Israel, gib mir dein Herz!

Angriff auf Deutschland mit tief-frequenten Tönen; Brummtöne treiben uns in den Wahnsinn

 

Bayerisches Fernsehen; TV – Totale Verblödung

(ich stimme nicht in allem mit Kilez More überein, aber seine Kritik am TV, die er durch seinen Rap, den man auf dem obigen Video sehen und hören kann, zum Ausdruck bringt, ist sicher nicht ganz unberechtigt; „drück‘ also den kleinen roten Knopf, dann wird es einfach so gestoppt“)

Neues aus dem Vatikan; Papst Johannes Paul II. hatte eine Beziehung mit einer verheirateten (!) Frau – das ist die Vernichtung der römisch-katholischen Kirche und des Zölibats

 

Hinweis zum Starten der YouTube-Videos, oben:

Es kann passieren, daß nach dem Anklicken des Startpfeils auf dem YouTube-Bildschirm das Video nicht startet und das Folgende angezeigt wird:

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Klicken Sie dann einfach “YouTube” auf dem YouTube-Bildschirm rechts unten an, um das Video zu starten:

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Wenn nach Anklicken von YouTube das Video immer noch nicht startet, dann müssen Sie in der Explorerleiste auf “Aktualisieren” klicken (eventuell mehrmals) – dann könnte es funktionieren:

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Katastrophale Trockenheit in Süddeutschland; Stand 4. November 2015:

trockenheit

(aktueller Stand, siehe http://www.ufz.de/index.php?de=33328)

(siehe auch Bayern vertrocknet – Bäume sterben und am Ende auch der Mensch)

Der November 2015 war zwar relativ feucht, sodaß die oberen Bodenschichten größtenteils nicht mehr trocken sind, aber in den tieferen Bodenschichten haben wir immer noch eine katastrophale Trockenheit; Stand 4. Dezember 2015:

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Der Dezember 2015 war in Süddeutschland ziemlich niederschlagsarm. Wir schleppen also die Trockenheit 2015 mit ins neue Jahr 2016. Ich glaube, das gab es in Deutschland bisher selten, daß eine Trockenheit bis Ende Dezember des betreffenden Jahres noch nicht durch Niederschläge beendet worden ist – sicherlich außergewöhnlich; Stand 30. Dezember 2015:

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Wenn es 2016 auch so wenig regnet wie 2015, dann wird sich das auf die Bodentrockenheit, die wir noch von 2015 mitschleppen, aufaddieren – dies würde sicherlich katastrophale Folgen für Grundwasser (Trinkwasserversorgung), Wälder, Flüsse, etc. haben. Es wird also langsam Zeit Buße zu tun und zu beten.

2016

Der Januar 2016 war ziemlich feucht. Vielleicht geht die Dürre bzw. Trockenheit, die wir seit dem Frühjahr 2015 haben, jetzt doch zu Ende. Natürlich werden wieder nur sehr Wenige auf die Idee kommen, Gott zu danken für seine Geduld und Güte, falls die Dürre tatsächlich zu Ende geht und dann schickt er vielleicht bald eine neue oder Krieg oder eine Seuche (Pest, Pocken und dergleichen). Wir sollten nicht wähnen, daß ihm die fortschreitende Legalisierung sexueller Sünden, insbesondere der Homosexualität, im Westen völlig egal ist – im Gegenteil, er wird über kurz oder lang seinen äußersten Unmut über diesen Missstand zum Ausdruck bringen. Übrigens ist trotz der Feuchtigkeit, die Gott uns im Januar 2016 geschenkt hat, der Boden in tieferen Schichten immer noch sehr trocken, was zeigt, wie unvorstellbar trocken und heiß es 2015 war; Stand 4. Februar 2016:

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Stand 4. März 2016:

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Zum Thema Israel:

Es gibt wohl kaum einen anderen Staat auf der Welt, der militärisch so bedroht ist wie Israel. Die Lage Israels entspricht der eines Dorfes am Fuße eines Vulkans, der unmit-telbar vor dem Ausbruch steht.

Israel ist wahrscheinlich in einer Lage, in der Menschen nicht mehr helfen können. Über kurz oder lang wird nur noch der Allmächtige Israel helfen können.

Grundsätzlich haben alle Menschen, Völker und Nationen die Möglichkeit zu Gott zu beten und es kann sogar sein, daß er solche Gebete erhört.

(bitte lesen Sie auch den Artikel über Evangelikale, ganz unten auf dieser Seite)
(lesen Sie auch glaubereal.wordpress.com/aktuell: „Trockenheit und Dürre in Bayern und Deutschland„)
(empfehlenswert, „Das wahre Gesicht des Islam„)
(weiter empfehlenswert, Predigt von Dietrich Bonhoeffer: „Ich bin der Herr, dein Arzt„)
(außerdem, Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 11, Verse 1-14)
(Alarm: EKD ist keine christliche Kirche mehr; Taufe nicht mehr gültig)
(Hilfe, keine wahre Kirche mehr da!)

Momentan beten sicherlich orthodoxe Juden um Schutz vor islamischen Aggressoren, auf der anderen Seite beten die Muslime um Hilfe im heiligen Krieg gegen das ihnen verhasste Israel.

Es stellt sich nun die Frage: „Für wen soll sich Gott entscheiden; wem soll er helfen?“ Gott scheint sich in einer Zwickmühle (Dilemma) zu befinden.

Aus der Sicht der Christlichen Kirche ist es so, daß sowohl Israel als auch die muslimischen Staaten sich außerhalb des Reiches Gottes befinden. Weder die Juden noch die Muslime glauben an Jesus, den fleischgewordenen Sohn Gottes, der für uns starb und auferstand. Diesen Jesus hat Gott mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt und er ist nun der Herrscher des Universums.

Die Bündnisse Gottes mit Israel aus dem Alten Testament sind weiterhin gültig. Alle seine alttestamentlichen Verheißungen an Israel wollte Gott erfüllen durch seinen Sohn Jesus Christus (Jesus von Nazareth). Da aber Israel als Volk Jesus von Nazareth verworfen hat, hat es sich selbst ausgeschlossen vom Reich Gottes, wo Gott durch Jesus regiert.

Israel hält weiterhin fest am Gesetzes-Judentum, eine Religion, die der Gott Israels nie verordnet hat. Die Juden sind z. B. stolz auf ihre biologische Abstammung von Abraham („Abraham unser Vater“), ihre Beschneidung (Beschneidung des männlichen Gliedes; sie entweihen die Beschneidung, die eigentlich ein Zeichen des Glaubens Abrahams sein soll und machen ein Gesetzeswerk daraus), das bloße Haben des Gesetzes, etc. Die jüdischen Führer zur Zeit Jesu und der Apostel hielten fest an einem äußerlichen Gottesdienst: Sie beteten, fasteten und gaben Almosen, um von den Menschen gesehen und geehrt zu werden. Sie richteten auch die gewöhnlichen Juden ziemlich strenge nach dem Gesetz ohne es selbst zu halten. Sie maßten sich an geistliche Leiter (Rabbi, Vater, Lehrer, Erzieher, Leiter) zu sein, wollten als solche geehrt werden, obwohl sie mit ihrer Lehre völlig daneben lagen. Sie schworen Meineide (weil sie das Volk so strenge richteten, ihm keinen Erlöser verkündigten, gab Gott sie dahin und sie mußten selbst in den Sünden leben, die sie bei anderen richteten, was sie natürlich ständig unter Meineid ableugneten). Kurz gesagt, sie waren religiöse Heuchler.

Besonders fanatisch war auch ihre Sabbatheiligung. Sie verstanden überhaupt nicht, was der tiefere Sinn des Sabbats war. Als Jesus am Sabbat Kranke heilte, verklagten sie ihn und wollten ihn umbringen. Dabei war gerade die Heilung eines Kranken der allerbeste Gottesdienst, genau das, was man am Sabbat tun sollte. Die Heilungen gingen sicherlich auch häufig einher mit der Vergebung der Sünden und Erlösung des Sünders, und genau das hätten die jüdischen Führer so dringend gebraucht, die Jesus so scharf kritisierten. Die Juden hatten einen Götzen aus dem Gesetz gemacht, indem sie es dem Buchstaben nach hielten. Sie waren so in diesem Götzendienst gefangen und verblendet, daß sie ihren Gott, den Gott Israels, der in der Person Jesu erschienen war, nicht erkannten.

Römerbrief 2, 17-29

Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt? 27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Bevor der Apostel Paulus zum Christentum konvertierte, war er ein äußerst strenger Jude gewesen. Nach seiner Bekehrung mußte er aber dennoch zugeben, daß sein Befinden äußerst schlecht war, solange er sich unter dem Gesetz befand (vor der Bekehrung). Der alte Paulus (Saulus) wurde durchs Gesetz sogar angeregt zum Sündigen: „Die Sünde nahm Anlaß am Gebot“, Röm. 7.

Aber das ist gerade der Sinn des Gesetzes, die Sünde als überaus sündig erscheinen zu lassen. Seit dem Fall Adams, ist der Mensch unter die Sünde verkauft, und daß das wahr ist, wird besonders deutlich dadurch, daß Gesetze uns nicht abhalten vom Sündigen, sondern erst recht zum Sündigen reizen („verbotene Früchte schmecken gut“).

Das Gesetz zeigt mir (vor der Bekehrung) also ganz klar und deutlich, daß ich mich nicht in einem Heilsstand bzw. seligen Stande befinde, denn wenn ich in einem seligen Stande wäre, dann würde ich ein Leben führen in Liebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt wäre.

Gibt es da noch einen Ausweg, für Juden und für Heiden?

Gott hat tatsächlich einen Ausweg gefunden: Er vernichtet unsere alte Existenz in der Sünde, und im gleichen Moment erweckt er uns auf, gibt uns neues Leben, ein Leben der Nächstenliebe und der Gottesliebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Das ist die sakramentale Taufe (einschließlich Säuglingstaufe). Selten hat man bisher gehört, daß einer bei der Taufe tatsächlich gestorben sei, aber ständig redet Paulus davon, daß wir bei der Taufe sterben. Der Witz ist, daß wir im gleichen Moment, wo wir sterben, auch wieder neues Leben empfangen, alles passiert in einem Nu. So sterben wir ganz unbewußt. Unser alter Mensch, der zwanghaft sündigen mußte, wird für tot erklärt (deklariert) und gleichzeitig empfangen wir den heiligen Geist, der unser neues Leben ist. Unser Leib in sich selbst ist nach der Taufe genauso sündig wie vorher. Daß wir der Sünde abgestorben sind und in Christus sind, müssen wir täglich im Glauben neu ergreifen – so überwinden wir unseren sündigen Leib und lieben Gott und unseren Nächsten.

Röm. 6, 4

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Röm. 8, 11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Galater 2, 20

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Jeder Mensch also, der nicht an Jesus glaubt und getauft ist, der ist nicht in Einklang mit Gott, hat nicht Gottes Wohlgefallen. Das gilt auch für die Juden. Es ist klar, daß der größte Teil der Menschheit nicht an Jesus glaubt, und somit nicht im Einklang mit Gott ist. Es besteht kein Vorrecht auf Gottes Schutz. Irgendwie wird Gott in seinem Regiment einen Ausgleich zwischen den Völkern schaffen. Sicherlich wird er einen Unterschied machen zwischen Staaten, die das Christentum tolerieren und Staaten, die es bekämpfen. Aber auch ein Staat, der das Christentum toleriert, hat keinen Anspruch auf absoluten Schutz, da ja nicht alle Bürger des Staates christlich sind, sondern es ist eine Mischung aus christlichen und säkularen Menschen.

Interessant ist, daß in der Bibel steht (Römer 11), daß am Ende der Zeit ganz Israel gläubig werden wird. Das wäre etwas in der Geschichte der Menschheit außergewöhnliches, daß ein Volk geschlossen das Evangelium annimmt, das gab es bisher wahrscheinlich noch nicht. Ein Volk aber, das komplett das Evangelium annimmt, ist nichts anderes als eine Kirche, da fallen Kirche und Staat zusammen. Solch ein Volk hat alle Rechte der Kirche auf den Schutz, die Bewahrung und die Fürsorge Gottes.

Römerbrief 11, 25-32

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,1 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

2. Korinther 3, 14-17

Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

Wenn Israel jetzt diesen Schritt tun würde, daß es Jesus von Nazareth als Messias annimmt, dann würde Gott ihm auch eine bevorzugte Stellung unter den Völkern geben und er würde auch Krieg für sie führen. Gott führt die Rechtssachen jedes einzelnen Christen, also wird er auch die Rechtssachen eines ganzen Volkes führen, das ihm gehört, das seinen Wohlgefallen hat. Vielleicht hat Gott sein Volk in diese Not geführt, um sie zu erziehen. Mögen sie sich doch in die Obhut ihres alten Gottes begeben.

5. Mose 30, 1-10

Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen. 8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, dass dir’s zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Wie geschieht die Beschneidung des Herzens?

Hesekiel 36, 24-29

Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, 25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein. 29 Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen lassen.

Das ist nichts anderes als die sakramentale Taufe.

Evangelium für Israel:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb. Er bietet uns an, in uns zu leben, um unser Leben gerechter zu machen.

Wer dieses Evanglium glaubt und sakramental getauft wird, der hat die Vergebung der Sünden und empfängt Kraft ein Leben zu führen, das von Gottesliebe und Nächstenliebe geprägt ist. Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Unser Leib bleibt sündig trotz der Taufe. Täglich müssen wir uns unserer Taufe bzw. des Opfers Jesu im Glauben erinnern und glauben, daß wir der Sünde abgestorben sind und Jesus in uns wohnt, der die Liebe ist. Durch diese Heilstatsachen überwinden wir unser selbstsüchtiges Fleisch und üben praktische Nächstenliebe. Je mehr wir Liebe üben, desto mehr wird Gott uns unser Heil bestätigen, uns die Freude des Heils vermehren. Der Glaube, der durch die Liebe tätig ist, wird uns zur Gerechtigkeit gerechnet. Am Anfang unseres Glaubenslebens schenkt uns Gott den Glauben und den Heiligen Geist. Der Geist möchte Nächstenliebe bewirken. Dem Geist Raum geben und Nächstenliebe üben ist praktisch das gleiche. Üben wir Liebe, bleiben wir im Glauben – Gott wird Zeugnis geben, daß er Wohlgefallen an uns hat.

Siehe auch:

Abraham und das Judentum

Abraham und sein Glaube

Beschneidung 1

Beschneidung 2

Darf ein Gläubiger Schweinefleisch essen?

Antisemitismus

Pesach

Königin Esther, Mordechai und Haman – oder Purim und der Holocaust

Evangelikale:

Nur im Zusammenhang mit meiner Website sollen unter „Evangelikale“ Gruppen verstanden werden, die die sogenannte Wiedertaufe praktizieren.

Was bedeutet „Wiedertaufe“?

Auch heute noch ist ein Großteil aller Deutschen sakramental getauft bzw. wurde als Säugling getauft, das nennt  man einfach auch Kindertaufe. Will nun ein Deutscher, der bereits als Kind getauft wurde, festes Mitglied einer evangelikalen Gruppe werden, dann wird von ihm verlangt, daß er sich nochmals taufen läßt. Diese zweite Taufe ist die sogenannte Wiedertaufe.

Nicht selten mag es vorkommen, daß sich Evangelikale damit brüsten, sie seien so bibel-treu und hielten die Bibel für das irrtumsfreie Wort Gottes.

Nun, die Bibel ist tatsächlich das irrtumsfreie Wort Gottes – nur, leider, wird sie von den Evangelikalen völlig falsch ausgelegt.

Vom Befund des Neuen Testamentes (ein Teil der Bibel) her ist es so, daß die Wiedertaufe verworfen bzw. abgelehnt werden muß. Evangelikal ausgedrückt: „Die Wiedertaufe ist nicht biblisch!“

Die richtige Taufe gemäß des biblischen Befundes ist die sakramentale Taufe, die ggf. auch eine Kindertaufe bzw. Säuglingstaufe sein kann.

Hier müssen wir kurz auf die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche zu sprechen kommen. Diese beiden Kirchen mißbrauchen die sakramentale Taufe, indem sie Kinder aus nicht-frommen Elternhäusern taufen; noch dazu sind der Geistliche und die Kirchengemeinde auch nicht fromm. Die Kindertaufe wäre dann angebracht, wenn das Kind aus einem wirklich frommen Umfeld käme, wo man davon ausgehen könnte, daß der Heilige Geist das Wunder wirkt, daß ein Säugling schon glauben kann.

Ist die Kindertaufe der beiden Großkirchen ungültig, weil sie Kinder taufen, die noch keinen Glauben haben?

Nein, dies ist nicht der Fall. Obwohl die beiden Großkirchen die Kindertaufe mißbrauchen, ist sie dennoch gültig, denn obwohl regelmäßig der Glaube der Taufe voreilen sollte, geht doch aus dem Neuen Testament hervor, daß er notfalls auch nacheilen kann.

Eine weitere große Misere ist es, daß die Großkirchen nicht mehr das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus verkünden, was eine apokalyptische Katastrophe ist. Sie sind auch nicht in der Lage den  geistlichen Zusammenhang zwischen Taufe und Leben als Christ herzustellen: Die Taufe ist nämlich kein Freifahrschein in den Himmel, sondern sie verbindet uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung, durch die wir unsere sündigen Neigungen überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben können. Nur wenn wir täglich die Kraft der Taufe anwenden, was eine freie Willensentscheidung ist, dann werden wir am Jüngsten Tag durchkommen und ewiges Leben ererben.

(Was ist eigentlich das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus? Das ist die Botschaft davon, daß Jesus unsere Sünde getragen hat, als er am Kreuz für uns starb und er lebt, um uns zu heiligen; das müssen wir einfach für wahr halten; durch die Taufe werden wir metaphysich mit Jesu Tod und Auferstehung verbunden: Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wobei allerdings unser Leib sündig bleibt in sich selbst; täglich müssen wir nun durch die Kraft der Taufe, eben daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind zusammen mit Jesus, die sündigen Neigungen unseres Leibes, sprich unsere alten Gewohnheiten, überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben; das ist das volle Evangelium von Jesus)

Halten wir also fest: Die Kindertaufe ist gut in sich selbst, wird aber von den Groß-kirchen missbraucht.

Einige Glieder der Großkirchen werden als Erwachsene „erweckt“ – was nun? Soll man sie wiedertaufen?

Nein, um Gottes willen nicht wiedertaufen!!!

Was dann?

Diese Erweckten müssen einfach darüber aufgeklärt werden, was die sakramentale Taufe bzw. die Kindertaufe ist. Ich habe es oben schon ausgeführt. Eine Erklärung in anderen Worten, mit anderen Begriffen, wäre auch, zu sagen: Die Taufe ist ein Ruf in die Nachfolge Jesu und der Ruf selbst gibt uns die Kraft nachzufolgen trotz unserer sündigen Natur, die wir biologisch vom gefallenen, degenerierten Adam geerbt haben. Der Katholik oder Protestant, der erst als Erwachsener eine bewußte Glaubensentscheidung trifft, soll sich also keinefalls nochmals taufen lassen, sondern sich auf seine Kindertaufe beziehen und aus der Kraft dieser Taufe Jesus nachfolgen im Alltag und am Sonntag, also immer, egal ob er schläft oder wacht.

Zurück zu den Evangelikalen.

Die Evangelikalen missinterpretieren das Neue Testament, wie folgt:

Für sie gibt es eine sogenannte Wiedergeburt, wobei sie allerdings nicht in der Lage sind, genau zu definieren, was das eigentlich sein soll. Es scheint nicht viel mehr zu sein, als daß einer traurig ist über seine Sünden und das Evangelium für wahr hält. Die sakramentale Taufe bzw. Kindertaufe erklären sie für ungültig: Da ein Säugling nicht glauben könne, sei die Kindertaufe ungültig. Für sie ist die zweite Taufe, also die Taufe des erweckten Menschen, die gültige Taufe, wobei sie der Taufe (zweite Taufe) keine metaphysische Kraft beimessen, sondern sagen, sie folge auf die bereits erfolgte Wiedergeburt und sei nur ein Gehorsamsakt und ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Die Taufe (die zweite) sei auch ein rein symbolischer Akt, bei dem Gott nicht handle.

(übrigens ist, sage ich, die sakramentale Taufe in Verbindung mit Buße und Glauben die „Neue Geburt aus Wasser und Geist“, von der Jesus im Johannesevangelium redet; Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen; bei der wahren Lehre gemäß des biblischen Befundes wird also die Neue Geburt ganz klar definiert und ist nichts Obskures)

Jetzt kommt das eigentlich Schlimme:

Der Protestant oder Katholik, der durch eine evangelikale Gruppe wiedergetauft wird, wird dadurch völlig von seiner Kindertaufe abgebracht, die allein ihm dazu verhelfen könnte, als Christ im Alltag und am Sonntag zu leben. Dies ist in gewisser Weise eine Zerstörung der sakramentalen Taufe, der Gabe Gottes. Die Evangelikalen zerstören also ein Werk bzw. eine Gabe Gottes, was schlicht und einfach kriminell ist. Der Staat ist nur zu dumm, um das zu richten, aber es gehört gerichtet und vor den Richter. Amen.

Lieber Leser, sind Sie wiedergetauft?

Dann sagen Sie sich sofort von Ihrer Wiedertaufe los und beziehen Sie sich (wieder) auf Ihre teure (kostbare) Kindertaufe. Nur durch Ihre Kindertaufe vermögen Sie das christ-liche Leben zu leben und wenn Sie es tatsächlich leben, werden Sie in die Herrlichkeit des Sohnes Gottes eingehen. Ich wiederhole: Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel!

(wenn wir Jesu Opfer am Kreuz wertschätzen durch permanenten Glaubenskampf im Alltag, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben; das ist die teure Gnade)

Schlussfolgerung:

Da die Evangelikalen die Kindertaufe, ein großes Werk Gottes am Menschen, zerstören, sind sie aus der allgemeinen, christlichen Kirche ausgeschlossen.

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über gewöhnliche Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr, Jesus, und führe sie heraus zur wahren, christlichen Kirche.

Natürlich wird hiermit auch die ganze evangelikale Lehre von „ihrer“ Wiedergeburt, Wiedertaufe (sie selbst nennen die Wiedertaufe allerdings Taufe), etc. verworfen.

Die evangelikale Lehre ist gefährlicher als der Katholizismus, der Billige-Gnade-Protestan-tismus, der Islam, der Buddhismus, Hinduismus, etc.

Warum?

Nichts sieht der wahren Lehre ähnlicher als die evangelikale Lehre. Ihr Vokabular, ihr Lebensstil, ihr Taufen, ihr Brotbrechen, ihre Gemeinschaft, etc. – alles sieht der wahren Kirche täuschend ähnlich. Dies ist wirklich teuflisch bzw. eine teuflische Falle.

Sie reden auch so gerne von Jesus, aber ich sage, sie haben nicht den wirklichen, sakralen Jesus, sondern nur ein Bild, eine eigene Vorstellung, von ihm. Wenn Sie, lieber Leser, nur Bilder hätten von den Waren, die Sie bei Aldi eingekauft haben, dann sähen Sie ganz schön alt aus – hab‘ ich nicht recht?

Das Christentum ist schon schwer genug, wenn man wirklich glaubt. Wenn nun einer versucht, Jesus nachzufolgen, ohne Jesus wirklich zu haben mit seiner befreienden Kraft, dann muß das in der Katastrophe enden und in völliger Verzweiflung bis hin zum Selbstmord.

Die Verwerfung des römisch-katholischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre und die Verwerfung des evangelischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre wird hiermit bekräftigt.

Was soll ich erwählen, Pest oder Cholera, katholische- und evangelische Kirche oder Evangelikale?

(Verfluchte) Evangelikale:

Evangelikale Irrlehrer (Ketzer, Häretiker):

  • Wolfgang Arenz (Schweinfurt/Dittelbrunn)
  • Manfred Herbst (Schweinfurt/Niederwerrn)
  • Alois Böck (München)
  • Ralph Domke (München)
  • Martin Heide (Marburg)
  • Wolfgang Bühne (Meinerzhagen)
  • Fred Colvin (Henndorf/Österreich)
  • Andreas Lindner (Piding)
  • Benedikt Peters (Arbon/Schweiz)
  • Alois Wagner  (vermutlich München)
  • Roger Liebi (Schweiz)
  • Joel Osteen (USA)
  • Werner Gitt (Braunschweig)
  • Jean Gibson (2006 verstorben)
  • William MacDonald (2007 verstorben)
  • Reinhard Bonnke (Frankfurt)
  • Rick Warren (Rancho Santa Margarita, California)
  • Billy Graham (USA)
  • Franklin Graham (USA)
  • Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Deutschland)
  • Theodor Friesen (CBG; Christliche Biblische Gemeinde, München)
  • Ulrich Parzany (Kassel)
  • Hartmut Steeb (Stuttgart)
  • Bill Hybels (South Barrington , USA)
  • Johannes Hartl (Augsburg)
  • Professor für Neues Testament, Eckhard J. Schnabel
  • u. v. a. (leider)

Was diese verfluchten Irrlehrer angeht, wiederhole ich das Folgende:

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über die gewöhnlichen Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr und führe sie heraus zur wahren Kirche.

Siehe auch das Folgende:

Die geistliche Katastrophe

Der Untergang Deutschlands

Wissen, was Liebe ist.

Verwerfung des Klerus der etablierten Kirchen und der Leiter der Evangelikalen

Trockenheit in Kalifornien – eine Warnung auch für uns

Die Aufklärung

Ergänzung vom 23.10.2015

Da die EKD ein neues Gottesbild hat, ist die Taufe der EKD nicht mehr gültig; siehe hierzu:

Gibt es eine erlaubte Wiedertaufe?

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Sensation – Juden kannten Rechenschieber mit logarithmierter Skala (1. Könige 7, 23-26) schon zur Zeit der Herrschaft König Salomos

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Der obige Bibelabschnitt aus 1. Könige enthält eine Reihe von Geheimnissen bzw. gibt uns einige Rätsel auf. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die alten Juden hätten für die Berechnung des Umfanges eines Kreises nicht die Formel U = π * d (Kreisumfang ist gleich π mal Kreisdurchmesser) benutzt, sondern die Formel U = 3 * d. Hätten die Juden damals wirklich die Formel U = 3 * d benutzt statt der Formel U = π * d , dann wären sie auch schon für damalige Verhältnisse extreme Banausen gewesen und hätten den Feinden Gottes Anlass zur Lästerung gegeben, wie strohdumm doch seine Diener seien.

In und durch Jesus Christus, sein herrlicher Name sei gelobt von Ewigkeit zu Ewigkeit, habe ich dieses Problem gelöst und die damaligen Juden sind somit von dem Vorwurf des Banausentums entlastet.

Siehe hierzu (bitte unbedingt anklicken):

Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

Ein weiteres Geheimnis ist (bzw. war), was es mit den zwei Reihen Knoten auf sich hat, die rings um das eherne Meer liefen.

„24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren.“

Nun, um es kurz zu machen, die zwei Reihen Knoten entsprechen einfach zwei festen logarithmierten Skalen eines Rechenschiebers.

(was Sie gerade gelesen haben, ist sensationell, denn es wurde heute am 12.02.2018 erstmals in der Geschichte veröffentlicht – bedenken Sie, daß König Salomo im 10. Jahrhundert vor Christus regierte, was bedeutet, daß mittlerweile sage und schreibe ca. 3000 Jahre vergangen sind, ohne das jemand dieses Geheimnis gelüftet hätte; und jetzt im Jahr 2018 nach Christus, nach so langer Zeit, ist es endlich soweit; und ich gebe Gott die Ehre)

Woher nehme ich das Recht, zu behaupten, jene zwei Reihen von Knoten würden einen Rechenschieber darstellen?

Nun, wenn Sie obigen Bibeltext genau lesen, werden Sie merken, daß darin zweimal die Zahl 10 (zehn) vorkommt. Einmal ist es der im Innenraum (die Gefäßwand zählt zum Innenraum; siehe Anmerkung, unten) des ehernen Meeres gültige Durchmesser und das andere Mal ist es die Anzahl von Knoten je Elle außen auf dem Behälter (siehe Vers 24, oben).

Fällt Ihnen etwas auf?

1 ist der dekadische bzw. Zehnerlogarithmus von 10. Der Durchmesser des Meeres (bei Messung im Innenraum) von zehn (10) Ellen wurde also durch Logarithmieren auf eine (1) Elle (ca. 45 cm) mit zehn Knoten abgebildet. Die Knoten hatten sehr wahrscheinlich die Funktion von Skalenstrichen eines Messstabes. Die Knoten waren allerdings nicht wie die Skalenstriche auf einem normalen Meterstab angeordnet, wie man ihn im Baumarkt kaufen kann, sondern in logarithmischen Abständen.

log10(10) = 1

(den Zehnerlogarithmus einer beliebigen Zahl x kann man einfach auch lg(x) schreiben)

Wenn wir 10 Knoten ab einem bestimmten Start-Knoten auf dem ehernen Meer abzählen, gelangen wir an das Ende der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10), wie wir aus Vers 24 entnehmen können. Das Prinzip des Rechenschiebers ist, daß ich der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10), die Zahl 10 zuordne. Der Wegstrecke 2 (zwei Ellen, lg100) ordne ich die Zahl 100 zu. Wenn man die Logarithmen von den beiden Faktoren eines Produkts a = b * c addiert, erhält man den Logarithmus des Produkts: lga = lgb + lgc. Auf dem Rechenschieber wird also eine Multiplikation zweier  Zahlen durch die Addition ihrer Logarithmen dargestellt. Der Trick ist, daß man eben an die Weckstrecken, die den einzelnen Logarithmen der verschiedenen Zahlen entsprechen, die Zahlen selbst und nicht den log-Wert hinschreibt – hierbei ist man sich natürlich bewußt, daß es sich um zu multiplizierende Zahlen handelt und nicht um zu addierende (addiert werden lediglich die Logarithmen der Zahlen, nicht die Zahlen selbst).

Beispiel:

Berechnung des Produkts 100 * 10

Das wäre die Wegstrecke 2 (zwei Ellen, lg100) addiert mit der Wegstrecke 1 (eine Elle, lg10) – ergibt Weckstrecke 3 (drei Ellen). Dies muß dem Wert 1000 entsprechen (lg1000 = 3). An der Wegstrecke 3 müßte sozusagen 1000 angeschrieben sein, dann könnte man das Produkt direkt ablesen.

Ausführliche Erklärung eines normalen Rechenschiebers, siehe Video:

 

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Beim ehernen Meer war der bewegliche Teil des Rechenschiebers einfach die Schnur, die man ggf. zum Messen des Durchmessers des Meeres verwendet hatte. Man konnte aber durch Abzählen von Knoten auch ohne Schnur rechnen.

Jetzt kommt noch etwas Witziges:

Die zwei Reihen Knoten waren  nicht nur ein Rechenschieber, sondern auch ein einfaches Lineal. Sicherlich kamen oft Pilger aus aller Welt nach Jerusalem, um sich davon zu überzeugen, daß beim ehernen Meeres nicht die Formel U = π * d, sondern U = 3 * d galt (dies setzte voraus, daß man den Durchmesser im Innenraum maß), was ja ein gewaltiges Wunder war, etwas vollkommen Außergewöhnliches. Wenn man den Durchmesser mit einer Schnur abgegriffen hatte, legte man sie an die Knoten an und kam dann auf zehn Ellen (man wußte, daß 91 Knoten einschließlich Startknoten zehn Ellen entsprechen; der mit der Schnur abgegriffene Wert mußte also ganz genau auf den 91. Knoten fallen) ab dem Startpunkt. Hierbei spielte die Logarithmierung keine Rolle (außer dass man pro Elle neun statt zehn Knoten zählen musste). Sicherlich kam ab und zu auch ein hoher Beamter eines Nachbarlandes mit einem Messstab gleich einer Elle, durchmaß die zwei Reihen mit Knoten des ehernen Meeres und fand bestätigt, daß tatsächlich das Weiterzählen um 9 Knoten immer eine Elle ergab (im Bibelabschnitt, oben, wird jeder 9. Knoten doppelt gezählt, weil der Endknoten eines Abschnitts beim Zählen immer gleichzeitig der Anfangsknoten des nächsten Abschnitts ist, sodass man auf 10 Knoten pro Elle kommt). Diese „Eichung“ war wichtig, denn so war jeder etwaige Betrug durch das Tempelpersonal ausgeschlossen. Ein Betrug wäre nach einer einmal erfolgten Eichung ein ziemliches Problem gewesen, da die Knoten beim Guß des Meeres mitgegossen worden waren (siehe Vers 24, oben), wodurch man sie schwerlich verschieben konnte bzw. schwerlich die zwei Skalen manipulieren konnte.

Wäre das Meer nicht übernatürlich gewesen, hätte bei einer Messung des Durchmessers (bei 30 Ellen Umfang) ca. 9,5493 Ellen herauskommen müssen (U/π = 30/3,1415…). Aber mit Hilfe der Knoten konnte sich alle Welt, wenn sie wollte, täglich davon überzeugen, daß hier bei der Messung des Durchmessers 10 Ellen herauskamen (der wirkliche Durchmesser war allerdings tatsächlich ca. 9,5493 Ellen, was aber nur herausgekommen wäre, wenn man von außen im natürlichen, nicht gekrümmten Raum mit einem riesigen Messschieber (Schieblehre) gemessen hätte), was technisch ein enormer Aufwand gewesen wäre. Da man natürlich den Durchmesser der Einfachheit halber immer mit einer Schnur maß, die man so über den Innenraum spannte, daß sie durch den Mittelpunkt des Meeresrundes lief, kamen immer 10 Ellen heraus, da ja der Raum im Innern des Meeres gekrümmt war (die Raumkrümmung im Innern des Meeres war übernatürlich).

Um sich also von dem laufenden Wunder am ehernen Meer zu überzeugen, genügte als Hilfsmittel eine lächerliche kleine Schnur von etwas mehr als 4,5 Metern (10 Ellen) Länge; diese konnte man in einem Beutel mit sich führen. Sicherlich war schon zu jener Zeit eine einfache Schnur auch für arme Menschen erschwinglich, sodass jedermann sich von der Übernatürlichkeit des ehernen Meeres überzeugen konnte.

Wenn man sich nun überzeugt hatte, daß der Abgriff des Durchmessers tatsächlich zehn Ellen auf einer der beiden Knotenskalen war, brauchte man nur von der Stelle lg3 (ca. o,477 Ellen; 3. Knoten) neun Knoten weiterzuzählen und gelangte an Knoten 12; wobei der Startpunkt der Knoten Nr. 1 war, denn bei einer Multiplizierskala entspricht der Punkt lg1 (Faktor = 1; Wegstrecke = 0) dem, was bei einer Addierskala der Punkt Null (Summand = 0; Weckstrecke = 0) wäre. Der Weg am Knoten 12 war lg10+lg3 = lg 30; der Wert des Produkts war 30.

Interessanterweise ist der lgπ ziemlich genau 0,5 (0,4971…); das bedeutet, dass lgπ immer einen Skalenabschnitt mit der Länge einer Elle ziemlich genau halbiert hat. Dieses Maß war sehr leicht zu finden. Wie gesagt, das Maß für lg3 war nur ca. 0,477. Der Knoten an der Stelle mit Wert 30 (Weg lg30) kam also immer ca. 0,9 cm (siehe Hinweis, unten) vor der Stelle mit Wert 31,415… (Weg ca. lg31,416), die, wie gesagt, durch ihre ungefähre Mittellage ausgewiesen war. Kurz gesagt: Dadurch daß der 12. Knoten ca. 0,9 cm vor der ungefähren Mitte des zweiten Skalenabschnitts kam, war auf den ersten Blick zu erkennen, daß dieses eherne Meer übernatürlich war; denn wäre es natürlich gewesen, hätte sein Umfang bei 31, 415… (Weg ca. lg31,416) liegen müssen, was eben ungefähr die Mitte des zweiten Skalenabschnitts ist.

Hinweis: 0,9 cm = (lg31,416 – lg30) * 45 cm (ich nehme für eine Elle 45 cm an)

Haben Sie nun Kopfschmerzen?

Nehmen Sie sich ruhig einige Tage Zeit, um das zu verstehen – es könnte Ihnen sogar zum ewigen Heil gereichen; der Zeitaufwand könnte sich also tatsächlich lohnen.

Anmerkung

Wenn man den Durchmesser des Meeres innen maß (einschließlich Rand), kam man auf ca. 10 Ellen, denn das Messmittel wurde im Raum gekrümmt (das war eben ein Wunder und das Spektakuläre an jenem Meer), das heißt um den Faktor 3/π verkürzt, sodaß der Durchmesser des Meeres π/3-mal größer erscheinen mußte als er wirklich war. Hätte man allerdings den Durchmesser des Meeres von außen kommend gemessen, wären ca. 9,5493 Meter herausgekommen, denn solange ein Messmittel außerhalb des Meeres blieb, wurde es nicht gekrümmt und zeigte den im natürlichen Raum gültigen Wert an. Allerdings hätte man hierzu einen riesigen Messschieber („Schieblehre“) gebraucht, da ja das Meer einen Durchmesser von ca, 4,3 Meter (9,5493 mal 0,45 Meter; von außen kommend gemessen!!!) hatte.

„Alle Klarheiten beseitigt?“

 

© Christliche Kirche, München 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Geheimnis des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) – Sünder werden gerecht durch die Gnade Gottes

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Gestern, am 8. Februar 2018, veröffentlichte ich einen Artikel, der sich mit dem Rätsel um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres zu seinem Durchmesser beschäftigt. Es wurde deutlich, daß das eherne Meer ein übernatürlicher Behälter war, indem tatsächlich die Formel galt: U = 3 * d (der Umfang ist gleich dem dreifachen des Durchmessers). Wie gesagt, das eherne Meer war ein übernatürlicher (wunderbarer) Behälter; in der natürlichen Welt gilt natürlich die Formel U = π * d, wobei π = 3,14159265358979323846264338327950288 . . . . Das eherne Meer war also ein Ort (ein sehr, sehr ungewöhnlicher Ort), wo Krummes gerade wurde, was normalerweise in unserer Welt unmöglich ist. Dies wiederum ist ein Bild auf die Gnade Gottes, die aus Sündern („Krummen“) Gerechte („Gerade“) macht. Jene Gnade, die Krummes gerade macht, findet man heute in der echten, christliche Kirche, die auch ein wunderbarer, übernatürlicher Ort ist.

Prediger Salomo 1, 15 Krumm kann nicht gerade werden, noch, was fehlt, gezählt werden. (an diesem Bibelvers ist sehr interessant, daß er ausgerechnet von jenem stammt, der das eherne Meer bauen ließ, nämlich von König Salomo; R. B.)

Siehe hierzu: Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

Der obige Bibelabschnitt wirft aber mehr Fragen auf als allein die Frage nach der Erklärung für das ungewöhnliche Verhältnis seines Umfanges zu seinem Durchmesser bzw. wie es sein konnte, daß für das eherne Meer die Formel U = 3 * d galt, was durchaus nicht selbstverständlich ist – siehe dazu den zuletzt angegebenen Link.

Bei meinem gestrigen Artikel postulierte ich einfach, das eherne Meer sei ein Bild auf die Gnade Gottes. Nun, ich habe das natürlich nicht einfach ohne Grund behauptet, sondern habe den Grund gestern nicht angegeben, weil ich den gestrigen Artikel nicht mit zuviel Information überfrachten wollte – gestern sollte der Fokus einfach auf der Sache mit π und 3 liegen.

Warum also darf man das eherne Meer als ein Bild auf die Gnade Gottes nehmen?

Antwort:

In 2. Chronik 4, 6 wird erwähnt, daß sich die Priester des Tempels Gottes bzw. des Tempels Salomos in dem ehernen Meer waschen sollten:

2. Chronik 4, 6 Und er machte zehn Kessel. Von ihnen stellte er fünf zur Rechten und fünf zur Linken, um in ihnen zu waschen – nämlich was zum Brandopfer gehört, sollte man darin abspülen –; das Meer aber stellte er auf, dass sich die Priester darin waschen sollten. (Hervorhebung von R. B.)

Der Befund der Bibel berechtigt uns dazu, beim Wort „waschen“ an die Gnade Gottes zu denken bzw. „Gnade Gottes“ zu assoziieren, wenn wir das Wort „waschen“ hören.

Folgende Stellen beweisen dies:

Epheser 5, 25-26 25 Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, 26 auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad (Hervorhebung; R. B.) im Wort.

Titus 3, 4-5 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad (Hervorhebung; R. B.) der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes.

Offenbarung 1, 5-6 5 und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen (Hervorhebung; R. B.) von den Sünden mit seinem Blut 6 und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Übrigens ist mit „Wasserbad“ bzw. „Bad“ die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) gemeint. Die Kraft der Taufe wird nur dann wirksam an uns, wenn wir uns glaubend auf sie beziehen. Nur wenn wir aus der Kraft der Taufe tatsächlich als Christen leben, das heißt wirklich glauben, werden wir das ewige Leben ererben. Wenn wir nicht aus der Kraft der Taufe leben, werden wir genauso verlorengehen wie jemand, der niemals getauft wurde. (aus der Kraft der Taufe leben, heißt sich durch ihre Kraft täglich zu bessern – gerade wer aus der Kraft der Taufe lebt, wird merken, wie sündhaft er in sich selbst ist, wie sündhaft sein natürlicher Mensch ist)

Übrigens können wir (alle, die an Jesus glauben) die Sache mit dem Meer nur deshalb auf uns beziehen, weil wir die Nachfolger der Priester des Tempels Gottes bzw. des Tempels Salomos sind. Der alttestamentliche Tempel wurde ersetzt durch die christliche Kirche. Jedes Glied der christlichen Kirche, jeder Christ, ist ein Priester Gottes – atemberaubend.

Folgende Bibelstellen untermauern dies:

1. Petrus 2, 5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

1. Petrus 2, 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;

Offenbarung 1, 6 und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

„Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes“ (aus 2. Korintherbrief 6, 16)

 

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Gott und die Zahl π (Pi) – Lösung des Rätsels um das Verhältnis des Umfanges des ehernen Meeres (1. Könige 7, 23-26) zu seinem Durchmesser

1. Könige 7, 23-26

23 Und er (Hiram von Tyrus; ein Kupferschmied, der im Auftrag König Salomos arbeitete; R. B.) machte das Meer (ein großer, runder Behälter; R. B.), gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum. 24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guss mitgegossen waren. 25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt. 26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

Zur Bedeutung des Wortes „ehern“: siehe Duden

Auslegung

Sicherlich wissen Sie, lieber Leser, daß der Wert der Zahl π (Pi) ungefähr 3,14 ist; 3,14 ist natürlich nur ein Näherungswert. Wenn man den obigen Abschnitt aus dem Alten Testament (Teil der Bibel) mit den Augen eines reinen Rationalisten liest, könnte man schlussfolgern, Gott kenne die Zahl π nicht sehr genau, denn 30 geteilt durch 10 (U/d; Umfang geteilt durch Durchmesser) ergibt 3. Der obige Abschnitt könnte dazu missbraucht werden, Gott und seine Diener (z. B. die Vermesser des Meeres oder der Autor von 1. Könige) als solche Banausen zu diffamieren, die die Zahl π allzu grob einfach mit 3 angeben (sei es aufgrund von Messfehlern beim Messen des Durchmessers oder des Umfanges des Meeres, sei es aufgrund von Rechenfehlern).

Zunächst die Sicht des reinen Rationalisten:

Gehen wir zunächst einmal davon aus, jenes Meer sei ein ganz normaler, runder Behälter gewesen wie z. B. ein Behälter für Flüssigkeiten in einer chemischen Fabrik.

Für das Folgende nehme ich für π den Näherungswert 3,1416, was schon ein ziemlich genauer Wert ist (auf ein Tausendstel bzw. 1/1000 genau).

Weiter gehe ich im Folgenden der Einfachheit halber davon aus, daß der Durchmesser richtig, der Umfang aber verkehrt gemessen wurde. Ich unterstelle also keine Rechenfehler, sondern einen Messfehler.

Stellen Sie sich mal einen Zylinder mit dem Durchmesser 1 Meter vor. Sie würden eine Schnur um ihn legen und kämen auf einen Umfang von 3 Metern (???). Was würde das bedeuten? Es würde bedeuten, daß Sie sich um mehr als 14,16 cm (0,1416 Meter) vermessen hätten, denn es gilt die Formel U = π * d (Kreisumfang ist gleich π mal Kreisdurchmesser). Der wirkliche, nach Formel berechnete, Umfang des Zylinders würde im Gegensatz zu Ihrer Messung 3,1416 m betragen – mit drei Metern hätten Sie also 14,16 cm zu wenig gemessen.

Das im obigen Bibelabschnitt genannte Maß „Elle“ nehme ich mit 45 cm an. Rechnen wir nun einmal den Messfehler aus, den jene anscheinend gemacht haben, die Durchmesser und Umfang des ehernen Meeres bestimmten. Wir müssen hierzu nur 0,1416 mit 10 und mit 45 cm (3,1416 * d – 3 * d; wobei d = 10 * 45 cm) multiplizieren. Wir erhalten sage und schreibe 63,72 cm. Da müssen ja, würde der Rationalist sagen, jene, die das Meer vermessen haben, einen ganz schönen „Knick in der Optik“ gehabt haben, daß sie sich um ganze 63,72 cm (über ein halber Meter) „verhaut“ haben.

Ende der rationalistischen Sicht.

 

Der Text des obigen Bibelabschnitts enthält eine sachliche Nötigung:

Um einen beliebigen Kreis zu beschreiben, genügt völlig die Angabe seines Durchmessers ohne seinen Umfang, denn das Verhältnis von Kreisumfang zu Kreisdurchmesser ist fest, eben π. Wir müssen davon ausgehen, daß der Autor von 1. Könige, der von Gott inspiriert war, den Feinden Gottes nicht einen Anlass zur Lästerung geben wollte, Gottes Diener seien nicht fähig, die Zahl π genauer als mit dem Wert 3 anzugeben; was ja schon bei einem Kreis von nur 1 m Durchmesser einen Fehler von ca. 14,16 cm bedeuten würde. Solch ein Fehler ist natürlich völlig inakzeptabel bzw. die Formel U = 3 * d ist natürlich für den Alltag (Bautechnik, Wirtschaft, etc.) vollkommen untauglich, da sie Ergebnisse liefert, die viel zu stark von der Realität abweichen. Nach der falschen Formel U = 3 * d müsste ein Zylinder mit 2 Metern Durchmesser und 1 Meter Höhe ein Volumen von 3 Kubikmetern haben (V = π·r²·h). Würde man aber mit 3,1416 für π rechnen, hätte er ein Volumen von ca. 3,1416 Kubikmetern. Die Differenz betrüge somit 141,6 Liter (3141,6 l – 3000 l = 141,6 l; 1 Kubikmeter entspricht 1000 Litern). Der Wert 3 (für π) ist also ein Wert, den man so nicht hinnehmen könnte, der inakzeptabel wäre (Probleme bei der Berechnung kreisförmiger Strukturen von Bauwerken; Probleme bei der Berechnung von Flüssigkeitsmengen im Warenhandel, z. B. Wein).

Warum scheint der Autor des obigen Bibelabschnitts es geradezu darauf anzulegen, den Feinden Gottes einen Anlass zur Lästerung seiner Diener als ziemliche Dummköpfe zu geben, indem er sowohl Durchmesser als auch Umfang des Meeres angibt?

Allmählich müssen wir Realitäten ins Spiel bringen, die man nur mit den Augen des Glaubens erfassen kann und die dem Rationalisten verborgen bleiben (die wahren Realisten auf Erden, die alles Reale berücksichtigen, sind nicht die Rationalisten, die sich in ihrer Anmaßung und Vermessenheit für die alleinigen Realisten auf Erden halten, sondern die Frommen – aber dazu vielleicht ein weiterer Artikel).

Um meine Brüder (ich hoffe, jene würden mich als ihren Bruder annehmen, falls sie noch leben würden), die damals das Meer vermessen haben, und den Autor des obigen Bibelabschnittes von dem Vorwurf der Dummheit oder Rückständigkeit zu entlasten, möchte ich eine spirituelle Realität anführen:

„Gott will das Krumme gerade machen und das Bucklige eben.“

Jesaja 40, 4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;

Lukas 3, 5 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden.

Weitere geistliche Realitäten:

Das eherne Meer ist ein Bild auf die Gnade Gottes für alle Frommen aller Zeitalter (zwei mal tausend Eimer Wasser gingen hinein; die Zahl zwei (2) symbolisiert die zwei Gruppen Judenchristen und Heidenchristen; und „tausend“ bedeutet einfach „alle“. Kurz gesagt: Durch die Gnade Gottes werden alle Sünder (die „Krummen“), die umkehren  von ihren Sünden und an Jesus glauben, zu Gerechten (die „Geraden“).

Die Sache mit π und 3 macht die ganze Symbolik perfekt: Das Meer verursachte eine Krümmung des Raumes (natürlich ein Wunder).

Bei einem Umfang des Meeres von 30 Ellen hätte der Durchmesser (gemäß der Formel d = U/π) 30/π = 10 Ellen mal 3/π  betragen müssen. Das ergibt den krummen Wert von ca. 9, 5492 . . . Ellen. Wenn man diesen krummen Wert mit π mal nimmt, kommt man wieder auf 30 Ellen.

Was ich sagen will, ist Folgendes: Wahrscheinlich hatte das Meer einen realen Durchmesser von 9, 5492 . . . Ellen. Der Messstab oder die Schnur oder was immer man damals zum Messen verwendet haben mag, zeigte aber 10 Ellen an. Das Messmittel wurde als im Raum gekrümmt. Da der Wert für π im normalen (nicht gekrümmten) Raum krumm ist, wurde er im gekrümmten Raum des Meeres zu 3, da die Krümmung des Raumes im Meer die Krummheit von π, die es im normalen Raum hat, genau aufhob. Der normale, nicht gekrümmte, Raum ist einfach der Raum, in dem wir, Sie und ich, leben. In diesem Raum ist π = 3,141592 . . . . Jener gekrümmte (wunderbare) Raum innerhalb des Meeres ist ein Bild auf den Raum der (echten)Kirche, wo Wunder möglich sind. Das Meer war etwas in der Geschichte einmaliges – das Gleiche gilt für die (echte) Kirche. Eine „Kirche“, in der keine Wunder geschehen, ist schlicht und ergreifend keine Kirche. Genauso wie die Raumkrümmung das besondere am ehernen Meer war, ist das Wunder das besondere an der (echten) Kirche. Das Haupt-Wunder in der Kirche ist, daß dort aus Sündern Gerechte werden durch die Gnade Gottes.

Römerbrief 3, 23-24 23 sie (Juden und Heiden; R. B.) sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.

Wenn Sie, lieber Leser, Mathematiker wären und gleichzeitig fromm, dann wüssten Sie umso mehr, worauf ich hinaus will; Pi ist eine sehr krumme Zahl.

Leibnitz-Reihe:

{\displaystyle \sum _{k=0}^{\infty }{\frac {(-1)^{k}}{2k+1}}=1-{\frac {1}{3}}+{\frac {1}{5}}-{\frac {1}{7}}+{\frac {1}{9}}-\dotsb ={\frac {\pi }{4}}}

π = 3,14159265358979323846264338327950288 . . .  (siehe Pi-Faszination)

Wenn wir die Zahl π als ein Symbol für „Krummheit“ nehmen, was doch sicherlich sehr naheliegt, dann wird uns der obige Abschnitt aus der Bibel sehr wertvoll.

Das Verhältnis des Umfangs eines normalen Kreises zu seinem Durchmesser ist sehr krumm, eben π. Das eherne Meer vermochte diese Kummheit aufzuheben; so wird uns des eherne Meer zu einem Bild für die Gnade Gottes, die aus Sündern Gerechte macht.

 

Ergänzung

Das Geheimnis der Knoten auf dem Rand des ehernen Meeres.

Siehe hierzu:

Juden zur Zeit der Herrschaft König Salomos kannten schon den Rechenschieber mit logarithmierter Skala

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 3; keine Inkorporation von geistlichen Ämtern; kein Ansehen von Personen; kein Fegefeuer

Unmündigkeit der Korinther

1 Und ich, liebe Brüder, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus. 2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr’s noch nicht, 3 weil ihr noch fleischlich seid. Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise? 4 Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos –, ist das nicht nach Menschenweise geredet?

Mitarbeiter Gottes

5 Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.  9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.

Kein Grund zum Ruhm

18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): »Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit«, 20 und wiederum (Psalm 94,11): »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« 21 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas (Petrus; R. B.), es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

 

Auslegung

Was war eigentlich das Kindliche an den Korinthern?

Es waren mindestens folgende Dinge:

  • sie verknüpften eine Person zu eng mit deren Amt (wobei dies von Paulus, Petrus und Apollos mit Sicherheit nicht gewollt war, denn die Inkorporation eines geistlichen Amtes gründet nicht auf dem Befund der Bibel)
  • sie waren trotz ihres Glaubens noch gefangen im Statusdenken der Welt („weise in dieser Welt“), wobei sie das Statusdenken (Wettbewerb der Statussymbole) sogar auf geistliche Gaben ausdehnten; und anscheinend arrangierten sie sich ein wenig mit der Welt, indem sie Ehre von der Welt nahmen, was Christus in der Bergpredigt ausdrücklich verboten hat (siehe Anmerkung 1, unten)
  • sie konnten sich nicht verabschieden von der Denke, ein Mensch, der mit einer Gottheit in Verbindung steht, müsse unter allen Umständen Glück haben (siehe das Glück Cäsars); das aber ist eine heidnische Denkweise; es irritierte sie, daß Paulus und seine Mitarbeiter soviel Trübsal, Leid und Verfolgung erdulden mußten – „können solche Pechvögel von Gott gesegnet sein?“, fragten die Korinther
  • sie waren Anhänger der „billigen Gnade“ (da sie wahrscheinlich ähnlich wie die Römer, die Christen zu Rom, mit ihrem auch noch nach der Taufe sündigen Fleisch nicht zurecht kamen, machten sie sich einen Billige-Gnade-Jesus, einen „anderen Jesus“)

 

Was meint Paulus mit „Milch“?

Darüber gibt uns Hebräer 6, 1-2 Auskunft:

Hebräer 6, 1-2 1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht.

Am Anfang des Glaubenslebens steht also Folgendes:

  • die Umkehr von Sünden (tote Werke; siehe Anmerkung 2, unten)
  • Glaube an Gott (siehe Anmerkung 3, unten); lernen, Gott mit einzubeziehen, seine Offenbarungen, die in der Bibel zu finden sind; Morgengebet, Abendgebet (siehe Anmerkung 4, unten); Gott danken für seine guten Gaben, vertrauensvoll Gottes Hilfe erwarten bei Problemen; Rechtssachen (Rache) ihm überlassen; Trübsale, Leiden und Verfolgung geduldig ertragen; die Kirche als Seinen Tempel wertschätzen; für die Errettung der Juden beten (deren Konversion zum Christentum)
  • die Tauflehre (in Kurzform: Wir sind bei der Taufe mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden bzw. wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe; die Taufe ist die neue Geburt aus Wasser und Geist; Gott handelt wirklich bei der Taufe und macht den Täufling neu – die Taufe ist kein symbolischer Akt, kein Akt des Gehorsams und kein öffentliches Bekenntnis des Glaubens; siehe Anmerkung 5, unten)
  • sobald wir uns glaubend (bezüglich Jesu Tod und Auferstehung) auf unsere sakramentale Taufe beziehen, empfangen wir den Heiligen Geist; idealerweise kann uns ein Geistlicher die Hände auflegen, wenn wir diesen Schritt tun; durch den Geist werde ich in die Gemeinde eingefügt, deren Glieder sich gegenseitig dienen durch ihre Geistesgaben, was durch das Auflegen der Hände unterstrichen wird in sakraler Weise – das Händeauflegen ist mehr als ein symbolischer Akt; wenn niemand da ist, der uns die Hände auflegen könnte, dann geht es natürlich auch ohne (der Geist wird nicht gegeben, um aus dem Einzelnen einen geistlichen Supermann zu machen; der Geist wird nicht gegeben, um irgendwelche egoistischen Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen)
  • alle Menschen müssen sich eines Tages vor Gott verantworten für ihr Leben; sowohl die Gläubigen als auch die Ungläubigen werden auferstehen zum Gericht; nur wer durch die Kraft Christi gute Werke getan hat bzw. ein gutes Leben geführt hat, wird das ewige Leben ererben (hier sind mit „gute Werke“ natürlich nicht die katholischen, guten Werke gemeint, sondern daß man Christus in allen Bereichen des Lebens herrschen läßt; siehe Anmerkung 6, unten)

 

„Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise?“

Obwohl die Korinther prinzipiell gläubig waren, hatten sie anscheinend doch durch einige Fehler den Geist gedämpft, ansonsten würde sie Paulus nicht als fleischlich bezeichnen:

  • vielleicht war man nicht bereit, das ein oder andere sündige Verhalten aufzugeben
  • vielleicht manipulierte man am Gottesbild, was gleichbedeutend mit „falsch glauben“ ist
  • vielleicht wusste man nicht wirklich, wie man damit umgehen sollte, daß der Leib auch nach der Taufe sündig bleibt in sich selbst
  • vielleicht hielt man das Händeauflegen für einen quasi magisch-mechanischen Akt und begriff nicht den Zusammenhang mit Glaube und Taufe
  • vielleicht hatte man schon vor der übermächtigen Gewalt der Sünde kapituliert; um einigermaßen in Frieden mit sich selbst leben zu können, versuchte man die Auferstehung von den Toten und das jüngste Gericht zu leugnen (vielleicht machte man sich auch einen Billige-Gnade-Jesus: „Jesus hat im Voraus für meine Sünden bezahlt, also kann ich nun bedenkenlos sündigen.“)

Anscheinend gab es in der Kirche zu Korinth „mehrere Christentümer“ und die einzelnen Parteien wetteiferten darum, wer das beste Christentum habe. Allein schon dieser Wettbewerb war natürlich eine völlige Verkennung des wahren Charakters des Christentums; es gibt nur ein wahres Christentum und dem sollen alle Glieder der Kirche anhangen. Wenn verschiedene Meinungen da sind, muß eben ein Konzil oder eine Synode veranstaltet werden, um die Meinungsverschiedenheiten auszuräumen; ein Wettbewerb verschiedener „Christentümer“ aber ist etwas völlig ungöttliches, eine völlige Entgleisung – damit liegt man völlig daneben.

Übrigens ist es absolut lächerlich, daß es heute so viele verschiedene Kirchen (verschiedene Christentümer) auf der Welt gibt, ganz abgesehen von den Freikirchen, die sowieso ausgeschlossen sind wegen der schändlichen Wiedertaufe, die sie intern natürlich einfach Taufe nennen. Wir brauchen dringend ein freies, ökumenisches Konzil (Weltkonzil), wo die allgemein verbindliche Lehre der Kirche wieder festgelegt wird, auf Grundlage des Befundes der Bibel. Wer sich der Entscheidung eines solchen Konzils nicht beugen wollte, müßte aus der Kirche ausgeschlossen werden, wie z. B. früher die Monophysiten und die Nestorianer ausgeschlossen wurden. Die allgemein verbindliche Lehre existiert natürlich schon; es ist einfach die Lehre der Alten Kirche (damit meine ich natürlich nicht die römisch-katholische Kirche). Eine weltweit einheitliche Kirche wäre nicht hierarchisch aufgebaut, sondern die lokalen Gemeinden oder kleine lokale Verbände von Gemeinden und deren Geistliche wären unabhängig, das heißt es gäbe nicht irgendwo eine Zentrale (z. B. in Rom), die alles von oben herab steuert. Die Verbindung der einzelnen Gemeinden der Kirche und die Einheit der Kirche würde deutlich durch regelmäßige, freie („frei“ heißt, daß kein Oberbischof irgendetwas vorherbestimmt, im Vorhinein festlegt, sondern die Teilnehmer der Synode könnten wirklich frei diskutieren unter der Leitung des Heiligen Geistes) Synoden, wo man Fragen der Lehre besprechen könnte – die Gemeinden würden ihre Geistlichen dorthin als „Delegierte“ entsenden. Das leitende Organ der Weltkirche wäre also die Synode bzw. das Konzil, nicht eine kleine Zentrale irgendwo, bestehend aus wenigen Männern, die die Oberherrschaft hätte (unter anderem das Antichristliche am römischen Papst ist, daß er sich anmaßt, Bischof aller Bischöfe bzw. Oberbischof zu sein). Der Oberbischof der echten Kirche wäre nicht ein Papst, sondern Jesus Christus selbst, der das Haupt der Kirche ist. In der katholischen Kirche hat der Papst Christus seines Amtes beraubt, was eine unglaubliche Anmaßung ist, denn der Papst, der nur ein Mensch ist, versucht, ein göttliches Amt zu bekleiden.

Wie würde der unsichtbare Christus seine Herrschaft über die Kirche ausüben?

Auf freien Synoden der christlichen Kirche wäre Christus gegenwärtig durch seinen Geist (auf katholischen Treffen ist der Geist übrigens nicht gegenwärtig, weil ja der Papst immer alles vorausbestimmt; die Treffen der katholischen Geistlichen sind also nicht frei).

5 Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere.“

Der Heilige Geist macht die Kirche, nicht einzelne Personen. Der gleiche Geist wirkt durch verschiedene Ämter, die er verschiedenen Personen gibt. Jedes Amt ist wichtig und sie ergänzen einander. Es ist vollkommen unsinnig, einen Wettbewerb der geistlichen Ämter zu veranstalten, absolut lächerlich. Paulus war nur ein Mensch und auch Apollos. Ihre geistliche Kraft beruhte jeweils auf einer Gabe Gottes; wenn also jemand zu rühmen war, dann war es Gott selbst und nicht Paulus oder Apollos. Niemals wären Paulus oder Apollos auf die Idee gekommen, sich selbst zu rühmen, als ob sie aus eigener Kraft und Frömmigkeit wirkten, das Göttliche inkorporiert hätten – nein, sie gaben Gott die Ehre, durch dessen Kraft sie wirkten; der ihnen die Kraft gab, Gutes zu wirken.

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.“

Wenn jemand einen anderen Grund legt als Jesus Christus, dann ist das Ganze einfach keine christliche Kirche. Eine „Körperschaft“, die als Grund nicht Jesus Christus hat, darf sich nicht christliche Kirche, christliche Gemeinde, christliche Gemeinschaft oder dergleichen nennen. Die Person, die in der christlichen Kirche im Mittelpunkt steht, ist Jesus Christus, und zusammen mit Christus der Vater und der Heilige Geist. Die Kirche ist die Gemeinschaft all derer, die durch Jesus Christus mit der Gottheit verbunden sind. Alle sonstigen Religionsgemeinschaften, die irgendeine Verbindung zu Gott behaupten, sind nicht wirklich mit Gott verbunden, denn sie entbehren des Mittlers zwischen Gott und den Menschen: Jesus Christus.

Johannes 14, 6 Jesus spricht zu ihm (Apostel Thomas; R. B.): Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Es mag, was die Lehre angeht, verschiedene Nebensächlichkeiten geben, wo man daneben liegen kann, ohne das sehr großer Schaden entsteht (Holz, Heu, Stroh), aber die Grundlehre, daß Jesus Christus Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, muß man unbedingt festhalten; wer das nicht tut, ist aus der Kirche ausgeschlossen.

Warum sind die Evangelikalen ausgeschlossen trotz der Tatsache, daß sie so viel von Jesus reden; auch sagen, Jesus sei der Mittler? Dadurch daß die Evangelikalen die sakramentale Taufe verleugnen und nur eine Badertaufe haben, sind sie nicht wirklich sakral mit Jesus verbunden bzw. ihr „Glauben“ ist nur ein bloßes Wissen, das keine rettende Kraft hat. Anders ausgedrückt: Die Evangelikalen reden nur von den christlichen Heilsgütern, aber haben sie nicht in sakraler Wirklichkeit – es wird ein sehr böses Erwachen für sie geben am jüngsten Tag.

Die Taufe, die Christus eingesetzt hat, ist nicht die Badertaufe der Evangelikalen, sondern die sakramentale Taufe der Kirche. Wer solch eine grundlegende Ordnung des Sohnes Gottes verwirft, der verwirft damit auch den Sohn Gottes selbst.

Was könnte „Holz, Heu, Stroh“ konkret sein?

Vielleicht wenn z. B. einer lehrt, gläubige Frauen müssten auch außerhalb des Gottesdienstes ein Kopftuch tragen.

Warum wäre eine solche Lehre „Holz, Heu, Stroh“?

Wenn gläubige Frauen außerhalb des Gottesdienstes ein Kopftuch tragen, entsteht dadurch ein gewisser Schaden: Es wird damit eine gewisse Abgrenzung zu den Ungläubigen/Außenstehenden hergestellt, die wirklich nicht sein müßte. Der Christ soll ja, soviel an ihm ist, die Gemeinschaft mit den Sündern (außerhalb der Kirche) suchen, wobei er natürlich ihre Sünden nicht mitmachen soll – das ist natürlich eine große Kunst. Jedenfalls ist es seine Frömmigkeit, die einen Christen von den Ungläubigen/Außenstehenden unterscheidet. Er wird versuchen, soviel an ihm ist, trotz dieses unvermeidlichen Unterschieds, die Gemeinschaft mit den Ungläubigen/Außenstehenden aufrechtzuerhalten. Wenn sich aber Christen in einer bestimmten Art und Weise kleiden, dann ist das dem hinderlich.

Allerdings wird nun jemand, der auch im Alltag eine christliche „Tracht“ trägt, deswegen sicherlich nicht verdammt werden und auch nicht jener, der dies gelehrt hat. Allerdings hätte das Ganze auch nicht sein müssen, wenn man die Bibel einfach genau gelesen hätte:

1. Korinther 11, 5 Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.

(der Vers bezieht sich eindeutig nur auf den Gottesdienst und nicht auf das Alltagsleben)

Was ist mit Feuer gemeint?

Am jüngsten Tag wird all dessen gedacht werden, was wir Gutes und Böses getan haben. Das Gedenken an eine Sache kann natürlich nicht einem Feuer ausgesetzt werden, wie es zum Beispiel in einem Ofen brennt. Das Feuer wird vielmehr in einem Verhör durch Jesus Christus bestehen, der Herzen und Nieren erforscht. Natürlich wird Christus am jüngsten Tag auch beurteilen, was ein Prediger gelehrt hat: Wenn er extrem falsch gelehrt hat, wird er verdammt werden. Hat er nur in Kleinigkeiten falsch gelehrt, wird er selbst errettet werden, aber doch gerügt werden, und sein „Holz, Heu und Stroh“ (das Gedächtnis an seine Irrtümer) werden verbrennen.

Johannes sieht den verherrlichten, furchteinflößenden Christus, so wie er uns auch am jüngsten Tag begegnen wird (Offenbarung 1, 9-20):

9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus. 10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, 11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea. 12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter 13 und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme 15 und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; 16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. 19 Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was geschehen soll danach. 20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.

Offenbarung 20, 11-15

11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): »Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit«, 20 und wiederum (Psalm 94,11): »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« 21 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas (Petrus; R. B.), es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.“

Weltliche Weisheit sieht aus, wie folgt:

  • nicht zugeben wollen, daß man natürlicherweise unter dem Fluch durch die Sünde steht; vielleicht sogar die Befürchtung, man würde sich geradezu den Fluch erst zuziehen, wenn man in Bezug auf sich selbst auch nur davon reden würde („das Unglück herbeireden“)
  • man hat die Haltung, die allgemeine Forderung Gottes nach Gerechtigkeit an jeden gelte nicht für einen selbst, da man etwas Besonderes sei: jemand, der Sonderrechte bei Gott habe
  • Verfolgungen (in minder schwerer Form ist das z. B. Ausgrenzung) geht man natürlich aus dem Weg; kein Preis ist zu hoch, Verfolgung zu vermeiden
  • „Was sagt die Verwandtschaft, die Mitbewohner meines Dorfes oder Stadtteils?“; (man nimmt also übertriebene Rücksicht auf Traditionen und gesellschaftliche Konventionen – stellt die Gunst der Menschen über die Gunst Gottes)
  • der „GAU“ wäre der Verzicht auf sinnliche Genüsse (Wohlleben), der Verzicht auf Zukunftsvorsorge (z. B. Versicherungen) und der Verzicht auf das Sammeln von Statussymbolen (teures Haus, teures Auto, Designergarten, etc.)
  • sich von Menschen rühmen lassen, statt Ruhm bei Gott zu suchen
  • nur für sich selbst sorgen (Nahrung, Kleidung, Wohnung); die Belange der Kirche interessieren einen nicht („den Geistlichen geht es ja sowieso nicht um unser Seelenheil, sondern sie suchen nur Zugriff auf unser Bankkonto“, unterstellt man in argwöhnischer Weise, fast boshaft-böswillig; „also bekommt die Kirche von uns keinen Pfennig (bzw. Cent) – wir sind doch nicht blöd und lassen uns für dumm verkaufen“)

Die Korinther machten sich für die Welt annehmbarer, indem sie den Wettbewerb (Statusdenken, Konkurrenzdenken) der Welt in die Kirche hineintrugen (sich eines Menschen rühmen, sich aufblasen).

 

Anmerkung 1

(aus der Auslegung der Bergpredigt)

Der Jünger betet, gibt Almosen, fastet. Dies ist alles gut in sich selbst. Aber so wie es Kreise in der Welt gibt, die den Jünger scharf anfeinden, gibt es Kreise in der Welt, die ihm eine falsche Ehre geben wollen, um dadurch seinen Glauben an Jesus zu zerstören. Der Jünger betet, gibt Almosen und fastet, weil er damit irgendwelchen Nöten begegnen will, getrieben wird er vom Heiligen Geist, dem Lob, Preis und Ehre gebührt für sein Wirken in uns. Nimmt der Jünger die falschen Ehrerbietungen der Welt an, stiehlt er damit Gott die Ehre. Der Jünger kann nur die Werke tun, die Gott zuvor bereitet hat. Wenn der Jünger geehrt wird, gibt er diese Ehre an Gott weiter. Die Heuchler (Pharisäer und Schriftgelehrten) wurden nur deshalb von der Welt geehrt, weil sie nicht Gott die Ehre gaben, sondern ihre eigenen Ehre suchten. Mit der Welt zusammen feierten sie einen nichtigen Gottesdienst des werksgerechten Fleisches, sie zelebrierten ihre äußerlichen, religiösen Übungen und die Welt klatschte Beifall dafür.  Hätten die Heuchler auf einen Erlöser hingewiesen, sie wären sowieso nie von der Welt geehrt worden, denn ein Erlöser ist der Welt verhaßt. So empfiehlt Jesus den Jüngern, von vornherein alle diese Übungen im Verborgen auszuführen. Würden die Jünger ein Verlangen in sich spüren die religiösen Übungen vor den Augen der Welt auszuführen, sollten sie sich fragen, ob sie nicht dabei waren ihren Heilsstand in Christus zu verlassen. Das Suchen nach öffentlicher Ehre war ein Attribut der Heuchler, die Gott verflucht hatte. Ihre Sünde wurde dadurch noch einmal multipliziert, denn sie nahmen Ehre, obwohl sie Schimpf verdient hatten. Die Bösen ehren die Bösen (die Welt ehrt die Pharisäer und Schriftgelehrten). Da sollte es den Jüngern mulmig werden, wenn die böse Welt sie Ehren wollte, denn diese falsche Ehre der Welt hätte die Jünger in Wirklichkeit nicht erhoben, sondern degradiert. Der Jünger bete also täglich um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, der es in ihm wirken wird, daß er nicht die vergängliche Ehre der Welt sucht, sondern Ehre bei Gott, die ewig bleibt. Das Motiv für das Handeln des Jüngers ist die Liebe und sonst nichts.

Anmerkung 2

Was sind „tote Werke“?

Tote Werke bzw. Sünden erkennt man, indem man sich die Gebote Gottes wie einen Spiegel vor Augen hält.

Die zehn Gebote Gottes

  1. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht unnütz gebrauchen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
  10. Du sollst nicht begehren seines Weibes, seines Knechtes, seiner Magd, seines Viehs oder was sein ist.

Auslegung der zehn Gebote; aus „Der große Katechismus“ von Martin Luther (bitte Link anklicken!)

Anmerkung 3

Die Hauptartikel unseres Glaubens

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zu Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche (catholica) Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Anmerkung 4

Das Gebet oder Vaterunser, das Christus gelehrt hat

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Anmerkung 5

Von der Taufe

Gehet hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Anmerkung 6

Katholische, gute Werke:

  • Rosenkranz beten
  • Heiligenverehrung
  • Mönchwerden
  • Wallfahrten
  • Fasten
  • Feiertage halten
  • Almosengeben
  • etc.

Ergänzung

Freie Synode

Der Begriff „freie Synode“ kann zu einem Missverständnis führen, nämlich daß die Teilnehmer einer freien Synode einfach so frei diskutieren könnten wie z. B. Politiker auf einem Parteitag. Die Diskussionsbeiträge auf einer christlichen Synode müssen sich natürlich auf den Befund der Bibel stützen (damit bleibt die Verbindung zu der Kirche gewahrt, die Jesus und die Apostel gegründet haben – die ursprüngliche Kirche). Eine Lehre kann nur dann an einem einzelnen Vers oder Abschnitt festgemacht werden, wenn sie dem Gesamtinhalt der Bibel nicht widerspricht. Wenn ein Widerspruch zum Gesamtinhalt besteht, wurde der einzelne Vers bzw. Abschnitt einfach falsch ausgelegt und man muß neu anfangen, zu überlegen, was er bedeuten könnte. Keinesfalls gilt auf einem christlichen Konzil das Mehrheitsprinzip, das im politischen Bereich dominiert; im christlichen Bereich gilt das Prinzip der Einstimmigkeit. Man muß solange beraten, bis Einstimmigkeit erzielt wird.

Fegefeuer

Sicherlich ist der obige Abschnitt jener, aus dem die Lehre vom Fegefeuer abgeleitet wurde; diese Lehre ist natürlich absolut lächerlich und falsch. Erstens geht es im betreffenden Abschnitt nur um Prediger, die gerügt werden wegen minder schädlicher Lehren und zweitens wird niemand (auch gewöhnliche Sünder nicht) längere Zeit (und befristet) in irgendeinem Feuer „gegrillt“, um ihn von Sündenschuld zu läutern. Jene Prediger, die in Kleinigkeiten geirrt haben, werden trotzdem das ewige Leben ererben; allerdings erhalten sie am jüngsten Tag doch eine sehr unangenehme Rüge von Christus.

Betreffs gewöhnlicher Menschen (gilt auch für Prediger): Wer nicht durch den Glauben an Christus, in Seiner Kraft in beständiger sittlich-moralischer Besserung gelebt hat, wird zum ewigen Aufenthalt in einem Feuersee verdammt werden – der Aufenthalt in jenem Feuersee wird kein Ende haben. Wer durch den Glauben an Christus, in Seiner Kraft in beständiger sittlich-moralischer Besserung gelebt hat, wird das ewige Leben (ewige Gemeinschaft mit Gott und seinen Heiligen) ererben. Ob auch der gewöhnliche Christ am jüngsten Tag gerügt wird wegen Nachlässigkeiten, ist ungewiss, denn oben geht es ja nur um Prediger.

Das Verführerische an der falschen Lehre vom Fegefeuer ist, daß es ja doch ein Ende habe, endlich sei. Wer diese falsche Lehre glaubt, mag sich ganz bewusst die ein oder andere Sünde gönnen, mutmaßend, er werde die Strafe dafür im Fegefeuer abbüßen; da es ja kein ewiges Feuer ist, keine ewige Strafe, wird das Ganze tragbar und ein kalkulierbares Risiko. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß ein Christ natürlich niemals mutwillig sündigen soll. Mutwilliges Sündigen bedeutet den Abfall vom wahren Glauben und somit Verdammnis zu einem ewigen (endlosen) Aufenthalt in einem Feuersee am jüngsten Tag.

Petrus hat einmal etwas sehr Erschütterndes geschrieben:

1. Petrus 4, 18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird dann der Gottlose und Sünder bleiben?

Und ein ander Mal:

2. Petrus 3, 8-13 8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. 11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, 12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. 13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Feuer

Man könnte fragen, warum Paulus den Alpdruck des jüngsten Tages mit Begriffen wie z. B. „Feuer“ und „verbrennen“ umschreibt; er hätte ja wie ich einfach von einem Verhör durch Christus schreiben können. Hätte Paulus nur von einem Verhör durch Christus geschrieben, käme die Heftigkeit des ganzen Geschehens nicht rüber. Das Verhör am jüngsten Tag ist von einem normalen Verhör (z. B. durch einen Untersuchungsrichter) graduell verschieden. Die Heftigkeit dieses Verhörs wird eben am besten gekennzeichnet durch Begriffe, die wir auch benutzen, um ein reales Feuer, wie es z. B. im Ofen brennt, zu beschreiben. Bei seinem Gespräch mit Nikodemus, wo es um die geistliche, neue Geburt ging,  gebrauchte Jesus Vokabeln, die man gebraucht, um die natürliche Geburt zu beschreiben, sodass Nikodemus ihn ständig missverstand und meinte, er rede von einer natürlichen Geburt. Durch den Gebrauch jenes bestimmten Vokabulars wollte Jesus zum Ausdruck bringen, daß eben die geistliche Geburt genauso signifikant ist wie die natürliche, physische durch die Mutter; daß die geistliche, neue Geburt tatsächlich eine Geburt ist – allerdings eben nicht durch die Mutter, sondern durch Gott. Zurück zum jüngsten Tag: Kaum etwas wünscht sich ein normaler Mensch weniger, als bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden (z. B. auf einem Scheiterhaufen); das wäre natürlich etwas absolut grauenvolles, entsetzliches, abscheuliches. Jeder rennt davon, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht; möchte nicht mit dem Feuer in Berührung kommen, nicht vom Feuer erfasst werden. Wenn wir uns diese Dinge vorstellen, haben wir eine Ahnung von dem, was am jüngsten Tag auf uns zukommt.

Maleachi 3, 1-3 1 Siehe, ich will meinen Boten (Johannes der Täufer; R. B.) senden, der vor mir (Jesus; R. B.) her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel (alle Frommen aller Zeiten aus den Juden und aus den Heiden; R. B.) der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes (Jesus in Herrlichkeit als Gott und Richter; R. B.), den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth. 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit.

 

 

 

 

 

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Trockenheit in Israel – Juden beten für Regen, aber umsonst (drought in Israel – Jews pray for rain but in vain)

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Natürlich kann es unmittelbar, nachdem ich diesen Artikel hier veröffentlicht habe, wieder kräftig regnen in Israel. Dieser Regen wäre aber keine Antwort Gottes auf die gegenwärtigen Gebete der Juden um Regen (siehe YouTube-Video, oben), sondern er würde es von sich aus wieder regnen lassen, ohne ihr Gebet, weil er sie nicht vernichten bzw. gänzlich verderben will, sondern nur züchtigen.

Die Juden, die gegenwärtig um Regen beten, haben keinerlei Anspruch auf irgendeine Gebetserhörung. Die Religion, die heute im Allgemeinen unter dem Begriff „Judentum“ verstanden wird, entspricht nicht der korrekten Auslegung des Alten Testamentes, das die Juden Tanach nennen. Die korrekte Auslegung des Alten Testamentes führt zum Christentum. Spirituell gesehen waren Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Josua, Samuel, David, Jeremia, Jesaja, etc. Christen, denn sie glaubten an einen Erlöser, wollten nicht durch Gesetzeswerke gerecht werden (sie lebten allerdings kein gesetzloses Leben, denn der Geber des Gesetzes, Gott, war bei ihnen). Die heutige Religion Gottes ist das Christentum, denn es stützt sich auf das Wort Gottes, die Heilige Schrift, das Alte und das Neue Testament. Das Christentum ist göttlich legitimiert, da es sich auf das Wort Gottes stützt. Das heutige Judentum hat keine göttliche Legitimation, da es sich nicht auf die Heilige Schrift stützt, sondern auf einer falschen Auslegung des Alten Testamentes beruht.

(zwischen Neuem Testament und Altem Testament besteht keinerlei Widerspruch, sondern sie sind zusammen die Heilige Schrift der christlichen Kirche; im Neuen Testament werden nur einige Dinge mehr entfaltet, die im Alten Testament etwas verborgen waren; eine Jude kann sich nicht auf das Alte Testament berufen, wenn er das Christentum kritisiert, da geht er völlig fehl)

Ich will die Juden durchaus nicht irgendeiner konkreten, praktischen Sünde anklagen, das liegt mir unglaublich fern. Tatsache ist jedoch, daß die heutigen Juden durch eine sehr schwere Sünde des Geistes von Gott getrennt sind: Sie wollen nicht durch Glauben an einen Erlöser gerecht werden sondern durch Gesetzeswerke. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß Gott das Gesetz (Gesetz der Thora, die Gebote Gottes), was seine geistliche Dimension angeht, nur gegeben hat, damit der Mensch seine natürliche Sündhaftigkeit erkenne. Wenn der natürliche Mensch versucht, die Gebote Gottes aus sich heraus zu halten, merkt er, daß er Lust bekommt, noch mehr zu sündigen statt weniger, „denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot“. Das Gesetz zeigt also die vollkommene Verdorbenheit des natürlichen Menschen auf und dass er eines Erlösers bedarf, der ihn frei macht von Sünde und Schuld.

Kaum ein Jude heute würde sich als Götzendiener bezeichnen lassen, der ähnliche Strafen verdient hätte wie jene der alttestamentlichen Juden, die statt Gott den Götzen dienten. Aber das Verharren der heutigen Juden in einer Irrlehre, eben das sogenannte Judentum, ist auch Götzendienst, denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Götzendienst. Die Juden widerstreben Gott, sind widerspenstig gegen ihn, indem sie nicht den von ihm verordneten Glauben, den Glauben an Jesus, annehmen, sondern in eigenwilligem Gottesdienst verharren.

1. Samuel 15, 23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist. (das sagte der Prophet Samuel zu König Saul; R. B.)

Saul hatte den Bann an den Amalekitern nicht vollständig vollstreckt:

1. Samuel 15, 9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag (Agag war der König der Amalekiter; R. B.) und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war, und sie wollten den Bann daran nicht vollstrecken; was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.

Die heutigen Juden sündigen ähnlich wie Saul und das damalige Volk, indem sie „nicht den Bann an ihrem sündigen Fleisch (siehe Anmerkung, unten) vollstrecken wollen“. „Den Bann an ihrem sündigen Fleisch würden die Juden vollstrecken“ durch den Glauben an Jesus Christus, der ihr Messias ist. Durch die sakramentale Taufe wird das Problem unseres (die Heiden bzw. Nicht-Juden haben das gleiche Problem wie die Juden) sündigen Fleisches gelöst: Wir sterben der Sünde ab und kommen in Christus hinein durch die Taufe. Wer also an Jesus Christus glaubt, der hat an seinem Fleisch (sein natürlicher Mensch bzw. was er von Natur aus ist, von Geburt) den Bann vollstreckt. Durch die Kraft Christi können wir trotz unseres sündigen Fleisches Gott gehorsam sein. Durch Christus bringen wir unsere Leiber Gott als lebendige Opfer dar, indem wir Gott durch Christus gehorsam sind, in der Kraft Christi. Das ist der wahre Gottesdienst, der Gott wohlgefällig ist.

1. Samuel 15, 22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.

(das Volk wollte die verschonten Tiere dem Herrn opfern; das aber war eigenwilliger Gottesdienst, denn der Herr hatte befohlen, an jenen Tieren den Bann zu vollstrecken, nicht sie zu opfern; der Herr forderte also Gehorsam gegen seinen Bann-Befehl, nicht Tieropfer; R. B.)

Zum Sinn der Taufe (einschließlich Kindertaufe):

Natürlich werden wir gerecht durch puren Glauben an Jesus, der für uns starb und auferstand. Er wurde um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Wir sind allerdings geschwächt durch unser sündiges Fleisch, was dazu führen könnte, daß wir auf Gnade hin sündigen: „Gott hat mir vergeben, Jesus hat meine Sünden getragen am Kreuz, also kann ich jetzt bedenkenlos sündigen.“ Durch die Kraft der Taufe (wir sind mit Christus gestorben und auferstanden) sündigen wir nicht auf Gnade hin, sondern wir geben unseren Leib als lebendiges Opfer, beten Gott an im Geist und in der Wahrheit. Durch die Taufe wird unser Glaube mit Gehorsam verbunden. Wir werden am Jüngsten Tag durchkommen, weil wir durch die Kraft der Taufe den Glauben bewahrten, im Glauben blieben. Wer den guten Kampf des Glaubens kämpft, nicht aufgibt, durch die Kraft der Taufe seine Sünde immer mehr zu überwinden, für den ist Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für die Sünden – er hat die Vergebung.

Anmerkung

„Sündiges Fleisch“ ist der natürliche Mensch ohne Glauben und Taufe; das was wir von Natur aus sind, von Geburt an.

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 2; in der Kirche zählt nicht menschliche Weisheit, sondern Gottes Kraft

Die Predigt des Apostels vom Gekreuzigten

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

Von der Weisheit Gottes

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. 7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. 9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. 15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. 16 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? (Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.

Auslegung

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“

Wenn Menschen in die Nähe der christlichen Kirche kommen, fängt der Geist Gottes an, an ihnen zu wirken. Er zeigt dem Menschen seine persönliche Sündhaftigkeit auf und offenbart ihm das Heil in dem Gekreuzigten.

Bevor Jesus anfing, predigte Johannes der Täufer die Buße bzw. die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Durch die Predigt des Johannes und seine Taufe wurden die Leute einmal richtig traurig über sich selbst. Die Leute, denen Jesus bei der Begegnung mit ihm das Heil gab, das heißt sie wieder fröhlich machte, waren solche, die Johannes traurig gemacht hatte. Wenn man das so sagen darf: Jesus konnte mit seiner Predigt vom Heil bei den Leuten nur ankommen, weil Johannes sie vorbereitet hatte, sie über ihre Sünden trauernd gemacht hatte. Die Predigt der Kirche muß beides in sich vereinen: die Bußpredigt des Johannes und die Heilspredigt Jesu. Genau das war bei der Predigt des Apostels Paulus der Fall. Durch Gott, der mitwirkte, wenn Paulus predigte, wurden die Menschen einerseits traurig gemacht, indem sie ihre Sündhaftigkeit erkannten, andererseits aber erkannten sie auch das Heil in dem Gekreuzigten und so wurden sie gleich wieder fröhlich. (es ist einerseits nicht der Wille Gottes, daß einer Jahre und Jahrzehnte als Kopfhänger herumläuft, der immer über seine Sünden trauert, aber es ist auch nicht der Wille Gottes, daß einer die tiefe Trauer der Buße einfach überspringt, gar nicht erfährt, denn ohne die Trauer der Buße kann man nicht wirklich das Heil erfassen (wollen);  man muß hier zu einer gewissen Ausgewogenheit kommen)

Apostelgeschichte 19, 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.

 „3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern;“

Wovor hat sich Paulus so gefürchtet?

Er wusste um die Gefahr, in der jeder Prediger des Evangeliums steht: die Bußpredigt wegzulassen bzw. zu überspringen – davor fürchtete er sich. Die Bußpredigt ist dem Menschen das schlechthin anstößige. Das sündige Fleisch des Menschen bäumt sich auf gegen die Predigt, die Grundlage für das Heil des Menschen ist. Der Mensch, sein sündiges Fleisch, sperrt sich zunächst gegen das, was ihm zum Heil dient. Aber wenn wir berücksichtigen, daß der Teufel, der jede Seele morden will, Zugriff auf das menschliche Fleisch hat, dann wird uns verständlich, warum der Mensch sich gegen die Bußpredigt sperrt – der Teufel will einfach nicht, daß jemand das Heil ergreift, gerettet wird, vom Tod zum Leben durchdringt.

Epheser 2, 1-3 1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Jene, die es schaffen auf irgendeinem Wege doch ohne Buße in die Gemeinde zu kommen, kann man mit folgendem Vers beschreiben:

Matthäus 11, 12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich.

Jene sind dazu prädestiniert, zu Wölfen im Schaftspelz zu mutieren, die eines Tages die Herde Christi verführen.

Apostelgeschichte 20, 30 Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen.

Jene, die nicht Buße tun, werden das Heil nicht wirklich erfassen, sondern es ist alles nur Schein (Scheinheilige). Sie sind es, die der Gemeinde, dem Himmelreich Gewalt antun – Wölfe inmitten der Schafe Christi.

4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, …“

Es könnte ja ein Prediger auf die Idee kommen, die Bußpredigt wegzulassen, und mit den Vorzügen der Gemeinde zu werben, die die Gläubigen durch ihre bloße Gemeinschaft haben:

  • den Genuss von Gemeinschaft mit anderen Menschen an sich (wer will das nicht)
  • gegenseitige finanzielle Unterstützung der Gläubigen (das war sicherlich zu der Zeit sehr verlockend, als es noch kein Sozialversicherungssystem gab)
  • gegenseitige Hilfeleistungen (Umzug, kostenfreie handwerkliche Dienstleistungen, Hilfe bei Wohnungsrenovierung)
  • Vermittlung eines günstigen PKW
  • Vermittlung von Arbeitsstellen und Wohnungen durch Beziehungen in der Gemeinde
  • Bevorzugung bei Bewerbungen aufgrund Gemeindezugehörigkeit
  • Chance, eine „vernünftige“ Frau kennenzulernen
  • direkte Anstellung bei Gemeinde (Küster, Mesner, Pfarrer, Diakon, etc.)
  • politische Macht der Gemeinde (jede Gemeinschaft, egal ob sie kirchlich ist oder nicht, hat mehr politische Macht als der Einzelne)
  • u.v.m.

Aber all das sind nur Nebeneffekte des Gemeindelebens und nicht der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Entscheidend ist, daß die Glieder der Gemeinde sich durch ihre geistlichen Gaben gegenseitig auferbauen im Herrn. Jedes Gemeindeglied soll allmählich umgewandelt werden von einem Sünder in einen Gerechten bzw. Heiligen. Die Heiligen wiederum laden Menschen in die Gemeinde ein, die am Rande der Klassengesellschaft dieser Welt stehen. Sie tun das in dem Bewusstsein, daß die Unheiligkeit, die Sünde, der Grund für Unglück, Krankheit, Kriminalität, sozialen Abstieg, Ausgegrenztsein, Heimatlosigkeit, Depression, Einsamkeit, usw. ist. Wenn die Leute vom Rand der Gesellschaft bereit sind, das für wahr zu halten, als Tatsache zu akzeptieren, und in die Gemeinde zu kommen, kann sich ihr Fluch in Segen verwandeln, denn Christus, der Heiland der Sünder, ist in der Gemeinde gegenwärtig auf sakrale Weise und macht sie heil. So ist also die Gemeinde eine riesige Heilsanstalt. Das ist es, was die Gemeinde nie vergessen darf: der gemeinsame Kampf um die Heiligkeit bzw. der gemeinsame Kampf gegen die Sünde (die Glieder der Kirche richten sich nicht gegenseitig, sondern geben einander Hilfestellung, sich zu bessern), denn die Sünde ist die Ursache allen Übels, allen Verderbens.

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen.“

Der große Vorzug der Gemeinde ist, daß dort nicht ein einzelner Mensch über alle herrscht, sondern Gott ist der unsichtbare Herrscher. Das Wesen mit dem kleinsten Ego ist Gott selbst, das heißt er ist immer für andere da, sieht nicht auf sich selbst. Gott „saugt“ nicht, sondern von ihm geht permanent Leben, Gesundheit, Freude, Kraft, Mut, Hoffnung, Zuversicht, etc. aus. Für die Glieder der Gemeinde gibt es ein unglaubliches Potential, sich fortzuentwickeln, da Gott für sie da ist, ihr Bestes will.

Alle Gemeinschaften dieser Welt, außer der echten Kirche, sind hierarchisch aufgebaut, d. h. einer oder eine kleine Gruppe (Kader) stehen an der Spitze und regieren die anderen. In der katholischen Kirche ist das der Papst. Kein Katholik kann sozusagen klüger als der Papst werden, weil dieser Mensch in der katholischen Kirche alles beherrscht, alles deckelt. Das aber ist eine gewaltige Einengung bzw. Begrenzung für die Katholiken. Allgemein ausgedrückt: Die Glieder der Gemeinschaften dieser Welt sind begrenzt und eingeengt durch jene, die diese Gemeinschaften führen. Im Gegensatz dazu sind alle Glieder der Gemeinde real mit Gott verbunden, der ein gewaltiges Kraftwerk des Lebens ist. Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Christen nach oben hin sind schier unbegrenzt, denn er entwickelt sich zu Gott hin, der in jeder Hinsicht unermesslich ist. Aber das ist der Lohn für jene, die Buße getan haben über ihre Sünden.

Die Gemeinschaften dieser Welt sind natürlich schwache Gemeinschaften oder in gewisser Hinsicht gar keine Gemeinschaften: Immer wieder kommt es zu Machtkämpfen, weil der eine oder andere auch in den kleinen Kader der Herrschenden aufsteigen will; das aber ist natürlich Gift für frohe Gemeinschaft. Ich kann nicht gleichzeitig der Freund und der Konkurrent meines Mitmenschen um Aufstieg und Prestige sein. Selbst wenn sich nach einer Weile Strukturen verfestigt haben und einer gewisser Kader feststeht, ist dennoch der Einfluss der Sünde da: Man bewertet sich gegenseitig nach Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, beruflicher Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. Das isoliert natürlich auch einen vom anderen, denn durch dieses Denken entstehen unendlich viele Rangstufen bzw. Klassen. Kaum ist einer einen Millimeter höher als der andere, redet er nichts mehr mit ihm – idiotisch.

In der Gemeinde achtet einer den anderen höher als sich selbst. Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, berufliche Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. spielen für das Verhältnis der Gläubigen untereinander keine Rolle. Dies wirkt der Geist Christi und Gottes, der sie verbindet, einen Leib aus ihnen macht, wo die Glieder sich gegenseitig dienen. Die Glieder der Gemeinde haben permanenten Zugang zueinander, es gibt keine Trennungen. Dies ist ein gewaltiges Potential, denn die Kommunikation der Gläubigen ist gewährleistet. Die Gläubigen stehen zusammen wie ein Mann, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Gläubigen sind der Leib Christi und Christus ist ihr Haupt – gewaltig!

Matthäus 20, 20-28

20 Da trat zu ihm (Jesus; R. B.) die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. 21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, das können wir. 23 Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater. 24 Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. 25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Die kleinen und die großen Herrscher dieser Welt halten ihre Untergebenen dumm, annehmend, sie könnten dadurch ihren Thron sichern. In der Gemeinde soll es keine Herrscher geben, sondern die Glieder der Gemeinde helfen einander in ihrer Fortentwicklung, dienen einander mit ihren Gaben. Die Gemeinde ist also genau das Gegenteil dieses Weltsystems.

 

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 1; Gottes Wille ist die Einheit der Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Dank für Gottes reiche Gaben in Korinth

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Auslegung

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Paulus war tatsächlich ein Beauftragter Gottes. Man durfte also seine Worte nicht so einfach in den Wind schlagen. Paulus‘ Worte waren von letztem göttlichen Ernst. Paulus traf keine „einsamen Entscheidungen“ (eine Formulierung aus der Politik), sondern befand sich in ständiger Gemeinschaft mit christlichen Brüdern (hier Sosthenes). Jene Brüder verfochten die gleiche Lehre, das gleiche Evangelium wie Paulus, aber nicht weil es ihnen Paulus diktierte, sondern weil sie den gleichen Geist wie Paulus hatten, den heiligen Geist. Paulus‘ Brüder zogen aus der damals vorhandenen Heiligen Schrift von sich aus, ohne Einflussnahme des Paulus, die gleichen Schlussfolgerungen wie Paulus und blieben von daher freiwillig und gerne in Gemeinschaft mit ihm. Paulus war nicht ihr Guru, der über sie herrschen wollte, seinen Willen aufoktroyieren wollte oder sie von sich abhängig machen wollte, sondern ihr Bruder. Von seinem Apostelamt leitete Paulus nicht das Recht ab, über irgendeinen anderen Christen zu herrschen. Der gegenwärtige Papst, Franziskus, mag andere „Geistliche“ seiner Kirche auch als Brüder bezeichnen, aber in Wirklichkeit sind sie nur die Tentakel einer riesigen Krake, deren Kopf eben er selbst, der Papst, ist. Nicht handeln die „Geistlichen“ der katholischen Kirche gemäß des Befundes der Bibel, sondern sie tun den Willen eines menschlichen Zwerges (in Bezug auf Christus, Gottes Sohn, auf den die „Geistlichen“ eigentlich hören sollten, ist der Papst ein Zwerg), des Papstes. Das Verhältnis des Papstes zu den anderen „Geistlichen“ der kath. Kirche ist keine Bruderschaft, sondern eine Hierarchie, an deren Spitze der Papst steht. Der gemeinsame Herr von Paulus und seinen Brüdern war Jesus Christus, Gottes Sohn. Der gemeinsame Herr aller kath. „Geistlichen“ ist der Papst. Insofern ist der Papst Gott in der kath. Kirche – aber lassen wir das.

Durch die Tatsache, daß viele Brüder freiwillig die Botschaft des Paulus bestätigten, ohne daß sie unter hierarchischem Druck standen, wird sie enorm bekräftig. Natürlich würden auch kath. „Geistliche“ die (falsche) Botschaft des Papstes bestätigen, aber nicht unbedingt freiwillig, sondern ggf. deswegen, weil er sie ansonsten vom Dienst suspendieren würde, was den Verlust der monatlichen Besoldung zur Folge hätte. Was könnte es schlimmeres für einen Bauchdiener als den Verlust des monatlichen Einkommens geben.

Der erste Brief des Paulus an die Korinther ist von allgemeiner Bedeutung für die ganze Kirche und alle Christen weltweit.

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“

Die Kirche zu Korinth war eine echte, christliche Kirche, was daran deutlich wurde, daß die Glieder dieser Kirche tatsächlich Geistesgaben hatten. Im Gegensatz dazu können sich heute die Glieder einer evangelischen Gemeinde oder einer katholischen Gemeinde nur einer „Gabe“ rühmen: Sie sind mickrige, kleine Spießbürger, die immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt sind; außerdem sind sie sexuell und religiös sehr tolerant; sie frönen dem Statusdenken, der Genusssucht und betreiben Zukunftsvorsorge. Gott scheint ihnen die Gabe des Spießbürgertums gegeben zu haben. Die Frage nach den geistlichen Gaben muß von ihnen als das allergefährlichste Schwärmertum verworfen werden.

Die Abwesenheit geistlicher Gaben ist ein Zeichen für den totalen geistliche Tod der heutigen Kirchen. In den heutigen Kirchen ist der heilige Geist schlichtweg nicht mehr gegenwärtig.

Übrigens sind jene, die sich für die einzig wahren Christen und Chef-Ausleger der Bibel halten, die Evangelikalen, aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe (Evangelikale taufen Menschen, die bereits als Kind gültig getauft wurden, noch einmal), die sie intern natürlich einfach als Taufe bezeichnen. Ganz deutlich: Der erste Brief des Paulus an die Korinther hat einem Evangelikalen in seiner Eigenschaft als Glied der religiösen Vereinigung der Evangelikalen überhaupt nichts zu sagen, denn er befindet sich außerhalb der Kirche wie auch seine ganze „Glaubens“-Gemeinschaft. Die ganze Lehre der Bibel richtet sich nur an Menschen innerhalb der Kirche oder jene, die Glieder der Kirche werden sollen (dazu kann auch ein Evangelikaler zählen in seiner Eigenschaft als Mensch; sobald die wahre Lehre der Bibel bei ihm Eingang findet, sollte er sich von den Evangelikalen lossagen; erst wenn ein Evangelikaler sich von seiner Wiedertaufe lossagt und wieder auf seine sakramentale Kindertaufe bezieht, beginnt sein wahres Glaubensleben). Zu den Evangelikalen gehören auch die Pfingstler und die Charismatiker. Sie rühmen sich ihrer vermeintlichen geistlichen Gaben. Ihre „geistlichen Gaben“ sind aber in Wirklichkeit dämonischer Trug und haben nichts mit den geistlichen Gaben zu tun, von denen Paulus redet. Auch das Charisma Barack Hussein Obamas ist dämonischer Trug.

Nichtsdestotrotz: Die echte, christliche Kirche zeichnet sich durch das Vorhandensein echter Geistesgaben aus. Die echte, christliche Kirche ist ein sakraler Ort, das heißt ein Ort des Wunders (in der Kirche geschehen tatsächlich Wunder). Die echte Kirche ist nicht nur ein amorpher, bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen wie irgendein Verein, wo mit Recht niemand Wunder erwartet, sondern die Glieder der Kirche sind durch den Heiligen Geist verbunden und Gott wirkt mächtig unter ihnen, was durch wunderbare Geistesgaben zum Ausdruck kommt. Nichts ist teuflischer, als die Anforderungen an die Kirche so weit herunterzuschrauben, daß man von ihr nicht mehr erwartet, ein Ort des Wunders zu sein. Die Abwesenheit von Wundern zeigt, daß auch der Geist abwesend ist, aber gerade der Geist Gottes macht ja die Kirche, ist das besondere an ihr.

Durch ihre Gaben dienen die Glieder der Kirche sich gegenseitig und helfen einander in Christus zu bleiben. Jeder, der im Glauben weiterkommen will, der tue den Schritt hin zur echten Kirche, das hat schon Bonhoeffer gesagt. Jeder kann den Schritt in die Kirche tun, auch wenn er meint, er gehöre zu jenen, die zur Verdammnis auserwählt wären, denen Gott den Glauben nicht geben wolle. „Tu‘ den Schritt in die Kirche!“ Durch die Kirche kann sich der Fluch in Segen verwandeln. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche sind leider vom Glauben abgefallen und die Evangelikalen sind sowieso ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe. Man müßte also etwas Neues gründen unter Anerkennung der vorhandenen, sakramentalen Taufe einschließlich Kindertaufe (keine Wiedertaufe!). Schon zwei Christen können eine Kirche gründen. (bei der evangelischen Kirche, EKD, bestehen allerdings Zweifel an der Gültigkeit aktueller Taufen, da sie mit dem Modalismus anbandelt; der Modalismus lehrt einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, ein falsches Gottesbild, wohingegen der christliche Gott ein Gott in drei Personen ist; nur eine Taufe auf den dreieinigen Gott ist gültig; zur Klärung dieser Frage müßte dringend eine deutsche Nationalsynode einberufen werden)

Das Warten auf den Herrn besteht nicht im ständigen Ausrechnen von Terminen seiner Wiederkunft, sondern im Gebrauch seiner Geistesgaben. Die Glieder der Kirche sind nicht unglücklich wie die Evangelikalen in ihrem fanatischen Wahn, die sich ständig das Ende der Welt herbeisehnen, sondern sie sind glücklich, indem sie einander mit ihren Geistesgaben dienen. Freilich, das Ende scheint nahe zu sein, wenn heute ein Mann einen Mann heiraten darf und eine Frau eine Frau. Fehlt nur noch, daß ein Muslim seine Ziege heiraten darf. Aber vielleicht schenkt Gott doch noch eine neue Reformation und Wiederherstellung seiner Kirche.

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Wer das Christentum wirklich kennengelernt hat, für den ist klar, daß das Sich-klammern an Personen völlig unchristlich ist und aus dem Fleisch kommt. Das Problem sind Wölfe im Schafspelz, die sich in die Kirche einschleichen und nicht das suchen, was Gottes ist, sondern das Ihrige. Sie haben es gerne, wenn man sich an sie hinhängt, von ihnen abhängig wird, vor ihnen kriecht, sich duckt, sie herrschen läßt. Allzu leicht verwechseln die armen Schafe Christi Sanftmut und Demut mit Kriecherei und Duckmäusertum. Die Wölfe im Schafspelz bestärken sie natürlich noch darin. Sie messen sich selbst einen natürlichen Herrschaftsanspruch bei und verlangen von den Gliedern der Kirche, sich ihnen in aller Sanftmut und Demut unterzuordnen. Selbstverständlich waren Paulus, Kephas (Petrus) und Apollos keine Wölfe im Schafspelz, sondern die Wölfe im Schafspelz, die sich in Korinth eingeschlichen hatten, behaupteten fälschlicherweise, jeder von den dreien habe seine eigene Lehre gehabt. Das war natürlich eine Lüge. Die richtige Reaktion der Korinther auf Paulus‘ Brief an sie wäre eine lokale, freie Synode gewesen, um auf Grundlage der vorhandenen Heiligen Schrift die allgemeingültige Lehre festzustellen. Das brauchen wir heute übrigens auch; allerdings nicht eine lokale Synode, sondern ein ökumenisches Konzil (Weltkonzil). Es gibt eine allgemeingültige Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel. Diese Lehre erhält man, wenn man jeden Vers der Bibel so auslegt, daß er nicht zum Gesamtinhalt der Bibel im Widerspruch steht. Die echte, christliche Lehre wird gestützt durch jeden Einzelvers der Bibel und durch den Gesamtinhalt. Häretiker und Sektierer schneiden immer bestimmte Verse oder Abschnitte heraus und basteln daraus ihre Irrlehre bzw. Sonderlehre. Die Aufgabe der Lehrer der echten Kirche ist es, auf einer Synode bzw. auf einem Konzil die falschen Lehren aufzudecken mit Hilfe des Befundes der Bibel. Jene, die sich dem Beschluß einer echten Synode nicht beugen wollen, werden aus der Kirche ausgeschlossen. Früher wurden zum Beispiel die Monophysiten (falsches Gottesbild) und die Nestorianer (falsches Gottesbild) aus der Kirche ausgeschlossen. Von ihnen stammen teilweise die „christlichen“ (beachte die Anführungszeichen) Flüchtlinge ab, die heute aus dem nahen Osten zu uns kommen. Man muß also sehr vorsichtig sein, wenn ein Flüchtling aus dem nahen Osten sich als Christ bezeichnet und ihn genau interviewen, um festzustellen, ob er wirklich Christ ist. Die römisch-katholische Kirche ist aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen des Papsttums, der Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken und der falschen Abendmahlslehre (die Taufe der katholischen Kirche ist allerdings gültig, solange die Intention richtig ist und das Gottesbild nicht geändert wird). Die evangelische Kirche ist ausgeschlossen wegen der Legalisierung der Homosexualität, der Predigt eines rein materialistischen „Evangeliums“, der Predigt der billigen Gnade und ggf. wegen der Einführung eines falschen Gottesbildes, des Modalismus. Das Weitere wäre auf einer Synode zu besprechen. An der Gültigkeit aktueller Taufen der evangelischen Kirche in Deutschland bestehen Zweifel, da sie mit dem Modalismus (falsches Gottesbild) anbandelt – auch das wäre dringend auf einer Synode zu besprechen.

Selbstverständlich haben Paulus, Petrus und Apollos das Gleiche gelehrt. Ihre Lehre drehte sich hauptsächlich um den Tod und die Auferstehung Jesu und die neue Geburt aus Wasser und Geist, die sakramentale Taufe:

Jeder Christ, der sakramental getauft ist (hierzu zählt auch die Kindertaufe), kann einfach aus der Kraft der Taufe ein christliches Leben führen. Er muß sich nicht ständig die Frage stellen, ob er wirklich zu denen gehöre, denen Gott den Glauben gibt. Nein, er überwindet seine Sünde durch die Kraft der Taufe und somit lebt er im Glauben. Die Kraft der Taufe ist, daß wir bei der Taufe mit Jesus gestorben und auferstanden sind. Wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe. Dadurch können wir die sündigen Neigungen unseres Leibes, unsere sündigen Neigungen, überwinden. Je mehr wir Christus Raum geben, desto mehr zeigen wir damit, daß wir in den Himmel wollen, den Ort der Gegenwart Christi und Gottes. Wenn wir die Kraft der Taufe verleugnen, Christus in uns keinen Raum geben, werden wir nicht in den Himmel kommen. Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel, sondern das Eingangstor zu einem christlichen Leben. Unsere Verantwortung ist es, durch das Tor durchzugehen und wirklich als Christ zu leben im Alltag.

17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Mit Vers 17 will Paulus keineswegs die Taufe herabsetzen und alles Gewicht auf die Predigt legen, sondern es geht um Folgendes: Bei jeder sakramentalen Taufe ist der eigentliche Täufer Gott selbst. Auf den Geistlichen, der die Taufe zelebriert, kommt es an sich überhaupt nicht an (ausgenommen Intention und Gottesbild seiner Kirche). So kann auch ein gewöhnlicher Christ einen bekehrten Menschen taufen. Daß auch ein einfacher Christ taufen darf, schmälert die gewaltige Bedeutung der Taufe überhaupt nicht – im Gegenteil: Nur eben aus dem Grund, daß bei jeder sakramentalen Taufe eigentlich Gott selbst der (unsichtbare) Täufer ist, darf auch ein gewöhnlicher Christ eine Taufe zelebrieren (die Qualität der Taufe hängt sozusagen nicht von der Qualität jenes Menschen ab, der die Tauffeier zelebriert). Es gibt nur zwei Anforderungen an ihn: Er muß die Taufe für die neue Geburt aus Wasser und Geist bzw. für die Taufe zur Vergebung der Sünden halten (richtige Intention) und seine Kirche muß das richtige Gottesbild (ein Gott in drei Personen) haben.

Auch die Predigt ist wichtig. Predigen kann allerdings nicht jeder Christ, sondern dazu bedarf es einer Geistesgabe. Darauf spielt Paulus mit Vers 17 an. Die in sich selbst gewaltige Taufe konnte jeder einfache Christ zelebrieren, aber nicht alle Christen konnten predigen.

„Wie soll man etwas predigen, wenn man es nicht mit klugen Worten predigt? Es ist doch selbstverständlich, daß man mit klugen Worten predigt und nicht mit dummen.“

Das Evangelium an sich ist ganz einfach. Warum kann es dann nicht jeder predigen?

Nun, damit das Evangelium bei den Leuten einschlägt, muß Gott mitwirken (auch bei Jesus war es so, daß Gott mitwirkte, wenn er predigte), an den Leuten wirken. Dies tat er, wenn Paulus predigte, denn Paulus hatte eine Geistesgabe, war ein echter Diener Gottes, eben ein Apostel. Es war nicht notwendig und Gott wollte es auch nicht, daß Paulus mit klugen Worten predigte (siehe Anmerkung 1, unten). Paulus war ein innerlich tief zerbrochener Mensch, ein geknicktes Rohr, fühlte seine natürliche Sündhaftigkeit. Wahrschein war kaum jemals ein Mensch so überzeugt von seiner natürlichen Sündhaftigkeit wie Paulus. Gleichzeitig überwand er aber durch die Gnade Gottes (Jesus) seine Sünde in vorbildlicher Weise. Obwohl Paulus so überzeugt war von seiner Sündhaftigkeit, resignierte er nicht vor seiner Sünde, sondern überwand sie durch Christus – das ist ganz, ganz wichtig; unterm Strich, egal was in ihm innerlich vor sich ging, war Paulus doch ein Frommer, erschien so den Leuten. Die Leute nahmen Paulus keinesfalls als Sünder wahr, sondern als sehr frommen Menschen. Wahrscheinlich war Paulus der vorbildlichste Christ seiner Zeit. Paulus praktizierte, was er predigte wie auch Jesus, von dem gesagt wurde, Gnade und Wahrheit seien erschienen. Jesus war das Gegenteil eines Pharisäers, der Ungnade (Richten der armen Sünderlein) und Lüge (Heuchelei) war. Die Pharisäer waren ungnädig mit ihren Mitmenschen und praktizierten nicht, was sie predigten. Jesus war gnädig mit seinen Mitmenschen und tatsächlich fromm (in Tat und Wahrheit), kein Heuchler.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Bei der Auslegung der Bibel wird leicht vergessen, daß es eigentlich zwei Evangelien gibt: das Schöpfungsevangelium Gottes und das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Bevor das Evangelium von Jesus den heidnischen Römern durch die christliche Kirche gepredigt wurde, hatte ihnen schon die sichtbare Schöpfung von Gott, dem Schöpfer, gepredigt. Allein, sie haben es nicht angenommen und ihr eigenes, von Gott unabhängiges System aufgebaut (dieses System war autark in Bezug auf Gott) mit seiner eigenen Weisheit (das taten auch die Griechen und andere Heiden). Diese Weisheit verleugnet natürlich die Offenbarungen Gottes über gewisse metaphysische Zusammenhänge und Gott selbst. Es ist allerdings so, daß Gottes Offenbarungen sich auf Realitäten beziehen; das heißt ein Lehrsystem, das die Offenbarungen Gottes ignoriert, muß Schiffbruch erleiden, da es nicht alle realen Gegebenheiten berücksichtigt (wenn man Gottes Offenbarungen ignoriert, heißt das ja nicht, daß die Realitäten verschwinden). Die Geschichte zeigt uns, daß tatsächlich die Lehrsysteme der Heiden nicht funktioniert haben und bis dato nicht funktionieren. Die immer wiederkehrenden Kriege und Bürgerkriege (siehe die absolut grausamen Bürgerkriege am Ende der römischen Republik) in der Geschichte zeigen, daß die Lehrsysteme der Heiden nicht funktionieren, daß ihre Weisheit in Wirklichkeit Torheit ist. Aufgrund der Geschichte der Menschheit müßte jeder Mensch, auch wenn er nicht an Jesus glaubt, zugeben, daß jede rein menschliche Weisheit (Weisheit, die die Offenbarungen Gottes außer Acht lässt) in Wirklichkeit Torheit ist, denn sie führt zu Ruin, Verderben und Untergang. Wie stolz sind die heutigen US-Amerikaner auf ihre Zivilreligion (civil religion), aber jedem wahren Christen ist klar, daß diese Zivilreligion nichts weiter als ein Haufen Dreck ist. 25% (!!!) aller Gefangenen dieser Welt sitzen in US-Gefängnissen, obwohl die USA nur 4% Anteil an der Weltbevölkerung hat – das ist atemberaubend. Sie sagen ihren Bürgern immer, sie sollten einander lieben, aber je mehr sie ihnen das sagen, desto mehr hassen sie sich, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot. Die Offenbarung Gottes, daß jeder Mensch sehr zum Sündigen neigt und Gebote ihm erst recht Lust machen, zu sündigen, verleugnet die US-Zivilreligion und somit kann sie nicht funktionieren, was deutlich wird an der Verkommenheit der US-Bevölkerung: Sie hassen sich gegenseitig und begehen Verbrechen aneinander, die sie ins Gefängnis bringen. Was für ein lausiges Land ist die USA. Auch der amerikanische Sezessionskrieg war einer der grausamsten Bürgerkriege der Menschheitsgeschichte.

Die Weisheit dieser Welt gehört also zu einem gottfernen System, und das ist es wahrscheinlich, was Gott am meisten an ihr stört.

Im 19. Jahrhundert breiteten sich in Europa die Lehren der Aufklärung (sie ist auch Grundlage der US-Zivilreligion) aus. Unmittelbar danach kam es zum ersten und zum zweiten Weltkrieg, wo sich die stolzen Aufgeklärten gegenseitig industriell organisiert abschlachteten wie einst die Protestanten und Katholiken im dreißigjährigen Krieg auf altertümliche Weise. Was ist also die Aufklärung? Richtig geraten – ein Haufen Dreck.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft.“

Warum ist es ihnen denn eine Torheit?

Naja, das Kreuz würde ja bedeuten, in dieser Welt Macht, Reichtum und Ehre ggf. hintanzustellen (das Kreuz bedeutet auch persönliche Gerechtigkeit im alltäglichen Handeln, die sich häufig schlecht mit dem schnellen Erwerb von Macht, Reichtum und Ehre verbinden läßt; jemandem, der gierig nach Macht, Ehre und Reichtum hier auf Erden strebt, dem steht das Kreuz im Weg, deswegen ist es ihm einen Torheit). Jene, die verlorengehen, ziehen also die Herrlichkeit in dieser Welt der ewigen Herrlichkeit vor, indem sie Ungerechtigkeiten begehen, um schnell Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt zu erlangen. Sie sind schlichtweg gierig, wollen alles schnell, jetzt, hier und sofort. Jede Form von Gier ist Gott verhasst, da sie mit Ungerechtigkeit einhergeht. Die Seligen hingegen gedulden sich ein wenig, sind bereit, hier auf Erden um Christi willen zu leiden und verworfen zu werden, nehmen ihr Kreuz auf sich – und so werden sie nach dem Ende dieses Zeitalters teilhaben an der Herrlichkeit Christi. Die Seligen verzichten auf Macht, Ehre und Reichtum hier, falls deren Erwerb mit Ungerechtigkeit verbunden wäre.

Dem Seligen, dem Christen, ist das Kreuz eine Gotteskraft, weil es ihm hilft, seine Sünde zu überwinden und gerecht zu leben. Die Gerechtigkeit hier, weiß der Christ, ist Voraussetzung für die Herrlichkeit dort. Das Kreuz erscheint hier in dieser Welt ganz und gar nicht herrlich, aber dort wird es Herrlichkeit bedeuten, und deswegen nimmt es der Christ auf sich.

„21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“

Ähnlich wie die heutigen Amerikaner sahen sich die heidnischen Römer als die Frommen, die Heiligen auf Erden und ließen das auch alle anderen Erdenbewohner wissen. Aber genau jene, denen sie ihre Frömmigkeit verkündeten, überzogen sie mit Krieg, Furcht und Schrecken, wie die heutigen Amerikaner auch tun. Die Leute, in den von den Römern eroberten Ländern, hatten zu der Zeit, als Paulus das Evangelium predigte, die schönen Reden der Römer sicherlich satt, die Nase gestrichen voll davon. Sie wussten, was sich hinter den schönen Reden der Römer verbarg. Jedem damaligen Menschen, also ein Mensch, der einfach Mensch war, musste eine philosophisch-weise Rede, wenn sie auch noch so stimmig war in sich selbst, ein Hinweis auf abgrundtiefste Verdorbenheit des Redners und seiner Landsleute sein. Mein Kommentar zu den schönen Reden von Barack Hussein Obama und Donald Trump: „Ich kotz gleich!“ Genau in diese Welt der Belogenen schickte Gott sein wunderbar einfaches Evangelium. Es war einfach, fast dümmlich, aber es war echt, es war authentisch, es war wirkungsmächtig und das war es, worauf es ankam. Und wer wirklich Mensch war, der nahm es an, musste es annehmen.

22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Menschen, die wirklich Menschen waren, und deswegen, falls es erforderlich war, Judentum und Griechentum zur Disposition stellen konnten, fanden in Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Wer sich selbst darüber Rechenschaft gab, daß das Christentum im Vergleich mit Judentum und Heidentum mit befreiender Kraft verbunden war und somit hielt, was es versprach, für den war es weder ein Ärgernis noch eine Torheit. Halsstarrige Juden und Griechen, die das Evangelium nicht annehmen wollten, waren Utopisten vergleichbar, die blindlings in den Untergang rennen, wichtige Realitäten verkennend. In der damaligen welthistorischen Lage, wo das Heidentum seinen vollkommenen Ruin einräumen musste, war es eine unverzeihliche Sünde, daß Evangelium nicht anzunehmen.

25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.“

Die „Torheit“ Gottes ist deswegen weiser als die Menschen, weil sie realistisch ist. Sie bezieht einfach alles mit ein, ignoriert nichts: Der Mensch hat eine Neigung zum Sündigen, braucht Erlösung und es kostet etwas, in dieser Welt als Erlöster zu leben, weil die Unerlösten ihr eigenes, autarkes (bezüglich Gottes) System aufgerichtet haben. Jesu scheinbare Schwäche am Kreuz war in Wirklichkeit Ausdruck größter Kraft und hat vermocht, was sonst kein Mensch vermochte: Die Erlösung der Sünder von ihren Sünden, die Befreiung des Einzelnen von der Macht Satans und der bösen Geister, die Zugriff haben auf das menschliche Fleisch. Würden alle Menschen das Evangelium annehmen, würde damit der Zugriff der Mächte des Bösen auf diese Welt unglaublich stark verringert.

26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Gott erwählte jene, die einfach zugaben, daß dieses gegenwärtige, autarke (in Bezug auf Gott) Weltsystem nicht funktioniert, die hier nicht ihr Begehr fanden. Das machte sie natürlich verdächtig in den Augen dieser Welt und man nannte sie Toren, Schwächlinge und Nobodies. Jene aber, die sich eingestanden, was diese Welt wirklich war, waren die wirklichen Menschen auf Erden und sie nahmen Christus an und rühmten sich seiner. Denn das ist es, was dieser Welt fehlt: Sie krankt daran, daß sie Gottes, des Spenders alles Lebens, ermangelt. Wer Gott gefunden hat, hat das Leben gefunden.

 

Ergänzung

Paulus war Beauftragter Gottes, nicht Beauftragter irgendeines Menschen. Aber gerade weil er tatsächlich von Gott beauftragt war, blieb er mit „seiner“ Lehre nicht allein, sondern er hatte viele (freiwillige) Gesinnungsgenossen, die, geleitet durch den Heiligen Geist, die gleichen Schlüsse aus der Bibel zogen wie Paulus.

Im Gegensatz dazu ist der Irrlehrer eigentlich allein mit seiner Lehre. Er mag auch Gesinnungsgenossen haben, was den Anschein erwecken könnte, er sei nicht allein mit seiner Ansicht, vertrete keine Einzelmeinung; aber seine Gesinnungsgenossen hangen ihm nicht wirklich freiwillig an (das mögen sie vielleicht sogar von sich selbst behaupten in einer dämonischen Täuschung über sich selbst), sondern sind gezwungen durch irgendeine (negative) Kraft, vielleicht eine magisch-suggestive Kraft. Es ist durchaus möglich, daß sich mehrere Beauftragte eines Irrlehrers gemeinsam an eine christliche Gemeinde wenden, was den Anschein von echter, christlicher Brüderlichkeit, brüderlicher Gemeinschaftsarbeit erwecken könnte. Jene sind aber nicht durch den Heiligen Geist verbunden wie echte, christliche Brüder, sondern sie sind von einander isolierte Tentakel eines Hauptes, das der Irrlehrer ist. Nur über ihr gemeinsames Haupt, den Irrlehrer, sind sie verbunden (wie die Tentakel einer Krake über deren Kopf verbunden sind, wie oben schon gesagt), aber nicht untereinander. Sie sind sozusagen „Beamte“ des Irrlehrers. Wenn man ihr Verhalten beobachtet, merkt man schnell, wie herrschsüchtig, ehrsüchtig und habgierig sie sind; sie ermangeln des Geistes Gottes und Christi.

„5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis.“

Was soll das heißen?

Meinte Paulus, die Korinther seien wirklich in allen Stücken, was auch Gemeinschaft, Heiligung und Gesundheit, materielle Versorgung, Eheleben, etc. mit einschließt, reich gemacht oder meinte er, sie seien nur reich gemacht in aller Lehre und Erkenntnis? Auf den ersten Blick enthält Vers 5 einen Widerspruch.

Auflösung des Widerspruchs:

Richtige Lehre und Erkenntnis sind die Grundlage allen „Reichtums“ der Kirche bzw. einer lokalen Gemeinde. Wenn also in einer Kirche bzw. Gemeinde ein Reichtum an Lehre und Erkenntnis da ist, dann ist zumindest auch die Voraussetzung für allen sonstigen „Reichtum“ da, wird sich allgemeiner „Reichtum“ mit Sicherheit bald einstellen. Durch ihren Reichtum an Lehre und Erkenntnis waren die Korinther also quasi schon „reich“ in allen Stücken und somit ist der scheinbare Widerspruch von Vers 5 aufgelöst.

Die christliche Lehre macht unter anderem dadurch „reich“, daß sie aufzeigt, was wirklicher Reichtum ist und was nicht. Der prinzipielle Reichtum der Kirche ist Jesus Christus selbst; er hilft Leiden, Verfolgung und Trübsale geduldig zu ertragen. Praktisch äußerst sich der Reichtum in Christus, und wird sichtbar, durch die Gemeinschaft der Christen. Die christliche Gemeinschaft ist die einzig wahre Gemeinschaft auf dieser Welt und in Ewigkeit, denn die Christen sind verbunden durch den Heiligen Geist, eine göttliche Person. Gott ist gegenwärtig in der Kirche durch seinen Geist; die Glieder der Gemeinde wollen nicht übereinander herrschen, sondern einer achtet den anderen höher als sich selbst. Die Glieder der Gemeinde dienen einander durch ihre Gaben.

14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft.“

In der Kirche zu Korinth gab es Leute, die folgendem Irrtum verfallen waren: Sie bezogen die Taufe auf Personen; wahrscheinlich nahmen sie an, der die Taufe zelebrierende Geistliche würde in der Kraft einer Geistesgabe den Täufling taufen, ihm durch seine Gabe zur neuen Geburt aus Wasser und Geist verhelfen. Die richtige Lehre davon, daß bei jeder echten Taufe Gott der unsichtbare Täufer ist und der Geistliche die Taufe nur zelebriert, den Täufling an Gott übergibt, war ihnen nicht gegenwärtig, nicht geläufig.

Es scheint nun zunächst so, als ob Paulus sie in seiner Widerlegung mit ziemlich wenigen Worten abspeisen will; sinngemäß: „Ich, der ich sogar Hauptapostel (Apostel der Heiden) bin, taufe nicht durch eine mir innewohnende Kraft“; Paulus direkt: „Sagt nicht, ihr wäret auf meinen Namen getauft“. Im Hinblick auf den großen Apostel sollten jene, die die Taufe auf den Menschen bezogen, der die Taufe zelebrierte, von ihrer falschen Lehre Abstand nehmen.

Paulus noch kürzer; sinngemäß: „Ich tue das nicht, also sollt ihr es auch nicht tun“.

Der Einwand scheint wirklich berechtigt, daß Paulus die Korinther mit sehr wenigen Worten abspeist. Aber hier täuscht man sich leicht, denn die ausführliche Erklärung ist das, was wir in Vers 18-31 über die Predigt des Evangeliums bzw. über die Predigt vom Kreuz lesen können:

Die Meisten, die Gott errettet hatte, auch die meisten Korinther, waren auf Grundlage des Heidentums, der heidnischen Religion, nicht zu Weisheit, Macht und Ehre in dieser Welt gekommen. Das wurde von der Welt vielleicht als Fluch ausgelegt (die Welt sah sie vielleicht als geborene Pechvögel, ohne den Grund für das Pech zu kennen), war tatsächlich auch ein Fluch (allerdings der Fluch wegen der Sünde/Sünden; nicht weil man etwa ein Pechvogel war), wurde ihnen aber zum Segen (durch die Bekehrung verwandelte sich der Fluch in Segen). Die Meisten von denen, die Gott errettet hatte, hatten in dieser Welt wenig zu verlieren gehabt – sie waren tatsächlich „Nichtse“ gewesen. Und nun, nachdem sie gläubig geworden waren, kamen einige von diesen „Nichtsen“ auf die Idee, die Taufe von sich abhängig zu machen (siehe Anmerkung 2, unten). Das aber war durch und durch unsinnig, denn gerade sie, die Gott gerettet/berufen hatte, sollten sich ja des Herrn rühmen und nicht ihrer selbst, denn in sich selbst waren sie ja tatsächlich nichts, wofür ihr Leben vor der Bekehrung und Taufe der Beweis war.

„22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;“

Die Juden beriefen sich auf ihre Abstammung von Abraham, die Beschneidung und das bloße Haben des Gesetzes. Nur allein wegen dieser Dinge wähnten sie, bei Gott angenommen zu sein. Die Griechen (Anhänger der griechischen Religion) hatten das Böse einfach legalisiert und sich böse Götter gemacht, damit ihr eigenes Böses nicht als so böse erscheine. Beide, Juden und Griechen, blieben mit ihrer „Weisheit“, die ihnen ein relativ angenehmes Leben auf Erden ermöglichte, ganz in ihrem sündigen Fleisch stecken und erkannten Gott nicht, was ein sehr großer Verlust war; nicht aufzuwiegen durch irdische Freuden. Nur jene erkannten Gott, die bereit waren, Juden- und Griechentum auf die Seite zu tun, ganz einfach Mensch zu sein und das Evangelium anzunehmen, daß mit sittlich-moralischer Besserung verbunden ist, weshalb es den halsstarrigen Juden ein Ärgernis und den halsstarrigen Griechen eine Torheit ist.

In summa: Das Christentum baut überhaupt nicht auf den natürlichen Menschen, das, was er von Geburt an ist, sondern beim Christentum kommt das Heil von außen. „Das Heil von außen“ ist Jesus Christus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

Wenn ich das verstanden habe, wie kann ich dann überhaupt noch auf die Idee kommen, die umgestaltende Kraft der Taufe könnte aus mir herauskommen – völlig abwegig, absurd. Natürlich, jeder Christ hat Gaben, mit denen er anderen Christen helfen kann, aber er kann nicht bewirken, daß der Heilige Geist in einem Menschen Wohnung nimmt; genau das geschieht bei der Taufe (nur Gott kann eine göttliche Person senden, den Geist; nicht ein Mensch). Diese Gabe bzw. Fähigkeit, den Geist zu geben, hat nur Gott allein – nur Gott kann taufen und der Mensch die Taufe lediglich feiern, den Täufling an Gott übergeben, der ihn neu macht. Auch werden wir bei der Taufe in unserer Eigenschaft als Sünder für tot erklärt in sakraler Kraft, was auch nur Gott kann.

Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus aufgrund göttlicher Einsetzung (Institution). Was ich meine, ist: Es ist historische Wirklichkeit, daß wir bei der Taufe zusammen mit Jesus sterben und auferstehen, weil Gott es so verfügt hat, weil das Edikt Gottes da ist. Daß das ganze unsichtbar geschieht, tut nichts zur Sache. Sollte solch ein gewaltiges Wunder ein Mensch wirken können? Sicherlich nicht!

Die Menschen, die ungläubig bleiben

Es gibt weder geborenen Glückspilze noch geborene Pechvögel auf Erden, wie die heidnische Welt annimmt. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß jeder von Geburt an unter dem Fluch der Sündhaftigkeit ist, die wir alle von Adam geerbt haben – von daher mögen wir uns alle Pechvögel nennen. Manche von den Sündern allerdings bringen es zu etwas in dieser Welt und spüren kaum den Fluch, der dennoch auch auf ihnen liegt, bzw. der Fluch wir nicht so sichtbar wie bei anderen. Das allerdings ist aus christlicher Sicht fast ein Pech, denn wenn meine Umstände nicht dazu beitragen, daß ich erkenne, daß auch ich unter dem Fluch wegen der Sünde bin, dann komme ich vielleicht auf die Idee,  zu sagen: „Das ganze Christentum ist ein bloßes Märchen, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.“

Jene, die es in dieser Welt zu nichts bringen (vor ihrer Bekehrung), haben es leichter, zu erkennen, daß sie unter dem Fluch sind; von daher ist ihr Pech ggf. ein Glück (ich weiß, das klingt ungeheuerlich). Allerdings wird es erst dann zum Glück, wenn sie sich auch bekehren. Allein die Tatsache, daß es jemand in dieser Welt zu nichts bringt, bringt ihn nicht in den Himmel – das wäre ja auch irgendwie eigenartig.

Jene, die es in dieser Welt zu etwas gebracht haben, können sich natürlich auch bekehren. Nur werden es ihrer Wenige sein, weil es eben für einen Reichen, Angesehenen, Mächtigen (ein Glückspilz in den Augen der Welt) sehr schwer ist, einzugestehen, daß auch er unter dem Fluch durch die Sünde ist. Man darf auf keinen Fall den Fehler machen, jene vom Heil auszuschließen; das wäre fatal und gegen den Befund der Bibel. Wie gesagt, es sind ihrer Wenige, aber es heißt nicht, daß sie alle verlorengehen.

Jene, egal ob groß oder klein, die ungläubig bleiben, machen sich praktisch etwas vor, sind Utopisten: Sie leugnen/ignorieren den Fluch und so bleiben sie unter dem Fluch. Wie gesagt, die Reichen, Angesehenen, Mächtigen sind in größer Versuchung, den Fluch zu leugnen, als jene, die weder reich, noch angesehen, noch mächtig sind.

Die Auserwählten (jene die gläubig bzw. gerettet werden) sind jene, die zugeben, daß sie natürlicherweise unter dem Fluch sind und an Jesus gläubig werden, der den Fluch wegnimmt, indem er uns von der Sünde befreit und in uns lebt.

Anmerkung 1

Es verbat sich von selbst, das Evangelium mit klugen Worten zu predigen, denn es war nun einmal ganz einfach in sich selbst. Hätte Paulus das Evangelium mit klugen Worten gepredigt, hätte er es automatisch verzerrt, etwas anderes daraus gemacht, als es war.

Daraus könnte man den Schluss ziehen, es könne ja jeder, sogar jeder Dumme, das Evangelium predigen, wenn es so furchtbar einfach ist. Das aber wäre ein Fehlschluss.

Worum es geht, ist, wie schon gesagt, daß Gott mitwirkt; Gott wirkt nur mit, wenn der Prediger wirklich sein Diener ist bzw. eine Geistesgabe hat. Sobald Gott mitwirkt, kommt das Evangelium bei den Menschen auch an. Der Prediger des Evangeliums muß also danach trachten, im Herrn zu bleiben (durch beständige Umkehr von Sünden), nicht danach, seine Redegewandtheit zu steigern.

Anmerkung 2

Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder einige von den Korinthern glaubten, Paulus, Petrus und Apollos hätten eine natürliche, innewohnende Kraft zum Taufen oder einige glaubten, Paulus, Petrus und Apollos hätten sozusagen eine spezielle Tauf-Gabe von Gott. Das etwas geringere Übel – aber natürlich trotzdem eine falsche Annahme, denn es gibt einfach überhaupt keine Tauf-Gabe – wäre es gewesen, von einer Tauf-Gabe auszugehen.

Angenommen, es hätte wirklich so etwas wie eine Tauf-Gabe gegeben, dann wäre es dennoch verwerflich gewesen, den Inhaber der Gabe zu rühmen (denn Anspruch auf Ruhm hat ja allein Gott, der Geber der Gabe), wegen der mit seiner Gabe verbundenen Fähigkeiten. Genauso verwerflich war es, einen wegen der mit einer vermeintlichen Gabe verbundenen Fähigkeiten zu rühmen, die gar keine Wirklichkeit war. Und weiter verwerflich war es, von einer rein natürlichen Begabung zum Taufen auszugehen und den Betreffenden für die damit verbundenen Fähigkeiten zu rühmen (das ist gegen die Lehre, daß das Fleisch, das, was wir von Natur aus sind, einfach zu nichts nütze ist).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Der Nussknacker und der Mäusekönig“ – oder „Die Geschichte eines Nussknackers“

Das Buch „Die Geschichte eines Nussknackers“ stammt von Alexandre Dumas. Dumas‘ Buch stimmt inhaltlich nahezu überein mit E.T.A Hoffmann’s Buch „Der Nussknacker und der Mäusekönig“. Ich beziehe mich im Folgenden zunächst auf Dumas‘ Buch, weil es ein wenig lustiger geschrieben ist als das Buch von Hoffmann.

Mir geht es in diesem Artikel nicht darum, die Geschichte des Nussknackers nachzuerzählen (Zusammenfassung der Geschichte, E. T. A. Hoffmann-Version, siehe unten). Erstaunlich ist nicht der Inhalt des Buches an sich sondern die Weihnacht, die darin geschildert wird. Es sieht so aus, daß bereits im 19. Jahrhundert (in diesem Jahrhundert lebte Dumas) das Weihnachtsfest zumindest in gehobenen Kreisen nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Weihnachtsfest der Alten Kirche zu tun hatte, wo es primär um die Feier der Geburt Christi ging. Das ganze Weihnachtsfest der Familie Silberhaus dreht sich nur noch um die Bescherung, die Geschenke, ist rein materialistisch. Dem Ganzen wird ein christlicher Anstrich verpasst, indem die Kinder der Familie Silberhaus und deren Eltern sich darin einig sind, daß die Geschenke doch letztendlich von Christus kommen. Die Kinder sind dabei darüber informiert, daß in Wirklichkeit die Eltern die Bescherung inszenieren und die Geschenke unter den Baum legen, wodurch suggeriert wird, sowohl Eltern als auch Kinder hätten doch einen gewissen christlichen Glauben.

Lieber Leser, ich gehe mal davon aus, daß Sie die Geschichte kennen. Wichtig ist das Detail, daß der schöne sogenannte Neffe von Drosselmayer, der unglücklicherweise in einen häßlichen Nussknacker verwandelt wurde, schon vor seiner Verwandlung in Wirklichkeit eine Puppe war, die Drosselmayer konstruiert hatte. Dies sieht man daran, daß Drosselmayer, der Mechanikus, ihm einen kleinen Umhang (Mäntelchen) anschraubt als Hebel für seine Kinnlade, um auch die härtesten Nüsse knacken zu können. Optisch wirkt dieser Hebel wie ein Kleidungsstück, z. B. ein Mäntelchen. Wichtig ist auch das Detail, daß die Prinzessin Pirlipat in Wirklichkeit auch eine Puppe war, denn sie wird einmal von Drosselmayer zerlegt, der die Ursache für ihre Hässlichkeit herausfinden will. An der Tatsache, daß Pirlipat eine von Drosselmayer konstruierte Puppe ist, sieht man, daß auch die Geschichte von Pirlipat’s Verzauberung, in der auch sein Neffe verzaubert wird, seine eigene Konstruktion ist (es gab niemals einen echten, menschlichen König, der aus freiem Willen heraus Drosselmayer gebeten hätte, ihm im Kampf gegen die fluchbringenden Mäuse in seinem Palast zu helfen). Die Konstruktion der Geschichte Pirlipats und seines Neffen war Teil seines Gesamtplanes der Verführung der kleinen Marie. Letztendlich wichtig ist außerdem, daß der Kampf zwischen dem Nussknacker und dem Mäusekönig nur von Drosselmayer inszeniert war (Beweis hierfür ist, daß Drosselmayer um Mitternacht auf übernatürliche Weise in der Wohnung der Fam. Silberhaus erscheint und bei der Schlacht Nussknacker gegen Mäusekönig gegenwärtig ist). Marie sollte Gelegenheit gegeben werden, sich in die Rolle der Retterin des verzauberten Neffen Drosselmayers hineinzusteigern (sie rettet Nussknacker, indem sie während der Schlacht einen Schuh auf den Mäusekönig schleudert, der die Oberhand gewonnen hatte). Nach seinem Sieg (nicht bei der zuerst genannten Schlacht sondern bei einem Duell) über den Mäusekönig entführt Nussknacker Marie ins Puppenreich, daß einem Schlaraffenland gleicht – ein sinnliches Paradies (das Paradies des Christentums ist im Gegensatz dazu kein sinnliches Paradies sondern dadurch ein Paradies, weil es der Ort der Gegenwart Gottes ist). Sie kehrt daraus zurück und Nussknacker liegt wieder starr in der Vitrine. Dann kommt plötzlich Drosselmayer vorbei, aber mit Nussknacker, der zurückverwandelt ist, also mit seinem sogenannten Neffen. Dieser hatte allerdings nun als Hebel für seinen Kinnladen kein Mäntelchen  mehr sondern einen Zopf. Jener entführt nun Marie endgültig ins Puppenland, wohin sie für immer aus der wirklichen Welt der echten Menschen verschwindet.

Wenn man das Märchen oberflächlich betrachtet, könnte man Marie glücklich preisen: Marie half, den Neffen Drosselmayers von dem bösen Zauber, ein hässlicher Nussknacker sein zu müssen, zu befreien, indem sie ihn trotz seiner Hässlichkeit liebte (auch hatte sie ihm den Säbel besorgt für das Duell mit Mäusekönig, denn der Sieg über Mäusekönig war eine weitere Bedingung für die Aufhebung des bösen Zaubers); zum Lohn dafür wird sie seine Frau und Königin im Puppenreich.

Genau das war es, was Drosselmayer wollte. Er schaffte es mit Hilfe seines sogenannten Neffen, der natürlich, wie gesagt, auch nur einer seiner vielen Puppen war, eine echte menschliche Seele, die Seele der Marie, in seine mechanische Pseudomenschheit zu integrieren. Das war es, was Drosselmayer so quälte, daß seine Puppen letztendlich doch keinen freien Willen hatten und so ablaufen mußten, wie er sie konstruiert hatte. Indem nun Marie quasi selbst zur Puppe wird, indem sie Drosselmayer’s Neffen heiratet und Königen im Puppenland wird, gelingt es Drosselmayer ein Wesen mit freiem Willen in sein mechanisches Reich zu integrieren, den zur Puppe degenerierten Menschen Marie. Drosselmayer konnte nicht so weit kommen, eine Puppe mit freiem Willen zu konstruieren, aber zumindest schaffte er es, über einen Menschen mit freiem Willen, der zur Puppe degenerierte, Macht zu gewinnen.

Lieber Leser, stellen Sie sich mal vor, es würde sich eines Tages herausstellen, Ihr Gatte oder Ihre Gattin wäre in Wirklichkeit eine Puppe, die nur scheinbar einen freien Willen hätte, ja deren Wille vielleicht von irgendeiner imaginären Macht manipuliert wäre. Läuft es Ihnen da nicht eiskalt den Rücken runter? Denn es wäre ja so: Jeden Moment, den Sie mit Ihrem Gatten oder Ihrer Gattin verbracht hätten, wären Sie in Wirklichkeit allein gewesen (!!!), denn mit einer Puppe kann man nunmal keine wirkliche Gemeinschaft haben – alles nur Illusion. Das Ganze ist sicherlich vergleichbar mit dem Aufwachen eines Junkys aus seinem Drogenrausch – sein ganzes Glück war nur Illusion und nachher ist alles schlimmer als vorher. Im Lichte dieser Erkenntnis muß man Marie’s „Glück“ beurteilen und zu dem Schluß gelangen, daß sie in Wirklichkeit eine persönliche Katastrophe erlitt, indem sie eine Puppe heiratete.

Bezug zur Wirklichkeit:

Es existiert sicherlich keine Scheibenwelt bzw. Parallelwelt, die von Puppen besiedelt ist. Allerdings existiert etwas viel, viel Schlimmeres: Unsere Welt, in der wir leben, die immer mehr zu einer Welt menschlicher Roboter (echte Menschen aus Fleisch und Blut, gezeugt durch Geschlechtsverkehr, die so degeneriert sind, daß sie  fast nur noch arbeiten und konsumieren und fast kein Seelenleben mehr haben) degeneriert, die von einer Handvoll Drosselmayers (US-Regierung + „Freunde“) regiert wird, die das Vorrecht haben, noch einen freien Willen haben zu dürfen. Die Menschen in der Nussknackergeschichte haben den Vorteil, daß sie ja nicht von der Welt der Menschen in die Welt der Puppen wechseln müssen nur Marie ist so dumm. Wenn allerdings unsere Welt zur „Puppenwelt“ wird: „Wo sollen wir dann hin?“ Wir sitzen in der Falle, sind eingesperrt in einem goldenen Käfig.

In meinem letzten Artikel „Weinachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?“ (siehe Link, unten) beschrieb ich den Vorgang, wie man unter die Herrschaft des bösen Geistes Mammon, des Geistes des Materialismus, gerät: Der Mensch, der all sein Einkommen, Vermögen, Güter, Besitz, etc. nur für sich selbst verwendet und nichts für die christliche Kirche übrig hat, wird von Gott bestraft, indem Gott ihn dem Dämon Mammon überläßt (wenn Gott seine schützende Hand von uns abzieht, werden wir innerhalb kürzester Zeit zu einem Spielball der Dämonen). Der Mammon verleiht ein Leben in Erbärmlichkeit: Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, etc. Wer Güter und Geld nur für sich gebraucht, über den gewinnen sie Macht. Er degeneriert zum quasi seelenlosen Roboter, zu einem Menschen, der nur noch biologisch lebt, aber geistlich tot ist. Ein Mensch, der nur noch biologisch lebt, ist nicht viel mehr als eine Maschine, eine Art Bio-Maschine oder menschlicher Roboter. Der geistliche Tod besteht in totaler Vereinsamung, denn ohne Christus gibt es keine Gemeinschaft, da Christus selbst Gemeinschaft ist. Menschen können nur in Christus Gemeinschaft haben und die Gemeinschaft christlicher Menschen ist die christliche Kirche. Der Mensch bzw. die Menschheit sägen durch Vernachlässigung der Kirche den Ast ab, auf dem sie sitzen, denn allein die Kirche machte die Existenz auf dieser Erde erträglich, indem sie eine Vorstufe des Paradieses, den Ort der Gegenwart Gottes, darstellte.

Zusammenfassung von „Der Nussknacker und der Mäusekönig“ (die Version von E. T. A. Hoffmann)

Das Märchen besteht aus einer Rahmenhandlung, in die ein dreiteiliges Binnenmärchen (das Binnenmärchen, also ein Märchen im Märchen, ist das „Märchen von der harten Nuss“; R. B.) integriert ist. Die Rahmenhandlung beginnt am Weihnachtsabend und findet ausschließlich in der Wohnung der gutsituierten Familie Stahlbaum (bei Dumas heißen die Stahlbaums Silberhaus; R. B.) statt. Hauptfigur ist das siebenjährige Mädchen Marie, das unter dem Weihnachtsbaum einen Nussknacker findet, den sie trotz seiner Hässlichkeit gleich in ihr Herz schließt und gegen die Attacken ihres Bruders Fritz  in Schutz nimmt. Als um Mitternacht alle Spielsachen lebendig werden, wird Marie Augenzeugin einer Schlacht zwischen ihren Puppen, die vom Nussknacker angeführt werden, und dem siebenköpfigen Mausekönig und seiner Mäuseschar. Marie kommt dem bedrohten Nussknacker zu Hilfe, verletzt sich dabei schwer an einer Glasscheibe und erkrankt an Wundfieber. Ihr Pate Droßelmeier erzählt ihr an drei aufeinander folgenden Abenden das „Märchen von der harten Nuß“, das aus Sicht von Marie die Vorgeschichte ihres Nussknackers berichtet: Aus Rache für die Ermordung ihrer Untertanen hatte die Mausekönigin Mauserinks einst die liebliche Prinzessin Pirlipat in ein Monster verwandelt. Der Hofastronom und der Uhrmacher Droßelmeier erfahren durch ein Horoskop, dass nur der süße Kern der goldenen Nuss Krakatuk der Prinzessin ihr ursprüngliches Aussehen wiedergeben würde. Diese Nuss müsse aber von einem Jüngling, der sich noch nie rasiert und bislang keine Stiefel getragen habe, geknackt werden. Nach fünfzehnjähriger Suche gelangen beide Männer nach Nürnberg, wo sie nicht nur die goldene Nuss, sondern auch den Jüngling vorfinden, der ein Verwandter Droßelmeiers ist. Zwar wird Pirlipat erlöst, aber der Jüngling wird von der sterbenden Mauserinks in einen Nussknacker verwandelt. Er wird mit seinem Onkel des Hofes verwiesen und kann nur dann erlöst werden, wenn er den siebenköpfigen Sohn von Mauserinks tötet und ein Mädchen findet, dass ihn trotz seiner Missgestalt liebt. – Marie schließt aus diesem Märchen, dass ihr Pate und der Uhrmacher identisch seien und dass ihr Nussknacker der verzauberte Neffe sein müsse. Um ihn vor den Angriffen des Mausekönigs zu schützen, gibt sie ihre Süßigkeiten und Spielsachen her. Dem Nussknacker gelingt es schließlich, mithilfe eines von Marie beschafften Schwertes den Mausekönig zu töten. Zum Dank schenkt er ihr die sieben Krönchen des Mausekönigs und führt sie durch einen Wandschrank ins Zuckerbäckerland, seine Residenz. Als Marie in ihrem Bett erwacht, werden die von ihr berichteten Erlebnisse als Traum gedeutet. Selbst die vorgewiesenen sieben Krönchen gelten nicht als Beweis, weil ihr Pate behauptet, sie ihr zum Geburtstag geschenkt zu haben. Marie verstummt und verfällt in Tagträume. Als sie dem Nussknacker ihre Zuneigung gesteht, verspürt sie einen Schlag und fällt vom Stuhl. Ihre Mutter eilt herbei und stellt ihr den aus Nürnberg kommenden Neffen Droßelmeiers vor. Dieser gibt sich als der ehemalige Nussknacker zu erkennen und hält um Maries Hand an. Nach einem Jahr findet die Hochzeit statt und beide ziehen ins Zuckerbäckerland.

Quelle der Zusammenfassung:

Siehe: http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/werke/587-hoffmann-eta-nussknacker-und-mausekoenig

„Der Nussknacker und der Mäusekönig“ (die Version von E. T. A. Hoffmann), die ganze Geschichte

Siehe: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3083/1

Zum Thema Weihnachten und Materialismus

Siehe: Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

Wird es jemals gelingen, einen künstlichen Menschen zu konstruieren, der dem natürlichen Menschen vollkommen gleich ist?

Wenn wir in dem ersten Buch der Bibel, Genesis, die Geschichte von der Erschaffung des Menschen bzw. der Erschaffung Adams genau lesen, dann muß uns etwas auffallen. Gott schuf Adam zwar aus einem Erdklumpen, er „baute“ Adam sozusagen aus Materie, aber seine Seele baute er nicht. Es scheint gleichsam, er habe Adam mit der Seele etwas von sich selbst mitgegeben, was bedeuten würde, daß die Seele des Menschen sozusagen göttlich ist (ich hoffe, ich lege jetzt nicht den Grund für eine neue Irrlehre). Wenn es aber so ist, daß die Seele des Menschen göttlich ist, dann wird niemals ein Mensch eine Seele konstruieren können, denn das Unsichtbare gehört zur ewigen Welt, nicht zur sichtbaren Welt. Was nicht zur sichtbaren Welt gehört, kann kein Mensch bauen oder imitieren, denn der Mensch ist nunmal in den Dimensionen dieser sichtbaren Welt gefangen.

1. Mose (Genesis) 2, 7 Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

Ergänzung

Anscheinend hat ja das Märchen vom Nussknacker ein Happyend, indem Marie Königin im Puppenreich wird, nachdem sie half, Nussknacker bzw. Drosselmayer’s sogenannten Neffen von einem bösen Zauber zu befreien.

Aber stellen wir uns mal vor, es gäbe heute hochentwickelte Puppen (Androiden) zu kaufen, die kaum mehr von echten Menschen zu unterscheiden wären. Ein wohlhabender Mann würde nun seiner Tochter ein ganzes Reich aus lauter solcher Hyperpuppen aufbauen. Eines Tages geschähe es, daß seine Tochter einen völligen Realitätsverlust erleiden würde: Sie soll in die (echte) Schule gehen, aber antwortet: „Ich habe heute einen König geheiratet, er stellt mich von der Schule frei; außerdem haben ich als Königin für den Rest meines Lebens ausgesorgt – ich brauche keine Schulausbildung mehr“.

Natürlich wäre es sehr zurückhaltend zu sagen, jenes Mädchen habe nur einen Realitätsverlust erlitten; im Klartext könnte man auch sagen: „Sie ist wahnsinnig geworden.“

 

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Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen. Ich möchte mich dem Problem von einer anderen Seite her nähern.

Wenn ich die Behauptung aufstelle, wir (der deutsche Durchschnittsbürger) seien heute beinahe das ganze Jahr ausschließlich mit materiellen Dingen beschäftigt, dann ist das sicherlich nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt. Im Folgenden gehe ich davon aus, daß meine Behauptung der Wirklichkeit entspricht.

Wie soll das eigentlich funktionieren, daß einer bis zum 24. Dezember eines Jahres malocht bis zum Umfallen und dann noch am gleichen Tag (Heiliger Abend), das heißt innerhalb eines Zeitraums weniger Stunden, sich den geistlichen Inhalt des Weihnachtsfestes (die Feier der Geburt Christi) vergegenwärtigen soll? Lieber Leser, mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie Autofahrer. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß es unmöglich ist, bei 140 km/h vom fünften Gang in den Rückwärtsgang zu schalten. Solch eine Aktion hätte bestimmt katastrophale Folgen. Genauso kann auch ein Mensch nicht innerhalb kürzester Zeit vom Arbeiten-Konsumieren-Modus des Alltags  auf einen geistlichen Modus umschalten.

Anders ausgedrückt: Wer Weihnachten wirklich angemessen feiern will, der muß sich schon während des laufenden Jahres mit dem Inhalt dieses Festes beschäftigen, das heißt er muß sich Zeit für Kontemplation nehmen.

Wie sich für uns das Weihnachtsfest gestaltet, entscheidet sich schon während des laufenden Jahres. Die Frage ist einfach die, was ich liebe: Liebe ich das materialistische Leben oder liebe ich das geistliche Leben bzw. Jesus Christus selbst. Ob ich materialistisch bin, kommt darin zum Ausdruck, wofür ich eigentlich arbeite: Wenn ich meinen Verdienst nur für die Anschaffung von Statussymbolen (teures Haus, Auto, Kleidung, etc.) verwende, mein Wohlleben (teures Essen, Getränke, Urlaube, etc.) damit finanziere und schließlich den Rest für Zukunftsvorsorge (Vermögensbildung, Versicherungen, etc.) ausgebe, dann bin ich ein Materialist bzw. ein Diener des bösen Geistes Mammon. Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden. Wir sehen also, das eigentliche Problem ist nicht das Rund-um-die-Uhr-arbeiten, sondern die Frage wofür ich arbeite.

Es geht hier um eine Sache, die, glaube ich, nicht jedem wirklich klar ist. Es geht darum, daß ich nicht materialistisch und gleichzeitig geistlich bzw. christlich sein kann. Dies ist ein Gesetz, das genauso unumstößlich ist wie ein Naturgesetz (wer das liest, der merke auf!). Dies ist, denke ich, das Kernproblem bei dem heutigen Weihnachtsfest.

Wir sind uns, glaube ich, nicht der geistlichen Dimension des Materialismus bewusst. Es fällt zunächst schwer, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Umgang mit Geld und Gütern überhaupt und dem christlichen Glauben (der Glaube an Jesus).

Im Neuen Testament (ein Teil der Bibel) lesen wir unter anderem von der Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens mit dem Götzendienst. Bevor sich im römischen Reich der christliche Glaube etablieren konnte, beteten die Leute wirklich Götzen wie Jupiter, Saturn, Merkur, Apollo, etc. an. Diese Götzen waren natürlich in Wirklichkeit nichts anderes als Dämonen. Es ist klar, daß jemand nicht gleichzeitig Jesus Christus und den Teufel und seine Dämonen anbeten kann. Was das Erkennen der Verwerflichkeit des Götzendienstes angeht, hatten die alten Christen wirklich einen Vorteil im Vergleich mit uns, denn die Verwerflichkeit des Götzendienstes war sehr leicht einzusehen.

Die Verwerflichkeit des Dienstes des Mammon, des Materialismus, ist nicht so leicht einzusehen und so sind wir Heutigen im Vergleich zu den Alten im Nachteil. Diesen Nachteil können wir ausgleichen durch ein erhöhtes Maß an Kontemplation. Wir müssen uns Zeit nehmen, die Sache zu durchschauen. Natürlich, weder Geld noch Güter sind böse an sich selbst. Geld und Güter werden mir erst dann zum Verhängnis, wenn ich falsch damit umgehe. Ich gehe dann falsch um mit meinem Geld und meinen Gütern, wenn ich neben meinen eigenen Bedürfnissen nicht auch die Bedürfnisse der Kirche und ihrer Glieder und solcher Menschen, die es werden sollen, berücksichtige. Je mehr ich meine Güter nur für mich verwende, desto mehr gewinnen sie Macht über mich bzw. desto mehr gewinnt der böse Geist Mammon Macht über mich. Der Dämon Mammon bringt mich in ein fürchterliches Hamsterrad hinein: arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, etc. … ewiger Tod. Nach dem oben genannten Gesetz kann ich nicht Gott und gleichzeitig dem Mammon dienen, weil man überhaupt keinem Götzen und gleichzeitig dem ewigen Gott, der in Christus Mensch geworden ist, dienen kann. Unser Problem an Weihnachten sind also nicht rechteigentlich die Geschenke sondern die Tatsache, daß ein böser Geist, ein materialistischer Geist, von uns Besitz ergriffen hat. Das ist es, was wir einsehen müssen, daß Materialismus Götzendienst ist.

Ganz praktisch deutlich wird die Herrschaft des bösen Geistes über uns darin, daß wir Menschen beschenken, die sowieso schon genug haben. Liebe im Gegensatz dazu bestünde darin, jemand zu beschenken, der in materieller Not ist und zusammen mit diesem Geschenk ggf. auf Christus hinzuweisen, der sich um alle Bedürfnisse eines Menschen, der an ihn glaubt, kümmert. Auch ein Christ kann in materielle Not kommen, wenn er z. B. wegen seines Glaubens in den Bann getan wird, und wer will schon jemand in seiner Firma beschäftigen, der geächtet ist (dieses Problem hatten schon die ersten Christen, die aus den Juden kamen, daß die Juden, die nicht zum Christentum konvertierten, sie in den Bann taten). Wenn man zu Weihnachten Bedürftige einlädt, die noch nicht gläubig sind, dann sollte man sie, wie gesagt, nicht nur beschenken, sondern auch auf Christus hinweisen, der unter anderem auch die tieferen Ursachen der materiellen Not eines Menschen beseitigen kann. Christus vermag Menschen aus der Klasse der materiell Benachteiligten herauszuholen und in die Gemeinschaft der Kirche, des Leibes Christi, einzugliedern, wo es es kein Ansehen der Person gibt. Das eigentliche Problem des Armen, sein Ausgegrenztsein, wird gelöst durch die Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche. In der Kirche geschieht Wiederherstellung der Ausgegrenzten durch die sakrale Gegenwart des Christus. Die Kirche an sich kann schwerlich sehr wohlhabend werden, da sie von der profanen Welt z. B. im Arbeitsleben benachteiligt wird. Die Glieder der Kirche können sich allerdings gegenseitig beistehen und trotz der Benachteiligung durch die Welt doch ein einfaches aber erträgliches Leben führen. Auch ist Christus bei ihnen, der viele materielle Nachteile mehr als aufwiegt. Die Kirche braucht den Materialismus dieser Welt nicht mitzumachen, weil sie in Christus ruht, in Christus Frieden hat, in Christus Gemeinschaft hat. Der Reichtum der Kirche ist Jesus Christus selbst. Im Gegensatz zur Welt, die immer nur mit dem Umwälzen von Materie beschäftigt ist, setzt die Kirche auf Kontemplation, ist „reich“ in Christus.

So mag ich ein materiell unendlich einfaches Weihnachtsfest feiern, aber da es in Christus geschieht, ist es unendlich selig.

Stellen wir uns mal eine Familie vor, wo Eltern und Kinder sich darin einig sind, die Geschenke seien Gaben Christi, wobei die Eltern die Kinder nicht darüber im Unklaren lassen, daß sie die Geschenke unter den Baum legen und nicht das Christkind. Eltern und Kinder sind sich einig darüber, daß die Geschenke letztendlich von Gott bzw. Christus kommen trotz der Tatsache, daß die Eltern die Geschenke besorgen und die Bescherung inszenieren. „Das sieht verdammt nach Glauben aus.“

Wäre das nicht eine richtige christliche Weihnacht?

Nein, wenn der ganze Heilige Abend auf die Geschenke reduziert wäre und die Erkenntnis, jene Geschenke kämen von Christus, dann wäre das noch lange kein richtiges Weihnachtsfest bzw. sogar das Gegenteil davon trotz des christlichen Anstrichs. Eine Weihnachtsfeier, die rein auf die Bescherung eingeengt ist, ist eine Pseudoweihnachtsfeier, selbst wenn alle glauben, Gott oder Christus wäre der Geber der guten Gaben.

Eine rein auf die Geschenke fixierte Weihnacht gibt Zeugnis davon, daß man sich das ganze sonstige Jahr nicht um Christus gekümmert hat, sondern dem Materialismus frönte. Die „Materialschlacht“ des vergangenen Jahres findet ihre Fortsetzung bzw. Krönung in einer Materialschlacht mit christlichem Anstrich am 24. Dezember. Der böse Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat, beherrscht uns auch an Weihnachten, mögen wir noch so stolz darauf zu sein, zu glauben, Christus sei der Geber der guten Gaben, der Weihnachtsgeschenke.

Was wäre eine wahre, christliche, fröhliche Weihnacht?

Nun, dazu müßten wir frei sein von dem bösen Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat. Interessant ist, daß Christus ja gerade deswegen Mensch wurde (er wurde von der Jungfrau Maria zur Welt gebracht), um uns von der  Herrschaft des Teufels und seiner Dämonen zu befreien, die in uns noch viel anderes Böses bewirken neben dem Materialismus. Es entspricht dem Befund des Neuen Testamentes, daß die finsteren Mächte vollen Zugriff auf den Menschen haben, der nicht an Jesus Christus glaubt.

Warum sollte ich die Geburt eines Menschen feiern, dem ich nichts zu verdanken habe?

Wenn ich Christus nichts zu verdanken habe, warum soll ich dann seine Geburt feiern?

Damit ich von mir aus gerne Weihnachten feiere, das heißt die Geburt Jesu Christi, muß ich erst einmal herausfinden, was ich ihm eigentlich zu verdanken habe.

Natürlich ist das auch an sich selbst interessant, daß Gott Mensch wurde und als das Kind seiner Eltern Joseph und Maria  zur Welt kam. Aber was hat das mit mir zu tun?

(das Folgende schreibe ich unter der Voraussetzung, daß Sie als Kind sakramental getauft wurden, denn in der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Christus)

Natürlich, seine Menschwerdung allein ist es nicht, sondern seine Menschwerdung in Verbindung mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Christus hat uns am Kreuz mit in seinen Tod hineingenommen, uns als solche, auf die der Teufel und seine Dämonen Zugriff haben. Außerdem sind wir mit ihm auferstanden und haben ein neues Leben in ihm. Da Gott Rücksicht nimmt auf unsere freie Persönlichkeit, die von niemand manipuliert werden darf, zwingt er uns dieses Heil nicht auf. Wir als Getaufte haben die Möglichkeit, es jeden Tag neu im Glauben zu ergreifen, daß wir als solche, die dem bösen Geist dienen müssen, gestorben sind und in Christus ein neues Leben haben. In Christus können wir Gutes tun trotz unserer natürlichen Sündhaftigkeit.

Wir sind zwar bei der Taufe mit Christus gestorben, aber offensichtlich hat uns Gott nicht in dem Sinn vernichtet, sonst wären wir ja seit der Taufe nicht mehr da. Wir sind seit der Taufe einerseits ganz neu und andererseits so alt wie vorher. Wir müssen es sozusagen freiwillig gegen uns selbst, unseren sündigen Leib, uns selbst, durchsetzen, daß wir der Sünde abgestorben und in Christus sind durch die Taufe. Hätte Gott bei der Taufe den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wäre dies unsere Vernichtung gewesen, denn die Veranlagung zum Sündigen ist Teil unserer natürlichen Persönlichkeit. Hätte Gott den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wären wir ja seit der Taufe eine andere Persönlichkeit, was aber die Auslöschung unseres bisherigen Ichs bedeutet hätte, was der Annihilation gleichgekommen wäre. Was ich sagen will, ist Folgendes: Es könnte ja einer dem Irrtum verfallen, er könne seit seiner Taufe nicht mehr sündigen und nur noch Gutes tun, da er ja mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden sei (dieser Irrtum würde ihn in den Wahnsinn treiben, weil er ja im alltäglichen Leben sieht, daß er trotz seiner Taufe doch noch sündigt). Das „Gestorbensein“ muß man, um allem Irrtum vorzubeugen, so verstehen, daß Gott uns durch die Taufe „nur“ für gestorben erklärt (er hat uns als bisherige Persönlichkeit nicht getötet, sondern erklärt uns nur für tot in Bezug auf die Sünde), uns als solche, auf die der Teufel Zugriff hat, die sündigen müssen. Da Gott mich in meiner Eigenschaft als Sünder und Diener des Teufels für tot erklärt hat, muß ich nicht mehr zwanghaft sündigen, sondern kann durch Inanspruchnahme des Taufheils meine Sünde überwinden und die Herrschaft Satans über mich verleugnen. Gott sei Lob, Preis, Ehre und Dank dafür, daß er einen Weg gefunden hat, aus Sündern Heilige zu machen, ohne die mit Sünde verbundene Persönlichkeit der Sünder auszulöschen.

An-Jesus-Christus-glauben bedeutet nichts anderes als die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils. Durch den Glauben an Jesus, der den täglichen Kampf gegen uns selbst bedeutet, haben wir die Vergebung der Sünden. Die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils bedeutet nicht anderes, als den Glauben an Jesus zu halten bzw. zu bewahren, und so haben wir jetzt schon die Vergebung der Sünden. Die gleiche Gnade aufgrund derer uns vergeben ist, hilft uns im Kampf gegen die Sünde. Wer die Gnade verleugnet, indem er nicht kämpft, hat auch keine Vergebung auf Grundlage der Gnade.

Ich begann diesen Artikel mit folgender Bemerkung (siehe Textanfang, ganz oben): „Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen.“ Im weiteren Verlauf dieses Artikels entsteht allerdings der Eindruck, ich sei ganz offensichtlich doch der Meinung, Weihnachten sei ein reines Konsumfest. Das Problem ist, ich habe es weiter oben schon angesprochen, daß wir nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können (dies bezeichnete ich weiter oben als Gesetz). Also, ich unterstelle sehr, sehr gerne, daß viele von uns an Weihnachten nicht nur schenken wollen oder beschenkt werden wollen, sondern daß viele von uns auch der Geburt Jesu Christi gedenken wollen, seine Geburt feiern wollen. Was ich meine, ist das: Wenn ich heute einfach irgendwelche Leute in einer Fußgängerzone interviewen würde und würde sie fragen, was ihnen an Weihnachten wichtig wäre, würden sie neben der Bescherung auch den religiösen Aspekt nennen. Keineswegs hätte ich das Recht und die Befugnis, jenen, die ich interviewt habe, zu unterstellen, sie seien alle Heuchler und die Wahrheit wäre, es ginge ihnen doch nur um die Bescherung (Geschenke) und vor laufender Kamera und eingeschaltetem Mikrofon wären sie zu feige, dies zuzugeben; das wäre eine sehr böse Unterstellung (Argwohn). Lieber Leser, ich darf Ihnen versichern, daß ich das auch tatsächlich niemand unterstelle, ich bin ja nicht evangelikal sondern (alt-)kirchlich.

Was nun?

Wir sind uns einfach manchmal nicht über die Tragweite der Dinge im Klaren, die wir tun. Ich meine, es ist sicherlich Vielen nicht klar, wie oben schon gesagt, daß sie nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können, Gott und dem Mammon. Aber wie gesagt, daß ist ein Gesetz auf der Grundlage des Befundes der Bibel, das heißt es ist ein göttliches Gesetz, unumstossbar.

Was folgt daraus?

Ich muß also einem Menschen, der mir sagt, der religiöse Aspekt sei für ihn sehr wichtig, wenn er Weihnachten feiert, sagen, daß er sich gröblich täuscht, wenn er meint, er feiere wirklich das gute, alte Weihnachtsfest der alten, christlichen Kirche. Nein, ich muß ihm sagen, auch wenn ihm das sehr, sehr weh tut, auch wenn er das gar nicht gerne hört, daß sein Weihnachtsfest in Wirklichkeit ein Pseudoweihnachtsfest bzw. ein Antiweihnachtsfest ist. Für Gott zählt nunmal der ganzjährige Materialismus, über den man nicht Buße getan hat und auch nicht Buße tun will. Dieser Materialismus wiegt alles positive Religiöse auf und führt zu einem Negativ-Saldo (Konto im Minus).

Das Pseudoweihnachtsfest bzw. das Antiweihnachtsfest kommt sogar in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes vor:

Offenbarung 11, 10 Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen über sie und wohlleben und Geschenke untereinander senden; denn diese zwei Propheten quälten die auf Erden wohnten.

Die „zwei Propheten“ sind die judenchristliche Kirche und die heidenchristliche Kirche. Die „zwei Propheten“ sind also in Wirklichkeit ein Prophet, die Kirche.  „Die auf Erden wohnen“ ist die profane Menschheit, die Welt. Die Kirche war der profanen Welt schon immer ein Dorn im Auge (mit „profane Welt“ meine ich die Masse aller Menschen, die niemals zum Christentum konvertierten), denn die Kirche machte der Welt ihre Unvollkommenheit in sittlich-moralischer Hinsicht bewußt. Heute haben wir leider den Zustand, daß die „zwei Propheten“ tot sind, das heißt die Kirche besteht nur noch aus Gliedern, die geistlich tot sind, sodaß auch die Kirche als Ganzes tot ist. Die Glieder der heutigen Kirche sind geistliche Leichname, denen man z. B. auf der Arbeit oder beim Einkaufen begegnet – geistliche Leichname in der Öffentlichkeit, nicht im Leichenhaus, denn biologisch leben sie ja noch. Das Entscheidende: Die weltweite Pseudoreligion, die heute alle traditionellen Religionen überlagert, ist die sogenannte Aufklärung, die trotz ihrer hehren Glaubenssätze nichts anderes bewirkt hat, als daß die Menschheit in den totalen Materialismus verfallen ist. Auch die Kirchen lehren heute letztendlich die Aufklärung und nicht das Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel. Die Kirchen haben sich völlig an die Welt angepasst und deren Pseudoreligion, die Aufklärung, übernommen. Über diesen geistlichen Tod der Kirche freut sich die Welt („Geschenke untereinander senden“).

Natürlich, nur sehr wenige Menschen werden heute an Weihnachten ganz bewußt den geistlichen Ruin der Kirche feiern, aber dennoch tun es alle zumindest unbewußt. Sie tun es, indem sie einfach an Weihnachten den Materialismus des ganzen Jahres fortsetzen, verpasst mit einem religiösen Anstrich (das Weihnachtsfest als Krönung des ganzjährigen Materialismus). Jene also, die vermeintlich auch die Geburt Christi feiern, feiern in Wirklichkeit den Tod seines Leibes, der Kirche, das heißt, wenn man es allein auf die irdische Welt begrenzt, seinen Tod. Mit seiner Kirche ist Christus quasi noch einmal gestorben (natürlich ist der himmlische Jesus Christus, der Auferstandene, nicht noch einmal gestorben, sondern sitzt weiterhin zur Rechten Gottes, von wo er kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten; deswegen sagte ich: „auf die irdische Welt begrenzt“; aber für alle, die auf Erden wohnen, ist er quasi noch einmal gestorben).

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36891/umfrage/grund-fuer-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/190221/umfrage/bedeutung-von-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/642773/umfrage/weihnachten-feiern-in-Deutschland/

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Die christliche Kirche

Weiter oben schrieb ich Folgendes: „Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden.“

Hieraus ergibt sich eine sachliche Nötigung, denn wenn weder die EKD noch die römisch-katholische Kirche zur christlichen Kirche gehören: „Wer oder was ist dann die christliche Kirche???“

Der Abfall vom christlichen Glauben hat in Deutschland ein derartiges Ausmaß erreicht, daß man sagen muß, die christliche Kirche in Deutschland ist komplett untergegangen, es bedarf eines Neuanfangs. (die sakramentale Kindertaufe eines Einzelnen auf den Namen des dreieinigen Gottes (ein Gott in drei Personen) bleibt jedoch gültig, auch wenn der Einzelne vom Glauben abgefallen ist; tut ein Einzelner Buße, ist keine Wiedertaufe erforderlich, sondern er kann sich einfach wieder auf seine Kindertaufe beziehen und aus deren Kraft wieder als Christ leben)

(eine Taufe auf einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, Modalismus, ist nicht gültig; der christliche Gott ist nicht ein einpersonaler Gott in drei Erscheinungsformen sondern ein Gott in drei Personen)

Jesus hat einmal gesagt (Matthäus 18, 20): „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Das heißt nichts anderes, als daß schon zwei gläubige, sakramental getaufte Menschen eine Kirche gründen können bzw. eine kleine Kirche sind, wenn sie sich im Namen Jesu treffen.

Lieber Leser, falls Sie fromm sind, können Sie also, sobald Sie einen christlichen Bruder gefunden haben, christlich aktiv werden. Sie und Ihr Bruder können den gleichen christlichen Aktivitäten nachgehen wie eine Kirche mit 1000 Gliedern, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, die zwei Personen mit einem bestimmten Einkommen und einem bestimmten Besitz und Vermögen haben. Sie mögen zu zweit nicht in der Lage sein, einen großen Saal zu mieten, um dort eine Weihnachtsfeier für Bedürftige abzuhalten, aber Sie können ja „einfach“ (es ist natürlich nicht alles so einfach) Leute in Ihr Wohnzimmer einladen. Die Kosten für Essen, Getränke, Geschenke, Dekoration, Bücher, etc. könnt Ihr dann gemeinsam tragen. Eine Zwei-Mann-Gemeinde kann genauso evangelisieren wie eine 1000-Mann-Gemeinde, nur natürlich im kleineren Maßstab. Aber auch eine kleine Aktion kostet schon etwas, denn man muß ggf. Bücher kaufen, einen Büchertisch, Schriften drucken lassen; es entstehen Fahrtkosten, Transportkosten, etc. Weiter wird man ja auch Interessierte einladen wollen, wodurch weitere Kosten entstehen. Ein Bedürftiger, der gläubig geworden ist durch die Evangelisation, mag materielle Hilfe benötigen, was erhebliche Kosten verursachen kann.

Natürlich will Gott, daß alle Menschen die frohe Botschaft hören, nicht nur die Bedürftigen. Allerdings sieht Gott die Person nicht an. Ein Mensch, der aus materiell einfachen Verhältnissen kommt, soll in der Gemeinde nicht weniger gelten als einer, der aus wohlhabenden Verhältnissen kommt. Weil der natürliche Mensch (die profane Welt) immer dazu neigt, die Reichen, Schönen, Starken, Erfolgreichen, Mächtigen, Geehrten, Klugen, etc. zu bevorzugen und die Benachteiligten zu vernachlässigen bzw. sogar in ihrer Not krepieren zu lassen, soll die Kirche ein Zeichen setzen und ganz bewußt besonders auf die Benachteiligten zugehen. Allerdings muß man sich vor dem Irrtum hüten, zu glauben, jemand müsse erst sozial komplett ruiniert sein, bevor er gläubig werden könne; diese Denke käme dem Wahnsinn gleich.

Warnung: Die Evangelikalen mit ihrer schändlichen Wiedertaufe (intern betrachten die Evangelikalen die illegale Wiedertaufe natürlich als eine legale Taufe und nennen sie auch so; davon sollte man sich nicht in die Irre führen lassen) gehören nicht zur christlichen Kirche.

Die Jungfrauengeburt

Ich sage in dem obigen Text einerseits, Jesus sei das Kind einer Jungfrau gewesen, andererseits sage ich, er sei das Kind der Eltern Joseph und Maria gewesen. Wie reimt sich das zusammen? Nun, gemäß des Befundes der Bibel war Maria tatsächlich Jungfrau, als sie Jesus zur Welt brachte – Joseph hatte ihr noch nicht beigewohnt. Gott hat sozusagen den Leib Jesu durch ein Wunder im Leib der Maria aus dem Nichts geschaffen – es war weder Same noch Eizelle beteiligt. Die Elternschaft des Kindes, daß nur scheinbar von Maria und Joseph abgestammt hätte, hat Gott dann sozusagen per Edikt verfügt. Gott schuf ja den Adam aus einem Erdklumpen, also konnte er auch irgendeinen anderen Menschen schaffen, der einem bestimmten Stamm zugeordnet ist (Jesus hat er dem Stamm Davids zugeordnet; übrigens geht das Edikt Gottes so weit, daß Jesus wirklich als biologischer Nachkomme Davids gerechnet wird, obwohl, wie gesagt, weder Eizelle noch Same bei seiner Zeugung beteiligt waren).

Lukas 3, 23 Und Jesus war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Eli’s, …

Römerbrief 1, 3 das Evangelium von seinem Sohn, der nach dem Fleisch aus dem Samen Davids stammt,

Das Problem der Sünde

Weiter oben schrieb ich, wir seien durch die Taufe mitgestorben und mitauferstanden und könnten durch dieses Taufheil unsere natürliche Sündhaftigkeit überwinden. Natürlich gilt das nicht in einem mathematischen Sinne bzw. in dem Sinn, daß wir nach der Taufe oder wenn wir uns auf unsere Kindertaufe beziehen, sofort sündlos wären, nicht mehr sündigen würden. Wenn wir durch Sündigen von der Taufe „weggeschwommen“ sind, können wir durch Umkehr von der Sünde jederzeit wieder zurückschwimmen und werden durch Gottes Vergebung neu in seine Gemeinschaft aufgenommen. Bei hartnäckigen Sünden empfiehlt sich die Beichte bei einem christliche Bruder, der auch selber gerne seine Sünden beichtet.

Weiter gilt:

Römerbrief 13, 13-14 13 Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; 14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt. (als Christ sollte man also maßvoll essen und trinken, das heißt fasten, um nicht die Begierden des Leibes aufzuwecken; R. B.).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beweis allein aus dem Alten Testament (Tanach), dass Jesus von Nazareth der Messias der Juden ist

(von Dr. Martin Luther; aus seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“, zweite erweiterte Auflage 1543 a. D.)

Zunächst nehmen wir uns den Spruch 1. Mose 49, 10 vor: „Es wird das Zepter von Juda nicht weggenommen, bis der Schilo kommt. Ihm werden die Völker folgen.“

Diesen Spruch des heiligen Patriarchen Jakob, den er am Ende seines Lebens äußerte, haben die neuen, fremden Juden (die verkehrten Juden zur Zeit Luthers im Gegensatz zu den frommen, alten Juden wie z. B. Patriarch Jakob, Jeremia, Jesaja, Daniel, Esra, Nehemia, u.v.a.m.; R. B.) bisher wider besseres Wissen vielfältig misshandelt und gequält, denn sie wissen genau, dass ihr Deuteln und Verdrehen nichts als eine berechnende Schandtat ist. Und das erinnert mich an ihre Glossen (falsche Bibelauslegungen; R. B.), wie an ein böses, halsstarriges Weib, das seinem Mann widerspricht und das letzte Wort haben will, auch wenn sie weiß, dass sie Unrecht hat. So meinen die verblendeten Leute auch, es sei ausreichend, wenn sie gegen den Text und sachgemäßen Verstand anbellen und schwatzen; sie fragen nichts danach, daß sie mutwillig lügen. Und beachte genau, dass sie es lieber hätten, der Spruch wäre nie geschrieben worden, ehe sie seine wahre Bedeutung gelten lassen. Er bereitet ihnen empfindlichste Schmerzen und doch können sie nicht an ihm vorbei.

Denn die alten, echten Juden haben noch das Verständnis gehabt, das wir Christen auch  haben, nämlich dass im Stamm Juda die Regierung oder das Zepter bleiben soll, bis der Messias kommt; dem sollen dann die Völker folgen und sich ihm anschließen. Das bedeutet, das Zepter soll nicht allein im Stamm Juda sein, sondern, wie es die Propheten später erklären, zur Zeit des Messias zu allen Völkern auf der Erde gelangen.

Bis dieser käme, solle das Zepter in dem kleinen Ländchen Juda bleiben. Dies entspringt, so sage ich, der Urteilskraft der Propheten und der alten Juden. Das können sie nicht leugnen, denn auch ihre chaldäische Bibel, welcher sie nichts entgegnen können, ebenso wenig wie der hebräischen selbst, zeigt ganz klar, dass es auf Deutsch folgendermaßen lautet:

„Weder soll der Sultan vom Hause Juda, noch der Saphra (Schriftgelehrter; R. B.) von seinen Nachkommen dauerhaft entfernt werden, bis der Messias kommt und bis dessen Reich errichtet ist und die Völker ihm gehorchen werden.“ Das ist der chaldäische Text, so genau ins Deutsche übersetzt, dass es mir weder Jude noch Teufel widerlegen kann.

Da nun Mose auf Hebräisch „Schebat“ sagt, wir aber auf Deutsch „Zepter“ – „Schebat“ übersetzt der chaldäische Dolmetscher mit „Sultan“ – wollen wir dieses Wort erklären. Das hebräische Schebat bedeutet „Virga“. Es meint hier eigentlich keine Rute, denn darunter versteht der deutsche Mann Birkenreißer, mit denen man Kinder züchtigt. Es meint auch nicht den Stock, mit dem Kranke und Alte gehen, sondern einen aufrechten Stab, den ein Richter in der Hand hält, wenn er zu Gericht sitzt. Der ist im Laufe der Zeit, in der die Welt prachtvoller wurde, silbern und golden geworden und  heißt nun Zepter. Das ist ein königlicher Stab. „Sceptron“ ist das nun eingedeutschte griechische Wort dafür, denn auch Homer beschreibt in „der Illias“, dass sein König Achill ein hölzernes Zepter hatte, welches mit silbernen Nägelchen geschmückt war. Daran erkennt man genau, was ein Zepter gewesen ist und warum es zuletzt ganz silbern und golden wurde. Fazit: Es ist der Stab, ob silbern, hölzern oder golden, den der König oder sein Stellvertreter trägt. Das ist nichts anderes als ein Symbol einer Herrschaft oder eines Königreichs. Daran zweifelt niemand.

Um dieses nun auszudrücken, benutzt der chaldäische Dolmetscher nicht das Schebat, Stab oder Zepter, sondern setzt dafür die Person ein, die diesen Stab trägt, und meint: Sultan ist ein Fürst, Herr oder König, der nicht aus dem Haus Juda stammt, Das heißt, es soll ein Sultan im Haus Juda sein, bis der Messias kommt. Denn „Sultan“ ist auch hebräisch und inzwischen ist es wohlbekannt (da wir Christen uns länger als 600 Jahre mit dem ägyptischen Sultan bekriegt, aber trotzdem wenig gewonnen haben), dass die Sarazenen (muslimische Araber; R. B.) ihren König oder Fürsten „Sultan“ nennen. Das bedeutet Herr, Herrscher oder Oberherr. Daher kommt auch das hebräische Wort „Schild“, welches aus dem  hebräisches stammend ganz reines Deutsch geworden ist, als ob man ausdrücken will, ein Fürst oder Herr solle Schild, Schutz und Schirm für seine Untertanen sein. Erst dann wäre er ein rechter Sultan oder Herr usw. Etliche wollen auch den „Schultheiß“ davon ableiten. Das lasse ich gelten und durchgehen.

Saphra ist das, was sonst im Hebräischen „Sopher“ heißt, denn Chaldäisch und Hebräisch sind nicht sehr unterschiedlich und im Grund ein und dasselbe, so wie Sachsen und Schwaben Deutsch sprechen, wobei es trotzdem große Unterschiede gibt. Aber Sopher haben wir allgemein als Kanzleileiter eingedeutscht. Saphra deuten nun allesamt, auch Burgos (ein christlicher Gelehrter; R. B.), als „Scriba“, also Schreiber. Solche nennt das Evangelium „Schriftgelehrte“. Das sind gute Schreiber, die gegen Lohn, aber nicht eigenmächtig schreiben. Es sind die weisen, großen Regenten, Doktoren, Magister, die das Recht lehren, unterweisen und während der Regierungszeit aufrechterhalten. Das beinhaltet wohl auch die Kanzlei, das Parlament, die Hofräte und alle, die durch Weisheit und Recht beim Regieren helfen. Das will auch Mose mit dem Wort „Mehokek“ ausdrücken, welches diejenigen bezeichnet, die Gebote und Verfügungen lehren, aufstellen und damit rechtsprechen; so wie die Schreiber und Schriftgelehrten bei den Sarazenen zum Sultan gehören, also seine Doktoren, Meister und Gelehrten, die den Koran als Recht seines Landes lehren, deuten und bewahren. Im Papsttum stellen die Schreiber oder Saphras des Papstesels die Kanonisten oder Eselisten dar, die seine Verfügungen und sein Recht lehren und bewahren. Im Kaisertum stellen die Saphra oder Schriftgelehrten die Jura-Doktoren und weltliche Juristen des Kaisers dar, die das kaiserliche Recht lehren, Rat geben und bewahren.

Und so hatte Juda auch Schreiber, das heißt Schriftgelehrte, die das Gesetz Moses, welches ihr Landesrecht war, lehrten und bewahrten. Darum haben wir Mehokek als Meister eingedeutscht, das heißt Doktor oder Lehrer, usw. Und das will das Wörtchen auch bedeuten. Mehokek, das heißt also, der Meister soll nicht von seinen Füßen entfernt werden. Das bedeutet Lehrer und Zuhörer, die ihm zu Füßen sitzen, sollen gemeinsam in einer legalen Regierung verbleiben. Denn jedes Land muss beides haben, wenn es bestehen will: Nämlich eine Macht und ein Recht. Jedes Land muss, so sagt man, einen Herrn, ein Haupt und einen Regenten haben. Also muss es auch ein Recht haben, an welches sich sich der Regent hält. Das ist der „Stab und Mehokek“ oder „Sultan und Saphra“. Dies zeigt auch Salomo: Nachdem er den Stab, das heißt das Königreich, bekommen hatte, bat er um nichts, als um Weisheit, damit er das Volk gerecht regieren könne (1. Kön. 3). Denn wo ausschließlich Macht ohne Recht herrscht, da tut und lässt der Sultan was er will und macht nicht was er soll. Da existiert keine Herrschaft, sondern Tyrannei, wie bei Nero, Caligula, Dionysus, Heinz und dergleichen. Dann besteht sie nicht auf Dauer. Und wenn Recht ohne Macht ist, macht der wilde Pöbel auch was er will und es bleibt keine Regierung im Amt. Darum muss beides da sein: Recht und Macht, Sultan und Saphra, dass einer dem anderen helfe.

Daher bezeichnen sie, falls sie vom Stamm Juda aus Jerusalem stammen sollten, den Saphra als Hohen Rat, welchen sie Sanhedrin nennen. Herodes, ein Fremdling, ein Edomiter, schaffte alle diese gänzlich ab und wurde so beides, also „Sultan und Saphra“, „Stab und Mehokek“ im Hause Juda, „Herr und Schriftgelehrter“. Mit Herodes begann die Erfüllung des Spruchs des Patriarchen, dass Juda weder Herrschaft noch Saphra mehr besitzen sollte. Da wurde es Zeit, dass der Messias kam und sein Reich einnahm auf dem Thron Davids bis in alle Ewigkeit, wie Jesaja weissagt (Jes 9, 5-6). Darum lasst uns nun den Spruch des Patriarchen ansehen (1. Mose 49, 8-12):

„Juda, du bist’s; dich werden deine Brüder loben.“ usw.

Dieses, so denke ich, bedarf keiner weiteren Erklärung, denn es ist klar genug, dass der Stamm Juda vor allen seinen anderen Brüdern geehrt werden und den Vorzug haben soll. Weiter:

„Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Hals liegen;“ usw.

Hier wird ja auch deutlich genug, dass der berühmte, vornehme Stamm Juda Feinde und Widerstand erleiden muss. Aber er soll Glück haben und siegen. Weiter:

„Vor dir sollen sich deine Brüder verneigen und beugen“  usw.

Es ist auch klar, dass hier nicht vom babylonischen Exil, sondern von der Herrschaft über seine Brüder gesprochen wird, von dem was alles in König David erfüllt ist. Aber derselbe Stamm Juda ist nicht allein durch David Herr über seine Brüder geworden, sondern er hat auch um sich geschlagen wie ein Löwe und andere Völker unter sich gezwungen, wie Philister, Syrer, Moabiter, Ammoniter und Edomiter. Dies preist er mit diesen herrlichen Worten an:

„Juda ist ein junger Löwe. Du bist aufgestiegen, mein Sohn, durch Raub. Er ist  niedergekniet und hat sich hingelegt wie ein Löwe und eine Löwin. Wer will sich gegen ihn auflehnen?“

Das heißt, er hat sich niedergelassen und ein Königreich errrichtet, das niemand verhindern konnte, obwohl es doch die Völker außen herum sehr oft und energisch versucht haben.

Nun denn, bisher hat der Patriarch das Königreich, den Sultan, den Stab und den Saphra im Stamm Juda errichtet, gesetzt und bestätigt. Dadurch sitzt der Sultan in der Regierung Judas. Was soll nun werden? Gott sagt, das soll werden: Die Herrschaft soll bleiben, bis der Messias kommt. Das heißt, es werden sich ihm viele widersetzen, um das Königreich zu stürzen und zu vernichten, auf dass es von der Erde verschwinden möge. Und wie es die Geschichten der Könige und Propheten reichlich bezeugen, haben es alle Heiden immer wieder heftig versucht und Gott selbst sagt: Juda muss Feinde haben. Denn der Neidhammel gibt dort keine Ruhe, wo ein Reich oder Fürstentum aufsteigt, bis es zugrunde gerichtet wurde. Das zeigen alle Geschichten und Beispiele.

Aber in diesem Fall spricht der Heilige Geist: Dies Königreich aus dem Stamm Juda gehört mir, das soll mir niemand wegnehmen, wie böse und mächtig er auch sei und wenn es die Höllenpförtner selbst wären. Es muss also heißen „non auferetur„. Ihr Teufel und Heiden sagt stattdessen: „Auferetur“ (wir wollen damit aufräumen, wir wollen es vertilgen, wir wollen es zum Schweigen bringen), wie Psalm 74 deutlich klagt. Aber von mir aus soll es unangetastet und unverwüstet bleiben. Es sollen sich weder der Schebat oder Sultan vom Haus Juda, noch der Saphra von seinen Nachkommen entfernen, bis der Schilo oder Messias kommt, auch wenn ihr dabei durchdrehen würdet.

Und wenn jener kommt, so soll es noch ganz anders und weitaus herrlicher werden. Denn da ihr den Stamm Juda nicht in einem kleinen Fleckchen Erde ertragen wolltet, will ich aus ihm zuerst einen richtig großen Löwen machen, der in aller Welt Sultan und Saphra werden soll. Ich will also erreichen, dass er weder ein Schwert zücken, noch einige Tropfen Blut vergießen muss, sondern die Völker sollen ihm selbst gern und ohne Zwang untertänig und gehorsam sein. Das soll sein Königreich sein, denn ihm gehören doch das Reich und alles.

Akzeptiere diese Auslegung und diese Gedanken und wende dich damit dem hebräischen und chaldäischen Text zu. Welche Bedeutung hat es, wenn dir dein Herz samt den Buchtstaben nicht sagen wird: Beim lieben Gott, das ist die Wahrheit, das ist die Meinung des Patriarchen? Danach schaue in die Geschichte und prüfe, ob es nicht genauso ergangen und geschehen ist und noch geschieht. So wirst du abermals sagen müssen: Es ist wahrhaftig so! Denn es ist nicht zu leugnen, dass der Sultan  und Saphra beim Stamm Juda geblieben sind bis in die Zeit des Herodes, obwohl sie zuweilen schwach waren, und trotz großer Feinde erhalten blieben. Aber während und nach der Zeit des Herodes sind sie doch zugrunde gegangen, war alles aus und vorbei, so dass auch von Jerusalem, wo der Thron des Stammes Juda stand, und dem Land Kanaan nichts mehr geblieben ist. So hat sich der Spruch erfüllt, dass der Sultan gehen und der Messias kommen werde.

Mir fehlt jetzt die Zeit, um aufzuzeigen, was für eine ergiebige Quelle dieser Spruch ist und wie viel die Propheten daraus über den Fall der Juden und der Berufung der Heiden gelernt haben, von dem diese neuen Juden und Bastarde gar nichts wissen.

Wir erkennen klar und deutlich aus diesem Spruch, dass der Messias zur Zeit des Herodes gekommen sein muss. Oder wir müssten behaupten, dass Gott seine Verheißung nicht gehalten und somit gelogen hätte. Das soll aber niemand tun, außer dem unheilvollen Teufel und seinen Dienern, den falschen Bastarden und fremden Juden. Die tun das sowieso ohne Unterlass. Gott muss für sie ein Lügner sein. Sie wollen Recht haben, dass der Messias noch nicht gekommen sei, weil doch Gott mit knappen Worten sagt, dass der Messias kommen solle, noch ehe Juda seine Macht verloren haben, was inzwischen seit 1500 Jahren so ist. Wie klar sind dagegen die Worte Gottes, dazu das offenbarte Werk und die Erfüllung dieser Worte?

Was könntest du mit einem verstockten Juden hierüber viel streiten? Es ist eben, als wolltest du einen schwachsinnigen Menschen davon überzeugen, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat und du ihm sogar Himmel und Erde mit Fingern zeigst, er aber trotzdem schwätzt, dass das weder Himmel noch Erde wären, wovon 1. Mose 1, 1 handelt, oder dass es nicht „Himmel und Erde“, sondern anders hieße usw. Denn dieser Spruch, dass Juda seine Macht verlieren soll usw., ist ja genauso klar und deutlich, wie jener, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat. So dass man ausreichend versteht, dass die Juden weder sich bloss irren, noch verführt sind, sondern boshaft und absichtlich wider besseres Wissen die anerkannte Wahrheit leugnen und darüber lästern. Einen solchen Menschen soll niemand aufwerten, indem er auch nur ein einziges Wort mit ihm spricht, auch wenn es von Markolf wäre, geschweige denn über solche hohen, göttlichen Worte und Werke.

(Luther schreibt weiter:)

Wir wollen uns einem anderen Spruch zuwenden, den die Juden weder in der Weise wie 1. Mose 49, 10 entstellt haben noch entstellen können. Mit seinen letzten Worten spricht David, 2. Samuel 23, 1-7:

1Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David der Sohn Isais, es sprach der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, lieblich mit Psalmen Israels. 2Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und seine Rede ist auf meiner Zunge. 3Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Hort Israels hat geredet: Ein Gerechter herrscht unter den Menschen, er herrscht mit der Furcht Gottes 4und ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wächst. 5Denn ist mein Haus nicht (Hervorhebung durch R. B.) also bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, der in allem wohl geordnet und gehalten wird. All mein Heil und all mein Begehren, das wird er wachsen lassen. 6Aber die heillosen Leute sind allesamt wie die ausgeworfenen Disteln, die man nicht mit Händen fassen kann; 7sondern wer sie angreifen soll, muß Eisen und Spießstange in der Hand haben; sie werden mit Feuer verbrannt an ihrem Ort.

„Der Geist des Herrn hat durch mich gesprochen und sein Wort habt ihr durch meinen Mund erfahren („seine Rede ist auf meiner Zunge“; R. B.). Der Gott Israels hat zu mir gesprochen, der Gewaltige in Israel“ usw. Und etwas später: „Was ist mein Haus bei Gott? (oder sachlich und genau aus dem Hebräischen wiedergegeben: Mein Haus ist ja also nichts)“ usw. Das heißt: „Mein Haus ist ja nicht wert vor Gott. Es ist zu viel des Guten, dass Gott mit mir armen Mann so viel anstellt, denn er hat mit mir einen ewigen Bund geschlossen, der überall errichtet und erhalten werden soll.“

Merke dir diese Worte, die zeigen, dass David mit so vielen und wie es scheint überflüssigen Worten bewundert, dass der Geist Gottes durch in spricht und Gottes Wort durch seinen Mund erfahren wurde („seine Rede ist auf meiner Zunge“; R. B.).

Desgleichen: „Der Gott Israels hat mir gesagt („der Gott Israels hat zu mir gesprochen“; R. B.); der Gewaltige in Israel („der Hort Israels hat geredet“; R. B.)“ etc. Als wolle er sagen: „Hört doch lieber zu (nicht ich, David, spreche sondern Gott, also hört doch lieber zu; R. B.). Höre, wer hören kann. Hier spricht Gott (nicht David; R. B.). Hört doch! etc.

Was ist es denn, dass du uns zu hören aufträgst? Was redet denn Gott durch dich? Was will er dir sagen? Was sollen wir hören?

Das sollt ihr hören: „Dass Gott mir mir und meinem Haus einen ewigen, festen, gewissen Bund gemacht hat“, dessen mein Haus nicht wert ist. Ja, verglichen mit Gott ist es nichts, dennoch hat er es getan. Was also ist so ein ewiger Bund? Ei, mach die Ohren auf und höre: „Mein Haus und Gott haben sich verschworen und für immer verbunden. Das ist ein Bund, eine Verheißung, die ewig ist und ewig bleiben muss. Denn es ist Gottes Bund und Verheißung, die niemand brechen kann, noch verhindern soll oder kann. Mein Haus soll für immer sicher und in allem wohlgeordnet sein, wie das Wort „Arukh“ sagt, und nichts soll auch nur im Geringsten unvollkommen sein.“ Hast du das gehört? Glaubst du denn auch, dass Gott wahrhaftig ist? Ja, ohne Zweifel. Meinst du aber auch, er könne und wolle sein Wort halten?

Nun denn, wenn Gott nun wahrhaftig und allmächtig ist und durch David diese Worte gesprochen hat, was kein Jude zu leugnen wagt, so muß David’s Haus oder Regierung, was das gleiche bedeutet, seit der Zeit, als er dieses sprach, bestanden haben und für immer und ewig bestehen oder Gott müsste ein Lügner sein.

Zusammenfassend: Entweder gibt es David’s Haus oder Erben, der seit der Zeit Davids bis heute und ewig regiert, oder David ist am Ende als ungeheuerlicher Lügner gestorben, als der diese Worte mit viel unnützem Gewäsch, wie es scheint, daher sagte: „Gott redet; Gott spricht; Gott verheißt.“ Denn es hilft nichts, wenn wir zusammen mit den Juden Gott Lügen strafen wollten, als hätte er diese teuren Worte und Verheißungen nicht eingehalten. Wir müssen, so sage ich, einen Erben Davids seit seiner Zeit haben, so dass sein Haus nie verwaist gewesen ist, wo auch immer er gewesen sei. Denn sein Haus muss bestanden haben und immerfort bestehen. Dafür steht Gottes Wort. Es soll ein ewiger, fester, gewisser Bund sein, von dem nichts weggenommen werden darf, sondern alles soll „Arukh“ sein, auf das allerfeinste geordnet, wie Gott alle seine Dinge ordnet. Psalm 111: „Alle seine Werke sind fein und herrlich.“

Nun lass die Juden einen solchen Erben Davids vorweisen, denn sie müssen ihn vorweisen. Da steht es, dass David’s Haus ewig währt, dass es niemand zerstören noch behindern soll, sondern wie die Sonne morgens hervorbricht, was keine Wolke verwehren noch verhindern kann, wie es ebenfalls geschrieben steht. Weisen sie aber weder einen Erben Davids noch sein Haus vor, so hat sie dieser Spruch in Grund und Boden verdammt, so dass sie ohne Gott, ohne David, ohne Messias und ohne alles mit Sicherheit verlorene und für immer verdammte Leute sind.

Natürlich können sie nicht leugnen, dass Davids Königreich oder Haus immer weiter bestanden hätte bis zum babylonischen Exil, ja sogar darüber hinaus und danach bis in die Zeit Herodes‘. Bestanden hat es, so sage ich, weder aus eigener Kraft noch Verdienst, sondern es wird kraft dieses ewigen Bundes mit David’s Haus aufrechterhalten. Denn sie hatten mehrfach böse Könige und Regenten, die Götzen anhingen, Propheten töteten und schändich lebten, wie Rehabeam, Joram, Joas, Ahas, Manasse, etc., die es schlimmer trieben als alle Heiden oder Könige Israels, wodurch sie es öfters verdient hätten, dass beide – David’s Haus und Stamm – ausgerottet worden wären, wie es dem Königreich Israel schließlich widerfuhr. Aber dieser mit David errichtete Bund blieb stabil, wie die Bücher der Könige und Propheten loben, da Gott dem Haus Davids eine Leuchte oder ein Licht bewahrte und nicht verlöschen lassen wollte, wie es hier steht, 2. Könige 8, 19: „Der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, dem er gesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte unter seinen Kindern für immer geben werde.“ Ebenso 2. Samuel 7, 12.

Dagegen muss man sich das Königreich Israel ansehen, welches noch nie bei einem Stamm oder Haus bis in die dritte Generation blieb. Nur Jehu brachte es wegen einer besonderen Verheißung bis in die vierte Generation in seinem Haus. Ansonsten ging es immer von einem Stamm auf den nächsten über, dazu nicht einmal lange, bis es ganz und gar erlosch. Aber das Königreich Juda blieb die ganze Zeit beim Stamm Juda und beim Haus David wegen Gottes großer Wunderwerke. Denn es gab so große Aufstände aller Heiden ringsumher gegen Juda, von Israel selbst und eigene, innere Unruhen wegen großer Abgöttereien und Sünden, dass es kein Wunder gewesen wäre, wenn es doch in der dritten Generation unter Rehabeam oder unter Joram, Ahas oder Manasse untergegangen wäre. Aber es hatte einen starken Rückhalt, der es weder untergehen noch sein Licht verlöschen ließ. Ihm war zugesagt worden, dass es für immer stabil und sicher bleiben sollte. Also besteht es auch und wird ewig bestehen, denn Gott lügt nicht und kann nicht lügen.

Dass aber die Juden vom babylonischen Exil jammern, als sei das Haus David genau dort untergegangen, stimmt nicht, wie wir oben gesagt haben. Denn es war nur eine kleine auf 70 Jahre festgelegte Strafe, bei der Gott sein Wort verpfändete und sie durch treffliche Propheten erhielt. Auch Jojachin war in Babylon über alle Könige erhaben. Daniel und seine Genossen regierten nicht allein über Juda und Israel sondern auch über das Kaiserreich Babylon. Und obwohl sie für kurze Zeit nicht in Jerusalem vor Ort weilten, regierten sie doch an einem anderen Ort viel herrlicher als in Jerusalem, sodass man sagen kann, das Haus David sei in Babylon nicht nur nicht erloschen, sondern habe herrlicher geleuchtet als in Jerusalem.

Sie mussten zur Strafe nur für eine gewisse Zeit ihren Heimatort aufgeben. Denn selbst wenn ein König außer Landes ist, kann man ihn nicht einen entmachteten König nennen, nur weil er nicht daheim ist. Besonders wenn er einen großen, glücklichen Sieg errungen hat gegen viele Völker, was bedeutet, dass er im Ausland herrlicher leuchtet als daheim.

Da Gott nun seinen Bund die ganze Zeit seit David bis Herodes gehalten hat, da sein Haus nicht erloschen ist, so muss er ihn weiterhin aufrechterhalten haben und für immer halten, so dass David’s Haus weder erloschen ist noch jemals erlöschen kann. Denn wir dürfen unseren Herrn, Gott, nicht in der Weise beschimpfen, er habe halb wahr und halb unwahr gesprochen, wenn er die ganze Zeit seit David bis zu Herodes das Haus David in seinem Bund treu und wahrhaftig erhalten habe, dann aber nach Herodes‘ Zeit mit Lügen begonnen hätte, treulos geworden wäre und seinen ewigen Bund aufgekündigt und beendet hätte. Stattdessen hat das Haus David, so wie es bestanden und geleuchtet hat bis in Herodes‘ Zeit, auch während Herodes‘ Zeit und danach bestanden und leuchtet nun bis in alle Ewigkeit.

Da sehen wir nun, wie dieser Spruch Davids so fein mit dem Spruch des Patriarchen Jakob übereinstimmt, 1. Mose 49, 10: „Weder das Zepter soll von Juda wegkommen noch Mehokek von seinen Füßen bis der Messias kommt. Dem werden die Heiden gehorchen.“ Was kann denn hier Klareres und Anderes gemeint sein, außer dass Davids Haus leuchten solle, bis der Messias komme?

Durch ihn (der Messias bzw. Jesus von Nazareth; R. B.) soll alsdann das Haus David nicht nur über Juda und Israel sondern auch über die Heiden oder weitere Völker leuchten (das ist die christliche Kirche, die aus Judenchristen und Heidenchristen besteht; in der Herrschaft Jesu, dem Sohne Davids und Gottes, über die Kirche hat sich die Herrschaft des Hauses David von Juda auf die Heiden erweitert und so ist David’s Leuchte niemals verloschen und leuchtet bis in Ewigkeit; R. B.). Das bedeutet ja nicht verlöschen, sondern herrlicher und weiter zu leuchten, besonders in Zukunft. Und so entstanden ein ewiges Reich und ein ewiger Bund wie David sagte. Darum muss hieraus mit Bestimmtheit geschlossen werden, dass der Messias gekommen sei, als Juda seine Macht verlor, wenn wir im anderen Falle über Gott nicht lästern wolle, indem wir behaupten, er habe seinen Bund und Eid nicht eingehalten. Auch wenn es die halsstarrigen, verstockten Juden nicht akzeptieren wollen, so ist doch hiermit unser Glaube sicher und deutlich bewiesen und wir fragen gar nicht nach ihren verrückten Erklärungen, die sie in ihrem Kopf zusammengesponnen haben. Wir haben den eindeutigen Text.

(Luther schreibt weiter:)

Solche letzten Worte Davids gründen sich (das wir weiter davon reden) auf Gottes eigenem Wort, da er mit David redet (wie David an seinem Ende rühmet), 2. Samuel 7, und spricht: „Solltest  du mir ein Haus bauen, darin ich wohne?“ Man kann weiterlesen, dass dort folgt, wie er nacheinander erzählt, dass er bis dahin in keinem Haus gewohnt habe. Er habe ihn aber zum Fürsten seines Volkes erwählt, dem er einen festen Ort und Ruhe geben wolle und schließt: „Ich will dir ein Haus bauen“, das heißt weder du noch jemand anderes wird mir ein Haus bauen, in dem ich wohnen werde. Ich bin viel, viel zu groß, wie Jesaja 66 auch sagt. „Sondern ich, ich will bauen und dir ein Haus errichten“. Denn so spricht der Herr (sagt Nathan): „der Herr verkündigt dir, dass der Herr dir ein Haus machen will.“

Nun weiß man genau, was ein von Menschen gebautes Haus bedeutet, nämlich ein ganz vergänglicher, aufgerichteter Haufen Steine und Holz. Aber ein von Gott gegründetes Haus bedeutet, einen Stammvater zu ernennen, der immer wieder Nachkommen und Erben seines Blutes und Stammes habe. Wie Mose sagt (2. Mose 1), baute Gott den Hebammen Häuser, weil sie die Säuglinge entgegen des Gebotes des Königs am Leben ließen und nicht erwürgten. Die Häuser der Könige Israels wiederum zerbricht und zerstört er in der nächsten Generation.

So hat nun David dadurch ein von Gott sicher gegründetes Haus, das immer wieder Erben haben soll, und nicht etwa ein schlechtes Haus, sondern er sagt: „Ich habe dich zum Fürsten über mein Volk ernannt.“ Darum soll es fürstlich-königlich, das heißt das Haus des Fürsten und Königs David genannt werden, in dem deine Kinder für immer regieren und wie du Fürsten sein sollen. Dies alles beweisen nun die Bücher der Könige und die Geschichtsbücher bis in Herodes‘ Zeit. Bis dahin haben wir Macht und Rechtsprechung im Stamm Juda.

Nun folgt der zweite Teil Schilo betreffend („bis der Schilo kommt; und ihm werden die Völker anhangen“): Wie lange soll nun auf diese Weise mein Haus so stehen und meine Erben an meiner Regierung bleiben? Da antwortet Gott also:

„Wenn deine Zeit um ist und du tot bist, will ich deinen Nachfolger erwecken, der von deinem Leib (utero), das heißt von deinem Fleisch und Blut, kommen soll. Dem will ich dein Reich übergeben. Er soll meinem Namen ein Haus gründen und ich will den Thron seines Königreichs für immer bestätigen. Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat begeht, will ich ihn mit Menschenruten, mit denen man Kinder züchtigt, und mit Schlägen der Menschenkinder strafen. Aber er soll meine Gnade nicht verlieren, wie ich sie Saul entzogen haben, den ich vor dir sterben ließ. Und dein Haus und dein Königreich sollen beständig sein, ewig vor mir, und dein Thron soll für immer bestehen.“

Wer diesen Spruch auf Salomo münzen wollte, müsste ein gar boshafter Exeget sein. Denn obwohl Salomo zu dieser Zeit noch nicht geboren war, ja nicht einmal der Ehebruch mit seiner Mutter Batseba geschehen war, ist er doch weder das Geschlecht noch der Sohn Davids, der nach David’s Tod geboren wurde und von dem er hier sagt: „Wenn deine Zeit um ist und du tot bist, will ich deinen Nachkommen erwecken.“ Denn Salomo wurde zur Zeit des lebenden David geboren. Und närrisch, auch lächerlich wäre, wenn „erwecken“ hier so gedeutet werden sollte, dass Salomo nach David’s Tod erweckt werden sollte, entweder zum König oder um das Haus zu gründen. Denn da stehen drei andere Kapitel (1. Kön.1, 1. Chr. 23, 1. Chr. 29). Die zeigen, dass Salomo nicht nur zu Lebzeiten seines Vater als König eingesetzt wurde, sondern er auch von seinem Vater David den Auftrag, alle Pläne für den Tempel mit allen Räumlichkeiten, allen Kosten und der Ordnung des ganzen Königreichs erhalten hat. So ist klar, dass Salomo den Tempel weder mit eigenen Ideen gebaut, noch das Reich und die Priesterschaft geordnet hat, sondern dass alles aus David’s Kopf stammt, der ihm alles vorgeben und noch zu Lebzeiten angeordnet hat.

Auch gibt es zwischen 2. Sam 7 und 1. Chr. 23 und 1. Chr. 29 große Ungereimtheiten und viele unterschiedliche Worte. Im ersten Wort will Gott David ein ewiges Haus gründen und im zweiten Wort soll Salomo für Gottes Namen ein Haus bauen. Im Ersten steht ohne Zusätze, es solle ewig bestehen und durch keine Sünde gehindert werden. Im Zweiten steht: Sofern Salomo und seine Nachkommen fromm bleiben! Was er jedoch nicht blieb und darum nicht nur die zehn Stämme Israels verlor, sondern auch in der siebten Generation ausgerottet wurde. Erstes ist promissio gratie, das Zweite ist promissio legis. Im Ersten dankt David Gott, dass sein Haus ewig bestehen soll. Im Zweiten dankt er nicht, dass Salomos Tempel ewig bestehen soll.

Zusammenfassend: Es wird im Ersten und im Zweiten jeweils zu anderen Zeiten über andere Sachen und ein anderes Haus gesprochen. Und obwohl Gott im Zweiten Salomo auch seinen Sohn nennt und sein Vater sein will, so steht doch der Zusatz dabei: „sofern er fromm sei“. Dieser Zusatz steht im Ersten nicht. Und es ist nicht seltsam, dass Gott seine Heiligen, auch die Engel, seine Kinder nennt. Aber jener Sohn in 2. Sam 7 ist ein anderer und besonderer Sohn, der das Haus ohne Bedingung behalten und durch keine Sünde verlieren soll.

Und also haben auch die Propheten und Psalmen den Spruch aus 2. Sam. 7, der vom Geschlecht Davids nach seinem Tod handelt, angenommen und den Spruch aus 1. Chr. 23 und 29, der von Salomo spricht, fallen gelassen. Denn so spricht Psalm 89:

„Ich will für immer von der Gnade des Herrn singen und immer wieder seine Wahrheit verkünden durch meinen Mund und sagen: Eine ewige Gnade wird begründet werden. Und du wirst deine Wahrheit treu im Himmel erhalten. Ich habe einen Bund geschlosssen mit meinem Auserwählten. Ich habe David, meinem Knecht, geschworen: Ich will dir dein Geschlecht ewig erhalten und immer wieder deinen Thron errichten“, usw.

Dies sind auch klare Worte, die Gott gelobt hat und er schwört dazu, er wolle David die ewige Gnade erweisen und sein Haus, Geschlecht und Thron für immer gründen und erhalten.

Und danach im Ves 19 geht es richtig los vom echten David, die allerschönsten Weissagungen vom Messias, mit denen Salomo nicht gemeint sein kann. Denn der ist nicht der Höchste über allen Königen auf der Erde gewesen, er hat auch seine Hand nicht über Meer und Wasser gehalten. Das bedarf keiner Erklärung. Auch blieb das Reich nicht bei Salomo’s Haus, denn er hatte diesbezüglich keine bestimmte Verheißung, außer „sofern er fromm sein würde“. Stattdessen hat das Haus David, das mehr Söhne als Salomo hatte, die Verheißung. Und wie die Geschichtsbücher zeigen, ist zuweilen die Macht Judas von Bruder auf den Bruder oder vom Vetter auf den Vetter übergeganen, doch ist sie immer im Haus David geblieben. Als Ahasja und Ahas keinen Sohn hinterließen, mussten sie Neffen als Erben und Söhne einsetzen, nach Vorgabe der Heiligen Schrift.

Wer würde nun solche deutlichen, gewaltigen Sprüche der Heiligen Schrift vom ewigen Haus David leugnen, welche die biblischen Geschichtsbücher beweisen, nämlich dass es immer Könige oder Fürsten bis zum Messias gab? Niemand außer dem Teufel und die, welche seine Glieder sind. Denn für mich gilt auch, dass, falls der Teufel – oder wer auch immer – keinen Messias dulden wollte, dass dieser trotzdem für David ein ewiges Haus und einen ewigen Thron bestehen lassen muss.

Denn er kann die klaren Worte Gottes nicht leugnen, da Gott schwört, er wolle sein Wort nicht ändern. Und er wolle David gegenüber sein Wort halten trotz der Sünden seiner Nachkommen, wie der oben genannte Psalm mächtig und klar darlegt.

Jetzt gibt es aber ein solches ewiges Haus Davids nirgendwo (wenn man die christliche Kirche außer Betracht läßt; R. B.), wenn man nicht die Macht Judas vor dem Messias und den Messias nach dem Machtverlust Judas zusammenfügt (Luther meint damit, daß Gottes Wahrhaftigkeit nur dann gewahrt bleibt, wenn man die christliche Kirche, die nach dem Machtverlust Judas aufkam, als Nachfolgerin Judas sieht; der Herr der christlichen Kirche ist Jesus Christus, ein Nachkomme David’s, somit besteht David’s Haus und Thron noch immer, so wie Gott es ihm versprochen hat; R. B.). Und zwar so, dass der Messias gekommen sei, als die Macht Judas verloren ging und deshalb David’s Haus für immer erhalten und Gott deshalb sein Wort, den Bund und Eid wirklich gehalten hat. Denn jeder weiß, dass die Macht Judas zur Zeit des Herodes endete, und erst recht, als die Römer Jerusalem und das Fürstentum Juda zerstörten. Falls nun David’s Haus ewig bestehen und Gott die Wahrheit gesagt haben soll, so muss der richtige König Judas, der Messias, zur gleichen Zeit gekommen sein. Hiergegen hilft kein Widerspruch, Deuteln falsch auslegen. Der Text ist zu mächtig und klar. Wir fragen nicht danach, ob die Juden das nicht erkennen wollen. Uns reicht es.

Zum einen, weil unser christlicher Glaube hiermit auf das allerstärkste bewiesen ist und mir solche Sprüche sehr große Freude und Trost spenden, weil wir auch im Alten Testament solche starken Zeugnisse finden.

Zum anderen sind wir sicher, dass auch hierwider der Teufel und die Juden selbst in ihren Herzen nichts zu sagen haben und mit ihrem eigenen Gewissen widerlegt sind.

Was man sicher daran merken kann, dass sie den Spruch Jakobs von der Macht wie die gesamte Heilige Schrift mannigfaltig entstellen, sich aber dabei innerlich überzeugt und widerlegt fühlen, doch dies nicht bekennen wollen. Genauso wie der Teufel weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und doch aus vorsätzlicher Bosheit dagegen ankämpft und lästert. Genauso fühlen die Juden sehr wohl, dass diese Sprüche reiner Fels sind. Ihre eigene Deutung ist aber reines Stroh oder Spinnweben. Aber aus absichtlichem, boshaftem Vorsatz heraus wollen sie es nicht anerkennen, wollen dennoch Gottes Volk sein und so heißen. Allein deswegen, weil sie vom Geschlecht der Väter abstammen. Sonst haben sie nichts, dessen sie sich rühmen könnten. Was aber allein die Herkunft bewirkt, ist weiter oben gesagt. Geradeso als ob sich der Teufel rühmen wollte, er wäre engelsgleich geschaffen, weshalb ausschließlich er Engel und Gottes Kind sein wolle, obwohl er Gottes Feind ist.

 

 

 

 

 

 

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