Israel, gib mir dein Herz!

Angriff auf Deutschland mit tief-frequenten Tönen; Brummtöne treiben uns in den Wahnsinn

 

Bayerisches Fernsehen; TV – Totale Verblödung

(ich stimme nicht in allem mit Kilez More überein, aber seine Kritik am TV, die er durch seinen Rap, den man auf dem obigen Video sehen und hören kann, zum Ausdruck bringt, ist sicher nicht ganz unberechtigt; „drück‘ also den kleinen roten Knopf, dann wird es einfach so gestoppt“)

Neues aus dem Vatikan; Papst Johannes Paul II. hatte eine Beziehung mit einer verheirateten (!) Frau – das ist die Vernichtung der römisch-katholischen Kirche und des Zölibats

 

Hinweis zum Starten der YouTube-Videos, oben:

Es kann passieren, daß nach dem Anklicken des Startpfeils auf dem YouTube-Bildschirm das Video nicht startet und das Folgende angezeigt wird:

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Klicken Sie dann einfach “YouTube” auf dem YouTube-Bildschirm rechts unten an, um das Video zu starten:

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Wenn nach Anklicken von YouTube das Video immer noch nicht startet, dann müssen Sie in der Explorerleiste auf “Aktualisieren” klicken (eventuell mehrmals) – dann könnte es funktionieren:

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Katastrophale Trockenheit in Süddeutschland; Stand 4. November 2015:

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(aktueller Stand, siehe http://www.ufz.de/index.php?de=33328)

(siehe auch Bayern vertrocknet – Bäume sterben und am Ende auch der Mensch)

Der November 2015 war zwar relativ feucht, sodaß die oberen Bodenschichten größtenteils nicht mehr trocken sind, aber in den tieferen Bodenschichten haben wir immer noch eine katastrophale Trockenheit; Stand 4. Dezember 2015:

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Der Dezember 2015 war in Süddeutschland ziemlich niederschlagsarm. Wir schleppen also die Trockenheit 2015 mit ins neue Jahr 2016. Ich glaube, das gab es in Deutschland bisher selten, daß eine Trockenheit bis Ende Dezember des betreffenden Jahres noch nicht durch Niederschläge beendet worden ist – sicherlich außergewöhnlich; Stand 30. Dezember 2015:

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Wenn es 2016 auch so wenig regnet wie 2015, dann wird sich das auf die Bodentrockenheit, die wir noch von 2015 mitschleppen, aufaddieren – dies würde sicherlich katastrophale Folgen für Grundwasser (Trinkwasserversorgung), Wälder, Flüsse, etc. haben. Es wird also langsam Zeit Buße zu tun und zu beten.

2016

Der Januar 2016 war ziemlich feucht. Vielleicht geht die Dürre bzw. Trockenheit, die wir seit dem Frühjahr 2015 haben, jetzt doch zu Ende. Natürlich werden wieder nur sehr Wenige auf die Idee kommen, Gott zu danken für seine Geduld und Güte, falls die Dürre tatsächlich zu Ende geht und dann schickt er vielleicht bald eine neue oder Krieg oder eine Seuche (Pest, Pocken und dergleichen). Wir sollten nicht wähnen, daß ihm die fortschreitende Legalisierung sexueller Sünden, insbesondere der Homosexualität, im Westen völlig egal ist – im Gegenteil, er wird über kurz oder lang seinen äußersten Unmut über diesen Missstand zum Ausdruck bringen. Übrigens ist trotz der Feuchtigkeit, die Gott uns im Januar 2016 geschenkt hat, der Boden in tieferen Schichten immer noch sehr trocken, was zeigt, wie unvorstellbar trocken und heiß es 2015 war; Stand 4. Februar 2016:

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Stand 4. März 2016:

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Zum Thema Israel:

Es gibt wohl kaum einen anderen Staat auf der Welt, der militärisch so bedroht ist wie Israel. Die Lage Israels entspricht der eines Dorfes am Fuße eines Vulkans, der unmit-telbar vor dem Ausbruch steht.

Israel ist wahrscheinlich in einer Lage, in der Menschen nicht mehr helfen können. Über kurz oder lang wird nur noch der Allmächtige Israel helfen können.

Grundsätzlich haben alle Menschen, Völker und Nationen die Möglichkeit zu Gott zu beten und es kann sogar sein, daß er solche Gebete erhört.

(bitte lesen Sie auch den Artikel über Evangelikale, ganz unten auf dieser Seite)
(lesen Sie auch glaubereal.wordpress.com/aktuell: „Trockenheit und Dürre in Bayern und Deutschland„)
(empfehlenswert, „Das wahre Gesicht des Islam„)
(weiter empfehlenswert, Predigt von Dietrich Bonhoeffer: „Ich bin der Herr, dein Arzt„)
(außerdem, Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 11, Verse 1-14)
(Alarm: EKD ist keine christliche Kirche mehr; Taufe nicht mehr gültig)
(Hilfe, keine wahre Kirche mehr da!)

Momentan beten sicherlich orthodoxe Juden um Schutz vor islamischen Aggressoren, auf der anderen Seite beten die Muslime um Hilfe im heiligen Krieg gegen das ihnen verhasste Israel.

Es stellt sich nun die Frage: „Für wen soll sich Gott entscheiden; wem soll er helfen?“ Gott scheint sich in einer Zwickmühle (Dilemma) zu befinden.

Aus der Sicht der Christlichen Kirche ist es so, daß sowohl Israel als auch die muslimischen Staaten sich außerhalb des Reiches Gottes befinden. Weder die Juden noch die Muslime glauben an Jesus, den fleischgewordenen Sohn Gottes, der für uns starb und auferstand. Diesen Jesus hat Gott mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt und er ist nun der Herrscher des Universums.

Die Bündnisse Gottes mit Israel aus dem Alten Testament sind weiterhin gültig. Alle seine alttestamentlichen Verheißungen an Israel wollte Gott erfüllen durch seinen Sohn Jesus Christus (Jesus von Nazareth). Da aber Israel als Volk Jesus von Nazareth verworfen hat, hat es sich selbst ausgeschlossen vom Reich Gottes, wo Gott durch Jesus regiert.

Israel hält weiterhin fest am Gesetzes-Judentum, eine Religion, die der Gott Israels nie verordnet hat. Die Juden sind z. B. stolz auf ihre biologische Abstammung von Abraham („Abraham unser Vater“), ihre Beschneidung (Beschneidung des männlichen Gliedes; sie entweihen die Beschneidung, die eigentlich ein Zeichen des Glaubens Abrahams sein soll und machen ein Gesetzeswerk daraus), das bloße Haben des Gesetzes, etc. Die jüdischen Führer zur Zeit Jesu und der Apostel hielten fest an einem äußerlichen Gottesdienst: Sie beteten, fasteten und gaben Almosen, um von den Menschen gesehen und geehrt zu werden. Sie richteten auch die gewöhnlichen Juden ziemlich strenge nach dem Gesetz ohne es selbst zu halten. Sie maßten sich an geistliche Leiter (Rabbi, Vater, Lehrer, Erzieher, Leiter) zu sein, wollten als solche geehrt werden, obwohl sie mit ihrer Lehre völlig daneben lagen. Sie schworen Meineide (weil sie das Volk so strenge richteten, ihm keinen Erlöser verkündigten, gab Gott sie dahin und sie mußten selbst in den Sünden leben, die sie bei anderen richteten, was sie natürlich ständig unter Meineid ableugneten). Kurz gesagt, sie waren religiöse Heuchler.

Besonders fanatisch war auch ihre Sabbatheiligung. Sie verstanden überhaupt nicht, was der tiefere Sinn des Sabbats war. Als Jesus am Sabbat Kranke heilte, verklagten sie ihn und wollten ihn umbringen. Dabei war gerade die Heilung eines Kranken der allerbeste Gottesdienst, genau das, was man am Sabbat tun sollte. Die Heilungen gingen sicherlich auch häufig einher mit der Vergebung der Sünden und Erlösung des Sünders, und genau das hätten die jüdischen Führer so dringend gebraucht, die Jesus so scharf kritisierten. Die Juden hatten einen Götzen aus dem Gesetz gemacht, indem sie es dem Buchstaben nach hielten. Sie waren so in diesem Götzendienst gefangen und verblendet, daß sie ihren Gott, den Gott Israels, der in der Person Jesu erschienen war, nicht erkannten.

Römerbrief 2, 17-29

Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt? 27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Bevor der Apostel Paulus zum Christentum konvertierte, war er ein äußerst strenger Jude gewesen. Nach seiner Bekehrung mußte er aber dennoch zugeben, daß sein Befinden äußerst schlecht war, solange er sich unter dem Gesetz befand (vor der Bekehrung). Der alte Paulus (Saulus) wurde durchs Gesetz sogar angeregt zum Sündigen: „Die Sünde nahm Anlaß am Gebot“, Röm. 7.

Aber das ist gerade der Sinn des Gesetzes, die Sünde als überaus sündig erscheinen zu lassen. Seit dem Fall Adams, ist der Mensch unter die Sünde verkauft, und daß das wahr ist, wird besonders deutlich dadurch, daß Gesetze uns nicht abhalten vom Sündigen, sondern erst recht zum Sündigen reizen („verbotene Früchte schmecken gut“).

Das Gesetz zeigt mir (vor der Bekehrung) also ganz klar und deutlich, daß ich mich nicht in einem Heilsstand bzw. seligen Stande befinde, denn wenn ich in einem seligen Stande wäre, dann würde ich ein Leben führen in Liebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt wäre.

Gibt es da noch einen Ausweg, für Juden und für Heiden?

Gott hat tatsächlich einen Ausweg gefunden: Er vernichtet unsere alte Existenz in der Sünde, und im gleichen Moment erweckt er uns auf, gibt uns neues Leben, ein Leben der Nächstenliebe und der Gottesliebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Das ist die sakramentale Taufe (einschließlich Säuglingstaufe). Selten hat man bisher gehört, daß einer bei der Taufe tatsächlich gestorben sei, aber ständig redet Paulus davon, daß wir bei der Taufe sterben. Der Witz ist, daß wir im gleichen Moment, wo wir sterben, auch wieder neues Leben empfangen, alles passiert in einem Nu. So sterben wir ganz unbewußt. Unser alter Mensch, der zwanghaft sündigen mußte, wird für tot erklärt (deklariert) und gleichzeitig empfangen wir den heiligen Geist, der unser neues Leben ist. Unser Leib in sich selbst ist nach der Taufe genauso sündig wie vorher. Daß wir der Sünde abgestorben sind und in Christus sind, müssen wir täglich im Glauben neu ergreifen – so überwinden wir unseren sündigen Leib und lieben Gott und unseren Nächsten.

Röm. 6, 4

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Röm. 8, 11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Galater 2, 20

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Jeder Mensch also, der nicht an Jesus glaubt und getauft ist, der ist nicht in Einklang mit Gott, hat nicht Gottes Wohlgefallen. Das gilt auch für die Juden. Es ist klar, daß der größte Teil der Menschheit nicht an Jesus glaubt, und somit nicht im Einklang mit Gott ist. Es besteht kein Vorrecht auf Gottes Schutz. Irgendwie wird Gott in seinem Regiment einen Ausgleich zwischen den Völkern schaffen. Sicherlich wird er einen Unterschied machen zwischen Staaten, die das Christentum tolerieren und Staaten, die es bekämpfen. Aber auch ein Staat, der das Christentum toleriert, hat keinen Anspruch auf absoluten Schutz, da ja nicht alle Bürger des Staates christlich sind, sondern es ist eine Mischung aus christlichen und säkularen Menschen.

Interessant ist, daß in der Bibel steht (Römer 11), daß am Ende der Zeit ganz Israel gläubig werden wird. Das wäre etwas in der Geschichte der Menschheit außergewöhnliches, daß ein Volk geschlossen das Evangelium annimmt, das gab es bisher wahrscheinlich noch nicht. Ein Volk aber, das komplett das Evangelium annimmt, ist nichts anderes als eine Kirche, da fallen Kirche und Staat zusammen. Solch ein Volk hat alle Rechte der Kirche auf den Schutz, die Bewahrung und die Fürsorge Gottes.

Römerbrief 11, 25-32

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,1 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

2. Korinther 3, 14-17

Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

Wenn Israel jetzt diesen Schritt tun würde, daß es Jesus von Nazareth als Messias annimmt, dann würde Gott ihm auch eine bevorzugte Stellung unter den Völkern geben und er würde auch Krieg für sie führen. Gott führt die Rechtssachen jedes einzelnen Christen, also wird er auch die Rechtssachen eines ganzen Volkes führen, das ihm gehört, das seinen Wohlgefallen hat. Vielleicht hat Gott sein Volk in diese Not geführt, um sie zu erziehen. Mögen sie sich doch in die Obhut ihres alten Gottes begeben.

5. Mose 30, 1-10

Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen. 8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, dass dir’s zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Wie geschieht die Beschneidung des Herzens?

Hesekiel 36, 24-29

Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, 25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein. 29 Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen lassen.

Das ist nichts anderes als die sakramentale Taufe.

Evangelium für Israel:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb. Er bietet uns an, in uns zu leben, um unser Leben gerechter zu machen.

Wer dieses Evanglium glaubt und sakramental getauft wird, der hat die Vergebung der Sünden und empfängt Kraft ein Leben zu führen, das von Gottesliebe und Nächstenliebe geprägt ist. Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Unser Leib bleibt sündig trotz der Taufe. Täglich müssen wir uns unserer Taufe bzw. des Opfers Jesu im Glauben erinnern und glauben, daß wir der Sünde abgestorben sind und Jesus in uns wohnt, der die Liebe ist. Durch diese Heilstatsachen überwinden wir unser selbstsüchtiges Fleisch und üben praktische Nächstenliebe. Je mehr wir Liebe üben, desto mehr wird Gott uns unser Heil bestätigen, uns die Freude des Heils vermehren. Der Glaube, der durch die Liebe tätig ist, wird uns zur Gerechtigkeit gerechnet. Am Anfang unseres Glaubenslebens schenkt uns Gott den Glauben und den Heiligen Geist. Der Geist möchte Nächstenliebe bewirken. Dem Geist Raum geben und Nächstenliebe üben ist praktisch das gleiche. Üben wir Liebe, bleiben wir im Glauben – Gott wird Zeugnis geben, daß er Wohlgefallen an uns hat.

Siehe auch:

Abraham und das Judentum

Abraham und sein Glaube

Beschneidung 1

Beschneidung 2

Darf ein Gläubiger Schweinefleisch essen?

Antisemitismus

Pesach

Königin Esther, Mordechai und Haman – oder Purim und der Holocaust

Evangelikale:

Nur im Zusammenhang mit meiner Website sollen unter „Evangelikale“ Gruppen verstanden werden, die die sogenannte Wiedertaufe praktizieren.

Was bedeutet „Wiedertaufe“?

Auch heute noch ist ein Großteil aller Deutschen sakramental getauft bzw. wurde als Säugling getauft, das nennt  man einfach auch Kindertaufe. Will nun ein Deutscher, der bereits als Kind getauft wurde, festes Mitglied einer evangelikalen Gruppe werden, dann wird von ihm verlangt, daß er sich nochmals taufen läßt. Diese zweite Taufe ist die sogenannte Wiedertaufe.

Nicht selten mag es vorkommen, daß sich Evangelikale damit brüsten, sie seien so bibel-treu und hielten die Bibel für das irrtumsfreie Wort Gottes.

Nun, die Bibel ist tatsächlich das irrtumsfreie Wort Gottes – nur, leider, wird sie von den Evangelikalen völlig falsch ausgelegt.

Vom Befund des Neuen Testamentes (ein Teil der Bibel) her ist es so, daß die Wiedertaufe verworfen bzw. abgelehnt werden muß. Evangelikal ausgedrückt: „Die Wiedertaufe ist nicht biblisch!“

Die richtige Taufe gemäß des biblischen Befundes ist die sakramentale Taufe, die ggf. auch eine Kindertaufe bzw. Säuglingstaufe sein kann.

Hier müssen wir kurz auf die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche zu sprechen kommen. Diese beiden Kirchen mißbrauchen die sakramentale Taufe, indem sie Kinder aus nicht-frommen Elternhäusern taufen; noch dazu sind der Geistliche und die Kirchengemeinde auch nicht fromm. Die Kindertaufe wäre dann angebracht, wenn das Kind aus einem wirklich frommen Umfeld käme, wo man davon ausgehen könnte, daß der Heilige Geist das Wunder wirkt, daß ein Säugling schon glauben kann.

Ist die Kindertaufe der beiden Großkirchen ungültig, weil sie Kinder taufen, die noch keinen Glauben haben?

Nein, dies ist nicht der Fall. Obwohl die beiden Großkirchen die Kindertaufe mißbrauchen, ist sie dennoch gültig, denn obwohl regelmäßig der Glaube der Taufe voreilen sollte, geht doch aus dem Neuen Testament hervor, daß er notfalls auch nacheilen kann.

Eine weitere große Misere ist es, daß die Großkirchen nicht mehr das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus verkünden, was eine apokalyptische Katastrophe ist. Sie sind auch nicht in der Lage den  geistlichen Zusammenhang zwischen Taufe und Leben als Christ herzustellen: Die Taufe ist nämlich kein Freifahrschein in den Himmel, sondern sie verbindet uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung, durch die wir unsere sündigen Neigungen überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben können. Nur wenn wir täglich die Kraft der Taufe anwenden, was eine freie Willensentscheidung ist, dann werden wir am Jüngsten Tag durchkommen und ewiges Leben ererben.

(Was ist eigentlich das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus? Das ist die Botschaft davon, daß Jesus unsere Sünde getragen hat, als er am Kreuz für uns starb und er lebt, um uns zu heiligen; das müssen wir einfach für wahr halten; durch die Taufe werden wir metaphysich mit Jesu Tod und Auferstehung verbunden: Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wobei allerdings unser Leib sündig bleibt in sich selbst; täglich müssen wir nun durch die Kraft der Taufe, eben daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind zusammen mit Jesus, die sündigen Neigungen unseres Leibes, sprich unsere alten Gewohnheiten, überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben; das ist das volle Evangelium von Jesus)

Halten wir also fest: Die Kindertaufe ist gut in sich selbst, wird aber von den Groß-kirchen missbraucht.

Einige Glieder der Großkirchen werden als Erwachsene „erweckt“ – was nun? Soll man sie wiedertaufen?

Nein, um Gottes willen nicht wiedertaufen!!!

Was dann?

Diese Erweckten müssen einfach darüber aufgeklärt werden, was die sakramentale Taufe bzw. die Kindertaufe ist. Ich habe es oben schon ausgeführt. Eine Erklärung in anderen Worten, mit anderen Begriffen, wäre auch, zu sagen: Die Taufe ist ein Ruf in die Nachfolge Jesu und der Ruf selbst gibt uns die Kraft nachzufolgen trotz unserer sündigen Natur, die wir biologisch vom gefallenen, degenerierten Adam geerbt haben. Der Katholik oder Protestant, der erst als Erwachsener eine bewußte Glaubensentscheidung trifft, soll sich also keinefalls nochmals taufen lassen, sondern sich auf seine Kindertaufe beziehen und aus der Kraft dieser Taufe Jesus nachfolgen im Alltag und am Sonntag, also immer, egal ob er schläft oder wacht.

Zurück zu den Evangelikalen.

Die Evangelikalen missinterpretieren das Neue Testament, wie folgt:

Für sie gibt es eine sogenannte Wiedergeburt, wobei sie allerdings nicht in der Lage sind, genau zu definieren, was das eigentlich sein soll. Es scheint nicht viel mehr zu sein, als daß einer traurig ist über seine Sünden und das Evangelium für wahr hält. Die sakramentale Taufe bzw. Kindertaufe erklären sie für ungültig: Da ein Säugling nicht glauben könne, sei die Kindertaufe ungültig. Für sie ist die zweite Taufe, also die Taufe des erweckten Menschen, die gültige Taufe, wobei sie der Taufe (zweite Taufe) keine metaphysische Kraft beimessen, sondern sagen, sie folge auf die bereits erfolgte Wiedergeburt und sei nur ein Gehorsamsakt und ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Die Taufe (die zweite) sei auch ein rein symbolischer Akt, bei dem Gott nicht handle.

(übrigens ist, sage ich, die sakramentale Taufe in Verbindung mit Buße und Glauben die „Neue Geburt aus Wasser und Geist“, von der Jesus im Johannesevangelium redet; Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen; bei der wahren Lehre gemäß des biblischen Befundes wird also die Neue Geburt ganz klar definiert und ist nichts Obskures)

Jetzt kommt das eigentlich Schlimme:

Der Protestant oder Katholik, der durch eine evangelikale Gruppe wiedergetauft wird, wird dadurch völlig von seiner Kindertaufe abgebracht, die allein ihm dazu verhelfen könnte, als Christ im Alltag und am Sonntag zu leben. Dies ist in gewisser Weise eine Zerstörung der sakramentalen Taufe, der Gabe Gottes. Die Evangelikalen zerstören also ein Werk bzw. eine Gabe Gottes, was schlicht und einfach kriminell ist. Der Staat ist nur zu dumm, um das zu richten, aber es gehört gerichtet und vor den Richter. Amen.

Lieber Leser, sind Sie wiedergetauft?

Dann sagen Sie sich sofort von Ihrer Wiedertaufe los und beziehen Sie sich (wieder) auf Ihre teure (kostbare) Kindertaufe. Nur durch Ihre Kindertaufe vermögen Sie das christ-liche Leben zu leben und wenn Sie es tatsächlich leben, werden Sie in die Herrlichkeit des Sohnes Gottes eingehen. Ich wiederhole: Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel!

(wenn wir Jesu Opfer am Kreuz wertschätzen durch permanenten Glaubenskampf im Alltag, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben; das ist die teure Gnade)

Schlussfolgerung:

Da die Evangelikalen die Kindertaufe, ein großes Werk Gottes am Menschen, zerstören, sind sie aus der allgemeinen, christlichen Kirche ausgeschlossen.

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über gewöhnliche Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr, Jesus, und führe sie heraus zur wahren, christlichen Kirche.

Natürlich wird hiermit auch die ganze evangelikale Lehre von „ihrer“ Wiedergeburt, Wiedertaufe (sie selbst nennen die Wiedertaufe allerdings Taufe), etc. verworfen.

Die evangelikale Lehre ist gefährlicher als der Katholizismus, der Billige-Gnade-Protestan-tismus, der Islam, der Buddhismus, Hinduismus, etc.

Warum?

Nichts sieht der wahren Lehre ähnlicher als die evangelikale Lehre. Ihr Vokabular, ihr Lebensstil, ihr Taufen, ihr Brotbrechen, ihre Gemeinschaft, etc. – alles sieht der wahren Kirche täuschend ähnlich. Dies ist wirklich teuflisch bzw. eine teuflische Falle.

Sie reden auch so gerne von Jesus, aber ich sage, sie haben nicht den wirklichen, sakralen Jesus, sondern nur ein Bild, eine eigene Vorstellung, von ihm. Wenn Sie, lieber Leser, nur Bilder hätten von den Waren, die Sie bei Aldi eingekauft haben, dann sähen Sie ganz schön alt aus – hab‘ ich nicht recht?

Das Christentum ist schon schwer genug, wenn man wirklich glaubt. Wenn nun einer versucht, Jesus nachzufolgen, ohne Jesus wirklich zu haben mit seiner befreienden Kraft, dann muß das in der Katastrophe enden und in völliger Verzweiflung bis hin zum Selbstmord.

Die Verwerfung des römisch-katholischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre und die Verwerfung des evangelischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre wird hiermit bekräftigt.

Was soll ich erwählen, Pest oder Cholera, katholische- und evangelische Kirche oder Evangelikale?

(Verfluchte) Evangelikale:

Evangelikale Irrlehrer (Ketzer, Häretiker):

  • Wolfgang Arenz (Schweinfurt/Dittelbrunn)
  • Manfred Herbst (Schweinfurt/Niederwerrn)
  • Alois Böck (München)
  • Ralph Domke (München)
  • Martin Heide (Marburg)
  • Wolfgang Bühne (Meinerzhagen)
  • Fred Colvin (Henndorf/Österreich)
  • Andreas Lindner (Piding)
  • Benedikt Peters (Arbon/Schweiz)
  • Alois Wagner  (vermutlich München)
  • Roger Liebi (Schweiz)
  • Joel Osteen (USA)
  • Werner Gitt (Braunschweig)
  • Jean Gibson (2006 verstorben)
  • William MacDonald (2007 verstorben)
  • Reinhard Bonnke (Frankfurt)
  • Rick Warren (Rancho Santa Margarita, California)
  • Billy Graham (USA)
  • Franklin Graham (USA)
  • Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Deutschland)
  • Theodor Friesen (CBG; Christliche Biblische Gemeinde, München)
  • Ulrich Parzany (Kassel)
  • Hartmut Steeb (Stuttgart)
  • Bill Hybels (South Barrington , USA)
  • Johannes Hartl (Augsburg)
  • Professor für Neues Testament, Eckhard J. Schnabel
  • u. v. a. (leider)

Was diese verfluchten Irrlehrer angeht, wiederhole ich das Folgende:

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über die gewöhnlichen Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr und führe sie heraus zur wahren Kirche.

Siehe auch das Folgende:

Die geistliche Katastrophe

Der Untergang Deutschlands

Wissen, was Liebe ist.

Verwerfung des Klerus der etablierten Kirchen und der Leiter der Evangelikalen

Trockenheit in Kalifornien – eine Warnung auch für uns

Die Aufklärung

Ergänzung vom 23.10.2015

Da die EKD ein neues Gottesbild hat, ist die Taufe der EKD nicht mehr gültig; siehe hierzu:

Gibt es eine erlaubte Wiedertaufe?

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 11

1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen. 2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen. 3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören. 4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod. 5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen. 6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit. 7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte. 8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt. 9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken’s und werden erlöst. 10Eine Stadt freut sich, wenn’s den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh. 11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen. 12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still. 13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es. 14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu. 15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher. 16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum. 17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch. 18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut. 19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod. 20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen. 21Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden. 22Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband. 23Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglück. 24Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer. 25Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden. 26Wer Korn innehält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft. 27Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes; wer aber nach Unglück ringt, dem wird’s begegnen. 28Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie ein Blatt. 29Wer sein eigen Haus betrübt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen sein. 30Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen. 31So der Gerechte auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und der Sünder!

Auslegung

1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.“

Dieser Vers kann ein Zweifaches bedeuten:

Erstens, Gott verurteilt die Leugnung der natürlichen Sündhaftigkeit des Menschen („falsche Waage“) scharf bzw. heißt es gut, sie einzugestehen („völliges Gewicht“).

Zweitens, Gott verurteilt es, wenn man mit sich selbst nachsichtig ist, mit anderen aber streng. Gott will natürlich, daß man mit anderen genauso streng bzw. nachsichtig ist wie mit sich selbst.

Folgende zwei Verse belegen, daß die Beurteilung der sittlich-moralischen Verfassung eines Menschen durch Gott mit einem Wiegevorgang verglichen werden kann:

1Sam 2,3 Lasst euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen.

Dan 5,27 „Tekel,“ das ist, man hat dich auf der Waage „gewogen“ und zu leicht befunden. (das bezieht sich auf Belsazar, den Sohn Nebukadnezars, der sehr gottlos war; R. B.; es geht in diesem Vers aus Daniel natürlich nicht um das Körpergewicht Belsazars sondern um seine bösen, gottlosen Taten)

„2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen.“

Es ist ein dämonischer Hochmut bzw. Stolz, die persönliche, natürliche Sündhaftigkeit zu leugnen, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben – wir alle haben die degenerierte Natur des gefallenen Adam biologisch geerbt. Wer glaubt, er sei von Natur aus gut, der wird sich natürlich auch nicht nach Erlösung bzw. Befreiung ausstrecken. Ohne Erlösung durch Jesus Christus, Gottes Sohn, aber verdirbt der Mensch von Tag zu Tag. Spätestens am Jüngsten Tag wird Schmach auf die Stolzen fallen, denn ohne Jesus konnten sie kein einziges gutes Werk tun.

Wer aber seine Sünde eingesteht und davon befreit werden will, dem kommt die Weisheit, Jesus, zu Hilfe. Jesus macht nicht nur frei von der Sünde, sondern erfreut den „Demütigen“ auch durch seine reale Gegenwart. Die Wonne des sichtbaren Paradiesgartens, in dem Adam und Eva vor dem Sündenfall lebten, war nur ein Bild für die Wonne durch die unsichtbare Gegenwart Gottes. Die Gegenwart Gottes ist das Paradies an sich, selbst wenn die äußeren Umstände weniger schön sein mögen. Auch wenn wir nicht im Paradiesgarten leben wie Adam und Eva, so können wir doch die Wonne des Paradieses auch heute noch genießen durch Gemeinschaft mit Jesus, die Gegenwart Gottes.

3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören.“

Die „Unschuld“ ist Jesus. Er leitet die Frommen. Jesus hilft den „Demütigen“, die ihre Sündhaftigkeit einräumen, Tag für Tag unschuldiger zu werden, indem sie immer weniger sündigen durch die Kraft Jesu. Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) aber hasst die Frommen und so ist ihr Weg steinig und schwer. Obwohl ihr Weg steinig und schwer ist, ist es doch der Weg, auf dem Gott, Jesus, sie führt. Auch wenn der Weg schwer ist, Jesus ist bei ihnen. Der schwere Weg wird gangbar für den Frommen durch die Wonne der Gegenwart Gottes.

Der Weg des gottlosen Verächters mag dem äußeren Schein nach leicht sein – die Welt legt ihm keine Steine in den Weg, da er einer der ihren ist. Spätestens am Jüngsten Tag aber wird jener einen großen Fall tun, der nicht bereit war um Gerechtigkeit willen auf Statussymbole, Wohlleben und Zukunftsvorsorge (Streben nach Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt) zu verzichten. Da die Gottlosen der Gegenwart Gottes entbehren, ermangeln sie der Ruhe und des Friedens der Frommen in Gott. Dieses Vakuum versuchen sie auszufüllen durch einen Wettbewerb der Statussymbole, Erwerben irdischer Güter, Durchführen von Sicherungsmaßnahmen für die Zukunft. Um es sich „hier auf Erden gemütlich zu machen“, nimmt man auch gerne die ein oder andere Sünde in Kauf – „Gott wird’s schon vergeben“.

4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.“

Mit „Tag des Zorns“ ist zwar wahrscheinlich hauptsächlich der Jüngste Tag gemeint, aber im Grunde ist das auch jeder Tag, den man außerhalb der Gegenwart Gottes verbringt. Man richtet es sich hier in dieser Welt ein und nimmt es in Kauf, dafür auch Sünden zu begehen. Diese Sünden aber bewirken den Zorn Gottes. Das Ganze ist pervers bzw. paradox: Genau das, wodurch man Gemütlichkeit und Wohlbehagen zu erlangen versucht, führt zur Unbehaglichkeit. Der Sünder hat ein unbehagliches Lebens, weil er außerhalb Gottes lebt. Dies gilt auch, wenn er in der Welt alles hat, was das (ungläubige) Herz begehrt.

Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

Eph 2,3 Unter ihnen (die Menschen, die nicht an Jesus glauben; R. B.) haben auch wir (Paulus und die anderen Christen; R. B.) alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Röm 2,5 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,

Das Streben nach Macht, Reichtum und Ehre hilft weder jetzt noch am Jüngsten Tag – im Gegenteil. Jeder Mensch kann buchstäblich jeden Augenblick sterben und dann wäre es bis zum Jüngsten Tag, der real noch viele Jahre entfernt sein mag, nur einen Wimpernschlag, denn ein Toter merkt nicht, wie die Zeit vergeht. Wer seine Augen schließt im Moment des Todes, tut sie subjektiv im gleichen Moment wieder auf am Jüngsten Tag. Subjektiv ist der Jüngste Tag nur unsere restliche Lebenszeit bis zu unsrem physischen Tode von uns entfernt. Wenn wir heute sterben, stehen wir subjektiv heute noch vor dem Richterstuhl Gottes – unglaublich, aber wahr. Lieber Leser, es kann durchaus sein, daß der Jüngste Tag subjektiv nur noch wenige Stunden von ihnen entfernt ist, falls sie heute noch sterben würden.

„Gerechtigkeit errettet vom Tod.“

Die „Gerechtigkeit“ ist Jesus. Jesus macht uns nicht nur frei von der Sünde, ist selbst unsere Gerechtigkeit, sondern beglückt uns auch durch seine Gegenwart. Seine Gegenwart schenkt uns physische und psychische Gesundheit und trägt uns auch durch den physischen Tod hindurch, sodaß der Tod des Gläubigen in der Bibel „Entschlafen“ genannt wird im Sinne von Einschlafen. Wenn wir in Jesus bleiben, den Glauben halten, dann brauchen wir auch den ewigen Tod nicht zu fürchten, werden davon verschont werden.

Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Offb 2,11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet (durch Jesus; R. B.), dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen.“

Der Weg des Frommen wird kein leichter sein, weil die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) ihn hasst, dennoch ist es ein ebener Weg. Der Fromme bleibt in Christus, seiner Gerechtigkeit, indem er das Böse meidet, Ungerechtigkeiten (Stolpersteinen) aus dem Wege geht. Der unebene Weg des Gottlosen ist im Gegensatz dazu übersät mit Stolpersteinen – Ungerechtigkeiten. Der Gottlose geht nur scheinbar einen ebenen Weg, indem er den Hass der Welt vermeidet. In Wirklichkeit stolpert er ständig, indem er eine Ungerechtigkeit nach der anderen begeht.

Joh 15,19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Jak 4,4 Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.

1Joh 2,15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.

1Joh 2,16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

1Joh 2,17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

“ 6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit.“

Die „Gerechtigkeit der Frommen“ ist keine stellungsmäßige Gerechtigkeit sondern Jesus, eine göttliche Person. Durch Bekehrung und Taufe bekomme ich nicht ein Etikett auf die Stirn geklebt: „gerecht“, sondern ich komme in eine göttliche Person hinein, durch die ich gerecht leben kann und soll. Wenn ich wirklich Tag für Tag durch Jesus meine natürliche Sündhaftigkeit überwinde, dann werde ich jetzt und am Jüngsten Tag vor dem Zorn Gottes gerettet. Jesus hilft mir, nicht ständig über Ungerechtigkeiten zu „stolpern“ und so lebe ich ein Leben, das vor Gott wohlgefällig ist. Aufgrund seiner natürlichen Sündhaftigkeit begeht der Gottlose, der Verächter, eine Bosheit nach der anderen. Seine Bosheiten werden am Jüngsten Tag gegen ihn zeugen und verursachen schon jetzt Gottes Zorn. Vielleicht fühlte sich der Gottlose durch irgendeine Pseudoreligion, die eine Rechtfertigung für die Sünde liefert, frei, zu sündigen, maßt sich die Freiheit an, sündigen zu dürfen. Aber jede Sünde bedeutet einen neuen Gitterstab an dem Käfig, in dem der Gottlose immer mehr eingeschlossen wird. Paradox: Der Gottlose rühmt sich seiner Freiheit, aber in Wirklichkeit kerkert er sich selbst ein (2Petr 2,19 und versprechen ihnen Freiheit, obwohl sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden).

1Kor 1,30 Durch ihn (Gott; R. B.) aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

2Kor 5,21 Denn er (Gott; R. B.) hat den (Jesus; R. B.), der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.“

Vielleicht hoffte der Gottlose Herrlichkeit hier und gleichzeitig Herrlichkeit dort erlangen zu können. Vielleicht war er Anhänger irgendeiner falschen Religion, deren Rituale ihre Anhänger von wirklicher sittlich-moralischer Besserung durch die Kraft Christi im Alltag dispensieren (entbinden). Gott kommt es aber allein auf wirkliche sittlich-moralische Besserung durch die Kraft Christi an und nicht auf das Vollziehen von Ritualen. All die Anhänger falscher Religionen, die hier auf Erden gierig nach Macht, Ehre und Reichtum strebten, werden trotz ihrer Rituale verlorengehen. Sie werden bei ihrem Tod ihre Augen schließen und sie im gleichen Moment an einem Ort ewiger Qual wieder öffnen.

Lukas 16, 19-31 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren 21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre. 22 Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. 23 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. 24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen. 25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt. 26 Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. 27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; 28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. 29 Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. 30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. 31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

Lukas 12, 16-21 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. 17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte 19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? 21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Falsche Religionen: Islam, Billige-Gnade-Protestantismus (meist einfach Protestantismus genannt), römischer Katholizismus, Buddhismus, Hinduismus, evangelikaler Glaube, Glaube der Zeugen Jehovas, Glaube der Adventisten, Glaube der messianischen Juden, Glaube der orthodoxen Juden (Judentum), Glaube der neuapostolischen Kirche, Glaube der Mormonen, Glaube der Kopten (Monophysiten), Glaube der Ost“christen“ (Nestorianer), etc.

(Menschen aus Ägypten, dem Nahen Osten, dem Mittleren Osten, etc., die sich Christen nennen, können durchaus keine wirklichen, echten Christen sein sondern Monophysiten bzw. Nestorianer; Monophysiten und Nestorianer haben ein falsches Gottesbild; man muß im Einzelfall prüfen, ob ein Mensch aus Ägypten oder dem Osten, der sich Christ nennt, wirklich Christ ist; wirkliche Christen glauben an die Trinität, haben ein trinitarisches Gottesbild, sind Trinitarier; die wahre christliche Kirche glaubt, daß Jesus Christus eine menschliche und eine göttliche Natur hatte und einen menschlichen und einen göttlichen Willen; die menschliche und die göttliche Natur waren/sind in der Person Jesu Christi perfekt vereinigt, aber beide Naturen blieben/bleiben unvermischt; Jesus Christus war/ist gleichzeitig vollkommener Mensch  und vollkommener Gott; Jesus Christus ist eine einzige Person, eine Person der dreipersonalen Gottheit)

Verwerfliche Weltanschauungen: Kommunismus, Marxismus, Nationalsozialismus, Kapitalismus, etc.

Was ist die einzig wahre Religion?

Die einzig wahre Religion ist der Glaube der christlichen Kirche. Die christliche Kirche lehrt auf Grundlage des Befundes der Bibel, daß die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe die neue Geburt aus Wasser und Geist ist. Außerdem lehrt die christliche Kirche, daß die sakramentale Taufe der Ruf in die Nachfolge Jesu und kein Freifahrschein in den Himmel ist. Nur wer aus der Kraft seiner Taufe wirklich als Christ im Alltag lebt, wird am Jüngsten Tag durchkommen. Die christliche Kirche kennt keine Rituale, die von sittlich-moralischer Besserung entbinden.

Der Gegenstand der Taufe sind der Tod und die Auferstehung Jesu. Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus, alle Schranken von Raum und Zeit werden durch die Taufe überwunden, sodaß wir uns zusammen mit Jesus auf Golgatha befinden und zusammen mit ihm aus dem Grabe hervorgehen. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus; unser Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Durch die zwei Heilstatsachen „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“ können wir unser sündiges Fleisch täglich überwinden. Der Christ lebt in tatsächlicher sittlich-moralischer Besserung durch die Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Wer festhält an der Heiligung, den Glauben bewahrt, der wird durchkommen am Jüngsten Tag.

Unsere Nachfolge ist die angemessene Wertschätzung für Jesu Opfer am Kreuz. Wenn Jesu Opfer am Kreuz ein Werk der Erlösung für uns ist, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben. Gott schenkt uns  Vergebung und Erlösung in einem Paket – beides kann man nicht auseinanderreißen. Wenn wir in der Nachfolge leben, haben wir auch die Vergebung der Sünden.

Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) hasst die Gläubigen, weil sie den Heiligen Geist haben – das ist ein metaphysischer Konflikt. Der Gläubige nimmt teil an dem „intergalaktischen“ Krieg zwischen Gut und Böse. Die „Ungläubigen“ werden vom Geist Satans beherrscht, der sich gegenüber dem Heiligen Geist feindlich verhält.

8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt.“

Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) kann einem Christen das Leben zur Hölle machen. Das Schlimme daran ist, daß der Christ durch seinen Glauben an Jesus eigentlich gesegnet ist. Die Welt versucht sozusagen den Segen des Christen in einen Fluch zu verwandeln – das ist natürlich sehr, sehr böse. Zumindest langfristig gesehen kann die Welt den Segen des Christen natürlich nicht wirklich in Fluch verwandeln. Durch ihre Angriffe auf die Christen bzw. die Kirche macht sich die Welt Gott zum Feind. Gott wird der Welt antun, was sie den Christen zu tun gedachte und so kommt die Welt bzw. der Gottlose an die Statt des Gerechten und der Gerechte wird aus seiner Not erlöst.

Spätestens am Jüngsten Tag wird Gott wieder alles vom Kopf auf die Füße stellen und die Verfluchten werden tatsächlich den Fluch erben und die Frommen tatsächlich den Segen (siehe Lukas 16, 19-31, oben, wo der gottlose Reiche nach seinem Tod an die Stelle des frommen, armen Lazarus kommt). Aber auch schon hier auf Erden kann Gott gerecht richten. Einmal wurde z. B. der fromme David, der ein Vorfahre Jesu war, von einem gottlosen Viehzüchter namens Nabal sehr ungerecht behandelt, woraufhin Gott den David an Nabal rächte, indem er Nabal tatsächlich tötete – unglaublich:

1. Samuel 25

1Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich und trug Leid um ihn, und sie begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog hinab in die Wüste Pharan.

2Und es war ein Mann zu Maon und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war sehr großen Vermögens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und es begab sich eben, daß er seine Schafe schor zu Karmel. 3Und er hieß Nabal; sein Weib aber hieß Abigail und war ein Weib von guter Vernunft und schön von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaft in seinem Tun und war einer von Kaleb. 4Da nun David in der Wüste hörte, daß Nabal seine Schafe schor, 5sandte er aus zehn Jünglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Karmel; und wenn ihr zu Nabal kommt, so grüßet ihn von mir freundlich 6und sprecht: Glück zu! Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, was du hast! 7Ich habe gehört, daß du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verhöhnt, und hat ihnen nichts gefehlt an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind 8frage deine Jünglinge darum, die werden dir’s sagen, und laß die Jünglinge Gnade finden vor deinen Augen; denn wir sind auf einen guten Tag gekommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.

9Und da die Jünglinge Davids hinkamen und in Davids Namen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, hörten sie auf. 10Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren Herren reißen. 11Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her sind? 12Da kehrten sich die Jünglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles. 13Da sprach David zu seinen Männern: Gürte ein jeglicher sein Schwert um sich und David gürtete sein Schwert auch um sich, und zogen hinauf bei vierhundert Mann; aber zweihundert blieben bei dem Geräte.

14Aber der Abigail, Nabals Weib, sagte an der Jünglinge einer und sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der Wüste, unsern Herrn zu grüßen; er aber schnaubte sie an. 15Und sie sind uns doch sehr nützliche Leute gewesen und haben uns nicht verhöhnt, und hat uns nichts gefehlt an der Zahl, solange wir bei ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren; 16sondern sie sind unsre Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir die Schafe bei ihnen gehütet haben. 17So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewiß ein Unglück vorhanden über unsern Herrn und über sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf.

18Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Krüge Wein und fünf gekochte Schafe und fünf Scheffel Mehl und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud’s auf Esel 19und sprach zu ihren Jünglingen: Geht vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Mann Nabal nichts davon. 20Und als sie nun auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, siehe, da kam David und seine Männer hinab ihr entgegen, daß sie auf sie stieß. 21David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst behütet alles, was dieser hat in der Wüste, daß nichts gefehlt hat an allem, was er hat; und er bezahlt mir Gutes mit Bösem. 22Gott tue dies und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis zum lichten Morgen übriglasse einen, der männlich ist, aus allem, was er hat.

23Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David auf ihr Antlitz und beugte sich nieder zur Erde 24und fiel zu seinen Füßen und sprach: Ach, mein Herr, mein sei die Missetat, und laß deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd! 25Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name heißt, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Jünglinge meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.

26Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, der HERR hat dich verhindert, daß du nicht kämst in Blutschuld und dir mit eigener Hand hilfst. So müssen nun werden wie Nabal deine Feinde und die meinem Herrn übelwollen. 27Hier ist der Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den gib den Jünglingen, die unter meinem Herrn wandeln. 28Vergib deiner Magd die Übertretung. Denn der HERR wird meinem Herrn ein beständiges Haus machen; denn du führst des HERRN Kriege; und laß kein Böses an dir gefunden werden dein Leben lang. 29Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele steht, so wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder. 30Wenn denn der HERR all das Gute meinem Herrn tun wird, was er dir geredet hat, und gebieten, daß du ein Herzog seist über Israel, 31so wird’s dem Herzen meines Herrn nicht ein Anstoß noch Ärgernis sein, daß du Blut vergossen ohne Ursache und dir selber geholfen; so wird der HERR meinem Herrn wohltun und wirst an deine Magd gedenken.

32Da sprach David zu Abigail: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der dich heutigestages hat mir entgegengesandt; 33und gesegnet sei deine Rede, und gesegnet seist du, daß du mir heute gewehrt hast, daß ich nicht in Blutschuld gekommen bin und mir mit eigener Hand geholfen habe. 34Wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, der mich verhindert hat, daß ich nicht übel an dir täte: wärst du nicht eilend mir begegnet, so wäre dem Nabal nicht übriggeblieben bis auf diesen lichten Morgen einer, der männlich ist. 35Also nahm David von ihrer Hand, was sie gebracht hatte und sprach zu ihr: Zieh mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorcht und deine Person angesehen.

36Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause wie eines Königs Mahl, und sein Herz war guter Dinge bei ihm selbst, und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder klein noch groß bis an den lichten Morgen. 37Da es aber Morgen ward und der Wein von Nabal gekommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, daß er ward wie ein Stein. 38Und über zehn Tage schlug ihn der HERR, daß er starb.

39Da das David hörte, daß Nabal tot war, sprach er: Gelobt sei der HERR, der meine Schmach gerächt hat an Nabal und seinen Knecht abgehalten hat von dem Übel; und der HERR hat dem Nabal das Übel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin und ließ mit Abigail reden, daß er sie zum Weibe nähme. 40Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, daß er dich zum Weibe nehme. 41Sie stand auf und fiel nieder auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, hier ist deine Magd, daß sie diene den Knechten meines Herrn und ihre Füße wasche. 42Und Abigail eilte und machte sich auf und ritt auf einem Esel, und fünf Dirnen, die unter ihr waren, und zog den Boten Davids nach und ward sein Weib.

43Auch hatte David Ahinoam von Jesreel genommen; und waren beide seine Weiber.

44Saul aber hatte Michal seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn des Lais von Gallim, gegeben.

Die Juden taten dem Herrn, Jesus, sehr großes Leid an, als sie ihn durch die Hand des Pilatus kreuzigten. Auch das wurde von Gott gerächt. Circa 70 nach Christus fielen die Römer über Jerusalem her und viele Juden kamen um (siehe Jüdischer Krieg).

Apg 2,23 diesen Mann (Jesus; R. B.), der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr (die Juden; R. B.) durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht.

Lukas 19, 41-44

41Und als er (Jesus; R. B.) nahe hinzukam, sah er die Stadt (Jerusalem; R. B.) an und weinte über sie 42und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. 43Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde (die Römer; R. B.) werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten; 44und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.

Lukas 21, 20-24

20Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket daß herbeigekommen ist seine Verwüstung. 21Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf das Gebirge, und wer drinnen ist, der weiche heraus, und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein. 22Denn das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde alles, was geschrieben ist. 23Weh aber den Schwangern und Säugerinnen in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk, 24und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllt wird.

Aus historischer Sicht war alles, was die Juden vermochten, Jesus einen „Kinnhaken“ zu verpassen. Jesus „fiel um“ und stand „gleich“ wieder auf (historisch gesehen). Für Jesus war natürlich die Kreuzigung, als er sich eben selbst in dieser Situation befand, unvorstellbar unangenehm, ein sehr großes Leid, ein Schrecken und Horror. Gott aber hat ihn am dritten Tage auferweckt aus den Toten, sodaß sein Tod nicht ein Tod im herkömmlichen Sinne war, denn er war sozusagen nur vorübergehend tot, wie ein Boxer, der einen Kinnhaken erlitten hat, kurze Zeit bewusstlos ist. Mann könnte es auch so sehen: Die Juden vermochten gar nicht, Jesus wirklich zu töten, wenn man den Tod als etwas auffasst, was nicht rückgängig zu machen ist. Jesus war natürlich wirklich tot, aber dadurch, daß er nach drei Tagen auferweckt wurde, war es doch nicht der herkömmliche Tod des gemeinen Mannes, der nicht rückgängig zu machen ist.

Apg 13,34 Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt (Jesaja 55,3): »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.«

Apg 13,35 Darum sagt er auch an einer andern Stelle (Psalm 16,10): »Du wirst nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.«

Kurz gesagt: „Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst“ wurde auch an Jesus wahr, als ihn Gott aus den Toten auferweckte. Auch „und der Gottlose kommt an seine Statt“ wurde wahr, als Gott die Juden im Jüdischen Krieg durch die Hand der Römer tötete, die, oder deren unmittelbare Vorfahren, Jesus durch die Hand des Römers Pilatus getötet hatten.

Sowohl am Beispiel von David als auch am Beispiel von Jesus sehen wir, wie der Fromme seine Rechtssache Gott anbefiehlt und Gott tatsächlich Recht schafft. Dieses Prinzip ist von zeitloser Gültigkeit und auch heute noch muß ein Christ danach handeln.

Röm 12,19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« (dies schrieb Paulus an die Christen zu Rom)

(zwischenzeitliche Erniedrigung des Feindes des Frommen durch Gott)

Röm 12,20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).

Zwischen den Versen Röm. 12, 19 und Röm. 12, 20 liegt die Erniedrigung des Feindes eines Christen durch Gott. Gott straft den Feind des Christen durch materielle Not (Hunger und Durst). Indem der Christ seine Rechtssache Gott anbefiehlt, gibt er Gott die Gelegenheit zu handeln. Gott züchtigt den Feind, wodurch dieser empfänglich wird für die Liebe des Christen und somit die Liebe Gottes („feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln“).

Dies rückt auch das Gebot der Feindesliebe aus der Bergpredigt in ein neues Licht. Der Christ steht gar nicht auf verlorenem Posten, ist gar nicht der Fußabtreter des Gottlosen, sondern wenn er seine Rechtssache Gott anbefiehlt, wird Gott seine Feinde vor ihm erniedrigen, worauf der Christ Liebe an ihnen üben kann ohne jegliche Form von Feigheit, Kriecherei, Fußlecken und Duckmäusertum.

 Lk 6,27 Aber ich (Jesus; R. B.) sage euch (die Jünger; R. B.), die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen;

Der Christ muß nicht seine Würde aufgeben, wenn er seinen Feinden Liebe entgegenbringt, das ist ein schweres Missverständnis, mit dem dringend aufgeräumt werden muß.

Exkurs zum Thema „die Welt“

Mit dem Begriff „die Welt“ ist eigentlich das böse Weltsystem gemeint, das in der Bibel auch „Babylon“ genannt wird. Die Substanz dieses Weltsystems ist die ganze Menschheit, alle Menschen, die nicht an Jesus glauben. Die Menschheit wiederum kann man „Hure“ oder „Hure Babylon“ nennen. Die Menschheit bzw. „Hure Babylon“ befindet sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren. Die Summe aller antichristlichen Regierungen und die Summe aller falschen Religionsgemeinschaften wird in der Bibel jeweils „Tier“ im Sinne von „gefährliche Bestie“ genannt. Die antichristlichen Regierungen lassen sich durch die niedrigen Instinkte der Menschheit leiten und die antichristlichen Regierungen wiederum fördern alles, was antichristlich ist – das Ganze ist eine tödliche Abwärtsspirale, die in den Abgrund führt.

Siehe auch Auslegung Offenbarung 17 und Auslegung Offenbarung 18

Ende Exkurs „die Welt“

9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken’s und werden erlöst.“

Die sprichwörtlichen Heuchler zur Zeit Jesu waren die Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie glaubten selbst nicht an einen Erlöser und lehrten die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken (die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken ist eine Irrlehre und entspricht auch nicht dem Befund des Alten Testamentes). Indem sie nicht an einen Erlöser glaubten, gingen sie nicht in das Himmelreich und indem sie falsch lehrten, verschlossen sie das Himmelreich vor den Menschen (gewöhnliche Juden).

Mt 23,13 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen.

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten bestand in einer äußerlichen Frömmigkeit. Innerlich aber waren sie voller Raub und Gier.

Mt 23,25 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!

Mt 23,27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!

Das Gesetz (Gesetz der Thora bzw. fünf Bücher Mose) führt dazu, daß der (unerlöste)Mensch mehr statt weniger sündigt, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot.

Röm 7,8 Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden aller Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot. (das schrieb Paulus; R. B.)

Wer die Lehre der Pharisäer und Schriftgelehrten annahm, musste genauso zum Heuchler werden wie sie selbst, denn das sündige Fleisch des Menschen kann dem Gesetz Gottes nicht untertan sein.

Röm 8,7 Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht.

Letztlich blieb den Juden, die heimlich in Sünden lebten, was sie sicherlich nicht zugaben, nur noch übrig, sich auf ihre Abstammung von Abraham, die Beschneidung, das bloße Haben des Gesetzes und die Sabbatheiligung zu stützen – die vier Säulen des Judentums. Ein Jude besserte sich durch seinen Glauben nicht sittlich-moralisch, sondern hielt sich fest an seiner Abstammung von Abraham, seiner Beschneidung, seiner Zugehörigkeit zu dem Volk, dem Gott das Gesetz gegeben hatte, und seiner Sabbatheiligung. Was aber der Gott Israels gewollt hätte, wäre die tatsächliche sittlich-moralische Besserung durch die Kraft eines Erlösers gewesen. Durch ihre falsche Religion des Gesetzesjudentums verdarben die Juden („durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt“).

Die falsche Religion des Gesetzesjudentums hatte den „Vorteil“ für den Menschen, daß sie nicht von ihm verlangte, wirklich Buße zu tun über Gier nach Macht, Ehre und Reichtum, wirklich auszusteigen aus dem Wettbewerb der Statussymbole, aufzuhören mit dem Sammeln von irdischen Gütern, aufzuhören mit krankhaft-neurotischer Zukunftsvorsorge.

„aber die Gerechten merken’s und werden erlöst“

Eine Zeit des Aufmerkens war z. B. gekommen, als Johannes der Täufer predigte. Johannes der Täufer verlangte wirkliche sittlich-moralische Besserung. Der äußerliche Gottesdienst des Gesetzesjudentums war für ihn wertlos und bedeutungslos.

Lukas 3, 10-14 10Und das Volk fragte ihn (Johannes der Täufer; R. B.) und sprach: Was sollen wir denn tun? 11Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also. 12Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. 14Da fragten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und laßt euch genügen an eurem Solde.

Natürlich hatten viele Juden innere Kämpfe, nachdem sie die Predigt des Johannes gehört hatten, etliche wurden auch krank. Die Krankheiten aber gehörten zu ihrer Errettung bzw. führten ggf. zu ihrer Erlösung. Die Krankheiten waren eine Zuchtmaßnahme Gottes, um den Juden zu helfen, sich vom Gesetzesjudentum zu verabschieden und an Jesus, Gottes Sohn, zu glauben.

Hebr 12,8 Seid ihr aber ohne Züchtigung (Krankheit; R. B.), die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.

Die Kranken, sprich armen, geknickten Sünderlein, kamen dann zu Jesus. Jesus konnte mehr tun als Johannes der Täufer. Johannes konnte nur zur Buße rufen, was ggf. innere Kämpfe bei den Menschen hervorrief, Jesus aber konnte das Heil geben. Jesus gab jenen, die zu ihm kamen, die Kraft ihre Sünde zu überwinden, außerdem vergab er ihnen. Die Heilung von sichtbarer Krankheit war ein Bild für die unsichtbare Sündenvergebung. Die unsichtbare Vergebung der Sünden war genauso real wie die sichtbare, körperliche Heilung.

Mt 9,6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh heim!

10Eine Stadt freut sich, wenn’s den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh. 11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.“

Der eigentliche Gottlose ist der Irrlehrer. Viel schlimmer, als selbst zu sündigen, ist es, andere zum Sündigen zu verführen. Alle Anhänger falscher Religionen, von Irrlehrern verführt, bleiben in ihrem sündigen Fleisch stecken – sie müssen sündigen, weil sie nicht die Erlösung haben, die in Christus Jesus ist. Das sündige Fleisch ist gierig nach Macht, Ehre und Reichtum. Unter Vernachlässigung von Gerechtigkeit, sucht es diese Dinge zu erlangen. Es ist klar, daß es für eine Stadt, eine Region oder ein ganzes Land schädlich sein muß, wenn seine Einwohner Krieg führen um Macht, Ehre und Reichtum, statt friedlich zu kooperieren. Wenn es im Gegensatz dazu der christlichen Kirche gelingt, die Irrlehrer auszuschalten (durch Verfluchung der Irrlehrer und Information der Gesellschaft über die Schädlichkeit der Irrlehren), ist das zum Segen der Stadt. Das Evangelium, das die christliche Kirche verkündet, leitet die Menschen zur Brüderlichkeit. Sie versuchen dann mit ihren Gaben der Gemeinschaft zu dienen und nicht jeder will der Größte, das Haupt oder der Chef sein. Das Evangelium führt zu wirklicher Besserung, bleibt nicht bei guten Vorsätzen stehen, da durch das Evangelium das sündige Fleisch, die sündige Natur des Menschen, wirklich überwunden wird.

Jakobus 3, 13-18 13Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. 14Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht wider die Wahrheit. 15Das ist nicht die Weisheit, die von obenherab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch. 16Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding. 17Die Weisheit von obenher ist auf’s erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. 18Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesät im Frieden denen, die den Frieden halten.

Jakobus 4, 1-6 1Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? 2Ihr seid begierig, und erlanget’s damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnt damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet; 3ihr bittet, und nehmet nicht, darum daß ihr übel bittet, nämlich dahin, daß ihr’s mit euren Wollüsten verzehrt. 4Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen (damit ist wohl der geistliche Ehebruch gemeint: Christus verlassen und dem Teufel anhangen wie die Welt; R. B.), wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. 5Oder lasset ihr euch dünken, die Schrift sage umsonst: Der Geist, der in euch wohnt, begehrt und eifert? 6Er gibt aber desto reichlicher Gnade. Darum sagt sie: „Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“

Eine reale irdische Stadt ist immer eine Mischung aus Frommen und Gottlosen. Meistens wird sich der Einfluss der Frommen, der Kirche, darauf beschränken müssen, einen mildernden Einfluss auszuüben. Nur wenn man unter „Stadt“ die Kirche an sich versteht, dann soll in ihr natürlich kein einziger Gottloser gefunden werden und keine Irrlehre. Alle Bürger jener „Stadt“, der Kirche, würden sich freuen, wären froh, wären hoch erhoben.

Der Friede, den wir heute in Deutschland haben, ist natürlich nur ein Scheinfriede und hat nichts mit einem Frieden zu tun, der durch den Einfluss der christlichen Kirche hervorgerufen würde. Der heutige Scheinfriede in Deutschland wird durch repressive Maßnahmen des Staates erzwungen. Unter der Oberfläche aber brodelt es und der Druck im Kessel steigt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das Ganze in die Luft fliegt. Kein Staat dieser Welt wird es schaffen, Menschen, die innerlich völlig verwildert sind, dazu zu zwingen, sich im Alltag zivilisiert zu verhalten. Wir steuern auf eine Katastrophe zu.

Moderne Heuchler:

  • Papst Franziskus (der Erzheuchler)
  • Heinrich Bedford-Strohm (Hohepriester des Gottes, dessen „Beruf“ es ist, zu vergeben)
  • alle „Geistlichen“ der römisch-katholischen Kirche (Tentakel des Erzheuchlers)
  • alle „Geistlichen“ der evangelischen Kirche (bringen Spießbürger statt Christen hervor)
  • alle Prediger, Leiter, Pastoren, Älteste der Evangelikalen (Wiedertäufer)
  • alle muslimischen Imame, Mullahs, Scheichs, Hodschas, etc. (Schlächter Allahs)
  • u.v.a.m. (leider)

12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still.“

Die Pharisäer und Schriftgelehrten zürnten dem Volk, beleidigten und verfluchten es. Das war pervers, denn die Pharisäer und Schriftgelehrten waren ja selbst verantwortlich für den sittlich-moralischen Ruin des Volkes Israel, indem sie falsch lehrten – die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken. Die Pharisäer und Schriftgelehrten entbehrten jeglichen Einflusses des Geistes Gottes, denn sonst hätten sie ihre eigene Sündhaftigkeit gespürt und wären mit den Sündern aus dem Volk freundlicher umgegangen.

Joh 7,49 Nur das Volk tut’s (an Jesus glauben; R. B.), das nichts vom Gesetz weiß; verflucht ist es. (das sagten die Pharisäer; R. B.)

Joh 9,34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und lehrst uns? Und sie stießen ihn hinaus. (das sagten die Pharisäer zu einem Blindgeborenen, den Jesus wieder sehend gemacht hatte)

Die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten eine ziemlich niedrige Meinung vom Volk, das sieht man schon an diesen zwei Versen aus dem Johannesevangelium.

Im Gegensatz zu den Pharisäern und Schriftgelehrten machte Jesus den gewöhnlichen Sündern keine Vorwürfe wegen ihrer Sünden, wobei Jesus der einzige gewesen wäre, der das Recht dazu gehabt hätte, denn er war ohne Sünde. Jesus war im Gegensatz zu den religiösen Führern der Juden sanftmütig und von Herzen demütig. Jesus richtete die Menschen nicht, sondern bot ihnen Heil und Erlösung an – so tat er den Willen Gottes.

Mt 9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten. (das sagte Jesus zu den Pharisäern; R. B.)

Oberflächlich betrachtet scheinen die Heuchler dazu gelernt zu haben. Die modernen Heuchler zürnen den Sündern nicht, beleidigen und verfluchen sie nicht. Im Gegensatz zu den antiken Heuchlern richten sie die Sündern nicht, sondern legalisieren die Sünde. Sie sagen den Sündern, ihre Sünden seien überhaupt keine Sünden (z. B. Hurerei, Ehebruch, Homosexualität, Verehrung Mohammeds, Materialismus, Abtreibung, etc.). Die Legalisierung der Sünde durch die modernen Heuchler ist für den Sünder zunächst sehr angenehm (angenehm im Vergleich zum Scharfrichten durch die antiken Heuchler). Langfristig jedoch ist das Legalisieren der Sünde durch die modernen Heuchler für den Sünder genauso schädlich wie das bösartige Richten durch die antiken Heuchler. Wie die antiken Heuchler enthalten die modernen Heuchler dem Sünder die Erlösung vor, die in Christus Jesus ist. Der Sünder bleibt in seiner Sünde gefangen und wird daran zugrunde gehen. Die Sünde selbst wirkt zerstörerisch, sie ist ein tödliches Gift.

Röm 6,23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

1Kor 15,56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.

„aber ein verständiger Mann schweigt still“

Damit kann nur gemeint sein, daß der Fromme den gewöhnlichen Sünder nicht scharf richtet wegen seiner Sünde. Nicht kann damit gemeint sein, daß der Fromme gegenüber dem Sünder die Sünde verharmlost bzw. legalisiert. Ein Frommer, der die Sünde legalisiert ist genauso vom Glauben abgefallen, wie ein Frommer, der die Sünder scharfrichtet wegen ihrer Sünde. Der echte Fromme ist sich seiner eigenen, natürlichen Sündhaftigkeit bewusst. Er weiß, daß er im Grunde zu jeder Sünde fähig ist. Nur durch Gnade, Jesus, überwindet er sein sündiges Fleisch und tut gerechte Taten, die Gott wohlgefällig sind. Über diese Gnade will der Fromme den Sünder unterrichten, damit auch jener fromm werde durch die Gnade Gottes, Jesus.

Tit 2,11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen

13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.“

Die meisten Söhne Jakobs (der Erzvater Israels) waren zumindest zeitweise nicht sehr fromm. Juda, einer von ihnen, wollte die Frau Tamar scharfrichten wegen Hurerei, obwohl er selbst ein Hurenbock war. Er selbst hatte Tamar geschwängert, ohne es zu wissen.

1Mo 38,24 Nach drei Monaten wurde Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben; und siehe, sie ist davon schwanger geworden. Juda sprach: Führt sie heraus, dass sie verbrannt werde.

(Tamar hatte sich als Hure verkleidet, sodaß Juda nicht wußte, wer sie war, und nicht wissen konnte, daß sie von ihm schwanger war)

1Mo 38,16 Und er (Juda; R. B.) machte sich zu ihr (Tamar als Hure verkleidet; R. B.) am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter war. Sie antwortete: Was willst du mir geben, wenn du zu mir kommst?

Im Gegensatz zu Juda war Joseph, der Mann Marias und Vater Jesu, sehr fromm. Er ging zunächst davon aus, daß Maria ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte, weil sie ohne sein Zutun schwanger geworden war. Dies posaunte er aber nicht laut heraus, wollte sie auch nicht töten, sondern gedachte, sie heimlich zu entlassen – so hatte er ein getreues Herz.

Matthäus 1, 18-19 18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.

Zu Vers 10: Nicht nur der Krieg um Macht, Ehre und Reichtum zerstört eine Gesellschaft, sondern auch das gegenseitige Schmähen und Verleumden der Sünder wie wir aus Vers 12 und 13 sehen. Es ist klar, daß das keine vertrauensbildende Maßnahme ist, wenn man in der Öffentlichkeit die schmutzige Wäsche seinen Nächsten wäscht. Schmähen und Verleumden schafft Entzweiung. Aber nur wenn wir kooperieren, eine wirkliche Gemeinschaft sind, dann werden wir auch etwas erwirtschaften sowohl im irdischen als auch im geistlichen Sinne. Wenn sich Schmähen und Verleumden ausbreiten, ist das der Tod einer Gesellschaft.

14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.“

Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter;“

Das haben wir heute in Deutschland, Gottlosigkeit allerorten. Den guten „Rat“, den christlichen Glauben, den Glauben an Jesus, haben wir von uns gestoßen. Überall treibt das sündige Fleisch seine Blüten. Die Gottlosigkeit hat die Deutschen entzweit. Isoliert von einander und einsam vegetieren sie dahin in Städten und auf oberbayerischen Kuhdörfern.

„wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.“

Die deutsche Gesellschaft ist ruiniert – wenn nicht bald ein Wunder geschieht, werden wir komplett untergehen und aus der Geschichte verschwinden. Evangelisten („Ratgeber“) braucht das Land. Nur das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus kann uns retten. Doch wer würde es glauben?

Lk 18,8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden? (dieser Vers sagt praktisch, daß Jesus zu einer Zeit wiederkommt, wo fast niemand mehr an ihn glaubt; R. B.)

15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.“

Wenn man für den Nächsten „bürgt“, er sei von Natur aus gut, das ist der schlechteste, denkbare „Rat“, denn die Wahrheit ist, daß wir alle die degenerierte Natur des gefallenen Adam biologisch geerbt haben. Nur wer seine „Erbsünde“ einräumt, wird sich auch nach Erlösung ausstrecken. Wer also die Erbsünde leugnet, ist mit verantwortlich für die sittlich-moralische Verwahrlosung seines Nächsten und wird dafür am Jüngsten Tag zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist wie bei einer monetären, realen Bürgschaft: Ich verhelfe meinem Nächsten zu einem Kredit, dessen er nicht würdig war. Am Ende muß ich selbst für meinen Nächsten geradestehen.

“ 16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.“

Das „holdselige Weib“ ist die christliche Kirche. Sie übernimmt keine törichten Bürgschaften, sondern klärt die Menschen über ihre natürliche Sündhaftigkeit auf. Damit verhilft sie den Menschen zum ersten Schritt zur Erlösung. Wer ist holdseliger als der, der anderen zur Erlösung verhilft? Zumindest den modernen Tyrannen (z. B. Frau Merkel und Herr Bedford-Strohm) ist es im Gegensatz dazu „scheißegal“, was einer glaubt – Hauptsache er malocht bis zum Umfallen und zahlt Steuern, von denen sich die Staats- und Kirchendiener mästen können. Das ist die Religion des Endes: der aufgeklärte Materialismus: Sexuelle und religiöse Toleranz am Arbeitsplatz, um die Produktivität zu erhöhen (die Wirtschaft braucht tolerante Teamplayer) – die totale Pervertierung des allgemeinen, christlichen Liebesgebotes. Diese „Liebe“ am Arbeitsplatz ist in den Augen Gottes Hass, denn sie dient dem Materialismus, dem Götzen Mammon.

Wirkliche Liebe:

Man soll seinen Nächsten lieben wie sich selbst nicht um des Arbeitsfriedens willen sondern um Gottes willen. Die christliche Liebe bringt auch immer Christus mit und läßt ihren Nächsten nicht umkommen in seiner falschen sexuellen Orientierung (z. B. Homosexualität) oder seiner falschen Religion (z. B. Islam). Die christliche Liebe ermuntert zur Buße und zum Glauben an Jesus, Gottes Sohn und Gott.

Kol 1,28 Den (Jesus; R. B.) verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.

17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch.“

Der „barmherzige Mann“ ist Jesus. Auch wenn er zunächst leiden mußte, tat er sich doch selbst Gutes durch seine Barmherzigkeit (in seiner Barmherzigkeit litt er für die Sünder). Die Braut Christi, die Kirche, wird ihm am Jüngsten Tag zugeführt werden und bei ihm sein bis in alle Ewigkeit. Die Liebe zwischen Christus und seiner Kirche bzw. seiner Braut ist natürlich nicht erotisch, wie ein verblödeter Student der evangelischen Theologie vermuten möchte, sondern geistlich.

Ps 45,10 In deinem Schmuck gehen Töchter von Königen; die Braut steht zu deiner Rechten in Goldschmuck aus Ofir.

Jes 40,10 siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb (die Kirche; R. B.), geht vor ihm her.

Jes 62,11 Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb (die Kirche; R. B.), geht vor ihm her!

Offb 21,2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Der Teufel (der Unbarmherzige), der so viele Menschen von Gemeinschaft mit Christus und Gemeinschaft untereinander durch Christus ferngehalten hat, wird in einem feurigen Pfuhl gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut.“

Wie gesagt, der Gottlose schlechthin ist der Irrlehrer. Er hält den Sünder von der Erlösung fern, die in Christus Jesus ist, und speist ihn mit religiösem Tand ab. All die Nachfolger und Anhänger der Irrlehrer werden verloren gehen trotz ihres religiösen Tands und so schlägt die Arbeit der Gottlosen (Irrlehrer) fehl. Im Gegensatz dazu sät die christliche Kirche Gerechtigkeit, indem sie die Menschen auf ihre Erbsünde hinweist und Heil und Erlösung in Christus Jesus anbietet. Sowohl die Lehrer der christlichen Kirche als auch jene, die sich durch sie zu Jesus bekehren, werden ewigen Lohn („Gut“) empfangen.

Dan 12,3 Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

2Kor 5,10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.

Die Gerechtigkeit, die die Kirche sät, ist Jesus. Der natürliche Mensch ist verdorben und nur in Christus Jesus können wird gerecht sein. Das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus ist die einzige Religion, die funktioniert, denn sie setzt nicht auf das sündige Fleisch des Menschen, das absolut unverbesserlich ist, sondern macht den Menschen der Gegenwart einer göttlichen Person teilhaftig, die ihm hilft, gerecht zu handeln trotz seiner natürlichen Sündhaftigkeit.

Joh 4,36 Wer erntet, empfängt schon seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet.

19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.“

Vers 19 bezieht sich nicht auf den guten Staatsbürger bzw. den gemeinen Verbrecher, denn das weiß ja sowieso jeder, daß es die Verbrecher in einem zivilisierten Land nicht weit bringen werden und der brave Staatsbürger in der Regel einen gewissen Wohlstand genießt. Nein, Vers 19 bezieht sich auf die christliche Gerechtigkeit, die über die staatsbürgerliche Gerechtigkeit weit hinaus geht. Gerechtigkeit, Jesus, ist sogar das Leben.

 Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr (Marta, die Schwester des Lazarus; R. B.): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Wer in Jesus ist, der lebt nicht nur für sich selbst sondern auch für andere – Leben geht von ihm aus, weil er mit der Quelle des Lebens verbunden ist. Die Glieder der Kirche sind Brüder und Schwestern im Herrn. Sie vegetieren nicht nur nebeneinander her ohne Beziehungen wie die Bürger dieser Welt, sondern teilen ihr Leben miteinander. Durch Christus haben sie wirkliche Gemeinschaft, Christus ist ihre Gemeinschaft. Die Glieder der Kirche sind durch Christus so eng miteinander verbunden, daß sie sogar der Leib Christi genannt werden. Ohne Ansehen der natürlichen Person wird jeder, der an Jesus glaubt, in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Christen ist unabhängig von allen natürlichen Gegebenheiten: Berufliche Position, Reichtum (sozialer Status), Intelligenz, Eloquenz, Schönheit, Hautfarbe, Rasse, Nationalität, Sozialkompetenz, etc.

1Kor 12,13 Denn wir sind durch „einen“ Geist alle zu „einem“ Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit „einem“ Geist getränkt.

2Kor 5,16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch (natürliche Gegebenheiten; R. B.); und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.

Der gute Staatsbürger (wenn man Vers 19 primitiv auslegen würde) ist dennoch jemand, der dem Übel nachjagt, wenn er nicht an Jesus glaubt. Ohne Glauben an Jesus ist der Mensch selbstsüchtig, lebt nur für sich selbst. Dies kann er auch durch gute Vorsätze nicht überwinden. In den Augen Gottes jagt nicht nur der gemeine Kriminelle (wenn man Vers 19 primitiv auslegen würde) dem Übel nach sondern auch jener, der nur für sich selbst lebt. Für viele gute Staatsbürger wird es am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben, denn sie verwechselten Staatsbürgertum mit Christentum.

Die Friedhofsruhe, die man spürt, wenn man heute am Sonntag in München durch ein Wohngebiet geht, ist durchaus Ausdruck des „Todes“, von dem in Vers 19 die Rede ist. Es wohnen da lauter brave Staatsbürger (Spießbürger), aber sie haben kaum etwas miteinander zu tun – das ist der geistliche Tod. Indem sie ganz hingenommen sind im Erwerben von Statussymbolen, Wohlleben  und Zukunftsvorsorge, gehen sie am wirklichen Leben vorbei. Indem sie diesen Dingen nachjagen („dem Übel“), Gott nicht suchen, bleiben sie im geistlichen Tod ohne Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche.

20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.“

Der geistliche Tod, indem die braven Staatsbürger hier auf Erden leben, wird sich in der Ewigkeit fortsetzen im zweiten Tod. Nicht wird es so sein, daß jene, die hier auf Erden der spießbürgerlichen Selbstsucht frönten, ewige Gemeinschaft mit Christus und seiner Braut haben werden. Der Himmel ist nichts anderes als der Ort ewiger Gemeinschaft mit Christus und seiner Braut. Wer das hier auf Erden schon ablehnt, indem er sich von der wahren Kirche fernhält, der wird es auch in der Ewigkeit nicht genießen dürfen. Wer sich hier auf Erden von der wahren Kirche fernhält, der sagt praktisch, er wolle nicht in den Himmel. Von daher auch der Geruch des Todes in Münchner Wohngebieten am Sonntag.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Die Frommen, die hier auf Erden schon Gemeinschaft mit Gott und seiner Kirche suchten, werden diese Gemeinschaft auch von Ewigkeit zu Ewigkeit genießen dürfen, denn Gott hat Wohlgefallen an ihnen.

Offb 21,23 Und die Stadt (die Braut Christi; R. B.) bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm (Jesus; R. B.).

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 10

1Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen. 2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode. 3Der HERR läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde. 4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich. 5Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden. 6Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. 7Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen. 8Wer weise von Herzen ist nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. 9Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden. 10Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. 11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. 12Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen. 13In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute. 14Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken. 15Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde. 16Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde. 17Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre. 18Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr. 19Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug. 20Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts. 21Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben. 22Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe. 23Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt. 24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. 25Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich. 26Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. 27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. 28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. 29Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde. 30Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. 31Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet. 32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.

Auslegung

1Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.“

Ein „weiser Sohn“ ist ein Sohn, der an Jesus Christus glaubt. Es geht hier nicht um die natürliche Intelligenz eines Kindes. Ein „törichter Sohn“ ist ein Sohn, der nicht an Jesus Christus glaubt. Auch hier geht es nicht um die natürliche Intelligenz eines Kindes. Salomo geht natürlich von Eltern aus, die selber auch an Jesus glauben.

2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode.“

Zunächst mag man bei „unrecht Gut“ an unrechtmäßiges Einkommen denken. Der den Arbeitern vorenthaltene Lohn ist z. B. unrechtes Einkommen. Aber die Formulierung greift noch viel weiter. Es geht überhaupt um alle Werke des religiösen Menschen, der einer falschen Religion anhangt. Die guten Werke der Katholiken werden ihnen am Jüngsten Tag nicht helfen, denn Gott will nicht, daß wir gute Werke (im Sinne der Katholiken) tun, sondern uns tatsächlich im Alltagsleben bessern durch die befreiende Kraft Christi.

Katholische, gute Werke: Rosenkranz, Heiligenverehrung, Wallfahrten, Fastenordnungen, Mönchwerden, etc.

Der Protestant (Billige-Gnade-Protestant) mag sich rühmen, er vertraue allein auf das Sühneopfer Jesu am Kreuz und glaube an die Vergebung der Sünden auf Grundlage dieses Opfers; die Gerechtigkeit aus Werken lehne er ab. Die „guten Werke“ des Billige-Gnade-Protestanten bestehen darin, daß er überhaupt keine Werke tut, sondern sich völlig an die sündige Welt anpasst. Sein „gutes Werk“ ist seine Anpassung an die Welt. Vielleicht wird er sich am Jüngsten Tag vor Gott rühmen wollen, wie tolerant er gegenüber seinen muslimischen und homosexuellen Arbeitskollegen war. Aber auch dieses „unrechte Gut“ hilft nicht.

Der Evangelikale wird behaupten, er tue keine guten Werke, sondern lebe in der Nachfolge Jesu Christi, die für einen Christen selbstverständlich sei. Wie der Protestant setzt er bezüglich der Vergebung allein auf das Sühneopfer Jesu am Kreuz. Allein, dadurch daß der Evangelikale die Sakramente leugnet bzw. den sakramentalen Charakter des Christentums, bleibt seine Nachfolge wertlos. Auch dieses „unrechte Gut“ wird nicht helfen. Wer nicht sakramental mit Jesus verbunden ist, kann ihm nicht recht nachfolgen, denn er ermangelt der befreienden Kraft seines Todes und seiner Auferstehung. Die Nachfolge der Evangelikalen ist stümperhaft, ohne Wert vor Gott. Mag ein Evangelikaler sich noch so ernsthaft bekehrt haben, noch so ernsthaft nachfolgen wollen, er bleibt doch völlig bei sich selbst, gefangen in seinem sündigen Fleisch. Wir alle haben die sündige, degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt.

Auch für Muslime, Buddhisten, Hindus, Zeugen Jehovas, Adventisten, Messianische Juden, orthodoxe Juden, Mormonen, etc. wird es am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben und ihr „unrechtes Gut“ wird nicht helfen.

Allein die Gerechtigkeit Jesu Christi errettet vor dem Tode, dem zweiten Tod. Der zweite Tod ist die Verurteilung zum ewigen Aufenthalt in einem feurigen Pfuhl. Dieses Urteil wird Gott am Jüngsten Tag über alle aussprechen, die nicht an Jesus Christus geglaubt haben.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Der Glaube des wahren Christen ist nicht nur ein Für-wahr-halten des Evangeliums. Der wahre Glaube existiert nur in einem Leben der Nachfolge aus der Kraft Christi, wobei die Nachfolge aus der Kraft Christi mit der sakramentalen Taufe beginnt oder wenn man sich auf seine bereits vorhandene Kindertaufe bezieht (keine Wiedertaufe!).  Im Gegensatz zu den Evangelikalen hat der Christ wirklich die Kraft Christi, denn er ist durch Glaube und sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) mit ihm verbunden. Der wahre Christ ist tatsächlich in Christus bzw. Christus ist in ihm. Der Christ stellt seine Glieder Christus zur Verfügung, der sie zu Werken gebraucht, die Gott wohlgefällig sind.

Am Jüngsten Tag wird der Christ sich nicht all seiner Werke, die er getan hat, rühmen, sondern sagen: „Die Ehre gebührt Christus – er in mir tat die Werke.“ Die Werke des Christen waren sichtbarer Glaube an Jesus.

Röm 8,11 Wenn nun der Geist dessen (Gottes; R. B.), der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Gal 2,20 Ich (Paulus; R. B.) lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch (Körper; R. B.), das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Bei der sakramentalen Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Der Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Täglich müssen wir die Verheißungen der Taufe „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“ gegen unseren sündigen Leib anwenden. Wenn wir so unsere Glieder nicht der Sünde sondern Christus zur Verfügung stellen, halten wir den Glauben – das ist der wahre Glaube, die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Der wahre Christ überwindet seine sündigen Begierden immer mehr und liebt Gott und seine Mitmenschen immer mehr. Allerdings ist die christliche Liebe oft sehr verschieden von dem, was die sündige Welt für Liebe hält. Die Liebe des Christen ist eine Person: Jesus. Immer wenn ein Christ einem anderen Menschen begegnet, bringt er Jesus mit. Jesus ist (solange noch Gnadenzeit ist) weder ein strenger Richter der Sünderlein, noch läßt er die Menschen in ihrer Sünde zugrunde gehen. Jesus ruft die Sünder zur Buße auf und bietet gleichzeitig das Heil, die Erlösung an. Ein Christ wird also weder seine Mitmenschen strenge richten wegen ihrer Sünden noch wird er sie einfach in ihrem Siechtum lassen, dessen Ursache die Sünde ist. So freundlich als möglich wird der Christ dem Sünder die Buße nahelegen und das Heil in Jesus anbieten (ungetaufte Menschen müssen sich jedoch von Seiten des Christen zunächst scharfe Kritik an ihrer heidnischen Religion gefallen lassen; eine längere Konversation wird möglich, wenn der Ungetaufte die Kritik des Christen bereitwillig „schluckt“; Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, sind ähnlich grob wie Ungetaufte zu behandeln).

In den Augen Gottes ist es das schlechthin Selbstverständliche, daß ein Christ Jesus nachfolgt. Jemand, der nicht Jesus nachfolgt, ist kein Christ. Der gleiche Glaube, der dem Christen die Nachfolge aus der Kraft Christi ermöglicht, ergreift auch die Vergebung der Sünden auf der Grundlage des Opfers Jesu am Kreuz, das ein Sühneopfer für unsere Sünden war. Keineswegs will ein Christ durch seine Nachfolge die Vergebung bzw. das ewige Leben verdienen. Nein, Nachfolge und Ergreifen der Vergebung sind der Ausdruck ein  und desselben Glaubens (die Nachfolge ist nichts anderes als sichtbarer Glaube; die Vergebung beruht auch auf dem Glauben, ist aber unsichtbar). Der Glaube, der uns die Kraft gibt, Jesus nachzufolgen, läßt uns auch die Vergebung ergreifen. Jesus starb, was uns betrifft, tatsächlich aus zwei Gründen am Kreuz. Er nahm uns mit hinein in seinen Tod und seine Auferstehung (dies wird uns bei der Taufe zugeeignet), wodurch wir nachfolgen können, und gleichzeitig war sein Tod ein Sühneopfer für unsere Sünden (in der Nachfolge bewahren wir den Glauben und so haben wir die Vergebung).

3Der HERR läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde.“

Der „Gottlose“ ist der Mensch, der irgendeiner falschen Religion anhangt (die einzig wahre Religion ist der Glaube an Jesus). Auch der aufklärerische Materialismus, der heute alles überlagert, ist im weitesten Sinne eine falsche Religion. Die Begierde des Gottlosen bzw. Religiösen besteht darin, daß er Herrlichkeit hier und Herrlichkeit dort will. Das „unrechte Gut“ seiner falschen Religion tröstet ihn über seine mangelnde oder nicht vorhandene sittlich-moralische Besserung durch ein Leben in Christus hinweg. Würde er sich durch den Glauben an Jesus, die wahre Religion, sittlich-moralisch bessern, würde er seine Herrlichkeit hier vielleicht verlieren. Dies gilt besonders dann, wenn die Regierung und die Gesellschaft eines Landes heidnisch sind. Für das moderne Deutschland gilt sicherlich, daß wir allmählich eine neuheidnische Gesellschaft bekommen. Nur wenigen Christen wird es vergönnt sein, in dieser Gesellschaft Herrlichkeit zu erlangen, ohne Christus zu verleugnen. Meistens wird es so sein, daß ein Christ in Deutschland heute lieber auf irdische Herrlichkeit verzichtet, um Christus nicht verleugnen zu müssen. Der „Gottlose“ allerdings ist unter keinen Umständen bereit, auf irdische Herrlichkeit zu verzichten. Das aber müßte er um Christi willen zu tun bereit sein, wenn er an ihn glauben würde. Deshalb sucht sich der „Gottlose“ irgendeine falsche Religion, die es ihm erspart, wirklich in Christus sein zu müssen. Statt in Christus zu sein, sammelt er „unrechtes Gut“ (siehe oben) – durch bestimmt Rituale seiner Religion dispensiert er sich von der echten Nachfolge Jesu. Der „Gottlose“ macht sich selbst etwas vor, lügt sich in die eigene Tasche.

Der Christ mag hier auf Erden, ganz besonders wenn er in einer heidnischen Gesellschaft lebt, schwerlich zu Macht, Ehre und Reichtum gelangen, ohne Christus zu verleugnen. Diese fehlenden irdischen Güter werden durch Christus selbst ersetzt. Der Reichtum des Christen ist Jesus Christus selbst.

Ps 73,25 Wenn ich nur dich (Jesus; R. B.) habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Ps 73,26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

Kol 1,27 denen (die Heiligen; R. B.) Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Die „Gottlosen“ haben zwar irdische Güter aber Gott dafür nicht. Aber Gott allein ist das wahre, das höchste Gut.

4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.“

Niemals wird der „Gottlose“ (der Religiöse; ausgenommen natürlich der echte Glaube an Jesus) sich für die echte, christliche Kirche einsetzen („der Fleißigen Hand macht reich“). Seine ganze Zeit, Kraft und Energie wird er dafür einsetzen, irdische Macht, Ehre und Reichtum zu erlangen. Allerdings wird er so geistlich arm bleiben („lässige Hand macht arm“) und am Ende auch noch die ewige Verdammnis ernten. Die Primitiv-Auslegung von Vers 4 wäre ja, daß man einfach in der alltäglichen Berufsarbeit fleißig sein soll. Aber glauben wir wirklich, daß Salomo uns Dinge mitteilt, die sowieso jeder weiß??? Nein, keiner muß uns auffordern in der alltäglichen Arbeit fleißig zu sein, sondern wir brauchen immer wieder die Ermahnung, uns für das Reich Gottes einzusetzen.

Mt 6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das (Nahrung und Bedeckung; R. B.) alles zufallen (Christus wird jenen, die sich für sein Reich einsetzen, die alltägliche Berufsarbeit erleichtern bis hin zur Versorgung der im vollzeitlichen Dienst Tätigen durch die Kirche; für den vollzeitlichen Dienst bedarf es allerdings der Ordination; R. B.).

“ 5Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden.“

Die Erntezeit ist jetzt. Ganze Heerscharen von Menschen gibt es, die nicht das reine Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus kennen. Viele Menschen gehen zugrunde an ihrer Sünde, wobei sie es nicht einmal wissen, daß der Grund ihres Unglücks ihre Sünde ist. Die Gesellschaft verroht und verwildert immer mehr, auch wegen der Sünde. Wie kann man so gottlos sein, nach irdischer Macht, Ehre und Reichtum zu streben, während Abermillionen von Menschen zugrunde gehen und ohne Hilfe bleiben. Sicherlich ist nicht jeder Christ zum Missionar oder Evangelisten bestimmt; aber jeder kann beten, das Gott Arbeiter sende in seine Ernte und so nimmt er Teil an diesem großen Werk Gottes. Wer überhaupt kein Interesse an der Evangelisierung seiner Mitmenschen hat, stellt damit seine „Gottlosigkeit“ unter Beweis – er wird zu Schanden werden im Jüngsten Gericht.

6Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.“

Der Mund der Gottlosen spricht, Christus werde so bald nicht wiederkommen, aber dann „überfällt“ er sie plötzlich. Mitten in seiner Gottlosigkeit wird der Gottlose weggerafft werden. Der Gerechte aber wacht (kämpft gegen die Sünde und liebt Gott und seine Mitmenschen), denn er weiß, daß der Tag des Herrn kommen wird so unerwartet wie ein Dieb in der Nacht.

1Thess 5,2 denn ihr (die Thessalonicher; R. B.) selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

2. Petrus 3, 3-4 3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen 4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.

Der Segen für jene, die auf ihn warten, wird darin bestehen, daß Jesus sie liebevoll zu sich nimmt, bei seiner Wiederkunft.

1Thess 4,17 Danach (Auferstehung der in Christus entschlafenen; R. B.) werden wir (die Lebenden in Christus; R. B.), die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

7Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen.“

Auf Erden sieht es oft so aus: Der Gerechte wird von der Welt kaum geehrt; der Gottlose wird von der Welt geehrt. Die „Welt“ ist die Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben, und ihre antichristlichen Regierungen. Natürlich wird die echte Kirche im Gegensatz zur Welt die Gerechten ehren und die Gottlosen nicht ehren.

Gott läßt die Welt mit ihren Nationalstaaten nur deshalb fortbestehen, weil immer wieder Menschen von der sündigen Welt in die Kirche wechseln, indem sie sich bekehren. Die Sünder außerhalb der Kirche brauchen allerdings einen Ort geordneter Existenz und das sind eben die Staaten dieser Erde. Die Regierungen der Staaten helfen den Menschen, daß sie trotz ihrer Sündhaftigkeit, die sehr zersetzend wirkt auf jede Art von Gemeinschaft, doch in einer Art (Not-)Gemeinschaft miteinander leben können. Der Staat bzw. die Regierungen zwingen sozusagen die Sünder sich einigermaßen zu benehmen trotz ihrer innewohnenden Sündhaftigkeit. Die Summe aller Staaten bzw. die Welt hat an sich selbst kein Existenzrecht vor Gott. Nur weil immer wieder Sünder von der Welt in die Kirche wechseln, läßt Gott die Welt noch fortbestehen, die Geschichte weiterlaufen. Das eigentlich wertvolle auf Erden in Gottes Augen ist die Kirche mit ihren Gläubigen.

Für den reinen Weltbürger ist seine bloße Existenz hier auf Erden das Absolute. Er weiß nichts davon oder will es nicht wissen, daß Gott diese Welt nur wegen seiner Kirche existieren läßt. Je weniger Einfluss die Kirche auf Erden hat, das heißt je weniger Christen es auf Erden gibt, desto mehr wird das allgemeine Denken in die Richtung gehen, daß man die Existenz auf Erden für das Absolute hält.

Der nicht-christliche Erdenbürger ist bereit, Macht, Ehre und Reichtum auch mit ungerechten Mitteln zu erlangen. Im Gegensatz dazu verzichtet der Christ lieber auf Macht, Ehre und Reichtum, bevor er eine Ungerechtigkeit begeht. Weil der Nicht-Christ bereit ist, für Macht, Ehre und Reichtum auch Ungerechtigkeit in Kauf zu nehmen, kann man ihn auch als machtgierig, ehrsüchtig und habgierig bezeichnen. Die Gier und die Sucht sind bedenkenlos in der Wahl ihrer Mittel.

Alle Erdenbürger leiden unter einer Krankheit, der Sünde. Wenn ein Sünder auf Erden nach Macht, Ehre und Reichtum strebt, dann bedeutet das, daß er über Leute herrschen will, von Leuten geehrt werden will, auf Kosten von Leuten mehr haben will als andere, die krank sind, krank an der Sünde. Ein Kranker will über Kranke herrschen – lächerlich. Viel eher wäre es aber angebracht, den Leuten zur Genesung von ihrer Krankheit zu verhelfen – das macht die Kirche – und natürlich auch selbst zu genesen.

Jene, die nach Macht, Ehre und Reichtum streben, buckeln nach oben und treten nach unten. So ist die Welt nicht eine Gemeinschaft von edlen, brüderlich gesinnten Menschen, die sich immer gleich verhalten ohne Ansehen der Person, sondern eine Hierarchie von Heuchlern, bissigen Hunden. Habe ich einen Mächtigeren vor mir, stelle ich mich demütig und unterwürfig; habe ich einen vor mir, der auf gleicher Stufe ist wie ich oder niedriger, schalte ich auf Kommando-Ton um.

Das Grundproblem ist, daß auf nicht-christliche Erdenbürger ein böser Geist den Zugriff hat, während Christen vom Heiligen Geist getrieben werden. Der Heilige Geist ist ein Geist der Liebe. Der Christ trachtet nach Brüderlichkeit und will prinzipiell über niemand herrschen. Der Christ will weder nach unten treten noch nach oben buckeln und so ist es klar, daß er jenen im Wege stehen wird, die herrschen wollen. Die Gier nach Macht, Ehre und Reichtum der Nicht-Christen wird von dem bösen Geist bewirkt.

Wenn ich in dieser Welt groß werden will, das heißt daß ich über viele herrsche, viele mich ehren, ich überproportional viel aus dem materiellen „Kuchen“ rausschneide, dann muß ich lange Zeit nach unten treten und nach oben buckeln. Ein Christ wird deswegen in dieser Welt kaum geehrt werden, weil er dieses böse Spiel des Buckelns und Tretens nicht mitmachen kann.

Wie gesagt, Streben nach Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt geht mit Ungerechtigkeit einher. Das genaue Gegenteil davon ist das, was die Kirche tut: sie legt den Sündern die Buße nahe und bietet ihnen das Heil in Jesus an. Die Kirche nimmt sich der Kranken an und will nicht über sie herrschen, sucht nicht ihre Ehrerbietung und ihre Reichtümer.

Die Kirche folgt Jesus nach, indem sie das Wort der Wahrheit, das Evangelium, predigt und das Wort von der Geduld, die Bergpredigt, hält. Indem die Kirche Jesus nachfolgt, bewahrt sie den Glauben und ihre echten Glieder bleiben geschrieben im Lebensbuch des Lammes.

Jene, die auf Erden Macht, Ehre und Reichtum erlangten unter Inkaufnahme von Ungerechtigkeit, werden am Jüngsten Tag wegen ihrer Ungerechtigkeit gerichtet werden.

Offb 20,12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron (der Richterstuhl Gottes; R. B.), und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.

Offb 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. („aber der Gottlosen Name wird verwesen.“)

Das Buch des Lebens könnte man auch als das Buch der guten Erinnerung bezeichnen. Die Kirche blieb durch ihre Nachfolge in Christus, im Glauben und so bleibt sie in guter Erinnerung bei Gott – „das Gedächtnis des Gerechten bleibt im Segen“.

8Wer weise von Herzen ist, nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.“

„Weise von Herzen“ ist der Mensch, der an Jesus Christus glaubt. Durch Jesus kann er ein Leben führen, das nicht regelmäßig mit den Geboten in Konflikt kommt. Meistens wird er durch Jesus die Gebote sogar erfüllen, was wesentlich mehr ist als das Halten der Gebote.

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. (das sagte Jesus; R. B.)

Röm 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. (das schrieb Paulus; die Liebe ist eine Person, Jesus; R. B.)

(Das Gesetz ist die Summe aller Gebote; das Gesetz findet sich in den fünf Büchern Mose, der Thora)

Die „Narrenmäuler“ sind Leiter und Prediger falscher Religionsgemeinschaften. Jene werden hier auf Erden kaum geschlagen (es hängt davon ab, ob die Gesellschaft eines Landes eher christlich oder eher unchristlich ist). Sie predigen den Menschen falsche Lehren. Diese Lehren suggerieren dem Menschen, er könne sich durch die Riten seiner (falschen) Religion Gott nahen, ohne sich wirklich sittlich-moralisch zu bessern im Alltagsleben. Jene „Narrenmäuler“ und ihre hartnäckigen Anhänger werden aber am Jüngsten Tag von Gott geschlagen werden, denn Gott wollte echte sittliche-moralische Besserung durch die Kraft Christi und keine falschen Riten. Bei allen falschen Religionsgemeinschaften „regiert“ letztendlich doch das sündige Fleisch, die sündige Natur des Menschen, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben – sie ermangeln der Erlösung, die in Christus Jesus ist.  Aus dem gleichen „Fleisch“, aus dem im Mittelalter der Fanatismus kam, kommt heute eine krankhafte Toleranz (sexuelle und religiöse Toleranz), die unterm Strich genauso schädlich ist wie der Fanatismus. Der Fanatismus tötet schnell, die Toleranz tötet langsam. Egal was in einer falschen Religionsgemeinschaft gelehrt wird, es regiert doch das Statusdenken (teures Haus, teures Auto, etc.), die Genußsucht und die neurotische Zukunftsvorsorge, da die Glieder einer falschen Religionsgemeinschaft nicht in Gott ruhen. Die falschen Religionsgemeinschaften bringen keine Christen hervor sondern kleine, mickrige Spießbürger. Das gefällt natürlich dem Staat, gerade wenn er in die antichristliche Richtung geht, denn Spießbürger sind gut für die Wirtschaft als Arbeitskräfte und Konsumenten. Deswegen werden die falschen Religionsgemeinschaften auch kaum verfolgt bzw. die „Narrenmäuler“ nicht geschlagen. Eher verfolgt der Staat die christliche Kirche, für die Spießbürgertum, Statusdenken, Genußsucht, Zukunftsvorsorge und götzendienerische Toleranz Fremdworte sind. Als Christ werde ich nicht tolerant sein und Andersgläubigen und Homosexuellen sagen, daß sie aus der Kirche ausgeschlossen sind und sich bekehren müssen, wenn sie das ewige Leben ererben wollen. Wenn sie sich nicht gleich bekehren wollen, werde ich ihnen aber nicht zürnen, sie nicht beleidigen und verfluchen, denn das wäre Fanatismus, böses Richten (Nichtgetaufte und Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, muß man aber strenger behandeln; wenn sie scharfe Kritik an ihrer heidnischen Religion nicht akzeptieren wollen, muß man auf Distanz zu ihnen gehen).

Zu Toleranz und Fanatismus:

Ich behaupte tatsächlich, daß die heutige Toleranz und der mittelalterliche Fanatismus die gleiche Wurzel haben. Der Fanatismus ging mit Blutvergießen einher, die Toleranz läßt den Sünder in seiner Sünde sterben. Da die Sünde langsam tötet, fast unmerklich, erscheint dem Sünder die Toleranz fast als das Gegenteil von Fanatismus und er käme nie auf die Idee, beides  habe die gleiche Wurzel. Hier ist dem Teufel wirklich ein Bubenstück gelungen. Wenn wir so tolerant sind, daß wir unseren Mitmenschen nicht die Buße nahelegen und das Heil in Jesus anbieten, werden sie jämmerlich zugrunde gehen an ihrer Sünde, die man auch als eine Art Krankheit bezeichnen könnte, und am Jüngsten Tag gerichtet werden. Der echte Christ ist weder fanatisch, das heißt er zürnt den Sündern nicht, beleidigt und verflucht sie nicht, noch ist er tolerant und läßt sie untergehen in ihrer Sünde – der echte Christ legt den Sündern die Buße nahe und bietet das Heil in Jesus an. Die Glieder falscher Religionsgemeinschaften haben nicht nur das Problem, daß sie entweder fanatisch oder tolerant sind, sondern sie können das Heil gar nicht vermitteln, selbst wenn sie wollten, da sie es selbst nicht haben.

9Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden.“

Am Jüngsten Tag wird die Unschuld der Weisen und die Schuld der „Narrenmäuler“ aus Vers 8 offenbar werden. Je nach dem, ob eine Gesellschaft mehr christlich oder mehr antichristlich ist, werden die „Narrenmäuler“ hier auf Erden allerdings als die Weisen gelten (für den Christen natürlich eine Zumutung). „Sicher“ vor dem Gericht Gottes ist der Weise in seiner Unschuld. Die „Narrenmäuler“ und ihre Anhänger suggerieren sich selbst Sicherheit vor dem Gericht Gottes, werden am Ende aber doch gerichtet werden – ein böses Erwachen.

1Thess 5,3 Wenn sie (die Nicht-Christen; R. B.) sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben (der Tag des Herrn; R. B.) schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.

10Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.“

Eine Gesellschaft, in der die Unaufrichtigkeit überhand nimmt, ist dem Untergang geweiht („Mühsal“). Die Gesellschaft zersplittert in hunderttausende kleiner Gruppen, die nur ihren Vorteil suchen, dabei aber das Allgemeinwohl vernachlässigen oder gar nicht im Auge haben. Der Guru einer Splittergruppe bestimmt, was Recht und Gesetz für die Glieder seiner Gruppe ist. Diese Gesetze mögen dem allgemeinen Gesetz eines Landes oft zuwider laufen um des Vorteiles der Gruppe willen – das ist ganz schändlich, aber heute normal. Die Glieder einer solchen Splittergruppe müssen natürlich nach außen hin viel lügen („mit den Augen zwinkern“), um nicht aufzufliegen.

11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.“

Der „Gerechte“ ist ein Mensch, der an Jesus glaubt. Er ist weder ein Scharfrichter seiner Mitmenschen (Fanatiker), noch betet er den Götzen Toleranz an, indem er seine Mitmenschen in ihren Sünden untergehen läßt, ohne sie zu warnen. „Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens“, weil er seinen Mitmenschen die Buße nahe legt und das Heil in Jesus anbietet. Nehmen sie seine Botschaft nicht gleich an, so wird er geduldig mit ihnen sein und gemäß der Bergpredigt handeln, falls es sich um sakramental getaufte Menschen handelt. Nicht-Getaufte oder getaufte Menschen, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind (Vollheiden), müssen sich scharfe Kritik bezüglich ihrer Religion anhören. Wenn sie diese nicht schlucken wollen, geht der Christ auf Distanz zu ihnen. Der Christ braucht sich nicht von Menschen (Vollheiden) misshandeln zu lassen, die sein Leben nach der Bergpredigt als erbärmliche Schwäche deuten würden. Im Gegensatz dazu werden getaufte Menschen das sanftmütige und demütige Verhalten des Christen unter Umständen als christliche Liebe werten und es zum Anlass nehmen, sich zu bekehren.

Das Christentum ist die einzig wahre Religion. Alle anderen Religionen sind Lästerungen des christlichen Gottes („Frevel“). Mitten in ihrem (pseudo-)religiösen Trott wird die Anhänger falscher Religionen der Jüngste Tag überraschen und hinwegraffen, der so unerwartet kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

Judas 14-15 14 Es hat aber auch von diesen (Irrlehrer; R. B.) geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben.

12Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen. 13In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute.“

Der Tolerante läßt seinen Mitmenschen in seiner Sünde umkommen, ermutigt ihn vielleicht sogar, darin fortzufahren – das aber ist Hass, denn Sünde macht krank und führt in den Tod. Über dem Eingangstor zur Hölle hängt vielleicht ein Schild mit der Aufschrift: „Toleranz ist Leben“. Die meisten Menschen werden glauben, sie täten ihrem Nächsten etwas Gutes, wenn sie sich tolerant verhalten. Der Teufel hat uns so nahe an den Rand des Abgrunds geführt, daß wir heute das, was Hass ist, als Liebe empfinden – apokalyptisch. Dieses nebeneinander her Vegetieren der Nicht-Christen heute ist nichts weiter als ein stiller „Hader“, ein Hader ohne Worte, eine Friedhofsruhe. Das vernichtende Zeugnis für die Toleranz ist einfach die historische Wirklichkeit. „Toleranz“, das hört sich so gut an, ist salonfähig, etabliert, aber dennoch sind die Menschen heute voneinander getrennt, haben keine wirkliche Gemeinschaft. Allein aber danach, ob die Toleranz gemeinschaftsstiftend wirkt oder nicht, sollten wir sie beurteilen. Da die Toleranz nur zu einem bloßen nebeneinander her Vegetieren führt, muß sie verworfen werden. Die Toleranz kommt aus den tiefen des Abgrundes, aus der Hölle.

Wie gesagt, moderne Toleranz und mittelalterlicher Fanatismus haben die gleiche Wurzel. Wir machen unter Umständen eine Zeitreise ins Mittelalter, wenn wir von München auf ein oberbayerisches Kuhdorf fahren. In München schaut einer über die Sünden des anderen einfach hinweg. Auf einem oberbayerischen Kuhdorf aber tuschelt man, wenn einer sich nicht an die traditionellen Konventionen hält. Hinter dem Rücken des Betroffenen, wenn er nicht anwesend ist, wird der Sünder durch den Kakao gezogen, schmutzige Wäsche gewaschen. „Man wird doch noch die Wahrheit sagen dürfen“, erwidert die Tratschtante (Klatschtante), die den Sünder hintenherum lästert. Ihr Lästern erscheint ihr vielleicht gar nicht als etwas böses. Wer aber lästert, tötet seinen Nächsten mit seiner Zunge; die Zunge wird zur Mordwaffe. Dies ist beinahe genauso schlimm wie das wirkliche Vergießen menschlichen Blutes.

Ps 140,4 Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen, Otterngift ist unter ihren Lippen. „SELA“.

„aber Liebe deckt zu alle Übertretungen“

Sollen nun die Christen so töricht tolerant sein wie die (moderne) Welt und in der Gemeinde über alle Sünden einfach so hinwegsehen? Nein, so ist das nicht gemeint. Wenn ich meinen Bruder (regelmäßig) sündigen sehe, soll ich ihm liebevoll einen Hinweis geben.

Hes 3,21 Wenn du aber den Gerechten warnst, dass er nicht sündigen soll, und er sündigt auch nicht, so wird er am Leben bleiben; denn er hat sich warnen lassen, und du hast dein Leben errettet.

Das „Zudecken“ besteht darin, daß dem Bruder sofort vergeben wird, wenn er umkehrt und die Absolution empfängt.

Joh 20,23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Nicht nur der Bruder, der von seiner Sünde umgekehrt ist und die Absolution empfangen hat, glaubt, daß ihm Gott selbst vergeben hat sondern auch der, der ihn zurechtgewiesen hat – der Zurechtweiser deckt die Sünde zu durch Liebe in Christus. Weil er in Christus ist, glaubt er an die Möglichkeit der Vergebung durch Umkehr und Absolution. Das Nachtragen des menschlichen Fleisches ist ihm fremd, er ist nicht nachtragend. Und sicherlich wird jeder Zurechtweiser ab und zu selbst die Absolution benötigen und dann auch sehnlichst wünschen, daß seine Brüder auch glauben, daß ihm vergeben wurde, ihm Gott selbst vergeben hat.

Die „Verständigen“ findet man in der Kirche, die Narren in der Welt. Die Narren befinden sich in einer Abwärtsspirale des Todes, weil sie sich ihre Sünden einfach so durchgehen lassen, tolerant sind. Am Jüngsten Tag wird offenbar werden, daß die Legalisierung der Sünde keine Lösung war. Spätestens am Jüngsten Tag werden die Narren eine feurige Rute zu spüren bekommen.

Natürlich ist das schlecht Reden über jemand, hinter dessen Rücken, das man heute noch auf oberbayerischen Kuhdörfern finden mag, auch keine Lösung. Die Klatschtanten auf dem Dorf sind genauso närrisch wie die Toleranten in der Stadt. Beide Verhaltensweisen führen in den Tod. Auch die Klatschtanten werden am Jüngsten Tag eine feurige Rute zu spüren bekommen.

14Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken.“

Die „Lehre“ geht aber noch viel weiter, als nur nicht schlecht über seinen Bruder zu reden, hinter dessen Rücken, oder in einer krankhaften Toleranz über alles hinwegzusehen. Nicht nur die Lehre von der Beichte bzw. Absolution ist eine Lehre, die die echte Kirche („die Weisen“) bewahrt, wie wir gleich sehen werden.

(Die Bewahrung der Lehre beginnt damit, daß die Kirche gegen die Narren in ihren Reihen ankämpft, die entweder krankhaft tolerant oder Lästerer sein wollen, denn „ihr Mund ist nahe dem Schrecken“. Eine Gemeinschaft von Toleranten bzw. Lästerern ist keine Kirche, sondern ein wilder, heidnischer Haufen, der am Jüngsten Tag gerichtet werden wird. Klatsch und Tratsch sind in der Kirche unzulässig und müssen bekämpft werden, genauso die krankhafte Toleranz, die einfach über alles hinwegsieht)

15Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde.“

Jene Weisen (die Kirche) aus Vers 14, die die Lehre bewahren, sind reich an Glauben. Gott ist ihr Gut. Wer ist eine feste Burg (Stadt), wenn nicht unser Gott? Jene, die arm sind an Glauben, werden blöd schauen wie die Kühe am Jüngsten Tag. Aber auch hier auf Erden verblöden sie schon, da sie nicht in Gott ruhen. Da sie nicht in Gott ruhen, sind sie in einem Hamsterrad und ihr Leben ist ein einziger Wahnsinn: Essen, Schlafen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Arbeiten, etc. Die Blöden befinden sich auch in einem Wettbewerb der Statussymbole, frönen der Genußsucht und betreiben krankhaft-neurotische Zukunftsvorsorge. Die Blöden in der Stadt sind sehr tolerant, während die Blöden auf dem Land gerne schlecht reden über Unkonventionelle.

16Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde.“

Der Gerechte ist reich an Glauben. Da er in Gott ruht, ist er nicht an sein irdisches Gut gebunden, sondern gebraucht es nur.

1Kor 7,31 und die (die Gläubigen; R. B.) diese Welt gebrauchen, (sollen so sein; R. B.), als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Der Gerechte ist nicht nur nicht an sein irdische Gut gebunden, sondern sein irdisches Gut gehört Gott. (die Kirche darf allerdings daraus kein Recht ableiten, Gaben der Gläubigen einzufordern, zu erzwingen; das Geben bleibt dem freien Willen des Gläubigen in seiner persönlichen Verantwortung vor Gott überlassen).

1Kor 6,19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

Die Kirche unterstützt arme Christen (z. B. aufgrund von Verfolgung arbeitslose Christen) in der Gemeinde. „Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben“, indem er die Institutionen der Kirche finanziell unterstützt, die sich der armen Christen annehmen. Auch sonst hilft der Christ seiner Kirche, ihre Ausgaben (Sold für Ordinierte, Unterhalt von Gebäuden, Bezahlung von Verwaltungsangestellten, etc.) zu bestreiten.

Indem der Christ sich an der Deckung der Kosten der Kirche beteiligt, sammelt er sich Schätze im Himmel.

Der Gottlose ist arm an Glauben. Da er nicht in Gott ruht, ist er an sein irdisches Gut gebunden. All sein Einkommen gibt er aus für Statussymbole, Genußsucht und Zukunftsfürsorge. Dieser Egoismus ist Sünde. Mit den anderen Egoisten führt er Krieg um Macht, Ehre und Reichtum. Auf Erden entbehrt er der frohen Gemeinschaft christlicher Brüder und am Jüngsten Tag wird er gerichtet werden.

17Die Zucht halten, ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre.“

„Die Zucht hält man“, indem man festhält an Beichte, Absolution und Gütergemeinschaft der Heiligen. Durch Beichte, Absolution und (freiwillige) Gütergemeinschaft bewahren sich die Gläubigen gegenseitig auf ihrem Weg zum Himmel.

Im Gegensatz dazu ist die gleiche Gruppe von Personen, die gerne lästert bzw. krankhaft tolerant ist, auch arm an Glauben und hält fest an irdischen Gütern. Solches Verhalten ist zuchtlos und „achtet die Zurechtweisung nicht“. Jene gehen in die Irre und werden in einem feurigen Pfuhl landen.

18Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr.“

Verleumden ist: Über jemanden Unwahres verbreiten mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden.

Gerade in einer heidnischen oder antichristlichen Gesellschaft wird man Armut als Fluch Gottes werten. Das aber ist eine Verleumdung des Armen, die jeder Grundlage entbehrt. Die Glieder der Kirche sind in einer heidnischen Gesellschaft nur deswegen relativ arm, weil sie von der umgebenden Welt mit dem Bann belegt werden: Heidnische Arbeitgeber schreiben ihren gläubigen Angestellten die Kündigung wegen ihres christlichen Glaubens. In einer komplett heidnischen Gesellschaft führt die Kirche einen materiellen Überlebenskampf. Hier kommt die Gütergemeinschaft der Heiligen voll zum Tragen: Jene, die gerade wie durch ein Wunder Arbeit haben, unterstützen jene, die gerade arbeitslos sind.

Die Judenchristen, die im Jakobusbrief genannt werden, scheinen folgendes Problem gehabt zu haben: Die Reichen in der Gemeinde fluchten den Armen. Statt die Gütergemeinschaft der Heiligen zu praktizieren, standen sie im Wettbewerb der Statussymbole wie die Welt. Wenn mir der Wettbewerb der Statussymbole wichtig ist, dann steht mir natürlich ein armer Mensch, der meine Hilfe bräuchte, im Weg. Jeden Euro, den ich für Hilfe ausgebe, kann ich nicht für Statussymbole ausgeben, ich erleide einen Wettbewerbsnachteil.

Das „falsche Maul“ ist das Maul, das sagt: „Arme sind von Gott verflucht“. Die Wahrheit im Gegensatz dazu wäre: „Die Welt tut von Gott geliebte Christen in den Bann und so werden viele von ihnen arm“. Die Lüge, der arme Christ sei von Gott verflucht, spricht man aus wider besseres Wissen, weil man das Geld, das der arme Christ bräuchte, für Statussymbole ausgeben will – solches Verhalten ist nichts anderes als Hass, wird vom Geist des Hasses bewirkt. Wer so über die Armen redet, begeht Rufmord (Verleumdung) an ihnen, wird zum Mörder, dessen Mordwaffe die Zunge ist.

19Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug“

Die „vielen Worte“ sind die Worte des Problematisierers. Der Reiche findet immer einen Grund, dem Armen nichts zu geben trotz Gottes Gebot. Der fromme Christ „hält seine Lippen“, indem er nicht problematisiert, sondern dem Armen ganz einfach hilft gemäß der Liebe und im Rahmen seiner Möglichkeiten.

20Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts.“

1. Kor. 16, 2-3 An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme. Wenn ich aber gekommen bin, will ich die, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, damit sie eure Gabe nach Jerusalem bringen. (das schrieb Paulus den Korinthern; R. B.)

An Paulus wurde es wahr, daß „die Zunge des Gerechten köstliches Silber ist“, denn er sammelte Geld für bedürftige Christen in Judäa. Die Christen Judäas waren arm, weil die Juden sie in den Bann getan hatten.

Lukas 16, 19-21 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren 21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre.

Das Herz des Reichen, der den gläubigen Lazarus vor seiner Tür schmachten ließ, war wie nichts, er war gottlos. „Ist wie nichts“ könnte auch heißen „vom Teufel beherrscht“.

21Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.“

Des Gerechten Lippen weiden viele“

Bezüglich Außenstehender (Nicht-Christen):

Der Gerechte ist ein Mensch, der an Jesus glaubt. Er nimmt nicht teil am Krieg der Nicht-Christen um Macht, Ehre und Reichtum, sondern legt seinen Mitmenschen die Buße nahe und bietet das Heil in Jesus an – „so weidet er viele mit seinen Lippen“. Der Christ ist weder ein Schmeichler (krankhafte Toleranz) noch lästert er seine Mitmenschen wegen ihrer Sünden. Der Christ ist auch geduldig mit jenen, die sich nicht gleich bekehren, nachdem er ihnen das Evangelium von Jesus mitgeteilt hat. Er zürnt den Sündern nicht, beleidigt und verflucht sie nicht mit seinen Lippen. Er lebt nach der Bergpredigt, dem Wort von der Geduld mit den Sündern. Nicht-Getaufte oder Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, müssen scharfe Kritik an ihrer Religion seitens des Christen schlucken. Falls nicht, geht der Christ auf Distanz zu ihnen, denn sie würden sein Leben nach der Bergpredigt als erbärmliche Schwäche deuten und ihn ggf. misshandeln, seine „Schwäche“ ausnutzend.

Hi 32,22 Denn ich weiß nicht zu schmeicheln; sonst würde mich mein Schöpfer bald dahinraffen.

Spr 29,5 Wer seinem Nächsten schmeichelt, der spannt ihm ein Netz über den Weg.

Bezüglich jener, die drinnen sind (Christen):

Klatsch und Tratsch sollten in der Kirche so verpönt sein, wie Schweinefleisch bei den Juden. Der Gerechte, der Christ, gebraucht seine Lippen nicht  zu Klatsch und Tratsch über seinen Bruder, der gesündigt hat bzw. sündigt, sondern ermahnt ihn unter vier Augen. Wenn der Bruder bereit ist, umzukehren, nimmt der Christ ihm die Beichte ab und erteilt die Absolution im Namen des dreieinigen Gottes. Ob die Beichte bevorzugt von einem Ordinierten (Amtsträger) abzunehmen (zu hören) wäre, wäre noch zu verhandeln. In einer heidnischen bzw. antichristlichen Gesellschaft wird die Kirche einen materiellen Überlebenskampf führen, da die Gesellschaft etliche ihrer Glieder in den Bann tun wird, worauf diese arbeitslos werden. Hier ist die Gütergemeinschaft der Heiligen von essentieller Bedeutung. Niemals wird ein wohlhabender Christ, der wie durch ein Wunder noch Arbeit hat, seine Lippen missbrauchen, um einem armen Christen zu fluchen – im Gegenteil, er wird ihn bereitwillig finanziell unterstützen. Wenn die Verfolgung der Gemeinde so weit geht, daß das Geld jener Glieder vor Ort, die noch Arbeit haben, nicht mehr ausreicht, um die Gemeinde zu versorgen, muß regional bzw. sogar überregional Geld gesammelt werden bei anderen Gemeinden. Wer diesen Dienst tun würde, dessen Lippen würden buchstäblich viele weiden – gesegnete Lippen.

„aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben“

Der Narr, der Nicht-Christ, wird an seiner Torheit sterben. Seine Torheit besteht darin, mit den anderen Egoisten Krieg zu führen um Macht, Ehre und Reichtum. Seine Torheit besteht auch in seiner krankhaften Toleranz (Stadt-Bürger) oder in seinem Lästern (Dorfbewohner) der anderen Sünder. Der Narr verkennt, daß Gott ein Gott der Liebe ist. Da Gott zunächst alle Menschen gleich liebt, ist es klar, daß es zu einem Ausgleich zwischen den Menschen kommen muß; das aber will der Narr nicht. Er will Gott vor seinen Karren spannen und will, daß Gott allein ihn liebt. Er glaubt, es sei legitim, zu Macht, Ehre und Reichtum zu gelangen auf Kosten seiner Mitmenschen und unter Inkaufnahme von Ungerechtigkeit. Im Gegensatz dazu hat der Christ eine brüderliche Gesinnung und gönnt jedermann Macht, Ehre und Reichtum genauso wie sich selbst. Der Christ überlässt es Gott, ihm ggf. Macht, Ehre und Reichtum zu geben; ist nicht süchtig bzw. gierig nach diesen Dingen. In einer antichristlichen oder heidnischen Gesellschaft wird ein Christ allerdings schwerlich zu Macht, Ehre und Reichtum kommen, ohne Christus zu verleugnen und somit alles zu verlieren, auch das ewige Leben.

22Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.“

Wer sich hier auf Erden nicht an dem Krieg um Macht, Ehre und Reichtum beteiligt, sondern eine seelsorgerliche Gesinnung hat, der wird spätestens mit Anbruch des Jüngsten Tages zu Macht, Ehre und Reichtum gelangen. Gott wird spätesten mit Beginn des Jüngsten Tages jene segnen, die hier auf Erden eine brüderliche Gesinnung hatten, sanftmütig und demütig waren durch und in Christus. Das sanfte Wirken des Christen kann man nicht vergleichen mit dem „ewigen“ Buckeln, Schuften, Malochen, Kämpfen und Streiten der Gottlosen. In einem gewissen Sinne hat der Christ ein Leben ohne Mühe, wobei man das nicht völlig wörtlich nehmen darf, richtig verstehen muß: Vor dem Hintergrund des verbissenen, schweißtreibenden und krankhaften Sich-Abmühens der Gottlosen scheint es gleichsam ohne Mühe zu sein. Natürlich gehen viele Christen einer ganz normalen beruflichen Tätigkeit nach. Je mehr sie sich jedoch auch für das Reich Gottes bzw. die Kirche einsetzen, desto mehr wird Gott ihnen ihre Berufsarbeit erleichtern – das ist der Segen für jene, die Jesus nachfolgen. Die Kirche wiederum hat die Menschen im Blick, deren Seelenheil. Die Kirche kümmert sich auch um jene, die drinnen sind, das heißt jene, die drinnen sind, kümmern sich gegenseitig umeinander und so wird ihr Leben leicht. Der einzelne Christ nimmt teil an dem seelsorgerlichen Wirken der Kirche und dafür wird er von Gott gesegnet in allem, was er tut. Die Disziplin (Zucht) des Christen besteht darin, den Menschen nicht auf der Ebene seiner sündigen Natur zu begegnen sondern in Christus. Es gibt keine direkte Begegnung zwischen einem Christen und irgendeinem Menschen, sondern es ist immer Christus dabei. Wenn der Christ den Menschen doch auf der Ebene seines natürlichen Wesens, seinen niedrigen Instinkten folgend, begegnet, dann verleugnet er damit den Glauben.

1Mo 39,5 Und von der Zeit an, da er (Potifar, hoher Beamter des Pharao; R. B.) ihn (der fromme Josef, Sohn Jakobs; R. B.) über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde.

23Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt.“

Der Narr, der Gottlose, deutet die Sanftmut und Demut des Christen (der Weise) als Schwäche. Vielleicht betrachtet er den Christen sogar als schwachsinnig, geistig behindert, zurückgeblieben, infantil, naiv, tölpelhaft, etc. Der Narr fühlt sich berechtigt, dem Christen zu zeigen, wo es lang geht, wie das Leben wirklich funktioniert. Der Narr will dem Christen „helfen“, seinen Entwicklungsrückstand aufzuholen. Das Ganze ist mehr als eine Zumutung für den Christen. Das ist, was Jesus nannte: „Das Kreuz“. Es bleibt dem Christ nicht anderes übrig, als sein Kreuz auf sich zu nehmen, das heißt Leiden und Verworfen-werden um Christi willen. Natürlich gibt es enorme graduelle Unterschiede in der Gottlosigkeit zwischen den Einzelnen. Je gottloser jemand ist, desto mehr wird er sich freuen, wenn ihm wieder so ein „dämlicher“ Christ über den Weg läuft, mit dem er seinen „Mutwillen treiben kann“. Der Gottlose hat Spaß daran, den Christen zu misshandeln – sehr traurig, aber wahr. Wo möglich, wird der Christ zu extrem Gottlosen auf räumliche Distanz gehen, sich der Misshandlung entziehen, weglaufen. Besonders gefährlich sind Nicht-Getaufte bzw. Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind. Der Vollheide betrachtet Christen als dumme Schafe, rechtlose Individuen, Auskehricht der Welt.

Auch der nicht erweckte, aber getaufte Mensch wird dem Christen zusetzen, aber nicht so wie der Vollheide. Man sollte auch einen Getauften, der sich nicht bewußt vom Glauben abgewendet hat, nicht als Gottlosen bezeichnen (ein Christ im engeren Sinne ist er allerdings auch nicht; das wäre er erst nach seiner Erweckung). Mit solchen geht man gemäß der Bergpredigt um und es ist durchaus möglich, daß solche die Sanftmut und die Demut des Christen nicht als Schwäche deuten sondern als Liebe und sich bekehren.

Auf keinen Fall darf sich der Christ völlig dem Mutwillen eines extrem gottlosen Menschen ausliefern (sich z. B. herumkommandieren lassen), indem er sich in die eigene Tasche lügt und sagt: „Gott will ja, daß ich sanftmütig und demütig bin“. Nein, in diesem Fall ist die Flucht angesagt. Notfalls muß man in diesem Zusammenhang auch einmal eine Arbeitsstelle kündigen. Auch ein Vorgesetzter hat kein Recht, einen Christen wie einen Fußabtreter zu behandeln.

„Aufmerken“

Der Christ weiß, daß die Wege des Gottlosen zumindest langfristig im Verderben enden werden und die Gerechten spätestens mit Anbruch des Jüngsten Tages belohnt werden – das ist das „Aufmerken“.

24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. 25Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich. 26Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. 27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. 28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. 29Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde. 30Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. 31Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet. 32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.“

Das ist eine mehrfache Gerichtsankündigung für den Gottlosen. Der Gottlose sitzt auf einem Pulverfass bzw. ist wie ein Dorf am Fuße eines Vulkans, der unmittelbar vor dem Ausbruch steht.

Vers 26: Auch Gottlose haben viele Begabungen und Talente, aber sie sind „zu faul“, sie für Gott einzusetzen. Das brennt Gott in den Augen wie Rauch und ist wie ein stumpfes Gefühl auf den Zähnen. Indem ein Gottloser seine Begabungen und Talente nicht für Gott einsetzt, ist er wie ein Münchner Postbote, der seine Briefe und Päckchen einfach in die Isar (bayerischer Fluß) wirft, weil er zu faul ist, sie auszutragen. Der Gottlose lebte nur für sich selbst, aber Gott wollte, daß er auch für andere lebte. Wie ein Postbote durch die Zustellung seiner Sendungen die Kunden der Post erfreut, soll ein Mensch durch seine Begabungen und Talente seine Mitmenschen erfreuen und nicht nur für sich selbst leben. Von der Faulheit zum Fleiß gelangt man allerdings nur durch Glauben an Jesus. Er kann uns helfen, unsere Begabungen und Talente zu entfalten.

Phil 2,4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Vers 27: Es wird nicht unbedingt die Zeit der Existenz des Gottlosen auf Erden verkürzt, sondern gemeint ist, daß er im feurigen Pfuhl landen wird, das ist der zweite Tod. Während der Gläubige in Gemeinschaft mit Gott lebt, ist der Gottlose geistlich tot. Dies ist auf Erden schon Wirklichkeit, nur nicht so offenbar. Voll offenbar werden wird es nach dem Jüngsten Tag. Auf Erden sind die Christen die geistlich Lebendigen und die Gottlosen die geistlich Toten (auf Erden ist das aber nicht jedermann offenbar). Wie gesagt, der Unterschied wird in der Ewigkeit aber viel, viel offensichtlicher sein als auf Erden: Der geistliche Tod des Gottlosen manifestiert sich durch seinen ewigen Aufenthalt im feurigen Pfuhl (ewiger Tod) und das geistliche Leben des Christen durch seinen ewigen Aufenthalt in der Gegenwart Gottes (ewiges Leben). In der Ewigkeit gilt: Während der Gottlose immerfort tot ist, ist der Christ immerfort lebendig – so werden die Jahre des Gottlosen verkürzt.

Vers 30: „im Lande“ ist die ganze Erde; mit Anbruch des Jüngsten Tages werden die Gläubigen auf Erden herrschen und die Gottlosen von ihr verschwinden.

Vers 31: Man sollte sehr (mehr) darauf achten, was man so redet, denn Vers 31 hört sich so an, als ob der Gottlose nur für sein falsches Reden gerichtet (ausgerottet) werden würde – natürlich wird er auch für gottlose Gedanken und Taten bestraft. Es geht darum: Manche meinen, es sei nicht so schlimm, mit Wort zu sündigen, wie mit Taten zu sündigen. Vers 31 belehrt uns eines Besseren, indem das Verderben des Gottlosen ganz auf seine böse Zunge bezogen wird – sehr ernüchternd.

Vers 32: 1Tim 6,3 Wenn jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesus Christus und bei der Lehre, die dem Glauben gemäß ist, (der ist ein Gottloser mit verkehrtem Mund; R. B.).

 

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 9

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen. 2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch bereitet 3 und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt: 4 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 5 »Kommt, esst von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe! 6 Verlasst die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege der Klugheit.« 7 Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach. 8 Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse; rüge den Weisen, der wird dich lieben. 9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. 10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand. 11 Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines Lebens sich mehren. 12 Bist du weise, so bist du’s dir zugut; bist du ein Spötter, so musst du’s allein tragen. 13 Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts von Scham. 14 Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der Stadt, 15 einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln: 16 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 17 »Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.« 18 Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen, dass ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.

Auslegung

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen.“

Das „Haus“ der Weisheit ist die christliche Kirche. Jesus, die Weisheit, ist in der christlichen Kirche gegenwärtig. „Sieben Säulen“ erinnert an die sieben Gemeinden, von denen in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes die Rede ist. Die sieben Gemeinden wiederum repräsentieren die Gesamtkirche aller Zeitalter.

Offb 1,4 Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem (Gott; R. B.), der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern (der Heilige Geist; R. B.), die vor seinem Thron sind,

Epheser 2, 19-22 19 So seid ihr (die Epheser; R. B.) nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

1Petr 2,6 Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«

2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch bereitet 3 und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:“

Das erinnert uns an das hochwürdige Sakrament des Altars, das heilige Abendmahl. Durch das heilige Abendmahl wird der Bund mit Gott, in den wir durch die sakramentale Taufe eingetreten sind, immer wieder erneuert. Es geht hier keinesfalls um eine symbolische Handlung; genauso wie wir bei der Taufe real mit Christus gestorben und auferstanden sind, nehmen wir beim heiligen Abendmahl seinen Leib und sein Blut zu uns – es ist ein sakramentales Essen und Trinken. Die „himmlische Arznei“ stärkt uns und hilft uns, die Sünde zu überwinden. Beim heiligen Abendmahl empfängt der Gläubige, der im täglichen Kampf gegen die Sünde seine tiefe, tiefe Sündhaftigkeit immer mehr erkennt und darüber fast verzweifeln möchte, die Vergebung. Im Gegensatz dazu empfängt der freche Sünder beim heiligen Abendmahl  keine Vergebung, sondern er isst und trinkt sich selbst Gericht.

Siehe auch Das heilige Abendmahl.

Hebr 9,14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! (durch die Kraft Christi lassen wir die Sünden zunehmend und bekommen so immer mehr ein gutes Gewissen)

„sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:“

Mt 5,14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Durch den edlen Charakter ihrer Glieder ist die Kirche wie eine Magd, die auf den Höhen der Stadt ruft bzw. wie eine Stadt auf dem Berge.

Charakterzüge eines Christen:

  • Bescheidenheit
  • Mitgefühl
  • Sanftmut
  • Verlangen nach Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
  • Reinheit persönlicher Motive
  • Versöhnlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Standhaftigkeit im Glauben

Siehe auch Auslegung Bergpredigt.

Im Gegensatz zum wirklichen Christen sind die Bürger dieser Welt herrschsüchtig, hochmütig, stolz, arrogant, prahlerisch, ehrsüchtig, geldgierig, brutal, egoistisch, unbarmherzig, rachsüchtig, neidisch, feige, schmeichlerisch, heuchlerisch, kriecherisch, opportunistisch, etc. Auch wenn die Welt noch so sehr darauf besteht, darf ein Christ niemals seinen freundlichen Charakter aufgeben und den Charakter eines Bürgers dieser Welt annehmen – das wäre sein Untergang. Der Christ soll weder der stolze, herrschsüchtige Leithammel sein, noch derjenige, der sich einem solch anmaßenden Menschen unterwirft (Kriecherei, Feigheit, etc.). Ein Christ soll kein „Radfahrer“ sein, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

Eben weil der Christ sakramental mit Jesus verbunden ist, bringt er die oben genannten Charaktereigenschaften wie Bescheidenheit, Mitgefühl, Sanftmut, Gerechtigkeit, etc. hervor. Unsichtbar nimmt der Christ ständig an einem Hochzeitsmahl („geschlachtetes Vieh, Wein, Tisch“) teil und dadurch ist er ganz anders wie die Bürger dieser Welt.

„4 ‚Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!‘, und zum Toren spricht sie: 5 ‚Kommt, esst von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe! 6 Verlasst die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege der Klugheit.'“

„Torheit“ ist irgendeine falsche Religion. Alle falschen Religionen entbehren der Kraft, durch die wir uns bessern können: Jesus Christus. Die Anhänger falscher Religionen halten irgendwelche Rituale, aber sie bessern sich nicht wirklich sittlich-moralisch im alltäglichen Leben. Sie können sich nicht bessern, weil sie nicht sakramental mit Jesus verbunden sind. Sie nehmen nicht unsichtbar an einem Hochzeitsmahl (Brot, Wein) teil und sind deswegen profane, langweilige Bürger dieser Welt. Übrigens sind auch die Evangelikalen nicht mit Jesus verbunden, auch wenn sie noch so viel von einem gewissen Jesus reden, weil sie die Sakramente bzw. den sakramentalen Charakter des Christentums verleugnen. Die Evangelikalen (Wiedertäufer) sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen. Wenn auch die christliche Kirche die Irrlehrer (z. B. Leiter und Prediger evangelikaler Gemeinden) verflucht, lädt sie doch deren verführte Schäfchen (gewöhnliche Gemeindeglieder falscher Religionsgemeinschaften) ein, die Torheit (z. B. evangelikale Gemeinde bzw. evangelikaler Glaube) zu verlassen und in ihr Haus zu kommen. Jeder Evangelikale sage sich von seiner Wiedertaufe los und beziehe sich wieder auf seine sakramentale Kindertaufe.

7 Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach. 8 Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse; rüge den Weisen, der wird dich lieben. 9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.“

Keinesfalls sollten sich Lehrer der christlichen Kirche zu Gesprächen mit Irrlehrern (Spöttern) treffen. Es ist nicht nur Zeitverschwendung sondern sogar Sünde. Wie kann man sich mit einem Irrlehrer treffen, wenn Gott sogar verboten hat, ihn zu grüßen? Viel besser ist es, die verführten Schäfchen der Spötter zu sich einzuladen. In der Kirche ist der Geist Christi gegenwärtig und wird sein Werk an den Eingeladenen tun. Es ist schon ein großer Schritt nach vorne, wenn ein Glied einer falschen Religionsgemeinschaft einen Gottesdienst der christlichen Kirche besucht. Durch seinen Schritt heraus aus seiner falschen Religionsgemeinschaft hin zur christlichen Kirche beweist der Tor schon ein Stückchen Weisheit, da ist ein Hoffnungsschimmer, und gemäß Vers 9 sollte man ihm geben und lehren. Durch seinen Schritt heraus hat Christus, die Weisheit, vielleicht schon ein bisschen Raum in ihm. Man sollte sich nicht mit Leuten abgeben, die nicht bereit sind, den Schritt heraus zu tun. Der Schritt heraus ist immer der allererste Schritt – danach kommt alles andere.

„10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.“

Die Furcht des Herrn beginnt damit, daß man religiösen Ritualen abschwört und sich statt dessen wirklich sittlich-moralisch bessern will. Weiter wird man durch die sakramentale Taufe, die man im Glauben empfängt, mit dem Heiligen (Jesus) verbunden. Jesus verhilft uns dazu, unsere sündige Natur zu überwinden und uns so wirklich zu bessern. Die Kindertaufe ist gültig – keine Wiedertaufe. Wer erst als Erwachsener erweckt wird und schon als Kind getauft wurde, kann sich einfach auf seine Kindertaufe beziehen.

Bei der sakramentalen Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Der Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Allerdings können wir durch die Verheißungen der Taufe, daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind, unsere sündigen Neigungen überwinden. Wenn wir täglich die Kraft der Taufe gegen uns selbst anwenden, werden wir immer mehr in Gott hineinwachsen und schließlich die Ewigkeit mit ihm verbringen. Wenn wir die Kraft der Taufe nicht täglich anwenden, werden wir am Jüngsten Tag verdammt werden trotz der Taufe. Die Taufe ist nur die Eingangstür in ein christliches Leben – aber an uns ist es, dieses Leben auch wirklich zu leben. Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel.

11 Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines Lebens sich mehren.“

„Viele Tage“ bzw. „sich mehrende Jahre“ bedeutet nicht eine lange Existenz auf Erden, sondern viele Jahre „im Herrn“. Die wirklichen Lebensjahre, die Jahre, die zählen, sind die, die man in der Gegenwart Gottes verbringt. Das gilt auch dann, wenn man sehr schwere äußere Umstände hat. Die Freundschaft mit Gott kostet einen die Freundschaft der Welt. Wir ein Freund Gottes wird, wird die Feindschaft der Welt ernten.

12 Bist du weise, so bist du’s dir zugut; bist du ein Spötter, so musst du’s allein tragen.“

Durch die Weisheit erlangt man nicht nur viele wahre Lebensjahre, sondern man wird am Jüngsten Tag auch nicht gerichtet werden („dir zugut“). Wer allerdings nicht durch die Kraft Jesu ein Leben der sittlich-moralischen Besserung führt (der Spötter), wird am Jüngsten Tag gerichtet werden, selbst wenn er die Rituale seiner falschen Religion fleißig praktizierte. Er wird die Strafe für seine Sünden selbst tragen müssen und in einem feurigen Pfuhl gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit („musst du’s allein tragen“).

Mt 25,34 Da wird dann der König (Jesus; R. B.) sagen zu denen zu seiner Rechten (Christen; R. B.): Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

Mt 25,41 Dann wird er (Jesus; R. B.) auch sagen zu denen zur Linken (Nicht-Christen; R. B.): Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

Prinzipiell ist mit dem Wort „Spötter“ der Irrlehrer gemeint. Je mehr jedoch ein einfaches Glied einer falschen Religionsgemeinschaft in die Mysterien seiner falschen Religion eingeweiht ist und bei der falschen Religion bleibt trotz Warnungen durch die christliche Kirche, desto mehr wird aus dem einfachen Gemeindeglied eine Art Spötter, auch wenn er innerhalb seiner falschen Religionsgemeinschaft kein Lehr- oder Leitungsamt hat. Durch Hartnäckigkeit und Halsstarrigkeit degeneriert der Tor immer mehr zu einer Art Spötter und wird dann auch das Schicksal der Spötter (Irrlehrer) teilen in einem feurigen Pfuhl. Gott wird im Gericht seine Entschuldigung „jene verführten mich, ich war doch verführt“ nicht gelten lassen, hat er doch die Warnung der Weisheit, ausgesprochen durch die christliche Kirche, verschmäht.

13 Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts von Scham. 14 Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der Stadt, 15 einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln: 16 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 17  ‚Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.'“

Frau Torheit weiß deswegen nichts von Scham, weil sich ihre Anhänger durch das Praktizieren bestimmter Rituale von wahrer Rechtschaffenheit im Alltag dispensieren. Stellen wir uns einen Billige-Gnade-Protestanten (meist einfach Protestant genannt) vor. Er habe einige muslimische Arbeitskollegen. Wenn das Gespräch auf Religion kommt, sagt er zu seinen muslimischen Kollegen: „wir beten doch alle den gleichen Gott an“, obwohl er innerlich zumindest eine Ahnung davon hat, daß das nicht stimmt. Naja, aber er will halt nicht riskieren, daß seine muslimischen Kollegen ihn beim Chef anschwärzen, er sei religiös so intolerant, was wiederum zur Folge haben könnte, daß er vom Chef als Störer des Arbeitsfriedens zurechtgewiesen werden könnte. Sein schlechtes Gewissen beruhigt er damit, daß er sich sagt, Jesus habe die Strafe für seine Sünden im Voraus bezahlt und so sei auch diese Sünde vergeben. Er kommt gar nicht auf die Idee, sich vor seinem Gott zu schämen wegen seiner Feigheit („weiß nichts von Scham“), denn indem er zu seinen muslimischen Kollegen sagte: „wir beten doch alle den gleichen Gott an“, hat er Christus feige verleugnet.

Wie oben gesagt, fällt ein echter Christ durch seinen freundlichen Charakter auf („Stadt auf dem Berg“). Allerdings würde diese Freundlichkeit beinhalten, einem muslimischen Kollegen die Wahrheit über seine Religion zu sagen, auch wenn ihn das sehr verdrießen würde, ihm sehr unfreundlich erscheinen würde. Ein Christ will aber im Sinne Gottes freundlich sein und nicht im Sinne der Menschen. Aber natürlich riskiert der wahre Christ einen Konflikt mit seinen muslimischen Kollegen und einen „Anschiss“ vom Chef, vielleicht sogar die Kündigung, um Christi willen.

„Frau Torheit“ ist deswegen so verführerisch, weil sie dem „Billige-Gnade-Protestanten“ weismacht, er könne vollkommen konfliktfrei in dieser Welt leben (z. B. Arbeitsplatz) und gleichzeitig ein Freund Gottes sein. „Frau Torheit“ spricht: „Herrlichkeit hier und Herrlichkeit dort – ich mache es möglich“.

Die Weisheit spricht im Gegensatz zur Torheit: „Irdische Herrlichkeit und himmlische Herrlichkeit schließen sich meistens gegenseitig aus“

„17  Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.“

Wenn wir uns die verschiedenen falschen Religionen anschauen, bemerken wir, daß sie vieles vom Christentum gestohlen haben. Unglaublich z. B. was der dumme Mohammed alles aus der Bibel gestohlen und in seinem Drecks-Koran verwurstelt hat, völlig sinnentstellend. Die Torheit hilft ihrem Anhänger, sich einer Illusion hinzugeben: wie „süß“ ist es, religiös sein zu können und gleichzeitig ein Freund der sündigen Welt – Frau Torheit macht’s scheinbar möglich (das mögen die Muslime gar nicht gerne hören, aber sie gehören doch zur sündigen Welt, Babylon). Oder nehmen wir die Evangelikalen. Beides, ihre Taufe und ihr Brotbrechen, und anderes haben sie von der christlichen Kirche gestohlen. Allerdings wird man durch Taufe und Brotbrechen der Evangelikalen nicht mit Christus verbunden, der allein uns zu sittlich-moralischer Besserung verhelfen kann. Die Evangelikalen gehören auch zur sündigen Welt und wie unerträglich wäre es, durch die wahren Sakramente der Kirche mit Christus verbunden zu sein und gleichzeitig mit der sündigen Welt. Deswegen haben sie ein rein symbolisches Brotbrechen und eine rein symbolische Taufe, die totale Verzerrung des sakramentalen Abendmahls und der sakramentalen Taufe. Wenn sie von Nachfolge reden, ist das eine Nachfolge aus dem Fleisch heraus, die nicht funktionieren kann und ggf. in tiefster Depression bis hin zum Selbstmord endet.

18 Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen, dass ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.“

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 8

1 Ruft nicht die Weisheit, und lässt nicht die Klugheit sich hören? 2 Öffentlich am Wege steht sie und an der Kreuzung der Straßen; 3 an den Toren am Ausgang der Stadt und am Eingang der Pforte ruft sie: 4 O ihr Männer, euch rufe ich und erhebe meine Stimme zu den Menschenkindern! 5 Merkt, ihr Unverständigen, auf Klugheit, und ihr Toren, nehmt Verstand an! 6 Hört, denn ich rede, was edel ist, und meine Lippen sprechen, was recht ist. 7 Denn mein Mund redet die Weisheit, und meine Lippen hassen, was gottlos ist. 8 Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Falsches darin. 9 Sie sind alle recht für die Verständigen und richtig denen, die Erkenntnis gefunden haben. 10 Nehmt meine Zucht an lieber als Silber und achtet Erkenntnis höher als kostbares Gold. 11 Denn Weisheit ist besser als Perlen, und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen. 12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben. 13 Die Furcht des HERRN hasst das Arge; Hoffart und Hochmut, bösem Wandel und falschen Lippen bin ich Feind. 14 Mein ist beides, Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht. 15 Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht. 16 Durch mich herrschen die Fürsten und die Edlen richten auf Erden. 17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. 18 Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibendes Gut und Gerechtigkeit. 19 Meine Frucht ist besser als Gold und feines Gold, und mein Ertrag besser als erlesenes Silber. 20 Ich wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Straße des Rechts, 21 dass ich versorge mit Besitz, die mich lieben, und ihre Schatzkammern fülle.

22 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. 23 Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. 24 Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen. 25 Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, 26 als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. 27 Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe, 28 als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, 29 als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte, 30 da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit; 31 ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern. 32 So hört nun auf mich, meine Söhne! Wohl denen, die meine Wege einhalten! 33 Hört die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den Wind! 34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich, dass er hüte die Pfosten meiner Tore! 35 Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom HERRN. 36 Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen, lieben den Tod.

Auslegung

„1 Ruft nicht die Weisheit, und lässt nicht die Klugheit sich hören? 2 Öffentlich am Wege steht sie und an der Kreuzung der Straßen; 3 an den Toren am Ausgang der Stadt und am Eingang der Pforte ruft sie:“

„Öffentlich“ würde heute bedeuten, daß der echten, christlichen Kirche Sendezeit durch die  öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (Fernsehen plus Radio) gegeben würde. Natürlich, die evangelische Kirche und die römisch-katholische Kirche bekommen Sendezeit, aber wir alle wissen, daß diese beiden Kirchen nicht mehr die reine Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel bringen. Ihre Lehre ist aufklärerisch-materialistisch verzerrt zusätzlich zu dem, was sie von Haus aus schon falsch lehren. Für die Rundfunkanstalten, die, wie ich vermute, im Interesse des Staates handeln, ist allein die aufklärerisch-materialistische Komponente wichtig, denn das ist nunmal bei uns die Staatsreligion. Strenggenommen haben wir in Deutschland keine Religionsfreiheit mehr sondern eine Art Theokratie (das Wort passt nicht ganz): Der Staat duldet eigentlich nur noch die Religion (Weltanschauung) des aufklärerischen Materialismus. All die vielen Religionsgemeinschaften, die es bei uns gibt, und die den Eindruck der Religionsfreiheit entstehen lassen, vermitteln letztendlich alle das gleiche Menschenbild:

Kleiner, mickriger Spießbürger, der immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt ist und religiös und sexuell sehr tolerant ist. Es soll auch viel Wert legen auf das Erwerben von Statussymbolen (Haus, Auto, etc.), Zukunftsvorsorge treiben und genußsüchtig sein.

Nur oberflächlich betrachtet haben wir Religionsfreiheit. In der Wirtschaft passiert es oft, daß eine kleine Firma einer Branche von einer großen geschluckt wird. Die kleinen Firmen fahren aber weiterhin mit ihren alten Firmenautos herum, sodaß für den Uneingeweihten der Eindruck entsteht, wir hätten eine Marktwirtschaft mit freier Konkurrenz vieler von einander unabhängiger Firmen. Auch das ist ein Trugbild. Die vielen Religionsgemeinschaften, die wir haben, unterscheiden sich nur nach dem Namen, der äußeren Hülle. Was die Lehre angeht, ist es im Grunde genommen alles ein Verein.

Für Salomo war offensichtlich keine Zeit vorstellbar, wo man nicht mehr die Weisheit und die Klugheit (Jesus bzw. die Kirche, die in seinem Auftrag predigt) in der Öffentlichkeit (früher Kreuzungen der Straßen, Tore der Stadt; heute Massenmedien) hören kann. Aber diesen Zustand haben wir heute – das ist die Apokalypse. Wenn „ich“ den Fernseher einschalte (keine Angst, ich hab‘ keinen) und schau‘ mir was Kirchliches an – nur Schrott, nur Käse, Mist.

In der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes wird das so ausgedrückt:

Offb 11,8 Und ihre (der judenchristlichen Kirche und der heidenchristlichen Kirche; R. B.) Leichname (die geistliche tote Kirche samt ihren Gliedern; R. B.) werden liegen auf dem Marktplatz (Öffentlichkeit; R. B.) der großen Stadt (die Welt, auch Babylon genannt), die heißt geistlich: Sodom und Ägypten („Sodom“ und „Ägypten“ sind wie „Babylon“ Pseudonyme für die Welt und deuten deren sittlich-moralische Verkommenheit an), wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.

Offb 11,9 Und Menschen aus allen Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihre Leichname drei Tage und einen halben und lassen nicht zu, dass ihre Leichname ins Grab gelegt werden.

Johannes prophezeit in seiner Apokalypse, daß eine Zeit kommen wird, wo die Kirche, die eben aus Judenchristen und Heidenchristen besteht, geistlich tot sein wird („Leichname liegen auf dem Marktplatz“; geistlich tote Christen in der Öffentlichkeit). Nahezu alle Menschen, die sich heute Christen nennen, sind geistliche Leichname, also keine wahren Christen. Jene geistlich toten Christen dienen der Welt (Menschen aus allen Völkern, Stämmen, etc.) noch als menschliche Roboter in ihren dreckigen Fabriken und lauten Büros („lassen nicht zu, dass ihre Leichname ins Grab gelegt werden“). Die Welt ist völlig zufrieden mit dem geistlichen Tod der Kirche; den physischen Tod erspart sie ihr bzw. will ihn gar nicht, da das „Christentum“ jener toten Christen wie folgt aussieht: Kleiner, mickriger Spießbürger, der immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt ist, … Jene toten Christen (z. B. Billige-Gnade-Protestanten) haben sich so sehr an die Welt angepasst, daß die Welt sie nicht nur nicht töten will, sondern sie sogar ausdrücklich bei sich haben will.

Siehe auch Auslegung Offenbarung 11, 1-14.

4 O ihr Männer, euch rufe ich und erhebe meine Stimme zu den Menschenkindern! 5 Merkt, ihr Unverständigen, auf Klugheit, und ihr Toren, nehmt Verstand an! 6 Hört, denn ich rede, was edel ist, und meine Lippen sprechen, was recht ist. 7 Denn mein Mund redet die Weisheit, und meine Lippen hassen, was gottlos ist. 8 Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Falsches darin. 9 Sie sind alle recht für die Verständigen und richtig denen, die Erkenntnis gefunden haben.“

Verzweifelt bittet die Weisheit die Menschen, ihr zuzuhören mit dem Hinweis auf die Vorzüglichkeit ihrer Rede. Das Problem sind die vielen Irrlehrer, die Falsches reden. Die Menschen haben jegliches religiöses Gefasel satt, die Nase voll davon. Sie neigen dazu, die Reden der Weisheit mit den Reden der Irrlehrer in einen Topf zu werfen, da sie schon so oft betrogen wurden und wissen, daß sogenannte Prediger es praktisch immer nicht auf ihr Seelenheil sondern ihr Bankkonto abgesehen haben. Gerade heute, wo das Predigen falscher Lehren ein in der Geschichte nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat, brauchen wir ein Identifikationsmerkmal für den Prediger, der die echte Lehre Gottes bringt, die Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel.

Jesus selbst war glaubwürdig, weil er nichts Neues lehrte, kein Neuerer („Neuerer“ ist ein Schimpfwort auf dem Gebiet der Theologie) war, sondern nur Einiges, was im Alten Testament etwas verborgen war, mehr beleuchtete. Was Jesus lehrte, ist eigentlich schon im Alten Testament, der Heiligen Schrift der Welt vor Christi Geburt und auch noch kurz nach der Zeitenwende, enthalten. Jesus war kein Idiot wie Mohammed, der einfach in seinem kranken Hirn irgendwelche Fabeln ohne historische Grundlage ausgesponnen hat – niemals war er das. Die Geschichte der christlichen Kirche, die Jesus und die Apostel gegründet haben, ist nichts weiter als die Fortsetzung der Geschichte Gottes mit seinem alten Volk Israel. Diese Kontinuität macht Jesus und seine Lehre so glaubwürdig. Und auch schon in alttestamentlicher Zeit konnte man nur gerecht werden durch Glauben an einen Erlöser – wie gesagt, diese Lehre ist im Alten Testament etwas verborgen. Weiter wurde Jesus von Johannes dem Täufer bestätigt, der zu seiner Zeit der heiligste Mensch in Israel war. Kein Mensch, der eine Predigt von Johannes hörte, wäre jemals auf die Idee gekommen, jener könnte lügen. Johannes war die personifizierte Glaubwürdigkeit und er bestätigte Jesus als Sohn Gottes. Das Zeugnis des Johannes ist auch für uns heute noch wichtig, denn wir haben hiermit zuverlässige Kunde, daß Jesus Gottes Sohn war bzw. ist und daß er kein Betrüger wie der dämliche Mohammed, der falsche Prophet der Muslime, war. Weiter wies sich Jesus durch seine Zeichen und Wunder als Gottes Sohn aus. Durch die Erscheinung des Herrn, Jesus, erfüllten sich einige Prophezeiungen aus dem Alten Testament. Auch dies bestätigt seine Gottessohnschaft – er war tatsächlich der verheißene Messias.

Einige Prophezeiungen, die sich durch Jesus erfüllten:

  • Jes 7,14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. (die Mutter Jesu, Maria, war tatsächlich eine Jungfrau)
  • Mi 5,1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. (Jesus wurde tatsächlich in Bethlehem geboren)
  • Jer 31,15 So spricht der HERR: Man hört Klagegeschrei und bittres Weinen in Rama: Rahel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder; denn es ist aus mit ihnen. (tatsächlich ließ König Herodes der Große eine ganze Anzahl kleiner Kinder ermorden, unter denen er Jesus wähnte)
  • Sach 11,13 Und der HERR sprach zu mir: Wirf’s hin dem Schmelzer! Ei, eine treffliche Summe, deren ich wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie ins Haus des HERRN, dem Schmelzer hin. (Judas verriet Jesus tatsächlich für dreißig Silberlinge)

Ich wage, zu behaupten, daß wir heute in einer Zeit leben, wo es geistlich finsterer ist als zur Zeit Jesu; wir brauchen einen Neuanfang. Wir brauchen wieder Menschen, die in apostolischer Vollmacht predigen und deren Predigt von Zeichen und Wundern (Heilungen) begleitet wird (keine Angst, ich bin weder Pfingstler noch Charismatiker). Wir brauchen wieder eine Kirche in der Zeichen und Wunder das schlechthin normale sind. Ein Verein, der immer von übernatürlichen Dingen redet, wo man aber nie Übernatürlichkeit sieht, ist schlichtweg nicht das, was er meint, zu sein. Vers 9, oben, bezieht sich auf die wahre Kirche, den Ort des Wunders („die Worte der Weisheit sind alle recht für die Verständigen und richtig denen, die Erkenntnis gefunden haben“; die Verständigen und die, die Erkenntnis gefunden haben, sind die Kirche; Wunder sind möglich im Raum der Kirche durch die Weisheit, Jesus; es sollte dem säkularen Menschen zu denken geben, daß unter jenen Menschen, die die Worte der Weisheit annehmen, Wunder geschehen; hinter den Worten der Weisheit steckt also etwas, Macht und Kraft).

Gebet: „Jesus, sende Arbeiter in deine Ernte, schicke Prediger mit Vollmacht.“

Das Hauptmerkmal der Lehre jener vollmächtigen Prediger wird sein, daß sie uns keine Rechtfertigung für unsere Sünden liefern (religiöse Rituale), sondern uns auf die Kraft Jesu Christi hinweisen, durch die wir uns in Tat und Wahrheit sittlich-moralisch bessern können („meine Lippen sprechen, was recht ist.“). Der Glaube ist der wahre, der mit sittlich-moralischer Besserung einhergeht, wobei hier entscheidend ist, wie Gott die Dinge sieht. Zum Beispiel ist das, was Gott unter Liebe versteht, häufig etwas ganz anders als das, was die Welt unter Liebe versteht. Hier muß man aufpassen, daß man nicht falsch urteilt.

„meine Lippen hassen, was gottlos ist.“

Jene Prediger werden auch nicht die Zusammenarbeit mit den Irrlehrern suchen, wie es heute Bischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx tun und sich z. B. mit muslimischen „Geistlichen“ treffen, sondern sie ganz einfach verfluchen („hassen mit ihren Lippen“). Alles was die christliche Kirche für den Irrlehrer übrig hat, ist der Fluch. Amen. Natürlich sind Bedford-Strohm und Marx auch selbst Irrlehrer – Fluch über sie!

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(Beachte: Vor lauter Feigheit haben sie ihre Kreuze abgelegt; Christus wird sie vor seinem Vater verleugnen, so wie sie ihn verleugneten; Mt 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater; auf dem Bild von links: Bedford-Strohm, Scheich Omar Awadallah Kiswani , Marx)
 

„ihr Toren, nehmt Verstand an!“

Jene Prediger werden nicht zu z. B. Muslimen oder Juden sagen, sie bräuchten sich nicht zum Christentum zu bekehren, sondern ihnen sagen, daß sie endlich Verstand annehmen (sich zum Christentum bekehren) sollen.

„nichts Verkehrtes noch Falsches darin.“

Die Lehre jener Prediger wird sich völlig auf den Befund der Bibel stützen. Es wird nicht möglich sein, ihnen nachzuweisen, daß sie irgendetwas predigen, das nicht dem Befund der Bibel entspricht. Den Befund der Bibel erhält man, wenn man jeden Vers der Bibel so auslegt, daß kein Widerspruch zum Gesamtinhalt der Bibel bzw. allen anderen Versen der Bibel entsteht – das ist eine wahre Kunst.

„O ihr Männer“

Jene Prediger sprechen nicht nur zu jenen, die so heruntergekommen sind, daß sie geistlich gar nichts mehr beurteilen können, sondern zu dem „vollen Mann“, der Dinge beurteilen kann. Sie wollen niemand hereinlegen, suchen keine dummen Schafe, die sowieso alles und jedem glauben. Sie scheuen nicht die Konfrontation mit dem gestandenen „Mann“, der sie hinterfragt, die Geschichte kennt, logisch-rational denkt, innerlich aufrichtig ist, reif ist, realistisch ist, etc.

„10 Nehmt meine Zucht an lieber als Silber und achtet Erkenntnis höher als kostbares Gold. 11 Denn Weisheit ist besser als Perlen, und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen. 12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben.“

„Zucht“ hat nichts mit der Askese der Fanatiker zu tun, sondern ist Disziplin mit Weisheit. „Zucht“ bedeutet, durch die Kraft Jesu Christi das sündige Fleisch zu überwinden. Unser Fleisch will Reichtum erlangen auch auf Kosten von Gerechtigkeit. Da müssen wir unser Fleisch, das heißt uns selbst, unter „Zucht“ nehmen und auf Reichtum („Silber“, „Gold“, „Perlen“) verzichten, falls wir dafür im Beruf ungerecht handeln müssten. Das ist übrigens durchaus nicht weit hergeholt oder an den Haaren herbeigezogen. Zöllner und Soldaten, das heißt Berufstätige, kamen zu Johannes dem Täufer und fragten, wie sie konkret Buße tun sollten:

Lukas 3, 12-14 12 Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! 14 Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!

Jak 5,4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer (ungerechte Gutsherren; R. B.) Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth.

1Mo 31,41 So habe ich (Jakob; R. B.) diese zwanzig Jahre in deinem (Laban; R. B.) Hause gedient, vierzehn um deine Töchter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal verändert.

1Sam 25,11 Sollte ich (der böse Viehzüchter Nabal; R. B.) mein Brot und mein Wasser nehmen und mein Fleisch, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und Leuten (die Leute Davids; R. B.) geben, von denen ich nicht weiß, wo sie her sind? (David und seine Leute hatten Nabal’s Herden beschützt, er aber verweigerte ihnen den Lohn für ihren Dienst in Form von Brot, Wasser und Fleisch)

Wir sehen also, das Erwerben von Reichtum im kommerziellen Bereich geht oft mit Betrug, das heißt Ungerechtigkeit, einher. Und immer wenn manche überproportional viel aus dem Kuchen herausschneiden, den täglich alle produzieren, müssen andere Mangel leiden – das ist das Verwerfliche am Schnell-Reichtum-erlangen-wollen.

Wer allerdings unter der „Zucht“ der Weisheit, Jesus, ist, der verzichtet lieber auf Reichtum um der Gerechtigkeit willen bzw. er verzichtet lieber auf Reichtum, bevor er eine Ungerechtigkeit begeht.

Gold, Silber und Perlen werden sich buchstäblich in Nichts auflösen am Jüngsten Tag; was aber bleibt ist die Erinnerung an unser sittlich-moralisches Verhalten. Gott wird uns in der Ewigkeit Macht, Ehre und Reichtum geben, wenn wir hier auf Erden um der Gerechtigkeit willen darauf verzichten. So bedeutet langfristig gesehen unser Verzicht doch keinen materiellen Verlust. Wir müssen lernen auf das Zukünftige zu schauen statt auf das, was vor Augen ist.

Hebr 11,6 Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.

Hebräer 11, 24-26 24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, 25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden als eine Zeit lang den Genuss der Sünde haben, 26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung.

Hebr 13,14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben.“

Hören wir also auf den guten Rat der Weisheit, die uns versichert, ihr Rat sei gut.

13 Die Furcht des HERRN hasst das Arge; Hoffart und Hochmut, bösem Wandel und falschen Lippen bin ich Feind.“

Vers 13 bestätigt das zuletzt Gesagte. „Zucht“ bedeutet nicht religiös-fanatische Askese sondern das Meiden des Bösen im Alltag durch die Kraft Christi.

Der wahrhaft Gläubige wird niemals meinen, sein Glaube erhebe ihn über die „Ungläubigen“ („Hoffart“ und „Hochmut“), sodaß er mit sich selbst nachsichtig sein könnte, mit den „Ungläubigen“ (bei „Ungläubigen“ muß man zwischen getauften Menschen, die nicht erweckt sind, und nicht getauften Menschen unterscheiden) aber sehr streng (allerdings ist es angebracht, Nicht-Getauften mit einer gewissen Reserve zu begegnen, denn sie sind sozusagen Vollheiden, ganz draussen). Nein, der Gläubige wird immer zuerst sich gefordert sehen, gerecht zu handeln. Er wird es sich nicht herausnehmen, seinen sakramental getauften Mitmenschen, die quasi „ungläubig“ sind, weil sie nicht erweckt sind, zu zürnen wegen ihrer Sünden. Er wird sie auch nicht beleidigen oder verfluchen wegen ihrer Sünden. Der Christ ist sich seiner natürlichen Sündhaftigkeit bewußt und weiß, daß er nur durch Gnade, Jesus, überwindet – er ist im Grunde nicht besser als seine Mitmenschen. Er wird versuchen auch seine Mitmenschen auf den Erlöser hinzuweisen, der ihm hilft trotz seiner natürlichen Sündhaftigkeit gerecht zu handeln. Wollen seine Mitmenschen seine Botschaft nicht gleich annehmen, wird er gemäß der Bergpredigt, dem Wort von der Geduld, mit ihnen umgehen. Von Menschen, die nicht sakramental getauft sind, muß man streng fordern, daß sie scharfe Kritik an ihrer heidnischen Religion (z. B. Islam, Hinduismus, Buddhismus, etc.) „schlucken“ bzw. der Kritik sogar zustimmen, wie die Syrophönizierin tat, die von Jesus eine ungläubige Hündin genannt wurde (da sie es mit ihrer heidnischen Religion zu weit getrieben hatte, war ihr Kind besessen; jegliche heidnische Religion ist praktisch Teufelsanbetung und darüber kann man als Christ nicht so einfach hinwegsehen).

(wenn ein sakramental getaufter Mensch zu einer heidnischen Religion konvertiert ist, dann ist seine Taufe außer Kraft gesetzt; man muß ihn ähnlich grob wie einen nicht-getauften Heiden behandeln; im weitesten Sinne sind auch Weltanschauungen wie Kommunismus, Marxismus, Nationalsozialismus, Kapitalismus etc.  heidnische Religionen; einen Nationalsozialisten, der sakramental getauft sein mag, muß ich als treuer Christ genauso scharf kritisieren wie einen Muslimen wegen seines falschen Glaubens, Antichristentums)

Falsche Religionen führen zu Hoffart und Hochmut. Jene, die nicht der eigenen Religion anhangen, betrachtet man verächtlich als die „Ungläubigen“. Wenn man sich innerlich über andere stellt, führt das schnell dazu, daß man gegen sie sündigt (z. B. Herrschsucht, Zorn, Beleidigen, Fluchen, arrogant sein, brutal sein). Seine eigenen Sünden aber vergibt man sich selbst, durch das Halten bestimmter Rituale bzw. man glaubt, man habe die Vergebung der Sünden wie einen fixen Status unabhängig vom eigenen Benehmen. Ein Muslim ist schon ein guter Muslim, wenn er die fünf Säulen des Islam praktiziert. Andersgläubigen gegenüber kann er dabei bedenkenlos in der Wahl seiner Mittel sein (z. B. sie Herumkommandieren, ihnen zürnen, sie beleidigen, etc.), ohne seinen Status als guter Muslim zu verlieren – Hauptsache er praktiziert die fünf Säulen. In den Augen des wahren Gottes ist das aber „böser Wandel“. (wenn man sich einem Muslim gegenüber gemäß der Bergpredigt verhalten würde, würde er dies als Schwäche deuten und schamlos ausnutzen; am besten man geht auf Distanz zu ihnen, wenn sie keine scharfe Kritik an ihrer Religion annehmen wollen; bevor ich mich dem Muslim als Christ nähern kann, muß er zugeben, wie verwerflich seine Religion ist)

„falschen Lippen bin ich Feind.“

Das Allerschlimmste ist es natürlich, wenn jemand um des Gewinnes willen falsche Lehren verbreitet. Um seinen Gewinnes willen nimmt er den physischen und psychischen Ruin und ewigen Tod seiner Schäfchen in Kauf. Das ist wirklich schändlicher Gewinn.

Wenn wir im Gegensatz dazu unter der „Zucht“ der Weisheit sind, werden wir niemals falsche Lehren verbreiten um eines irdischen Vorteils willen – das hasst unsere Seele. Wir als einfache Christen werden Homosexuellen und Muslimen nicht zustimmen, wenn sie sagen, sie seien unsere geistlichen Brüder. Nein, Muslime und Homosexuelle sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen. Der Schaden, den wir dadurch erleiden, kann bis zum Verlust des Arbeitsplatzes gehen, denn wer heute nicht sexuell und religiös tolerant ist, der ist unter dem Bann. Der ordinierte Christ, der in der Gemeinde lehrt, wird nicht falsche Dinge erzählen, um Spenden seiner Zuhörer zu generieren (man könnte z. B. predigen, wirtschaftlicher Erfolg sei ein Zeichen für den Segen Gottes, mit dem Kalkül, daß wirtschaftlich erfolgreiche „Schäfchen“ auch mehr spenden; oder man predigt im Widerspruch zu Gottes Wort sexuelle und religiöse Toleranz, weil auch das mehr Erfolg der „Schäfchen“ am Arbeitsplatz bewirken könnte und somit mehr Spenden; oder man predigt im Widerspruch zu Gottes Wort, wie manche Brüdergemeinden tun, der Christ dürfe überhaupt kein Vermögen haben, auch nicht das kleinste, es müsse sozusagen möglichst immer mathematisch gleich Null sein – dies mit dem Kalkül, daß die „Schäfchen“ wirklich jeden Pfennig, den sie gerade im Moment nicht unbedingt brauchen, immer gleich als Spende abführen und nicht auf ein Konto legen).

14 Mein ist beides, Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht.“

Objektiv betrachtet funktionieren alle falschen Religionen nicht. Die christliche Religion allerdings funktioniert wirklich – da ist „Rat und Tat“. Im Mittelpunkt der christlichen Religion steht Jesus, die Weisheit.

Lukas 4, 31-36 31 Und er (Jesus; R. B.) ging hinab nach Kapernaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie am Sabbat. 32 Und sie verwunderten sich über seine Lehre; denn er predigte mit Vollmacht. 33 Und es war ein Mensch in der Synagoge, besessen von einem unreinen Geist, und der schrie laut: 34 Halt, was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu vernichten. Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 35 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der böse Geist warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. 36 Und es kam eine Furcht über sie alle, und sie redeten miteinander und sprachen: Was ist das für ein Wort? Er gebietet mit Vollmacht und Gewalt den unreinen Geistern und sie fahren aus.

Viele Menschen nehmen Schmerzmittel, wenn sie krank sind, statt die Ursache der Krankheit zu beseitigen. Das ist keine wirkliche Lösung. Entsprechend sind falsche Religionen nur Makulatur für die Probleme der Menschen oder verschlimmern sie sogar. Das Christentum bekämpft wirklich die tiefsten Ursachen unserer Probleme. Unser Grundproblem ist, daß der böse Geist Zugriff auf den Menschen hat seit Adam’s Fall. Anders ausgedrückt: Seit Adam’s Fall ist die menschliche Natur degeneriert, neigt sehr zum Sündigen.

Epheser 2, 1-2 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Wir alle haben degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt bzw. der Teufel hat Zugriff auf uns. Das Christentum löst dieses Problem dadurch, daß unser natürlicher Mensch, wir als natürliche Menschen, durch die sakramentale Taufe für tot erklärt werden. Außerdem empfangen wir im Zusammenhang mit der Taufe den heiligen Geist, der in die entgegengesetzte Richtung wirkt wie der böse Geist. Nach der Taufe sind wir immer noch die gleiche Persönlichkeit wie vor der Taufe mit samt ihrer Sünde. Nur müssen wir die Sünde nicht mehr tun, weil unser natürlicher, sündiger Mensch für tot erklärt wurde. Wenn also unser Leib sündigen will, brauchen wir ihm nicht zu folgen, da wir ja in unserer Eigenschaft als Sünder gestorben sind.

Der Gegenstand der Taufe ist der Tod und die Auferstehung von Jesus. Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Unser Leib bleibt sündig in sich selbst. Wie gesagt, überwinden wir unseren Leib dadurch, daß wir nicht mehr in der Sünde leben müssen, weil wir in unserer Eigenschaft als Sünder gestorben sind. Außerdem will der Heilige Geist, den wir im Zusammenhang mit der Taufe empfingen, unsere Glieder für gerechte Werke gebrauchen.

Das ist „Rat und Tat, Verstand und Macht“.

15 Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht. 16 Durch mich herrschen die Fürsten und die Edlen richten auf Erden. 17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. 18 Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibendes Gut und Gerechtigkeit. 19 Meine Frucht ist besser als Gold und feines Gold, und mein Ertrag besser als erlesenes Silber. 20 Ich wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Straße des Rechts, 21 dass ich versorge mit Besitz, die mich lieben, und ihre Schatzkammern fülle.“

15 Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht.“

Aufgrund von Vers 15 sollten wir nicht wähnen, jede Obrigkeit würde automatisch immer durch Christus, die Weisheit, regieren. Vielmehr ist der Vers so gemeint, daß diejenigen, die durch Christus regieren, die wahren Könige und Ratsherren sind.

Obrigkeit entsteht durch den Kampf rivalisierender Parteien, wobei schlicht und einfach der Stärkere sich durchsetzen wird („sieghaft und um zu siegen“, Offenbarung 6, 2). Diesen Sieg des Stärkeren muß die Kirche dann als Gottesurteil akzeptieren. Es hat hier allerdings nicht Gut über Böse gesiegt sondern der Stärkere über den Schwächeren. Wenn der Sieger an der Macht bleiben will, muß er seinen Job einigermaßen gut machen, andernfalls wird ein noch stärkerer kommen und … . Es wäre idiotisch, wenn die Kirche durch zuviel Einmischung in die Politik zwischen die Fronten der Rivalen geraden würde. Die Kirche sollte vielmehr versuchen, den Machthaber, der aus dem Kampf von zwei oder mehr Rivalen siegreich hervorgeht, im Sinne Gottes zu beeinflussen, sich aber vom Machtkampf selbst fernhalten. Diese Beeinflussung geschieht dadurch, daß die Kirche ihre ureigensten Aufgaben erledigt: Mission, Diakonie, Halten der Bergpredigt.

Normalerweise soll sich ein Christ der Obrigkeit unterordnen.

Röm 13,1 Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.

Es käme aber dem Wahnsinn gleich, zu glauben, daß eine Obrigkeit immer den Willen Gottes täte. Man darf nicht glauben, die Obrigkeit sei die sichtbare Stellvertreterin Gottes auf Erden. Der Beruf der Obrigkeit ist es einfach, für Recht und Ordnung zu sorgen. Eine Obrigkeit eines Landes herrscht immer über ein Mischung aus Christen und Nicht-Christen. Dies bedingt, daß ihr Regiment ganz anders aussehen muß wie das Regiment Gottes über die Kirche, die nur aus Christen besteht. Die Obrigkeit wird beim Setzen des Rechts auch immer den Willen der Nicht-Christen zu berücksichtigen haben. Wenn die Mehrheit eines Landes Nicht-Christen sind, wird das Recht häufig nicht christlichen Vorstellungen entsprechen (auch ein großer nicht-christlicher Bevölkerungsanteil, der unterhalb der Mehrheit sein mag, beeinflusst natürlich schon die Rechtssetzung). Allerdings wird wohl auch ein Land, das nur aus Nicht-Christen besteht, niemals den Mord oder den Diebstahl legalisieren, denn das würde den sofortigen Untergang jenes Landes bedeuten. Schwierig wird es für einen Christen, wenn die Obrigkeit z. B. Gesetze bezüglich der Religion macht. So forderte einstmals der babylonische König Nebukadnezar die Anbetung des Bildes eines Götzen und einige römische Kaiser wollten selbst als Gott angebetet werden. Hier gilt Folgendes:

Apg 5,29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Der fromme Jude Daniel und seine Freunde weigerten sich tatsächlich das Götzenbild Nebukadnezars anzubeten – sie gehorchten Gott mehr als Nebukadnezar. Niemals wären sie auf die Idee gekommen, zu glauben, Nebukadnezar’s Befehl bezüglich des Götzenbildes entspräche dem Willen des Gottes Israels. Christen weigerten sich, römische Kaiser anzubeten – auch sie wären nie auf die Idee gekommen, der Befehl des Kaisers bezüglich seiner Anbetung entspräche dem Willen des christlichen Gottes – sie gehorchten ihrem Gott mehr als dem Kaiser.

An Leuten wie König Nebukadnezar und einigen römischen Kaisern wird deutlich, daß eine beliebige Obrigkeit nicht immer automatisch den Willen Gottes tut bzw. durch Christus, die Weisheit, regiert.

Das Hitler-Regime tat viel Ungerechtes, wie z. B. das Erlassen folgender Gesetze gegen die Juden: Arierparagraph von 1933 und die Nürnberger Gesetze von 1935. Niemals entsprachen jene Gesetze dem Willen Gottes aber anscheinend dem Willen der Mehrheit des Deutschen Volkes – ein Staat ist eben keine Kirche, die nur aus Frommen besteht, sondern eine Mischung aus Frommen und Sündern. Der Wille der Sünder kann in ungerechten Gesetzen (in Gottes Augen ungerecht) zum Ausdruck kommen.

Wird eine Zeit kommen, da Könige durch Christus regieren und Ratsherren durch ihn das Recht setzen?

Dies wird erst der Fall sein bei der sichtbaren Wiederkunft Jesu Christi in der Gestalt Gottes, das heißt als Gott. Jesus Christus wird jene, die hier auf Erden nicht mit den anderen Menschen Krieg führten um Macht, Ehre und Reichtum, sondern sich um das Seelenheil ihrer Mitmenschen kümmerten, öffentlich herrschen lassen.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen (die Kirche; R. B.); denn sie werden das Erdreich besitzen.

Offb 5,10 und hast sie (Menschen, die an Jesus glauben; R. B.) unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

Natürlich sind Christen schon vor dem Jüngsten Tag Könige und Priester – nur nicht in Herrlichkeit sondern in Niedrigkeit, das heißt in Sanftmut und Demut. Mit aller Sanftmut und Demut begegnen sie den armen Sünderlein, damit jene des ewigen Heils teilhaftig werden. Auf Erden sind Christen nur insofern Könige und Ratsherren, daß sie sich selbst richten, ihr sündiges Fleisch unter Kontrolle haben, beherrschen. Der Christ stellt seine Glieder nicht der Sünde zur Verfügung sondern dem Heiligen Geist – das ist königlich, denn es ist ein Regiment durch Christus, die Weisheit.

17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich.“

Hier auf Erden ist das Los des Christen: Leiden und verworfen werden wie sein Herr; wie sein Herr nimmt er sein Kreuz auf sich, denn der Knecht ist nicht über seinem Herrn und der Jünger nicht über seinem Meister. In Vers 18-21 lesen wir, wie Jesus unsere Liebe zu ihm erwidern wird in der Ewigkeit, wenn wir auf Erden mit ihm und durch ihn auf dem Weg der Gerechtigkeit wandeln, mitten auf der Straße des Rechts. Zum Wandeln auf dem Weg der Gerechtigkeit gehört es auch, sich räumlich zur Kirche zu halten. Brüder im Herrn unterstützen mich darin, mich selbst zu richten, indem sie mich liebevoll ermahnen oder sogar die Beichte abnehmen. Kaum von Liebe könnte man reden, wenn sich die Glieder der Kirche immer nur ermahnen würden. Nein, die Glieder der Kirche trösten sich auch gegenseitig. Sie freuen sich mit den Fröhlichen und weinen mit den Weinenden.

2Kor 7,7 nicht allein aber durch seine (Titus; R. B.) Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er bei euch (bei den Korinthern; R. B.) getröstet worden war. Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, sodass ich mich noch mehr freute.

Röm 12,15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.

Apg 20,37 Da begannen alle (die Ältesten von Ephesus; R. B.) laut zu weinen und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn, (Paulus nahm Abschied von ihnen und hatte ihnen gesagt, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen)

„18 Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibendes Gut und Gerechtigkeit. 19 Meine Frucht ist besser als (irdisches; R. B.) Gold und feines Gold, und mein Ertrag besser als erlesenes (irdisches; R. B.) Silber. 20 Ich (Christus in uns; R. B.) wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Straße des Rechts, 21 dass ich versorge mit Besitz, die mich lieben, und ihre Schatzkammern fülle.“

Jene Schatzkammern befinden sich im Himmel, nicht auf der Erde. Christus wird uns im Himmel reichlich belohnen, wenn wir ihm hier auf Erden dienen, ihm in uns Raum geben („Weg der Gerechtigkeit“, „Straße des Rechts“). Allerdings werden wir auf Erden von der Welt (die Menschheit plus ihre Obrigkeiten) viel zu leiden haben und verworfen werden. Kaum werden wir es hier auf Erden zu Macht, Reichtum und Ehre bringen, ohne Christus zu verleugnen. Allerdings ist es nicht völlig ausgeschlossen, daß ein Frommer auch in dieser Welt zu Macht, Ehre und Reichtum gelangt, ohne Christus zu verleugnen. Der fromme Daniel z. B. stieg hoch empor in der Regierung des zunächst gottlosen Königs Nebukadnezar, ohne den Gott Israels zu verleugnen, wobei Daniel allerdings die allerschwersten Prüfungen seines Glaubens zu bestehen hatte. Paulus richtet Grüße einiger Christen am Hof des römischen Kaisers an die Philipper aus.

Phil 4,22 Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus dem Haus des Kaisers.

22 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. 23 Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. 24 Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen. 25 Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, 26 als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. 27 Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe, 28 als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, 29 als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte, 30 da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit; 31 ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.“

Vers 22 bis Vers 31 bedeuten nichts anderes, als daß Jesus, die Weisheit, auch ewiger Gott, der Sohn Gottes ist.

Hebräer 1, 7-9 7 Von den Engeln spricht er (Gott; R. B.) zwar (Psalm 104,4): »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«, 8 aber von dem Sohn (Psalm 45,7-8): »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches. 9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.«

„9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit;“

Vers 9 aus Hebräer 1 fasst das Leben von Jesus zusammen. Seine Gerechtigkeit war um so vieles besser als die der Pharisäer und Schriftgelehrten. Er zürnte den Sündern nicht und beleidigte und verfluchte sie auch nicht, sondern bot ihnen das ewige Heil an. Jesus war kein Despot, der nach Macht, Reichtum und Ehre strebte, sondern er kümmerte sich um die verlorenen Schafe des Hauses Israel. Aber gerade diese Sanftmut und Demut wird ihm heute noch zum Vorwurf gemacht, als Schwäche gedeutet.

Psalm 45 (Gott lobt und preist Jesus für seinen edlen Charakter):

1 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«, ein Brautlied. 2 Mein Herz dichtet ein feines Lied, / einem König (Jesus; R. B.) will ich es singen; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers: 3 Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, / voller Huld sind deine Lippen; wahrlich, Gott hat dich gesegnet für ewig. 4 Gürte dein Schwert (das Wort Gottes; R. B.) an die Seite, du Held, / und schmücke dich herrlich (sein Schmuck sind die Gläubigen, die er sich erwarb; R. B.)! 5 Es möge dir gelingen in deiner Herrlichkeit (bei seiner Wiederkunft wird Jesus in der Herrlichkeit Gottes erscheinen; R. B.). Zieh einher für die Wahrheit / in Sanftmut und Gerechtigkeit, so wird deine rechte Hand Wunder vollbringen (das tat Jesus in seinen Erdentagen; R. B.). 6 Scharf sind deine Pfeile (was Jesus gepredigt hat; R. B.), dass Völker vor dir fallen (wenn Menschen sich bekehren; R. B.); sie dringen ins Herz der Feinde des Königs. 7 Gott, dein Thron bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerechtes Zepter. 8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottloses Treiben; darum hat dich der Herr, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen. 9 Deine Kleider sind lauter Myrrhe, Aloe und Kassia; aus Elfenbeinpalästen erfreut dich Saitenspiel. 10 In deinem Schmuck (die Kleider des Heils; R. B.) gehen Töchter von Königen; die Braut (die christliche Kirche; R. B.) steht zu deiner Rechten in Goldschmuck aus Ofir. 11 Höre, Tochter, sieh und neige dein Ohr: Vergiss dein Volk und dein Vaterhaus! (eine Ermutigung für die Kirche sich nicht wieder an die Welt anzupassen; R. B.) 12 Den König verlangt nach deiner Schönheit; denn er ist dein Herr und du sollst ihm huldigen. 13 Die Tochter Tyrus kommt mit Geschenken (Hinweis auf die Gläubigen aus den Heiden; R. B.); die Reichen (reich an Glauben; R. B.) im Volk suchen deine Gunst. 14 Die Königstochter ist mit Perlen geschmückt; sie ist mit goldenen Gewändern bekleidet. 15 Man führt sie in gestickten Kleidern zum König; Jungfrauen folgen ihr, ihre Gespielinnen führt man zu dir. 16 Man führt sie hin mit Freude und Jubel; sie ziehen ein in des Königs Palast. 17 An deiner Väter statt werden deine Söhne sein (nicht das Israel der Abstammung nach wird herrschen auf Erden sondern das geistliche, die Kirche; R. B:); die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt. 18 Ich will deinen Namen kundmachen von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewig.

Gott selbst aber lobt und preist seinen Sohn für seinen hochedlen Charakter. Wenn Gott selbst seinen Sohn für seinen edlen Charakter lobt, können wir dann behaupten, er sei nicht Gott bzw. Gottes Sohn, weil sein Charakter von Sanftmut und Demut geprägt war?

Es ist unvorstellbar dumm, ja dämonisch dumm, jemand, der sanftmütig und demütig ist, zu unterstellen, er sei ein Schwächling, ein Loser. Nein, es gab eine Aufgabe für Jesus, eine Angelegenheit, die sehr dringend war: Viele seiner jüdischen Volksgenossen waren Sklaven der Sünde und die Sünde zersetzte sie, tötete sie. War es nicht klug, ihnen Heilung anzubieten, statt über sie herrschen zu wollen? Wie dumm wäre es gewesen, über Dahinsiechende auch noch herrschen zu wollen – wie wenn ein Arzt im Krankenhaus über die Todkranken herrschen wollte.  Wir aber verwerfen Jesus als Sohn Gottes, weil er eben diese Dummheit nicht beging. Über was für erbärmliche Kreaturen herrschen heute die Regenten dieser Welt, statt sich um deren Seelenheil zu kümmern; aber doch will heute fast jeder lieber Regent als Seelsorger sein.

Das Entscheidende:

Dieser Jesus von Nazareth ist sozusagen das personifizierte Selbst Gottes. Und schon immer (von Ewigkeit her) war Jesus eine eigenständige Person der Gottheit, der Sohn Gottes. Wäre Gott, der Vater, Mensch geworden, hätte er sich sittlich-moralisch wie Jesus verhalten. Jesus warf sein Vertrauen zu Gott nicht weg, als dieser ihn in die allerschwierigsten Situationen führte. Selbst im Garten Gethsemane, am Vorabend der Kreuzigung (Gründonnerstag), unterwarf er sich dem Willen seines Vaters. Die Begebenheit vom Garten Gethsemane ist eine der wichtigsten Geschichten der Bibel. Der Mensch Jesus wäre natürlich der Kreuzigung gern ausgewichen (so betete er ja auch). Aber er unterwirft seinen menschlichen Willen seinem göttlichen Willen und dem Willen des Vaters, da Gott (die Gottheit) ihm den Kelch der Kreuzigung nicht ersparen kann. Gottes Sohn, völlig seiner Göttlichkeit entkleidet, der Mensch Jesus, bleibt Gott treu in den widrigsten Umständen, nimmt alles an aus der Hand Gottes, auch das Widrigste. Somit wird offenbar, daß das personifizierte Selbst Gottes, Jesus, vollkommen gut (sanftmütig und demütig) ist und somit auch Gott, der Vater (auch der Vater muß unendlich sanftmütig und demütig sein wie sein Sohn). Obwohl Gott Jesus Unvorstellbares zumutet, unterstellt Jesus ihm nicht, er meine es böse mit ihm, wirft sein Vertrauen zu ihm nicht weg. In aller Sanftmut und Demut unterwirft sich Jesus dem Willen Gottes – die größte Tat aller Zeiten. Die Gemeinschaft zwischen Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, ist selbst auch ewiger Gott, der heilige Geist. Die Gemeinschaft zwischen Vater und Sohn ist so echt, so ungetrübt, so tief, daß aus ihr schon immer der Heilige Geist hervorgeht. Wenn zwei natürliche Menschen „Gemeinschaft“ haben, hört man oft Schimpfworte, ist Hass da, etc. Aus der Gemeinschaft zweier Sünder geht also Fäulnis und Gestank hervor. Bei den Personen der Gottheit ist genau das Gegenteil der Fall. Die Gemeinschaft zwischen Vater und Sohn ist wie eine ewig sprudelnde Quelle lebendigen Wasser. Der Heilige Geist läßt Christen Gemeinschaft haben trotz ihrer natürlichen Bosheit. Für jemand, der sich neu der Kirche anschließt, ist die Erfahrung der Gegenwart dieses Geistes ein umwerfendes Erlebnis. Aber genau dieser Geist ist die personifizierte Einheit zwischen Vater und Sohn von Ewigkeit her. Der Heilige Geist ist das ewige Siegel der ungetrübten Gemeinschaft der Personen der Gottheit.

33 Hört die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den Wind! 34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich, dass er hüte die Pfosten meiner Tore! 35 Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom HERRN. 36 Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen, lieben den Tod.“

Gott will, daß wir in das Bild seines Sohnes umgestaltet werden. Jesus, sein Sohn, aber war sanftmütig und demütig. Gott will nicht, daß wir stolze Neuheiden sind. Gott hasst Charakterzüge wie Herrschsucht, Stolz, Anmaßung, Prahlerei, Ehrsucht, Gier nach Reichtum, Arroganz, Brutalität, Jähzorn, Neid, Rachsucht, Unbarmherzigkeit, Selbstsucht, etc. Behalten wir im Gedächtnis, daß der Sanftmütige und der Demütige selbst Gott ist, Gottes Sohn. Wenn wir ihn verwerfen wegen seiner Sanftmut und Demut, verwerfen wir auch Gott, den Vater, und die ganze Gottheit. Wenn wir mit dem unsichtbaren Gott etwas zu tun haben wollen, dann kommen wir an Jesus nicht vorbei. Jede „Religion“, die Jesus nicht Gottes Sohn sein läßt, ist eine Pseudoreligion, verwerflich.

Philipper 2, 1-11 1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, 2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. 5 Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. 8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

 

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 7

1 Mein Sohn, behalte meine Rede und verwahre meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, 5 dass sie dich behüte vor der Frau des andern, vor der Fremden, die glatte Worte gibt. 6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter 7 und sah einen unter den Unverständigen und erblickte unter den jungen Leuten einen törichten Jüngling. 8 Der ging über die Gasse zu ihrer Ecke und schritt daher auf dem Wege zu ihrem Hause 9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, als es Nacht wurde und dunkel war. 10 Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Hurengewand, listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken. 13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn, wird dreist und spricht: 14 »Ich hatte Dankopfer zu bringen, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. 15 Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu suchen, und habe dich gefunden. 16 Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Decken aus Ägypten. 17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe besprengt, mit Aloe und Zimt. 18 Komm, lass uns kosen bis an den Morgen und lass uns die Liebe genießen. 19 Denn der Mann ist nicht daheim, er ist auf eine weite Reise gegangen. 20 Er hat den Geldbeutel mit sich genommen; er wird erst zum Vollmond wieder heimkommen.« 21 Sie überredet ihn mit vielen Worten und gewinnt ihn mit ihrem glatten Munde. 22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Stier zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt, 23 bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und weiß nicht, dass es das Leben gilt. 24 So hört nun auf mich, meine Söhne, und merkt auf die Rede meines Mundes. 25 Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn. 26 Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und viele sind, die sie getötet hat. 27 Ihr Haus ist der Weg ins Totenreich, da man hinunterfährt in des Todes Kammern.

Auslegung

1 Mein Sohn, behalte meine Rede und verwahre meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, 5 dass sie dich behüte vor der Frau des andern, vor der Fremden, die glatte Worte gibt.“

„Die Frau des anderen bzw. die Fremde“ ist irgendeine falsche Religion. „Schwester und Freundin“ ist das ursprüngliche Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel. Je mehr ich mich mit meiner „Freundin“ beschäftige, desto weniger werde ich Acht geben auf die glatten Worte der „Fremden“. Je mehr ich den Segen des echten, christlichen Glaubens täglich erlebe, desto weniger werde ich geneigt sein, mich mit einer falschen Religion zu befassen, die nur Fluch über mich bringt. Es geht nicht darum, sich ständig (täglich) zu bezwingen, nicht der „Fremden“ nachzulaufen, sondern wenn mir meine „Freundin“ wirklich lieblich ist, ich ihre Liebe täglich erfahre, werde ich ganz freiwillig der „Fremden“ keine Aufmerksamkeit schenken, komme gar nicht auf die Idee.

Wie wird mir meine „Freundin“ immer lieblicher, wie erfahre ich ihre Liebe?

Dies geschieht dadurch, daß ich durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu die sündigen Neigungen meines Leibes überwinde. Wenn ich sakramental getauft bin, egal ob als Kind oder Erwachsener, bin ich mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden. Dies  muß ich täglich im Glauben ergreifen. Täglich folge ich nicht der Sünde meines Leibes, der ich durch die Taufe abgestorben bin, sondern stelle meine Glieder Christus zur Verfügung, mit dem ich durch die Taufe auferstanden bin. Wenn ich dies tue, „behalte ich die Gebote und hüte sie wie meinen Augapfel“. Es geht nicht darum, den Text der geschriebenen Gebote auswendig zu lernen, sondern dem Geist Christi Raum zu geben, wirklich zu überwinden. Wenn wir im Geist leben, werden wir nicht mit den Geboten in Konflikt kommen bzw. sie sogar erfüllen, was mehr ist als „Halten“. Durch die Taufe wohnt eine Person der Gottheit in uns – Gott, der Geber des Gesetzes, wird uns sicher so leiten, daß wir sein Gesetz erfüllen.

Das tiefste Unglück des Menschen ist seine persönliche Sünde. Sünde ist auch ohne das Vorhandensein von Geboten da. Sünde ist ein Handeln gegen die Liebe, Christus. Die christliche Liebe ist nicht die Liebe dieser Welt sondern Christus, eine Person der Gottheit. Wenn wir sündigen, handeln wir gegen Christus, die Liebe. In Christus aber „hängt“ das ganze Universum, auch wir als menschliche Wesen.

Hebr 1,3 Er (Jesus; R. B.) ist der Abglanz seiner (Gottes; R. B.) Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe

Es ist metaphysische Wirklichkeit, daß es so etwas wie ein unsichtbares Gewebe gibt, in dem die sichtbare Welt aufgehängt ist. Jedes Mal wenn wir sündigen, zerreißen wir ein Stück dieses Gewebes. Da wir selbst auch in diesem Gewebe „hängen“, spüren wir natürlich auch den Schaden bzw. Schmerz, wenn wir ein Stück des Gewebes zerreißen. Je mehr und öfter wir gegen die Liebe handeln, desto mehr verlassen wir den festen Grund, der uns trägt, sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen. Unser unsichtbarer Sturz macht sich bemerkbar in realen Krankheiten. Umgekehrt werden wir wieder heil, wenn wir uns wieder in Einklang mit der Liebe begeben. Die Evangelien sind voller Berichte über Heilungen. Die Heilungen waren aber nichts anderes als sichtbare Sündenvergebung. Sünder kamen zu Jesus, der Liebe, und er heilte Seele und Leib.

Der große Segen des Glaubens an Jesus ist die damit verbundene körperliche Heilung. Viele Menschen würden Häuser voll Silber und Gold hergeben, wenn sie wieder gesund werden könnten. Ein Christ hat oft nicht Silber und Gold, aber das, wofür andere Silber und Gold geben würden: Gesundheit. (ein Ordinierter, der heilen kann, sollte nicht auf die Idee kommen, für Heilungen Gebühren zu verlangen; diese Idee wurde Judas Iskariot zum Verhängnis)

Markus 2, 1-12 1 Und nach einigen Tagen ging er (Jesus; R. B.) wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause (das Wohnhaus von Jesus am See Genezareth; R. B.) war. 2 Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 3 Und es kamen einige zu ihm, die brachten einen Gelähmten, von vieren getragen. 4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, machten ein Loch und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. 5 Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 6 Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen: 7 Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? 8 Und Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr solches in euren Herzen? 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher? 10 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: 11 Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! 12 Und er stand auf, nahm sein Bett und ging alsbald hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben so etwas noch nie gesehen.

Die „glatten Worte“ der „Fremden“ bestehen darin, daß sie uns weismachen will, wir könnten uns durch das Halten bestimmter Rituale von wirklicher, sittlich-moralischer Besserung im Alltag dispensieren. Die „Fremde“ verharmlost die Sünde, gibt uns eine Rechtfertigung für die Sünde. Aber auch wenn sie noch so viele „glatte Worte“ gibt, die metaphysischen Gesetzmäßigkeiten dieses Universums kann niemand außer Kraft setzen: Wenn wir sündigen, werden wir krank, depressiv, vereinsamen, sterben, etc. und zuletzt erleiden wir sogar den ewigen Tod.

Ein großer Vorzug des christlichen Glaubens ist auch die Gemeinschaft mit Menschen, mit denen man sich nicht in einem Wettbewerb der Statussymbole befindet. Der Heilige Geist begründet zwischen den Gliedern der christlichen Kirche eine Art Verwandtschaftsverhältnis. Diese Bindung ist stärker als die natürliche Verwandtschaft. Der Heilige Geist wohnt in der christlichen Kirche – er selbst ist die Gemeinschaft der Gläubigen.

Röm 1,12 das heißt, damit ich (Paulus; R. B.) zusammen mit euch (die Glieder der Kirche zu Rom; R. B.) getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.

Mt 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird’s hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. (hier ist mit Brüder, Schwestern, etc. die leibliche Verwandtschaft gemeint)

Mk 10,30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. (hier ist mit Brüder, Schwestern, etc. die geistliche Verwandtschaft gemeint)

Aber nicht nur der Wettbewerb der Statussymbole entfällt in der christlichen Kirche, sondern die Kirche ist auch ein soziales Sicherungssystem für ihre Glieder, sogar wenn alle staatlichen Sicherungssysteme ausfallen.

2Kor 8,14 Jetzt helfe euer (die Glieder der Kirche zu Korinth) Überfluss ihrem (die verfolgten Christen in Judäa) Mangel ab, damit danach auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,

Auch das gegenseitige liebevolle ermahnen der Christen ist ein Segen, denn so bewahren sie sich gegenseitig vor dem Unglück, dem Sündigen.

Hebr 3,13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.

Der christliche Glaube bringt Segen: Gesundheit, frohe Gemeinschaft, soziale Sicherung, etc. Wer das Tag für Tag erlebt bzw. erfährt, wird sich kaum irgendeiner falschen Religion zuwenden, die, wenn man genau hinschaut, genau das Gegenteil bringt – Fluch statt Segen. Die Glieder einer Sekte stehen im Wettbewerb der Statussymbole wie die sündige Welt. Die Sekte saugt mich aus, fordert Spenden von mir mit allem Nachdruck. Die Sekte macht mich krank, indem sie mich nicht von dem krankmachenden Sündigen abhält, nicht davon abhalten kann, weil sie nicht die wahre, heilbringende Lehre hat.

Gegenüber der Fülle des Segens, den Christen durch die Gemeinschaft der Kirche genießen, fallen alle Leiden aufgrund von Verfolgungen nicht ins Gewicht.

„6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter 7 und sah einen unter den Unverständigen und erblickte unter den jungen Leuten einen törichten Jüngling. 8 Der ging über die Gasse zu ihrer Ecke und schritt daher auf dem Wege zu ihrem Hause 9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, als es Nacht wurde und dunkel war.“

Das Unglück des „törichten Jünglings“ beginnt damit, daß er sich von den anderen jungen Leuten absondert. Diese „jungen Leute“ sind eine Metapher für die christliche Kirche. Der Aufenthalt draußen in der Dunkelheit wurde für den Jüngling erst gefährlich, als er die Gruppe der „jungen Leute“ verließ. Die Stadt, über der gerade die Sonne untergeht (Dämmerung), ist die Welt (die Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben; zur Welt gehören natürlich auch alle Anhänger falscher Religionen). Die „Sonne“ wiederum ist eine Metapher für Christus. „Dämmerung“ bedeutet also, daß die Welt ein Ort ist, dem die Erkenntnis der christlichen Lehre (Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus, das Wort der Wahrheit, plus die Bergpredigt, das Wort von der Geduld) immer mehr verloren geht bis hin zur völligen Unkenntnis („Finsternis“). Mitten in dieser sich immer mehr verfinsternden Welt ist die Kirche. Die Kirche wird erleuchtet von Christus, der „Sonne“. Indem die Kirche von Christus erleuchtet wird, ist sie wie Christus selbst das Licht der Welt.

Mt 5,14 Ihr (die christliche Kirche; R. B.) seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (das sagte Jesus)

Joh 8,12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Ein Christ ist so lange ein Licht, solange er die in der Bergpredigt genannten Charaktereigenschaften hervorbringt, indem er dem Geist Christi in sich Raum gibt:

  • Bescheidenheit
  • Mitgefühl
  • Sanftmut
  • Verlangen nach Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
  • Reinheit persönlicher Motive
  • Versöhnlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Standhaftigkeit im Glauben

(in der Bergpredigt gibt Jesus dem Christen Anweisungen, wie er diese o. g. Charaktereigenschaften bewahren kann trotz der Versuche der Welt, die ihn wieder zu einem der ihren machen will)

Ein Christ entfernt sich also nicht erst dann von Christus bzw. der christlichen Kirche, wenn er z. B. am Sonntag den Gottesdienst nicht mehr besucht sondern schon dann, wenn er seinen christlichen Charakter aufgibt und allmählich wieder ein herrschsüchtiger, stolzer, selbstsüchtiger, unbarmherziger, rachsüchtiger, brutaler, hinterhältiger, ehrsüchtiger, Schätze sammelnder, neidischer, zorniger, prahlerischer, etc. Heide wird.

Die Geistlichen der echten, christlichen Kirche werden einen solchen wiederholt und mit allem Nachdruck ermahnen, sich doch zu besinnen und seine Taufe wieder recht zu gebrauchen durch die Überwindung der sündigen Neigungen des Fleisches durch die befreiende Kraft Christi, die Kraft der Taufe.

Hebr 12,15 und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden;

Jemand der sich trotz permanenter Ermahnung nicht bessern will, wird die Gemeinde sicherlich irgendwann auch räumlich verlassen, indem er z. B. nicht mehr zum Gottesdienst kommt. Sicherlich kommt irgendwann auch ein Ausschluss aus der Gemeinde in Betracht, wenn der Betreffende seinem Abfall vom Glauben nicht selbst die räumliche Trennung von der Gemeinde folgen läßt – wann hierfür die Zeit reif ist, das zu beurteilen, bin ich als „Laienprediger“ überfordert. Auf jeden Fall kann es nicht sein, daß man in der Kirche über Jahre und Jahrzehnte einen Menschen duldet, der so ungefähr den Charakter des falschen Propheten Mohammed hat. Man muß als Geistlicher hier auch seine Verantwortung sehen gegenüber den ehrenwerten Gemeindegliedern, die sich vom Geist leiten lassen und die o. g. Charaktereigenschaften wie Bescheidenheit, Mitgefühl, Sanftmut etc. hervorbringen. Würde man als Geistlicher den Bösen nicht irgendwann aus der Gemeinde entfernen, wäre das, wie wenn ein Schäfer bzw. Hirte einen gefräßigen Wolf nicht von der Herde der wehrlosen Schafe wegtreiben würde – es wäre geradezu Mord an den Schafen, unterlassene Hilfeleistung. Darüber muß man sich im Klaren sein: Es laufen genug Bösewichter in dieser Welt herum, die sich gerne auch zum Schein bekehren, aber in Wirklichkeit nur nach wehrlosen Schafen (treuen Christen) suchen, die sie „auffressen“ können – es gibt sehr, sehr boshafte Menschen, „inkarnierte“ Teufel.

Es kann durchaus sein, daß ein Bösewicht, den die christliche Kirche ausschließt, sich einer falschen Religionsgemeinschaft anschließt, die es ihm erlaubt, einen heidnischen Charakter zu haben und sich doch gläubig oder gar Christ zu nennen. Muslime nennen sich gläubig, aber wer weiß nicht, daß Muslime den Charakter von Raubtieren haben (Muslime können natürlich auch Wölfe im Schafspelz sein, sich als harmlose „Schafe“ verstellen); es ist nicht weit her mit ihrer Religion. Aber auch viele Protestanten, Katholiken und Evangelikale sind im Hinblick auf ihren Charakter heidnisch trotz der Tatsache, daß sie sich Christ nennen – Neuheiden eben.

10 Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Hurengewand, listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken. 13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn, wird dreist und spricht: 14 »Ich hatte Dankopfer zu bringen, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. 15 Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu suchen, und habe dich gefunden. 16 Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Decken aus Ägypten.“

Die Hure gibt sich religiös: Dankopfer, Gelübde – aber sie ist doch eine Hure, hurt mit dem Teufel, indem sie ihren Ehemann (Christus) betrügt und verläßt. Etliche falsche Religionsgemeinschaften dieser Welt sind aus der christlichen Kirche hervorgegangen (z. B. Kopten und Nestorianer), das heißt in ihrer Jugend waren sie tatsächlich mit Christus verbunden, „verheiratet“, sind aber jetzt los von ihm, „er ist auf einer weiten Reise“.

Ein „Hurengewand“ läßt viel vom „Fleisch“ der Hure sehen. Dies ist ein Hinweis darauf, daß falsche Religionsgemeinschaften auf das „Fleisch“ (der natürliche Mensch ohne Jesus; der natürliche Mensch ist sündig, da wir alle die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam geerbt haben) bauen – sie ermangeln der Bekleidung in Christus. Alle falschen Religionsgemeinschaften lehren entweder falsch über die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe oder praktizieren sie gar nicht. Allein aber die sakramentale Taufe macht uns frei von der Sünde. Somit sind alle falschen Religionsgemeinschaften auf dem Weg in den Abgrund, denn ihre Glieder bzw. Anhänger sind hoffnungslose Sklaven der Sünde, selbst wenn sie etwa Formulierungen gebrauchen mögen wie „Jesus macht mein Leben neu“ oder „ich habe eine Beziehung zu Jesus, er ist in mein Herz gekommen“ – der Jesus der Evangelikalen ist pure Einbildung; sie haben keine Beziehung zum echten Jesus, Gottes Sohn, der uns durch die sakramentale Taufe in die Nachfolge ruft. Die sogenannte Taufe der Evangelikalen ist eine reine Badertaufe und sogar schädlich, denn sie bringt Täuflinge davon ab, sich auf die sakramentale Taufe zu stützen, die allein uns die Kraft geben kann, Jesus nachzufolgen.

Matthäus 24, 45- 51 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht (mit „Knecht“ ist ein Geistlicher gemeint; R. B.), den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? 46 Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 Wenn aber jener als ein böser Knecht (Geistlicher einer falschen Religion; R. B.) in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, 49 und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen: 50 dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

„Ägypten“ ist eine Deckname für die sündige Welt wie das Wort Babylon. Das „Bett und die Decken“ sprechen von Gemütlichkeit. Die Hure, die falsche Religion, will es also ihrem Opfer möglich machen, ein Gläubiger zu sein und dennoch gleichzeitig auch in der sündigen Welt zu Hause zu sein, es sich in der sündigen Welt gemütlich zu machen. Das ist ein gewaltiger Spagat. Die Welt, die im Grunde genommen aus lauter falschen Religionsgemeinschaften besteht, wenn man auch Materialismus und Aufklärung als falsche Religionen rechnet, sucht händeringend nach Leuten, die scheinbar diesen Spagat schaffen: Einen heidnischen Charakter haben und sich doch gläubig nennen. Das Ganze ist in den Augen des wahren Gottes natürlich Gotteslästerung und dahinter steckt der böse Geist.

Offb 17,3 Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau (die sündige Menschheit, Hure Babylon; R. B.) auf einem scharlachroten Tier (Summe der antichristlichen Regierungen; R. B.) sitzen, das war voll lästerlicher Namen (falsche Religionsgemeinschaften dieser Welt, die mit den antichristlichen Regierungen kooperieren; R. B.) und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

Der heidnische Mensch (einschließlich aller Anhänger falscher Religionen) ist ganz hingenommen im täglichen Broterwerb und Konsum. „Dies ist gut für die Wirtschaft“, denken sich die antichristlichen Regierungen – und wenn die Wirtschaft gut läuft, sind auch die Steuereinnahmen des Staates hoch und die Glieder des Staates (Minister, Staatssekretäre, Beamte, etc.) können sich wieder eine Erhöhung ihrer Besoldung genehmigen. Nichts ist dem antichristlichen Staat im Gegensatz dazu mehr ein Gräuel als der kontemplative Mensch, der Christ. So dachte schon der alte Pharao, der das Volk Israel hasste und ihm Faulheit unterstellte, als es in die Wüste ziehen und dort seinem Gott ein Fest feiern wollte.

2Mo 5,8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie (das Volk Israel; R. B.) bisher gemacht haben, sollt ihr (Aufseher des Pharao; R. B.) ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. (das sagte der Pharao)

Von daher ist die viel gepriesene Religionsfreiheit doch fragwürdig (siehe Anmerkung, unten). Nicht daß der Staat etwas für die verschiedenen Religionsgemeinschaften an sich übrig hätte – nein, nein. Aber der Staat weiß genau, daß die falschen Religionsgemeinschaften kleine, mickrige Spießbürger produzieren, die immer mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt und außerdem religiös und sexuell sehr tolerant sind. Durch die falschen Religionsgemeinschaften macht der Staat den Menschen weiß, sie gingen Richtung Himmel; gleichzeitig haben aber die Anhänger der falschen Religionsgemeinschaften einen heidnischen Charakter, der der Wirtschaft sehr zugutekommt. Dieser Spagat zwischen heidnischem Charakter und der Fiktion, man sei persönlich gläubig, ist reif für die Patentierung. Dafür hat der Teufel fast ein Patent verdient. Mit den falschen Religionsgemeinschaften bzw. der Religionsfreiheit schlägt also der Staat zwei Fliegen mit einer Klappe: Seine Bürger sind seelisch ruhig, da sie meinen, Richtung Himmel zu gehen und gleichzeitig sind sie sündige Heiden, die der Wirtschaft zugutekommen.

Auslegung zu Offenbarung 17, 3 (siehe oben): Auf dem Rücken des Tieres (Summe aller antichristlichen Regierungen dieser Welt) reitet die Hure (alle Menschen, die nicht an Jesus glauben) Richtung Hölle. Das Tier allerdings ist voller lästerlicher Namen (die falschen Religionsgemeinschaften dieser Welt). Während die Hure auf dem Rücken des Tieres Richtung Hölle reitet, versichern ihr die falschen Religionsgemeinschaften, es ginge Richtung Himmel. Dies bewirkt, daß die Hure ganz ruhig auf dem Rücken des Tieres sitzen bleibt, statt abzuspringen, und das gefällt natürlich dem Tier und deswegen entfernt es auch nicht die lästerlichen Namen, mit denen es bedruckt ist.

Siehe auch Auslegung Offenbarung 17

17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe besprengt, mit Aloe und Zimt. 18 Komm, lass uns kosen bis an den Morgen und lass uns die Liebe genießen. 19 Denn der Mann ist nicht daheim, er ist auf eine weite Reise gegangen. 20 Er hat den Geldbeutel mit sich genommen; er wird erst zum Vollmond wieder heimkommen.« 21 Sie überredet ihn mit vielen Worten und gewinnt ihn mit ihrem glatten Munde. 22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Stier zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt, 23 bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und weiß nicht, dass es das Leben gilt. 24 So hört nun auf mich, meine Söhne, und merkt auf die Rede meines Mundes. 25 Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn. 26 Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und viele sind, die sie getötet hat. 27 Ihr Haus ist der Weg ins Totenreich, da man hinunterfährt in des Todes Kammern.“

Durch ihre Rituale geben die falschen Religionsgemeinschaften ihren Anhängern einen falschen Trost und sie verlieren das kommende Gericht Gottes aus den Augen, das jeden Tag über die Menschheit hereinbrechen kann, wie ein unerwarteter Dieb in der Nacht. Die Anhänger der falschen Religionsgemeinschaften lassen sich so in deren Trott hineinziehen, daß sie glauben: „er (Christus) ist auf einer weiten Reise“. Statt sich durch sittlich-moralische Besserung im Alltag auf die Wiederkunft Jesu Christi vorzubereiten, „liegen sie faul mit ihrer falschen Religionsgemeinschaft im Bett“. Aber sie werden jäh aus dem Schlaf mit der Hure gerissen werden, wenn Jesus Christus zum Gericht erscheint. Sie werden beim Gericht nicht durchkommen, da sie während ihres Lebens auf Erden ihr sündiges Fleisch nicht durch Christi Kraft überwanden und sich stattdessen wertlosen Ritualen hingaben.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Behalten wir im Gedächtnis: Am Jüngsten Tag werden nicht die durchkommen, die ihre Sünde während ihres Lebens rechtfertigten sondern die, die aus der Kraft Christi ein Leben der fortschreitenden Heiligung führten. („Lass dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf ihre Bahn.“)

Hebr 12,14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird,

Anmerkung

In meinem Artikel Nationalismus aus christlicher Sicht – Plädoyer für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat habe ich mich für die Religionsfreiheit ausgesprochen. Dabei bleibe ich. Die Religionsfreiheit ist im Vergleich zur Theokratie das geringere Übel. Die Religionsfreiheit ist dem Staate nützlich, wie oben schon gesagt, weil die ganzen falschen Religionsgemeinschaften letztlich lauter Heiden produzieren, die der Volkswirtschaft sehr zugutekommen. Die Religionsfreiheit schützt allerdings auch die echte, christliche Kirche, die fromme Menschen hervorbringt. Schwer ist es für die echte, christliche Kirche, das böse Spiel der falschen Religionsgemeinschaften mit anzusehen (wie sie Menschen in die Irre führen) und wie sich der Staat dabei auch noch ins Fäustchen lacht als Nutznießer des bösen Spiels. Schnell könnte der Ruf nach einem Staat laut werden, der allein das Christentum duldet (eine Form der Theokratie) und die falschen Religionsgemeinschaften verbietet. Gott will, daß Menschen sich freiwillig bekehren; eine Theokratie aber würde viele Heuchler hervorbringen, die um irdischer Vorteile willen den Glauben heucheln würden. Dem ist es vorzuziehen, daß der Staat die Religion frei läßt und seiner Kernaufgabe nachkommt, die Sünder voreinander zu beschützen, sodaß sie nicht allzu früh sterben und gar nicht dazu kommen, sich zu bekehren bzw. der christlichen Kirche anzuschließen.

Wie löst man das Problem, daß die vielen falschen Religionsgemeinschaften, die in einem Staat mit Religionsfreiheit nunmal existieren, so viele Menschen verführen und damit zugrunde richten?

Die christliche Kirche muß selbst aktiv werden und darf keinesfalls Hilfe vom Staat erwarten. Zunächst kann die christliche Kirche alle falschen Religionsgemeinschaften verfluchen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Sodann kann die christliche Kirche einen Informationskrieg (info war) gegen die falschen Religionsgemeinschaften führen, indem sie sie öffentlich beim Namen nennt und die Bevölkerung über ihre falschen, schädlichen Lehren aufklärt. Dieser Krieg sollte mit allen Mitteln, über alle Kanäle geführt werden: Rundfunk, Fernsehen, Internet, Bücher, Einsätze in der Fußgängerzone, Artikel in Zeitungen, persönliche Gespräche, etc. Dieser Krieg bedarf natürlich erheblicher finanzieller Mittel. Dies gäbe den Reichen in der Gemeinde Gelegenheit, zu beweisen, ob sie wirklich glauben, indem sie sich in diesem Krieg finanziell engagieren würden durch Gaben an die Institutionen der Kirche, die den „info war“ führen würden.

Timotheus 6, 17-19 17 Den Reichen in dieser Welt gebiete (schrieb Paulus an Timotheus; R. B.), dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, 19 sich selbst einen Schatz sammeln (im Himmel; R. B.) als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.

Ergänzung

„listig, 11 wild und unbändig, dass ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken.“

Damit sind die Missionsbemühungen der falschen Kirchen, falschen Religionsgemeinschaften und Sekten gemeint. Gehen Sie, lieber Leser, einmal an einem Samstagnachmittag in die Münchner Fußgängerzone (z. B. Neuhauser Str. / Kaufingerstr.). Sie werden erstaunt sein, was sich da alles herumtreibt. Nein, ich meine nicht all die Taschendiebe, Drogenabhängigen, Sandler (Obdachlose), Säufer, etc. Ich meine jene „Missionare“ der „Hure“. Wie schnell haben sie wieder einen blauäugigen Naivling eingefangen, versprechen ihm ein neues Leben, aber richten ihn langfristig zugrunde, wenn er sich ihnen angeschlossen hat. Es ist erstaunlich, wie der sogenannte Bekehrungseifer, der aus dem sündigen Fleisch kommt, jene zu den allergrößten missionarischen Anstrengungen veranlasst, sodaß sie ihr „halbes Leben“ auf der Straße verbringen „im Auftrag ihres Herrn“ (ihr Herr ist natürlich der Teufel). Obwohl ich ca. fünfzig Jahre alt bin, habe ich noch nie einen Missionseinsatz/Straßeneinsatz der echten, christlichen Kirche erlebt. Wirklich sehr interessant: Der Teufel missioniert, aber Gott missioniert nicht. Man könnte fast meinen, Gott wolle keine Mission (ich scherze). Das ist eine gewaltige Schande für die Kirche bzw. wenn es keine christliche Mission mehr gibt, dann kann es auch keine echte, christliche Kirche mehr geben, denn sie würde nicht Schande auf sich bringen durch Unterlassung von Mission.

13 Und sie erwischt ihn und küsst ihn,“

Es ist erstaunlich, welche Liebe die Diener der „Hure“ einem Opfer entgegenbringen können, um es einzulullen. Da wird alles in den buntesten Farben geschildert, aber wenn man genau nachforscht: nur Unrat und Totengebeine unter der Oberfläche. Die Liebe der Eiferer (Fanatiker) ist aus Gottes Sicht Hass, denn sie führt den „Geliebten“ ins Verderben, ist nichts weiter als ein Täuschungsmanöver, eine Lüge, ein Einwickeln der Einfältigen.

 

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 6

1 Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten und hast du Handschlag gegeben für einen andern, 2 und bist du gebunden durch deine Worte und gefangen in der Rede deines Mundes, 3 so tu doch dies, mein Sohn, damit du wieder frei wirst, denn du bist in deines Nächsten Hand: Geh hin, dränge und bestürme deinen Nächsten! 4 Lass deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern. 5 Errette dich wie ein Reh aus der Schlinge und wie ein Vogel aus der Hand des Fängers. 6 Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr! 7 Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, 8 so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. 9 Wie lange liegst du, Fauler! Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? 10 Ja, schlafe noch ein wenig, schlummre ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, dass du schläfst, 11 so wird dich die Armut übereilen wie ein Räuber und der Mangel wie ein gewappneter Mann. 12 Ein heilloser Mensch, ein nichtswürdiger Mann, wer einhergeht mit trügerischem Munde, 13 wer winkt mit den Augen, gibt Zeichen mit den Füßen, zeigt mit den Fingern, 14 trachtet nach Bösem und Verkehrtem in seinem Herzen und richtet allezeit Hader an. 15 Darum wird plötzlich sein Verderben über ihn kommen, und er wird schnell zerschmettert werden, und keine Hilfe ist da. 16 Diese sechs Dinge hasst der HERR, diese sieben sind ihm ein Gräuel: 17 stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behände sind, Schaden zu tun, 19 ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.

20 Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters und lass nicht fahren die Weisung deiner Mutter. 21 Binde sie dir aufs Herz allezeit und hänge sie um deinen Hals, 22 dass sie dich geleiten, wenn du gehst; dass sie dich bewachen, wenn du dich legst; dass sie zu dir sprechen, wenn du aufwachst. 23 Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, und die Vermahnung ist der Weg des Lebens, 24 auf dass du bewahrt werdest vor der Frau deines Nächsten, vor der glatten Zunge der Fremden. 25 Lass dich nach ihrer Schönheit nicht gelüsten in deinem Herzen, und lass dich nicht fangen durch ihre Augenlider. 26 Denn eine Hure bringt einen nur ums Brot, aber eines andern Ehefrau um das kostbare Leben. 27 Kann auch jemand ein Feuer unterm Gewand tragen, ohne dass seine Kleider brennen? 28 Oder könnte jemand auf Kohlen gehen, ohne dass seine Füße verbrannt würden? 29 So geht es dem, der zu seines Nächsten Frau geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berührt. 30 Es ist für einen Dieb nicht so schmachvoll, wenn er stiehlt, um seine Gier zu stillen, weil ihn hungert; 31 wenn er ergriffen wird, ersetzt er’s siebenfach und gibt her alles Gut seines Hauses. 32 Aber wer mit einer Verheirateten die Ehe bricht, der ist von Sinnen; wer sein Leben ins Verderben bringen will, der tut das. 33 Schläge und Schande treffen ihn, und seine Schmach ist nicht zu tilgen. 34 Denn Eifersucht erweckt den Grimm des Mannes, und er schont nicht am Tage der Vergeltung 35 und achtet kein Sühnegeld und nimmt nichts an, wenn du auch viel schenken wolltest.

Auslegung

„1 Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten und hast du Handschlag gegeben für einen andern, 2 und bist du gebunden durch deine Worte und gefangen in der Rede deines Mundes, 3 so tu doch dies, mein Sohn, damit du wieder frei wirst, denn du bist in deines Nächsten Hand: Geh hin, dränge und bestürme deinen Nächsten! 4 Lass deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern. 5 Errette dich wie ein Reh aus der Schlinge und wie ein Vogel aus der Hand des Fängers.“

Jeder, der nicht hinter dem Mond lebt, ist sich des Folgenden bewußt:

Wenn ich für jemand Bürge werde, dann kann ich auch gleich aus dem 8. Stock des Mietshauses, in dem ich wohne, in die Tiefe springen. Nachdem ich gesprungen bin, gibt es keine Rettung mehr, und ich werde am Boden zerschellen. Anders ausgedrückt: Die Übernahme einer Bürgschaft für einen anderen kommt dem Selbstmord gleich.

Nun, ist die Bibel nicht nur für solche, die hinter dem Mond leben, und Studenten der evangelischen Theologie geschrieben sondern auch für den Normalbürger, der sich kaum von jemand dazu überreden lassen wird, für ihn zu bürgen, da er ja eben weiß, daß dies dem Selbstmord gleichkommen würde.

Wir können also schlussfolgern, daß es Salomo hier nicht um eine monetäre Bürgschaft geht sondern um eine Bürgschaft im übertragenen Sinne – sicherlich hat Salomo kein Interesse daran, uns über Dinge zu informieren, die uns als Normalbürger sowieso schon klar sind – „wer trägt schon Wasser zum Main runter“.

Was ist nun eine Bürgschaft im übertragenen Sinne?

Nun, das ist, wenn ich meinen Nächsten in Sicherheit vor dem Gericht Gottes wiege, indem ich ihn darin bestärke, zu glauben, er sei von Natur aus gut, habe nicht die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam geerbt.

Glauben Sie, lieber Leser, das sei etwas weithergeholt, an den Haaren herbeigezogen?

Dann brauchen Sie nur auf den Islam zu schauen. Die Muslime verleugnen tatsächlich die Lehre von der natürlich Sündhaftigkeit des Menschen – nichtsdestotrotz sind natürlich in der Realität muslimische Kinder genauso sündhaft wie z. B. germanische (deutsche Kinder vor der sakramentalen Taufe). Durch keine Utopie der Welt kann man metaphysische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen.

Weil dem Islam die Lehre von der Erbsünde fremd ist, ist ihm auch die Lehre von einem göttlichen Erlöser fremd – dafür besteht im Islam schlichtweg keine Notwendigkeit.

Durch die Geschichte der Umma (Gemeinschaft aller Muslime) und ihres Staatswesens, des Kalifats, zieht sich eine lange Blutspur. Die Geschichte der Umma und des Kalifats sind geprägt vom Vergießen unschuldigen Blutes. Der Mord (das Töten von Unschuldigen)ist eine der schlimmsten Sünden vor dem Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Wir können also wahrlich nicht sagen, die Muslime seien ohne Sünde. Und natürlich, die Realität ist, daß sie wie wir, die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam geerbt haben und sehr viel Böses tun, auch heute noch, weil sie nicht durch Jesus, Gottes Sohn, erlöst sind. Bei vielen Deutschen wird die natürliche Sündhaftigkeit gedämpft durch die sakramentale Taufe – je mehr wir allerdings den Glauben an Jesus, den Erlöser, verleugnen, desto mehr werden wir wieder zu wilden Germanen bzw. wir werden zu Neuheiden, die um keinen Deut besser sind als Muslime (wilde Araber und Türken). Die Taufe nutzt uns nur etwas, wenn wir Tag für Tag ihre befreiende Kraft gegen unseren sündigen Leib einsetzen und durch ihre Kraft unsere „alten“ Gewohnheiten überwinden.

Bevor man also einem Muslimen etwas über Jesus, den Erlöser, erzählt, muß man ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen, was seine natürliche Veranlagung in sittlich-moralischer Hinsicht betrifft. Keinesfalls darf man ihn in dem falschen Glauben lassen, er sei von Natur aus bzw. von Geburt an gut. Diesen falschen Glauben hat der Erz-Irrlehrer Mohammed, der falsche Prophet, den Muslimen eingeimpft.

Würde man den Muslim in seinem falschen Glauben lassen, er sei von Natur aus gut, übernähme man eine Bürgschaft für ihn im übertragenen Sinne, die einen eines Tages teurer zu stehen kommen würde. Durch meine falsche Bürgschaft würde ich eine Mitschuld tragen an den Sünden, die ein Muslim nach meinem Gespräch mit ihm noch begehen würde. Gott wird am Jüngsten Tag die Schuld des Muslimen auch mir anlasten.

Falls ich also jemals solcherlei Bürgschaft für einen Muslimen oder Anhänger irgendeiner anderen Religion, die die Erbsünde verleugnet, geleistet habe, sollte ich noch in dieser Stunde Kontakt mit ihm aufnehmen und ihm die Lehre von der Erbsünde vermitteln, die auch dem Befund der Bibel entspricht.

6 Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr! 7 Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, 8 so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. 9 Wie lange liegst du, Fauler! Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? 10 Ja, schlafe noch ein wenig, schlummre ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, dass du schläfst, 11 so wird dich die Armut übereilen wie ein Räuber und der Mangel wie ein gewappneter Mann. „

Vers 6 bis Vers 11 wäre die richtige Antwort für einen, der von mir verlangt, eine monetäre Bürgschaft zu übernehmen. Er sehe zu, daß er durch seiner Hände Arbeit Geld verdiene, dann wird er genug Geld haben für Nahrung und Bedeckung (Wohnung, Kleider); er wird nicht gezwungen sein, Konsumkredite aufzunehmen, für die er wiederum Bürgschaften anderen Menschen braucht, weil sein Kredit (Kreditwürdigkeit) so schlecht es.

Im übertragenen Sinne würde ich also einen Muslim oder sonstigen Verleugner der Erbsünde dazu aufforden, die zehn Gebote mit Fleiß zu halten, denn dann würde er merken, wie sündig er ist.

Röm 7,7 Was sollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!«

(Gesetz ist ein anderes Wort für Gebot)

12 Ein heilloser Mensch, ein nichtswürdiger Mann, wer einhergeht mit trügerischem Munde, 13 wer winkt mit den Augen, gibt Zeichen mit den Füßen, zeigt mit den Fingern, 14 trachtet nach Bösem und Verkehrtem in seinem Herzen und richtet allezeit Hader an. 15 Darum wird plötzlich sein Verderben über ihn kommen, und er wird schnell zerschmettert werden, und keine Hilfe ist da.“

„Ein heilloser Mensch mit trügerischem Munde“ bin ich, wenn ich z. B. Muslime in dem Glauben belasse, sie seien von Natur aus gut und wenn ich sie nicht auf die zehn Gebote Hinweise, durch die sie ihre natürliche Sündhaftigkeit erkennen können. „Plötzlich wird Verderben über mich kommen und ich werde schnell zerschmettert werden“, wenn ich sterbe und vor Gottes Richterstuhl stehe, der mich zum ewigen Aufenthalt im feurigen Pfuhl verdammen wird. Vor dem zornigen Gott kann mich niemand retten – „keine Hilfe ist da.“

„16 Diese sechs Dinge hasst der HERR, diese sieben sind ihm ein Gräuel: 17 stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behände sind, Schaden zu tun, 19 ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.“

Was in Vers 16 bis 19 aufgezählt wird, erinnert mich an den üblen Charakter Mohammeds. Man könnte daraus ein nützliches Gesetz für einen Muslimen formulieren, indem man ihm diese Dinge, die da aufgezählt sind, im Namen Gottes verbietet; dann würde er schnell merken, wie schwer ihm das fällt und wie sündig er ist. Wie schwer ist es für einen Muslim, wenn ich von ihm verlange, nicht wie Mohammed zu sein – atemberaubend.

Auslegung Vers 20-35

„Die Frau deines Nächsten“ ist irgendeine falsche Religion. Vor irgendeiner falschen Religion werde ich dadurch bewahrt, indem ich in der richtigen Religion, dem ursprünglichen Christentum, fest verankert bin. Meine gute Religion wird mir dann zum Schutz, wenn ich mich wirklich intensiv mit ihr beschäftige, denn dann wird sie mir immer lieblicher werden. Das Problem ist, daß wir heute indoktriniert sind mit Lügen über das Christentum von gottlosen Politikern, gottlosen Medien, gottlosen Wissenschaftlern, Irrlehrern, Sektierern, etc. Was man heute im Allgemeinen als Christentum betrachtet, hat mit dem wirklichen Christentum kaum mehr etwas zu tun, und vor allem: es funktioniert nicht. Die verzerrte Abart des Christentums, die man heute einfach als Christentum bezeichnet, funktioniert wirklich nicht – das ist wirklich sehr schlimm, denn die Unzulänglichkeit des verzerrten Christentums wird dem ursprünglichen Christentum angelastet. Wenn ich heute bewirken will, daß einer plötzlich traurig dreinschaut, dann brauche ich ihm nicht die Botschaft von seiner fristlosen Kündigung oder dem Tod seiner Mutter zu überbringen, sondern es genügt, wenn ich zu ihm sage: „Lass uns doch mal über das Christentum sprechen.“ Die ganze Reaktion: Ein sehr müder Blick. Aber wie gesagt, es ist das verzerrte Christentum, ein mit vielen Lügen und Irrtümern vermischtes, das Trauer statt Freude hervorruft.

Der Teufel ist an falsche Religion gebunden wie ein Ehemann an seine Ehefrau. Wer sich auf eine falsche Religion einläßt, muß befürchten, Schwierigkeiten mit dem Teufel zu bekommen. Schauen wir uns mal die eifrigsten Nachfolger Mohammeds, die Islamisten bzw. muslimische Terroristen, an. Was bringt ihnen ihr falscher Eifer, ihre Teufelsanbetung? Folgendes: Strafverfolgung, Gefängnis (Inhaftierung) und Tod (Hinrichtung bzw. Exekution) und den ewigen Tod. Die Islamisten üben keine Praxis durch die man sich dem wahren Gott naht (Religion), sondern sie praktizieren Anti-Religion, indem sie z. B. Unschuldige enthaupten. Durch ihre Anti-Religion kommen sie nicht Gott näher sondern immer weiter weg von Gott. Am Ende wird der wahre Gott sie zum ewigen Aufenthalt im feurigen Pfuhl verdammen und der Teufel würde darüber lachen, wenn er nicht den gleichen ewigen Flammen wie die Islamisten ausgesetzt wäre – da wird kein Lachen mehr sein sondern Weinen und Zähneknirschen.

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 5

1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, 2 dass du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Erkenntnis zu bewahren! 3 Denn die Lippen der fremden Frau sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter als Öl, 4 hernach aber ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert. 5 Ihre Füße laufen zum Tode hinab; ihre Schritte führen ins Totenreich, 6 dass du den Weg des Lebens nicht wahrnimmst; haltlos sind ihre Tritte und du merkst es nicht. 7 So gehorcht mir nun, meine Söhne, und weicht nicht von der Rede meines Mundes. 8 Lass deine Wege ferne von ihr sein und nahe nicht zur Tür ihres Hauses, 9 dass du nicht andern gebest deine Kraft und deine Jahre einem Unbarmherzigen; 10 dass sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und, was du mühsam erworben, nicht komme in eines andern Haus, 11 und müssest hernach seufzen, wenn dir Leib und Leben vergehen, 12 und sprechen: »Ach, wie konnte ich die Zucht hassen, und wie konnte mein Herz die Warnung verschmähen, 13 dass ich nicht gehorchte der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht kehrte zu denen, die mich lehrten! 14 Ich wäre fast ganz ins Unglück gekommen vor allen Leuten und allem Volk.« 15 Trinke Wasser aus deiner Zisterne und was quillt aus deinem Brunnen. 16 Sollen deine Quellen herausfließen auf die Straße und deine Wasserbäche auf die Gassen? 17 Habe du sie allein und kein Fremder mit dir. 18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich der Frau deiner Jugend. 19 Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Lass dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an ihrer Liebe. 20 Mein Sohn, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere? 21 Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN, und er hat Acht auf aller Menschen Gänge. 22 Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen, und er wird mit den Stricken seiner Sünde gebunden. 23 Er wird sterben, weil er Zucht nicht wollte, und um seiner großen Torheit willen wird er hingerafft werden.

Auslegung

„1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, 2 dass du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Erkenntnis zu bewahren!“

Stellen wir uns einen Menschen vor, der gerade Christ geworden ist. Er war am Sonntag auf einer Missionsveranstaltung der christlichen Kirche, hörte das Evangelium, kehrte um von seinen Sünden, fing an, zu glauben, daß Jesus für ihn starb und auferstand und wurde sakramental getauft bzw. erinnerte sich seiner Kindertaufe, falls er schon als Kind getauft worden war (die christliche Kirche tauft Menschen, die bereits als Kind sakramental getauft wurden, nicht noch einmal; die Wiedertaufe ist verwerflich).

Am Montagmorgen wacht der Jungbekehrte auf und stellt fest, daß er trotz seiner Bekehrung und Taufe am Sonntag das gleiche Körpergefühl hat wie vor seiner Bekehrung. Er kann sich nun folgende Fragen stellen:

  • habe ich mich wirklich bekehrt?
  • gehöre ich zu denen, die nicht zum Glauben auserwählt sind, die nicht glauben können?
  • funktioniert das Evangelium überhaupt?

Keine Frage beschäftigt ehrliche Jungbekehrte wohl mehr als die, warum sie auch nach der Bekehrung eine Neigung zum Sündigen verspüren.

Die große Gefahr dabei ist, daß man irgendwann tatsächlich so weit kommt, daß man glaubt, man habe sich nicht wirklich bekehrt, man gehöre zu denen, die gar nicht glauben können oder aber man glaubt, das Evangelium funktioniere prinzipiell nicht, unabhängig von der eigenen Person.

Dieser Frust kann dann so weit gehen, daß man sich nach einer Lehre ausstreckt, die nicht dem reinen Evangelium entspricht. Einige Glieder der Kirche zu Rom, an die Paulus den Römerbrief schrieb, begaben sich auf diesen Irrweg. Einige Judenchristen unter ihnen wollten zurückkehren zu einer Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken (Gesetzesjudentum) und einige Heidenchristen unter ihnen wollten sich einen Billige-Gnade-Jesus machen, der ein reiner Sündenbock ist: „Jesus hat die Rechnung im Voraus bezahlt, also kann ich nun bedenkenlos sündigen.“

Von daher ist es wichtig, daß der Jungbekehrte bzw. auch jeder gewöhnliche Christ weiß, was passiert, wenn man Buße tut und getauft wird (oder sich seiner sakramentalen Kindertaufe erinnert).

Deswegen heißt es in Vers 1: „Neige dein Ohr zu meiner Lehre.“ Es ist essentiell für den Gläubigen, sich mit den Grundlagen des Glaubens zu beschäftigen – vieles hängt von der Kenntnis der grundlegenden Glaubenslehren ab. Man sollte wirklich so weit kommen, daß man die Zusammenhänge versteht („behaltest guten Rat“) und sogar andere belehren kann („dein Mund wisse Erkenntnis zu bewahren“).

Wenn man nicht ganz genau weiß, wie das Evangelium funktioniert, ist die Gefahr sehr groß, daß man sich über kurz oder lang nach einer Lehre ausstreckt, die eine Rechtfertigung für die Sünde, das Sündigen liefert. Wenn wir allerdings unsere Sünde rechtfertigen durch irgendetwas, dann werden am Jüngsten Tag zum ewigen Aufenthalt im feurigen Pfuhl verurteilt werden.

Die wichtigste Erkenntnis für einen Jungbekehrten ist die, daß sein Leib sündig bleibt in sich selbst auch nach Bekehrung und Taufe. Die Betonung liegt auf „in sich selbst.“ Keinesfalls darf man aber die Tatsache, daß der Leib sündig bleibt in sich selbst, als Rechtfertigung dafür nehmen, zu sündigen – „ich kann ja nicht anders.“

Auch wenn wir nach der Bekehrung und Taufe wiederum unsere alten sündigen Neigungen verspüren, können wir sie als Getaufte doch überwinden durch die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Die Taufe kann man auch „Neue Geburt aus Wasser und Geist“ nennen.

Joh 3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

Kurz gesagt: Wenn wir von neuem geboren sind aus Wasser und Geist, dann bedeutet das nicht, daß wir keine Neigung zum Sündigen mehr empfinden, sondern wir können unsere sündigen Neigungen durch die Kraft der Taufe, die befreiende Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu, überwinden.

Wie funktioniert das praktisch?

Wenn mich also irgendeine Versuchung ankommt, dann muß ich mich daran erinnern, daß ich durch die Taufe mit Christus gestorben und mit Christus auferstanden bin, wie in Römerbrief, Kapitel 6 steht. Durch die Taufe bin ich der Sünde abgestorben und in Christus. Obwohl mein Leib sündig in sich selbst ist, muß ich doch nicht den sündigen Neigungen meines Leibes folgen, da ich in meiner Eigenschaft als Sünder durch die Taufe für tot erklärt wurde (mit Christus gestorben). Weiter wohnt seit der Taufe auch eine Person der Gottheit, der Heilige Geist, in mir, der meinen Körper zu anderen Aktivitäten gebrauchen will als Sündigen (mit Christus auferstanden). Meinen sündigen Neigungen werden also zwei Heilstatsachen entgegengesetzt. Tag für Tag muß ich nun willentlich das Heil der Taufe gegen meinen sündigen Leib in Anspruch nehmen, um nicht als Sünder sondern als Christ zu leben. Indem ich das Heil der Taufe gebrauche, bekunde ich, daß ich mit Christus leben will. Der Ort ewiger Gemeinschaft mit Christus ist der Himmel. Im Himmel landen also Menschen, die, indem sie ihre Taufe recht gebrauchten, ihr Leben lang bekundeten, daß sie dort hin wollen. Wer seine Taufe nicht gebraucht und sündigt, der wird vom Teufel geführt. Wer sich dem Teufel hingibt, wird die Ewigkeit am gleichen Ort verbringen wie er.

Eph 2,2 in denen (Sünden; R. B.) ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Obwohl ich es in der Reflektion behalten kann, daß der Leib sündig in sich selbst ist, sollte ich schlussendlich doch sprechen: „Gott hat mich frei gemacht von der Sünde.“

Röm 6,22 Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben.

Zusammenfassung:

Wir sollten nicht erwarten, daß wir nach Bekehrung und Taufe keine Neigung mehr zum Sündigen hätten, das wäre utopisch und utopisches Denken führt immer in den Abgrund. Vielmehr sollten wir im Gedächtnis behalten, daß wir durch die Taufe der Sünde abgestorben und in Christus sind. Durch diese beiden Heilstatsachen können wir Tag für Tag unsere sündigen Neigungen überwinden, wenn wir wollen. Wenn wir es wollen, wollen wir in den Himmel.

Also lieber Leser, falls Sie ein Jungbekehrter sind, dann tun Sie jetzt einfach bestimmte Schritte. Wenn Sie bestimmte Schritte tun bzw. gehorsam sind, dann glauben Sie damit auch. Sie brauchen sich nicht ständig die Frage zu stellen, ob Sie wirklich gläubig seien. Nein, durch die Taufe sind Sie von neuem geboren und wenn Sie aus der Kraft der Taufe Jesus nachfolgen im Alltag, dann glauben Sie auch.

Im Gegensatz zu den Evangelikalen, die nur eine vage Bekehrung bzw. Wiedergeburt kennen (der ganze Glaube der Evangelikalen ist natürlich Einbildung und sie werden die ewige Verdammnis ernten; sie machen alles kaputt durch ihre schändliche Wiedertaufe), hat der kirchliche Christ den Vorteil, daß es einen definierten Punkt in Raum und Zeit gibt, wo er von neuem geboren wurde: seine sakramentale Taufe. Wer also kirchlich getauft ist, der quält sich nicht mit der Frage, ob er wirklich gläubig sei, sondern ist einfach gehorsam durch die Kraft der Taufe, tut gewisse Schritte, und im Gehorsam existiert der wahre Glaube.

Dietrich Bonhoeffer: „Nur der Glaubende ist gehorsam und nur der Gehorsame glaubt.“

Übrigens ist es sichergestellt, daß das Evangelium in der Praxis funktioniert; nicht nur deswegen, weil es eine so schöne, in sich konsistente Lehre ist, sondern vor allem deswegen, weil uns das Neue Testament (NT) den historischen Befund dafür liefert, daß es funktioniert. Der Befund besteht darin, daß das NT erwähnt, daß eben viele Personen, die wirklich auf Erden gelebt haben, die gleichen natürlichen Veranlagungen hatten wie wir alle, wie alle Menschen, durch die Kraft des Evangeliums heilig wurden – sie haben sich wirklich gebessert. Letztendlich waren jene, die das Evangelium glaubten, die einzigen Menschen, die sich jemals wirklich gebessert haben.

Röm 2,10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden (Christen aus den Juden) und ebenso den Griechen (Christen aus den Heiden).

„3 Denn die Lippen der fremden Frau sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter als Öl, 4 hernach aber ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert.“

Die „fremde Frau“ ist einfach irgendeine falsche Religion. Alle falschen Religionen dieser Erde liefern eine Rechtfertigung für die Sünde. Wie gesagt, wenn man die Lehre des Evangeliums bzw. das Christentum nicht ganz genau kennt, ist die Gefahr sehr groß, daß man der „fremden Frau“ zum Opfer fällt. Ihre Lippen und ihre Kehle, das heißt ihre Lehre, ist deswegen so verführerisch, so süß, weil sie uns weismachen will, wir könnten uns durch das Halten bestimmter Rituale Gott nahen, ohne uns aber sittlich-moralisch zu bessern, sprich weniger zu sündigen und Gott und unseren Nächsten durch Jesus zu lieben. Gott will aber nicht, daß wir bestimmte Rituale halten, sondern unserem Nächsten mit der Liebe Christi begegnen. Diese Liebe entspricht oft nicht den Vorstellungen der ungläubigen Welt von Liebe. „Wermut“ und „zweischneidiges Schwert“ sprechen vom Gericht Gottes über jenen, der sich nicht wirklich sittlich-moralisch besserte durch das Evangelium, sondern lächerliche Rituale irgendeiner falschen Religion vollzog.

„5 Ihre Füße laufen zum Tode hinab; ihre Schritte führen ins Totenreich, 6 dass du den Weg des Lebens nicht wahrnimmst; haltlos sind ihre Tritte und du merkst es nicht.“

Offenbarung 20, 11-15 11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. (jene, die nicht im Buch des Lebens gefunden wurden geschrieben, hatten offensichtlich so minderwertige Werke, daß Gott sie verdammen mußte; alle Anhänger falscher Religionen werden gerichtet, denn sie taten keine Werke, die Gott wohlgefielen; R. B.)

„7 So gehorcht mir nun, meine Söhne, und weicht nicht von der Rede meines Mundes. 8 Lass deine Wege ferne von ihr sein und nahe nicht zur Tür ihres Hauses,“

Genauso wie ein Christ sich fernhält von der Tür eines Bordells, weil er die Versuchung fürchtet, wird er sich auch fernhalten von den Eingangstüren von Kirchengebäuden falscher Kirchen, falscher Religionen und Sekten. Die Führer falscher Kirchen, falscher Religionen und Sekten verfügen über magisch-suggestive Kräfte. Mit ihrer Magie äffen sie den Heiligen Geist nach, der in der wahren Kirche wohnt. Wer solche Kirchengebäude betritt, begibt sich in die Gegenwart böser Geister. Schon wenn man einem Irrlehrer nur zuhört, sündigt man.

2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre (das reine Evangelium; R. B.) nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht.

2Joh 11 Denn wer ihn (den Irrlehrer; R. B.) grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

„9 dass du nicht andern gebest deine Kraft und deine Jahre einem Unbarmherzigen; 10 dass sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und, was du mühsam erworben, nicht komme in eines andern Haus, 11 und müssest hernach seufzen, wenn dir Leib und Leben vergehen, 12 und sprechen: »Ach, wie konnte ich die Zucht hassen, und wie konnte mein Herz die Warnung verschmähen, 13 dass ich nicht gehorchte der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht kehrte zu denen, die mich lehrten! 14 Ich wäre fast ganz ins Unglück gekommen vor allen Leuten und allem Volk.«“

Der „Unbarmherzige“ ist der Irrlehrer bzw. der Teufel. Irrlehrer werden vom Teufel geritten. Sie wissen genau, daß ihre Lehren falsch sind. Sie lehren dennoch ihre falschen Lehren um schändlichen Gewinnes willen. Sie nehmen den finanziellen Ruin und ewigen Tod ihrer Schäfchen in Kauf, nur um auf eine schlaue, lockere Art an Geld ranzukommen. Niemand ist geschickter im Eintreiben von Spenden als Leiter von falschen Kirchen, falschen Religionen und Sekten. Natürlich, alle ihre Gedanken drehen sich nicht um das Seelenheil ihrer Schäfchen sondern um deren Geldbeutel und Bankkonto.

„15 Trinke Wasser aus deiner Zisterne und was quillt aus deinem Brunnen. 16 Sollen deine Quellen herausfließen auf die Straße und deine Wasserbäche auf die Gassen?“

Jeder wahre Christ hat den Heiligen Geist, den man mit einer Quelle lebendigen Wassers vergleichen kann.

Joh 4,14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich (Jesus; R. B.) ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.

Joh 7,38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Joh 7,39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Wenn es nun wider Erwarten doch passieren sollte, daß ein Christ sich einer falschen Religionsgemeinschaft anschließt, dann wäre das wie wenn einer im Nahen Osten kostbares Trinkwasser in die Kanalisation schüttet („Wasser auf Straßen und Gassen“). Die Irrlehrer würden sein christliches Verhalten, das durch den Heiligen Geist gewirkt wird, schamlos ausnutzen, wie es einmal in Korinth passiert ist, wo sich Irrlehrer in die echte Kirche eingeschlichen hatten.

2Kor 11,20 Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand euch einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.

Die Irrlehrer gingen so weit, daß sie die Christen von Korinth sogar schlugen – unfassbar – und jene ließen sich diesen Frevel auch noch bieten.

17 Habe du sie allein und kein Fremder mit dir. 18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich der Frau deiner Jugend. 19 Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Lass dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an ihrer Liebe.“

Am besten man bleibt beim reinen Evangelium, der „Frau seiner Jugend“. Wie mit seiner Ehefrau sollte man sich mit dem Evangelium beschäftigen. Je mehr man es versteht, seine Tiefen ergründet, desto mehr wird es im Alltag praktikabel sein. Das Evangelium ist sozusagen wirklich schön. Je mehr wir uns damit beschäftigen, desto mehr werden wir es erkennen und desto mehr werden wir es lieben.

20 Mein Sohn, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere? 21 Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN, und er hat Acht auf aller Menschen Gänge. 22 Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen, und er wird mit den Stricken seiner Sünde gebunden. 23 Er wird sterben, weil er Zucht nicht wollte, und um seiner großen Torheit willen wird er hingerafft werden.“

Alle Anhänger falscher Religionen sind sozusagen Gottlose. All ihre Pseudoreligion wird ihnen am Jüngsten Tag nichts nützen, sondern sie werden gerichtet werden, weil sie sich nicht wirklich besserten (Heiligung) durch die Kraft Jesu Christi („den Gottlosen werden seine Missetaten fangen“). Viele Menschen sind bereit, sich einem asketischen Fanatismus hinzugeben, aber Zucht mit Weisheit verachten sie. Sie verachten es, durch Christi Kraft ihre sündigen Begierden zu überwinden und Gott und ihren Nächsten durch Christus zu lieben. Das allein aber zählt vor Gott, ist wirkliche Zucht, Zucht mit Weisheit.

Ergänzung

Wenn ich im obigen Text von falschen Religionen rede, werden Sie, lieber Leser, bevorzugt an Religionen wie den Islam, den römischen Katholizismus, den Billige-Gnade-Protestantismus (meist einfach „Protestantismus“ genannt), den Glauben der Evangelikalen mit ihrer schändlichen Wiedertaufe, etc. denken.

Sie könnten mir vorwerfen, mein obiger Text ginge weitgehend an der Wirklichkeit vorbei, da doch heute die breite Masse der Menschen gar keiner Religion mehr anhinge, weder dem wahren Christentum noch einer der falschen Religionen.

Haben nun jene, die weder dem echten Christentum noch einer falschen Religion anhangen, Gott und den Teufel ausgetrickst?

Sind nicht jene die Allerklügsten, die Allerschlausten, die sich einfach auf ihren Beruf konzentrieren, die sich um ihre Familie kümmern, die versuchen, mit ihren Mitmenschen Frieden zu halten und für die jegliche Form von Religion schlichtweg irrelevant ist? Sind sie nicht jene, die das Gebot der Nächstenliebe, vielleicht unbewusst, erfüllen?

Hierauf antworte ich Folgendes:

Jene, für die Religion in jeglicher Form irrelevant ist, hangen unbewusst doch einer Religion an – dies ist der Materialismus oder die Aufklärung. Auch der Materialismus bzw. die Aufklärung sind aus christlicher Sicht Irrlehren.

Die Massen von Materialisten bzw. Aufgeklärten heute mögen sich damit brüsten, sie lebten doch in Frieden miteinander, überwänden die Schranken von Nationalität, Rasse, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung, sozialem Status, etc. Aber dieser Friede, auf den man so stolz ist, ist natürlich nur ein spießbürgerlicher Friede, nicht der Friede Gottes. Der spießbürgerlicher Friede ist nichts weiter als ein erbärmliches Nebeneinanderher-Vegetieren ohne wirkliche brüderliche Gemeinschaft. Es ist gerade mal die Abwesenheit von Krieg, daß man sich nicht gegenseitig abschlachtet. Der bürgerliche Friede ist auch beschränkt hauptsächlich auf den Arbeitsplatz. Die „Nächstenliebe“ am Arbeitsplatz dient nur der Erhöhung der Produktivität und ist somit die Pervertierung der allgemeinen, christlichen Nächstenliebe um Christi willen. Der Mensch wird nicht erst durch irgendeine falsche Religion im engeren Sinne (ausschließlich Materialismus bzw. Aufklärung) böse, sondern wir alle haben die degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt. Auch der Mensch, der nicht einer Religion im engeren Sinne angehört, wird täglich schlimmer, sündigt immer mehr und die Legalisierung dessen, was in Gottes Augen böse und nichtig ist, durch Materialismus und Aufklärung bilden ein Feigenblatt dafür. Wenn heute einer am Arbeitsplatz nur minimal fachlich höher gestellt ist als sein Kollege, kommandiert er ihn gleich herum wie einen Sklaven. Jener, der herumkommandiert wird, läßt es sich gefallen, weil er ja fachlich ein bisschen niedriger steht. Natürlich muß es in der Arbeitswelt aus sachlichen Gründen eine Hierarchie geben, aber dies wird von Nicht-Christen meist schamlos ausgenutzt, um den inneren Schweinehund rauszulassen. Die Hierarchie legalisiert das böse Herumkommandieren – „ich bin eine Stufe höher in der Rangordnung, also muß der mir Untergeordnete sich alles von mir bieten lassen“. In Gottes Augen ist das alles ein Gräuel – das Herumkommandieren und die feige Unterwürfigkeit. In einer christlichen Firma würde man das ahnden, wenn einer seine höhere, fachliche Rangstufe, die sachlich notwendig ist, missbraucht.

Die nachbarliche Gemeinschaft der Materialisten bzw. Aufgeklärten im Mietshaus beschränkt sich auf einen Wettbewerb der Statussymbole: hohe berufliche Position, teures Auto, teure Kleidung, hohe Schulausbildung der Kinder, teure Urlaube, etc.

Der Materialist gibt all sein Geld für sich selbst aus – nicht nur für Statussymbole sondern auch für Zukunftsvorsorge und Wohlleben (Genußsucht).

Die „Gesellschaft“ der Materialisten bzw. Aufgeklärten ist nichts weiter als ein amorpher Haufen von Einsamen und Isolierten, atomisiert. Das ist die totale Sinnlosigkeit, der vollkommene Tod. Angenommen, man würde heute einen Menschen in einer Raumkapsel ins Weltall schießen mit einer Verpflegung für 40 Jahre, dann wäre er während der 40 Jahre im Weltall nicht einsamer als in seiner Mietswohnung in München. Das ist die aufgeklärte Gesellschaft – „ich kotz gleich!“

Aufklärer wie z. B. Friedrich der Große, König von Preußen, machten den Fehler, anzunehmen, der Mensch werde durch jegliche Form der Religion einschließlich des echten Christentums erst fanatisch (böse). Die Wahrheit ist im Gegensatz dazu, daß der Mensch von Natur aus böse ist. Falsche Religionen verstärken diese natürliche Bosheit noch; das echte Christentum aber dämpft den Fanatismus des natürlichen Menschen. Die kaputte Gesellschaft, die wir heute haben, ist der Beweis dafür, daß ich recht habe. Der Ruin der modernen Gesellschaft ist der Materialismus bzw. die Aufklärung. Die Heilung der Gesellschaft wäre das echte Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel.

Kurz gesagt: Mein obiger Text ist selbstverständlich auch auf die scheinbar nicht-religiösen Massen anwendbar. Mann muß nur Materialismus bzw. Aufklärung als Irrlehren aus christlicher Sicht betrachten. Hinter Materialismus und Aufklärung stecken genauso böse Geister und der Teufel wie hinter dem Islam, Katholizismus, etc.

Keinesfalls sollte ein Mensch, der durch Buße, Glaube an Jesus und sakramentale Taufe Christ geworden ist, mit einem „Leben“ als Materialist bzw. Aufgeklärter liebäugeln. Nein, Materialismus und Aufklärung sind keine neutralen Zonen, in denen ich mich als Christ ggf. aufhalten dürfte. Auch Materialismus und Aufklärung gehören zur „fremden Frau“ (siehe oben). Ihre Lippen sind süß und ihre Kehle ist glatt, indem sie mir sagt, ich könnte durch das Ignorieren alles Religiösen eine Rechtfertigung meiner Sünde erlangen, sorglos sündigen. Die Wahrheit ist allerdings, daß ich durch meine Ignoranz die metaphysischen Ordnungen Gottes durchaus nicht außer Kraft setzen kann. Meine Missetaten werden mich doch fangen trotz meiner Ignoranz und ich werde sterben und gerichtet werden am Jüngsten Tag.

Das Establishment verlangt von den Materialisten bzw. Aufgeklärten totale Toleranz in religiöser und sexueller Hinsicht. Aus christlicher Sicht aber ist Toleranz gegenüber z. B. Islam und Homosexualität Gotteslästerung. Auch in dieser Hinsicht machen sich Materialisten und Aufgeklärte schuldig vor Gott. Gerade das, worauf sie so stolz sind, ihre Toleranz, ist ihr Verderben.

Übrigens tut es nichts zur Sache, daß sich heute viele Materialisten bzw. Aufgeklärte als Christen (Evangelikale), Muslime, Katholiken, Protestanten, etc. bezeichnen würden. Weder die Namen der falschen Religionen, nach denen sie sich nennen, werden sie retten vor dem Gericht Gottes noch der Materialismus bzw. die Aufklärung.

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 4

1 Hört, meine Söhne, die Mahnung eures Vaters; merkt auf, dass ihr lernt und klug werdet! 2 Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasst meine Weisung nicht. 3 Denn als ich noch Kind in meines Vaters Hause war, ein zartes, das einzige unter der Obhut meiner Mutter, 4 da lehrte er mich und sprach: Lass dein Herz meine Worte aufnehmen; halte meine Gebote, so wirst du leben. 5 Erwirb Weisheit, erwirb Einsicht; vergiss sie nicht und weiche nicht von der Rede meines Mundes; 6 verlass sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe sie, so wird sie dich behüten. 7 Denn der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit und erwirb Einsicht mit allem, was du hast. 8 Achte sie hoch, so wird sie dich erhöhen und wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie herzest. 9 Sie wird dein Haupt schön schmücken und wird dich zieren mit einer prächtigen Krone. 10 Höre, mein Sohn, und nimm an meine Rede, so werden deine Jahre viel werden. 11 Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, 12 dass, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, du nicht strauchelst. 13 Bleibe in der Unterweisung, lass nicht ab davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. 14 Komm nicht auf den Pfad der Gottlosen und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15 Lass ihn liegen und geh nicht darauf; weiche von ihm und geh vorüber. 16 Denn jene können nicht schlafen, wenn sie nicht übel getan, und sie ruhen nicht, wenn sie nicht Schaden getan. 17 Sie nähren sich vom Brot des Frevels und trinken vom Wein der Gewalttat. – 18 Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. 19 Der Gottlosen Weg aber ist wie das Dunkel; sie wissen nicht, wodurch sie zu Fall kommen werden. 20 Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. 21 Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, 22 denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leibe. 23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben. 24 Tu von dir die Falschheit des Mundes und sei kein Lästermaul. 25 Lass deine Augen stracks vor sich sehen und deinen Blick geradeaus gerichtet sein. 26 Lass deinen Fuß auf ebener Bahn gehen, und alle deine Wege seien gewiss. 27 Weiche weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom Bösen.

Auslegung

„1 Hört, meine Söhne, die Mahnung eures Vaters; merkt auf, dass ihr lernt und klug werdet!“

„Mahnung“ ist ein ziemlich scharfes Wort. Man richtet es an jemand, der schon mit dem Abweichen vom Weg liebäugelt. Nichts ist törichter, als sich von der Welt (die Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben) wieder einfangen zu lassen. Die Welt „predigt“: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“ (von Friedrich dem Großen). Im Gegensatz dazu sagt die Weisheit, Jesus: „Nur wer an Jesus glaubt, hat das ewige Leben und wird nicht verloren gehen.“

Die Welt besteht aus lauter Menschen, die nach Macht, Ehre und Reichtum streben, wobei es dahingestellt bleibt, ob sie diese Dinge jemals wirklich erlangen auf Erden. Eine Putzfrau kann gieriger nach Macht, Ehre und Reichtum sein als jemand, der diese Dinge wirklich hat. Die große Verführung für den Christen besteht darin, sich an diesem „Krieg“ bzw. Wettbewerb wieder zu beteiligen, denn für die Welt ist der Wettbewerb das schlechthin normale. Jeder will gerne höher sein als sein Nächster, ihm ungestraft zürnen und ihn ungestraft beleidigen und verfluchen können – deshalb ist in der Welt im Gegensatz zur christlichen Kirche (in der christl. Kirche herrscht Brüderlichkeit) alles hierarchisch aufgebaut (Betriebe, Religionsgemeinschaften, Vereine, etc.). Die Hierarchien dienen nur dazu, das böse Herrschen-Wollen über den Nächsten zu legalisieren. Die Welt tut alles, um gesehen zu werden, selbst Almosengeben, Beten und Fasten – die Glieder dieser Welt ehren sich gegenseitig, aber suchen nicht die Ehre, die bei dem alleinigen Herrscher und Gott gilt. Die Bürger dieser Welt sammeln Schätze auf Erden, als ob sie niemals sterben müßten bzw. als ob sich nicht am Jüngsten Tag alle Materie in Nichts auflösen würde und nur die Erinnerung daran bleiben wird, wie man sich sittlich-moralisch verhalten hat. Wie gesagt, die Verführung für den Christen besteht darin, daß all das, was in den Augen Gottes verwerflich ist, in den Augen der Welt legal bzw. normal ist. Der Christ ist immer der große Außenseiter bzw. Störenfried in den Augen der Welt, der Menschen, die ihn umgeben, und wer will schon gerne ein Außenseiter sein.

(sicherlich ist eine Hierarchie in einem kommerziellen Betrieb aus sachlichen Gründen unumgänglich und legitim; nichtsdestotrotz würde man in einer christlichen Firma darauf achten, daß nicht einer seine höhere fachliche Position dazu missbraucht, sich auch als Persönlichkeit über seine Kollegen zu stellen; träfen sich die Kollegen einer christlichen Firma außerhalb der Arbeitszeit, dann wären sie alle gleich hoch, auf einer Ebene – der Meister, der Geselle und der Azubi; nichts ist verwerflicher, als wenn ein Mensch die Macht eines Amtes inkorporiert und glaubt sein Amt würde ihn auch zu einem höheren Menschen an sich machen)

(übrigens inkorporieren römisch-katholische Priester die Macht ihres Amtes und meinen, sie seien kleine Christusse auch außerhalb des Dienstes in ihrer Kirche; siehe Katechismus der katholischen Kirche, KKK)

„2 Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasst meine Weisung nicht.“

Woher weiß ich denn, daß diese Lehre gut ist? Nun, das ist keine tote Lehre, sondern wann und wo immer das Evangelium und das Wort von der Geduld (die Bergpredigt) verkündet werden, wirkt der heilige Geist mit, ist Gott gegenwärtig. Das unterscheidet die gute Lehre von jeder schlechten Lehre. Die gute Lehre ist buchstäblich eine lebendige Lehre, denn Gott macht sie lebendig, weil er immer mitwirkt, wenn sie verkündet wird.

Joh 5,17 Jesus (die Weisheit; R. B.) aber antwortete ihnen (den ungläubigen Juden; R. B.): Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.

Joh 7,17 Wenn jemand dessen (der Vater im Himmel; R. B.) Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich (Jesus; R. B.) von mir selbst aus rede.

3 Denn als ich noch Kind in meines Vaters Hause war, ein zartes, das einzige unter der Obhut meiner Mutter, 4 da lehrte er mich und sprach: Lass dein Herz meine Worte aufnehmen; halte meine Gebote, so wirst du leben.“

Durch Vers 3 kommt die reine, elterliche Liebe zum Ausdruck. Die Reinheit der elterlichen Liebe besteht darin, daß sie frei von Hintergedanken ist, sie sucht nur den Vorteil des Schutzbefohlenen und nicht den eigenen Vorteil. Nehme ich also die Lehre Salomos bzw. die Lehre der christlichen Kirche an, so ist es nur zu meinem Vorteil. Nehme ich allerdings eine der Lehren der vielen falschen Religionsgemeinschaften dieser Welt an, gereicht es nur zu meinem Verderben, auch wenn es noch so sehr in den Ohren kitzelt. Die Führer der falschen Religionsgemeinschaften dieser Welt suchen nicht den Vorteil ihrer Anhänger sondern nur ihren eigenen Vorteil, schändlichen Gewinn – das Verderben ihrer „Schäfchen“ geht ihnen eiskalt am Arsch (Entschuldigung) vorbei.

2Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,

5 Erwirb Weisheit, erwirb Einsicht; vergiss sie nicht und weiche nicht von der Rede meines Mundes; 6 verlass sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe sie, so wird sie dich behüten. 7 Denn der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit und erwirb Einsicht mit allem, was du hast.“

Wie schon gesagt, die Weisheit ist Jesus.

Worin aber besteht das Erwerben, welchen Preis müssen wir zahlen für die Weisheit. Der Preis, den wir zu zahlen haben, ist die Freundschaft der Welt, der Menschen, die uns umgeben. Oder andersherum ausgedrückt: Wenn wir ernsthaft eine Verbindung mit Jesus suchen, wird die Welt unser erbitterter Feind werden. Liebe zu Jesus wird uns die Feindschaft der Welt einbringen.

Lk 9,23 Da sprach er (Jesus; R. B.) zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

(„sein Kreuz auf sich nehmen“ heißt leiden und verworfen werden um Christi willen)

Matthäus 13, 44-46 44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. 45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. (das Himmelreich ist der Bereich, wo Jesus die Herrschaft hat)

„8 Achte sie (Weisheit und Einsicht) hoch, so wird sie dich erhöhen und wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie herzest. 9 Sie wird dein Haupt schön schmücken und wird dich zieren mit einer prächtigen Krone.“

Mit Vers 8 schließt sich der Kreis. Indem uns gute „Eltern“ die christliche Lehre nahelegen, verhelfen sie  uns dazu, auf lange Sicht Macht (Krone), Ehre und Reichtum zu erwerben. Macht, Ehre und Reichtum in der Ewigkeit werden jene erlangen, die hier auf Erden gegenüber ihren Mitmenschen eine seelsorgerliche Gesinnung hatten und nicht mit ihnen Krieg führten um irdische Macht, Ehre und Reichtum.

Mt 5,5 Selig sind die Sanftmütigen (die Kirche; R. B.); denn sie werden das Erdreich besitzen. (erst mit dem Jüngsten Tag beginnt die Herrschaft Jesu und seiner Kirche auf Erden)

Übrigens gilt innerhalb der Kirche immer das Prinzip der Brüderlichkeit. Wir sind alle gleich hoch, alle Könige und Priester im Herrn. In der echten Kirche gibt es keine Hierarchie. Es gibt zwar ordinierte Amtsträger in der Kirche, aber sie sind nur höhergestellt, was ihren Geschäftsbereich angeht oder innerhalb ihres Geschäftsbereichs – keinesfalls erfährt ihre Person durch ihr Amt eine Erhöhung im Allgemeinen gegenüber Mitchristen.

Jak 1,12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung (Verführung, nach Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt zu streben; R. B.) erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn (Jesus; R. B.) lieb haben.

10 Höre, mein Sohn, und nimm an meine Rede, so werden deine Jahre viel werden. „

„Jahre“ sind Jahre, die man im Herrn, in Christus, verbringt, nicht viele Lebensjahre auf Erden. Außerdem kann man Vers 10 als Hinweis auf das ewige Leben nehmen, die ewige Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche, die auf Erden in Niedrigkeit („sein Kreuz auf sich nehmen“) beginnt und mit dem Hereinbrechen des Jüngsten Tages in Herrlichkeit fortgesetzt wird. Die Gemeinschaft eines Christen mit Christus und seiner Kirche ist ewig, ohne Ende – kein Tod wird mehr sein.

Offb 21,4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

11 Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, 12 dass, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, du nicht strauchelst.“

Durch Jesus bessern wir uns wirklich, brauchen deshalb das Gericht Gottes nicht zu fürchten und haben deswegen Frieden mit Gott. Jesus bewahrt uns vor schweren Sünden (straucheln) und weil wir Frieden mit Gott haben, ist unser Leben nicht „sauer“ sondern süß.

13 Bleibe in der Unterweisung, lass nicht ab davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. 14 Komm nicht auf den Pfad der Gottlosen und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15 Lass ihn liegen und geh nicht darauf; weiche von ihm und geh vorüber. 16 Denn jene können nicht schlafen, wenn sie nicht übel getan, und sie ruhen nicht, wenn sie nicht Schaden getan. 17 Sie nähren sich vom Brot des Frevels und trinken vom Wein der Gewalttat.“

Vers 13 bis 17 spielt darauf an, daß uns Wölfe (Irrlehrer) immer im Schafspelz begegnen, wie sich der Teufel als ein Engel des Lichts verstellt.

2Kor 11,14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.

Die Lehren der Irrlehrer sind Mogelpackungen – da ist nicht drin, was draufsteht. Sie präsentieren uns alles wunderschön verpackt, aber innendrin ist alles voller Unrat und Totengebeine. Wenn jemand nicht die Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel bringt, dann müssen wir ihm unterstellen, daß sein Sinnen nur Übeltun und Schadenanrichten ist. Die Irrlehrer sind die wahren Teufelsanbeter auf Erden, sie nähren sich vom Brot des Frevels (Irrlehre) und trinken vom Wein der Gewalttat (töten von Seelen). Ihr Gott ist der Teufel, er gibt ihnen Macht und Kraft (magisch-suggestive Fähigkeiten).

18 Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. 19 Der Gottlosen Weg aber ist wie das Dunkel; sie wissen nicht, wodurch sie zu Fall kommen werden.“

Der Mensch, der sich nicht auf den Weg der Bösen begibt, dessen Pfad wird immer heller leuchten. (Die „Bösen“ sind alle Irrlehrer der verschiedenen falschen Religionsgemeinschaften dieser Welt, die uns weismachen wollen, es gäbe eine Rechtfertigung für die Sünde. Sie wollen uns weismachen, wenn wir bestimmte Rituale ihrer Religion vollziehen würden, entbände uns das von wirklicher Besserung im Alltag. Sie wollen uns einreden, allein durch das Vollziehen bestimmter Rituale könnten wir das Wohlgefallen Gottes erlangen und wir bräuchten somit keine Angst vor dem kommenden Gericht Gottes zu haben. Die verschiedenen falschen Religionsgemeinschaften unterscheiden sich nur in der Art der Rituale, die sie ihren verführten „Schäfchen“ vorschreiben. Die Billige-Gnade-Protestanten, meist einfach Protestanten genannt, haben sogar überhaupt keine Rituale, sondern sie haben sich einen Pseudo-Jesus gemacht, der ein reiner Sündenbock ist und ihnen als vergeben muß, obwohl sie keinerlei Interesse an der Nachfolge Jesu haben und sich völlig an die Welt anpassen – für sie wird es ein sehr böses Erwachen geben am Jüngsten Tag)

Der Mensch, der sich nicht auf den Weg der Bösen begibt, bleibt auf dem Weg der Alten Kirche. Ihm ist klar, daß Gott ihn nach seine Werken richten wird (ich sehe mich übrigens nicht im Gegensatz zu Martin Luther). Er versucht nicht, durch bestimmte Rituale sich von tatsächlicher Besserung zu dispensieren (entbinden), sondern er bessert sich wirklich durch die befreiende Kraft von Jesu Tod und Auferstehung. Das Christentum ist die einzige Religion, die dem Menschen dazu verhilft, sein sündiges Fleisch zu überwinden. Wir alle haben die Sündhaftigkeit des gefallenen Adam geerbt, haben eine starke, natürliche Neigung zum Sündigen. Durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe sterben wird der Sünde ab und kommen in Christus hinein. Wir in unserer Eigenschaft als Nachkommen des gefallenen Adam, als Erben seiner Sündhaftigkeit, werden für tot erklärt und empfangen den Heiligen Geist. Der Leib bleibt sündig in sich selbst auch nach der Taufe – allerdings müssen wir nach der Taufe nicht mehr den sündigen Neigungen unseres Leibes folgen, weil wir in unserer Eigenschaft als Sünder für tot erklärt wurden. Der treue Christ nimmt täglich die Verheißungen der Taufe in Anspruch und überwindet dadurch seinen sündigen Leib, der seinen alten Gewohnheiten nachgehen will. Der heilige Geist füllt das entstehende Vakuum aus und ist das neue Leben des Christen. Obwohl der Leib des Christen sündig in sich selbst ist, tut er doch gerechte, Gott wohlgefällige Werke – das ist ein anhaltendes Wunder.  Der Gegenstand der sakramentalen Taufe ist der Tod und die Auferstehung von Jesus. Jesus hat durch sein Opfer am Kreuz und seine Auferstehung die Grundlage für unsere Befreiung von der Sünde gelegt. Wenn wir Jesu Opfer am Kreuz als Werk der Befreiung von Sünden annehmen, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben. Da wir uns durch Jesu Kraft wirklich bessern im Alltag (indem wir festhalten an der Besserung bzw. der Heiligung, bewahren wir unseren Glauben an Jesus), werden wir am Jüngsten Tag durchkommen (wir werden errettet durch Glauben allein, das stimmt, aber der rettende Glaube ist nur der Glaube, durch den wir uns auch bessern). Wir brauchen auch keine Angst vor dem Gericht Gottes zu haben, denn wir „richten“ uns ja jeden Tag selbst durch den Glauben an Jesus.

Kurz gesagt: Der Pfad des Christen leuchtet deswegen immer heller, weil er sich täglich bessert in sittlich-moralischer Hinsicht; er sündigt immer weniger und liebt Gott und seinen Nächsten immer mehr. Der Weg des Menschen, der einer falschen Religion anhangt, wird immer dunkler, weil er täglich schlechter wird, immer mehr sündigt, und Gott und seinen Nächsten immer weniger liebt.

„sie wissen nicht, wodurch sie zu Fall kommen werden.“

Am Jüngsten Tag wird es für all jene, die sich durch eine falsche Religion über ihre Sünde hinwegtrösten ließen, ein böses Erwachen geben und sie werden zu Fall kommen. Auch schon auf Erden verursacht die Sünde Krankheit, Depression, physischen Tod, etc.

20 Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. 21 Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, 22 denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leibe. 23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben. 24 Tu von dir die Falschheit des Mundes und sei kein Lästermaul. 25 Lass deine Augen stracks vor sich sehen und deinen Blick geradeaus gerichtet sein. 26 Lass deinen Fuß auf ebener Bahn gehen, und alle deine Wege seien gewiss. 27 Weiche weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom Bösen.“

Vers 20 bis 23 würde ich so deuten, daß man als Christ im Kampf gegen die Sünde nicht ermüden sollte. Wenn man Krankheiten hat, sollte man sich fragen, ob man nicht nachgelassen hat im Kampf gegen die Sünde und den Kampf wieder aufnehmen.

Hebr 12,1 Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist,

Hebr. 12, 4-5 4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu seinen Kindern (Sprüche 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.

Vers 24 bis Vers 27 würde ich so deuten, daß man als Christ keinerlei Umgang mit „Geistlichen“ falscher Religionen pflegen sollte. Das Problem ist, daß jene „Geistlichen“ wirklich magisch-suggestive Kräfte haben und sie können einen im Handumdrehen einwickeln, ehe man sich’s versieht. Wenn ich abends immer vor einem Bordell spazieren gehe, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich eines Tages auch das Bordell betrete und dann einem Hürlein beiwohne. Genauso wie ich mich als Christ auf Distanz von Bordellen halte, halte ich mich fern von Irrlehrern – sie sind wirklich gefährliche Raubtiere, Wölfe im Schafspelz, Teufel, die sich als Engel des Lichts verstellen. Schon wenn ich einen Irrlehrer nur grüße, tue ich nicht von mir die Falschheit des Mundes und ich bin ein Lästermaul.

2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht.

2Joh 11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

Gal 1,8 Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.

Gal 1,9 Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.

Übrigens ist jeder, der den Islam als legitime Religion anerkennt, ein Lästermaul und schuldig wegen der Falschheit seines Mundes.

Der Islam ist eine Lästerung des christlichen Gottes, weil er die Gottessohnschaft Jesu Christi und die Dreieinigkeit Gottes verleugnet.

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Auslegung Sprüche Salomos, Kapitel 3

1 Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, 2 denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden; 3 Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, 4 so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen. 5 Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. 7 Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. 8 Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken. 9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen. 11 Mein Sohn, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig, wenn er dich zurechtweist; 12 denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn. 13 Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der Einsicht gewinnt! 14 Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. 15 Sie ist edler als Perlen, und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen. 16 Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. 17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden. 18 Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen, und glücklich sind, die sie festhalten. 19 Der HERR hat die Erde durch Weisheit gegründet und nach seiner Einsicht die Himmel bereitet. 20 Kraft seiner Erkenntnis quellen die Wasser der Tiefe hervor und triefen die Wolken von Tau. 21 Mein Sohn, lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre Umsicht und Klugheit! 22 Das wird Leben sein für dein Herz und ein Schmuck für deinen Hals. 23 Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, sodass dein Fuß sich nicht stoßen wird. 24 Legst du dich, so wirst du dich nicht fürchten, und liegst du, so wirst du süß schlafen. 25 Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt; 26 denn der HERR ist deine Zuversicht; er behütet deinen Fuß, dass er nicht gefangen werde.

27 Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. 28 Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben –, wenn du es doch hast. 29 Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt. 30 Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht, wenn er dir kein Leid getan hat. 31 Sei nicht neidisch auf den Gewalttätigen und erwähle seiner Wege keinen, 32 denn wer auf Abwegen geht, ist dem HERRN ein Gräuel, aber den Frommen ist er Freund. 33 Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN, aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. 34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben. 35 Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande davontragen.

Auslegung

„1 Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, 2 denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden; 3 Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, 4 so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen.“

Vers 1 ist selbsterklärend (siehe auch Auslegung Sprüche Salomos, Kapitel 2)

2 denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden;“

Wird sollten nicht wähnen, daß mit „langes Leben“ eine lange Existenz auf Erden gemeint ist. Es stimmt zwar, daß der Glaube an Jesus auch (physisch-medizinische) Heilung für den Leib bedeutet, aber dennoch bedeutet „langes Leben“ eine hohe Anzahl von Lebensjahren „in Christus“ und nicht eine lange Existenz auf Erden. Worauf es ankommt, sind die Jahre auf Erden, die man „im Herrn“ verbringt.

Was bedeutet das?

Durch Buße, Glauben an Jesus und sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe kommen wir in Jesus Christus hinein. Wer gläubig geworden ist, der ist in engster Beziehung mit einer Person der Gottheit, Jesus oder der Heilige Geist. Unser in sich selbst sündiger Leib will allerdings auch nach der Bekehrung weiterhin seinen alten, sündigen Gewohnheiten nachgehen. „Langes Leben, gute Jahre und Frieden“ werden wir dann haben, wenn wir nicht unseren alten Gewohnheiten nachgehen, sondern dem Heiligen Geist immer mehr Raum geben.

Kurz gesagt: Es geht darum, den Heiligen Geist, den man empfing, als man gläubig wurde, nicht zu dämpfen oder auszulöschen, indem man den alten, sündigen Neigungen nachgibt. Die bloße Gegenwart des Heiligen Geistes bedeutet langes Leben, gute Jahre und Frieden. Die Wonne des Paradiesgartens bestand in der Gegenwart Gottes – vor dem Sündenfall waren Adam und Eva völlig in Gott geborgen. Diese Geborgenheit in Gott war so greifbar, so real, daß Adam und Eva vor dem Fall jeglicher Kleidung entbehren konnten – sie waren buchstäblich in Gott eingehüllt. Wir als Nachkommen des gefallenen Adam können unmöglich der Bekleidung entbehren, was zeigt, wie sehr wir durch die Sündhaftigkeit, die wir vom gefallenen Adam geerbt haben, von Gott getrennt sind. Wer gläubig geworden ist, wächst natürlich Stück um Stück wieder in die Geborgenheit hinein, die Adam und Eva vor dem Fall hatten. Bei der Entrückung bzw. der ersten Auferstehung bekommt jeder Christ einen himmlischen Leib, der frei von sündigen Begierden ist, sodaß wir ungetrübte Gemeinschaft mit Gott genießen werden können.

1Kor 15,53 Denn dies Verwesliche (unser sündiger Leib; R. B.) muss anziehen die Unverweslichkeit (der himmlische Leib; R. B.), und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.

1Kor 15,54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg.

2Kor 5,1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte (unser sündiger Leib; R. B.), abgebrochen wird, so haben wir einen Bau (der himmlische Leib; R. B.), von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

2Kor 5,4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben.

Wenn jemand dem Herrn treu war, dann war es der Apostel Paulus. Er erfuhr langes Leben, gute Jahre und Frieden trotz der Tatsache, daß er oft äußerst unangenehme äußere Umstände hatte: Er war oft im Gefängnis, litt Hunger und Durst, wurde ausgepeitscht, gesteinigt, geschlagen etc.

2. Korinther 11, 23-27 23 Sie sind Diener Christi – ich (Paulus; R. B.) rede töricht: ich bin’s weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen. 24 Von den Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger einen; 25 ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. 26 Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern; 27 in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße;

Wir müssen uns davor hüten, „langes Leben, gute Jahre und Frieden“ in einem spießbürgerlichen Sinne zu verstehen, denn das wäre die vollkommene Pervertierung dieser Begriffe.

Angenommen, wir als einfache Christen würden vor ähnliche Herausforderungen gestellt wie der Apostel Paulus, würden dann aber bürgerliches „langes Leben, gute Jahre und Frieden“ den Leiden des Apostels vorziehen, den Herausforderungen aus dem Wege gehen, dann würden wir „langes Leben, gute Jahre und Frieden“ im geistlichen Sinne verlieren. Unglaublich dumm, teuflisch und pervers ist es, wenn heute sogenannte Geistliche (Wölfe im Schafspelz) behaupten „langes Leben, gute Jahre und Frieden“ im bürgerlichen Sinne wären ein Ausdruck des Segens Gottes – deren Verdammnis ist ganz recht.

„3 Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,“

„Gnade und Treu“ ist eine Person, Jesus.

Apg 13,34 Dass er (Gott; R. B.) ihn (Jesus; R. B.) aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt (Jesaja 55,3): »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren

Tit 2,11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes (Jesus; R. B.) allen Menschen

„Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,“

Das reale Leben ist so kompliziert, daß wir Abermillionen von Geboten bräuchten, um jede denkbare Situation so bewältigen zu können, daß es Gottes Wohlgefallen erregt. Die Gebote Gottes hängen dann an unserem Hals und sind dann auf die Tafel unseres Herzen geschrieben, wenn der Geber der Gebote, der Gesetzgeber, Gott, selbst in uns wohnt und wir ihm freiwillig Raum geben. Wenn er uns höchstpersönlich leitet, werden wir auch die schwierigsten Situation zu seiner vollsten Zufriedenheit meistern, das Gesetz erfüllen („erfüllen“ ist viel mehr als „halten“). Wie oben schon gesagt, eine Person der Gottheit empfangen wir durch Buße, Glauben an Jesus und sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe. Wir sterben der Sünde ab und kommen in Christus hinein durch die Taufe. Unser Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst und unser Wille bleibt vollkommen frei. Wenn wir also freiwillig durch den Glauben an Jesus, die befreiende Kraft seines Todes und seiner Auferstehung, die uns durch die Taufe zugeeignet wurde, unsere alten, sündigen Gewohnheiten überwinden, dann hängen Gottes Gebote an unserem Hals und sind auf die Tafel unseres Herzens geschrieben. Der Glaube fängt an mit der Bezugnahme auf die Taufe; wir halten den Glauben durch Gehorsam in der Kraft Jesu. Gegenstand der Taufe sind der Tod und die Auferstehung Jesu und durch die Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus – die neue Geburt aus Wasser und Geist.

4 so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen.“

Paulus wurde von Menschen oft sehr unfreundlich behandelt, hatte nicht ihr Wohlgefallen, trotz der Tatsache, daß er das fast perfekte Beispiel eines Menschen war, der sich „Gottes Gebote um den Hals hing“ und bei dem sie „auf die Tafel seines Herzens geschrieben waren“. Dies scheint Vers 4 zu widersprechen.

Ich wage, zu behaupten, es kommt bei allen Menschen gut an, wenn sich jemand christlich verhält, auch wenn sie selbst nicht gläubig sind. Das Problem ist nur, daß die Menschen häufig nicht bereit sind, irdische Interessen zu opfern um eines Christen willen. Würde man sein Wohlgefallen an einem Christen offenbaren, hätte man Nachteile zu erleiden und deswegen „verkneift“ man es sich. Allerdings zählt das vor Gott natürlich wie Hass, denn es ist unverzeihliche Feigheit.

Zur Zeit der großen Gerichte Gottes über Ägypten, als er sein Volk Israel von dort herausführen wollte, genoss der Mann Mose Hochachtung bei vielen Ägyptern trotz der Tatsache, daß er es war, der immer die einzelnen Gerichte wie Heuschrecken, Hagel, etc. ankündigte.

2Mo 11,3 Und der HERR verschaffte dem Volk Gunst bei den Ägyptern, und der Mann Mose war sehr angesehen in Ägyptenland vor den Großen des Pharao und vor dem Volk.

Der Pharo selbst allerdings war ein ausgesprochener Feind des Mose und wollte ihn töten.

Somit waren die Ägypter in einem Konflikt: Sie hatten Wohlgefallen an Mose, aber Pharao war nun mal ihr Herr.

Wenige Verse nach 2. Mose 11, 3 lesen wir das Folgende:

2Mo 11,5 und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.

Die ältesten Söhne aller Ägypter mußten sterben auch jener, die Mose Ansehen entgegenbrachten.

Wie ist das zu erklären?

Nun, die Ägypter waren zu feige, sich um Mose willen vom bösen Pharao loszusagen – offenbar sagte sich kein einziger Ägypter vom Pharao los, denn sonst hätte der Herr ja nicht alle ältesten Söhne geschlagen. Aus Gottes Sicht war die Liebe der Ägypter zu Mose Hass, weil sie nicht bereit waren, sich um Mose willen vom Pharao loszusagen.

Es gab bisher wahrscheinlich wenig Zeit in der Geschichte, wo einen offenkundige Liebe zu Jesus und seiner Kirche nichts gekostet hätte. Viele waren nicht bereit für ihre Liebe zur Kirche oder Jesus einen Preis zu bezahlen und so wird ihre Liebe am Jüngsten Tag von Gott wie Hass gerechnet werden – Feigheit ist unverzeihlich.

Herodes Antipas mochte Johannes den Täufer, aber er mochte auch seine Frau, die Johannes‘ Kopf wollte. Aus Gottes Sicht war Herodes‘ Liebe zu Johannes Hass, denn er war nicht bereit um Johannes willen, die Liebe seiner Frau zu opfern, die nun mal Johannes‘ Kopf wollte.

Mt 10,37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. (diesen Vers kann man sicherlich um die Liebe zwischen Ehemann und Ehefrau erweitern; allerdings kann und darf daraus kein Grund für eine Scheidung abgeleitet werden – 1Kor 7,13 Und wenn eine (gläubige; R. B.) Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden; R. B.)

Mk 8,38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Lk 9,26 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.

„5 Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“

Vers 5 ist keine Anweisung an Christen, den Verstand auszuschalten. Vielmehr ist der Vers so gemeint, daß der Christ in all seinem Denken auch die Offenbarungen Gottes berücksichtigen soll. In der Bibel finden wir Aufzeichnungen von Männern Gottes darüber, was Gott ihnen geoffenbart hat. Diese Offenbarungen beziehen sich auf alle Bereiche des Lebens. Der reine Verstandesmensch (Rationalist) berücksichtigt die Offenbarungen, die wir in der Bibel finden, entweder überhaupt nicht oder nur teilweise. Was Gott uns in der Bibel geoffenbart hat, hat einen Bezug zur historischen Wirklichkeit, zur Wirklichkeit, in der wir leben. Wenn wir Gottes Offenbarung nicht berücksichtigen, haben wir kein vollständiges Bild bzw. nur ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit. Und eines ist klar: Wenn ich heute einen Plan mache für irgendeine Sache und berücksichtige nicht alle Gegebenheiten im Voraus, dann muß mein Plan zumindest langfristig scheitern. Friedrich der Große, König von Preußen, war so stolz auf seinen Rationalismus, aber in Wirklichkeit (aus christlicher Sicht) war er ein Narr bzw. närrischer Heide, denn er traf Entscheidungen auf der Grundlage eines verzerrten Bildes von der Wirklichkeit, eines verzerrten Weltbildes.

Natürlich, für viele kleine Geschäfte des Alltags ist es ohne Belang, ob wir die Offenbarungen Gottes berücksichtigen oder nicht – da genügt einfach der gesunde Menschenverstand, den sowohl Christen als auch Nicht-Christen haben. Wenn es z. B. draußen minus 20 Grad hat, dann zieh‘ ich mir eine dicke Jacke an, bevor ich rausgehe und geh‘ nicht im T-Shirt raus. Der größte Teil der Menschheit wird ähnlich handeln, egal ob Christ oder Nicht-Christ.

Sicherlich gibt es heute kaum mehr einen Menschen, der nicht Internet und Fernsehen zuhause hat. Wenn sich heute jemand in der Schule oder am Arbeitsplatz outen will, dann braucht er nicht zu sagen, er sei homosexuell, sondern seinen Mitschülern bzw. Kollegen wird er sich verdächtig machen, wenn er gesteht, weder Internet noch Fernsehen zuhause zu haben. Aber ich wage, zu behaupten, daß ein Christ sich auf den Weg Richtung Abgrund begibt bzw. den Abfall vom Glauben (Apostasie) riskiert, wenn er Internet und Fernsehen zuhause hat. Fernsehen und Internet sind verseucht mit Pornographie. Jemand, der Internet und Fernsehen zuhause hat, und behauptet, er würde sich nie pornographische Sachen anschauen, dem „sollte man gleich eine aufs Maul hauen“ (beachte die Anführungszeichen) für sein freches, dreistes Lügen. Ein frommer Christ wird Internet und Fernsehen nicht zuhause haben, sondern an einem öffentlichen Ort (z. B. Bibliothek) benutzen, wo er von vielen Augen umgeben ist und er es kaum über sich bringen wird, in aller Öffentlichkeit ein Porno anzuschauen. An einem öffentlichen Ort ist dem Christen seine Scham eine nützliche Helferin und bewahrt ihn.

Hierher gehört, was Gott uns durch den Apostel Paulus geoffenbart hat:

Röm 13,13 Lasst uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht;

Röm 13,14 sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge (z. B. Internet oder Fernsehen zuhause; R. B.) für das Fleisch, dass Begierden wach werden!

Natürlich, ein Nicht-Christ kennt diese Verse aus dem Römerbrief entweder nicht, oder er hält sie einfach für irrelevant. Aber ein frommer Christ weiß, daß Gott durch Paulus gesprochen hat und gehorcht dieser Anweisung.

Auch weiß der Christ aus der Bibel, daß Sünde (z. B. Unzucht) zumindest langfristig zerstörerisch wirkt. Der Sünder ruiniert sich durch seine Sünde physisch und psychisch, und am Ende erntet er die ewige Verdammnis. Indem der Sünder die göttliche Offenbarung nicht in sein Denken mit einbezieht, misslingt sein Leben, denn er geht „schlüpfrige“ Wege; er plant bzw. gestaltet sein Leben falsch.

Röm 6,23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod (Krankheiten, Depressionen, physischer Tod, ewiger Tod, u.v.m.; R. B.), die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

Kurz gesagt: Der Christ bezieht in sein Denken immer die Offenbarungen Gottes mit ein – so wird er recht geführt und sein Leben gelingt.

„7 Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. 8 Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken.“

Wieviele Menschen mag es geben, die sich dünken, weise zu sein, weil sie Anhänger des Rationalismus sind. Aber aus christlicher Sicht ist der Rationalismus mehr oder weniger eine Irrlehre, denn er ist einfach nicht wahr, nicht wirklich realistisch. Das Denken des Rationalisten, der meint, er sei allen Religiösen überlegen, ist in Wirklichkeit beschnitten, unvollständig und muß langfristig in den Abgrund führen. Also, man dünke sich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Das ist der Weg des Lebens, wenn wir durch die Kraft Jesu Christi die sündigen Neigungen unseres Leibes überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben. Es ist einfach unsere persönliche Sünde, die zerstörerisch ist. Mit dieser Erkenntnis ist unglaublich viel gewonnen, das ist wirkliche Weisheit. Vollends den Sieg tragen wir davon, wenn wir, wie schon gesagt, durch Christus unsere Sünde überwinden, denn dann sind wir solche, die Gott fürchten und vom Bösen weichen. Das Ganze ist tatsächlich mit körperlicher Gesundung verbunden, wie Vers 8 sagt, da Gott selbst das Leben ist. Je weniger wir sündigen, desto mehr durchdringt uns Gott, das Leben, und das macht sich auch durch Gesundheit bzw. Heilung des Leibes bemerkbar.

Joh 11,25 Jesus sprach zu ihr (Marta, die Schwester des Lazarus, den Jesus auferweckte; R. B.): Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben (der leibliche Tod des Christen wird durch Christus so stark abgemildert, daß man von Entschlafen reden kann, was ein Wiederaufwachen impliziert; R. B.) ist;

„9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen. 11 Mein Sohn, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig, wenn er dich zurechtweist; 12 denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.“

Vers 9 sollte man nicht so deuten, wie vielleicht manche Prediger US-amerikanischer Megachurches tun, daß man durch Spenden an die Kirche den (materiellen) Segen Gottes erzwingen könnte, der dem persönlichen Reichwerden auf Erden dienen soll. Nein, das Streben nach irdischer Herrlichkeit, wozu materieller Reichtum gehört, ist mit dem Christentum nicht vereinbar. Vielmehr geht es darum, wie Jesus sagt, Schätze im Himmel zu sammeln durch Spenden an die Kirche. Natürlich kann Gott einen wohltätigen Christen darin materiell segnen, daß er ihm die Fähigkeit gibt, überhaupt Einkommen zu erwirtschaften. Aber der Christ wird große Teile dessen, was ihm der Segen des Herrn bescherte, wiederum dem Aufbau des Reiches Gottes bzw. der Kirche zur Verfügung stellen, wie er überhaupt weiß, der er selbst und alles was er hat, dem Herrn gehört.

Mt 6,19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. (sagte Jesus)

Mt 6,20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. (sagte Jesus)

1Kor 6,20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Lukas 12, 16-21 16 Und er (Jesus; R. B.) sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. 17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte 19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? 21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Lukas 12, 31-34 31 Trachtet vielmehr nach seinem Reich, so wird euch das alles zufallen. 32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben. 33 Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt, und den keine Motten fressen. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Kurz gesagt: Der Christ spart sich ein Vermögen zusammen auf einem Bankkonto im Himmel, indem er sein ganzes Leben einschließlich seiner materiellen Güter, die er erwirtschaftet, für die Werke der Kirche einsetzt. Durch die Spenden der Gläubigen finanziert die Kirche Mission und Diakonie (z. B. Hilfe für verfolgte Christen, die keine Möglichkeit der Erwerbsarbeit haben), den Unterhalt der Geistlichen, den Unterhalt der Verwaltungsangestellten, den Unterhalt von Gebäuden, etc. Natürlich wird die wahre Kirche das Meiste für Mission und Diakonie ausgeben, denn das sind die zwei Kernaufgaben. Es bleibt natürlich jedem Christen unbenommen, auch direkt einem anderen Christen in Not zu helfen – es muß nicht alles über die kirchliche Verwaltung laufen. Jedoch sollte man immer berücksichtigen, daß zum Helfen immer auch eine gewisse Kompetenz gehört, die der Einzelne oft nicht hat.

Der Christ ist immer in Gefahr, zuviel von dem, was ihm der Segen des Herrn beschert hat, für sich selbst auszugeben, das heißt für Wohlleben, Statussymbole und Zukunftvorsorge. Solches Verhalten ist aber nicht dem Glauben gemäß, denn der Herr hat ja verheißen, für jene zu sorgen, die sich zuerst für sein Reich einsetzen – der Christ braucht nicht für sich selbst zu sorgen, was nicht heißt, daß er nicht einer Erwerbsarbeit nachgeht. Das Ganze scheint dem Herrn so wichtig zu sein, daß er Fehlverhalten in diesem Punkt mit Zucht und Zurechtweisung ahndet, wie wir in Vers 11 lesen können. Zucht und Zurechtweisung kann darin bestehen, daß Gott uns z. B. eine Krankheit schickt (in Vers 8 ist ja vom umgekehrten Fall die Rede, das heißt, daß Gott uns Heilung widerfahren lassen wird, wenn wir vom Bösen weichen), wenn wir nach Macht, Ehre und Reichtum streben, was böse ist, und es nicht Gott überlassen uns diese Dinge zu geben, falls er es für angebracht hält.

5. Mose 28, 58-61 58 Wenn du nicht darauf hältst, dass du alle Worte dieses Gesetzes tust, die in diesem Buch geschrieben sind, und nicht fürchtest diesen herrlichen und heiligen Namen, den HERRN, deinen Gott, 59 so wird der HERR schrecklich mit dir umgehen und dich und deine Nachkommen schlagen mit großen und anhaltenden Plagen, mit bösen und anhaltenden Krankheiten. 60 Und er wird auch alle Seuchen Ägyptens über dich bringen, vor denen du dich fürchtest, und sie werden dich nicht loslassen; 61 dazu wird der HERR alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist.

Jakobus 5, 14-16 14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.

Durch das Wort „Erstling“ kommt Folgendes zum Ausdruck: Es mag einer, bevor er von seinem gerade überwiesenen Monatslohn der Kirche etwas gibt, sich erst einmal eine schicke Espressomaschine kaufen, dann läßt er eine Gartenbaufirma kommen, um die Hecke zu schneiden und schließlich wird noch ein großer Betrag aufs Sparkonto eingezahlt, denn man weiß ja nicht, was morgen kommt. Wer so handelt, der hat eben seine Erstlinge nicht dem Herrn gegeben, was er ahnden wird. Vielmehr sollte einem die Anliegen der Kirche und deren Finanzierung auch höchstpersönliche Anliegen sein. Man sollte erst fragen: „Was braucht die Kirche?“, bevor man an die eigenen Bedürfnisse denkt – dann ist man einer, der die Erstlinge gibt. Was man dann nicht zu entbehren können meint (das ist bei jedem verschieden) für sich selbst, das behalte man ruhig auch für sich selbst. Gott weiß, daß wir alle einen Mindestbedarf haben, gönnt uns natürlich auch ein gewisses Wohlbefinden – hier muß jeder für selbst abwägen, was er der Kirche gibt und was er für sich selbst behält. Immer sollte man im Hinterkopf behalten, daß es letztendlich der Segen des Herrn war, der einem alles bescherte und sich deswegen nicht undankbar erzeigen.

Timotheus 6, 17-19 17 Den Reichen in dieser Welt gebiete (schrieb Paulus an Timotheus; R. B.), dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, 19 sich selbst einen Schatz sammeln (im Himmel; R. B.) als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.

„13 Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der Einsicht gewinnt! 14 Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. 15 Sie ist edler als Perlen, und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen. 16 Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. 17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden. 18 Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen, und glücklich sind, die sie festhalten.“

Kein Mensch kann leben ohne ein gewisses Mindestmaß an Macht, Ehre und Reichtum oder zumindest die Hoffnung darauf. Angenommen, ein Mensch wüßte, er würde bis in alle Ewigkeit nicht ein gewissen Maß an Macht, Ehre und Reichtum erlangen, dann würde er sicherlich wünschen, er wäre nie geboren worden. Der Christ allerdings, also der Mensch, der Weisheit erlangt und Einsicht gewonnen hat, überlässt es Gott, ihm ggf. Macht, Ehre und Reichtum zu geben. Gier ist genau das Gegenteil davon. Gier kommt darin zum Ausdruck, daß man es eben nicht Gott überlässt, einem ggf. Macht, Ehre und Reichtum zu geben.

Mit dem Missverständnis, Christen seien Leute, die gerne „in der Scheiße baden“, muß gründlich aufgeräumt werden. Kein Christ hat Wohlgefallen daran, wenn er immer machtlos ist, nicht geehrt und arm bis zur Mittellosigkeit. Aber der Christ nimmt sich Macht, Ehre und Reichtum nicht mit Gewalt oder durch Betrug, sondern versucht ein sittlich-moralisch hochstehendes Lebens zu führen, wofür in Gott belohnen kann, wenn die Zeit gekommen ist.

Kurz gesagt: Für einen Christen sind wirkliche Macht, Reichtum und Ehre  nur Macht, Reichtum und Ehre, die er aus Gottes Hand empfängt.

Da unsere Gesellschaft mehr und mehr wieder heidnisch wird, kann heute der treue Christ weder von staatlicher noch von kirchlicher Seite erwarten, daß seine treue Nachfolge Jesu mit Macht, Ehre oder Reichtum belohnt wird – er muß eher das Gegenteil erwarten, so wie Jesus, der von Pontius Pilatus, dem römischen Landpfleger, gekreuzigt wurde. Auch dem Paulus, der ein sehr treuer Christ war, wurde von der heidnischen Gesellschaft seiner Zeit schwer zugesetzt.

Joh 15,18 Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.

Joh 15,19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

1Joh 3,13 Wundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt hasst.

In diesen Versen ist mit „Welt“ die tendenziell heidnische Welt gemeint. Angenommen, ein Land hat eine christliche Regierung und eine Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel, dann darf man diese Verse nur sehr bedingt anwenden. Bei einer christlich geprägten Gesellschaft kann man nicht von „die Welt“ reden. Jemand der in einer christlichen Gesellschaft zuschanden wird, der sollte die Ursache hierfür ernsthaft bei sich selbst suchen. Sicherlich war Deutschland vor langer Zeit christlich geprägt, heute aber ist es ein neuheidnischer Sündenpfuhl, denn Gott bald vaporisieren wird.

Der treue Christ wird sich heute vielfach damit begnügen müssen, ein gutes Gewissen zu haben, zu wissen, daß er Jesus treu nachfolgt. Alle Hoffnung auf Anerkennung seiner Nachfolge wird er auf die Ewigkeit verschieben müssen bzw. Anerkennung bleibt auf den kleinen Kreis seiner Brüder und Schwestern im Herrn begrenzt.

1Joh 2,16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust (vermutlich Unzucht; R. B.) und der Augen Lust (vermutlich Begehren, Statussymbole; R. B.) und hoffärtiges Leben (vermutlich Dünkelhaftigkeit; R. B.), ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

1Joh 2,17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

1. Korinther 4, 8-13 8 Ihr (die Korinther; R. B.) seid schon satt geworden? Ihr seid schon reich geworden? Ihr herrscht ohne uns? Ja, wollte Gott, ihr würdet schon herrschen, damit auch wir (Paulus und andere Apostel; R. B.) mit euch herrschen könnten! 9 Denn ich denke, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. 10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße und werden geschlagen und haben keine feste Bleibe 12 und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir’s; 13 man verlästert uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute. (bei der Auslegung dieses Abschnitts muß man berücksichtigen, daß die Welt zu Paulus‘ Zeiten noch heidnisch war; von daher die Ablehnung der Apostel und ihrer Lehre; R. B.)

Die Korinther wollten einerseits Christen sein, andererseits beanspruchten sie auch ihren Platz in der Welt (klug, stark, herrlich). Dem hält der Apostel sein und das Leben der anderen Apostel entgegen. Ihnen erging es in der Welt genau umgekehrt wie den Korinthern. Dies war natürlich eine sehr scharfe Kritik an den Korinthern, denn wenn sie keine Kompromisse gemacht hätten, wäre es ihnen wie den Aposteln ergangen. Paulus fordert sie praktisch auf, ihre Kompromisse aufzugeben und den Weg der Apostel zu gehen.

17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden.“

Vers 17 darf man nicht bürgerlich verstehen, wie nun, glaube ich, genug gesagt ist. Der Weg des Christen ist lieblich, weil er seinen Weg mit Gott geht – er kann dennoch sehr schwierige äußere Umstände haben – die Gegenwart Gottes aber läßt ihn alles ertragen, die Freude im Herrn kann durch schwierige Umstände nicht getrübt werden.

„Frieden“ bedeutet, daß der Christ keine Angst vor dem Gericht Gottes hat, weil er sich nichts zu Schulden kommen läßt. Das ist nicht der Pseudo-Friede der Welt, die einfach das Gericht Gottes leugnet und in Sünden dahinvegetiert. Die Welt hat sozusagen Frieden mit Gott, weil sie Gott einfach abgeschafft hat.

1Thess 5,3 Wenn sie (die Bürger dieser Welt; R. B.) sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben (der Tag des Herrn bzw. die Wiederkunft Jesu Christi; R. B.) schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.

„19 Der HERR hat die Erde durch Weisheit gegründet und nach seiner Einsicht die Himmel bereitet. 20 Kraft seiner Erkenntnis quellen die Wasser der Tiefe hervor und triefen die Wolken von Tau. 21 Mein Sohn, lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre Umsicht und Klugheit! 22 Das wird Leben sein für dein Herz und ein Schmuck für deinen Hals.“

Die „Weisheit“ ist Jesus.

Jesus hat buchstäblich jedes Atom dieses Universums unter seiner Kontrolle. Durch seine gewaltige Macht kann er den Christen durch alle Gefahr hindurchtragen. Übrigens muß dies nicht bedeuten, daß der Christ immer von Körperverletzung und Tod verschont bleibt. Aber die Macht des Herrn ist so groß, daß der Tod (auch Märtyrertod) des Christen nicht als Sterben sondern als Entschlafen bezeichnet wird. Der Christ erleidet alles im Herrn und dadurch wird alles erträglich – das Leben, Jesus, ist bei ihm.

Apostelgeschichte 7, 54-60 54 Als sie (der hohe Rat der Juden; R. B.) das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn (der Christ Stephanus; R. B.). 55 Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes 56 und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. 57 Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, 58 stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, 59 und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

Stephanus durfte unmittelbar vor seinem Tod den Herrn in seiner himmlischen Herrlichkeit sehen und dieser Anblick trug ihn durch den Tod hindurch, machte die Schmerzen des Todes erträglich.

Die Regierungen dieser Welt und alle Religionsgemeinschaften außer der christlichen Kirche sind heute derartig degeneriert, daß sie in der Offenbarung des Johannes als Tiere (Bestien) bezeichnet werden. Sie haben die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt, sodaß das Böse das Gute zu sein scheint und das Gute das Böse. Nichtsdestotrotz ist Christus der souveräne Herr und wird bald wieder alles vom Kopf auf die Füße stellen. Er, durch den Gott Himmel und Erde gemacht hat und der den Regen gibt und das Quellwasser, ist die einzig relevante Instanz für jeden Christen, auch wenn die Welt in Lüge ersäuft, ihre Maßstäbe absolut setzt.

Phil 2,11 und alle Zungen (auch die ungläubigen) bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

22 Das wird Leben sein für dein Herz und ein Schmuck für deinen Hals.““

Vers 22 bedeutet geistliche, psychische und physische Gesundheit und Ehre, die vor Gott gilt.

23 Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, sodass dein Fuß sich nicht stoßen wird. 24 Legst du dich, so wirst du dich nicht fürchten, und liegst du, so wirst du süß schlafen. 25 Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt; 26 denn der HERR ist deine Zuversicht; er behütet deinen Fuß, dass er nicht gefangen werde.“

Viele Menschen bilden sich nur ein, sie würden „sicher auf ihrem Lebensweg wandeln“. Sie wägen sich in Sicherheit, fürchten kein Gericht Gottes, weil sie sich irgendeiner falschen Religion (eine vermeintliche Praxis, durch die sie sich Gott zu nahen können glauben, ohne sich wirklich sittlich-moralisch zu bessern) hingeben. Alle falschen Religionen führen zur Rechtfertigung der Sünde (man vollzieht einige Rituale seiner Religion, die einen von wirklicher Heiligung im Alltagsleben entbinden) und „so stößt man sich mit seinem Fuß“, indem man sündigt trotz der Tatsache, daß man religiös ist (eigentlich ist man pseudo-religiös). Der einzig wahre Glaube jedoch, der Glaube an Jesus, bringt reale Sicherheit vor dem Gericht Gottes, denn der Glaube an Jesus führt dazu, daß man real immer weniger Sünden begeht und immer mehr Gott und seinen Nächsten liebt. Der echte Christ macht sich nichts vor, vollzieht keine lächerlichen Rituale (z. B. „die fünf Säulen des Islam“), sondern durch Jesus überwindet er immer mehr sein sündiges Fleisch. Der Christ wird am jüngsten Tag durchkommen, weil er sich durch die befreiende Kraft Jesu wirklich gebessert hat, Gott immer wohlgefälliger wurde.

Römer 2, 7-10 ewiges Leben (und Friede und Sicherheit; R. B.) denen, die in aller Geduld mit guten Werken (Gottesliebe und Nächstenliebe; R. B.) trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben (im Himmel; R. B.); Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind (Anhänger falscher Religionen; R. B.) und der Wahrheit (das Evangelium Gottes  von seinem Sohn Jesus Christus; R. B.) nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden (Anhänger des Gesetzesjudentums; R. B.) und ebenso der Griechen (Anhänger des antiken griechischen Götterolymps bzw. heute jeder falschen Religion; R. B.); 10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden (Judenchristen; R. B.) und ebenso den Griechen (Heidenchristen; R. B.).

„27 Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. 28 Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben –, wenn du es doch hast.“

Diese Weisung ist von existenzieller Bedeutung für die christliche Kirche. Häufig befinden sich im Laufe der Geschichte ganze Länder und Gesellschaften in Apostasie (Abfall vom Glauben) bezüglich des Christentums. Dies führt dazu, daß Anhänger des christlichen Bekenntnisses benachteiligt (diskriminiert) werden, was im Extremfall in eine Verfolgung münden kann, die Körperstrafen oder Todesstrafe einschließt. Aber auch eine „moderate“ Verfolgung ist schlimm genug. Man belegt Christen mit einem Stigma, „tut sie in den Bann“ und so verlieren nicht wenige ihre Arbeitsstelle, denn wer will schon einen Geächteten als Angestellten haben.

1Thess 2,14 Denn, liebe Brüder, ihr seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben.

Joh 9,22 Das sagten seine (ein Blindgeborener, den Jesus wieder sehend gemacht hatte; R. B.) Eltern, denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon geeinigt: wenn jemand ihn (Jesus; R. B) als den Christus bekenne, der solle aus der Synagoge ausgestoßen werden.

Joh 12,42 Doch auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden.

Joh 16,2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit.

Christen fallen heute als solche, „die unter dem Bann sind“, ziemlich schnell auf am Arbeitsplatz, weil sie es weder tolerieren noch akzeptieren können, wenn Muslime und Homosexuelle sich als ihre (geistlichen) Brüder bezeichnen. Der Christ wird Muslimen und Homosexuellen mit allem Nachdruck sagen, daß sie aus der christlichen Kirche ausgeschlossen sind – dann verfällt der Christ sofort der „Acht“. Der Bannstrahl des Papstes besteht heute darin, daß er alles aus der menschlichen Gesellschaft ausschließt, was nicht den Götzen Toleranz anbetet. Wer nicht religiös und sexuell sehr tolerant ist, ist aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

Deutschland ist mehr oder weniger wieder ein heidnisches Land geworden (ich zähle auch Anhänger falscher Religionen zu den Heiden). Würde die echte, christliche Kirche, die eine Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel hat, heute durch eine Reformation wieder vom Nicht-Sein zum Sein gelangen, würde sie die allerschärfste Ablehnung von Seiten der etablierten Gesellschaft erfahren. Sicherlich wäre immer ein signifikanter Teil ihrer Glieder arbeitslos – sie wären nicht arbeitslos aufgrund von Schlamperei, Faulheit, Inkompetenz, etc., sondern weil man sie aufgrund ihres christlichen Glaubens gekündigt hat, das heißt eigentlich ohne wirklichen Grund gekündigt hat (man kann natürlich immer irgendetwas vorschieben).

Jene in der Gemeinde, die gerade noch Arbeit haben wie durch ein Wunder, sollen jenen behilflich sein, die gerade arbeitslos sind. Trotz Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe gibt es sicher immer wieder Fälle, die Hilfe brauchen. Und, natürlich, die Bibel gilt ja nicht nur für deutsche Christen sondern weltweit. In vielen Teilen der Welt sind die säkularen, sozialen Sicherungssysteme wesentlich schlechter als in Deutschland und da ist die Hilfe der Gemeinde für einen ausgestoßenen Christen essentiell (lebenswichtig).

Jakobus 2, 14-17 14 Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? 15 Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung 16 und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das? 17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.

Angenommen, die christliche Kirche würde heute wieder vom Nicht-Sein zum Sein gelangen durch eine Reformation, dann würden sich aber dennoch innerhalb kürzester Zeit wieder Irrlehrer in die neue Kirche einschleichen. Jenen würde es nicht um das Seelenheil der einfachen Christen gehen sondern nur um schändlichen Gewinn. Von daher hätten sie natürlich ein großes Interesse an wohlhabenden Gemeindegliedern und nichts als Verachtung für solche übrig, die bedürftig wären. Der bedürftige Christ ist also selbst in der Kirche in Gefahr, der „Acht“ zu verfallen.

29 Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt. 30 Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht, wenn er dir kein Leid getan hat. 31 Sei nicht neidisch auf den Gewalttätigen und erwähle seiner Wege keinen,“

Sehr böse ist es, seinen bedürftigen Bruder in der Gemeinde („der bei dir wohnt“) zu verachten. Ohne ein Gespräch mit ihm geführt zu haben, unterstellt man, er habe wegen Schlamperei, Faulheit, Inkompetenz, etc. seinen Arbeitsplatz verloren. Diese böse Unterstellung ist ein Sünde, fast so schlimm wie Mord. Das ist ein ungerechtes Richten und so schlimm wie Gewalttat.

Jakobus 2, 1-13 1 Liebe Brüder, haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person. 2 Denn wenn in eure Versammlung ein Mann käme mit einem goldenen Ring und in herrlicher Kleidung, es käme aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung, 3 und ihr sähet auf den, der herrlich gekleidet ist, und sprächet zu ihm: Setze du dich hierher auf den guten Platz!, und sprächet zu dem Armen: Stell du dich dorthin!, oder: Setze dich unten zu meinen Füßen!, 4 ist’s recht, dass ihr solche Unterschiede bei euch macht und urteilt mit bösen Gedanken? 5 Hört zu, meine lieben Brüder! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben? 6 Ihr aber habt dem Armen Unehre angetan. Sind es nicht die Reichen, die Gewalt gegen euch üben und euch vor Gericht ziehen? 7 Verlästern sie nicht den guten Namen, der über euch genannt ist? 8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht; 9 wenn ihr aber die Person anseht, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter. 10 Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. 11 Denn der gesagt hat (2.Mose 20,13-14): »Du sollst nicht ehebrechen«, der hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten.« Wenn du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes. 12 Redet so und handelt so wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. 13 Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.

„32 denn wer auf Abwegen geht, ist dem HERRN ein Gräuel, aber den Frommen ist er Freund. 33 Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN, aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. 34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben. 35 Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande davontragen.“

Jakobus 5, 1-6 1 Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! 2 Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. 3 Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! 4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. 5 Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag. 6 Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden.

 

 

 

 

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 2

Die Weisheit bewahrt vor dem Verderben

1 Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, 2 sodass dein Ohr auf Weisheit Acht hat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, 3 ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, 4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen: 5 dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden. 6 Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. 7 Er lässt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. 8 Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen. 9 Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg. 10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, 11 Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, – 12 dass du nicht gerätst auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die Falsches reden, 13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege, 14 die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich über böse Ränke, 15 die krumme Wege gehen und auf Abwege kommen, – 16 dass du nicht gerätst an die Frau eines andern, an eine Fremde, die glatte Worte gibt 17 und verlässt den Gefährten ihrer Jugend und vergisst den Bund ihres Gottes; 18 denn ihr Haus neigt sich zum Tode und ihre Wege zum Ort der Toten; 19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und erreichen den Weg des Lebens nicht, – 20 dass du wandelst auf dem Wege der Guten und bleibst auf der Bahn der Gerechten; 21 denn die Gerechten werden im Lande wohnen und die Frommen darin bleiben, 22 aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet und die Treulosen daraus vertilgt.

1 Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, 2 sodass dein Ohr auf Weisheit Acht hat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, 3 ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, 4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen: 5 dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.“

„Gebote“? Das Wort „Gebot“ löst bei einem Evangelikalen (die Evangelikalen sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen der schändlichen Wiedertaufe) wahrscheinlich genauso viel Unbehagen aus wie das Wort „Sakrament“. „Gebote?“ „Kommt es nicht darauf an, eine Beziehung zu Jesus zu haben?“, denkt sich der Evangelikale – Gebote bringt er mit Gerechtigkeit aus Werken in Zusammenhang, und „Gerechtigkeit aus Werken ist nicht biblisch“, denkt sich der Evangelikale.

Der echte, christliche Glaube ist nicht gesetzlos, das heißt ein Christ, der den Heiligen Geist hat, führt ein Leben, das in der Regel nicht mit dem Gesetz der Thora (fünf Bücher Mose) in Konflikt kommt. Ein echter Christ käme  nie auf die Idee, zu behaupten, Jesus habe ihm etwas „gezeigt“, was mit dem Brechen eines Gebotes einhergehen würde. Nein, das Leben im Geist führt nicht zum Brechen der Gebote. Wer behauptet, er habe eine Beziehung zu Jesus, und bricht regelmäßig Gebote, der hat schlichtweg keine wirkliche Beziehung zu Jesus – alles nur Einbildung, Fiktion, Illusion, Träumerei.

Wenn Sie, lieber Leser, ein Evangelikaler sind und bemerken, daß Sie regelmäßig Gebote brechen trotz ihres „Glaubens“, dann sollten Sie nicht ruhen, bis Sie die Lösung für dieses äußerst schwerwiegende Problem gefunden haben. Suchen Sie nach der Lösung für dieses Problem wie nach Silber und Schätzen, dann werden Sie die wahre Erkenntnis Gottes finden. Lassen Sie sich nicht von den Ältesten Ihrer Gemeinde damit abspeisen, jemand könne nicht mehr verloren gehen, wenn er einmal zu der Erkenntnis gelangt sei, daß Jesus Christus für ihn am Kreuz starb und dort seine Sünden getragen hat. Stützen Sie sich auch nicht auf Joh. 3, 16:

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

„Glauben“ bedeutet viel mehr, als nur etwas für wahr halten. Nur wenn Sie den Glauben der Alten Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel haben, dann glauben Sie wirklich und nur dann ist Joh. 3, 16 für Sie gültig. Wie gesagt, Glauben ist viel mehr, als nur etwas für wahr halten. Wenn Sie wirklich glauben, dann überwinden Sie ihr sündiges Fleisch durch die befreiende Kraft von Jesus Tod und Auferstehung. Der echte Glaube fängt damit an, daß Sie sich auf die sakramentale Taufe beziehen, die neue Geburt aus Wasser und Geist. Durch die Taufe werden wir metaphysisch mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung verbunden; wir sterben und auferstehen zusammen mit Jesus in der Taufe. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wodurch wir unser sündiges Fleisch überwinden können – das ist wahrer Glaube. Falls Sie, lieber Leser, als Kind sakramental getauft wurden, dann beziehen Sie sich auf diese Taufe, sie ist gültig. Auch die Taufe durch einen römisch-katholischen Priester ist gültig trotz der Tatsache, daß die römisch-katholische Kirche verwerflich ist.

Einmal begegnete Jesus der Samariterin. Sie war auch in einem gewissen Sinne, scheinbar „gläubig“ (besser würde man sagen: „religiös“), lebte aber in ständig wechselnden Beziehungen mit Männern. Ihr „Glaube“ führte also nicht zur Überwindung des sündigen Fleisches und war somit nicht der wirkliche Glaube. Als Jesus ihr begegnete, gab er ihr den wahren Glauben. Als die Frau Jesus begegnete, gelangte sie in Gottes Gegenwart, der sie neu machte. Die Entsprechung dazu heute wäre eine sakramentale Taufe, denn auch bei der Taufe gelangen wir in Gottes Gegenwart, der uns neu macht (wir müssen das Ganze natürlich wollen).

6 Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht.“

Lieber Leser, Sie brauchen nicht auf eine spezielle Offenbarung Gottes zu warten. Weisheit, Erkenntnis und Einsicht sind schon vorhanden durch die Lehre der Alten Kirche, die Jesus und die Apostel gegründet haben. Lassen Sie sich von der echten Kirche belehren, und Gott wird zu Ihnen reden. Zu mir sprach Gott zum ersten Mal durch das Buch „Nachfolge“ des evangelischen Pfarrers Dietrich Bonhoeffer. Zwischenzeitlich ist mir auch Dr. Martin Luther (z. B. sein „Kleiner Katechismus“) sehr behilflich gewesen. Und ich hoffe, ich kann Ihnen behilflich sein, lieber Leser, durch meine Website.

7 Er lässt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. 8 Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen. 9 Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg.“

Wenn Sie nach wirklicher Frömmigkeit streben, das heißt Frömmigkeit, die das regelmäßige Brechen der Gebote ausschließt, dann wird Gott Sie von den krummen Wegen der Evangelikalen oder sonstiger falscher Gläubiger weg auf die rechte Bahn führen, den Weg der Alten Kirche.

10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, 11 Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, „

Wenn Sie von neuem geboren sind aus Wasser und Geist durch die sakramentale Taufe, dann haben Sie wirklich eine Beziehung zu Jesus, nicht nur eingebildet, und Jesus ist in ihr Herz eingegangen und ihrer Seele lieblich. Jesus wird Sie behüten und bewahren. Allerdings ist unser Leib sündhaft in sich selbst, auch nach der Taufe. Täglich müssen wir ihn durch die Verheißungen, daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind, überwinden. Durch die Taufe sind wir wirklich der Sünde abgestorben und Christus ist in uns – wir können tatsächlich überwinden. Wir brauchen nicht mehr zu suchen nach einer (falschen) Rechtfertigung für die Sünde, denn wir überwinden sie. Wir brauchen nicht die falsche „Heilsgewissheit“ der Evangelikalen, die „guten Werke“ der Katholiken, den „Billige-Gnade-Jesus“ (Jesus als reiner Sündenbock, aber nicht als Befreier von Sünden) der Protestanten, die „fünf Säulen“ des Islam, jüdische Gesetzeswerke, etc.

12 dass du nicht gerätst auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die Falsches reden, 13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege, 14 die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich über böse Ränke, 15 die krumme Wege gehen und auf Abwege kommen, – 16 dass du nicht gerätst an die Frau eines andern, an eine Fremde, die glatte Worte gibt 17 und verlässt den Gefährten ihrer Jugend und vergisst den Bund ihres Gottes; 18 denn ihr Haus neigt sich zum Tode und ihre Wege zum Ort der Toten; 19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und erreichen den Weg des Lebens nicht, – 20 dass du wandelst auf dem Wege der Guten und bleibst auf der Bahn der Gerechten;“

Mit „die Bösen“ sind nicht aus juristischer Sicht Kriminelle (Mörder, Diebe, Räuber, etc.) gemeint sondern Leute (siehe Anmerkung 1, unten), die einer falschen Religion anhangen, die zur Rechtfertigung der Sünde führt (Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, Gesetzesjudentum, evangelikaler Glaube, etc.). Nur der echte, christliche Glaube führt im Gegensatz dazu zu wirklicher Besserung. Der echte Christ rechtfertigt seine Sünde nicht, sondern überwindet sie durch die Kraft Jesu.

„Leute, die Falsches reden“ sind wiederum die Irrlehrer der falschen Religionen, falschen Kirchen und Sekten. Das sind die Erzbösewichter auf Erden, denn sie führen Menschen in den ewigen Tod.

„die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ ist die römisch-katholische Kirche (siehe Anmerkung 2, unten), die aus der echten, christlichen Kirche hervorgegangen ist. Der Gefährte ihrer Jugend war tatsächlich Jesus, aber heute ist ihr Gefährte der herrschsüchtige, ehrsüchtige, habsüchtige Papst bzw. der Teufel.

Die Lehre vom Papsttum und die Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken führen in den Tod. Die römisch-kath. Kirche ist sehr verführerisch („glatte Worte“), denn sie verbindet himmlische Herrlichkeit mit der Möglichkeit irdischer Herrlichkeit. Beim echten Christentum ist die irdische Herrlichkeit ausgeschlossen und der wahre Christ strebt nicht nach irdischer Herrlichkeit sondern himmlischer Herrlichkeit. Irdische und himmlische Herrlichkeit schließen sich gegenseitig aus.

21 denn die Gerechten werden im Lande wohnen und die Frommen darin bleiben, 22 aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet und die Treulosen daraus vertilgt.“

Das „Land“ ist die ganze Erde. Gott wird eines Tages seiner Kirche, den Frommen, die Herrschaft über die Erde geben. Gegenwärtig besteht die Größe der echten Kirche nicht in irdischer Herrlichkeit sondern in Sanftmut und Demut – sanftmütig und demütig verhält sie sich gegenüber den Sünderlein. Wie ihr Herr in seinen Erdentagen richtet die Kirche die Sünder nicht, sondern möchte ihnen das Heil vermitteln. Die Kirche ist nicht eine richtende Herrscherin sondern eine liebevolle Seelsorgerin.

„Gottlose“ und „Treulose“ sind natürlich auch Anhänger falscher Religionen. Sie werden genauso gerichtet werden wie reine Materialisten und die Erde wird von ihnen gesäubert werden.

Anmerkung 1

Man muß in diesem Falle unterscheiden zwischen zwei Arten von Bösen: Leiter, Älteste, Bischöfe, Prediger, Pastoren, etc. einer falschen Religion und gewöhnliche Gemeindeglieder, die man ggf. wohlwollend auch als Verführte bzw. Opfer ihrer jeweiligen „geistlichen“ Leiter (Wölfe im Schafspelz) sehen kann. Je mehr jedoch ein einfacher Anhänger einer bestimmten falschen Religion in die Mysterien seiner Religion eingeweiht ist, desto mehr ist er auch ein Böser; während ein Einfältiger, der in eine falsche Religion verwickelt wurde, ohne zu wissen, wie ihm geschieht, relativ unschuldig sein kann. Man muß das im Einzelfall prüfen. Man kann nicht alle einfachen Anhänger (gewöhnliche Gemeindeglieder) einer falschen Religion pauschal als arme, verführte Schäflein betrachten, sie von aller Schuld freisprechen, und alle Schuld der jeweiligen „geistlichen“ Leiterschaft geben. Natürlich, die Angehörigen des Klerus einer falschen Religion sind die Hauptschuldigen, die Erzbösewichter, aber je mehr ein einfaches Gemeindeglied bei der falschen Lehre bleibt trotz Hinweisen und Warnungen durch die echte Kirche, desto mehr fällt es der Verwerflichkeit anheim wie die Irrlehrer. Nicht nur der Lügner macht sich schuldig sondern auch jener, der der Lüge glaubt. Wenn ein Anhänger einer falschen Religion, die zur Rechtfertigung der Sünde führt, über das echte Christentum informiert wird, das zu wirklicher Besserung führt, und zieht dann seine falsche Religion dem Christentum vor, dann ist das sehr böse.

Kurz gesagt: Man sollte weder alle einfachen Anhänger (gewöhnliche Gemeindeglieder) einer falschen Religion als Erzbösewichter verdammen, die nicht mehr zum echten Christentum konvertieren können, noch sollte man pauschal über alle zu milde urteilen, als ob sie alle gänzlich unschuldig wären, arme, verführte Lämmlein.

Im Gespräch mit einem Betroffenen wird sich herausstellen, was er für einer ist. Ein Gesprächsangebot hat jeder verdient. Wie beschränkt ist die EKD, daß sie mit Juden nicht einmal mehr über das Christentum reden will, was für ein lahmer Verein.

Siehe auch EKD sagt: „Nein zur Judenmission“

Anmerkung 2

Natürlich kann man „die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ auch im realen Sinne verstehen. Wir brauchen nur an die Frau Potifars, des Kämmerers und Obersten der Leibwache des ägyptischen Pharao, zu denken, die den frommen Joseph verführen wollte. Und obgleich er sich nicht verführen ließ, brachte ihm die reine Verleumdung, er habe sich mit Potifar’s Frau eingelassen, zunächst die allergrößten Schwierigkeiten ein (Gefängnis).

Siehe 1. Mose 39

Auch David’s Ehebruch mit Batseba, der Frau Urias, des Hetiters, zeigt, daß man „die Frau eines andern, die verlässt den Gefährten ihrer Jugend“ durchaus auch nach dem realen Sinne verstehen kann, wenn sie auch nicht viele Worte machte – aber mußte sie ausgerechnet da nackt baden, wo David sie sehen konnte; wollte sie gesehen werden? Man kann auch ohne Worte verführen. Der Herr vergab zwar David seine Sünde, aber sie hatte doch die allerschlimmsten Folgen für David.

Siehe 2. Samuel 11

Vielleicht sind sexuelle Sünden auch immer ein Hinweis auf den Abfall des Betroffenen vom Herrn. Der geistliche Abfall vom Herrn, der nichts anderes als geistliche Hurerei mit dem Teufel ist, wird sichtbar durch sexuelle Sünden.

4. Mose 25, 1-3 Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter; die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel.

4Mo 31,16 Siehe, haben nicht diese (midianitische Frauen)  die Israeliten durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versündigten am HERRN durch den Baal-Peor, sodass der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr?

Offb 2,14 Aber einiges habe ich gegen dich (die Kirche zu Pergamon): Du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben.

Das Ganze ist auch eine Abwärtsspirale, die sowohl mit der sexuellen Sünde als auch dem Abfall vom Herrn bzw. geistlicher Hurerei beginnen kann:

Mehr geistliche Hurerei, mehr sexuelle Sünden, deswegen noch mehr geistliche Hurerei und deswegen noch mehr sexuelle Sünde, etc. Das führt in den Abgrund.

Durch sexuelle Sünden wird der Heilige Geist, der im Christen wohnt, gedämpft oder ausgelöscht. Der Geist aber ist es, der uns belehrt über den Unterschied zwischen echter Lehre und falscher Lehre. Ist der Geist weg, verfallen wir der Irrlehre. Jede Irrlehre wiederum rechtfertigt die Sünde, wodurch wir noch mehr sexuell sündigen, was zur Folge hat, daß der Geist uns noch mehr verläßt, etc.

Korinter 6, 12-20 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 15 Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! 16 Oder wisst ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« (1.Mose 2,24). 17 Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Ergänzung

Joh. 3, 16 lautet, wie folgt: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Es steht nicht da: „die ewige Vergebung haben“, sondern es steht da „das ewige Leben haben“. Jene, die Evangelikalen, die diesen Vers so gerne missbrauchen, um sich selbst die Heilsgewißheit oder das Heil zuzusprechen, lesen etwas Falsches in diesen Vers hinein, eben dieses „die ewige Vergebung haben“. Dadurch wird der Vers vollkommen pervertiert, als ob ich durch den „Glauben“ an das Sühneopfer Jesu eine Vergebung hätte, die von meinem tatsächlichen Lebenswandel unabhängig wäre. Im Gegensatz dazu sagt der Vers, einfach wenn man den Text wirklich genau liest: „das ewige Leben haben“ Das ewige Leben beginnt natürlich schon hier und jetzt, nicht erst nach der ersten Auferstehung. Ewiges Leben ist das Leben in Christus, das einerseits die Nachfolge Jesu im Alltag aus der Kraft Jesu beinhaltet und außerdem die Vergebung der Sünden. Nachfolge und Vergebung bilden eine unzertrennliche Einheit. Man sollte nicht wähnen, man könne die Vergebung ohne Nachfolge haben. Also, lieber Leser, verstehen Sie den Vers einfach richtig, achten Sie genau darauf, was der Text sagt.

Ich glaube natürlich, daß Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für unsere Sünden war, aber ich glaube gleichzeitig, daß ich auch mit ihm (am Kreuz) gestorben und auferstanden bin. Durch die Kraft seines Todes und seiner Auferstehung kann ich ihm nachfolgen im Alltag. Meine Nachfolge ist die einzig angemessene Wertschätzung für sein Opfer am Kreuz. In der Nachfolge habe ich den Glauben (existiert der Glaube), der Jesu Opfer am Kreuz auch als Sühneopfer ergreift und somit habe ich die Vergebung meiner Sünden. Ich verdiene mir die Vergebung der Sünden nicht durch meine Nachfolge, sondern der Glaube, der mir die Kraft zur Nachfolge gibt, zur Nachfolge führt, ergreift auch Jesu Opfer am Kreuz als Sühneopfer. Jesu Opfer am Kreuz war nicht nur ein Sühneopfer für unsere Sünden sondern auch ein Werk der Erlösung (Befreiung von Sünden). Nur wenn wir es in beiden Eigenschaften akzeptieren, haben wir auch die Sühnung unserer Sünden.

 

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