Israel, gib mir dein Herz!

Angriff auf Deutschland mit tief-frequenten Tönen; Brummtöne treiben uns in den Wahnsinn

 

Bayerisches Fernsehen; TV – Totale Verblödung

(ich stimme nicht in allem mit Kilez More überein, aber seine Kritik am TV, die er durch seinen Rap, den man auf dem obigen Video sehen und hören kann, zum Ausdruck bringt, ist sicher nicht ganz unberechtigt; „drück‘ also den kleinen roten Knopf, dann wird es einfach so gestoppt“)

Neues aus dem Vatikan; Papst Johannes Paul II. hatte eine Beziehung mit einer verheirateten (!) Frau – das ist die Vernichtung der römisch-katholischen Kirche und des Zölibats

 

Hinweis zum Starten der YouTube-Videos, oben:

Es kann passieren, daß nach dem Anklicken des Startpfeils auf dem YouTube-Bildschirm das Video nicht startet und das Folgende angezeigt wird:

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Klicken Sie dann einfach “YouTube” auf dem YouTube-Bildschirm rechts unten an, um das Video zu starten:

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Wenn nach Anklicken von YouTube das Video immer noch nicht startet, dann müssen Sie in der Explorerleiste auf “Aktualisieren” klicken (eventuell mehrmals) – dann könnte es funktionieren:

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Katastrophale Trockenheit in Süddeutschland; Stand 4. November 2015:

trockenheit

(aktueller Stand, siehe http://www.ufz.de/index.php?de=33328)

(siehe auch Bayern vertrocknet – Bäume sterben und am Ende auch der Mensch)

Der November 2015 war zwar relativ feucht, sodaß die oberen Bodenschichten größtenteils nicht mehr trocken sind, aber in den tieferen Bodenschichten haben wir immer noch eine katastrophale Trockenheit; Stand 4. Dezember 2015:

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Der Dezember 2015 war in Süddeutschland ziemlich niederschlagsarm. Wir schleppen also die Trockenheit 2015 mit ins neue Jahr 2016. Ich glaube, das gab es in Deutschland bisher selten, daß eine Trockenheit bis Ende Dezember des betreffenden Jahres noch nicht durch Niederschläge beendet worden ist – sicherlich außergewöhnlich; Stand 30. Dezember 2015:

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Wenn es 2016 auch so wenig regnet wie 2015, dann wird sich das auf die Bodentrockenheit, die wir noch von 2015 mitschleppen, aufaddieren – dies würde sicherlich katastrophale Folgen für Grundwasser (Trinkwasserversorgung), Wälder, Flüsse, etc. haben. Es wird also langsam Zeit Buße zu tun und zu beten.

2016

Der Januar 2016 war ziemlich feucht. Vielleicht geht die Dürre bzw. Trockenheit, die wir seit dem Frühjahr 2015 haben, jetzt doch zu Ende. Natürlich werden wieder nur sehr Wenige auf die Idee kommen, Gott zu danken für seine Geduld und Güte, falls die Dürre tatsächlich zu Ende geht und dann schickt er vielleicht bald eine neue oder Krieg oder eine Seuche (Pest, Pocken und dergleichen). Wir sollten nicht wähnen, daß ihm die fortschreitende Legalisierung sexueller Sünden, insbesondere der Homosexualität, im Westen völlig egal ist – im Gegenteil, er wird über kurz oder lang seinen äußersten Unmut über diesen Missstand zum Ausdruck bringen. Übrigens ist trotz der Feuchtigkeit, die Gott uns im Januar 2016 geschenkt hat, der Boden in tieferen Schichten immer noch sehr trocken, was zeigt, wie unvorstellbar trocken und heiß es 2015 war; Stand 4. Februar 2016:

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Stand 4. März 2016:

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Zum Thema Israel:

Es gibt wohl kaum einen anderen Staat auf der Welt, der militärisch so bedroht ist wie Israel. Die Lage Israels entspricht der eines Dorfes am Fuße eines Vulkans, der unmit-telbar vor dem Ausbruch steht.

Israel ist wahrscheinlich in einer Lage, in der Menschen nicht mehr helfen können. Über kurz oder lang wird nur noch der Allmächtige Israel helfen können.

Grundsätzlich haben alle Menschen, Völker und Nationen die Möglichkeit zu Gott zu beten und es kann sogar sein, daß er solche Gebete erhört.

(bitte lesen Sie auch den Artikel über Evangelikale, ganz unten auf dieser Seite)
(lesen Sie auch glaubereal.wordpress.com/aktuell: „Trockenheit und Dürre in Bayern und Deutschland„)
(empfehlenswert, „Das wahre Gesicht des Islam„)
(weiter empfehlenswert, Predigt von Dietrich Bonhoeffer: „Ich bin der Herr, dein Arzt„)
(außerdem, Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 11, Verse 1-14)
(Alarm: EKD ist keine christliche Kirche mehr; Taufe nicht mehr gültig)
(Hilfe, keine wahre Kirche mehr da!)

Momentan beten sicherlich orthodoxe Juden um Schutz vor islamischen Aggressoren, auf der anderen Seite beten die Muslime um Hilfe im heiligen Krieg gegen das ihnen verhasste Israel.

Es stellt sich nun die Frage: „Für wen soll sich Gott entscheiden; wem soll er helfen?“ Gott scheint sich in einer Zwickmühle (Dilemma) zu befinden.

Aus der Sicht der Christlichen Kirche ist es so, daß sowohl Israel als auch die muslimischen Staaten sich außerhalb des Reiches Gottes befinden. Weder die Juden noch die Muslime glauben an Jesus, den fleischgewordenen Sohn Gottes, der für uns starb und auferstand. Diesen Jesus hat Gott mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt und er ist nun der Herrscher des Universums.

Die Bündnisse Gottes mit Israel aus dem Alten Testament sind weiterhin gültig. Alle seine alttestamentlichen Verheißungen an Israel wollte Gott erfüllen durch seinen Sohn Jesus Christus (Jesus von Nazareth). Da aber Israel als Volk Jesus von Nazareth verworfen hat, hat es sich selbst ausgeschlossen vom Reich Gottes, wo Gott durch Jesus regiert.

Israel hält weiterhin fest am Gesetzes-Judentum, eine Religion, die der Gott Israels nie verordnet hat. Die Juden sind z. B. stolz auf ihre biologische Abstammung von Abraham („Abraham unser Vater“), ihre Beschneidung (Beschneidung des männlichen Gliedes; sie entweihen die Beschneidung, die eigentlich ein Zeichen des Glaubens Abrahams sein soll und machen ein Gesetzeswerk daraus), das bloße Haben des Gesetzes, etc. Die jüdischen Führer zur Zeit Jesu und der Apostel hielten fest an einem äußerlichen Gottesdienst: Sie beteten, fasteten und gaben Almosen, um von den Menschen gesehen und geehrt zu werden. Sie richteten auch die gewöhnlichen Juden ziemlich strenge nach dem Gesetz ohne es selbst zu halten. Sie maßten sich an geistliche Leiter (Rabbi, Vater, Lehrer, Erzieher, Leiter) zu sein, wollten als solche geehrt werden, obwohl sie mit ihrer Lehre völlig daneben lagen. Sie schworen Meineide (weil sie das Volk so strenge richteten, ihm keinen Erlöser verkündigten, gab Gott sie dahin und sie mußten selbst in den Sünden leben, die sie bei anderen richteten, was sie natürlich ständig unter Meineid ableugneten). Kurz gesagt, sie waren religiöse Heuchler.

Besonders fanatisch war auch ihre Sabbatheiligung. Sie verstanden überhaupt nicht, was der tiefere Sinn des Sabbats war. Als Jesus am Sabbat Kranke heilte, verklagten sie ihn und wollten ihn umbringen. Dabei war gerade die Heilung eines Kranken der allerbeste Gottesdienst, genau das, was man am Sabbat tun sollte. Die Heilungen gingen sicherlich auch häufig einher mit der Vergebung der Sünden und Erlösung des Sünders, und genau das hätten die jüdischen Führer so dringend gebraucht, die Jesus so scharf kritisierten. Die Juden hatten einen Götzen aus dem Gesetz gemacht, indem sie es dem Buchstaben nach hielten. Sie waren so in diesem Götzendienst gefangen und verblendet, daß sie ihren Gott, den Gott Israels, der in der Person Jesu erschienen war, nicht erkannten.

Römerbrief 2, 17-29

Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt? 27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Bevor der Apostel Paulus zum Christentum konvertierte, war er ein äußerst strenger Jude gewesen. Nach seiner Bekehrung mußte er aber dennoch zugeben, daß sein Befinden äußerst schlecht war, solange er sich unter dem Gesetz befand (vor der Bekehrung). Der alte Paulus (Saulus) wurde durchs Gesetz sogar angeregt zum Sündigen: „Die Sünde nahm Anlaß am Gebot“, Röm. 7.

Aber das ist gerade der Sinn des Gesetzes, die Sünde als überaus sündig erscheinen zu lassen. Seit dem Fall Adams, ist der Mensch unter die Sünde verkauft, und daß das wahr ist, wird besonders deutlich dadurch, daß Gesetze uns nicht abhalten vom Sündigen, sondern erst recht zum Sündigen reizen („verbotene Früchte schmecken gut“).

Das Gesetz zeigt mir (vor der Bekehrung) also ganz klar und deutlich, daß ich mich nicht in einem Heilsstand bzw. seligen Stande befinde, denn wenn ich in einem seligen Stande wäre, dann würde ich ein Leben führen in Liebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt wäre.

Gibt es da noch einen Ausweg, für Juden und für Heiden?

Gott hat tatsächlich einen Ausweg gefunden: Er vernichtet unsere alte Existenz in der Sünde, und im gleichen Moment erweckt er uns auf, gibt uns neues Leben, ein Leben der Nächstenliebe und der Gottesliebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Das ist die sakramentale Taufe (einschließlich Säuglingstaufe). Selten hat man bisher gehört, daß einer bei der Taufe tatsächlich gestorben sei, aber ständig redet Paulus davon, daß wir bei der Taufe sterben. Der Witz ist, daß wir im gleichen Moment, wo wir sterben, auch wieder neues Leben empfangen, alles passiert in einem Nu. So sterben wir ganz unbewußt. Unser alter Mensch, der zwanghaft sündigen mußte, wird für tot erklärt (deklariert) und gleichzeitig empfangen wir den heiligen Geist, der unser neues Leben ist. Unser Leib in sich selbst ist nach der Taufe genauso sündig wie vorher. Daß wir der Sünde abgestorben sind und in Christus sind, müssen wir täglich im Glauben neu ergreifen – so überwinden wir unseren sündigen Leib und lieben Gott und unseren Nächsten.

Röm. 6, 4

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Röm. 8, 11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Galater 2, 20

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Jeder Mensch also, der nicht an Jesus glaubt und getauft ist, der ist nicht in Einklang mit Gott, hat nicht Gottes Wohlgefallen. Das gilt auch für die Juden. Es ist klar, daß der größte Teil der Menschheit nicht an Jesus glaubt, und somit nicht im Einklang mit Gott ist. Es besteht kein Vorrecht auf Gottes Schutz. Irgendwie wird Gott in seinem Regiment einen Ausgleich zwischen den Völkern schaffen. Sicherlich wird er einen Unterschied machen zwischen Staaten, die das Christentum tolerieren und Staaten, die es bekämpfen. Aber auch ein Staat, der das Christentum toleriert, hat keinen Anspruch auf absoluten Schutz, da ja nicht alle Bürger des Staates christlich sind, sondern es ist eine Mischung aus christlichen und säkularen Menschen.

Interessant ist, daß in der Bibel steht (Römer 11), daß am Ende der Zeit ganz Israel gläubig werden wird. Das wäre etwas in der Geschichte der Menschheit außergewöhnliches, daß ein Volk geschlossen das Evangelium annimmt, das gab es bisher wahrscheinlich noch nicht. Ein Volk aber, das komplett das Evangelium annimmt, ist nichts anderes als eine Kirche, da fallen Kirche und Staat zusammen. Solch ein Volk hat alle Rechte der Kirche auf den Schutz, die Bewahrung und die Fürsorge Gottes.

Römerbrief 11, 25-32

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,1 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

2. Korinther 3, 14-17

Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

Wenn Israel jetzt diesen Schritt tun würde, daß es Jesus von Nazareth als Messias annimmt, dann würde Gott ihm auch eine bevorzugte Stellung unter den Völkern geben und er würde auch Krieg für sie führen. Gott führt die Rechtssachen jedes einzelnen Christen, also wird er auch die Rechtssachen eines ganzen Volkes führen, das ihm gehört, das seinen Wohlgefallen hat. Vielleicht hat Gott sein Volk in diese Not geführt, um sie zu erziehen. Mögen sie sich doch in die Obhut ihres alten Gottes begeben.

5. Mose 30, 1-10

Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen. 8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, dass dir’s zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Wie geschieht die Beschneidung des Herzens?

Hesekiel 36, 24-29

Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, 25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein. 29 Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen lassen.

Das ist nichts anderes als die sakramentale Taufe.

Evangelium für Israel:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb. Er bietet uns an, in uns zu leben, um unser Leben gerechter zu machen.

Wer dieses Evanglium glaubt und sakramental getauft wird, der hat die Vergebung der Sünden und empfängt Kraft ein Leben zu führen, das von Gottesliebe und Nächstenliebe geprägt ist. Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Unser Leib bleibt sündig trotz der Taufe. Täglich müssen wir uns unserer Taufe bzw. des Opfers Jesu im Glauben erinnern und glauben, daß wir der Sünde abgestorben sind und Jesus in uns wohnt, der die Liebe ist. Durch diese Heilstatsachen überwinden wir unser selbstsüchtiges Fleisch und üben praktische Nächstenliebe. Je mehr wir Liebe üben, desto mehr wird Gott uns unser Heil bestätigen, uns die Freude des Heils vermehren. Der Glaube, der durch die Liebe tätig ist, wird uns zur Gerechtigkeit gerechnet. Am Anfang unseres Glaubenslebens schenkt uns Gott den Glauben und den Heiligen Geist. Der Geist möchte Nächstenliebe bewirken. Dem Geist Raum geben und Nächstenliebe üben ist praktisch das gleiche. Üben wir Liebe, bleiben wir im Glauben – Gott wird Zeugnis geben, daß er Wohlgefallen an uns hat.

Siehe auch:

Abraham und das Judentum

Abraham und sein Glaube

Beschneidung 1

Beschneidung 2

Darf ein Gläubiger Schweinefleisch essen?

Antisemitismus

Pesach

Königin Esther, Mordechai und Haman – oder Purim und der Holocaust

Evangelikale:

Nur im Zusammenhang mit meiner Website sollen unter „Evangelikale“ Gruppen verstanden werden, die die sogenannte Wiedertaufe praktizieren.

Was bedeutet „Wiedertaufe“?

Auch heute noch ist ein Großteil aller Deutschen sakramental getauft bzw. wurde als Säugling getauft, das nennt  man einfach auch Kindertaufe. Will nun ein Deutscher, der bereits als Kind getauft wurde, festes Mitglied einer evangelikalen Gruppe werden, dann wird von ihm verlangt, daß er sich nochmals taufen läßt. Diese zweite Taufe ist die sogenannte Wiedertaufe.

Nicht selten mag es vorkommen, daß sich Evangelikale damit brüsten, sie seien so bibel-treu und hielten die Bibel für das irrtumsfreie Wort Gottes.

Nun, die Bibel ist tatsächlich das irrtumsfreie Wort Gottes – nur, leider, wird sie von den Evangelikalen völlig falsch ausgelegt.

Vom Befund des Neuen Testamentes (ein Teil der Bibel) her ist es so, daß die Wiedertaufe verworfen bzw. abgelehnt werden muß. Evangelikal ausgedrückt: „Die Wiedertaufe ist nicht biblisch!“

Die richtige Taufe gemäß des biblischen Befundes ist die sakramentale Taufe, die ggf. auch eine Kindertaufe bzw. Säuglingstaufe sein kann.

Hier müssen wir kurz auf die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche zu sprechen kommen. Diese beiden Kirchen mißbrauchen die sakramentale Taufe, indem sie Kinder aus nicht-frommen Elternhäusern taufen; noch dazu sind der Geistliche und die Kirchengemeinde auch nicht fromm. Die Kindertaufe wäre dann angebracht, wenn das Kind aus einem wirklich frommen Umfeld käme, wo man davon ausgehen könnte, daß der Heilige Geist das Wunder wirkt, daß ein Säugling schon glauben kann.

Ist die Kindertaufe der beiden Großkirchen ungültig, weil sie Kinder taufen, die noch keinen Glauben haben?

Nein, dies ist nicht der Fall. Obwohl die beiden Großkirchen die Kindertaufe mißbrauchen, ist sie dennoch gültig, denn obwohl regelmäßig der Glaube der Taufe voreilen sollte, geht doch aus dem Neuen Testament hervor, daß er notfalls auch nacheilen kann.

Eine weitere große Misere ist es, daß die Großkirchen nicht mehr das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus verkünden, was eine apokalyptische Katastrophe ist. Sie sind auch nicht in der Lage den  geistlichen Zusammenhang zwischen Taufe und Leben als Christ herzustellen: Die Taufe ist nämlich kein Freifahrschein in den Himmel, sondern sie verbindet uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung, durch die wir unsere sündigen Neigungen überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben können. Nur wenn wir täglich die Kraft der Taufe anwenden, was eine freie Willensentscheidung ist, dann werden wir am Jüngsten Tag durchkommen und ewiges Leben ererben.

(Was ist eigentlich das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus? Das ist die Botschaft davon, daß Jesus unsere Sünde getragen hat, als er am Kreuz für uns starb und er lebt, um uns zu heiligen; das müssen wir einfach für wahr halten; durch die Taufe werden wir metaphysich mit Jesu Tod und Auferstehung verbunden: Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wobei allerdings unser Leib sündig bleibt in sich selbst; täglich müssen wir nun durch die Kraft der Taufe, eben daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind zusammen mit Jesus, die sündigen Neigungen unseres Leibes, sprich unsere alten Gewohnheiten, überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben; das ist das volle Evangelium von Jesus)

Halten wir also fest: Die Kindertaufe ist gut in sich selbst, wird aber von den Groß-kirchen missbraucht.

Einige Glieder der Großkirchen werden als Erwachsene „erweckt“ – was nun? Soll man sie wiedertaufen?

Nein, um Gottes willen nicht wiedertaufen!!!

Was dann?

Diese Erweckten müssen einfach darüber aufgeklärt werden, was die sakramentale Taufe bzw. die Kindertaufe ist. Ich habe es oben schon ausgeführt. Eine Erklärung in anderen Worten, mit anderen Begriffen, wäre auch, zu sagen: Die Taufe ist ein Ruf in die Nachfolge Jesu und der Ruf selbst gibt uns die Kraft nachzufolgen trotz unserer sündigen Natur, die wir biologisch vom gefallenen, degenerierten Adam geerbt haben. Der Katholik oder Protestant, der erst als Erwachsener eine bewußte Glaubensentscheidung trifft, soll sich also keinefalls nochmals taufen lassen, sondern sich auf seine Kindertaufe beziehen und aus der Kraft dieser Taufe Jesus nachfolgen im Alltag und am Sonntag, also immer, egal ob er schläft oder wacht.

Zurück zu den Evangelikalen.

Die Evangelikalen missinterpretieren das Neue Testament, wie folgt:

Für sie gibt es eine sogenannte Wiedergeburt, wobei sie allerdings nicht in der Lage sind, genau zu definieren, was das eigentlich sein soll. Es scheint nicht viel mehr zu sein, als daß einer traurig ist über seine Sünden und das Evangelium für wahr hält. Die sakramentale Taufe bzw. Kindertaufe erklären sie für ungültig: Da ein Säugling nicht glauben könne, sei die Kindertaufe ungültig. Für sie ist die zweite Taufe, also die Taufe des erweckten Menschen, die gültige Taufe, wobei sie der Taufe (zweite Taufe) keine metaphysische Kraft beimessen, sondern sagen, sie folge auf die bereits erfolgte Wiedergeburt und sei nur ein Gehorsamsakt und ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Die Taufe (die zweite) sei auch ein rein symbolischer Akt, bei dem Gott nicht handle.

(übrigens ist, sage ich, die sakramentale Taufe in Verbindung mit Buße und Glauben die „Neue Geburt aus Wasser und Geist“, von der Jesus im Johannesevangelium redet; Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen; bei der wahren Lehre gemäß des biblischen Befundes wird also die Neue Geburt ganz klar definiert und ist nichts Obskures)

Jetzt kommt das eigentlich Schlimme:

Der Protestant oder Katholik, der durch eine evangelikale Gruppe wiedergetauft wird, wird dadurch völlig von seiner Kindertaufe abgebracht, die allein ihm dazu verhelfen könnte, als Christ im Alltag und am Sonntag zu leben. Dies ist in gewisser Weise eine Zerstörung der sakramentalen Taufe, der Gabe Gottes. Die Evangelikalen zerstören also ein Werk bzw. eine Gabe Gottes, was schlicht und einfach kriminell ist. Der Staat ist nur zu dumm, um das zu richten, aber es gehört gerichtet und vor den Richter. Amen.

Lieber Leser, sind Sie wiedergetauft?

Dann sagen Sie sich sofort von Ihrer Wiedertaufe los und beziehen Sie sich (wieder) auf Ihre teure (kostbare) Kindertaufe. Nur durch Ihre Kindertaufe vermögen Sie das christ-liche Leben zu leben und wenn Sie es tatsächlich leben, werden Sie in die Herrlichkeit des Sohnes Gottes eingehen. Ich wiederhole: Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel!

(wenn wir Jesu Opfer am Kreuz wertschätzen durch permanenten Glaubenskampf im Alltag, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben; das ist die teure Gnade)

Schlussfolgerung:

Da die Evangelikalen die Kindertaufe, ein großes Werk Gottes am Menschen, zerstören, sind sie aus der allgemeinen, christlichen Kirche ausgeschlossen.

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über gewöhnliche Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr, Jesus, und führe sie heraus zur wahren, christlichen Kirche.

Natürlich wird hiermit auch die ganze evangelikale Lehre von „ihrer“ Wiedergeburt, Wiedertaufe (sie selbst nennen die Wiedertaufe allerdings Taufe), etc. verworfen.

Die evangelikale Lehre ist gefährlicher als der Katholizismus, der Billige-Gnade-Protestan-tismus, der Islam, der Buddhismus, Hinduismus, etc.

Warum?

Nichts sieht der wahren Lehre ähnlicher als die evangelikale Lehre. Ihr Vokabular, ihr Lebensstil, ihr Taufen, ihr Brotbrechen, ihre Gemeinschaft, etc. – alles sieht der wahren Kirche täuschend ähnlich. Dies ist wirklich teuflisch bzw. eine teuflische Falle.

Sie reden auch so gerne von Jesus, aber ich sage, sie haben nicht den wirklichen, sakralen Jesus, sondern nur ein Bild, eine eigene Vorstellung, von ihm. Wenn Sie, lieber Leser, nur Bilder hätten von den Waren, die Sie bei Aldi eingekauft haben, dann sähen Sie ganz schön alt aus – hab‘ ich nicht recht?

Das Christentum ist schon schwer genug, wenn man wirklich glaubt. Wenn nun einer versucht, Jesus nachzufolgen, ohne Jesus wirklich zu haben mit seiner befreienden Kraft, dann muß das in der Katastrophe enden und in völliger Verzweiflung bis hin zum Selbstmord.

Die Verwerfung des römisch-katholischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre und die Verwerfung des evangelischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre wird hiermit bekräftigt.

Was soll ich erwählen, Pest oder Cholera, katholische- und evangelische Kirche oder Evangelikale?

(Verfluchte) Evangelikale:

Evangelikale Irrlehrer (Ketzer, Häretiker):

  • Wolfgang Arenz (Schweinfurt/Dittelbrunn)
  • Manfred Herbst (Schweinfurt/Niederwerrn)
  • Alois Böck (München)
  • Ralph Domke (München)
  • Martin Heide (Marburg)
  • Wolfgang Bühne (Meinerzhagen)
  • Fred Colvin (Henndorf/Österreich)
  • Andreas Lindner (Piding)
  • Benedikt Peters (Arbon/Schweiz)
  • Alois Wagner  (vermutlich München)
  • Roger Liebi (Schweiz)
  • Joel Osteen (USA)
  • Werner Gitt (Braunschweig)
  • Jean Gibson (2006 verstorben)
  • William MacDonald (2007 verstorben)
  • Reinhard Bonnke (Frankfurt)
  • Rick Warren (Rancho Santa Margarita, California)
  • Billy Graham (USA)
  • Franklin Graham (USA)
  • Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Deutschland)
  • Theodor Friesen (CBG; Christliche Biblische Gemeinde, München)
  • Ulrich Parzany (Kassel)
  • Hartmut Steeb (Stuttgart)
  • Bill Hybels (South Barrington , USA)
  • Johannes Hartl (Augsburg)
  • Professor für Neues Testament, Eckhard J. Schnabel
  • u. v. a. (leider)

Was diese verfluchten Irrlehrer angeht, wiederhole ich das Folgende:

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über die gewöhnlichen Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr und führe sie heraus zur wahren Kirche.

Siehe auch das Folgende:

Die geistliche Katastrophe

Der Untergang Deutschlands

Wissen, was Liebe ist.

Verwerfung des Klerus der etablierten Kirchen und der Leiter der Evangelikalen

Trockenheit in Kalifornien – eine Warnung auch für uns

Die Aufklärung

Ergänzung vom 23.10.2015

Da die EKD ein neues Gottesbild hat, ist die Taufe der EKD nicht mehr gültig; siehe hierzu:

Gibt es eine erlaubte Wiedertaufe?

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Trockenheit in Israel – Juden beten für Regen, aber umsonst (drought in Israel – Jews pray for rain but in vain)

Wie man YouTube-Videos starten kann trotz Fehlermeldung „Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.“ finden Sie hier.

Natürlich kann es unmittelbar, nachdem ich diesen Artikel hier veröffentlicht habe, wieder kräftig regnen in Israel. Dieser Regen wäre aber keine Antwort Gottes auf die gegenwärtigen Gebete der Juden um Regen (siehe YouTube-Video, oben), sondern er würde es von sich aus wieder regnen lassen, ohne ihr Gebet, weil er sie nicht vernichten bzw. gänzlich verderben will, sondern nur züchtigen.

Die Juden, die gegenwärtig um Regen beten, haben keinerlei Anspruch auf irgendeine Gebetserhörung. Die Religion, die heute im Allgemeinen unter dem Begriff „Judentum“ verstanden wird, entspricht nicht der korrekten Auslegung des Alten Testamentes, das die Juden Tanach nennen. Die korrekte Auslegung des Alten Testamentes führt zum Christentum. Spirituell gesehen waren Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Josua, Samuel, David, Jeremia, Jesaja, etc. Christen, denn sie glaubten an einen Erlöser, wollten nicht durch Gesetzeswerke gerecht werden (sie lebten allerdings kein gesetzloses Leben, denn der Geber des Gesetzes, Gott, war bei ihnen). Die heutige Religion Gottes ist das Christentum, denn es stützt sich auf das Wort Gottes, die Heilige Schrift, das Alte und das Neue Testament. Das Christentum ist göttlich legitimiert, da es sich auf das Wort Gottes stützt. Das heutige Judentum hat keine göttliche Legitimation, da es sich nicht auf die Heilige Schrift stützt, sondern auf einer falschen Auslegung des Alten Testamentes beruht.

(zwischen Neuem Testament und Altem Testament besteht keinerlei Widerspruch, sondern sie sind zusammen die Heilige Schrift der christlichen Kirche; im Neuen Testament werden nur einige Dinge mehr entfaltet, die im Alten Testament etwas verborgen waren; eine Jude kann sich nicht auf das Alte Testament berufen, wenn er das Christentum kritisiert, da geht er völlig fehl)

Ich will die Juden durchaus nicht irgendeiner konkreten, praktischen Sünde anklagen, das liegt mir unglaublich fern. Tatsache ist jedoch, daß die heutigen Juden durch eine sehr schwere Sünde des Geistes von Gott getrennt sind: Sie wollen nicht durch Glauben an einen Erlöser gerecht werden sondern durch Gesetzeswerke. Die Wahrheit im Gegensatz dazu ist, daß Gott das Gesetz (Gesetz der Thora, die Gebote Gottes), was seine geistliche Dimension angeht, nur gegeben hat, damit der Mensch seine natürliche Sündhaftigkeit erkenne. Wenn der natürliche Mensch versucht, die Gebote Gottes aus sich heraus zu halten, merkt er, daß er Lust bekommt, noch mehr zu sündigen statt weniger, „denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot“. Das Gesetz zeigt also die vollkommene Verdorbenheit des natürlichen Menschen auf und dass er eines Erlösers bedarf, der ihn frei macht von Sünde und Schuld.

Kaum ein Jude heute würde sich als Götzendiener bezeichnen lassen, der ähnliche Strafen verdient hätte wie jene der alttestamentlichen Juden, die statt Gott den Götzen dienten. Aber das Verharren der heutigen Juden in einer Irrlehre, eben das sogenannte Judentum, ist auch Götzendienst, denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Götzendienst. Die Juden widerstreben Gott, sind widerspenstig gegen ihn, indem sie nicht den von ihm verordneten Glauben, den Glauben an Jesus, annehmen, sondern in eigenwilligem Gottesdienst verharren.

1. Samuel 15, 23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist. (das sagte der Prophet Samuel zu König Saul; R. B.)

Saul hatte den Bann an den Amalekitern nicht vollständig vollstreckt:

1. Samuel 15, 9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag (Agag war der König der Amalekiter; R. B.) und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war, und sie wollten den Bann daran nicht vollstrecken; was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.

Die heutigen Juden sündigen ähnlich wie Saul und das damalige Volk, indem sie „nicht den Bann an ihrem sündigen Fleisch (siehe Anmerkung, unten) vollstrecken wollen“. „Den Bann an ihrem sündigen Fleisch würden die Juden vollstrecken“ durch den Glauben an Jesus Christus, der ihr Messias ist. Durch die sakramentale Taufe wird das Problem unseres (die Heiden bzw. Nicht-Juden haben das gleiche Problem wie die Juden) sündigen Fleisches gelöst: Wir sterben der Sünde ab und kommen in Christus hinein durch die Taufe. Wer also an Jesus Christus glaubt, der hat an seinem Fleisch (sein natürlicher Mensch bzw. was er von Natur aus ist, von Geburt) den Bann vollstreckt. Durch die Kraft Christi können wir trotz unseres sündigen Fleisches Gott gehorsam sein. Durch Christus bringen wir unsere Leiber Gott als lebendige Opfer dar, indem wir Gott durch Christus gehorsam sind, in der Kraft Christi. Das ist der wahre Gottesdienst, der Gott wohlgefällig ist.

1. Samuel 15, 22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.

(das Volk wollte die verschonten Tiere dem Herrn opfern; das aber war eigenwilliger Gottesdienst, denn der Herr hatte befohlen, an jenen Tieren den Bann zu vollstrecken, nicht sie zu opfern; der Herr forderte also Gehorsam gegen seinen Bann-Befehl, nicht Tieropfer; R. B.)

Zum Sinn der Taufe (einschließlich Kindertaufe):

Natürlich werden wir gerecht durch puren Glauben an Jesus, der für uns starb und auferstand. Er wurde um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten. Wir sind allerdings geschwächt durch unser sündiges Fleisch, was dazu führen könnte, daß wir auf Gnade hin sündigen: „Gott hat mir vergeben, Jesus hat meine Sünden getragen am Kreuz, also kann ich jetzt bedenkenlos sündigen.“ Durch die Kraft der Taufe (wir sind mit Christus gestorben und auferstanden) sündigen wir nicht auf Gnade hin, sondern wir geben unseren Leib als lebendiges Opfer, beten Gott an im Geist und in der Wahrheit. Durch die Taufe wird unser Glaube mit Gehorsam verbunden. Wir werden am Jüngsten Tag durchkommen, weil wir durch die Kraft der Taufe den Glauben bewahrten, im Glauben blieben. Wer den guten Kampf des Glaubens kämpft, nicht aufgibt, durch die Kraft der Taufe seine Sünde immer mehr zu überwinden, für den ist Jesu Opfer am Kreuz ein Sühneopfer für die Sünden – er hat die Vergebung.

Anmerkung

„Sündiges Fleisch“ ist der natürliche Mensch ohne Glauben und Taufe; das was wir von Natur aus sind, von Geburt an.

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 2; In der Kirche zählt nicht menschliche Weisheit sondern Gottes Kraft

Die Predigt des Apostels vom Gekreuzigten

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

Von der Weisheit Gottes

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. 7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. 9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« 10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. 15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. 16 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? (Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.

Auslegung

1 Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“

Wenn Menschen in die Nähe der christlichen Kirche kommen, fängt der Geist Gottes an, an ihnen zu wirken. Er zeigt dem Menschen seine persönliche Sündhaftigkeit auf und offenbart ihm das Heil in dem Gekreuzigten.

Bevor Jesus anfing, predigte Johannes der Täufer die Buße bzw. die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Durch die Predigt des Johannes und seine Taufe wurden die Leute einmal richtig traurig über sich selbst. Die Leute, denen Jesus bei der Begegnung mit ihm das Heil gab, das heißt sie wieder fröhlich machte, waren solche, die Johannes traurig gemacht hatte. Wenn man das so sagen darf: Jesus konnte mit seiner Predigt vom Heil bei den Leuten nur ankommen, weil Johannes sie vorbereitet hatte, sie über ihre Sünden trauernd gemacht hatte. Die Predigt der Kirche muß beides in sich vereinen: die Bußpredigt des Johannes und die Heilspredigt Jesu. Genau das war bei der Predigt des Apostels Paulus der Fall. Durch Gott, der mitwirkte, wenn Paulus predigte, wurden die Menschen einerseits traurig gemacht, indem sie ihre Sündhaftigkeit erkannten, andererseits aber erkannten sie auch das Heil in dem Gekreuzigten und so wurden sie gleich wieder fröhlich. (es ist einerseits nicht der Wille Gottes, daß einer Jahre und Jahrzehnte als Kopfhänger herumläuft, der immer über seine Sünden trauert, aber es ist auch nicht der Wille Gottes, daß einer die tiefe Trauer der Buße einfach überspringt, gar nicht erfährt, denn ohne die Trauer der Buße kann man nicht wirklich das Heil erfassen (wollen);  man muß hier zu einer gewissen Ausgewogenheit kommen)

Apostelgeschichte 19, 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.

 „3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern;“

Wovor hat sich Paulus so gefürchtet?

Er wusste um die Gefahr, in der jeder Prediger des Evangeliums steht: die Bußpredigt wegzulassen bzw. zu überspringen – davor fürchtete er sich. Die Bußpredigt ist dem Menschen das schlechthin anstößige. Das sündige Fleisch des Menschen bäumt sich auf gegen die Predigt, die Grundlage für das Heil des Menschen ist. Der Mensch, sein sündiges Fleisch, sperrt sich zunächst gegen das, was ihm zum Heil dient. Aber wenn wir berücksichtigen, daß der Teufel, der jede Seele morden will, Zugriff auf das menschliche Fleisch hat, dann wird uns verständlich, warum der Mensch sich gegen die Bußpredigt sperrt – der Teufel will einfach nicht, daß jemand das Heil ergreift, gerettet wird, vom Tod zum Leben durchdringt.

Epheser 2, 1-3 1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Jene, die es schaffen, auf irgendeinem Wege doch ohne Buße in die Gemeinde zu kommen, kann man mit folgendem Vers beschreiben:

Matthäus 11, 12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich.

Jene sind dazu prädestiniert, zu Wölfen im Schaftspelz zu mutieren, die eines Tages die Herde Christi verführen.

Apostelgeschichte 20, 30 Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen.

Jene, die nicht Buße tun, werden das Heil nicht wirklich erfassen, sondern es ist alles nur Schein (Scheinheilige). Sie sind es, die der Gemeinde, dem Himmelreich Gewalt antun – Wölfe inmitten der Schafe Christi.

4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, …“

Es könnte ja ein Prediger auf die Idee kommen, die Bußpredigt wegzulassen und mit den Vorzügen der Gemeinde zu werben, die die Gläubigen durch ihre bloße Gemeinschaft haben:

  • den Genuss von Gemeinschaft mit anderen Menschen an sich (wer will das nicht)
  • gegenseitige finanzielle Unterstützung der Gläubigen (das war sicherlich zu der Zeit sehr verlockend, als es noch kein Sozialversicherungssystem gab)
  • gegenseitige Hilfeleistungen (Umzug, kostenfreie handwerkliche Dienstleistungen, Hilfe bei Wohnungsrenovierung)
  • Vermittlung eines günstigen PKW
  • Vermittlung von Arbeitsstellen und Wohnungen durch Beziehungen in der Gemeinde
  • Bevorzugung bei Bewerbungen aufgrund Gemeindezugehörigkeit
  • Chance, eine „vernünftige“ Frau kennenzulernen
  • direkte Anstellung bei Gemeinde (Küster, Mesner, Pfarrer, Diakon, etc.)
  • politische Macht der Gemeinde (jede Gemeinschaft, egal ob sie kirchlich ist oder nicht, hat mehr politische Macht als der Einzelne)
  • u.v.m.

Aber all das sind nur Nebeneffekte des Gemeindelebens und nicht der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Entscheidend ist, daß die Glieder der Gemeinde sich durch ihre geistlichen Gaben gegenseitig auferbauen im Herrn. Jedes Gemeindeglied soll allmählich umgewandelt werden von einem Sünder in einen Gerechten bzw. Heiligen. Die Heiligen wiederum laden Menschen in die Gemeinde ein, die am Rande der Klassengesellschaft dieser Welt stehen. Sie tun das in dem Bewusstsein, daß die Unheiligkeit, die Sünde, der Grund für Unglück, Krankheit, Kriminalität, sozialen Abstieg, Ausgegrenztsein, Heimatlosigkeit, Depression, Einsamkeit, usw. ist. Wenn die Leute vom Rand der Gesellschaft bereit sind, das für wahr zu halten, als Tatsache zu akzeptieren, und in die Gemeinde zu kommen, kann sich ihr Fluch in Segen verwandeln, denn Christus, der Heiland der Sünder, ist in der Gemeinde gegenwärtig auf sakrale Weise und macht sie heil. So ist also die Gemeinde eine riesige Heilsanstalt. Das ist es, was die Gemeinde nie vergessen darf: der gemeinsame Kampf um die Heiligkeit bzw. der gemeinsame Kampf gegen die Sünde (die Glieder der Kirche richten sich nicht gegenseitig, sondern geben einander Hilfestellung, sich zu bessern), denn die Sünde ist die Ursache allen Übels, allen Verderbens.

6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen.“

Der große Vorzug der Gemeinde ist, daß dort nicht ein einzelner Mensch über alle herrscht, sondern Gott ist der unsichtbare Herrscher. Das Wesen mit dem kleinsten Ego ist Gott selbst, das heißt er ist immer für andere da, sieht nicht auf sich selbst. Gott „saugt“ nicht, sondern von ihm geht permanent Leben, Gesundheit, Freude, Kraft, Mut, Hoffnung, Zuversicht, etc. aus. Für die Glieder der Gemeinde gibt es ein unglaubliches Potential, sich fortzuentwickeln, da Gott für sie da ist, ihr Bestes will.

Alle Gemeinschaften dieser Welt, außer der echten Kirche, sind hierarchisch aufgebaut, d. h. einer oder eine kleine Gruppe (Kader) stehen an der Spitze und regieren die anderen. In der katholischen Kirche ist das der Papst. Kein Katholik kann sozusagen klüger als der Papst werden, weil dieser Mensch in der katholischen Kirche alles beherrscht, alles deckelt. Das aber ist eine gewaltige Einengung bzw. Begrenzung für die Katholiken. Allgemein ausgedrückt: Die Glieder der Gemeinschaften dieser Welt sind begrenzt und eingeengt durch jene, die diese Gemeinschaften führen. Im Gegensatz dazu sind alle Glieder der Gemeinde real mit Gott verbunden, der ein gewaltiges Kraftwerk des Lebens ist. Die Entwicklungsmöglichkeiten eines Christen nach oben hin sind schier unbegrenzt, denn er entwickelt sich zu Gott hin, der in jeder Hinsicht unermesslich ist. Aber das ist der Lohn für jene, die Buße getan haben über ihre Sünden.

Die Gemeinschaften dieser Welt sind natürlich schwache Gemeinschaften oder in gewisser Hinsicht gar keine Gemeinschaften: Immer wieder kommt es zu Machtkämpfen, weil der eine oder andere auch in den kleinen Kader der Herrschenden aufsteigen will; das aber ist natürlich Gift für frohe Gemeinschaft. Ich kann nicht gleichzeitig der Freund und der Konkurrent meines Mitmenschen um Aufstieg und Prestige sein. Selbst wenn sich nach einer Weile Strukturen verfestigt haben und einer gewisser Kader feststeht, ist dennoch der Einfluss der Sünde da: Man bewertet sich gegenseitig nach Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, beruflicher Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. Das isoliert natürlich auch einen vom anderen, denn durch dieses Denken entstehen unendlich viele Rangstufen bzw. Klassen. Kaum ist einer einen Millimeter höher als der andere, redet er nichts mehr mit ihm – idiotisch.

In der Gemeinde achtet einer den anderen höher als sich selbst. Leistungsfähigkeit, Vermögen, Besitz, Schönheit, berufliche Position, Redegewandtheit, Körperkraft, Intelligenz, etc. spielen für das Verhältnis der Gläubigen untereinander keine Rolle. Dies wirkt der Geist Christi und Gottes, der sie verbindet, einen Leib aus ihnen macht, wo die Glieder sich gegenseitig dienen. Die Glieder der Gemeinde haben permanenten Zugang zueinander, es gibt keine Trennungen. Dies ist ein gewaltiges Potential, denn die Kommunikation der Gläubigen ist gewährleistet. Die Gläubigen stehen zusammen wie ein Mann, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Gläubigen sind der Leib Christi und Christus ist ihr Haupt – gewaltig!

Matthäus 20, 20-28

20 Da trat zu ihm (Jesus; R. B.) die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. 21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, das können wir. 23 Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater. 24 Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. 25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Die kleinen und die großen Herrscher dieser Welt halten ihre Untergebenen dumm, annehmend, sie könnten dadurch ihren Thron sichern. In der Gemeinde soll es keine Herrscher geben, sondern die Glieder der Gemeinde helfen einander in ihrer Fortentwicklung, dienen einander mit ihren Gaben. Die Gemeinde ist also genau das Gegenteil dieses Weltsystems.

 

 

 

 

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Auslegung 1. Korintherbrief, Kap. 1; Gottes Wille ist die Einheit der Kirche auf Grundlage des Befundes der Bibel

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Dank für Gottes reiche Gaben in Korinth

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Auslegung

1 Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Paulus war tatsächlich ein Beauftragter Gottes. Man durfte also seine Worte nicht so einfach in den Wind schlagen. Paulus‘ Worte waren von letztem göttlichen Ernst. Paulus traf keine „einsamen Entscheidungen“ (eine Formulierung aus der Politik), sondern befand sich in ständiger Gemeinschaft mit christlichen Brüdern (hier Sosthenes). Jene Brüder verfochten die gleiche Lehre, das gleiche Evangelium wie Paulus, aber nicht weil es ihnen Paulus diktierte, sondern weil sie den gleichen Geist wie Paulus hatten, den heiligen Geist. Paulus‘ Brüder zogen aus der damals vorhandenen Heiligen Schrift von sich aus, ohne Einflussnahme des Paulus, die gleichen Schlussfolgerungen wie Paulus und blieben von daher freiwillig und gerne in Gemeinschaft mit ihm. Paulus war nicht ihr Guru, der über sie herrschen wollte, seinen Willen aufoktroyieren wollte oder sie von sich abhängig machen wollte, sondern ihr Bruder. Von seinem Apostelamt leitete Paulus nicht das Recht ab, über irgendeinen anderen Christen zu herrschen. Der gegenwärtige Papst, Franziskus, mag andere „Geistliche“ seiner Kirche auch als Brüder bezeichnen, aber in Wirklichkeit sind sie nur die Tentakel einer riesigen Krake, deren Kopf eben er selbst, der Papst, ist. Nicht handeln die „Geistlichen“ der katholischen Kirche gemäß des Befundes der Bibel, sondern sie tun den Willen eines menschlichen Zwerges (in Bezug auf Christus, Gottes Sohn, auf den die „Geistlichen“ eigentlich hören sollten, ist der Papst ein Zwerg), des Papstes. Das Verhältnis des Papstes zu den anderen „Geistlichen“ der kath. Kirche ist keine Bruderschaft sondern eine Hierarchie, an deren Spitze der Papst steht. Der gemeinsame Herr von Paulus und seinen Brüdern war Jesus Christus, Gottes Sohn. Der gemeinsame Herr aller kath. „Geistlichen“ ist der Papst. Insofern ist der Papst Gott in der kath. Kirche – aber lassen wir das.

Durch die Tatsache, daß viele Brüder freiwillig die Botschaft des Paulus bestätigten, ohne daß sie unter hierarchischem Druck standen, wird sie enorm bekräftig. Natürlich würden auch kath. „Geistliche“ die Botschaft des Papstes bestätigen, aber nicht unbedingt freiwillig, sondern ggf. deswegen, weil er sie ansonsten vom Dienst suspendieren würde, was den Verlust der monatlichen Besoldung zur Folge hätte. Was könnte es schlimmeres für einen Bauchdiener als den Verlust des monatlichen Einkommens geben.

Der erste Brief des Paulus an die Korinther ist von allgemeiner Bedeutung für die ganze Kirche und alle Christen weltweit.

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“

Die Kirche zu Korinth war eine echte, christliche Kirche, was daran deutlich wurde, daß die Glieder dieser Kirche tatsächlich Geistesgaben hatten. Im Gegensatz dazu können sich heute die Glieder einer evangelischen Gemeinde oder einer katholischen Gemeinde nur einer „Gabe“ rühmen: Sie sind mickrige, kleine Spießbürger, die immer nur mit Arbeiten und Konsumieren beschäftigt sind; außerdem sind sie sexuell und religiös sehr tolerant; sie frönen dem Statusdenken, der Genusssucht und betreiben Zukunftsvorsorge. Gott scheint ihnen die Gabe des Spießbürgertums gegeben zu haben. Die Frage nach den geistlichen Gaben muß von ihnen als das allergefährlichste Schwärmertum verworfen werden.

Die Abwesenheit geistlicher Gaben ist ein Zeichen für den totalen geistliche Tod der heutigen Kirchen. In den heutigen Kirchen ist der heilige Geist schlichtweg nicht mehr gegenwärtig.

Übrigens sind jene, die sich für die einzig wahren Christen und Chef-Ausleger der Bibel halten, die Evangelikalen, aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe (Evangelikale taufen Menschen, die bereits als Kind gültig getauft wurden, noch einmal), die sie intern natürlich einfach als Taufe bezeichnen. Ganz deutlich: Der erste Brief des Paulus an die Korinther hat einem Evangelikalen in seiner Eigenschaft als Glied der religiösen Vereinigung der Evangelikalen überhaupt nichts zu sagen, denn er befindet sich außerhalb der Kirche wie auch seine ganze „Glaubens“-Gemeinschaft. Die ganze Lehre der Bibel richtet sich nur an Menschen innerhalb der Kirche oder jene, die Glieder der Kirche werden sollen (dazu kann auch ein Evangelikaler zählen in seiner Eigenschaft als Mensch; sobald die wahre Lehre der Bibel bei ihm Eingang findet, sollte er sich von den Evangelikalen lossagen; erst wenn ein Evangelikaler sich von seiner Wiedertaufe lossagt und wieder auf seine sakramentale Kindertaufe bezieht, beginnt sein wahres Glaubensleben). Zu den Evangelikalen gehören auch die Pfingstler und die Charismatiker. Sie rühmen sich ihrer vermeintlichen geistlichen Gaben. Ihre „geistlichen Gaben“ sind aber in Wirklichkeit dämonischer Trug und haben nichts mit den geistlichen Gaben zu tun, von denen Paulus redet. Auch das Charisma Barack Hussein Obamas ist dämonischer Trug.

Nichtsdestotrotz: Die echte, christliche Kirche zeichnet sich durch das Vorhandensein echter Geistesgaben aus. Die echte, christliche Kirche ist ein sakraler Ort, das heißt ein Ort des Wunders (in der Kirche geschehen tatsächlich Wunder). Die echte Kirche ist nicht nur ein amorpher, bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen wie irgendein Verein, wo mit Recht niemand Wunder erwartet, sondern die Glieder der Kirche sind durch den heiligen Geist verbunden und Gott wirkt mächtig unter ihnen, was durch wunderbare Geistesgaben zum Ausdruck kommt. Nichts ist teuflischer, als die Anforderungen an die Kirche so weit herunterzuschrauben, daß man von ihr nicht mehr erwartet, ein Ort des Wunders zu sein. Die Abwesenheit von Wundern zeigt, daß auch der Geist abwesend ist, aber gerade der Geist Gottes macht ja die Kirche, ist das besondere an ihr.

Durch ihre Gaben dienen die Glieder der Kirche sich gegenseitig und helfen einander in Christus zu bleiben. Jeder, der im Glauben weiterkommen will, der tue den Schritt hin zur echten Kirche, das hat schon Bonhoeffer gesagt. Jeder kann den Schritt in die Kirche tun, auch wenn er meint, er gehöre zu jenen, die zur Verdammnis auserwählt wären, denen Gott den Glauben nicht geben wolle. „Tu‘ den Schritt in die Kirche!“ Durch die Kirche kann sich der Fluch in Segen verwandeln. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche sind leider vom Glauben abgefallen und die Evangelikalen sind sowieso ausgeschlossen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe. Man müßte also etwas Neues gründen unter Anerkennung der vorhandenen, sakramentalen Taufe einschließlich Kindertaufe (keine Wiedertaufe!). Schon zwei Christen können eine Kirche gründen. (bei der evangelischen Kirche, EKD, bestehen allerdings Zweifel an der Gültigkeit aktueller Taufen, da sie mit dem Modalismus anbandelt; der Modalismus lehrt einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, ein falsches Gottesbild, wohingegen der christliche Gott ein Gott in drei Personen ist; nur eine Taufe auf den dreieinigen Gott ist gültig; zur Klärung dieser Frage müßte dringend eine deutsche Nationalsynode einberufen werden)

Das Warten auf den Herrn besteht nicht im ständigen Ausrechnen von Terminen seiner Wiederkunft, sondern im Gebrauch seiner Geistesgaben. Die Glieder der Kirche sind nicht unglücklich wie die Evangelikalen in ihrem fanatischen Wahn, die sich ständig das Ende der Welt herbeisehnen, sondern sie sind glücklich, indem sie einander mit ihren Geistesgaben dienen. Freilich, das Ende scheint nahe zu sein, wenn heute ein Mann einen Mann heiraten darf und eine Frau eine Frau. Fehlt nur noch, daß ein Muslim seine Ziege heiraten darf. Aber vielleicht schenkt Gott doch noch eine neue Reformation und Wiederherstellung seiner Kirche.

10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. 11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. 12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. 13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Wer das Christentum wirklich kennengelernt hat, für den ist klar, daß das Sich-klammern an Personen völlig unchristlich ist und aus dem Fleisch kommt. Das Problem sind Wölfe im Schafspelz, die sich in die Kirche einschleichen und nicht das suchen, was Gottes ist, sondern das Ihrige. Sie haben es gerne, wenn man sich an sie hinhängt, von ihnen abhängig wird, vor ihnen kriecht, sich duckt, sie herrschen läßt. Allzu leicht verwechseln die armen Schafe Christi Sanftmut und Demut mit Kriecherei und Duckmäusertum. Die Wölfe im Schafspelz bestärken sie natürlich noch darin. Sie messen sich selbst einen natürlichen Herrschaftsanspruch bei und verlangen von den Gliedern der Kirche, sich ihnen in aller Sanftmut und Demut unterzuordnen. Selbstverständlich waren Paulus, Kephas (Petrus) und Apollos keine Wölfe im Schafspelz, sondern die Wölfe im Schafspelz, die sich in Korinth eingeschlichen hatten, behaupteten fälschlicherweise, jeder von den dreien habe seine eigene Lehre gehabt. Das war natürlich eine Lüge. Die richtige Reaktion der Korinther auf Paulus‘ Brief an sie wäre eine lokale, freie Synode gewesen, um auf Grundlage der vorhandenen Heiligen Schrift die allgemeingültige Lehre festzustellen. Das brauchen wir heute übrigens auch; allerdings nicht eine lokale Synode, sondern ein ökumenisches Konzil (Weltkonzil). Es gibt eine allgemeingültige Lehre auf Grundlage des Befundes der Bibel. Diese Lehre erhält man, wenn man jeden Vers der Bibel so auslegt, daß er nicht zum Gesamtinhalt der Bibel im Widerspruch steht. Die echte, christliche Lehre wird gestützt durch jeden Einzelvers der Bibel und durch den Gesamtinhalt. Häretiker und Sektierer schneiden immer bestimmte Verse oder Abschnitte heraus und basteln daraus ihre Irrlehre bzw. Sonderlehre. Die Aufgabe der Lehrer der echten Kirche ist es, auf einer Synode bzw. auf einem Konzil die falschen Lehren aufzudecken mit Hilfe des Befundes der Bibel. Jene, die sich dem Beschluß einer echten Synode nicht beugen wollen, werden aus der Kirche ausgeschlossen. Früher wurden zum Beispiel die Monophysiten (falsches Gottesbild) und die Nestorianer (falsches Gottesbild) aus der Kirche ausgeschlossen. Von ihnen stammen teilweise die „christlichen“ (beachte die Anführungszeichen) Flüchtlinge ab, die heute aus dem nahen Osten zu uns kommen. Man muß also sehr vorsichtig sein, wenn ein Flüchtling aus dem nahen Osten sich als Christ bezeichnet und ihn genau interviewen, um festzustellen, ob er wirklich Christ ist. Die römisch-katholische Kirche ist aus der christlichen Kirche ausgeschlossen wegen des Papsttums, der Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken und der falschen Abendmahlslehre (die Taufe der katholischen Kirche ist allerdings gültig, solange die Intention richtig ist und das Gottesbild nicht geändert wird). Die evangelische Kirche ist ausgeschlossen wegen der Legalisierung der Homosexualität, der Predigt eines rein materialistischen „Evangeliums“, der Predigt der billigen Gnade und ggf. wegen der Einführung eines falschen Gottesbildes, des Modalismus. Das Weitere wäre auf einer Synode zu besprechen. An der Gültigkeit aktueller Taufen der evangelischen Kirche in Deutschland bestehen Zweifel, da sie mit dem Modalismus (falsches Gottesbild) anbandelt – auch das wäre dringend auf einer Synode zu besprechen.

Selbstverständlich haben Paulus, Petrus und Apollos das Gleiche gelehrt. Ihre Lehre drehte sich hauptsächlich um den Tod und die Auferstehung Jesu und die neue Geburt aus Wasser und Geist, die sakramentale Taufe:

Jeder Christ, der sakramental getauft ist (hierzu zählt auch die Kindertaufe), kann einfach aus der Kraft der Taufe ein christliches Leben führen. Er muß sich nicht ständig die Frage stellen, ob er wirklich zu denen gehöre, denen Gott den Glauben gibt. Nein, er überwindet seine Sünde durch die Kraft der Taufe und somit lebt er im Glauben. Die Kraft der Taufe ist, daß wir bei der Taufe mit Jesus gestorben und auferstanden sind. Wir sind der Sünde abgestorben und in Christus durch die Taufe. Dadurch können wir die sündigen Neigungen unseres Leibes, unsere sündigen Neigungen, überwinden. Je mehr wir Christus Raum geben, desto mehr zeigen wir damit, daß wir in den Himmel wollen, den Ort der Gegenwart Christi und Gottes. Wenn wir die Kraft der Taufe verleugnen, Christus in uns keinen Raum geben, werden wir nicht in den Himmel kommen. Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel, sondern das Eingangstor zu einem christlichen Leben. Unsere Verantwortung ist es, durch das Tor durchzugehen und wirklich als Christ zu leben im Alltag.

17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.“

Mit Vers 17 will Paulus keineswegs die Taufe herabsetzen und alles Gewicht auf die Predigt legen, sondern es geht um Folgendes: Bei jeder sakramentalen Taufe ist der eigentliche Täufer Gott selbst. Auf den Geistlichen, der die Taufe zelebriert, kommt es an sich überhaupt nicht an (ausgenommen Intention und Gottesbild seiner Kirche). So kann auch ein gewöhnlicher Christ einen bekehrten Menschen taufen. Daß auch ein einfacher Christ taufen darf, schmälert die gewaltige Bedeutung der Taufe überhaupt nicht – im Gegenteil: Nur eben aus dem Grund, daß bei jeder sakramentalen Taufe eigentlich Gott selbst der (unsichtbare) Täufer ist, darf auch ein gewöhnlicher Christ eine Taufe zelebrieren (die Qualität der Taufe hängt sozusagen nicht von der Qualität jenes Menschen ab, der die Tauffeier zelebriert). Es gibt nur zwei Anforderungen an ihn: Er muß die Taufe für die neue Geburt aus Wasser und Geist bzw. für die Taufe zur Vergebung der Sünden halten (richtige Intention) und seine Kirche muß das richtige Gottesbild (ein Gott in drei Personen) haben.

Auch die Predigt ist wichtig. Predigen kann allerdings nicht jeder Christ, sondern dazu bedarf es einer Geistesgabe. Darauf spielt Paulus mit Vers 17 an. Die in sich selbst gewaltige Taufe konnte jeder einfache Christ zelebrieren, aber nicht alle Christen konnten predigen.

„Wie soll man etwas predigen, wenn man es nicht mit klugen Worten predigt? Es ist doch selbstverständlich, daß man mit klugen Worten predigt und nicht mit dummen.“

Das Evangelium an sich ist ganz einfach. Warum kann es dann nicht jeder predigen?

Nun, damit das Evangelium bei den Leuten einschlägt, muß Gott mitwirken (auch bei Jesus war es so, daß Gott mitwirkte, wenn er predigte), an den Leuten wirken. Dies tat er, wenn Paulus predigte, denn Paulus hatte eine Geistesgabe, war ein echter Diener Gottes, eben ein Apostel. Es war nicht notwendig und Gott wollte es auch nicht, daß Paulus mit klugen Worten predigte. Paulus war ein innerlich tief zerbrochener Mensch, ein geknicktes Rohr, fühlte seine natürliche Sündhaftigkeit. Wahrschein war kaum jemals ein Mensch so überzeugt von seiner natürlichen Sündhaftigkeit wie Paulus. Gleichzeitig überwand er aber durch die Gnade Gottes (Jesus) seine Sünde in vorbildlicher Weise. Obwohl Paulus so überzeugt war von seiner Sündhaftigkeit, resignierte er nicht vor seiner Sünde, sondern überwand sie durch Christus – das ist ganz, ganz wichtig; unterm Strich, egal was in ihm innerlich vor sich ging, war Paulus doch ein Frommer, erschien so den Leuten. Die Leute nahmen Paulus keinesfalls als Sünder wahr, sondern als sehr frommen Menschen. Wahrscheinlich war Paulus der vorbildlichste Christ seiner Zeit. Paulus praktizierte, was er predigte wie Jesus, von dem gesagt wurde, Gnade und Wahrheit seien erschienen. Jesus war das Gegenteil eines Pharisäers, der Ungnade (Richten der armen Sünderlein) und Lüge (Heuchelei) war. Die Pharisäer waren ungnädig mit ihren Mitmenschen und praktizierten nicht, was sie predigten. Jesus war gnädig mit seinen Mitmenschen und tatsächlich fromm, kein Heuchler.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. 26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Bei der Auslegung der Bibel wird leicht vergessen, daß es eigentlich zwei Evangelien gibt: das Schöpfungsevangelium Gottes und das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus.

Bevor das Evangelium von Jesus den heidnischen Römern durch die christliche Kirche gepredigt wurde, hatte ihnen schon die sichtbare Schöpfung von Gott, dem Schöpfer, gepredigt. Allein, sie haben es nicht angenommen und ihr eigenes, von Gott unabhängiges System aufgebaut (dieses System war autark in Bezug auf Gott) mit seiner eigenen Weisheit (das taten auch die Griechen und andere Heiden). Diese Weisheit verleugnet natürlich die Offenbarungen Gottes über gewisse metaphysische Zusammenhänge. Es ist allerdings so, daß Gottes Offenbarungen sich auf Realitäten beziehen; das heißt, ein Lehrsystem, daß die Offenbarungen Gottes ignoriert, muß Schiffbruch erleiden, da es nicht alle realen Gegebenheiten berücksichtigt (wenn man Gottes Offenbarungen ignoriert, heißt das ja nicht, daß die Realitäten verschwinden). Die Geschichte zeigt uns, daß tatsächlich die Lehrsysteme der Heiden nicht funktioniert haben und bis dato nicht funktionieren. Die immer wiederkehrenden Kriege und Bürgerkriege (siehe die absolut grausamen Bürgerkriege am Ende der römischen Republik) in der Geschichte zeigen, daß die Lehrsysteme der Heiden nicht funktionieren, daß ihre Weisheit in Wirklichkeit Torheit ist. Aufgrund der Geschichte der Menschheit müßte jeder Mensch, auch wenn er nicht an Jesus glaubt, zugeben, daß jede rein menschliche Weisheit (Weisheit, die die Offenbarungen Gottes außer Acht lässt) in Wirklichkeit Torheit ist, denn sie führt zu Ruin, Verderben und Untergang. Wie stolz sind die heutigen US-Amerikaner auf ihre Zivilreligion (civil religion), aber jedem wahren Christen ist klar, daß diese Zivilreligion nichts weiter als ein Haufen Dreck ist. 25% (!!!) aller Gefangenen dieser Welt sitzen in US-Gefängnissen, obwohl die USA nur 4% Anteil an der Weltbevölkerung hat – das ist atemberaubend. Sie sagen ihren Bürgern immer, sie sollten einander lieben, aber je mehr sie ihnen das sagen, desto mehr hassen sie sich, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot. Die Offenbarung Gottes, daß jeder Mensch sehr zum Sündigen neigt und Gebote ihm erst recht Lust machen, zu sündigen, verleugnet die US-Zivilreligion und somit kann sie nicht funktionieren, was deutlich wird an der Verkommenheit der US-Bevölkerung: Sie hassen sich gegenseitig und begehen Verbrechen aneinander, die sie ins Gefängnis bringen. Was für ein lausiges Land ist die USA. Auch der amerikanische Sezessionskrieg war einer der grausamsten Bürgerkriege der Menschheitsgeschichte.

Die Weisheit dieser Welt gehört also zu einem gottfernen System, und das ist es wahrscheinlich, was Gott am meisten an ihr stört.

Im 19. Jahrhundert breiteten sich in Europa die Lehren der Aufklärung (sie ist auch Grundlage der US-Zivilreligion) aus. Unmittelbar danach kam es zum ersten und zum zweiten Weltkrieg, wo sich die stolzen Aufgeklärten gegenseitig industriell organisiert abschlachteten wie Protestanten und Katholiken im dreißigjährigen Krieg auf altertümliche Weise. Was ist also die Aufklärung? Richtig geraten – ein Haufen Dreck.

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft.“

Warum ist es ihnen denn eine Torheit?

Naja, das Kreuz würde ja bedeuten, in dieser Welt Macht, Reichtum und Ehre ggf. hintanzustellen (das Kreuz bedeutet auch persönliche Gerechtigkeit im alltäglichen Handeln, die sich häufig schlecht mit dem schnellen Erwerb von Macht, Reichtum und Ehre verbinden läßt; jemandem, der gierig nach Macht, Ehre und Reichtum hier auf Erden strebt, dem steht das Kreuz im Weg, deswegen ist es ihm einen Torheit). Jene, die verlorengehen, ziehen also die Herrlichkeit in dieser Welt der ewigen Herrlichkeit vor, indem sie Ungerechtigkeiten begehen, um schnell Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt zu erlangen. Sie sind schlichtweg gierig, wollen alles schnell, jetzt, hier und sofort. Jede Form von Gier ist Gott verhasst, da sie mit Ungerechtigkeit einhergeht. Die Seligen hingegen gedulden sich ein wenig, sind bereit hier auf Erden um Christi willen zu leiden und verworfen zu werden, nehmen ihr Kreuz auf sich – und so werden sie nach dem Ende dieses Zeitalters teilhaben an der Herrlichkeit Christi. Die Seligen verzichten auf Macht, Ehre und Reichtum hier, falls deren Erwerb mit Ungerechtigkeit verbunden wäre.

Dem Seligen, dem Christen, ist das Kreuz eine Gotteskraft, weil es ihm hilft, seine Sünde zu überwinden und gerecht zu leben. Die Gerechtigkeit hier, weiß der Christ, ist Voraussetzung für die Herrlichkeit dort. Das Kreuz erscheint hier in dieser Welt ganz und gar nicht herrlich, aber dort wird es Herrlichkeit bedeuten, und deswegen nimmt es der Christ auf sich.

„21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“

Ähnlich wie die heutigen Amerikaner sahen sich die heidnischen Römer als die Frommen, die Heiligen auf Erden und ließen das auch alle anderen Erdenbewohner wissen. Aber genau jene, denen sie ihre Frömmigkeit verkündeten, überzogen sie mit Krieg, Furcht und Schrecken, wie die heutigen Amerikaner auch tun. Die Leute, in den von den Römern eroberten Ländern, hatten zu der Zeit, als Paulus das Evangelium predigte, die schönen Reden der Römer sicherlich satt, die Nase gestrichen voll davon. Sie wussten, was sich hinter den schönen Reden der Römer verbarg. Jedem damaligen Menschen, also ein Mensch, der einfach Mensch war, musste eine philosophisch-weise Rede, wenn sie auch noch so stimmig war in sich selbst, ein Hinweis auf abgrundtiefste Verdorbenheit des Redners und seiner Landsleute sein. Mein Kommentar zu den schönen Reden von Barack Hussein Obama und Donald Trump: „Ich kotz gleich!“ Genau in diese Welt der Belogenen schickte Gott sein wunderbar einfaches Evangelium. Es war einfach, fast dümmlich, aber es war echt, es war authentisch, es war wirkungsmächtig und das war es, worauf es ankam. Und wer wirklich Mensch war, der nahm es an, musste es annehmen.

22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Menschen, die wirklich Menschen waren, und deswegen, falls es erforderlich war, Judentum und Griechentum zur Disposition stellen konnten, fanden in Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Wer sich selbst darüber Rechenschaft gab, daß das Christentum im Vergleich mit Judentum und Heidentum mit befreiender Kraft verbunden war und somit hielt, was es versprach, für den war es weder ein Ärgernis noch eine Torheit. Halsstarrige Juden und Griechen, die das Evangelium nicht annehmen wollten, waren Utopisten vergleichbar, die blindlings in den Untergang rennen, wichtige Realitäten verkennend. In der damaligen welthistorischen Lage, wo das Heidentum seinen vollkommenen Ruin einräumen musste, war es eine unverzeihliche Sünde, daß Evangelium nicht anzunehmen.

25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.“

Die „Torheit“ Gottes ist deswegen weiser als die Menschen, weil sie realistisch ist. Sie bezieht einfach alles mit ein, ignoriert nichts: Der Mensch hat eine Neigung zum Sündigen, braucht Erlösung und es kostet etwas, in dieser Welt als Erlöster zu leben, weil die Unerlösten ihr eigenes, autarkes System aufgerichtet haben. Jesu scheinbare Schwäche am Kreuz war in Wirklichkeit Ausdruck größter Kraft und hat vermocht, was sonst kein Mensch vermochte: Die Erlösung der Sünder von ihren Sünden, die Befreiung des Einzelnen von der Macht Satans und der bösen Geister, die Zugriff haben auf das menschliche Fleisch. Würden alle Menschen das Evangelium annehmen, würde damit der Zugriff der Mächte des Bösen auf diese Welt unglaublich stark verringert.

26 Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!'“

Gott erwählte jene, die einfach zugaben, daß dieses gegenwärtige, autarke (in Bezug auf Gott) Weltsystem nicht funktioniert, die hier nicht ihr Begehr fanden. Das machte sie natürlich verdächtig in den Augen dieser selbstgerechten Welt und man nannte sie Toren, Schwächlinge und Nobodies. Jene aber, die sich eingestanden, was diese Welt wirklich war, waren die wirklichen Menschen auf Erden und sie nahmen Christus an und rühmten sich seiner. Denn das ist es, was dieser Welt fehlt: Sie krankt daran, daß sie Gottes, des Spenders alles Lebens, ermangelt. Wer Gott gefunden hat, hat das Leben gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Der Nussknacker und der Mäusekönig“ – oder „Die Geschichte eines Nussknackers“

Das Buch „Die Geschichte eines Nussknackers“ stammt von Alexandre Dumas. Dumas‘ Buch stimmt inhaltlich nahezu überein mit E.T.A Hoffmann’s Buch „Der Nussknacker und der Mäusekönig“. Ich beziehe mich im Folgenden zunächst auf Dumas‘ Buch, weil es ein wenig lustiger geschrieben ist als das Buch von Hoffmann.

Mir geht es in diesem Artikel nicht darum, die Geschichte des Nussknackers nachzuerzählen (Zusammenfassung der Geschichte, E. T. A. Hoffmann-Version, siehe unten). Erstaunlich ist nicht der Inhalt des Buches an sich sondern die Weihnacht, die darin geschildert wird. Es sieht so aus, daß bereits im 19. Jahrhundert (in diesem Jahrhundert lebte Dumas) das Weihnachtsfest zumindest in gehobenen Kreisen nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Weihnachtsfest der Alten Kirche zu tun hatte, wo es primär um die Feier der Geburt Christi ging. Das ganze Weihnachtsfest der Familie Silberhaus dreht sich nur noch um die Bescherung, die Geschenke, ist rein materialistisch. Dem Ganzen wird ein christlicher Anstrich verpasst, indem die Kinder der Familie Silberhaus und deren Eltern sich darin einig sind, daß die Geschenke doch letztendlich von Christus kommen. Die Kinder sind dabei darüber informiert, daß in Wirklichkeit die Eltern die Bescherung inszenieren und die Geschenke unter den Baum legen, wodurch suggeriert wird, sowohl Eltern als auch Kinder hätten doch einen gewissen christlichen Glauben.

Lieber Leser, ich gehe mal davon aus, daß Sie die Geschichte kennen. Wichtig ist das Detail, daß der schöne sogenannte Neffe von Drosselmayer, der unglücklicherweise in einen häßlichen Nussknacker verwandelt wurde, schon vor seiner Verwandlung in Wirklichkeit eine Puppe war, die Drosselmayer konstruiert hatte. Dies sieht man daran, daß Drosselmayer, der Mechanikus, ihm einen kleinen Umhang (Mäntelchen) anschraubt als Hebel für seine Kinnlade, um auch die härtesten Nüsse knacken zu können. Optisch wirkt dieser Hebel wie ein Kleidungsstück, z. B. ein Mäntelchen. Wichtig ist auch das Detail, daß die Prinzessin Pirlipat in Wirklichkeit auch eine Puppe war, denn sie wird einmal von Drosselmayer zerlegt, der die Ursache für ihre Hässlichkeit herausfinden will. An der Tatsache, daß Pirlipat eine von Drosselmayer konstruierte Puppe ist, sieht man, daß auch die Geschichte von Pirlipat’s Verzauberung, in der auch sein Neffe verzaubert wird, seine eigene Konstruktion ist (es gab niemals einen echten, menschlichen König, der aus freiem Willen heraus Drosselmayer gebeten hätte, ihm im Kampf gegen die fluchbringenden Mäuse in seinem Palast zu helfen). Die Konstruktion der Geschichte Pirlipats und seines Neffen war Teil seines Gesamtplanes der Verführung der kleinen Marie. Letztendlich wichtig ist außerdem, daß der Kampf zwischen dem Nussknacker und dem Mäusekönig nur von Drosselmayer inszeniert war (Beweis hierfür ist, daß Drosselmayer um Mitternacht auf übernatürliche Weise in der Wohnung der Fam. Silberhaus erscheint und bei der Schlacht Nussknacker gegen Mäusekönig gegenwärtig ist). Marie sollte Gelegenheit gegeben werden, sich in die Rolle der Retterin des verzauberten Neffen Drosselmayers hineinzusteigern (sie rettet Nussknacker, indem sie während der Schlacht einen Schuh auf den Mäusekönig schleudert, der die Oberhand gewonnen hatte). Nach seinem Sieg (nicht bei der zuerst genannten Schlacht sondern bei einem Duell) über den Mäusekönig entführt Nussknacker Marie ins Puppenreich, daß einem Schlaraffenland gleicht – ein sinnliches Paradies (das Paradies des Christentums ist im Gegensatz dazu kein sinnliches Paradies sondern dadurch ein Paradies, weil es der Ort der Gegenwart Gottes ist). Sie kehrt daraus zurück und Nussknacker liegt wieder starr in der Vitrine. Dann kommt plötzlich Drosselmayer vorbei, aber mit Nussknacker, der zurückverwandelt ist, also mit seinem sogenannten Neffen. Dieser hatte allerdings nun als Hebel für seinen Kinnladen kein Mäntelchen  mehr sondern einen Zopf. Jener entführt nun Marie endgültig ins Puppenland, wohin sie für immer aus der wirklichen Welt der echten Menschen verschwindet.

Wenn man das Märchen oberflächlich betrachtet, könnte man Marie glücklich preisen: Marie half, den Neffen Drosselmayers von dem bösen Zauber, ein hässlicher Nussknacker sein zu müssen, zu befreien, indem sie ihn trotz seiner Hässlichkeit liebte (auch hatte sie ihm den Säbel besorgt für das Duell mit Mäusekönig, denn der Sieg über Mäusekönig war eine weitere Bedingung für die Aufhebung des bösen Zaubers); zum Lohn dafür wird sie seine Frau und Königin im Puppenreich.

Genau das war es, was Drosselmayer wollte. Er schaffte es mit Hilfe seines sogenannten Neffen, der natürlich, wie gesagt, auch nur einer seiner vielen Puppen war, eine echte menschliche Seele, die Seele der Marie, in seine mechanische Pseudomenschheit zu integrieren. Das war es, was Drosselmayer so quälte, daß seine Puppen letztendlich doch keinen freien Willen hatten und so ablaufen mußten, wie er sie konstruiert hatte. Indem nun Marie quasi selbst zur Puppe wird, indem sie Drosselmayer’s Neffen heiratet und Königen im Puppenland wird, gelingt es Drosselmayer ein Wesen mit freiem Willen in sein mechanisches Reich zu integrieren, den zur Puppe degenerierten Menschen Marie. Drosselmayer konnte nicht so weit kommen, eine Puppe mit freiem Willen zu konstruieren, aber zumindest schaffte er es, über einen Menschen mit freiem Willen, der zur Puppe degenerierte, Macht zu gewinnen.

Lieber Leser, stellen Sie sich mal vor, es würde sich eines Tages herausstellen, Ihr Gatte oder Ihre Gattin wäre in Wirklichkeit eine Puppe, die nur scheinbar einen freien Willen hätte, ja deren Wille vielleicht von irgendeiner imaginären Macht manipuliert wäre. Läuft es Ihnen da nicht eiskalt den Rücken runter? Denn es wäre ja so: Jeden Moment, den Sie mit Ihrem Gatten oder Ihrer Gattin verbracht hätten, wären Sie in Wirklichkeit allein gewesen (!!!), denn mit einer Puppe kann man nunmal keine wirkliche Gemeinschaft haben – alles nur Illusion. Das Ganze ist sicherlich vergleichbar mit dem Aufwachen eines Junkys aus seinem Drogenrausch – sein ganzes Glück war nur Illusion und nachher ist alles schlimmer als vorher. Im Lichte dieser Erkenntnis muß man Marie’s „Glück“ beurteilen und zu dem Schluß gelangen, daß sie in Wirklichkeit eine persönliche Katastrophe erlitt, indem sie eine Puppe heiratete.

Bezug zur Wirklichkeit:

Es existiert sicherlich keine Scheibenwelt bzw. Parallelwelt, die von Puppen besiedelt ist. Allerdings existiert etwas viel, viel Schlimmeres: Unsere Welt, in der wir leben, die immer mehr zu einer Welt menschlicher Roboter (echte Menschen aus Fleisch und Blut, gezeugt durch Geschlechtsverkehr, die so degeneriert sind, daß sie  fast nur noch arbeiten und konsumieren und fast kein Seelenleben mehr haben) degeneriert, die von einer Handvoll Drosselmayers (US-Regierung + „Freunde“) regiert wird, die das Vorrecht haben, noch einen freien Willen haben zu dürfen. Die Menschen in der Nussknackergeschichte haben den Vorteil, daß sie ja nicht von der Welt der Menschen in die Welt der Puppen wechseln müssen nur Marie ist so dumm. Wenn allerdings unsere Welt zur „Puppenwelt“ wird: „Wo sollen wir dann hin?“ Wir sitzen in der Falle, sind eingesperrt in einem goldenen Käfig.

In meinem letzten Artikel „Weinachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?“ (siehe Link, unten) beschrieb ich den Vorgang, wie man unter die Herrschaft des bösen Geistes Mammon, des Geistes des Materialismus, gerät: Der Mensch, der all sein Einkommen, Vermögen, Güter, Besitz, etc. nur für sich selbst verwendet und nichts für die christliche Kirche übrig hat, wird von Gott bestraft, indem Gott ihn dem Dämon Mammon überläßt (wenn Gott seine schützende Hand von uns abzieht, werden wir innerhalb kürzester Zeit zu einem Spielball der Dämonen). Der Mammon verleiht ein Leben in Erbärmlichkeit: Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, Arbeiten, Essen, Schlafen, Konsumieren, etc. Wer Güter und Geld nur für sich gebraucht, über den gewinnen sie Macht. Er degeneriert zum quasi seelenlosen Roboter, zu einem Menschen, der nur noch biologisch lebt, aber geistlich tot ist. Ein Mensch, der nur noch biologisch lebt, ist nicht viel mehr als eine Maschine, eine Art Bio-Maschine oder menschlicher Roboter. Der geistliche Tod besteht in totaler Vereinsamung, denn ohne Christus gibt es keine Gemeinschaft, da Christus selbst Gemeinschaft ist. Menschen können nur in Christus Gemeinschaft haben und die Gemeinschaft christlicher Menschen ist die christliche Kirche. Der Mensch bzw. die Menschheit sägen durch Vernachlässigung der Kirche den Ast ab, auf dem sie sitzen, denn allein die Kirche machte die Existenz auf dieser Erde erträglich, indem sie eine Vorstufe des Paradieses, den Ort der Gegenwart Gottes, darstellte.

Zusammenfassung von „Der Nussknacker und der Mäusekönig“ (die Version von E. T. A. Hoffmann)

Das Märchen besteht aus einer Rahmenhandlung, in die ein dreiteiliges Binnenmärchen (das Binnenmärchen, also ein Märchen im Märchen, ist das „Märchen von der harten Nuss“; R. B.) integriert ist. Die Rahmenhandlung beginnt am Weihnachtsabend und findet ausschließlich in der Wohnung der gutsituierten Familie Stahlbaum (bei Dumas heißen die Stahlbaums Silberhaus; R. B.) statt. Hauptfigur ist das siebenjährige Mädchen Marie, das unter dem Weihnachtsbaum einen Nussknacker findet, den sie trotz seiner Hässlichkeit gleich in ihr Herz schließt und gegen die Attacken ihres Bruders Fritz  in Schutz nimmt. Als um Mitternacht alle Spielsachen lebendig werden, wird Marie Augenzeugin einer Schlacht zwischen ihren Puppen, die vom Nussknacker angeführt werden, und dem siebenköpfigen Mausekönig und seiner Mäuseschar. Marie kommt dem bedrohten Nussknacker zu Hilfe, verletzt sich dabei schwer an einer Glasscheibe und erkrankt an Wundfieber. Ihr Pate Droßelmeier erzählt ihr an drei aufeinander folgenden Abenden das „Märchen von der harten Nuß“, das aus Sicht von Marie die Vorgeschichte ihres Nussknackers berichtet: Aus Rache für die Ermordung ihrer Untertanen hatte die Mausekönigin Mauserinks einst die liebliche Prinzessin Pirlipat in ein Monster verwandelt. Der Hofastronom und der Uhrmacher Droßelmeier erfahren durch ein Horoskop, dass nur der süße Kern der goldenen Nuss Krakatuk der Prinzessin ihr ursprüngliches Aussehen wiedergeben würde. Diese Nuss müsse aber von einem Jüngling, der sich noch nie rasiert und bislang keine Stiefel getragen habe, geknackt werden. Nach fünfzehnjähriger Suche gelangen beide Männer nach Nürnberg, wo sie nicht nur die goldene Nuss, sondern auch den Jüngling vorfinden, der ein Verwandter Droßelmeiers ist. Zwar wird Pirlipat erlöst, aber der Jüngling wird von der sterbenden Mauserinks in einen Nussknacker verwandelt. Er wird mit seinem Onkel des Hofes verwiesen und kann nur dann erlöst werden, wenn er den siebenköpfigen Sohn von Mauserinks tötet und ein Mädchen findet, dass ihn trotz seiner Missgestalt liebt. – Marie schließt aus diesem Märchen, dass ihr Pate und der Uhrmacher identisch seien und dass ihr Nussknacker der verzauberte Neffe sein müsse. Um ihn vor den Angriffen des Mausekönigs zu schützen, gibt sie ihre Süßigkeiten und Spielsachen her. Dem Nussknacker gelingt es schließlich, mithilfe eines von Marie beschafften Schwertes den Mausekönig zu töten. Zum Dank schenkt er ihr die sieben Krönchen des Mausekönigs und führt sie durch einen Wandschrank ins Zuckerbäckerland, seine Residenz. Als Marie in ihrem Bett erwacht, werden die von ihr berichteten Erlebnisse als Traum gedeutet. Selbst die vorgewiesenen sieben Krönchen gelten nicht als Beweis, weil ihr Pate behauptet, sie ihr zum Geburtstag geschenkt zu haben. Marie verstummt und verfällt in Tagträume. Als sie dem Nussknacker ihre Zuneigung gesteht, verspürt sie einen Schlag und fällt vom Stuhl. Ihre Mutter eilt herbei und stellt ihr den aus Nürnberg kommenden Neffen Droßelmeiers vor. Dieser gibt sich als der ehemalige Nussknacker zu erkennen und hält um Maries Hand an. Nach einem Jahr findet die Hochzeit statt und beide ziehen ins Zuckerbäckerland.

Quelle der Zusammenfassung:

Siehe: http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/werke/587-hoffmann-eta-nussknacker-und-mausekoenig

„Der Nussknacker und der Mäusekönig“ (die Version von E. T. A. Hoffmann), die ganze Geschichte

Siehe: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3083/1

Zum Thema Weihnachten und Materialismus

Siehe: Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

Wird es jemals gelingen, einen künstlichen Menschen zu konstruieren, der dem natürlichen Menschen vollkommen gleich ist?

Wenn wir in dem ersten Buch der Bibel, Genesis, die Geschichte von der Erschaffung des Menschen bzw. der Erschaffung Adams genau lesen, dann muß uns etwas auffallen. Gott schuf Adam zwar aus einem Erdklumpen, er „baute“ Adam sozusagen aus Materie, aber seine Seele baute er nicht. Es scheint gleichsam, er habe Adam mit der Seele etwas von sich selbst mitgegeben, was bedeuten würde, daß die Seele des Menschen sozusagen göttlich ist (ich hoffe, ich lege jetzt nicht den Grund für eine neue Irrlehre). Wenn es aber so ist, daß die Seele des Menschen göttlich ist, dann wird niemals ein Mensch eine Seele konstruieren können, denn das Unsichtbare gehört zur ewigen Welt, nicht zur sichtbaren Welt. Was nicht zur sichtbaren Welt gehört, kann kein Mensch bauen oder imitieren, denn der Mensch ist nunmal in den Dimensionen dieser sichtbaren Welt gefangen.

1. Mose (Genesis) 2, 7 Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

Ergänzung

Anscheinend hat ja das Märchen vom Nussknacker ein Happyend, indem Marie Königin im Puppenreich wird, nachdem sie half, Nussknacker bzw. Drosselmayer’s sogenannten Neffen von einem bösen Zauber zu befreien.

Aber stellen wir uns mal vor, es gäbe heute hochentwickelte Puppen (Androiden) zu kaufen, die kaum mehr von echten Menschen zu unterscheiden wären. Ein wohlhabender Mann würde nun seiner Tochter ein ganzes Reich aus lauter solcher Hyperpuppen aufbauen. Eines Tages geschähe es, daß seine Tochter einen völligen Realitätsverlust erleiden würde: Sie soll in die (echte) Schule gehen, aber antwortet: „Ich habe heute einen König geheiratet, er stellt mich von der Schule frei; außerdem haben ich als Königin für den Rest meines Lebens ausgesorgt – ich brauche keine Schulausbildung mehr“.

Natürlich wäre es sehr zurückhaltend zu sagen, jenes Mädchen habe nur einen Realitätsverlust erlitten; im Klartext könnte man auch sagen: „Sie ist wahnsinnig geworden.“

 

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Weihnachten heute – reines Konsumfest oder Fest der Geburt Christi?

Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen. Ich möchte mich dem Problem von einer anderen Seite her nähern.

Wenn ich die Behauptung aufstelle, wir (der deutsche Durchschnittsbürger) seien heute beinahe das ganze Jahr ausschließlich mit materiellen Dingen beschäftigt, dann ist das sicherlich nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt. Im Folgenden gehe ich davon aus, daß meine Behauptung der Wirklichkeit entspricht.

Wie soll das eigentlich funktionieren, daß einer bis zum 24. Dezember eines Jahres malocht bis zum Umfallen und dann noch am gleichen Tag (Heiliger Abend), das heißt innerhalb eines Zeitraums weniger Stunden, sich den geistlichen Inhalt des Weihnachtsfestes (die Feier der Geburt Christi) vergegenwärtigen soll? Lieber Leser, mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie Autofahrer. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß es unmöglich ist, bei 140 km/h vom fünften Gang in den Rückwärtsgang zu schalten. Solch eine Aktion hätte bestimmt katastrophale Folgen. Genauso kann auch ein Mensch nicht innerhalb kürzester Zeit vom Arbeiten-Konsumieren-Modus des Alltags  auf einen geistlichen Modus umschalten.

Anders ausgedrückt: Wer Weihnachten wirklich angemessen feiern will, der muß sich schon während des laufenden Jahres mit dem Inhalt dieses Festes beschäftigen, das heißt er muß sich Zeit für Kontemplation nehmen.

Wie sich für uns das Weihnachtsfest gestaltet, entscheidet sich schon während des laufenden Jahres. Die Frage ist einfach die, was ich liebe: Liebe ich das materialistische Leben oder liebe ich das geistliche Leben bzw. Jesus Christus selbst. Ob ich materialistisch bin, kommt darin zum Ausdruck, wofür ich eigentlich arbeite: Wenn ich meinen Verdienst nur für die Anschaffung von Statussymbolen (teures Haus, Auto, Kleidung, etc.) verwende, mein Wohlleben (teures Essen, Getränke, Urlaube, etc.) damit finanziere und schließlich den Rest für Zukunftsvorsorge (Vermögensbildung, Versicherungen, etc.) ausgebe, dann bin ich ein Materialist bzw. ein Diener des bösen Geistes Mammon. Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden. Wir sehen also, das eigentliche Problem ist nicht das Rund-um-die-Uhr-arbeiten, sondern die Frage wofür ich arbeite.

Es geht hier um eine Sache, die, glaube ich, nicht jedem wirklich klar ist. Es geht darum, daß ich nicht materialistisch und gleichzeitig geistlich bzw. christlich sein kann. Dies ist ein Gesetz, das genauso unumstößlich ist wie ein Naturgesetz (wer das liest, der merke auf!). Dies ist, denke ich, das Kernproblem bei dem heutigen Weihnachtsfest.

Wir sind uns, glaube ich, nicht der geistlichen Dimension des Materialismus bewusst. Es fällt zunächst schwer, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Umgang mit Geld und Gütern überhaupt und dem christlichen Glauben (der Glaube an Jesus).

Im Neuen Testament (ein Teil der Bibel) lesen wir unter anderem von der Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens mit dem Götzendienst. Bevor sich im römischen Reich der christliche Glaube etablieren konnte, beteten die Leute wirklich Götzen wie Jupiter, Saturn, Merkur, Apollo, etc. an. Diese Götzen waren natürlich in Wirklichkeit nichts anderes als Dämonen. Es ist klar, daß jemand nicht gleichzeitig Jesus Christus und den Teufel und seine Dämonen anbeten kann. Was das Erkennen der Verwerflichkeit des Götzendienstes angeht, hatten die alten Christen wirklich einen Vorteil im Vergleich mit uns, denn die Verwerflichkeit des Götzendienstes war sehr leicht einzusehen.

Die Verwerflichkeit des Dienstes des Mammon, des Materialismus, ist nicht so leicht einzusehen und so sind wir Heutigen im Vergleich zu den Alten im Nachteil. Diesen Nachteil können wir ausgleichen durch ein erhöhtes Maß an Kontemplation. Wir müssen uns Zeit nehmen, die Sache zu durchschauen. Natürlich, weder Geld noch Güter sind böse an sich selbst. Geld und Güter werden mir erst dann zum Verhängnis, wenn ich falsch damit umgehe. Ich gehe dann falsch um mit meinem Geld und meinen Gütern, wenn ich neben meinen eigenen Bedürfnissen nicht auch die Bedürfnisse der Kirche und ihrer Glieder und solcher Menschen, die es werden sollen, berücksichtige. Je mehr ich meine Güter nur für mich verwende, desto mehr gewinnen sie Macht über mich bzw. desto mehr gewinnt der böse Geist Mammon Macht über mich. Der Dämon Mammon bringt mich in ein fürchterliches Hamsterrad hinein: arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, arbeiten, essen, schlafen, etc. … ewiger Tod. Nach dem oben genannten Gesetz kann ich nicht Gott und gleichzeitig dem Mammon dienen, weil man überhaupt keinem Götzen und gleichzeitig dem ewigen Gott, der in Christus Mensch geworden ist, dienen kann. Unser Problem an Weihnachten sind also nicht rechteigentlich die Geschenke sondern die Tatsache, daß ein böser Geist, ein materialistischer Geist, von uns Besitz ergriffen hat. Das ist es, was wir einsehen müssen, daß Materialismus Götzendienst ist.

Ganz praktisch deutlich wird die Herrschaft des bösen Geistes über uns darin, daß wir Menschen beschenken, die sowieso schon genug haben. Liebe im Gegensatz dazu bestünde darin, jemand zu beschenken, der in materieller Not ist und zusammen mit diesem Geschenk ggf. auf Christus hinzuweisen, der sich um alle Bedürfnisse eines Menschen, der an ihn glaubt, kümmert. Auch ein Christ kann in materielle Not kommen, wenn er z. B. wegen seines Glaubens in den Bann getan wird, und wer will schon jemand in seiner Firma beschäftigen, der geächtet ist (dieses Problem hatten schon die ersten Christen, die aus den Juden kamen, daß die Juden, die nicht zum Christentum konvertierten, sie in den Bann taten). Wenn man zu Weihnachten Bedürftige einlädt, die noch nicht gläubig sind, dann sollte man sie, wie gesagt, nicht nur beschenken, sondern auch auf Christus hinweisen, der unter anderem auch die tieferen Ursachen der materiellen Not eines Menschen beseitigen kann. Christus vermag Menschen aus der Klasse der materiell Benachteiligten herauszuholen und in die Gemeinschaft der Kirche, des Leibes Christi, einzugliedern, wo es es kein Ansehen der Person gibt. Das eigentliche Problem des Armen, sein Ausgegrenztsein, wird gelöst durch die Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche. In der Kirche geschieht Wiederherstellung der Ausgegrenzten durch die sakrale Gegenwart des Christus. Die Kirche an sich kann schwerlich sehr wohlhabend werden, da sie von der profanen Welt z. B. im Arbeitsleben benachteiligt wird. Die Glieder der Kirche können sich allerdings gegenseitig beistehen und trotz der Benachteiligung durch die Welt doch ein einfaches aber erträgliches Leben führen. Auch ist Christus bei ihnen, der viele materielle Nachteile mehr als aufwiegt. Die Kirche braucht den Materialismus dieser Welt nicht mitzumachen, weil sie in Christus ruht, in Christus Frieden hat, in Christus Gemeinschaft hat. Der Reichtum der Kirche ist Jesus Christus selbst. Im Gegensatz zur Welt, die immer nur mit dem Umwälzen von Materie beschäftigt ist, setzt die Kirche auf Kontemplation, ist „reich“ in Christus.

So mag ich ein materiell unendlich einfaches Weihnachtsfest feiern, aber da es in Christus geschieht, ist es unendlich selig.

Stellen wir uns mal eine Familie vor, wo Eltern und Kinder sich darin einig sind, die Geschenke seien Gaben Christi, wobei die Eltern die Kinder nicht darüber im Unklaren lassen, daß sie die Geschenke unter den Baum legen und nicht das Christkind. Eltern und Kinder sind sich einig darüber, daß die Geschenke letztendlich von Gott bzw. Christus kommen trotz der Tatsache, daß die Eltern die Geschenke besorgen und die Bescherung inszenieren. „Das sieht verdammt nach Glauben aus.“

Wäre das nicht eine richtige christliche Weihnacht?

Nein, wenn der ganze Heilige Abend auf die Geschenke reduziert wäre und die Erkenntnis, jene Geschenke kämen von Christus, dann wäre das noch lange kein richtiges Weihnachtsfest bzw. sogar das Gegenteil davon trotz des christlichen Anstrichs. Eine Weihnachtsfeier, die rein auf die Bescherung eingeengt ist, ist eine Pseudoweihnachtsfeier, selbst wenn alle glauben, Gott oder Christus wäre der Geber der guten Gaben.

Eine rein auf die Geschenke fixierte Weihnacht gibt Zeugnis davon, daß man sich das ganze sonstige Jahr nicht um Christus gekümmert hat, sondern dem Materialismus frönte. Die „Materialschlacht“ des vergangenen Jahres findet ihre Fortsetzung bzw. Krönung in einer Materialschlacht mit christlichem Anstrich am 24. Dezember. Der böse Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat, beherrscht uns auch an Weihnachten, mögen wir noch so stolz darauf zu sein, zu glauben, Christus sei der Geber der guten Gaben, der Weihnachtsgeschenke.

Was wäre eine wahre, christliche, fröhliche Weihnacht?

Nun, dazu müßten wir frei sein von dem bösen Geist, der uns das ganze Jahr beherrscht hat. Interessant ist, daß Christus ja gerade deswegen Mensch wurde (er wurde von der Jungfrau Maria zur Welt gebracht), um uns von der  Herrschaft des Teufels und seiner Dämonen zu befreien, die in uns noch viel anderes Böses bewirken neben dem Materialismus. Es entspricht dem Befund des Neuen Testamentes, daß die finsteren Mächte vollen Zugriff auf den Menschen haben, der nicht an Jesus Christus glaubt.

Warum sollte ich die Geburt eines Menschen feiern, dem ich nichts zu verdanken habe?

Wenn ich Christus nichts zu verdanken habe, warum soll ich dann seine Geburt feiern?

Damit ich von mir aus gerne Weihnachten feiere, das heißt die Geburt Jesu Christi, muß ich erst einmal herausfinden, was ich ihm eigentlich zu verdanken habe.

Natürlich ist das auch an sich selbst interessant, daß Gott Mensch wurde und als das Kind seiner Eltern Joseph und Maria  zur Welt kam. Aber was hat das mit mir zu tun?

(das Folgende schreibe ich unter der Voraussetzung, daß Sie als Kind sakramental getauft wurden, denn in der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Christus)

Natürlich, seine Menschwerdung allein ist es nicht, sondern seine Menschwerdung in Verbindung mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Christus hat uns am Kreuz mit in seinen Tod hineingenommen, uns als solche, auf die der Teufel und seine Dämonen Zugriff haben. Außerdem sind wir mit ihm auferstanden und haben ein neues Leben in ihm. Da Gott Rücksicht nimmt auf unsere freie Persönlichkeit, die von niemand manipuliert werden darf, zwingt er uns dieses Heil nicht auf. Wir als Getaufte haben die Möglichkeit, es jeden Tag neu im Glauben zu ergreifen, daß wir als solche, die dem bösen Geist dienen müssen, gestorben sind und in Christus ein neues Leben haben. In Christus können wir Gutes tun trotz unserer natürlichen Sündhaftigkeit.

Wir sind zwar bei der Taufe mit Christus gestorben, aber offensichtlich hat uns Gott nicht in dem Sinn vernichtet, sonst wären wir ja seit der Taufe nicht mehr da. Wir sind seit der Taufe einerseits ganz neu und andererseits so alt wie vorher. Wir müssen es sozusagen freiwillig gegen uns selbst, unseren sündigen Leib, uns selbst, durchsetzen, daß wir der Sünde abgestorben und in Christus sind durch die Taufe. Hätte Gott bei der Taufe den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wäre dies unsere Vernichtung gewesen, denn die Veranlagung zum Sündigen ist Teil unserer natürlichen Persönlichkeit. Hätte Gott den Kern unserer Persönlichkeit so angetastet, daß wir nur noch Gutes tun könnten, wären wir ja seit der Taufe eine andere Persönlichkeit, was aber die Auslöschung unseres bisherigen Ichs bedeutet hätte, was der Annihilation gleichgekommen wäre. Was ich sagen will, ist Folgendes: Es könnte ja einer dem Irrtum verfallen, er könne seit seiner Taufe nicht mehr sündigen und nur noch Gutes tun, da er ja mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden sei (dieser Irrtum würde ihn in den Wahnsinn treiben, weil er ja im alltäglichen Leben sieht, daß er trotz seiner Taufe doch noch sündigt). Das „Gestorbensein“ muß man, um allem Irrtum vorzubeugen, so verstehen, daß Gott uns durch die Taufe „nur“ für gestorben erklärt (er hat uns als bisherige Persönlichkeit nicht getötet, sondern erklärt uns nur für tot in Bezug auf die Sünde), uns als solche, auf die der Teufel Zugriff hat, die sündigen müssen. Da Gott mich in meiner Eigenschaft als Sünder und Diener des Teufels für tot erklärt hat, muß ich nicht mehr zwanghaft sündigen, sondern kann durch Inanspruchnahme des Taufheils meine Sünde überwinden und die Herrschaft Satans über mich verleugnen. Gott sei Lob, Preis, Ehre und Dank dafür, daß er einen Weg gefunden hat, aus Sündern Heilige zu machen, ohne die mit Sünde verbundene Persönlichkeit der Sünder auszulöschen.

An-Jesus-Christus-glauben bedeutet nichts anderes als die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils. Durch den Glauben an Jesus, der den täglichen Kampf gegen uns selbst bedeutet, haben wir die Vergebung der Sünden. Die tägliche Inanspruchnahme des Taufheils bedeutet nicht anderes, als den Glauben an Jesus zu halten bzw. zu bewahren, und so haben wir jetzt schon die Vergebung der Sünden. Die gleiche Gnade aufgrund derer uns vergeben ist, hilft uns im Kampf gegen die Sünde. Wer die Gnade verleugnet, indem er nicht kämpft, hat auch keine Vergebung auf Grundlage der Gnade.

Ich begann diesen Artikel mit folgender Bemerkung (siehe Textanfang, ganz oben): „Zunächst einmal möchte ich nicht die Behauptung aufstellen, Weihnachten sei zu einem reinen Konsumfest degeneriert – das lasse ich einfach offen.“ Im weiteren Verlauf dieses Artikels entsteht allerdings der Eindruck, ich sei ganz offensichtlich doch der Meinung, Weihnachten sei ein reines Konsumfest. Das Problem ist, ich habe es weiter oben schon angesprochen, daß wir nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können (dies bezeichnete ich weiter oben als Gesetz). Also, ich unterstelle sehr, sehr gerne, daß viele von uns an Weihnachten nicht nur schenken wollen oder beschenkt werden wollen, sondern daß viele von uns auch der Geburt Jesu Christi gedenken wollen, seine Geburt feiern wollen. Was ich meine, ist das: Wenn ich heute einfach irgendwelche Leute in einer Fußgängerzone interviewen würde und würde sie fragen, was ihnen an Weihnachten wichtig wäre, würden sie neben der Bescherung auch den religiösen Aspekt nennen. Keineswegs hätte ich das Recht und die Befugnis, jenen, die ich interviewt habe, zu unterstellen, sie seien alle Heuchler und die Wahrheit wäre, es ginge ihnen doch nur um die Bescherung (Geschenke) und vor laufender Kamera und eingeschaltetem Mikrofon wären sie zu feige, dies zuzugeben; das wäre eine sehr böse Unterstellung (Argwohn). Lieber Leser, ich darf Ihnen versichern, daß ich das auch tatsächlich niemand unterstelle, ich bin ja nicht evangelikal sondern (alt-)kirchlich.

Was nun?

Wir sind uns einfach manchmal nicht über die Tragweite der Dinge im Klaren, die wir tun. Ich meine, es ist sicherlich Vielen nicht klar, wie oben schon gesagt, daß sie nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können, Gott und dem Mammon. Aber wie gesagt, daß ist ein Gesetz auf der Grundlage des Befundes der Bibel, das heißt es ist ein göttliches Gesetz, unumstossbar.

Was folgt daraus?

Ich muß also einem Menschen, der mir sagt, der religiöse Aspekt sei für ihn sehr wichtig, wenn er Weihnachten feiert, sagen, daß er sich gröblich täuscht, wenn er meint, er feiere wirklich das gute, alte Weihnachtsfest der alten, christlichen Kirche. Nein, ich muß ihm sagen, auch wenn ihm das sehr, sehr weh tut, auch wenn er das gar nicht gerne hört, daß sein Weihnachtsfest in Wirklichkeit ein Pseudoweihnachtsfest bzw. ein Antiweihnachtsfest ist. Für Gott zählt nunmal der ganzjährige Materialismus, über den man nicht Buße getan hat und auch nicht Buße tun will. Dieser Materialismus wiegt alles positive Religiöse auf und führt zu einem Negativ-Saldo (Konto im Minus).

Das Pseudoweihnachtsfest bzw. das Antiweihnachtsfest kommt sogar in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes vor:

Offenbarung 11, 10 Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen über sie und wohlleben und Geschenke untereinander senden; denn diese zwei Propheten quälten die auf Erden wohnten.

Die „zwei Propheten“ sind die judenchristliche Kirche und die heidenchristliche Kirche. Die „zwei Propheten“ sind also in Wirklichkeit ein Prophet, die Kirche.  „Die auf Erden wohnen“ ist die profane Menschheit, die Welt. Die Kirche war der profanen Welt schon immer ein Dorn im Auge (mit „profane Welt“ meine ich die Masse aller Menschen, die niemals zum Christentum konvertierten), denn die Kirche machte der Welt ihre Unvollkommenheit in sittlich-moralischer Hinsicht bewußt. Heute haben wir leider den Zustand, daß die „zwei Propheten“ tot sind, das heißt die Kirche besteht nur noch aus Gliedern, die geistlich tot sind, sodaß auch die Kirche als Ganzes tot ist. Die Glieder der heutigen Kirche sind geistliche Leichname, denen man z. B. auf der Arbeit oder beim Einkaufen begegnet – geistliche Leichname in der Öffentlichkeit, nicht im Leichenhaus, denn biologisch leben sie ja noch. Das Entscheidende: Die weltweite Pseudoreligion, die heute alle traditionellen Religionen überlagert, ist die sogenannte Aufklärung, die trotz ihrer hehren Glaubenssätze nichts anderes bewirkt hat, als daß die Menschheit in den totalen Materialismus verfallen ist. Auch die Kirchen lehren heute letztendlich die Aufklärung und nicht das Christentum auf Grundlage des Befundes der Bibel. Die Kirchen haben sich völlig an die Welt angepasst und deren Pseudoreligion, die Aufklärung, übernommen. Über diesen geistlichen Tod der Kirche freut sich die Welt („Geschenke untereinander senden“).

Natürlich, nur sehr wenige Menschen werden heute an Weihnachten ganz bewußt den geistlichen Ruin der Kirche feiern, aber dennoch tun es alle zumindest unbewußt. Sie tun es, indem sie einfach an Weihnachten den Materialismus des ganzen Jahres fortsetzen, verpasst mit einem religiösen Anstrich (das Weihnachtsfest als Krönung des ganzjährigen Materialismus). Jene also, die vermeintlich auch die Geburt Christi feiern, feiern in Wirklichkeit den Tod seines Leibes, der Kirche, das heißt, wenn man es allein auf die irdische Welt begrenzt, seinen Tod. Mit seiner Kirche ist Christus quasi noch einmal gestorben (natürlich ist der himmlische Jesus Christus, der Auferstandene, nicht noch einmal gestorben, sondern sitzt weiterhin zur Rechten Gottes, von wo er kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten; deswegen sagte ich: „auf die irdische Welt begrenzt“; aber für alle, die auf Erden wohnen, ist er quasi noch einmal gestorben).

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36891/umfrage/grund-fuer-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/190221/umfrage/bedeutung-von-weihnachten/

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/642773/umfrage/weihnachten-feiern-in-Deutschland/

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Die christliche Kirche

Weiter oben schrieb ich Folgendes: „Halte ich mich im Gegensatz dazu bei den materiellen Dingen ein Stück weit zurück und verwende mein Geld auch dafür, die christliche Kirche (die EKD und die römisch-katholische Kirche gehören nicht mehr zur christlichen Kirche) und deren bedürftige Glieder zu unterstützen (natürlich kann man auch Bedürftige außerhalb der Kirche im Hinblick auf eine zukünftige Teilhabe an der Gemeinschaft der Kirche unterstützen), dann zeugt das von meiner Liebe zu Christus, falls ich diese Dinge nicht tue, um von den Menschen gesehen zu werden.“

Hieraus ergibt sich eine sachliche Nötigung, denn wenn weder die EKD noch die römisch-katholische Kirche zur christlichen Kirche gehören: „Wer oder was ist dann die christliche Kirche???“

Der Abfall vom christlichen Glauben hat in Deutschland ein derartiges Ausmaß erreicht, daß man sagen muß, die christliche Kirche in Deutschland ist komplett untergegangen, es bedarf eines Neuanfangs. (die sakramentale Kindertaufe eines Einzelnen auf den Namen des dreieinigen Gottes (ein Gott in drei Personen) bleibt jedoch gültig, auch wenn der Einzelne vom Glauben abgefallen ist; tut ein Einzelner Buße, ist keine Wiedertaufe erforderlich, sondern er kann sich einfach wieder auf seine Kindertaufe beziehen und aus deren Kraft wieder als Christ leben)

(eine Taufe auf einen einpersonalen Gott in drei Erscheinungsformen, Modalismus, ist nicht gültig; der christliche Gott ist nicht ein einpersonaler Gott in drei Erscheinungsformen sondern ein Gott in drei Personen)

Jesus hat einmal gesagt (Matthäus 18, 20): „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Das heißt nichts anderes, als daß schon zwei gläubige, sakramental getaufte Menschen eine Kirche gründen können bzw. eine kleine Kirche sind, wenn sie sich im Namen Jesu treffen.

Lieber Leser, falls Sie fromm sind, können Sie also, sobald Sie einen christlichen Bruder gefunden haben, christlich aktiv werden. Sie und Ihr Bruder können den gleichen christlichen Aktivitäten nachgehen wie eine Kirche mit 1000 Gliedern, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, die zwei Personen mit einem bestimmten Einkommen und einem bestimmten Besitz und Vermögen haben. Sie mögen zu zweit nicht in der Lage sein, einen großen Saal zu mieten, um dort eine Weihnachtsfeier für Bedürftige abzuhalten, aber Sie können ja „einfach“ (es ist natürlich nicht alles so einfach) Leute in Ihr Wohnzimmer einladen. Die Kosten für Essen, Getränke, Geschenke, Dekoration, Bücher, etc. könnt Ihr dann gemeinsam tragen. Eine Zwei-Mann-Gemeinde kann genauso evangelisieren wie eine 1000-Mann-Gemeinde, nur natürlich im kleineren Maßstab. Aber auch eine kleine Aktion kostet schon etwas, denn man muß ggf. Bücher kaufen, einen Büchertisch, Schriften drucken lassen; es entstehen Fahrtkosten, Transportkosten, etc. Weiter wird man ja auch Interessierte einladen wollen, wodurch weitere Kosten entstehen. Ein Bedürftiger, der gläubig geworden ist durch die Evangelisation, mag materielle Hilfe benötigen, was erhebliche Kosten verursachen kann.

Natürlich will Gott, daß alle Menschen die frohe Botschaft hören, nicht nur die Bedürftigen. Allerdings sieht Gott die Person nicht an. Ein Mensch, der aus materiell einfachen Verhältnissen kommt, soll in der Gemeinde nicht weniger gelten als einer, der aus wohlhabenden Verhältnissen kommt. Weil der natürliche Mensch (die profane Welt) immer dazu neigt, die Reichen, Schönen, Starken, Erfolgreichen, Mächtigen, Geehrten, Klugen, etc. zu bevorzugen und die Benachteiligten zu vernachlässigen bzw. sogar in ihrer Not krepieren zu lassen, soll die Kirche ein Zeichen setzen und ganz bewußt besonders auf die Benachteiligten zugehen. Allerdings muß man sich vor dem Irrtum hüten, zu glauben, jemand müsse erst sozial komplett ruiniert sein, bevor er gläubig werden könne; diese Denke käme dem Wahnsinn gleich.

Warnung: Die Evangelikalen mit ihrer schändlichen Wiedertaufe (intern betrachten die Evangelikalen die illegale Wiedertaufe natürlich als eine legale Taufe und nennen sie auch so; davon sollte man sich nicht in die Irre führen lassen) gehören nicht zur christlichen Kirche.

Die Jungfrauengeburt

Ich sage in dem obigen Text einerseits, Jesus sei das Kind einer Jungfrau gewesen, andererseits sage ich, er sei das Kind der Eltern Joseph und Maria gewesen. Wie reimt sich das zusammen? Nun, gemäß des Befundes der Bibel war Maria tatsächlich Jungfrau, als sie Jesus zur Welt brachte – Joseph hatte ihr noch nicht beigewohnt. Gott hat sozusagen den Leib Jesu durch ein Wunder im Leib der Maria aus dem Nichts geschaffen – es war weder Same noch Eizelle beteiligt. Die Elternschaft des Kindes, daß nur scheinbar von Maria und Joseph abgestammt hätte, hat Gott dann sozusagen per Edikt verfügt. Gott schuf ja den Adam aus einem Erdklumpen, also konnte er auch irgendeinen anderen Menschen schaffen, der einem bestimmten Stamm zugeordnet ist (Jesus hat er dem Stamm Davids zugeordnet; übrigens geht das Edikt Gottes so weit, daß Jesus wirklich als biologischer Nachkomme Davids gerechnet wird, obwohl, wie gesagt, weder Eizelle noch Same bei seiner Zeugung beteiligt waren).

Lukas 3, 23 Und Jesus war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Eli’s, …

Römerbrief 1, 3 das Evangelium von seinem Sohn, der nach dem Fleisch aus dem Samen Davids stammt,

Das Problem der Sünde

Weiter oben schrieb ich, wir seien durch die Taufe mitgestorben und mitauferstanden und könnten durch dieses Taufheil unsere natürliche Sündhaftigkeit überwinden. Natürlich gilt das nicht in einem mathematischen Sinne bzw. in dem Sinn, daß wir nach der Taufe oder wenn wir uns auf unsere Kindertaufe beziehen, sofort sündlos wären, nicht mehr sündigen würden. Wenn wir durch Sündigen von der Taufe „weggeschwommen“ sind, können wir durch Umkehr von der Sünde jederzeit wieder zurückschwimmen und werden durch Gottes Vergebung neu in seine Gemeinschaft aufgenommen. Bei hartnäckigen Sünden empfiehlt sich die Beichte bei einem christliche Bruder, der auch selber gerne seine Sünden beichtet.

Weiter gilt:

Römerbrief 13, 13-14 13 Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; 14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt. (als Christ sollte man also maßvoll essen und trinken, das heißt fasten, um nicht die Begierden des Leibes aufzuwecken; R. B.).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beweis allein aus dem Alten Testament (Tanach), dass Jesus von Nazareth der Messias der Juden ist

(von Dr. Martin Luther; aus seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“, zweite erweiterte Auflage 1543 a. D.)

Zunächst nehmen wir uns den Spruch 1. Mose 49, 10 vor: „Es wird das Zepter von Juda nicht weggenommen, bis der Schilo kommt. Ihm werden die Völker folgen.“

Diesen Spruch des heiligen Patriarchen Jakob, den er am Ende seines Lebens äußerte, haben die neuen, fremden Juden (die verkehrten Juden zur Zeit Luthers im Gegensatz zu den frommen, alten Juden wie z. B. Patriarch Jakob, Jeremia, Jesaja, Daniel, Esra, Nehemia, u.v.a.m.; R. B.) bisher wider besseres Wissen vielfältig misshandelt und gequält, denn sie wissen genau, dass ihr Deuteln und Verdrehen nichts als eine berechnende Schandtat ist. Und das erinnert mich an ihre Glossen (falsche Bibelauslegungen; R. B.), wie an ein böses, halsstarriges Weib, das seinem Mann widerspricht und das letzte Wort haben will, auch wenn sie weiß, dass sie Unrecht hat. So meinen die verblendeten Leute auch, es sei ausreichend, wenn sie gegen den Text und sachgemäßen Verstand anbellen und schwatzen; sie fragen nichts danach, daß sie mutwillig lügen. Und beachte genau, dass sie es lieber hätten, der Spruch wäre nie geschrieben worden, ehe sie seine wahre Bedeutung gelten lassen. Er bereitet ihnen empfindlichste Schmerzen und doch können sie nicht an ihm vorbei.

Denn die alten, echten Juden haben noch das Verständnis gehabt, das wir Christen auch  haben, nämlich dass im Stamm Juda die Regierung oder das Zepter bleiben soll, bis der Messias kommt; dem sollen dann die Völker folgen und sich ihm anschließen. Das bedeutet, das Zepter soll nicht allein im Stamm Juda sein, sondern, wie es die Propheten später erklären, zur Zeit des Messias zu allen Völkern auf der Erde gelangen.

Bis dieser käme, solle das Zepter in dem kleinen Ländchen Juda bleiben. Dies entspringt, so sage ich, der Urteilskraft der Propheten und der alten Juden. Das können sie nicht leugnen, denn auch ihre chaldäische Bibel, welcher sie nichts entgegnen können, ebenso wenig wie der hebräischen selbst, zeigt ganz klar, dass es auf Deutsch folgendermaßen lautet:

„Weder soll der Sultan vom Hause Juda, noch der Saphra (Schriftgelehrter; R. B.) von seinen Nachkommen dauerhaft entfernt werden, bis der Messias kommt und bis dessen Reich errichtet ist und die Völker ihm gehorchen werden.“ Das ist der chaldäische Text, so genau ins Deutsche übersetzt, dass es mir weder Jude noch Teufel widerlegen kann.

Da nun Mose auf Hebräisch „Schebat“ sagt, wir aber auf Deutsch „Zepter“ – „Schebat“ übersetzt der chaldäische Dolmetscher mit „Sultan“ – wollen wir dieses Wort erklären. Das hebräische Schebat bedeutet „Virga“. Es meint hier eigentlich keine Rute, denn darunter versteht der deutsche Mann Birkenreißer, mit denen man Kinder züchtigt. Es meint auch nicht den Stock, mit dem Kranke und Alte gehen, sondern einen aufrechten Stab, den ein Richter in der Hand hält, wenn er zu Gericht sitzt. Der ist im Laufe der Zeit, in der die Welt prachtvoller wurde, silbern und golden geworden und  heißt nun Zepter. Das ist ein königlicher Stab. „Sceptron“ ist das nun eingedeutschte griechische Wort dafür, denn auch Homer beschreibt in „der Illias“, dass sein König Achill ein hölzernes Zepter hatte, welches mit silbernen Nägelchen geschmückt war. Daran erkennt man genau, was ein Zepter gewesen ist und warum es zuletzt ganz silbern und golden wurde. Fazit: Es ist der Stab, ob silbern, hölzern oder golden, den der König oder sein Stellvertreter trägt. Das ist nichts anderes als ein Symbol einer Herrschaft oder eines Königreichs. Daran zweifelt niemand.

Um dieses nun auszudrücken, benutzt der chaldäische Dolmetscher nicht das Schebat, Stab oder Zepter, sondern setzt dafür die Person ein, die diesen Stab trägt, und meint: Sultan ist ein Fürst, Herr oder König, der nicht aus dem Haus Juda stammt, Das heißt, es soll ein Sultan im Haus Juda sein, bis der Messias kommt. Denn „Sultan“ ist auch hebräisch und inzwischen ist es wohlbekannt (da wir Christen uns länger als 600 Jahre mit dem ägyptischen Sultan bekriegt, aber trotzdem wenig gewonnen haben), dass die Sarazenen (muslimische Araber; R. B.) ihren König oder Fürsten „Sultan“ nennen. Das bedeutet Herr, Herrscher oder Oberherr. Daher kommt auch das hebräische Wort „Schild“, welches aus dem  hebräisches stammend ganz reines Deutsch geworden ist, als ob man ausdrücken will, ein Fürst oder Herr solle Schild, Schutz und Schirm für seine Untertanen sein. Erst dann wäre er ein rechter Sultan oder Herr usw. Etliche wollen auch den „Schultheiß“ davon ableiten. Das lasse ich gelten und durchgehen.

Saphra ist das, was sonst im Hebräischen „Sopher“ heißt, denn Chaldäisch und Hebräisch sind nicht sehr unterschiedlich und im Grund ein und dasselbe, so wie Sachsen und Schwaben Deutsch sprechen, wobei es trotzdem große Unterschiede gibt. Aber Sopher haben wir allgemein als Kanzleileiter eingedeutscht. Saphra deuten nun allesamt, auch Burgos (ein christlicher Gelehrter; R. B.), als „Scriba“, also Schreiber. Solche nennt das Evangelium „Schriftgelehrte“. Das sind gute Schreiber, die gegen Lohn, aber nicht eigenmächtig schreiben. Es sind die weisen, großen Regenten, Doktoren, Magister, die das Recht lehren, unterweisen und während der Regierungszeit aufrechterhalten. Das beinhaltet wohl auch die Kanzlei, das Parlament, die Hofräte und alle, die durch Weisheit und Recht beim Regieren helfen. Das will auch Mose mit dem Wort „Mehokek“ ausdrücken, welches diejenigen bezeichnet, die Gebote und Verfügungen lehren, aufstellen und damit rechtsprechen; so wie die Schreiber und Schriftgelehrten bei den Sarazenen zum Sultan gehören, also seine Doktoren, Meister und Gelehrten, die den Koran als Recht seines Landes lehren, deuten und bewahren. Im Papsttum stellen die Schreiber oder Saphras des Papstesels die Kanonisten oder Eselisten dar, die seine Verfügungen und sein Recht lehren und bewahren. Im Kaisertum stellen die Saphra oder Schriftgelehrten die Jura-Doktoren und weltliche Juristen des Kaisers dar, die das kaiserliche Recht lehren, Rat geben und bewahren.

Und so hatte Juda auch Schreiber, das heißt Schriftgelehrte, die das Gesetz Moses, welches ihr Landesrecht war, lehrten und bewahrten. Darum haben wir Mehokek als Meister eingedeutscht, das heißt Doktor oder Lehrer, usw. Und das will das Wörtchen auch bedeuten. Mehokek, das heißt also, der Meister soll nicht von seinen Füßen entfernt werden. Das bedeutet Lehrer und Zuhörer, die ihm zu Füßen sitzen, sollen gemeinsam in einer legalen Regierung verbleiben. Denn jedes Land muss beides haben, wenn es bestehen will: Nämlich eine Macht und ein Recht. Jedes Land muss, so sagt man, einen Herrn, ein Haupt und einen Regenten haben. Also muss es auch ein Recht haben, an welches sich sich der Regent hält. Das ist der „Stab und Mehokek“ oder „Sultan und Saphra“. Dies zeigt auch Salomo: Nachdem er den Stab, das heißt das Königreich, bekommen hatte, bat er um nichts, als um Weisheit, damit er das Volk gerecht regieren könne (1. Kön. 3). Denn wo ausschließlich Macht ohne Recht herrscht, da tut und lässt der Sultan was er will und macht nicht was er soll. Da existiert keine Herrschaft, sondern Tyrannei, wie bei Nero, Caligula, Dionysus, Heinz und dergleichen. Dann besteht sie nicht auf Dauer. Und wenn Recht ohne Macht ist, macht der wilde Pöbel auch was er will und es bleibt keine Regierung im Amt. Darum muss beides da sein: Recht und Macht, Sultan und Saphra, dass einer dem anderen helfe.

Daher bezeichnen sie, falls sie vom Stamm Juda aus Jerusalem stammen sollten, den Saphra als Hohen Rat, welchen sie Sanhedrin nennen. Herodes, ein Fremdling, ein Edomiter, schaffte alle diese gänzlich ab und wurde so beides, also „Sultan und Saphra“, „Stab und Mehokek“ im Hause Juda, „Herr und Schriftgelehrter“. Mit Herodes begann die Erfüllung des Spruchs des Patriarchen, dass Juda weder Herrschaft noch Saphra mehr besitzen sollte. Da wurde es Zeit, dass der Messias kam und sein Reich einnahm auf dem Thron Davids bis in alle Ewigkeit, wie Jesaja weissagt (Jes 9, 5-6). Darum lasst uns nun den Spruch des Patriarchen ansehen (1. Mose 49, 8-12):

„Juda, du bist’s; dich werden deine Brüder loben.“ usw.

Dieses, so denke ich, bedarf keiner weiteren Erklärung, denn es ist klar genug, dass der Stamm Juda vor allen seinen anderen Brüdern geehrt werden und den Vorzug haben soll. Weiter:

„Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Hals liegen;“ usw.

Hier wird ja auch deutlich genug, dass der berühmte, vornehme Stamm Juda Feinde und Widerstand erleiden muss. Aber er soll Glück haben und siegen. Weiter:

„Vor dir sollen sich deine Brüder verneigen und beugen“  usw.

Es ist auch klar, dass hier nicht vom babylonischen Exil, sondern von der Herrschaft über seine Brüder gesprochen wird, von dem was alles in König David erfüllt ist. Aber derselbe Stamm Juda ist nicht allein durch David Herr über seine Brüder geworden, sondern er hat auch um sich geschlagen wie ein Löwe und andere Völker unter sich gezwungen, wie Philister, Syrer, Moabiter, Ammoniter und Edomiter. Dies preist er mit diesen herrlichen Worten an:

„Juda ist ein junger Löwe. Du bist aufgestiegen, mein Sohn, durch Raub. Er ist  niedergekniet und hat sich hingelegt wie ein Löwe und eine Löwin. Wer will sich gegen ihn auflehnen?“

Das heißt, er hat sich niedergelassen und ein Königreich errrichtet, das niemand verhindern konnte, obwohl es doch die Völker außen herum sehr oft und energisch versucht haben.

Nun denn, bisher hat der Patriarch das Königreich, den Sultan, den Stab und den Saphra im Stamm Juda errichtet, gesetzt und bestätigt. Dadurch sitzt der Sultan in der Regierung Judas. Was soll nun werden? Gott sagt, das soll werden: Die Herrschaft soll bleiben, bis der Messias kommt. Das heißt, es werden sich ihm viele widersetzen, um das Königreich zu stürzen und zu vernichten, auf dass es von der Erde verschwinden möge. Und wie es die Geschichten der Könige und Propheten reichlich bezeugen, haben es alle Heiden immer wieder heftig versucht und Gott selbst sagt: Juda muss Feinde haben. Denn der Neidhammel gibt dort keine Ruhe, wo ein Reich oder Fürstentum aufsteigt, bis es zugrunde gerichtet wurde. Das zeigen alle Geschichten und Beispiele.

Aber in diesem Fall spricht der Heilige Geist: Dies Königreich aus dem Stamm Juda gehört mir, das soll mir niemand wegnehmen, wie böse und mächtig er auch sei und wenn es die Höllenpförtner selbst wären. Es muss also heißen „non auferetur„. Ihr Teufel und Heiden sagt stattdessen: „Auferetur“ (wir wollen damit aufräumen, wir wollen es vertilgen, wir wollen es zum Schweigen bringen), wie Psalm 74 deutlich klagt. Aber von mir aus soll es unangetastet und unverwüstet bleiben. Es sollen sich weder der Schebat oder Sultan vom Haus Juda, noch der Saphra von seinen Nachkommen entfernen, bis der Schilo oder Messias kommt, auch wenn ihr dabei durchdrehen würdet.

Und wenn jener kommt, so soll es noch ganz anders und weitaus herrlicher werden. Denn da ihr den Stamm Juda nicht in einem kleinen Fleckchen Erde ertragen wolltet, will ich aus ihm zuerst einen richtig großen Löwen machen, der in aller Welt Sultan und Saphra werden soll. Ich will also erreichen, dass er weder ein Schwert zücken, noch einige Tropfen Blut vergießen muss, sondern die Völker sollen ihm selbst gern und ohne Zwang untertänig und gehorsam sein. Das soll sein Königreich sein, denn ihm gehören doch das Reich und alles.

Akzeptiere diese Auslegung und diese Gedanken und wende dich damit dem hebräischen und chaldäischen Text zu. Welche Bedeutung hat es, wenn dir dein Herz samt den Buchtstaben nicht sagen wird: Beim lieben Gott, das ist die Wahrheit, das ist die Meinung des Patriarchen? Danach schaue in die Geschichte und prüfe, ob es nicht genauso ergangen und geschehen ist und noch geschieht. So wirst du abermals sagen müssen: Es ist wahrhaftig so! Denn es ist nicht zu leugnen, dass der Sultan  und Saphra beim Stamm Juda geblieben sind bis in die Zeit des Herodes, obwohl sie zuweilen schwach waren, und trotz großer Feinde erhalten blieben. Aber während und nach der Zeit des Herodes sind sie doch zugrunde gegangen, war alles aus und vorbei, so dass auch von Jerusalem, wo der Thron des Stammes Juda stand, und dem Land Kanaan nichts mehr geblieben ist. So hat sich der Spruch erfüllt, dass der Sultan gehen und der Messias kommen werde.

Mir fehlt jetzt die Zeit, um aufzuzeigen, was für eine ergiebige Quelle dieser Spruch ist und wie viel die Propheten daraus über den Fall der Juden und der Berufung der Heiden gelernt haben, von dem diese neuen Juden und Bastarde gar nichts wissen.

Wir erkennen klar und deutlich aus diesem Spruch, dass der Messias zur Zeit des Herodes gekommen sein muss. Oder wir müssten behaupten, dass Gott seine Verheißung nicht gehalten und somit gelogen hätte. Das soll aber niemand tun, außer dem unheilvollen Teufel und seinen Dienern, den falschen Bastarden und fremden Juden. Die tun das sowieso ohne Unterlass. Gott muss für sie ein Lügner sein. Sie wollen Recht haben, dass der Messias noch nicht gekommen sei, weil doch Gott mit knappen Worten sagt, dass der Messias kommen solle, noch ehe Juda seine Macht verloren haben, was inzwischen seit 1500 Jahren so ist. Wie klar sind dagegen die Worte Gottes, dazu das offenbarte Werk und die Erfüllung dieser Worte?

Was könntest du mit einem verstockten Juden hierüber viel streiten? Es ist eben, als wolltest du einen schwachsinnigen Menschen davon überzeugen, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat und du ihm sogar Himmel und Erde mit Fingern zeigst, er aber trotzdem schwätzt, dass das weder Himmel noch Erde wären, wovon 1. Mose 1, 1 handelt, oder dass es nicht „Himmel und Erde“, sondern anders hieße usw. Denn dieser Spruch, dass Juda seine Macht verlieren soll usw., ist ja genauso klar und deutlich, wie jener, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat. So dass man ausreichend versteht, dass die Juden weder sich bloss irren, noch verführt sind, sondern boshaft und absichtlich wider besseres Wissen die anerkannte Wahrheit leugnen und darüber lästern. Einen solchen Menschen soll niemand aufwerten, indem er auch nur ein einziges Wort mit ihm spricht, auch wenn es von Markolf wäre, geschweige denn über solche hohen, göttlichen Worte und Werke.

(Luther schreibt weiter:)

Wir wollen uns einem anderen Spruch zuwenden, den die Juden weder in der Weise wie 1. Mose 49, 10 entstellt haben noch entstellen können. Mit seinen letzten Worten spricht David, 2. Samuel 23, 1-7:

1Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David der Sohn Isais, es sprach der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, lieblich mit Psalmen Israels. 2Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und seine Rede ist auf meiner Zunge. 3Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Hort Israels hat geredet: Ein Gerechter herrscht unter den Menschen, er herrscht mit der Furcht Gottes 4und ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wächst. 5Denn ist mein Haus nicht (Hervorhebung durch R. B.) also bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, der in allem wohl geordnet und gehalten wird. All mein Heil und all mein Begehren, das wird er wachsen lassen. 6Aber die heillosen Leute sind allesamt wie die ausgeworfenen Disteln, die man nicht mit Händen fassen kann; 7sondern wer sie angreifen soll, muß Eisen und Spießstange in der Hand haben; sie werden mit Feuer verbrannt an ihrem Ort.

„Der Geist des Herrn hat durch mich gesprochen und sein Wort habt ihr durch meinen Mund erfahren („seine Rede ist auf meiner Zunge“; R. B.). Der Gott Israels hat zu mir gesprochen, der Gewaltige in Israel“ usw. Und etwas später: „Was ist mein Haus bei Gott? (oder sachlich und genau aus dem Hebräischen wiedergegeben: Mein Haus ist ja also nichts)“ usw. Das heißt: „Mein Haus ist ja nicht wert vor Gott. Es ist zu viel des Guten, dass Gott mit mir armen Mann so viel anstellt, denn er hat mit mir einen ewigen Bund geschlossen, der überall errichtet und erhalten werden soll.“

Merke dir diese Worte, die zeigen, dass David mit so vielen und wie es scheint überflüssigen Worten bewundert, dass der Geist Gottes durch in spricht und Gottes Wort durch seinen Mund erfahren wurde („seine Rede ist auf meiner Zunge“; R. B.).

Desgleichen: „Der Gott Israels hat mir gesagt („der Gott Israels hat zu mir gesprochen“; R. B.); der Gewaltige in Israel („der Hort Israels hat geredet“; R. B.)“ etc. Als wolle er sagen: „Hört doch lieber zu (nicht ich, David, spreche sondern Gott, also hört doch lieber zu; R. B.). Höre, wer hören kann. Hier spricht Gott (nicht David; R. B.). Hört doch! etc.

Was ist es denn, dass du uns zu hören aufträgst? Was redet denn Gott durch dich? Was will er dir sagen? Was sollen wir hören?

Das sollt ihr hören: „Dass Gott mir mir und meinem Haus einen ewigen, festen, gewissen Bund gemacht hat“, dessen mein Haus nicht wert ist. Ja, verglichen mit Gott ist es nichts, dennoch hat er es getan. Was also ist so ein ewiger Bund? Ei, mach die Ohren auf und höre: „Mein Haus und Gott haben sich verschworen und für immer verbunden. Das ist ein Bund, eine Verheißung, die ewig ist und ewig bleiben muss. Denn es ist Gottes Bund und Verheißung, die niemand brechen kann, noch verhindern soll oder kann. Mein Haus soll für immer sicher und in allem wohlgeordnet sein, wie das Wort „Arukh“ sagt, und nichts soll auch nur im Geringsten unvollkommen sein.“ Hast du das gehört? Glaubst du denn auch, dass Gott wahrhaftig ist? Ja, ohne Zweifel. Meinst du aber auch, er könne und wolle sein Wort halten?

Nun denn, wenn Gott nun wahrhaftig und allmächtig ist und durch David diese Worte gesprochen hat, was kein Jude zu leugnen wagt, so muß David’s Haus oder Regierung, was das gleiche bedeutet, seit der Zeit, als er dieses sprach, bestanden haben und für immer und ewig bestehen oder Gott müsste ein Lügner sein.

Zusammenfassend: Entweder gibt es David’s Haus oder Erben, der seit der Zeit Davids bis heute und ewig regiert, oder David ist am Ende als ungeheuerlicher Lügner gestorben, als der diese Worte mit viel unnützem Gewäsch, wie es scheint, daher sagte: „Gott redet; Gott spricht; Gott verheißt.“ Denn es hilft nichts, wenn wir zusammen mit den Juden Gott Lügen strafen wollten, als hätte er diese teuren Worte und Verheißungen nicht eingehalten. Wir müssen, so sage ich, einen Erben Davids seit seiner Zeit haben, so dass sein Haus nie verwaist gewesen ist, wo auch immer er gewesen sei. Denn sein Haus muss bestanden haben und immerfort bestehen. Dafür steht Gottes Wort. Es soll ein ewiger, fester, gewisser Bund sein, von dem nichts weggenommen werden darf, sondern alles soll „Arukh“ sein, auf das allerfeinste geordnet, wie Gott alle seine Dinge ordnet. Psalm 111: „Alle seine Werke sind fein und herrlich.“

Nun lass die Juden einen solchen Erben Davids vorweisen, denn sie müssen ihn vorweisen. Da steht es, dass David’s Haus ewig währt, dass es niemand zerstören noch behindern soll, sondern wie die Sonne morgens hervorbricht, was keine Wolke verwehren noch verhindern kann, wie es ebenfalls geschrieben steht. Weisen sie aber weder einen Erben Davids noch sein Haus vor, so hat sie dieser Spruch in Grund und Boden verdammt, so dass sie ohne Gott, ohne David, ohne Messias und ohne alles mit Sicherheit verlorene und für immer verdammte Leute sind.

Natürlich können sie nicht leugnen, dass Davids Königreich oder Haus immer weiter bestanden hätte bis zum babylonischen Exil, ja sogar darüber hinaus und danach bis in die Zeit Herodes‘. Bestanden hat es, so sage ich, weder aus eigener Kraft noch Verdienst, sondern es wird kraft dieses ewigen Bundes mit David’s Haus aufrechterhalten. Denn sie hatten mehrfach böse Könige und Regenten, die Götzen anhingen, Propheten töteten und schändich lebten, wie Rehabeam, Joram, Joas, Ahas, Manasse, etc., die es schlimmer trieben als alle Heiden oder Könige Israels, wodurch sie es öfters verdient hätten, dass beide – David’s Haus und Stamm – ausgerottet worden wären, wie es dem Königreich Israel schließlich widerfuhr. Aber dieser mit David errichtete Bund blieb stabil, wie die Bücher der Könige und Propheten loben, da Gott dem Haus Davids eine Leuchte oder ein Licht bewahrte und nicht verlöschen lassen wollte, wie es hier steht, 2. Könige 8, 19: „Der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, dem er gesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte unter seinen Kindern für immer geben werde.“ Ebenso 2. Samuel 7, 12.

Dagegen muss man sich das Königreich Israel ansehen, welches noch nie bei einem Stamm oder Haus bis in die dritte Generation blieb. Nur Jehu brachte es wegen einer besonderen Verheißung bis in die vierte Generation in seinem Haus. Ansonsten ging es immer von einem Stamm auf den nächsten über, dazu nicht einmal lange, bis es ganz und gar erlosch. Aber das Königreich Juda blieb die ganze Zeit beim Stamm Juda und beim Haus David wegen Gottes großer Wunderwerke. Denn es gab so große Aufstände aller Heiden ringsumher gegen Juda, von Israel selbst und eigene, innere Unruhen wegen großer Abgöttereien und Sünden, dass es kein Wunder gewesen wäre, wenn es doch in der dritten Generation unter Rehabeam oder unter Joram, Ahas oder Manasse untergegangen wäre. Aber es hatte einen starken Rückhalt, der es weder untergehen noch sein Licht verlöschen ließ. Ihm war zugesagt worden, dass es für immer stabil und sicher bleiben sollte. Also besteht es auch und wird ewig bestehen, denn Gott lügt nicht und kann nicht lügen.

Dass aber die Juden vom babylonischen Exil jammern, als sei das Haus David genau dort untergegangen, stimmt nicht, wie wir oben gesagt haben. Denn es war nur eine kleine auf 70 Jahre festgelegte Strafe, bei der Gott sein Wort verpfändete und sie durch treffliche Propheten erhielt. Auch Jojachin war in Babylon über alle Könige erhaben. Daniel und seine Genossen regierten nicht allein über Juda und Israel sondern auch über das Kaiserreich Babylon. Und obwohl sie für kurze Zeit nicht in Jerusalem vor Ort weilten, regierten sie doch an einem anderen Ort viel herrlicher als in Jerusalem, sodass man sagen kann, das Haus David sei in Babylon nicht nur nicht erloschen, sondern habe herrlicher geleuchtet als in Jerusalem.

Sie mussten zur Strafe nur für eine gewisse Zeit ihren Heimatort aufgeben. Denn selbst wenn ein König außer Landes ist, kann man ihn nicht einen entmachteten König nennen, nur weil er nicht daheim ist. Besonders wenn er einen großen, glücklichen Sieg errungen hat gegen viele Völker, was bedeutet, dass er im Ausland herrlicher leuchtet als daheim.

Da Gott nun seinen Bund die ganze Zeit seit David bis Herodes gehalten hat, da sein Haus nicht erloschen ist, so muss er ihn weiterhin aufrechterhalten haben und für immer halten, so dass David’s Haus weder erloschen ist noch jemals erlöschen kann. Denn wir dürfen unseren Herrn, Gott, nicht in der Weise beschimpfen, er habe halb wahr und halb unwahr gesprochen, wenn er die ganze Zeit seit David bis zu Herodes das Haus David in seinem Bund treu und wahrhaftig erhalten habe, dann aber nach Herodes‘ Zeit mit Lügen begonnen hätte, treulos geworden wäre und seinen ewigen Bund aufgekündigt und beendet hätte. Stattdessen hat das Haus David, so wie es bestanden und geleuchtet hat bis in Herodes‘ Zeit, auch während Herodes‘ Zeit und danach bestanden und leuchtet nun bis in alle Ewigkeit.

Da sehen wir nun, wie dieser Spruch Davids so fein mit dem Spruch des Patriarchen Jakob übereinstimmt, 1. Mose 49, 10: „Weder das Zepter soll von Juda wegkommen noch Mehokek von seinen Füßen bis der Messias kommt. Dem werden die Heiden gehorchen.“ Was kann denn hier Klareres und Anderes gemeint sein, außer dass Davids Haus leuchten solle, bis der Messias komme?

Durch ihn (der Messias bzw. Jesus von Nazareth; R. B.) soll alsdann das Haus David nicht nur über Juda und Israel sondern auch über die Heiden oder weitere Völker leuchten (das ist die christliche Kirche, die aus Judenchristen und Heidenchristen besteht; in der Herrschaft Jesu, dem Sohne Davids und Gottes, über die Kirche hat sich die Herrschaft des Hauses David von Juda auf die Heiden erweitert und so ist David’s Leuchte niemals verloschen und leuchtet bis in Ewigkeit; R. B.). Das bedeutet ja nicht verlöschen, sondern herrlicher und weiter zu leuchten, besonders in Zukunft. Und so entstanden ein ewiges Reich und ein ewiger Bund wie David sagte. Darum muss hieraus mit Bestimmtheit geschlossen werden, dass der Messias gekommen sei, als Juda seine Macht verlor, wenn wir im anderen Falle über Gott nicht lästern wolle, indem wir behaupten, er habe seinen Bund und Eid nicht eingehalten. Auch wenn es die halsstarrigen, verstockten Juden nicht akzeptieren wollen, so ist doch hiermit unser Glaube sicher und deutlich bewiesen und wir fragen gar nicht nach ihren verrückten Erklärungen, die sie in ihrem Kopf zusammengesponnen haben. Wir haben den eindeutigen Text.

(Luther schreibt weiter:)

Solche letzten Worte Davids gründen sich (das wir weiter davon reden) auf Gottes eigenem Wort, da er mit David redet (wie David an seinem Ende rühmet), 2. Samuel 7, und spricht: „Solltest  du mir ein Haus bauen, darin ich wohne?“ Man kann weiterlesen, dass dort folgt, wie er nacheinander erzählt, dass er bis dahin in keinem Haus gewohnt habe. Er habe ihn aber zum Fürsten seines Volkes erwählt, dem er einen festen Ort und Ruhe geben wolle und schließt: „Ich will dir ein Haus bauen“, das heißt weder du noch jemand anderes wird mir ein Haus bauen, in dem ich wohnen werde. Ich bin viel, viel zu groß, wie Jesaja 66 auch sagt. „Sondern ich, ich will bauen und dir ein Haus errichten“. Denn so spricht der Herr (sagt Nathan): „der Herr verkündigt dir, dass der Herr dir ein Haus machen will.“

Nun weiß man genau, was ein von Menschen gebautes Haus bedeutet, nämlich ein ganz vergänglicher, aufgerichteter Haufen Steine und Holz. Aber ein von Gott gegründetes Haus bedeutet, einen Stammvater zu ernennen, der immer wieder Nachkommen und Erben seines Blutes und Stammes habe. Wie Mose sagt (2. Mose 1), baute Gott den Hebammen Häuser, weil sie die Säuglinge entgegen des Gebotes des Königs am Leben ließen und nicht erwürgten. Die Häuser der Könige Israels wiederum zerbricht und zerstört er in der nächsten Generation.

So hat nun David dadurch ein von Gott sicher gegründetes Haus, das immer wieder Erben haben soll, und nicht etwa ein schlechtes Haus, sondern er sagt: „Ich habe dich zum Fürsten über mein Volk ernannt.“ Darum soll es fürstlich-königlich, das heißt das Haus des Fürsten und Königs David genannt werden, in dem deine Kinder für immer regieren und wie du Fürsten sein sollen. Dies alles beweisen nun die Bücher der Könige und die Geschichtsbücher bis in Herodes‘ Zeit. Bis dahin haben wir Macht und Rechtsprechung im Stamm Juda.

Nun folgt der zweite Teil Schilo betreffend („bis der Schilo kommt; und ihm werden die Völker anhangen“): Wie lange soll nun auf diese Weise mein Haus so stehen und meine Erben an meiner Regierung bleiben? Da antwortet Gott also:

„Wenn deine Zeit um ist und du tot bist, will ich deinen Nachfolger erwecken, der von deinem Leib (utero), das heißt von deinem Fleisch und Blut, kommen soll. Dem will ich dein Reich übergeben. Er soll meinem Namen ein Haus gründen und ich will den Thron seines Königreichs für immer bestätigen. Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat begeht, will ich ihn mit Menschenruten, mit denen man Kinder züchtigt, und mit Schlägen der Menschenkinder strafen. Aber er soll meine Gnade nicht verlieren, wie ich sie Saul entzogen haben, den ich vor dir sterben ließ. Und dein Haus und dein Königreich sollen beständig sein, ewig vor mir, und dein Thron soll für immer bestehen.“

Wer diesen Spruch auf Salomo münzen wollte, müsste ein gar boshafter Exeget sein. Denn obwohl Salomo zu dieser Zeit noch nicht geboren war, ja nicht einmal der Ehebruch mit seiner Mutter Batseba geschehen war, ist er doch weder das Geschlecht noch der Sohn Davids, der nach David’s Tod geboren wurde und von dem er hier sagt: „Wenn deine Zeit um ist und du tot bist, will ich deinen Nachkommen erwecken.“ Denn Salomo wurde zur Zeit des lebenden David geboren. Und närrisch, auch lächerlich wäre, wenn „erwecken“ hier so gedeutet werden sollte, dass Salomo nach David’s Tod erweckt werden sollte, entweder zum König oder um das Haus zu gründen. Denn da stehen drei andere Kapitel (1. Kön.1, 1. Chr. 23, 1. Chr. 29). Die zeigen, dass Salomo nicht nur zu Lebzeiten seines Vater als König eingesetzt wurde, sondern er auch von seinem Vater David den Auftrag, alle Pläne für den Tempel mit allen Räumlichkeiten, allen Kosten und der Ordnung des ganzen Königreichs erhalten hat. So ist klar, dass Salomo den Tempel weder mit eigenen Ideen gebaut, noch das Reich und die Priesterschaft geordnet hat, sondern dass alles aus David’s Kopf stammt, der ihm alles vorgeben und noch zu Lebzeiten angeordnet hat.

Auch gibt es zwischen 2. Sam 7 und 1. Chr. 23 und 1. Chr. 29 große Ungereimtheiten und viele unterschiedliche Worte. Im ersten Wort will Gott David ein ewiges Haus gründen und im zweiten Wort soll Salomo für Gottes Namen ein Haus bauen. Im Ersten steht ohne Zusätze, es solle ewig bestehen und durch keine Sünde gehindert werden. Im Zweiten steht: Sofern Salomo und seine Nachkommen fromm bleiben! Was er jedoch nicht blieb und darum nicht nur die zehn Stämme Israels verlor, sondern auch in der siebten Generation ausgerottet wurde. Erstes ist promissio gratie, das Zweite ist promissio legis. Im Ersten dankt David Gott, dass sein Haus ewig bestehen soll. Im Zweiten dankt er nicht, dass Salomos Tempel ewig bestehen soll.

Zusammenfassend: Es wird im Ersten und im Zweiten jeweils zu anderen Zeiten über andere Sachen und ein anderes Haus gesprochen. Und obwohl Gott im Zweiten Salomo auch seinen Sohn nennt und sein Vater sein will, so steht doch der Zusatz dabei: „sofern er fromm sei“. Dieser Zusatz steht im Ersten nicht. Und es ist nicht seltsam, dass Gott seine Heiligen, auch die Engel, seine Kinder nennt. Aber jener Sohn in 2. Sam 7 ist ein anderer und besonderer Sohn, der das Haus ohne Bedingung behalten und durch keine Sünde verlieren soll.

Und also haben auch die Propheten und Psalmen den Spruch aus 2. Sam. 7, der vom Geschlecht Davids nach seinem Tod handelt, angenommen und den Spruch aus 1. Chr. 23 und 29, der von Salomo spricht, fallen gelassen. Denn so spricht Psalm 89:

„Ich will für immer von der Gnade des Herrn singen und immer wieder seine Wahrheit verkünden durch meinen Mund und sagen: Eine ewige Gnade wird begründet werden. Und du wirst deine Wahrheit treu im Himmel erhalten. Ich habe einen Bund geschlosssen mit meinem Auserwählten. Ich habe David, meinem Knecht, geschworen: Ich will dir dein Geschlecht ewig erhalten und immer wieder deinen Thron errichten“, usw.

Dies sind auch klare Worte, die Gott gelobt hat und er schwört dazu, er wolle David die ewige Gnade erweisen und sein Haus, Geschlecht und Thron für immer gründen und erhalten.

Und danach im Ves 19 geht es richtig los vom echten David, die allerschönsten Weissagungen vom Messias, mit denen Salomo nicht gemeint sein kann. Denn der ist nicht der Höchste über allen Königen auf der Erde gewesen, er hat auch seine Hand nicht über Meer und Wasser gehalten. Das bedarf keiner Erklärung. Auch blieb das Reich nicht bei Salomo’s Haus, denn er hatte diesbezüglich keine bestimmte Verheißung, außer „sofern er fromm sein würde“. Stattdessen hat das Haus David, das mehr Söhne als Salomo hatte, die Verheißung. Und wie die Geschichtsbücher zeigen, ist zuweilen die Macht Judas von Bruder auf den Bruder oder vom Vetter auf den Vetter übergeganen, doch ist sie immer im Haus David geblieben. Als Ahasja und Ahas keinen Sohn hinterließen, mussten sie Neffen als Erben und Söhne einsetzen, nach Vorgabe der Heiligen Schrift.

Wer würde nun solche deutlichen, gewaltigen Sprüche der Heiligen Schrift vom ewigen Haus David leugnen, welche die biblischen Geschichtsbücher beweisen, nämlich dass es immer Könige oder Fürsten bis zum Messias gab? Niemand außer dem Teufel und die, welche seine Glieder sind. Denn für mich gilt auch, dass, falls der Teufel – oder wer auch immer – keinen Messias dulden wollte, dass dieser trotzdem für David ein ewiges Haus und einen ewigen Thron bestehen lassen muss.

Denn er kann die klaren Worte Gottes nicht leugnen, da Gott schwört, er wolle sein Wort nicht ändern. Und er wolle David gegenüber sein Wort halten trotz der Sünden seiner Nachkommen, wie der oben genannte Psalm mächtig und klar darlegt.

Jetzt gibt es aber ein solches ewiges Haus Davids nirgendwo (wenn man die christliche Kirche außer Betracht läßt; R. B.), wenn man nicht die Macht Judas vor dem Messias und den Messias nach dem Machtverlust Judas zusammenfügt (Luther meint damit, daß Gottes Wahrhaftigkeit nur dann gewahrt bleibt, wenn man die christliche Kirche, die nach dem Machtverlust Judas aufkam, als Nachfolgerin Judas sieht; der Herr der christlichen Kirche ist Jesus Christus, ein Nachkomme David’s, somit besteht David’s Haus und Thron noch immer, so wie Gott es ihm versprochen hat; R. B.). Und zwar so, dass der Messias gekommen sei, als die Macht Judas verloren ging und deshalb David’s Haus für immer erhalten und Gott deshalb sein Wort, den Bund und Eid wirklich gehalten hat. Denn jeder weiß, dass die Macht Judas zur Zeit des Herodes endete, und erst recht, als die Römer Jerusalem und das Fürstentum Juda zerstörten. Falls nun David’s Haus ewig bestehen und Gott die Wahrheit gesagt haben soll, so muss der richtige König Judas, der Messias, zur gleichen Zeit gekommen sein. Hiergegen hilft kein Widerspruch, Deuteln falsch auslegen. Der Text ist zu mächtig und klar. Wir fragen nicht danach, ob die Juden das nicht erkennen wollen. Uns reicht es.

Zum einen, weil unser christlicher Glaube hiermit auf das allerstärkste bewiesen ist und mir solche Sprüche sehr große Freude und Trost spenden, weil wir auch im Alten Testament solche starken Zeugnisse finden.

Zum anderen sind wir sicher, dass auch hierwider der Teufel und die Juden selbst in ihren Herzen nichts zu sagen haben und mit ihrem eigenen Gewissen widerlegt sind.

Was man sicher daran merken kann, dass sie den Spruch Jakobs von der Macht wie die gesamte Heilige Schrift mannigfaltig entstellen, sich aber dabei innerlich überzeugt und widerlegt fühlen, doch dies nicht bekennen wollen. Genauso wie der Teufel weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und doch aus vorsätzlicher Bosheit dagegen ankämpft und lästert. Genauso fühlen die Juden sehr wohl, dass diese Sprüche reiner Fels sind. Ihre eigene Deutung ist aber reines Stroh oder Spinnweben. Aber aus absichtlichem, boshaftem Vorsatz heraus wollen sie es nicht anerkennen, wollen dennoch Gottes Volk sein und so heißen. Allein deswegen, weil sie vom Geschlecht der Väter abstammen. Sonst haben sie nichts, dessen sie sich rühmen könnten. Was aber allein die Herkunft bewirkt, ist weiter oben gesagt. Geradeso als ob sich der Teufel rühmen wollte, er wäre engelsgleich geschaffen, weshalb ausschließlich er Engel und Gottes Kind sein wolle, obwohl er Gottes Feind ist.

 

 

 

 

 

 

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„Von den Juden und ihren Lügen“ bezogen auf muslimische Migranten – die Rehabilitation Martin Luthers als Freund der Juden

Ich habe gerade die Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ von Dr. Martin Luther gelesen. Würde Martin Luther heute leben, dann würde er sicherlich eine Schrift mit dem Titel „Von den Muslimen und ihren Lügen“ verfassen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde er die Juden, die heute in Deutschland leben, nicht so beschimpfen wie die Juden in Deutschland zu seiner Zeit. Die Juden seiner Zeit beschimpfte er, weil sie sich ähnlich aufführten wie heute die Muslime in Deutschland, Europa und der ganzen westlichen Welt. Natürlich gab es auch schon zu Luther’s Zeiten Muslime, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, jene Feinde des christlichen Gottes nach Deutschland hereinzulassen.

Natürlich werde ich mich durch diesen Artikel dem Vorwurf aussetzen, ich sei sowohl Antisemit als auch Muslimhasser. Die Feindschaft zwischen Christentum und Judentum hat jedoch nichts mit dem Antisemitismus der Nationalsozialisten zu tun. Der Antisemitismus der Nazis war rein heidnischer bzw. dämonischer Natur, während der Konflikt zwischen Christentum und Judentum der Konflikt zwischen der christlichen Kirche und einer falschen Religionsgemeinschaft ist. Die christliche Kirche gründet sich ganz auf den Befund der Bibel (Altes Testament plus Neues Testament), während das Judentum sich auf einer falschen Auslegung des Alten Testamentes gründet und das Neue Testament überhaupt nicht anerkennt. Die Juden proklamieren, sie wollten das Gesetz (Summe aller Gebote Gottes) halten, aber in der historischen Wirklichkeit tun sie genau das Gegenteil von dem, was das Gesetz verlangt. Da die Juden eines Erlösers ermangeln, sind sie ganz dem sündigen Fleisch, der sündigen Natur, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben, verfallen. Es ist paradox bzw. ein metaphysisches Phänomen, aber wenn man dem unerlösten Menschen Gebote gibt, dann sündigt er mehr statt weniger und genau das ist bei den Juden der Fall. Der Apostel Paulus sprach davon, daß die Sünde Anlass am Gebot nähme. Trotz der Tatsache, daß die Juden permanent dem Gesetz zu wider handeln, strecken sie sich bis heute nicht nach einem göttlichen Erlöser aus, der sie frei machen könnte von der Sünde. Bis zum heutigen Tag glauben sie nicht, daß Jesus von Nazareth ihr Messias und Erlöser (Befreier von Sünden) ist. Neben ihren alltäglichen Sünden, die die Juden sozusagen begehen müssen, weil sie nicht erlöst sind, begehen sie mehrere sehr schwere Sünden des Geistes (Sünden des Geistes wiegen wesentlich schwerer als „normale“ Sünden):

  • sie anerkennen nicht die historische Wirklichkeit, daß sie Sünder sind und das Gesetz Gottes nicht halten, geschweige denn erfüllen
  • sie legen das Alte Testament (Tanach) falsch aus: sie meinen, der Mensch würde durch Gesetzeswerke gerecht; die richtige Auslegung im Gegensatz dazu ist, daß wir alle einen Erlöser brauchen, der uns frei macht von der Sünde – das ist Jesus Christus
  • sie erkennen das Neue Testament nicht an, obwohl es auf dem Alten Testament aufbaut; das Kommen Jesu, auf dessen Lehre das Neue Testament zurückgeht, wurde im Alten Testament prophezeit; Johannes der Täufer, der heiligste Mann Israels, bestätigte ihn; er wies sich aus durch seine Zeichen und Wunder; die Lehre Jesu Christi ist nichts anderes als die Lehre des Mensch gewordenen Gottes basierend auf dem Alten Testament, der alten Heiligen Schrift, und somit ist das Neue Testament auch Gottes Wort
  • im Alten Testament (Tanach) sagt Gott den Juden seinen militärischen Schutz zu, falls sie seinen Bund halten würden; umgekehrt würde er sie in die Hand ihrer Feinde geben, falls sie seinen Bund verlassen würden; vor ca. 1900 Jahren (eine sehr lange Zeit) zerstörten die Römer Jerusalem (siehe Jüdische Kriege), die Herrschaft der Juden, den Tempel und das jüdische Priestertum; all dies wurde bis zum heutigen Tag nicht wiederhergestellt, was bedeutet, daß die Juden nach wie vor nicht in ihren alten Bund mit Gott zurückgekehrt sind; übrigens ist der heutige Staat Israel nichts weiter als der 52. Staat der USA (die Bundesrepublik Deutschland ist der 51. Staat der USA); Israel ist vollkommen von dem Wohlwollen und der Gnade des Westens abhängig; würde der Westen seine schützende Hand von Israel abziehen, würde es von den umgebenden, muslimischen Staaten sofort pulverisiert werden und Gott würde ihnen nicht helfen; genauso wie Deutschland ist Israel nichts weiter als eine riesige Fabrik, wo sich die Leute zu Tode malochen dürfen, wo sich alles nur um Ökonomie dreht; keinesfalls kann man davon reden, Gott habe die Juden wieder ins verheißene Land zurückgeführt; mögen einige Juden sich einbilden, Gott habe sie ins verheißenen Land zurückgeführt, so ist doch das heutige Israel in Wirklichkeit nichts weiter als ein riesiges KZ (Konzentrationslager); auch Deutschland ist nichts weiter als ein riesiges KZ

Die Feindschaft zwischen christlicher Kirche und Judentum besteht bis heute und bis zu dem Tag, an dem die Juden sich bekehren und Jesus als Messias annehmen. Auch ich könnte mir vorstellen, daß es zwischen mir und heutigen Juden zu heftigen Streitgesprächen kommen könnte. Allerdings war die Feindschaft zwischen Kirche und Judentum zur Zeit Luthers viel größer als heute, da die Juden die Christenheit damals aktiv angriffen:

  • sie versuchten Christen zum Judentum zu bekehren
  • sie lästerten unseren Gott Christus und die Mutter Gottes Maria in ihren Synagogen
  • sie lebten allein vom Wucher und gingen keiner produktiven Arbeit nach
  • tätliche Angriffe auf Christen (gewalttätige Angriffe)

Die Gründe, die Luther zu seiner extremen Polemik gegen die Juden trieben, sind  heute höchstwahrscheinlich entfallen. Ich glauben nicht – wobei ich das allerdings strenggenommen noch recherchieren müßte -, daß die Juden in Deutschland noch heute versuchen, Christen zum Judentum zu bekehren, Christus und Maria in ihren Synagogen lästern, allein vom Wucher leben und schließlich Christen tätlich angreifen. Allerdings muß man hier erwähnen, daß das Judentum wie auch jede andere falsche Religion und besonders der Islam eine Gotteslästerung an sich ist. Die Lästerung des christlichen Gottes durch die heutigen Juden besteht in ihrer Verleugnung der Gottessohnschaft Jesu Christi und der Dreifaltigkeit Gottes. Außerdem lästern sie Gott dadurch, daß sie behaupten, sie seien allein schon durch ihre biologische Abstammung von Abraham, ihre Beschneidung und ihr bloßes Haben des Gesetzes Kinder Gottes bzw. Heilige, während alle, die nicht von Abraham abstammen, nicht beschnitten sind und nicht das Gesetz haben, Gojim (verächtliche Heiden) seien.

Auch wenn man die Juden zur Zeit Luthers mit den heutigen Juden kaum vergleichen kann, so ist ihre Lage dennoch immer noch sehr ernst. Das Judentum macht nicht selig. Jeder Jude, der nicht irgendwann zum Christentum konvertiert, wird verlorengehen (in der Hölle landen). Ein Christ darf einen Juden nicht in seinem Irrglauben bestärken, sein Judentum mache ihn selig bzw. er sei durch sein Judentum selig.

Nun zu den Muslimen:

Grundsätzlich bin ich kein Muslimhasser, sondern wünsche den Muslimen, daß sie sich vom Islam, Mohammed und dem Koran lossagen und zum Glauben an Jesus, Gottes Sohn, konvertieren. Solange allerdings jemand noch voll und ganz ein Muslim ist, muss ich ihm mit einer gewissen Reserve (Reserviertheit) begegnen, denn er begeht die intellektuelle Schandtat bzw. Sünde des Geistes, zu glauben, jener Verbrecher Mohammed (Mohammed hat sehr viel unschuldiges Blut vergossen) sei ein Prophet des guten Gottes gewesen. Sollte wirklich der gute Gott einen Verbrecher zu seinem Propheten machen? Das sei ferne. Übrigens ist der Islam eine wesentlich schwerere Lästerung des christlichen Gottes als das Judentum, weil es der Islam seinen Anhängern ausdrücklich verbietet, zu glauben, Jesus sei Gottes Sohn bzw. Gott sei dreifaltig. Die Juden verleugnen zwar auch die Gottessohnschaft Jesu bzw. die Dreieinigkeit, aber das ist nicht ausdrücklicher Bestandteil ihres Bekenntnisses sondern eine bedauerliche Praxis aufgrund mangelnder Erkenntnis. Weiter ist die heilige Schrift der Juden, der Tanach bzw. das Alte Testament, tatsächlich eine Heilige Schrift, von Gott autorisiert, während der Koran ein reines Machwerk des geisteskranken Mohammed ist (der Koran kommt nicht von Gott, ist kein Wort Gottes). Wenn auch die Juden zu Luther’s Zeiten gegen Christen tätlich wurden, so ist ihnen doch der Dschihad (Kampf gegen die Ungläubigen) nicht befohlen, während der Dschihad der Mittelpunkt des ursprünglichen Islam ist. Der Islam hat ohne Dschihad gar keine Substanz, ist ohne Dschihad sinnlos. Die Grundintention des Islam ist es nicht, seine Anhänger näher zu Gott zu bringen, sondern die Zerstörung des Christentums. Der Islam ist reine Teufelsanbetung. Eigentlich ist ein Muslim, der sich nicht am Dschihad beteiligt, kein richtiger Muslim – unglaublich, aber wahr.

Was Luther zu seiner Zeit auch so unheimlich (über die Juden) erzürnt hat, war die Tatsache, daß die Obrigkeiten kaum etwas unternahmen, um die oben genannten Misstände abzustellen. Die Obrigkeiten sahen tatenlos zu, wie die Juden gegen die christliche Bevölkerung vorgingen. Dazu half, daß die Juden einen Teil des Geldes, das sie durch Wucher gewonnen hatten, an die Obrigkeiten zahlten, um diese ruhig  zu stellen.

Wir haben heute eine ähnliche Situation mit den Muslimen. Sicher wird es selten vorkommen, daß sie Gelder direkt an die deutsche Regierung überweisen, dennoch sind sie dem deutschen Staat von großem materiellen Nutzen. Muslime sind der deutschen Regierung willkommen als Rentenversicherungsbeitragszahler. Da die Deutschen zu wenige Kinder zeugen, droht ein Loch in der Rentenkasse. Dem will man vorbeugen durch die Rentenversicherungsbeiträge von arbeitenden Immigranten.

Jedermann weiß, daß Frau Merkel vollkommen auf das Ökonomische fokussiert ist und bereit ist, dem Götzen Mammon alles zu opfern („Hauptsache Deutschland bleibt Exportweltmeister“), auch Menschenleben. Natürlich weiß sie, daß die Terroranschläge in Deutschland, Europa und dem ganzen Westen etwas mit dem Islam, dem Glauben vieler Immigranten, zu tun haben. In dem wissenschaftlichen Standardwerk „Der Islam in der Gegenwart„, das Frau Merkel als verantwortliche Person unbedingt kennen müßte, wird kein Unterschied zwischen Islam und Islamismus gemacht, sondern der Islamismus wird als ganz selbstverständlicher Bestandteil des Islam betrachtet.

Siehe Der Islam ist nicht Barmherzigkeit – Jürgen Todenhöfer führt uns in die Irre, indem er das Gegenteil behauptet; Gott wird ihn richten

Unsere Medien und Politiker führen uns also hinter’s Licht, wenn sie immer einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus machen. Im Grunde genommen will man im Westen einen gemäßigten Euroislam einführen, der frei von Dschihad ist. Allerdings ist man nicht bereit, diesen Euroislam auch Euroislam zu nennen, sondern nennt ihn Islam nach seiner ursprünglichen Variante (würde man den Euroislam auch Euroislam nennen, würde der Schwindel allzu schnell auffliegen; gerade die muslimischen Migranten würden niemals einen offensichtlich modifizierten Islam akzeptieren). Das ist aber eine unvorstellbar große Dummheit, denn immer wieder werden europäisierte Muslime zum ursprünglichen Islam zurückkehren, der nun mal den Dschihad beinhaltet (die wertkonservativsten Menschen der Welt sind die Orientalen, das weiß jeder Islamwissenschaftler; für den Orientalen ist das Althergebrachte immer das Gute). Angenommen, es würde sich im Laufe von Jahrhunderten doch ein Euroislam etablieren lassen, was ich allerdings für sehr unwahrscheinlich halte, der frei von Dschihad ist, dann gäbe es jedoch auf dem Wege dahin noch jede Menge Terroropfer zu beklagen. Und ich sage: „Jedes einzelne Opfer islamistischen Terrors ist ein Opfer zu viel!“ Angenommen, ab heute würde nur noch ein Mensch im Westen durch islamistischen Terror ums Leben kommen, dann würde dieses eine Opfer alle materiellen Vorteile, die wir durch muslimische Immigranten haben, zunichte machen – ein Menschenleben ist schlichtweg unbezahlbar, durch materielle Reichtümer nicht aufzuwiegen. Übrigens wird der christliche Gott, Jesus Christus, am Jüngsten Tag Angela Merkel zum ewigen Aufenthalt in der Hölle verurteilen, weil sie unschuldige, deutsche Staatsbürger dem Islam geopfert hat auf dem Altar des Materialismus.

Das ist es eben, was mich so zornig und wütend macht wie Luther, daß die westlichen Regierungen Teile ihrer Bevölkerung auf dem Altar des Materialismus opfern, wobei das Feuer des Altars der Islam ist. Man beschwichtigt sich dann mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen, daß es zum Beispiel viel wahrscheinlicher sei, durch einen Verkehrsunfall ums Leben zu kommen als durch einen islamistischen Terroranschlag. Es ist aber Humbug solche Überlegungen anzustellen, denn jeder zusätzliche Tote ist ein Toter zu viel.

Richtige Denkweise: Würde man alle Muslime aus der westlichen Welt ausweisen, würde man eine signifikante Anzahl von unschuldigen Menschenleben dadurch retten, denn mit den „normalen“ Muslimen weist man auch die radikalen aus (natürlich ist jeder „normaler“ Muslim ein potentieller radikaler, eine tickende Zeitbombe). Gut, dann müßten unsere Rentner mit ein bisschen weniger Rente auskommen – aber wäre das denn so schlimm?

Eine kurze Analyse der Stellungnahme von Großscheich Ahmed Mohammad al-Tayyeb (Kairo) zu dem Anschlag von Manchester

(zum Text der Stellungnahme siehe Muslime tragen keine Schuld an Terroranschlägen)

Zunächst muß ich mich sehr darüber aufregen, daß man einen muslimischen Scheich auf einem evangelischen Kirchentag reden läßt – sind doch die Muslime die ausgesprochenen Feinde des christlichen Gottes, der auch der Gott der evangelischen Kirche sein sollte.

Al-Tayyeb leugnet es, der Islam sei brutal und blutrünstig. Wir brauchen uns allerdings nur die Geschichte des Kalifats (muslimisches Kaiserreich) bzw. Sultanats anzuschauen und da sehen wir die Religionspraxis der Muslime beruhend auf der traditionellen Auslegung des Koran durch die Gemeinschaft der Muslime (Umma, muslimische „Kirche“). Eine breite, lange Blutspur zieht sich durch die Geschichte des Kalifats. Schon immer haben die Muslime (juristisch) unschuldiges Blut von Juden und Christen vergossen (in den Augen der Muslime sind Juden und Christen nichtswürdige Ungläubige). Der Anschlag von Manchester reiht sich „wunderbar“ ein in die lange Reihe von Gräueltaten der Muslime gegen Ungläubige. Der Anschlag von Manchester war Islam pur, war genau das, was Mohammed von seinen Nachfolgern fordert. Übrigens hat er seinen Nachfolgern das Paradies für das Vollbringen solcher Gräueltaten versprochen. In den Augen der Muslime hat jener feige Mörder von Manchester (Salman Abedi) etwas Gutes getan, sogar etwas Heiliges (er beteiligte sich am Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen, dem Dschihad).

Al-Tayyeb sagt: „Diese Verbrechen sind verabscheuungswürdig und stehen nicht für den Islam und die Muslime.“

Und doch sind es ganz offensichtlich Muslime, die solche Verbrechen begehen, ganz unabhängig davon, was manche ihrer Scheichs daherschwätzen.

Lieber Leser, stellen Sie sich vor eines Ihrer Kinder würde immer wieder von einem Sohn Ihres muslimischen Nachbarn verprügelt, worauf dieser immer wieder neu entgegnen würde: „Das Handeln meines Sohnes ist verabscheuungswürdig und steht nicht für meinen Glauben, den Islam.“

Nachdem Ihr Sohn nun zum fünfzigsten Male verprügelt wurde und sein Gesicht nur noch ein unförmiger, blutiger Fleischklumpen ist, würden Sie sicherlich ihrem Nachbarn seine beschwichtigende Rede nicht mehr abnehmen und ihn auffordern, seiner Rede Taten folgen zu lassen und das üble Tun seines Sohnes umgehend abzustellen. Sicherlich würden Sie nach einer gewissen Zeit Ihrem muslimischen Nachbarn entgegnen: „Sie sind doch ein verdammter Lügner; ich lasse mich von ihnen nicht mehr verhöhnen durch ihre lügnerischen Beschwichtigungen; entweder sie maßregeln ihren Sohn sofort oder ich werde es das übernehmen!“

Der Anschlag von Manchester war der Abertausendste in der „unendlich“ langen Reihe von muslimischen Anschlägen und immer wieder folgt eine verlogene Beschwichtigung, das habe doch nichts mit dem Islam zu tun. Allmählich sollten wir aufwachen und die Beschwichtigungen der Muslime als albernes Geschwätz bzw. sogar als Verhöhnung abtun. Die Zeit ist reif, die Muslime aus Deutschland, England, Europa und der ganzen westlichen Welt hinauszujagen, jene schändlichen Verbrecher, Teufelsanbeter und Lügner.

Ich bin extrem wütend und zornig auf die Muslime, denn sie verlangen von uns, daß wir ihre Lügen glauben – anschließend (nach jedem neuen Anschlag und der darauf folgenden verlogenen Beschwichtigung) sollen wir sie wieder so freundlich behandeln, wie wenn nichts gewesen wäre; ja sogar wie Engel Gottes sollen wir sie behandeln und ihnen die Füße küssen bzw. lecken und ihnen in den Hintern kriechen.

Al-Tayyeb sagt, Christen stünden laut dem Koran den Muslimen am nächsten. Es handle sich um eine Bruderreligion. Christen würden in den muslimischen Fatwas (Rechtsgutachten) mit den besten Eigenschaften bezeichnet. Sie seien friedlich, entscheidungsfreudig, erholten sich schnell von Rückschlägen, seien gut zu Waisen und Armen, stellten sich an die Seite von Schwachen und Unterdrückten. Der Islam gestatte es nicht, Waffen einzusetzen – „es sei denn zur Abwehr von Angriffen oder zur Selbstverteidigung eines Landes“. Nie hätten Muslime andere mit Waffengewalt zum Islam gezwungen. Es gebe viele Koranverse, die zum Ausdruck brächten, Christen und Muslime brüderlich und gerecht zu behandeln. Es habe zudem in islamischen Gesellschaften noch nie einen Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen gegeben, denn die muslimischen Herrscher hätten gemäß der islamischen Gesetzgebung, der Scharia, die Aufgabe, andere Gläubige zu schützen. 

Die verfluchten Hunde schlagen uns durch ihre Anschläge mitten ins Gesicht und dann kommen sie mit solchen verlogenen Texten und verlangen von uns, ihre lieben Brüder zu sein. Sie verlangen von uns, daß wir sie behandeln wie liebe, kleine Lämmlein und jeden Gedanken von uns stoßen, sie seien gefräßige, bissige Hunde.

Al-Tayyeb weiter: Religion und Glaube bezeichnete der Großscheich als ein zeitloses Grundbedürfnis, das tief in der Seele eines Menschen verwurzelt sei: „Es wird fortbestehen, solange es Menschen gibt.“ Er glaube, dass die Menschheit religiöse Moral nie nötiger gehabt habe als heute. Das Materielle stehe häufig im Mittelpunkt. Davor habe bereits Jesus gewarnt. Dass der Mensch nicht vom Brot allein lebe, sei „ein starker Satz“: „Ein Leben nur für den Konsum ist nicht lebenswert.“ Die Religionen seien „herabgesandt“ worden, um den Menschen Gutes zu tun und sie vor Bösem zu bewahren. Gottes Worte seien Botschaften des Friedens. Das hätten alle Propheten Gottes in die Welt getragen – etwa Abraham, Noah, Jesus und Mohammed. Weil die Quelle aller Religionen dieselbe sei, seien ihre Botschaften auch dieselben: „Die himmlischen Religionen sind Friedensbotschaften an die Menschen.“ 

Dieser Führer der Verbrecherbande „Umma“ (Gemeinschaft aller Muslime) will die Menschheit über Moral belehren. Das ist doch wohl ein starkes Stück, ganz unglaublich.

Ich sage: „Die Lösung für den westlichen Materialismus ist nicht der Islam sondern das Christentum“ oder anders ausgedrückt: „Sowohl der Islam als auch der Materialismus sind Feinde des Christentums, der allein selig machenden Religion“.

Genauso wie der Islam ist auch der Materialismus eine falsche Religion, er ist der Dienst des Götzen Mammon. Jawohl, hinter dem Materialismus der westlichen Welt steckt ein Dämon (böser Geist) namens Mammon. Hinter dem Islam stecken natürlich auch böse Geister bzw. Dämonen. Kaum wird man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben können, das heißt den Materialismus mit dem Islam. Nein, nur der Geist Christi und Gottes, der Heilige Geist, der in der christlichen Kirche wohnt, kann uns frei machen von Islam und Materialismus.

Weiter hat jener verlogene Scheich nicht den Namen Jesu im Munde zu führen, beabsichtigend, den islamischen (Pseudo-)Jesus und den christlichen Jesus, Gott und Gottes Sohn, gleichzusetzen. Der islamische Jesus und der christliche Jesus haben nichts miteinander zu tun. Der islamische Jesus ist eine Erfindung Mohammeds und hat nie historisch existiert. Mohammed ließ seinen fiktionalen Jesus einen Imam bzw. Lehrer bzw. Propheten des Islam sein. Im Gegensatz dazu hat der christliche Jesus wirklich existiert und war/ist Gott und Gottes Sohn. Der echte Jesus hat natürlich das Christentum gelehrt und nicht den Islam. Jesus Christus wird am Jüngsten Tag den bösen Al-Tayyeb und seine bösen Muslime zum ewigen Aufenthalt in der Hölle verurteilen. Dem entfliehen kann ein Muslim nur dadurch, daß er sich vom Islam, vom Koran und von Mohammed lossagt und an Jesus, Gottes Sohn, glaubt und sich sakramental taufen läßt. Ein Muslim kann nur gerettet werden, wenn er vom Islam zum Christentum konvertiert. Hierbei muß er es in Kauf nehmen, von seinen ehemaligen muslimischen Brüdern zum Tode verurteilt zu werden. Das ist der Preis der Nachfolge Jesu, die teure Gnade.

Weiter redet jener Schwätzer Al-Tayyeb davon, alle Religionen seien Friedensbotschaften und hätten alle die gleiche Quelle. Wie kann sich jener „Geistliche“ der Religion des Hasses erdreisten, von Frieden zu reden? Wie kommt er dazu, zu behaupten, Islam und beispielsweise das Christentum hätten die gleiche Quelle? Mohammed platzte einfach so in die Geschichte, was schon allein ein starker Hinweis darauf ist, daß er ein Sohn der Hölle war, daß ihn die Hölle „hochgeschickt“ hat. Niemand hatte die Ankunft Mohammeds prophezeit. Es gab keine heiligen Araber, die ihn als Propheten bestätigten. Seine Lehre baute nicht auf dem Alten Testament auf, das die heilige Urschrift der ganzen Menschheit ist. Alles, was im Widerspruch zum Alten Testament steht, kann nicht von Gott kommen. Im Gegensatz dazu wurde die Ankunft Jesu Christi, des Stifters der christlichen Religion, im Alten Testament prophezeit. Mehrere jüdische Heilige seiner Zeit, z. B. Johannes der Täufer, bestätigten die Gottessohnschaft Jesu. Jesus lehrte im Grunde nichts Neues, sondern baute auf dem Alten Testament auf bzw. entfaltete einige Lehren mehr, beleuchtete einige Lehren mehr, die im Alten Testament etwas versteckt waren. Das Neue Testament könnte man auch als eine göttliche Auslegung des Alten Testaments bezeichnen. Wir sehen also, die christliche Religion ist unendlich viel glaubwürdiger als der Islam. Hinzu kommt noch, daß Jesus von Nazareth nicht gesündigt hat bzw. er hat Kranke geheilt und Tode auferweckt, während Mohammed unschuldiges Blut vergossen hat. Mohammed war genau das Gegenteil von Jesus und der Islam ist das Gegenteil des Christentum. Jesus und das Christentum bringen Leben; Mohammed und der Islam bringen Tod.

Friede ist eine Person: Jesus Christus. Wichtig ist nicht primär der Friede der Menschen untereinander sondern der Friede des Einzelnen mit Gott. Frieden mit Gott können wir nur haben, wenn wir in Jesus Christus, dem Frieden, erfunden werden. In Jesus Christus kommen wir hinein durch Buße, Glaube und sakramentale Taufe. Friede zwischen Menschen ist eigentlich nur in der christlichen Kirche möglich, wo Jesus durch den heiligen Geist gegenwärtig ist. Der Friede dieser Welt, die pure Abwesenheit von Krieg, ist gar kein Friede, sondern nur ein langweiliges Nebeneinanderher-existieren. Das, was die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben) als Friede bezeichnet, ist in Wirklichkeit eine Form von Tod. Die Menschen dieser Welt leben nebeneinanderher ohne wirkliche Beziehungen. Sie vegetieren dahin in einem Wettbewerb der Statussymbole, in krankhafter Zukunftsfürsorge und Konsumsucht. Im Gegensatz dazu haben die Glieder der Kirche Gemeinschaft miteinander unabhängig von allen natürlichen Gegebenheiten. Christliche Gemeinschaft ist ein Mitleiden und Mitfreuen in Jesus, gegenseitiger Trost in Trübsalen in Jesus, Gütergemeinschaft in Jesus, gegenseitiges Abnehmen der Beichte in Jesus, Darreichung der Sakramente in Jesus (die Darreichung der Sakramente durch die Gemeinschaft der Christen ist einer der größten Dienste der Kirche an dem einzelnen Gläubigen; der Wert dieses Dienstes ist unermesslich), etc.

Abraham und Noah waren natürlich keine Propheten des Islam, wie jener o. g. Schwätzer behauptet, sondern glaubten an einen Erlöser, von dem wir heute wissen, daß er Jesus von Nazareth heißt.

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 11

1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen. 2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen. 3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören. 4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod. 5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen. 6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit. 7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte. 8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt. 9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken’s und werden erlöst. 10Eine Stadt freut sich, wenn’s den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh. 11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen. 12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still. 13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es. 14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu. 15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher. 16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum. 17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch. 18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut. 19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod. 20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen. 21Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden. 22Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband. 23Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglück. 24Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer. 25Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden. 26Wer Korn innehält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft. 27Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes; wer aber nach Unglück ringt, dem wird’s begegnen. 28Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie ein Blatt. 29Wer sein eigen Haus betrübt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen sein. 30Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen. 31So der Gerechte auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und der Sünder!

Auslegung

1Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.“

Dieser Vers kann ein Zweifaches bedeuten:

Erstens, Gott verurteilt die Leugnung der natürlichen Sündhaftigkeit des Menschen („falsche Waage“) scharf bzw. heißt es gut, sie einzugestehen („völliges Gewicht“).

Zweitens, Gott verurteilt es, wenn man mit sich selbst nachsichtig ist, mit anderen aber streng. Gott will natürlich, daß man mit anderen genauso streng bzw. nachsichtig ist wie mit sich selbst.

Folgende zwei Verse belegen, daß die Beurteilung der sittlich-moralischen Verfassung eines Menschen durch Gott mit einem Wiegevorgang verglichen werden kann:

1Sam 2,3 Lasst euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen.

Dan 5,27 „Tekel,“ das ist, man hat dich auf der Waage „gewogen“ und zu leicht befunden. (das bezieht sich auf Belsazar, den Sohn Nebukadnezars, der sehr gottlos war; R. B.; es geht in diesem Vers aus Daniel natürlich nicht um das Körpergewicht Belsazars sondern um seine bösen, gottlosen Taten)

„2Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen.“

Es ist ein dämonischer Hochmut bzw. Stolz, die persönliche, natürliche Sündhaftigkeit zu leugnen, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben – wir alle haben die degenerierte Natur des gefallenen Adam biologisch geerbt. Wer glaubt, er sei von Natur aus gut, der wird sich natürlich auch nicht nach Erlösung bzw. Befreiung ausstrecken. Ohne Erlösung durch Jesus Christus, Gottes Sohn, aber verdirbt der Mensch von Tag zu Tag. Spätestens am Jüngsten Tag wird Schmach auf die Stolzen fallen, denn ohne Jesus konnten sie kein einziges gutes Werk tun.

Wer aber seine Sünde eingesteht und davon befreit werden will, dem kommt die Weisheit, Jesus, zu Hilfe. Jesus macht nicht nur frei von der Sünde, sondern erfreut den „Demütigen“ auch durch seine reale Gegenwart. Die Wonne des sichtbaren Paradiesgartens, in dem Adam und Eva vor dem Sündenfall lebten, war nur ein Bild für die Wonne durch die unsichtbare Gegenwart Gottes. Die Gegenwart Gottes ist das Paradies an sich, selbst wenn die äußeren Umstände weniger schön sein mögen. Auch wenn wir nicht im Paradiesgarten leben wie Adam und Eva, so können wir doch die Wonne des Paradieses auch heute noch genießen durch Gemeinschaft mit Jesus, die Gegenwart Gottes.

3Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören.“

Die „Unschuld“ ist Jesus. Er leitet die Frommen. Jesus hilft den „Demütigen“, die ihre Sündhaftigkeit einräumen, Tag für Tag unschuldiger zu werden, indem sie immer weniger sündigen durch die Kraft Jesu. Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) aber hasst die Frommen und so ist ihr Weg steinig und schwer. Obwohl ihr Weg steinig und schwer ist, ist es doch der Weg, auf dem Gott, Jesus, sie führt. Auch wenn der Weg schwer ist, Jesus ist bei ihnen. Der schwere Weg wird gangbar für den Frommen durch die Wonne der Gegenwart Gottes.

Der Weg des gottlosen Verächters mag dem äußeren Schein nach leicht sein – die Welt legt ihm keine Steine in den Weg, da er einer der ihren ist. Spätestens am Jüngsten Tag aber wird jener einen großen Fall tun, der nicht bereit war um Gerechtigkeit willen auf Statussymbole, Wohlleben und Zukunftsvorsorge (Streben nach Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt) zu verzichten. Da die Gottlosen der Gegenwart Gottes entbehren, ermangeln sie der Ruhe und des Friedens der Frommen in Gott. Dieses Vakuum versuchen sie auszufüllen durch einen Wettbewerb der Statussymbole, Erwerben irdischer Güter, Durchführen von Sicherungsmaßnahmen für die Zukunft. Um es sich „hier auf Erden gemütlich zu machen“, nimmt man auch gerne die ein oder andere Sünde in Kauf – „Gott wird’s schon vergeben“.

4Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.“

Mit „Tag des Zorns“ ist zwar wahrscheinlich hauptsächlich der Jüngste Tag gemeint, aber im Grunde ist das auch jeder Tag, den man außerhalb der Gegenwart Gottes verbringt. Man richtet es sich hier in dieser Welt ein und nimmt es in Kauf, dafür auch Sünden zu begehen. Diese Sünden aber bewirken den Zorn Gottes. Das Ganze ist pervers bzw. paradox: Genau das, wodurch man Gemütlichkeit und Wohlbehagen zu erlangen versucht, führt zur Unbehaglichkeit. Der Sünder hat ein unbehagliches Lebens, weil er außerhalb Gottes lebt. Dies gilt auch, wenn er in der Welt alles hat, was das (ungläubige) Herz begehrt.

Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

Eph 2,3 Unter ihnen (die Menschen, die nicht an Jesus glauben; R. B.) haben auch wir (Paulus und die anderen Christen; R. B.) alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Röm 2,5 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,

Das Streben nach Macht, Reichtum und Ehre hilft weder jetzt noch am Jüngsten Tag – im Gegenteil. Jeder Mensch kann buchstäblich jeden Augenblick sterben und dann wäre es bis zum Jüngsten Tag, der real noch viele Jahre entfernt sein mag, nur einen Wimpernschlag, denn ein Toter merkt nicht, wie die Zeit vergeht. Wer seine Augen schließt im Moment des Todes, tut sie subjektiv im gleichen Moment wieder auf am Jüngsten Tag. Subjektiv ist der Jüngste Tag nur unsere restliche Lebenszeit bis zu unsrem physischen Tode von uns entfernt. Wenn wir heute sterben, stehen wir subjektiv heute noch vor dem Richterstuhl Gottes – unglaublich, aber wahr. Lieber Leser, es kann durchaus sein, daß der Jüngste Tag subjektiv nur noch wenige Stunden von ihnen entfernt ist, falls sie heute noch sterben würden.

„Gerechtigkeit errettet vom Tod.“

Die „Gerechtigkeit“ ist Jesus. Jesus macht uns nicht nur frei von der Sünde, ist selbst unsere Gerechtigkeit, sondern beglückt uns auch durch seine Gegenwart. Seine Gegenwart schenkt uns physische und psychische Gesundheit und trägt uns auch durch den physischen Tod hindurch, sodaß der Tod des Gläubigen in der Bibel „Entschlafen“ genannt wird im Sinne von Einschlafen. Wenn wir in Jesus bleiben, den Glauben halten, dann brauchen wir auch den ewigen Tod nicht zu fürchten, werden davon verschont werden.

Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Offb 2,11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet (durch Jesus; R. B.), dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen.“

Der Weg des Frommen wird kein leichter sein, weil die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) ihn hasst, dennoch ist es ein ebener Weg. Der Fromme bleibt in Christus, seiner Gerechtigkeit, indem er das Böse meidet, Ungerechtigkeiten (Stolpersteinen) aus dem Wege geht. Der unebene Weg des Gottlosen ist im Gegensatz dazu übersät mit Stolpersteinen – Ungerechtigkeiten. Der Gottlose geht nur scheinbar einen ebenen Weg, indem er den Hass der Welt vermeidet. In Wirklichkeit stolpert er ständig, indem er eine Ungerechtigkeit nach der anderen begeht.

Joh 15,19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Jak 4,4 Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.

1Joh 2,15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.

1Joh 2,16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

1Joh 2,17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

“ 6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit.“

Die „Gerechtigkeit der Frommen“ ist keine stellungsmäßige Gerechtigkeit sondern Jesus, eine göttliche Person. Durch Bekehrung und Taufe bekomme ich nicht ein Etikett auf die Stirn geklebt: „gerecht“, sondern ich komme in eine göttliche Person hinein, durch die ich gerecht leben kann und soll. Wenn ich wirklich Tag für Tag durch Jesus meine natürliche Sündhaftigkeit überwinde, dann werde ich jetzt und am Jüngsten Tag vor dem Zorn Gottes gerettet. Jesus hilft mir, nicht ständig über Ungerechtigkeiten zu „stolpern“ und so lebe ich ein Leben, das vor Gott wohlgefällig ist. Aufgrund seiner natürlichen Sündhaftigkeit begeht der Gottlose, der Verächter, eine Bosheit nach der anderen. Seine Bosheiten werden am Jüngsten Tag gegen ihn zeugen und verursachen schon jetzt Gottes Zorn. Vielleicht fühlte sich der Gottlose durch irgendeine Pseudoreligion, die eine Rechtfertigung für die Sünde liefert, frei, zu sündigen, maßt sich die Freiheit an, sündigen zu dürfen. Aber jede Sünde bedeutet einen neuen Gitterstab an dem Käfig, in dem der Gottlose immer mehr eingeschlossen wird. Paradox: Der Gottlose rühmt sich seiner Freiheit, aber in Wirklichkeit kerkert er sich selbst ein (2Petr 2,19 und versprechen ihnen Freiheit, obwohl sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, dessen Knecht ist er geworden).

1Kor 1,30 Durch ihn (Gott; R. B.) aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

2Kor 5,21 Denn er (Gott; R. B.) hat den (Jesus; R. B.), der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.“

Vielleicht hoffte der Gottlose Herrlichkeit hier und gleichzeitig Herrlichkeit dort erlangen zu können. Vielleicht war er Anhänger irgendeiner falschen Religion, deren Rituale ihre Anhänger von wirklicher sittlich-moralischer Besserung durch die Kraft Christi im Alltag dispensieren (entbinden). Gott kommt es aber allein auf wirkliche sittlich-moralische Besserung durch die Kraft Christi an und nicht auf das Vollziehen von Ritualen. All die Anhänger falscher Religionen, die hier auf Erden gierig nach Macht, Ehre und Reichtum strebten, werden trotz ihrer Rituale verlorengehen. Sie werden bei ihrem Tod ihre Augen schließen und sie im gleichen Moment an einem Ort ewiger Qual wieder öffnen.

Lukas 16, 19-31 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren 21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre. 22 Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. 23 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. 24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen. 25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt. 26 Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. 27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; 28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. 29 Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. 30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. 31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

Lukas 12, 16-21 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. 17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte 19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? 21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Falsche Religionen: Islam, Billige-Gnade-Protestantismus (meist einfach Protestantismus genannt), römischer Katholizismus, Buddhismus, Hinduismus, evangelikaler Glaube, Glaube der Zeugen Jehovas, Glaube der Adventisten, Glaube der messianischen Juden, Glaube der orthodoxen Juden (Judentum), Glaube der neuapostolischen Kirche, Glaube der Mormonen, Glaube der Kopten (Monophysiten), Glaube der Ost“christen“ (Nestorianer), etc.

(Menschen aus Ägypten, dem Nahen Osten, dem Mittleren Osten, etc., die sich Christen nennen, können durchaus keine wirklichen, echten Christen sein sondern Monophysiten bzw. Nestorianer; Monophysiten und Nestorianer haben ein falsches Gottesbild; man muß im Einzelfall prüfen, ob ein Mensch aus Ägypten oder dem Osten, der sich Christ nennt, wirklich Christ ist; wirkliche Christen glauben an die Trinität, haben ein trinitarisches Gottesbild, sind Trinitarier; die wahre christliche Kirche glaubt, daß Jesus Christus eine menschliche und eine göttliche Natur hatte und einen menschlichen und einen göttlichen Willen; die menschliche und die göttliche Natur waren/sind in der Person Jesu Christi perfekt vereinigt, aber beide Naturen blieben/bleiben unvermischt; Jesus Christus war/ist gleichzeitig vollkommener Mensch  und vollkommener Gott; Jesus Christus ist eine einzige Person, eine Person der dreipersonalen Gottheit)

Verwerfliche Weltanschauungen: Kommunismus, Marxismus, Nationalsozialismus, Kapitalismus, etc.

Was ist die einzig wahre Religion?

Die einzig wahre Religion ist der Glaube der christlichen Kirche. Die christliche Kirche lehrt auf Grundlage des Befundes der Bibel, daß die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe die neue Geburt aus Wasser und Geist ist. Außerdem lehrt die christliche Kirche, daß die sakramentale Taufe der Ruf in die Nachfolge Jesu und kein Freifahrschein in den Himmel ist. Nur wer aus der Kraft seiner Taufe wirklich als Christ im Alltag lebt, wird am Jüngsten Tag durchkommen. Die christliche Kirche kennt keine Rituale, die von sittlich-moralischer Besserung entbinden.

Der Gegenstand der Taufe sind der Tod und die Auferstehung Jesu. Bei der Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus, alle Schranken von Raum und Zeit werden durch die Taufe überwunden, sodaß wir uns zusammen mit Jesus auf Golgatha befinden und zusammen mit ihm aus dem Grabe hervorgehen. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus; unser Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Durch die zwei Heilstatsachen „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“ können wir unser sündiges Fleisch täglich überwinden. Der Christ lebt in tatsächlicher sittlich-moralischer Besserung durch die Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu. Wer festhält an der Heiligung, den Glauben bewahrt, der wird durchkommen am Jüngsten Tag.

Unsere Nachfolge ist die angemessene Wertschätzung für Jesu Opfer am Kreuz. Wenn Jesu Opfer am Kreuz ein Werk der Erlösung für uns ist, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben. Gott schenkt uns  Vergebung und Erlösung in einem Paket – beides kann man nicht auseinanderreißen. Wenn wir in der Nachfolge leben, haben wir auch die Vergebung der Sünden.

Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) hasst die Gläubigen, weil sie den Heiligen Geist haben – das ist ein metaphysischer Konflikt. Der Gläubige nimmt teil an dem „intergalaktischen“ Krieg zwischen Gut und Böse. Die „Ungläubigen“ werden vom Geist Satans beherrscht, der sich gegenüber dem Heiligen Geist feindlich verhält.

8Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt.“

Die Welt (Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben und sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen befinden, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren) kann einem Christen das Leben zur Hölle machen. Das Schlimme daran ist, daß der Christ durch seinen Glauben an Jesus eigentlich gesegnet ist. Die Welt versucht sozusagen den Segen des Christen in einen Fluch zu verwandeln – das ist natürlich sehr, sehr böse. Zumindest langfristig gesehen kann die Welt den Segen des Christen natürlich nicht wirklich in Fluch verwandeln. Durch ihre Angriffe auf die Christen bzw. die Kirche macht sich die Welt Gott zum Feind. Gott wird der Welt antun, was sie den Christen zu tun gedachte und so kommt die Welt bzw. der Gottlose an die Statt des Gerechten und der Gerechte wird aus seiner Not erlöst.

Spätestens am Jüngsten Tag wird Gott wieder alles vom Kopf auf die Füße stellen und die Verfluchten werden tatsächlich den Fluch erben und die Frommen tatsächlich den Segen (siehe Lukas 16, 19-31, oben, wo der gottlose Reiche nach seinem Tod an die Stelle des frommen, armen Lazarus kommt). Aber auch schon hier auf Erden kann Gott gerecht richten. Einmal wurde z. B. der fromme David, der ein Vorfahre Jesu war, von einem gottlosen Viehzüchter namens Nabal sehr ungerecht behandelt, woraufhin Gott den David an Nabal rächte, indem er Nabal tatsächlich tötete – unglaublich:

1. Samuel 25

1Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich und trug Leid um ihn, und sie begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog hinab in die Wüste Pharan.

2Und es war ein Mann zu Maon und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war sehr großen Vermögens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und es begab sich eben, daß er seine Schafe schor zu Karmel. 3Und er hieß Nabal; sein Weib aber hieß Abigail und war ein Weib von guter Vernunft und schön von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaft in seinem Tun und war einer von Kaleb. 4Da nun David in der Wüste hörte, daß Nabal seine Schafe schor, 5sandte er aus zehn Jünglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Karmel; und wenn ihr zu Nabal kommt, so grüßet ihn von mir freundlich 6und sprecht: Glück zu! Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, was du hast! 7Ich habe gehört, daß du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verhöhnt, und hat ihnen nichts gefehlt an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind 8frage deine Jünglinge darum, die werden dir’s sagen, und laß die Jünglinge Gnade finden vor deinen Augen; denn wir sind auf einen guten Tag gekommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.

9Und da die Jünglinge Davids hinkamen und in Davids Namen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, hörten sie auf. 10Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren Herren reißen. 11Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her sind? 12Da kehrten sich die Jünglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles. 13Da sprach David zu seinen Männern: Gürte ein jeglicher sein Schwert um sich und David gürtete sein Schwert auch um sich, und zogen hinauf bei vierhundert Mann; aber zweihundert blieben bei dem Geräte.

14Aber der Abigail, Nabals Weib, sagte an der Jünglinge einer und sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der Wüste, unsern Herrn zu grüßen; er aber schnaubte sie an. 15Und sie sind uns doch sehr nützliche Leute gewesen und haben uns nicht verhöhnt, und hat uns nichts gefehlt an der Zahl, solange wir bei ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren; 16sondern sie sind unsre Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir die Schafe bei ihnen gehütet haben. 17So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewiß ein Unglück vorhanden über unsern Herrn und über sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf.

18Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Krüge Wein und fünf gekochte Schafe und fünf Scheffel Mehl und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud’s auf Esel 19und sprach zu ihren Jünglingen: Geht vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Mann Nabal nichts davon. 20Und als sie nun auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, siehe, da kam David und seine Männer hinab ihr entgegen, daß sie auf sie stieß. 21David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst behütet alles, was dieser hat in der Wüste, daß nichts gefehlt hat an allem, was er hat; und er bezahlt mir Gutes mit Bösem. 22Gott tue dies und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis zum lichten Morgen übriglasse einen, der männlich ist, aus allem, was er hat.

23Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David auf ihr Antlitz und beugte sich nieder zur Erde 24und fiel zu seinen Füßen und sprach: Ach, mein Herr, mein sei die Missetat, und laß deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd! 25Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name heißt, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Jünglinge meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.

26Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, der HERR hat dich verhindert, daß du nicht kämst in Blutschuld und dir mit eigener Hand hilfst. So müssen nun werden wie Nabal deine Feinde und die meinem Herrn übelwollen. 27Hier ist der Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den gib den Jünglingen, die unter meinem Herrn wandeln. 28Vergib deiner Magd die Übertretung. Denn der HERR wird meinem Herrn ein beständiges Haus machen; denn du führst des HERRN Kriege; und laß kein Böses an dir gefunden werden dein Leben lang. 29Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele steht, so wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder. 30Wenn denn der HERR all das Gute meinem Herrn tun wird, was er dir geredet hat, und gebieten, daß du ein Herzog seist über Israel, 31so wird’s dem Herzen meines Herrn nicht ein Anstoß noch Ärgernis sein, daß du Blut vergossen ohne Ursache und dir selber geholfen; so wird der HERR meinem Herrn wohltun und wirst an deine Magd gedenken.

32Da sprach David zu Abigail: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der dich heutigestages hat mir entgegengesandt; 33und gesegnet sei deine Rede, und gesegnet seist du, daß du mir heute gewehrt hast, daß ich nicht in Blutschuld gekommen bin und mir mit eigener Hand geholfen habe. 34Wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, der mich verhindert hat, daß ich nicht übel an dir täte: wärst du nicht eilend mir begegnet, so wäre dem Nabal nicht übriggeblieben bis auf diesen lichten Morgen einer, der männlich ist. 35Also nahm David von ihrer Hand, was sie gebracht hatte und sprach zu ihr: Zieh mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorcht und deine Person angesehen.

36Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause wie eines Königs Mahl, und sein Herz war guter Dinge bei ihm selbst, und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder klein noch groß bis an den lichten Morgen. 37Da es aber Morgen ward und der Wein von Nabal gekommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, daß er ward wie ein Stein. 38Und über zehn Tage schlug ihn der HERR, daß er starb.

39Da das David hörte, daß Nabal tot war, sprach er: Gelobt sei der HERR, der meine Schmach gerächt hat an Nabal und seinen Knecht abgehalten hat von dem Übel; und der HERR hat dem Nabal das Übel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin und ließ mit Abigail reden, daß er sie zum Weibe nähme. 40Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, daß er dich zum Weibe nehme. 41Sie stand auf und fiel nieder auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, hier ist deine Magd, daß sie diene den Knechten meines Herrn und ihre Füße wasche. 42Und Abigail eilte und machte sich auf und ritt auf einem Esel, und fünf Dirnen, die unter ihr waren, und zog den Boten Davids nach und ward sein Weib.

43Auch hatte David Ahinoam von Jesreel genommen; und waren beide seine Weiber.

44Saul aber hatte Michal seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn des Lais von Gallim, gegeben.

Die Juden taten dem Herrn, Jesus, sehr großes Leid an, als sie ihn durch die Hand des Pilatus kreuzigten. Auch das wurde von Gott gerächt. Circa 70 nach Christus fielen die Römer über Jerusalem her und viele Juden kamen um (siehe Jüdischer Krieg).

Apg 2,23 diesen Mann (Jesus; R. B.), der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr (die Juden; R. B.) durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht.

Lukas 19, 41-44

41Und als er (Jesus; R. B.) nahe hinzukam, sah er die Stadt (Jerusalem; R. B.) an und weinte über sie 42und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. 43Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde (die Römer; R. B.) werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten; 44und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.

Lukas 21, 20-24

20Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket daß herbeigekommen ist seine Verwüstung. 21Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf das Gebirge, und wer drinnen ist, der weiche heraus, und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein. 22Denn das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde alles, was geschrieben ist. 23Weh aber den Schwangern und Säugerinnen in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk, 24und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllt wird.

Aus historischer Sicht war alles, was die Juden vermochten, Jesus einen „Kinnhaken“ zu verpassen. Jesus „fiel um“ und stand „gleich“ wieder auf (historisch gesehen). Für Jesus war natürlich die Kreuzigung, als er sich eben selbst in dieser Situation befand, unvorstellbar unangenehm, ein sehr großes Leid, ein Schrecken und Horror. Gott aber hat ihn am dritten Tage auferweckt aus den Toten, sodaß sein Tod nicht ein Tod im herkömmlichen Sinne war, denn er war sozusagen nur vorübergehend tot, wie ein Boxer, der einen Kinnhaken erlitten hat, kurze Zeit bewusstlos ist. Mann könnte es auch so sehen: Die Juden vermochten gar nicht, Jesus wirklich zu töten, wenn man den Tod als etwas auffasst, was nicht rückgängig zu machen ist. Jesus war natürlich wirklich tot, aber dadurch, daß er nach drei Tagen auferweckt wurde, war es doch nicht der herkömmliche Tod des gemeinen Mannes, der nicht rückgängig zu machen ist.

Apg 13,34 Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt (Jesaja 55,3): »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.«

Apg 13,35 Darum sagt er auch an einer andern Stelle (Psalm 16,10): »Du wirst nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.«

Kurz gesagt: „Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst“ wurde auch an Jesus wahr, als ihn Gott aus den Toten auferweckte. Auch „und der Gottlose kommt an seine Statt“ wurde wahr, als Gott die Juden im Jüdischen Krieg durch die Hand der Römer tötete, die, oder deren unmittelbare Vorfahren, Jesus durch die Hand des Römers Pilatus getötet hatten.

Sowohl am Beispiel von David als auch am Beispiel von Jesus sehen wir, wie der Fromme seine Rechtssache Gott anbefiehlt und Gott tatsächlich Recht schafft. Dieses Prinzip ist von zeitloser Gültigkeit und auch heute noch muß ein Christ danach handeln.

Röm 12,19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« (dies schrieb Paulus an die Christen zu Rom)

(zwischenzeitliche Erniedrigung des Feindes des Frommen durch Gott)

Röm 12,20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).

Zwischen den Versen Röm. 12, 19 und Röm. 12, 20 liegt die Erniedrigung des Feindes eines Christen durch Gott. Gott straft den Feind des Christen durch materielle Not (Hunger und Durst). Indem der Christ seine Rechtssache Gott anbefiehlt, gibt er Gott die Gelegenheit zu handeln. Gott züchtigt den Feind, wodurch dieser empfänglich wird für die Liebe des Christen und somit die Liebe Gottes („feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln“).

Dies rückt auch das Gebot der Feindesliebe aus der Bergpredigt in ein neues Licht. Der Christ steht gar nicht auf verlorenem Posten, ist gar nicht der Fußabtreter des Gottlosen, sondern wenn er seine Rechtssache Gott anbefiehlt, wird Gott seine Feinde vor ihm erniedrigen, worauf der Christ Liebe an ihnen üben kann ohne jegliche Form von Feigheit, Kriecherei, Fußlecken und Duckmäusertum.

 Lk 6,27 Aber ich (Jesus; R. B.) sage euch (die Jünger; R. B.), die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen;

Der Christ muß nicht seine Würde aufgeben, wenn er seinen Feinden Liebe entgegenbringt, das ist ein schweres Missverständnis, mit dem dringend aufgeräumt werden muß.

Exkurs zum Thema „die Welt“

Mit dem Begriff „die Welt“ ist eigentlich das böse Weltsystem gemeint, das in der Bibel auch „Babylon“ genannt wird. Die Substanz dieses Weltsystems ist die ganze Menschheit, alle Menschen, die nicht an Jesus glauben. Die Menschheit wiederum kann man „Hure“ oder „Hure Babylon“ nennen. Die Menschheit bzw. „Hure Babylon“ befindet sich unter der Herrschaft antichristlicher Regierungen, die mit den falschen Religionsgemeinschaften kooperieren. Die Summe aller antichristlichen Regierungen und die Summe aller falschen Religionsgemeinschaften wird in der Bibel jeweils „Tier“ im Sinne von „gefährliche Bestie“ genannt. Die antichristlichen Regierungen lassen sich durch die niedrigen Instinkte der Menschheit leiten und die antichristlichen Regierungen wiederum fördern alles, was antichristlich ist – das Ganze ist eine tödliche Abwärtsspirale, die in den Abgrund führt.

Siehe auch Auslegung Offenbarung 17 und Auslegung Offenbarung 18

Ende Exkurs „die Welt“

9Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken’s und werden erlöst.“

Die sprichwörtlichen Heuchler zur Zeit Jesu waren die Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie glaubten selbst nicht an einen Erlöser und lehrten die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken (die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken ist eine Irrlehre und entspricht auch nicht dem Befund des Alten Testamentes). Indem sie nicht an einen Erlöser glaubten, gingen sie nicht in das Himmelreich und indem sie falsch lehrten, verschlossen sie das Himmelreich vor den Menschen (gewöhnliche Juden).

Mt 23,13 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen.

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten bestand in einer äußerlichen Frömmigkeit. Innerlich aber waren sie voller Raub und Gier.

Mt 23,25 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!

Mt 23,27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!

Das Gesetz (Gesetz der Thora bzw. fünf Bücher Mose) führt dazu, daß der (unerlöste)Mensch mehr statt weniger sündigt, denn die Sünde nimmt Anlass am Gebot.

Röm 7,8 Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden aller Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot. (das schrieb Paulus; R. B.)

Wer die Lehre der Pharisäer und Schriftgelehrten annahm, musste genauso zum Heuchler werden wie sie selbst, denn das sündige Fleisch des Menschen kann dem Gesetz Gottes nicht untertan sein.

Röm 8,7 Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht.

Letztlich blieb den Juden, die heimlich in Sünden lebten, was sie sicherlich nicht zugaben, nur noch übrig, sich auf ihre Abstammung von Abraham, die Beschneidung, das bloße Haben des Gesetzes und die Sabbatheiligung zu stützen – die vier Säulen des Judentums. Ein Jude besserte sich durch seinen Glauben nicht sittlich-moralisch, sondern hielt sich fest an seiner Abstammung von Abraham, seiner Beschneidung, seiner Zugehörigkeit zu dem Volk, dem Gott das Gesetz gegeben hatte, und seiner Sabbatheiligung. Was aber der Gott Israels gewollt hätte, wäre die tatsächliche sittlich-moralische Besserung durch die Kraft eines Erlösers gewesen. Durch ihre falsche Religion des Gesetzesjudentums verdarben die Juden („durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt“).

Die falsche Religion des Gesetzesjudentums hatte den „Vorteil“ für den Menschen, daß sie nicht von ihm verlangte, wirklich Buße zu tun über Gier nach Macht, Ehre und Reichtum, wirklich auszusteigen aus dem Wettbewerb der Statussymbole, aufzuhören mit dem Sammeln von irdischen Gütern, aufzuhören mit krankhaft-neurotischer Zukunftsvorsorge.

„aber die Gerechten merken’s und werden erlöst“

Eine Zeit des Aufmerkens war z. B. gekommen, als Johannes der Täufer predigte. Johannes der Täufer verlangte wirkliche sittlich-moralische Besserung. Der äußerliche Gottesdienst des Gesetzesjudentums war für ihn wertlos und bedeutungslos.

Lukas 3, 10-14 10Und das Volk fragte ihn (Johannes der Täufer; R. B.) und sprach: Was sollen wir denn tun? 11Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also. 12Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. 14Da fragten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und laßt euch genügen an eurem Solde.

Natürlich hatten viele Juden innere Kämpfe, nachdem sie die Predigt des Johannes gehört hatten, etliche wurden auch krank. Die Krankheiten aber gehörten zu ihrer Errettung bzw. führten ggf. zu ihrer Erlösung. Die Krankheiten waren eine Zuchtmaßnahme Gottes, um den Juden zu helfen, sich vom Gesetzesjudentum zu verabschieden und an Jesus, Gottes Sohn, zu glauben.

Hebr 12,8 Seid ihr aber ohne Züchtigung (Krankheit; R. B.), die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.

Die Kranken, sprich armen, geknickten Sünderlein, kamen dann zu Jesus. Jesus konnte mehr tun als Johannes der Täufer. Johannes konnte nur zur Buße rufen, was ggf. innere Kämpfe bei den Menschen hervorrief, Jesus aber konnte das Heil geben. Jesus gab jenen, die zu ihm kamen, die Kraft ihre Sünde zu überwinden, außerdem vergab er ihnen. Die Heilung von sichtbarer Krankheit war ein Bild für die unsichtbare Sündenvergebung. Die unsichtbare Vergebung der Sünden war genauso real wie die sichtbare, körperliche Heilung.

Mt 9,6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh heim!

10Eine Stadt freut sich, wenn’s den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh. 11Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.“

Der eigentliche Gottlose ist der Irrlehrer. Viel schlimmer, als selbst zu sündigen, ist es, andere zum Sündigen zu verführen. Alle Anhänger falscher Religionen, von Irrlehrern verführt, bleiben in ihrem sündigen Fleisch stecken – sie müssen sündigen, weil sie nicht die Erlösung haben, die in Christus Jesus ist. Das sündige Fleisch ist gierig nach Macht, Ehre und Reichtum. Unter Vernachlässigung von Gerechtigkeit, sucht es diese Dinge zu erlangen. Es ist klar, daß es für eine Stadt, eine Region oder ein ganzes Land schädlich sein muß, wenn seine Einwohner Krieg führen um Macht, Ehre und Reichtum, statt friedlich zu kooperieren. Wenn es im Gegensatz dazu der christlichen Kirche gelingt, die Irrlehrer auszuschalten (durch Verfluchung der Irrlehrer und Information der Gesellschaft über die Schädlichkeit der Irrlehren), ist das zum Segen der Stadt. Das Evangelium, das die christliche Kirche verkündet, leitet die Menschen zur Brüderlichkeit. Sie versuchen dann mit ihren Gaben der Gemeinschaft zu dienen und nicht jeder will der Größte, das Haupt oder der Chef sein. Das Evangelium führt zu wirklicher Besserung, bleibt nicht bei guten Vorsätzen stehen, da durch das Evangelium das sündige Fleisch, die sündige Natur des Menschen, wirklich überwunden wird.

Jakobus 3, 13-18 13Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. 14Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht wider die Wahrheit. 15Das ist nicht die Weisheit, die von obenherab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch. 16Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding. 17Die Weisheit von obenher ist auf’s erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. 18Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesät im Frieden denen, die den Frieden halten.

Jakobus 4, 1-6 1Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? 2Ihr seid begierig, und erlanget’s damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnt damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet; 3ihr bittet, und nehmet nicht, darum daß ihr übel bittet, nämlich dahin, daß ihr’s mit euren Wollüsten verzehrt. 4Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen (damit ist wohl der geistliche Ehebruch gemeint: Christus verlassen und dem Teufel anhangen wie die Welt; R. B.), wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. 5Oder lasset ihr euch dünken, die Schrift sage umsonst: Der Geist, der in euch wohnt, begehrt und eifert? 6Er gibt aber desto reichlicher Gnade. Darum sagt sie: „Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“

Eine reale irdische Stadt ist immer eine Mischung aus Frommen und Gottlosen. Meistens wird sich der Einfluss der Frommen, der Kirche, darauf beschränken müssen, einen mildernden Einfluss auszuüben. Nur wenn man unter „Stadt“ die Kirche an sich versteht, dann soll in ihr natürlich kein einziger Gottloser gefunden werden und keine Irrlehre. Alle Bürger jener „Stadt“, der Kirche, würden sich freuen, wären froh, wären hoch erhoben.

Der Friede, den wir heute in Deutschland haben, ist natürlich nur ein Scheinfriede und hat nichts mit einem Frieden zu tun, der durch den Einfluss der christlichen Kirche hervorgerufen würde. Der heutige Scheinfriede in Deutschland wird durch repressive Maßnahmen des Staates erzwungen. Unter der Oberfläche aber brodelt es und der Druck im Kessel steigt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das Ganze in die Luft fliegt. Kein Staat dieser Welt wird es schaffen, Menschen, die innerlich völlig verwildert sind, dazu zu zwingen, sich im Alltag zivilisiert zu verhalten. Wir steuern auf eine Katastrophe zu.

Moderne Heuchler:

  • Papst Franziskus (der Erzheuchler)
  • Heinrich Bedford-Strohm (Hohepriester des Gottes, dessen „Beruf“ es ist, zu vergeben)
  • alle „Geistlichen“ der römisch-katholischen Kirche (Tentakel des Erzheuchlers)
  • alle „Geistlichen“ der evangelischen Kirche (bringen Spießbürger statt Christen hervor)
  • alle Prediger, Leiter, Pastoren, Älteste der Evangelikalen (Wiedertäufer)
  • alle muslimischen Imame, Mullahs, Scheichs, Hodschas, etc. (Schlächter Allahs)
  • u.v.a.m. (leider)

12Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still.“

Die Pharisäer und Schriftgelehrten zürnten dem Volk, beleidigten und verfluchten es. Das war pervers, denn die Pharisäer und Schriftgelehrten waren ja selbst verantwortlich für den sittlich-moralischen Ruin des Volkes Israel, indem sie falsch lehrten – die Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken. Die Pharisäer und Schriftgelehrten entbehrten jeglichen Einflusses des Geistes Gottes, denn sonst hätten sie ihre eigene Sündhaftigkeit gespürt und wären mit den Sündern aus dem Volk freundlicher umgegangen.

Joh 7,49 Nur das Volk tut’s (an Jesus glauben; R. B.), das nichts vom Gesetz weiß; verflucht ist es. (das sagten die Pharisäer; R. B.)

Joh 9,34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und lehrst uns? Und sie stießen ihn hinaus. (das sagten die Pharisäer zu einem Blindgeborenen, den Jesus wieder sehend gemacht hatte)

Die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten eine ziemlich niedrige Meinung vom Volk, das sieht man schon an diesen zwei Versen aus dem Johannesevangelium.

Im Gegensatz zu den Pharisäern und Schriftgelehrten machte Jesus den gewöhnlichen Sündern keine Vorwürfe wegen ihrer Sünden, wobei Jesus der einzige gewesen wäre, der das Recht dazu gehabt hätte, denn er war ohne Sünde. Jesus war im Gegensatz zu den religiösen Führern der Juden sanftmütig und von Herzen demütig. Jesus richtete die Menschen nicht, sondern bot ihnen Heil und Erlösung an – so tat er den Willen Gottes.

Mt 9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten. (das sagte Jesus zu den Pharisäern; R. B.)

Oberflächlich betrachtet scheinen die Heuchler dazu gelernt zu haben. Die modernen Heuchler zürnen den Sündern nicht, beleidigen und verfluchen sie nicht. Im Gegensatz zu den antiken Heuchlern richten sie die Sündern nicht, sondern legalisieren die Sünde. Sie sagen den Sündern, ihre Sünden seien überhaupt keine Sünden (z. B. Hurerei, Ehebruch, Homosexualität, Verehrung Mohammeds, Materialismus, Abtreibung, etc.). Die Legalisierung der Sünde durch die modernen Heuchler ist für den Sünder zunächst sehr angenehm (angenehm im Vergleich zum Scharfrichten durch die antiken Heuchler). Langfristig jedoch ist das Legalisieren der Sünde durch die modernen Heuchler für den Sünder genauso schädlich wie das bösartige Richten durch die antiken Heuchler. Wie die antiken Heuchler enthalten die modernen Heuchler dem Sünder die Erlösung vor, die in Christus Jesus ist. Der Sünder bleibt in seiner Sünde gefangen und wird daran zugrunde gehen. Die Sünde selbst wirkt zerstörerisch, sie ist ein tödliches Gift.

Röm 6,23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

1Kor 15,56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.

„aber ein verständiger Mann schweigt still“

Damit kann nur gemeint sein, daß der Fromme den gewöhnlichen Sünder nicht scharf richtet wegen seiner Sünde. Nicht kann damit gemeint sein, daß der Fromme gegenüber dem Sünder die Sünde verharmlost bzw. legalisiert. Ein Frommer, der die Sünde legalisiert ist genauso vom Glauben abgefallen, wie ein Frommer, der die Sünder scharfrichtet wegen ihrer Sünde. Der echte Fromme ist sich seiner eigenen, natürlichen Sündhaftigkeit bewusst. Er weiß, daß er im Grunde zu jeder Sünde fähig ist. Nur durch Gnade, Jesus, überwindet er sein sündiges Fleisch und tut gerechte Taten, die Gott wohlgefällig sind. Über diese Gnade will der Fromme den Sünder unterrichten, damit auch jener fromm werde durch die Gnade Gottes, Jesus.

Tit 2,11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen

13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.“

Die meisten Söhne Jakobs (der Erzvater Israels) waren zumindest zeitweise nicht sehr fromm. Juda, einer von ihnen, wollte die Frau Tamar scharfrichten wegen Hurerei, obwohl er selbst ein Hurenbock war. Er selbst hatte Tamar geschwängert, ohne es zu wissen.

1Mo 38,24 Nach drei Monaten wurde Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben; und siehe, sie ist davon schwanger geworden. Juda sprach: Führt sie heraus, dass sie verbrannt werde.

(Tamar hatte sich als Hure verkleidet, sodaß Juda nicht wußte, wer sie war, und nicht wissen konnte, daß sie von ihm schwanger war)

1Mo 38,16 Und er (Juda; R. B.) machte sich zu ihr (Tamar als Hure verkleidet; R. B.) am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter war. Sie antwortete: Was willst du mir geben, wenn du zu mir kommst?

Im Gegensatz zu Juda war Joseph, der Mann Marias und Vater Jesu, sehr fromm. Er ging zunächst davon aus, daß Maria ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte, weil sie ohne sein Zutun schwanger geworden war. Dies posaunte er aber nicht laut heraus, wollte sie auch nicht töten, sondern gedachte, sie heimlich zu entlassen – so hatte er ein getreues Herz.

Matthäus 1, 18-19 18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.

Zu Vers 10: Nicht nur der Krieg um Macht, Ehre und Reichtum zerstört eine Gesellschaft, sondern auch das gegenseitige Schmähen und Verleumden der Sünder wie wir aus Vers 12 und 13 sehen. Es ist klar, daß das keine vertrauensbildende Maßnahme ist, wenn man in der Öffentlichkeit die schmutzige Wäsche seinen Nächsten wäscht. Schmähen und Verleumden schafft Entzweiung. Aber nur wenn wir kooperieren, eine wirkliche Gemeinschaft sind, dann werden wir auch etwas erwirtschaften sowohl im irdischen als auch im geistlichen Sinne. Wenn sich Schmähen und Verleumden ausbreiten, ist das der Tod einer Gesellschaft.

14Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.“

Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter;“

Das haben wir heute in Deutschland, Gottlosigkeit allerorten. Den guten „Rat“, den christlichen Glauben, den Glauben an Jesus, haben wir von uns gestoßen. Überall treibt das sündige Fleisch seine Blüten. Die Gottlosigkeit hat die Deutschen entzweit. Isoliert von einander und einsam vegetieren sie dahin in Städten und auf oberbayerischen Kuhdörfern.

„wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.“

Die deutsche Gesellschaft ist ruiniert – wenn nicht bald ein Wunder geschieht, werden wir komplett untergehen und aus der Geschichte verschwinden. Evangelisten („Ratgeber“) braucht das Land. Nur das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus kann uns retten. Doch wer würde es glauben?

Lk 18,8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden? (dieser Vers sagt praktisch, daß Jesus zu einer Zeit wiederkommt, wo fast niemand mehr an ihn glaubt; R. B.)

15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.“

Wenn man für den Nächsten „bürgt“, er sei von Natur aus gut, das ist der schlechteste, denkbare „Rat“, denn die Wahrheit ist, daß wir alle die degenerierte Natur des gefallenen Adam biologisch geerbt haben. Nur wer seine „Erbsünde“ einräumt, wird sich auch nach Erlösung ausstrecken. Wer also die Erbsünde leugnet, ist mit verantwortlich für die sittlich-moralische Verwahrlosung seines Nächsten und wird dafür am Jüngsten Tag zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist wie bei einer monetären, realen Bürgschaft: Ich verhelfe meinem Nächsten zu einem Kredit, dessen er nicht würdig war. Am Ende muß ich selbst für meinen Nächsten geradestehen.

“ 16Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.“

Das „holdselige Weib“ ist die christliche Kirche. Sie übernimmt keine törichten Bürgschaften, sondern klärt die Menschen über ihre natürliche Sündhaftigkeit auf. Damit verhilft sie den Menschen zum ersten Schritt zur Erlösung. Wer ist holdseliger als der, der anderen zur Erlösung verhilft? Zumindest den modernen Tyrannen (z. B. Frau Merkel und Herr Bedford-Strohm) ist es im Gegensatz dazu „scheißegal“, was einer glaubt – Hauptsache er malocht bis zum Umfallen und zahlt Steuern, von denen sich die Staats- und Kirchendiener mästen können. Das ist die Religion des Endes: der aufgeklärte Materialismus: Sexuelle und religiöse Toleranz am Arbeitsplatz, um die Produktivität zu erhöhen (die Wirtschaft braucht tolerante Teamplayer) – die totale Pervertierung des allgemeinen, christlichen Liebesgebotes. Diese „Liebe“ am Arbeitsplatz ist in den Augen Gottes Hass, denn sie dient dem Materialismus, dem Götzen Mammon.

Wirkliche Liebe:

Man soll seinen Nächsten lieben wie sich selbst nicht um des Arbeitsfriedens willen sondern um Gottes willen. Die christliche Liebe bringt auch immer Christus mit und läßt ihren Nächsten nicht umkommen in seiner falschen sexuellen Orientierung (z. B. Homosexualität) oder seiner falschen Religion (z. B. Islam). Die christliche Liebe ermuntert zur Buße und zum Glauben an Jesus, Gottes Sohn und Gott.

Kol 1,28 Den (Jesus; R. B.) verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.

17Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch.“

Der „barmherzige Mann“ ist Jesus. Auch wenn er zunächst leiden mußte, tat er sich doch selbst Gutes durch seine Barmherzigkeit (in seiner Barmherzigkeit litt er für die Sünder). Die Braut Christi, die Kirche, wird ihm am Jüngsten Tag zugeführt werden und bei ihm sein bis in alle Ewigkeit. Die Liebe zwischen Christus und seiner Kirche bzw. seiner Braut ist natürlich nicht erotisch, wie ein verblödeter Student der evangelischen Theologie vermuten möchte, sondern geistlich.

Ps 45,10 In deinem Schmuck gehen Töchter von Königen; die Braut steht zu deiner Rechten in Goldschmuck aus Ofir.

Jes 40,10 siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb (die Kirche; R. B.), geht vor ihm her.

Jes 62,11 Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb (die Kirche; R. B.), geht vor ihm her!

Offb 21,2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Der Teufel (der Unbarmherzige), der so viele Menschen von Gemeinschaft mit Christus und Gemeinschaft untereinander durch Christus ferngehalten hat, wird in einem feurigen Pfuhl gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

18Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut.“

Wie gesagt, der Gottlose schlechthin ist der Irrlehrer. Er hält den Sünder von der Erlösung fern, die in Christus Jesus ist, und speist ihn mit religiösem Tand ab. All die Nachfolger und Anhänger der Irrlehrer werden verloren gehen trotz ihres religiösen Tands und so schlägt die Arbeit der Gottlosen (Irrlehrer) fehl. Im Gegensatz dazu sät die christliche Kirche Gerechtigkeit, indem sie die Menschen auf ihre Erbsünde hinweist und Heil und Erlösung in Christus Jesus anbietet. Sowohl die Lehrer der christlichen Kirche als auch jene, die sich durch sie zu Jesus bekehren, werden ewigen Lohn („Gut“) empfangen.

Dan 12,3 Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

2Kor 5,10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.

Die Gerechtigkeit, die die Kirche sät, ist Jesus. Der natürliche Mensch ist verdorben und nur in Christus Jesus können wird gerecht sein. Das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus ist die einzige Religion, die funktioniert, denn sie setzt nicht auf das sündige Fleisch des Menschen, das absolut unverbesserlich ist, sondern macht den Menschen der Gegenwart einer göttlichen Person teilhaftig, die ihm hilft, gerecht zu handeln trotz seiner natürlichen Sündhaftigkeit.

Joh 4,36 Wer erntet, empfängt schon seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet.

19Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.“

Vers 19 bezieht sich nicht auf den guten Staatsbürger bzw. den gemeinen Verbrecher, denn das weiß ja sowieso jeder, daß es die Verbrecher in einem zivilisierten Land nicht weit bringen werden und der brave Staatsbürger in der Regel einen gewissen Wohlstand genießt. Nein, Vers 19 bezieht sich auf die christliche Gerechtigkeit, die über die staatsbürgerliche Gerechtigkeit weit hinaus geht. Gerechtigkeit, Jesus, ist sogar das Leben.

 Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr (Marta, die Schwester des Lazarus; R. B.): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Wer in Jesus ist, der lebt nicht nur für sich selbst sondern auch für andere – Leben geht von ihm aus, weil er mit der Quelle des Lebens verbunden ist. Die Glieder der Kirche sind Brüder und Schwestern im Herrn. Sie vegetieren nicht nur nebeneinander her ohne Beziehungen wie die Bürger dieser Welt, sondern teilen ihr Leben miteinander. Durch Christus haben sie wirkliche Gemeinschaft, Christus ist ihre Gemeinschaft. Die Glieder der Kirche sind durch Christus so eng miteinander verbunden, daß sie sogar der Leib Christi genannt werden. Ohne Ansehen der natürlichen Person wird jeder, der an Jesus glaubt, in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Christen ist unabhängig von allen natürlichen Gegebenheiten: Berufliche Position, Reichtum (sozialer Status), Intelligenz, Eloquenz, Schönheit, Hautfarbe, Rasse, Nationalität, Sozialkompetenz, etc.

1Kor 12,13 Denn wir sind durch „einen“ Geist alle zu „einem“ Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit „einem“ Geist getränkt.

2Kor 5,16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch (natürliche Gegebenheiten; R. B.); und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.

Der gute Staatsbürger (wenn man Vers 19 primitiv auslegen würde) ist dennoch jemand, der dem Übel nachjagt, wenn er nicht an Jesus glaubt. Ohne Glauben an Jesus ist der Mensch selbstsüchtig, lebt nur für sich selbst. Dies kann er auch durch gute Vorsätze nicht überwinden. In den Augen Gottes jagt nicht nur der gemeine Kriminelle (wenn man Vers 19 primitiv auslegen würde) dem Übel nach sondern auch jener, der nur für sich selbst lebt. Für viele gute Staatsbürger wird es am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben, denn sie verwechselten Staatsbürgertum mit Christentum.

Die Friedhofsruhe, die man spürt, wenn man heute am Sonntag in München durch ein Wohngebiet geht, ist durchaus Ausdruck des „Todes“, von dem in Vers 19 die Rede ist. Es wohnen da lauter brave Staatsbürger (Spießbürger), aber sie haben kaum etwas miteinander zu tun – das ist der geistliche Tod. Indem sie ganz hingenommen sind im Erwerben von Statussymbolen, Wohlleben  und Zukunftsvorsorge, gehen sie am wirklichen Leben vorbei. Indem sie diesen Dingen nachjagen („dem Übel“), Gott nicht suchen, bleiben sie im geistlichen Tod ohne Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche.

20Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.“

Der geistliche Tod, indem die braven Staatsbürger hier auf Erden leben, wird sich in der Ewigkeit fortsetzen im zweiten Tod. Nicht wird es so sein, daß jene, die hier auf Erden der spießbürgerlichen Selbstsucht frönten, ewige Gemeinschaft mit Christus und seiner Braut haben werden. Der Himmel ist nichts anderes als der Ort ewiger Gemeinschaft mit Christus und seiner Braut. Wer das hier auf Erden schon ablehnt, indem er sich von der wahren Kirche fernhält, der wird es auch in der Ewigkeit nicht genießen dürfen. Wer sich hier auf Erden von der wahren Kirche fernhält, der sagt praktisch, er wolle nicht in den Himmel. Von daher auch der Geruch des Todes in Münchner Wohngebieten am Sonntag.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Die Frommen, die hier auf Erden schon Gemeinschaft mit Gott und seiner Kirche suchten, werden diese Gemeinschaft auch von Ewigkeit zu Ewigkeit genießen dürfen, denn Gott hat Wohlgefallen an ihnen.

Offb 21,23 Und die Stadt (die Braut Christi; R. B.) bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm (Jesus; R. B.).

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 10

1Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen. 2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode. 3Der HERR läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde. 4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich. 5Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden. 6Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. 7Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen. 8Wer weise von Herzen ist nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. 9Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden. 10Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. 11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. 12Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen. 13In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute. 14Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken. 15Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde. 16Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde. 17Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre. 18Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr. 19Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug. 20Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts. 21Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben. 22Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe. 23Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt. 24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. 25Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich. 26Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. 27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. 28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. 29Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde. 30Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. 31Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet. 32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.

Auslegung

1Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.“

Ein „weiser Sohn“ ist ein Sohn, der an Jesus Christus glaubt. Es geht hier nicht um die natürliche Intelligenz eines Kindes. Ein „törichter Sohn“ ist ein Sohn, der nicht an Jesus Christus glaubt. Auch hier geht es nicht um die natürliche Intelligenz eines Kindes. Salomo geht natürlich von Eltern aus, die selber auch an Jesus glauben.

2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode.“

Zunächst mag man bei „unrecht Gut“ an unrechtmäßiges Einkommen denken. Der den Arbeitern vorenthaltene Lohn ist z. B. unrechtes Einkommen. Aber die Formulierung greift noch viel weiter. Es geht überhaupt um alle Werke des religiösen Menschen, der einer falschen Religion anhangt. Die guten Werke der Katholiken werden ihnen am Jüngsten Tag nicht helfen, denn Gott will nicht, daß wir gute Werke (im Sinne der Katholiken) tun, sondern uns tatsächlich im Alltagsleben bessern durch die befreiende Kraft Christi.

Katholische, gute Werke: Rosenkranz, Heiligenverehrung, Wallfahrten, Fastenordnungen, Mönchwerden, etc.

Der Protestant (Billige-Gnade-Protestant) mag sich rühmen, er vertraue allein auf das Sühneopfer Jesu am Kreuz und glaube an die Vergebung der Sünden auf Grundlage dieses Opfers; die Gerechtigkeit aus Werken lehne er ab. Die „guten Werke“ des Billige-Gnade-Protestanten bestehen darin, daß er überhaupt keine Werke tut, sondern sich völlig an die sündige Welt anpasst. Sein „gutes Werk“ ist seine Anpassung an die Welt. Vielleicht wird er sich am Jüngsten Tag vor Gott rühmen wollen, wie tolerant er gegenüber seinen muslimischen und homosexuellen Arbeitskollegen war. Aber auch dieses „unrechte Gut“ hilft nicht.

Der Evangelikale wird behaupten, er tue keine guten Werke, sondern lebe in der Nachfolge Jesu Christi, die für einen Christen selbstverständlich sei. Wie der Protestant setzt er bezüglich der Vergebung allein auf das Sühneopfer Jesu am Kreuz. Allein, dadurch daß der Evangelikale die Sakramente leugnet bzw. den sakramentalen Charakter des Christentums, bleibt seine Nachfolge wertlos. Auch dieses „unrechte Gut“ wird nicht helfen. Wer nicht sakramental mit Jesus verbunden ist, kann ihm nicht recht nachfolgen, denn er ermangelt der befreienden Kraft seines Todes und seiner Auferstehung. Die Nachfolge der Evangelikalen ist stümperhaft, ohne Wert vor Gott. Mag ein Evangelikaler sich noch so ernsthaft bekehrt haben, noch so ernsthaft nachfolgen wollen, er bleibt doch völlig bei sich selbst, gefangen in seinem sündigen Fleisch. Wir alle haben die sündige, degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt.

Auch für Muslime, Buddhisten, Hindus, Zeugen Jehovas, Adventisten, Messianische Juden, orthodoxe Juden, Mormonen, etc. wird es am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben und ihr „unrechtes Gut“ wird nicht helfen.

Allein die Gerechtigkeit Jesu Christi errettet vor dem Tode, dem zweiten Tod. Der zweite Tod ist die Verurteilung zum ewigen Aufenthalt in einem feurigen Pfuhl. Dieses Urteil wird Gott am Jüngsten Tag über alle aussprechen, die nicht an Jesus Christus geglaubt haben.

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Der Glaube des wahren Christen ist nicht nur ein Für-wahr-halten des Evangeliums. Der wahre Glaube existiert nur in einem Leben der Nachfolge aus der Kraft Christi, wobei die Nachfolge aus der Kraft Christi mit der sakramentalen Taufe beginnt oder wenn man sich auf seine bereits vorhandene Kindertaufe bezieht (keine Wiedertaufe!).  Im Gegensatz zu den Evangelikalen hat der Christ wirklich die Kraft Christi, denn er ist durch Glaube und sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) mit ihm verbunden. Der wahre Christ ist tatsächlich in Christus bzw. Christus ist in ihm. Der Christ stellt seine Glieder Christus zur Verfügung, der sie zu Werken gebraucht, die Gott wohlgefällig sind.

Am Jüngsten Tag wird der Christ sich nicht all seiner Werke, die er getan hat, rühmen, sondern sagen: „Die Ehre gebührt Christus – er in mir tat die Werke.“ Die Werke des Christen waren sichtbarer Glaube an Jesus.

Röm 8,11 Wenn nun der Geist dessen (Gottes; R. B.), der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Gal 2,20 Ich (Paulus; R. B.) lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch (Körper; R. B.), das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Bei der sakramentalen Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Der Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Täglich müssen wir die Verheißungen der Taufe „der Sünde abgestorben“ und „in Christus“ gegen unseren sündigen Leib anwenden. Wenn wir so unsere Glieder nicht der Sünde sondern Christus zur Verfügung stellen, halten wir den Glauben – das ist der wahre Glaube, die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Der wahre Christ überwindet seine sündigen Begierden immer mehr und liebt Gott und seine Mitmenschen immer mehr. Allerdings ist die christliche Liebe oft sehr verschieden von dem, was die sündige Welt für Liebe hält. Die Liebe des Christen ist eine Person: Jesus. Immer wenn ein Christ einem anderen Menschen begegnet, bringt er Jesus mit. Jesus ist (solange noch Gnadenzeit ist) weder ein strenger Richter der Sünderlein, noch läßt er die Menschen in ihrer Sünde zugrunde gehen. Jesus ruft die Sünder zur Buße auf und bietet gleichzeitig das Heil, die Erlösung an. Ein Christ wird also weder seine Mitmenschen strenge richten wegen ihrer Sünden noch wird er sie einfach in ihrem Siechtum lassen, dessen Ursache die Sünde ist. So freundlich als möglich wird der Christ dem Sünder die Buße nahelegen und das Heil in Jesus anbieten (ungetaufte Menschen müssen sich jedoch von Seiten des Christen zunächst scharfe Kritik an ihrer heidnischen Religion gefallen lassen; eine längere Konversation wird möglich, wenn der Ungetaufte die Kritik des Christen bereitwillig „schluckt“; Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, sind ähnlich grob wie Ungetaufte zu behandeln).

In den Augen Gottes ist es das schlechthin Selbstverständliche, daß ein Christ Jesus nachfolgt. Jemand, der nicht Jesus nachfolgt, ist kein Christ. Der gleiche Glaube, der dem Christen die Nachfolge aus der Kraft Christi ermöglicht, ergreift auch die Vergebung der Sünden auf der Grundlage des Opfers Jesu am Kreuz, das ein Sühneopfer für unsere Sünden war. Keineswegs will ein Christ durch seine Nachfolge die Vergebung bzw. das ewige Leben verdienen. Nein, Nachfolge und Ergreifen der Vergebung sind der Ausdruck ein  und desselben Glaubens (die Nachfolge ist nichts anderes als sichtbarer Glaube; die Vergebung beruht auch auf dem Glauben, ist aber unsichtbar). Der Glaube, der uns die Kraft gibt, Jesus nachzufolgen, läßt uns auch die Vergebung ergreifen. Jesus starb, was uns betrifft, tatsächlich aus zwei Gründen am Kreuz. Er nahm uns mit hinein in seinen Tod und seine Auferstehung (dies wird uns bei der Taufe zugeeignet), wodurch wir nachfolgen können, und gleichzeitig war sein Tod ein Sühneopfer für unsere Sünden (in der Nachfolge bewahren wir den Glauben und so haben wir die Vergebung).

3Der HERR läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde.“

Der „Gottlose“ ist der Mensch, der irgendeiner falschen Religion anhangt (die einzig wahre Religion ist der Glaube an Jesus). Auch der aufklärerische Materialismus, der heute alles überlagert, ist im weitesten Sinne eine falsche Religion. Die Begierde des Gottlosen bzw. Religiösen besteht darin, daß er Herrlichkeit hier und Herrlichkeit dort will. Das „unrechte Gut“ seiner falschen Religion tröstet ihn über seine mangelnde oder nicht vorhandene sittlich-moralische Besserung durch ein Leben in Christus hinweg. Würde er sich durch den Glauben an Jesus, die wahre Religion, sittlich-moralisch bessern, würde er seine Herrlichkeit hier vielleicht verlieren. Dies gilt besonders dann, wenn die Regierung und die Gesellschaft eines Landes heidnisch sind. Für das moderne Deutschland gilt sicherlich, daß wir allmählich eine neuheidnische Gesellschaft bekommen. Nur wenigen Christen wird es vergönnt sein, in dieser Gesellschaft Herrlichkeit zu erlangen, ohne Christus zu verleugnen. Meistens wird es so sein, daß ein Christ in Deutschland heute lieber auf irdische Herrlichkeit verzichtet, um Christus nicht verleugnen zu müssen. Der „Gottlose“ allerdings ist unter keinen Umständen bereit, auf irdische Herrlichkeit zu verzichten. Das aber müßte er um Christi willen zu tun bereit sein, wenn er an ihn glauben würde. Deshalb sucht sich der „Gottlose“ irgendeine falsche Religion, die es ihm erspart, wirklich in Christus sein zu müssen. Statt in Christus zu sein, sammelt er „unrechtes Gut“ (siehe oben) – durch bestimmt Rituale seiner Religion dispensiert er sich von der echten Nachfolge Jesu. Der „Gottlose“ macht sich selbst etwas vor, lügt sich in die eigene Tasche.

Der Christ mag hier auf Erden, ganz besonders wenn er in einer heidnischen Gesellschaft lebt, schwerlich zu Macht, Ehre und Reichtum gelangen, ohne Christus zu verleugnen. Diese fehlenden irdischen Güter werden durch Christus selbst ersetzt. Der Reichtum des Christen ist Jesus Christus selbst.

Ps 73,25 Wenn ich nur dich (Jesus; R. B.) habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Ps 73,26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

Kol 1,27 denen (die Heiligen; R. B.) Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Die „Gottlosen“ haben zwar irdische Güter aber Gott dafür nicht. Aber Gott allein ist das wahre, das höchste Gut.

4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.“

Niemals wird der „Gottlose“ (der Religiöse; ausgenommen natürlich der echte Glaube an Jesus) sich für die echte, christliche Kirche einsetzen („der Fleißigen Hand macht reich“). Seine ganze Zeit, Kraft und Energie wird er dafür einsetzen, irdische Macht, Ehre und Reichtum zu erlangen. Allerdings wird er so geistlich arm bleiben („lässige Hand macht arm“) und am Ende auch noch die ewige Verdammnis ernten. Die Primitiv-Auslegung von Vers 4 wäre ja, daß man einfach in der alltäglichen Berufsarbeit fleißig sein soll. Aber glauben wir wirklich, daß Salomo uns Dinge mitteilt, die sowieso jeder weiß??? Nein, keiner muß uns auffordern in der alltäglichen Arbeit fleißig zu sein, sondern wir brauchen immer wieder die Ermahnung, uns für das Reich Gottes einzusetzen.

Mt 6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das (Nahrung und Bedeckung; R. B.) alles zufallen (Christus wird jenen, die sich für sein Reich einsetzen, die alltägliche Berufsarbeit erleichtern bis hin zur Versorgung der im vollzeitlichen Dienst Tätigen durch die Kirche; für den vollzeitlichen Dienst bedarf es allerdings der Ordination; R. B.).

“ 5Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden.“

Die Erntezeit ist jetzt. Ganze Heerscharen von Menschen gibt es, die nicht das reine Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus kennen. Viele Menschen gehen zugrunde an ihrer Sünde, wobei sie es nicht einmal wissen, daß der Grund ihres Unglücks ihre Sünde ist. Die Gesellschaft verroht und verwildert immer mehr, auch wegen der Sünde. Wie kann man so gottlos sein, nach irdischer Macht, Ehre und Reichtum zu streben, während Abermillionen von Menschen zugrunde gehen und ohne Hilfe bleiben. Sicherlich ist nicht jeder Christ zum Missionar oder Evangelisten bestimmt; aber jeder kann beten, das Gott Arbeiter sende in seine Ernte und so nimmt er Teil an diesem großen Werk Gottes. Wer überhaupt kein Interesse an der Evangelisierung seiner Mitmenschen hat, stellt damit seine „Gottlosigkeit“ unter Beweis – er wird zu Schanden werden im Jüngsten Gericht.

6Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.“

Der Mund der Gottlosen spricht, Christus werde so bald nicht wiederkommen, aber dann „überfällt“ er sie plötzlich. Mitten in seiner Gottlosigkeit wird der Gottlose weggerafft werden. Der Gerechte aber wacht (kämpft gegen die Sünde und liebt Gott und seine Mitmenschen), denn er weiß, daß der Tag des Herrn kommen wird so unerwartet wie ein Dieb in der Nacht.

1Thess 5,2 denn ihr (die Thessalonicher; R. B.) selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

2. Petrus 3, 3-4 3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen 4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.

Der Segen für jene, die auf ihn warten, wird darin bestehen, daß Jesus sie liebevoll zu sich nimmt, bei seiner Wiederkunft.

1Thess 4,17 Danach (Auferstehung der in Christus entschlafenen; R. B.) werden wir (die Lebenden in Christus; R. B.), die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

7Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen.“

Auf Erden sieht es oft so aus: Der Gerechte wird von der Welt kaum geehrt; der Gottlose wird von der Welt geehrt. Die „Welt“ ist die Menge aller Menschen, die nicht an Jesus glauben, und ihre antichristlichen Regierungen. Natürlich wird die echte Kirche im Gegensatz zur Welt die Gerechten ehren und die Gottlosen nicht ehren.

Gott läßt die Welt mit ihren Nationalstaaten nur deshalb fortbestehen, weil immer wieder Menschen von der sündigen Welt in die Kirche wechseln, indem sie sich bekehren. Die Sünder außerhalb der Kirche brauchen allerdings einen Ort geordneter Existenz und das sind eben die Staaten dieser Erde. Die Regierungen der Staaten helfen den Menschen, daß sie trotz ihrer Sündhaftigkeit, die sehr zersetzend wirkt auf jede Art von Gemeinschaft, doch in einer Art (Not-)Gemeinschaft miteinander leben können. Der Staat bzw. die Regierungen zwingen sozusagen die Sünder sich einigermaßen zu benehmen trotz ihrer innewohnenden Sündhaftigkeit. Die Summe aller Staaten bzw. die Welt hat an sich selbst kein Existenzrecht vor Gott. Nur weil immer wieder Sünder von der Welt in die Kirche wechseln, läßt Gott die Welt noch fortbestehen, die Geschichte weiterlaufen. Das eigentlich wertvolle auf Erden in Gottes Augen ist die Kirche mit ihren Gläubigen.

Für den reinen Weltbürger ist seine bloße Existenz hier auf Erden das Absolute. Er weiß nichts davon oder will es nicht wissen, daß Gott diese Welt nur wegen seiner Kirche existieren läßt. Je weniger Einfluss die Kirche auf Erden hat, das heißt je weniger Christen es auf Erden gibt, desto mehr wird das allgemeine Denken in die Richtung gehen, daß man die Existenz auf Erden für das Absolute hält.

Der nicht-christliche Erdenbürger ist bereit, Macht, Ehre und Reichtum auch mit ungerechten Mitteln zu erlangen. Im Gegensatz dazu verzichtet der Christ lieber auf Macht, Ehre und Reichtum, bevor er eine Ungerechtigkeit begeht. Weil der Nicht-Christ bereit ist, für Macht, Ehre und Reichtum auch Ungerechtigkeit in Kauf zu nehmen, kann man ihn auch als machtgierig, ehrsüchtig und habgierig bezeichnen. Die Gier und die Sucht sind bedenkenlos in der Wahl ihrer Mittel.

Alle Erdenbürger leiden unter einer Krankheit, der Sünde. Wenn ein Sünder auf Erden nach Macht, Ehre und Reichtum strebt, dann bedeutet das, daß er über Leute herrschen will, von Leuten geehrt werden will, auf Kosten von Leuten mehr haben will als andere, die krank sind, krank an der Sünde. Ein Kranker will über Kranke herrschen – lächerlich. Viel eher wäre es aber angebracht, den Leuten zur Genesung von ihrer Krankheit zu verhelfen – das macht die Kirche – und natürlich auch selbst zu genesen.

Jene, die nach Macht, Ehre und Reichtum streben, buckeln nach oben und treten nach unten. So ist die Welt nicht eine Gemeinschaft von edlen, brüderlich gesinnten Menschen, die sich immer gleich verhalten ohne Ansehen der Person, sondern eine Hierarchie von Heuchlern, bissigen Hunden. Habe ich einen Mächtigeren vor mir, stelle ich mich demütig und unterwürfig; habe ich einen vor mir, der auf gleicher Stufe ist wie ich oder niedriger, schalte ich auf Kommando-Ton um.

Das Grundproblem ist, daß auf nicht-christliche Erdenbürger ein böser Geist den Zugriff hat, während Christen vom Heiligen Geist getrieben werden. Der Heilige Geist ist ein Geist der Liebe. Der Christ trachtet nach Brüderlichkeit und will prinzipiell über niemand herrschen. Der Christ will weder nach unten treten noch nach oben buckeln und so ist es klar, daß er jenen im Wege stehen wird, die herrschen wollen. Die Gier nach Macht, Ehre und Reichtum der Nicht-Christen wird von dem bösen Geist bewirkt.

Wenn ich in dieser Welt groß werden will, das heißt daß ich über viele herrsche, viele mich ehren, ich überproportional viel aus dem materiellen „Kuchen“ rausschneide, dann muß ich lange Zeit nach unten treten und nach oben buckeln. Ein Christ wird deswegen in dieser Welt kaum geehrt werden, weil er dieses böse Spiel des Buckelns und Tretens nicht mitmachen kann.

Wie gesagt, Streben nach Macht, Ehre und Reichtum in dieser Welt geht mit Ungerechtigkeit einher. Das genaue Gegenteil davon ist das, was die Kirche tut: sie legt den Sündern die Buße nahe und bietet ihnen das Heil in Jesus an. Die Kirche nimmt sich der Kranken an und will nicht über sie herrschen, sucht nicht ihre Ehrerbietung und ihre Reichtümer.

Die Kirche folgt Jesus nach, indem sie das Wort der Wahrheit, das Evangelium, predigt und das Wort von der Geduld, die Bergpredigt, hält. Indem die Kirche Jesus nachfolgt, bewahrt sie den Glauben und ihre echten Glieder bleiben geschrieben im Lebensbuch des Lammes.

Jene, die auf Erden Macht, Ehre und Reichtum erlangten unter Inkaufnahme von Ungerechtigkeit, werden am Jüngsten Tag wegen ihrer Ungerechtigkeit gerichtet werden.

Offb 20,12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron (der Richterstuhl Gottes; R. B.), und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.

Offb 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. („aber der Gottlosen Name wird verwesen.“)

Das Buch des Lebens könnte man auch als das Buch der guten Erinnerung bezeichnen. Die Kirche blieb durch ihre Nachfolge in Christus, im Glauben und so bleibt sie in guter Erinnerung bei Gott – „das Gedächtnis des Gerechten bleibt im Segen“.

8Wer weise von Herzen ist, nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.“

„Weise von Herzen“ ist der Mensch, der an Jesus Christus glaubt. Durch Jesus kann er ein Leben führen, das nicht regelmäßig mit den Geboten in Konflikt kommt. Meistens wird er durch Jesus die Gebote sogar erfüllen, was wesentlich mehr ist als das Halten der Gebote.

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. (das sagte Jesus; R. B.)

Röm 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. (das schrieb Paulus; die Liebe ist eine Person, Jesus; R. B.)

(Das Gesetz ist die Summe aller Gebote; das Gesetz findet sich in den fünf Büchern Mose, der Thora)

Die „Narrenmäuler“ sind Leiter und Prediger falscher Religionsgemeinschaften. Jene werden hier auf Erden kaum geschlagen (es hängt davon ab, ob die Gesellschaft eines Landes eher christlich oder eher unchristlich ist). Sie predigen den Menschen falsche Lehren. Diese Lehren suggerieren dem Menschen, er könne sich durch die Riten seiner (falschen) Religion Gott nahen, ohne sich wirklich sittlich-moralisch zu bessern im Alltagsleben. Jene „Narrenmäuler“ und ihre hartnäckigen Anhänger werden aber am Jüngsten Tag von Gott geschlagen werden, denn Gott wollte echte sittliche-moralische Besserung durch die Kraft Christi und keine falschen Riten. Bei allen falschen Religionsgemeinschaften „regiert“ letztendlich doch das sündige Fleisch, die sündige Natur des Menschen, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben – sie ermangeln der Erlösung, die in Christus Jesus ist.  Aus dem gleichen „Fleisch“, aus dem im Mittelalter der Fanatismus kam, kommt heute eine krankhafte Toleranz (sexuelle und religiöse Toleranz), die unterm Strich genauso schädlich ist wie der Fanatismus. Der Fanatismus tötet schnell, die Toleranz tötet langsam. Egal was in einer falschen Religionsgemeinschaft gelehrt wird, es regiert doch das Statusdenken (teures Haus, teures Auto, etc.), die Genußsucht und die neurotische Zukunftsvorsorge, da die Glieder einer falschen Religionsgemeinschaft nicht in Gott ruhen. Die falschen Religionsgemeinschaften bringen keine Christen hervor sondern kleine, mickrige Spießbürger. Das gefällt natürlich dem Staat, gerade wenn er in die antichristliche Richtung geht, denn Spießbürger sind gut für die Wirtschaft als Arbeitskräfte und Konsumenten. Deswegen werden die falschen Religionsgemeinschaften auch kaum verfolgt bzw. die „Narrenmäuler“ nicht geschlagen. Eher verfolgt der Staat die christliche Kirche, für die Spießbürgertum, Statusdenken, Genußsucht, Zukunftsvorsorge und götzendienerische Toleranz Fremdworte sind. Als Christ werde ich nicht tolerant sein und Andersgläubigen und Homosexuellen sagen, daß sie aus der Kirche ausgeschlossen sind und sich bekehren müssen, wenn sie das ewige Leben ererben wollen. Wenn sie sich nicht gleich bekehren wollen, werde ich ihnen aber nicht zürnen, sie nicht beleidigen und verfluchen, denn das wäre Fanatismus, böses Richten (Nichtgetaufte und Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, muß man aber strenger behandeln; wenn sie scharfe Kritik an ihrer heidnischen Religion nicht akzeptieren wollen, muß man auf Distanz zu ihnen gehen).

Zu Toleranz und Fanatismus:

Ich behaupte tatsächlich, daß die heutige Toleranz und der mittelalterliche Fanatismus die gleiche Wurzel haben. Der Fanatismus ging mit Blutvergießen einher, die Toleranz läßt den Sünder in seiner Sünde sterben. Da die Sünde langsam tötet, fast unmerklich, erscheint dem Sünder die Toleranz fast als das Gegenteil von Fanatismus und er käme nie auf die Idee, beides  habe die gleiche Wurzel. Hier ist dem Teufel wirklich ein Bubenstück gelungen. Wenn wir so tolerant sind, daß wir unseren Mitmenschen nicht die Buße nahelegen und das Heil in Jesus anbieten, werden sie jämmerlich zugrunde gehen an ihrer Sünde, die man auch als eine Art Krankheit bezeichnen könnte, und am Jüngsten Tag gerichtet werden. Der echte Christ ist weder fanatisch, das heißt er zürnt den Sündern nicht, beleidigt und verflucht sie nicht, noch ist er tolerant und läßt sie untergehen in ihrer Sünde – der echte Christ legt den Sündern die Buße nahe und bietet das Heil in Jesus an. Die Glieder falscher Religionsgemeinschaften haben nicht nur das Problem, daß sie entweder fanatisch oder tolerant sind, sondern sie können das Heil gar nicht vermitteln, selbst wenn sie wollten, da sie es selbst nicht haben.

9Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden.“

Am Jüngsten Tag wird die Unschuld der Weisen und die Schuld der „Narrenmäuler“ aus Vers 8 offenbar werden. Je nach dem, ob eine Gesellschaft mehr christlich oder mehr antichristlich ist, werden die „Narrenmäuler“ hier auf Erden allerdings als die Weisen gelten (für den Christen natürlich eine Zumutung). „Sicher“ vor dem Gericht Gottes ist der Weise in seiner Unschuld. Die „Narrenmäuler“ und ihre Anhänger suggerieren sich selbst Sicherheit vor dem Gericht Gottes, werden am Ende aber doch gerichtet werden – ein böses Erwachen.

1Thess 5,3 Wenn sie (die Nicht-Christen; R. B.) sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben (der Tag des Herrn; R. B.) schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.

10Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.“

Eine Gesellschaft, in der die Unaufrichtigkeit überhand nimmt, ist dem Untergang geweiht („Mühsal“). Die Gesellschaft zersplittert in hunderttausende kleiner Gruppen, die nur ihren Vorteil suchen, dabei aber das Allgemeinwohl vernachlässigen oder gar nicht im Auge haben. Der Guru einer Splittergruppe bestimmt, was Recht und Gesetz für die Glieder seiner Gruppe ist. Diese Gesetze mögen dem allgemeinen Gesetz eines Landes oft zuwider laufen um des Vorteiles der Gruppe willen – das ist ganz schändlich, aber heute normal. Die Glieder einer solchen Splittergruppe müssen natürlich nach außen hin viel lügen („mit den Augen zwinkern“), um nicht aufzufliegen.

11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.“

Der „Gerechte“ ist ein Mensch, der an Jesus glaubt. Er ist weder ein Scharfrichter seiner Mitmenschen (Fanatiker), noch betet er den Götzen Toleranz an, indem er seine Mitmenschen in ihren Sünden untergehen läßt, ohne sie zu warnen. „Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens“, weil er seinen Mitmenschen die Buße nahe legt und das Heil in Jesus anbietet. Nehmen sie seine Botschaft nicht gleich an, so wird er geduldig mit ihnen sein und gemäß der Bergpredigt handeln, falls es sich um sakramental getaufte Menschen handelt. Nicht-Getaufte oder getaufte Menschen, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind (Vollheiden), müssen sich scharfe Kritik bezüglich ihrer Religion anhören. Wenn sie diese nicht schlucken wollen, geht der Christ auf Distanz zu ihnen. Der Christ braucht sich nicht von Menschen (Vollheiden) misshandeln zu lassen, die sein Leben nach der Bergpredigt als erbärmliche Schwäche deuten würden. Im Gegensatz dazu werden getaufte Menschen das sanftmütige und demütige Verhalten des Christen unter Umständen als christliche Liebe werten und es zum Anlass nehmen, sich zu bekehren.

Das Christentum ist die einzig wahre Religion. Alle anderen Religionen sind Lästerungen des christlichen Gottes („Frevel“). Mitten in ihrem (pseudo-)religiösen Trott wird die Anhänger falscher Religionen der Jüngste Tag überraschen und hinwegraffen, der so unerwartet kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

Judas 14-15 14 Es hat aber auch von diesen (Irrlehrer; R. B.) geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben.

12Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen. 13In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute.“

Der Tolerante läßt seinen Mitmenschen in seiner Sünde umkommen, ermutigt ihn vielleicht sogar, darin fortzufahren – das aber ist Hass, denn Sünde macht krank und führt in den Tod. Über dem Eingangstor zur Hölle hängt vielleicht ein Schild mit der Aufschrift: „Toleranz ist Leben“. Die meisten Menschen werden glauben, sie täten ihrem Nächsten etwas Gutes, wenn sie sich tolerant verhalten. Der Teufel hat uns so nahe an den Rand des Abgrunds geführt, daß wir heute das, was Hass ist, als Liebe empfinden – apokalyptisch. Dieses nebeneinander her Vegetieren der Nicht-Christen heute ist nichts weiter als ein stiller „Hader“, ein Hader ohne Worte, eine Friedhofsruhe. Das vernichtende Zeugnis für die Toleranz ist einfach die historische Wirklichkeit. „Toleranz“, das hört sich so gut an, ist salonfähig, etabliert, aber dennoch sind die Menschen heute voneinander getrennt, haben keine wirkliche Gemeinschaft. Allein aber danach, ob die Toleranz gemeinschaftsstiftend wirkt oder nicht, sollten wir sie beurteilen. Da die Toleranz nur zu einem bloßen nebeneinander her Vegetieren führt, muß sie verworfen werden. Die Toleranz kommt aus den tiefen des Abgrundes, aus der Hölle.

Wie gesagt, moderne Toleranz und mittelalterlicher Fanatismus haben die gleiche Wurzel. Wir machen unter Umständen eine Zeitreise ins Mittelalter, wenn wir von München auf ein oberbayerisches Kuhdorf fahren. In München schaut einer über die Sünden des anderen einfach hinweg. Auf einem oberbayerischen Kuhdorf aber tuschelt man, wenn einer sich nicht an die traditionellen Konventionen hält. Hinter dem Rücken des Betroffenen, wenn er nicht anwesend ist, wird der Sünder durch den Kakao gezogen, schmutzige Wäsche gewaschen. „Man wird doch noch die Wahrheit sagen dürfen“, erwidert die Tratschtante (Klatschtante), die den Sünder hintenherum lästert. Ihr Lästern erscheint ihr vielleicht gar nicht als etwas böses. Wer aber lästert, tötet seinen Nächsten mit seiner Zunge; die Zunge wird zur Mordwaffe. Dies ist beinahe genauso schlimm wie das wirkliche Vergießen menschlichen Blutes.

Ps 140,4 Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen, Otterngift ist unter ihren Lippen. „SELA“.

„aber Liebe deckt zu alle Übertretungen“

Sollen nun die Christen so töricht tolerant sein wie die (moderne) Welt und in der Gemeinde über alle Sünden einfach so hinwegsehen? Nein, so ist das nicht gemeint. Wenn ich meinen Bruder (regelmäßig) sündigen sehe, soll ich ihm liebevoll einen Hinweis geben.

Hes 3,21 Wenn du aber den Gerechten warnst, dass er nicht sündigen soll, und er sündigt auch nicht, so wird er am Leben bleiben; denn er hat sich warnen lassen, und du hast dein Leben errettet.

Das „Zudecken“ besteht darin, daß dem Bruder sofort vergeben wird, wenn er umkehrt und die Absolution empfängt.

Joh 20,23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Nicht nur der Bruder, der von seiner Sünde umgekehrt ist und die Absolution empfangen hat, glaubt, daß ihm Gott selbst vergeben hat sondern auch der, der ihn zurechtgewiesen hat – der Zurechtweiser deckt die Sünde zu durch Liebe in Christus. Weil er in Christus ist, glaubt er an die Möglichkeit der Vergebung durch Umkehr und Absolution. Das Nachtragen des menschlichen Fleisches ist ihm fremd, er ist nicht nachtragend. Und sicherlich wird jeder Zurechtweiser ab und zu selbst die Absolution benötigen und dann auch sehnlichst wünschen, daß seine Brüder auch glauben, daß ihm vergeben wurde, ihm Gott selbst vergeben hat.

Die „Verständigen“ findet man in der Kirche, die Narren in der Welt. Die Narren befinden sich in einer Abwärtsspirale des Todes, weil sie sich ihre Sünden einfach so durchgehen lassen, tolerant sind. Am Jüngsten Tag wird offenbar werden, daß die Legalisierung der Sünde keine Lösung war. Spätestens am Jüngsten Tag werden die Narren eine feurige Rute zu spüren bekommen.

Natürlich ist das schlecht Reden über jemand, hinter dessen Rücken, das man heute noch auf oberbayerischen Kuhdörfern finden mag, auch keine Lösung. Die Klatschtanten auf dem Dorf sind genauso närrisch wie die Toleranten in der Stadt. Beide Verhaltensweisen führen in den Tod. Auch die Klatschtanten werden am Jüngsten Tag eine feurige Rute zu spüren bekommen.

14Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken.“

Die „Lehre“ geht aber noch viel weiter, als nur nicht schlecht über seinen Bruder zu reden, hinter dessen Rücken, oder in einer krankhaften Toleranz über alles hinwegzusehen. Nicht nur die Lehre von der Beichte bzw. Absolution ist eine Lehre, die die echte Kirche („die Weisen“) bewahrt, wie wir gleich sehen werden.

(Die Bewahrung der Lehre beginnt damit, daß die Kirche gegen die Narren in ihren Reihen ankämpft, die entweder krankhaft tolerant oder Lästerer sein wollen, denn „ihr Mund ist nahe dem Schrecken“. Eine Gemeinschaft von Toleranten bzw. Lästerern ist keine Kirche, sondern ein wilder, heidnischer Haufen, der am Jüngsten Tag gerichtet werden wird. Klatsch und Tratsch sind in der Kirche unzulässig und müssen bekämpft werden, genauso die krankhafte Toleranz, die einfach über alles hinwegsieht)

15Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde.“

Jene Weisen (die Kirche) aus Vers 14, die die Lehre bewahren, sind reich an Glauben. Gott ist ihr Gut. Wer ist eine feste Burg (Stadt), wenn nicht unser Gott? Jene, die arm sind an Glauben, werden blöd schauen wie die Kühe am Jüngsten Tag. Aber auch hier auf Erden verblöden sie schon, da sie nicht in Gott ruhen. Da sie nicht in Gott ruhen, sind sie in einem Hamsterrad und ihr Leben ist ein einziger Wahnsinn: Essen, Schlafen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Arbeiten, etc. Die Blöden befinden sich auch in einem Wettbewerb der Statussymbole, frönen der Genußsucht und betreiben krankhaft-neurotische Zukunftsvorsorge. Die Blöden in der Stadt sind sehr tolerant, während die Blöden auf dem Land gerne schlecht reden über Unkonventionelle.

16Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde.“

Der Gerechte ist reich an Glauben. Da er in Gott ruht, ist er nicht an sein irdisches Gut gebunden, sondern gebraucht es nur.

1Kor 7,31 und die (die Gläubigen; R. B.) diese Welt gebrauchen, (sollen so sein; R. B.), als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Der Gerechte ist nicht nur nicht an sein irdische Gut gebunden, sondern sein irdisches Gut gehört Gott. (die Kirche darf allerdings daraus kein Recht ableiten, Gaben der Gläubigen einzufordern, zu erzwingen; das Geben bleibt dem freien Willen des Gläubigen in seiner persönlichen Verantwortung vor Gott überlassen).

1Kor 6,19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

Die Kirche unterstützt arme Christen (z. B. aufgrund von Verfolgung arbeitslose Christen) in der Gemeinde. „Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben“, indem er die Institutionen der Kirche finanziell unterstützt, die sich der armen Christen annehmen. Auch sonst hilft der Christ seiner Kirche, ihre Ausgaben (Sold für Ordinierte, Unterhalt von Gebäuden, Bezahlung von Verwaltungsangestellten, etc.) zu bestreiten.

Indem der Christ sich an der Deckung der Kosten der Kirche beteiligt, sammelt er sich Schätze im Himmel.

Der Gottlose ist arm an Glauben. Da er nicht in Gott ruht, ist er an sein irdisches Gut gebunden. All sein Einkommen gibt er aus für Statussymbole, Genußsucht und Zukunftsfürsorge. Dieser Egoismus ist Sünde. Mit den anderen Egoisten führt er Krieg um Macht, Ehre und Reichtum. Auf Erden entbehrt er der frohen Gemeinschaft christlicher Brüder und am Jüngsten Tag wird er gerichtet werden.

17Die Zucht halten, ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre.“

„Die Zucht hält man“, indem man festhält an Beichte, Absolution und Gütergemeinschaft der Heiligen. Durch Beichte, Absolution und (freiwillige) Gütergemeinschaft bewahren sich die Gläubigen gegenseitig auf ihrem Weg zum Himmel.

Im Gegensatz dazu ist die gleiche Gruppe von Personen, die gerne lästert bzw. krankhaft tolerant ist, auch arm an Glauben und hält fest an irdischen Gütern. Solches Verhalten ist zuchtlos und „achtet die Zurechtweisung nicht“. Jene gehen in die Irre und werden in einem feurigen Pfuhl landen.

18Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr.“

Verleumden ist: Über jemanden Unwahres verbreiten mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden.

Gerade in einer heidnischen oder antichristlichen Gesellschaft wird man Armut als Fluch Gottes werten. Das aber ist eine Verleumdung des Armen, die jeder Grundlage entbehrt. Die Glieder der Kirche sind in einer heidnischen Gesellschaft nur deswegen relativ arm, weil sie von der umgebenden Welt mit dem Bann belegt werden: Heidnische Arbeitgeber schreiben ihren gläubigen Angestellten die Kündigung wegen ihres christlichen Glaubens. In einer komplett heidnischen Gesellschaft führt die Kirche einen materiellen Überlebenskampf. Hier kommt die Gütergemeinschaft der Heiligen voll zum Tragen: Jene, die gerade wie durch ein Wunder Arbeit haben, unterstützen jene, die gerade arbeitslos sind.

Die Judenchristen, die im Jakobusbrief genannt werden, scheinen folgendes Problem gehabt zu haben: Die Reichen in der Gemeinde fluchten den Armen. Statt die Gütergemeinschaft der Heiligen zu praktizieren, standen sie im Wettbewerb der Statussymbole wie die Welt. Wenn mir der Wettbewerb der Statussymbole wichtig ist, dann steht mir natürlich ein armer Mensch, der meine Hilfe bräuchte, im Weg. Jeden Euro, den ich für Hilfe ausgebe, kann ich nicht für Statussymbole ausgeben, ich erleide einen Wettbewerbsnachteil.

Das „falsche Maul“ ist das Maul, das sagt: „Arme sind von Gott verflucht“. Die Wahrheit im Gegensatz dazu wäre: „Die Welt tut von Gott geliebte Christen in den Bann und so werden viele von ihnen arm“. Die Lüge, der arme Christ sei von Gott verflucht, spricht man aus wider besseres Wissen, weil man das Geld, das der arme Christ bräuchte, für Statussymbole ausgeben will – solches Verhalten ist nichts anderes als Hass, wird vom Geist des Hasses bewirkt. Wer so über die Armen redet, begeht Rufmord (Verleumdung) an ihnen, wird zum Mörder, dessen Mordwaffe die Zunge ist.

19Wo viel Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug“

Die „vielen Worte“ sind die Worte des Problematisierers. Der Reiche findet immer einen Grund, dem Armen nichts zu geben trotz Gottes Gebot. Der fromme Christ „hält seine Lippen“, indem er nicht problematisiert, sondern dem Armen ganz einfach hilft gemäß der Liebe und im Rahmen seiner Möglichkeiten.

20Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts.“

1. Kor. 16, 2-3 An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme. Wenn ich aber gekommen bin, will ich die, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, damit sie eure Gabe nach Jerusalem bringen. (das schrieb Paulus den Korinthern; R. B.)

An Paulus wurde es wahr, daß „die Zunge des Gerechten köstliches Silber ist“, denn er sammelte Geld für bedürftige Christen in Judäa. Die Christen Judäas waren arm, weil die Juden sie in den Bann getan hatten.

Lukas 16, 19-21 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren 21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre.

Das Herz des Reichen, der den gläubigen Lazarus vor seiner Tür schmachten ließ, war wie nichts, er war gottlos. „Ist wie nichts“ könnte auch heißen „vom Teufel beherrscht“.

21Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.“

Des Gerechten Lippen weiden viele“

Bezüglich Außenstehender (Nicht-Christen):

Der Gerechte ist ein Mensch, der an Jesus glaubt. Er nimmt nicht teil am Krieg der Nicht-Christen um Macht, Ehre und Reichtum, sondern legt seinen Mitmenschen die Buße nahe und bietet das Heil in Jesus an – „so weidet er viele mit seinen Lippen“. Der Christ ist weder ein Schmeichler (krankhafte Toleranz) noch lästert er seine Mitmenschen wegen ihrer Sünden. Der Christ ist auch geduldig mit jenen, die sich nicht gleich bekehren, nachdem er ihnen das Evangelium von Jesus mitgeteilt hat. Er zürnt den Sündern nicht, beleidigt und verflucht sie nicht mit seinen Lippen. Er lebt nach der Bergpredigt, dem Wort von der Geduld mit den Sündern. Nicht-Getaufte oder Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind, müssen scharfe Kritik an ihrer Religion seitens des Christen schlucken. Falls nicht, geht der Christ auf Distanz zu ihnen, denn sie würden sein Leben nach der Bergpredigt als erbärmliche Schwäche deuten und ihn ggf. misshandeln, seine „Schwäche“ ausnutzend.

Hi 32,22 Denn ich weiß nicht zu schmeicheln; sonst würde mich mein Schöpfer bald dahinraffen.

Spr 29,5 Wer seinem Nächsten schmeichelt, der spannt ihm ein Netz über den Weg.

Bezüglich jener, die drinnen sind (Christen):

Klatsch und Tratsch sollten in der Kirche so verpönt sein, wie Schweinefleisch bei den Juden. Der Gerechte, der Christ, gebraucht seine Lippen nicht  zu Klatsch und Tratsch über seinen Bruder, der gesündigt hat bzw. sündigt, sondern ermahnt ihn unter vier Augen. Wenn der Bruder bereit ist, umzukehren, nimmt der Christ ihm die Beichte ab und erteilt die Absolution im Namen des dreieinigen Gottes. Ob die Beichte bevorzugt von einem Ordinierten (Amtsträger) abzunehmen (zu hören) wäre, wäre noch zu verhandeln. In einer heidnischen bzw. antichristlichen Gesellschaft wird die Kirche einen materiellen Überlebenskampf führen, da die Gesellschaft etliche ihrer Glieder in den Bann tun wird, worauf diese arbeitslos werden. Hier ist die Gütergemeinschaft der Heiligen von essentieller Bedeutung. Niemals wird ein wohlhabender Christ, der wie durch ein Wunder noch Arbeit hat, seine Lippen missbrauchen, um einem armen Christen zu fluchen – im Gegenteil, er wird ihn bereitwillig finanziell unterstützen. Wenn die Verfolgung der Gemeinde so weit geht, daß das Geld jener Glieder vor Ort, die noch Arbeit haben, nicht mehr ausreicht, um die Gemeinde zu versorgen, muß regional bzw. sogar überregional Geld gesammelt werden bei anderen Gemeinden. Wer diesen Dienst tun würde, dessen Lippen würden buchstäblich viele weiden – gesegnete Lippen.

„aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben“

Der Narr, der Nicht-Christ, wird an seiner Torheit sterben. Seine Torheit besteht darin, mit den anderen Egoisten Krieg zu führen um Macht, Ehre und Reichtum. Seine Torheit besteht auch in seiner krankhaften Toleranz (Stadt-Bürger) oder in seinem Lästern (Dorfbewohner) der anderen Sünder. Der Narr verkennt, daß Gott ein Gott der Liebe ist. Da Gott zunächst alle Menschen gleich liebt, ist es klar, daß es zu einem Ausgleich zwischen den Menschen kommen muß; das aber will der Narr nicht. Er will Gott vor seinen Karren spannen und will, daß Gott allein ihn liebt. Er glaubt, es sei legitim, zu Macht, Ehre und Reichtum zu gelangen auf Kosten seiner Mitmenschen und unter Inkaufnahme von Ungerechtigkeit. Im Gegensatz dazu hat der Christ eine brüderliche Gesinnung und gönnt jedermann Macht, Ehre und Reichtum genauso wie sich selbst. Der Christ überlässt es Gott, ihm ggf. Macht, Ehre und Reichtum zu geben; ist nicht süchtig bzw. gierig nach diesen Dingen. In einer antichristlichen oder heidnischen Gesellschaft wird ein Christ allerdings schwerlich zu Macht, Ehre und Reichtum kommen, ohne Christus zu verleugnen und somit alles zu verlieren, auch das ewige Leben.

22Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.“

Wer sich hier auf Erden nicht an dem Krieg um Macht, Ehre und Reichtum beteiligt, sondern eine seelsorgerliche Gesinnung hat, der wird spätestens mit Anbruch des Jüngsten Tages zu Macht, Ehre und Reichtum gelangen. Gott wird spätesten mit Beginn des Jüngsten Tages jene segnen, die hier auf Erden eine brüderliche Gesinnung hatten, sanftmütig und demütig waren durch und in Christus. Das sanfte Wirken des Christen kann man nicht vergleichen mit dem „ewigen“ Buckeln, Schuften, Malochen, Kämpfen und Streiten der Gottlosen. In einem gewissen Sinne hat der Christ ein Leben ohne Mühe, wobei man das nicht völlig wörtlich nehmen darf, richtig verstehen muß: Vor dem Hintergrund des verbissenen, schweißtreibenden und krankhaften Sich-Abmühens der Gottlosen scheint es gleichsam ohne Mühe zu sein. Natürlich gehen viele Christen einer ganz normalen beruflichen Tätigkeit nach. Je mehr sie sich jedoch auch für das Reich Gottes bzw. die Kirche einsetzen, desto mehr wird Gott ihnen ihre Berufsarbeit erleichtern – das ist der Segen für jene, die Jesus nachfolgen. Die Kirche wiederum hat die Menschen im Blick, deren Seelenheil. Die Kirche kümmert sich auch um jene, die drinnen sind, das heißt jene, die drinnen sind, kümmern sich gegenseitig umeinander und so wird ihr Leben leicht. Der einzelne Christ nimmt teil an dem seelsorgerlichen Wirken der Kirche und dafür wird er von Gott gesegnet in allem, was er tut. Die Disziplin (Zucht) des Christen besteht darin, den Menschen nicht auf der Ebene seiner sündigen Natur zu begegnen sondern in Christus. Es gibt keine direkte Begegnung zwischen einem Christen und irgendeinem Menschen, sondern es ist immer Christus dabei. Wenn der Christ den Menschen doch auf der Ebene seines natürlichen Wesens, seinen niedrigen Instinkten folgend, begegnet, dann verleugnet er damit den Glauben.

1Mo 39,5 Und von der Zeit an, da er (Potifar, hoher Beamter des Pharao; R. B.) ihn (der fromme Josef, Sohn Jakobs; R. B.) über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde.

23Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt.“

Der Narr, der Gottlose, deutet die Sanftmut und Demut des Christen (der Weise) als Schwäche. Vielleicht betrachtet er den Christen sogar als schwachsinnig, geistig behindert, zurückgeblieben, infantil, naiv, tölpelhaft, etc. Der Narr fühlt sich berechtigt, dem Christen zu zeigen, wo es lang geht, wie das Leben wirklich funktioniert. Der Narr will dem Christen „helfen“, seinen Entwicklungsrückstand aufzuholen. Das Ganze ist mehr als eine Zumutung für den Christen. Das ist, was Jesus nannte: „Das Kreuz“. Es bleibt dem Christ nicht anderes übrig, als sein Kreuz auf sich zu nehmen, das heißt Leiden und Verworfen-werden um Christi willen. Natürlich gibt es enorme graduelle Unterschiede in der Gottlosigkeit zwischen den Einzelnen. Je gottloser jemand ist, desto mehr wird er sich freuen, wenn ihm wieder so ein „dämlicher“ Christ über den Weg läuft, mit dem er seinen „Mutwillen treiben kann“. Der Gottlose hat Spaß daran, den Christen zu misshandeln – sehr traurig, aber wahr. Wo möglich, wird der Christ zu extrem Gottlosen auf räumliche Distanz gehen, sich der Misshandlung entziehen, weglaufen. Besonders gefährlich sind Nicht-Getaufte bzw. Getaufte, die zu einer heidnischen Religion konvertiert sind. Der Vollheide betrachtet Christen als dumme Schafe, rechtlose Individuen, Auskehricht der Welt.

Auch der nicht erweckte, aber getaufte Mensch wird dem Christen zusetzen, aber nicht so wie der Vollheide. Man sollte auch einen Getauften, der sich nicht bewußt vom Glauben abgewendet hat, nicht als Gottlosen bezeichnen (ein Christ im engeren Sinne ist er allerdings auch nicht; das wäre er erst nach seiner Erweckung). Mit solchen geht man gemäß der Bergpredigt um und es ist durchaus möglich, daß solche die Sanftmut und die Demut des Christen nicht als Schwäche deuten sondern als Liebe und sich bekehren.

Auf keinen Fall darf sich der Christ völlig dem Mutwillen eines extrem gottlosen Menschen ausliefern (sich z. B. herumkommandieren lassen), indem er sich in die eigene Tasche lügt und sagt: „Gott will ja, daß ich sanftmütig und demütig bin“. Nein, in diesem Fall ist die Flucht angesagt. Notfalls muß man in diesem Zusammenhang auch einmal eine Arbeitsstelle kündigen. Auch ein Vorgesetzter hat kein Recht, einen Christen wie einen Fußabtreter zu behandeln.

„Aufmerken“

Der Christ weiß, daß die Wege des Gottlosen zumindest langfristig im Verderben enden werden und die Gerechten spätestens mit Anbruch des Jüngsten Tages belohnt werden – das ist das „Aufmerken“.

24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. 25Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich. 26Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. 27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. 28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. 29Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde. 30Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. 31Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet. 32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.“

Das ist eine mehrfache Gerichtsankündigung für den Gottlosen. Der Gottlose sitzt auf einem Pulverfass bzw. ist wie ein Dorf am Fuße eines Vulkans, der unmittelbar vor dem Ausbruch steht.

Vers 26: Auch Gottlose haben viele Begabungen und Talente, aber sie sind „zu faul“, sie für Gott einzusetzen. Das brennt Gott in den Augen wie Rauch und ist wie ein stumpfes Gefühl auf den Zähnen. Indem ein Gottloser seine Begabungen und Talente nicht für Gott einsetzt, ist er wie ein Münchner Postbote, der seine Briefe und Päckchen einfach in die Isar (bayerischer Fluß) wirft, weil er zu faul ist, sie auszutragen. Der Gottlose lebte nur für sich selbst, aber Gott wollte, daß er auch für andere lebte. Wie ein Postbote durch die Zustellung seiner Sendungen die Kunden der Post erfreut, soll ein Mensch durch seine Begabungen und Talente seine Mitmenschen erfreuen und nicht nur für sich selbst leben. Von der Faulheit zum Fleiß gelangt man allerdings nur durch Glauben an Jesus. Er kann uns helfen, unsere Begabungen und Talente zu entfalten.

Phil 2,4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Vers 27: Es wird nicht unbedingt die Zeit der Existenz des Gottlosen auf Erden verkürzt, sondern gemeint ist, daß er im feurigen Pfuhl landen wird, das ist der zweite Tod. Während der Gläubige in Gemeinschaft mit Gott lebt, ist der Gottlose geistlich tot. Dies ist auf Erden schon Wirklichkeit, nur nicht so offenbar. Voll offenbar werden wird es nach dem Jüngsten Tag. Auf Erden sind die Christen die geistlich Lebendigen und die Gottlosen die geistlich Toten (auf Erden ist das aber nicht jedermann offenbar). Wie gesagt, der Unterschied wird in der Ewigkeit aber viel, viel offensichtlicher sein als auf Erden: Der geistliche Tod des Gottlosen manifestiert sich durch seinen ewigen Aufenthalt im feurigen Pfuhl (ewiger Tod) und das geistliche Leben des Christen durch seinen ewigen Aufenthalt in der Gegenwart Gottes (ewiges Leben). In der Ewigkeit gilt: Während der Gottlose immerfort tot ist, ist der Christ immerfort lebendig – so werden die Jahre des Gottlosen verkürzt.

Vers 30: „im Lande“ ist die ganze Erde; mit Anbruch des Jüngsten Tages werden die Gläubigen auf Erden herrschen und die Gottlosen von ihr verschwinden.

Vers 31: Man sollte sehr (mehr) darauf achten, was man so redet, denn Vers 31 hört sich so an, als ob der Gottlose nur für sein falsches Reden gerichtet (ausgerottet) werden würde – natürlich wird er auch für gottlose Gedanken und Taten bestraft. Es geht darum: Manche meinen, es sei nicht so schlimm, mit Wort zu sündigen, wie mit Taten zu sündigen. Vers 31 belehrt uns eines Besseren, indem das Verderben des Gottlosen ganz auf seine böse Zunge bezogen wird – sehr ernüchternd.

Vers 32: 1Tim 6,3 Wenn jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesus Christus und bei der Lehre, die dem Glauben gemäß ist, (der ist ein Gottloser mit verkehrtem Mund; R. B.).

 

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Auslegung der Sprüche Salomos, Kapitel 9

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen. 2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch bereitet 3 und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt: 4 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 5 »Kommt, esst von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe! 6 Verlasst die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege der Klugheit.« 7 Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach. 8 Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse; rüge den Weisen, der wird dich lieben. 9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. 10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand. 11 Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines Lebens sich mehren. 12 Bist du weise, so bist du’s dir zugut; bist du ein Spötter, so musst du’s allein tragen. 13 Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts von Scham. 14 Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der Stadt, 15 einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln: 16 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 17 »Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.« 18 Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen, dass ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.

Auslegung

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen.“

Das „Haus“ der Weisheit ist die christliche Kirche. Jesus, die Weisheit, ist in der christlichen Kirche gegenwärtig. „Sieben Säulen“ erinnert an die sieben Gemeinden, von denen in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes die Rede ist. Die sieben Gemeinden wiederum repräsentieren die Gesamtkirche aller Zeitalter.

Offb 1,4 Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem (Gott; R. B.), der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern (der Heilige Geist; R. B.), die vor seinem Thron sind,

Epheser 2, 19-22 19 So seid ihr (die Epheser; R. B.) nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

1Petr 2,6 Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«

2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch bereitet 3 und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:“

Das erinnert uns an das hochwürdige Sakrament des Altars, das heilige Abendmahl. Durch das heilige Abendmahl wird der Bund mit Gott, in den wir durch die sakramentale Taufe eingetreten sind, immer wieder erneuert. Es geht hier keinesfalls um eine symbolische Handlung; genauso wie wir bei der Taufe real mit Christus gestorben und auferstanden sind, nehmen wir beim heiligen Abendmahl seinen Leib und sein Blut zu uns – es ist ein sakramentales Essen und Trinken. Die „himmlische Arznei“ stärkt uns und hilft uns, die Sünde zu überwinden. Beim heiligen Abendmahl empfängt der Gläubige, der im täglichen Kampf gegen die Sünde seine tiefe, tiefe Sündhaftigkeit immer mehr erkennt und darüber fast verzweifeln möchte, die Vergebung. Im Gegensatz dazu empfängt der freche Sünder beim heiligen Abendmahl  keine Vergebung, sondern er isst und trinkt sich selbst Gericht.

Siehe auch Das heilige Abendmahl.

Hebr 9,14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! (durch die Kraft Christi lassen wir die Sünden zunehmend und bekommen so immer mehr ein gutes Gewissen)

„sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:“

Mt 5,14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Durch den edlen Charakter ihrer Glieder ist die Kirche wie eine Magd, die auf den Höhen der Stadt ruft bzw. wie eine Stadt auf dem Berge.

Charakterzüge eines Christen:

  • Bescheidenheit
  • Mitgefühl
  • Sanftmut
  • Verlangen nach Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
  • Reinheit persönlicher Motive
  • Versöhnlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Standhaftigkeit im Glauben

Siehe auch Auslegung Bergpredigt.

Im Gegensatz zum wirklichen Christen sind die Bürger dieser Welt herrschsüchtig, hochmütig, stolz, arrogant, prahlerisch, ehrsüchtig, geldgierig, brutal, egoistisch, unbarmherzig, rachsüchtig, neidisch, feige, schmeichlerisch, heuchlerisch, kriecherisch, opportunistisch, etc. Auch wenn die Welt noch so sehr darauf besteht, darf ein Christ niemals seinen freundlichen Charakter aufgeben und den Charakter eines Bürgers dieser Welt annehmen – das wäre sein Untergang. Der Christ soll weder der stolze, herrschsüchtige Leithammel sein, noch derjenige, der sich einem solch anmaßenden Menschen unterwirft (Kriecherei, Feigheit, etc.). Ein Christ soll kein „Radfahrer“ sein, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

Eben weil der Christ sakramental mit Jesus verbunden ist, bringt er die oben genannten Charaktereigenschaften wie Bescheidenheit, Mitgefühl, Sanftmut, Gerechtigkeit, etc. hervor. Unsichtbar nimmt der Christ ständig an einem Hochzeitsmahl („geschlachtetes Vieh, Wein, Tisch“) teil und dadurch ist er ganz anders wie die Bürger dieser Welt.

„4 ‚Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!‘, und zum Toren spricht sie: 5 ‚Kommt, esst von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe! 6 Verlasst die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege der Klugheit.'“

„Torheit“ ist irgendeine falsche Religion. Alle falschen Religionen entbehren der Kraft, durch die wir uns bessern können: Jesus Christus. Die Anhänger falscher Religionen halten irgendwelche Rituale, aber sie bessern sich nicht wirklich sittlich-moralisch im alltäglichen Leben. Sie können sich nicht bessern, weil sie nicht sakramental mit Jesus verbunden sind. Sie nehmen nicht unsichtbar an einem Hochzeitsmahl (Brot, Wein) teil und sind deswegen profane, langweilige Bürger dieser Welt. Übrigens sind auch die Evangelikalen nicht mit Jesus verbunden, auch wenn sie noch so viel von einem gewissen Jesus reden, weil sie die Sakramente bzw. den sakramentalen Charakter des Christentums verleugnen. Die Evangelikalen (Wiedertäufer) sind aus der christlichen Kirche ausgeschlossen. Wenn auch die christliche Kirche die Irrlehrer (z. B. Leiter und Prediger evangelikaler Gemeinden) verflucht, lädt sie doch deren verführte Schäfchen (gewöhnliche Gemeindeglieder falscher Religionsgemeinschaften) ein, die Torheit (z. B. evangelikale Gemeinde bzw. evangelikaler Glaube) zu verlassen und in ihr Haus zu kommen. Jeder Evangelikale sage sich von seiner Wiedertaufe los und beziehe sich wieder auf seine sakramentale Kindertaufe.

7 Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach. 8 Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse; rüge den Weisen, der wird dich lieben. 9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.“

Keinesfalls sollten sich Lehrer der christlichen Kirche zu Gesprächen mit Irrlehrern (Spöttern) treffen. Es ist nicht nur Zeitverschwendung sondern sogar Sünde. Wie kann man sich mit einem Irrlehrer treffen, wenn Gott sogar verboten hat, ihn zu grüßen? Viel besser ist es, die verführten Schäfchen der Spötter zu sich einzuladen. In der Kirche ist der Geist Christi gegenwärtig und wird sein Werk an den Eingeladenen tun. Es ist schon ein großer Schritt nach vorne, wenn ein Glied einer falschen Religionsgemeinschaft einen Gottesdienst der christlichen Kirche besucht. Durch seinen Schritt heraus aus seiner falschen Religionsgemeinschaft hin zur christlichen Kirche beweist der Tor schon ein Stückchen Weisheit, da ist ein Hoffnungsschimmer, und gemäß Vers 9 sollte man ihm geben und lehren. Durch seinen Schritt heraus hat Christus, die Weisheit, vielleicht schon ein bisschen Raum in ihm. Man sollte sich nicht mit Leuten abgeben, die nicht bereit sind, den Schritt heraus zu tun. Der Schritt heraus ist immer der allererste Schritt – danach kommt alles andere.

„10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.“

Die Furcht des Herrn beginnt damit, daß man religiösen Ritualen abschwört und sich statt dessen wirklich sittlich-moralisch bessern will. Weiter wird man durch die sakramentale Taufe, die man im Glauben empfängt, mit dem Heiligen (Jesus) verbunden. Jesus verhilft uns dazu, unsere sündige Natur zu überwinden und uns so wirklich zu bessern. Die Kindertaufe ist gültig – keine Wiedertaufe. Wer erst als Erwachsener erweckt wird und schon als Kind getauft wurde, kann sich einfach auf seine Kindertaufe beziehen.

Bei der sakramentalen Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Der Leib bleibt allerdings sündig in sich selbst. Allerdings können wir durch die Verheißungen der Taufe, daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind, unsere sündigen Neigungen überwinden. Wenn wir täglich die Kraft der Taufe gegen uns selbst anwenden, werden wir immer mehr in Gott hineinwachsen und schließlich die Ewigkeit mit ihm verbringen. Wenn wir die Kraft der Taufe nicht täglich anwenden, werden wir am Jüngsten Tag verdammt werden trotz der Taufe. Die Taufe ist nur die Eingangstür in ein christliches Leben – aber an uns ist es, dieses Leben auch wirklich zu leben. Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel.

11 Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines Lebens sich mehren.“

„Viele Tage“ bzw. „sich mehrende Jahre“ bedeutet nicht eine lange Existenz auf Erden, sondern viele Jahre „im Herrn“. Die wirklichen Lebensjahre, die Jahre, die zählen, sind die, die man in der Gegenwart Gottes verbringt. Das gilt auch dann, wenn man sehr schwere äußere Umstände hat. Die Freundschaft mit Gott kostet einen die Freundschaft der Welt. Wir ein Freund Gottes wird, wird die Feindschaft der Welt ernten.

12 Bist du weise, so bist du’s dir zugut; bist du ein Spötter, so musst du’s allein tragen.“

Durch die Weisheit erlangt man nicht nur viele wahre Lebensjahre, sondern man wird am Jüngsten Tag auch nicht gerichtet werden („dir zugut“). Wer allerdings nicht durch die Kraft Jesu ein Leben der sittlich-moralischen Besserung führt (der Spötter), wird am Jüngsten Tag gerichtet werden, selbst wenn er die Rituale seiner falschen Religion fleißig praktizierte. Er wird die Strafe für seine Sünden selbst tragen müssen und in einem feurigen Pfuhl gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit („musst du’s allein tragen“).

Mt 25,34 Da wird dann der König (Jesus; R. B.) sagen zu denen zu seiner Rechten (Christen; R. B.): Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

Mt 25,41 Dann wird er (Jesus; R. B.) auch sagen zu denen zur Linken (Nicht-Christen; R. B.): Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

Prinzipiell ist mit dem Wort „Spötter“ der Irrlehrer gemeint. Je mehr jedoch ein einfaches Glied einer falschen Religionsgemeinschaft in die Mysterien seiner falschen Religion eingeweiht ist und bei der falschen Religion bleibt trotz Warnungen durch die christliche Kirche, desto mehr wird aus dem einfachen Gemeindeglied eine Art Spötter, auch wenn er innerhalb seiner falschen Religionsgemeinschaft kein Lehr- oder Leitungsamt hat. Durch Hartnäckigkeit und Halsstarrigkeit degeneriert der Tor immer mehr zu einer Art Spötter und wird dann auch das Schicksal der Spötter (Irrlehrer) teilen in einem feurigen Pfuhl. Gott wird im Gericht seine Entschuldigung „jene verführten mich, ich war doch verführt“ nicht gelten lassen, hat er doch die Warnung der Weisheit, ausgesprochen durch die christliche Kirche, verschmäht.

13 Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts von Scham. 14 Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der Stadt, 15 einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln: 16 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie: 17  ‚Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.'“

Frau Torheit weiß deswegen nichts von Scham, weil sich ihre Anhänger durch das Praktizieren bestimmter Rituale von wahrer Rechtschaffenheit im Alltag dispensieren. Stellen wir uns einen Billige-Gnade-Protestanten (meist einfach Protestant genannt) vor. Er habe einige muslimische Arbeitskollegen. Wenn das Gespräch auf Religion kommt, sagt er zu seinen muslimischen Kollegen: „wir beten doch alle den gleichen Gott an“, obwohl er innerlich zumindest eine Ahnung davon hat, daß das nicht stimmt. Naja, aber er will halt nicht riskieren, daß seine muslimischen Kollegen ihn beim Chef anschwärzen, er sei religiös so intolerant, was wiederum zur Folge haben könnte, daß er vom Chef als Störer des Arbeitsfriedens zurechtgewiesen werden könnte. Sein schlechtes Gewissen beruhigt er damit, daß er sich sagt, Jesus habe die Strafe für seine Sünden im Voraus bezahlt und so sei auch diese Sünde vergeben. Er kommt gar nicht auf die Idee, sich vor seinem Gott zu schämen wegen seiner Feigheit („weiß nichts von Scham“), denn indem er zu seinen muslimischen Kollegen sagte: „wir beten doch alle den gleichen Gott an“, hat er Christus feige verleugnet.

Wie oben gesagt, fällt ein echter Christ durch seinen freundlichen Charakter auf („Stadt auf dem Berg“). Allerdings würde diese Freundlichkeit beinhalten, einem muslimischen Kollegen die Wahrheit über seine Religion zu sagen, auch wenn ihn das sehr verdrießen würde, ihm sehr unfreundlich erscheinen würde. Ein Christ will aber im Sinne Gottes freundlich sein und nicht im Sinne der Menschen. Aber natürlich riskiert der wahre Christ einen Konflikt mit seinen muslimischen Kollegen und einen „Anschiss“ vom Chef, vielleicht sogar die Kündigung, um Christi willen.

„Frau Torheit“ ist deswegen so verführerisch, weil sie dem „Billige-Gnade-Protestanten“ weismacht, er könne vollkommen konfliktfrei in dieser Welt leben (z. B. Arbeitsplatz) und gleichzeitig ein Freund Gottes sein. „Frau Torheit“ spricht: „Herrlichkeit hier und Herrlichkeit dort – ich mache es möglich“.

Die Weisheit spricht im Gegensatz zur Torheit: „Irdische Herrlichkeit und himmlische Herrlichkeit schließen sich meistens gegenseitig aus“

„17  Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.“

Wenn wir uns die verschiedenen falschen Religionen anschauen, bemerken wir, daß sie vieles vom Christentum gestohlen haben. Unglaublich z. B. was der alberne Mohammed alles aus der Bibel gestohlen und in seinem Drecks-Koran verwurstelt hat, völlig sinnentstellend. Die Torheit hilft ihrem Anhänger, sich einer Illusion hinzugeben: wie „süß“ ist es, religiös sein zu können und gleichzeitig ein Freund der sündigen Welt – Frau Torheit macht’s scheinbar möglich (das mögen die Muslime gar nicht gerne hören, aber sie gehören doch zur sündigen Welt, Babylon). Oder nehmen wir die Evangelikalen. Beides, ihre Taufe und ihr Brotbrechen, und anderes haben sie von der christlichen Kirche gestohlen. Allerdings wird man durch Taufe und Brotbrechen der Evangelikalen nicht mit Christus verbunden, der allein uns zu sittlich-moralischer Besserung verhelfen kann. Die Evangelikalen gehören auch zur sündigen Welt und wie unerträglich wäre es, durch die wahren Sakramente der Kirche mit Christus verbunden zu sein und gleichzeitig mit der sündigen Welt. Deswegen haben sie ein rein symbolisches Brotbrechen und eine rein symbolische Taufe, die totale Verzerrung des sakramentalen Abendmahls und der sakramentalen Taufe. Wenn sie von Nachfolge reden, ist das eine Nachfolge aus dem Fleisch heraus, die nicht funktionieren kann und ggf. in tiefster Depression bis hin zum Selbstmord endet.

18 Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen, dass ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.“

Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

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