Gleichnis vom verlorenen Schaf – Auslegung Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 1-7

Lukas 15, 1-7

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? 5 Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. 6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Auslegung

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.“

Es ist interessant, dass trotz der Tatsache, dass Jesus ohne Sünde war, das heißt ein wirklicher Heiliger, sich die Zöllner und Sünder zu ihm hingezogen fühlten.

Woran lag das?

Jesus hatte sich von Johanes dem Täufer taufen lassen. Das war für ihn der Eintritt in die Gemeinschaft der (bußfertigen) Sünder, denn bei der Taufe des Johannes bekam er praktisch ein unsichtbares Etikett aufgeklebt: „(bußfertiger) Sünder, der Vergebung und Erlösung begehrt.“ Jesus ließ sich also als Sünder deklarieren, obwohl er durchaus keiner war. Er kam zur Taufe des Johannes, nicht weil er selbst die Buße nötig gehabt hätte und Vergebung begehrt hätte, nicht um seiner selbst willen, sondern um der wirklichen Sünder willen. Jesus wollte kein stolzer Pharisäer sein, der den Sündern zürnte, sie beleidigte und verfluchte, sondern er wollte sich über die Sünder erbarmen, ihnen Hilfe zuteil werden lassen; dazu musste er ihnen ganz nahe kommen. Sein Erbarmen ging so weit, dass er bereit war, einer von ihnen zu werden, wobei das allerdings nicht bedeutete, dass er dann auch wirklich Sünden beging – das sei ferne. Die Person Jesu war paradox: Er war ohne Sünde, hatte aber durch Johannes‘ Taufe den Status eines Sünders. Wie gesagt, dies wird verständlich, wenn man Jesu Gesinnung berücksichtigt, dass er sich ganz zu den Sündern herabbeugen wollte.

In unserer von Irrlehren wie Judentum, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus (in der Regel einfach Protestantismus genannt), evangelikaler „Glaube“, etc. geprägten Welt fällt es schwer, sich einen vorbildlichen Geistlichen (Kleriker) wie Jesus vorzustellen.

In der Welt, die wir kennen, läuft es im Allgemeinen so ab:

Je weniger ein Geistlicher sündigt, desto mehr richtet er die Sünder. Das macht ihn den Sündern unsympathisch, weshalb sie nicht so gerne etwas mit ihm zu tun haben wollen.

Je weniger ein Geistlicher die Sünder richtet, desto mehr begeht er auch selbst Sünden. Er ist zwar den Sündern sympathisch und sie kommen auch gerne zu ihm, aber  die Sache hat leider einen Haken: Er kann sie nicht auffordern, die Sünden zu lassen, die er selbst tut. Die Sünde aber ist ein Gift, das das Leben der Menschen zerstört. Es ist also zunächst verlockend, mit einem solchen Geistlichen Gemeinschaft zu haben, aber es wird sich im Laufe der Zeit als Weg in den Abgrund herausstellen, als ein Weg des Todes.

Wie war es im Gegensatz dazu bei Jesus, dem genialen Geistlichen?

Jesus sündigte nicht nur wenig, sondern gar nicht. Gleichzeitig aber richtete er auch die Sünder nicht. Jesus war also ein durch und durch ungewöhnlicher Geistlicher aus unserer heutigen Perspektive. In Gottes Augen war er natürlich der Geistliche überhaupt, der Inbegriff eines Geistlichen.

2. Korinther 5, 21 Denn er (Gott; R. B.) hat den (Jesus; R. B.), der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

1. Petrus 2, 22 er (Jesus; R. B.), der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;

Johannes 12, 47 denn ich (Jesus; R. B.) bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.

Wenn wir heute einem katholischen Priester oder einem evangelischen Pfarrer begegnen, dann stellen diese nicht nur ein totales Zerrbild eines Geistlichen dar, sondern sind sogar genau das Gegenteil davon: Sie verhelfen uns nicht zum Seelenheil, sondern befördern unsere ewige Verdammnis.

Entweder sie vergällen uns den Glauben durch ihre richtende Art und Weise oder sie verführen uns zum Sündigen, wenn sie uns (anscheinend) freundlich begegnen. Nicht nur durch das Richten wird der Sünder getötet, sondern auch durch die freundliche Tour, denn sie lässt den Sünder in seiner Sünde, die an sich selbst zersetzend ist. Das Töten des Sünders erfolgt also in diesem Fall nicht durch den Geistlichen, sondern durch die Sünde selbst bzw. der „freundliche“ Geistliche tötet indirekt, indem er den Sünder in der Sünde lässt, die ihn zerstört.

Die freundliche Tour ist sicherlich heute die bevorzugte. Viel sympathischer erscheint uns solch ein moderner „freundlicher“ Geistlicher als ein antiker, richtender Pharisäer. Aber geistlich gesehen handelt es sich in beiden Fällen um nahezu gleich gefährliche Personen: Beide befördern den geistlichen Tod des Sünders.

(im Gegensatz zu einem „freundlichen“ katholischen Priester oder einem „freundlichen“ evangelischen Pfarrer mag uns ein evangelikaler Prediger die Buße nahelegen – er scheint tatsächlich an unserem Seelenheil interessiert zu sein; jedoch ist der ganze Glaube der Evangelikalen nichtig, weil sie die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe verleugnen; der evangelikale Prediger ist also letztendlich genauso gefährlich, wenn nicht gefährlicher, wie die o. g. „freundlichen“ Geistlichen – er ist nur nach dem äußeren Schein ein Förderer unseres Seelenheils)

2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.“

Aus diesen Worten werden die Pharisäer und Schriftgelehrten am Jüngsten Tag gerichtet werden, denn sie kritisierten Jesus dafür, dass er Gutes tat: Er nahm die Sünder an und aß mit ihnen.

So werden auch moderne (falsche) Geistliche den Geistlichen kritisieren, der die Sünder annimmt, auch mit ihnen isst, und sie dabei aber nicht in ihren Sünden lässt, sondern zur Besserung verhilft.

Warum sehen es eigentlich herkömmliche (etablierte) Geistliche nicht als ihre Aufgabe, den Sündern zur Besserung  zu verhelfen (evangelikale „Geistliche“ scheinen hier ihre Verantwortung mehr wahrzunehmen, aber was sie veranstalten, ist nichts weiter als ein Strohfeuer und zählt nicht)?

(ganz im Gegensatz zu Jesus, der das als seine Hauptaufgabe sah)

Um das zu verstehen, müssen wir an Lukas 14 zurückdenken. Dort wurde deutlich, worum es in der (spieß-)bürgerlichen Gesellschaft, in der Gesellschaft der Etablierten, geht: Das Haben von Gütern und gute, intakte Beziehungen (Integriertsein). Der herkömmliche Geistliche will einfach auch „dazugehören“, das heißt nicht zur „kleinen Herde der Schafe Jesu“, sondern zur bürgerlichen Gesellschaft, zur Welt. Die bürgerliche Gesellschaft aber verachtet die Armen, Krüppel, Lahmen, Blinden, etc., also jene, die durch ihre Sünde/Sünden ins Unglück gerieten. Der herkömmliche Geistliche sucht also Anerkennung bei solchen, die genau das Gegenteil wollen von dem, was eigentlich sein Beruf wäre: die Wiederherstellung von Menschen, die sich durch ihre Sünde geistlich und vielleicht auch physisch, psychisch und materiell ruiniert haben. Der herkömmliche Geistliche bleibt also inaktiv, kümmert sich nicht um die verlorenen Schafe, weil er Anerkennung bei jenen sucht, die unbarmherzig die verlorenen Schafe in ihrem Unglück lassen, sie ohne jegliches Mitgefühl dem Verderben preisgeben.

Und wenn heute ein katholischer oder evangelischer „Geistlicher“ doch einmal auf die Idee kommen sollte, Sünder in die Gemeinde/Kirche einzuladen, dann natürlich ohne ihnen die Buße nahezulegen, was in Gottes Augen kriminell ist. Das, was sich heute Kirche nennt, ist in der Regel nichts weiter als sündige Welt mit christlichem Anstrich, christlicher Schminke – ein Gräuel für Gott.

(ein evangelikaler „Geistlicher“, der Sünder einlädt, mag zwar die Buße nahelegen, aber der ganze evangelikale Glaube ist nur Schein, da die Evangelikalen die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe verleugnen; die Einladung des evangelikalen „Geistlichen“ ist sozusagen nichtig bzw. nichts wert)

3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?“

Indem Jesus auf ein verlorenes Schaf hinweist, zeigt er den Pharisäern und Schriftgelehrten, wie verwerflich ihr Denken und Tun ist. Jeder von ihnen würde, falls er eine Schafherde besäße, nach einem Schaf suchen, das sich von der Herde abgesondert hat. Sie würden also einem Tier, das doch viel weniger als ein Mensch ist, eine bessere Behandlung widerfahren lassen als einem Menschen. Sie waren also bereit um ihrer Ehre bei der etablierten Gesellschaft willen ganz lieblos (an den von der Gesellschaft Ausgestoßenen) zu handeln. Sie ließen die Sünder umkommen, weil sie sich der Gemeinschaft mit ihnen schämten – unfassbar, pervers (allerdings konnten sie den Sündern auch prinzipiell gar nicht helfen, selbst wenn sie gewollt hätten, weil sie nicht an einen Erlöser glaubten; ihr Grundproblem war also, dass sie selbst nicht gläubig waren).

5 Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude.“

Interessant ist, dass der Hirte dem verloren Schaf nachläuft und nicht das verlorene Schaf dem Hirten. Die Buße bzw. Umkehr des Sünders ist in dem Gleichnis vom verlorenen Schaf keine Aktivität des Schafes, durch das es zum Hirten findet, sondern das Schaf an sich ist ein Bild auf einen Sünder, der die Eigenschaft hat: „bußfertig“. Der gute Hirte wird aktiv und sucht die verlorenen Schafe bzw. Sünder, die bußfertig sind. Ein nicht bußfertiger Sünder ist mit dem Bild vom verlorenen Schaf gar nicht gemeint, kommt in dem Gleichnis gar nicht vor. Wir müssen hier auch an Johannes den Täufer denken. Johannes machte durch seine Busstaufe und Predigt aus Sündern bußfertige Sünder. Johannes wird interessanterweise als der bezeichnet, der den Weg des Herrn bereitete. Dieser Weg war die Buße bzw. Bußfertigkeit. Indem ein Sünder Buße tat, entstand ein Weg, auf dem der guten Hirte, Jesus, zu ihm kommen konnte. Ein Weg ist immer etwas statisches, unbewegliches, während jener, der darauf geht, aktiv ist bzw. sich bewegt.

Lukas 3, 4 „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben!“ (das war Johannes der Täufer; R. B.)

Was folgt daraus?

Sicherlich ist das Gleichnis vom verlorenen Schaf sehr beliebt bei den Evangelikalen, die alles Gewicht auf die Bekehrung legen. Gerade aber auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf macht deutlich, dass die Lehre der Evangelikalen völlig falsch ist.

Die Buße ist zwar notwendig, denn nur durch die Buße wird ein Sünder zu einem verlorenen Schaf, auf das sich die Suche des Hirten bezieht, aber hinreichend zur Errettung (Finden des Schafes und auf die Schulter Legen) ist die Aktivität des Hirten.

Das Finden und auf die Schulter Legen des verlorenen Schafes geschieht heute bei der sakramentalen Taufe einschließlich Kindertaufe. Für den bußfertigen Sünder ist die sakramentale Taufe die Wiederaufnahme in die Gemeinschaft mit Gott, dem Vater. Die Wiederaufnahme in die Gemeinschaft mit Gott erfolgt auf Grundlage des Todes und der Auferstehung Jesu, deren befreiende Kraft bei der Taufe zugeeignet wird. Die Buße des Täuflings ist zwar notwendig, aber doch etwas sehr, sehr geringes im Vergleich mit dem, was der gute Hirte, Jesus, geleistet hat: er starb und auferstand für uns. Der wirkliche Christ schaut nicht so sehr auf seine Bekehrung, obwohl sie notwendig ist, sondern auf das, was Jesus für ihn getan hat und wie es ihm bei der Taufe zugeeignet wird. Beim wahren Christentum liegt mehr Gewicht auf der Taufe als auf der Bekehrung. Jesus kommt auf dem Weg unserer Buße zu uns, aber dass er uns findet und auf seine Schulter legt, ist seine Aktion/Aktivität – wir empfangen das Heil von außen, es wird uns von außen gegeben.

Wenn ein Kind schreit: „Mama, ich habe Hunger!“, dann geschieht seine Sättigung ja nicht durch sein Schreien, obwohl das Schreien durchaus notwendig ist, um die Aufmerksamkeit der Mutter zu erwecken und etwas von ihr zu bekommen, sondern dadurch, dass die Mutter aktiv wird und dem Kind etwas zu essen gibt. Die Evangelikalen tun gerade so, als ob ein Kind allein durch sein Rufen nach Nahrung satt wird – wie unsinnig. Entscheidend ist natürlich, dass die Mutter dem Kind etwas zu essen gibt. Ein gesättigtes Kind sagt ja auch nicht: „Ich bin durch mein Schreien satt geworden.“, sondern es sagt: „Ich bin satt geworden, weil Mama mir etwas zu essen gegeben hat.“

Warnung: Nur relativ zum guten Hirten, dessen Aktivität so überaus gewichtig ist, erscheint der bußfertige Sünder als passiv und seine Buße als etwas rein statisches – Johannes der Täufer forderte die Sünder durchaus auf, bestimmte Schritte zu tun:

Lukas 3, 10-11 10 Und die Menge fragte ihn (Johannes den Täufer; R. B.) und sprach: Was sollen wir denn tun? 11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso.

Daraus folgt: Wenn jemand Christ werden will, sollte er sofort damit anfangen, Gutes zu tun und das Böse zu lassen. Er habe hierbei die Gesinnung, dass er einfach nur das Selbstverständliche tut, das, was angemessen ist, wenn man sich dem heiligen Gott naht.

Es ist vollkommen unsinnig, dass die Evangelikalen so tun, als ob quasi die Bekehrung allein den Sünder retten würde. Die wahre Lehre im Gegensatz dazu ist, dass zwar die Bekehrung notwendig ist, aber hinreichend zum Heil ist die sakramentale Taufe (nur der mit der sakramentalen Taufe verbundene Glaube ist der wahre).

Die Evangelikalen mit ihrem Bekehrungswahn bzw. Bekehrungseifer sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen. Auch wenn sie mit den Lippen sogar bekennen mögen, es käme nicht so sehr auf die Bekehrung, sondern auf die Gnade Jesu an, so sind sie doch verdammt, denn indem sie die sakramentalen Taufe verwerfen, verwerfen sie auch Jesus und sein Heil, das er uns in der Taufe gibt (die Evangelikalen haben eine eigene Taufe erfunden, die mit der sakramentalen Taufe nichts zu tun hat; siehe Anmerkung, unten). Indem die Evangelikalen die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe verwerfen, bleiben sie ganz bei sich selbst und „ihrer“ Bekehrung – sie haben nicht Jesus selbst, den sakralen Jesus, sondern nur ein (verzerrtes) Bild von ihm. Was nutzen mir Bilder von Aldi-Waren? – ich brauch‘ doch die Waren selbst: Brot, Butter, Zucker, etc. Hab‘ ich nur Bilder von Brot, Butter, etc., muss ich hungern und sterben.

Genauso verwerflich wie das krankhafte Herumreiten der Evangelikalen auf der Bekehrung ist die völlige Verleugnung der Bekehrung bzw. Buße durch katholische Priester und evangelische Pfarrer: Da werden Menschen getauft – und die Taufe ist sogar etwas gutes an sich selbst – für die eine Buße wahrscheinlich nie in Betracht kommt. Solche aber kommen in dem Gleichnis vom verlorenen Schaf gar nicht vor. Nur ein bußfertiger Sünder ist ein verlorenes Schaf und nur auf solche bezieht sich das Heil, das durch die Taufe gegeben wird. Die Taufe, die Aktivität des Hirten, ist das Entscheidende beim Erlangen des Heils – die Aktivität des Sünders, seine Umkehr, ist ein geringes im Vergleich zur Aktivität des Hirten. Nichtsdestotrotz wird der Hirte nur aktiv in Bezug auf verlorenen Schafe bzw. bußfertige Sünder. Wie gesagt, unbußfertige Sünder kommen in dem Gleichnis vom verloren Schaf gar nicht vor.

Hinweis:

Wenn jemand als Kind sakramental getauft wurde und erst als Erwachsener erweckt wird, dann braucht er keine nochmalige Taufe. Er kann sich einfach auf seine Kindertaufe beziehen, die nach wie vor vorhanden ist (sie ist sozusagen zeitlos). Indem ein als Kind Getaufter, der bisher als Sünder gelebt hat, von seinen Sünden umkehrt und sich auf seine Kindertaufe bezieht, wird seine Kinderaufe relevant für ihn – er gehört dann zu den verloren Schafen, die vom Hirten gefunden und auf die Schulter gelegt wurden aus dem obigen Gleichnis.

6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.“

Die heutigen Glieder einer evangelischen, katholischen oder evangelikalen Gemeinde würden sich vielleicht freuen, wenn eines ihrer Glieder zum Abteilungsleiter in seiner Firma befördert wurde, aber die Bekehrung eines Sünders und dessen Erlangen des Heils ist für sie absolut kein Gegenstand, der ihre Aufmerksamkeit erregen könnte. Die Freude evangelikaler Gemeinden über einen Bekehrten ist nichtig, denn sie muss schnell „verpuffen“, weil der Sünder trotz Bekehrung nicht das ewige Heil erlangt – das ist sehr, sehr schrecklich und sehr grausam. Fluch über alle Leiter der Evangelikalen, die einen Glauben vermitteln, der wie ein Rohrstab ist, auf den man sich stützt und der dann zerbricht und einem in die Hand fährt.

In einer lebendigen Gemeinde („Freunde und Nachbarn des guten Hirten“) jedoch wäre die Bekehrung eines Sünders und dessen Errettung ein Anlass zu großer Freude, ein Anlass, ein großes Fest zu feiern. Für eine lebendige Gemeinde wäre der berufliche Rang eines ihrer Glieder eher etwas nebensächliches, wenn nicht völlig bedeutungsloses.

7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“

Jene Glieder von (etablierten) evangelischen, katholischen oder evangelikalen Gemeinden sollten sich bewusst sein, dass ihr Verhalten hier (die gegenwärtige Welt, in der wir leben) Auswirkungen auf ihr Befinden dort (die kommende Welt) haben wird. Wenn Gott sich schon hier nicht über sie freuen konnte, dann mit Sicherheit auch nicht dort.

Umgekehrt wird Gott den Gliedern einer lebendigen Gemeinde auch dort mit Freude entgegentreten.

 

Anmerkung

Die Evangelikalen taufen Menschen, die bereits als Kind sakramental getauft wurden, nochmals mit ihrer eigenen Taufe. In diesem Zusammenhang wird die vorhandene sakramentale Kindertaufe für ungültig erklärt. Allein aber seine Kindertaufe könnte dem Menschen die Kraft geben, Jesus nachzufolgen. Auch die Evangelikalen lehren, man solle Jesus nachfolgen (wenn auch ihre Lehre von der Nachfolge in vielerlei Hinsicht ein Zerrbild der korrekten Lehre der christlichen Kirche ist). Der Wiedergetaufte muss allerdings verzweifeln bis hin zum Selbstmord, wenn er versucht, ohne die Kraft seiner Kindertaufe Jesus nachzufolgen. Die Evangelikalen richten also sehr schweren Schaden an, indem sie von Menschen verlangen, Jesus nachzufolgen, ohne auch die dazu notwendige Kraft darzureichen. Im Grunde sind die Evangelikalen gefährliche Psychopathen, die Menschen in den Selbstmord treiben.

Die christliche Kirche betrachtet die sakramentale Taufe als neue Geburt aus Wasser und Geist bzw. Wiedergeburt (diese Lehre entspricht dem Befund der Bibel). Die Evangelikalen haben eine Wiedergeburt erfunden, die unabhängig ist von irgendeiner Form der Taufe (die Lehre der Evangelikalen entspricht nicht dem Befund der Bibel). Ihre Wiedergeburt ist obskur und scheint nicht viel mehr zu sein, als dass einer traurig ist über seine Sünden und es für wahr hält, dass Jesus auch für ihn persönlich starb. Das, was die Evangelikalen für Glauben halten, ist in Wirklichkeit nur ein lächerliches Wissen. Dieses Wissen hilft nicht im Kampf gegen das sündige Fleisch, die sündige Natur, die wir vom gefallenen Adam geerbt haben. Die Evangelikalen haben nur eine Vorstellung von den Heilsgütern, die die christliche Kirche tatsächlich hat – Grund: Die Evangelikalen verleugnen die sakramentale Taufe, durch die aus purem Wissen überwindender Glaube wird; durch die sakramentale Taufe kommen wir wirklich in Besitz der christlichen Heilgüter und träumen nicht nur davon. Die Taufe beseitigt das Problem des sündigen Fleisches, das dem so im Wege steht, der gerne glauben möchte bzw. vom reinen Wissen zum überwindenden Glauben gelangen möchte.

 

Ergänzung

Weder katholische Priester noch evangelische Pfarrer, noch evangelikale „Geistliche“ können wirklich gläubig sein, solange sie in ihrer Kirche bzw. Religionsgemeinschaft bleiben. Wenn die Genannten nicht bereit sind, in die christliche Kirche zu wechseln, können sie nicht gläubig sein bzw. werden.

(die christliche Kirche ist die Gemeinschaft aller Menschen, die aus der Kraft ihrer sakramentalen Taufe Jesus nachfolgen – sie haben den überwindenden Glauben, der die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit bewirkt)

Selbst wenn katholische Priester, evangelische Pfarrer oder evangelikale „Geistliche“ heute, was eigentlich unmöglich ist, das Evangelium nach allen oben genannten Regeln der Kunst verkünden würden – wie Jesus selbst -, wäre doch all ihr Unterfangen nichtig.

Warum?

Wollte heute ein katholischer Priester, ein evangelischer Pfarrer oder ein evangelikaler „Geistlicher“ von Herzen gläubig sein und das reine Evangelium verkünden, dann müsste er zuerst seine angestammte Kirche verlassen, bevor seine Verkündigung des Evangeliums akzeptabel wäre.

Kurz gesagt: Es geht nicht, dass einer von den oben genannten Geistlichen in seiner Kirche bleibt und gleichzeitig das reine Evangelium verkündet. Seine richtige Verkündigung würde nullifiziert durch seine Feigheit, seine angestammte Kirche nicht verlassen zu wollen und zur christlichen Kirche zu wechseln.

Würde heute ein katholischer Priester, evangelischer Pfarrer oder evangelikaler „Geistlicher“ von Herzen gläubig werden bzw. werden wollen, dann wäre der erste Schritt, seine angestammte Kirche zu verlassen, denn sowohl die katholische Kirche als auch die evangelische Kirche, als auch die Evangelikalen sind vom reinen Glauben an Jesus abgefallen. Erst im zweiten Schritt könnte er dann das reine Evangelium verkündigen.

„Extra ecclesiam nulla salus (außerhalb der Kirche gibt es kein Heil)“.

 

Siehe auch:

Dietrich Bonhoeffer und der Papst

Zunächst, wer war Dietrich Bonhoeffer?

Bonhoeffer war wahrscheinlich der begabteste Theologe, der seit Martin Luther gelebt hat.  Bonhoeffer studierte an der Friedrich-Wilhelm-Universität (heute Humboldt-Universität) in Berlin. Bonhoeffer gehörte zu den Begabtesten des wissenschaftlichen Nachwuchses an der theologischen Fakultät. Bonhoeffer entschied sich jedoch nicht für die wissenschaftliche Laufbahn, sondern wurde evangelischer Pfarrer (er war Pfarrer der altpreußischen Union).

Bonhoeffer war nicht nur ein Spitzentheologe, sondern auch ein frommer Christ. Bonhoeffer praktizierte tatsächlich, was er predigte (diese Art Pfarrer ist heute wahrscheinlich längst ausgestorben). Lesen Sie doch mal Eberhard Bethge’s Biographie über Bonhoeffer.

Bonhoeffer’s ursprüngliche Absicht war es, die evangelische Kirche (früher DEK, heute EKD) zu reformieren. Leider platzte unglücklicherweise der Nationalsozialismus dazwischen. Die bekennende Kirche (eine sozusagen reformierte, evangelische Kirche mit allzu kurzer Lebensdauer), der sich Bonhoeffer anschloß, ging leider nach dem Dritten Reich unter. Die bekennende Kirche war die rechtmäßige (mit „rechtmäßig“ meine ich: von Gott anerkannt), protestantische Kirche in Deutschland während des Dritten Reiches (die bekennende Kirche widersetzte sich Nazi-Staat und Nazi-Kirche).  Im Gegensatz zur bekennenden Kirche verhielt sich die DEK opportun gegenüber den Nazis und unterstützte sie. Die DEK muß als antichristlich bezeichnet werden, denn sie hatte nichts mehr gemein mit den Vorstellungen Jesu Christi über seine Kirche bzw. verhielt sich konträr dazu. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die bekennende Kirche und die DEK in der EKD zusammengefaßt (ein historischer Mißgriff). Leider konnten sich in der EKD nach dem 2. Weltkrieg reaktionäre Kräfte durchsetzen und der Einfluß der ehemaligen Glieder der bekennenden Kirche verschwand. So blieb die EKD unreformiert.

Bonhoeffer war ein Reformator auf Augenhöhe mit Martin Luther. Nur aufgrund ungünstiger, geschichtlicher Umstände erlangte er nicht den Bekanntheitsgrad Luthers.

Warum erzähle ich das? Ich will zum Ausdruck bringen, daß Bonhoeffer nicht ein Irgendjemand (nobody) war, sondern eine Kapazität. Bonhoeffer war ein sprichwörtlicher Gelehrter. Er war auf einer Ebene mit Paulus, Augustinus und Luther.

Wer Aussagen Bonhoeffers anzweifelt, muß Beweise bringen (Schriftbeweis). Aufgrund Bonhoeffer’s Lehrautorität ist es nicht erlaubt, einfach Aussagen, die er gemacht hat, für nichtig oder nicht relevant zu erklären. Vor Bonhoeffer muß man sich zunächst mal klein machen. Wer sich vielleicht zwanzig oder dreißig Jahre mit ihm beschäftigt hat, der mag dann auch eigene Theorien aufstellen.

Bonhoeffer hat das Papsttum verworfen!!!

Während des Dritten Reiches standen Einzelne, Gemeinden und Pfarrer vor der Entscheidung, sich der Bekennenden Kirche anzuschließen oder sich der Reichskirchenregierung (Nazi-Kirche)  zu unterwerfen. Damals gab es Pfarrer, Gemeinden und Einzelne, die argumentierten: „Solange wir vor Ort in unseren lokalen Gemeinden das reine Evangelium predigen, gehören wir zur wahren, weltweiten Kirche Jesu Christi  (christliche Kirche), unbeschadet davon, dass wir uns „formal“ der Reichskirchenregierung unterwerfen.“

Bonhoeffer hat diese Argumentation verworfen. Bekannt wurde sein Ausspruch: „Extra ecclesiam nulla salus (außerhalb der Kirche gibt es kein Heil)“. In der Situation des Angriffes einer antichristlichen Kirche auf die christliche Kirche gibt es nur eine heilige Handlung, nämlich die antichristliche Kirche zu verlassen und sich der christlichen Kirche anzuschließen. Eine dem Wortlaut nach korrekte Verkündigung des Evangeliums innerhalb einer antichristlichen Gesamtkirche wird annulliert durch die Feigheit des Pfarrers und der lokalen Gemeinde sich nicht zu Jesus Christus öffentlich zu bekennen durch Wechsel von der feindlichen Kirche in die christliche Kirche. Der „Dauerfeind“ der christlichen Kirche ist die römische Kirche. Für Bonhoeffer kam eine Unterwerfung unter den Papst einer Unterwerfung unter die Leitung der Nazi-Kirche gleich.

Sie können das nachlesen im Band 14 der DietrichBonhoefferWerke (DBW) „Illegale Theologenausbildung in Finkenwalde 1935-1937“, Bonhoeffers Aufsatz über Kirchengemeinschaft:

Schlagen Sie doch mal die Seiten 677 und 678 des Bandes auf, denn da können Sie das Folgende lesen:

„Wie aber, wenn nun in einer einzelnen Gemeinde der römischen Kirche oder der Reichskirche (Nazi-Kirche) das Evangelium lauter verkündigt würde? Ist dann nicht auch dort die wahre Kirche? (Antwort:) Es gibt keine lautere Verkündigung des Evangeliums unabhängig von der Gesamtkirche. Und wenn einer das Evangelium so lauter verkündigt wie der Apostel Paulus und er wäre dem Papst oder der Reichskirchenregierung gehorsam, so wäre er ein Irrlehrer und ein Verführer der Gemeinde.“

Übrigens ist das Problem des Papsttums ein prinzipielles. Es geht nicht um das praktische Verhalten der römischen Kirche, sondern um ihre Struktur: Jesus Christus will das Haupt der allgemeinen, christlichen Kirche sein. Dieses Amt hat der Papst Christus gestohlen. Somit ist das Papsttum verwerflich, mag sich die römische Kirche auch noch so freundlich gebärden.

Heil gibt es nur in der Kirche, die wirklich von Christus regiert wird! Extra ecclesiam nulla salus!

Hinweis:

Was war eigentlich die „Bekennende Kirche“?

In der Zeit, als die Nazis die Macht ergriffen, gab es in Deutschland ähnlich wie heute Landeskirchen, die in der DEK (Deutsche Evangelische Kirche) zusammengeschlossen waren. Die DEK wurde vor die Entscheidung gestellt, sich für Christus und gegen die Nazis oder für die Nazis und gegen Christus zu entscheiden. Ein Teil der Einzelpersonen, Pfarrer und Gemeinden der DEK wollte sich nicht von den Nazis beherrschen lassen. Dieser Teil der DEK schloß sich zur „Bekennenden Kirche“ zusammen, die eine eigene Kirchenleitung und sogar einen eigenen Mitgliedsausweis hatte. Die Bekennende Kirche war also keine Freikirche, sondern der Teil der traditionellen evangelischen Kirche, der Christus treu blieb trotz des Drucks des Nazi-Regimes. Die in Gottes Augen rechtmäßige, protestantische Kirche während des Dritten Reiches war die Bekennende Kirche. Der Teil der DEK, der sich den Nazis unterordnete, hatte sich damit von Christus geschieden, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollten.

 

 

Weiter empfehlenswert:

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2 Antworten zu Gleichnis vom verlorenen Schaf – Auslegung Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 1-7

  1. alfredbsch schreibt:

    Was Sie über die Hl. römisch-katholische Kirche schreiben, stimmt nicht. Leider gibt es in ihr und auch in ihrer Hierarchie Sünder, weil die zwei einzigen sündenlosen Menschen eben Jesus Selbst und durch Seine Gnade auch Maria, die Mutter Jesu waren. Die römisch-katholische Kirche ist die einzige, die zum Heil führt. Jeder gläubige Geistliche in ihr, möchte die Seelen retten, denn dazu, für die Sünder hat Jesus das Sakrament der Beichte, Seiner Sündenvergebung der Kirche geschenkt. Kein Mensch kann nach seiner sakramentalen Taufe ohne Sünden bleiben, aber Jesus ist immer wieder bereit, uns unsere Sünden zu vergeben, Sehr wohl legt der katholische Geistliche den bekennenden Sündern eine Buße auf. Informieren Sie sich bitte und schreiben Sie nichts Falsches über die katholische Kirche – dazu wünsche ich Ihnen die helfende Gnade Gottes und Seinen Segen.
    Gabriele Czempiel

    • Alles, was ich über die römisch-katholische Kirche schreibe, stimmt. Sehr, sehr viele Katholiken sind noch ganz in ihren Sünden, weil sie nicht auf das Taufheil (vermittelt durch die Kindertaufe) setzen, sondern auf die Eucharistie (eine antichristliche Verzerrung des heiligen Abendmahls) und (katholische) gute Werke. Katholische Geistliche sind extreme Sünder, weil sie nicht nur durch Taten sündigen, sondern durch ihre Predigten auch Menschen verführen. Jesus war aufgrund seiner übernatürlichen Empfängnis sündlos (der Leib Jesu war eine Neuschöpfung Gottes und entstand ohne Beteiligung einer Eizelle und ohne Beteiligung von Samen). Maria war nicht sündlos, da sie aus einer Eizelle ihrer Mutter und Samen ihres Vaters „entstand“. Jeder wirkliche Christ kann zwar nicht sündlos werden wie Jesus Christus, aber sich doch durch die Kraft der Taufe (die befreiende Kraft von Jesu Tod und Auferstehung – wir sind durch die Taufe der Sünde abgestorben und in Christus) wesentlich stärker bessern als ein Katholik, der sein Taufheil nicht achtet, indem er auf Eucharistie und gute Werke setzt. Nicht in der römisch-katholischen Kirche gibt es Heil, sondern in der allgemeinen, christlichen Kirche, deren Haupt nicht der Papst, sondern Jesus Christus ist. Ein römisch-katholischer Geistlicher kann nicht wirklich gläubig sein. Würde ein katholischer Geistlicher zum wahren Glauben finden, würde er die römisch-katholische Kirche sofort verlassen. Jeder wahre Christ beichtet regelmäßig und betrachtet die Beichte als sehr großen Segen. Durch die Beichte wird man frei von Bindungen und findet wahre Vergebung. Das Auflegen einer Buße neben der Beichte ist römisch-katholischer Unsinn und völlig überflüssig.

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