Israel, gib mir dein Herz!

Katastrophale Trockenheit in Süddeutschland; Stand 4. November 2015:

trockenheit

(aktueller Stand, siehe http://www.ufz.de/index.php?de=33328)

(siehe auch Bayern vertrocknet – Bäume sterben und am Ende auch der Mensch)

Der November 2015 war zwar relativ feucht, sodaß die oberen Bodenschichten größtenteils nicht mehr trocken sind, aber in den tieferen Bodenschichten haben wir immer noch eine katastrophale Trockenheit; Stand 4. Dezember 2015:

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Der Dezember 2015 war in Süddeutschland ziemlich niederschlagsarm. Wir schleppen also die Trockenheit 2015 mit ins neue Jahr 2016. Ich glaube, das gab es in Deutschland bisher selten, daß eine Trockenheit bis Ende Dezember des betreffenden Jahres noch nicht durch Niederschläge beendet worden ist – sicherlich außergewöhnlich; Stand 30. Dezember 2015:

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Wenn es 2016 auch so wenig regnet wie 2015, dann wird sich das auf die Bodentrockenheit, die wir noch von 2015 mitschleppen, aufaddieren – dies würde sicherlich katastrophale Folgen für Grundwasser (Trinkwasserversorgung), Wälder, Flüsse, etc. haben. Es wird also langsam Zeit Buße zu tun und zu beten.

2016

Der Januar 2016 war ziemlich feucht. Vielleicht geht die Dürre bzw. Trockenheit, die wir seit dem Frühjahr 2015 haben, jetzt doch zu Ende. Natürlich werden wieder nur sehr Wenige auf die Idee kommen, Gott zu danken für seine Geduld und Güte, falls die Dürre tatsächlich zu Ende geht und dann schickt er vielleicht bald eine neue oder Krieg oder eine Seuche (Pest, Pocken und dergleichen). Wir sollten nicht wähnen, daß ihm die fortschreitende Legalisierung sexueller Sünden, insbesondere der Homosexualität, im Westen völlig egal ist – im Gegenteil, er wird über kurz oder lang seinen äußersten Unmut über diesen Missstand zum Ausdruck bringen. Übrigens ist trotz der Feuchtigkeit, die Gott uns im Januar 2016 geschenkt hat, der Boden in tieferen Schichten immer noch sehr trocken, was zeigt, wie unvorstellbar trocken und heiß es 2015 war; Stand 4. Februar 2016:

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Zum Thema Israel:

Es gibt wohl kaum einen anderen Staat auf der Welt, der militärisch so bedroht ist wie Israel. Die Lage Israels entspricht der eines Dorfes am Fuße eines Vulkans, der unmit-telbar vor dem Ausbruch steht.

Israel ist wahrscheinlich in einer Lage, in der Menschen nicht mehr helfen können. Über kurz oder lang wird nur noch der Allmächtige Israel helfen können.

Grundsätzlich haben alle Menschen, Völker und Nationen die Möglichkeit zu Gott zu beten und es kann sogar sein, daß er solche Gebete erhört.

(bitte lesen Sie auch den Artikel über Evangelikale, ganz unten auf dieser Seite)
(lesen Sie auch glaubereal.wordpress.com/aktuell: “Trockenheit und Dürre in Bayern und Deutschland“)
(empfehlenswert, “Das wahre Gesicht des Islam“)
(weiter empfehlenswert, Predigt von Dietrich Bonhoeffer: “Ich bin der Herr, dein Arzt“)
(außerdem, Auslegung Offenbarung (Apokalypse), Kapitel 11, Verse 1-14)
(Alarm: EKD ist keine christliche Kirche mehr; Taufe nicht mehr gültig)
(Hilfe, keine wahre Kirche mehr da!)

Momentan beten sicherlich orthodoxe Juden um Schutz vor islamischen Aggressoren, auf der anderen Seite beten die Muslime um Hilfe im heiligen Krieg gegen das ihnen verhasste Israel.

Es stellt sich nun die Frage: “Für wen soll sich Gott entscheiden; wem soll er helfen?” Gott scheint sich in einer Zwickmühle (Dilemma) zu befinden.

Aus der Sicht der Christlichen Kirche ist es so, daß sowohl Israel als auch die muslimischen Staaten sich außerhalb des Reiches Gottes befinden. Weder die Juden noch die Muslime glauben an Jesus, den fleischgewordenen Sohn Gottes, der für uns starb und auferstand. Diesen Jesus hat Gott mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt und er ist nun der Herrscher des Universums.

Die Bündnisse Gottes mit Israel aus dem Alten Testament sind weiterhin gültig. Alle seine alttestamentlichen Verheißungen an Israel wollte Gott erfüllen durch seinen Sohn Jesus Christus (Jesus von Nazareth). Da aber Israel als Volk Jesus von Nazareth verworfen hat, hat es sich selbst ausgeschlossen vom Reich Gottes, wo Gott durch Jesus regiert.

Israel hält weiterhin fest am Gesetzes-Judentum, eine Religion, die der Gott Israels nie verordnet hat. Die Juden sind z. B. stolz auf ihre biologische Abstammung von Abraham (“Abraham unser Vater”), ihre Beschneidung (Beschneidung des männlichen Gliedes; sie entweihen die Beschneidung, die eigentlich ein Zeichen des Glaubens Abrahams sein soll und machen ein Gesetzeswerk daraus), das bloße Haben des Gesetzes, etc. Die jüdischen Führer zur Zeit Jesu und der Apostel hielten fest an einem äußerlichen Gottesdienst: Sie beteten, fasteten und gaben Almosen, um von den Menschen gesehen und geehrt zu werden. Sie richteten auch die gewöhnlichen Juden ziemlich strenge nach dem Gesetz ohne es selbst zu halten. Sie maßten sich an geistliche Leiter (Rabbi, Vater, Lehrer, Erzieher, Leiter) zu sein, wollten als solche geehrt werden, obwohl sie mit ihrer Lehre völlig daneben lagen. Sie schworen Meineide (weil sie das Volk so strenge richteten, ihm keinen Erlöser verkündigten, gab Gott sie dahin und sie mußten selbst in den Sünden leben, die sie bei anderen richteten, was sie natürlich ständig unter Meineid ableugneten). Kurz gesagt, sie waren religiöse Heuchler.

Besonders fanatisch war auch ihre Sabbatheiligung. Sie verstanden überhaupt nicht, was der tiefere Sinn des Sabbats war. Als Jesus am Sabbat Kranke heilte, verklagten sie ihn und wollten ihn umbringen. Dabei war gerade die Heilung eines Kranken der allerbeste Gottesdienst, genau das, was man am Sabbat tun sollte. Die Heilungen gingen sicherlich auch häufig einher mit der Vergebung der Sünden und Erlösung des Sünders, und genau das hätten die jüdischen Führer so dringend gebraucht, die Jesus so scharf kritisierten. Die Juden hatten einen Götzen aus dem Gesetz gemacht, indem sie es dem Buchstaben nach hielten. Sie waren so in diesem Götzendienst gefangen und verblendet, daß sie ihren Gott, den Gott Israels, der in der Person Jesu erschienen war, nicht erkannten.

Römerbrief 2, 17-29

Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes 18 und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, 19 und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, 20 ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -: 21 Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? 22 Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? 23 Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? 24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). 25 Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt? 27 Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Bevor der Apostel Paulus zum Christentum konvertierte, war er ein äußerst strenger Jude gewesen. Nach seiner Bekehrung mußte er aber dennoch zugeben, daß sein Befinden äußerst schlecht war, solange er sich unter dem Gesetz befand (vor der Bekehrung). Der alte Paulus (Saulus) wurde durchs Gesetz sogar angeregt zum Sündigen: “Die Sünde nahm Anlaß am Gebot”, Röm. 7.

Aber das ist gerade der Sinn des Gesetzes, die Sünde als überaus sündig erscheinen zu lassen. Seit dem Fall Adams, ist der Mensch unter die Sünde verkauft, und daß das wahr ist, wird besonders deutlich dadurch, daß Gesetze uns nicht abhalten vom Sündigen, sondern erst recht zum Sündigen reizen (“verbotene Früchte schmecken gut”).

Das Gesetz zeigt mir (vor der Bekehrung) also ganz klar und deutlich, daß ich mich nicht in einem Heilsstand bzw. seligen Stande befinde, denn wenn ich in einem seligen Stande wäre, dann würde ich ein Leben führen in Liebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt wäre.

Gibt es da noch einen Ausweg, für Juden und für Heiden?

Gott hat tatsächlich einen Ausweg gefunden: Er vernichtet unsere alte Existenz in der Sünde, und im gleichen Moment erweckt er uns auf, gibt uns neues Leben, ein Leben der Nächstenliebe und der Gottesliebe, das nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Das ist die sakramentale Taufe (einschließlich Säuglingstaufe). Selten hat man bisher gehört, daß einer bei der Taufe tatsächlich gestorben sei, aber ständig redet Paulus davon, daß wir bei der Taufe sterben. Der Witz ist, daß wir im gleichen Moment, wo wir sterben, auch wieder neues Leben empfangen, alles passiert in einem Nu. So sterben wir ganz unbewußt. Unser alter Mensch, der zwanghaft sündigen mußte, wird für tot erklärt (deklariert) und gleichzeitig empfangen wir den heiligen Geist, der unser neues Leben ist. Unser Leib in sich selbst ist nach der Taufe genauso sündig wie vorher. Daß wir der Sünde abgestorben sind und in Christus sind, müssen wir täglich im Glauben neu ergreifen – so überwinden wir unseren sündigen Leib und lieben Gott und unseren Nächsten.

Röm. 6, 4

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Röm. 8, 11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Galater 2, 20

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Jeder Mensch also, der nicht an Jesus glaubt und getauft ist, der ist nicht in Einklang mit Gott, hat nicht Gottes Wohlgefallen. Das gilt auch für die Juden. Es ist klar, daß der größte Teil der Menschheit nicht an Jesus glaubt, und somit nicht im Einklang mit Gott ist. Es besteht kein Vorrecht auf Gottes Schutz. Irgendwie wird Gott in seinem Regiment einen Ausgleich zwischen den Völkern schaffen. Sicherlich wird er einen Unterschied machen zwischen Staaten, die das Christentum tolerieren und Staaten, die es bekämpfen. Aber auch ein Staat, der das Christentum toleriert, hat keinen Anspruch auf absoluten Schutz, da ja nicht alle Bürger des Staates christlich sind, sondern es ist eine Mischung aus christlichen und säkularen Menschen.

Interessant ist, daß in der Bibel steht (Römer 11), daß am Ende der Zeit ganz Israel gläubig werden wird. Das wäre etwas in der Geschichte der Menschheit außergewöhnliches, daß ein Volk geschlossen das Evangelium annimmt, das gab es bisher wahrscheinlich noch nicht. Ein Volk aber, das komplett das Evangelium annimmt, ist nichts anderes als eine Kirche, da fallen Kirche und Staat zusammen. Solch ein Volk hat alle Rechte der Kirche auf den Schutz, die Bewahrung und die Fürsorge Gottes.

Römerbrief 11, 25-32

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; 26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,1 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

2. Korinther 3, 14-17

Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

Wenn Israel jetzt diesen Schritt tun würde, daß es Jesus von Nazareth als Messias annimmt, dann würde Gott ihm auch eine bevorzugte Stellung unter den Völkern geben und er würde auch Krieg für sie führen. Gott führt die Rechtssachen jedes einzelnen Christen, also wird er auch die Rechtssachen eines ganzen Volkes führen, das ihm gehört, das seinen Wohlgefallen hat. Vielleicht hat Gott sein Volk in diese Not geführt, um sie zu erziehen. Mögen sie sich doch in die Obhut ihres alten Gottes begeben.

5. Mose 30, 1-10

Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen. 8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, dass dir’s zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Wie geschieht die Beschneidung des Herzens?

Hesekiel 36, 24-29

Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, 25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. 28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein. 29 Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen lassen.

Das ist nichts anderes als die sakramentale Taufe.

Evangelium für Israel:

Gott, der Vater, hat Gott, den Sohn, Jesus, um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt von den Toten.

oder

Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb. Er bietet uns an, in uns zu leben, um unser Leben gerechter zu machen.

Wer dieses Evanglium glaubt und sakramental getauft wird, der hat die Vergebung der Sünden und empfängt Kraft ein Leben zu führen, das von Gottesliebe und Nächstenliebe geprägt ist. Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Unser Leib bleibt sündig trotz der Taufe. Täglich müssen wir uns unserer Taufe bzw. des Opfers Jesu im Glauben erinnern und glauben, daß wir der Sünde abgestorben sind und Jesus in uns wohnt, der die Liebe ist. Durch diese Heilstatsachen überwinden wir unser selbstsüchtiges Fleisch und üben praktische Nächstenliebe. Je mehr wir Liebe üben, desto mehr wird Gott uns unser Heil bestätigen, uns die Freude des Heils vermehren. Der Glaube, der durch die Liebe tätig ist, wird uns zur Gerechtigkeit gerechnet. Am Anfang unseres Glaubenslebens schenkt uns Gott den Glauben und den Heiligen Geist. Der Geist möchte Nächstenliebe bewirken. Dem Geist Raum geben und Nächstenliebe üben ist praktisch das gleiche. Üben wir Liebe, bleiben wir im Glauben – Gott wird Zeugnis geben, daß er Wohlgefallen an uns hat.

Siehe auch:

Abraham und das Judentum

Abraham und sein Glaube

Beschneidung 1

Beschneidung 2

Darf ein Gläubiger Schweinefleisch essen?

Antisemitismus

Pesach

Königin Esther, Mordechai und Haman – oder Purim und der Holocaust

Evangelikale:

Nur im Zusammenhang mit meiner Website sollen unter “Evangelikale” Gruppen verstanden werden, die die sogenannte Wiedertaufe praktizieren.

Was bedeutet “Wiedertaufe”?

Auch heute noch ist ein Großteil aller Deutschen sakramental getauft bzw. wurde als Säugling getauft, das nennt  man einfach auch Kindertaufe. Will nun ein Deutscher, der bereits als Kind getauft wurde, festes Mitglied einer evangelikalen Gruppe werden, dann wird von ihm verlangt, daß er sich nochmals taufen läßt. Diese zweite Taufe ist die sogenannte Wiedertaufe.

Nicht selten mag es vorkommen, daß sich Evangelikale damit brüsten, sie seien so bibel-treu und hielten die Bibel für das irrtumsfreie Wort Gottes.

Nun, die Bibel ist tatsächlich das irrtumsfreie Wort Gottes – nur, leider, wird sie von den Evangelikalen völlig falsch ausgelegt.

Vom Befund des Neuen Testamentes (ein Teil der Bibel) her ist es so, daß die Wiedertaufe verworfen bzw. abgelehnt werden muß. Evangelikal ausgedrückt: “Die Wiedertaufe ist nicht biblisch!”

Die richtige Taufe gemäß des biblischen Befundes ist die sakramentale Taufe, die ggf. auch eine Kindertaufe bzw. Säuglingstaufe sein kann.

Hier müssen wir kurz auf die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche zu sprechen kommen. Diese beiden Kirchen mißbrauchen die sakramentale Taufe, indem sie Kinder aus nicht-frommen Elternhäusern taufen; noch dazu sind der Geistliche und die Kirchengemeinde auch nicht fromm. Die Kindertaufe wäre dann angebracht, wenn das Kind aus einem wirklich frommen Umfeld käme, wo man davon ausgehen könnte, daß der Heilige Geist das Wunder wirkt, daß ein Säugling schon glauben kann.

Ist die Kindertaufe der beiden Großkirchen ungültig, weil sie Kinder taufen, die noch keinen Glauben haben?

Nein, dies ist nicht der Fall. Obwohl die beiden Großkirchen die Kindertaufe mißbrauchen, ist sie dennoch gültig, denn obwohl regelmäßig der Glaube der Taufe voreilen sollte, geht doch aus dem Neuen Testament hervor, daß er notfalls auch nacheilen kann.

Eine weitere große Misere ist es, daß die Großkirchen nicht mehr das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus verkünden, was eine apokalyptische Katastrophe ist. Sie sind auch nicht in der Lage den  geistlichen Zusammenhang zwischen Taufe und Leben als Christ herzustellen: Die Taufe ist nämlich kein Freifahrschein in den Himmel, sondern sie verbindet uns mit der befreienden Kraft von Jesu Tod und Auferstehung, durch die wir unsere sündigen Neigungen überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben können. Nur wenn wir täglich die Kraft der Taufe anwenden, was eine freie Willensentscheidung ist, dann werden wir am Jüngsten Tag durchkommen und ewiges Leben ererben.

(Was ist eigentlich das Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus? Das ist die Botschaft davon, daß Jesus unsere Sünde getragen hat, als er am Kreuz für uns starb und er lebt, um uns zu heiligen; das müssen wir einfach für wahr halten; durch die Taufe werden wir metaphysich mit Jesu Tod und Auferstehung verbunden: Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus, wobei allerdings unser Leib sündig bleibt in sich selbst; täglich müssen wir nun durch die Kraft der Taufe, eben daß wir mitgestorben und mitauferstanden sind zusammen mit Jesus, die sündigen Neigungen unseres Leibes, sprich unsere alten Gewohnheiten, überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben; das ist das volle Evangelium von Jesus)

Halten wir also fest: Die Kindertaufe ist gut in sich selbst, wird aber von den Groß-kirchen missbraucht.

Einige Glieder der Großkirchen werden als Erwachsene “erweckt” – was nun? Soll man sie wiedertaufen?

Nein, um Gottes willen nicht wiedertaufen!!!

Was dann?

Diese Erweckten müssen einfach darüber aufgeklärt werden, was die sakramentale Taufe bzw. die Kindertaufe ist. Ich habe es oben schon ausgeführt. Eine Erklärung in anderen Worten, mit anderen Begriffen, wäre auch, zu sagen: Die Taufe ist ein Ruf in die Nachfolge Jesu und der Ruf selbst gibt uns die Kraft nachzufolgen trotz unserer sündigen Natur, die wir biologisch vom gefallenen, degenerierten Adam geerbt haben. Der Katholik oder Protestant, der erst als Erwachsener eine bewußte Glaubensentscheidung trifft, soll sich also keinefalls nochmals taufen lassen, sondern sich auf seine Kindertaufe beziehen und aus der Kraft dieser Taufe Jesus nachfolgen im Alltag und am Sonntag, also immer, egal ob er schläft oder wacht.

Zurück zu den Evangelikalen.

Die Evangelikalen missinterpretieren das Neue Testament, wie folgt:

Für sie gibt es eine sogenannte Wiedergeburt, wobei sie allerdings nicht in der Lage sind, genau zu definieren, was das eigentlich sein soll. Es scheint nicht viel mehr zu sein, als daß einer traurig ist über seine Sünden und das Evangelium für wahr hält. Die sakramentale Taufe bzw. Kindertaufe erklären sie für ungültig: Da ein Säugling nicht glauben könne, sei die Kindertaufe ungültig. Für sie ist die zweite Taufe, also die Taufe des erweckten Menschen, die gültige Taufe, wobei sie der Taufe (zweite Taufe) keine metaphysische Kraft beimessen, sondern sagen, sie folge auf die bereits erfolgte Wiedergeburt und sei nur ein Gehorsamsakt und ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Die Taufe (die zweite) sei auch ein rein symbolischer Akt, bei dem Gott nicht handle.

(übrigens ist, sage ich, die sakramentale Taufe in Verbindung mit Buße und Glauben die “Neue Geburt aus Wasser und Geist”, von der Jesus im Johannesevangelium redet; Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen; bei der wahren Lehre gemäß des biblischen Befundes wird also die Neue Geburt ganz klar definiert und ist nichts Obskures)

Jetzt kommt das eigentlich Schlimme:

Der Protestant oder Katholik, der durch eine evangelikale Gruppe wiedergetauft wird, wird dadurch völlig von seiner Kindertaufe abgebracht, die allein ihm dazu verhelfen könnte, als Christ im Alltag und am Sonntag zu leben. Dies ist in gewisser Weise eine Zerstörung der sakramentalen Taufe, der Gabe Gottes. Die Evangelikalen zerstören also ein Werk bzw. eine Gabe Gottes, was schlicht und einfach kriminell ist. Der Staat ist nur zu dumm, um das zu richten, aber es gehört gerichtet und vor den Richter. Amen.

Lieber Leser, sind Sie wiedergetauft?

Dann sagen Sie sich sofort von Ihrer Wiedertaufe los und beziehen Sie sich (wieder) auf Ihre teure (kostbare) Kindertaufe. Nur durch Ihre Kindertaufe vermögen Sie das christ-liche Leben zu leben und wenn Sie es tatsächlich leben, werden Sie in die Herrlichkeit des Sohnes Gottes eingehen. Ich wiederhole: Die Taufe ist kein Freifahrschein in den Himmel!

(wenn wir Jesu Opfer am Kreuz wertschätzen durch permanenten Glaubenskampf im Alltag, dann ist es auch ein Sühneopfer für unsere Sünden – uns ist vergeben; das ist die teure Gnade)

Schlussfolgerung:

Da die Evangelikalen die Kindertaufe, ein großes Werk Gottes am Menschen, zerstören, sind sie aus der allgemeinen, christlichen Kirche ausgeschlossen.

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über gewöhnliche Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr, Jesus, und führe sie heraus zur wahren, christlichen Kirche.

Natürlich wird hiermit auch die ganze evangelikale Lehre von “ihrer” Wiedergeburt, Wiedertaufe (sie selbst nennen die Wiedertaufe allerdings Taufe), etc. verworfen.

Die evangelikale Lehre ist gefährlicher als der Katholizismus, der Billige-Gnade-Protestan-tismus, der Islam, der Buddhismus, Hinduismus, etc.

Warum?

Nichts sieht der wahren Lehre ähnlicher als die evangelikale Lehre. Ihr Vokabular, ihr Lebensstil, ihr Taufen, ihr Brotbrechen, ihre Gemeinschaft, etc. – alles sieht der wahren Kirche täuschend ähnlich. Dies ist wirklich teuflisch bzw. eine teuflische Falle.

Sie reden auch so gerne von Jesus, aber ich sage, sie haben nicht den wirklichen, sakralen Jesus, sondern nur ein Bild, eine eigene Vorstellung, von ihm. Wenn Sie, lieber Leser, nur Bilder hätten von den Waren, die Sie bei Aldi eingekauft haben, dann sähen Sie ganz schön alt aus – hab’ ich nicht recht?

Das Christentum ist schon schwer genug, wenn man wirklich glaubt. Wenn nun einer versucht, Jesus nachzufolgen, ohne Jesus wirklich zu haben mit seiner befreienden Kraft, dann muß das in der Katastrophe enden und in völliger Verzweiflung bis hin zum Selbstmord.

Die Verwerfung des römisch-katholischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre und die Verwerfung des evangelischen Klerus mit samt seiner Dreck-Lehre wird hiermit bekräftigt.

Was soll ich erwählen, Pest oder Cholera, katholische- und evangelische Kirche oder Evangelikale?

(Verfluchte) Evangelikale:

Evangelikale Irrlehrer (Ketzer, Häretiker):

  • Wolfgang Arenz (Schweinfurt/Dittelbrunn)
  • Manfred Herbst (Schweinfurt/Niederwerrn)
  • Alois Böck (München)
  • Ralph Domke (München)
  • Martin Heide (Marburg)
  • Wolfgang Bühne (Meinerzhagen)
  • Fred Colvin (Henndorf/Österreich)
  • Andreas Lindner (Piding)
  • Benedikt Peters (Arbon/Schweiz)
  • Alois Wagner  (vermutlich München)
  • Roger Liebi (Schweiz)
  • Joel Osteen (USA)
  • Werner Gitt (Braunschweig)
  • Jean Gibson (2006 verstorben)
  • William MacDonald (2007 verstorben)
  • Reinhard Bonnke (Frankfurt)
  • Rick Warren (Rancho Santa Margarita, California)
  • Billy Graham (USA)
  • Franklin Graham (USA)
  • Karl-Heinz Vanheiden (Gefell/Deutschland)
  • Theodor Friesen (CBG; Christliche Biblische Gemeinde, München)
  • Ulrich Parzany (Kassel)
  • Hartmut Steeb (Stuttgart)
  • u. v. a. (leider)

Was diese verfluchten Irrlehrer angeht, wiederhole ich das Folgende:

Alle Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren, Prediger, etc. der Evangelikalen werden hiermit im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verflucht und möge Gott sie schlagen mit Pest, Beulen und Cholera, Bankrott und Gefängnis.

Über die gewöhnlichen Gemeindeglieder der Evangelikalen erbarme sich der Herr und führe sie heraus zur wahren Kirche.

Siehe auch das Folgende:

Die geistliche Katastrophe

Der Untergang Deutschlands

Wissen, was Liebe ist.

Verwerfung des Klerus der etablierten Kirchen und der Leiter der Evangelikalen

Trockenheit in Kalifornien – eine Warnung auch für uns

Die Aufklärung

Ergänzung vom 23.10.2015

Da die EKD ein neues Gottesbild hat, ist die Taufe der EKD nicht mehr gültig; siehe hierzu:

Gibt es eine erlaubte Wiedertaufe?

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 9; Der echte Missionar bzw. Apostel sucht nicht schändlichen Gewinn, ruft zur Buße und hilft auch materiell

Bibeltext: Siehe Lukasevangelium, Kapitel 9

Jesus und seine Jünger hätten es sich in Kapernaum einfach bequem machen können und hätten von den Spenden der Gläubigen leben können. Sie hätten ab und zu mal jemand geheilt und dadurch gezeigt, daß sie der Spenden würdig waren – ansonsten hätten sie ein beschauliches Leben geführt. Von überall her kamen ja die Kranken nach Kapernaum bzw. wurden dahin gebracht – warum sollte man dann noch zu ihnen hingehen?

Mt 4,24 Und die Kunde von ihm (Jesus; R. B.) erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Plagen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund.

Lukas 4, 37-40 37 Und die Kunde von ihm (Jesus; R. B.) erscholl in alle Orte des umliegenden Landes. 38 Und er machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter hatte hohes Fieber und sie baten ihn für sie. 39 Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen. 40 Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte die Hände auf einen jeden und machte sie gesund.

Das Missionssystem Gottes funktioniert aber folgendermaßen: Missionare durchziehen Ortschaften, wo das Evangelium noch nie verkündet wurde und verkündigen es dort. Sofort bilden sich jeweils zwei Lager, die scharf voneinander getrennt sein sollen (siehe Anmerkung 1, unten): Die Christen (Kirche) und die ungläubig Gebliebenen (die Welt; Ungläubige bezüglich des Christentums sind natürlich auch alle Anhänger menschen-gemachter Religionen). Die Christen vor Ort, die durch eine Mission gläubig wurden, sollen nun nicht die ungläubig Gebliebenen ihrer Ortschaft weiter missionieren (verwerf-liche Zwangsmission), sondern Gott handeln lassen. Der sogenannte Bekehrungseifer ist ein Merkmal der falschen Kirchen und Sekten. Das Verhalten der wahren Kirche gegenüber den Ungläubigen soll bestimmt sein durch das Wort von der Geduld, die Bergpredigt. Gott kann die ungläubig Gebliebenen züchtigen/erziehen z. B. durch Krankheit und Tod von Angehörigen (siehe Diener des Hauptmanns, Sohn der Witwe, Tochter des Jairus, etc.). Wenn nun das Unglück die Ungläubigen trifft, soll die Kirche sie nicht als Verfluchte verdammen, die ihre gerechte Strafe von Gott empfangen, sondern Barmherzigkeit entgegenbringen, unterstellend, Gott habe mit den vermeintlich Verfluchten noch etwas vor, habe einen guten Plan für sie.

Immer wieder wird es im Laufe der Zeit Menschen in einer Ortschaft geben, die Gott recht geben und sagen: “Jawohl, ich habe es verdient, daß man Kind krank wurde bzw. starb, denn ich bin ein fluchwürdiger, verdammter Sünder; ich habe die Gebote Gottes gebrochen.”

5Mo 28,18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes (Kinder; R. B.), der Ertrag deines Ackers, das Jungvieh deiner Rinder und Schafe. (wenn du nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: …)

Natürlich können auch Armut, Vertreibung (Migration) und Straffälligkeit (siehe Matthäus 25) Folgen des Fluches Gottes über den Sünder sein.

Aber in dem Moment, wo der Sünder eben zugibt, daß Gott ihn mit recht geschlagen hat oder schlägt, ist er dem Segen schon sehr nahe, kann sich der Fluch in Segen verwandeln. Wenn er sich nach dem Heil in Jesus ausstreckt und die wahre, christliche Kirche aufsucht, um Hilfe bittet, kann ihm geholfen werden. Die Umkehrung des Fluches in Segen kann deutlich werden durch Heilung eines Angehörigen, einer nahestehenden Person, aber auch durch Befreiung von Armut, Re-Integration und Wiederherstellung der Ehre, des guten Rufes des Sünders durch die Kirche.

“Die Welt verdammt ihre vom Unglück getroffenen “Kinder”, aber die Kirche bietet ihnen das Heil an.”

Aber es war durchaus nicht der Wille Jesu, daß seine Jünger sich nun in Kapernaum quasi zur Ruhe setzten und von den Spenden der lokalen Gläubigen bzw. der Menschen, die nach Kapernaum kamen, um geheilt zu werden, lebten.

Mk 1,38 Und er sprach zu ihnen (die Zwölf; R. B.): Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Städte, dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.

Lk 4,43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt.

Jesus ging es ja nicht primär um das Heilen von körperlich Kranken, sondern er wollte letztlich alle Juden heilen, auch die körperlich gesunden, von der unsichtbaren Krankheit der Sünde. Die Heilung von körperlichen Krankheiten unterstrich nur Jesu Mission als Seelenarzt. Außerdem sind körperliche Krankheiten die Folge davon, daß die Sünde in der Welt ist. Jesus packte also das Problem an der Wurzel, bekämpfte die tiefste Ursache aller körperlichen Krankheiten, die Sünde, und so mußten auch die körperlichen Krankheiten seiner heilenden Kraft weichen.

Es ließ sich nicht vermeiden, daß Jesu Wohnhaus in Kapernaum zu einem berühmten Sanatorium für Schwerstkranke in Palästina wurde, aber das war nicht das, was er eigentlich wollte. Jesus ging es nicht primär um den Leib sondern  zuerst um die Seele des Menschen.

All die Gesunden in Palästina und darüber hinaus wären wahrscheinlich nicht so schnell zu ihm gekommen nach Kapernaum, aber er wollte auch die Seele jener Gesunden heilen. Also mußte er bzw. seine Jünger zu ihnen hingehen und ihnen das Evangelium samt Buße predigen. Den Gesunden mußte man sozusagen durch die Predigt erklären, daß auch sie “krank” waren. Nur wer weiß, daß er krank ist, fragt auch nach dem Heil.

Und natürlich, wenn Jesus und seine Jünger einfach in Kapernaum “sitzen geblieben” wären, wäre die Versuchung für die Jünger zu groß gewesen, aus den Krankenheilungen Kapital zu schlagen, aus dem ganzen ein Gewerbe zu machen. Oder vielmehr sie hätten vielen zukünftigen, falschen Aposteln ein Beispiel gegeben, sie auf die Idee gebracht, wie man auf sehr leichte und schlaue Art und Weise Geld verdienen konnte – nur das sie selbst, die wahren Apostel, diese niedrige Gesinnung natürlich nicht hatten, außer Judas Iskariot. Deswegen kam Jesus nicht umhin, seinen Jüngern einen etwas anstrengerenden Lebenswandel aufzuerlegen – dies konnte er ihnen beim besten Willen nicht ersparen.

Als Jesus die Zwölf aussandte, gab es in Kapernaum schon einige Gläubige. Durchaus hätte Jesus sie bitten können, für den Missionseinsatz seiner Jünger zu spenden. Aber das tat er ganz bewußt nicht. Missionsarbeit ist eben keine schnöde Erwerbsarbeit, soll es nicht sein. Ein beliebiger Mensch kann sagen: “Ich werde Schreiner, Schuhmacher, Schlosser oder sonst etwas, um damit meinen Unterhalt zu verdienen.” Aber keiner kann einfach so sagen, ohne göttlichen Ruf: “Ich werde christlicher Missionar, um damit meinen Unterhalt zu verdienen”, als ob der Beruf des Missionars ein profaner Beruf wäre. Nein, nein, ein Missionar ist ein von Gott berufener, zu seinem Dienst eingesetzter Mensch, der aufgrund seiner sehr hohen sittlich-moralischen Qualitäten zu diesem Dienst berufen wurde. Im Grunde ist ein Missionar bzw. Apostel auch ein hoher Würdenträger seiner Kirche bzw. Gottes. Das geht über einen weltlichen Beruf weit hinaus. Vor seiner Berufung (falls er jemals berufen wird) befleißige er sich einfach, ein vorbildliches Glied seiner lokalen Kirchengemeinde zu sein und verdiene seinen Unterhalt durch seiner Hände Arbeit z. B. als Schreiner, Schuhmacher, Schlosser, Bäcker, Metzger, Koch oder ähnliches.

Noch deutlicher: Es mag in einer Gemeinde z. B. einen Bäcker geben, der nicht sehr erfolgreich ist in seinem Beruf. Jener kann nun nicht einfach von sich aus (ohne göttlichen Ruf) sagen: “Ich werde Missionar – da werde ich sicher besser zu Rande kommen.” Gerade so etwas will Jesus nicht. Ich will hiermit nicht sagen, das zukünftige Missionare unbedingt erfolgreich sein müssen in einem weltlichen Beruf, wirklich nicht, denn Misserfolg kann auch auch durch Verfolgung seitens der Welt verursacht werden (dies muß im Einzelfall geprüft werden durch die lokale Kirchenleitung). Vielmehr ist mein Punkt: Jeder versuche so viel an ihm ist, einfach ein gutes (vorbildliches) Gemeindeglied zu sein/zu werden, das sei sein ganzes Streben. Falls er berufliche Probleme aufgrund gewöhnlicher Ursachen hat, soll er versuchen, sie auf gewöhnliche Art zu lösen (Verbes-serung der persönlichen Fertigkeiten und Kenntnisse, mehr Fleiß, Berufswechsel, Orts-wechsel, etc.) Wenn man gerne Missionar werden möchte, weil man die geistliche Not der Menschen sieht, dann soll man dennoch warten, bis Gott einen ordiniert bzw. beruft bzw. zum Missionar einsetzt. Bis dahin befleißige man sich einfach, zu wachsen in der Nachfolge Jesu und gehe seiner weltlichen Erwerbsarbeit nach (falls man an der erfolgreichen Erwerbsarbeit gehindert wird durch Verfolgung seitens der Welt, hat man natürlich Anspruch auf Verständnis seitens und Unterstützung durch die Kirche; ich wiederhole: Beruflicher Misserfolg ist nicht immer ein Zeichen persönlicher Schwäche, sondern kann auch durch Verfolgung seitens der Ungläubigen verursacht sein, gerade heute).

Interessant ist, daß die Zwölf seitens der Kirche von Kapernaum nicht für ihre Missions-reise ausgestattet wurden. Jesus, der Bischof von Kapernaum, wollte das nicht. Damit sollte den Missionaren der Kirche aller Zeitalter ein Beispiel gegeben werden. Indem der Missionar, der wirklich von Gott ordiniert bzw. berufen wurde, ohne Ausstattung jeglicher Art loszieht, zeigt er, daß für ihn sein “Job” keine profane Erwerbsarbeit ist, sondern daß er ihm Dienste Gottes steht. Und natürlich, “der Arbeiter ist seines Lohnes wert” ist gültig gerade auch für den, der für Gott arbeitet, aber im Reich Gottes spielt immer auch der Glaube eine Rolle und der Kommerz ist etwas verächtliches. Der von Gott ordinierte Missionar hat den Glauben, daß er an den Orten, wo er hinkommen wird, um dort das Evangelium zu verkünden, Menschen finden wird, die für seinen Unterhalt aufkommen. Lieber Leser, sind Sie sich eigentlich bewußt, was ich hier schreibe??? Außerhalb des Glaubens wäre das der blanke Wahnsinn, fast Selbstmord. Aber der wirkliche Missionar Gottes kann und soll ohne Mittel losziehen und er wird solche finden, die ihn versorgen und diese Versorgung ist der Lohn seiner Missionsarbeit. Und, wie gesagt, das funktioniert natürlich nur im Glauben, aber den hat ja der echte Missionar durch Buße, Glauben an Jesus und sakramentale Taufe. Und weil er viele Jahre demütig danach strebte, ein vor-bildliches Glied seiner Gemeinde zu sein, hat Gott ihn mit dem Amt des Missionars geehrt, das mit der Verheißung der Versorgung des Arbeiters durch Gott versehen ist.

Übrigens hat auch der Apostel Paulus nach diesem Prinzip gehandelt. Wir lesen nirgends etwas, daß die Kirche zu Antiochia (Paulus’ Heimatkirche) ihn irgendwie für seine Missionsreisen ausgestattet hätte. Nein, Paulus war auf die Gemeinden angewiesen, die er gründen wollte durch seine Mission. An einzelnen Orten unterwegs hat man ihm die Versorgung verwehrt, da hat er einfach mit seiner Hände Arbeit sein Brot verdient, statt von jenen Gemeinden seine Lohn ggf. unter Androhung von Gewalt einzufordern – das lag im ferne. Nein, nein, keiner sollte ihm unterstellen können, er sei nur auf profanen Erwerb aus, Mission sei ein Gewerbe für ihn. Da, wo man ihm unterstellte, er sei auf Gewinn aus, machte er das Evangelium völlig kostenfrei und begehrte gar nichts. Edlere Gemeinden versorgten ihn und er ließ es sich gerne gefallen (2Kor 11,8 Andere Gemeinden habe ich “beraubt” und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können. ).

Lk 10,7 In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen. (das sagte Jesus)

1Kor 9,9 Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben (5.Mose 25,4): »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.« Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? (das sagte Paulus, der des gleichen Geistes war wie Jesus)

Es ist enorm wichtig, daß der Missionar mit seinem Recht auf Versorgung richtig umgeht (siehe oben), damit er falschen (gewinnsüchtigen) Aposteln die Gelegenheit abschneide:

2. Korinther 11, 12-15 12 Was ich (Paulus; R. B.) aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anlass nehmen, die einen Anlass suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir. 13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. 14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. 15 Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.

Kurz gesagt: Auch noch heute (!) gilt, daß ein Missionar buchstäblich mit leeren Taschen losziehen muß/soll!!! Nur so kann verhindert werden, daß aus Mission eine schnöde, profane Erwerbsarbeit gemacht wird und sich Heerscharen von falschen Aposteln und Wölfen im Schafspelz in diesen Dienst hineindrängen.

Auch direkt von ihren Zuhörern sollten die echten Apostel bzw. Missionare  nichts nehmen (Gebühren). Auch das wieder, um den falschen Aposteln, die nur schändlichen Gewinn suchen, die Gelegenheit abzuschneiden. Durch das Verhalten der echten Apostel wurde der Kirche bzw. allen Gläubigen bzw. Christen ein Indikator in die Hand gegeben, mit dem man falsche Apostel, böse Arbeiter identifizieren kann: Ein falscher Apostel ist derjenige, der direkt für eine vermeintlich kirchliche bzw. geistliche Dienstleistung Geld nimmt bzw. eine Gebühr verlangt. Beim echten Apostel sind Dienstleistung und Lohn immer auseinandergerissen – kein direkter Lohn für eine bestimmte Dienstleistung. Dennoch, auch der echte Apostel bekommt Lohn für seine Arbeit, aber nicht so, wie es in der kommerziellen Arbeitswelt üblich ist. Er bekommt nicht ein Quantum Lohn oder Geld für ein Quantum Arbeit, sondern wird mehr oder weniger besoldet, wobei er diesen Sold nicht einfordert, sondern sehr geduldig darauf wartet, daß der heilige Geist eine Gemeinde bewegt, ihn zu unterstützen, weil sie ihn als wahren Diener des Herrn identifiziert hat.

Warum der Einschub mit Herodes (Antipas) und Johannes dem Täufer?

Zwischenzeitlich ließ Herodes Johannes den Täufer hinrichten, diesen äußerst lästigen Bußprediger (siehe Anmerkung 2, unten). Aber dieser gleiche böse Herodes begehrte Jesus zu sehen trotz der Tatsache, daß er Johannes, den Wegbereiter und Freund Jesu, der gleichen Geistes wie Jesus war, hatte hinrichten lassen. Herodes repräsentiert die sündige Welt, die Menge aller Nicht-Christen: Jesus als Wunderheiler hätte man schon gerne, aber bitte ohne Johannes den Täufer und seine Bußpredigt – “bitte nicht das Gerede von Sünde, Buße, Umkehr und Gericht Gottes!” Herodes repräsentiert aber auch die Seele des Menschen, der ungläubig bleibt, den zeitlichen Genuß der Sünde dem ewigen Heil vorzieht, die Sünde mehr liebt als das Heil.

Wenn Jesus umhergegangen wäre und hätte einfach seine Heilungen verkauft, Gebühren für seine Heilungen verlangt, dann hätte das Herodes und vielen anderen Juden sehr gut gefallen – so einen Wunder-Jesus, Disney-Jesus, wünschten sie sich direkt herbei; daß er aber einen ganzheitlichen Anspruch auf den Menschen, die Geheilten, erhob, was deutlich wird durch die Bußpredigt des Johannes, war ihm und vielen anderen Juden vollkommen unerträglich. Es war für sie völlig inakzeptabel, daß Jesus Heilung auch immer mit Vergebung der Sünden verband, daß es ihm letztendlich primär um die Vergebung der Sünden ging – und die zu ihm kamen, waren solche, die Johannes durch seine Bußpredigt traurig gemacht hatte. Jesus beseitigte das Grundübel des Menschen, die Sünde, die auch die grundlegende Ursache für Krankheit in der Welt ist. Die Heilungen waren nichts weiter als eine Illustration dessen, was unsichtbar geschah.

Und das Ganze paßt wiederum wunderbar mit der Sache von der Erwerbsarbeit zusam-men, denn genau diejenigen, die für ihre Missionsarbeit direkt Gebühren genommen hätten von den Zuhörern, die hätten mit Sicherheit das Evangelium auch falsch gepredigt. Sie hätten die Sache mit der Bußpredigt des Johannes weggelassen, denn das ist es, woran die sündige Welt Anstoß nimmt. Die Welt sagt: “Heil, ja, aber Buße, nein!” Deswegen dieser Einschub hier.

Warum die Sache mit der Brotvermehrung?

Wunder wie Brotvermehrung tat Jesus grundsätzlich sicherlich eher ungern, da er kein Brotkönig sein wollte. Diese allgemeine Ordnung, daß der Mensch einfach durch seiner Hände oder Kopf Arbeit seinen Unterhalt verdienen soll, wollte Jesus nicht antasten. Jesus wollte kein Brotkönig sein, sondern sein Volk retten von seinen Sünden.

Joh 6,15 Als Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen (nach einer Brotvermehrung; R. B.), entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein.

Warum macht dann Jesus hier eine Ausnahme?

Nun, Jesus wollte den Jüngern etwas zeigen. Es war durchaus nicht nötig, mit Heilungen Geld zu verdienen, für Heilungen Gebühren zu nehmen. Indem Jesus das Brot und die Fische vermehrte, zeigte er, daß er doch in sich selbst unendlich reich war und ihnen alles direkt geben konnte, wenn er wollte. In seiner Person hatten sie einen unvorstellbar großen Reichtum; Jesus selbst war ihr unaussprechlich großer Reichtum. Durch das Wunder der Brotvermehrung wurde es auch klar, daß es Jesus selbst unendlich fern liegen mußte, sich selbst durch Spendengelder zu bereichern. Warum sollte jemand, der selbst Brot und Fisch vermehren konnte, auf Geld zum Erwerb dieser Dinge aus sein? Übrigens ist interessant, daß Jesus sich nicht wie ein Disney-Jesus vor die 5000 hinstellte und das Wunder vollbrachte, sondern er vermehrte das Brot im Kreise seiner Jünger, die dann das Brot und die Fische an das Volk austeilten, ganz unspektakulär.

Übrigens paßt auch diese Sache mit der Brotvermehrung wunderbar mit der Sache von der Erwerbsarbeit zusammen. Jene, die aus der Mission eine profane Erwerbsarbeit machen würden, die kämen auch nie auf die Idee bzw. es wäre ihnen geradezu ein Gräuel, die Zuhörer ihrer Predigt auch noch kostenlos zu bewirten, wie Jesus es tat. Dies wäre in ihren Augen, gemäß ihres kommerziellen Denkens ja geradezu wahnwitzig, denjenigen, denen man eine Dienstleistung erbracht hat (eben die Predigt des Evangeliums) auch noch etwas zu schenken. Kein vernünftiger Mensch, der einen Dienst erbracht hat, so die Denke der falschen Apostel, schenkt dem Bedienten auch noch etwas, sondern erwartet selbst-verständlich einen Lohn für seinen Dienst. Das Erste, was ein falscher Apostel nach seiner Predigt bzw. vielleicht schon vorher tut, ist, daß er seine Bankverbindung bzw. Kontonummer bekannt gibt.

So haben wir einen zusätzlichen Indikator zum Erkennen falscher Apostel. Sie werden niemals ihren Zuhörern materielle Geschenke machen, sondern ihren Lohn von ihren Zuhörern mit allem Nachdruck einfordern – sie sind ganz dem Kommerz, dem schnöden Mammon verhaftet.

Anmerkung 1:

Die Kirche als Institution und die Welt sollen tatsächlich scharf von einander getrennt sein. Dies heißt aber nicht, daß ein Christ zu seinen weltlichen Nachbarn (z. B. im Mietshaus) unfreundlich sein soll – im Gegenteil: Der wahre Christ ist eben nicht fanatisch, sondern weiß, daß Gott an seinen ungläubigen Nachbarn (weiterhin) wirkt (“Gott läßt auf Gute und Böse regnen”).

Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,

Mt 5,45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Jederzeit ist er bereit, zur Hilfe zur eilen, falls dies gewünscht wird. Im Sinne der Bergpredigt, dem Wort von der Geduld, bricht er nicht den Stab über seine ungläubigen Nachbarn. Aber, wie gesagt, in die Kirche als Institution können sie erst nach erfolgter Bekehrung aufgenommen werden. Der Christ kann seinen ungläubigen Nachbarn nur allezeit freundlich, geduldig und einladend gegenübertreten, aber wenn sie das Heil ererben wollen, müssen sie Buße tun über ihre Sünden. Keinesfalls darf der Gläubige Kompromisse bezüglich der Sünde machen, um für die Ungläubigen ein vermeintliches Hindernis zu beseitigen.

Spezialfall Muslime: Auch wenn die Grundhaltung des Christen die der Geduld und Freundlichkeit ist, schließt das nicht aus bzw. beinhaltet es sogar, den Muslimen mit einer entschiedenen Reserve gegenüberzutreten, da diese einen Mörder (Mohammed) als Pro-pheten verehren. Außerdem ist im Islam der Mord an Nicht-Muslimen nicht nur eine legale sondern sogar eine heilige Handlung (unfassbar aus christlicher Sicht). Muslime sind durch ihre überaus perverse Religion als Personen degradiert. Wer den Unsinn (besser Dreck) Mohammeds glaubt, begeht intellektuellen Selbstmord, entehrt sich selbst, schließt sich ein Stück weit aus der zivilisierten Gesellschaft aus.

Anmerkung 2:

Eigentlich mochte Herodes Johannes den Täufer. Seine Frau Herodias aber hasste ihn abgrundtief. Wäre Herodes nicht mit Herodias verheiratet gewesen, hätte er Johannes wahrscheinlich nicht hingerichtet. Die Salbung Jesu durch die Sünderin aus Kapitel 7 ist wie gesagt ein Bild auf die Liebe der Seele des bekehrten Sünders zu Jesus. Der Umgang von Herodes Antipas mit Johannes illustriert genau das Umgekehrte: Herodes liebte zwar Johannes den Täufer, aber er liebte auch seine (böse) Frau Herodias, liebte sie mehr als Johannes. Da er Herodias augenscheinlich mehr liebte als Johannes, ließ er ihn auf ihren Wunsch hin hinrichten. Sicherlich finden viele Menschen Jesus grundsätzlich sehr sympathisch. Aber mehr als Jesus lieben sie ihre sündige Natur, ihren natürlichen “Gemahl”. Sie ziehen den zeitlichen Genuß der Sünde dem ewigen Heil vor, wollen nicht Buße tun, sondern bleiben bei irgendeiner menschgemachten Religion wie Islam, Katholizismus, Billige-Gnade-Protestantismus, evangelikaler Glaube, etc., die die Sünde rechtfertigt, wo man also ein “Gläubiger” sein und gleichzeitig ein Sünder bleiben kann, da man durch das Halten bestimmter äußerlicher Rituale seiner Religion (zum Beispiel die fünf Säulen des Islam) sich von Liebe und Gerechtigkeit im Alltag dispensiert. Aber nur der durch die Liebe im Alltag tätige Glaube ist der wahre Glaube. Solche “töten” sozusagen Jesus für sich selbst. Absolut gesehen, kann natürlich niemand Jesus töten – aber ich kann ihn für mich selbst töten, indem ich ihm nicht die Herrschaft über mein Leben überlasse durch Buße und sakramentale Taufe. Ich kann Jesus in mir “töten”.

Matthäus 14, 1-12 1 Zu der Zeit kam die Kunde von Jesus vor den Landesfürsten Herodes. 2 Und er sprach zu seinen Leuten: Das ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. 3 Denn Herodes hatte Johannes ergriffen, gefesselt und in das Gefängnis geworfen wegen der Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. 4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, dass du sie hast. 5 Und er hätte ihn gern getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten. 6 Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel dem Herodes gut. 7 Darum versprach er ihr mit einem Eid, er wolle ihr geben, was sie fordern würde. 8 Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schale das Haupt Johannes des Täufers! 9 Und der König wurde traurig; doch wegen des Eides und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es ihr zu geben, 10 und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. 11 Und sein Haupt wurde hereingetragen auf einer Schale und dem Mädchen gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. 12 Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leichnam und begruben ihn; und sie kamen und verkündeten das Jesus.

Markus 6, 14-29 14 Und es kam dem König Herodes zu Ohren; denn der Name Jesu war nun bekannt. Und die Leute sprachen: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten. 15 Einige aber sprachen: Er ist Elia; andere aber: Er ist ein Prophet wie einer der Propheten. 16 Als es aber Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferstanden. 17 Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. 18 Johannes hatte nämlich zu Herodes gesagt: Es ist nicht recht, dass du die Frau deines Bruders hast. 19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. 20 Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein frommer und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam; und wenn er ihn hörte, wurde er sehr unruhig; doch hörte er ihn gern. 21 Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine Großen und die Obersten und die Vornehmsten von Galiläa. 22 Da trat herein die Tochter der Herodias und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir’s geben. 23 Und er schwor ihr einen Eid: Was du von mir bittest, will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs. 24 Und sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. 25 Da ging sie sogleich eilig hinein zum König, bat ihn und sprach: Ich will, dass du mir gibst, jetzt gleich auf einer Schale, das Haupt Johannes des Täufers. 26 Und der König wurde sehr betrübt. Doch wegen des Eides und derer, die mit am Tisch saßen, wollte er sie keine Fehlbitte tun lassen. 27 Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28 und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab’s dem Mädchen und das Mädchen gab’s seiner Mutter. 29 Und als das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

Diese Schilderungen aus Markus und Matthäus lassen sich nur zusammenbringen, wenn man annimmt, daß Herodes Johannes eigentlich gern hatte, aber dann doch der Liebe zu seiner bösen Frau Herodias den Vorrang gab. So wird Herodes zum Bild für die Seele des Menschen, die ihren neuen legitimen Gemahl Jesus, der ihr vielleicht nicht völlig unsympathisch ist, verschmäht und ihren alten Gemahl “die sündige Natur” oder “der alte Mensch” bevorzugt. Die durchaus reale Wertschätzung, die Herodes für Johannes hatte, wird am Jüngsten Tag von Gott (Jesus) nur als blanker Hass gerechnet werden, da Herodes den lieben Johannes nicht gegenüber seiner bösen Frau bevorzugte bzw. weil auch seine Seele das alte Leben in der Sünde gegenüber dem neuen Leben in Christus vorzog.

Besser als Herodes machte es einstmals Mose:

Hebräer 11, 24-26 24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, 25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden als eine Zeit lang den Genuss der Sünde haben, 26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung.

 Lk 14,26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.

Das bedeutet nicht, daß ein Christ seine Verwandten hassen soll, sondern daß seine Liebe zu Christus und seiner Kirche so groß sein soll, daß verglichen damit, also relativ, die Liebe zur Verwandtschaft wie Hass erscheint.

Mt 10,37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 40-56; Auferweckung der Tochter des Jairus

40 Als Jesus zurückkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn. 41 Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jaïrus, der ein Vorsteher der Synagoge war, und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen; 42 denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, die lag in den letzten Zügen. Und als er hinging, umdrängte ihn das Volk. 43 Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von keinem geheilt werden. 44 Die trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf. 45 Und Jesus fragte: Wer hat mich berührt? Als es aber alle abstritten, sprach Petrus: Meister, das Volk drängt und drückt dich. 46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand berührt; denn ich habe gespürt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist. 47 Als aber die Frau sah, dass es nicht verborgen blieb, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkündete vor allem Volk, warum sie ihn angerührt hatte und wie sie sogleich gesund geworden war. 48 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden! 49 Als er noch redete, kam einer von den Leuten des Vorstehers der Synagoge und sprach: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht mehr. 50 Als aber Jesus das hörte, antwortete er ihm: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gesund! 51 Als er aber in das Haus kam, ließ er niemanden mit hineingehen als Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater und die Mutter des Kindes. 52 Sie weinten aber alle und klagten um sie. Er aber sprach: Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. 53 Und sie verlachten ihn, denn sie wussten, dass sie gestorben war. 54 Er aber nahm sie bei der Hand und rief: Kind, steh auf! 55 Und ihr Geist kam wieder und sie stand sogleich auf. Und er befahl, man solle ihr zu essen geben. 56 Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, niemandem zu sagen, was geschehen war.

Einleitung

Wie schon gesagt, entstehen durch eine Mission zwei scharf von einander getrennte Lager: Die Christen (Kirche) und die Nicht-Christen (Welt). Gott ist aber mit den Nicht-Christen nicht so schnell am Ende. Er kann ihnen z. B. durch Tod und Krankheit von Angehörigen die Hinfälligkeit des menschlichen Lebens zeigen, vor Augen führen. Da man stündlich mit dem Tod oder dem Jüngsten Gericht rechnen muß, wenn man es einfach einmal ganz sachlich, nüchtern und realistisch betrachtet, ist allein entscheidend, daß man jederzeit so lebt, daß man vor Jesus Christus stehen kann, wenn man ihm als Richter gegenübertreten muß. Im Augenblick des Todes muß man weltliche Macht, Ehre, Anerkennung und irdische Güter zurücklassen. Die Erinnerung an das sittlich-moralische Verhalten wird aber über den Tod hinaus bestehen bleiben. Also sollte man so leben, daß man sozusagen in guter Erinnerung bleibt bei Gott und bereit sein, weltliche Ehre, Anerkennung, Macht und irdische Güter dafür zu opfern um des guten Gedenkens, Andenkens bei Gott willen.

Lk 21,36 So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen (der Jüngste Tag; R. B.), was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.

1Thess 5,2 Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. (er kommt unerwartet, überraschend; R. B.)

Hebr 9,27 Und wie den Menschen bestimmt ist, “einmalzu sterben, danach aber das Gericht:

Offb 16,15 Siehe, ich (Jesus; R. B.) komme wie ein Dieb (unerwartet; R. B.). Selig ist, der da wacht und seine Kleider (sein Heil; R. B.) bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blöße (der Mensch nach seiner natürlichen Beschaffenheit; R. B.) sehe.

Wie die Heilung des Dieners des Hauptmannes und die Auferweckung des Sohnes der Witwe gehört auch die Auferweckung der Tochter des Jairus in diesen Zusammenhang. Durch Krankheit und Tod von Angehörigen bzw. nahestehenden Personen möchte Gott die Bürger dieser Welt, jene, die diese Welt allzu liebgewonnen haben, wachrütteln. Sie sollen weniger am Diesseits kleben und dafür mehr an das Jenseits denken.

Völlig missverstanden wäre Jesus jedoch, wollte man ihn für eine Art Wunderheiler halten. Jesus hat überhaupt keine Lust, die Sensationsgier der Welt, des Spießbürgertums, der Massen zu befriedigen – um der Sensationsgier willen tat er keine Wunder. Auch war für ihn die Zeit noch nicht gekommen, irdische Macht auszuüben.

Zwischen der Geschichte der Heilung des Dieners des Hauptmanns, der Geschichte von der Auferweckung des Sohnes der Witwe und der Geschichte von der Auferweckung der Tochter des Jairus hat Lukas einiges eingefügt, was deutlich machen soll, daß Jesus nicht der Wunderheiler des Spießbürgertums sein wollte, sondern worauf es ihm wirklich ankam:

  • Johannes der Täufer, der im Gefängnis saß, sollte sich “an seiner Gnade genügen lassen”; er (Jesus), der Blinde sehend und Lahme gehend machte, konnte ihn (Johannes) auch im Gefängnis trösten wie auch an jedem anderen Ort dieser Welt; wichtig war nicht primär, ob Johannes frei oder gefangen war, wo er war, sondern daß er Jesus hatte, an ihn glaubte – so konnte er auch im Gefängnis (relativ) glücklich sein und an jedem anderen Ort
  • Jesus übernimmt die Bußpredigt Johannes des Täufers, der ein jüdischer Reformer war, in die christliche Kirche, das heißt nicht nur Juden sollen Buße tun sondern auch Heiden; alles fängt an mit der aufrichtigen, ernsthaften Buße, das gilt sowohl für Juden als auch für Heiden; Johannes machte die Juden gewissermaßen traurig durch seine Bußpredigt, aber auch die Heiden sollten einmal richtig traurig werden über sich selbst
  • Jesus will die geknickten Sünderlein, die aufrichtig nach Besserung streben, wieder fröhlich machen; er selbst wollte ihr Heil sein
  • die Salbung Jesu durch die Sünderin zeigt worauf es ankommt: Die Verbindung mit Jesus; die Sünderin ist vielleicht ein Bild auf die menschliche Seele, die Jesus als ihren Bräutigam begehren soll (siehe Auslegung von Römerbrief, Kapitel 7, Verse 1-6); die Sünderin (“unsere Seele”) war durch Johannes’ Bußpredigt traurig gemacht worden – Jesus aber machte sie wieder fröhlich, indem er ihr das Heil gab; wichtig war, daß sie zu Jesus ging, ihn aufsuchte, glaubte, daß er sie annehmen würde (sie salbte ihn ja schon, bevor er ihr das Heil gab); so sollen heute arme Sünderlein zur wahren Kirche, sie für den Tempel Gottes, den Ort seiner Gegenwart haltend (wodurch sie diesem Haufen ehemals geknickter Sünderlein eine große Ehre antun), gehen im Vertrauen, daß sie dort Heil finden können – das Heil wird dann zugeeignet durch die sakramentale Taufe; der Ort, an dem man heute noch Gott finden kann, ist die wahre christliche Kirche – dort ist er real gegenwärtig
  • die Jünger zogen mit Jesus umher; ihre Gemeinschaft mit ihm war die Verkörperung des Evangeliums, das sichtbare Evangelium; an Jesus glauben, ohne sich sichtbar seiner Kirche anzuschließen, ist undenkbar, vollkommen ausgeschlossen
  • allerdings hat das Christentum einen “kleinen Haken”, was durch das Gleichnis vom Sämann zum Ausdruck kommt; der christliche Glaube soll nicht nur das Sahne-häubchen auf dem perfekten Spießbürgerleben sein, sondern Jesus erhebt einen ganzheitlichen Anspruch auf den Menschen, auf sein Leben; für den wahren Christen ist das Leben in der bürgerlichen Gesellschaft ein notwendiges Übel, nicht das Absolute und sein Glaube an Jesus ist alles für ihn – “er gebraucht diese Welt nur”; um des Glaubens und der Gemeinschaft der Kirche willen nimmt der Christ Ablehnung seitens der etablierten Gesellschaft in Kauf und erteilt dem Materialismus eine Absage; natürlich sind ihm auch alle Religionen dieser Welt (Islam, Katholi-zismus, Billige-Gnade-Protestantismus, evangelikaler Glaube, etc.) Mist, Dreck und Kot im Vergleich zum wahren Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus
  • für seine Mutter Maria und seine leiblichen Brüder war es eine Zeitlang wahrscheinlich unerträglich, daß er sich sich so wenig mit dem etablierten Judentum arrangierte; dies ging so weit, daß Jesus sogar seine fromme jüdische Mutter Maria und seine frommen, jüdischen, leiblichen Brüder für ungläubig erklären mußte; unmittelbar danach wendet er sich dem besessenen Gerasener zu, der zu der Zeit wahrscheinlich der unbedeu-tendste Mensch in Palästina war; dies um zu zeigen, daß er die Person nicht ansieht; jener Mensch war nicht nur nackt, einsam und besessen sondern sogar ein Heide; “Nun, für Jesus war ein Besessener, der nackt und allein in einer Grabhöhle wohnte, noch dazu ein Heide war, aber demnächst zum wahren Glauben kommen sollte, mehr wert, als seine ungläubige Mutter und seine ungläubigen Brüder (ihr Unglaube bestand darin, daß sie der Verwerfung seitens des etablierten Judentums aus dem Wege gehen wollten) . Ganz demonstrativ begibt sich Jesus zu jenem Menschen, dem Besessenen, außerhalb der jüdischen Gesellschaft, nachdem sonst kein “dummes Arschloch” fragte. Für Jesus spielt die natürliche Herkunft eines Menschen, das Ansehen der Person keine Rolle – er sieht nur auf den Glauben. Da ist Jesus ganz anderes wie wir Menschen. Vielleicht war der Besessene der in den Augen der normalen Leute unbedeutendste Mensch in ganz Palästina, aber Jesus bringt ihm Wertschätzung entgegen wegen seines Glaubens.”

Unter folgenden Links finden Sie eine ausführliche Auslegung des Einschubs zwischen “Heilung des Dieners des Hauptmanns”, “Auferweckung des Sohnes der Witwe” und der Auferweckung der Tochter des Jairus

Auslegung Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 18-35; Jesus ehrt Johannes den Täufer und bestätigt seine Bußpredigt

Auslegung Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 36-50; Jesu Salbung durch die Sünderin

Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 1-18; Jesus und seine liebe Kirche, Gleichnis vom Sämann

Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 19-39; Jesu wahre Verwandte, Stillung des Sturms, Besessener Geraseners

Hauptteil

Jairus, als ein Vorsteher der Synagoge, war sicherlich ein sehr angesehener Mensch unter den Juden – er hatte es weit gebracht in der jüdischen Gesellschaft. Jairus ist also zunächst ein typischer Vertreter des Spießbürgertums in unserem Zusammenhang – aber Gott hatte dennoch einen Plan für ihn. Sicherlich kannte er sowohl die Bußpredigt des Johannes als auch die Predigt Jesu vom Heil, zögerte jedoch, sich Jesus anzuschließen. Vielleicht war er ein typischer selbstgerechter Jude und verurteilte jene Frau mit dem Blutfluss: Mußte sie nicht sehr schwer gesündigt haben, so dachte Jairus, daß Gott sie mit sooo einer schweren Krankheit schlug? War sie nicht eine verfluchte Sünderin? Aber eigenartig, da starb nicht jene Frau mit dem Blutfluss, sondern seine eigene Tochter – sie konnte doch unmöglich eine verfluchte Sünderin gewesen sein (so dachte Jairus). Warum aber starb sie dann dennoch, erfreute sie sich doch noch der Vollkraft der Jugendzeit? (siehe Anmerkung, unten)

5. Mose 28, 58-59 58 Wenn du nicht darauf hältst, dass du alle Worte dieses Gesetzes tust, die in diesem Buch geschrieben sind, und nicht fürchtest diesen herrlichen und heiligen Namen, den HERRN, deinen Gott, 59 so wird der HERR schrecklich mit dir umgehen und dich und deine Nachkommen schlagen mit großen und anhaltenden Plagen, mit bösen und anhaltenden Krankheiten. (Jairus machte zunächst den Fehler, daß er das nur auf die blutflüssige Frau bezog, nicht aber auch auf sich selbst; siehe An-merkung, unten)

Joh 9,2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? (offensichtlich dachten auch die Jünger in ähnlich negativen Kategorien über einen Blindgeborenen wie Jairus über jene Frau, was nicht verwunderlich ist, denn sie waren ja auch Juden, jüdischen Denkmustern verhaftet, und mußten erst von Jesus lernen, wie man “christlich” denkt)

Lukas 13, 4-5 4 Oder meint ihr (sagte Jesus; R. B.), dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? 5 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen. (man sollte also beim Unglück anderer nicht nur an deren Schuld denken sondern auch an die eigene)

Natürlich, Gott straft die Sünder, auch mit Krankheiten. Das Problem ist nur, daß wir alle Sünder sind. Die Krankheit eines Mitmenschen erinnert mich also auch an meine eigene Sünde und, wenn ich Christ bin, auch an den Befreier von Sünden, Jesus.

Jairus hätte also bezüglich jener kranken Frau folgenden Standpunkt einnehmen sollen: Krankheiten sind in der Welt, weil sich der Mensch in einem tiefen Abfall von Gott, der das Leben ist, befindet. Zerstörende Mächte haben in dieser Welt Gewalt gewonnen. Diese Frau brauchte also Vergebung ihrer Sünden wie alle Menschen. Ihre Sünde, ihre Trennung von Gott war die tiefste Ursache ihrer Krankheit. Das Problem der Sünde mußte behoben werden.

Der bekannte und treue Christ Dietrich Bonhoeffer sah einmal inmitten einer idyllischen Umgebung ein gelähmtes Kind im Rollstuhl und hatte dazu folgende Gedanken (das gelähmte Kind im Rollstuhl mußte ihn nachdenklich stimmen trotz der frohen Natur):

“Mitten in der herrlichen frohen Natur sehen wir, wie ein gelähmtes Kind im Rollstuhl gefahren wird. Wer noch ein Herz hat, das nicht völlig stumpf geworden ist für den Nächsten, dem wird es im Augenblick klar, daß hier etwas in unserer Welt nicht in Ordnung ist, daß die Welt, in der dieses Bild der Qual und der Trauer möglich ist, nicht die ursprüngliche Schöpfung Gottes ist. Hier ist etwas Widergöttliches in die Welt eingebrochen. Die Welt ist von ihrem Ursprung abgefallen. Zerstörende Mächte haben in ihr Gewalt gewonnen.

Nur in einer gott-los gewordenen Welt gibt es Krankheit. Weil die Welt an Gott selbst krankt, darum gibt es kranke Menschen. Nur eine Welt, die wieder ganz in Gott geborgen wäre, eine erlöste Welt, würde ohne Krankheit sein. In der Bibel begegnet uns ein seltsames Wort: “Und er suchte auch in seiner Krankheit den Herrn nicht, sondern die Ärzte” (2. Chron. 16, 12). Es handelt sich dort um einen frommen Mann, dem die Bibel sonst hohes Lob zollt für seinen Eifer um die Sache Gottes. Aber dieser Mann dachte bei aller Frömmigkeit darin sehr modern, daß er streng unterschied zwischen den Dingen der Religion, in denen man sich an Gott wendet, und den irdischen Dingen, in denen man sich bei bei irdischen Stellen Hilfe holt. Krankheiten, besonders leibliche Krankheiten sind irdische Angelegenheiten mit irdischen Ursachen und irdischen Heilmitteln. Krankheiten gehören also vor den Arzt, aber nicht vor Gott. Wie dürfte man auch Gott, den Herrn der Welt, mit seinen kleinen leiblichen Übeln belästigen? Gott hat andere Sorgen.

Das ist ganz vernünftig und vielleicht auch religiös gedacht. Aber es ist falsch. Gewiß haben Krankheiten ihre irdischen Ursachen und irdischen Heilmittel. Aber damit ist eben bei weitem nicht alles und nicht das Entscheidende über das Wesen der Krankheit gesagt. Gewiß soll der Kranke zum Arzt gehen und dort Hilfe suchen. Aber das Wichtigste ist damit allein nicht getan und nicht erkannt. Hinter den irdischen Ursachen und und Heilmitteln stehen die überirdischen Ursachen und die überirdischen Heilmittel der Krankheit. Solange man daran vorbeigeht, lebt man in Wahrheit an seiner eigenen Krankheit vorbei, bekommt man ihr Wesen gar nicht zu Gesicht. Ihr Fluch und Segen bleiben unerkannt.

Die Krankheit gehört in besonderer Weise zu Gott. Nicht daraus macht die Bibel dem Menschen einen Vorwurfe, daß er mit seiner Krankheit zum Arzt geht, sondern daraus, daß er mit ihr nicht auch zu Gott geht. Es ist kein Zufall, daß Christus in auffallender Nähe zu den Kranken gelebt hat, daß Blinde, Gelähmte, Taubstumme, Aussätzige, Geisteskranke sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen fühlten und seine Gemeinschaft suchten. Warum hat Christus diese Leute nicht zum Arzt geschickt? Gewiß nicht, um dem Ansehen der Ärzte zu schaden oder um seine eigene besondere Kunst oder suggestive Kraft zur Schau zu stellen, sondern um es deutlich werden zu lassen, daß Gott und Krankheit, daß Christus und die Kranken ganz eng zusammen gehören.

Christus will der wahre Arzt der Kranken sein. “Ich bin der Herr, dein Arzt”(2. Mose 15, 26). Das sagt Gott, das sagt Christus. Der Schöpfer und Erlöser der Welt bietet sich dem Kranken zum Arzt an. Wollen wir dieses Angebot unversucht lassen, nachdem wir auf so viele, geringere Angebote mit mehr oder weniger Erfolg eingegangen sind?

Wer den Zusammenhang von Gott und Krankheit nur ahnt, wer das unerwartete Angebot ernst nimmt, dem kann die Krankheit zum Hinweis werden auf die Sünde der Menschen, auf die Zerstörung der Gemeinschaft der Geschöpfe mit dem Schöpfer. Hier liegen die überirdischen Gründe und Abgründe der Krankheit. Es ist die Sünde der Welt und es ist meine eigene Sünde, an die ich erinnert werde. Meine Krankheit braucht nicht einfach eine Folge oder Strafe einer bestimmten Sünde zu sein, deren ich mich anzuklagen hätte, auch dies mag der Fall sein, es ist aber nicht notwendig so. Doch will mich jede Krankheit in die Tiefe der Weltsünde und meiner persönlichen Gott-losigkeit hineinblicken lassen. Dieser Blick aber treibt mich zu Gott. Wenn ich in den Abgrund geschaut habe, erbitte ich nicht zuerst die Befreiung von diesem oder jenen Leiden, sondern ich komme mit dem Bekenntnis meiner lange verborgenen Schuld vor Gottes Angesicht. Die leibliche Krankheit will mich erkennen lehren, daß meine eigentliche Krankheit viel tiefer steckt, so tief, daß kein irdischer Arzt sie heilen kann, weil meine eigentliche Krankheit meine Sünde ist. Nicht nur mein Leib, meine Nerven, mein Gemüt ist krank, sondern mein ganzes Wesen, mein Herz ist krank, krank am Unglauben, an der Angst, an der Gottlosigkeit meines Lebens. Und welcher Gesunde litte nicht auch an dieser heimlichsten und zugleich unheimlichsten Krankheit?

Nun weiß ich, daß mir geholfen werden kann, wenn mein ganzes Wesen heil, gesund, neu wird. Wie kann dies geschehen? Die Antwort ist ganz einfach und geht doch in die letzte Tiefe unseres Lebens: durch echte Beichte und durch göttliche Vergebung aller meiner Sünden. Das mag manchem als eine seltsame Wendung und Lösung dieser Frage erscheinen, aber doch nur dem, der das Heilwerden des ganzen Menschen durch Beichte und Vergebung noch nicht erfahren hat. Was heißt Beichte? Sich Jesus Christus mit allen seinen Sünden, Schwächen, Lastern, Leiden öffnen und ihm auf sein Wort hin das ganze Herz geben ohne den geringsten Vorbehalt. Das ist keine leichte Sache und es mag uns schwerer vorkommen als eine gefährliche Operation. Es wird wohl so sein, daß die meisten von uns hierzu einen brüderlichen Helfer brauchen, der uns in solcher Lebensbeichte beisteht, sei es nun der im geistlichen Amt dienende Pfarrer, sei es irgendein Glied der Gemeinde, das von Christus mehr weiß als ich. Was heißt Vergebung? Auslöschung meiner ganzen heillosen, verfahrenen, gescheiterten Vergangenheit (von der vielleicht nur ich selbst weiß) durch Gottes Machtwort und durch das Geschenk eines neuen, fröhlichen Anfangs meines Lebens.

Wer kann mir einen solchen neuen Anfang schenken? Niemand anders als allein der gekreuzigte und lebendige Jesus Christus, der selbst die Heillosigkeit des Lebens an sich erfuhr und sie überwunden hat in der Gemeinschaft Gottes. Es ist der einzige Arzt, der meine tiefste Krankheit kennt, der sie selbst getragen hat. Er ist der “Heiland”, der Herz, Seele und Leib heilen kann.

Was aber hat Vergebung der Sünden mit leiblicher Gesundung zu tun? Mehr als die meisten Menschen ahnen. Freilich ist es ein geheimnisvoller Zusammenhang. Aber ist nicht wenigstens so viel begreiflich, daß von einem Menschen, der in seinem Herzen wieder frei und fröhlich geworden ist, so manche körperliche Beschwerde einfach abfällt? Der Leib wird vielfach allein darum krank, weil er sich selbst überlassen ist, weil er sein eigener Herr geworden ist. Nun aber hat der Leib seinen rechten Herrn wiederbekommen, der ihn regiert. Der Leib ist nicht mehr der Herr. Er ist nur noch Werkzeug, ja mehr als dies, “Tempel des Heiligen Geistes” geworden. Es gibt viele Leiden, die von dem empfangenen Zuspruch der Vergebung nicht sichtbar gelindert und beseitigt werden. Aber der verborgene Zusammenhang von Vergebung und leiblicher Gesundung kann auch so sichtbar zu Tage treten, daß alle medizinischen Begriffe gesprengt werden und die Ärzte vor einem Rätsel stehen. Eines ist gewiß: Wie der Unglaube eine Quelle der Zerstörung und der Krankheit des Leibes und der Seele ist, so ist der Glaube eine Quelle aller Heilung un der Gesundung.

Wenn Christus sich den Arzt der Kranken nennt, dann fällt auf jeden Kranken, wie elend er auch sei, der Glanz der göttlichen Barmherzigkeit. Der Kranke gehört Gott. An ihm will Gott sein Heil verwirklichen. So begegnen wir in dem kranken Bruder der Barmherzigkeit Gottes selbst, der in Jesus Christus der Arzt der Kranken ist. Der Kranke will Heilung. Christus schenkt ihm mehr: sein Heil.

Ende von Bonhoeffer’s Text.

Eigenartig auch, daß Jairus’ Tochter zwölf Jahre alt war, als sie starb, und die Frau zwölf Jahre den Blutfluss hatte. War es vielleicht so, daß eben seit ungefähr zwölf Jahren Jairus jene Frau verurteilte, richtete wegen ihrer Krankheit, statt ihr einen Erlöser zu verkünden, der sie seelisch und körperlich heilen konnte? Und nach zwölf Jahren nahm Gott ihm seine Tochter, in die er vielleicht die aller größten Hoffnungen gesetzt hatte. Der Fluch scheint gleichsam ihn selbst getroffen zu haben.

Jene Frau war tatsächlich eine Sünderin, da hatte Jairus recht, denn sie legte vor Jesus die Beichte ab, wie  uns Markus berichtet. Jesus aber richtet sie im Gegensatz zu Jairus nicht, sondern gibt ihr das Heil.

Mk 5,33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.

Wie Bonhoeffer in seinem Text sagt, ist Krankheit Fluch und Segen zugleich. Wenn der Mensch zugibt, daß Krankheit etwas mit seiner persönlichen Sünde zu tun hat, daß er tatsächlich des Fluches und nicht des Segens würdig ist, was seine natürliche Beschaf-fenheit angeht, dann ist er dem Segen schon ganz nahe und der Fluch kann sich in Segen wandeln, wenn er sich von Jesus heilen läßt, an Seele und Leib.

Die Frage, wer ihn angerührt hätte, stellte Jesus nur um der Jünger und um unsertwillen, denn er wußte selbstverständlich im Moment der Berührung und schon vorher, wer sie war, die ihn angerührt hatte. Die Jünger verstanden Jesu Frage zunächst überhaupt nicht, denn sie meinten, es gehe ihm um eine rein körperliche Berührung – und wie konnte er diese (überflüssige; in den Augen der Jünger) Frage stellen, wo ihn doch eine ganze Volksmenge drängte, er mitten im Gedränge war? Aber jene Berührung war sakral, denn jene Frau hatte eine ganz bestimmte Gesinnung, als sie Jesus berührte. Jene Frau, die sicherlich schon angesprochen worden war durch die Bußpredigt des Johannes, wußte und glaubte, daß Jesus das personifizierte Heil Gottes war. Sie wußte und glaubte: Hier war mehr als das, was man sah, als des Zimmermann’s Sohn aus Nazareth – hier war der Christus Gottes. Sie wollte sich sittlich-moralisch bessern, mit allem Ernst, seit sie Johannes’ Predigt gehört hatte, aber da stellte sich ihr ihre natürliche Sündhaftigkeit, die wir alle von Adam geerbt haben, immer wieder in den Weg. Auch sie brauchte wie wir alle eine Kraft von außen, um ihre innewohnende Sünde zu überwinden.

Wie können wir heute noch Jesus “sakral” berühren?

Nun, dies macht die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe. Wir empfangen diese Taufe richtig oder unsere Kindertaufe wird uns dann nützlich, wenn wir Buße tun und glauben, daß uns Jesus Heil geben kann. Jeder, der Buße getan hat und ernsthaft nach sittlich-moralischer Besserung strebt, bemerkt, wie ihm seine sündige Natur im Wege steht – er erkennt, daß er Heil von außen braucht. Dieses Heil wird uns zugeeignet durch die sakramentale Taufe. Durch die Taufe sterben und auferstehen wir zusammen mit Jesus, der für uns starb und auferstand. Nach der Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus. Durch diese zwei Heilstatsachen können wir unsere natürliche Sündhaftigkeit überwinden. Durch die Taufe sind wir zwar als Gesamtperson der Sünde abgestorben, die Sünde wurde entthront, aber unser Leib will weiter seinen alten Gewohnheiten nachgehen. Unsere Verantwortung ist es, täglich Christus in uns mehr Raum zu geben und nicht unseren alten Gewohnheiten zu folgen. Wir haben sozusagen ein doppeltes Heil: Die Sünde ist entthront, wir sind der Sünde abgestorben, und Christus ist in uns, ein neues Leben. Laden wir Jesus täglich ein, unser Denken, Tun und Handeln  zu bestimmen, unser Leben zu sein, wie er es durch die Taufe grundsätzlich schon ist.

Aber auch Jairus erlebte eine sakrale Berührung, indem Jesus zu ihm sprach: “Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gesund! ” und indem Jesus seine Tochter tatsächlich auferweckte: “Kind, steh auf!”

Jairus ließ sich durch die tödliche Krankheit seiner Tochter im Zusammenhang mit der Begebenheit mit blutflüssigen Frau erziehen: Auch er, seine Tochter, ja seine ganze Familie waren offensichtlich arme kleine Sünderlein, die des Heiles in Christus bedurften. Jairus und seine ganze Familie werden dieses Heiles tatsächlich und sichtbar teilhaftig, indem Jesus des Jairus’ Tochter wieder lebendig macht.

Ein Mensch mag heute von einem Evangelikalen die Botschaft hören: “Jesus liebt dich”, aber deswegen hat er das Heil noch lange nicht, selbst wenn er diese Botschaft glaubt. Jairus hatte sicherlich auch von anderen Juden, vielleicht von Judenchristen gehört, daß Jesus Sünden vergeben und heilen konnte; aber das Heil empfing er erst, als er Jesus zu sich ins Haus rief. Dies würde heute bedeuten, daß ein Mensch, der das Evangelium gehört hat, egal von wem, sich sakramental taufen läßt bzw. sich auf seine sakramentale Kindertaufe bezieht, falls er schon als Kind getauft wurde. Durch die Taufe wird Christus in uns wirklich lebendig, ein wirklicher Sohn wird (in) uns geboren, genauso wie die Tochter des Jairus lebendig wurde. Durch die Taufe zieht Leben bei uns ein wie in das Haus des Jairus.

Übrigens sind die Evangelikalen aus der christlichen Kirche ausgeschlossen, sie sind verflucht, weil sie die sakramentale Taufe verwerfen: Sie sagen zwar: “Jesus liebt dich”, haben aber diese Liebe nie wirklich erfahren, was nur durch die sakramentale Taufe geschehen könnte, die sie ablehnen. Die Evangelikalen betrachten ihre eigene Taufe als rein symbolischen Akt, Akt des Gehorsams und öffentliches Bekenntnis des Glaubens. Für sie hat die Wiedergeburt nichts mit der Taufe zu tun sondern ist ein obskures Ereignis, das irgendwann im Mensch stattfindet, das sie auch nicht genau definieren können. Im Gegensatz dazu ist für die christliche Kirche die sakramentale Taufe die Neue Geburt aus Wasser und Geist, wie Christus in Johannes 3 gesagt hat. Durch die Taufe wird Christus in uns lebendig, ein Sohn wird uns geboren, wir werden von neuem geboren.

Als Jairus’ Tochter sterbenskrank wurde, dachte er vielleicht an jenen Vers und kam so dem Heil näher:

Anmerkung:

5Mo 28,18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes (Kinder; R. B.), der Ertrag deines Ackers, das Jungvieh deiner Rinder und Schafe. (wenn du nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: …)

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Gleichstellung der Homo-Ehe mit der Ehe durch die evangelische Kirche im Rheinland (EKIR) – Gott wird EKIR richten

Am 15. Januar 2016 hat die Landessynode der evangelischen Kirche im Rheinland be-schlossen, die Homo-Ehe mit der Ehe zwischen Mann und Frau gleichzustellen. Gleich-geschlechtliche können sich in der EKIR jetzt offiziell amtlich trauen lassen wie Mann und Frau.

Siehe folgende Pressemitteilung der EKIR:

screenshot-2016-01-16

Link zur EKIR-Website: http://www.ekir.de/www/service/kirchliche-trauung-kuenftig-auch-fuer-eingetragene-19762.php

Diese historische Fehlentscheidung wird natürlich unweigerlich zum Gericht Gottes füh-ren; über kurz oder lang wird Gott seinen Zorn ausgießen (z. B. durch Seuchen, Hun-gersnot oder Kriege) – nicht nur über die EKIR sondern über die ganze evangelische Kirche (EKD) und ganz Deutschland. Es ist klar, daß die Homo-Ehe in Deutschland allmählich salonfähig wird und die anderen evangelischen Landeskirchen werden bald nachziehen mit der Gleichstellung homosexueller Paare bezüglich kirchlicher Trauung und Ehe.

Einer der sexuell freizügigsten Staaten der Welt ist Kalifornien. Es sollte uns nachdenklich stimmen, daß Kalifornien nun schon sein vier Jahren unter einer historischen Dürre leidet. Könnte es nicht sein, daß Gott die Kalifornier richtet, weil sie die Sünde legali-sieren; das gut nennen, was Gott böse nennt und umgekehrt? Wird Gott nicht auch Deutschland richten, wenn es die Sünde der Homosexualität immer mehr legalisiert?

Noch Ende 2015 hat die extreme Dürre Kalifornien fest im Griff:

screenshot-2016-01-16zwei

Aktueller stand, siehe http://www.californiadrought.org/drought/current-conditions/

Die Menschheit degeneriert sittlich-moralisch immer mehr, sie wird allmählich zur Kirche Satans bzw. zur Braut Satans. Die Braut Satans folgt ihren niedrigsten Instinkten, Begier-den, Lüsten und Trieben. Sie ist auch völlig selbstsüchtig und hasst den einzig legitimen Bräutigam des Menschen Jesus Christus. Die Homo-Ehe ist nichts weiter als ein Abbild der Ehe der Menschheit mit dem Teufel. Die Homo-Ehe repräsentiert die blanke Lüsternheit, die pure Fokussierung auf die sexuelle Lust, die Unverantwortlichkeit. Die Homo-Ehe steht für asoziale Selbstsucht. Die Verwerfung des Glaubens an Jesus Christus führt zur völligen Entfesselung, Gesetzlosigkeit.

Siehe auch:

US Supreme Court (Oberster Gerichtshof der USA) legalisiert Homo-Ehe – Gott wird Obama und die USA vernichten

Das Wetter in Bayern, die Trockenheit und Gott

Schwules Kalifornien, trockenes Kalifornien – Trockenheit in Kalifornien

Pray for rain – betet für Regen!

“Gott” kann keinen Regen machen, aber die Religion ändern

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Kann der Teufel weinen? Obama vergießt Krokodilstränen.

(bitte deutsche Untertitel einschalten)

Siehe Krokodilstränen

Nur Hirnamputierte oder Oberbayern glauben, Obama wolle die amerikanischen Waffen-gesetze verschärfen, um die Zahl von Massenerschießungen, Amokläufen, etc. in den USA zu verringern. Man muß schon sehr naiv sein, zu glauben, jener schwarze Mann interes-siere sich für das Wohl des einzelnen Amerikaners und wolle ihn vor schießwütigen Landsleuten bewahren. Auch wenn er noch so viele Krokodilstränen vergießt, ist jedem vernünftigen Menschen klar, daß er nur das amerikanische Volk entwaffnen will, damit es sich nicht wehren kann, wenn er (Obama) demnächst eine Diktatur in den USA aufrichten wird.

Amerikaner werden allmählich unruhig:

 

 

 

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 19-39; Jesu wahre Verwandte, Stillung des Sturms, Besessener Geraseners

19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm und konnten wegen der Menge nicht zu ihm gelangen. 20 Da wurde ihm gesagt: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. 21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun. 22 Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab. 23 Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr. 24 Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille. 25 Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam. 26 Und sie fuhren weiter in die Gegend der Gerasener, die Galiläa gegenüberliegt. 27 Und als er ans Land trat, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte böse Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabhöhlen. 28 Als er aber Jesus sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und rief laut: Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes des Allerhöchsten? Ich bitte dich: Quäle mich nicht! 29 Denn er hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Denn der hatte ihn lange Zeit geplagt; und er wurde mit Ketten und Fesseln gebunden und gefangen gehalten, doch er zerriss seine Fesseln und wurde von dem bösen Geist in die Wüste getrieben. 30 Und Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele böse Geister in ihn gefahren. 31 Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund zu fahren. 32 Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Säue zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. 33 Da fuhren die bösen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff. 34 Als aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Dörfern. 35 Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen Jesu, bekleidet und vernünftig, und sie erschraken. 36 Und die es gesehen hatten, verkündeten ihnen, wie der Besessene gesund geworden war. 37 Und die ganze Menge aus dem umliegenden Land der Gerasener bat ihn, von ihnen fortzugehen; denn es hatte sie große Furcht ergriffen. Und er stieg ins Boot und kehrte zurück. 38 Aber der Mann, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus schickte ihn fort und sprach: 39 Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott an dir getan hat. Und er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hatte.

Auslegung

Das Gleichnis vom Sämann machte deutlich, daß Christ-Sein Kampf mit sich bringt – “Jesus bringt Kampf”. Der Christ muß bereit sein, Ablehnung seitens der Nicht-Christen (“die Welt”) zu ertragen. Falls er dazu nicht bereit ist, kann er kein Christ sein. Auch zeigte das Gleichnis vom Sämann, daß Christ-Sein und Materialismus nicht miteinander verein-bar sind. In dem Gleichnis werden auch solche erwähnt, bei denen der Teufel das Evan-gelium gleich wieder aus dem Herzen wegnimmt, nachdem sie es gehört haben. Jene sind die Anhänger menschengemachter Religionen wie Muslime, Katholiken, Billige-Gnade-Protestanten, Evangelikale, Zeugen Jehovas, Mormonen, Buddhisten, Hindus, etc. Sie bevorzugen menschlichen Scheißdreck (törichte Religion, Irrglaube) gegenüber echter göttlicher Weisheit (das reine Evangelium von Jesus). Auch sie zählen natürlich zur sündigen Welt, sind keine Christen.

“Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.”

Die Mutter von Jesus, Maria, war mit Sicherheit grundsätzlich eine sehr fromme Frau, eine fromme Jüdin.

Jesus will sie aber bei der Begebenheit, die im obigen Abschnitt geschildert wird, nicht zu seiner wahren Verwandtschaft, seinen Jüngern, die Gottes Willen tun, zählen, was uns zunächst sehr befremdlich erscheinen muß. Konnte Jesus wirklich seine eigene, fromme Mutter indirekt als ungläubig bezeichnen? Unglaublich, unfass-bar!!!

Was könnte der Grund dafür gewesen sein?

Inwiefern tat Maria nicht den Willen Gottes?

Mk 3,35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. (das sagte Jesus)

Mit Sicherheit glaubte Maria, Jesus sei der Heiland der betrübten Sünder, auch ihr Heiland. Sie war mit Sicherheit auch nicht materialistisch, was man daran sieht, daß sie und ihr Mann Joseph nur ein kleines Reinigungsopfer bringen konnten bei der Darstellung Jesu im Tempel. Von daher gab es in ihrem Leben kein Hindernis für wahre Jüngerschaft.

Allerdings war sie wahrscheinlich nicht damit einverstanden, daß Jesus eine Bewegung anführte, die von der traditionellen Synagoge getrennt war. Sie hätte wahrscheinlich keine Probleme damit gehabt, wenn Jesus vielleicht auch unter Anwendung messianischer Gewalt die alte Synagoge reformiert hätte, aber daß er eine Bewegung anführte, die von der alten Synagoge unabhängig, abgesondert war, das gefiel ihr sicherlich überhaupt nicht. Was gibt es schlimmeres als einen religiösen Neurer (fast ein Schimpfwort)? Erschien ihr ihr Sohn Jesus vielleicht sogar als Aufrührer, Revolutionär, Unruhestifter?

Mk 3,21 Und als es (wie Jesus sich von der Synagoge unabhängig machte und das Volk ihm nachlief; R. B.) die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.

Einstmals bei der Darstellung Jesu im Tempel hatte Simeon schon vorausgesehen, daß Maria dermaleinst in eine Glaubenskrise hineinschlittern würde.

Lk 2,34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser (Jesus; R. B.) ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird –

Lk 2,35 und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

Auch seine leiblichen Brüder, die prinzipiell sicherlich sehr fromme Juden waren, konnten Jesus nicht verstehen.

Johannes 7, 1-7 Danach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil ihm die Juden nach dem Leben trachteten. Es war aber nahe das Laubhüttenfest der Juden. Da sprachen seine (leiblichen; R. B.) Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.

Warum suchte Jesus nicht mit allem Nachdruck die Anerkennung durch die jüdische Öffentlichkeit? Das waren den leiblichen Brüder Jesu völlig unverständlich und unterband ihren Glauben an ihn.

Maria scheint diese Anfechtung aber bis zur Kreuzigung Jesu oder vielleicht bei seiner Kreuzigung überwunden zu haben, denn Jesus, der am Kreuz hängt, ordnet sie zur Mutter des Apostels Johannes und ihn zu ihrem Sohn. Dies hätte Jesus niemals getan, wenn Maria nicht von ihrem Abfall genesen gewesen wäre. Wahrscheinlich brauchten seine leiblichen Brüder ein bisschen länger als Maria, um zur Einsicht zur gelangen. Wer weiß, ob sie sich bis zu ihrer Bekehrung so um die gläubige (in den Augen ihrer Söhnen nun übergeschnappte) Maria gekümmert hätten, wie Jesus sich das gewünscht hätte, deswegen befiehlt er dem Apostel Johannes seine Mutter an.

Johannes 19, 25-27 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Jedoch bekehrten sich nach einer Weile auch seine leiblichen Brüder und zwar spätestens nach seiner Himmelfahrt, denn nach der Himmelfahrt Jesu waren sie mit seinen Jüngern in Gemeinschaft einschließlich ihrer Mutter.

Apg 1,14 Diese (seine Jünger; R. B.) alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Warum hat Lukas jene eigenartige Begebenheit mit der Familie Jesu überliefert?

Nun, dies soll den Ernst des Gleichnisses vom Sämann unterstreichen. Gott verlangt tatsächlich von einem frommen Christen, die Kirche, die Gemeinschaft der Jünger Jesu, gegenüber der sündigen Welt (zur sündigen Welt gehören auch alle menschen-gemachten Religionen) zu bevorzugen. Hier sind keine Kompromisse erlaubt. Es könnte heute ja zum Beispiel ein Katholik zum Glauben an Jesus kommen und sagen: “Entscheidend ist, daß ich im Herzen glaube – es ist überhaupt nicht nötig, daß ich die römisch-katholische Kirche verlasse und mich der christlichen Kirche anschließe.” Für jenen könnte es aber am Jüngsten Tag ein böses Erwachen geben. denn der wahre Glaube ist nur der Glaube, der sich auch öffentlich zu Jesus und seinen Jüngern, das heißt zu seiner Kirche, der christlichen Kirche, stellt. Übrigens gilt das auch für Billige-Gnade-Protestanten, etc. Bei Muslimen und Evangelikalen ist der Fall sowieso sonnenklar. Die Moschee bzw. die evangelikale Gemeinde muß derjenige, der wirklich an Jesus, Gottes Sohn, glaubt, sofort verlassen, denn weder Muslime noch Evangelikale haben die eine, heilige, sakramentale Taufe der christlichen Kirche – sie sind ganz draußen. Auch Zeugen Jehovas, Mormonen, Hindus, Buddhisten, Scientology, etc. sind natürlich ganz draußen.

Und zu dem Ganzen gehört auch noch die Fahrt über den See zu dem besessenen Gera-sener.

Warum überliefert Lukas das auch noch?

Nun, für Jesus war ein Besessener, der nackt und allein in einer Grabhöhle wohnte, aber demnächst zum wahren Glauben kommen sollte, mehr wert, als seine ungläubige Mutter und seine ungläubigen Brüder. Ganz demonstrativ begibt sich Jesus zu jenem Menschen außerhalb der jüdischen Gesellschaft, nachdem sonst kein “dummes Arschloch” fragte. Für Jesus spielt die natürliche Herkunft eines Menschen, das Ansehen der Person keine Rolle – er sieht nur auf den Glauben. Da ist Jesus ganz anderes wie wir Menschen. Vielleicht war der Besessene der in den Augen der normalen Leute unbedeutendste Mensch in ganz Palästina, aber Jesus bringt ihm Wertschätzung entgegen wegen seines Glaubens.

Was sollte dann der Sturm?

Natürlich, wenn der Sohn Gottes der Finsternis und damit dem Teufel Menschen entreißen will, leistet die Finsternis Widerstand. Der Teufel wollte nicht, daß Jesus diesem armen Nackten half, der in totaler Einsamkeit dahinvegetierte wie ein wildes Tier, deshalb kam der Sturm. Interessant ist auch, daß Jesus die Dämonen in die Schweine fahren läßt. Dies war wahrscheinlich eine Strafe für die Gerasener, die so lange nichts unternommen hatten, um jenem armen Menschen zu helfen (sie hätten ja mal eine kleine Reise übern See nach Kapernaum machen können, um Jesus zur Hilfe zu rufen). Rein ökonomisch gesehen hat hier Jesus einen beträchtlichen Schaden angerichtet. Einer juristischen Bestrafung entging Jesus nur, weil es einfach den folgenden Straftatbestand nicht gibt/gab: “Dämonen in eine Herde Schweine fahren lassen, die sich daraufhin in einen See stürzt und ersäuft.” Hätte Jesus mit einem Stecken die Herde in Tod getrieben, wäre er sicherlich belangt worden. Von einem absoluten Standpunkt her gesehen, war es aber so oder so keine Straftat, egal welcher Mittel sich Jesus bediente, um die Herde zu töten, denn Jesus als Schöpfer des Himmels und der Erde hat das Recht, Teile seiner Schöpfung zu zerstören, wann immer er will. Gott hat ja die Schöpfung an uns Menschen nur verliehen, der Eigentümer ist er selbst. Jederzeit kann er an uns Verliehenes uns wieder entreißen.

Ps 24,1 “Ein Psalm Davids.” Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

Ergänzung

Warum wird die Sache mit der Heilung des Besessenen so ausführlich geschildert?

Ist das nicht hirnverbrannter Hollywood-Kitsch?

Nun, hinter dieser Geschichte steckt einiges.

Offensichtlich waren die Gerasener Nicht-Juden, sonst hätten sie wohl keine Schweine gehalten. Dies wird auch durch außerbiblische Zeugnisse bestätigt: Gerasa gehörte zur sogenannten Dekapolis, einem Verband von Städten mit griechisch-römischer Kultur. Der Besessene war also zu allem Übel auch noch ein Heide, ein Nicht-Jude, was die Aussage der oben rot hervorgehobenen Passage noch verschärft: Jesus bevorzugt einen besessenen, nackten, einsamen Heiden gegenüber seiner frommen, jüdischen Mutter und seinen frommen, jüdischen Brüdern. Das ist zunächst absolut unfassbar, wenn man weiß, wie scharf Heiden und Juden in der Antike getrennt waren; aber Jesus wollte kein Diener der frommen, jüdischen Spießbürgergesellschaft sein, sondern er war gesandt zu den Verlorenen. Der christliche Glaube als Sahnehäubchen auf einem erfolgreichen Spieß-bürgerleben, das lag Jesus unglaublich fern. Nein, nein, für den wahren Christen ist das Leben in der bürgerlichen Gesellschaft ein notwendiges Übel, nicht das Absolute und sein Glaube an Jesus ist alles für ihn – “er gebraucht diese Welt nur.”

1Kor 7,31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Jesus will sich nicht von der gutbürgerlichen Welt vereinnahmen lassen, niemals.

Den Juden war das Essen von Schweinefleisch verboten und vermutlich hielten sie auch keine Schweine. Es gab da allerdings ein kleines Problem. Die Juden sanken immer wieder auf das sittlich-moralische Niveau der Heiden herab bzw. sogar noch darunter, was nichts anderes heißt, als daß sie sittlich-moralisch gesehen zu unreinen Schweinen wurden wie die Heiden. Hätte Gott den Juden nicht strenge Ritualgesetze wie das Verbot des Essens von Schweinefleisch, die Beschneidung, das Sabbatgebot und andere gegeben, sie hätten sich im Laufe der Zeit mit den Heiden vermischt, denn sittlich-moralisch gesehen waren sie auch heidnisch, egal was sie mit ihren Lippen bekannten.

Und das Problem des Besessenen war nicht unbedingt, daß er seiner biologischen Abstam-mung nach eine Heide war, sondern daß er sittlich-moralisch verkommen war wie viele andere Heiden. Die Anbetung von Zeus (Jupiter), Hermes (Merkur), Artemis, etc. war damals im griechisch-römischen Raum die öffentlich-rechtliche Religion, die etablierte Religion. Wir heute jedoch würden das mit Recht Teufelsanbetung nennen, denn der griechische Götterolymp ist nichts weiter als eine Horde ekelhafter Dämonen. Und unser Besessener hatte es einfach zu weit getrieben mit der Anbetung jener “Götter” (es war ja offiziell erlaubt) und die Dämonen gewannen Macht über ihn, ergriffen Besitz von ihm (übrigens ist jeder Mensch, der nicht Buße getan hat, an Jesus glaubt und sakramental getauft ist, denn Dämonen schutzlos ausgeliefert, das gilt auch heute noch; im Grunde ist jeder  ungläubige Mensch besessen – nur gibt es große graduelle Unterschiede zwischen den einzelnen).

Also, entscheidend war nicht die biologische Abstammung des Besessenen, das machte ihn nicht verwerflich (ausgenommen die sündige Natur, die allerdings auch die Juden vom gefallenen Adam geerbt haben), sondern seine sittlich-moralische Verkommenheit bis hin zur Besessenheit. Indem nun Jesus die bösen Geister austreibt und in die Schweine fahren läßt, malt er ein sichtbares Bild dieser unsichtbaren Wesen. Sie sind einfach Diener des Todes, der Verwesung, des Verderbens, was deutlich wird daran, daß die Schweine “Selbstmord” begehen – die Dämonen reißen sie in den Tod. Und letztendlich wird jeder Mensch, der nie von Jesus vom Einfluss böser Geister befreit wurde, so enden wie diese Schweine. Die ganze Geschichte erinnert nämlich auch an die Sintflut, wo Gott einst die alte Welt untergehen ließ, die auch sittlich-moralisch völlig verkommen war. Das kommende Gericht wird allerdings nicht eine Wasser-Flut sein sondern ein Feuer, das die Widersacher verzehrt.

2Petr 2,5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte allein Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben andern, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte;

2Petr 3,7 So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.

Hebr 10,27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

Wenn Sie, lieber Leser, also Jude sind, ein Nachkomme Jakobs bzw. Abrahams, dann seien Sie nicht allzu stolz auf Ihre biologische Abstammung, denn die ist nicht das entscheidende. Danken Sie Gott, daß er Sie und Ihr Volk bis hierher als eigenständige Ethnie bewahrt hat, aber das ist noch lange nicht alles. Werden Sie ein wirklicher Jude, ein Nicht-Heide, ein Nicht-Schwein, indem Sie ihr Herz beschneiden lassen durch Jesus Christus. Ihr Herz wird beschnitten, wenn Sie Buße tun, an Jesus glauben und sich sakramental taufen lassen. In der Kraft dieser Taufe werden Sie Ihr altes, schweinisches Wesen überwinden können und fähig, Gott und Ihren Nächsten zu lieben. Wir alle haben die sündige Natur des gefallenen Adam geerbt, “unser innerer Schweinehund”. Durch Buße, Glauben und Taufe wird Jesus in uns lebendig, der unseren alten Adam, unser altes Schwein, immer mehr zurückdrängt, wenn wir ihn täglich dazu einladen.

1Mo 12,2 Und ich will dich (Abraham; R. B.) zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

Römer 2, 28-29 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Röm 4,11 Das Zeichen der Beschneidung aber empfing er (Abraham; R. B.) als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er noch nicht beschnitten war. So sollte er ein Vater werden aller, die glauben, ohne beschnitten zu sein, damit auch ihnen der Glaube gerechnet werde zur Gerechtigkeit;

Röm 15,8 Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind;

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 8, Verse 1-18; Jesus und seine liebe Kirche, Gleichnis vom Sämann

1 Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm, 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe. 4 Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus den Städten zu ihm eilten, redete er in einem Gleichnis: 5 Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. 6 Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. 8 Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! 9 Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute. 10 Er aber sprach: Euch ist’s gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen, den andern aber in Gleichnissen, damit sie es nicht sehen, auch wenn sie es sehen, und nicht verstehen, auch wenn sie es hören. 11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 12 Die aber auf dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. 13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. 14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht. 15 Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. 16 Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit, wer hineingeht, das Licht sehe. 17 Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden soll, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen soll. 18 So seht nun darauf, wie ihr zuhört; denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er meint zu haben.

Auslegung

Nach der Salbung Jesu durch die Sünderin zieht Jesus mit den Zwölfen und einigen Frauen, die er zu Jüngerinnen gemacht hatte, umher und predigt das Evangelium. Wer weiß, vielleicht war auch sie dabei, die ehemals eine Sünderin gewesen war, ihn gesalbt hatte und eine Jüngerin geworden war. Auf jeden Fall, indem die Zwölf und die Frauen öffentlich Gemeinschaft mit Jesus und untereinander pflegten, unterstrichen sie die eigentliche Botschaft des Evangeliums: “Bei oder in Jesus sein.” Diese Gruppe von Männern und Frauen, die mit Jesus unterwegs war, war eine Verkörperung des Evangeliums, das sichtbare Evangelium. Das Entscheidende des neuen Glaubens (im Vergleich zum Gesetzes-Judentum) war die Gemeinschaft mit dem Erlöser, mit Jesus, und untereinander. Die Zwölf und jene Frauen riskierten einiges, um nicht zu sagen alles, indem sie sich öffentlich zu Jesus stellten, ein Bild seiner Lehre abgaben, denn die ortho-doxen Juden sahen das gar nicht gerne.

Joh 9,22 Das sagten seine Eltern, denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon geeinigt: wenn jemand ihn als den Christus bekenne, der solle aus der Synagoge ausgestoßen werden.

Später erfuhren Heiden, die zum Glauben an Jesus konvertierten, ähnliches von den hartnäckigen Heiden.

1Thess 2,14 Denn, liebe Brüder (Christen aus den Heiden; R. B.), ihr seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten (hartnäckige Heiden), was jene von den Juden erlitten haben.

Aber die Jünger konnten unmöglich das verleugnen, was der Kern ihres Glaubens war und deshalb gingen sie das Risiko ein, aus der jüdischen Gesellschaft bzw. der heidnischen Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

Auch wenn heute jemand zum christlichen Glauben kommt, ist mit das wichtigste der Anschluss an die christliche Kirche, denn in der Kirche ist Jesus gegenwärtig bzw. die Kirche ist der Leib Christi.

Leider kann ich Ihnen, lieber Leser, keine konkrete Kirche oder Gemeinschaft nennen, wo Sie sich anschließen könnten, falls Sie nach Gemeinschaft suchen. Wir leben leider in der Zeit des totalen Abfalls vom Glauben. Die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche (EKD) sind völlig vom wahren Glauben abgefallen. Die Evangelikalen sind ganz draußen wegen ihrer schändlichen Wiedertaufe. Wohin???

Sie, lieber Leser, können Kontakt zu mir aufnehmen, dann sind wir wenigstens zu zweit. Ich weiß, das klingt unvorstellbar anmaßend, vermessen, überheblich, aber so ist leider die Sachlage.

Mt 18,20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Nachdem die westliche Welt über viele Jahrhunderte hinweg christlich geprägt war, fallen wir heute wieder ins Vollheidentum zurück – die Welt wird wieder heidnisch (neuheidnisch). Wenn heute von Christ-Sein oder Christentum die Rede ist, dann sind das nur noch Namen, leere Worthülsen, wo nichts ‘hinter ist. Die echte, christliche Kirche existiert nicht mehr. Die Heere sakramental getaufter Menschen, die allerdings nicht ihre Taufe ausleben, werden die ewige Verdammnis ernten – ein böses Erwachen, wie wenn unerwartet ein Dieb in der Nacht kommt.

Ein letztes kleines Aufbäumen der wahren christlichen Kirche gab es im Dritten Reich – die Bekennende Kirche beugte sich nicht unter die Herrschaft der Nazis, sondern blieb Jesus treu. (der größte Teil der damaligen evangelischen Kirche unterwarf sich den Nazis widerstandslos, ja bereitwillig; die Bekennende Kirche war der kleine Teil der evange-lischen Kirche, der die sich gegen die Naziherrschaft wehrte).

Würden heute wieder Geistliche der evangelischen Kirche (EKD) suchen, ihrem Herrn treu zu sein und eine bekenntnistreue Kirchenleitung gründen, dann wäre das sicherlich mit den aller größten Schwierigkeiten verbunden und es wäre mit großem Widerstand seitens der etablierten Kirchen, des Staates und der gesamten deutschen Öffentlichkeit zu rechnen. Und auch jener einfache Christ, der sich da anschließen wollte, würde wohl von Katholiken, Protestanten und Evangelikalen verachtet.

Das gibt uns die Überleitung zum Gleichnis von Sämann.

Sicherlich, am Anfang des christlichen Lebens steht die Bekehrung: Buße, Glaube und sakramentale Taufe. Zunächst ist es unabdingbar und das schlechthin Selbstverständliche, persönliche Erlösung von Sünden durch Christus zu erfahren wie jene Sünderin, die Jesus salbte, aus Kapitel 7. Aber bei dieser persönlichen Bekehrung als Einzelner empfängt man ja den Geist Gottes, den Geist der Liebe, den Geist der Gemeinschaft. Wie sollte man als Christ allein bleiben, wenn man den Geist der Gemeinschaft empfangen hat?

1Kor 12,13 Denn wir sind durch “einen” Geist alle zu “einem” Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit “einem” Geist getränkt.

1Kor 12,27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.

Durch die sakramentale Taufe ist es metaphysische Wirklichkeit, daß wir Glieder am Leib Christi sind, Glieder seiner Kirche. Und die Glieder eines Leibes bedürfen natürlich einander und vor allem des Hauptes. Der Leib braucht die Glieder und jedes einzelne Glied den Leib.

Kein Preis, der zu bezahlen ist, kann zu hoch sein, um die Gemeinschaft der Kirche zu erlangen. Das Sakrament der Gemeinschaft ist das hochwürdige Sakrament des Altars, das heilige Abendmahl. Dieses Mahl ist ein Gemeinschaftsmahl und von dort aus empfangen wir neue Kraft, als treue Christen zu leben: “Sein Leib für uns gegeben, sein Blut für uns vergossen.”

Das heilige Abendmahl können wir nicht alleine feiern.

Kurz gesagt: Egal, was es mich kosten mag, ich muß mich der wahren Kirche anschlie-ßen, denn alleine kann ich nicht Christ sein. Würde ich der Kirche fernbleiben, würde ich ja gerade den Geist dämpfen, dem Geist widerstreben, den ich bei der Taufe empfangen habe, würde also gegen meine Taufe leben. Dies würde zu meinem physischen und psychischen Ruin führen – und am Ende die Hölle trotz Taufe.

” 13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.”

Mt 13,20 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt;

Mt 13,21 aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.

In Kapitel 7 hatten wir gesehen, wie Johannes Sünder traurig machte und Jesus machte sie wieder fröhlich. Diese Fröhlichkeit erfährt durch das Gleichnis vom Sämann eine kleine Einschränkung, einen Wermutstropfen:

Kein Mensch hat mehr Grund zur Fröhlichkeit als der, der an Jesus glaubt, aber er muß bereit sein, die Ablehnung durch die Nicht-Christen (“die Welt”) zu ertragen. Wer sich allerdings der alles Denken und Verstehen übersteigenden Freude im Herrn bewußt ist, wird die Verfolgung durch die Welt für ein Kleines halten, das er locker wegstecken kann.

Eph 3,19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.

Für Jesus ist im umgekehrten Fall nur eines denkbar: Wer Verfolgung nicht ertragen will, fällt damit vom Glauben ab; ein heimliches Christentum, um Verfolgung aus dem Wege zu gehen, scheint für Jesus undenkbar zu sein.

” 17 Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden soll, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen soll. 18 So seht nun darauf, wie ihr zuhört; denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er meint zu haben.”

Der wahre Glaube ist per Definition nicht zu verbergen, unverbergbar, nicht geheim zu halten (das Geheimhalten wäre wie der Bruch eines Naturgesetzes; wie wenn Salz die Suppe nicht salzen würde oder trotz einer Lichtquelle im Raum ein Raum dunkel bliebe), sondern muß an den Tag kommen. Wenn jemand meint, sein “geheimer Glaube” (ein unmöglicher, absurder Begriff) sei auch echter Glaube, dem wird eines Tages genommen werden, was er zu haben meint – ein sehr böses Erwachen.

Mk 8,38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Lk 9,26 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.

Kurz gesagt: Es gibt keinen geheimen, versteckten Glauben an Jesus; wer das meint, der bildet sich letztendlich seinen “Glauben” nur ein und es wird für ihn ein böses Erwachen geben am Jüngsten Tag. Geheimer “Glaube” ist Unglaube.

” 14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht.”

Aber nicht nur Verfolgung ist gefährlich für den Jungbekehrten sondern auch die Versuchung zum Materialismus. Der Materialismus ist der allgemeine Grundgötzendienst aller Zeitalter. Das Gefährliche am Materialismus ist, daß er zunächst sittlich-moralisch wertneutral aussieht, einfach eine Sache, aber Jesus sagt uns, daß hinter dem Materialismus der Dämon Mammon steckt, ein reales, böses Geisteswesen. Materialismus ist also böse, Teufelsanbetung.

Lk 16,13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Matthäus 6, 19-24 19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. 22 Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. 23 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! 24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Die Anbetung des Götzen Mammon drückt sich darin aus, daß man Schätze sammelt, während andere Not haben. Man macht sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig um der Mehrung des eigenen Wohlstandes willen. Durch das permanente, willentliche Ignorieren der Not anderer bekommt man kranke (böse) Augen. Gleichsam wie ein im medizinischen Sinne blindes Auge gar nichts mehr wahrnimmt, nimmt das geistlich böse Auge die Not seiner Mitmenschen nicht mehr wahr –  es wird sozusagen “optisch” blind für Notleidende, blendet jene vollautomatisch aus der Wahrnehmung dessen aus, der den Mammon anbetet.

Und natürlich, was soll man einem Notleidenden noch geben, wenn man bereits alles für Statussymbole (Haus, teures Auto, teure Urlaube, teure Kleidung, etc.), Wohlleben und Zukunftsvorsorge (z. B. Lebensversicherung, Anhäufung von Vermögen) ausgegeben hat. Für den Menschen, der nicht an Jesus glaubt, sind Statusdenken, Genußsucht und krankhafte Sorge um die eigene Zukunft das selbstverständliche. Um keinen Preis ist er bereit, diese Dinge für irgendetwas zu opfern.

Aber das alles stößt sich in zweifacher Weise mit dem christlichen Glauben: Erstens ist es Götzendienst und zweitens bedeutet es die sträfliche Vernachlässigung der Nächstenliebe bzw. die Bevorzugung der eigenen Person gegenüber dem Nächsten, der in Not ist.

Ergänzung

“12 Die aber auf dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden.”

Wer sind jene?

Nun, zur Zeit Jesu waren das zum Beispiel die orthodoxen Juden, die sich der Illusion hingaben, sie seien Kinder Gottes aufgrund folgender Tatsachen:

  • sie waren Nachkommen Abrahams (“Abraham ist unser Vater”, sagten sie so gerne; leider war Abraham nicht ihr geistlicher Vater sondern nur ihr biologischer)
  • sie waren die Hüter des Gesetzes der Thora (sie richteten allerdings nicht sich selbst nach dem Gesetz sondern nur die armen, gewöhnlichen Jüdlein)
  • sie waren beschnitten (leider nicht am Herzen sondern nur am Schwanz wie heute die Muslime)
  • etc.

Als Jesus ihnen das Evangelium verkündete, stiegen sofort Gedanken in ihnen auf wie die oben genannten. Es war allerdings nicht Gott, der ihnen diese Gedanken eingab sondern der Teufel. Indem sie innerlich jenen Gedanken Raum gaben, ließen sie es zu, daß der Teufel das Wort der Wahrheit, das Evangelium, aus ihren Herzen nahm. Die Inspiration Satans verdrängte das Wort Gottes aus ihren Herzen.

Joh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat (Jesus Christus; R. B.), redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß (Jesus hatte die Fülle des Geistes, denn die Gottheit wohnte leibhaftig in ihm; R. B.).

Joh 8,39 Sie (die orthodoxen Juden; R. B.) antworteten und sprachen zu ihm (Jesus; R. B.): Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams (geistliche; R. B.) Kinder wärt, so tätet ihr Abrahams Werke.

Und es war natürlich eine furchtbare Sünde seitens der orthodoxen Juden, dem nicht zu glauben, der vor ihren Augen Tote auferweckte, Blinde sehend machte, etc. Sie gaben sich lieber ihren Illusionen, den Gedanken des Teufels, hin, was blanke Dämonie war.

Desgleichen bevorzugen heute Muslime, Katholiken, Evangelikale, Zeugen Jehovas, Mor-monen, etc. ihre menschengemachten Religionen gegenüber der einen wahren Religion, dem Christentum, das Jesus und die Apostel lehrten. Ach, ich vergaß die Billige-Gnade-Protestanten zum Beispiel der evangelischen Kirche (EKD). “Sie bringen das überaus große Opfer” völlig in der Welt (Gesellschaft der Nicht-Christen) aufzugehen, sich völlig der sündigen Welt anzupassen, aber das ist nicht das, was Jesus und die Apostel gelehrt haben. Muslime, Katholiken, Evangelikale, Zeugen Jehovas, Mormonen, Billig-Gnade-Protestanten, etc. werden die ewige Verdammnis ernten, denn sie ließen sich nicht vom Heiligen Geist inspirieren sondern vom Teufel.

 

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 36-50; Jesu Salbung durch die Sünderin

36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, bei ihm zu essen. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. 37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Glas mit Salböl 38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl. 39 Als aber das der Pharisäer sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. 40 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sag es! 41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig. 42 Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er’s beiden. Wer von ihnen wird ihn am meisten lieben? 43 Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er am meisten geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. 44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben. 49 Da fingen die an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt? 50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!

Auslegung

Zuvor, bei seiner Predigt über Johannes den Täufer hatte Jesus erwähnt, daß er von den Pharisäern und Schriftgelehrten gehässig als Fresser und Weinsäufer bezeichnet wurde. Sie verstanden nicht, daß Jesus wirklich einen Grund zum Feiern hatte: Betrübte Sünder-lein wurden wieder fröhlich, weil Jesus ihnen das Heil gab.

Der oben erwähnte Pharisäer war anscheinend nicht ganz so gehässig wie seine Kollegen, sonst hätte er wohl Jesus nicht zum Essen eingeladen. Allerdings wird deutlich, daß auch bei ihm ein Missverständnis vorliegt. Er unterstellte gleichsam, die Sünder und Zöllner, die bisher Jesus eingeladen hatten, wollten ein gutes Werk tun, wollten sich gleichsam durch die Einladung Jesu den Himmel verdienen.

Die Sache lag aber ganz anders. Die Zöllner und Sünder (arme, betrübte Sünderlein) luden Jesus ein, weil sie wußten und glaubten, daß er Sünden vergeben konnte bzw. weil sie wußten, daß er sie von ihren Sünden erlösen konnte. Dies alles war nicht selten mit körperlicher Heilung verbunden. Keinesfalls kamen die Sünderlein auf die Idee, durch eine Einladung Jesu zum Essen sich den Himmel verdienen zu können. Nein, nein – eher empfanden sie es als Gnade, daß der heilige Jesus überhaupt zu ihnen kam und ihre Einladung nicht verschmähte. Und es war doch wohl das Mindeste, was man dem großen Heiland der Sünder tun konnte (mußte), ihn zu bewirten, ihn an die Tafel zu bitten.

Bei unserem obigen stolzen Pharisäer war es gerade umgekehrt. Er verlangte eher von Jesus Dankbarkeit, daß er sich unterwunden hatte, ihn einzuladen. Vielleicht betrachtete er sich als ganz besonders edlen Pharisäer, der es auf sich nahm, jenen Sünderfreund Jesus einzuladen. Vielleicht hielt er Jesus für ein bisschen verwirrt, daß er sich so mit den verfluchten Sündern abgab, wollte ihn zurechtbringen.

Joh 7,49 Nur das Volk tut’s (an Jesus glauben; R. B.), das nichts vom Gesetz weiß; verflucht ist es. (das sagten die Pharisäer und Schriftgelehrten über die gewöhnlichen Juden)

Er überwindet also seine Abneigung gegen diesen in seinen Augen anrüchigen Sünderfreund Jesus und lädt ihn ein. “War er nicht überaus barmherzig mit Jesus, daß er ihn überhaupt einlud? Damit konnte er sicherlich ein großes Plus auf seinem Konto bei Gott sammeln.”

Gott, der Vater, hat es so arrangiert, daß eine Sünderin vorbeikommt, die mit ihrem Verhalten dem Pharisäer deutlich macht, worum es wirklich geht, wie die wirklichen Verhältnisse waren.

Zunächst, wenn wir das lesen, wie sie seine Füße mit Tränen benetzt, mit ihren Haaren trocknet und anschließend küsst und mit einem sehr kostbaren Salböl salbt, dann erscheint uns das als eine Szene aus einem abgeschmackten Hollywoodfilm, die sich irgend so ein hirnverbrannter amerikanischer Regisseur hat einfallen lassen. Dabei müssen wir hier allerdings berücksichtigen, wem die Sünderin so huldigte bzw. vielmehr, wen sie anbetete. Dieser Jesus von Nazareth war nichts anderes als der fleischgewordene Gott, Gottes Sohn. Die Sünderin betete also sichtbar Gott an. Nur einmal in der Geschichte der Menschheit, damals im Hause Simons vor ca. 2000 Jahren, war das, was jene Sünderin an Jesus tat, kein ekelhafter Hollywood-Kitsch, sondern das einzig Angemessene, das einzig Richtige, das Hochwürdige. Nur weil der Gegenstand ihrer Liebe Jesus, Gottes Sohn, war, war das, was sie tat, gerechtfertigt – niemand sonst in allen Zeitaltern hat so etwas verdient.

Lk 1,35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr (Maria; R. B.): Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige (Jesus; R. B.), das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

Dieser Jesus war ja eben viel mehr als ein Mensch. Jesus war Gott, der sich zum Menschen erniedrigt hatte, damit er für die Sünder sterben und auferstehen konnte – er war Gottes Lamm.

Joh 1,29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Röm 4,25 welcher (Jesus; R. B.) ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Die Frau liebte Jesus, weil sie wußte (glaubte), daß er ihre Sünden vergeben konnte. Im Geiste war sie sich der zukünftigen Vergebung durch Jesus schon absolut sicher. Sie bringt ihm also im Voraus Liebe entgegen als Dank für die zukünftige Vergebung. Das gibt es ja im alltäglichen Leben auch, wenn man zum Beispiel zu einem Nachbarn im Voraus danke sagt, der seine Bereitschaft erklärt, die Blumen zu gießen, während man im Urlaub ist. Und wenn er ein guter Nachbar ist, werden die Blumen nach dem Urlaub nicht verdorrt sein und der Dank im Voraus erweist sich als gerechtfertigt. Der Dienst Jesu an der Sünderin war natürlich unvergleichlich viel größer als der Dienst des Blumengießens, aber auch er erfuhr Dank im Voraus. Und die Dankbarkeit der Sünderin, ihr Vertrauen, wird nicht enttäuscht: Jesus vergibt ihr tatsächlich – es war vollkommen richtig, daß sie im Voraus gedankt hatte, daß sie ihm vertraut hatte. Nicht war es so, daß die Sünderin sich etwa die Vergebung erkaufte durch das Benetzen, Trocknen, Küssen, Salben der Füße Jesu – keineswegs. Das wäre sowieso unmöglich gewesen, denn die Vergebung der Sünden ist schlichtweg unbezahlbar. Im Zusammenhang mit der Vergebung der Sünden auch nur an Bezahlung zu denken, ist mehr als abwegig, ist völlig daneben. Wie sollte ein sterblicher Mensch für das Sterben Jesu, des Gottessohnes, am Kreuz bezahlen können, dafür einen Gegenwert darbieten können? – vollkommen unmöglich.

Und wenn man dann nach der Bekehrung wirklich als Christ lebt, dann geschieht das auch wieder nur durch die befreiende Kraft seines (Jesu) Todes und seiner Auferstehung. Nicht ich tue das Gute sondern Jesus in mir. Indem ich Jesus in mir Raum gebe, präsentiere ich Gott meinen Leib als lebendiges Opfer, Dankopfer – das ist der wahre Dank für Jesu Leiden, Sterben und Auferstehung. Aber natürlich – es ist Dank und keineswegs Bezahlung. Ich armer kleiner Wicht stammle “danke” für das unendlich Große, daß Jesus mir gegeben hat, aber bezahlen kann ich es nimmermehr.

Röm 12,1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Und mit Sicherheit hat jene Sünderin auch nach der Salbung Jesu sehr christlich gelebt. Vielleicht tat sie seinen Heiligen, ihren christlichen Brüdern und Schwerstern, viel Gutes, missionierte andere Sünderinnen, spendete für diakonische Dienste, etc.

Wie können wir Jesus heute noch so nahe kommen wie die Sünderin damals?

Nun, das geschieht durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe, wobei wir die Kraft der Taufe dann erfahren, wenn wir Buße tun und das Evangelium von Jesus als Zeugnis der Liebe Gottes für wahr halten, glauben. Also, Buße und Glauben sind notwendig, aber die Taufe ist hinreichend, das heißt die Taufe macht’s. Aus unserem natürlichen Wesen heraus können wir nichts weiter, als eingestehen, daß wir hilfsbe-dürftig sind, geistlich arm und durch die Taufe wird uns dann geholfen, empfangen wir das Heil von außen.

Evangelium: Jesus trug unsere Sünden, als er am Kreuz für uns starb; er lebt, um uns heilig zu machen.

Wenn Sie, lieber Leser, als Kind getauft wurden, egal ob in der evangelischen Kirche oder in der katholischen, dann können Sie heute noch die Kraft jener Taufe erfahren, wenn Sie umkehren von Ihren Sünden und glauben, daß Gott seinen Sohn für sie gab als Beweis seiner Liebe zu Ihnen. Kehren Sie zurück in die vertrauensvolle Gemeinschaft mit ihm. Die Taufe macht, daß Jesus buchstäblich in Ihnen lebendig wird (das ist keine Metapher). Durch Jesus können Sie Ihre alten, sündigen Gewohnheiten überwinden und so Gott Ihren Leib als lebendiges Opfer präsentieren – das ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Wenn nicht Ihr Leib sondern Jesus Sie regiert, werden Sie auch Gott und Ihren Nächsten lieben können.

Ergänzung

Wichtig ist es noch, festzustellen, daß jene Sünderin natürlich keine freche Sünderin war sondern eine bußfertige. Sie kannte mit Sicherheit die Bußpredigt Johannes des Täufers oder war vielleicht sogar von ihm mit seiner Bußtaufe getauft worden: Sie war traurig über ihre Sünden und sehr ernsthaft bemüht, sich zu bessern.

Mt 3,5 Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Judäa und alle Länder am Jordan.

Mt 3,6 und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden.  

Allein, ihre natürliche Sündhaftigkeit, die degenerierte Natur, die wir alle vom gefallenen Adam geerbt haben, stand ihr im Wege bei ihren Bemühungen, sich zu bessern. Erst bei der Begegnung mit Jesus im Hause Simons des Pharisäers empfing sie das Heil, das heißt Vergebung ihrer Sünden und die Kraft, ihre alte Natur, ihren alten Menschen, ihre natürliche Sündhaftigkeit zu überwinden. Johannes der Täufer konnte buchstäblich nur Worte machen, zur Buße und zum Glauben an Jesus aufrufen. Bei der Begegnung mit Jesus aber wurde das Heil wirklich zugeeignet. Jesus machte nicht nur Worte, sondern von ihm ging Kraft aus.

Mk 1,8 Ich (Johannes der Täufer; R. B.) taufe euch mit Wasser; aber er (Jesus; R. B.) wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Apg 10,38 wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm.

1Kor 4,20 Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.

Übrigens gibt es keine sogenannte Geistestaufe, wie manche evangelikale Tölpel glauben. Johannes meint mit seinem Ausspruch “er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen” die sakramentale Taufe. Der Geist wird im Zusammenhang mit der sakramentalen Taufe gegeben. Im Gegensatz dazu ist der Geist, den jene evangelikalen Tölpel bei ihrer sogenannten Geistestaufe empfangen, mit Sicherheit ein Dämon, ein unreiner Geist. Die Lehre von der Geistestaufe “ist nicht biblisch”, wenn ich mich der typischen Ausdrucks-weise der Evangelikalen bedienen darf.

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 18-35; Jesus ehrt Johannes den Täufer und bestätigt seine Bußpredigt

18 Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich 19 und sandte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 20 Als aber die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 21 Zu der Stunde machte Jesus viele gesund von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht. 22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt; 23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir. 24 Als aber die Boten des Johannes fortgingen, fing Jesus an, zu dem Volk über Johannes zu reden: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Wind bewegt wird? 25 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen sehen in weichen Kleidern? Seht, die herrliche Kleider tragen und üppig leben, die sind an den königlichen Höfen. 26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet. 27 Er ist’s, von dem geschrieben steht (Maleachi 3,1): »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.« 28 Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes; der aber der Kleinste ist im Reich Gottes, der ist größer als er. 29 Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott Recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. 30 Aber die Pharisäer und Schriftgelehrten verachteten, was Gott ihnen zugedacht hatte, und ließen sich nicht von ihm taufen. 31 Mit wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? 32 Sie sind den Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und rufen einander zu: Wir haben euch aufgespielt und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt nicht geweint. 33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß kein Brot und trank keinen Wein; so sagt ihr: Er ist besessen. 34 Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagt ihr: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!

Einleitung

Warum hat uns Lukas diese Predigt von Jesus über Johannes den Täufer überliefert?

Da die Juden ihn (Jesus) lästerten, hatte sich Jesus aus der Synagoge, dem Judentum (Gesetzes-Judentum), verabschiedet. Jesus konnte unmöglich mit dem verblendeten Klerus der Synagoge zusammenarbeiten und berief deshalb die zwölf Apostel, das Fundament der echten Synagoge, des reformierten Judentums (Erfüllung des Gesetzes der Thora durch Glauben an einen Erlöser), der christlichen Kirche.

Eph 2,20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist,

Offb 21,14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

Johannes hatte sozusagen noch innerhalb der Synagoge operiert, als er die Menschen zur Buße rief und ihnen sagte, sie sollten an Jesus glauben.

Apg 19,4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.

Dem Geiste nach war Johannes aber natürlich schon ein Glied der echten Synagoge, der Kirche, aber rein historisch gesehen war er ein jüdischer Reformator.

Hauptteil

Lk 7,20 Als aber die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?”

Sicherlich glaubte Johannes, Jesus würde in Israel ein sichtbares Reich unter seiner Herrschaft aufrichten. Es war schwer für ihn zu verstehen, daß Jesus “einfach” zusah, wie Herodes (Antipas) ihn (Johannes) im Gefängnis schmachten ließ. War es für Jesus, den Messias Gottes, nicht eine Kleinigkeit, ihn aus dieser misslichen Lage zu befreien? Aber offensichtlich unternahm Jesus nichts und so mußte Johannes die Frage stellen, ob er denn wirklich der Messias sei: “sollen wir auf einen anderen warten?” Auch die Jünger glaubten ja, Jesus würde ein sichtbares Reich aufrichten und waren immer wieder verblüfft, daß er es nicht tat.

Lk 19,11 Als sie nun zuhörten, sagte er ein weiteres Gleichnis; denn er war nahe bei Jerusalem und sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.

Apg 1,6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?

Aber indem Jesus Johannes auf seine Zeichen und Wunder (Blinde sehen, Lahme gehen, etc.; siehe oben) hinweist, die seine Messianität bestätigten, sagt er praktisch zu Johannes: “Lass dir an meiner Gnade genügen.” Egal wo man war, ob in Freiheit oder Gefängnis, wichtig war es, sich nicht an ihm (Jesus) zu ärgern bzw. an ihn zu glauben. Durch den Glauben an Jesus konnte sich Johannes auch im Gefängnis (relativ) wohlbefinden.

Vor dem Volk ehrt Jesus Johannes, indem er seine Bußpredigt wertschätzt: “wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt nicht geweint.” Indem Johannes die Buße predigte, “sang er Klagelieder”, aber die Pharisäer und Schriftgelehrten verachteten seine Bußtaufe, das heißt sie “haben nicht geweint”.

Das Volk mochte sich denken, warum es Gott zuließ, daß so ein großer Prophet wie Johannes im Gefängnis schmachten mußte, deshalb war es wichtig, daß Jesus ihn bestätigte, damit keine Zweifel aufkämen. Das Volk sollte nicht darüber nachgrübeln, warum Johannes im Gefängnis war, sondern seinem Bußruf Folge leisten, das allein war angesagt.

Aber nicht nur um die Ehre von Johannes ging es, sondern auch darum, daß er wirklich ein göttliche Amt hatte, das größte göttliche Amt aller Zeiten nach dem des Messias – er war der Wegbereiter des Herrn, des Messias.

Lk 7,27 Er ist’s, von dem geschrieben steht (Maleachi 3,1): »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.«

Lk 7,28 Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes; (Johannes war also der größte Mensch aller Zeiten nach Jesus)

Wie bereitete er den Weg des Herrn?

Johannes machte die Menschen traurig, indem er sie zur Buße rief: Sie sollten weinen über ihre Sünden und sich bessern. Nur diesen betrübten, geknickten Sünderlein, nicht den Selbstgerechten, konnte Jesus das Heil geben, sie wieder fröhlich machen: “Wir haben euch aufgespielt und ihr habt nicht getanzt.” Indem Jesus den armen Sünderlein das Heil gab, “spielte er auf”, aber die Pharisäer und Schriftgelehrten “tanzten” nicht, konnten nicht tanzen, weil sie sich vormals schon geweigert hatten, auf die Predigt des Johannes hin Buße zu tun (“zu weinen”). Beides, die Bußpredigt des Johannes und die Predigt Jesu, wurde von dem einem Geist, dem Heiligen Geist, gewirkt – nur hatten beide jeweils verschiedene Ämter, wobei diese sich allerdings wunderbar ergänzten: Jesus machte die fröhlich, die Johannes zuvor traurig gemacht hatte; trauern und fröhlich sein durch die Wirkung des einen Geistes, das war Gott wohlgefällig. Beide, Johannes und Jesus, taten das Werk Gottes.

Jesus übernimmt also sozusagen die Predigt des “jüdischen Reformators” Johannes in die christliche Kirche. Und es ist ja nicht so, wie uns die hirnamputierten Evangelikalen glauben machen wollen, daß man sich einmal bekehrt und alles ist gut. Nein, nein, der wahre Christ tut immer wieder Buße, muß immer wieder Buße tun. Es ist nicht so, daß wir bei der Bekehrung das ewige Leben einmal als einen ewigen Besitz geschenkt bekommen würden, unabhängig davon wie wir unser Leben führen. Nein, wir müssen den Glauben bewahren. Was wir allerdings einmal geschenkt bekommen, ist die Kraft zu überwinden und an uns ist es diese Kraft zu gebrauchen. Was die Kraft zum Überwinden angeht, haben wir natürlich schon das Heil, sozusagen wie einen festen Besitz.

Joh 15,6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen.

Wie bleiben wir in ihm?

Indem wir permanent Buße tun, zur Buße bereit sind, wenn uns etwas bewußt wird:

1Joh 3,3 Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.

Welchen Segen stellt die sakramentale Taufe (einschließlich Kindertaufe) für den Bekehrten dar?

Durch die Taufe sind wir der Sünde abgestorben und in Christus (das ist eben das Heil). Durch diese zwei Heilstatsachen können wir unsere sündige Natur, uns selbst, überwinden und Gott und unseren Nächsten lieben. Auch der Mensch, der Buße getan hat, an Jesus glaubt und sich auf die sakramentale Taufe stützt, hat nach wie vor einen in sich selbst sündigen Leib. Den Glauben bewahrt man, wenn man täglich die Heilstatsachen “der Sünde abgestorben” und “in Christus” gegen den sündigen Leib durchsetzt, der seinen alten Gewohnheiten nachgehen will. In anderen Worten: Das christliche Leben besteht darin, Christus immer mehr Raum zu geben, der den alten Adam mit seinen sündigen Gewohnheiten immer mehr zurückdrängt. Wenn das Leben eines Christen sittlich-moralisch immer besser wird, heißt das nicht, daß das Böse verschwindet, sich in nichts auflöst, sondern seine böse, alte Natur wird von der neuen Natur, Christus, immer mehr zurückgedrängt, überflügelt. Christus handelt jedoch nicht gegen unseren freien Willen, sondern wir müssen ihn täglich einladen, uns zu regieren, wie er grundsätzlich schon unser Herr ist durch Buße, Glaube und Taufe. Wenn wir darin täglich fortfahren, werden wir durchkommen am Jüngsten Tag. Dies ist keine katholische Werksgerechtigkeit sondern ein Leben aus Gottes Kraft, aus der Kraft Christi, dem alle Ehre gebührt.

Gal 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Aber nicht nur unser eigener in sich selbst sündiger Leib ist unser Feind, sondern wir werden um Christi willen auch von den Nicht-Christen, der Welt, verfolgt werden und haben um seinetwillen dem Materialismus der Welt, der eine gewaltige Verführung durch die (materialistische) Welt darstellt, eine Absage zu erteilen. Die Anhänger menschen-gemachter Religionen dagegen werden im Grunde nicht verfolgt und sind im Grunde auch materialistisch. Muslime, Katholiken, Billige-Gnade-Protestanten, Evangelikale, etc. streben insgeheim doch nach den Gütern dieser Welt, sind doch kleine lausige Spießbürger und ersetzen wahren Glauben durch die Ausübung selbst erdachter, äußerliche Rituale (das Ritual der Billige-Gnade-Protestanten besteht einfach darin, daß sie sich an gar nichts halten, völlig in der Welt aufgehen und ihren Jesus einen dämlichen Sündenbock sein lassen), für die sie von der Welt, zu der sie letztendlich selbst gehören, sogar noch Applaus bekommen. Man muß also als Christ aufpassen, nicht in einen äußerlichen Gottesdienst, um von den Menschen gesehen zu werden, zu verfallen, der mit einem gewissen Materialismus (Wohlleben, Statussymbole, Zukunfts-vorsorge) verbunden ist. Die Versuchung dazu ist wirklich sehr groß, da man durch solcherlei Vornehmen, solcherlei Anpassung ein “warmes Welcome” durch die Welt bewirken kann und vermeintlich auch noch bei Gott willkommen ist (wobei man sich in Bezug auf Gott natürlich einer Illusion hingeben würde).

Lk 8,14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht. (das heißt umgekehrt, daß man Materialismus meiden muß, wenn man nicht einer sein will, der unter die Dornen gesät ist)

Lk 9,22 und sprach: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferstehen.

Lk 9,23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst (leiden und verworfen werden um Jesu willen; R. B.) und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

1Kor 9,27 sondern ich (Paulus; R. B.) bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.

Ergänzung

“33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß kein Brot und trank keinen Wein; so sagt ihr: Er ist besessen. 34 Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagt ihr: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!”

Wie ist das gemeint?

Johannes war ja eigentlich (von seiner Abstammung her) aronitischer Priester. Da es ihm aber sehr schwer fiel, bis unmöglich war, mal Fünf gerade sein zu lassen, verstieß in die Priesterschaft, die Priesterkaste, und Johannes ward in der Wüste gefunden (eine gewöhnliche Arbeit, um seinen Unterhalt zu verdienen, fand er sicher nicht in Israel, denn wer wollte schon einen entlassenen Priester einstellen). Also, gerade die, die Johannes  der Besessenheit bezichtigten (ich werfe Priester und Pharisäer und Schriftgelehrte in einen Topf), waren ja dafür verantwortlich, daß er so einfach leben mußte – ihm blieb ja kein anderer Wohnort als die Wüste und Heuschrecken und wilder Honig als Nahrung. Woher sollte er das Geld nehmen für den Kauf von Brot und Wein? Niemand gab ihm einen Job.

Auf der anderen Seite scheint es aber so gewesen zu sein, daß Gott das ungerechte Handeln der Priesterschaft, indem sie Johannes ausstießen, doch in seinen ewigen Plan einbauen konnte – Gott kann mit Schachfiguren, die gegen seinen Willen handeln, Böses tun, eine Schachpartie gewinnen. Und so passte Johannes’ Lebensstil, den Johannes unfreiwillig hatte, ganz gut zu seinem göttlichen Amt als Bußprediger. Sicherlich paßte der Lebensstil eines Asketen besser zu einem Bußprediger als der Lebensstil eines Höflings (Hofbeamten), der sich täglich der Schlemmerei hingab. Auf einer Hochzeit ißt man gut und trinkt Wein, aber während der Zeit der Trauer ist man sicherlich eher enthaltsam.

Jesus hatte im Gegensatz zu Johannes nicht das Amt eines Bußpredigers (Traurig-Machers) sondern er gab den Menschen das Heil, machte sie fröhlich. Nichts war passender, als das Fröhlich-Machen durch ausgelassenes Essen und Trinken wie bei einer Hochzeit zu unterstreichen. Und spirituell gesehen war es ja tatsächlich eine Hochzeit: Jesus war der Bräutigam und die Kirche (die Sünderlein, die Jünger wurden) die Braut.

Lk 5,34 Jesus sprach aber zu ihnen: Ihr könnt die Hochzeitsgäste nicht fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist.

Eph 5,31 »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden “einFleisch sein« (1.Mose 2,24).

Eph 5,32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.

Das jüdische Establishment (Priester, Pharisäer und Schriftgelehrte, etc.) hatte das Pro-blem, daß es weder die Werke und Taten Jesu noch die Werke und Taten des Johannes richtig einordnen konnte. Da sie sich überhaupt nicht mit den armen Sünderlein abgaben, nicht der Wohl und Heil suchten, diesen sogar zürnten, sie verfluchten und beleidig-ten, konnten sie weder das Trauer-Fasten des Johannes, als er die Sünderlein traurig machte, noch das fröhliche Essen und Trinken Jesu, als er die Sünderlein fröhlich machte, richtig einordnen. Wenn sie fasteten, dann nur an bestimmten Tagen und vor allem, um von den Menschen gesehen zu werden. Auch war das Fasten für sie sicherlich ein religiöses Werk, um sich den Himmel zu verdienen – sie waren perverse Egozentriker, lebten nur für sich selbst, waren nur um sich selbst besorgt. Heimlich, wenn sie keiner sah, fraßen und soffen sie natürlich bis zum Umfallen, wie auch heute noch römisch-katholische Priester, Bischöfe und der fette Papst Franziskus tun. Kein gewöhnlicher Jude lud diese bissigen Kleriker gerne zu einem Mahl zu sich nach Hause ein und da wurden sie sicherlich wütend bzw. neidisch, als sie sahen, wie Jesus ständig zum Essen bei gewöhnlichen Juden eingeladen war. Die Menschen merkten einfach das Jesus kein Richter sondern ein Retter war. Jesus war nicht gegen die Menschen sondern für die Menschen.

Letztendlich haßte das jüdische Establishment Jesus und Johannes einfach deshalb, weil sie eines anderen Geistes waren als sie selbst. Sie waren ganz und gar unerlöst, ihrer sündigen Natur, ihrem Fleisch, verfallen; der Geist Satans beherrschte sie. Dieser böse Keim in ihnen nahm das Fasten des Johannes und das Essen und Trinken von Jesus nur als Vorwand zur Kritik. Sie kritisierten, wo es eigentlich nichts zu kritisieren gab – die Motivation für so etwas kann nur der blanke Hass sein, der herrührt von der Feindschaft zwischen dem Geist Satans und dem Heiligen Geist, dem Geist Gottes.

Weitere Ergänzung

Warum befreite Jesus Johannes nicht aus dem Gefängnis?

Die Macht dazu hatte Jesus, was wir daran sehen, daß er zum Beispiel Blinde sehend machte und Tode auferweckte. Es ist klar, daß es für jemand, der solche Wunder tut, ein Kleines gewesen wäre, jemand durch ein Wunder aus dem Gefängnis zu befreien.

Christus hatte sich allerdings vorgesetzt, in seinen Erdentagen ganz Mensch zu sein, seine göttliche Wunderkraft zu verleugnen (daß er doch Heilungswunder tat, hängt damit zusammen, daß er ordiniert war – er war zum Pastor und Erzhirten Israels bestellt, hatte ein geistliches Amt; diese Ordination erfolgte, als er von Johannes getauft wurde und Gott sprach: “Dieser ist mein lieber Sohn … “)

Seine übernatürliche Kraft als Pastor Israels war aber auf die Macht, Sünden zu vergeben und zu heilen, was letztlich ein Ding, eine Einheit ist, begrenzt. Christus wollte und sein Vater wollte, daß er während seiner Erdentage nur pastorale/seelsorgerliche Macht ausübte, nicht aber politische Macht. Christus und seine Kirche werden erst dann politische Macht ausüben, allerdings dann mit vollem Recht und durchgreifend, wenn Jesus Christus in Herrlichkeit wiederkommt.

Hätte nun Jesus Johannes durch ein Wunder aus dem Gefängnis befreit, hätte er gegen seinen eigenen göttlichen Willen und gegen den Willen seines Vaters gehandelt. Nein, als Mensch durfte es ihm nicht möglich sein, ein Wunder dieser Art zu vollbringen – dies war sein Vorsatz. Kein gewöhnlicher Jude hätte Johannes aus der Gewalt des Herodes befreien können und da Jesus gewöhnlicher Jude sein wollte, durfte er seine göttliche Macht nicht anwenden – wollte es auch nicht. Nichtsdestotrotz zeigen aber seine Heilungswunder, daß er dennoch Christus, der Messias, war/ist. Er tat also nichts, nicht, weil er nicht konnte, sondern weil er nicht wollte, weil sein Vater nicht wollte.

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Auslegung Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 11-17; Der Jüngling zu Nain

11 Und es begab sich danach, dass er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge. 12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. 13 Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht! 14 Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter. 16 Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht. 17 Und diese Kunde von ihm erscholl in ganz Judäa und im ganzen umliegenden Land.

Auslegung

Wie in der Geschichte von der Heilung des Dieners des Hauptmanns (siehe Lukas 7, 1-10) geht es auch hier darum, zu zeigen, wie Jesus selbst nach der Bergpredigt handelte. Wie gesagt, die Bergpredigt ist das Wort von der Geduld. Jesus und seine Kirche haben Geduld mit Menschen, die sich nicht so schnell bekehren wollen. Allerdings bleibt Gott trotz seiner Geduld oder gerade wegen seiner Geduld nicht untätig, sondern versucht die Sünder, die mit der Bekehrung zögern (nach einer Missionierung durch die Kirche), durch Schicksalsschläge zur Umkehr zu bewegen. Gemäß der Bergpredigt erbarmt sich dann die Kirche über jene zunächst erfolglos missionierten Sünder, an denen Gott wirkt durch Schicksalsschläge. Zu jenen gehörte sicherlich auch die o. g. Witwe und vielleicht auch ihr Sohn. Mit Sicherheit kannten sie die Bußpredigt des Johannes, waren vielleicht sogar von ihm getauft worden. Jesus hatte mittlerweile auch schon einige Zeit gepredigt, auch ganz in der Nähe in Kapernaum, und so war es ihr vielleicht sonnenklar, daß Jesus den betrübten Sündern das Heil geben konnte. Aber naja, sie nahm vermutlich irgendwelche Rücksichten. Nain war ein kleines galiläisches Städtchen und sie mußte Rücksicht darauf nehmen, “was denn die Leute denken würden”, wenn sie an Jesus glauben würde. Diese Sorge war durchaus nicht unbegründet, denn Johannes berichtet in seinem Evangelium davon, daß die orthodoxen Juden sich darauf geeinigt hatten, Juden, die an Jesus glaubten, aus der Synagoge auszustoßen.

Joh 9,22 Das sagten seine (ein Blindgeborener, dem Jesus das Gesicht wiedergab; R. B.) Eltern, denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon geeinigt: wenn jemand ihn (Jesus; R. B) als den Christus bekenne, der solle aus der Synagoge ausgestoßen werden

Und da war unsere liebe kleine Witwe hin- und hergerissen zwischen Synagoge und Kirche, orthodoxem Judentum und Glaube an Jesus. Auch würde in so einer kleinen Stadt der Ausschluss aus der Synagoge dem Ausschluss aus der Gesellschaft gleichkommen – der totale soziale Ruin für den Ausgeschlossenen. Nichtsdestotrotz ist es nunmal der Wille Gottes, daß man an seinen Sohn Jesus Christus glaubt.

Röm 1,5 Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, in seinem Namen den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden (natürlich auch Juden; R. B.),

Der einzige Grund, warum Gott diese Erde, diese sündige Menschheit nicht sofort in einem Nu vernichtet, ist der, daß immer wieder Menschen zum Glauben an Jesus kommen, dem Glauben gehorsam werden. Würden nicht immer wieder Menschen zum Glauben an Jesus kommen, hätte die Menschheit kein Existenzrecht mehr und Gott würde sie vernichten. Gott hat überhaupt keinen Gefallen an der Menschheit an sich, an der Menschheit außerhalb des Glaubens, denn sie ist Gott völlig entfremdet, ja gottfeindlich.

Eph 4,18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens.

Kol 1,21 Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken,

Dem einzelnen Menschen ist also der Glaube an Jesus dringend geboten, egal was es ihn auf Erden kosten mag. Die einzig wichtige Frage ist, wie man hier auf Erden so leben kann, daß man am Jüngsten Tag durchkommen wird, wenn man von Gott beurteilt werden wird nach seine Werken.

Durch den Tod ihres Mannes und ihres Sohnes gab Gott der armen Witwe eine Hilfe-stellung, ihren inneren Konflikt zu überwinden: Genauso wie ihr Mann oder ihr Sohn konnte auch sie täglich sterben – und dann das Gericht. In ihrem Sohn und in ihrem Mann gab Gott der Witwe ein warnendes Beispiel. Gab es wirklich einen vernünftigen Grund für irgendwelche Rücksichtnahmen (etwa auf Menschenkinder, die am Ende selbst gerichtet würden)? Nein, es war besser, den Ausschluss aus der jüdischen Gesellschaft zu riskieren, als das ewige Leben zu versäumen.

Vielleicht war sie gerade in solchen Gedanken, als Jesus dem Trauerzug begegnete. Da gibt Jesus ihr ihren Sohn wieder. Vielleicht zweifelte sie, ob sie Gott jemals annehmen würde, nachdem sie solange gezögert hatte, “so feige war” (so scharf beurteilte sie sich vielleicht selbst). Aber Gott hilft ihr durch dieses kleine Spezialevangelium, er schenkt ihr ihren Sohn wieder, in die vertrauensvolle Gemeinschaft mit ihm selbst zurückzukehren (sie wird überzeugt von der Liebe Gottes).

(Das allgemeine Evangelium ist ja, daß Gott seinen Sohn um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt hat von den Toten. Aber wir brauchen davon eine Konkretisierung in Raum und Zeit, damit wir wirklich glauben können.)

Jesus hätte genauso einfach zu der Frau sagen können (ohne ihren Sohn aufzuerwecken): “Schön, daß du durch den Tod deines Mannes und deines Sohnes zur Besinnung gekommen bist – ich vergebe dir alle Sünden und nehme dich an.” Aber Jesus spricht nicht diese Worte, sondern gibt der Frau ein sichtbares Bild dieser Worte durch die Auferweckung ihres Sohnes. Jesus teilt der Witwe praktisch die Kraft der Worte mit, ohne die Worte zu sprechen. Jesus läßt Annahme und Vergebung sichtbar werden, indem er den Sohn der Witwe auferweckt von den Toten.

Das Gegenstück dazu heute ist die sakramentale Taufe. Wir haben vielleicht gehört, daß Jesus für uns starb und auferstand. Dies ließ uns schon ein bisschen Gottes Liebe spüren. Dennoch war es nur blanke Information. Durch die sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe wird Jesus in uns lebendig – Gott schenkt uns (s)einen Sohn in sakraler Wirklichkeit. Die Liebe Gottes wird durch die Taufe für uns ganz plastisch und greifbar, denn Jesus, Gottes Sohn in uns, hilft uns zu glauben. Wir als natürliche Menschen, die durch das sündige Fleisch geschwächt sind, sind völlig unfähig zu glauben – erst der sakrale Jesus in uns macht uns fähig, wirklich zu glauben.

Die Familie dieser Frau wurde ganz schön gebeutelt: Erst starb der Mann und dann auch noch der einzige Sohn. Das ist schon eigenartig. Daß einem der Ehemann wegstirbt, passiert sicherlich gar nicht so selten. Daß aber dann auch noch der einzige Sohn stirbt, ist schon eine außerordentlich schwere Prüfung. Aber indem die Witwe die Zucht Gottes annimmt, wendet sich alles zum Guten: Sie und ihr Sohn empfangen das ewige Leben.

Siehe auch Die Heilung des Knechtes des Hauptmanns

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Gott führt Krieg gegen die USA (Vereinigte Staaten von Amerika) – schwere Stürme, sintflutartige Regenfälle und Feuer verwüsten das Land

Bis einschließlich heute (28. Dezember 2015) konnten sich die Amerikaner nicht dazu bequemen, endlich den schwarzen Teufel (das bezieht sich mehr auf seine Seele als auf die Farbe seiner Haut) aus dem Weißen Haus zu jagen. Gott reicht’s allmählich. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat ein Regent soviel Schaden angerichtet wie Barack Hussein Obama und die Amerikaner schauen einfach zu. Wofür haben sie eigentlich ihre Waffen? Nur, um sich damit gegenseitig zu erschießen? Nein, die Gründungsväter der USA räumten dem Privatmann ganz bewußt ein Recht auf Waffenbesitz ein, damit das amerikanische Volk alle Zeit die Möglichkeit hätte, eine tyrannische, korrupte Regierung zu stürzen, zu entmachten. Wenn sie noch lange warten, wird Obama ihnen ihre Waffen wegnehmen unter dem Vorwand, sie würden sich gegenseitig damit erschießen. Wer allerdings weiß, wie viele Amokläufe Falsche-Flagge-Aktionen waren, ausgeführt von amerikanischen Geheimdiensten?

Ich meine es wirklich so: Die Amerikaner lassen sich vom “inkarnierten” Teufel regie-ren. Es ist viel zu wenig, ihn immer nur zu kritisieren und seinen Thron dabei nicht anzutasten. Die einzig angemessene Aktion wäre, ihn sofort zu entmachten und einzusperren.

Die Laxheit der Amerikaner bewirkt den Zorn Gottes, das Strafgericht Gottes.

Siehe auch:

US Supreme Court (Oberster Gerichtshof der USA) legalisiert Homo-Ehe – Gott wird Obama und die USA vernichten

Stoppt Barack Obama oder Gott wird uns vernichten!

Barack Hussein Obama ist der Antichrist

Ist Barack Hussein Obama der Antichrist?

“Gott” kann keinen Regen machen, aber die Religion ändern

Der Gott der Bibel zerstört die USA (Präsident: Barack Hussein Obama):

Obama macht sich über die Bibel lustig:

Obama spricht sich für die Homo-Ehe aus:

Obama freut sich über die Entscheidung des US Supreme Court, die Homo-Ehe zu legalisieren:

Obama spricht sich für grenzenlose Abtreibung aus:

Sein schlimmstes Verbrechen aber ist, daß er alle Religionen in einen Topf wirft.

Siehe Barack Hussein Obama ist der Antichrist

Die Wahrheit im Gegensatz dazu:

Es gibt nur eine legitime Religion, das Christentum. Nur durch Buße, Glaube an Jesus und sakramentale Taufe einschließlich Kindertaufe können wir ein Gott wohlgefälliges Leben führen und nur so werden wir durchkommen am Jüngsten Tag. Wer Menschen vom Christentum abbringt oder abhält, indem er behauptet, alle Religionen seien gleichwertig, ist verantwortlich für ihre ewige Verdammnis. Obama ist also nicht nur ein Mörder von Embryonen und Föten sondern auch ein Seelenmörder – er ist schuldig an der Verdammnis von Millionen von Menschen, die er davon abhielt, zum Glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, zu konvertieren.

 

 

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