Die beste Definition der Größe „Zeit“

Der Physiker John A. Wheeler hat die Zeit gerne so charakterisiert, wie er es in einem Graffito in der Herrentoilette des Old Pecan Street Cafe in Austin, Texas, 1976, fand: „Time is nature’s way to keep everything from Happening all at once.“ (Quelle: Was ist die Zeit?)

Das Zitat von Wheeler auf Deutsch: Zeit ist die Methode der Natur, zu verhindern, dass alles auf einmal passiert!

Folgende modifizierte Version der Aussage Wheelers entspricht dem Befund der Bibel bzw. wäre auch für die christliche Kirche annehmbar:

Zeit ist die Methode Gottes, uns all seine Güter portionsweise zuteilwerden zu lassen bzw. seine unermessliche Güte Schritt für Schritt zu offenbaren.

Vor dem Menschen schuf Gott die Engel (gottähnliche Geisteswesen, viel höher als der Mensch). Ein Teil der Engel betete Gott an, ein Teil nicht (gefallene Engel).

Wie konnte Gott der Unterstellung (in der Geisteswelt), dem Argwohn, begegnen, er sei ein herrschsüchtiger Despot, gierig nach Macht, Ehre und Reichtum? Wie konnte Gott seine durch und durch brüderliche Gesinnung, den tiefsten und wahrsten Kern seines Wesens, unter Beweis stellen? Wie konnte Gott beweisen, dass er herrschte, nicht weil er gierig nach Macht war, sondern einfach weil es keinen Gott außer ihm gab, weil er nun mal „leider“ Gott war?

(die Engel, die Gott nicht anbeteten, unterstellten ihm sicherlich, er hinge allzu sehr an seiner Herrschaft bzw. würde sich daran ergötzen, Herrschaft auszuüben; Gott musste irgendwie beweisen, dass er Herrschaft nur ausübte aufgrund eines Amtes aber nicht aufgrund von Machtgier)

Es war also nötig, ein Wesen zu schaffen, das vielmehr der Fürsorglichkeit als der Herrschaft bedurfte: der Mensch. Gott schuf das bedürftigste aller Wesen, den Menschen, um an ihm seine Fürsorglichkeit bzw. sein fürsorgliches Wesen unter Beweis zu stellen. Gott wollte beweisen, dass es ihm viel mehr „Spaß“ machte, fürsorglich zu sein, als über jemand zu herrschen.

Der Mensch ist ein Wesen, der alle Dinge nur portionsweise aufnehmen kann (so schuf in Gott ganz bewußt) – dadurch ist Zeit (auch dadurch, dass Gott durch seine Schöpfung und seine Offenbarungen in der Heiligen Schrift alles, was der Mensch begehrt, nur portionsweise zur Verfügung stellt). Zeit ist durch das System, das aus dem portionsweise nehmenden Menschen und dem portionsweise gebenden Gott besteht.

Gottes ursprüngliche Absicht mit Adam war, dass er ihn HERR sein lassen wollte über seine Schöpfung an seiner statt. Im Garten Eden wollte Gott dieses kleine, schwache gebrechliche Wesen genannt Mensch zum Regenten über seine Schöpfung ausbilden.

1. Mose 1, 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Gott hatte für Adam ein Amt vorgesehen, wie es jetzt Jesus Christus, der „letzte Adam“, inne hat: Herr zu sein über seine Schöpfung.

Gibt es einen besseren Beweis für die unermessliche Sanftmut und Demut Gottes (Sanftmut und Demut sind das Gegenteil von Gewaltausübung und Herrschsucht) als die Tatsache, dass ER seine Herrschaft über die Schöpfung an sein Geschöpf Adam abgeben wollte? Nein, es kann keinen besseren Beweis geben.

(da Adam sich leider von Gott abgewendet hat, übergab Gott sein Herrscheramt an den Menschen Jesus von Nazareth, der jetzt auf dem Thron Gottes sitzt)

Im Garten Eden gab es Bäume, die Früchte trugen, die nicht nur sehr gut schmeckten, sondern metaphysische Eigenschaften hatten – siehe zum Beispiel: der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen und der Baum des Lebens. Wäre Adam nicht gefallen, hätte Gott Ewigkeiten damit verbracht, Adam in brüderlicher Weise einzuweihen in den Aufbau seiner Schöpfung und jedes Geschöpfes – der Genuss der Offenbarungen Gottes wird verglichen mit dem Genuss wohlschmeckender Früchte (man denke auch an das heilige Abendmahl bzw. das Sakrament des Altars). Gott hätte Adam nicht ewig dumm gehalten, um einen willfährigen Knecht zu haben, der sich ihm zu Füßen wirft, ihm die Füße küsst, sondern wäre auf Augenhöhe mit ihm umgegangen. Gott ist so anders als die Herrscher dieser Welt, die ihre Untertanen dumm halten, um sich von dem Hintergrund dieser Dummgehaltenen als „weise“ Herrscher abzuheben – wie dumm.

Matthäus 20, 25 Aber Jesus rief sie (die Jünger; R. B.) zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.

Dass das, was ich hier schreibe, realistisch ist, sieht man daran, dass ja die meisten Menschen viel lieber Wissenschaftler bzw. Forscher werden würden als Bauer. Wäre der Mensch nicht gefallen, hätte Gott zusammen mit dem Teufel unterstellt, er sei gierig nach Macht, Ehre und Reichtum, hätte Gott sich „die Zeit genommen“ ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit alle Geheimnisse seiner Schöpfung zu offenbaren – und noch der heutige Mensch, der doch vom gefallenen Adam abstammt, hat das starke Bedürfnis, alle Zusammenhänge in der Natur zu erforschen, die Geheimnisse der Schöpfung zu ergründen.

Sprüche 25, 2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen. (Forschen ist also etwas königliches; R. B.)

Sprüche 25, 7 Zu viel Honig essen ist nicht gut; aber wer nach schweren Dingen forscht, dem bringt’s Ehre.

Hiob 9, 10 Er (Gott; R. B.) tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.

Da der heute lebende Mensch vom gefallenen Adam abstammt, ist er dazu „verdammt“, dass er die Schöpfung nur benutzten darf, anstatt von Gott in ihre Geheimnisse eingeführt zu werden (dies abgesehen von einigen wenigen Wissenschaftlern, die sich allerdings im Allgemeinen sehr schwer tun, in die Tiefen der Geheimnisse der Schöpfung Gottes vorzudringen – sie ermangeln der göttlichen Unterweisung).

Kurz gesagt:

Zeit ist dadurch, dass die Bedürfnisse des Menschen, der Dinge nur portionsweise aufnehmen kann, portionsweise gestillt werden. Würden alle Bedürfnisse des Menschen schlagartig gestillt, wäre keine Zeit mehr, sondern ewige Ruhe. Würde Gott seine Güte schlagartig und vollkommen abziehen, wäre auch keine Zeit mehr, sondern ewiger Tod.

(natürlich ist die Welt, in der wir heute leben, nur ein Abklatsch des Garten Edens – die Zeit schreitet nicht voran, indem Gott dem Menschen ein Geheimnis nach dem anderen offenbart, was der Idealzustand wäre, sondern der Mensch kämpft permanent um sein nacktes Überleben, ist hin- und hergerissen zwischen Leben und Tod, wodurch Zeit ist)

Was wir heute im Allgemeinen als Forschung bezeichnen ist Stümperei im Vergleich zu dem, was Gott dem Frommen (ein Frommer ist ein Mensch, der an Jesus Christus glaubt) offenbaren kann. Dass die autark-menschliche Forschung (die profane Forschung) unvollkommen ist, sehen wir unter anderem daran, dass die Menschheit als ganzes auf den Abgrund zu rennt trotz all ihrer Wissenschaft, auf die sie so stolz ist (siehe Klimawandel bzw. Erderwärmung).

Würde die Menschheit der Kirche, der Gemeinschaft aller Frommen, mehr Raum geben, könnte Gott ihr mittels seiner Kirche Dinge offenbaren, die sehr hilfreich wären. Da aber die Menschheit der Kirche keinen Raum mehr gibt, muss sie zu Grunde gehen an Ermangelung göttlicher Ratschläge.

Die Zeit der profanen, säkularen Menschheit ist nicht anderes als der ständige Kampf gegen den physischen Tod durch Erwerbsarbeit (wobei es Gottes Güte ist, wenn ein Mensch auch erfolgreich ist, ihm seine Arbeit auch gelingt; der Motor dieses Prozesses ist also Gott bzw. Gottes Güte; dies gilt für Gläubige und Ungläubige). Parallel zu dieser Zeit läuft die Zeit der Kirche, die die Geheimnisse Gottes erforscht und die Dinge des profanen Zeitlaufs nur gebraucht (wobei es Gottes Güte ist, wenn ein Christ irgendein Rätsel löst bzw. ein Geheimnis ergründet; der Motor dieses Prozesses ist also auch Gott bzw. Gottes Güte). Die Kirche ist ein Stück weit dem profanen Zeitlauf des bloßen Umwälzens von Materie entnommen, denn Gott hat jenen, die zuerst nach dem Reich Gottes trachten, verheißen, ihnen ihr irdisches Leben zu erleichtern, sodass sie nicht wie die anderen verzehrt werden von der Sorge um den täglichen Broterwerb.

Matthäus 5, 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles (Kleidung, Nahrung, etc. R. B.) zufallen.

Wichtig:

Zeit gab es schon vor dem Sündenfall. Zeit vor dem Sündenfall war dadurch, dass Gott Adam Stück für Stück seine Güte offenbarte, indem er ihn unterwies bzw. ihm in brüderlicher Weise etwas zeigte (leider ermangelde es Adam an Wertschätzung für Gottes Güte). Zeit ist die Aufteilung von Gottes Güte in unendlich viele und unendlich kleine dG (Gütedifferentiale). Wie eine Mutter einem Kleinkind die Nahrung in kleinsten Häppchen verabreicht, teilt Gott dem Menschen seine Güte mit – die Aneinanderreihung  unendlich vieler, kleiner Güterweise ist die Zeit.

Seit dem Sündenfall ist Zeit auch definiert durch das Hin-und-hergerissen-sein zwischen den statischen Zuständen: totaler Tod und totales Leben. Der profane Zeitlauf hat keinen Wert an sich selbst bzw. dient nur als Mittel zum Zweck. Während des profanen Zeitlaufs hat der Mensch Gelegenheit zurückzukehren bzw. umzukehren zu der angemessenen Wertschätzung Gottes durch Glauben an Jesus Christus. Nur von daher hat der profane Zeitlauf einen Sinn. Wer während seines profanen Zeitlaufs Gott nicht findet, wird trotz all seines Lebenskampfes den ewigen Tod (der zweite Tod) erleiden. Der zweite Tod erfolgt subjektiv unmittelbar nach dem ersten Tod (das was allgemein Sterben bzw. physischer Tod genannt wird). Der zweite Tod ist der Aufenthalt an einem Ort ewiger Not, die nicht gelindert wird, wo es absolut keine Linderung irgendeiner Not mehr gibt. Objektiv geschieht der zweite Tod am Tag des Weltgerichts (bis dahin können noch einige Jahre vergehen), wenn alle physisch Toten (ausgenommen die Frommen, die schon vorher auferweckt wurden) auferweckt werden, um gerichtet zu werden. Wer nicht durch die Kraft Jesu Christi als Christ gelebt hat, wird den zweiten Tod erleiden. Der zweite Tod erfolgt subjektiv gleich auf den ersten Tod, weil ja ein Toter nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Im Grunde genommen bedeutet für den Ungläubigen der physische Tod auch den ewigen Tod.

Anmerkung:

Die große „Uhr“ bzw. Zeitquelle im Universum, die wirklich die Zeit macht, den Fluss der Zeit erzeugt, ist Gott selbst, denn er gibt hintereinander ständig neue „Güteportionen“. Nur durch die Güte Gottes entsteht aus Zustand n der Zustand n+1 dieser Welt und somit Zeit, denn Zeit ist nichts anderes als die Aneinanderreihung von Zuständen, die auseinander hervorgehen. Die Bewegungen von Sonne, Erde und Mond dienen nur zum Messen der Zeit, aber erzeugen sie nicht.

Angenommen, Gott würde alle seine Güte von der Menschheit abziehen, dann wäre auch keine Zeit mehr, denn die Erde würde zu einer riesigen Wüstenei werden, die immer gleich trist aussähe – immer der gleiche Zustand. Angenommen, Sonne, Erde und Mond würden sich dabei wie gewohnt weiter bewegen, so wäre z. B. nach 1000 Umrundungen der Sonne durch die Erde, das heißt nach 1000 herkömmlichen Jahren, alles gleichgeblieben auf der Erde – die 1000 Jahre wären also wie nichts weiter als Teil eines einzigen ewig langen Tages oder Jahres auf der Erde. Auch nach 100000 Umrundungen liefe auf der Erde immer noch der eine ewig lange Tag bzw. das eine ewig lange Jahr. Es würde also keinen Sinn mehr machen, von Zeit zu sprechen.

Hiob 34, 14-15 14 Wenn er (Gott; R. B.) nur an sich dächte, seinen Geist und Odem an sich zöge, 15 so würde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub werden.

Apostelgeschichte 17, 25 Auch lässt er (Gott; R. B.) sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.

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Eine Antwort zu Die beste Definition der Größe „Zeit“

  1. Caroline schreibt:

    Hallo Rainer

    Sie schreiben zum Teil echt hochinteressante
    informative Berichte. Schön, das Sie sich dafür
    die Zeit und Mühe nehmen.
    Daumen hoch für ihre Website 👍👍👍
    Herzliche Grüße
    Caroline

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