Guten Morgen, Herr Dr. Söder – Christen sind keine Monotheisten, sondern Trinitarier!

Einleitung

Vor Kurzem bezeichnete Herr Dr. Markus Söder, der zukünftige Ministerpräsident des Landes Bayern, in einem Interview mit pro-Christliches-Medienmagazin Christen als Monotheisten.

Auszug aus dem genannten Interview von pro-Medienmagazin mit Herrn Dr. Söder:

Kein anderer Politiker sorgt beim Fasching für so viel Aufsehen wie Sie. Sie mimten schon die Zeichentrickfigur Shrek, Mahatma Gandhi, Edmund Stoiber und erst dieses Jahr den Prinzregenten Luitpold von Bayern. Woher kommt die Vorliebe fürs Verkleiden?

Das hat sich über die Jahre und die Einladungen so ergeben. In Veitshöchheim sind die Kostüme der Gäste Teil des Erfolgsrezepts, neben den hervorragenden Darbietungen auf der Bühne. Günter Beckstein hat mit den Verkleidungen begonnen. Ich habe Freude an den alljährlichen Verkleidungen.

Würden Sie auch als Jesus gehen?

Nein.

Warum?

Das wäre absurd und anmaßend. Ich würde auch nicht als Kardinal oder Pfarrer gehen. Dafür habe ich zu viel Respekt. Mein eigener Glaube basiert sehr stark auf der Person Jesu Christi. Manch einer sagt, Monotheisten (Hervorhebung von R. B.) seien alle gleich – das stimmt aber nicht. Jesus macht den Unterschied. Deswegen habe ich auch einen stärkeren Bezug zu dem Neuen Testament.

Angenommen, Herr Söder wäre reiner Berufspolitiker, dann könnte man es ihm sogar nachsehen, wenn er nicht einmal das Einmaleins beherrschen würde. Herr Dr. Söder war allerdings eine Zeitlang auch  berufenes Mitglied der bayerischen, evangelischen Landessynode, hatte also eine Leitungsfunktion in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Von daher sollte man zumindest grundlegende theologische Kenntnisse erwarten können.

Siehe elektronischer Synodalausweis von Dr. Markus Söder

Kurz gesagt: Herr Dr. Söder ist nicht nur Politiker, sondern auch Kirchenmann a. D. Ein Politiker, der unzureichende Fertigkeiten und Kenntnisse bezüglich der öffentlichen Verwaltung einer Stadt oder eines Staates hat (bis dahin, daß er das „Einmaleins“ der öffentlichen Verwaltung nicht beherrscht), kann damit nur zeitliche Schäden anrichten (von diesen zeitlichen Schäden berichten täglich z. B. die heute-Nachrichten und die Tagesschau)  – natürlich, schon schlimm genug. Ein Kirchenmann – auch außer Dienst – jedoch, der ein Dilettant (Amateur im Gegensatz zu Profi) ist, kann ewigen Schaden anrichten. Ein ewiger Schaden wäre zum Beispiel, wenn jemand das ewige Heil nicht erlangt oder nicht bewahrt, weil man ihm Hindernisse (Anstöße) in den Weg gelegt hat.

Matthäus 18, 7 Wehe der Welt wegen der Anstöße [zur Sünde]! Denn es ist zwar notwendig, daß die Anstöße [zur Sünde] kommen, aber wehe jenem Menschen, durch den der Anstoß [zur Sünde] kommt!  

Herr Söder hat zwar die evangelische Landesynode verlassen, ist kein Synodaler mehr, aber er betätigt sich weiterhin als „Prediger“. Was ich meine, ist, Herr Söder könnte sich ja herausreden, er sei seit seinem Verlassen der Landessynode nur noch ein geistlicher Laie, an den man keine so hohen Ansprüche stellen könnte, was theologisches Wissen angeht.

Weiterer Auszug aus dem genannten Interview von pro-Medienmagazin mit Herrn Söder:

Manchmal predigen (Hervorhebung; R. B.) Sie in Kirchen. Wie kam es dazu?

Wenn heute ein technischer Laie Veränderungen z. B. an einer elektrischen Anlage vornimmt, trägt er die Verantwortung für die Folgen. Falls es zu Schäden kommt, kann er nicht argumentieren, er als Laie habe es eben nicht so genau gewußt, denn einfach dadurch, daß er sich als (Möchtegern-)Elektroinstallateur betätigte, machte er sich zumindest temporär selbst zum Elektroinstallateur („Selbstordination“), maßte sich an, ohne jegliche Ausbildung Arbeiten, die doch dem Fachmann vorbehalten sein sollten, ausführen zu können.

Als ehemaliger (offizieller) Kirchenmann sollte Herr Söder eigentlich kein theologischer Laie sein.  Durch sein verlassen der Synode hat er sich zwar zum Quasi-Laien gemacht; indem er sich aber als Prediger betätigt, ordiniert er sich sozusagen selbst.

Man muß also Herrn Söder so oder so ziemlich „scharf“ richten, denn man kann ihn entweder als theologischen Fachmann im Ruhestand sehen oder aber als selbst-ordinierten Geistlichen. Als Fachmann im Ruhestand kann man ihn anklagen, warum er denn kein besseres Wissen habe trotz seines Fachmann-Status und als selbst-ordinierten Laien kann man ihn dafür anklagen, daß er sich eben selbst zum Geistlichen (selbsternannter Geistlicher)  macht, indem er sich ohne Ordination durch eine ordentliche Kirche geistlich betätigt und dabei auch noch erkennen läßt, daß er tatsächlich nur ein Amateur bzw. Dilettant ist, der sicherlich auch niemals von einem vernünftigen Bischof ordiniert worden wäre.

Herr Söder könnte es dann einfordern, als theologischer Laie betrachtet zu werden, wenn er sich nicht geistlich betätigen würde. Indem er sich aber doch geistlich betätigt (predigt) und zwar in stümperhafter Weise, legt er sich mit Gott und seiner Kirche an. Sicherlich werde ich mich noch häufig gezwungen sehen, den ein oder anderen Artikel gegen Herrn Söder zu verfassen.

Hauptteil

Herr Dr. Söder wird als eindeutig dilettantischer Prediger offenbar, indem er Christen als Monotheisten bezeichnet (siehe Interview-Auszug, oben).

Natürlich – wenn man das Wort Monotheist einfach wörtlich übersetzt, heißt es einfach „Ein-Gott-Gläubiger“, aber leider hat dieses Wort im Allgemeinen nicht die Bedeutung seiner wörtlichen Übersetzung, sondern bedeutet etwas anderes. Wenn das Wort Monotheist tatsächlich  nur die Bedeutung gemäß seiner wörtlichen Übersetzung hätte, dann könnte man es als Bezeichnung für einen Christen gerade noch so durchgehen lassen – tatsächlich aber ist im Wort Monotheist die strikte Ablehnung der Trinität enthalten (das trinitarische Gottesbild ist essentiell für den christlichen Glauben; ohne richtiges Gottesbild gibt es kein Heil – die Zerstörung des trinitarischen Gottesbildes bedeutet die Zerstörung des ganzen Glaubens eines Christen). Ein wirklicher Monotheist ist also ein ganz strenger Ein-Gott-Gläubiger – das Denken an Trinität bedeutet für ihn schwerste Sünde, ist eine Unmöglichkeit. Echte Monotheisten sind ausgesprochene Feinde der Trinitarier bis hin zu Gewalttätigkeit einschließlich Tötungsdelikten. Wenn man das Wort Monotheist in seiner wirklichen, allgemeinen Bedeutung verwendet, kann man einen Christen keinesfalls als Monotheisten bezeichnen, denn ein wirklicher Monotheist ist ein Anti-Christ. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, einen Kommunisten (Anti-Kapitalist) als Kapitalisten oder einen Kapitalisten (Anti-Kommunist) als Kommunisten zu bezeichnen. Herr Söder, sie „Rechengenie“, wollen Sie uns etwa weismachen (-1) sei gleich (+1) oder Schulden seien Guthaben. Auf dem Gebiet der Theologie erlauben sich Leute Dinge, die für sie in anderen Bereichen eine Unmöglichkeit wären. Aber dennoch gilt auf dem Gebiet der Theologie das Gleiche wie in allen anderen Bereichen: Pfusch führt zu Schäden bis hin zu Katastrophen (Einsturz eines Gebäudes, einer Brücke; Brände, elektrische Schläge mit Todesfolge; Zerquetscht-werden von Personen; etc.). Allerdings gilt, wie weiter oben schon gesagt, daß irdischer Pfusch „nur“ zeitliche Schäden verursacht, während theologischer Pfusch ewige Schäden verursacht. Bitte kein Pfusch auf dem Gebiet der Theologie, Herr Dr. Söder.

(wenn natürlich ein Mensch, der noch nicht zum Glauben an Jesus konvertiert ist, ums Leben kommt, dann ist das für ihn auch ein ewiger Schaden, denn er hat nach seinem physischen Tod keine Möglichkeit mehr, sich zu bekehren – von daher ist das Töten juristisch unschuldiger Menschen ein ganz schweres Delikt, denn es kann für sie auch den ewigen Tod bedeuten)

Siehe englischer Wikipedia-Beitrag zu Monotheism.

(wenn Herr Söder sich auf die wörtliche Übersetzung von „Monotheist“ beruft, dann ist das extrem unseriös, denn die Vorstellung, die es beim Hörer oder Leser weckt, ist nunmal nicht die Bedeutung der wörtlichen Übersetzung)

Trinitäts-Glauben im Gegensatz zum Monotheismus:

Das Wort „Monotheismus“ ist eigentlich eine Kampfparole. Es ist eine Kampfparole der wirklichen Monotheisten (z. B. Muslime) gegen die Trinitarier (Christen, christliche Kirche).

Was bedeutet es, ein Trinitarier zu sein?

Ein Trinitarier glaubt an den dreieinigen Gott: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist; der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind vereinigt in der Gottheit. Es gibt keine Möglichkeit, sie isoliert von einander zu betrachten, denn sie haben ein einiges Handeln, eine einige Offenbarung gegenüber den Menschen. Obwohl sozusagen die Gottheit nach außen hin ein einiges Handeln, ein einige Offenbarung hat, sind es intern doch drei wirkliche, unabhängige, göttliche Personen (jede dieser drei Personen hat einen eigenen, freien Willen), die sich allerdings freiwillig ständig miteinander abstimmen (die Personen der Gottheit sind äußerst sanftmütig und demütig). Die göttliche, interne Kommunikation ist so perfekt und auf so einer hohen Ebene, daß sie jede menschliche Vorstellungskraft sprengt – man kann sie mit nichts auf Erden vergleichen.

Manchmal scheint es so im Neuen Testament, als ob Christus (der ewige Sohn Gottes) „kleiner“ bzw. geringer als der Vater wäre. Dem ist aber nicht so, sondern eine Person der Gottheit achtet die andere immer höher als sich selbst, obwohl alle drei sachlich gesehen gleich „groß“ sind. Christus hat sich also manchmal als „kleiner“ als der Vater hingestellt; aber nicht, weil er wirklich „kleiner“ war, sondern er wollte nicht sich selbst ehren, sondern den Vater – Christus, die personifizierte Sanftmut und Demut.

In anderen Worten: Die drei Personen der Gottheit streiten sich nicht um den Thron des Universums, sondern kooperieren darin, ihren Geschöpfen das Bestmögliche widerfahren zu lassen, ihren Geschöpfen Gutes zu tun. Nicht verzehren sich die Personen der Gottheit in einem internen Streit um den Thron, sondern auf der Gottheit liegt ein tiefer, tiefer Friede, der dazu führt, daß von der Gottheit ständig Leben ausgeht, „ein gigantischer, gewaltiger Strom lebendigen Wassers“. Die Gottheit ist sozusagen ein riesiges Kraftwerk, das nicht elektrischen Strom, sondern Leben produziert – sowohl geistliches als auch physisches Leben.

Gott-Vater und Gott-Sohn streiten sich nicht um den Thron, die Herrschaft, sondern einer will dem anderen immer den Vortritt lassen, achtet den anderen höher als sich selbst. Diese selige Gemeinschaft zwischen Vater und Sohn ist wiederum eine göttliche Person – der Heilige Geist. Unglaublich, unfassbar: Die Gemeinschaft zwischen Vater und Sohn ist selbst wieder eine ewige, göttliche Person –  atemberaubend.

Die gleiche Person, die die Gemeinschaft zwischen Vater und Sohn ist, ist die Gemeinschaft der Christen. Das Prädikat der christlichen Kirche ist die Gegenwart des Heiligen Geistes. Die Glieder der Kirche sind eine wirkliche Gemeinschaft – kein Club, kein Verein. Die Gemeinschaften dieser Welt sind in Wirklichkeit doch nur amorphe Menschen-Haufen, das heißt in den Pseudo-Gemeinschaften dieser Welt bleibt der Einzelne letztlich doch allein. Jene Menschen-Haufen werden zusammengehalten durch kleine Kader (zum Beispiel Parteikader), die den gewöhnlichen Gliedern der Gruppe sagen, „wo es lang geht“ – die Funktion, die in der Kirche der sanfte, demütige Heilige Geist hat, hat in den Gemeinschaften dieser Welt ein starres, scharfkantiges, stählernes Korsett: die Hierarchie; woher kommt denn sonst das Wort „Hackordnung“? Ich ziehe die Gemeinschaft der Kirche jeder weltlichen (Pseudo-)Gemeinschaft bei weitem vor.

Der christliche Gott muß also gut sein, weil er trinitarisch ist.

Der Ein-Gott der Muslime ist natürlich nicht der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat (das ist der christliche Gott), sondern der Teufel. Daß der Teufel der Gott der Muslime ist, sieht man daran, daß sie stolz, aufgeblasen, arrogant, gewalttätig, verlogen, herrschsüchtig, ehrsüchtig, geldgierig, etc. sind – wie der Gott (Götze), so seine Anhänger. Der Islam ist nichts weiter als die Volloffenbarung der sündigen Fleisches des Menschen, die totale Entfesselung der sündigen Begierden. Muslim zu sein, bedeutet den Verlust jeglicher zivilisierter Religion – der Islam ist die Anti-Religion schlechthin. Die Gemeinschaft der Muslime, die Ummah, wird nicht vom Geist Gottes bestimmt, sondern vom Geist Satans. Die Ummah ist nichts weiter als eine Gang (Bande), die unter dem Deckmantel der Religion Verbrechen begeht.

Zurück zu Herrn Söder.

Vielleicht steckt hinter der Anmerkung von Herrn Söder, Christen seien Monotheisten, doch ein Kalkül und nicht purer Dilettantismus.

Welches Kalkül denn?

Nun, wie mir bei der Auslegung des Buches der Offenbarung (die Offenbarung des Johannes, auch Apokalypse genannt) klar wurde, propagieren die heutigen sogenannten Obrigkeiten (Regierungen) folgendes Menschenbild:

Kleiner, mickriger Spießbürger, der immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt sein soll. Er soll Statussymbole sammeln, für die Zukunft vorsorgen und der Genusssucht frönen. Außerdem soll er religiös und sexuell sehr tolerant sein. Die Anbetung des Gottes, der Himmel und Erde geschaffen hat, soll der Vorstellungskraft des Menschen, der jenem Menschenbild entspricht, völlig entnommen sein (wie wenn man z. B. aus einem Computer die ALU entfernen würde, dann könnte er „beim besten Willen“ nicht mehr rechnen).

Alle Menschen, die auf dieser Erde leben, sollen allmählich in dieses neue Menschenbild umgestaltet werden (das alte Menschenbild des christlichen Abendlandes war Jesus Christus selbst).

Galater 3,1 O ihr unverständigen Galater (Deutschen; R. B.), wer hat euch verzaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist?

Der Westen leidet an einem gewaltigen Geburtendefizit. Es stellt sich die Frage, wer langfristig unsere Rentenversicherungsbeiträge zahlen soll. Die USA haben hierfür eine Lösung gefunden: Sie haben einfach große Teile der muslimischen Welt in amorphe Haufen völlig entwurzelter Menschen verwandelt, indem sie oppositionelle Gruppen unterstützten, die sich mit den etablierten Machthabern (z. B. Saddam Hussein) anlegten. Dies führte zum völligen Zusammenbruch der staatlichen Strukturen jener Länder, woraus auch der verfluchte IS entstand. Die USA, die Amerikaner, nehmen natürlich nun jene Entwurzelten und Demnächst-Arbeitskräfte, die bedauerlicherweise das Negativ-Attribut „Muslim“ tragen, nicht bei sich selbst auf, sondern muten das den Europäern zu, die natürlich wegen des Rentenversicherungsproblems in großer Versuchung sind, jene „kleinen, muslimischen Teufel“ doch als Segen (!) zu sehen („Hauptsache, die zahlen Rentenversicherungsbeiträge“); es sind aber doch durch den Drecks-Islam zu Quasi-Teufeln degenerierte Menschen, das heißt Bestien, die nur noch nach der äußerlichen Gebärde für Menschen zu halten sind.

Die USA haben durch ihre Arabischer-Frühlings-Politik zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sie haben die islamische Welt, die dabei war, von Neuem aufzubegehren, auf lange Zeit entscheidend geschwächt und gleichzeitig wird Europa, das natürlich auch nicht zu stark werden soll, durch die muslimischen Migranten (kulturell, spirituell) geschwächt. Natürlich, mit „eiserner Faust“ kann man jene Muslime doch dazu bewegen, was zu arbeiten, aber für unsere christlich-abendländische Kultur werden sie mit Sicherheit ein Schaden sein – und das wissen natürlich die oberschlauen Yankees. Die Muslime bzw. der Islam werden dazu beitragen, daß ganz Europa zu einem amorphen Haufen von voneinander isolierten Menschen wird – genau das wollen die Amerikaner -, die man dann beliebig als menschliche Roboter in dreckigen Fabriken und lauten, stickigen Büros missbrauchen kann; leicht zu manipulieren, da völlig entwurzelt und ohne sozialen Rückhalt und Zusammenhalt.

Die USA haben es durch ihre Politik geschafft, als letztes einigermaßen geordnetes Land in der westlichen Welt übrigzubleiben (ihre traditionelle Ordnung bleibt gewahrt, indem sie nahezu keine Muslime aufnehmen).

Deutschland und Israel sind zu reinen Fabriken degenerierte Länder (große Teile des in Deutschland und Israel erwirtschafteten Profits fließen in die USA, da viele deutsche und israelische Firmen in US-Hand sind).

Der Hammer: Von uns (Juden und Deutschen) verlangen nun die Amerikaner, daß wir anstandslos mit jenen Bestien, den Muslimen, zusammenleben bzw. zusammenarbeiten sollen, denn, wie gesagt,  unsere sogenannten Länder sind ja in Wirklichkeit nur noch amerikanische Fabriken. Die deutsche Politik dient praktisch nur den Interessen der Amerikaner – die Fabrik Deutschland soll eine maximale Produktivität haben. Die Interessen der Deutschen, des deutschen Volkes, sind nur so weit zu berücksichtigen, daß keine Unruhen entstehen bzw. Bürgerkriege ausbrechen.

Maximale Produktivität gibt es jedoch nur, wenn Friede am Arbeitsplatz herrscht zwischen den Arbeitenden (Christen, Muslime, etc.). Religionskonflikte am Arbeitsplatz wären ein Ding der Unmöglichkeit, der GAU.

Nun kommt’s:

Damit es zu keine Religionskonflikten am Arbeitsplatz kommt, sollen die Muslime ein bisschen christlicher gemacht werden und die Christen ein bisschen muslimischer – das System der aufgeklärten Toleranz.

Hierzu ist natürlich auch eine Angleichung des Gottesbildes notwendig. Bevor man sich an das muslimische Gottesbild heranwagt, „schraubt“ man lieber am christlichen, denn die Christen sind ja nur so dämlich-sanftmütige Schafe, die sich alles bieten lassen – so denken Söder, Seehofer, Merkel, Obama, etc. An Allah „schraubt“ man nicht so gerne herum, weil man ja weiß, was die Muslime für kleine, giftige, zornige Satansbraten sind, die sich so schnell eine Änderung ihres Gottesbildes nicht bieten lassen würden.

Das sanftmütige Lamm (der christliche Gott) soll ein bisschen einem zornigen Scharfrichter (Allah) ähnlicher gemacht werden – dies geschieht, indem man ihn zu einem Mono-Gott degradiert.

Sicher unterscheidet sich das, was heute in einer deutschen Moschee (vielleicht nicht gerade eine obskure Hinterhof-Moschee) und einer deutschen Kirche gepredigt wird, nicht mehr großartig voneinander. Sicherlich wird sowohl in der Moschee als auch der Kirche den Menschen das obengenannte Menschenbild des kleinen, mickrigen Spießbürgers vor Augen gemalt. Dieses Bild kann man auch Barack Hussein Obama nennen – der das perfekte Beispiel eines Spießbürgers ist. Es steht ja in der Offenbarung, daß sie das Bild des Tieres anbeten werden – und sie beten Obama an. Prost Mahlzeit!

Warum unterscheiden sich die Predigt der Moschee und der Kirche kaum?

Die staatlichen Regierungen geben heute den Religionsgemeinschaften vor, was sie zu predigen haben (siehe z. B. Staatskirchenverträge).

Schluss

Herr Söder kann sich nicht damit entschuldigen, er sei nur Laie und habe keine genaue Kenntnis von geistlichen Zusammenhängen. Er gehörte längere Zeit einem Leitungsorgan der Kirche an und ist ja nun wiederum „Geistlicher“, allerdings selbsternannter, indem er predigt. Ich vermute, Herr Söder wurde nie ordiniert. Indem er aber dennoch predigt, ordiniert er sich praktisch selbst und das sieht auch Gott. Natürlich ist nur ein ordentlich ordinierter Geistlicher ein wirklicher Geistlicher, aber dennoch muß Herr Söder für allen Schaden, den er als Pseudo-Geistlicher anrichtet, am jüngsten Tag gerade stehen. Er wird die Verantwortung für sein Tun übernehmen durch einen ewigen Aufenthalt in einem See, der mit Feuer und Schwefel brennt (die modernen Politiker sagen ja so gerne, daß sie die Verantwortung für dieses oder jenes übernähmen, annehmend, dies sei durch das bloße Aussprechen dieser lächerlichen Phrase geschehen – beim jüngsten Gericht wird Gott jenen Phraseologen zeigen, was es wirklich heißt, Verantwortung zu übernehmen).

Ich vermute, Herr Dr. Söder ist tatsächlich gar kein theologischer Dilettant, sondern ein Religions-Veränderer (ein extrem schlauer Theologe – zu schlau, zu gerissen!). Er stellt politische Ziele über die Religion, über religiöse Wahrheit. Er will ganz bewusst die christliche Lehre verändern um politischer Ziele willen. Aus der Sicht der christlichen Kirche aber ist ein Religions-Veränderer ein Häretiker (Ketzer, Irrlehrer), den man weder grüßen soll, noch mit ihm verkehren. Ihn erwarten schwerste, göttliche Strafen – hier und dort. Aus der allgemeinen, weltweiten, christlichen Kirche ist Herr Söder ausgeschlossen – und er sei verflucht.

Zusammenfassung:

Die christliche Wahrheit und damit unser Seelenheil wird heute geopfert auf dem Altar des Materialismus, der Profitgier. Das Feuer das Altars ist der Islam. Der Gott, dem geopfert wird, ist der Teufel. Die Priester Satans sind Pfarrer, Imame und Cäseropapisten wie Söder, Seehofer, Obama, etc.

 

Anmerkung

Jemand möchte mir den Vorwurf machen, dieser Artikel sei müßige, theologische Fachsimpelei ohne praktischen Nutzen.

Darauf antworte ich:

Die Diskussion zwischen der christlichen Kirche und den Häretikern (Irrlehrern) über das richtige Gottesbild ist keine müßige, theologische Fachsimpelei bzw. kein Diskutieren um des Diskutierens willen; das richtige Gottesbild ist von essentieller Bedeutung für den christlichen Glauben und es lohnt sich wirklich, mit Häretikern über das Gottesbild zu streiten. Unser Bild von Gott beeinflusst unser Leben hier und unsere Zukunft „dort“ in signifikanter Weise.

Siehe auch:

Das trinitarische Gottesbild und der christliche Glaube

Welchen Sinn hat die Trinität (Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit) Gottes?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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pro-Interview mit Herrn Markus Söder – Synkretismus im Verzug?

Nach dem für den 13. März angekündigten Rücktritt von Horst Seehofer (CSU) will ihn Markus Söder (Archivbild) als Ministerpräsident beerben

Nach dem für den 13. März angekündigten Rücktritt von Horst Seehofer (CSU) will ihn Markus Söder (Archivbild) als Ministerpräsident beerben

Der folgende Text ist das Transkript eines Interviews von pro-Medienmagazin mit Herrn Markus Söder.

Markus Söder: „Jesus war wohl der größte Charismatiker der Weltgeschichte“

Markus Söder (CSU) gilt als zielstrebig, machtbewusst – und manchmal provokant. Doch der künftige bayerische Regierungschef hat auch eine andere Seite: Er predigt von der Liebe Jesu, besucht einen Gebetskreis und lauscht auf Autofahrten der Hörbibel. Im pro-Interview sagt er, wie beides zusammenpasst. Die Fragen stellte Nicolai Franz

pro: Ein Journalist schrieb einmal, das, was Sie am allerwenigsten könnten, sei warten. Hat er Recht?

Markus Söder: Klischees sind in Deutschland so hart wie Beton. Ein Journalist schreibt etwas, der andere schreibt es ab. Mir kann man vieles vorhalten, aber nicht, dass ich in den vergangenen Jahren keine Geduld gehabt hätte. Ich konzentriere mich mit Leidenschaft auf die Aufgabe, die ich habe.

Kein anderer Politiker sorgt beim Fasching für so viel Aufsehen wie Sie. Sie mimten schon die Zeichentrickfigur Shrek, Mahatma Gandhi, Edmund Stoiber und erst dieses Jahr den Prinzregenten Luitpold von Bayern. Woher kommt die Vorliebe fürs Verkleiden?

Das hat sich über die Jahre und die Einladungen so ergeben. In Veitshöchheim sind die Kostüme der Gäste Teil des Erfolgsrezepts, neben den hervorragenden Darbietungen auf der Bühne. Günter Beckstein hat mit den Verkleidungen begonnen. Ich habe Freude an den alljährlichen Verkleidungen.

Würden Sie auch als Jesus gehen?

Nein.

Warum?

Das wäre absurd und anmaßend. Ich würde auch nicht als Kardinal oder Pfarrer gehen. Dafür habe ich zu viel Respekt. Mein eigener Glaube basiert sehr stark auf der Person Jesu Christi. Manch einer sagt, Monotheisten seien alle gleich – das stimmt aber nicht. Jesus macht den Unterschied. Deswegen habe ich auch einen stärkeren Bezug zu dem Neuen Testament.

„Wer Drama will, sollte sich die Johannes-Offenbarung gönnen“

Wer ist Jesus Christus für Sie?

Der Sohn Gottes. Ich las einmal das Buch „Die letzten Tage Jesu“ von Nick Page. Er kommt zum Schluss: Es ist erstaunlich, dass jemand am hintersten Eck der damals bekannten Welt, in Judäa und Galiläa, für sehr kurze Zeit die Bühne der Weltgeschichte betritt – und dann Jahrtausende lang wirkt. Egal, ob man ihn wie ich für den Sohn Gottes hält oder nicht: Jesus war wohl der größte Charismatiker der Weltgeschichte.

Was bedeutet für Sie die Bibel?

Ich besitze viele Bibel-Ausgaben. Immer wieder mal schaue ich in die neueste Lutherbibel rein, die auf meinem Münchener Schreibtisch liegt. Am besten finde ich aber Hörbibeln, die ich auf langen Autofahrten höre. Mein Lieblingsevangelium ist das von Matthäus. Wer mehr Drama und Science-Fiction will, kann sich auf einer langen Fahrt auch die Offenbarung des Johannes gönnen. Die Bibel ist spannender, als man denkt.

Und Ihre Mitarbeiter müssen mithören …

Hat aber bisher noch keinen gestört.

Manchmal predigen Sie in Kirchen. Wie kam es dazu?

Ich dachte früher, ich könne Gott nicht mit meinen ganzen Sorgen belästigen, schließlich hat er genug zu tun. Durch Zufall habe ich dann einen Gebetskreis gefunden, der mir Mut gemacht hat, viel direkter mit Gott zu sprechen und auch meinen Glauben öffentlich zu bekennen. So ergab sich die erste Predigt, oder sagen wir lieber: Bekenntnisrede in der Kirche. Gerne auch mit Humor. Manche Prediger tragen die frohe Botschaft mit einer Gesichtsmiene vor, dass man nur von einer Text-Bild-Schere sprechen kann.

Was bedeutet Gebet für Sie?

Immer, wenn ich auf Gott vertraut habe, bin ich am besten damit gefahren. Ich bete nicht für konkrete Ergebnisse, aber immer um Kraft, Weisheit und Gelassenheit. Ich finde den Glauben faszinierend und das Christentum einzigartig.

Wie sind Sie zu dem Gebetskreis gekommen?

Durch einen Freund. Ich kenne niemanden, der so felsenfest glaubt wie er. Ab und zu schickt er mir die Tageslosung aufs Handy. Die trifft oft dermaßen genau die Situation, dass ich nicht an Zufälle glauben kann. Wir sind dort zu viert und reden über den Alltag, den Glauben – und wir beten gemeinsam.

Also ein Hauskreis?

So kann man das sagen. Wir treffen uns in einer christlichen Stätte, meist verbunden mit einem Frühstück. Am Schluss beten wir gemeinsam. Eine seelische Vitaminspritze in den Tag.

„Die Kirche sollte mehr missionieren als politisieren“

Im Rahmen der Landeskirche?

Nein, manche kommen zwar aus der Kirche, andere sind aus anderen Berufsgruppen.

Sie haben die Kirche schon mehrfach kritisiert, zu politisch zu sein. Soll sie sich nicht mehr in politische Debatten einschalten?

Die Kirche darf natürlich politisch sein – aber nicht nur. Wir sind auf dem Weg in eine säkulare Gesellschaft. Daher sollte die Kirche mehr missionieren als politisieren.

Also für den Glauben werben.

Kirche darf nie nur die Variante anderer Organisationen sein. Sie ist in jeder Beziehung singulär und einzigartig. Sie muss die Seele der Menschen erreichen, nicht nur den politischen Verstand. Bei Wertfragen ist die Kirche gefordert. Wenn ich mich künftig als Ministerpräsident mit den Kirchen treffen werde, will ich auch das seelsorgerliche und spirituelle Gespräch suchen, anstatt nur das Staatskirchenrecht zu diskutieren.

Ihr eigener Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat neulich die geplante Große Koalition dafür gerügt, dass der Familiennachzug für Flüchtlinge stark eingeschränkt werden soll. Ist das zu viel Politik?

Ich respektiere den Standpunkt der Amtskirche, aber es gibt auch andere Standpunkte. Die Kirche mahnt, aber die letzte Entscheidung obliegt den demokratisch gewählten Vertretern.

Spricht Bedford-Strohm also nicht für alle in der Kirche?

In der Kirche gibt es eine plurale Haltung. Wir haben in Deutschland das humanste Flüchtlingsrecht der Welt. Klar ist aber: Wenn jemand nicht rechtmäßig hier ist oder gar seine Identität fälscht, kann das nicht akzeptiert werden. Rechtsstaat ist die Voraussetzung für Freiheit und Sicherheit.

Sie haben angekündigt, die christlich-abendländische Prägung in die Verfassung des Freistaats Bayern aufzunehmen. Ist ein echter Bayer auch Christ?

Wir sind eine christlich-abendländische Gesellschaft. Das Kreuz ist die Grundlage des Grundgesetzes. Menschenwürde und Kreuz gehören zusammen, weil dieses Symbol auch Nächstenliebe und Respekt vor dem Einzelnen bedeutet – das ist Menschenwürde. Der Mensch hat einen Wert, egal, ob er groß, schön, stark oder schwach ist. Unser Kalender ist christlich geprägt. Wir feiern Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Natürlich wird niemand verfassungsrechtlich verpflichtet, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Wir sollten aber unsere christliche Identität erhalten. Wer zu uns kommt, ist herzlich willkommen, aber er muss sich an unsere Sitten, Werte und Gebräuche halten – und nicht umgekehrt.

Außerdem wollen Sie in allen öffentlichen Gebäuden Kreuze aufhängen. Warum diese Symbolpolitik?

Ich fühle mich wohler, wenn ein Kreuz in der Nähe ist. Auch unserem Staat würde es gut tun. Seit mir ein hoher evangelischer Geistlicher gesagt hat, dass wir Lutheraner uns auch bekreuzigen dürfen, mache ich das auch. In anderen Ländern hängen Präsidentenbilder in der Behörde. Keiner muss aber ein Bild von Söder aufhängen, ein Kreuz jedoch würde mir gefallen.

Einerseits finden Sie harte Worte in der Flüchtlingspolitik, in der Kirche predigen Sie hingegen Sätze über das Christentum wie: „Jeder wird geliebt. Es zählt allein der Mensch.“ Die SZ schrieb, zwischen dem „Heiligen Markus“ und seinem Image sei eine „Kluft wie zwischen Bambi und Godzilla“. Ist der Prediger Markus Söder ein anderer Mensch als der Politiker?

Wer Christ ist, kann trotzdem rechtsstaatlich handeln. Wir sind nicht bei „Deutschland sucht den Superchristen“, wo eine Jury festlegt, ob man auch richtig glaubt. Der Glaube ist keine Schablone. Ich orientiere mich an der Bibel und vor allem an Jesus Christus.

Was bedeutet das für Sie?

Unzählige Interpreten drehen jeden Satz der Bibel fünfmal um, anstatt ihn so zu nehmen, wie er dasteht. Manche, die in ihren Predigten darüber sprechen, was der Staat alles nicht tun sollte, haben gleichzeitig Spekulationsgeschäfte der eigenen Kirche übersehen. Ich wundere mich, mit welchen Summen da spekuliert wurde.

Im Bistum Eichstätt soll die Kirche etwa 48 Millionen Euro durch fragwürdige Investments eines Geldverwalters verloren haben.

Jesus hat weder festgelegt, dass die Kirche ein Festgeldkonto braucht, noch dass man mit Geld spekulieren soll. Ich will niemanden angreifen, aber jeder darf sich an seinen eigenen Maßstäben messen lassen.

Politik ist ein Haifischbecken, es geht um Macht.

… das gibt’s in der Kirche auch …

Sie sind in beiden Bereichen aktiv. Zweifeln Sie manchmal daran, dass Ihr Verhalten richtig ist, gerade wenn es um Macht geht?

Als Jesus die Händlertische im Tempel umgeworfen hat, glich das auch einem Haifischbecken. Die allermeisten Politiker in Deutschland sind grundanständige Leute, auch wenn einige manchmal irren.

Gehören AfD-Politiker auch zu den Anständigen?

Vor allem in den neuen Ländern entwickelt sich die AfD weg von der Verfassung und der demokratischen Grundordnung: Sie pflegt einen engen Zusammenschluss mit Pegida, der identitären Bewegung und den „Reichsbürgern“. Manche AfD-Funktionäre stehen der NPD näher als der Union. Jeder Wähler, der glaubt, er würde mit der AfD eine Art bessere Union wählen, irrt. Wir wollen aber enttäuschte Unionswähler zurückholen, die an den Rechtsstaat glauben und eine konservative Grundgesinnung haben.

Sie bezeichnen es als „Fehler, die demokratischen Wähler rechts von der Mitte zu lange den anderen zu überlassen“. Wird die CSU nun also eine AfD-light?

Es gilt der Satz von Franz-Josef Strauß: Rechts von der Union darf keine demokratisch legitimierte politische Kraft existieren. Die Union braucht keinen Rechtsruck, sondern die Rückkehr zu alter Glaubwürdigkeit. Wir müssen uns um die bürgerliche Mitte kümmern, aber natürlich auch um die demokratische Rechte. Die Seelenlage der Deutschen ist seit der Grenzöffnung 2015 durcheinander. Der schwere Fehler war nicht einmal, die Grenzen zu öffnen, sondern sie nachher nicht mehr zu schließen.

In sozialen Netzwerken reagieren AfD-Unterstützer auf solche CSU-Vorstöße sarkastisch. Tenor: In Bayern spuckt die CSU große Töne, in Berlin setzt sie aber nichts durch. Muss die Kanzlerin sich warm anziehen, wenn Sie Ministerpräsident sind?

Der jetzige Koalitionsvertrag geht schon in die richtige Richtung. Wir sind in Bayern tolerant und weltoffen. Ich mache keinen Wahlkampf gegen Berlin, will aber zeigen, was wir besser können.

Prinzregent Luitpold regierte bis 1912, da war er 91 Jahre alt. Sie sind erst zarte 51. Ist das Amt des Ministerpräsidenten die Krönung Ihrer Karriere oder könnten Sie sich auch vorstellen, der erste CSU-Kanzler zu werden?

Ich trete für eine Amtszeitbegrenzung des Ministerpräsidenten auf zehn Jahre ein. Ambition und Amt sind zwei verschiedene Dinge. Mein Herz brennt für Bayern. Man könnte sagen: Ich bin der Markus, da bin ich daheim und hier bleib’ ich auch.

Von: Nicolai Franz

 

Ende des Transkripts des Interviews von pro-Medienmagazin mit Herrn Markus Söder.

 

 

 

Hinweis

Hinweis des Betreibers von http://www.glaubereal.wordpress.com (das ist die Website, auf der Sie sich gerade befinden; siehe Explorerleiste).

Den obigen Artikel habe ich einfach von folgender Website kopiert.

www.pro-medienmagazin.de

(ich hoffe, die Betreiber von http://www.pro-medienmagazin.de werden mir nicht böse sein, daß ich ihr Transkript zu ihrem Interview mit Herrn Markus Söder einfach „geklaut“ habe – ich weise darauf hin, daß meine Website http://www.glaubereal.wordpress.com nicht kommerziell ist, sondern dem Allgemeinwohl dienen soll)

Ich habe vor, mindestens einen Artikel über Nick Page, dessen Namen Herr Söder in dem Interview von pro (siehe oben) mit ihm genannt hat, zu veröffentlichen. Wie ich bereits in Erfahrung bringen konnte, gehört Herr Page dem evangelikalen Spektrum an; da müssen natürlich alle Alarmglocken läuten, denn die Evangelikalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe (auch Glaubenstaufe oder Gläubigentaufe genant), die sie intern natürlich einfach Taufe nennen.

Wenn der designierte Ministerpräsident des Landes Bayern Bücher von Häretikern (Ketzer, Irrlehrer) liest, dann ist das ein Beweis mehr für mich, daß uns die Apokalypse nicht bevorsteht, sondern wir uns mittendrin befinden.

Das Problem der evangelikalen Taufe (auch Wiedertaufe, Badertaufe, Glaubenstaufe, Gläubigentaufe, etc. genannt):

Die evangelikale Taufe bringt Menschen, die als Kind bereits gültig sakramental getauft wurden (die sakramentale Taufe nennt man auch kirchliche Taufe, Kindertaufe, etc.), von ihrer sakramentalen Taufe ab, die allein ihnen die Kraft geben könnte, im Alltag als Christen zu leben. Die evangelikale Taufe wirft die betreffende Person ganz auf sich selbst zurück. In sich selbst findet man nur Leere, Verzweiflung, Sündhaftigkeit, Abgründe der Einsamkeit, etc. Durch ihre Wiedertaufe treiben also die Evangelikalen Menschen in den seelischen Ruin bis hin zum Selbstmord, denn es ist unmöglich, aus eigener Kraft Jesus nachzufolgen. Wer versucht, aus natürlicher Kraft Jesus Christus nachzufolgen, der muß verzweifeln. Natürlich sagen auch die Evangelikalen, man solle aus der Kraft Jesu Jesus nachfolgen, aber das ist nur ein wertloses Lippenbekenntnis. Das Lippenbekenntnis der Evangelikalen kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie in Wirklichkeit doch eine Nachfolge aus dem sündigen Fleisch heraus predigen – sie sind sozusagen Christ-Juden (im Gegensatz zu Judenchristen, die durch die sakramentale Taufe ihr sündiges Fleisch überwinden). Genauso wie die Juden versuchen, aus dem sündigen Fleisch heraus die alttestamentlichen Gebote zu halten, versuchen die Evangelikalen, aus dem sündigen Fleisch heraus in der Nachfolge zu leben (die Anmaßung der Evangelikalen ist fast noch schlimmer als die der Juden).

Wer meine Website kennt, weiß, daß ich durch und in Jesus nicht abergläubisch bin; der folgende Satz ist reine Rhetorik und eine Anspielung auf die alten Römer:

Wenn der zukünftige, bayerische Ministerpräsident Bücher von Irrlehrern liest, dann ist das kein gutes Vorzeichen (Omen) für seine kommende Regentschaft.

Möge der Herr aller Herren und der König aller Könige, Jesus Christus, der in seiner gewaltigen Macht auch mit Schachfiguren, die ihn hassen und nicht seinen Willen tun wollen, ein Schachspiel gewinnen kann, Herrn Söder so einfügen in seine Vorsehung, daß der Schaden, den er anrichtet, minimiert wird.

Ergänzung

Warum sehe ich Synkretismus (Religionsvermischung) im Verzug?

Herr Söder ist ja Glied der evangelischen Landeskirche – Herr Söder ist evangelisch.

Wie kommt er dann dazu, Bücher von Evangelikalen zu lesen?

Der Glaube (damit meine ich in den originalen, evangelischen Glauben gemäß der alten Bekenntnisschriften und auf Grundlage des Befundes der Bibel), den die evangelische Landeskirche eigentlich mit Gut und Blut verteidigen sollte, passt überhaupt nicht zusammen mit dem „Glauben“ (besser würde man das Wahn bzw. Fanatismus nennen) der Evangelikalen.

Wussten Sie schon, lieber Leser, daß die originale, evangelische Lehre gemäß der alten Bekenntnisschriften biblisch ist, wenn ich einmal den Jargon der Evangelikalen gebrauchen darf (jene lieben so sehr das Wort „biblisch“), die Lehre der Evangelikalen aber nicht?

Die Lehre der Evangelikalen entspricht nicht dem Befund der Bibel – in ihrem Jargon: ist nicht biblisch.

Ganz klar und deutlich: Die Evangelikalen, die sich so gerne auf die Bibel als das irrtumsfreie Wort Gottes berufen, legen die Bibel völlig verkehrt aus – ungeheuerlich. Die Bibel ist zwar tatsächlich das irrtumsfreie Wort Gottes, aber die Auslegung der Bibel durch die Evangelikalen ist keineswegs irrtumsfrei, ist ein einziger Irrtum.

Es gibt noch ein zusätzliches Problem, nämlich daß die heutige, evangelische Landeskirche sich nicht mehr an ihre eigenen, alten Bekenntnisschriften hält bzw. die Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel verlassen hat. Die evangelische Kirche geht auf eine andere Weise als die Evangelikalen in die Irre – aber das würde hier zu weit führen und muß ein andermal besprochen werden.

Unterm Strich haben wir heute das Problem, daß man weder bei den Evangelikalen noch bei der evangelischen Kirche das originale Christentum findet – apokalyptisch. Das ist eine Situation, die für Gott überhaupt nicht hinnehmbar ist, denn er hat ja nur deshalb die Menschheit bisher noch nicht gerichtet (vernichtet), weil immer wieder Menschen von der sündigen Welt in die Kirche wechselten, wechseln konnten – so hatte diese an sich sinnlose Welt doch noch einen Sinn. Wenn aber keine echte Kirche mehr da ist, kann man ja selbst beim besten Willen gar nicht mehr wechseln – das ist eine Sache, wo Gott selbst walten muß und sicherlich bald walten wird, indem er das Wunder geschehen lässt, daß ganz Israel, Territorium samt Einwohner, zu einer riesigen christlichen Kathedrale wird. Ich werde dann nach Israel emigrieren.

 

P. S.: Bei der römisch-katholischen Kirche findet man das originale Christentum natürlich auch nicht.

 

 

 

 

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Die Bedeutung bzw. die Funktionen der zwei Reihen Knoten am ehernen Meer König Salomos (1. Könige 7, 23-26)

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Interpretation

„24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren.“

Sicherlich entsprachen die zwei Reihen Knoten um das Meer einem Rechenschieber mit logarithmischen Skalen. Durch den aus Knoten bestehende Rechenschieber sah man auf den ersten Blick, ohne eine großartige Messung des Umfanges mit einer Schnur veranstalten zu müssen (es genügte die Messung des Durchmessers mit einer relativ kurzen Schnur), dass das Meer übernatürlich war (natürlich musste die Skala in diesem Zusammenhang geeicht sein). Wäre das Meer nicht übernatürlich gewesen, wäre der Logarithmus des Umfanges (lg31,415 . . . = lg(π * 10)) ziemlich genau mit der Mitte des zweiten Skalenabschnittes zusammengefallen, der eben durch seine Mittellage ausgewiesen bzw. markiert war (es war wegen der Mittellage keine sichtbare, besondere Markierung notwendig). Da aber das Meer tatsächlich übernatürlich war (Verhältnis von Umfang zu Durchmesser genau 3 statt π), fiel der Logarithmus des Umfanges genau auf den 12. Knoten (lg30 = lg(3 * 10)), der ziemlich genau 1 cm vor der Mitte des zweiten Skalenabschnitts lag (ca. 0,9 cm vor der Stelle lg31,415 . . .).

Siehe hierzu:

Sensation – Juden kannten Rechenschieber mit logarithmierter Skala (1. Könige 7, 23-26) schon zur Zeit der Herrschaft König Salomos

Funktionen der zwei Reihen Knoten am ehernen Meer König Salomos

Hilfe beim Bestimmen des Umfanges

Es konnte ja ein Begutachter des ehernen Meeres misstrauisch sein, ob es wirklich auch einen Umfang von exakt 30 Ellen hatte neben einem Durchmesser von exakt 10 Ellen (bei Messung im Innenraum des Meeres). Jener brauchte dann nicht mühsam eine Schnur darum zu legen, sondern konnte einfach die 30 Abschnitte der Knoten-Reihen abzählen. Hierbei spielte die Logarithmierung eine Rolle, denn durch die Logarithmierung hatten z. B. die zehn Knoten des ersten Abschnitts mit einer Länge von einer Elle ganz bestimmte, ungleiche Abstände zueinander (zum Ende eines Abschnittes hin wurden die Abstände immer kleiner). Dieses Abstandsmuster der Knoten eines Abschnitts untereinander wiederholte sich regelmäßig pro Abschnitt vom zweiten bis zum dreißigsten Abschnitt. Kurz gesagt: Durch die Logarithmierung wurden die Reihen von Knoten automatisch in 30 Abschnitte geteilt. Hätten im Gegensatz dazu alle Knoten den gleichen Abstand zueinander gehabt (keine logarithmierten Skalen), wäre das Zählen von 30 Abschnitten ziemlich mühsam gewesen, da ein Abschnitt nicht an den bestimmten, zum Ende eines Abschnitts hin kleiner werdenden Abständen seiner Knoten zu erkennen gewesen wäre.

Hilfe beim Messen des Durchmessers an der richtigen Stelle

Lieber Leser, stellen Sie sich mal einen Kreis vor, dessen Mittelpunkt Sie nicht kennen. Wollten Sie dessen Durchmesser bestimmen, wäre das zunächst gar nicht so einfach, denn die Messstrecke beim Messen des Durchmessers muß durch den Kreismittelpunkt laufen. Die Methode, um den Mittelpunkt eines Kreises zu finden, ist, daß man zwei Sekanten bzw. Sehnen einzeichnet und auf jeder Sekante die Mittelsenkrechte errichtet. Der Schnittpunkt der beiden Mittelsenkrechten ist dann der Kreismittelpunkt. Dies wäre allerdings bei den Ausmaßen des ehernen Meeres nicht ganz einfach gewesen. Auch hier kamen die Knotenskalen zur Hilfe. Man mußte nur vom ersten Knoten eines Abschnittes 15 Abschnitte weiterzählen. Wenn man dann die Messschnur von jenem ersten Knoten zum letzten Knoten des 15. Abschnitts spannte, ging die Messschnur genau durch das Zentrum des ehernen Meeres.

Konstruktion des zunächst unbekannten Mittelpunkts eines Kreises, siehe Video:

 

 

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

(Diese Konstruktion wäre beim ehernen Meer mit seinen immerhin ca. 4,3 Metern Durchmesser (von außen gemessen!) und ca. 2,25 Metern Höhe ziemlich schwierig gewesen)

Hilfe beim Feststellen der Tatsache, daß das Meer nicht elliptisch, sondern kreisförmig war

Das Wunder des Verhältnisses des Umfanges zum Durchmesser des ehernen Meeres von 3 und nicht π hätte man durch eine elliptische Form des Meeres vortäuschen können. Eine Ellipse mit nur minimal unterschiedlichen Halbachsen sieht aus wie ein Kreis bzw. ist mit bloßem Auge kaum von einem Kreis zu unterscheiden. Schon bei geringer Änderung der Form eines kreisförmigen Ringes von der Kreisform zur Ellipsenform hin, bewegt sich das Verhältnis von Ellipsenumfang zur größeren der beiden Halbachsen ziemlich schnell von π auf 3 zu.

Mit Hilfe der Knoten-Skalen konnte man ziemlich schnell sicherstellen, daß das Meer nicht elliptisch, sondern tatsächlich kreisförmig war. Man brauchte nur an mehreren gegenüberliegenden Punkten den Durchmesser zu messen, der wegen der Kreisform immer gleich war. Durch die Knotenskalen konnte man leicht viele genau gegenüberliegende Punkte finden und so den Rand des Meeres ziemlich genau „abtasten“ und seine Kreisform feststellen.

Unter folgendem Link finden Sie einen Online-Rechner für Ellipsenumfang:

www.mathematik.ch/anwendungenmath/ellipsenumfang/

Wenn man eine Ellipse annimmt, bei der die Länge der kleinen Hauptachse 92% der Länge der großen Hauptachse beträgt, kann man ein Verhältnis von „Kreis“-Umfang zu „Kreis“-Durchmesser von ca. 3,017 vortäuschen, was schon ziemlich nahe an 3 ist.

Wenn man bei dem Ellipsenrechner (siehe Link, oben) 5 für die große Halbachse eingibt und 4,6 (92% * 5) für die kleine Halbachse, dann erhält man ca. 30,17238 als Umfang. 30,17238 geteilt durch (5 * 2; Pseudo-Kreisdurchmesser) ergibt ca. 3,017, das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser des vorgetäuschten Kreises, was schon fast genau 3 ist.

Natürlich hätte man, falls man betrügen wollte, einen Begutachter so manipulieren müssen (z. B. durch Ablenkungsmanöver), daß er bei einem Pseudo-Meer mit leicht elliptischer Form die große Halbachse gemessen hätte und nicht die kleine – aber (falsche) Priester sind ja schlau und besitzen großen Einfallsreichtum, wie wir aus der Geschichte (z. B. der römisch-katholischen Kirche) wissen.

Sicherlich würden Sie auf den ersten Blick die Figur in der folgenden Abbildung für einen Kreis halten. Es ist aber eine Ellipse, wo die kleine Hauptachse 92% der Länge der großen Hauptachse hat. Wenn man diese Ellipse jemand als Kreis andrehen könnte, was ja wegen der ungefähren Kreisform der Ellipse nicht schwer sein sollte, müßte man ihn nur noch so manipulieren, dass er die doppelte große Hauptachse misst und fälschlicherweise als Durchmesser eines Kreises betrachtet; und man käme, wie eben berechnet, auf ein Verhältnis von Umfang zu Pseudo-Durchmesser von ca. 3,017.

screenshot-2018-02-21

Unter folgendem Link können Sie sich durch Betätigung der Schieberegler, links im Bild, die verschiedensten Ellipsen anzeigen lassen. Wenn Sie für a und b gleiche Werte einstellen, erhalten Sie Kreise. Lassen Sie b nur geringfügig von a abweichen, erhalten Sie Ellipsen, die Kreisen sehr ähnlichen sehen – probieren Sie es:

www.desmos.com/calculator/3muk2flz5s

 

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Sensation – Juden kannten Rechenschieber mit logarithmierter Skala (1. Könige 7, 23-26) schon zur Zeit der Herrschaft König Salomos

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Der obige Bibelabschnitt aus 1. Könige enthält eine Reihe von Geheimnissen bzw. gibt uns einige Rätsel auf. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die alten Juden hätten für die Berechnung des Umfanges eines Kreises nicht die Formel U = π * d (Kreisumfang ist gleich π mal Kreisdurchmesser) benutzt, sondern die Formel U = 3 * d. Hätten die Juden damals wirklich die Formel U = 3 * d benutzt statt der Formel U = π * d , dann wären sie auch schon für damalige Verhältnisse extreme Banausen gewesen und hätten den Feinden Gottes Anlass zur Lästerung gegeben, wie strohdumm doch seine Diener seien.

In und durch Jesus Christus, sein herrlicher Name sei gelobt von Ewigkeit zu Ewigkeit, habe ich dieses Problem gelöst und die damaligen Juden sind somit von dem Vorwurf des Banausentums entlastet.

Siehe hierzu (bitte unbedingt anklicken):

Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

Ein weiteres Geheimnis ist (bzw. war), was es mit den zwei Reihen Knoten auf sich hat, die rings um das eherne Meer liefen.

„24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren.“

Nun, um es kurz zu machen, die zwei Reihen Knoten entsprechen einfach zwei festen logarithmierten Skalen eines Rechenschiebers.

(was Sie gerade gelesen haben, ist sensationell, denn es wurde heute am 12.02.2018 erstmals in der Geschichte veröffentlicht – bedenken Sie, daß König Salomo im 10. Jahrhundert vor Christus regierte, was bedeutet, daß mittlerweile sage und schreibe ca. 3000 Jahre vergangen sind, ohne das jemand dieses Geheimnis gelüftet hätte; und jetzt im Jahr 2018 nach Christus, nach so langer Zeit, ist es endlich soweit; und ich gebe Gott die Ehre)

Woher nehme ich das Recht, zu behaupten, jene zwei Reihen von Knoten würden einen Rechenschieber darstellen?

Nun, wenn Sie obigen Bibeltext genau lesen, werden Sie merken, daß darin zweimal die Zahl 10 (zehn) vorkommt. Einmal ist es der im Innenraum (die Gefäßwand zählt zum Innenraum; siehe Anmerkung, unten) des ehernen Meeres gültige Durchmesser und das andere Mal ist es die Anzahl von Knoten je Elle außen auf dem Behälter (siehe Vers 24, oben).

Fällt Ihnen etwas auf?

1 ist der dekadische bzw. Zehnerlogarithmus von 10. Der Durchmesser des Meeres (bei Messung im Innenraum) von zehn (10) Ellen wurde also durch Logarithmieren auf eine (1) Elle (ca. 45 cm) mit zehn Knoten abgebildet. Die Knoten hatten sehr wahrscheinlich die Funktion von Skalenstrichen eines Messstabes. Die Knoten waren allerdings nicht wie die Skalenstriche auf einem normalen Meterstab angeordnet, wie man ihn im Baumarkt kaufen kann, sondern in logarithmischen Abständen.

log10(10) = 1

(den Zehnerlogarithmus einer beliebigen Zahl x kann man einfach auch lg(x) schreiben)

Wenn wir 10 Knoten ab einem bestimmten Start-Knoten auf dem ehernen Meer abzählen, gelangen wir an das Ende der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10), wie wir aus Vers 24 entnehmen können. Das Prinzip des Rechenschiebers ist, daß ich der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10), die Zahl 10 zuordne. Der Wegstrecke 2 (zwei Ellen, lg100) ordne ich die Zahl 100 zu. Wenn man die Logarithmen von den beiden Faktoren eines Produkts a = b * c addiert, erhält man den Logarithmus des Produkts: lga = lgb + lgc. Auf dem Rechenschieber wird also eine Multiplikation zweier  Zahlen durch die Addition ihrer Logarithmen dargestellt. Der Trick ist, daß man eben an die Weckstrecken, die den einzelnen Logarithmen der verschiedenen Zahlen entsprechen, die Zahlen selbst und nicht den log-Wert hinschreibt – hierbei ist man sich natürlich bewußt, daß es sich um zu multiplizierende Zahlen handelt und nicht um zu addierende (addiert werden lediglich die Logarithmen der Zahlen, nicht die Zahlen selbst).

Beispiel:

Berechnung des Produkts 100 * 10

Das wäre die Wegstrecke 2 (zwei Ellen, lg100) addiert mit der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10) – ergibt Weckstrecke 3 (drei Ellen). Dies muß dem Wert 1000 entsprechen (lg1000 = 3). An der Wegstrecke 3 müßte sozusagen 1000 angeschrieben sein, dann könnte man das Produkt direkt ablesen.

Ausführliche Erklärung eines normalen Rechenschiebers, siehe Video:

 

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Beim ehernen Meer war der bewegliche Teil des Rechenschiebers einfach die Schnur, die man ggf. zum Messen des Durchmessers des Meeres verwendet hatte. Man konnte aber durch Abzählen von Knoten auch ohne Schnur rechnen.

Jetzt kommt noch etwas Witziges:

Die zwei Reihen Knoten waren  nicht nur ein Rechenschieber, sondern auch ein einfaches Lineal. Sicherlich kamen oft Pilger aus aller Welt nach Jerusalem, um sich davon zu überzeugen, daß beim ehernen Meeres nicht die Formel U = π * d, sondern U = 3 * d galt (dies setzte voraus, daß man den Durchmesser im Innenraum maß), was ja ein gewaltiges Wunder war, etwas vollkommen Außergewöhnliches. Wenn man den Durchmesser mit einer Schnur abgegriffen hatte, legte man sie an die Knoten an und kam dann auf zehn Ellen (man wußte, daß 91 Knoten einschließlich Startknoten zehn Ellen entsprechen; der mit der Schnur abgegriffene Wert mußte also ganz genau auf den 91. Knoten fallen) ab dem Startpunkt. Hierbei spielte die Logarithmierung keine Rolle (außer dass man pro Elle neun statt zehn Knoten zählen musste). Sicherlich kam ab und zu auch ein hoher Beamter eines Nachbarlandes mit einem Messstab gleich einer Elle, durchmaß die zwei Reihen mit Knoten des ehernen Meeres und fand bestätigt, daß tatsächlich das Weiterzählen um 9 Knoten immer eine Elle ergab (im Bibelabschnitt, oben, wird jeder 9. Knoten doppelt gezählt, weil der Endknoten eines Abschnitts beim Zählen immer gleichzeitig der Anfangsknoten des nächsten Abschnitts ist, sodass man auf 10 Knoten pro Elle kommt). Diese „Eichung“ war wichtig, denn so war jeder etwaige Betrug durch das Tempelpersonal ausgeschlossen. Ein Betrug wäre nach einer einmal erfolgten Eichung ein ziemliches Problem gewesen, da die Knoten beim Guß des Meeres mitgegossen worden waren (siehe Vers 24, oben), wodurch man sie schwerlich verschieben konnte bzw. schwerlich die zwei Skalen manipulieren konnte.

Wäre das Meer nicht übernatürlich gewesen, hätte bei einer Messung des Durchmessers (bei 30 Ellen Umfang) ca. 9,5493 Ellen herauskommen müssen (U/π = 30/3,1415…). Aber mit Hilfe der Knoten konnte sich alle Welt, wenn sie wollte, täglich davon überzeugen, daß hier bei der Messung des Durchmessers 10 Ellen herauskamen (der wirkliche Durchmesser war allerdings tatsächlich ca. 9,5493 Ellen, was aber nur herausgekommen wäre, wenn man von außen im natürlichen, nicht gekrümmten Raum mit einem riesigen Messschieber (Schieblehre) gemessen hätte), was technisch ein enormer Aufwand gewesen wäre. Da man natürlich den Durchmesser der Einfachheit halber immer mit einer Schnur maß, die man so über den Innenraum spannte, daß sie durch den Mittelpunkt des Meeresrundes lief, kamen immer 10 Ellen heraus, da ja der Raum im Innern des Meeres gekrümmt war (die Raumkrümmung im Innern des Meeres war übernatürlich).

Um sich also von dem laufenden Wunder am ehernen Meer zu überzeugen, genügte als Hilfsmittel eine lächerliche kleine Schnur von etwas mehr als 4,5 Metern (10 Ellen) Länge; diese konnte man in einem Beutel mit sich führen. Sicherlich war schon zu jener Zeit eine einfache Schnur auch für arme Menschen erschwinglich, sodass jedermann sich von der Übernatürlichkeit des ehernen Meeres überzeugen konnte.

Wenn man sich nun überzeugt hatte, daß der Abgriff des Durchmessers tatsächlich zehn Ellen auf einer der beiden Knotenskalen war, brauchte man nur von der Stelle lg3 (ca. o,477 Ellen; 3. Knoten) neun Knoten weiterzuzählen und gelangte an Knoten 12; wobei der Startpunkt der Knoten Nr. 1 war, denn bei einer Multiplizierskala entspricht der Punkt lg1 (Faktor = 1; Wegstrecke = 0) dem, was bei einer Addierskala der Punkt Null (Summand = 0; Weckstrecke = 0) wäre. Der Weg am Knoten 12 war lg10+lg3 = lg 30; der Wert des Produkts war 30.

Interessanterweise ist der lgπ ziemlich genau 0,5 (0,4971…); das bedeutet, dass lgπ immer einen Skalenabschnitt mit der Länge einer Elle ziemlich genau halbiert hat. Dieses Maß war sehr leicht zu finden. Wie gesagt, das Maß für lg3 war nur ca. 0,477. Der Knoten an der Stelle mit Wert 30 (Weg lg30) kam also immer ca. 0,9 cm (siehe Hinweis, unten) vor der Stelle mit Wert 31,415… (Weg ca. lg31,416), die, wie gesagt, durch ihre ungefähre Mittellage ausgewiesen war. Kurz gesagt: Dadurch daß der 12. Knoten ca. 0,9 cm vor der ungefähren Mitte des zweiten Skalenabschnitts kam, war auf den ersten Blick zu erkennen, daß dieses eherne Meer übernatürlich war; denn wäre es natürlich gewesen, hätte sein Umfang bei 31, 415… (Weg ca. lg31,416) liegen müssen, was eben ungefähr die Mitte des zweiten Skalenabschnitts ist.

Hinweis: 0,9 cm = (lg31,416 – lg30) * 45 cm (ich nehme für eine Elle 45 cm an)

Haben Sie nun Kopfschmerzen?

Nehmen Sie sich ruhig einige Tage Zeit, um das zu verstehen – es könnte Ihnen sogar zum ewigen Heil gereichen; der Zeitaufwand könnte sich also tatsächlich lohnen.

Anmerkung

Wenn man den Durchmesser des Meeres innen maß (einschließlich Rand), kam man auf 10 Ellen, denn das Messmittel wurde im Raum gekrümmt (das war eben ein Wunder und das Spektakuläre an jenem Meer), das heißt um den Faktor 3/π verkürzt, sodaß der Durchmesser des Meeres π/3-mal größer erscheinen mußte als er wirklich war. Hätte man allerdings den Durchmesser des Meeres von außen kommend gemessen, wären ca. 9,5493 Meter herausgekommen, denn solange ein Messmittel außerhalb des Meeres blieb, wurde es nicht gekrümmt und zeigte den im natürlichen Raum gültigen Wert an. Allerdings hätte man hierzu einen riesigen Messschieber („Schieblehre“) gebraucht, da ja das Meer einen Durchmesser von ca, 4,3 Meter (9,5493 mal 0,45 Meter; von außen kommend gemessen!!!) hatte.

„Alle Klarheiten beseitigt?“

 

© Christliche Kirche, München 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Geheimnis des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) – Sünder werden gerecht durch die Gnade Gottes

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Gestern, am 8. Februar 2018, veröffentlichte ich einen Artikel, der sich mit dem Rätsel um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres zu seinem Durchmesser beschäftigt. Es wurde deutlich, daß das eherne Meer ein übernatürlicher Behälter war, indem tatsächlich die Formel galt: U = 3 * d (der Umfang ist gleich dem dreifachen des Durchmessers). Wie gesagt, das eherne Meer war ein übernatürlicher (wunderbarer) Behälter; in der natürlichen Welt gilt natürlich die Formel U = π * d, wobei π = 3,14159265358979323846264338327950288 . . . . Das eherne Meer war also ein Ort (ein sehr, sehr ungewöhnlicher Ort), wo Krummes gerade wurde, was normalerweise in unserer Welt unmöglich ist. Dies wiederum ist ein Bild auf die Gnade Gottes, die aus Sündern („Krummen“) Gerechte („Gerade“) macht. Jene Gnade, die Krummes gerade macht, findet man heute in der echten, christliche Kirche, die auch ein wunderbarer, übernatürlicher Ort ist.

Prediger Salomo 1, 15 Krumm kann nicht gerade werden, noch, was fehlt, gezählt werden. (an diesem Bibelvers ist sehr interessant, daß er ausgerechnet von jenem stammt, der das eherne Meer bauen ließ, nämlich von König Salomo; R. B.)

Siehe hierzu: Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

Der obige Bibelabschnitt wirft aber mehr Fragen auf als allein die Frage nach der Erklärung für das ungewöhnliche Verhältnis seines Umfanges zu seinem Durchmesser bzw. wie es sein konnte, daß für das eherne Meer die Formel U = 3 * d galt, was durchaus nicht selbstverständlich ist – siehe dazu den zuletzt angegebenen Link.

Bei meinem gestrigen Artikel postulierte ich einfach, das eherne Meer sei ein Bild auf die Gnade Gottes. Nun, ich habe das natürlich nicht einfach ohne Grund behauptet, sondern habe den Grund gestern nicht angegeben, weil ich den gestrigen Artikel nicht mit zuviel Information überfrachten wollte – gestern sollte der Fokus einfach auf der Sache mit π und 3 liegen.

Warum also darf man das eherne Meer als ein Bild auf die Gnade Gottes nehmen?

Antwort:

In 2. Chronik 4, 6 wird erwähnt, daß sich die Priester des Tempels Gottes bzw. des Tempels Salomos in dem ehernen Meer waschen sollten:

2. Chronik 4, 6 Und er machte zehn Kessel. Von ihnen stellte er fünf zur Rechten und fünf zur Linken, um in ihnen zu waschen – nämlich was zum Brandopfer gehört, sollte man darin abspülen –; das Meer aber stellte er auf, dass sich die Priester darin waschen sollten. (Hervorhebung von R. B.)

Der Befund der Bibel berechtigt uns dazu, beim Wort „waschen“ an die Gnade Gottes zu denken bzw. „Gnade Gottes“ zu assoziieren, wenn wir das Wort „waschen“ hören.

Folgende Stellen beweisen dies:

Epheser 5, 25-26 25 Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, 26 auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad (Hervorhebung; R. B.) im Wort.

Titus 3, 4-5 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad (Hervorhebung; R. B.) der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes.

Offenbarung 1, 5-6 5 und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen (Hervorhebung; R. B.) von den Sünden mit seinem Blut 6 und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Übrigens ist mit „Wasserbad“ bzw. „Bad“ die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) gemeint. Die Kraft der Taufe wird nur dann wirksam an uns, wenn wir uns glaubend auf sie beziehen. Nur wenn wir aus der Kraft der Taufe tatsächlich als Christen leben, das heißt wirklich glauben, werden wir das ewige Leben ererben. Wenn wir nicht aus der Kraft der Taufe leben, werden wir genauso verlorengehen wie jemand, der niemals getauft wurde. (aus der Kraft der Taufe leben, heißt sich durch ihre Kraft täglich zu bessern – gerade wer aus der Kraft der Taufe lebt, wird merken, wie sündhaft er in sich selbst ist, wie sündhaft sein natürlicher Mensch ist)

Übrigens können wir (alle, die an Jesus glauben) die Sache mit dem Meer nur deshalb auf uns beziehen, weil wir die Nachfolger der Priester des Tempels Gottes bzw. des Tempels Salomos sind. Der alttestamentliche Tempel wurde ersetzt durch die christliche Kirche. Jedes Glied der christlichen Kirche, jeder Christ, ist ein Priester Gottes – atemberaubend.

Folgende Bibelstellen untermauern dies:

1. Petrus 2, 5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

1. Petrus 2, 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;

Offenbarung 1, 6 und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

„Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes“ (aus 2. Korintherbrief 6, 16)

 

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Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Sicherlich wissen Sie, lieber Leser, daß der Wert der Zahl π (Pi) ungefähr 3,14 ist; 3,14 ist natürlich nur ein Näherungswert. Wenn man den obigen Abschnitt aus dem Alten Testament (Teil der Bibel) mit den Augen eines reinen Rationalisten liest, könnte man schlussfolgern, Gott kenne die Zahl π nicht sehr genau, denn 30 geteilt durch 10 (U/d; Umfang geteilt durch Durchmesser) ergibt 3. Der obige Abschnitt könnte dazu missbraucht werden, Gott und seine Diener (z. B. die Vermesser des Meeres oder der Autor von 1. Könige) als solche Banausen zu diffamieren, die die Zahl π allzu grob einfach mit 3 angeben (sei es aufgrund von Messfehlern beim Messen des Durchmessers oder des Umfanges des Meeres, sei es aufgrund von Rechenfehlern).

Zunächst die Sicht des reinen Rationalisten:

Gehen wir zunächst einmal davon aus, jenes Meer sei ein ganz normaler, runder Behälter gewesen wie z. B. ein Behälter für Flüssigkeiten in einer chemischen Fabrik.

Für das Folgende nehme ich für π den Näherungswert 3,1416, was schon ein ziemlich genauer Wert ist (auf ein Tausendstel bzw. 1/1000 genau).

Weiter gehe ich im Folgenden der Einfachheit halber davon aus, daß der Durchmesser richtig, der Umfang aber verkehrt gemessen wurde. Ich unterstelle also keine Rechenfehler, sondern einen Messfehler.

Stellen Sie sich mal einen Zylinder mit dem Durchmesser 1 Meter vor. Sie würden eine Schnur um ihn legen und kämen auf einen Umfang von 3 Metern (???). Was würde das bedeuten? Es würde bedeuten, daß Sie sich um mehr als 14,16 cm (0,1416 Meter) vermessen hätten, denn es gilt die Formel U = π * d (Kreisumfang ist gleich π mal Kreisdurchmesser). Der wirkliche, nach Formel berechnete, Umfang des Zylinders würde im Gegensatz zu Ihrer Messung 3,1416 m betragen – mit drei Metern hätten Sie also 14,16 cm zu wenig gemessen.

Das im obigen Bibelabschnitt genannte Maß „Elle“ nehme ich mit 45 cm an. Rechnen wir nun einmal den Messfehler aus, den jene anscheinend gemacht haben, die Durchmesser und Umfang des ehernen Meeres bestimmten. Wir müssen hierzu nur 0,1416 mit 10 und mit 45 cm (3,1416 * d – 3 * d; wobei d = 10 * 45 cm) multiplizieren. Wir erhalten sage und schreibe 63,72 cm. Da müssen ja, würde der Rationalist sagen, jene, die das Meer vermessen haben, einen ganz schönen „Knick in der Optik“ gehabt haben, daß sie sich um ganze 63,72 cm (über ein halber Meter) „verhaut“ haben.

Ende der rationalistischen Sicht.

 

Der Text des obigen Bibelabschnitts enthält eine sachliche Nötigung:

Um einen beliebigen Kreis zu beschreiben, genügt völlig die Angabe seines Durchmessers ohne seinen Umfang, denn das Verhältnis von Kreisumfang zu Kreisdurchmesser ist fest, eben π. Wir müssen davon ausgehen, daß der Autor von 1. Könige, der von Gott inspiriert war, den Feinden Gottes nicht einen Anlass zur Lästerung geben wollte, Gottes Diener seien nicht fähig, die Zahl π genauer als mit dem Wert 3 anzugeben; was ja schon bei einem Kreis von nur 1 m Durchmesser einen Fehler von ca. 14,16 cm bedeuten würde. Solch ein Fehler ist natürlich völlig inakzeptabel bzw. die Formel U = 3 * d ist natürlich für den Alltag (Bautechnik, Wirtschaft, etc.) vollkommen untauglich, da sie Ergebnisse liefert, die viel zu stark von der Realität abweichen. Nach der falschen Formel U = 3 * d müsste ein Zylinder mit 2 Metern Durchmesser und 1 Meter Höhe ein Volumen von 3 Kubikmetern haben (V = π·r²·h). Würde man aber mit 3,1416 für π rechnen, hätte er ein Volumen von ca. 3,1416 Kubikmetern. Die Differenz betrüge somit 141,6 Liter (3141,6 l – 3000 l = 141,6 l; 1 Kubikmeter entspricht 1000 Litern). Der Wert 3 (für π) ist also ein Wert, den man so nicht hinnehmen könnte, der inakzeptabel wäre (Probleme bei der Berechnung kreisförmiger Strukturen von Bauwerken; Probleme bei der Berechnung von Flüssigkeitsmengen im Warenhandel, z. B. Wein).

Warum scheint der Autor des obigen Bibelabschnitts es geradezu darauf anzulegen, den Feinden Gottes einen Anlass zur Lästerung seiner Diener als ziemliche Dummköpfe zu geben, indem er sowohl Durchmesser als auch Umfang des Meeres angibt?

Allmählich müssen wir Realitäten ins Spiel bringen, die man nur mit den Augen des Glaubens erfassen kann und die dem Rationalisten verborgen bleiben (die wahren Realisten auf Erden, die alles Reale berücksichtigen, sind nicht die Rationalisten, die sich in ihrer Anmaßung und Vermessenheit für die alleinigen Realisten auf Erden halten, sondern die Frommen – aber dazu vielleicht ein weiterer Artikel).

Um meine Brüder (ich hoffe, jene würden mich als ihren Bruder annehmen, falls sie noch leben würden), die damals das Meer vermessen haben, und den Autor des obigen Bibelabschnittes von dem Vorwurf der Dummheit oder Rückständigkeit zu entlasten, möchte ich eine spirituelle Realität anführen:

„Gott will das Krumme gerade machen und das Bucklige eben.“

Jesaja 40, 4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;

Lukas 3, 5 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden.

Weitere geistliche Realitäten:

Das eherne Meer ist ein Bild auf die Gnade Gottes für alle Frommen aller Zeitalter (zwei mal tausend Eimer Wasser gingen hinein; die Zahl zwei (2) symbolisiert die zwei Gruppen Judenchristen und Heidenchristen; und „tausend“ bedeutet einfach „alle“. Kurz gesagt: Durch die Gnade Gottes werden alle Sünder (die „Krummen“), die umkehren  von ihren Sünden und an Jesus glauben, zu Gerechten (die „Geraden“).

Die Sache mit π und 3 macht die ganze Symbolik perfekt: Das Meer verursachte eine Krümmung des Raumes (natürlich ein Wunder).

Bei einem Umfang des Meeres von 30 Ellen hätte der Durchmesser (gemäß der Formel d = U/π) 30/π = 10 Ellen mal 3/π  betragen müssen. Das ergibt den krummen Wert von ca. 9, 5492 . . . Ellen. Wenn man diesen krummen Wert mit π mal nimmt, kommt man wieder auf 30 Ellen.

Was ich sagen will, ist Folgendes: Wahrscheinlich hatte das Meer einen realen Durchmesser von 9, 5492 . . . Ellen. Der Messstab oder die Schnur oder was immer man damals zum Messen verwendet haben mag, zeigte aber 10 Ellen an. Das Messmittel wurde als im Raum gekrümmt. Da der Wert für π im normalen (nicht gekrümmten) Raum krumm ist, wurde er im gekrümmten Raum des Meeres zu 3, da die Krümmung des Raumes im Meer die Krummheit von π, die es im normalen Raum hat, genau aufhob. Der normale, nicht gekrümmte, Raum ist einfach der Raum, in dem wir, Sie und ich, leben. In diesem Raum ist π = 3,141592 . . . . Jener gekrümmte (wunderbare) Raum innerhalb des Meeres ist ein Bild auf den Raum der (echten)Kirche, wo Wunder möglich sind. Das Meer war etwas in der Geschichte einmaliges – das Gleiche gilt für die (echte) Kirche. Eine „Kirche“, in der keine Wunder geschehen, ist schlicht und ergreifend keine Kirche. Genauso wie die Raumkrümmung das besondere am ehernen Meer war, ist das Wunder das besondere an der (echten) Kirche. Das Haupt-Wunder in der Kirche ist, daß dort aus Sündern Gerechte werden durch die Gnade Gottes.

Römerbrief 3, 23-24 23 sie (Juden und Heiden; R. B.) sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.

Wenn Sie, lieber Leser, Mathematiker wären und gleichzeitig fromm, dann wüssten Sie umso mehr, worauf ich hinaus will; Pi ist eine sehr krumme Zahl.

Leibnitz-Reihe:

{\displaystyle \sum _{k=0}^{\infty }{\frac {(-1)^{k}}{2k+1}}=1-{\frac {1}{3}}+{\frac {1}{5}}-{\frac {1}{7}}+{\frac {1}{9}}-\dotsb ={\frac {\pi }{4}}}

π = 3,14159265358979323846264338327950288 . . .  (siehe Pi-Faszination)

Wenn wir die Zahl π als ein Symbol für „Krummheit“ nehmen, was doch sicherlich sehr naheliegt, dann wird uns der obige Abschnitt aus der Bibel sehr wertvoll.

Das Verhältnis des Umfangs eines normalen Kreises zu seinem Durchmesser ist sehr krumm, eben π. Das eherne Meer vermochte diese Kummheit aufzuheben; so wird uns des eherne Meer zu einem Bild für die Gnade Gottes, die aus Sündern Gerechte macht.

 

Ergänzung

Das Geheimnis der Knoten auf dem Rand des ehernen Meeres.

Siehe hierzu:

Juden zur Zeit der Herrschaft König Salomos kannten schon den Rechenschieber mit logarithmierter Skala

 

 

 

© Christliche Kirche, München 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 3; keine Inkorporation von geistlichen Ämtern; kein Ansehen von Personen; kein Fegefeuer

Unmündigkeit der Korinther

1 Und ich, liebe Brüder, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus. 2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr’s noch nicht, 3 weil ihr noch fleischlich seid. Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise? 4 Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos –, ist das nicht nach Menschenweise geredet?

Mitarbeiter Gottes

5 Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.  9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.

Kein Grund zum Ruhm

18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): »Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit«, 20 und wiederum (Psalm 94,11): »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« 21 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas (Petrus; R. B.), es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

 

Auslegung

Was war eigentlich das Kindliche an den Korinthern?

Es waren mindestens folgende Dinge:

  • sie verknüpften eine Person zu eng mit deren Amt (wobei dies von Paulus, Petrus und Apollos mit Sicherheit nicht gewollt war, denn die Inkorporation eines geistlichen Amtes gründet nicht auf dem Befund der Bibel)
  • sie waren trotz ihres Glaubens noch gefangen im Statusdenken der Welt („weise in dieser Welt“), wobei sie das Statusdenken (Wettbewerb der Statussymbole) sogar auf geistliche Gaben ausdehnten; und anscheinend arrangierten sie sich ein wenig mit der Welt, indem sie Ehre von der Welt nahmen, was Christus in der Bergpredigt ausdrücklich verboten hat (siehe Anmerkung 1, unten)
  • sie konnten sich nicht verabschieden von der Denke, ein Mensch, der mit einer Gottheit in Verbindung steht, müsse unter allen Umständen Glück haben (siehe das Glück Cäsars); das aber ist eine heidnische Denkweise; es irritierte sie, daß Paulus und seine Mitarbeiter soviel Trübsal, Leid und Verfolgung erdulden mußten – „können solche Pechvögel von Gott gesegnet sein?“, fragten die Korinther
  • sie waren Anhänger der „billigen Gnade“ (da sie wahrscheinlich ähnlich wie die Römer, die Christen zu Rom, mit ihrem auch noch nach der Taufe sündigen Fleisch nicht zurecht kamen, machten sie sich einen Billige-Gnade-Jesus, einen „anderen Jesus“)

 

Was meint Paulus mit „Milch“?

Darüber gibt uns Hebräer 6, 1-2 Auskunft:

Hebräer 6, 1-2 1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht.

Am Anfang des Glaubenslebens steht also Folgendes:

  • die Umkehr von Sünden (tote Werke; siehe Anmerkung 2, unten)
  • Glaube an Gott (siehe Anmerkung 3, unten); lernen, Gott mit einzubeziehen, seine Offenbarungen, die in der Bibel zu finden sind; Morgengebet, Abendgebet (siehe Anmerkung 4, unten); Gott danken für seine guten Gaben, vertrauensvoll Gottes Hilfe erwarten bei Problemen; Rechtssachen (Rache) ihm überlassen; Trübsale, Leiden und Verfolgung geduldig ertragen; die Kirche als Seinen Tempel wertschätzen; für die Errettung der Juden beten (deren Konversion zum Christentum)
  • die Tauflehre (in Kurzform: Wir sind bei der Taufe mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden bzw. wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe; die Taufe ist die neue Geburt aus Wasser und Geist; Gott handelt wirklich bei der Taufe und macht den Täufling neu – die Taufe ist kein symbolischer Akt, kein Akt des Gehorsams und kein öffentliches Bekenntnis des Glaubens; siehe Anmerkung 5, unten)
  • sobald wir uns glaubend (bezüglich Jesu Tod und Auferstehung) auf unsere sakramentale Taufe beziehen, empfangen wir den Heiligen Geist; idealerweise kann uns ein Geistlicher die Hände auflegen, wenn wir diesen Schritt tun; durch den Geist werde ich in die Gemeinde eingefügt, deren Glieder sich gegenseitig dienen durch ihre Geistesgaben, was durch das Auflegen der Hände unterstrichen wird in sakraler Weise – das Händeauflegen ist mehr als ein symbolischer Akt; wenn niemand da ist, der uns die Hände auflegen könnte, dann geht es natürlich auch ohne (der Geist wird nicht gegeben, um aus dem Einzelnen einen geistlichen Supermann zu machen; der Geist wird nicht gegeben, um irgendwelche egoistischen Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen)
  • alle Menschen müssen sich eines Tages vor Gott verantworten für ihr Leben; sowohl die Gläubigen als auch die Ungläubigen werden auferstehen zum Gericht; nur wer durch die Kraft Christi gute Werke getan hat bzw. ein gutes Leben geführt hat, wird das ewige Leben ererben (hier sind mit „gute Werke“ natürlich nicht die katholischen, guten Werke gemeint, sondern daß man Christus in allen Bereichen des Lebens herrschen läßt; siehe Anmerkung 6, unten)

 

„Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise?“

Obwohl die Korinther prinzipiell gläubig waren, hatten sie anscheinend doch durch einige Fehler den Geist gedämpft, ansonsten würde sie Paulus nicht als fleischlich bezeichnen:

  • vielleicht war man nicht bereit, das ein oder andere sündige Verhalten aufzugeben
  • vielleicht manipulierte man am Gottesbild, was gleichbedeutend mit „falsch glauben“ ist
  • vielleicht wusste man nicht wirklich, wie man damit umgehen sollte, daß der Leib auch nach der Taufe sündig bleibt in sich selbst
  • vielleicht hielt man das Händeauflegen für einen quasi magisch-mechanischen Akt und begriff nicht den Zusammenhang mit Glaube und Taufe
  • vielleicht hatte man schon vor der übermächtigen Gewalt der Sünde kapituliert; um einigermaßen in Frieden mit sich selbst leben zu können, versuchte man die Auferstehung von den Toten und das jüngste Gericht zu leugnen (vielleicht machte man sich auch einen Billige-Gnade-Jesus: „Jesus hat im Voraus für meine Sünden bezahlt, also kann ich nun bedenkenlos sündigen.“)

Anscheinend gab es in der Kirche zu Korinth „mehrere Christentümer“ und die einzelnen Parteien wetteiferten darum, wer das beste Christentum habe. Allein schon dieser Wettbewerb war natürlich eine völlige Verkennung des wahren Charakters des Christentums; es gibt nur ein wahres Christentum und dem sollen alle Glieder der Kirche anhangen. Wenn verschiedene Meinungen da sind, muß eben ein Konzil oder eine Synode veranstaltet werden, um die Meinungsverschiedenheiten auszuräumen; ein Wettbewerb verschiedener „Christentümer“ aber ist etwas völlig ungöttliches, eine völlige Entgleisung – damit liegt man völlig daneben.

Übrigens ist es absolut lächerlich, daß es heute so viele verschiedene Kirchen (verschiedene Christentümer) auf der Welt gibt, ganz abgesehen von den Freikirchen, die sowieso ausgeschlossen sind wegen der schändlichen Wiedertaufe, die sie intern natürlich einfach Taufe nennen. Wir brauchen dringend ein freies, ökumenisches Konzil (Weltkonzil), wo die allgemein verbindliche Lehre der Kirche wieder festgelegt wird, auf Grundlage des Befundes der Bibel. Wer sich der Entscheidung eines solchen Konzils nicht beugen wollte, müßte aus der Kirche ausgeschlossen werden, wie z. B. früher die Monophysiten und die Nestorianer ausgeschlossen wurden. Die allgemein verbindliche Lehre existiert natürlich schon; es ist einfach die Lehre der Alten Kirche (damit meine ich natürlich nicht die römisch-katholische Kirche). Eine weltweit einheitliche Kirche wäre nicht hierarchisch aufgebaut, sondern die lokalen Gemeinden oder kleine lokale Verbände von Gemeinden und deren Geistliche wären unabhängig, das heißt es gäbe nicht irgendwo eine Zentrale (z. B. in Rom), die alles von oben herab steuert. Die Verbindung der einzelnen Gemeinden der Kirche und die Einheit der Kirche würde deutlich durch regelmäßige, freie („frei“ heißt, daß kein Oberbischof irgendetwas vorherbestimmt, im Vorhinein festlegt, sondern die Teilnehmer der Synode könnten wirklich frei diskutieren unter der Leitung des Heiligen Geistes) Synoden, wo man Fragen der Lehre besprechen könnte – die Gemeinden würden ihre Geistlichen dorthin als „Delegierte“ entsenden. Das leitende Organ der Weltkirche wäre also die Synode bzw. das Konzil, nicht eine kleine Zentrale irgendwo, bestehend aus wenigen Männern, die die Oberherrschaft hätte (unter anderem das Antichristliche am römischen Papst ist, daß er sich anmaßt, Bischof aller Bischöfe bzw. Oberbischof zu sein). Der Oberbischof der echten Kirche wäre nicht ein Papst, sondern Jesus Christus selbst, der das Haupt der Kirche ist. In der katholischen Kirche hat der Papst Christus seines Amtes beraubt, was eine unglaubliche Anmaßung ist, denn der Papst, der nur ein Mensch ist, versucht, ein göttliches Amt zu bekleiden.

Wie würde der unsichtbare Christus seine Herrschaft über die Kirche ausüben?

Auf freien Synoden der christlichen Kirche wäre Christus gegenwärtig durch seinen Geist (auf katholischen Treffen ist der Geist übrigens nicht gegenwärtig, weil ja der Papst immer alles vorausbestimmt; die Treffen der katholischen Geistlichen sind also nicht frei).

5 Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere.“

Der Heilige Geist macht die Kirche, nicht einzelne Personen. Der gleiche Geist wirkt durch verschiedene Ämter, die er verschiedenen Personen gibt. Jedes Amt ist wichtig und sie ergänzen einander. Es ist vollkommen unsinnig, einen Wettbewerb der geistlichen Ämter zu veranstalten, absolut lächerlich. Paulus war nur ein Mensch und auch Apollos. Ihre geistliche Kraft beruhte jeweils auf einer Gabe Gottes; wenn also jemand zu rühmen war, dann war es Gott selbst und nicht Paulus oder Apollos. Niemals wären Paulus oder Apollos auf die Idee gekommen, sich selbst zu rühmen, als ob sie aus eigener Kraft und Frömmigkeit wirkten, das Göttliche inkorporiert hätten – nein, sie gaben Gott die Ehre, durch dessen Kraft sie wirkten; der ihnen die Kraft gab, Gutes zu wirken.

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.“

Wenn jemand einen anderen Grund legt als Jesus Christus, dann ist das Ganze einfach keine christliche Kirche. Eine „Körperschaft“, die als Grund nicht Jesus Christus hat, darf sich nicht christliche Kirche, christliche Gemeinde, christliche Gemeinschaft oder dergleichen nennen. Die Person, die in der christlichen Kirche im Mittelpunkt steht, ist Jesus Christus, und zusammen mit Christus der Vater und der Heilige Geist. Die Kirche ist die Gemeinschaft all derer, die durch Jesus Christus mit der Gottheit verbunden sind. Alle sonstigen Religionsgemeinschaften, die irgendeine Verbindung zu Gott behaupten, sind nicht wirklich mit Gott verbunden, denn sie entbehren des Mittlers zwischen Gott und den Menschen: Jesus Christus.

Johannes 14, 6 Jesus spricht zu ihm (Apostel Thomas; R. B.): Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Es mag, was die Lehre angeht, verschiedene Nebensächlichkeiten geben, wo man daneben liegen kann, ohne das sehr großer Schaden entsteht (Holz, Heu, Stroh), aber die Grundlehre, daß Jesus Christus Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, muß man unbedingt festhalten; wer das nicht tut, ist aus der Kirche ausgeschlossen.

Warum sind die Evangelikalen ausgeschlossen trotz der Tatsache, daß sie so viel von Jesus reden; auch sagen, Jesus sei der Mittler? Dadurch daß die Evangelikalen die sakramentale Taufe verleugnen und nur eine Badertaufe haben, sind sie nicht wirklich sakral mit Jesus verbunden bzw. ihr „Glauben“ ist nur ein bloßes Wissen, das keine rettende Kraft hat. Anders ausgedrückt: Die Evangelikalen reden nur von den christlichen Heilsgütern, aber haben sie nicht in sakraler Wirklichkeit – es wird ein sehr böses Erwachen für sie geben am jüngsten Tag.

Die Taufe, die Christus eingesetzt hat, ist nicht die Badertaufe der Evangelikalen, sondern die sakramentale Taufe der Kirche. Wer solch eine grundlegende Ordnung des Sohnes Gottes verwirft, der verwirft damit auch den Sohn Gottes selbst.

Was könnte „Holz, Heu, Stroh“ konkret sein?

Vielleicht wenn z. B. einer lehrt, gläubige Frauen müssten auch außerhalb des Gottesdienstes ein Kopftuch tragen.

Warum wäre eine solche Lehre „Holz, Heu, Stroh“?

Wenn gläubige Frauen außerhalb des Gottesdienstes ein Kopftuch tragen, entsteht dadurch ein gewisser Schaden: Es wird damit eine gewisse Abgrenzung zu den Ungläubigen/Außenstehenden hergestellt, die wirklich nicht sein müßte. Der Christ soll ja, soviel an ihm ist, die Gemeinschaft mit den Sündern (außerhalb der Kirche) suchen, wobei er natürlich ihre Sünden nicht mitmachen soll – das ist natürlich eine große Kunst. Jedenfalls ist es seine Frömmigkeit, die einen Christen von den Ungläubigen/Außenstehenden unterscheidet. Er wird versuchen, soviel an ihm ist, trotz dieses unvermeidlichen Unterschieds, die Gemeinschaft mit den Ungläubigen/Außenstehenden aufrechtzuerhalten. Wenn sich aber Christen in einer bestimmten Art und Weise kleiden, dann ist das dem hinderlich.

Allerdings wird nun jemand, der auch im Alltag eine christliche „Tracht“ trägt, deswegen sicherlich nicht verdammt werden und auch nicht jener, der dies gelehrt hat. Allerdings hätte das Ganze auch nicht sein müssen, wenn man die Bibel einfach genau gelesen hätte:

1. Korinther 11, 5 Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.

(der Vers bezieht sich eindeutig nur auf den Gottesdienst und nicht auf das Alltagsleben)

Was ist mit Feuer gemeint?

Am jüngsten Tag wird all dessen gedacht werden, was wir Gutes und Böses getan haben. Das Gedenken an eine Sache kann natürlich nicht einem Feuer ausgesetzt werden, wie es zum Beispiel in einem Ofen brennt. Das Feuer wird vielmehr in einem Verhör durch Jesus Christus bestehen, der Herzen und Nieren erforscht. Natürlich wird Christus am jüngsten Tag auch beurteilen, was ein Prediger gelehrt hat: Wenn er extrem falsch gelehrt hat, wird er verdammt werden. Hat er nur in Kleinigkeiten falsch gelehrt, wird er selbst errettet werden, aber doch gerügt werden, und sein „Holz, Heu und Stroh“ (das Gedächtnis an seine Irrtümer) werden verbrennen.

Johannes sieht den verherrlichten, furchteinflößenden Christus, so wie er uns auch am jüngsten Tag begegnen wird (Offenbarung 1, 9-20):

9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus. 10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, 11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea. 12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter 13 und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme 15 und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; 16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. 19 Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was geschehen soll danach. 20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.

Offenbarung 20, 11-15

11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): »Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit«, 20 und wiederum (Psalm 94,11): »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« 21 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas (Petrus; R. B.), es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.“

Weltliche Weisheit sieht aus, wie folgt:

  • nicht zugeben wollen, daß man natürlicherweise unter dem Fluch durch die Sünde steht; vielleicht sogar die Befürchtung, man würde sich geradezu den Fluch erst zuziehen, wenn man in Bezug auf sich selbst auch nur davon reden würde („das Unglück herbeireden“)
  • man hat die Haltung, die allgemeine Forderung Gottes nach Gerechtigkeit an jeden gelte nicht für einen selbst, da man etwas Besonderes sei: jemand, der Sonderrechte bei Gott habe
  • Verfolgungen (in minder schwerer Form ist das z. B. Ausgrenzung) geht man natürlich aus dem Weg; kein Preis ist zu hoch, Verfolgung zu vermeiden
  • „Was sagt die Verwandtschaft, die Mitbewohner meines Dorfes oder Stadtteils?“; (man nimmt also übertriebene Rücksicht auf Traditionen und gesellschaftliche Konventionen – stellt die Gunst der Menschen über die Gunst Gottes)
  • der „GAU“ wäre der Verzicht auf sinnliche Genüsse (Wohlleben), der Verzicht auf Zukunftsvorsorge (z. B. Versicherungen) und der Verzicht auf das Sammeln von Statussymbolen (teures Haus, teures Auto, Designergarten, etc.)
  • sich von Menschen rühmen lassen, statt Ruhm bei Gott zu suchen
  • nur für sich selbst sorgen (Nahrung, Kleidung, Wohnung); die Belange der Kirche interessieren einen nicht („den Geistlichen geht es ja sowieso nicht um unser Seelenheil, sondern sie suchen nur Zugriff auf unser Bankkonto“, unterstellt man in argwöhnischer Weise, fast boshaft-böswillig; „also bekommt die Kirche von uns keinen Pfennig (bzw. Cent) – wir sind doch nicht blöd und lassen uns für dumm verkaufen“)

Die Korinther machten sich für die Welt annehmbarer, indem sie den Wettbewerb (Statusdenken, Konkurrenzdenken) der Welt in die Kirche hineintrugen (sich eines Menschen rühmen, sich aufblasen).

 

Anmerkung 1

(aus der Auslegung der Bergpredigt)

Der Jünger betet, gibt Almosen, fastet. Dies ist alles gut in sich selbst. Aber so wie es Kreise in der Welt gibt, die den Jünger scharf anfeinden, gibt es Kreise in der Welt, die ihm eine falsche Ehre geben wollen, um dadurch seinen Glauben an Jesus zu zerstören. Der Jünger betet, gibt Almosen und fastet, weil er damit irgendwelchen Nöten begegnen will, getrieben wird er vom Heiligen Geist, dem Lob, Preis und Ehre gebührt für sein Wirken in uns. Nimmt der Jünger die falschen Ehrerbietungen der Welt an, stiehlt er damit Gott die Ehre. Der Jünger kann nur die Werke tun, die Gott zuvor bereitet hat. Wenn der Jünger geehrt wird, gibt er diese Ehre an Gott weiter. Die Heuchler (Pharisäer und Schriftgelehrten) wurden nur deshalb von der Welt geehrt, weil sie nicht Gott die Ehre gaben, sondern ihre eigenen Ehre suchten. Mit der Welt zusammen feierten sie einen nichtigen Gottesdienst des werksgerechten Fleisches, sie zelebrierten ihre äußerlichen, religiösen Übungen und die Welt klatschte Beifall dafür.  Hätten die Heuchler auf einen Erlöser hingewiesen, sie wären sowieso nie von der Welt geehrt worden, denn ein Erlöser ist der Welt verhaßt. So empfiehlt Jesus den Jüngern, von vornherein alle diese Übungen im Verborgen auszuführen. Würden die Jünger ein Verlangen in sich spüren die religiösen Übungen vor den Augen der Welt auszuführen, sollten sie sich fragen, ob sie nicht dabei waren ihren Heilsstand in Christus zu verlassen. Das Suchen nach öffentlicher Ehre war ein Attribut der Heuchler, die Gott verflucht hatte. Ihre Sünde wurde dadurch noch einmal multipliziert, denn sie nahmen Ehre, obwohl sie Schimpf verdient hatten. Die Bösen ehren die Bösen (die Welt ehrt die Pharisäer und Schriftgelehrten). Da sollte es den Jüngern mulmig werden, wenn die böse Welt sie Ehren wollte, denn diese falsche Ehre der Welt hätte die Jünger in Wirklichkeit nicht erhoben, sondern degradiert. Der Jünger bete also täglich um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, der es in ihm wirken wird, daß er nicht die vergängliche Ehre der Welt sucht, sondern Ehre bei Gott, die ewig bleibt. Das Motiv für das Handeln des Jüngers ist die Liebe und sonst nichts.

Anmerkung 2

Was sind „tote Werke“?

Tote Werke bzw. Sünden erkennt man, indem man sich die Gebote Gottes wie einen Spiegel vor Augen hält.

Die zehn Gebote Gottes

  1. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht unnütz gebrauchen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
  10. Du sollst nicht begehren seines Weibes, seines Knechtes, seiner Magd, seines Viehs oder was sein ist.

Auslegung der zehn Gebote; aus „Der große Katechismus“ von Martin Luther (bitte Link anklicken!)

Anmerkung 3

Die Hauptartikel unseres Glaubens

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zu Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche (catholica) Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Anmerkung 4

Das Gebet oder Vaterunser, das Christus gelehrt hat

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Anmerkung 5

Von der Taufe

Gehet hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Anmerkung 6

Katholische, gute Werke:

  • Rosenkranz beten
  • Heiligenverehrung
  • Mönchwerden
  • Wallfahrten
  • Fasten
  • Feiertage halten
  • Almosengeben
  • etc.

Ergänzung

Freie Synode

Der Begriff „freie Synode“ kann zu einem Missverständnis führen, nämlich daß die Teilnehmer einer freien Synode einfach so frei diskutieren könnten wie z. B. Politiker auf einem Parteitag. Die Diskussionsbeiträge auf einer christlichen Synode müssen sich natürlich auf den Befund der Bibel stützen (damit bleibt die Verbindung zu der Kirche gewahrt, die Jesus und die Apostel gegründet haben – die ursprüngliche Kirche). Eine Lehre kann nur dann an einem einzelnen Vers oder Abschnitt festgemacht werden, wenn sie dem Gesamtinhalt der Bibel nicht widerspricht. Wenn ein Widerspruch zum Gesamtinhalt besteht, wurde der einzelne Vers bzw. Abschnitt einfach falsch ausgelegt und man muß neu anfangen, zu überlegen, was er bedeuten könnte. Keinesfalls gilt auf einem christlichen Konzil das Mehrheitsprinzip, das im politischen Bereich dominiert; im christlichen Bereich gilt das Prinzip der Einstimmigkeit. Man muß solange beraten, bis Einstimmigkeit erzielt wird.

Fegefeuer

Sicherlich ist der obige Abschnitt jener, aus dem die Lehre vom Fegefeuer abgeleitet wurde; diese Lehre ist natürlich absolut lächerlich und falsch. Erstens geht es im betreffenden Abschnitt nur um Prediger, die gerügt werden wegen minder schädlicher Lehren und zweitens wird niemand (auch gewöhnliche Sünder nicht) längere Zeit (und befristet) in irgendeinem Feuer „gegrillt“, um ihn von Sündenschuld zu läutern. Jene Prediger, die in Kleinigkeiten geirrt haben, werden trotzdem das ewige Leben ererben; allerdings erhalten sie am jüngsten Tag doch eine sehr unangenehme Rüge von Christus.

Betreffs gewöhnlicher Menschen (gilt auch für Prediger): Wer nicht durch den Glauben an Christus, in Seiner Kraft in beständiger sittlich-moralischer Besserung gelebt hat, wird zum ewigen Aufenthalt in einem Feuersee verdammt werden – der Aufenthalt in jenem Feuersee wird kein Ende haben. Wer durch den Glauben an Christus, in Seiner Kraft in beständiger sittlich-moralischer Besserung gelebt hat, wird das ewige Leben (ewige Gemeinschaft mit Gott und seinen Heiligen) ererben. Ob auch der gewöhnliche Christ am jüngsten Tag gerügt wird wegen Nachlässigkeiten, ist ungewiss, denn oben geht es ja nur um Prediger.

Das Verführerische an der falschen Lehre vom Fegefeuer ist, daß es ja doch ein Ende habe, endlich sei. Wer diese falsche Lehre glaubt, mag sich ganz bewusst die ein oder andere Sünde gönnen, mutmaßend, er werde die Strafe dafür im Fegefeuer abbüßen; da es ja kein ewiges Feuer ist, keine ewige Strafe, wird das Ganze tragbar und ein kalkulierbares Risiko. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß ein Christ natürlich niemals mutwillig sündigen soll. Mutwilliges Sündigen bedeutet den Abfall vom wahren Glauben und somit Verdammnis zu einem ewigen (endlosen) Aufenthalt in einem Feuersee am jüngsten Tag.

Petrus hat einmal etwas sehr Erschütterndes geschrieben:

1. Petrus 4, 18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird dann der Gottlose und Sünder bleiben?

Und ein ander Mal:

2. Petrus 3, 8-13 8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. 11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, 12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. 13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Feuer

Man könnte fragen, warum Paulus den Alpdruck des jüngsten Tages mit Begriffen wie z. B. „Feuer“ und „verbrennen“ umschreibt; er hätte ja wie ich einfach von einem Verhör durch Christus schreiben können. Hätte Paulus nur von einem Verhör durch Christus geschrieben, käme die Heftigkeit des ganzen Geschehens nicht rüber. Das Verhör am jüngsten Tag ist von einem normalen Verhör (z. B. durch einen Untersuchungsrichter) graduell verschieden. Die Heftigkeit dieses Verhörs wird eben am besten gekennzeichnet durch Begriffe, die wir auch benutzen, um ein reales Feuer, wie es z. B. im Ofen brennt, zu beschreiben. Bei seinem Gespräch mit Nikodemus, wo es um die geistliche, neue Geburt ging,  gebrauchte Jesus Vokabeln, die man gebraucht, um die natürliche Geburt zu beschreiben, sodass Nikodemus ihn ständig missverstand und meinte, er rede von einer natürlichen Geburt. Durch den Gebrauch jenes bestimmten Vokabulars wollte Jesus zum Ausdruck bringen, daß eben die geistliche Geburt genauso signifikant ist wie die natürliche, physische durch die Mutter; daß die geistliche, neue Geburt tatsächlich eine Geburt ist – allerdings eben nicht durch die Mutter, sondern durch Gott. Zurück zum jüngsten Tag: Kaum etwas wünscht sich ein normaler Mensch weniger, als bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden (z. B. auf einem Scheiterhaufen); das wäre natürlich etwas absolut grauenvolles, entsetzliches, abscheuliches. Jeder rennt davon, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht; möchte nicht mit dem Feuer in Berührung kommen, nicht vom Feuer erfasst werden. Wenn wir uns diese Dinge vorstellen, haben wir eine Ahnung von dem, was am jüngsten Tag auf uns zukommt.

Maleachi 3, 1-3 1 Siehe, ich will meinen Boten (Johannes der Täufer; R. B.) senden, der vor mir (Jesus; R. B.) her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel (alle Frommen aller Zeiten aus den Juden und aus den Heiden; R. B.) der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes (Jesus in Herrlichkeit als Gott und Richter; R. B.), den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth. 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit.

 

 

 

 

 

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Trockenheit in Israel – Juden beten für Regen, aber umsonst (drought in Israel – Jews pray for rain but in vain)

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Natürlich kann es unmittelbar, nachdem ich diesen Artikel hier veröffentlicht habe, wieder kräftig regnen in Israel. Dieser Regen wäre aber keine Antwort Gottes auf die gegenwärtigen Gebete der Juden um Regen (siehe YouTube-Video, oben), sondern er würde es von sich aus wieder regnen lassen, ohne ihr Gebet, weil er sie nicht vernichten bzw. gänzlich verderben will, sondern nur züchtigen.

Die Juden, die gegenwärtig um Regen beten, haben keinerlei Anspruch auf irgendeine Gebetserhörung. Die Religion, die heute im Allgemeinen unter dem Begriff „Judentum“ verstanden wird, entspricht nicht der korrekten Auslegung des Alten Testamentes, das die Juden Tanach nennen. Die korrekte Auslegung des Alten Testamentes führt zum Christentum. Spirituell gesehen waren Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Josua, Samuel, David, Jeremia, Jesaja, etc. Christen, denn sie glaubten an einen Erlöser, wollten nicht durch Gesetzeswerke gerecht werden (sie lebten allerdings kein gesetzloses Leben, denn der Geber des Gesetzes, Gott, war bei ihnen). Die heutige Religion Gottes ist das Christentum, denn es stützt sich auf das Wort Gottes, die Heilige Schrift, das Alte und das Neue Testament. Das Christentum ist göttlich legitimiert, da es sich auf das Wort Gottes stützt. Das heutige Judentum hat keine göttliche Legitimation, da es sich nicht auf die Heilige Schrift stützt, sondern auf einer falschen Auslegung des Alten Testamentes beruht.

(zwischen Neuem Testament und Altem Testament besteht keinerlei Widerspruch, sondern sie sind zusammen die Heilige Schrift der christlichen Kirche; im Neuen Testament werden nur einige Dinge mehr entfaltet, die im Alten Testament etwas verborgen waren; eine Jude kann sich nicht auf das Alte Testament berufen, wenn er das Christentum kritisiert, da geht er völlig fehl)

Ich will die Juden durchaus nicht irgendeiner konkreten, praktischen Sünde anklagen, das liegt mir unglaublich fern. Tatsache ist jedoch, daß die heutigen Juden durch eine sehr schwere Sünde des Geistes von Gott getrennt sind: Sie wollen nicht durch Glauben an einen Erlöser gerecht werden sondern durch Gesetzeswerke. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß Gott das Gesetz (Gesetz der Thora, die Gebote Gottes), was seine geistliche Dimension angeht, nur gegeben hat, damit der Mensch seine natürliche Sündhaftigkeit erkenne. Wenn der natürliche Mensch versucht, die Gebote Gottes aus sich heraus zu halten, merkt er, daß er Lust bekommt, noch mehr zu sündigen statt weniger, „denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot“. Das Gesetz zeigt also die vollkommene Verdorbenheit des natürlichen Menschen auf und dass er eines Erlösers bedarf, der ihn frei macht von Sünde und Schuld.

Kaum ein Jude heute würde sich als Götzendiener bezeichnen lassen, der ähnliche Strafen verdient hätte wie jene der alttestamentlichen Juden, die statt Gott den Götzen dienten. Aber das Verharren der heutigen Juden in einer Irrlehre, eben das sogenannte Judentum, ist auch Götzendienst, denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Götzendienst. Die Juden widerstreben Gott, sind widerspenstig gegen ihn, indem sie nicht den von ihm verordneten Glauben, den Glauben an Jesus, annehmen, sondern in eigenwilligem Gottesdienst verharren.

1. Samuel 15, 23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist. (das sagte der Prophet Samuel zu König Saul; R. B.)

Saul hatte den Bann an den Amalekitern nicht vollständig vollstreckt:

1. Samuel 15, 9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag (Agag war der König der Amalekiter; R. B.) und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war, und sie wollten den Bann daran nicht vollstrecken; was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.

Die heutigen Juden sündigen ähnlich wie Saul und das damalige Volk, indem sie „nicht den Bann an ihrem sündigen Fleisch (siehe Anmerkung, unten) vollstrecken wollen“. „Den Bann an ihrem sündigen Fleisch würden die Juden vollstrecken“ durch den Glauben an Jesus Christus, der ihr Messias ist. Durch die sakramentale Taufe wird das Problem unseres (die Heiden bzw. Nicht-Juden haben das gleiche Problem wie die Juden) sündigen Fleisches gelöst: Wir sterben der Sünde ab und kommen in Christus hinein durch die Taufe. Wer also an Jesus Christus glaubt, der hat an seinem Fleisch (sein natürlicher Mensch bzw. was er von Natur aus ist, von Geburt) den Bann vollstreckt. Durch die Kraft Christi können wir trotz unseres sündigen Fleisches Gott gehorsam sein. Durch Christus bringen wir unsere Leiber Gott als lebendige Opfer dar, indem wir Gott durch Christus gehorsam sind, in der Kraft Christi. Das ist der wahre Gottesdienst, der Gott wohlgefällig ist.

1. Samuel 15, 22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.

(das Volk wollte die verschonten Tiere dem Herrn opfern; das aber war eigenwilliger Gottesdienst, denn der Herr hatte befohlen, an jenen Tieren den Bann zu vollstrecken, nicht sie zu opfern; der Herr forderte also Gehorsam gegen seinen Bann-Befehl, nicht Tieropfer; R. B.)

Zum Sinn der Taufe (einschließlich Kindertaufe):

Natürlich werden wir gerecht durch puren Glauben an Jesus, der für uns starb und auferstand. Er wurde um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Wir sind allerdings geschwächt durch unser sündiges Fleisch, was dazu führen könnte, daß wir auf Gnade hin sündigen: „Gott hat mir vergeben, Jesus hat meine Sünden getragen am Kreuz, also kann ich jetzt bedenkenlos sündigen.“ Durch die Kraft der Taufe (wir sind mit Christus gestorben und auferstanden) sündigen wir nicht auf Gnade hin, sondern wir geben unseren Leib als lebendiges Opfer, beten Gott an im Geist und in der Wahrheit. Durch die Taufe wird unser Glaube mit Gehorsam verbunden. Wir werden am Jüngsten Tag durchkommen, weil wir durch die Kraft der Taufe den Glauben bewahrten, im Glauben blieben. Wer den guten Kampf des Glaubens kämpft, nicht aufgibt, durch die Kraft der Taufe seine Sünde immer mehr zu überwinden, für den ist Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für die Sünden – er hat die Vergebung.

Anmerkung

„Sündiges Fleisch“ ist der natürliche Mensch ohne Glauben und Taufe; das was wir von Natur aus sind, von Geburt an.

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 2; in der Kirche zählt nicht menschliche Weisheit, sondern Gottes Kraft

Die Predigt des Apostels vom Gekreuzigten

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

Von der Weisheit Gottes

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. 7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. 9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. 15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. 16 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? (Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.

Auslegung

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“

Wenn Menschen in die Nähe der christlichen Kirche kommen, fängt der Geist Gottes an, an ihnen zu wirken. Er zeigt dem Menschen seine persönliche Sündhaftigkeit auf und offenbart ihm das Heil in dem Gekreuzigten.

Bevor Jesus anfing, predigte Johannes der Täufer die Buße bzw. die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Durch die Predigt des Johannes und seine Taufe wurden die Leute einmal richtig traurig über sich selbst. Die Leute, denen Jesus bei der Begegnung mit ihm das Heil gab, das heißt sie wieder fröhlich machte, waren solche, die Johannes traurig gemacht hatte. Wenn man das so sagen darf: Jesus konnte mit seiner Predigt vom Heil bei den Leuten nur ankommen, weil Johannes sie vorbereitet hatte, sie über ihre Sünden trauernd gemacht hatte. Die Predigt der Kirche muß beides in sich vereinen: die Bußpredigt des Johannes und die Heilspredigt Jesu. Genau das war bei der Predigt des Apostels Paulus der Fall. Durch Gott, der mitwirkte, wenn Paulus predigte, wurden die Menschen einerseits traurig gemacht, indem sie ihre Sündhaftigkeit erkannten, andererseits aber erkannten sie auch das Heil in dem Gekreuzigten und so wurden sie gleich wieder fröhlich. (es ist einerseits nicht der Wille Gottes, daß einer Jahre und Jahrzehnte als Kopfhänger herumläuft, der immer über seine Sünden trauert, aber es ist auch nicht der Wille Gottes, daß einer die tiefe Trauer der Buße einfach überspringt, gar nicht erfährt, denn ohne die Trauer der Buße kann man nicht wirklich das Heil erfassen (wollen);  man muß hier zu einer gewissen Ausgewogenheit kommen)

Apostelgeschichte 19, 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.

 „3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern;“

Wovor hat sich Paulus so gefürchtet?

Er wusste um die Gefahr, in der jeder Prediger des Evangeliums steht: die Bußpredigt wegzulassen bzw. zu überspringen – davor fürchtete er sich. Die Bußpredigt ist dem Menschen das schlechthin anstößige. Das sündige Fleisch des Menschen bäumt sich auf gegen die Predigt, die Grundlage für das Heil des Menschen ist. Der Mensch, sein sündiges Fleisch, sperrt sich zunächst gegen das, was ihm zum Heil dient. Aber wenn wir berücksichtigen, daß der Teufel, der jede Seele morden will, Zugriff auf das menschliche Fleisch hat, dann wird uns verständlich, warum der Mensch sich gegen die Bußpredigt sperrt – der Teufel will einfach nicht, daß jemand das Heil ergreift, gerettet wird, vom Tod zum Leben durchdringt.

Epheser 2, 1-3 1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Jene, die es schaffen auf irgendeinem Wege doch ohne Buße in die Gemeinde zu kommen, kann man mit folgendem Vers beschreiben:

Matthäus 11, 12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich.

Jene sind dazu prädestiniert, zu Wölfen im Schaftspelz zu mutieren, die eines Tages die Herde Christi verführen.

Apostelgeschichte 20, 30 Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen.

Jene, die nicht Buße tun, werden das Heil nicht wirklich erfassen, sondern es ist alles nur Schein (Scheinheilige). Sie sind es, die der Gemeinde, dem Himmelreich Gewalt antun – Wölfe inmitten der Schafe Christi.

4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, …“

Es könnte ja ein Prediger auf die Idee kommen, die Bußpredigt wegzulassen, und mit den Vorzügen der Gemeinde zu werben, die die Gläubigen durch ihre bloße Gemeinschaft haben:

  • den Genuss von Gemeinschaft mit anderen Menschen an sich (wer will das nicht)
  • gegenseitige finanzielle Unterstützung der Gläubigen (das war sicherlich zu der Zeit sehr verlockend, als es noch kein Sozialversicherungssystem gab)
  • gegenseitige Hilfeleistungen (Umzug, kostenfreie handwerkliche Dienstleistungen, Hilfe bei Wohnungsrenovierung)
  • Vermittlung eines günstigen PKW
  • Vermittlung von Arbeitsstellen und Wohnungen durch Beziehungen in der Gemeinde
  • Bevorzugung bei Bewerbungen aufgrund Gemeindezugehörigkeit
  • Chance, eine „vernünftige“ Frau kennenzulernen
  • direkte Anstellung bei Gemeinde (Küster, Mesner, Pfarrer, Diakon, etc.)
  • politische Macht der Gemeinde (jede Gemeinschaft, egal ob sie kirchlich ist oder nicht, hat mehr politische Macht als der Einzelne)
  • u.v.m.

Aber all das sind nur Nebeneffekte des Gemeindelebens und nicht der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Entscheidend ist, daß die Glieder der Gemeinde sich durch ihre geistlichen Gaben gegenseitig auferbauen im Herrn. Jedes Gemeindeglied soll allmählich umgewandelt werden von einem Sünder in einen Gerechten bzw. Heiligen. Die Heiligen wiederum laden Menschen in die Gemeinde ein, die am Rande der Klassengesellschaft dieser Welt stehen. Sie tun das in dem Bewusstsein, daß die Unheiligkeit, die Sünde, der Grund für Unglück, Krankheit, Kriminalität, sozialen Abstieg, Ausgegrenztsein, Heimatlosigkeit, Depression, Einsamkeit, usw. ist. Wenn die Leute vom Rand der Gesellschaft bereit sind, das für wahr zu halten, als Tatsache zu akzeptieren, und in die Gemeinde zu kommen, kann sich ihr Fluch in Segen verwandeln, denn Christus, der Heiland der Sünder, ist in der Gemeinde gegenwärtig auf sakrale Weise und macht sie heil. So ist also die Gemeinde eine riesige Heilsanstalt. Das ist es, was die Gemeinde nie vergessen darf: der gemeinsame Kampf um die Heiligkeit bzw. der gemeinsame Kampf gegen die Sünde (die Glieder der Kirche richten sich nicht gegenseitig, sondern geben einander Hilfestellung, sich zu bessern), denn die Sünde ist die Ursache allen Übels, allen Verderbens.

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen.“

Der große Vorzug der Gemeinde ist, daß dort nicht ein einzelner Mensch über alle herrscht, sondern Gott ist der unsichtbare Herrscher. Das Wesen mit dem kleinsten Ego ist Gott selbst, das heißt er ist immer für andere da, sieht nicht auf sich selbst. Gott „saugt“ nicht, sondern von ihm geht permanent Leben, Gesundheit, Freude, Kraft, Mut, Hoffnung, Zuversicht, etc. aus. Für die Glieder der Gemeinde gibt es ein unglaubliches Potential, sich fortzuentwickeln, da Gott für sie da ist, ihr Bestes will.

Alle Gemeinschaften dieser Welt, außer der echten Kirche, sind hierarchisch aufgebaut, d. h. einer oder eine kleine Gruppe (Kader) stehen an der Spitze und regieren die anderen. In der katholischen Kirche ist das der Papst. Kein Katholik kann sozusagen klüger als der Papst werden, weil dieser Mensch in der katholischen Kirche alles beherrscht, alles deckelt. Das aber ist eine gewaltige Einengung bzw. Begrenzung für die Katholiken. Allgemein ausgedrückt: Die Glieder der Gemeinschaften dieser Welt sind begrenzt und eingeengt durch jene, die diese Gemeinschaften führen. Im Gegensatz dazu sind alle Glieder der Gemeinde real mit Gott verbunden, der ein gewaltiges Kraftwerk des Lebens ist. Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Christen nach oben hin sind schier unbegrenzt, denn er entwickelt sich zu Gott hin, der in jeder Hinsicht unermesslich ist. Aber das ist der Lohn für jene, die Buße getan haben über ihre Sünden.

Die Gemeinschaften dieser Welt sind natürlich schwache Gemeinschaften oder in gewisser Hinsicht gar keine Gemeinschaften: Immer wieder kommt es zu Machtkämpfen, weil der eine oder andere auch in den kleinen Kader der Herrschenden aufsteigen will; das aber ist natürlich Gift für frohe Gemeinschaft. Ich kann nicht gleichzeitig der Freund und der Konkurrent meines Mitmenschen um Aufstieg und Prestige sein. Selbst wenn sich nach einer Weile Strukturen verfestigt haben und einer gewisser Kader feststeht, ist dennoch der Einfluss der Sünde da: Man bewertet sich gegenseitig nach Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, beruflicher Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. Das isoliert natürlich auch einen vom anderen, denn durch dieses Denken entstehen unendlich viele Rangstufen bzw. Klassen. Kaum ist einer einen Millimeter höher als der andere, redet er nichts mehr mit ihm – idiotisch.

In der Gemeinde achtet einer den anderen höher als sich selbst. Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, berufliche Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. spielen für das Verhältnis der Gläubigen untereinander keine Rolle. Dies wirkt der Geist Christi und Gottes, der sie verbindet, einen Leib aus ihnen macht, wo die Glieder sich gegenseitig dienen. Die Glieder der Gemeinde haben permanenten Zugang zueinander, es gibt keine Trennungen. Dies ist ein gewaltiges Potential, denn die Kommunikation der Gläubigen ist gewährleistet. Die Gläubigen stehen zusammen wie ein Mann, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Gläubigen sind der Leib Christi und Christus ist ihr Haupt – gewaltig!

Matthäus 20, 20-28

20 Da trat zu ihm (Jesus; R. B.) die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. 21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, das können wir. 23 Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater. 24 Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. 25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Die kleinen und die großen Herrscher dieser Welt halten ihre Untergebenen dumm, annehmend, sie könnten dadurch ihren Thron sichern. In der Gemeinde soll es keine Herrscher geben, sondern die Glieder der Gemeinde helfen einander in ihrer Fortentwicklung, dienen einander mit ihren Gaben. Die Gemeinde ist also genau das Gegenteil dieses Weltsystems.

 

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 1; Gottes Wille ist die Einheit der Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Dank für Gottes reiche Gaben in Korinth

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Auslegung

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Paulus war tatsächlich ein Beauftragter Gottes. Man durfte also seine Worte nicht so einfach in den Wind schlagen. Paulus‘ Worte waren von letztem göttlichen Ernst. Paulus traf keine „einsamen Entscheidungen“ (eine Formulierung aus der Politik), sondern befand sich in ständiger Gemeinschaft mit christlichen Brüdern (hier Sosthenes). Jene Brüder verfochten die gleiche Lehre, das gleiche Evangelium wie Paulus, aber nicht weil es ihnen Paulus diktierte, sondern weil sie den gleichen Geist wie Paulus hatten, den heiligen Geist. Paulus‘ Brüder zogen aus der damals vorhandenen Heiligen Schrift von sich aus, ohne Einflussnahme des Paulus, die gleichen Schlussfolgerungen wie Paulus und blieben von daher freiwillig und gerne in Gemeinschaft mit ihm. Paulus war nicht ihr Guru, der über sie herrschen wollte, seinen Willen aufoktroyieren wollte oder sie von sich abhängig machen wollte, sondern ihr Bruder. Von seinem Apostelamt leitete Paulus nicht das Recht ab, über irgendeinen anderen Christen zu herrschen. Der gegenwärtige Papst, Franziskus, mag andere „Geistliche“ seiner Kirche auch als Brüder bezeichnen, aber in Wirklichkeit sind sie nur die Tentakel einer riesigen Krake, deren Kopf eben er selbst, der Papst, ist. Nicht handeln die „Geistlichen“ der katholischen Kirche gemäß des Befundes der Bibel, sondern sie tun den Willen eines menschlichen Zwerges (in Bezug auf Christus, Gottes Sohn, auf den die „Geistlichen“ eigentlich hören sollten, ist der Papst ein Zwerg), des Papstes. Das Verhältnis des Papstes zu den anderen „Geistlichen“ der kath. Kirche ist keine Bruderschaft, sondern eine Hierarchie, an deren Spitze der Papst steht. Der gemeinsame Herr von Paulus und seinen Brüdern war Jesus Christus, Gottes Sohn. Der gemeinsame Herr aller kath. „Geistlichen“ ist der Papst. Insofern ist der Papst Gott in der kath. Kirche – aber lassen wir das.

Durch die Tatsache, daß viele Brüder freiwillig die Botschaft des Paulus bestätigten, ohne daß sie unter hierarchischem Druck standen, wird sie enorm bekräftig. Natürlich würden auch kath. „Geistliche“ die (falsche) Botschaft des Papstes bestätigen, aber nicht unbedingt freiwillig, sondern ggf. deswegen, weil er sie ansonsten vom Dienst suspendieren würde, was den Verlust der monatlichen Besoldung zur Folge hätte. Was könnte es schlimmeres für einen Bauchdiener als den Verlust des monatlichen Einkommens geben.

Der erste Brief des Paulus an die Korinther ist von allgemeiner Bedeutung für die ganze Kirche und alle Christen weltweit.

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“

Die Kirche zu Korinth war eine echte, christliche Kirche, was daran deutlich wurde, daß die Glieder dieser Kirche tatsächlich Geistesgaben hatten. Im Gegensatz dazu können sich heute die Glieder einer evangelischen Gemeinde oder einer katholischen Gemeinde nur einer „Gabe“ rühmen: Sie sind mickrige, kleine Spießbürger, die immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt sind; außerdem sind sie sexuell und religiös sehr tolerant; sie frönen dem Statusdenken, der Genusssucht und betreiben Zukunftsvorsorge. Gott scheint ihnen die Gabe des Spießbürgertums gegeben zu haben. Die Frage nach den geistlichen Gaben muß von ihnen als das allergefährlichste Schwärmertum verworfen werden.

Die Abwesenheit geistlicher Gaben ist ein Zeichen für den totalen geistliche Tod der heutigen Kirchen. In den heutigen Kirchen ist der heilige Geist schlichtweg nicht mehr gegenwärtig.

Übrigens sind jene, die sich für die einzig wahren Christen und Chef-Ausleger der Bibel halten, die Evangelikalen, aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe (Evangelikale taufen Menschen, die bereits als Kind gültig getauft wurden, noch einmal), die sie intern natürlich einfach als Taufe bezeichnen. Ganz deutlich: Der erste Brief des Paulus an die Korinther hat einem Evangelikalen in seiner Eigenschaft als Glied der religiösen Vereinigung der Evangelikalen überhaupt nichts zu sagen, denn er befindet sich außerhalb der Kirche wie auch seine ganze „Glaubens“-Gemeinschaft. Die ganze Lehre der Bibel richtet sich nur an Menschen innerhalb der Kirche oder jene, die Glieder der Kirche werden sollen (dazu kann auch ein Evangelikaler zählen in seiner Eigenschaft als Mensch; sobald die wahre Lehre der Bibel bei ihm Eingang findet, sollte er sich von den Evangelikalen lossagen; erst wenn ein Evangelikaler sich von seiner Wiedertaufe lossagt und wieder auf seine sakramentale Kindertaufe bezieht, beginnt sein wahres Glaubensleben). Zu den Evangelikalen gehören auch die Pfingstler und die Charismatiker. Sie rühmen sich ihrer vermeintlichen geistlichen Gaben. Ihre „geistlichen Gaben“ sind aber in Wirklichkeit dämonischer Trug und haben nichts mit den geistlichen Gaben zu tun, von denen Paulus redet. Auch das Charisma Barack Hussein Obamas ist dämonischer Trug.

Nichtsdestotrotz: Die echte, christliche Kirche zeichnet sich durch das Vorhandensein echter Geistesgaben aus. Die echte, christliche Kirche ist ein sakraler Ort, das heißt ein Ort des Wunders (in der Kirche geschehen tatsächlich Wunder). Die echte Kirche ist nicht nur ein amorpher, bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen wie irgendein Verein, wo mit Recht niemand Wunder erwartet, sondern die Glieder der Kirche sind durch den Heiligen Geist verbunden und Gott wirkt mächtig unter ihnen, was durch wunderbare Geistesgaben zum Ausdruck kommt. Nichts ist teuflischer, als die Anforderungen an die Kirche so weit herunterzuschrauben, daß man von ihr nicht mehr erwartet, ein Ort des Wunders zu sein. Die Abwesenheit von Wundern zeigt, daß auch der Geist abwesend ist, aber gerade der Geist Gottes macht ja die Kirche, ist das besondere an ihr.

Durch ihre Gaben dienen die Glieder der Kirche sich gegenseitig und helfen einander in Christus zu bleiben. Jeder, der im Glauben weiterkommen will, der tue den Schritt hin zur echten Kirche, das hat schon Bonhoeffer gesagt. Jeder kann den Schritt in die Kirche tun, auch wenn er meint, er gehöre zu jenen, die zur Verdammnis auserwählt wären, denen Gott den Glauben nicht geben wolle. „Tu‘ den Schritt in die Kirche!“ Durch die Kirche kann sich der Fluch in Segen verwandeln. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche sind leider vom Glauben abgefallen und die Evangelikalen sind sowieso ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe. Man müßte also etwas Neues gründen unter Anerkennung der vorhandenen, sakramentalen Taufe einschließlich Kindertaufe (keine Wiedertaufe!). Schon zwei Christen können eine Kirche gründen. (bei der evangelischen Kirche, EKD, bestehen allerdings Zweifel an der Gültigkeit aktueller Taufen, da sie mit dem Modalismus anbandelt; der Modalismus lehrt einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, ein falsches Gottesbild, wohingegen der christliche Gott ein Gott in drei Personen ist; nur eine Taufe auf den dreieinigen Gott ist gültig; zur Klärung dieser Frage müßte dringend eine deutsche Nationalsynode einberufen werden)

Das Warten auf den Herrn besteht nicht im ständigen Ausrechnen von Terminen seiner Wiederkunft, sondern im Gebrauch seiner Geistesgaben. Die Glieder der Kirche sind nicht unglücklich wie die Evangelikalen in ihrem fanatischen Wahn, die sich ständig das Ende der Welt herbeisehnen, sondern sie sind glücklich, indem sie einander mit ihren Geistesgaben dienen. Freilich, das Ende scheint nahe zu sein, wenn heute ein Mann einen Mann heiraten darf und eine Frau eine Frau. Fehlt nur noch, daß ein Muslim seine Ziege heiraten darf. Aber vielleicht schenkt Gott doch noch eine neue Reformation und Wiederherstellung seiner Kirche.

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Wer das Christentum wirklich kennengelernt hat, für den ist klar, daß das Sich-klammern an Personen völlig unchristlich ist und aus dem Fleisch kommt. Das Problem sind Wölfe im Schafspelz, die sich in die Kirche einschleichen und nicht das suchen, was Gottes ist, sondern das Ihrige. Sie haben es gerne, wenn man sich an sie hinhängt, von ihnen abhängig wird, vor ihnen kriecht, sich duckt, sie herrschen läßt. Allzu leicht verwechseln die armen Schafe Christi Sanftmut und Demut mit Kriecherei und Duckmäusertum. Die Wölfe im Schafspelz bestärken sie natürlich noch darin. Sie messen sich selbst einen natürlichen Herrschaftsanspruch bei und verlangen von den Gliedern der Kirche, sich ihnen in aller Sanftmut und Demut unterzuordnen. Selbstverständlich waren Paulus, Kephas (Petrus) und Apollos keine Wölfe im Schafspelz, sondern die Wölfe im Schafspelz, die sich in Korinth eingeschlichen hatten, behaupteten fälschlicherweise, jeder von den dreien habe seine eigene Lehre gehabt. Das war natürlich eine Lüge. Die richtige Reaktion der Korinther auf Paulus‘ Brief an sie wäre eine lokale, freie Synode gewesen, um auf Grundlage der vorhandenen Heiligen Schrift die allgemeingültige Lehre festzustellen. Das brauchen wir heute übrigens auch; allerdings nicht eine lokale Synode, sondern ein ökumenisches Konzil (Weltkonzil). Es gibt eine allgemeingültige Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel. Diese Lehre erhält man, wenn man jeden Vers der Bibel so auslegt, daß er nicht zum Gesamtinhalt der Bibel im Widerspruch steht. Die echte, christliche Lehre wird gestützt durch jeden Einzelvers der Bibel und durch den Gesamtinhalt. Häretiker und Sektierer schneiden immer bestimmte Verse oder Abschnitte heraus und basteln daraus ihre Irrlehre bzw. Sonderlehre. Die Aufgabe der Lehrer der echten Kirche ist es, auf einer Synode bzw. auf einem Konzil die falschen Lehren aufzudecken mit Hilfe des Befundes der Bibel. Jene, die sich dem Beschluß einer echten Synode nicht beugen wollen, werden aus der Kirche ausgeschlossen. Früher wurden zum Beispiel die Monophysiten (falsches Gottesbild) und die Nestorianer (falsches Gottesbild) aus der Kirche ausgeschlossen. Von ihnen stammen teilweise die „christlichen“ (beachte die Anführungszeichen) Flüchtlinge ab, die heute aus dem nahen Osten zu uns kommen. Man muß also sehr vorsichtig sein, wenn ein Flüchtling aus dem nahen Osten sich als Christ bezeichnet und ihn genau interviewen, um festzustellen, ob er wirklich Christ ist. Die römisch-katholische Kirche ist aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen des Papsttums, der Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken und der falschen Abendmahlslehre (die Taufe der katholischen Kirche ist allerdings gültig, solange die Intention richtig ist und das Gottesbild nicht geändert wird). Die evangelische Kirche ist ausgeschlossen wegen der Legalisierung der Homosexualität, der Predigt eines rein materialistischen „Evangeliums“, der Predigt der billigen Gnade und ggf. wegen der Einführung eines falschen Gottesbildes, des Modalismus. Das Weitere wäre auf einer Synode zu besprechen. An der Gültigkeit aktueller Taufen der evangelischen Kirche in Deutschland bestehen Zweifel, da sie mit dem Modalismus (falsches Gottesbild) anbandelt – auch das wäre dringend auf einer Synode zu besprechen.

Selbstverständlich haben Paulus, Petrus und Apollos das Gleiche gelehrt. Ihre Lehre drehte sich hauptsächlich um den Tod und die Auferstehung Jesu und die neue Geburt aus Wasser und Geist, die sakramentale Taufe:

Jeder Christ, der sakramental getauft ist (hierzu zählt auch die Kindertaufe), kann einfach aus der Kraft der Taufe ein christliches Leben führen. Er muß sich nicht ständig die Frage stellen, ob er wirklich zu denen gehöre, denen Gott den Glauben gibt. Nein, er überwindet seine Sünde durch die Kraft der Taufe und somit lebt er im Glauben. Die Kraft der Taufe ist, daß wir bei der Taufe mit Jesus gestorben und auferstanden sind. Wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe. Dadurch können wir die sündigen Neigungen unseres Leibes, unsere sündigen Neigungen, überwinden. Je mehr wir Christus Raum geben, desto mehr zeigen wir damit, daß wir in den Himmel wollen, den Ort der Gegenwart Christi und Gottes. Wenn wir die Kraft der Taufe verleugnen, Christus in uns keinen Raum geben, werden wir nicht in den Himmel kommen. Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel, sondern das Eingangstor zu einem christlichen Leben. Unsere Verantwortung ist es, durch das Tor durchzugehen und wirklich als Christ zu leben im Alltag.

17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Mit Vers 17 will Paulus keineswegs die Taufe herabsetzen und alles Gewicht auf die Predigt legen, sondern es geht um Folgendes: Bei jeder sakramentalen Taufe ist der eigentliche Täufer Gott selbst. Auf den Geistlichen, der die Taufe zelebriert, kommt es an sich überhaupt nicht an (ausgenommen Intention und Gottesbild seiner Kirche). So kann auch ein gewöhnlicher Christ einen bekehrten Menschen taufen. Daß auch ein einfacher Christ taufen darf, schmälert die gewaltige Bedeutung der Taufe überhaupt nicht – im Gegenteil: Nur eben aus dem Grund, daß bei jeder sakramentalen Taufe eigentlich Gott selbst der (unsichtbare) Täufer ist, darf auch ein gewöhnlicher Christ eine Taufe zelebrieren (die Qualität der Taufe hängt sozusagen nicht von der Qualität jenes Menschen ab, der die Tauffeier zelebriert). Es gibt nur zwei Anforderungen an ihn: Er muß die Taufe für die neue Geburt aus Wasser und Geist bzw. für die Taufe zur Vergebung der Sünden halten (richtige Intention) und seine Kirche muß das richtige Gottesbild (ein Gott in drei Personen) haben.

Auch die Predigt ist wichtig. Predigen kann allerdings nicht jeder Christ, sondern dazu bedarf es einer Geistesgabe. Darauf spielt Paulus mit Vers 17 an. Die in sich selbst gewaltige Taufe konnte jeder einfache Christ zelebrieren, aber nicht alle Christen konnten predigen.

„Wie soll man etwas predigen, wenn man es nicht mit klugen Worten predigt? Es ist doch selbstverständlich, daß man mit klugen Worten predigt und nicht mit dummen.“

Das Evangelium an sich ist ganz einfach. Warum kann es dann nicht jeder predigen?

Nun, damit das Evangelium bei den Leuten einschlägt, muß Gott mitwirken (auch bei Jesus war es so, daß Gott mitwirkte, wenn er predigte), an den Leuten wirken. Dies tat er, wenn Paulus predigte, denn Paulus hatte eine Geistesgabe, war ein echter Diener Gottes, eben ein Apostel. Es war nicht notwendig und Gott wollte es auch nicht, daß Paulus mit klugen Worten predigte (siehe Anmerkung 1, unten). Paulus war ein innerlich tief zerbrochener Mensch, ein geknicktes Rohr, fühlte seine natürliche Sündhaftigkeit. Wahrschein war kaum jemals ein Mensch so überzeugt von seiner natürlichen Sündhaftigkeit wie Paulus. Gleichzeitig überwand er aber durch die Gnade Gottes (Jesus) seine Sünde in vorbildlicher Weise. Obwohl Paulus so überzeugt war von seiner Sündhaftigkeit, resignierte er nicht vor seiner Sünde, sondern überwand sie durch Christus – das ist ganz, ganz wichtig; unterm Strich, egal was in ihm innerlich vor sich ging, war Paulus doch ein Frommer, erschien so den Leuten. Die Leute nahmen Paulus keinesfalls als Sünder wahr, sondern als sehr frommen Menschen. Wahrscheinlich war Paulus der vorbildlichste Christ seiner Zeit. Paulus praktizierte, was er predigte wie auch Jesus, von dem gesagt wurde, Gnade und Wahrheit seien erschienen. Jesus war das Gegenteil eines Pharisäers, der Ungnade (Richten der armen Sünderlein) und Lüge (Heuchelei) war. Die Pharisäer waren ungnädig mit ihren Mitmenschen und praktizierten nicht, was sie predigten. Jesus war gnädig mit seinen Mitmenschen und tatsächlich fromm (in Tat und Wahrheit), kein Heuchler.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Bei der Auslegung der Bibel wird leicht vergessen, daß es eigentlich zwei Evangelien gibt: das Schöpfungsevangelium Gottes und das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Bevor das Evangelium von Jesus den heidnischen Römern durch die christliche Kirche gepredigt wurde, hatte ihnen schon die sichtbare Schöpfung von Gott, dem Schöpfer, gepredigt. Allein, sie haben es nicht angenommen und ihr eigenes, von Gott unabhängiges System aufgebaut (dieses System war autark in Bezug auf Gott) mit seiner eigenen Weisheit (das taten auch die Griechen und andere Heiden). Diese Weisheit verleugnet natürlich die Offenbarungen Gottes über gewisse metaphysische Zusammenhänge und Gott selbst. Es ist allerdings so, daß Gottes Offenbarungen sich auf Realitäten beziehen; das heißt ein Lehrsystem, das die Offenbarungen Gottes ignoriert, muß Schiffbruch erleiden, da es nicht alle realen Gegebenheiten berücksichtigt (wenn man Gottes Offenbarungen ignoriert, heißt das ja nicht, daß die Realitäten verschwinden). Die Geschichte zeigt uns, daß tatsächlich die Lehrsysteme der Heiden nicht funktioniert haben und bis dato nicht funktionieren. Die immer wiederkehrenden Kriege und Bürgerkriege (siehe die absolut grausamen Bürgerkriege am Ende der römischen Republik) in der Geschichte zeigen, daß die Lehrsysteme der Heiden nicht funktionieren, daß ihre Weisheit in Wirklichkeit Torheit ist. Aufgrund der Geschichte der Menschheit müßte jeder Mensch, auch wenn er nicht an Jesus glaubt, zugeben, daß jede rein menschliche Weisheit (Weisheit, die die Offenbarungen Gottes außer Acht lässt) in Wirklichkeit Torheit ist, denn sie führt zu Ruin, Verderben und Untergang. Wie stolz sind die heutigen US-Amerikaner auf ihre Zivilreligion (civil religion), aber jedem wahren Christen ist klar, daß diese Zivilreligion nichts weiter als ein Haufen Dreck ist. 25% (!!!) aller Gefangenen dieser Welt sitzen in US-Gefängnissen, obwohl die USA nur 4% Anteil an der Weltbevölkerung hat – das ist atemberaubend. Sie sagen ihren Bürgern immer, sie sollten einander lieben, aber je mehr sie ihnen das sagen, desto mehr hassen sie sich, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot. Die Offenbarung Gottes, daß jeder Mensch sehr zum Sündigen neigt und Gebote ihm erst recht Lust machen, zu sündigen, verleugnet die US-Zivilreligion und somit kann sie nicht funktionieren, was deutlich wird an der Verkommenheit der US-Bevölkerung: Sie hassen sich gegenseitig und begehen Verbrechen aneinander, die sie ins Gefängnis bringen. Was für ein lausiges Land ist die USA. Auch der amerikanische Sezessionskrieg war einer der grausamsten Bürgerkriege der Menschheitsgeschichte.

Die Weisheit dieser Welt gehört also zu einem gottfernen System, und das ist es wahrscheinlich, was Gott am meisten an ihr stört.

Im 19. Jahrhundert breiteten sich in Europa die Lehren der Aufklärung (sie ist auch Grundlage der US-Zivilreligion) aus. Unmittelbar danach kam es zum ersten und zum zweiten Weltkrieg, wo sich die stolzen Aufgeklärten gegenseitig industriell organisiert abschlachteten wie einst die Protestanten und Katholiken im dreißigjährigen Krieg auf altertümliche Weise. Was ist also die Aufklärung? Richtig geraten – ein Haufen Dreck.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft.“

Warum ist es ihnen denn eine Torheit?

Naja, das Kreuz würde ja bedeuten, in dieser Welt Macht, Reichtum und Ehre ggf. hintanzustellen (das Kreuz bedeutet auch persönliche Gerechtigkeit im alltäglichen Handeln, die sich häufig schlecht mit dem schnellen Erwerb von Macht, Reichtum und Ehre verbinden läßt; jemandem, der gierig nach Macht, Ehre und Reichtum hier auf Erden strebt, dem steht das Kreuz im Weg, deswegen ist es ihm einen Torheit). Jene, die verlorengehen, ziehen also die Herrlichkeit in dieser Welt der ewigen Herrlichkeit vor, indem sie Ungerechtigkeiten begehen, um schnell Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt zu erlangen. Sie sind schlichtweg gierig, wollen alles schnell, jetzt, hier und sofort. Jede Form von Gier ist Gott verhasst, da sie mit Ungerechtigkeit einhergeht. Die Seligen hingegen gedulden sich ein wenig, sind bereit, hier auf Erden um Christi willen zu leiden und verworfen zu werden, nehmen ihr Kreuz auf sich – und so werden sie nach dem Ende dieses Zeitalters teilhaben an der Herrlichkeit Christi. Die Seligen verzichten auf Macht, Ehre und Reichtum hier, falls deren Erwerb mit Ungerechtigkeit verbunden wäre.

Dem Seligen, dem Christen, ist das Kreuz eine Gotteskraft, weil es ihm hilft, seine Sünde zu überwinden und gerecht zu leben. Die Gerechtigkeit hier, weiß der Christ, ist Voraussetzung für die Herrlichkeit dort. Das Kreuz erscheint hier in dieser Welt ganz und gar nicht herrlich, aber dort wird es Herrlichkeit bedeuten, und deswegen nimmt es der Christ auf sich.

„21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“

Ähnlich wie die heutigen Amerikaner sahen sich die heidnischen Römer als die Frommen, die Heiligen auf Erden und ließen das auch alle anderen Erdenbewohner wissen. Aber genau jene, denen sie ihre Frömmigkeit verkündeten, überzogen sie mit Krieg, Furcht und Schrecken, wie die heutigen Amerikaner auch tun. Die Leute, in den von den Römern eroberten Ländern, hatten zu der Zeit, als Paulus das Evangelium predigte, die schönen Reden der Römer sicherlich satt, die Nase gestrichen voll davon. Sie wussten, was sich hinter den schönen Reden der Römer verbarg. Jedem damaligen Menschen, also ein Mensch, der einfach Mensch war, musste eine philosophisch-weise Rede, wenn sie auch noch so stimmig war in sich selbst, ein Hinweis auf abgrundtiefste Verdorbenheit des Redners und seiner Landsleute sein. Mein Kommentar zu den schönen Reden von Barack Hussein Obama und Donald Trump: „Ich kotz gleich!“ Genau in diese Welt der Belogenen schickte Gott sein wunderbar einfaches Evangelium. Es war einfach, fast dümmlich, aber es war echt, es war authentisch, es war wirkungsmächtig und das war es, worauf es ankam. Und wer wirklich Mensch war, der nahm es an, musste es annehmen.

22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Menschen, die wirklich Menschen waren, und deswegen, falls es erforderlich war, Judentum und Griechentum zur Disposition stellen konnten, fanden in Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Wer sich selbst darüber Rechenschaft gab, daß das Christentum im Vergleich mit Judentum und Heidentum mit befreiender Kraft verbunden war und somit hielt, was es versprach, für den war es weder ein Ärgernis noch eine Torheit. Halsstarrige Juden und Griechen, die das Evangelium nicht annehmen wollten, waren Utopisten vergleichbar, die blindlings in den Untergang rennen, wichtige Realitäten verkennend. In der damaligen welthistorischen Lage, wo das Heidentum seinen vollkommenen Ruin einräumen musste, war es eine unverzeihliche Sünde, daß Evangelium nicht anzunehmen.

25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.“

Die „Torheit“ Gottes ist deswegen weiser als die Menschen, weil sie realistisch ist. Sie bezieht einfach alles mit ein, ignoriert nichts: Der Mensch hat eine Neigung zum Sündigen, braucht Erlösung und es kostet etwas, in dieser Welt als Erlöster zu leben, weil die Unerlösten ihr eigenes, autarkes (bezüglich Gottes) System aufgerichtet haben. Jesu scheinbare Schwäche am Kreuz war in Wirklichkeit Ausdruck größter Kraft und hat vermocht, was sonst kein Mensch vermochte: Die Erlösung der Sünder von ihren Sünden, die Befreiung des Einzelnen von der Macht Satans und der bösen Geister, die Zugriff haben auf das menschliche Fleisch. Würden alle Menschen das Evangelium annehmen, würde damit der Zugriff der Mächte des Bösen auf diese Welt unglaublich stark verringert.

26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Gott erwählte jene, die einfach zugaben, daß dieses gegenwärtige, autarke (in Bezug auf Gott) Weltsystem nicht funktioniert, die hier nicht ihr Begehr fanden. Das machte sie natürlich verdächtig in den Augen dieser Welt und man nannte sie Toren, Schwächlinge und Nobodies. Jene aber, die sich eingestanden, was diese Welt wirklich war, waren die wirklichen Menschen auf Erden und sie nahmen Christus an und rühmten sich seiner. Denn das ist es, was dieser Welt fehlt: Sie krankt daran, daß sie Gottes, des Spenders alles Lebens, ermangelt. Wer Gott gefunden hat, hat das Leben gefunden.

 

Ergänzung

Paulus war Beauftragter Gottes, nicht Beauftragter irgendeines Menschen. Aber gerade weil er tatsächlich von Gott beauftragt war, blieb er mit „seiner“ Lehre nicht allein, sondern er hatte viele (freiwillige) Gesinnungsgenossen, die, geleitet durch den Heiligen Geist, die gleichen Schlüsse aus der Bibel zogen wie Paulus.

Im Gegensatz dazu ist der Irrlehrer eigentlich allein mit seiner Lehre. Er mag auch Gesinnungsgenossen haben, was den Anschein erwecken könnte, er sei nicht allein mit seiner Ansicht, vertrete keine Einzelmeinung; aber seine Gesinnungsgenossen hangen ihm nicht wirklich freiwillig an (das mögen sie vielleicht sogar von sich selbst behaupten in einer dämonischen Täuschung über sich selbst), sondern sind gezwungen durch irgendeine (negative) Kraft, vielleicht eine magisch-suggestive Kraft. Es ist durchaus möglich, daß sich mehrere Beauftragte eines Irrlehrers gemeinsam an eine christliche Gemeinde wenden, was den Anschein von echter, christlicher Brüderlichkeit, brüderlicher Gemeinschaftsarbeit erwecken könnte. Jene sind aber nicht durch den Heiligen Geist verbunden wie echte, christliche Brüder, sondern sie sind von einander isolierte Tentakel eines Hauptes, das der Irrlehrer ist. Nur über ihr gemeinsames Haupt, den Irrlehrer, sind sie verbunden (wie die Tentakel einer Krake über deren Kopf verbunden sind, wie oben schon gesagt), aber nicht untereinander. Sie sind sozusagen „Beamte“ des Irrlehrers. Wenn man ihr Verhalten beobachtet, merkt man schnell, wie herrschsüchtig, ehrsüchtig und habgierig sie sind; sie ermangeln des Geistes Gottes und Christi.

„5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis.“

Was soll das heißen?

Meinte Paulus, die Korinther seien wirklich in allen Stücken, was auch Gemeinschaft, Heiligung und Gesundheit, materielle Versorgung, Eheleben, etc. mit einschließt, reich gemacht oder meinte er, sie seien nur reich gemacht in aller Lehre und Erkenntnis? Auf den ersten Blick enthält Vers 5 einen Widerspruch.

Auflösung des Widerspruchs:

Richtige Lehre und Erkenntnis sind die Grundlage allen „Reichtums“ der Kirche bzw. einer lokalen Gemeinde. Wenn also in einer Kirche bzw. Gemeinde ein Reichtum an Lehre und Erkenntnis da ist, dann ist zumindest auch die Voraussetzung für allen sonstigen „Reichtum“ da, wird sich allgemeiner „Reichtum“ mit Sicherheit bald einstellen. Durch ihren Reichtum an Lehre und Erkenntnis waren die Korinther also quasi schon „reich“ in allen Stücken und somit ist der scheinbare Widerspruch von Vers 5 aufgelöst.

Die christliche Lehre macht unter anderem dadurch „reich“, daß sie aufzeigt, was wirklicher Reichtum ist und was nicht. Der prinzipielle Reichtum der Kirche ist Jesus Christus selbst; er hilft Leiden, Verfolgung und Trübsale geduldig zu ertragen. Praktisch äußerst sich der Reichtum in Christus, und wird sichtbar, durch die Gemeinschaft der Christen. Die christliche Gemeinschaft ist die einzig wahre Gemeinschaft auf dieser Welt und in Ewigkeit, denn die Christen sind verbunden durch den Heiligen Geist, eine göttliche Person. Gott ist gegenwärtig in der Kirche durch seinen Geist; die Glieder der Gemeinde wollen nicht übereinander herrschen, sondern einer achtet den anderen höher als sich selbst. Die Glieder der Gemeinde dienen einander durch ihre Gaben.

14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft.“

In der Kirche zu Korinth gab es Leute, die folgendem Irrtum verfallen waren: Sie bezogen die Taufe auf Personen; wahrscheinlich nahmen sie an, der die Taufe zelebrierende Geistliche würde in der Kraft einer Geistesgabe den Täufling taufen, ihm durch seine Gabe zur neuen Geburt aus Wasser und Geist verhelfen. Die richtige Lehre davon, daß bei jeder echten Taufe Gott der unsichtbare Täufer ist und der Geistliche die Taufe nur zelebriert, den Täufling an Gott übergibt, war ihnen nicht gegenwärtig, nicht geläufig.

Es scheint nun zunächst so, als ob Paulus sie in seiner Widerlegung mit ziemlich wenigen Worten abspeisen will; sinngemäß: „Ich, der ich sogar Hauptapostel (Apostel der Heiden) bin, taufe nicht durch eine mir innewohnende Kraft“; Paulus direkt: „Sagt nicht, ihr wäret auf meinen Namen getauft“. Im Hinblick auf den großen Apostel sollten jene, die die Taufe auf den Menschen bezogen, der die Taufe zelebrierte, von ihrer falschen Lehre Abstand nehmen.

Paulus noch kürzer; sinngemäß: „Ich tue das nicht, also sollt ihr es auch nicht tun“.

Der Einwand scheint wirklich berechtigt, daß Paulus die Korinther mit sehr wenigen Worten abspeist. Aber hier täuscht man sich leicht, denn die ausführliche Erklärung ist das, was wir in Vers 18-31 über die Predigt des Evangeliums bzw. über die Predigt vom Kreuz lesen können:

Die Meisten, die Gott errettet hatte, auch die meisten Korinther, waren auf Grundlage des Heidentums, der heidnischen Religion, nicht zu Weisheit, Macht und Ehre in dieser Welt gekommen. Das wurde von der Welt vielleicht als Fluch ausgelegt (die Welt sah sie vielleicht als geborene Pechvögel, ohne den Grund für das Pech zu kennen), war tatsächlich auch ein Fluch (allerdings der Fluch wegen der Sünde/Sünden; nicht weil man etwa ein Pechvogel war), wurde ihnen aber zum Segen (durch die Bekehrung verwandelte sich der Fluch in Segen). Die Meisten von denen, die Gott errettet hatte, hatten in dieser Welt wenig zu verlieren gehabt – sie waren tatsächlich „Nichtse“ gewesen. Und nun, nachdem sie gläubig geworden waren, kamen einige von diesen „Nichtsen“ auf die Idee, die Taufe von sich abhängig zu machen (siehe Anmerkung 2, unten). Das aber war durch und durch unsinnig, denn gerade sie, die Gott gerettet/berufen hatte, sollten sich ja des Herrn rühmen und nicht ihrer selbst, denn in sich selbst waren sie ja tatsächlich nichts, wofür ihr Leben vor der Bekehrung und Taufe der Beweis war.

„22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;“

Die Juden beriefen sich auf ihre Abstammung von Abraham, die Beschneidung und das bloße Haben des Gesetzes. Nur allein wegen dieser Dinge wähnten sie, bei Gott angenommen zu sein. Die Griechen (Anhänger der griechischen Religion) hatten das Böse einfach legalisiert und sich böse Götter gemacht, damit ihr eigenes Böses nicht als so böse erscheine. Beide, Juden und Griechen, blieben mit ihrer „Weisheit“, die ihnen ein relativ angenehmes Leben auf Erden ermöglichte, ganz in ihrem sündigen Fleisch stecken und erkannten Gott nicht, was ein sehr großer Verlust war; nicht aufzuwiegen durch irdische Freuden. Nur jene erkannten Gott, die bereit waren, Juden- und Griechentum auf die Seite zu tun, ganz einfach Mensch zu sein und das Evangelium anzunehmen, daß mit sittlich-moralischer Besserung verbunden ist, weshalb es den halsstarrigen Juden ein Ärgernis und den halsstarrigen Griechen eine Torheit ist.

In summa: Das Christentum baut überhaupt nicht auf den natürlichen Menschen, das, was er von Geburt an ist, sondern beim Christentum kommt das Heil von außen. „Das Heil von außen“ ist Jesus Christus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

Wenn ich das verstanden habe, wie kann ich dann überhaupt noch auf die Idee kommen, die umgestaltende Kraft der Taufe könnte aus mir herauskommen – völlig abwegig, absurd. Natürlich, jeder Christ hat Gaben, mit denen er anderen Christen helfen kann, aber er kann nicht bewirken, daß der Heilige Geist in einem Menschen Wohnung nimmt; genau das geschieht bei der Taufe (nur Gott kann eine göttliche Person senden, den Geist; nicht ein Mensch). Diese Gabe bzw. Fähigkeit, den Geist zu geben, hat nur Gott allein – nur Gott kann taufen und der Mensch die Taufe lediglich feiern, den Täufling an Gott übergeben, der ihn neu macht. Auch werden wir bei der Taufe in unserer Eigenschaft als Sünder für tot erklärt in sakraler Kraft, was auch nur Gott kann.

Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus aufgrund göttlicher Einsetzung (Institution). Was ich meine, ist: Es ist historische Wirklichkeit, daß wir bei der Taufe zusammen mit Jesus sterben und auferstehen, weil Gott es so verfügt hat, weil das Edikt Gottes da ist. Daß das ganze unsichtbar geschieht, tut nichts zur Sache. Sollte solch ein gewaltiges Wunder ein Mensch wirken können? Sicherlich nicht!

Die Menschen, die ungläubig bleiben

Es gibt weder geborenen Glückspilze noch geborene Pechvögel auf Erden, wie die heidnische Welt annimmt. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß jeder von Geburt an unter dem Fluch der Sündhaftigkeit ist, die wir alle von Adam geerbt haben – von daher mögen wir uns alle Pechvögel nennen. Manche von den Sündern allerdings bringen es zu etwas in dieser Welt und spüren kaum den Fluch, der dennoch auch auf ihnen liegt, bzw. der Fluch wir nicht so sichtbar wie bei anderen. Das allerdings ist aus christlicher Sicht fast ein Pech, denn wenn meine Umstände nicht dazu beitragen, daß ich erkenne, daß auch ich unter dem Fluch wegen der Sünde bin, dann komme ich vielleicht auf die Idee,  zu sagen: „Das ganze Christentum ist ein bloßes Märchen, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.“

Jene, die es in dieser Welt zu nichts bringen (vor ihrer Bekehrung), haben es leichter, zu erkennen, daß sie unter dem Fluch sind; von daher ist ihr Pech ggf. ein Glück (ich weiß, das klingt ungeheuerlich). Allerdings wird es erst dann zum Glück, wenn sie sich auch bekehren. Allein die Tatsache, daß es jemand in dieser Welt zu nichts bringt, bringt ihn nicht in den Himmel – das wäre ja auch irgendwie eigenartig.

Jene, die es in dieser Welt zu etwas gebracht haben, können sich natürlich auch bekehren. Nur werden es ihrer Wenige sein, weil es eben für einen Reichen, Angesehenen, Mächtigen (ein Glückspilz in den Augen der Welt) sehr schwer ist, einzugestehen, daß auch er unter dem Fluch durch die Sünde ist. Man darf auf keinen Fall den Fehler machen, jene vom Heil auszuschließen; das wäre fatal und gegen den Befund der Bibel. Wie gesagt, es sind ihrer Wenige, aber es heißt nicht, daß sie alle verlorengehen.

Jene, egal ob groß oder klein, die ungläubig bleiben, machen sich praktisch etwas vor, sind Utopisten: Sie leugnen/ignorieren den Fluch und so bleiben sie unter dem Fluch. Wie gesagt, die Reichen, Angesehenen, Mächtigen sind in größer Versuchung, den Fluch zu leugnen, als jene, die weder reich, noch angesehen, noch mächtig sind.

Die Auserwählten (jene die gläubig bzw. gerettet werden) sind jene, die zugeben, daß sie natürlicherweise unter dem Fluch sind und an Jesus gläubig werden, der den Fluch wegnimmt, indem er uns von der Sünde befreit und in uns lebt.

Anmerkung 1

Es verbat sich von selbst, das Evangelium mit klugen Worten zu predigen, denn es war nun einmal ganz einfach in sich selbst. Hätte Paulus das Evangelium mit klugen Worten gepredigt, hätte er es automatisch verzerrt, etwas anderes daraus gemacht, als es war.

Daraus könnte man den Schluss ziehen, es könne ja jeder, sogar jeder Dumme, das Evangelium predigen, wenn es so furchtbar einfach ist. Das aber wäre ein Fehlschluss.

Worum es geht, ist, wie schon gesagt, daß Gott mitwirkt; Gott wirkt nur mit, wenn der Prediger wirklich sein Diener ist bzw. eine Geistesgabe hat. Sobald Gott mitwirkt, kommt das Evangelium bei den Menschen auch an. Der Prediger des Evangeliums muß also danach trachten, im Herrn zu bleiben (durch beständige Umkehr von Sünden), nicht danach, seine Redegewandtheit zu steigern.

Anmerkung 2

Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder einige von den Korinthern glaubten, Paulus, Petrus und Apollos hätten eine natürliche, innewohnende Kraft zum Taufen oder einige glaubten, Paulus, Petrus und Apollos hätten sozusagen eine spezielle Tauf-Gabe von Gott. Das etwas geringere Übel – aber natürlich trotzdem eine falsche Annahme, denn es gibt einfach überhaupt keine Tauf-Gabe – wäre es gewesen, von einer Tauf-Gabe auszugehen.

Angenommen, es hätte wirklich so etwas wie eine Tauf-Gabe gegeben, dann wäre es dennoch verwerflich gewesen, den Inhaber der Gabe zu rühmen (denn Anspruch auf Ruhm hat ja allein Gott, der Geber der Gabe), wegen der mit seiner Gabe verbundenen Fähigkeiten. Genauso verwerflich war es, einen wegen der mit einer vermeintlichen Gabe verbundenen Fähigkeiten zu rühmen, die gar keine Wirklichkeit war. Und weiter verwerflich war es, von einer rein natürlichen Begabung zum Taufen auszugehen und den Betreffenden für die damit verbundenen Fähigkeiten zu rühmen (das ist gegen die Lehre, daß das Fleisch, das, was wir von Natur aus sind, einfach zu nichts nütze ist).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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