same bei seiner Zeugung beteiligt waren).

Lukas 3, 23 Und Jesus war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Eli’s, …

Römerbrief 1, 3 das Evangelium von seinem Sohn, der nach dem Fleisch aus dem Samen Davids stammt,

Das Problem der Sünde

Weiter oben schrieb ich, wir seien durch die Taufe mitgestorben und mitauferstanden und könnten durch dieses Taufheil unsere natürliche Sündhaftigkeit überwinden. Natürlich gilt das nicht in einem mathematischen Sinne bzw. in dem Sinn, daß wir nach der Taufe oder wenn wir uns auf unsere Kindertaufe beziehen, sofort sündlos wären, nicht mehr sündigen würden. Wenn wir durch Sündigen von der Taufe „weggeschwommen“ sind, können wir durch Umkehr von der Sünde jederzeit wieder zurückschwimmen und werden durch Gottes Vergebung neu in seine Gemeinschaft aufgenommen. Bei hartnäckigen Sünden empfiehlt sich die Beichte bei einem christliche Bruder, der auch selber gerne seine Sünden beichtet.

Weiter gilt:

Römerbrief 13, 13-14 13 Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; 14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt. (als Christ sollte man also maßvoll essen und trinken, das heißt fasten, um nicht die Begierden des Leibes aufzuwecken; R. B.).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine Antwort zu Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

  1. Willi Löhr schreibt:

    Danke für diesen Text als Impuls und wer Glauben als täglichen Kampf sieht, hat das Christentum nicht verstanden.
    Siehe Lukas 17,21 Das reich Gottes ist schon mitten unter euch und den Text des Heils in einer vergessenen und vernachlässigten Dimension zeigt:“Wir sind mitten in der Schöpfung. Der heutige Christ scheitert an Heiligen Geist, Vergebung, Gnade,Gehorsamkeit und göttliche Demut. Es gibt Atheisten, die innere Freiheiten der Partizipation begegnen. Transparenz,Wertgefühl, Mut, Respekt und Vertrauen, fester im Sattel sitzen als Christen.Es fehlt nur die Gnade des Herrn im Glauben!.
    Dann werden sogar „Quartiere“ lebendig…
    Christliche Heilkunde im Kontext “Glaubhaft ist nur Liebe“

    Eine vergessene Dimension wird in der Liebe eingebunden und zeigt seine Wirkung durch die “Worte“ unseres Herrn “Jesus Christus“.

    Der Weg zu Gott führt aus dem alltäglichen Leben zu einem neuen Leben im Alltag, dem auch die düstersten Stunden das sichere Wissen um Gott und das unvergängliche Licht nicht mehr zu rauben vermögen. Systeme, Askese, Weltflucht sind auf dem Weg nicht von Nutzen. Der Erdenmensch, diese disharmonische Verbindung von Tier und Geist, schwebt mitten im ungeheuren Spannungsfeld zwischen dem Reich des Fürsten der Finsternis und dem Reich Gottes, den letzten Realitäten, die sich in unserem gegenwärtigen beschränkten Dasein nur in sekundären Auswirkungen bemerkbar machen. Der individuelle Wille jedes einzelnen Menschen bestimmt seinen Weg, der nach oben allein mit der Hilfe aus dem Reich Gottes zu gehen ist, die willig und vorbehaltlos ohne Seitenblicke auf materielle Erfolge angenommen werden muss, soll sie wirksam sein.

    Der Wanderer mit ehrlicher Absicht und unbeirrbarer Ausdauer wird schon hier oder auf der anderen Seite den lichten Weg betreten können: seine persönliche Vollendung in Gott, dem Ewigen und Lebendigen!

    „Noch immer verbindet man mit dem Worte ‚Glaube‘ nur den einen Begriff des ‚Fürwahrhaltens‘ dessen, was man ‚glaubt‘, oder zu ‚glauben‘ vermeint! Die Kraft des Glaubens aber ist eine innere Sicherheit, dass man das erreiche, was sie verheißt! – – –
    Sobald du in solcher Weise Gott zu ‚glauben‘ suchst, wirst du gewiss nicht denen glauben, die dir alten, in der Enge eigenem Erfassen ausgebrüteten Wahn als Wahrheit darzustellen suchen! …
    Du wirst nur dir selber glauben, wenn du der Kraft des Glaubens vertraust! – – –
    In dir selber wirst du sie am Werke finden, und was sie dir zu offenbaren hat, wird in dir selber begründet sein! –
    In dir wirst du erleben, was sie dich lehren kann! – – –
    Nur was du in dir erlebst, mein Freund, wird dir zu Eigen sein! Die persönliche Bindung zu Gott ist ein Unikat und „Geist“ lässt sich nicht nachweisen, aber er ist spürbar im Glaubensweg eines Menschen! Und Gott lässt sich nicht nachweisen, eben weil er “Gott“ ist und kann nur in der Schöpfung, in den Wunder eines Lebens und in der Veränderung von Menschen gesehen werden!
    Der Ursprung bleibt die Liebe in 1. Korinther 13,1 und in Evangelium der “Guten Botschaft“ Der einzige “Gott“ der sich erniedrigt hat und seinen Sohn als Mensch hat sterben und in seiner Auferstehung den Menschen befreit hat.
    Unsere Erlösung (Reich Gottes) kam zur Geburt des Sohnes und damit hat diese Geburt eine Wirkung von 365 Tage im Jahr und eine ewige Langzeitwirkung für uns. Sie wird bestätigt durch den heiligen Geist und die Gnade eines geschenkten Glaubens. Aktiviert durch die Bitte der Vergebung des Sünders und den Weg eines beginnenden Glaubens in der persönlichen Beziehung Gott und Mensch.

    Der Kurs „Christliche Heilkunde“ –Das Buch zum Kurs“ sollte um genannt werden. Neu gestalteter Trainingskurs “Für alle Menschen in der Liebe und Hoffnung eines liebenden Gottes!“
    In der Nächstenliebe wird auch das Heil unseres „Jesus Christus“ offenbart und belebt. Sein Leid spiegelt sich im Leid der Menschen wieder und hat damit auch einen Sinn. Der gläubige Mensch empfängt die Kraft der Auferstehung und kann durch das Leid gehen und stellt damit auch seinen Glauben in den Vordergrund.

    Die Grundsätze in 7.Abend des Kurses “Ihr seid das Licht der Welt“ ist eine Verheißung „Gottes“ und es setzt etwas frei, „GLAUBE“, zusätzlich eine
    Identität eines christlichen Helfers und die christliche Heilkunde:

    1. Sie ist keine Technik.
    2. Sie ist keine Fata Morgana.
    3. Sie ist keine Illusion oder eine fehlende Wahrnehmung zu unserem Leben.
    4. Sie ist keine psychische Krankheit eines Zwanges, einer Einbildung oder die Entwicklung einer neurotischen Auffälligkeit.
    5. Sie ist keine Entdeckung des Menschen, sondern ist /steht im Kontext des 1. Korinther 13,1 und der Bergpredigt! Sie ist der Zusammenhang und die Beziehung eines Glaubens. Sie steht im „Wort“ des Evangelium und ist die frohe Botschaft: Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. (1.Johannes 5:13)

    Durch Liebe motiviert
    • Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass [wir] Gott geliebt haben, sondern dass [er] uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden. (1.Johannes 4:8-10)
    Hier sollte uns täglich bewusst werden“365 Tage Weihnachten ist für den Menschen vorbereitet und es geht in die Ewigkeit hinein. Was wenigen bewusst ist und oft ignoriert, verdrängt oder sogar verneint wird, ist das Vorhandensein des “Widersachers“
    Die Verdorbenheit und Verdammnis des Menschen wird durch Ihn seit Adam und Eva mit Arglist, Täuschung und Verblendung geführt:
    Widerstände erheben sich aus dem Stolz, Egoismus und dem Neid eines schwachen Menschen ohne eigene, innere Heilung. Diese Heilung findet eine Antwort in der christlichen Heilkunde und sollte für alle Menschen aktiviert und geöffnet werden. Gemeinde braucht Heilung und Erkenntnis. Bedauerliche weise werden kaum noch Bekenntnis -Rebellion zu Gott seit Jahrtausend- in den Focus gesetzt und lassen eine Erkenntnis zum „Sinn des Lebens“ nicht erkennen! Ein gestörter Heilungsprozess bleibt auf Dauer auf der Strecke liegen und verleiht dem Leben kaum noch „Fülle“. Damit sind Depressionen, Ängste und psychosomatische Störungen kontinuierlich im Anstieg.
    Glaube, Vertrauen, Offenheit, Demut und christliche Heilkunde als Veränderung und Chance im eigenen Leben zu finden ,erleben und zu erkennen, brauchen Umbrüche und Aufbrüche zu unserem sakulären, gestörten und weltlichen System im 21, Jahrhundert.
    Wir können nicht zwei Herren dienen: „Dem Mammon oder dem Glauben zu einer Dreieinigkeit!“ Der Mensch braucht innere Heilung, so lasst uns danach suchen und den Weg einer christlichen Heilkunde erklären!
    Die Umsetzung der Christlichen Heilkunde, eine vergessene Dimension muss auf Widerstände stoßen. Wer das Wort des Herrn wenig oder gar nicht wählt, wird immer wieder Probleme haben. Sein Fundament ist Sand, Dornen und des Geistes eines Widersachers ausgesetzt und wird nie Frucht tragen! Die Führung „Gottes“ ohne sein Wort und einem festen, inneren Glauben“ kennt nicht Saat und Ernte:
    • Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes. (Römer 3:23)
    • Und wir sind allesamt wie ein Unreiner geworden, und alle unsere Gerechtigkeiten wie ein unflätiges Kleid. (Jesaja 64:5)
    • Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!‘ (Galater 3:10) Der Mensch braucht das tägliche „Wort“ aus der Botschaft und das Gebet“ als seine Schutzrüstung für seine Wahrheit und seine Liebe zu Gott und zum Nächsten.
    Gebet:
    Nur Staunende können anbeten und nur Anbeter lernen es mehr und mehr zu staunen. Gott sagt jeden Tag: “Komm und habe Vertrauen! “Gehe in deinem Weg deines Lebens mit meinem Vertrauen und Glauben. Vertraue den Dingen, dir ich dir schenken und geben möchte!
    oder
    Durch Fürbitte für noch von Gott distanziert und ängstlichen Menschen wird der Fürbitter mit hineingenommen und hinein getragen, in das Rettungshandeln Gottes. Glaube und vertraue! Durch Fürbitte erfahren wir christliches heil und die Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn im Gebet hat –egal wie Gott uns seine Lösung vorbereitet! Versuchen wir nicht oft durch menschliches Denken oder Handeln, Gott zu versuchen: “Gott so muss du handeln!“ Damit sind die Widerstände vorprogrammiert!
    Probleme sind Prüfungen und Lösungen bekommen wir von Ihm geschenkt. Menschliche Offenheit, Mut und Demut prägen eine Gehorsamkeit zu Gott, Sie schaffen einen neuen Freiraum für das innere Leben in uns und zum „Anderen“.
    Lass dich mit Widerständen nicht irritieren und aus der Ruhe bringen. Schwer wird es für Dich, wenn du Gott vertraust: “Oh, hättet Ihr einen Funken Glauben, Iihr könntet Berge versetzen. Was hindert uns daran?
    Jetzt, diese Entscheidung zu treffen, ihm zu vertrauen!
    “Zeige mir, Herr deine Wege, lehre mich deine Pfade! Führe mich in deiner Treue und lehre mich: denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit.” (Psalm 25, Verse 4-5)
    Du musst mit Gegenwind aus drei Richtungen rechnen. Gott liebt den frustrierten Menschen und diese Menschen gehen weiter. Und er sagt uns in seiner Verheißung zum schwachen Menschen:
    2 Kor 12,9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
    Hier erfährt der Mensch göttliches Heil und steht im Kontext der christlichen Heilkunde!
    Siehe auch:“ Röm 14,1 Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.
    „Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Lasten. Gott ist unsere Hilfe.“ (Psalm 68, 20) Menschliche Texte sind oft leer und göttliche Texte brauchen Glaube und Vertrauen zwecks Erfüllung.
    1. Mt 19,26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist’s unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.
    2. Lk 1,37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
    3. Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
    4. Hebr 6,18 So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken – denn es ist unmöglich, dass Gott lügt -, einen starken Trost haben, die wir unsre Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung.
    5. Hebr 11,6 Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
    Die drei Richtungen mit Gegenwind: 1. „Ideologische Widerstände“

    Die vorherrschenden Weltanschauungen unserer Zeit sind nur eingeschränkt mit dem christlichen Menschen und Weltbild kompatibel. Wir haben darum mit Unverständnis und Ablehnung zu rechnen, besonders dort, wo unser Selbstverständnis den anderen Weltanschauungen deutlich entgegensteht, Viele Worte in dieser Welt bringen Unsicherheit und Ablenkung zu unserem Glauben. Haltet daran fest!

    1. Kol 2,5 Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe.
    2. 1.Tim 3,16 Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
    3. 1.Tim 4,1 Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen,
    4. Röm. 15,13 Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

    2.“Machtbedingte Widerstände“

    Der nach biblischer Lehre mit dem Christentum unvereinbare “Geist der Welt“ äußert sich darin, zum eigenen Vorteil und zum Nachteil anderer Macht auszuüben und auszubauen. Im Gesundheitswesen zeigt sich das zum Beispiel in egoistischen Karrierestreben, der Verordnung finanzieller Interessen gegenüber humanen, unmenschlichen Arbeitsdruck und einer unangemessenen Anspruchshaltung von Patienten und Angehörigen.

    3.Spirituelle Widerstände (geistiger Widerstand -bewusst oder unbewusst-)
    Die erteilten Ratschläge bezwecken letztlich, sich durch eine seriöse,
    ehrliche und heitere Lebensgestaltung den geistigen Einflüssen zu öffnen.

    Christliche Heilkunde kann durch geistliche Blockaden der Mitarbeiter behindert werden, die inkonsequent in ihrer Gottesbeziehung sind und sich von Sorgen und Ängsten bestimmen lassen. Wenig an Selbstbewusstsein, Entscheidungswillen und Ablenkungsmanöver durch andere Menschen gebremst werden oder in eine falsche Richtung gezogen werden. Die wahrgenommene Übermacht der Arbeitsverhältnisse und des Leidens der Patienten und Angehörigen kann das Vertrauen in den Erneuerungs- und Heilungswillen Gottes gering werden lassen.
    Zudem können okkulte Einflüsse die Atmosphäre eintrüben und Menschen festhalten.
    Wenn du dich einzig und allein auf alles Negative einfährst, wird dir
    alles Positive wie Sand durch die Finger rinnen!

    Unser Problem ist, das wir weit von unserem Herzen entfernt sind. Diese Distanz schafft eine Entfernung zwischen unserem Verstand und einem Glauben, das unser Verstand sehr begrenzt ist.
    Wir zweifeln in unserem Herzen und glauben mit einem begrenzten Verstand!
    Diese Begrenztheit hat einen sehr kleinen Radius, sie hat keine Vision, sie trägt keinen Samen und sie öffnet keine Türen.
    Es fehlen uns der innere Mut und ein inneres Vertrauen, Dinge zu tun, die Grenzen öffnen können! Diese Übermittlung geschieht im Glauben und einer Hoffnung zu „Jesus Christus“ und seinen Verheißungen. Wir stehen in der Gefahr in einem sakulären System „Gott“ ohne Worte, als Lügner zu bezeichnen. Damit geben wir dem Widersacher einen inneren und äußeren Freiraum seiner Täuschung, seiner Arglist und seines Lügenportals!

    Zum Glauben helfen…

    Die versöhnte Beziehung von Gott und Mensch ist grundlegend für die Christliche Heilkunde. Die Beziehung Gott, Mensch und Patient brauchen das “Wort“ im Evangelium und einen Prozess des Vertrauens. Besonders der Patient und die Angehörigen brauchen das Mitgefühl eines offenen Herzens. In ihrer menschlichen Unsicherheit, Angst und Schwachheit sind klare, offene Worte als Samen zu sehen. Nicht immer mit einer Wirkung sofort verbunden, sondern brauchen oft etwas Zeit. Zeit eines langsamen Prozesses…
    „Geisteshaltungen mit Breitenwirkungen, für eine neue Entwicklung in der Gesundheitsvorsorge!“

    „Hospiz“ und „Palliative Care“ sind Begriffe, die sich in den letzten Jahren etabliert haben.
    In der Arbeit mit unheilbar Kranken und Sterbenden wurde jetzt neu “Spiritual Care“ entwickelt und hat sich etabliert.
    Hier kann der Begleiter, das Geheimnis des Todes für sich neu entdecken. Ich kann einen Anderen nur so weit begleiten, als ich mich dem eigenen Tod zu stellen bereit bin.
    Frau Elisabeth Kübler – Ross (Ärztin) hat vier Phasen des Sterbens beschrieben: Nichtwahrhaben, Auflehnung, Verhandeln und Aussöhnen.

    • Nicht wahrhaben, ist auch eine körperliche, plötzliche Erkrankung, die wir erleiden!
    • Auflehnung gegen sich selbst, ist die erste Reaktion bei dieser Krise!
    • Verhandeln mit meinem Körper, ist der Weg der Ressourcen einer Heilung zu erkennen oder zu verstehen!
    • Zum Schluss beginnt die Aussöhnung mit mir und meinem Körper, er leitet nun einen ungewöhnlichen Heilungsprozess ein!

    Worum geht’s es dabei, wenn ich von einer anderen „dritten Form“ von wachsender Spiritualität spreche –

    Gesundheitsprävention in der Zukunft als Selbstverantwortung und Mitverantwortung im Demografiewandel zu entdecken

    Das Wort sagt: „Spirituelle Eigensorge oder wir sorgen uns um die Seele des Menschen!“

    Ein spirituelles Wachsen heißt:“ Ich erkenne mich selbst und das Mitgefühl für den „Anderen“, das Gegenüber, es wird als Prozess durchlebt.“

    Ein Schutz für die seelische und körperliche Erkrankung des Menschen!

    Denn Auflehnung gegen gesundes Leben, Verhandeln mit meinem Körper, Aussöhnen und Vergeben tauchen im gesamten Leben auf, nicht nur in der Hospizbewegung bei der Sterbebegleitung. Auch hier werden wichtige menschliche und geistige Schritte in der Gesundheitsvorsorge oft übersprungen und nicht erkannt.
    Die vernachlässigte Dimensionen –
    Plädoyer für eine Aktivierung der christlichen Heilkunde wollen wir neu entdecken!

    Denn wenn wir uns nicht der spirituellen Sorge widmen – und da geht es in erster Linie auch um die Sorge um sich selber- wenn wir uns nicht um die eigene Spiritualität kümmern, dann können auch wir nicht Palliative Care oder Prävention in der Gesundheit leisten.

    • Kein Raucher kann der Gesundheitsvorsorge als Beispiel dienen!
    • Ein seelisch kranker Mensch, kann nicht Gesundheit vermitteln!
    • Wir leben heute in vielen Abhängigkeiten und verfehlen das Zielorientierte Leben!
    • Gesundheitsziele werden einem Konsum mit mehr Wachstum, weniger Zeit und einem ungesunden Arbeitsprozess geopfert!

    Bislang haben wir immer sehr stark darauf fokussiert, was die Menschen, die wir begleiten, an Spiritualität brauchen. Spirituelle Grundsätze können auch überfordern, das hängt mit einem falschen Vollkommenheitsideal zusammen.

    Es gibt keinen vollkommenen Menschen!

    • Das Wissen um einen schwerkranken Patienten, ihm die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
    • Menschen, die in der heutigern Gesellschaft, nach Antworten suchen – Lebenshilfe, Lebensantworten, Lebensunterstützung- hier die richtige Resonanz zu finden, was Menschen bewegt.
    • Dazu gehören auch fremde Kulturen (z.B. buddhistischen Patienten, Patienten mit anderen Glaubensrichtungen) zu verstehen.
    • Menschen aus verschiedenen, sozialen Schichten, die uns fremd erscheinen, hier müssen wir alles Negative aus uns ausschließen und den eigenen Schatten zu verdrängen. Hier dürfen wir Mensch sein und ein Vertrauen vermitteln, das wir die Mitte des Lebens kennen und wachsende Spiritualität ausstrahlen.
    • Ohne Gott gibt es für den Menschen weder Zweck noch Ziel, keine Hoffnung, sondern nur eine ungewisse Zukunft, ein Bangen von jedem Lebensdunkel, vor jeder Finanzkrise oder Gesundheitskrise. Es gibt kein Heil aus der biblischen Weisheit heraus, wir kennen nur menschliche Weisheit ohne diesen Gottesanker!
    • Wenn schon Therapeuten, Seelsorger, Mediziner resignieren, wer soll dann noch Antworten geben können. Heute befinden sich oft Pfarrer, Lehrer, Ärzte, soziale Kompetenzen in der Therapie, weil Antworten ihnen fehlen!
    • Ja, was Menschen innerlich aufwühlt, bewegt und offene Fragen aufwirft, wo finden wir diese Antworten? Der Lebenssinn, warum sind wir da?
    • Jesus sagte, in meinem Haus sind viele Wohnungen und ich bereite Sie vor, verstehen wir das, glaubt die Kirche selber daran? Oder stellen wir die Fragen erst morgen, wenn es zu spät ist.

    Wer kann das wirklich beantworten?
    Wir sind geboren dazu: „Unsere Antwort selber zu finden, denn am Ende stirbt der Mensch seinen Tod allein. Aber welchen Tod: “Der ewige Tod oder der Tod zum ewigen Leben. Gott hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus das ewige Leben geschenkt und seit diesem Ereignis, das Reich Gottes trotz Widerstände wieder aktiviert! Er will uns sein Heil schenken und der Mensch hat es ignoriert, verdrängt oder vergessen! Wenn wir mit oder ohne Antworten, je nach Einstellung unsere Ängste und unserer Willensentscheidung, je nach Glauben zu einem liebevollen und gerechten Gott. ablehnen, müssen wir auch die Konsequenzen tragen.

    Und ein Verdrängen von Lebensfragen eines Glaubens, wird langfristig immer zu seelischen Krankheiten führen.
    Das sollte uns doch nachdenklich machen?
    Und dazu brauchen wir in einer tief wirkenden, gesundheitlichen Prävention die Christliche Heilkunde!
    Geistlich wach sein und praktische Hinweise finden sich zu Gebet und Segnung: Allein Gebet kann uns an die göttliche Quellen der Liebe und Kraft führen, die wir brauchen.
    Matthäus 7,7 – 8
    Von der Gebetserhörung
    7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
    8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

    Sind wir so stark, in diese Verheißungen hinein zu wachsen oder sagen wir “Nein“ und bezeugen als Mensch: “Gott lügt“ Sind wir dazu bereit? Vertrauen wir? Ist unser Selbstwert so stark? Bleiben wir echt und ehrlich? Sind wir auch bereit, die „Sorgen“ des Anderen zu tragen?
    Was brauchen wir innerhalb des Gebetes (Vertrauen) und der Segnung (Gabe der Berufung) zum Menschen. Sind wir bereit, diese Segnungen weiter zu geben?

    1. Sorge für einen geschützten Raum

    Wenn wir dem Körper zuhören, uns mit unserem inneren Selbst verbinden und uns die angeborene Weisheit des Körpers zunutze machen, bekommen wir wieder einen stärkeren Bezug zu unseren eigenen Bedürfnissen, Schwächen und dem nahezu unbegrenzten Potenzial unseres ganzheitlichen Selbst. Dieses Potential voll zu nutzen, einen soliden Grundstock für die eigene Gesundheit zu legen und den Heilungsprozess des Körpers, des Geistes und der Seele zu unterstützen, ist aber nur möglich, wenn wir lernen zuzuhören, zu beobachten und uns mit uns selbst auseinander zu setzen.

    2. Entspanne dich, sei still und höre.

    Auch wir selbst brauchen für Gebet und Segnung den geschützten Raum jenseits von Hektik und Getriebensein. Ganz mit dem Herzen bei der Sache und beim anderen sein können wir nur, wenn wir uns Zeit nehmen und zur Ruhe kommen. Viele Menschen haben zu viele Gedanken und können nicht abschalten. Innere Unruhe lässt keine Entspannung zu und wirkt beim „Anderen“ kontraproduktiv.
    Beten und Segen sind nur auf „Jesus Christus“ fokussiert und ist weniger ein Reden und Tun als ein Hören und Empfangen.
    Wir geben weiter, was uns in der Situation geschenkt wird.
    Wir entdecken das „Positive“ im „Negativen“ durch Achtsamkeit!

    3. Nimm eine empathische und solidarische Haltung ein

    Was bewegt den anderen? Sehe ich den anderen? Erkenne ich seine Not!
    Wie erlebt er Sie? Empathie auf den anderen einwirken lassen, um seine innere Spannung zu lösen. Damit nehmen wir ihn unbedingt ernst. Unabhängig davon, ob er uns mehr oder weniger sympathisch erscheint, stellen wir uns zu dem anderen und nehmen seine Perspektive ein. Mit ihm zusammen kommen wir vor Gott. Auch wenn wir ihn segnen, stehen wir nicht über Ihm. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und geben Ihm das Gefühl, uns wertvoll zu sein. Jesus sagte: “Was kann ich für dich tun? Wir stellen keine Forderungen in den Raum, sondern lassen die Situation auf uns wirken. Das braucht Zeit und das Zuhören mit Rückfragen.
    Wir akzeptieren ihn, wie er ist und achten auf das, was er braucht.
    Wir spüren seine eigenen Ressourcen und überfordern ihn nicht, indem wir ihn unser eigenes Urteil und unsere Frömmigkeitsstil überstülpen.
    Wir geben Ihm Sicherheit in seiner persönlichen, aktuellen Situation und das schafft Vertrauen!

    4. Bemühe dich um liebevolle Atmosphäre

    Eine liebevolle Atmosphäre kann man nicht machen, aber man kann sie vom Herzen wollen. z.B. Liebevoll gestaltete gemeinschaftliche Wohnzimmer, Kinderzimmer und Seminarräume laden zu gemeinsamer Kommunikation und Austausch von Sorgen und Nöten ein. Rituale, Gewohnheiten und Traditionen geben uns Sicherheit und Kraft.
    Man kann aus dem Weg räumen, was sie blockiert, besonders auch dann, wenn Gebet und Segnung im Team geschehen. Wir können darauf achten, dass nichts zwischen uns steht.
    Die größte Kraft des Betens und Segnens liegt im authentischen liebevollen Klima der christlichen Gemeinschaft. Der Neuankömmling fühlt sich wohl in der Atmosphäre der ruhenden oder sprechenden Gemeinschaft!
    5. Sei offen für innere Eindrücke.

    Je nach Setting und Erwartung kann mehr oder weniger Raum für die Mitteilung von inneren Eindrücken sein. Wir erkennen früh genug die Interesselosigkeit an die Erwartung und die Haltung des Gegenübers. Fragen dürfen gestellt werden.
    Ob und wie wir sie mitteilen, hängt vor allem vom gegenüber ab. So oder so sind wir aber hörend bereit dafür, dass Gott uns Gedanken und Bilder an Trost und Hilfe des anderen schenkt. Und in jedem Fall gehen wir behutsam damit um und verzichten auf Pathos (Überzeugungsreden einzusetzen), Moralismus und direktive Festlegungen.

    6. Übe keinen Druck auf MENSCHEN aus

    Gottes Geist befreit. Wohin er kommt. Gesunde Heilung kann nur in einer Atmosphäre des Aufatmens und Entlastens geschehen. Es gibt krankhafte Heilungserwartungen und –versuche. Ihr gemeinsames Merkmal ist der Druck. Aber Gott will heilen und befreien!
    Gott ist ein Gott der Ordnung und ist in seinem Wesen nicht unzuverlässig, er ist Licht und Wahrheit und übt an sein Volk kein Druck aus, sondern er führt in seiner sanften Art zum Ziel seiner Offenbarung! Seine Essenz ist der Psalm 33,4: “ Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.
    Durch sein Wort widerstehen wir allen auch noch so subtilen Versuchungen, irgendetwas zu erzwingen. Wir geben keine Heilungsversprechen, auch nicht in der Verkleidung eines ganz festen Glaubens, dass Gott ein Wunder tun wird“. Wir sind vorsichtig mit Berührungen und legen dem Patienten nur die Hand auf, wenn wir sicher sind, das er es gern hat.
    Wir sollen nach seinem Vorbild handeln und damit ist der Druck nicht anzuwenden und Heilungsversprechen nicht anzuwenden.

    7. Sei kommunikativ, echt und ehrlich

    Wir hören sorgsam zu und fragen nach, wenn der Patient seine Anliegen nennt. Auch die Anliegen der Angehörigen in einer Wahrheit sind zu berücksichtigen. Wir wollen das mit ihm und für ihn vor Gott bringen, was ihm selbst wichtig ist. Wir dürfen aber auch während des Betens und Segens miteinander und mit dem Patienten reden und ihn zum Beispiel nach seinem Befinden fragen. Wir dürfen sagen, was wir denken, wenn es nicht überfordert und verletzt.
    Autoritätsansprüche sind zu beachten und auch im Gebet Gott zu übergeben.
    Eine gesunde Selbstanalyse der Hingabe und Reife zu Gott sind zu prüfen.
    Es ist wichtig, dass wir auch auf unsere eigenen Bedürfnisse achten. Wir brauchen auch auf uns selbst keinen Druck ausüben. Beten und Segen ist kein Muss, sondern eine Möglichkeit. Unsere Meinungen sollen keine Verstrickung auslösen, sondern unser Focus bleibt “Jesus Christus“ in seinem Wirken.
    Uns muss nicht zu allem etwas einfallen und wir müssen nichts sagen oder tun, was nicht von Herzen kommt.
    Was wir sagen und beten, ist transparent. Wir verfolgen keinen heimlichen, manipulativen Zweck damit.

    8. Sei zurückhaltend, taktvoll und bescheiden.

    Wir haben keinen besseren Draht zu Gott als unser gegenüber. Wir verhalten uns darum nicht so, als wären wir mit besonderer Vollmacht ausgestattet. Wir stehen genau wie er selbst hilflos vor der Rätselhaftigkeit und Übermacht des Leidens.
    Wir übernehmen dankbar einen bescheidenen Dienst, mehr nicht. Wir geben respektvoll mit dem anderen um. Er darf sein, wie er ist, auch mit Eigenarten und Ansichten, die uns seltsam oder wenig förderlich erscheinen. Wir bearbeiten ihn nicht, sondern wir dienen ihm. Und wir achten auf die Grenzen seiner Bereitschaft, seines Fassungsvermögens und seiner Kraft. Wir sind Kinder Gottes und wir sehnen uns nach seiner Führung und seiner Autorität. Sie verlangt Demut, Wille, Achtsamkeit und Vertrauen. Wir dienen „Gott“ zur seiner Herrlichkeit und zur seiner Ehre. Diese Bescheidenheit gegenüber dem Menschen/Mitmenschen braucht Respekt. Siehe 2.Korinther 6, 3 -7
    3 Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht verlästert werde;
    4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten,
    5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten,
    6 in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe,
    7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken.

    9. Sei normal

    Manche Christen reden im Gebet deutlich anders als sonst. Oft wirken sie angespannt und angestrengt, als müssten sie etwas produzieren, das Ihnen gar nicht entspricht. Wir verlieren die Authensität und unser eigenes, inneres Ich in Gottes Wirken! Der Widersacher arbeitet sehr subtil und stellt uns Fallen: “Unsicherheit, Überforderung, Selbstwert angreifen, Furcht und Ängste zu verteilen, damit geben wir dem Widersacher mehr Freiraum und wir sind nicht normal, sondern überfordert!“ Es ist ein Keil zu Gottes Tür und zu seiner Liebe, denn diese Liebe überfordert nicht!
    Häufig sind phrasenhafte Wiederholungen und Füllwörter ohne Wirkung auf den anderen.
    Es empfiehlt sich. Die eigenen Gebetsgewohnheiten (vielleicht auch die gewohnte Gebetshaltung) einmal zu reflektieren und zu überprüfen. Sie mögen stark vom Stil der gemeinde geprägt sein, in der man zuhause ist.
    Aber der Patient hat eine neue Umgebung und ein neues Verhalten vor Augen und kommt nicht aus der Gemeinde. Vielleicht aus keiner Gemeinde. Aus Rücksicht machen wir im gebet darum eher wenig Worte und wir sprechen so, dass es nicht befremdet und unsicher macht.
    Hilfreich kann es sein, dazu auf liturgische Gebete zurück zu greifen. Wir vermeiden die „Sprache Kanaans“ wenn sie unser Gegenüber nicht gewöhnt ist.
    Sprache Kanaans ist eine selbstkritisch -ironisierende Bezeichnung für eine christliche Gruppensprache (Jargon), die – meist unbewusst – häufig in den Zusammenkünften freikirchlicher und pietistischer Kreise verwendet wird.
    Die meisten frommen Worte kann man auch anders sagen, ohne ihre
    Bedeutung zu verwischen.

    10. Trage weiter Sorge für den Anderen; Für Deinen Nächsten!
    Es gehört zum Lebenssinn eines Menschen.

    Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, als würden wir das Gebet an die Stelle notwendigen helfenden Handelns und echter empathischer Anteilnahme setzen.
    Gebet ist keine Drehbewegung um sich selbst, sondern ein geistliches Unterwegssein auf ein Ziel hin: Gott!

    Hebräer 10,22

    22 so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser.
    Liebe deinen Nächsten!
    Darum achten wir darauf, welche konkreten Hilfestellungen der Patient gerade benötigt. Oft muss das Personal darauf achten, nicht in eigene Probleme verstrickt zu sein, um eine optimale Hilfe zu ermöglichen. Wenn wir können, leiten wir diese Maßnahmen ein oder geben sie bei eigenen Problemen auch ab. Eine kurzfristige Vertretung ist nicht verkehrt und schafft auch neue Ressourcen für uns. Das Beten können wir weiter für ihn oder wir geben seine Anliegen anonym an ein Hintergrund-Gebetsteam weiter. Wenn möglich, fragen wir den Patienten später, wie es weitergegangen ist. Bai all dem achten wir aber auch sorgsam auf unsere eigenen Kapazitätsgrenzen.

    11. Sei vorsichtig bei Auffälligkeiten

    Gern sprechen wir Vergebung, Trost und Befreiung zu, aber wir achten darauf, dass wir nicht gestörte und kranke Phantasien, Ideen und Erwartungen bestätigen. Es ist eine ehrliche und verantwortungsvolle Situation gegenüber dem Patienten einzuhalten und nicht nach seinen gestörten Erwartungen zu handeln.
    Diese können zum Beispiel in depressiv Überhöhten Selbstvorwürfen, paranoiden Schlussfolgerungen oder psychotischen Wahrnehmungen und Erwartungen bestehen. Nichttherapeuten entsprechen den Beratungsregeln einer Fürsorge, Vorsorge und vermitteln auch einen Therapeutenweg zum Fachmediziner!
    Auffälligkeiten sind im geistlichen verhalten auch sorgfältig zu prüfen, es ist eine Mitverantwortung gegenüber dem Patienten!

    12. Achte sorgfältig auf Diskretion.

    Nicht nur im Gebet zu zweit, sondern auch im größeren Rahmen bewahren wir Diskretion. Gebet eignet sich in der Regel nicht zu öffentlicher Demonstration.
    Ins besondere achten wir sorgsam auf die Schweigepflicht. Die Offenheit der Kommunikation von Patienten und Dir ist eine Vertrauensbasis. Wir geben auch die Anliegen des betreffenden nur mit seiner ausdrücklichen Erlaubnis oder anomysiert im Hintergrund-Beter weiter, die selbst verlässlich schweigen. So bleibt es auch im freien Ermessen des Patienten, beeindruckende Heilungserfahrungen mitzuteilen oder nicht.

    Der geistig suchende und bedürftige Patient hat oft Hemmungen und eine Angst vor Berührungsängsten mit Veränderung. Die Erfahrung mit menschlicher und offener Kommunikation ist oft nicht mehr vorhanden. Damit sollen wir das Schweigen eines Patienten nicht immer als Sprachlosigkeit bewerten. Eine Bezugspflege und Bezugskontakt brauchen Zeit und ist ein Prozess auf menschlicher Augenhöhe. In schwerwiegenden Krankheitsbilder oft auch ein Feld der langsamen Entwicklung. Es braucht Geduld und eine Gelassenheit, die der PATIENT oft als Ruhe und Authensität erkennt!
    Diese Erkenntnis ist der erste Kontakt einer Beziehungsentwicklung zum Patienten und seiner Erkrankung. Das Gebet ist das wachsende Fundament eines Vertrauens auf Heilung durch die geistige Führung eines gütigen und barmherzigen Gottes.

    Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

    Johannes 14,23
    16.11.2017
    Willi Löhr
    Gemeinde- und Kommunenpräventologe

    Übertragen und ergänzt aus dem Kurs Christliche Heilkunde “Christen im Gesundheitswesen“
    Christen im Gesundheitswesen e.V.
    Bergstr.23
    21521 Aumühle
    Tel. 04104 – 4982
    E-Mail info@cig-online.de
    http://www.cig-online.de

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