Königin Esther, Mordechai und Haman – oder Purim und der Holocaust

Einleitung

Zur Zeit des Königs Ahasveros wollte der hohe Staatsbeamte Haman die Juden aus dem Reich der Meder und Perser, das sich damals vom Nil bis zum Indus erstreckte, ausrotten. Der Gott Israels ließ jedoch seinem Volke Rettung widerfahren durch seine frommen Diener Esther und Mordechai (siehe Buch Esther).

Woran kann man erkennen, daß Mordechai fromm war?

Nun, das sieht man daran, daß er Haman, der wahrscheinlich Amalekiter war, keinen Respekt entgegenbrachte, obwohl jener ein sehr hoher Beamter des medo-persischen Reiches war und Ahasveros befohlen hatte, Haman zu huldigen.

Est 3,2 Und alle Großen des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder; denn der König hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder.

Es war allerdings nicht so, daß Mordechai etwa die Majestät des Ahasveros nicht geachtet hätte, was man bei oberflächlicher Betrachtung schlußfolgern könnte, sondern es gab ein Gebot des Gottes Israels, der Mordechai’s Gott war, das höher zu achten war als das Gebot des Königs.

Daß Mordechai nicht nur ein Diener Gottes sondern im Grunde seines Herzens auch ein treuer Diener des Königs Ahasveros war, sieht man daran, daß er den König vor einem Attentat bewahrte:

Esther 2, 21-23 21 In jenen Tagen, als Mordechai im Tor des Königs saß, gerieten zwei Kämmerer des Königs, Bigtan und Teresch, die die Tür hüteten, in Zorn und trachteten danach, Hand an den König Ahasveros zu legen. 22 Als das Mordechai zu wissen bekam, sagte er es der Königin Ester und Ester sagte es dem König in Mordechais Namen. 23 Und als man nachforschte, wurde es als richtig befunden, und sie wurden beide an den Galgen gehängt. Und es wurde aufgezeichnet im Buch der täglichen Meldungen für den König.

Nichtsdestotrotz mußte und wollte Mordechai den Gehorsam gegenüber Gott über den Gehorsam gegenüber den König stellen, wenn es um den bösen Haman ging. Es war für Mordechai unmöglich, Haman so zu ehren, wie der König das wollte, denn dann hätte er seine Gottesfurcht verleugnet. Eben daran erkennen wir, daß Mordechai fromm war, denn er wußte, daß er ein großes Risiko einging, wenn er das Gebot des Königs übertrat. Mordechai ließ sich seinen Glauben wirklich etwas kosten.

Hi 32,22 Denn ich weiß nicht zu schmeicheln; sonst würde mich mein Schöpfer bald dahinraffen.

Apg 5,29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Was war nun so schlimm an Haman?

Das Schlimme an ihm war, daß er vermutlich ein Amalekiter war also ein Erzfeind des Volkes Gottes.

1Sam 15,33 Samuel aber sprach: Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter der Kinder beraubt sein unter den Frauen. Und Samuel hieb den Agag (König der Amalekiter; R. B.) in Stücke vor dem HERRN in Gilgal.

Est 8,5 und sprach: Gefällt es dem König und habe ich Gnade gefunden vor ihm, und dünkt es den König recht und gefalle ich ihm, so möge man die Schreiben mit den Anschlägen Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Agagiters, widerrufen, die er geschrieben hat, um die Juden umzubringen in allen Ländern des Königs.

Die Juden hatten den Befehl Gottes, die Amalekiter auszurotten, denn dieses ganze Volk war zu einer Bande von Räubern und Verbrechern degeneriert, die unschuldiges Blut vergossen. Man könnte sie vielleicht mit den heutigen Muslimen vergleichen, die die Erzfeinde der frommen Christen sind. Der Islam ist keine Religion, durch die man in eine Beziehung mit dem wahren Gott gelangen kann, der Himmel und Erde gemacht hat, sondern genau das Gegenteil davon. Der Islam ist Fanatismus in Reinstform, er macht aus seinen Anhängern Besessene. Wenn man den Koran liest, wird ganz deutlich, daß der Kern des ursprünglichen Islam nichts anderes ist als die Vernichtung oder Versklavung aller christlichen Völker. Der Islam ist also die Anti-Religion schlechthin. Ähnlich fanatisch wie die modernen Muslime müssen die alten Amalekiter gewesen sein, die das alte Volk Gottes, die Juden, vernichten wollten (das neue Volk Gottes ist die christliche Kirche). Es war ganz recht, daß der israelische Prophet Samuel Hackfleisch aus Agag (König der Amalekiter) machte, denn dieser war ein Massenmörder und hatte viel unschuldiges Blut vergossen, das Blut des Volkes Gottes.

5. Mose 25, 17-19 17 Denke daran (sagt Gott durch Mose zum Volk Israel; R. B.), was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zogt: 18 wie sie dich unterwegs angriffen und deine Nachzügler erschlugen, alle die Schwachen, die hinter dir zurückgeblieben waren, als du müde und matt warst, und wie sie Gott nicht fürchteten. 19 Wenn nun der HERR, dein Gott, dich vor allen deinen Feinden ringsumher zur Ruhe bringt im Lande, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, es einzunehmen, so sollst du die Erinnerung an die Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergiss nicht!

(Beachte: Zwischen den Versen aus Mose und den folgenden Versen aus Samuel  liegen mehrere Jahrhunderte, aber immer noch will der Gott Israels die Amalekiter vernichten; unglaublich, wie Gott jenes Volk hasste – sie mußten sittlich-moralisch wirklich völlig verkommen, heruntergekommen gewesen sein ähnlich wie die Leute von Sodom und Gomorrha)

1Sam 15,2 So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan und wie es ihm den Weg verlegt hat, als Israel aus Ägypten zog.

1Sam 15,3 So zieh nun hin (das sagte der Prophet Samuel zum israelischen König Saul; R. B.) und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.

Achtung: Ich spreche hier keinen Bann über die Muslime aus. Ich will nur, daß wir zu einer Klarheit und Nüchternheit kommen, mit was für Menschen, mit welchem Schlag von Mensch wir es da zu tun haben; und wir sollten uns wirklich vor ihnen hüten und sehr wachsam sein. In anderen Ländern bringen sie die frommen, unschuldigen Christen erbarmungslos um oder versklaven sie – darüber sollten wir nicht länger hinweg-sehen. Auch die Ummah, die weltweite Gemeinschaft aller Muslime, ist im Grunde genommen nichts anderes als eine riesige, weltweite Verbrecherbande, die unter dem Deckmantel der Religion agiert, Böses tut. Ich würde alle Muslime, die in Deutschland leben, sofort in ihre Heimatländer zurückschicken – für so gefährlich halte ich sie.

Hauptteil

Zur Zeit des Ahasveros rettete Gott sein Volk auf wunderbare Weise.

Warum hat er dann den Holocaust nicht verhindert und Adolf Hitler und seinen Komplizen das getan, was er Haman getan hat, bevor sie so viele Juden töten konnten?

Die Frage ist einfach zu beantworten.

Die modernen Juden ermangeln frommer Diener Gottes, die ihr ganzes Leben zum Opfer geben für den Gott Israels. Sicherlich waren nicht alle Juden, die damals im medo-persischen Reich lebten persönlich fromm, aber zumindest Esther und Mordechai waren fromm. Ungefähr zu jenen Zeiten lebten auch Leute wie Daniel, Esra, Nehemia und andere. Mir ist nicht bekannt, daß es heute auch nur einen Juden gäbe, den man z. B. mit Daniel vergleichen könnte.

(bitte schlußfolgern Sie jetzt nicht, der Holocaust sei gerechtfertigt gewesen, weil eben zu unserer Zeit die Juden völlig vom Glauben an den Gott Israels abgefallen sind im Gegensatz zur Zeit des Ahasveros, wo es wenigstens noch ein paar fromme Juden gab – nein, der Holocaust war ein sehr, sehr schweres Verbrechen)

Sei es, wie es sei, Gott hat die Juden vor Adolf Hitler nicht gerettet, das ist eine, wenn auch bedauerliche, historische Tatsache.

Es ist allerhöchste Eisenbahn, daß nun endlich nach so langer Zeit die Juden Jesus von Nazareth als Messias annehmen und anerkennen. Die frommen Juden zur Zeit des Ahasveros glaubten schon an ihn, nur wußten sie vielleicht nicht, daß sein menschlicher Name Jesus sein würde. Im Gegensatz zu den heutigen Juden glaubten jene einfach dem, was auch im Buch Jesaja geschrieben steht, daß damals schon zur heiligen Schrift der Juden gehörte. Dieser Erlöser, von dem in Jesaja geschrieben steht, gab den alten, frommen Juden ein Leben, das nicht mit den Geboten der Thora, der fünf Bücher Mose, in Konflikt kam, ja dieser Erlöser selbst war ihr Leben und dieser Erlöser, der selbst der Geber des Gesetzes war, leitete sie. So hielten sie das Gesetz nicht nur, sondern erfüllten es sogar, denn der Sohn Gottes war in ihnen. Weil sie durch den Erlöser in Gott und mit Gott lebten, beschützte Gott sie auch vor dem bösen Haman und vernichtete ihn samt seiner Anhänger.

Lies Jesaja 53!

Ich glaube, viele moderne Juden haben das Problem, daß sie im Kreuzestod Jesu einen Beweis seiner Schwäche sehen, Jesus für einen traurigen, erbärmlichen, wehrlosen Schwächling halten.

1Kor 1,23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;

Aber lieber Leser, falls Sie Jude sind, was mich sehr freuen würde, dann schauen Sie die Sache einmal genauer an. Historisch gesehen ist Jesus in einem gewissen Sinne gar nicht gestorben, das heißt er ist schon gestorben, aber historisch gesehen „im gleichen Moment“ wieder auferstanden (was sind drei Tage aus unserer Perspektive, die wir ca. 2000 Jahre später leben?). Stellen Sie sich ein Boxer vor, der einen Kinnhaken bekommt, einige Minuten bewußtlos daliegt, und dann wieder aufsteht – ähnliches widerfuhr historisch gesehen Jesus.

In gewisser Weise konnte man Jesus gar nicht wirklich töten. Natürlich war er wirklich tot, als er am Kreuz hing und im Grab lag, aber er stand nach „einigen“ Stunden wieder auf von den Toten – in dem Sinne war sein Tod nicht dem Tod eines Normalsterblichen vergleichbar, nichts endgültiges, denn wenn Sie oder ich heute sterben, werden wir sicherlich nicht so schnell wieder lebendig.

Kurz gesagt, Jesus ist und war nicht der sanftmütig-dämliche Schwächling, für den ihn die modernen Juden halten, sondern er vollbrachte einen heldenhafte Tat, indem er für uns ans Kreuz, in den Tod ging und dort unsere Sünde trug. Jesus war keineswegs zum hilflosen Spielball der Römer und des jüdischen Establishments geworden, die ihn töteten, sondern er ging ganz bewußt, kontrolliert und freiwillig diesen Weg – er ging diesen schweren Weg für uns! In Wirklichkeit war der Weg, den Jesus ging, ein Beweis seiner Stärke – der starke Erlöser, der starke Gott.

Militärisch gesehen sitzt das Volk Israel heute auf einem Pulverfaß, das ist jedem klar. Es ist umlagert von modernen „Amalekitern“ (die islamischen Staaten, islamische Bestien) und beim Rest der Welt einschließlich der USA können sie sich der Freundschaft auch nicht mehr sicher sein.

Würden die Juden heute noch Jesus von Nazareth als Messias annehmen und aner-kennen, dann würde er auch ihre Kriege führen und sie retten vor allen ihren Feinden. Er hat die Macht alle ihre Feinde in einem Nu, in einem Augenblick zu pulverisieren.

Jes 9,5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, EwigVater, Friede-Fürst;

Lk 1,71 dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, (das sagte Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufer, über Jesus)

Offb 19,11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.

Offb 19,15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen,

Es ist interessant, daß die Juden beim Purimfest noch heute ihre Rettung durch den Gott Israels vor dem bösen Haman zur Zeit des Ahasveros feiern, trotz der Tatsache, daß Gott sie vor Adolf Hitler und seinen Komplizen nicht gerettet hat, trotz der historischen Tatsache des Holocaust. Das Purimfest könnte noch heute ein bleibender Segen und mehr als ein Fest sein für einen Juden, wenn er sich wirklich einmal die Frage stellen würde, warum Gott die Juden zur Zeit des Ahasveros gerettet hat, zur Zeit Adolf Hitlers aber nicht. Die Antwort auf diese Frage ist einfach die, wie oben schon erläutert, daß die Juden nach wie vor eines Erlösers (heute wissen wir, daß er Jesus heißt) ermangeln, der ihnen ein Leben schenken könnte, das Gott wohlgefällt. Noch immer versuchen sie das Gesetz der Thora aus eigener Kraft zu halten, was unmöglich ist, statt sich vom Gesetz von ihrer Schwäche (Sündhaftigkeit) überführen zu lassen und sich dann nach dem Erlöser auszustrecken, der in uns leben will, damit wir Gott wohlgefällig leben und so auch das Gesetz nicht nur halten, sondern sogar erfüllen. Wenn wir Frieden mit Gott haben, unser Leben wohlgefällig ist vor ihm, dann beschützt er uns auch vor unseren Feinden und so feiern wir nicht nur Purim, sondern es wird neu Wirklichkeit für uns nach so langer Zeit.

 

Hinweis

Dieser Beitrag steht auch in englischer Sprache zur Verfügung:

Siehe Queen Esther, Purim and the Holocaust

 

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Zunehmende Trockenheit in Deutschland – kommt das vielleicht von Gott?

Wenn man sich die Diagramme des Deutschen Wetterdienstes (DWD) über den Verlauf von Niederschlag, Sonnenschein und Temperatur seit 1881 bzw. 1951 bis 2017/2018 anschaut (siehe folgender Link), fällt auf, dass sowohl die durchschnittlichen Niederschläge pro Jahr als auch der durchschnittliche Sonnenschein und die durchschnittliche Temperatur eines Kalenderjahres zunehmen.

www.dwd.de/DE/leistungen/zeitreihenundtrends/zeitreihenundtrends.html

Wie kann es sein, dass seit einigen Jahren Trockenheiten (Dürren) in Deutschland auftreten (siehe Bodentrockenheit, Archiv Bodentrockenheit) trotz der Tatsache, dass die durchschnittlichen Niederschläge pro Jahr zunehmen?

Das Mehr an Niederschlägen pro Jahr kann nicht die Verdunstung kompensieren, die durch höhere Temperaturen und mehr Sonnenschein verursacht wird – dadurch wird der Boden immer trockener. Die Niederschläge nehmen also nicht in dem Maße zu, wie die Temperaturen ansteigen und der Sonnenschein zunimmt. Außerdem gibt es immer häufiger einen sehr ungünstigen Verlauf von Niederschlägen, Temperaturen und Sonnenschein in einem Jahr, nämlich die Kombination von wenig Niederschlägen, hohen Temperaturen und sehr viel Sonnenschein während eines Zeitabschnitts.

Ein Hinweis zu dem bereits oben genannten Link:

www.dwd.de/DE/leistungen/zeitreihenundtrends/zeitreihenundtrends.html

Unter diesem Link finden man auch ein Diagramm zum Verlauf des Sonnenscheins über die Jahre. Das Gefährliche an diesem Diagramm ist, dass zwar eine Zunahme des durchschnittlichen Sonnenscheins pro Jahr auf den ersten Blick feststellbar ist, aber nur eine geringe (bezüglich des langfristigen (linearen) Trends), die kaum Aufmerksamkeit erregt. Wenn man sich dann allerdings den Verlauf des Sonnenscheins über die Frühjahre, Sommer, Herbste und Winter der einzelnen Jahre oder vielleicht sogar den Verlauf über die Monate der einzelnen Jahre anschaut, wird deutlich, dass außer im September und Oktober der Sonnenschein doch signifikant zunimmt und dass es immer öfter – und das ist der entscheidende Punkt – zu extremen Ausschlägen nach oben kommt, das heißt der Sonnenschein strebt immer öfter in einzelnen Monaten auf Rekordwerte zu. Besonders in den Monaten Dezember und März tritt das auf in Kombination mit relativ hohen Temperaturen.

Kurz gesagt: Absolut tödlich für die Bodenfeuchte sind natürlich Wetterlagen, wo es länger wenig regnet, sehr warm ist und dann auch noch die Sonne „draufknallt“. Das aber ist seit einschließlich 2015 öfter passiert. Die extreme Austrocknung des Bodens lässt sich nicht mit einem  Blick auf den langfristigen Trend oder den 30-jährigen Mittelwert erklären, sondern damit, dass es in einzelnen Monaten immer wieder zur Kombination von wenig Niederschlag, hoher Temperatur und viel Sonnenschein kommt. Es ist klar, dass sich in solchen Fällen nicht nur die Krume (oberste Bodenschicht des Ackers), sondern auch tieferliegende Schichten des Bodens sehr stark erwärmen – der Boden wird sozusagen gebacken. Es ist klar, dass in solchen Situationen der Boden extrem schnell extrem viel Feuchtigkeit verliert. Wenn man in einem kühlen Raum, wo es auch keinen Luftzug gibt und die Sonne nicht hineinscheint, Wäsche aufhängt, braucht diese eventuell mehrere Tage, um zu trocknen. Hängt man jedoch Wäsche an einem warmen, windigen und sonnigen Tag im Freien auf, ist sie eventuell schon nach wenigen Stunden „knochentrocken“. Das ist also unser Problem heute: diese „Killermonate“, wo wenig Niederschlag, Hitze und viel Sonnenschein zusammentreffen, denn dann wird der Boden richtig heiß und das Bodenwasser verflüchtigt sich im Nu.

Vom langfristigen (linearen) Trend her gesehen nehmen die Niederschläge im Sommer leicht ab, während sie sonst zunehmen. Wärmer wird es zu allen Jahreszeiten. Außer im Herbst (ausgenommen der November) nimmt auch der Sonnenschein zu allen Jahreszeiten zu. Langfristig werden sich die meisten Dürren wohl in den Sommermonaten ereignen, da hier tendenziell höhere Temperaturen und mehr Sonnenschein mit weniger Niederschlägen zusammentreffen. Der Haupteinzelfaktor sind jedoch die steigenden Temperaturen – der Temperaturanstieg ist atemberaubend. Wenn hohe Temperatur, wenig Niederschlag und viel Sonnenschein in einem Zeitabschnitt zusammentreffen, kann es zu allen Jahreszeiten zu Dürren kommen – das zunehmend hohe Grundtemperaturniveau und hohe Ausschläge zu allen Jahreszeiten bei Niederschlag, Temperatur und Sonnenschein  in Richtung von Rekordwerten (beim Niederschlag natürlich Minimum-Rekorde) machen solche Ereignisse immer wahrscheinlicher.

Hinzu kommt noch, dass der Regen immer mehr in Form von Starkregenereignissen runterkommt (das ist mein subjektiver Eindruck), wodurch mehr Wasser oberflächlich abfließt, statt zu versickern. Es spielt also nicht allein die Regenmenge eine Rolle, sondern auch wie der Regen herunterkommt. Ich persönlich – ich wohne in München – habe schon seit einigen Jahren keinen richtigen Landregen (gleichmäßiger, nicht zu starker, aber doch ergiebiger Regen über mehrere Tage) mehr erlebt. Wenn es regnet, dann nieselt es entweder bloß (der Nieselregen bringt einfach nicht genug Menge) oder es kommt in sehr kurzer Zeit eine sehr große Menge runter, die dann, wie gesagt, größtenteils oberflächlich abläuft und kaum den Boden feuchtet.

Weiter ist es nach meinem subjektiven Eindruck im Frühjahr immer öfter sehr windig und gleichzeitig sonnig, was natürlich auch den Boden austrocknet. Noch eine Rolle mag spielen, dass die Niederschläge im Winter immer häufiger als Regen statt als Schnee runterkommen. Der Regen versickert im Gegensatz zum Schnee gleich oder läuft oberflächlich ab. Die Feuchtigkeit des Schnees, der kurz vor Beginn der Vegetationsphase schmilzt, würde aber im Frühjahr dringend gebraucht, wenn die Pflanzen beginnen zu wachsen (siehe zukünftige Klimaentwicklung in Deutschland), und auch im Sommer. Auch die Anzahl von Trockenperioden (mehr als 10 oder 14 Tage an einem Stück kein Niederschlang) nimmt zu (siehe Diagramm, unten). Das Problem ist, dass ein Boden sich desto weniger selbst kühlen kann, desto weniger feucht er ist und somit bewirken längere Trockenperioden auch eine extreme (sich beschleunigende) Austrocknung des Bodens, weil der Boden sich um so stärker erwärmen kann, je länger er nicht durch Niederschlag neu befeuchtet wird. Am 14. Tag einer Trockenperiode wird der Boden schon viel wärmer wie am 1. Tag bei gleichem Sonnenschein und gleicher Lufttemperatur. Das heißt mit jedem zusätzlichen Trockentag wird der Boden schneller entfeuchtet.

Aktuelle Meldung zur Dürre 2018 von der Bild: Dürre 2018

Für mich als kirchlichen Christen ist völlig klar, dass die Dürre 2018 und die Trockenereignisse der letzten Jahre von Gott kommen. Gott bestraft uns einfach für unsere Gotteslästerung. Dies steht nicht im Widerspruch zu der Annahme eines menschengemachten Klimawandels, denn Gott könnte auch einen menschengemachten Klimawandel jederzeit wieder rückgängig machen. Gott bestraft uns also einfach dadurch, dass er „nichts“ tut bzw. dem menschengemachten Klimawandel keinen Einhalt gebietet.

Sie mögen fragen: „Wer in Deutschland um Himmels willen lästert Gott?“

Wir lästern Gott, indem wir ihm nicht danken für seine guten Gaben. 

Wir irren uns, wenn wir glauben, gutes Wetter, gute Ernten, genügend Nahrungsmittel, etc. seien selbstverständlich. Nein, das alles hat uns Gott über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte gnädiglich gewährt. Durch seine Steuerung des Wetters, von Kriegen, Seuchen und des Aufkommens von Ungeziefer hat Gott den Fortgang dieses Zeitlaufs ermöglicht, damit die Menschen Zeit hätten, Gott zu suchen und zur Buße zu gelangen.

Apostelgeschichte 14, 8-20

8 Und es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. 9 Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm könne geholfen werden, 10 sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher. 11 Als aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen. 12 Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte. 13 Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk. 14 Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: 15 Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; 17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.18 Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern. 19 Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben. 20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt.

Apostelgeschichte 17, 22-31

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. 24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. 28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. 29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. 30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.

Noch zur Zeit des Paulus vor ungefähr 2000 Jahren tat Gott den Heiden Gutes trotz ihres Götzendienstes, der in den zwei obigen Abschnitten der Apostelgeschichte erwähnt wird.

Warum straft uns heute Gott für unseren Götzendienst, wenn er es damals nicht tat oder in geringerem Maße wie heute?

Nun, die griechisch-heidnische Religion wurde ja nicht als Antipode zum Christentum erfunden, sondern im Laufe der Jahrhunderte degenerierten die Völker, die die fromme Kultur Noahs, ihres Stammvaters, übernommen hatten, allmählich und wurden Götzendiener.

Wir aber heute leben in der Zeit nach der Christianisierung der Welt. Das heißt, wenn wir heute wieder den Götzen dienen, ist das ein Frontalangriff auf das Christentum, die maximale Offenbarung Gottes. Mehr konnte Gott nicht tun, als in der Person seines Sohnes Jesus Christus auf die Erde zu kommen und den Menschen die wahre Religion nahezubringen. Wer an dieser Offenbarung vorübergeht oder sich ihr entgegenstellt, der macht sich unendlich schuldig.

Hebräer 2, 3 wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten, das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben?

Sie mögen fragen: „Wer um Himmels willen in Deutschland ist ein Götzendiener – wir leben doch im wissenschaftlich-technischen Zeitalter?“

Natürlich beten wir heute nicht mehr die griechischen Götter an, aber unser Materialismus ist Götzendienst.

Matthäus 6, 19-24

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. 22 Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. 23 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! 24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Es gab wahrscheinlich in der Geschichte bisher keine Zeit, wo die Menschen so mit Arbeiten und Konsumieren beschäftig waren wie heute – das aber ist Materialismus.

Wir kränken Gott, wenn wir uns vorrangig mit dem Materiellen beschäftigen und ihn wenig bis gar nicht suchen. Wir müssen uns vor allem bewusst sein, dass wir nicht gleichzeitig materialistisch und christlich sein können.

Römer 1, 18-23

18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.

Diese scharfen Formulierung von Paulus bezieht sich auf die Menschheit vor der Christianisierung der Welt. Wieviel größerer Zorn wird uns heute treffen, die wir nach der Volloffenbarung Gottes in Jesus Christus leben. Bald werden wir den Wasserhahn aufdrehen und es wir nichts mehr herauskommen. So wird für uns der Wasserhahn zum Prediger des Zornes Gottes (andere Prediger wollten wir ja nicht hören).

Mit dem Wiederaufleben des Götzendienstes geht die Zunahme der Unzucht einher. Bevor das alte Israel das verheißene Land einnahm, musste es im Auftrag Gottes mehrere Völker vernichten, die ungeheuer unzüchtig waren: Geschlechtsverkehr Mann mit Mann, Frau mit Frau, Sohn mit Mutter, Vater mit Tochter, Geschlechtsverkehr mit Tieren, etc.

Gott wäre nicht Gott, wenn sich über die Zeit seine sittlich-moralischen Anschauungen ändern würden. Natürlich erregen diese schrecklichen Taten der Unzucht auch heute noch seinen Zorn. Gott interessiert es dabei überhaupt nicht, dass die Unzucht, besonders die Homosexualität, heute von staatlicher und kirchlicher Seite immer mehr legalisiert wird bzw. bereits voll legalisiert ist bis hin zu dem Sakrileg der Homo-Ehe.

5. Mose 7, 1-2

1 Wenn dich (das Volk Israel; R. B.) der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, 2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken („den Bann vollstrecken“ heißt völlige Vernichtung; R. B.). Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben.

5. Mose 20, 16-18

16 Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, 17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, 18 damit sie euch nicht lehren, all die Gräuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter treiben, und ihr euch so versündigt an dem HERRN, eurem Gott.

3. Mose 18

1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. 3 Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch führen will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen wandeln, 4 sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; ich bin der HERR, euer Gott. 5 Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR. 6 Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben; ich bin der HERR. 7 Du sollst mit deinem Vater und deiner leiblichen Mutter nicht Umgang haben. Es ist deine Mutter, darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 8 Du sollst mit der Frau deines Vaters nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Vater. 9 Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, sie sei in oder außer der Ehe geboren, nicht Umgang haben. 10 Du sollst mit der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht Umgang haben, damit schändest du dich selbst. 11 Du sollst mit der Tochter der Frau deines Vaters, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht Umgang haben. 12 Du sollst mit der Schwester deines Vaters nicht Umgang haben; denn sie ist deines Vaters Blutsverwandte. 13 Du sollst mit der Schwester deiner Mutter nicht Umgang haben; denn sie ist deiner Mutter Blutsverwandte. 14 Du sollst den Bruder deines Vaters nicht damit schänden, dass du seine Frau nimmst; denn sie ist deine Verwandte. 15 Du sollst mit deiner Schwiegertochter nicht Umgang haben, denn sie ist deines Sohnes Frau; darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 16 Du sollst mit der Frau deines Bruders nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Bruder. 17 Du sollst nicht mit einer Frau und mit ihrer Tochter Umgang haben, noch mit ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter; denn sie sind ihre Blutsverwandten und es ist eine Schandtat. 18 Du sollst die Schwester deiner Frau nicht zur Nebenfrau nehmen und mit ihr Umgang haben, solange deine Frau noch lebt. 19 Du sollst nicht zu einer Frau gehen, solange sie ihre Tage hat, um in ihrer Unreinheit mit ihr Umgang zu haben. 20 Du sollst auch nicht bei der Frau deines Nächsten liegen, dass du an ihr nicht unrein wirst. 21 Du sollst auch nicht eins deiner Kinder geben, dass es dem Moloch geweiht werde, damit du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; ich bin der HERR. 22 Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. 23 Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du an ihm unrein wirst. Und keine Frau soll mit einem Tier Umgang haben; es ist ein schändlicher Frevel. 24 Ihr sollt euch mit nichts dergleichen unrein machen; denn mit alledem haben sich die Völker unrein gemacht, die ich vor euch her vertreiben will. 25 Das Land wurde dadurch unrein, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, dass das Land seine Bewohner ausspie. 26 Darum haltet meine Satzungen und Rechte und tut keine dieser Gräuel, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch – 27 denn alle solche Gräuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land unrein gemacht –, 28 damit nicht auch euch das Land ausspeie, wenn ihr es unrein macht, wie es die Völker ausgespien hat, die vor euch waren. 29 Denn alle, die solche Gräuel tun, werden ausgerottet werden aus ihrem Volk. 30 Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den schändlichen Sitten derer, die vor euch waren, und dadurch unrein werdet; ich bin der HERR, euer Gott.

 

Auch der mangelnde Schutz des ungeborenen Lebens (Abtreibungen) heute erregt Gottes Zorn.

 

Es sind also einige Hürden zu nehmen, um Gott zu besänftigen und damit er die Trockenheit zu Ende gehen lässt:

  • viel mehr Dank für gutes Wetter, guter Ernten, genügend Nahrungsmittel, Freiheit von Krieg, Freiheit von Ungeziefer, Freiheit von Seuchen, etc.
  • Abkehr vom Materialismus und gleichzeitig mehr Fragen nach Gott
  • Abkehr von der Unzucht bzw. Kriminalisierung unzüchtigen Verhaltens
  • viel mehr Schutz des ungeborenen Lebens bis hin zum totalen Verbot der Abtreibung
  • Abkopplung von den USA, da die USA der Hauptprotagonist von Materialismus und Unzucht auf Erden sind; auch hassen sie Gottes Sohn (diese Aussage gilt trotz gegenteiliger Lippenbekenntnisse von Amerikanern) und töten jedes Jahr unzählige unschuldige Föten und Embryos
  • mindere Religionen wie Islam, Buddhismus, Hinduismus, Bahai, etc. dürfen nicht länger als dem Christentum gleichwertig betrachtet werden, denn dies ist ein Verbrechen des Intellekts; wer sachlich-nüchterne Forschung betreibt, der muss anerkennen – wenn er ehrlich ist -, dass das Christentum bei weitem die besten historischen Grundlagen hat; das Christentum ist einfach eine Kategorie für sich bzw. die Religion schlechthin

Seit 1970 wurden in den USA sage und schreibe mindestens 45.151.389 Kinder, das heißt über 45 Millionen, im Mutterleib getötet. Das ist mehr als die Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands. Das Blut dieser Kinder schreit zu Gott und macht ihn zornig. Siehe hierzu Abortion statistics in the United States.

 

 

Ergänzung:

Folgende Graphik des DWD, wahrscheinlich aus dem Jahre 2016, zeigt unter anderem den steilen Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland seit etwa 1980. Bei dem prognostizierten Temperaturanstieg (hellblaue Fläche) kann es einem Angst und Bange werden (schwere Dürren werden immer wahrscheinlicher). Wir sehen, dass bis ca. 1990 (und seit ca. 1910) das Mittel der Jahresdurchschnittstemperaturen über ein Intervall von mehreren Jahren ziemlich konstant bei 8,2 Grad Celsius lag (die realen Durchschnittstemperaturen der Jahre von ca. 1910 bis ca. 1990 schwankten um diesen Mittelwert). Die Graphik legt es nahe, einen starken, anhaltenden Klimawandel seit ca. 1980 zu vermuten. Seit ca. 1980 hebt sich das allgemeine Temperaturniveau. Würde man den Mittelwert für die Jahre 1981 bis 2010 ausrechnen, wäre er schon weit höher als 8,2 Grad Celsius.

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Quelle: DWD

 

Folgende Graphik des Umweltbundesamtes von 2015 zeigt die Zunahme von Trockenperioden in Deutschland (Trockenperioden mit mindestens zehn aufeinanderfolgenden Tagen ohne Niederschlag):

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Quelle: Umweltbundesamt

 

Anmerkung

Wenn man sich das Archiv des Umweltforschungszentrums anschaut, wird klar, dass wir eigentlich seit einschließlich 2015 jedes Jahr eine große und länger andauernde Trockenheit hatten. Die bisherigen Trockenheiten fielen im Vergleich mit der Dürre 2018 nur nicht so auf, weil sie nicht bzw. nur teilweise in die Hauptwachstumsphase der Pflanzen fielen und auch teilweise nicht ganz Deutschland betroffen war (2018 war ja praktisch ganz Deutschland betroffen, wobei die Dürre sich auch über die Hauptwachstumsphase erstreckte; nur im äußersten Sünden von Bayern war es bis jetzt nicht ganz so schlimm – aber natürlich schlimm genug).

Wenn Sie einmal Archiv anklicken und sich die Trockenheitsverläufe der letzten Jahre anschauen, werden Sie feststellen, dass Trockenheiten zu allen Jahreszeiten und nicht nur im Sommer auftraten (was ich weiter oben über feuchtere Winter und wärmere Sommer mit abnehmenden Niederschlägen schrieb, bezieht sich nur auf den langfristigen (linearen) Trend). Das liegt daran, dass Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein an bestimmten Monaten der letzten Jahre gegen den langfristigen (linearen) Trend verhalten haben oder weit über den Trend hinausgeschossen sind. Z. B. gab es 2017 in den Monaten Januar, Februar, März und April deutschlandweit eine Dürre. Grund: Gegen den langfristigen Trend gab es im Januar, Februar und April 2017 und im September, November und Dezember des Vorjahres (2016) nur Niederschläge unterhalb des Trends – der lineare Trend besagt ja, dass im Herbst (außer Oktober) und Winter die Niederschläge zunehmen. Außerdem war der September 2016  sehr warm (weit über den Trend hinaus) und sehr sonnig (stark gegen den Trend) gewesen (ein Feuchtigkeits-Killer). Weiter war auch der Dezember 2016 sehr sonnig (weit über den Trend hinaus). Auch der Januar und der März 2017 waren extrem sonnig (weit über den Trend hinaus), wobei der März 2017 außerdem sehr warm war (weit über den Trend hinaus). Auch der Februar 2017 war warm (über den Trend hinaus). Sonnige Wintermonate liegen aber sogar im Trend, sonnige Herbstmonate nicht (ausgenommen der November), wobei, wie gesagt, die genannten Wintermonate jeweils den Trend weit übertrafen und der September 2016 stark gegen den Trend sonnig war. Jedes Jahr ist einfach ein Unikat, was das Wetter angeht. Schade, dass der DWD unter dem ganz oben genannten Link nicht auch Zeitreihen und Trends für den Wind mit aufführt, denn der Wind spielt sicher auch eine große Rolle für die Bodenfeuchte bzw. Bodentrockenheit.

Bei der Dürre 2018 (Stand 20. Oktober 2018) kamen mehrere Dinge zusammen: sehr hohe Temperaturen, sehr wenig Niederschlag und sehr viel Sonnenschein – jeder der drei Faktoren näherte sich jeweils einem Rekordwert! 2018 bekamen wir also drei Kinnhaken gleichzeitig.

 

Zusammenfassung

Unsere Probleme mit der Bodentrockenheit haben folgende Haupt-Ursachen:

  • Ein sich sehr stark hebendes Temperaturniveau zu allen Jahreszeiten und immer wieder das Zusammentreffen von sehr wenig Niederschlag, sehr hoher Temperatur und sehr viel Sonnenschein in einem Monat (Annäherung jeweils jeder Größe an Rekordwerte), wodurch „Killerwetter“ entsteht, was den Verlust an Bodenfeuchtigkeit betrifft. Wenn man sich die Dürren der letzten Jahre seit 2015 anschaut, konnte solches Killerwetter zu allen Jahreszeiten auftreten und Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag konnten sich dabei in einem einzelnen Monat oder Zeitabschnitt total gegen den Trend verhalten oder weit über den Trend hinausschießen.
  • Weiter führen lang anhaltende Trockenperioden zu einem „dynamischen“ Austrocknen des Bodens.
  • Außerdem fehlen winterliche Niederschläge in Form von Schnee, sodass der Boden mit immer weniger Reserven in die warme Jahreszeit starten muss.
  • Nach meinem subjektiven Empfinden spielen auch sonnige Tage mit viel Wind im Frühjahr eine Rolle und das Phänomen, dass der Regen immer häufiger in Form von Starkregenereignissen runterkommt, wodurch viel Wasser oberflächlich abfließt und der Boden nur wenig gefeuchtet wird.

Außerdem:

Ein weiteren Verlust an Feuchte bringt sicherlich auch die steigende durchschnittliche Bodentemperatur – der Boden heizt sich von Jahr zu Jahr auf, wodurch natürlich eine immer stärkere „Grundverdunstung“ da ist, unabhängig vom Wetter. Das ganze Jahr über trocknet der Boden sich immer stärker selbst aus durch immer mehr gespeicherte Wärme; siehe folgendes Diagramm.

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Station Aachen, Jahresmittel der Boden- und Lufttemperaturen

Quelle: Uni Köln

 

Das Regiment Gottes bezüglich des Regens

Sicherlich würden es die meisten Bauern auf der Welt so ausdrücken, dass für eine gute Ernte einfach genug Regen notwendig sei. Dies hört sich so an, als ob es allein auf die Menge des Regens ankäme. Wenn man sich aber ausführlich mit dem Thema beschäftigt, wird klar, dass nicht allein die Niederschlagsmengen wichtig sind, sondern auch wann (richtige Jahreszeit), wie (z. B. nicht zu viel auf einmal) und in welcher Form (Regen oder Schnee) die Niederschläge herunterkommen. Außerdem spielen natürlich auch die Temperaturen und der Sonnenschein eine Rolle (und der Wind, wie ich vermute). Wie oben gesagt, nimmt der Regen in Deutschland tendenziell zu – aber uns allen ist offenbar, dass das allein nicht zu besseren Ernten führt. 2017 regnete es übers Jahr gesehen überdurchschnittlich viel – trotzdem gab es auch 2017 eine Dürre. Diese Dürre wurde nur nicht so sehr wahrgenommen, weil sie nicht bzw. nur zum Teil in die Hauptwachstumsphase der Pflanzen viel. Es sind also durchaus Jahre mit überdurchschnittlichen Niederschlägen (auf das ganze Jahr bezogen) vorstellbar, wo es trotzdem zu großen Ernteausfällen durch Dürre kommt – klingt verrückt, ist aber Realität.

Wir sehen also, dass eine „sachgerechte“ Steuerung des Wetters dringend notwendig ist. Wenn man sich die Sache genau anschaut, stellt man fest, dass sie ziemlich kompliziert ist.

Es wird klar, dass wir Gott schweres Unrecht taten, indem wir ihm nicht dankten für gutes Wetter. Was für ein gewaltig großes Werk vollbrachte er die letzten Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte, als er uns gutes Wetter schenkte durch seine fürsorgliche Steuerung des Wetters. Wenn er das Wetter nicht steuert oder auch nur weniger, dann sehen wir, was passiert.

Psalm 65, 9-14

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. 10 Du suchst das Land heim und bewässerst es / und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. Du lässest ihr Getreide gut geraten; denn so baust du das Land. 11 Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs. 12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Segen. Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel sind erfüllt mit Jubel. 14 Die Anger sind voller Schafe, / und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.

5. Mose 11, 16-17

16 Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an, 17 und dass dann der Zorn des HERRN entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, sodass kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.

3. Mose 26, 1-5

Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott. Haltet meine Sabbate und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR. Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit und das Land soll sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen. Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.

Psalm 147, 7-18

Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen, der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen lässt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen. 10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes (das ist sicher ein Hinweis auf das schnöde Kräftemessen bzw. den Wettbewerb unter den Menschen; R. B.). 11 Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen. 12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! 13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte. 14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen. 15 Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell. 16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche. 17 Er wirft seine Schloßen herab wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost? 18 Er sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er lässt seinen Wind wehen, da taut es.

Hesekiel 14, 12-14

Und des HERRN Wort geschah zu mir: 13 Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündigt und Treubruch begeht und wenn ich meine Hand dagegen ausstrecke und den Vorrat an Brot ihm wegnehme und Hungersnot ins Land schicke, um Menschen und Vieh darin auszurotten, 14 und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben retten, spricht Gott der HERR.

Hiob 38, 28

Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt? („Wer“ = Gott)

Hiob 38, 37-38

Wer ist so weise, dass er die Wolken zählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel ausschütten, 38 wenn der Erdboden hart wird, als sei er gegossen, und die Schollen fest aneinander kleben?

 

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Ist es normal, dass heute in der Kirche so wenige Wunder geschehen?

Wenn man altkirchliche Literatur liest (z. B. die Berichte des Bischofs Gregor von Tours über die Wunder des heiligen Martin), fällt auf, dass in der Alten Kirche Wunder mehr oder weniger an der Tagesordnung waren. Die alten Geistlichen hatten ähnliche Wunderkraft wie Jesus und die Apostel, von deren Wundern wir im Neuen Testament (Teil der Bibel) lesen können. Es ist sehr eigenartig, dass in den Organisationen, die sich heute „Kirche“ nennen (evangelische Kirche, römisch-katholische Kirche, anglikanische Kirche, reformierte Kirche, etc.) nahezu keine Wunder geschehen – auf jeden Fall sind Wunder dort nicht an der Tagesordnung. Ich wage, zu behaupten, dass das nicht normal ist. Kurz möchte ich anmerken, dass ich weder ein Charismatiker noch ein Pfingstler bin, sondern ein ganz einfacher kirchlicher Christ (ich bin auch kein Evangelikaler; siehe Anmerkung 1, unten). Mein kirchliches Christ-Sein kommt darin zum Ausdruck, dass ich an den Sakramenten Taufe und Abendmahl festhalte bzw. Taufe und Abendmahl als Sakramente betrachte. Wenn ein Katholik zu mir käme, der anfangen wollte, als bewusster Christ zu leben, würde ich ihm keinesfalls zu einer Wiedertaufe raten, sondern ihm empfehlen, sich auf seine Kindertaufe zu beziehen und aus der Kraft seiner Kindertaufe, wo er mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden wurde, als Christ zu leben. Ein bewusster Christ wird irgendwann erkennen, dass weder die Lehre vom Papsttum noch die Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken auf dem Befund der Bibel fußen. Auch kannte die Alte Kirche kein Papsttum und keine Gerechtigkeit aus Werken.

Bei vielen Wundern ging es um die Heilung von Krankheiten. Aus der Bibel geht hervor, dass Krankheiten etwas mit unserer Sündhaftigkeit zu tun haben (siehe Ich bin der Herr, dein Arzt). Gott will uns nicht nur physisch heilen, wenn wir krank sind, sondern auch geistlich, das heißt die Heilung von einer Krankheit soll einhergehen mit der Vergebung und der Befreiung von Sünden – Gott will das Problem an der Wurzel packen. Sei es im apostolischen Zeitalter oder zur Zeit der Alten Kirche, immer wieder wurde das Evangelium an Orten gepredigt, wo es noch unbekannt war. Durch die Predigt des Evangeliums bildeten sich zwei Lager: die Gläubigen (Kirche) und die Ungläubigen (Welt). Die gläubig Gewordenen sollten dann nicht versuchen, die ungläubig Gebliebenen zwangszubekehren, sondern ihnen gemäß des Wortes von der Geduld, der Bergpredigt, begegnen. Gott verwarf die Menschen nicht gleich, nur weil sie sich beim ersten Missionsversuch nicht bekehrten, sondern er hatte Geduld. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er untätig blieb und sich mit dem Zustand des Unglaubens zufriedengab. Jene, die nach der Predigt des Evangeliums ungläubig blieben, züchtigte er durch Krankheiten bis hin zum physischen Tod – „wer nicht hören will, muss fühlen“. Wenn dann jemand die Zucht Gottes annahm, konnte er zur örtlichen Kirchengemeinde (das waren eben jene, die durch die Missionsveranstaltung gläubig geworden waren) gehen, einen Geistlichen ansprechen, seine Sünden bekennen, an den Herrn Jesus glauben und schließlich von seiner Krankheit geheilt werden (teilweise wurden auch Angehörige krank oder starben sogar; wenn dann eine Familienmitglied sich bekehrte, wurden die Angehörigen wieder heil und die Toden wiedergegeben bzw. auferweckt).

Welche Gründe mag es geben dafür, dass heute praktisch keine Wunder mehr geschehen in der Kirche?

Nun, Wunder sind eine Wirkung des Heiligen Geistes. Seit Jesus Christus in den Himmel aufgefahren ist, vertritt der Heilige Geist die Gottheit (der dreieinige Gott) auf Erden.

Johannesevangelium 16, 5-7

5 Jetzt aber gehe ich (Jesus; R. B.) hin zu dem (der Vater; R. B.), der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? 6 Doch weil ich das zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster (der heilige Geist; R. B.) nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.

Apostelgeschichte 10, 38

wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm (an diesem Vers sieht man, dass Sündigen Gehorsam gegenüber dem Teufel bedeutet, das heißt jedes Mal wenn man sündigt, kommt man mit diesem unreinen Geist in Berührung und dadurch wird man schließlich krank; jedes Mal wenn wir sündigen, nehmen wir sozusagen ein Bad in einer stinkenden Kläranlage bzw. Kloake und verunreinigen uns – kotz; R. B.)

1. Korinther 12, 4-11

4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

Damit heute wieder Zeichen und Wunder geschehen könnten, müsste zunächst das reine Evangelium (siehe unten) gepredigt werden. Leider wird heute allerorten nicht das reine Evangelium gepredigt, sondern die billige Gnade: Gnade ohne Nachfolge (Jesu Opfer am Kreuz als reines Sühneopfer, aber nicht als Werk zur Befreiung von Sünden). Würde das reine Evangelium gepredigt, sähe man die Taufe nicht als Freifahrschein in den Himmel, sondern als Ruf in die Nachfolge. Jeder Getaufte wüsste dann, dass er unter dem Ruf Jesu ist, ihm nachzufolgen. Natürlich würde dann dennoch manch einer zögern, nachzufolgen, weil er wüsste, dass ihm die Nachfolge schwere Nachteile in der Welt (die Gesellschaft der Ungläubigen) einbringen würde. Jene Zauderer würde Gott durch Krankheit züchtigen und wenn sie die Zucht annähmen, könnten sie durch Beichte (Bekennen der Sünden), Glaube und Absolution (Lossprechung von Sünden im Namen Gottes) geheilt werden und Befreiung und Vergebung von Sünden erfahren.

Also, das erste Problem ist schon einmal, dass moderne Geistliche nicht das reine Evangelium predigen. Dadurch haben die Gemeindeglieder eine gewisse Entschuldigung, gar nicht über solche Dinge wie die Nachfolge Jesu nachzudenken (dies ist allerdings keine vollkommene Entschuldigung und wird am jüngsten Tag nicht vor der Hölle retten). Unterschwellig ist den heutigen Kirchenchristen bzw. Taufscheinchristen klar, dass ihre sogenannten Geistlichen ihnen genau das erzählen, was sie hören wollen: Vergebung der Sünden ohne Nachfolge, Jesu Opfer am Kreuz als reines Sühneopfer – Jesus hat die Rechnung im Voraus bezahlt, also kann ich nun sorglos sündigen. Dies ermöglicht ein unbeschwertes Leben hier und (vermeintlich) dort. Dass Herrlichkeit hier und Herrlichkeit dort sich regelmäßig gegenseitig ausschließen, will man nicht hören (das soll aber nicht heißen, dass nicht auch einmal ein frommer Christ Minister, General oder Direktor eines Unternehmens werden kann, ohne seinen Glauben an Jesus zu verleugnen).

Moderne Geistliche wollen, dass ihre Schäfchen in folgendes Bild umgestaltet werden:

Kleiner, mickriger Spießbürger, der immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt ist. Er soll Statussymbole sammeln, für die Zukunft vorsorgen und dem Wohlleben frönen; außerdem soll er sexuell und religiös sehr tolerant sein.

(dieses moderne Menschenbild ist genau das Gegenteil des alten, christlich-abendländischen Menschenbildes: Jesus Christus)

Durch dieses Spiel (die sogenannten Geistlichen predigen, was die Leute hören wollen und die Leute wiederum sind den Geistlichen dankbar für ihre Predigten, die ihnen das Leben leicht machen) wirkt man dem Heiligen Geist diametral entgegen, denn der heilige Geist will die Glieder der Gemeinde nicht in Spießbürger der o. g. Art umgestalten, sondern in das Bild Christi. Diese Kirchen bilden eine Sphäre für sich, wo Christus bzw. der Heilige Geist keinen Raum mehr hat. Dies ist eine geistlich komplett tote Welt (siehe auch Auslegung Offenbarung 11, 1-14), in der natürlich auch fast keine Wunder geschehen – nicht geschehen können, weil der Geist nicht da ist. Allerdings bilden rein nominell gesehen alle Menschen, die sakramental getauft wurden, die christliche Kirche (siehe Anmerkung 2, unten). In einem engeren Sinne besteht die christliche Kirche allerdings nur aus jenen, die Jesus aus der Kraft ihrer Taufe nachfolgen. Am jüngsten Tag werden nur jene durchkommen, die aus der Kraft ihrer Taufe Jesus nachfolgten, denn dadurch wertschätzten sie die Gnade Gottes in gebührender Weise, was als Glaube gerechnet wird. Die Taufe allein macht’s also nicht, sondern Taufe plus Glaube.

Damit also wieder Wunder geschehen könnten, müsste sowohl das Kirchenvolk das reine Evangelium hören wollen als auch die Geistlichen das reine Evangelium predigen.

Die Geistlichen haben das Problem, dass sie unter staatlicher Aufsicht stehen und das predigen müssen, was der Staat will (dies gilt auch für die römisch-katholische Kirche). Den Geistlichen ist klar, dass die Predigt des reinen Evangeliums zum Ausschuss der Kirche aus der Gesellschaft führen würde, deswegen werden sie es nicht riskieren. Das Kirchenvolk wird gespalten sein und nur ein kleiner Teil wird die Wahrheit hören wollen, auch wenn es zunächst weh tut.

Der katholische Bischof Dr. Woelki unter Aufsicht von Berlin’s schwulem Bürgermeister Wowereit, im Jahr 2011:

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Es bleibt also jenen aus dem Kirchenvolk, die das reine Evangelium hören wollen, nichts anderes übrig, als einen eigene Kirche zu gründen und eigene Geistliche zu wählen.

Eine Kirche, wo das reine Evangelium gepredigt würde, würde heute von der Gesellschaft nicht mehr geduldet (wahrscheinlich käme es zu staatlichen Sanktionen). Es bliebe ihr nichts anderes übrig, als in die Wüste bzw. Wildnis zu ziehen, in dem Vertrauen, dass Gott sie da ernähren würde. Natürlich würde man solche Christen dann als Mönche, Einsiedler, Eremiten, Anachoreten bezeichnen – sie selber hielten sich aber für ganz einfache kirchliche Christen und durchaus nicht für Mönche und dergleichen.

Übrigens bin ich der Meinung, dass so das christliche Mönchtum überhaupt entstanden ist. Die ersten Christen, die in die Wüste gingen, suchten nicht nach einem besonders spirituellen Weg, sondern es blieb ihnen gar kein anderer Weg. Die Gesellschaft war so antichristlich geworden, dass man das normale Christentum nur noch in der Wüste bzw. Wildnis leben konnte – unglaublich, aber wahr.

Wenn man sich mal überlegt, was ein Mönch den ganzen Tag tut (der Tag eines Mönches ist geprägt von Fasten und Gebet neben einem gewissen Pensum an praktischer Arbeit, wobei Fasten und Gebet natürlich das Hauptgewicht haben), dann könnte man ihm entgegenhalten, er müsse dazu doch nicht in die Wüste gehen, sondern könne das auch als Glied der bürgerlichen Gesellschaft in seinem Dorf oder seiner Stadt praktizieren. Dem ist aber nicht so. Die bürgerliche Gesellschaft nimmt heute den Menschen so extrem in Anspruch, dass kaum mehr Muse für Fasten und Gebet bleibt. Es ist kaum möglich, sehr hart zu arbeiten und gleichzeitig zu fasten. Ein weiteres Problem ist heute die  zunehmende Dämonisierung der Gesellschaft und jedes Einzelnen (es kommt zu einer immer stärkeren Verseuchung der ganzen Menschheit durch unreine Geister). Der Christ trifft am Arbeitsplatz auf Wesen, die eher Bestien als Menschen gleichen, die nur noch nach dem Äußeren als Menschen zu erkennen sind  – er ist in höchster Gefahr, sich durch Sünde zu verunreinigen. Es ist unmöglich, als Heiliger unter Teufeln (Teufel in Menschengestalt) zu leben. Es war zwar die letzten 2000 Jahre der Wille Gottes, dass die Christen sich in die Gemeinschaft der Sünder begaben, ohne deren Sünden mitzumachen (das war natürlich schon immer eine Kunst und sehr mühsam), aber heute ist es kaum mehr möglich, mit den Menschen dieser Welt, egal ob man sie am Arbeitsplatz, in der Schule oder sonst wo trifft, Gemeinschaft zu haben, ohne ihrer Sünden teilhaftig zu werden.

Es liegt ein Missverständnis vor, zu glauben, Fasten und Gebet (plus Almosengeben) seien nur ein spezieller Weg für Mönche (nach dem allgemeinen Verständnis), um zu höchster geistlicher Erleuchtung durchzudringen. Nein, nein, Fasten, Gebet und Almosengeben sind selbstverständlicher Bestandteil des spirituellen Lebens auch jedes Durchschnittschristen. Ein Christ, der weder fastet noch betet noch Almosen gibt, wird geistlich degenerieren bis hin zum Verlust seines ewigen Heils vielleicht. Wenn also die bürgerliche Gesellschaft das geistliche Leben des Christen behindert, bis unmöglich macht, dann bleibt ihm nur noch die Flucht in die Wüste, wobei er sich über die unabsehbaren Folgen eines solchen Schrittes völlig im Klaren ist – aber es gibt nun mal keine Alternative.

Offenbarung 18, 4-5 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr (Babylon bzw. die Welt; R. B.), mein Volk (die Kirche; R. B.), dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel. (solange die Gesellschaft nicht total antichristlich war, bestand das Hinausgehen in einem Sich-enthalten-von-der-Sünde bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Gemeinschaft mit den Sündern; in einer total antichristlichen Welt jedoch muss auch die Gemeinschaft abgebrochen werden und zwar durch räumliche Trennung der Kirche von der Welt; die Kirche muss heute sozusagen die Welt räumen; R. B.)

Bevor das alte Volk Israel sich in Palästina ansiedelte, lebten dort sittlich-moralisch völlig verkommene Völker. Jene Völker waren sittlich-moralisch so verkommen, dass Gott dem Volk Israel nicht den Befehl gab, sie zu missionieren, sondern sie zu vernichten (siehe Anmerkung 3, unten). Die Menschheit ist in unseren Tagen dabei auf das sittlich-moralische Niveau jener Völker, die Israel vernichten sollte, herabzusinken. Und natürlich bleibt für eine Menschheit, die nicht mehr zu missionieren ist, nur noch der vernichtende Zorn Gottes übrig. Wenn heute die Kirche sich in die Wüste zurückziehen würde, dann hätte Gott leichtes Spiel mit dem „Rest“. In der Wüste könnte die Kirche auch in aller Ruhe für die Konversion der Juden zum Christentum beten – erst nach Bekehrung der Juden kann Christus zum Gericht erscheinen bzw. das Gericht vollenden, dass jetzt schon immer spürbarer beginnt in Form von Naturkatastrophen (Dürren, Stürme, Erdbeben, etc.), Kriegen, Seuchen und Plagen durch Ungeziefer.

Natürlich werden sich die Juden nicht alle auf einmal bekehren, sondern dieser Prozess wird sich über Jahre oder Jahrzehnte hinziehen. Hier käme nun wieder die o. g. Theorie ins Spiel. Durch Predigt des reinen Evangeliums würde sich die Juden in zwei Gruppen aufteilen: Gläubige und Ungläubige bzw. Judenchristen und Juden. Die Judenchristen sollten sich dann gegenüber den Juden gemäß der Bergpredigt, dem Wort von der Geduld, verhalten. Gott würde die Juden (die Ungläubigen) mit Krankheiten bis zum Tod züchtigen, damit sie sich doch noch bekehren. Würden sie die Zucht annehmen, könnten sie zu den Gläubigen hingehen und durch Beichte (Bekennen der Sünden), Glaube an Jesus und die Absolution (Lossprechung von Sünden im Namen Gottes) physische Heilung und Vergebung und Befreiung von Sünden erlangen.

 

Anmerkung 1:

Unter Evangelikale verstehe ich jene Gruppen, die die sogenannte Wiedertaufe praktizieren, die sie intern natürlich einfach Taufe nennen (sie sehen ihre Taufe als die erste gültige an und betrachten eine ggf. vorhandene Kindertaufe als ungültig). Die Evangelikalen taufen einen Menschen, der bereits als Kind gültig getauft wurde, noch einmal. Die Taufe (Wiedertaufe) der Evangelikalen setzt die liebe Kindertaufe außer Kraft, das heißt der Getaufte wird ganz von seiner Kindertaufe abgebracht und auf sich selbst zurückgeworfen. In sich selbst findet er aber nichts als Sünde, den Abgrund der Verdorbenheit und Verzweiflung. Die Taufe der Evangelikalen folgt auf ein Erlebnis, das sie Wiedergeburt nennen, wobei sie ihre Wiedergeburt nicht genau definieren können. Die evangelikale Taufe ist dann nur ein öffentliches Bekenntnis des durch die Wiedergeburt eingetretenen vermeintlichen Glaubens und ein Akt des Gehorsams. Die Evangelikalen betrachten ihre Taufe auch als rein symbolischen Akt, bei dem Gott nicht handelt. Wie gesagt, ein als Kind getaufter Mensch wird durch die schändliche Taufe der Evangelikalen ganz von seiner Kindertaufe abgebracht, die allein ihm die Kraft geben könnte, Jesus nachzufolgen. Versucht er dann aufgrund jener genannten obskuren, evangelikalen Wiedergeburt Jesus nachzufolgen, muss er verzweifeln bis hin zum Selbstmord, denn die evangelikalen Wiedergeburt existiert gar nicht, ist ein reines Phantasiegebilde. Wer sich auf einen Rohrstab stützt, der knickt, tut einen großen Fall. Wer die evangelikale Wiedergeburt „erlebt“ hat, ist in Wirklichkeit ganz bei sich selbst geblieben und die Sünde wird Anlass nehmen am Gebot (Römer 7).

Natürlich nutzt die evangelikale Taufe auch einem Menschen, der noch nie sakramental getauft wurde, nichts.

Die einzige Taufe, die dem Menschen etwas nutzt, ist die sakramentale Taufe bzw. Taufe zur Vergebung der Sünden bzw. das Bad der Wiedergeburt. Bei der rechten Taufe handelt Gott und macht den Täufling neu. Durch die sakramentale Taufe sind wir mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden bzw. wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe. So können wir unser sündiges Fleisch überwinden.

 

Anmerkung 2:

Wenn sich die o. g. Organisationen „Kirche“ nennen, dann ist das nicht völlig illegitim. Die o. g. Organisationen sind in einem weiteren Sinne tatsächlich die christliche Kirche, denn sie bestehen aus sakramental getauften Menschen.

(Einschränkung bezüglich der evangelischen Kirche in Deutschland: bei der evangelischen Kirche in Deutschland bestehen Zweifel bezüglich der Gültigkeit aktueller Taufen, da sie mit dem Modalismus liebäugelt; der Modalismus lehrt, Gott sei ein einpersonaler Gott in drei Erscheinungsformen – dies ist unvereinbar mit dem trinitarischen Gottesbild, das auf dem Befund der Bibel fußt: Gott ist ein Gott in drei Personen (der dreieinige Gott); nur Taufen auf den Namen des dreieinigen Gottes sind gültig bzw. Taufen auf den Namen des modalistischen Gottes sind ungültig; insofern wäre die heutige evangelische Kirche in Deutschland nicht einmal mehr im weiteren Sinne bzw. formell eine christliche Kirche – höchsten ihre alten Glieder, die noch auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft wurden, könnte man als Kirche bezeichnen)

Die christliche Kirche in einem engeren Sinne besteht aus all jenen, die nicht nur sakramental getauft sind (auf den Namen des dreieinigen Gottes), sondern auch aus der Kraft ihrer sakramentalen Taufe Jesus Christus nachfolgen im Alltag – sie sind Anhänger der teuren Gnade, da sie Jesu Opfer am Kreuz durch ihr Leben in der Nachfolge angemessen wertschätzen; in ihrer Nachfolge haben sie die Vergebung der Sünden.

Jene Organisationen, die aus sakramental getauften Menschen bestehen, aber die billige Gnade (Gnade ohne Nachfolge im Alltag) predigen, müssten sich eigentlich „tote Kirchen“ bzw. „geistlich tote Kirchen“ nennen, wenn sie wahrhaftig sein wollten. Die toten Kirchen bestehen aus geistlichen Leichnamen (siehe Offenbarung 11).

 

Anmerkung 3:

5. Mose 7, 1- 5

1 Wenn dich (das Volk Israel; R. B.) der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, 2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben 3 und sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne. 4 Denn sie werden eure Söhne mir abtrünnig machen, dass sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn entbrennen über euch und euch bald vertilgen. 5 Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen.

 

Was ist das reine Evangelium?

Vielfach predigt man, dass Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für unsere Sünden war – Gott kann uns unsere Sünden vergeben, weil es ein Sühneopfer gibt. Das ist zwar richtig, aber nicht alles. Jesu Opfer am Kreuz hat noch eine weitere Bedeutung (dies geht aus dem Römerbrief hervor): Jesus hat bei seinem Tod unseren „alten, sündigen Adam“ mit in den Tod genommen, das was wir natürlicherweise sind, von Geburt an, ohne Glauben. Wenn wir getauft sind, können wir sagen: Wir sind mit Jesus gestorben und mit ihm auferstanden bzw. wir sind der Sünde abgestorben und in Christus. Jesus trug zwar prinzipiell die ganze sündige Menschheit in den Tod, aber tatsächlich in Anspruch nehmen können das nur Menschen, die sakramental getauft worden sind. Bei der sakramentalen Taufe wird uns die Kraft seines Todes und seiner Auferstehung zugeeignet. Wer nicht sakramental getauft ist bzw. nicht über die befreiende Kraft der sakramentalen Taufe belehrt ist, der legt das Evangelium wie folgt aus: „Jesus hat die Rechnung im Voraus bezahlt, also kann ich nun sorglos sündigen.“ Das aber ist sozusagen eine ungläubige (rationalistische) Auslegung des Evangeliums, die auch zur ewigen Verdammnis führt bzw. es ist auch eine Perversion des Evangeliums, denn jener, der das Evangelium so „glaubt“, wird mehr statt weniger sündigen, was ja nun nicht der Sinn der Sache sein kann, nicht Gottes Plan von der Erlösung des Sünders entspricht. Deshalb ist es wichtig, neben dem Sühneopfercharakter des Opfers Jesu am Kreuz auch immer die befreiende Kraft seines Opfers zu erwähnen, mit der wir durch die Taufe verbunden werden – das ist das reine und volle Evangelium. Es hat sich so eingebürgert, unter Evangelium nur das zu verstehen, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, damit Gott uns vergeben kann – das aber ist eine unzulässige Verkürzung. Das volle Evangelium lautet:

Gott hat seinen Sohn Jesus um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

Diese Rechtfertigung ist keine stellungsmäßige, sondern bedeutet die andauernde und allmähliche  Verwandlung des Sünders in einen Heiligen durch die Kraft von Jesu Tod und Auferstehung. Nur wer sich dieser Verwandlung nicht entgegenstellt, bleibt im Glauben.

Die sakramentale Taufe bzw. der befreiende Charakter des Todes Jesu am Kreuz gibt uns die Möglichkeit, das Evangelium nicht ungläubig (Jesus hat die Rechnung im Voraus bezahlt, also kann ich nun sorglos sündigen), sondern gläubig zu interpretieren: „Ich habe die Vergebung der Sünden in einem Leben der Heiligung.“ Die Heiligung geschieht durch die Kraft der Taufe bzw. durch die Kraft von Jesu Tod und Auferstehung. Das ist auch die sogenannte teure Gnade. Die teure Gnade ist auch viel logischer als die billige Gnade, denn es sollte ja wohl selbstverständlich sein, dass ein Mensch, dem Gott vergeben hat, sich auch bessert. Es ist doch klar, dass einer, der von Vergebung schwafelt, aber Tag für Tag schlechter wird, am Ende die Verdammnis ernten wird – vollkommen logisch.

 

Sie sind doch nur ein Schmarotzer und Parasit, der nichts arbeiten will!

Dies hätte man mir tatsächlich bis vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten vorwerfen können. Bis vor nicht allzu langer Zeit bestand der christliche Vorsatz tatsächlich darin, Gemeinschaft mit den Sündern zu haben, ohne ihrer Sünden teilhaftig zu werden. Diese Gemeinschaft mit den Sündern materialisierte am Arbeitsplatz, am Ausbildungsplatz, in der Schule, etc. Lange Zeit war die allgemeine Gesellschaft nicht völlig antichristlich, aber heute ist sie es leider. Mann kann heute als Christ nicht mehr mit den Sündern Gemeinschaft haben, ohne ihrer Sünden teilhaftig zu werden, denn mittlerweile sind die Sünder zu Teufeln degeneriert. Die Leute sind heute so von bösen Geistern geradezu besessen, dass es für einen Christen nicht mehr auszuhalten ist – es „stinkt“ sozusagen überall nach unreinen Geistern. Es ist Zeit für den Christen, die Welt zu räumen, das heißt Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz, Schule, etc. zu verlassen und als anspruchsloser Selbstversorger in der Wüste zu leben. Jedem Christen ist klar, dass  der Mensch an sich auf hoch veredelte Produkte angewiesen ist, die in einer arbeitsteiligen Wirtschaft hergestellt werden. Wer aus dem System der arbeitsteiligen Wirtschaft ausscheidet, der muss wirklich sehr, sehr bescheiden leben – das aber kann der Christ durch den heiligen Geist bzw. durch Wunder Gottes.

Übrigens ist ein Schmarotzer und Parasit einer, der den vollen Wohlstand des arbeitsteiligen Wirtschaftssystems haben will, ohne darin mitzuarbeiten. Das ist ja bei mir nicht so, sondern ich erkläre meinen Verzicht auf Wohlstand: Wenn ich nichts mehr aus dem System raushole, muss ich auch keinen Input durch Arbeit liefern und bin deswegen weder ein Schmarotzer noch ein Parasit.

 

Welche Hürden wären zu nehmen, damit wieder Wunder geschähen?

  • Predigt des reinen bzw. vollen Evangeliums in Verbindung mit der Gründung einer vom Staat unabhängigen Kirche, deren Glieder auch wirklich aus der Kraft ihrer Taufe Jesus nachfolgen wollen
  • Zug der Kirche in die Wüste bzw. Wildnis (die heutige Gesellschaft wird eine Kirche, deren Grundlage der Befund der Bibel ist, nicht mehr tolerieren bzw. eine treue Kirche wird auch von sich aus diese verkommene Gesellschaft verlassen wollen, um ihrer Sünden und ihres Götzendienstes und ihrer Unzucht nicht teilhaftig zu werden
  • ein Leben der Kontemplation in der Wüste: natürlich würden die Christen in der Wüste auch praktischen Arbeiten nachgehen – das geht ja gar nicht anders -, aber alles wäre durchdrungen vom Geist des Fastens und des Gebets
  • Mission in Israel; Gott würde durch Zeichen und Wunder mitwirken, wenn die letzten Christen aus den Heiden (Heidenchristen) unter den Juden missionieren würden, damit diese zu Judenchristen würden; selbstverständlich gäbe es keine Trennung zwischen Heidenchristen und Judenchristen, sondern sie wären die eine Kirche Jesu Christi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auslegung Bergpredigt

Die Bergpredigt findet man im  Matthäusevangelium, Kapitel 5-7

Jesus war bekannt geworden in Israel und bis weit über seine Grenzen hinaus, denn seine Lehre war konsistent (in sich stimmig) und er machte den ganzen Menschen gesund. Da kamen die Volksmassen zu ihm geströmt, um ihn zu hören und gesund zu werden.

Jesus geht heraus aus der Masse des Volkes auf einen Berghang und seine Jünger folgen ihm dorthin und Jesus stellt dem Volk damit bildlich vor Augen, was der Kern seiner Lehre ist: BEI JESUS SEIN. Diese kleine Schar der Jünger in Gemeinschaft mit Jesus war der Anfang der christlichen Kirche, die die Gnade und die Wahrheit verkörpern soll, die in Christus Jesus ist.

Jesus ruft vom Berghang herunter: „Selig, selig, … , selig.“ Auf dem Berg Sinai hatte er dem Volk Israel noch zugerufen: „Du sollst nicht!, du sollst nicht!, … du sollst nicht!“ Mit den zehn Geboten wollte Gott dem Volk Israel nur ihre Sündhaftigkeit aufzeigen und nach der Verkündigung der Gebote hätten sie ihre Sündhaftigkeit erkennen sollen, und Gott um Gnade bitten sollen, dass er selbst ihnen Heil gäbe oder ihr Heil würde und sie bessere. Stattdessen versuchten sie anmaßenderweise das Gesetz aus eigener Kraft zu halten, obwohl es Tatsache war, dass sie es nicht konnten. Auch als Gott seine Offenbarung an das Volk Israel schließlich auf ein Maximum brachte und sie besuchte in der Person seines Sohnes, gebrauchte Israel das Gesetz noch falsch.

Die alttestamentlichen Propheten konnten dem Volk nur predigen, das heißt Worte geben. Jesus aber gibt nun dem Volk Israel eine Verkörperung seiner Lehre: die Schar der Jünger in Gemeinschaft mit ihm. Das Volk sollte erkennen: Selig ist, wer sich in die Gemeinschaft mit Jesus rufen lässt und darin  bleibt. Der Mensch in der Gemeinschaft mit Jesus bekommt nicht ein „Du sollst nicht!“ zu hören, sondern ein „selig“, denn aus seiner Gemeinschaft mit Jesus entspringt ein Leben, das nicht regelmäßig mit dem Gesetz (= Gebote) in Konflikt kommt. Dieses Leben ist Jesus selbst und es wird sichtbar durch Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Die Jünger waren von Natur aus sündhaft, genauso wie ihre israelischen Volksgenossen, nur hatten sie sich unter die Obhut von Jesus begeben, der sie heiligte (sie wurden täglich heiliger in Tat und Wahrheit im Alltag). In der Gemeinschaft Jesu mehrte sich den Jüngern das Bewusstsein ihrer Sündhaftigkeit und gleichzeitig machte sie Jesus heiliger, dies führte zu folgenden Charaktereigenschaften:

  • Bescheidenheit
  • Mitgefühl
  • Sanftmut
  • Verlangen nach Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
  • Reinheit persönlicher Motive
  • Versöhnlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Standhaftigkeit im Glauben

Mit diesem Verhalten wollten sich die Jünger nicht erst das Wohlwollen Jesu verdienen, sondern es entsprang aus ihrer Gemeinschaft mit Jesus. Das große Glück der Jünger war es, dass Jesus sie in seine Gemeinschaft gerufen hatte und dass sie in Gemeinschaft mit ihm blieben. Die Jünger glaubten, dass Jesus der verheißene Christus (Messias, Gesalbter) war, denn das Alte Testament zeugte von ihm, Johannes der Täufer bestätigte ihn und schließlich wies er sich aus durch seine Zeichen und Wunder (z. B. Heilungen).

Die Menschen, die in der Gemeinschaft Jesu o. g. Charaktereigenschaften hervorbringen, werden in der Ewigkeit zur Herrlichkeit des Sohnes Gottes erhoben werden. Die Gemeinschaft der Jünger mit Jesus wird im ewigen Leben münden bzw. sie ist das ewige Leben, nur noch nicht offenbar in Herrlichkeit, sondern offenbar in Niedrigkeit (Bescheidenheit, Sanftmut, usw.).

Jesus ruft aus über seine Jünger: „selig“. Dies ruft er dem Volk zu, das sich ein Beispiel an den Jüngern nehmen sollte. Jeder einzelne aus dem Volk konnte selig werden, wenn er sich in die Gemeinschaft Jesu oder der Jünger begab und die Welt (alle Menschen, die nicht an Christus glauben) verließ. Das „selig“ sollte aber auch ein Trost für die Jünger sein, die wegen ihrer christlichen Charaktereigenschaften und ihrer Zugehörigkeit zu Jesus Anfeindung erleben würden.

Den Rest der Bergpredigt nun richtet Jesus nur an die Jünger und das Volk steht dabei und hört mit.

Der größte Teil der Menschheit wird das Evangelium (= Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten) niemals glauben, sondern nur ein kleiner Teil der Menschheit. Dadurch bilden sich zwei Lager: Die Welt (Menschen ohne Jesus) und die Kirche (Menschen in Gemeinschaft mit Jesus).

Die Welt ist leider nicht neutral, sondern greift die Kirche an, wobei es nicht hauptsächlich um die physische Vernichtung der Kirche geht, sondern darum, sie vom Glauben an Jesus wieder abzubringen (Jesus sagt in den Seligpreisungen, dass die Verfolgung der Kirche durch die Welt ein klares Indiz für ihre Seligkeit ist).

Das schlimme am Hass der Welt ist, dass er keine Ursache hat. Er ist einfach da und dämonischer Natur. Für die Jünger bzw. die Kirche ist das schwer zu ertragen. Die Jünger verhalten sich vorbildlich, berichten den Verdurstenden von der Wasserquelle (Jesus), aber die Verdurstenden feinden sie dafür an.

Es lag nahe für einen Jünger, wegen der Anfeindungen wiederum Verhaltensmuster der Weltbürger anzunehmen, um der Verfolgung zu entgehen. So würde er aber seines Heils verlustig gehen und sein Salz-Sein und Licht-Sein verlieren. Sogar die Welt selbst würde ihn ausstoßen für solches Verhalten.

Jesus sagt: „Passt euch nicht an die Welt an, sondern bleibt in der Gemeinschaft mit mir (Christus) und in der Liebe zu Gott und zum Nächsten; ihr werdet zwar von einem Teil der Menschen Anfeindung dafür erleben, aber es wird auch Menschen geben, die durch eure Christlichkeit (Salz + Licht) zum Vater zurückkehren (preisen). Was gibt es größeres, als das Weltbürger zu Kindern Gottes werden.“

Wer allerdings seinen christlichen Charakter aufgibt, setzt sich zwischen die Stühle und verliert am Ende alles bei Gott und den Menschen.

Angenommen, die Jünger würden sich Christen nennen, aber ihren christlichen Charakter aufgeben und sich wieder wie Weltbürger verhalten, dann würde sie das Schicksal der Pharisäer und Schriftgelehrten ereilen. Im Rest der Bergpredigt nimmt Jesus verwerfliche Verhaltensweisen der Pharisäer und Schriftgelehrten auf und stellt dem das christliche Verhalten entgegen. Jesus wollte die Jünger davor bewahren, zu Pharisäern und Schriftgelehrten zu werden, denn dann hätten sie alles verloren bei Gott und den Menschen.

Diejenigen, die sich bereits zwischen die Stühle gesetzt hatten, waren die Pharisäer und Schriftgelehrten. Gott (Jesus) bezeichnet sie permanent als Heuchler und es darf wohl als sicher angenommen werden, dass sie auch beim einfachen Volk nicht sehr beliebt waren. Die Misere der Pharisäer und Schriftgelehrten lag darin, dass sie nicht an einen Erlöser glaubten, der sie charakterlich bessern konnte und auch nicht solch einen Erlöser dem Volke predigten. Sie wollten Lehrer, Erzieher, Leiter und Richter des Volkes sein, aber weil sie das Gesetz als Schlagstock missbrauchten gab Gott sie dahin und sie wurden selber zu perversen Sündern. Gott zog seine schützende Hand von ihnen ab und sie mussten genau in den Sünden leben, die sie beim Volk durchs Gesetz verurteilten. Hätten die Pharisäer und Schriftgelehrten das Gesetz richtig gebraucht, hätten sie sich vom Gesetz von ihrer Sündhaftigkeit überzeugen lassen und Gott um einen Erlöser gebeten. Dieser Erlöser hätte ihnen Liebe zum Volk gegeben und sie hätten auch dem Volk den Erlöser gepredigt, nachdem sie das Volk durchs Gesetz liebevoll und wohlmeinend auf seine Sündhaftigkeit hingewiesen hätten.

Indem die Pharisäer und Schriftgelehrten das Gesetz nicht als Wegweiser zum Evangelium gebrauchten, missbrauchten sie es.

Matthäus 5, 17-20:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. 20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Wie gesagt, das Gesetz hätte für die Pharisäer und Schriftgelehrten und für das Volk ein Wegweiser zum Evangelium von der heilsamen Gnade Gottes sein sollen. Weil aber die Pharisäer und Schriftgelehrten nie an einen Erlöser glaubten, konnten sie das Gesetz nie richtig verstehen. Ein sündiger Mensch kann nur dann so leben, dass er nicht in Konflikt mit dem Gesetz gerät, wenn er in Gemeinschaft ist mit einer Person der Gottheit (der Sohn oder der Heilige Geist). Wenn Gott bei einem Menschen oder in einem Menschen ist, dann bewirkt er in ihm das rechte Verständnis des Gesetzes und Liebe zu Gott und zum Nächsten, was die Erfüllung des Gesetzes ist (Erfüllung ist mehr als Halten; der Erfüller des Gesetzes tut sozusagen immer mehr, als das Gesetz fordert, während der Halter immer ein gewisses Defizit hat). Der Mensch, der in Gemeinschaft mit Gott lebt, schließt aus den „Du sollst nicht!“ – Geboten auf das positive, liebevolle Verhalten (z. B. „du sollst nicht töten!“ legt Jesus aus als „du sollst dem Sünder nicht zürnen, ihn nicht  beleidigen und ihn nicht verfluchen!“, das heißt der Christ bewahre Liebe zum Sünder, weil Gott ihn auch schon geliebt hat, als er noch ein Sünder war). Die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten eigentlich die Absicht das Gesetz richtig zu lehren. Weil sie aber sich nicht unter die Obhut eines Erlösers begaben, konnten sie das Gesetz nie richtig (gottgemäß) verstehen und es auch nicht erfüllen (Liebe zu Gott und zum Nächsten).  Im weiteren Verlauf zeigt Jesus die falsche Auslegung des Gesetzes durch die Pharisäer und Schriftgelehrten auf und stellt dem die geistliche Auslegung entgegen (Töten, Ehebruch, Schwören, Vergelten).

Viele Israeliten würden die Predigt der Jünger ablehnen und da standen die Jünger in Gefahr dem Volk zu zürnen, es zu beleidigen und zu verfluchen. Dadurch hätten sie aber genau konträr zum Gesetz und zum Evangelium gehandelt, denn durch Gesetz und Evangelium bietet Gott dem Sünder Freundschaft und Heil an (das Gesetz zeigt dem Sünder seine Sündhaftigkeit und das Evangelium schenkt Befreiung und Heiligung). Falls nun die Jünger merkten, dass sie wie die Pharisäer und Schriftgelehrten dem Volk zürnten, es beleidigten, verfluchten, die Sünder richteten und daraufhin von Gott dahingegeben wurden in Erniedrigung, Entehrung, Lüsternheit, Lüge und Meineid und Gewalttätigkeit, dann sollten sie erkennen, dass sie gegen das Gesetz handelten (Töten, Ehebruch, Schwören, Vergelten). Solch einen Lebensstil in permanentem Gesetzesbruch sollten sie sich selbst nicht zubilligen, sondern Gott neu um Erfüllung mit Glauben und dem Heiligen Geist bitten, der sie selbst heiligen würde und Liebe zu den Sündern schenken würde, was die Erfüllung des Gesetzes ist. Keinesfalls sollten die Jünger sich trotz permanenten Gesetzesbruches noch als Jünger Jesu bezeichnen mit dem Verweis darauf, Jesus habe ja die Rechnung durch seinen Tod am Kreuz im Voraus beglichen. Permanenter Gesetzesbruch zeigt, dass man seinen Heilsstand in Christus verlassen hat und es ist höchste Zeit umzukehren und Gott um die Erneuerung der Gemeinschaft mit sich selbst zu bitten.

Im Folgenden koordiniert Jesus zuerst das Gebot „Du sollst nicht töten!“ neu (gottgemäß).

Die Pharisäer und Schriftgelehrten vermittelten dem Volk ein falsches Bild vom Gesetz, indem sie dem Volk zürnten, es beleidigten (Nichtsnutz) und verfluchten (gottloser Narr). Indem sie zürnten, beleidigten und verfluchten, verstießen sie gegen das Gebot „Du sollst nicht töten!“. Sie predigten zwar dem Wortlaut nach „Du sollst nicht töten!“, aber durch ihr Verhalten dem Volk gegenüber predigten sie „Du darfst die Sünder töten!“

Die Jünger predigten zwar nicht das Gesetz, sondern die heilsame Gnade Gottes, aber auch sie standen in Gefahr dem Volk zu zürnen, es zu beleidigen und zu verfluchen. Die Jünger waren sich ihres vorbildlichen Verhaltens bewusst und predigten Gnade und Wahrheit, da konnten sie Anfeindungen seitens des Volkes sicherlich sehr schwer ertragen und kaum verstehen, denn sie hatten ja keinerlei Ursache für Anfeindungen gegeben. Man hasste sie ohne Ursache. So standen die Jünger in Gefahr selbst eine Feindseligkeit gegen das Volk aufzubauen. Feindseligkeit aber ist das Gegenteil von Liebe. Indem sie eine Feindseligkeit gegen das Volk aufgebaut hätten, hätten die Jünger ihren seligen Heilsstand der Liebe verlassen. Hatten die Jünger schon Leuten gezürnt, sie beleidigt oder verflucht, dann sollten sie schleunigst hingehen und die beleidigten um Vergebung bitten, andernfalls würde ihr ganzer Gottesdienst wertlos werden, ja sie würden sogar selbst dem Zorn Gottes verfallen, der sie erniedrigen und entehrten würden (Gefängnis, Bankrott).

Durchs Evangelium will Gott den Menschen seine Freundschaft beweisen. Es ist sozusagen ein Angebot der Freundschaft Gottes an den Menschen. Die Entfremdung Adams von Gott, der die vertrauensvolle Gemeinschaft des liebenden Gottes verlassen hatte, soll rückgängig gemacht werden durchs Evangelium. Würden nun die Prediger des Evangeliums (die Jünger) Feinde des Volkes werden, würden sie dem Evangelium genau entgegengesetzt handeln. Sie würden das Evangelium annullieren, was schlimmer wäre als die Verzerrung des Gesetzes durch die Pharisäer und Schriftgelehrten.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten richteten mit Vorliebe die Hurer und Ehebrecher, statt ihnen einen Erlöser zu verkünden, der sie von ihren Sünden befreien konnte. Die Jünger verkündeten zwar korrekterweise den Erlöser Jesus, aber sicher taten nicht alle Hurer und Ehebrecher gleich Buße. Da konnte es passieren, dass auch die Jünger die Hurer und Ehebrecher verdammten. Da hätten sie aber den seligen Heilsstand der Liebe verlassen und Gott hätte sie dahingegeben. Er hätte seine schützende Hand abgezogen, ihre Sünde wäre explodiert und sie wären gestürzt in den Abgrund ihrer entfesselten Begierden (lüsterne Blicke, Lüsternheit) und sexueller Manipulationen (rechte Hand). Dies, um ihnen zu zeigen, dass auch sie ohne die heilsame Gnade Gottes (von Natur aus) verdammte Sünder waren und deshalb die Sünder nicht verdammen sollten. Wenn nun die Jünger an sich selbst Zunahme von Lüsternheit und anderes spürten, sollten sie Gott wieder neu um Erfüllung mit dem Heiligen Geist und Glauben bitten. Der Geist gibt einerseits Liebe zu den Sündern und hilft andererseits Prozesse der Lust im eigenen Körper perfekt zu unterdrücken, was der Wirkung nach der Entfernung bzw. der Amputation des betreffenden Körperteils entspricht (Auge, Hand). Die Heiligen lieben die Sünder, weil der Geist, der sie heiligt auch der Geist der Liebe ist.

Auch der Ehebruch oder die unrechtmäßige Scheidung hat ihren Grund in einer Entfremdung von Gott. Von wem der Geist gewichen ist, der verfällt seinen Lüsten und Begierden und so basiert auch seine Ehe nur noch auf der sexuellen Vereinigung. Vielleicht wurde die Ehe schon nur aus sexueller Not heraus geschlossen. Frauen haben es an sich, dass sie schnell dahinwelken und da ist es wichtig, dass man nicht nur den Körper liebt, sondern die ganze Person, sonst ist die Ehe schnell dahin. Wie der Lüsterne und der Manipulierer bitte also auch der zur Scheidung Versuchte neu um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist bzw. mit dem Glauben. Der Geist wird die Lust des Körpers dämpfen und neue Liebe zum Ehepartner schenken. Gemeinsam wird man dem Herrn dienen und der wird die Ehe erhalten.

Da die Pharisäer und Schriftgelehrten den Sündern (das Volk) zürnten, sie beleidigten und verfluchten und verdammten (sie hätten zuweilen auch die Sünder getötet, wenn die römische Obrigkeit sie nicht daran gehindert hätte), gab Gott sie dahin, ihre Sünde schäumte über, sie ersoffen in Lüsternheit, sexueller Manipulation und Ehebruch und vielen anderen Sünden (Diebstahl, siehe Röm. 2). Noch dazu gab Gott sie der Entehrung und Erniedrigung preis. Die wahren Verfluchten in Israel waren also die Pharisäer und Schriftgelehrten selbst.

So misslang ihnen also fast alles und sie taten soviel Strafwürdiges, Böses und Verwerfliches, dass sie ständig unter Eid ableugnen mussten, dieses oder jenes verbrochen zu haben. Immer wenn ein Pharisäer oder Schriftgelehrter schwor, wusste man sofort, dass er log, denn er schwor immer einen gerade ungültigen Eid, um eine Aussage zu bekräftigen, die eine Lüge war. So konnte er sich vermeintlich rechtfertigen, er habe keinen Meineid geschworen, sondern „nur“ gelogen. Aus Gottes Sicht hatte er natürlich einen Meineid geschworen und die Lüge in sich selbst war auch schon schlimm genug. Das permanente, falsche Schwören zeigte, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten am sittlich-moralischen Nullpunkt angekommen waren. Wenn die Jünger nicht mehr mit einem schlichten „Ja“ oder „Nein“ auskamen, sondern auch immer öfter schwören mussten, sollten sie sich fragen, ob sie nicht auch von Gott abgefallen waren. Dann sollten sie wieder neu um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder Glauben bitten. Der Heilige Geist würde ihr Leben so gestalten, dass sie es nicht nötig hätten, Dinge unter falschen Schwüren abzuleugnen. Wer mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, dessen Werke sind in Gott getan und er wird dafür Lob und Ehre erhalten.

Verflucht von Gott und unbeliebt beim Volk waren die Pharisäer und Schriftgelehrten sicherlich nicht selten dem Volkszorn ausgesetzt und bekamen es sicherlich manchmal zu spüren. Da schlugen sie natürlich zurück oder riefen die Religionspolizei. Dass sie diejenigen im Volk, die es wagten gegen sie aufzumucken, natürlich nicht liebten, sondern hassten, war sowieso klar – „ungläubige Feinde, nur gehasst“.

Die Jünger standen prinzipiell unter dem Schutz Gottes, gerade wenn sie sich nicht dazu verleiten ließen, dem Volk zu zürnen, es zu beleidigen, zu verfluchen und zu verdammen. Wenn die Jünger „im Herrn“ blieben, würde sicher auch ihre sexuelle Enthaltsamkeit, Wertschätzung der Ehe und Ehrlichkeit beim Volk bekannt werden und man würde sie soweit respektieren.

Trotz vorbildlichen Verhaltens konnte es aber zu Übergriffen seitens des Volkes kommen. Wie für den Herrn galt auch für die Jünger: „Sie haben mich gehasst ohne Ursache!“ Diese Dämonie muss der Jünger Jesu sein Leben lang aushalten und soll sie seinerseits weder mit Rache (Zurückschlagen) noch mit Hass gegen den Feind beantworten.

Johannesevang. 3, 17: Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Röm. 5, 8: Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Röm. 12, 19: Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

Backenstreiche und Feindschaft seitens der Welt sind nicht von Gott autorisiert und damit belanglos, nur ein kurzer Kälteeinbruch für den, für den der Sommer schon begonnen hat. So sieht der Jünger Jesu über diese Dinge hinweg und bleibt ein glückliches Kind des Sommers. Er liebt um der Liebe (Christus) willen auch seine Feinde. Der Christ hat seit der Taufe nur noch ein Leben und das besteht in Liebe. Gibt er dieses Leben auf, fällt er der Verwesung anheim.  Der Kern des Wesens Gottes ist seine Versöhnlichkeit. Er sucht Freundschaft und Frieden unter allen Umständen. Wer Gott auf Erden darin ähnelt die Feinde zu lieben, der wird in der Ewigkeit feierlich als Kind Gottes offenbar werden.

Die Feindesliebe ist sicherlich die Krone der Nachfolge Jesu. Kein Mensch kann Feindesliebe aus sich selbst heraus produzieren, denn unser alter Adam ist rachsüchtig. Die Feindesliebe ist eine Frucht des  Heiligen Geistes. Deshalb bitte der Christ jeden Tag neu um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, so wie er ihn bei der Taufe empfangen hat. Der Geist wird Jesus Christus verherrlichen: Jesus Christus starb für uns, als wir noch Feinde Gottes waren. Diese Feindesliebe Jesu sollte auch bei uns Feindesliebe bewirken.

Die erste Versuchung durch die Welt ist nun abgeschlossen. Es war die Versuchung zum Zorn, zum Beleidigen, zum Verfluchen und Verdammen der Sünder, gipfelnd in Erniedrigung, Entehrung, Lüsternheit, Ehebruch, Meineid des Jüngers oder der direkte, gewalttätige Angriff der Welt sogar auf den vorbildlichen Christen ohne Ursache, um ihn zur Feindseligkeit zu verführen.

Gelingt es der Welt nicht, den Jünger zu ihrem Feind zu machen, versucht sie ihn zu verführen wie eine Hure. Das Liebesangebot der Hure ist aber nichts anderes als verdeckte Feindschaft.

Der Jünger betet, gibt Almosen, fastet. Dies ist alles gut in sich selbst. Aber so wie es Kreise in der Welt gibt, die den Jünger scharf anfeinden, gibt es Kreise in der Welt, die ihm eine falsche Ehre geben wollen, um dadurch seinen Glauben an Jesus zu zerstören. Der Jünger betet, gibt Almosen und fastet, weil er damit irgendwelchen Nöten begegnen will, getrieben wird er vom Heiligen Geist, dem Lob, Preis und Ehre gebührt für sein Wirken in uns. Nimmt der Jünger die falschen Ehrerbietungen der Welt an, stiehlt er damit Gott die Ehre. Der Jünger kann nur die Werke tun, die Gott zuvor bereitet hat. Wenn der Jünger geehrt wird, gibt er diese Ehre an Gott weiter. Die Heuchler (Pharisäer und Schriftgelehrten) wurden nur deshalb von der Welt geehrt, weil sie nicht Gott die Ehre gaben, sondern ihre eigenen Ehre suchten. Mit der Welt zusammen feierten sie einen nichtigen Gottesdienst des werksgerechten Fleisches, sie zelebrierten ihre äußerlichen, religiösen Übungen und die Welt klatschte Beifall dafür.  Hätten die Heuchler auf einen Erlöser hingewiesen, sie wären sowieso nie von der Welt geehrt worden, denn ein Erlöser ist der Welt verhasst. So empfiehlt Jesus den Jüngern, von vornherein alle diese Übungen im Verborgen auszuführen. Würden die Jünger ein Verlangen in sich spüren die religiösen Übungen vor den Augen der Welt auszuführen, sollten sie sich fragen, ob sie nicht dabei waren ihren Heilsstand in Christus zu verlassen. Das Suchen nach öffentlicher Ehre war ein Attribut der Heuchler, die Gott verflucht hatte. Ihre Sünde wurde dadurch noch einmal multipliziert, denn sie nahmen Ehre, obwohl sie Schimpf verdient hatten. Die Bösen ehren die Bösen (die Welt ehrt die Pharisäer und Schriftgelehrten). Da sollte es den Jüngern mulmig werden, wenn die böse Welt sie Ehren wollte, denn diese falsche Ehre der Welt hätte die Jünger in Wirklichkeit nicht erhoben, sondern degradiert. Der Jünger bete also täglich um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, der es in ihm wirken wird, dass er nicht die vergängliche Ehre der Welt sucht, sondern Ehre bei Gott, die ewig bleibt. Das Motiv für das Handeln des Jüngers ist die Liebe und sonst nichts.

Der allgemeine Grundgötzendienst der Welt ist der Materialismus (das sagte schon Luther) und die dritte Versuchung für den Jünger nach Feindseligkeit und falscher Ehre. Die Welt ist fremd dem Leben Gottes und so sucht sie Ehre durch Statussymbole, treibt Vorsorge für die Zukunft oder vegetiert einfach so dahin im Umwälzen von Materie. In ihrem Egoismus vergisst die Welt ihren Nächsten, der Not leidet. Sie investiert ihre Mittel lieber in Statussymbole, Zukunftsvorsorge, Wohlleben, anstatt dem Nächsten zu helfen, der in seiner Not umkommt.

Der Jünger, der sich diesem Treiben der Welt anschließt, verlässt den seligen Stand der Nächstenliebe, denn wenn er alle seine Mittel für Statussymbole, Zukunftsvorsorge und Konsum ausgibt, kann er seinem Nächsten in Not nicht mehr helfen. Gott gibt ihn dahin und zieht seine schützende Hand vom Jünger ab. Seine Augen werden schließlich blind für Bedürftige, sein Leib verfinstert sich und sammelt und konsumiert nur noch,  was darin gipfelt dass er unter die Herrschaft des Dämon Mammon kommt. Der Mammon schließlich „verleiht“ ihm ein Leben in Erbärmlichkeit, er degradiert ihn zum menschlichen Roboter: Arbeiten, Essen, Schlafen, Kaufen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Kaufen, usw..

Jesus will seinen Jüngern den Dienst des Mammon ersparen und fordert sie deshalb auf, ihren Heilsstand in Christus zu bewahren. Sie sollten sich Schätze im Himmel sammeln bzw. zuerst nach dem Reich Gottes trachten, indem sie auch ihre Güter und Vermögen dem Herrn zur Verfügung stellten und nicht für sich selbst sorgten. Die Kirche betreibt Einrichtungen aller Art, die dem Wohl der Menschen dienen: Missionsstationen, christliche Schulen und Kindergärten, theologische Schulen, Armenhäuser, Krankenhäuser, Fonds für Verfolgte, etc. Hier kann der Christ seine Güter und sein Vermögen einbringen.

Die Verheißung Jesu für den, der sich auch für kirchliche Belange einsetzt, ist die, dass er ihm seinen Alltag erleichtern will (Jesus: Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.) Jesus redet hier nicht Faulenzern und Parasiten das Wort, sondern sagt nur denen Erleichterung zu, die sich auch für sein Reich einsetzen, was auch mühevolle Arbeit bedeutet.

Der Jünger sollte sich also nicht vom Status-Denken, Vorsorgetreiben und Konsumsucht der Welt anstecken lassen, sondern ruhig und still dem Herrn dienen durch Nächstenliebe. Der Herr würde ihn bewahren vor der traurigen Sklaverei des schnöden Mammon (Gott des Materialismus) und ihm in der herrlichen Freiheit und Sorglosigkeit der Kinder Gottes alles geben, was zum Leben notwendig ist.

Das war nun die dritte Versuchung durch die Welt, der Materialismus.

Die vierte Versuchung für die Kirche wäre nun, die Wohlhabenden zu richten. Dies ist aber nicht ihre Aufgabe. Klein (bescheidene Verhältnisse) und Groß (wohlhabend) braucht das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus: Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, um unserer Sünden willen dahingeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Klein und Groß soll das Evangelium glauben und getauft werden bzw. sich im Glauben an die Kindertaufe erinnern. Das Evangelium macht, dass der Mensch zurückkehrt in die Gemeinschaft des liebenden Gottes und so wird er selbst ein liebendes Wesen, dessen Augen geöffnet werden für die vielen Nöte in der Welt.

Klein und Groß, gläubig geworden an den Herrn, sollen nun dem Herrn alles, was sie haben, zur Verfügung stellen. Wenn sie von Nöten erfahren, sollen sie helfen nach Maßgabe der Not, das heißt sie sollen soviel geben, dass die Not beendet wird und soviel sie können.

Die Kleinen sollen nicht die Großen richten, sondern auf sich selbst schauen, dass sie dem Herrn dienen möchten auch mit ihren wenigen Gütern und bescheidenen Vermögen.

Glücklich, wer nicht den Versuchungen der Welt erliegt: Feindseligkeit, falsche Ehre, Materialismus und böses Richten.

Bewahrt werden vor der Versuchung durch die Welt wird nur, wer sich täglich seiner Taufe erinnert. Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus (Kindertaufe ist gültig, man erinnere sich ihrer im Glauben). Durch die Taufe wohnt der Heilige Geist in uns und den sollen wir jeden Tag bitten, dass er uns immer mehr erfülle. So werden wir nicht die Lüste unseres ewig sündigen Körpers vollbringen, sondern Werke christlicher Nächstenliebe tun.

Matthäus 7, 7-11:

7 Bittet (um den Heiligen Geist), so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. 9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? 10 Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? 11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!

Bitten wir Gott täglich um den Heiligen Geist und um Glauben, so werden wir unseren Stand in Christus bewahren.

Das ewige Leben wird nur der ererben, dessen Glaube an Jesus trotz des heftigen Widerstands der Welt auch gute Früchte brachte. Nur der Glaube ist echt, der Frucht hervorbringt. Die faulen Bäume werden ins Feuer geworfen werden und müssen brennen.

Die Welt überwindet, wer sich gemäß der Anweisungen der Bergpredigt nicht wieder von ihr einfangen lässt. Die Ehre bei Gott bleibt ewig, aber die Ehre der Welt vergeht.

Das Volk hat alles mitgehört und wer sich nun Christ nennt, der befolge die Anweisungen der Bergpredigt, denn nicht nur Gott, sondern auch das Volk weiß, was vom Christen verlangt wird. Wer lieber in die Welt zurückkehren will, der tue es, aber nenne sich nicht Christ und bleibe der Kirche fern.

Offb 3,5 Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

Siehe auch: Die Bergpredigt und die Bösen – hat die Bergpredigt Grenzen?

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Gott gibt Israel keinen Regen – die Bedeutung der Geschichte von Elia, König Ahab und Isebel für unsere Zeit

Israel befindet sich im sechsten Jahr einer Jahrhunderttrockenheit.

Siehe:

Israel enters 6th year of worst-in-a-century drought, girds for even worse

oder

Dead Trees and Dry Springs: Impact of Drought Felt in Israel

Vor kurzem (1. Oktober 2018), an dem Feiertag Schmini Atzeret (der achte Tag der Versammlung) beteten die Juden erneut für Regen. Der Feiertag Schmini Atzeret folgt immer unmittelbar auf Sukkot (Laubhüttenfest).

Es gibt eine sehr interessante Stelle im Buch Sacharja, die sich auf das Laubhüttenfest bezieht. Allerdings bezieht sich diese Stelle auf ein zukünftiges Laubhüttenfest bzw. zukünftige Ereignisse.

Sacharja 14, 16-17 16 Und alle, die übrig geblieben sind von allen Heiden (Heiden sind Nicht-Juden wie Deutsche, Amerikaner, Engländer, etc.; R. B.), die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten. 17 Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, über das wird’s nicht regnen.

Aus anderen Abschnitten der Bibel wissen wir, dass die Juden zum Christentum konvertieren werden, wenn die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist (siehe z. B. Römer 11). Der ganze Staat Israel wird zu einer christlichen Kirche werden inmitten einer antichristlichen Welt. Die antichristliche Welt wird einen durch und durch christlichen Staat in ihrer Mitte nicht ertragen können und Israel militärisch angreifen („gegen Jerusalem ziehen“). Dann wird Jesus Christus in der Gestalt Gottes erscheinen und viele Heiden vernichten. Er wird jene Heiden verschonen, die nicht bewusst dem Antichristentum anhingen (vielleicht sind das kleine Kinder, sehr Alte, Menschen, die außerhalb der Zivilisation lebten, geistig Behinderte, schwer Kranke, etc. – also lauter Menschen, die nicht bewusst den Antichristen anbeten konnten bzw. nicht bewusst Jesus verwerfen konnten).

Aus Offenbarung 20 geht hervor, dass am Ende des tausendjährigen Reiches die ganze Menschheit vom Glauben an Jesus abgefallen sein wird. Diese Menschheit entwickelte sich aus jenen o. g. Heiden, die der Herr übrig ließ, als er kam, um Jerusalem vor den heraufziehenden Heiden zu beschützen. Gott wird jene, die während des tausendjährigen Reiches vom Glauben an Jesus abfallen, auch dadurch züchtigen, dass er ihnen den Regen entzieht. Ihr Unglauben kommt dadurch zum Ausdruck, dass sie nicht jährlich zum Laubhüttenfest kommen, um den HERRN, Jesus, anzubeten.

Bitte aufmerken:

Gott verhält sich heute gegenüber den Juden, wie er sich zukünftig gegenüber jenen im tausendjährigen Reich verhalten wird, die ihn nicht anbeten bzw. nicht zum Laubhüttenfest kommen: Er entzieht den Regen.

Was folgt daraus?

Daraus folgt, dass Gott den Glauben der Juden, die heute das Laubhüttenfest feiern, nicht anerkennt. Sie haben Eifer für Gott, aber ohne Einsicht, wie Paulus in Römer 10 sagt (die heutigen Juden stehen geistlich auf einer Stufe mit den Ungläubigen des tausendjährigen Reiches).

Die Juden könnten fragen: „Warum schickt uns Gott nicht noch einmal den Elia, um uns durch ihn zu ermahnen, wenn mit unserem Glauben etwas nicht stimmt?“

Das Problem ist, dass Gott den Elia ja bereits ein zweites Mal geschickt hat, nämlich indem er Johannes den Täufer schickte. Johannes war zwar nicht die gleiche Person wie Elia, aber er ging umher in dem Geist und der Kraft des Elia – und allein darauf kam es an.

Matthäus 11, 14 und wenn ihr’s annehmen wollt: er (Johannes der Täufer; R. B.) ist Elia, der da kommen soll. (das sagte Jesus dem Volk; R. B.)

Lukas 1, 17 Und er (Johannes der Täufer; R. B.) wird vor ihm (Jesus Christus; R. B.) hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.

Wie wir wissen, haben die Juden die Botschaft Johannes des Täufers und Jesu letztendlich abgelehnt und in dieser Ablehnung verharren sie bis heute. Die Juden können also nicht resümieren, Elia solle noch einmal kommen, sondern sie haben sich zum Christentum zu bekehren, denn das war es, was Johannes, der Quasi-Elia, ihnen predigte. Angenommen, Elia würde heute noch einmal kommen – was definitiv nicht geschehen wird – würde er den Juden das gleiche wie Johannes der Täufer predigen: die Konversion zum Christentum.

Die Juden feiern heute ein rein äußerliches Laubhüttenfest (sie werden das nicht zugeben, aber es ist tatsächlich so, dass die Juden nicht fähig sind, Gott wirklich anzubeten bzw. so, dass es sein Wohlgefallen erregt) – Gott aber sucht solche, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Was heißt das?

3. Mose 23, 33-44 (das Laubhüttenfest)

33 Und der HERR redete mit Mose und sprach:

34 Sage zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Laubhüttenfest für den HERRN, sieben Tage lang. 35 Am ersten Tage soll eine heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr tun. 36 Sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am achten Tage sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten und sollt Feueropfer dem HERRN darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Arbeit sollt ihr tun. 37 Das sind die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, ein jedes an seinem Tage, 38 abgesehen von den Sabbaten des HERRN und euren andern Gaben und Gelübden und freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt. 39 Am fünfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des Landes einbringt, sollt ihr ein Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist Ruhetag und am achten Tage ist auch Ruhetag. 40 Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, 41 und sollt das Fest dem HERRN halten jährlich sieben Tage lang. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat so feiern. 42 Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen, 43 dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott. 44 Und Mose tat den Israeliten die Feste des HERRN kund.

Wenn wir hier diesen Abschnitt kurz einmal lesen, sehen wir, dass beim Laubhüttenfest eine Reihe von Opfern dargebracht werden sollten. Heute nach der Anweisung des Mose zu handeln, ist schon allein deshalb schwierig, weil der Tempel mit dem Brandopferaltar nicht mehr vorhanden ist (der Tempel mit samt Altar wurde 70 nach Christus durch die Römer zerstört).

Wie könnte heute ein Jude ein Gott wohlgefälliges Laubhüttenfest feiern trotz der Tatsache, dass ihm kein Altar zum Opfern mehr zur Verfügung steht?

Nun, dies ginge dadurch, dass er an Gottes unsichtbaren Altar, Christus, glauben würde. Auf dem Altar Christus wurde der Leib Jesu geopfert durch den heiligen Geist und durch Christus, Gottes Altar, können auch wir unsere Leiber Gott darbringen als liebliches Opfer.

Römer 12, 1 Ich (Paulus; R. B.) ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist.

Mit Christus werden wir verbunden durch die sakramentale Taufe. Durch die sakramentale Taufe wird Christi Tod unser Tod und seine Auferstehung unsere Auferstehung. In der Kraft seines Todes und seiner Auferstehung können wir unsere Leiber hingeben (opfern) als duftenden Wohlgeruch – das ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Juden wollen Gott anbeten, Christen können es wirklich, da sie mit Christus gestorben und auferstanden sind.

Wie hängt das Ganze mit Elia, Isebel und Ahab zusammen?

1. Könige 16, 29-33

29 Im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ahab, der Sohn Omris, König über Israel und regierte über Israel zu Samaria zweiundzwanzig Jahre 30 und tat, was dem HERRN missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. 31 Es war noch das Geringste, dass er wandelte in der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats; er nahm sogar Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau und ging hin und diente Baal und betete ihn an 32 und richtete ihm einen Altar auf im Tempel Baals, den er ihm zu Samaria baute, 33 und machte ein Bild der Aschera, sodass Ahab mehr tat, den HERRN, den Gott Israels, zu erzürnen, als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.

Aus diesem Abschnitt geht hervor, dass Ahab und Isebel Israel zum Götzendienst verführten. Sicherlich können wir davon ausgehen, dass sich unter der Regierung Ahab’s auch die sexuelle Unzucht ausbreitete (Götzendienst geht immer einher mit Unzucht).

Gott beschloss, Israel zu züchtigen durch Trockenheit bzw. das Vorenthalten von Regen (ähnlich wie er heute Israel durch Trockenheit züchtigt). Dies teilte er Ahab, Isebel und dem Volk Israel mit durch den Propheten Elia:

1. Könige 17, 1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

Inwiefern finden im modernen Israel Götzendienst und Unzucht statt?

Der moderne Götzendienst weltweit, nicht nur in Israel, ist der Materialismus, der Dienst des Götzen Mammon (der Hauptprotagonist des Materialismus weltweit sind die USA und Israel ist ein US-Vasallenstaat, das heißt von den USA abhängig; Israel übernimmt den Materialismus der USA). Der neue Götze heißt also nicht Baal oder Aschera, sondern Mammon. Aber egal wie der Götze heißt, beides ist Teufelsanbetung.

Israel hat die tolerantesten LTGB-Rechte im mittleren Osten: siehe LGBT rights in Israel

In Israel herrscht also sexuelle Freizügigkeit – dies aber lässt sich nicht vereinbaren mit dem Dienst des Gottes Israels. Sexuelle Freizügigkeit ist zwar ganz nach dem Geschmack der gottlosen Amerikaner, aber nicht nach dem Geschmack Gottes. Die Juden müssen sich also entscheiden zwischen Uncle Sam und dem Gott Israels. Das moderne Israel ist ein Staat von Uncle Sam’s Gnaden und nicht von Gottes Gnaden. Einer der vielen Nachteile der Abhängigkeit von Uncle Sam ist allerdings, dass er keinen Regen machen kann.

Kurz gesagt: Wenn die Juden wollen, dass es in Israel wieder regnet, müssen sie zum Christentum konvertieren, indem sie sich taufen lassen. Die Taufe bringt aber nur etwas, wenn sie mit Glauben verbunden ist. Der erste Glaubensschritt bzw. Gehorsamsschritt für die Juden bzw. Israelis wäre es, sich von den USA loszusagen (dadurch würden allerdings die USA ihr Feind werden; aber diesen Preis müssten die Juden um des Glaubens willen zahlen, was gleichbedeutend mit Glauben ist) . Damit würden sie sich zwar von der US-Weltfabrik und dem Wohlstand, den sie erzeugt, abkoppeln, aber dafür dürften sie wieder mit der Gunst Gottes rechnen, der ihnen sofort wieder Regen schicken würde. Gott würde sicherlich den Juden helfen, eine autonome Wirtschaft aufzubauen, sodass sie völlig auf Handel mit den USA und deren Freunden verzichten könnten.

Die Tötung der Priester des Baal durch Elia in alttestamentlicher Zeit hätte heute für die Juden ihre Entsprechung darin, sich von den USA loszusagen, denn Uncle Sam ist der Priester des Materialismus. Natürlich sind es auch die USA, von denen die sexuelle Freizügigkeit weltweit ausgeht, die zusammen mit dem Materialismus Gottes Zorn erregt. Die Zusammenarbeit mit den USA bringt den Ländern materiellen Wohlstand, aber leider auch Gottes Zorn – ein kluges Land würde lieber auf Wohlstand verzichten, um nicht Gottes Zorn zu riskieren (kein Land kommt ohne Regen aus!).

1. Könige 18

Das Gottesurteil auf dem Karmel

1 Nach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde.

2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine große Hungersnot in Samaria (Reich Israel; R.B.). 3 Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister – Obadja aber fürchtete den HERRN sehr; 4 denn als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in Höhlen, hier fünfzig und da fünfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser –; 5 und Ahab sprach zu Obadja: Wohlan, wir wollen durchs Land ziehen zu allen Wasserquellen und Bächen, ob wir Gras finden und die Rosse und Maultiere erhalten könnten, damit nicht alles Vieh umkommt. 6 Und sie teilten sich ins Land, dass sie es durchzogen. Ahab zog allein auf dem einen Weg und Obadja auch allein auf dem andern Weg. 7 Als nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du es nicht, Elia, mein Herr? 8 Er sprach: Ja! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!9 Obadja aber sprach: Was hab ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hände Ahabs geben willst, dass er mich tötet? 10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Es gibt kein Volk noch Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem Königreich und Volk, dass man dich nicht gefunden hätte. 11 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! 12 Wenn ich nun hinginge von dir, so könnte dich der Geist des HERRN entführen und ich wüsste nicht wohin; und wenn ich dann käme und sagte es Ahab an und er fände dich nicht, so tötete er mich. Und doch fürchtet dein Knecht den HERRN von seiner Jugend auf. 13 Ist’s meinem Herrn Elia nicht angesagt, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN tötete? Dass ich von den Propheten des HERRN hundert versteckte, hier fünfzig und da fünfzig, in Höhlen und versorgte sie mit Brot und Wasser? 14 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Elia ist da! Dann wird er mich töten. 15 Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: Ich will mich ihm heute zeigen. 16 Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. 17 Und als Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du nun da, der Israel ins Unglück stürzt? 18 Er aber sprach: Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und deines Vaters Haus dadurch, dass ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt den Baalen nach. 19 Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertundfünfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen. 20 So sandte Ahab hin zu ganz Israel und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel. 21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. 22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des HERRN, aber die Propheten Baals sind vierhundertundfünfzig Mann. 23 So gebt uns nun zwei junge Stiere und lasst sie wählen einen Stier und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber kein Feuer daran legen; dann will ich den andern Stier nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen. 24 Und ruft ihr den Namen eures Gottes an, aber ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist wahrhaftig Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. 25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Wählt ihr einen Stier und richtet zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran. 26 Und sie nahmen den Stier, den man ihnen gab, und richteten zu und riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten. 27 Als es nun Mittag wurde, verspottete sie Elia und sprach: Ruft laut! Denn er ist ja ein Gott; er ist in Gedanken oder hat zu schaffen oder ist über Land oder schläft vielleicht, dass er aufwache. 28 Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Spießen nach ihrer Weise, bis ihr Blut herabfloss. 29 Als aber der Mittag vergangen war, waren sie in Verzückung bis um die Zeit, zu der man das Speisopfer darbringt; aber da war keine Stimme noch Antwort noch einer, der aufmerkte. 30 Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her zu mir! Und als alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen war, 31 und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs – zu dem das Wort des HERRN ergangen war: Du sollst Israel heißen – 32 und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte um den Altar her einen Graben, so breit wie für zwei Kornmaß Aussaat, 33 und richtete das Holz zu und zerstückte den Stier und legte ihn aufs Holz. 34 Und Elia sprach: Holt vier Eimer voll Wasser und gießt es auf das Brandopfer und aufs Holz! Und er sprach: Tut’s noch einmal! Und sie taten’s noch einmal. Und er sprach: Tut’s zum dritten Mal! Und sie taten’s zum dritten Mal. 35 Und das Wasser lief um den Altar her und der Graben wurde auch voll Wasser. 36 Und als es Zeit war, das Speisopfer zu opfern, trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich das alles nach deinem Wort getan habe! 37 Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst! 38 Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben. 39 Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! 40 Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, dass keiner von ihnen entrinne! Und sie ergriffen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kischon und tötete sie daselbst. 41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen. 42 Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und bückte sich zur Erde und hielt sein Haupt zwischen seine Knie 43 und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schaue zum Meer! Er ging hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Elia sprach: Geh wieder hin, und der Diener ging wieder hin, siebenmal. 44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält! 45 Und ehe man sich’s versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach Jesreel. 46 Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam nach Jesreel.

Zusammenfassung

Folgendes müssten die Juden tun, damit es wieder regnet in Israel und damit sie das ewige Heil erlangen:

  • Konversion zum Christentum (einschließlich Taufe natürlich)
  • Glauben durch Gehorsam (Materialismus beenden und sich von den USA lossagen)
  • Einführung restriktiver Gesetze bezüglich des Sexuallebens
  • mehr Dank für Regen und gute Ernten (wenn man Gott nicht dankt für Regen und gute Ernten, dann ist das eine Art Gotteslästerung; Gotteslästerung lässt ER nicht ungeahndet)
  • Kriminalisierung der Abtreibung bzw. Schutz des ungeborenen Lebens (aus Gottes Sicht ist das Töten von Föten und Embryonen bzw. Kindern im Mutterleib Mord; abgesehen von ganz wenigen Sonderfällen vielleicht, was ich hier nicht diskutieren will)
  • Ablehnung von Islam, Buddhismus, Hinduismus, evangelikaler „Glaube“, Bahai-„Religion“, etc. als dem Christentum vermeintlich gleichwertiger Religionen (es geht hier nicht um die Abschaffung der Religionsfreiheit, sondern um die sachlich richtige Bewertung minderer Religionen – wenn sie überhaupt die Bezeichnung „Religion“ verdient haben)

 

Ergänzung

Wie konnte man in alttestamentlicher Zeit das Laubhüttenfest in Gott wohlgefälliger Weise feiern?

Dies geschah, indem man die in 3. Mose 23, 33-44 genannten Opfer im Zusammenhang mit dem zukünftigen Opfer des Erlösers (heute wissen wir, dass er Jesus heißt) sah. Sicherlich wussten Mose und spätere Führer des Volkes Israel von dem zukünftigen Erlöser (z. B. Jesaja schreibt ja ganz klar und deutlich von ihm). Hätte ein alttestamentlicher Jude Mose oder einen der späteren Führer gefragt, sie hätten ihm den Zusammenhang zwischen den Opfern des Laubhüttenfestes und dem Opfer des kommenden Erlösers erklärt. Wer sich im Gegensatz dazu mit einem rein äußerlichen Laubhüttenfest zufriedengab, lebte in freiwilliger Selbstbeschränkung.

Sicherlich dachten in alttestamentlicher Zeit schon manche Juden so weit, wie jener Schriftgelehrte zur Zeit Jesu:

Mk 12,33 und ihn (Gott; R. B.) lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.  

Das Opfer Jesu macht es uns möglich, unseren Leib, der eigentlich seinen sündigen Neigungen folgen will, als lebendiges Opfer darzubringen, indem wir Gott und unseren Nächsten lieben trotz unseres natürlichen Egoismus, des Egoismus unseres Leibes. Das ist das Opfer, das vor Gott wirklich zählt und das wahre Laubhüttenfest.

Römer 12, 1 Ich (Paulus; R. B.) ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist.

Siehe auch:

Hebr 13,16 Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.

1Petr 2,5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Hebräer 10, 1-18

1 Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss 2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den (jüdischen; R. B.) Gottesdienst ausrichten, ein für alle Mal rein geworden wären und sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden?3 Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die Sünden. 4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen.5 Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt (Psalm 40,7-9): »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber (den ich zum Opfer bringen kann; R. B.) hast du mir geschaffen 6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. 7 Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« 8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht«, obwohl sie doch nach dem Gesetz geopfert werden. 9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das Erste auf, damit er das Zweite einsetze. 10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. 11 Und jeder (jüdische; R. B.) Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können. 12 Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes 13 und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht werden. 14 Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden („heiligen“ heißt, dass wir durch das Opfer Jesu unseren eigenen Leib Gott als lebendiges Opfer darbringen können, indem wir ein christliches Leben führen; R. B.). 15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem der Herr gesagt hat (Jeremia 31,33-34): 16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht er: »Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben (dies geschieht durch die sakramentale Taufe, wo wir mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden werden und den heiligen Geist empfangen; wenn wir im Geist wandeln, erfüllen wir das Gesetz, was sogar mehr als das Halten des Gesetzes ist; R. B.), 17 und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.« 18 Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde.

Kurz gesagt: Ob in alttestamentlicher Zeit oder heute: Das wahre Laubhüttenfest feiern wir, wenn wir Gott unseren Leib als lebendiges Opfer darbringen, indem wir durch die befreiende Kraft des Opfers Jesu und seiner Auferstehung ein christliches Leben führen. Unser Leib hat eine natürliche Neigung zum Sündigen. Würden wir immer nur sündigen, dann wäre das das ganz Natürliche. Wenn wir im Gegensatz dazu die natürliche Neigung zum Sündigen durch die Kraft von Jesu Tod und Auferstehung überwinden, opfern wir sozusagen unsern Leib, wobei der unsichtbare Altar Christus ist und das Feuer des Altars der Heilige Geist. Das Opfer besteht darin, nicht den natürlichen Neigungen des Leibes zu folgen, sondern im Geist zu wandeln bzw. sich von Christus leiten zu lassen – hierdurch opfert man sein natürliches Leben bzw. seinen Leib.

 

Weitere Ergänzung

Wir danken Gott dann wirklich für Regen, gute Ernten, Freiheit von Ungeziefer, etc., wenn wir ihm dafür danken, dass er uns diese Dinge durch Jesus Christus gibt. Das jüdische Laubhüttenfest war bzw. ist auch ein Erntedankfest. Der Dank für Regen, gute Ernten, Freiheit von Ungeziefer, etc. ohne Bezugnahme auf Jesus Christus war bzw. ist für Gott jedoch minder wertvoll. So feiert auch bezüglich des Dankes der fromme Christ das wahre Laubhüttenfest, weil er glaubt, dass Gott alle guten Gaben durch Jesus Christus gibt.

Hebräer 11, 3 Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort (Jesus Christus; R. B.) geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.

 

Und noch etwas:

Matthäus 9, 9-13

Die Berufung des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern

9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. 10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. 11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? 12 Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.

Das natürliche Verhalten eines religiösen Juden zur Zeit Jesu war, nicht mit Zöllnern und Sündern Gemeinschaft zu pflegen bzw. sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen, sondern ihnen zu zürnen, sie zu beleidigen und sie zu verfluchen. Indem Jesus mit Zöllnern und Sündern Gemeinschaft pflegte, opferte er seinen guten Ruf als frommer Jude. Aber allein durch die Gemeinschaft mit Jesus konnten die Zöllner und Sündern frei werden von dem, wofür sie von den religiösen Juden gerichtet wurden. Jesus war es wichtiger, jenen Zöllnern und Sündern zur Erlösung zu verhelfen, als seinen guten Ruf bei den Juden zu bewahren: Jesus übte die Barmherzigkeit, die mehr wert ist als rituelle Opfer.

 

 

 

 

 

 

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Die Bedeutung der Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I. (auch Chlodovech oder Clovis genannt) für unsere Zeit

Eines der wichtigsten Ereignisse der europäischen wenn nicht der Weltgeschichte war die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I. Die christlichen Wurzeln Europas gehen auf die Zeit der Taufe Chlodwigs zurück. Die Taufe Chlodwigs spielte eine entscheidende Rolle für die Zurückdrängung von Heidentum und Arianismus (der Arianismus ist eine Irrlehre bezüglich des rechtgläubigen Christentums). Chlodwig war seit seiner Taufe kein römisch-katholischer Christ (die römisch-katholische Kirche gab es damals noch gar nicht), sondern ein altkirchlicher (die alte Kirche war die allgemeine, weltweite, christliche Kirche, die schon lange vor der Entstehung der römisch-katholischen Kirche bestand; diese Kirche nannte man zur Zeit Chlodwigs „katholische Kirche“; zur Zeit des Chlodwig bedeutete das Wort „katholisch“ allerdings nicht „römisch-katholisch“, sondern universal-christlich; wenn wir im Gegensatz dazu heute das Wort „katholisch“ gebrauchen, meinen wir damit natürlich nicht „universal-christlich“, sondern römisch-katholisch; Chlodwig war also nicht römisch-katholisch, sondern universal-christlich). Lieber Leser, bitte halten Sie einen Moment inne und vergegenwärtigen Sie sich, dass es in Europa einmal eine echte christlichen Kirche gab, die nichts mit der verwerflichen römisch-katholischen Kirche bzw. Papstkirche von heute zu tun hatte. Die Lehre der christlichen Kirche zur Zeit Chlodwigs fußte allein auf der Bibel. Im Gegensatz dazu hat sich die römisch-katholische Kirche von der Lehre auf der Grundlage des Befundes der Bibel verabschiedet. Leider existiert eine Kirche, wie sie zur Zeit Chlodwigs bestand und deren Lehre allein auf dem Befund der Bibel beruhte, heute nicht mehr. Die Grundlage für die Verdrängung des altkirchlichen Christentums durch den römischen Katholizismus legte Karl der Großedies sei zu seiner Schande erwähnt –, indem er den Bischof von Rom (Papst) als Oberhaupt der Kirche im Westen anerkannte (das war ein Sakrileg, denn damit trat der Papst im Bereich der römisch-katholischen Kirche in Konkurrenz zu Christus, der das unsichtbare Haupt der allgemeinen, christlichen Kirche ist). Die Ehre, die man heute fälschlicher Weise Karl dem Großen gibt, gebührt eigentlich Chlodwig I. In dem Maße wie die Welt durch Chlodwig gesegnet wurde, wurde sie durch Karl den Großen geschädigt. Es ist ein Skandal, dass man heute nicht Chlodwig, sondern Karl den Großen ehrt.

Obwohl Chlodwig als Erwachsener getauft wurde, war seine Taufe doch nicht das, was man heute häufig unter einer Erwachsenentaufe versteht. Die Taufe Chlodwigs war nicht die schändliche, rein symbolische Taufe der Evangelikalen, sondern eine kirchliche bzw. sakramentale Taufe: Chlodwig empfing  die Taufe zur Vergebung der Sünden; seine Taufe war die Taufe, die in der Bibel als die neue Geburt aus Wasser und Geist bezeichnet wird. Als Chlodwig getauft wurde, handelte Gott an ihm und machte ihn neu.

Trotz der Tatsache, dass er König war, musste Chlodwig befürchten, dass seine Taufe zu äußerst schweren Konflikten mit seinen fränkischen Volksgenossen und mit anderen germanischen Stämmen führen würde. Wenn man die Bekehrungsgeschichte Chlodwigs liest, die Gregor von Tours aufgeschrieben  hat (siehe seine „Zehn Bücher fränkischer Geschichte“), wird klar, dass er ein wenig damit zögerte, sich taufen zu lassen. Dies wahrscheinlich, weil er die genannten Schwierigkeiten befürchtete. Es ist Chlodwig als ein ausgesprochen großes Verdienst anzurechnen, dass er sich trotz der zu befürchtenden Schwierigkeiten taufen ließ. Chlodwig konnte vor seiner Taufe nicht wissen, dass der christliche Gott ihn nach seiner Taufe so reich segnen würde, sodass er ein ausgesprochen großes Reich erwarb (die Erwerbungen Chlodwigs sind nicht auf die übliche Raffgier der Fürsten oder sonstige niedrige Beweggründe zurückzuführen, sondern er gebot damit Heidentum und Arianismus Einhalt; die Eroberungen Chlodwigs waren also Gottesdienst bzw. Dienst für Gott; auch waren seine Eroberungen ein Segen für seine neuen Untertanen).

Über viele Jahrhunderte war in Europa die römisch-katholische Religion dominierend, doch heute herrscht in Europa und sogar weltweit der totale Materialismus (ein Übel hat das andere Übel abgelöst). Die völlige Fokussierung auf das Materielle ist aus christlicher Sicht nicht wertneutral, wie mancher meinen möchte, sondern scharf zu verurteilen. Der Materialismus ist deswegen zu verurteilen, weil er Götzendienst ist, die Anbetung des Götzen Mammon. Die ausschließliche Beschäftigung mit „Sachen“, was vordergründig sehr „sachlich“ erscheint, ist in Wirklichkeit etwas äußerst dämonisches. Manch einer mag rühmen, wir würden in einer Zeit leben, wo Wissenschaft und Technik den Vorrang haben, aber in Wirklichkeit leben wir in einer Zeit, die finsterer ist als das Mittelalter. Dem Teufel ist ein unglaubliches Bubenstück gelungen, er hat uns total verschaukelt.

Materialismus herrscht heute auch in Israel trotz der Tatsache, dass Israel auch „the Jewish State“ genannt wird. Israel ist in Wirklichkeit nicht ein Staat der Juden, sondern ein amerikanischer Vasallenstaat. Die eigentliche Religion Israels ist nicht das Judentum, sondern eine Art Zivilreligion, wie sie auch die Amerikaner haben (diese Zivilreligion ist geprägt von großer sexueller und religiöser Toleranz). Der durchschnittliche Israeli arbeitet bis zum Umfallen und konsumiert so viel er nur kann, so viel sein Budget erlaubt – der durchschnittliche Israeli ist völlig fokussiert auf Arbeiten und Konsumieren; es bleibt kaum Raum für andere Aktivitäten. Er ist ganz hingenommen davon, sein materielles Wohlleben zu steigern, Statussymbole  zu erwerben und vorzusorgen für die Zukunft. Religion ist für den durchschnittlichen Israeli absolute Nebensache. Natürlich würden sich heute die meisten Israelis als Juden bezeichnen, aber die Religion, die sie tatsächlich praktizieren, ist ein von der Zivilreligion überlagertes Judentum, also kein ursprüngliches Judentum.

Was allerdings der Welt zum Fluch gereicht, eben der Materialismus, könnte den Israelis bzw. Juden zum Segen gereichen. Es ist leichter, einen Menschen vom Materialismus zum Christentum zu bekehren als vom Judentum zum Christentum. Insofern wäre der Materialismus ein Segen für die Juden, wenn er auch kein Segen an sich selbst ist, sondern natürlich ein Fluch.

Warum ist der Materialismus keine Chance für die Nicht-Juden?

Die Nicht-Juden (Deutsche, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Russen, etc.) hatten ihre Chance ja bereits. Konstantin der Große und Chlodwig machten das Christentum zu einer öffentlich-rechtlichen Religion. Nach der Etablierung des Christentums als legale Religion musste man im Allgemeinen nicht mehr befürchten, wegen seines Glaubens verfolgt zu werden und so war es ganz leicht, Christ zu werden. Natürlich, viele Nicht-Juden haben diese Chance genutzt und wurden Christen. Heute aber ziehen die Nicht-Juden den Materialismus dem Christentum vor – für die Nicht-Juden geht die christliche Ära in diesen Tagen zu Ende.

Wenn wir das Neue Testament lesen, sehen wir, dass nicht vorwiegend die gewöhnlichen Juden Jesus Christus ablehnten, sondern das jüdische Establishment. Vielleicht haben sich bis heute so wenige Juden  zum Christentum bekehrt, weil sie einfach blindlings ihrem Establishment folgten und wie das Establishment im Judentum verharrten.

Was also braucht Israel?

Was also brauchen die Juden?

Die Juden brauchen einen Führer, der sich vom Judentum bzw. Materialismus zum Christentum bekehrt und ihnen zum Vorbild wird, genauso wie Chlodwig den Franken zum Vorbild wurde. Das stellt die Verbindung von Chlodwig’s Taufe zu unserer Zeit her. Es könnte sich heute ein hoher israelischer Politiker oder General der IDF ein Beispiel an Chlodwig nehmen und zum Christentum konvertieren trotz der Tatsache, dass er damit rechnen müßte, dass ihm das sehr, sehr ernste Schwierigkeiten in Israel einbringen würde. Der Glaube würde aber auch darin bestehen, darauf  zu schauen, dass ja Chlodwig, der Schwierigkeiten zu befürchten hatte, doch gesegnet wurde. Das Beispiel Chlodwigs könnte Mut machen, doch ein Risiko einzugehen.

Lesen Sie dazu das Folgende:

Die Geschichte der Bekehrung Chlodwigs I. und seiner Taufe nach Gregor von Tours:

Zu dieser Zeit herrschte nach Childerichs Tode an seiner Stelle sein Sohn Chlodwig. Im fünften Jahr seiner Regierung zog er gegen Syagrius, den König der Römer, des Aegidius Sohn, der seinen Sitz in Soissons hatte, welche Stadt einst schon Aegidius beherrschte. Und mit Chlodwig zog sein Vetter Ragnachar, der auch ein Königreich hatte. Da forderte er, dass der Kampfplatz bestimmt werde. Syagrius aber zögerte nicht und scheute sich nicht, ihm Stand zu halten. Es kam zwischen beiden zur Schlacht, und als Syagrius sein Heer zurückgedrängt sah, wandte er sich zur Flucht und eilte spornstreichs nach Toulouse zum König Alarich. Chlodwig aber sandte zu Alarich, daß er den Syagrius ausliefere; wo nicht, werde er  mit bewaffneter Hand ihn angreifen, weil er einen Feind bewahre. Da fürchtete Alarich, er möchte seinethalben den Zorn der Franken auf sich laden (wie den Goten überhaupt zaghafter Art sind), und er lieferte Syagrius gefesselt dem Gesandten aus. Chlodwig ließ ihn in das Gefängnis werfen und heimlich mit dem Schwerte töten. Das Reich des Syagrius nahm er in Besitz.

Dazumal wurden viele Kirchen von Chlodwig’s Heer geplündert, denn er war noch vom heidnischen Aberglauben befangen. Es hatten auch die Franken aus einer Kirche einen Krug von wunderbarer Größe und Schönheit nebst den anderen kostbaren Kirchengeräten weggenommen. Der Bischof jener Kirche sandte darauf Boten zum Könige und bat, dass wenn er auch nichts andres von den heiligen Geräten wiedererlangte, seine Kirche doch mindestens diesen Krug zurückerhielte. Der König vernahm es und sprach zu dem Boten: „Folge mir nach Soissons, denn dort muss alles geteilt werden, was erbeutet ist; und wenn jenes Gefäß auf meinen Anteil fallen wird, so will ich tun, was der heilige Vater will.“

(Anmerkung von R. B.: An der Sache mit dem Krug sieht man, dass Chlodwig schon mit dem Christentum sympathisierte, als sein Heer noch christliche Kirchen plünderte. Er hatte zunächst nicht den Mut, die Plünderungen überhaupt zu untersagen, aber wenigstens den einen Krug wollte er zurückerstatten. An der Reaktion des fränkischen Soldaten sieht man, wie gefährlich es für Chlodwig war, sich dem Christentum zuzuwenden, denn für die heidnischen Franken hätte das Apostasie (Abfall vom germanischen Glauben) bedeutet. Schon nur den einen lächerlichen Krug an die gehassten Christen zurückzugeben, war dem heidnisch-fränkischen Soldaten etwas gänzlich Unerträgliches – vielleicht sah er darin gleichsam eine Beleidigung der germanischen Götter, die in seinen Augen den Franken den Sieg über die gallo-römischen Christen geschenkt hatten.) 

Darauf kam er nach Soissons, und es wurde die ganze Masse der Beute öffentlich zusammengebracht. „Ich bitte euch, tapfere Krieger, sprach der König, erzeigt mir die Gunst, mir außer meinem Teil auch jenes Gefäß zu geben.“ Er meinte nämlich den erwähnten Krug. Da sprachen, als der König solches gesagt, die Verständigen (das waren wahrscheinlich fränkische Soldaten, die ähnlich wie Chlodwig mit dem Christentum sympathisierten; R. B.): „Ruhmreicher König, es ist alles dein, was wir sehen, auch wir selbst stehen unter deinem Gebot. Tue jetzt, was dir gefällt, denn keiner kann deiner Macht widerstehen.“ Da sie dies sagten, rief ein leichtsinniger, neidischer und unbedachtsamer Mensch mit lauter Stimme: „Nichts sollst du haben, als was dir nach dem Recht das Los erteilt“, erhob seine Axt und schlug auf den Krug. Alle erstaunten darüber, der König aber trug diese Beleidigung mit Sanftmut und Geduld, nahm den Krug und gab ihn dem Boten der Kirche, bewahrte aber heimlich in seiner Brust den ihn angetanen Schimpf. Und als ein Jahr verflossen, ließ er das ganze Heer in seinem Waffenschmuck zusammenrufen, um auf dem Marsfeld sich im Glanz seiner Waffen zu zeigen. Als er aber hier alle durchmusterte, kam er auch an den, der auf den Krug geschlagen hatte, und sprach: „Keiner trägt so schlechte Waffen, als du, denn deine Lanze, dein Schwert und deine Axt ist nichts nütze.“ Und er nahm dessen Axt und warf sie auf die Erde. Jener neigte sich darauf ein wenig herab, um die Axt aufzuheben, da holte der König aus, und hieb ihm mit der Axt in den Kopf. „So, sagte er, hast du es zu Soissons einst mit dem Kruge gemacht.“

(die Handlung Chlodwigs mag uns hier „ein wenig“ grausam erscheinen, aber das war sie nicht wirklich; der fränkisch-heidnische Soldat hatte ein schweres Sakrileg gegen das Christentum begangen, welches Chlodwig, der innerlich schon mit dem Christentum sympathisierte, nun  in seiner Eigenschaft als oberster fränkischer Richter, der er als fränkischer König auch war, bestrafte, ohne sich ganz offen vor seinem Heer als Christ zu offenbaren – er nahm als offiziellen Anlass der Strafe die vernachlässigte Ausrüstung jenes Soldaten; R. B.)

Der Mann war tot. Die übrigen ließ er nach Hause gehen. Allen jagte er durch diese Tat eine gewaltige Furcht ein. Viele Kriege führte er fortan und gewann viele Siege. Im zehnten Jahr seiner Herrschaft griff er die Thüringer an und unterwarf sie seiner Botmäßigkeit.

Es lebte damals Gundevech, der Burgunderkönig, aus dem Geschlecht König Athanarich’s, von dessen Verfolgungen oben die Rede war. Gundevech aber hatte vier Söhne: Gundobad (Arianer; R. B.), Godegisel, Chilperich, und Godomar. Gundobad aber tötete seinen Bruder Chilperich mit dem Schwerte und ließ seine Gemahlin mit einem Stein um den Hals in das Wasser werfen (ich vermute, Gundobad töte Chilperich und dessen Frau, weil sie zum katholischen Christentum konvertiert waren; wie hätte sonst ihre Tochter Chrodichilde rechtgläubige bzw. katholische Christin sein können; R. B.). Ihre beiden Töchter aber verbannte er vom Hofe, die ältere Crona mit Namen wurde Nonne, die jüngere hieß Chrodichilde. Da aber Chlodwig oftmals Botschaft sandte in das Burgunderland, sahen seine Boten einst Chrodichilde, die Jungfrau; und da sie fanden, dass sie schön und verständig sei, und in Erfahrung brachten, dass sie von königlichem Geschlecht, meldeten sie dies König Chlodwig. Und sofort schickte er eine Gesandtschaft an Gundobad und hielt um ihre Hand an. Jener scheute sich ihn abzuweisen und übergab den Boten die Jungfrau. Als die sie erhalten, eilten sie zum Könige und stellten sie ihm vor. Da er sie sah, fand er großes Wohlgefallen an ihr und nahm sie zur Ehe, er hatte aber schon vorher von einem Kebsweibe einen Sohn mit Namen Theodorich.

Als nun dem Könige der erste Sohn geboren wurde von der Königin Chrodichilde, wollte sie ihn taufen lassen, und sie drang deshalb unaufhörlich in ihren Gemahl und sprach: „Ohnmächtig sind die Götter (der Germanen; R. B.), denen ihr dienet, denn sie können sich und andern nichts nützen, dieweil sie sind ein Gebilde aus Stein, Holz und Erz. Und die Namen, die ihr ihnen beigelegt, gehörten einst Menschen an, nicht Göttern: wie Saturnus ein Mensch war, der seinem Sohne entronnen sein soll, damit er nicht sein Königreich verliere, und wie Jupiter selbst, der allerschmutzigste Eheschänder, der Männer schändete, Weiber, die ihm blutsverwandt waren, schändete, und mit seiner eigenen Schwester in Blutschande lebte, wie sie selbst sagt, sie sei „des Gottes Schwester und Gattin zugleich“. Und Mars und Mercurius, wie weit reichte denn ihre Macht? Zauberkünste mochten ihnen zu Gebot stehen, aber die Macht einer Gottheit hatten sie nimmer. Wie viel mehr muss nicht der verehrt werden, der Himmel, Erde und Meer und alles, was darinnen ist, durch sein Wort aus dem Nichts geschaffen, der die Sonne leuchten ließ und den Himmel mit Sternen schmückte, der das Wasser mit Gewürm, das Land mit Tieren und die Luft mit Vögeln erfüllte, auf dessen Wink die Erde sich schmückte mit Früchten, der Baum mit Obst und der Weinstock mit Trauben, durch dessen Hand das Menschengeschlecht erschaffen, durch dessen Güte alle Kreatur dem Menschen, den er nach seinem Bilde geschaffen, dienet und willig ist!“ Aber wie oft auch die Königin so sprach, sie konnte doch des Königs Gemüt nicht zum Glauben bekehren. „Auf unserer Götter Geheiß, sagte er, wird alles geschaffen und erzeugt, euer Gott ist augenscheinlich ein ohnmächtiges Wesen und, was noch mehr ist, nicht einmal vom Stamme der Götter.“ (trotz dieses Ausspruchs konnte es sein, dass Chlodwig bereits mit dem Christentum sympathisierte; wie gesagt, er musste Rücksicht nehmen auf seine Stellung als König über ein heidnisch-germanisches bzw. heidnisch-fränkisches Heer; R. B.) Indessen aber brachte die gläubige Königin ihren Sohn zur Taufe und ließ die Kirche mit Teppichen und Decken schmücken, auf dass er, der durch die Predigt nicht bekehrt werden konnte, durch diese festliche Handlung zum Glauben erweckt werde. Ihr Sohn aber, den man Ingomer nannte, starb, als er getauft, noch in den weißen Kleidern, in denen er das Bad der Wiedergeburt empfangen hatte. Da schwoll dem Könige die Galle, und er schalt heftig die Königin und sprach: „Wäre der Knabe geweiht im Namen meiner Götter, gewiss er lebte noch; aber er konnte nicht leben, weil er im Namen eures Gottes getauft ist.“ Die Königin erwiderte: „Gott, dem Allmächtigen, dem Schöpfer aller Dinge, sage ich Dank, dass er mich nicht für unwert erachtet, die Frucht meines Leibes in sein Reich aufzunehmen. Denn mein Gemüt ist unbekümmert, da ich weiß, dass die in weißen Gewändern von dieser Welt gerufen sind, vor Gottes Angesicht leben werden.“ Danach gebar sie einen andern Sohn, den sie in der Taufe Chlodomer nannte, und als er anfing zu erkranken, sprach der König: „Es kann ihm nicht anders ergehen als seinem Bruder, dass er getauft im Namen eures Christus alsbald sterbe.“ Aber durch das Gebet der Mutter wurde auf des HERRN Geheiß das Kind wieder gesund.

Die Königin aber ließ nicht ab in ihn zu dringen, dass er den wahren Gott erkenne und ablasse von den Götzen, aber auf keine Weise konnte er zum Glauben bekehrt werden, bis er endlich einst mit den Alemannen in einen Krieg geriet: da zwang ihn die Not zu bekennen, was sein Herz vordem verleugnet hatte. Als die beiden Heere zusammenstießen, kam es zu einem gewaltigen Blutbad, und Chlodwig’s Heer war nahe daran, völlig vernichtet zu werden. Als er das sah, erhob er seine Augen gen Himmel, sein Herz wurde gerührt, seine Augen füllten sich mit Tränen und er sprach:

„Jesus Christ, Chrodechilde sagt, du seiest der Sohn des lebendigen Gottes, Hilfe gibst du den Bedrängten, Sieg gibt du denen, die auf dich hoffen – ich flehe dich demütig an um deinen mächtigen Beistand. Gewährst du mir jetzt den Sieg über diese meine Feinde, und erfahre ich so jene Macht, die das Volk, das deinem Namen sich weiht, an dir erprobt zu haben rühmt, so will ich an dich glauben und mich taufen lassen auf deinen Namen. Denn ich habe meine Götter angerufen, aber, wie ich erfahren, sie haben mich verlassen mit ihrer Hilfe. Ich meine daher, ohnmächtig sind sie, da sie denen nicht helfen, die ihnen dienen. Dich nun rufe ich an, und ich verlange, an dich zu glauben. Nur entreiße mich erst aus der Hand meiner Widersacher.“

Und da er solches sprach, wandten die Alemannen sich, und fingen an zu fliehen. Als sie aber ihren König getötet sahen, unterwarfen sie sich Chlodwig und sprachen: „Lass, wir bitten dich, nicht noch mehr des Volkes umkommen; wir sind ja dein.“ Da tat er dem Kampfe Einhalt, brachte das Volk in seine Gewalt und und kehrte in Frieden heim. Der Königin aber erzählte er, wie er Christi Namen angerufen und so den Sieg gewonnen habe. Das geschah im fünfzehnten Jahr seiner Regierung.

Darauf ließ die Königin heimlich den Bischof von Reims, den heiligen Remigius, rufen und bat ihn, er möchte das Werk des Heils dem Könige zu Herzen führen. Der Bischof aber beschied ihn im Geheimen zu sich, und fing an, ihm anzuliegen, er solle an den wahren Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde glauben, und den Götzen den Rücken zuwenden, die weder ihm noch anderen helfen könnten. Jener aber sprach: „Gern höre ich dich, heiligster Vater, aber eins macht mir noch Bedenken, das Volk, das mir folgt, duldet nicht, dass ich seine Götter verlasse. Doch ich gehe und spreche mit ihm nach deinem Wort.“ Als er darauf mit den Seinigen zusammentrat, rief alles Volk zur selben Zeit, noch ehe er den Mund auftat, denn die göttliche Macht kam ihm zuvor: „Wir verlassen die sterblichen Götter, gnädiger König, und sind bereit zu folgen dem unsterblichen Gott, den Remigius predigt.“ Solches wurde dem Bischof gemeldet, und er befahl hocherfreut das Taufbad zu bereiten. Mit bunten Decken wurden nun die Straßen behängt, mit weißen Vorhängen die Kirchen geschmückt, der Taufstein in Ordnung gebracht, Wohlgerüche verbreiteten sich, es schimmerten hell die duftenden Kerzen, und der ganze Tempel um den Taufstein wurde von einem himmlischen Wohlgeruch erfüllt; und solche Gnade ließ Gott denen zu Teil werden, die damals gegenwärtig waren, dass sie meinten, sie seien versetzt in die Wohlgerüche des Paradieses. Zuerst verlangte der König vom Bischof getauft zu werden. Er ging, ein neuer Konstantin, zum Taufbade hin, sich rein zu waschen von dem alten Aussatz (der Sünde; R. B.), und sich von den schmutzigen Flecken, die er von Alters her gehabt, im frischen Wasser zu reinigen. Als er aber zur Taufe hintrat, redete ihn der heilige Gottes mit beredtem Munde also an: „Beuge still deinen Nacken, Sicamber (die Sicamber waren einer der Stämme, die sich zum Stamm der Franken zusammengeschlossen hatten; R. B.), verehre, was du verfolgtest, verfolge, was du verehrtest.“

Es war nämlich der heilige Bischof Remigius ein Mann von hoher Wissenschaft und besonders in der Kunst der Beredsamkeit erfahren, aber auch durch Heiligkeit zeichnete er sich so aus, dass er an Wundertaten dem heiligen Silvester gleich kam. Wir haben noch jetzt seine Lebensbeschreibung, die berichtet, dass er einen Toten auferweckt habe.

Also bekannte der König den allmächtigen Gott als den dreieinigen, und ließ sich taufen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, und wurde gesalbt mit heiligem Öl und dem Zeichen des Kreuzes Christi. Von seinem Gefolge wurden aber getauft mehr als dreitausend. Es wurde auch seine Schwester Alboflede getauft, die nicht lange danach zum HERRN einging. Und da sich der König um sie tief bekümmerte, schrieb ihm der heilige Remigius einen Trostbrief, der hub solchermaßen an: „Es betrübt mich die Veranlassung eures Kummers, es betrübt mich über die Maßen, dass eure Schwester guten Andenkens Alboflede heimgegangen ist. Aber wir vermögen euch deshalb zu trösten, denn so schied sie von dieser Welt (nämlich gläubig und getauft; R. B.), dass man eher dankend emporblicken, als trauern sollte.“ Es bekehrte sich ferner auch eine andere Schwester des Königs, mit Namen Lantechilde, die in die Irrlehre der Arianer verfallen war; sie bekannte nun, dass der Sohn und der heilige Geist gleichen Wesens mit dem Vater sei, und wurde darauf gesalbt.

 

 

 

 

 

 

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Sind Zeitreisen möglich und ist eine Zeitmaschine vorstellbar?

Die Antwort lautet erstaunlicherweise doch „ja“.

Allerdings wäre die Realisierung eines solchen Projekts nur möglich, wenn wir zuvor eine sehr, sehr einfache, künstliche Welt mit sehr einfachen Bewohnern und ihrer eigenen Zeit schaffen würden.

Stellen wir uns einfach eine Box aus Plexiglas vor. In dieser Box befinde sich ein Stapel Spielkarten und zwei kleine batteriebetriebene Roboter. Einer der beiden Roboter (Roboter RA) habe die Fähigkeit, aus Spielkarten ein Kartenhaus zu bauen, während der andere (Roboter RZ) die Fähigkeit habe, ein Kartenhaus zu zerstören.

Roboter RA sei so programmiert, dass immer, wenn er einen Stapel Spielkarten „sehen“ würde, dies ihm den Impuls geben würde, ein Kartenhaus zu bauen (und er wäre dazu natürlich auch in der Lage). Roboter RZ sei so programmiert, dass er den Impuls, ein Kartenhaus zu zerstören, bekommen würde, wenn er ein fertiges Kartenhaus „sähe“.

Sowohl RA als auch RZ seien außerdem jeweils mit einer Uhr ausgestattet, die während des Baus des Kartenhauses und auch noch während seines Einsturzes läuft. Die beiden Roboter seien so programmiert, dass ihre Uhren unmittelbar nach dem Einsturz des Kartenhauses stehenbleiben würden. Dies wäre durchaus sinnvoll, denn nach dem Einsturz des Kartenhauses würde sich in unserer einfachen Kartenhaus-Welt nichts mehr ändern und es hätte keinen Sinn mehr, dort weiter Zeit messen zu wollen, denn es gäbe da keine Zeit mehr. Weiter seien beide Roboter so programmiert, dass ihre Uhren nicht nur wieder laufen würden, sobald sie wieder einen Stapel Karten sehen würden, sondern sich auch unmittelbar vor Beginn des Laufens wieder auf Null setzten würden. Auch dies wäre durch und durch sinnvoll, denn in unserer einfachen Kartenhaus-Welt beginnt Zeit mit der Existenz eines Stapels Karten.

Könnte man nun die beiden Roboter in ihrer kleinen Kartenhauswelt eine Reise in die Vergangenheit machen lassen?

Dies wäre durchaus möglich (sind Sie, lieber Leser, jetzt erstaunt?).

Nun kommen Sie ins Spiel, lieber Leser.

Sie würden einfach hingehen, den Deckel der Box öffnen (nach der Zerstörung des Kartenhauses durch RZ, was in der Kartenwelt das Ende der Zeit bedeutet), die wild durcheinander liegenden Karten nehmen und wieder sauber auf einen Stapel legen, genauso wie er war, bevor Roboter RA anfing, das Kartenhaus zu bauen. Kaum hätten Sie den Stapel Karten wieder in die Box gelegt, würde Roboter RA wieder anfangen zu bauen und seine Uhr würde wieder anfangen zu laufen (beginnend vom Zeitpunkt Null). Auch die Uhr von Roboter RZ würde wieder anfangen zu laufen (beginnend vom Zeitpunkt Null).

Wichtig:

Indem sie den Deckel der Box öffnen und die durcheinander daliegenden Karten wieder sauber auf einen Stapel legen, drehen Sie in der einfachen, kleinen Kartenwelt die Zeit zurück. Die beiden Roboter haben ja keine „Sinnesorgane“ (besser würde man „Sensoren“ sagen), mit denen sie wahrnehmen könnten, wie Sie, lieber Leser, den Ausganszustand wiederherstellen würden und so hätten sie tatsächlich eine Reise in die Vergangenheit ihrer kleinen Kartenhauswelt gemacht (bezüglich der Zeit, die in der Box gilt). Nur einem außenstehenden Beobachter (Sie oder ich) ist klar, dass die beiden Roboter nur wieder einen Zyklus wiederholen, ihnen selbst aber nicht.

Bitte beachten Sie auch, lieber Leser, dass Sie ja nicht zu der Welt der beiden Roboter gehören, sondern bezüglich der Welt der Roboter ein Außenstehender sind (für die beiden Roboter existieren Sie ja gar nicht). Sie greifen sozusagen von außen in die Welt der beiden Roboter ein.

Da unsere Kartenwelt so einfach und klein ist, könnte man Sie, lieber Leser, einfach durch eine programmierbare Maschine ersetzen, die die Karten des eingefallenen Kartenhauses wieder zusammenklaubt und sauber auf einen Stapel legt. Das wäre dann bezüglich der Welt unserer beiden Roboter eine Zeitmaschine.

 

Das Ganze auf unsere reale Welt bezogen:

Unsere reale Welt ist natürlich unendlich viel vielfältiger und komplizierter als die o. g. Kartenwelt. Wir haben vor allem das Problem, dass bei der Verarbeitung bzw. Bearbeitung von realen Dingen nicht nur ihre makroskopische Struktur (Grobstruktur), sondern auch ihre mikroskopische bzw. molekulare Struktur (Feinstruktur) verändert wird. Auf die molekularen Strukturen haben wir im Allgemeinen keinen Zugriff, d. h. wir können eine veränderte Mikrostruktur nicht einfach so wieder zum Ausgangszustand zurückführen (höchstens in Ausnahmefällen durch ausgeklügelte, aufwendige Verfahren). Nehmen wir mal an, wir backen einen Kuchen: Es ist klar, dass nachdem der Kuchen aus dem Backofen gekommen ist, wir ihn nicht mehr in seine Bestandteile Mehl, Zucker, Eier, Wasser, Fett, Gewürze, etc. zerlegen können. Wenn wir das Backen eines Kuchens als eine kleine Zeitkapsel betrachten, dann ist uns klar, dass wir nicht einmal in dieser kleinen Zeitkapsel den Anfangszustand wieder herstellen können bzw. eine Reise in die Vergangenheit (dieser Zeitkapsel) veranstalten können. Den Kuchen könnten wir nur dann wieder in seine Bestandteile (Backzutaten) zerlegen, wenn wir Zugriff auf die molekulare Ebene hätten, auf die kleinsten Bausteine der Materie.

Der Eindruck eines scheinbaren Phänomens durch rückwärts abgespielte Filme:

Wenn man sich einen rückwärts abgespielten Film ankuckt – z. B. die Aufnahme des Backens eines Kuchens rückwärts abgespielt -, dann stellt man sich die Frage, warum der zu sehende Vorgang nicht auch in der Realität möglich sein sollte, d. h. warum es z. B. nicht möglich sein sollte, einen Kuchen wieder in seine Bestandteile Mehl, Zucker, Eier, Wasser, Fett, Gewürze, etc. zu zerlegen (dies geschieht scheinbar, wenn der Film rückwärts abgespielt wird). Dass es in der Realität nicht möglich ist, einen Kuchen wieder in seine Bestandteile zu zerlegen, liegt einfach daran, dass in der Realität die Zutaten des Kuchens chemische Verbindungen miteinander eingehen, deren Gesamtheit wir Kuchen nennen.

Stellen wir uns die Aufnahme vom Backen eines Kuchens ganz normal vorwärts abgespielt vor. Wir sehen zwar, wie die Zutaten vermischt werden, aber nicht wie sie sich sozusagen (chemisch) miteinander „verhaken“ bzw. verbinden. Das war beim Bau des Gegenübers – eben das o. g. Kartenhaus – in unserem o. g. Kartenwelt anders. Die Karten eines Kartenhausen verhaken sich nicht bzw. gehen keine chemischen Verbindungen mit einander ein, sodass es ein leichtes ist, aus einem Kartenhaus wieder einen Stapel einzelner Karten zu machen. In unserer Kartenwelt ist die Zeit praktisch deswegen so leicht zurückzudrehen, weil es keine Feinstrukturen, sondern nur eine Grobstruktur gibt, auf die ein außenstehender (Sie oder ich) Zugriff hat.

Für unsere reale Welt gäbe es nur ein Wesen, dass die Zeit zurückdrehen könnte und das wäre Gott, denn er hat Zugriff auf die kleinsten Bausteine der Materie. Für Gott wäre es eine Kleinigkeit, einen Kuchen wieder in seine Bestandteile Mehl, Zucker, Eier, Wasser, Fett, etc. zu zerlegen, denn er hätte die Werkzeuge, um die molekularen Verbindungen wieder zu lösen.

Natürlich könnte er auch einen Kuchen (oder eine Tasse oder ein Ei), der uns heruntergefallen und am Boden zerschellt wäre, wieder heile machen und zwar perfekt, sodass er wie frisch gebacken aussähe.

Bezüglich unserer realen Welt gibt es also nur eine vorstellbare „Zeitmaschine“ und das ist Gott selbst. Wenn er wollte, könnte er uns Zeitreisen machen lassen. Allerdings wären Zeitreisen für uns wenig amüsant, denn wir wüssten ja zu einem Zeitpunkt der Vergangenheit nicht, dass wir schon einmal in der Zukunft waren, denn zum Zurückdrehen der Zeit würde es natürlich auch gehören, dass Gott unseren Ereignisspeicher im Gehirn bzw. das ganze Gehirn auf den entsprechenden Stand zu dem ausgewählten Zeitpunkt in der Vergangenheit zurücksetzen würde.

Zusammenfassung:

Für sehr einfache, künstliche  Welten, wenn sie existieren würden, wären Zeitreisen durchaus vorstellbar. In unserer realen, hoch komplexen Welt sind Zeitreisen dagegen unmöglich, wenn man von relativistischen Effekten absieht. Allerdings sind in der Praxis auch relativistische Effekte nahezu ausgeschlossen, weil man hierzu unendlich Große Mengen an Energie (Beeinflussung der Zeit durch hohe Geschwindigkeit) oder Materie (Beeinflussung der Zeit durch Gravitation in der Nähe sehr schwerer Körper) brauchen würde, die der Menschheit aber nicht zur Verfügung stehen.

Zur Frage, ob eine Zeitmaschine vorstellbar wäre, lautet die Antwort:

Es gibt eine einzige Zeitmaschine und das ist Gott selbst, denn er könnte theoretisch jeden vergangen bzw. zukünftigen Zustand dieser Welt zu einem gegenwärtigen Zeitpunkt, indem wir uns gerade befinden, herstellen.

 

Ergänzung:

Für uns sind Reisen in die Vergangenheit nicht nur deshalb sehr schwer, weil wir kaum Zugriff auf die kleinsten Bausteine der Materie haben, sondern auch wegen der enormen Vielfalt auf Erden: Um einen vergangen Zustand dieser Welt wieder aufbauen zu können, müsste ich ja ein komplettes Bild davon abgespeichert haben. Dazu aber bedürfte es eines nahezu unendlich großen Speichers, wie ihn Menschen wohl niemals werden herstellen können. Noch dazu, wie wollte man z. B. alles, was heute am 09.09.2018 auf der Welt ist, abspeichern – es wäre ein absolut unmögliches Unterfangen, all diese Daten, diese Datenmenge einzugeben bzw. einzulesen.

 

Korrektur vom 16. September 2018

Nicht nur die Uhren der beiden o. g. Roboter müssten unmittelbar nach Einsturz des Kartenhauses stehenbleiben, sondern es müssten auch die Roboter sich unmittelbar nach Einsturz des o. g. Kartenhauses komplett abschalten, damit die Zeit in der Kartenhauswelt bzw. Plexiglasbox als stehengeblieben bezeichnet werden könnte.  Ein Zeitlauf besteht immer aus „Wesen“, die Eindrücke wahrnehmen und verarbeiten, und aus einer sich stetig verändernden Umwelt, die Eindrücke erzeugt. Damit wirklich keine Zeit mehr wäre, müsste nicht nur die Eindrücke erzeugende Umwelt „stehenbleiben“, sondern auch die „Gehirne“ der die Eindrücke verarbeitenden „Wesen“.

Würde sich z. B. RA nicht abschalten, dann würde er ständig darauf warten, dass wieder ein Stapel Karten auftaucht, aus denen er ein Kartenhaus bauen könnte. Auch „Warten“ ist ein Vorgang. Somit wäre es unsinnig, wenn nur RA’s Uhr unmittelbar nach Einsturz des Kartenhauses stehenbleiben würde, denn die Zeit läuft ja sozusagen weiter, da RA auf etwas wartet. Analoges gilt für RZ. Damit also die Zeit der Kartenhauswelt wirklich stehenbleibt, müssen nicht nur die Uhren der beiden Roboter stehenbleiben, sondern die Roboter müssen sich auch komplett abschalten.

Durch jeweils eine Taste an jedem Roboter, die von jemand, der sich außerhalb der Kartenwelt befindet, betätigt werden könnte, könnte man die Roboter wieder einschalten, was für sie eine Zeitreise in der Vergangenheit bedeuten würde (wie oben gesagt, muss der Außenstehende natürlich auch die Karten wieder sauber auf einen Stapel legen).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Reale Zeit und subjektives Zeitempfinden

Die reale Zeit besteht darin, dass ein Zustand n  dieser Welt immer aus dem vorhergehenden Zustand n-1 hervorgeht. Die Aneinanderreihung auseinander hervorgehender Zustände dieser Welt ist die reale Zeit. Mit unseren Sinnen bzw. dem Gehirn nehmen wir die ständige Veränderung dieser Welt durch das Hervorgehen eines Zustands n+1 aus dem Zustand n als etwas war, das wir als Zeit bezeichnen. Zeit ist also eine Größe, die wir mit dem Verstand erfassen können. Zeit ist nicht etwas vollkommen geheimnisvolles, etwas, dessen Essenz uns in seiner Tiefe für immer verborgen bleiben müsste, sich unserer Erkenntnis völlig entziehen würde. Die Zeit läuft einfach deswegen, weil immer wieder ein Zustand n dieser Welt aus dem Zustand n-1 erwächst.

Unser Gehirn können wir mit einem Computer vergleichen, da es ähnlich wie ein Computer Daten verarbeitet.

Wir erleben die Veränderungen unserer Umwelt und somit Zeit einfach deswegen, weil unser Gehirn sozusagen eingeschaltet ist, ähnlich wie ein eingeschalteter Computer. Die ständig sich verändernde Welt erzeugt ständig neuen Input für unser Gehirn und es bekommt ständig neue Tasks (Aufgaben), die es verarbeitet – dadurch entsteht der Eindruck von Zeit bzw. das Gefühl, dass die Zeit vergeht.

Ein Computer, der ausgeschaltet ist, kann weder Input entgegennehmen noch Output ausgeben. Würde man einen Computer ausschalten, der eine interne Uhr hat, die mit ausgeschaltet wird, und nach zwei Wochen wieder einschalten, dann würde er die Zeit von vor zwei Wochen anzeigen, das heißt für den Computer wäre die Zeit sozusagen zwei Wochen lang stehengeblieben (was „er selbst“ allerdings nicht merken würde; der Computer bliebe subjektiv, in seiner eigenen „Wahrnehmung“, in dem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Abschalten stehen). Angenommen, man würde ihn nach zwei Wochen wieder einschalten und fragen: „Welches Datum haben wir heute?“, dann wäre seine Antwort mit einem Fehler von zwei Wochen behaftet. Angenommen, wir würden am heutigen Tag (19. August 2018) einen Computer einschalten, den wir vor zwei Wochen ausgeschaltet hätten (mit samt seiner internen Uhr) und ihm sagen: „Wir haben heute den 19. August 2018“, dann würde er uns widersprechen und darauf bestehen, dass heute der 5. August 2018 sei. (das ganze funktioniert natürlich nur, wenn der Computer den Zeitpunkt unmittelbar vor dem Abschalten abspeichert).

Was ich sagen will, ist, wir erleben Zeit nur deswegen, weil unser Gehirn ständig eingeschaltet ist und ständig etwas Neues zu verarbeiten hat. Die subjektive Zeit ist nichts anderes als der Vorgang der Verarbeitung der Eindrücke, die durch Vorgänge der realen Zeit hervorgerufen werden, durch unser Gehirn. Die subjektive Zeit entsteht durch die Kombination Eindrücke verarbeitender („eingeschalteter“) Gehirne mit einer Welt, die ständig neue zu verarbeitende Eindrücke liefert.

Unser Gehirn hat eine gewisse Verarbeitungsgeschwindigkeit. Würde unser Gehirn Daten viel schneller verarbeiten, dann käme es uns so vor, als ob die Welt in Zeitlupe laufen würde. Wäre unser Gehirn viel langsamer, dann käme es uns so vor, als ob alles rasend schnell vor sich gehen würde und wir wären überfordert. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass alte Menschen von der Geschwindigkeit, mit der Vorgänge in ihrer Umgebung ablaufen, häufig überfordert sind – das liegt einfach daran, dass das Gehirn mit zunehmendem Alter immer langsamer wird (siehe Altersbedingte Beeinträchtigungen).

Die reale Zeit ist das ständige Werden von Zustand n dieser Welt aus n-1 dieser Welt. Das subjektive Zeitempfinden hängt von der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns des Beobachters ab. Wenn die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns des Beobachters hoch ist, kommt es ihm so vor, als ob alles sehr langsam vonstatten geht. Ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit niedrig, dann kommt es ihm so vor, als ob alles sehr schnell vor sich geht.

Uns kommt das Ablaufen der Zeit, in der wir leben, „normal“ vor, weil die Verarbeitungsgeschwindigkeit unseres Gehirns und die Geschwindigkeit, mit der sich diese Welt ändert, zueinander passen bzw. aufeinander abgestimmt sind. Gott hat den Menschen und die Welt, in der er lebt, so geschaffen, dass der Mensch weder völlig überfordert ist von der Geschwindigkeit, mit der Dinge ablaufen, noch gelangweilt von unendlicher Langsamkeit (Ablauf von Dingen im Schneckentempo, nach dem subjektiven Empfinden).

Das Ganze ist auch vergleichbar mit den Effekten Zeitraffer und Zeitlupe aus der Filmtechnik. Wird ein Film, der mit üblicher Geschwindigkeit aufgezeichnet wurde, mit üblicher Geschwindigkeit abgespielt, stimmen die Geschwindigkeiten der Abläufe in dem Film mit unseren Erfahrungen in der Wirklichkeit überein, wenn wir den Film anschauen. Bei zu hoher Abspielgeschwindigkeit entsteht der Zeitraffer und bei langsamer Abspielgeschwindigkeit die Zeitlupe. Wichtig: Die Substanz des Films sind die einzelnen Bilder, aus denen er besteht, und die hintereinander angeordnet sind. Eigentlich macht nicht das Abspulen der Bilder einen Film, sondern das Vorhandensein und die Anordnung von Bildern hintereinander.

Zeitlupe: Chamäleon fängt Beute

Zeitraffer: Keimende Bohne

Die Substanz bzw. Essenz der Zeit besteht, wie schon gesagt, in einer langen Folge von Zuständen, die aus einander hervorgehen – ähnlich wie bei einem Film die einzelnen Bilder nacheinander angeordnet sind.

Der Motor der Welt-Zeit ist Gott selbst. Gott bewahrt die Welt, erhält diesen Zeitlauf, indem er Wetter, Seuchen, Kriege, schädliche Tiere, Regierungen und seine Kirche unter Kontrolle hat. Durch seine Kontrolle verhindert er, dass diese Welt schlagartig in einen statischen Zustand des Todes versinkt und somit keine Zeit mehr wäre. Am Beispiel der Klimaerwärmung und der damit verbundenen Schäden sehen wir, was passiert, wenn Gott nicht oder nur zögernd steuernd eingreift – sofort geht alles den Bach runter. Vielleicht werden schon in wenigen Jahren Menschen mitten in Europa an Hunger sterben – das hätte bis vor Kurzem niemand für möglich gehalten.

Die Sonne ist nur dann ein Antriebsmotor dieser Welt, wenn Gott es reguliert, wie stark die Sonnenstrahlung die Erdatmosphäre erwärmt. Unter der Voraussetzung, dass Gott die Sonnenstrahlung, die die Erdatmosphäre erwärmt, reguliert, kann man auch die Sonne als „Zeitmotor“ sehen, denn alles biologische Leben hängt von ihrem Licht und ihrer Wärme ab – und ohne biologisches Leben gibt es auch keine Zivilisation. Wenn Gott allerdings die Erwärmung der Erdatmosphäre durch die Sonneneinstrahlung nicht kontrolliert, bricht das Leben auf Erden trotz Sonne innerhalb kürzester Zeit zusammen (die Sonne an sich selbst ist also kein Zeitmotor). Die Sonne ist nur dann ein Segen für uns, wenn sie ein Werkzeug in Gottes steuernder Hand ist. Das ist vergleichbar mit Kernenergie: reguliert ist sie (relativ) nützlich in Form von Atomkraftwerken und unkontrolliert ist sie zerstörerisch in Form von Atombomben. Also: nicht die Energie macht’s, sondern Energie plus Geist. Lässt man der Energie ihren freien Lauf, zerstört sie nur.

Nur durch das Zusammenspiel von DNA der Pflanzen und Sonneneinstrahlung gibt es eine sich ständig verändernde biologische Welt. Durch Zeugung, Wachstum und Tod ändert sich die biologische Welt ständig. Jede Pflanze ist sozusagen eine kleine biochemische Maschine, die nach einem bestimmten Programm abläuft – der DNA. In jeder DNA ist schaffende und ordnende Kraft des Geistes Gottes abgespeichert. Jede DNA ist ein biochemisches Programm, das Gott einmal geschrieben hat. Das Wachstum und die Fortpflanzung der Pflanzen und Tiere, wodurch unsere biologische Welt erhalten bleibt, ist nichts anderes als eine zeitverzögerte, ordnende Kraftwirkung des Geistes Gottes.

Die menschliche, zivilisatorische Welt verändert der Mensch auch selbst durch den Gebrauch seines Geistes bzw. Verstandes (z. B. Herstellung von Gütern, Art und Weise des Konsums, Wahl von Regierungen, Glaube oder Unglaube). Allerdings sitzt Gott im Regiment und nimmt Einfluss durch Kontrolle von Wetter, Kriegen, Seuchen, schädlichen Tieren, Regierungen und seiner Kirche. Je weniger die Welt der Kirche Raum gibt bzw. je weniger Interesse sie am (christlichen) Glauben hat, desto weniger hat Gott ein Interesse daran, dass diese Welt weiterbesteht, denn der jetzige Zeitlauf hat keinen Wert an sich selbst, sondern dient nur dazu, dem Menschen Gelegenheit zu geben, zum Glauben an Jesus zu finden. Je mehr der Glauben von der Erde verschwindet, desto weniger wird Gott den Zeitlauf zu erhalten suchen durch positive Steuerung und alles bewegt sich auf einen statischen Zustand des totalen Todes zu.

Die Rolle von Bewegung im Zusammenhang mit Zeit:

Physiker denken beim Begriff Zeit auch immer an Bewegung von Masse, Geschwindigkeit, Energie, etc.

Angenommen, es würden sich in einer Welt Dinge nur von A nach B bewegen (es sei vorausgesetzt, dass dies in jener Welt ohne Energieaufwand möglich wäre), aber würden an dem Ort, wo sie hinbewegt wurden, nicht verarbeitet werden, dann gäbe es in dieser Welt trotz Bewegung nicht wirklich eine Zeit (nur eine Zeit gemäß des Weltbildes rein säkularer Physiker). Denn Zeit ist nur, wenn immer wieder ein neuer Zustand dieser Welt aus einem gegebenen unrevozierbar hervorgeht – dazu müssen Dinge verarbeitet werden. Durch bloße Bewegung entsteht keine unrevozierbare Veränderung.

Bewegung in der wirklichen Welt spielt nur deshalb eine Rolle im Zusammenhang mit Zeit, weil es praktisch immer notwendig ist, Dinge im Raum von A nach B zu bewegen, um sie an einem Ort zu verarbeiten. Die Kombination aus Bewegung und Verarbeitung macht’s.

Im Himmel wird es trotz der Anwesenheit von Bewegung keine Zeit mehr geben, denn im Himmel wird nichts transportiert, wird nichts verarbeitet, wächst nichts, verdirbt nichts, etc., sondern die Frommen werden alles in Gott haben, indem alle Gute enthalten ist (daher vielleicht sein Name): In Gott ist unendlich viel Trinkwasser, Getreide, Weintrauben, Frieden, Freude, Gemeinschaft, Gesundheit, etc. Bewegung im Himmel wird nicht stattfinden, um Dinge zur Verarbeitung von A nach B zu transportieren, sondern die Frommen werden sich in der Gegenwart Gottes schwere- und trägheitslos bewegen – eine nie gekannte, komfortable Art der Fortbewegung. Im Himmel muss man nicht ständig mühselig Vorstufen von Produkten von einem Ort zum anderen „karren“, um sie zu verarbeiten, sondern alle Güter, die man begehren mag, befinden sich als „fertige Endprodukte“ an einem Ort: in Gott; und jederzeit haben die Frommen permanenten Zugang zu diesem Ort.

Gott gibt uns gute Dinge (Güter) schon in diesem Zeitlauf portionsweise, indem er unsere menschliche Erwerbsarbeit bzw. alle menschlichen Anstrengungen segnet. Außerdem nimmt er Einfluss durch Kontrolle von Wetter, Regierungen, Kriegen, seiner Kirche, etc. Natürlich lässt heute sein Segen immer mehr und spürbar nach, da der Glauben von der Erde immer mehr verschwindet. Ohne den Glauben und somit Gottes Segen wird die Welt trotz ihres harten Arbeitens, schweißtreibenden Malochens, Schuftens und angestrengten Forschens zugrunde gehen.

Kurz gesagt: Ein profaner bzw. rein säkularer bzw. ungläubiger (bezüglich des Christentums) Physiker kann nicht wirklich erklären und verstehen, was Zeit ist, denn in der reinen Physik ist die Zeit nur eine Rechengröße im Zusammenhang mit Bewegungsvorgängen, die nicht im Zusammenhang mit Verarbeitungsprozessen gesehen werden. Erst wenn man versteht, dass Bewegung durch einen Geist ganz gezielt benutzt werden muss, um an einem bestimmten Ort etwas zu schaffen (zu verarbeiten), dann versteht man die Rolle von Bewegung im Zusammenhang mit Zeit – dies gilt sowohl auf der makroskopischen als auch auf der mikroskopischen Ebenen und auf allen Ebenen dazwischen.

Weiter: Es stimmt zwar, dass das Vergehen der Zeit viel mit Bewegung von Dingen zu tun hat, aber es ist nicht die Bewegung von Dingen an sich selbst, die die Zeit macht, sondern die geordnete Bewegung von Dingen (Dinge müssen zu bestimmten Orten gebracht werden, um dort verarbeitet zu werden). Bewegung macht also dann Zeit, wenn sie von einem ordnenden Geist benutzt wird.

 

Ergänzung:

Was die Zeit zum Laufen bringt, sind zum einen die DNA in den Pflanzen und Tieren, die deren Wachstum und Reproduktion in Verbindung mit der von der Sonne zur Verfügung gestellten Energie bewirken und Gottes direktes Erhalten der Welt durch Kontrolle von Wetter, Kriegen, Seuchen, seiner Kirche, Regierungen, etc. Außerdem verändert der Mensch selbst diese Welt durch sein Verhalten. Die Zeit läuft, weil „automatisch“ immer ein Zustand n dieser Welt aus dem Zustand n-1 erwächst, wobei dies nicht möglich wäre ohne DNA, in denen sozusagen ordnende Kraft des Geistes Gottes gespeichert ist, und das direkte Regiment Gottes; außerdem hat das Wirken des Menschen Einfluss.

Die Zeit ist also nicht eine Größe, die neben dem Raum existiert, sondern sie ist die stetige Veränderung aller Dinge im Raum „aus sich selbst heraus“. Die Zeit läuft nicht, weil irgendwo eine riesige, unsichtbare Ur-Uhr tickt, die sozusagen Zeit erzeugen würde, sondern weil durch DNA in Verbindung mit der Energie der Sonne, Gottes Regiment und das Wirken des Menschen diese Welt ständig verändert wird.

 

 

 

 

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Die beste Definition der Größe „Zeit“

Der Physiker John A. Wheeler hat die Zeit gerne so charakterisiert, wie er es in einem Graffito in der Herrentoilette des Old Pecan Street Cafe in Austin, Texas, 1976, fand: „Time is nature’s way to keep everything from Happening all at once.“ (Quelle: Was ist die Zeit?)

Das Zitat von Wheeler auf Deutsch: Zeit ist die Methode der Natur, zu verhindern, dass alles auf einmal passiert!

Folgende modifizierte Version der Aussage Wheelers entspricht dem Befund der Bibel bzw. wäre auch für die christliche Kirche annehmbar:

Zeit ist die Methode Gottes, uns all seine Güter portionsweise zuteilwerden zu lassen bzw. seine unermessliche Güte Schritt für Schritt zu offenbaren.

Vor dem Menschen schuf Gott die Engel (gottähnliche Geisteswesen, viel höher als der Mensch). Ein Teil der Engel betete Gott an, ein Teil nicht (gefallene Engel).

Wie konnte Gott der Unterstellung (in der Geisteswelt), dem Argwohn, begegnen, er sei ein herrschsüchtiger Despot, gierig nach Macht, Ehre und Reichtum? Wie konnte Gott seine durch und durch brüderliche Gesinnung, den tiefsten und wahrsten Kern seines Wesens, unter Beweis stellen? Wie konnte Gott beweisen, dass er herrschte, nicht weil er gierig nach Macht war, sondern einfach weil es keinen Gott außer ihm gab, weil er nun mal „leider“ Gott war?

(die Engel, die Gott nicht anbeteten, unterstellten ihm sicherlich, er hinge allzu sehr an seiner Herrschaft bzw. würde sich daran ergötzen, Herrschaft auszuüben; Gott musste irgendwie beweisen, dass er Herrschaft nur ausübte aufgrund eines Amtes aber nicht aufgrund von Machtgier)

Es war also nötig, ein Wesen zu schaffen, das vielmehr der Fürsorglichkeit als der Herrschaft bedurfte: der Mensch. Gott schuf das bedürftigste aller Wesen, den Menschen, um an ihm seine Fürsorglichkeit bzw. sein fürsorgliches Wesen unter Beweis zu stellen. Gott wollte beweisen, dass es ihm viel mehr „Spaß“ machte, fürsorglich zu sein, als über jemand zu herrschen.

Der Mensch ist ein Wesen, der alle Dinge nur portionsweise aufnehmen kann (so schuf in Gott ganz bewußt) – dadurch ist Zeit (auch dadurch, dass Gott durch seine Schöpfung und seine Offenbarungen in der Heiligen Schrift alles, was der Mensch begehrt, nur portionsweise zur Verfügung stellt). Zeit ist durch das System, das aus dem portionsweise nehmenden Menschen und dem portionsweise gebenden Gott besteht.

Gottes ursprüngliche Absicht mit Adam war, dass er ihn HERR sein lassen wollte über seine Schöpfung an seiner statt. Im Garten Eden wollte Gott dieses kleine, schwache gebrechliche Wesen genannt Mensch zum Regenten über seine Schöpfung ausbilden.

1. Mose 1, 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Gott hatte für Adam ein Amt vorgesehen, wie es jetzt Jesus Christus, der „letzte Adam“, inne hat: Herr zu sein über seine Schöpfung.

Gibt es einen besseren Beweis für die unermessliche Sanftmut und Demut Gottes (Sanftmut und Demut sind das Gegenteil von Gewaltausübung und Herrschsucht) als die Tatsache, dass ER seine Herrschaft über die Schöpfung an sein Geschöpf Adam abgeben wollte? Nein, es kann keinen besseren Beweis geben.

(da Adam sich leider von Gott abgewendet hat, übergab Gott sein Herrscheramt an den Menschen Jesus von Nazareth, der jetzt auf dem Thron Gottes sitzt)

Im Garten Eden gab es Bäume, die Früchte trugen, die nicht nur sehr gut schmeckten, sondern metaphysische Eigenschaften hatten – siehe zum Beispiel: der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen und der Baum des Lebens. Wäre Adam nicht gefallen, hätte Gott Ewigkeiten damit verbracht, Adam in brüderlicher Weise einzuweihen in den Aufbau seiner Schöpfung und jedes Geschöpfes – der Genuss der Offenbarungen Gottes wird verglichen mit dem Genuss wohlschmeckender Früchte (man denke auch an das heilige Abendmahl bzw. das Sakrament des Altars). Gott hätte Adam nicht ewig dumm gehalten, um einen willfährigen Knecht zu haben, der sich ihm zu Füßen wirft, ihm die Füße küsst, sondern wäre auf Augenhöhe mit ihm umgegangen. Gott ist so anders als die Herrscher dieser Welt, die ihre Untertanen dumm halten, um sich von dem Hintergrund dieser Dummgehaltenen als „weise“ Herrscher abzuheben – wie dumm.

Matthäus 20, 25 Aber Jesus rief sie (die Jünger; R. B.) zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.

Dass das, was ich hier schreibe, realistisch ist, sieht man daran, dass ja die meisten Menschen viel lieber Wissenschaftler bzw. Forscher werden würden als Bauer. Wäre der Mensch nicht gefallen, hätte Gott zusammen mit dem Teufel unterstellt, er sei gierig nach Macht, Ehre und Reichtum, hätte Gott sich „die Zeit genommen“ ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit alle Geheimnisse seiner Schöpfung zu offenbaren – und noch der heutige Mensch, der doch vom gefallenen Adam abstammt, hat das starke Bedürfnis, alle Zusammenhänge in der Natur zu erforschen, die Geheimnisse der Schöpfung zu ergründen.

Sprüche 25, 2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen. (Forschen ist also etwas königliches; R. B.)

Sprüche 25, 7 Zu viel Honig essen ist nicht gut; aber wer nach schweren Dingen forscht, dem bringt’s Ehre.

Hiob 9, 10 Er (Gott; R. B.) tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.

Da der heute lebende Mensch vom gefallenen Adam abstammt, ist er dazu „verdammt“, dass er die Schöpfung nur benutzten darf, anstatt von Gott in ihre Geheimnisse eingeführt zu werden (dies abgesehen von einigen wenigen Wissenschaftlern, die sich allerdings im Allgemeinen sehr schwer tun, in die Tiefen der Geheimnisse der Schöpfung Gottes vorzudringen – sie ermangeln der göttlichen Unterweisung).

Kurz gesagt:

Zeit ist dadurch, dass die Bedürfnisse des Menschen, der Dinge nur portionsweise aufnehmen kann, portionsweise gestillt werden. Würden alle Bedürfnisse des Menschen schlagartig gestillt, wäre keine Zeit mehr, sondern ewige Ruhe. Würde Gott seine Güte schlagartig und vollkommen abziehen, wäre auch keine Zeit mehr, sondern ewiger Tod.

(natürlich ist die Welt, in der wir heute leben, nur ein Abklatsch des Garten Edens – die Zeit schreitet nicht voran, indem Gott dem Menschen ein Geheimnis nach dem anderen offenbart, was der Idealzustand wäre, sondern der Mensch kämpft permanent um sein nacktes Überleben, ist hin- und hergerissen zwischen Leben und Tod, wodurch Zeit ist)

Was wir heute im Allgemeinen als Forschung bezeichnen ist Stümperei im Vergleich zu dem, was Gott dem Frommen (ein Frommer ist ein Mensch, der an Jesus Christus glaubt) offenbaren kann. Dass die autark-menschliche Forschung (die profane Forschung) unvollkommen ist, sehen wir unter anderem daran, dass die Menschheit als ganzes auf den Abgrund zu rennt trotz all ihrer Wissenschaft, auf die sie so stolz ist (siehe Klimawandel bzw. Erderwärmung).

Würde die Menschheit der Kirche, der Gemeinschaft aller Frommen, mehr Raum geben, könnte Gott ihr mittels seiner Kirche Dinge offenbaren, die sehr hilfreich wären. Da aber die Menschheit der Kirche keinen Raum mehr gibt, muss sie zu Grunde gehen an Ermangelung göttlicher Ratschläge.

Die Zeit der profanen, säkularen Menschheit ist nicht anderes als der ständige Kampf gegen den physischen Tod durch Erwerbsarbeit (wobei es Gottes Güte ist, wenn ein Mensch auch erfolgreich ist, ihm seine Arbeit auch gelingt; der Motor dieses Prozesses ist also Gott bzw. Gottes Güte; dies gilt für Gläubige und Ungläubige). Parallel zu dieser Zeit läuft die Zeit der Kirche, die die Geheimnisse Gottes erforscht und die Dinge des profanen Zeitlaufs nur gebraucht (wobei es Gottes Güte ist, wenn ein Christ irgendein Rätsel löst bzw. ein Geheimnis ergründet; der Motor dieses Prozesses ist also auch Gott bzw. Gottes Güte). Die Kirche ist ein Stück weit dem profanen Zeitlauf des bloßen Umwälzens von Materie entnommen, denn Gott hat jenen, die zuerst nach dem Reich Gottes trachten, verheißen, ihnen ihr irdisches Leben zu erleichtern, sodass sie nicht wie die anderen verzehrt werden von der Sorge um den täglichen Broterwerb.

Matthäus 5, 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles (Kleidung, Nahrung, etc. R. B.) zufallen.

Wichtig:

Zeit gab es schon vor dem Sündenfall. Zeit vor dem Sündenfall war dadurch, dass Gott Adam Stück für Stück seine Güte offenbarte, indem er ihn unterwies bzw. ihm in brüderlicher Weise etwas zeigte (leider ermangelde es Adam an Wertschätzung für Gottes Güte). Zeit ist die Aufteilung von Gottes Güte in unendlich viele und unendlich kleine dG (Gütedifferentiale). Wie eine Mutter einem Kleinkind die Nahrung in kleinsten Häppchen verabreicht, teilt Gott dem Menschen seine Güte mit – die Aneinanderreihung  unendlich vieler, kleiner Güterweise ist die Zeit.

Seit dem Sündenfall ist Zeit auch definiert durch das Hin-und-hergerissen-sein zwischen den statischen Zuständen: totaler Tod und totales Leben. Der profane Zeitlauf hat keinen Wert an sich selbst bzw. dient nur als Mittel zum Zweck. Während des profanen Zeitlaufs hat der Mensch Gelegenheit zurückzukehren bzw. umzukehren zu der angemessenen Wertschätzung Gottes durch Glauben an Jesus Christus. Nur von daher hat der profane Zeitlauf einen Sinn. Wer während seines profanen Zeitlaufs Gott nicht findet, wird trotz all seines Lebenskampfes den ewigen Tod (der zweite Tod) erleiden. Der zweite Tod erfolgt subjektiv unmittelbar nach dem ersten Tod (das was allgemein Sterben bzw. physischer Tod genannt wird). Der zweite Tod ist der Aufenthalt an einem Ort ewiger Not, die nicht gelindert wird, wo es absolut keine Linderung irgendeiner Not mehr gibt. Objektiv geschieht der zweite Tod am Tag des Weltgerichts (bis dahin können noch einige Jahre vergehen), wenn alle physisch Toten (ausgenommen die Frommen, die schon vorher auferweckt wurden) auferweckt werden, um gerichtet zu werden. Wer nicht durch die Kraft Jesu Christi als Christ gelebt hat, wird den zweiten Tod erleiden. Der zweite Tod erfolgt subjektiv gleich auf den ersten Tod, weil ja ein Toter nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Im Grunde genommen bedeutet für den Ungläubigen der physische Tod auch den ewigen Tod.

Anmerkung:

Die große „Uhr“ bzw. Zeitquelle im Universum, die wirklich die Zeit macht, den Fluss der Zeit erzeugt, ist Gott selbst, denn er gibt hintereinander ständig neue „Güteportionen“. Nur durch die Güte Gottes entsteht aus Zustand n der Zustand n+1 dieser Welt und somit Zeit, denn Zeit ist nichts anderes als die Aneinanderreihung von Zuständen, die auseinander hervorgehen. Die Bewegungen von Sonne, Erde und Mond dienen nur zum Messen der Zeit, aber erzeugen sie nicht.

Angenommen, Gott würde alle seine Güte von der Menschheit abziehen, dann wäre auch keine Zeit mehr, denn die Erde würde zu einer riesigen Wüstenei werden, die immer gleich trist aussähe – immer der gleiche Zustand. Angenommen, Sonne, Erde und Mond würden sich dabei wie gewohnt weiter bewegen, so wäre z. B. nach 1000 Umrundungen der Sonne durch die Erde, das heißt nach 1000 herkömmlichen Jahren, alles gleichgeblieben auf der Erde – die 1000 Jahre wären also wie nichts weiter als Teil eines einzigen ewig langen Tages oder Jahres auf der Erde. Auch nach 100000 Umrundungen liefe auf der Erde immer noch der eine ewig lange Tag bzw. das eine ewig lange Jahr. Es würde also keinen Sinn mehr machen, von Zeit zu sprechen.

Hiob 34, 14-15 14 Wenn er (Gott; R. B.) nur an sich dächte, seinen Geist und Odem an sich zöge, 15 so würde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub werden.

Apostelgeschichte 17, 25 Auch lässt er (Gott; R. B.) sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.

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Allgemeinverständliche Erklärung des Begriffes „Zeit“

Von „Zeit“ zu reden, macht nur Sinn in einer Welt, die nicht statisch ist, sondern die sich ständig verändert. Die Welt im jetzigen (aktuellen) Augenblick ist schon nicht mehr  die Welt von vor einer Millisekunde. Die Welt jetzt entspricht nicht mehr der Welt, wie sie war, als Sie, lieber Leser, meine Website angeklickt haben. Na gut, ich gebe zu, das ist ein bisschen trivial.

Hätten wir eine Welt, in der sich nichts ändert, immer alles gleich bleibt, dann hätten wir eine statische Welt. In solch einer Welt gäbe es keine „Zeit“ bzw. der Begriff „Zeit“ hätte keinen Sinn.

Stellen wir uns vor, es gäbe eine statische Welt (SW) und außerdem eine sich ständig verändernde Welt (VW). Würde man nun ab und zu von VW nach SW hinüberschauen, würde man feststellen, dass sich auch nach Ablauf von Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten, etc. nichts verändert hat. Wenn Leute von VW sagen würden, in SW sei die Zeit stehengeblieben, hätten sie damit gar nicht so unrecht. 1 Tag, 10 Tage, 1000 Tage, etc. in VW sind immer der gleiche eine Tag, der kein Ende hat, in SW.

Vorstellbar sind zwei statische Zustände: totaler Tod und totales Leben.

Schwer vorstellbar ist für uns, wie Leben statisch sein soll oder könnte. Dagegen können wir uns den Tod als statischen Zustand leichter vorstellen. Man braucht ja bloß einmal einen jüdischen Friedhof (an einem Ort in Deutschland, wo keine Juden mehr leben) zu besuchen – wenn man Verwitterung, Unkraut, Schäden durch Vandalismus, etc. ausklammert, befindet sich ein jüdischer Friedhof in einem statischen Zustand. Auf einem jüdischen Friedhof scheint die Zeit gleichsam still zu stehen.

Ganz selbstverständlich bezeichnen wir unser Dasein hier auf Erden als Leben. Allerdings wäre es angebrachter statt von Leben von einem andauernden Kampf gegen jegliche Form bzw. Vorstufe von Tod zu sprechen, wobei wir immer dann Lebensgenuss, was ein Vorgeschmack auf totales Leben sein mag, nur dann verspüren, wenn wir im Lebenskampf erfolgreich sind. Unter „jegliche Form bzw. Vorstufe von Tod“ verstehe ich Hunger, Durst, Nacktheit, dem Wetter ungeschützt ausgesetzt sein, krank sein, Verletzungen durch Unfälle erleiden, gewalttätigen Angriffen ungeschützt ausgesetzt sein, von Ungeziefer geplagt werden, etc.

Wenn wir von Leben hier auf Erden sprechen, beziehen wir den Überlebenskampf immer mit ein, aber das eigentliche Leben sind nur die Momente, wo wir aus Kämpfen siegreich hervorgehen und Formen bzw. Vorstufen des Todes überwinden. Wir überwinden Hunger, Durst, Nacktheit und dem Wetter ungeschützt ausgesetzt sein durch Erwerbsarbeit. Mittels des verdienten Geldes erwerben wir Nahrung, Getränke, Kleidung, Unterkunft. Auch gegen Krankheit und gewalttätige Angriffe stemmen wir uns indirekt durch Erwerbsarbeit, indem wir Krankenversicherungsbeiträge (die Krankenkasse bezahlt uns Medikamente, Arzt, Krankenhaus, etc.) und Steuern (der Staat sorgt mittels unserer Steuern für Ordnung und Sicherheit) zahlen. Das Ungeziefer bekämpft teilweise der Staat, dem wir Steuern zahlen und teilweise die Landwirtschaft, deren Produkte wir kaufen (Kosten für Pestizide sind im Produktpreis enthalten).

In der realen Welt, in der wir leben, gibt es also sowohl Tod als auch Leben. Es gibt Prozesse, die die Welt in den statischen Zustand des Todes überführen wollen und es gibt Prozesse, die die Welt in den statischen Zustand des Lebens überführen wollen. Dieses ständige Unentschieden-sein zwischen den statischen Zuständen „totaler Tod“ und „totales Leben“ bringt das hervor, was wir „Zeit“ nennen, ist eben unser Zeitlauf. Zeit ist, weil wir uns hier auf Erden weder in einem statischen Zustand totalen Todes noch in einem statischen Zustand totalen Lebens befinden, sondern irgendwo dazwischen – mal näher am Tod, mal näher am Leben. Die Zeit besteht in dem ständigen Hin-und-her-gerissen-sein zwischen Tod und Leben.

Würden in einem Augenblick alle lebenserhaltenden Prozesse gestoppt, würde die Welt schlagartig in den statischen Zustand des totalen Todes übergehen. Würden dagegen alle zerstörerischen Prozesse gestoppt, ginge die Welt schlagartig in einen statischen Zustand des totalen Lebens über.

Die Bewegungen von Erde, Sonne und Mond machen die Zeit nicht, sondern dienen nur dazu, sie zu messen.

Trotz der Tatsache, dass der Mensch im Allgemeinen gegen den Tod ankämpft, muss er doch einmal sterben. Der ganze Lebenskampf dient letztendlich nur zu einer Hinauszögerung des physischen Todes. Welchen Sinn hat es überhaupt, den physischen Tod hinauszuzögern? Welchen Sinn hat unsere Lebenszeit, die durch das Hinauszögern des physischen Todes entsteht? Antwort: Je länger wir leben, desto mehr haben wir Gelegenheit auch das geistliche Leben zu ergreifen, das unseren physischen Tod, unser Sterben, in ein Entschlafen verwandelt. Wer während seiner Lebenszeit zum Glauben an Christus gelangt, erlangt damit Zugang zum totalen Leben (ein unveränderlicher bzw. statischer Zustand). Natürlich muss ein Christ nach seiner Bekehrung noch eine Weile arbeiten und dann auch sterben (entschlafen), aber er wird auferweckt werden bei der Wiederkunft Christi, um hinfort in ewiger Gemeinschaft mit Gott und Christus zu leben. Gott und Christus sind es, die dem Menschen (nicht nur den Christen) helfen, in seinem täglichen Kampf gegen Formen und Vorstufen des physischen Todes erfolgreich zu sein. Menschen, die nicht an Christus gläubig werden während ihrer Lebenszeit, werden unter anderem deswegen vom totalen Leben (die Gegenwart Christi und Gottes)ausgeschlossen werden, weil sie sich während ihrer Lebenszeit so wenig dankbar erzeigten für seine guten Gaben (Erfolg bei der Erwerbsarbeit, gute Ernten, sauberes Trinkwasser, Frieden, öffentliche Ordnung und Sicherheit, angenehmes Wetter, Abwesenheit von Ungeziefer, Bewahrung vor Unfällen, etc.). Die Gläubigen werden das Vorrecht haben, all das in Fülle zu genießen, was Gott auf Erden nur portionsweise gab – sie dankten Gott allerdings schon während ihrer Lebenszeit auch für die portionsweisen Gaben. Die Fülle des Lebens, das totale Leben, werden Gott und das Lamm (Christus) selbst sein. In Gott und Christus sind sozusagen unendlich viele gute Ernten, unendlich viel sauberes Trinkwasser, unendlich viel gutes Wetter, unendlich viel Friede und noch viel, viel mehr – der Vergleich hinkt etwas, denn die Fülle des Lebens wird für die Gläubigen einfach die persönliche Gegenwart Gottes und Christi sein; es wird dann nicht hauptsächlich darum gehen, was diese göttlichen Personen geben, sondern was sie an sich selbst sind. Kurz gesagt: Gott und das Lamm sind das Leben an sich selbst. Gott und das Lamm werden die Gläubigen beglücken durch ihre pure Gegenwart. Die Gläubigen werden beschenkt sein mit der Wonne und der Freude der Gegenwart Gottes, des Lebens. Gott lässt die Gläubigen Gemeinschaft haben mit sich selbst, lässt sie in seiner Nähe sein.

Im Himmel wird es insofern keine Zeit mehr geben, weil die Gläubigen einen gleichbleibenden (statischen) Genuss des Lebens haben – es ist sozusagen ein ewiges Ruhen in Gott, der das Leben ist.

In der Hölle wird es insofern keine Zeit mehr geben, weil die Ungläubigen eine gleichbleibende (statische) Todesqual (höllische Martern) erleiden – es ist sozusagen ein ewiger Zustand äußerster Not, die durch nichts gelindert wird, außerhalb Gottes.

 

Ergänzung

Erwerbsarbeit ist uns nur möglich durch den Verstand und die körperlichen Kräfte, die Gott uns gegeben hat. Die Gaben Gottes, Verstand und körperliche Kräfte, ermöglichen es uns, Tag für Tag dem Tod entgegenzuwirken, mit dem diese Schöpfung nun  einmal behaftet ist. Verstand und körperliche Kräfte, die Gaben Gottes, tragen mit dazu bei, dass wir zum ewigen Leben gelangen können, denn durch ihren Gebrauch verlängert sich unsere Lebenszeit und so haben wir mehr Gelegenheit zum geistlichen Leben, zum Glauben an Christus durchzudringen. Gott gebührt also auch Dank für Verstand und körperliche Kräfte.

 

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Was ist eigentlich Zeit?

Vor der Schöpfung sitzen der Vater, der Sohn und der Heilige Geist in ihrem Konferenzzimmer und sprechen zueinander:

„Kann es vielleicht sein, dass wir uns gegenseitig etwas vormachen?“

„Wir brauchen jemand – vom Wesen her uns ähnlich -, der von uns unabhängig ist und uns seine Meinung sagt.“

„Also lasst uns Engel schaffen.“

Ein Teil der Engel, die Gott schuf, betete ihn freiwillig an und ein Teil nicht. Gott nahm es sich sehr zu Herzen, dass ein Teil der Engel ihm unterstellte, er sei gierig nach Macht, Ehre und Reichtum, hielte diese Dinge fest wie einen Raub. Gott war sehr verletzt, hatte eine seelische Wunde, war traumatisiert, fühlte sich gekränkt.

Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist treffen sich nochmals im Konferenzzimmer und diskutieren, wie sie die Unterstellung aus der Welt schaffen könnten, sie seien gierig nach Macht, Ehre und Reichtum. Da sprach der Sohn: „Ich bin bereit, eine Zeit lang meine göttliche Macht nicht zu gebrauchen, bis dahin, dass ich mich nicht durch Gebrauch meiner göttlichen Macht des Sterbens erwehren bzw. dem Tod entziehen würde, wenn es eurer Wille ist.“ Da erschraken der Vater  und der Heilige Geist, denn auch nicht im Entferntesten wären einer von ihnen darauf gekommen, dies von einer anderen Person der Gottheit zu verlangen. Auf der anderen Seite waren sie froh, denn es gab keine andere Lösung: Nur indem Gott (der Sohn) bereit war den Kelch des Todes aus der Hand Gottes (des Vaters) zu nehmen, konnte er beweisen, dass Gott sanftmütig und demütig ist. Schließlich wurden sich alle drei einig, dass der Sohn sterben sollte – dies brachten sie nur deswegen über sich, weil der Sohn es gerne freiwillig tun wollte.

Damit das Ganze kein abgekartetes Spiel sein konnte, musste der Sohn den gefallenen Engeln (siehe oben) ausgeliefert werden, die nicht von Gott manipuliert sein konnten, sondern aus eigener Machtvollkommenheit heraus handelten. Der Sohn musste zum Spielball der gefallenen Engel werden. Deswegen musste er ein Wesen werden, niedriger als die Engel: ein Mensch (natürlich wurde er nur niedriger in seiner Eigenschaft als Mensch und nicht als Gott, denn er verlor seine Göttlichkeit niemals, sondern betätigte bzw. gebrauchte sie nur nicht; der Sohn Gottes ließ sozusagen seine Göttlichkeit für eine Weile ruhen).

Indem Gott Adam und Eva schuf, schuf er die Menschheit, aus der eines Tages Jesus hervorgehen sollte. Wie es nicht anders sein konnte, fielen gleich auch die ersten Menschen Adam und Eva bzw. die Menschheit und begaben sich unter die Herrschaft der gefallenen Engel. Dies jedoch war Gottes Vorsehung, denn: Der Mensch Jesus war doch etwas besonderes, denn er war von seiner Empfängnis im Mutterleib an nicht unter der Herrschaft jener gefallenen Engel, d. h. „er konnte ja gar nicht anders, als Gott dienen“ (eine im Raum stehende Unterstellung). Gleichsam könnte jemand behaupten: „Es musste ja so kommen, dass sich durch Jesus die Sanftmut und Demut Gottes erwies, den er war zwar ein Mensch, aber ein Mensch ohne Erbsünde, denn er wurde durch den Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren.

Die Vollendung des Schöpfungs-Epos ist nun, dass Menschen, die eine Weile als Sünder gelebt haben, d. h. unter der Herrschaft der gefallenen Engel, auch zum Erweis der Sanftmut und Demut Gottes beitragen trotz der Tatsache, dass sie aus einer ganz anderen Welt wie Gott oder der Sohn Gottes kommen. Jene haben den Vorzug, nicht von Gott manipuliert sein zu können, da sie ursprünglich aus dem Machtbereich des Bösen kommen. Jeder Christ ist in Christus bzw. Christus ist in ihm. Die Sanftmut und die Demut eines Christen sind letztendlich die Sanftmut und die Demut Christi bzw. Gottes. Wenn ein Christ sanftmütig und demütig ist, ist das jedes Mal eine Willensentscheidung nicht der alten Natur zu folgen, sondern Christus – es ist durchaus kein Automatismus, wenn ein Christ sanftmütig und demütig ist. Und gerade das dient zur Verherrlichung Gottes – alles geschieht aus freiem Willen.

Was ist nun Zeit?

Die Zeit ist nicht anderes, als das durch den ständigen Vorgang von Zeugung und Geburt ein riesiger Pool an Wesen (Menschen) entsteht, die, wenn sie wollen (die Freiwilligkeit ist der Witz bei der Sache), bestätigen können, dass Gott sanftmütig und demütig ist. Wir können hier zwar von vielen Milliarden reden, aber im Grunde genommen ist der Pool unendlich groß, denn Zahlen in der Größenordnung von Milliarden sind für uns weder fassbar noch vorstellbar – wir sagen einfach: „unendlich“. Gott schuf also beginnend mit Adam und Eva einen unendlich großen Pool an Wesen mit freiem Willen, in der Hoffnung einige von ihnen würden freiwillig in der Sanftmut und Demut Christi leben, die ein Beweis für die Sanftmut und Demut Gottes ist.

Die Zeit geht zu Ende, wenn der letzte Mensch geboren wird. Es gibt eine Grenze, ab der ein weiteres Wachstum der Menschheit den Beweis für Gottes Sanftmut und Demut nicht mehr weiter erhärten würde – wenn man eine Meinungsumfrage macht, dann bleibt ab einer gewissen Zahl von Befragten das Ergebnis fest und man braucht keine weiteren Personen zu befragen, weil sich sowieso nichts mehr ändern würde.

Wenn dann der Schöpfungs-Epos zu Ende ist, kehrt alles zurück zu Gott, wird wieder in Gott ruhen. Dies ist der perfekte Zustand und in diesem Zustand existiert Zeit in unseren Begriffen von heute nicht mehr, weil Tag/Zustand 1 der Ewigkeit sich nicht unterscheidet von Tag/Zustand 1000 000 000 der Ewigkeit – die ganze Ewigkeit ist praktisch ein Tag ohne Ende.

Ein Tag unserer gegenwärtigen Zeit geht immer aus dem vorhergehenden Tag hervor: Die Welt von heute ist ein Abkömmling der Welt von gestern und heute entsteht die Welt von morgen. Genauso könnte man sagen, jede Sekunde ginge aus der anderen hervor. Zeit ist, weil Zustand n aus dieser Welt aus dem Zustand n-1 hervorgeht. Ein Zustand dieser Welt kann nicht ohne den vorhergehenden Wirklichkeit werden. Anders in der Ewigkeit: In der Ewigkeit geht nicht ein Zustand aus dem anderen hervor, sondern es bleibt alles immer gleich (gut; siehe Anmerkung): alles ruht in Gott. In Gott ist alles einfach immer schon da und muss nicht erst wachsen oder hergestellt werden. Plastisch: Als Jesus während seines Erdenlebens ausnahmsweise doch einmal seine göttliche Macht gebrauchte und aus Wasser Wein machte, war das ein Vorgriff auf die Ewigkeit. Ein Vorgang, der in der Zeit viele Monate in Anspruch nimmt (Wachstum der Reben und der Trauben + Ernte + Transport + Keltern + Abfüllen + etc.) wird durch Gottes Herrlichkeit zu einem Vorgang, der nur einen Augenblick dauert.

Man kann es auch so sehen: Wenn heute eine Traube wächst, wächst sie durch Gottes Gnade. Wenn ein Weizenkorn wächst, wächst es durch Gottes Gnade. Und wenn ein Tropfen Wasser vom Himmel fällt, tut er es durch Gottes Gnade. In Gott sind aber sozusagen unendlich viele Trauben, Weizenkörner, Regentropfen und Zeit entsteht dadurch, dass ER uns diese Dinge portionsweise gibt. Zeit ist durch das portionsweise Austeilen der Gaben Gottes.

Durch den Fall Luzifers trug Gott sozusagen eine Wunde davon und der Vorgang der Heilung dieser Wunde ist die Zeit, in der wir leben. Dass ein Schaden da ist, manifestiert sich dadurch, dass Gott Güter nur portionsweise zur Verfügung stellt – die Schöpfung ist beschädigt. Wäre Gottes Wunde geschlossen, es stünde uns alles immer unbegrenzt zur Verfügung – wir müssten auf nichts warten; also wäre keine Zeit mehr, sondern Ewigkeit.

Ergänzung:

Man kann es auch so sehen:

Gott ist unendlich sanftmütig und demütig, fast ein schüchterner zurückhaltender Mensch, der am liebsten zusammengekauert in seinem Kämmerlein sitzen würde, um niemand zu belästigen.

Erst wenn Christus und eine riesige Zahl von Menschen ihm freiwillig zurufen: „Wir lieben Dich“, dann glaubt er endlich, dass er liebenswürdig ist. Ist er nicht liebenswürdig? Natürlich, er ist wirklich liebenswürdig – wirklich nett.

Gott schuf nicht in einem Augenblick eine riesige Zahl von Mutanten, die ihm dann bestätigt hätten, er sei ganz liebenswürdig, sondern er gab nur einen kleinen, zaghaften Impuls (die Erschaffung Adams und Evas), der dazu führte, das eine Menschheit entstand, die doch autark war. Ein Mensch entsteht durch die freie Willensentscheidung zweier Menschen. Dies stellt sicher, dass wir nicht von Gott vorprogrammierte Mutanten sind. Es führt aber auch zum Vorhandensein der Zeit, die dadurch ist, dass eine Generation immer erst nach der letzten kommen kann bzw. aus ihr hervorgeht.

 

Anmerkung:

„Es bleib immer alles gleich (gut)“ heißt nicht, dass die Ewigkeit ein fades, ewiges Alles-bleibt-gleich wäre. Nein, nein, denn „bleibt gleich“ heißt ja die gleichbleibende Anwesenheit des Lebens bzw. die gleichbleibende Abwesenheit des Todes: In Gott ist alles Gute, was man sich nur erträumen mag, die völlige Genüge. Die Ewigkeit ist wie ein Sommertag, der nie zu Ende geht.

 

 

 

 

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