Auslegung von Römerbrief, Kapitel 1, Verse 1-7

Paulus der Apostel der Heiden

1 Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes, 2 das er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der Heiligen Schrift, 3 von seinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, 4 und nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten. 5 Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, in seinem Namen den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden, 6 zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus. 7 An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Auslegung

(siehe vorher Erklärung von schwierigen Begriffen des Römerbriefs und seiner Auslegung)

„Paulus, ein Knecht Christi Jesu“

Jesus Christus hatte den absoluten Herrschaftsanspruch über Paulus‘ Leben. Hier gab es keinen Raum für Kompromisse. Diese Herrschaft Jesu war weit höher als die Herrschaft des römischen Kaisers, der immerhin der „Heiland der Römer“ war. Paulus predigte zwar im Allgemeinen Gehorsam gegen die Obrigkeit, was aber die vom Staat autorisierte, etablierte Religion, sprich die Staatsreligion, betraf, da war nun die Zeit gekommen, umzudenken und die von Gott und seinem Christus autorisierte Religion, sprich das Christentum, anzunehmen und die von Kaiser und Senat legalisierte und legitimierte Religion zu verwerfen. Christen konnten rein aufgrund ihres christlichen Standes in Konflikt mit dem Staat geraten, was tatsächlich auch passierte (Christenverfolgungen bei Nicht-Anbetung des Kaisers). Wie wir sehen werden, bestand die Gefahr, daß Heidenchristen und Judenchristen in der Kirche zu Rom wiederum auf staatlich und gesellschaftlich etablierte Ideen aus dem Griechentum (griechische Religion) und dem Judentum setzten, obwohl sie an Jesus Christus gläubig geworden waren. In Röm. 1 und Röm. 2 bis Röm. 3, 8 beweist Paulus anhand eines historischen Befundes, daß sowohl Griechentum und Judentum den Menschen nicht bessern konnten, sondern im Gegenteil noch mehr verdarben. Diese Abschnitte von Paulus‘ Brief könnten den Eindruck erwecken, er habe ihn an ungläubige Heiden und Juden geschrieben. Das ist aber nicht der Fall. Er will nur das Griechentum und Judentum durch historischen Befund völlig erledigen, weil Heidenchristen und Judenchristen in der röm. Kirche immer noch auf Ideen aus diesen verderblichen Religionen setzten. Paulus wollte sie davon wieder abbringen.

„Apostel, der das Evangelium Gottes predigt“

Paulus schrieb nicht als Privatperson, sondern er war autorisierter Botschafter Jesu Christi, d. h. Apostel. Was er zu schreiben hatte, war nicht seine persönliche Meinung, sondern die Botschaft Gottes vom Heil, die Topnachricht (breaking news) nicht des Tages oder der Woche oder des Jahres, sondern die Top-Nachricht aller Zeitalter (auch viel wichtiger als die früher wichtigste Nachricht aller Zeiten von der Pax Romana durch den Augustus, was man auch Evangelium nannte). Alle Welt sehnte sich nach Heilung, Erlösung und persönlichem Frieden. Gott hatte nun auf dieses Sehnen geantwortet und seinen Sohn in die Welt gesandt. Der Welten-Heiland war erschienen. Diesen Jesus Christus zu sehen und zu empfangen hatten schon die Propheten und alle alttestamentlichen Gläubigen gehofft – nun war er endlich gekommen (George Synkellos, der byzantinische Hof-Historiker, schreibt, daß die Welt ca. 5500 Jahre alt war, als Jesus endlich kam). Dieser Jesus war nicht nur Gottes Sohn, sondern auch ein jüdischer Königssohn (damit wird die Verbindung zwischen Judentum und Christentum hergestellt; das Christentum war nicht etwa etwas neues, phantastisches, sondern die solide, seriöse Nachfolgereligion des Judentums mit Wurzeln im Judentum; bei näherer Betrachtung wird klar, daß auch die alttestamentlichen Gläubigen durch Glauben gerettet wurden und nicht durch das Halten des Gesetzes, was eine enge Verwandschaft zwischen echtem Judentum und Christentum bedeutet), denn er stammte aus dem Hause David. Es war sehr wichtig die Verwurzelung des Christentumes über Jesus als jüdischen König im Judentum zu erwähnen, weil das dem Christentum eine natürliche Autorität gab. Das Christentum mußte sich gegen etabliertes Griechentum und Judentum durchsetzen und somit war es wichtig zu erwähnen, daß das Christentum nicht die fixe Idee eines religiösen Spinners war, wie es in der Antike viele gab, sondern die autorisierte Religion des höchsten Gottes, fest verwurzelt in der Geschichte des alten Gottesvolkes  und in der Geschichte des Handelns Gottes mit der Menschheit überhaupt.  Jesus war also Gottes Sohn und ein König, Stifter einer würdigen, offiziellen Religion.

Jesus war ein Nachkomme des jüdischen Königs David, aber zum Herrscher des Universums wurde er erhöht, weil er sein Leben lang unter der Herrschaft des Heiligen Geistes gelebt hatte.  Jesus war tatsächlich biologisch mit David verwandt, aber entscheidend war, daß er wie David im Geist gelebt hatte. Gott erhöhte Jesus schließlich zum Herrn, nicht weil er ein biologischer Nachkomme Davids war, sondern ein geistlicher Nachkomme Davids.

(allerdings war bei der Empfängnis von Jesus im Leibe der Maria weder Same des Joseph noch eine Eizelle der Maria beteiligt; Gott schuf den Leib Jesu im Leib der Maria aus dem Nichts; wäre der Mensch Jesus durch die Befruchtung einer Eizelle Marias mit dem Samen Josephs entstanden, dann hätte Jesus auch die degenerierte Natur des gefallenen Adam geerbt – er wäre auch ein Sünder gewesen; aber trotzdem war Jesus per Dekret Gottes über seinen „Vater“ Joseph mit König David verwandt, also sozusagen auch biologisch mit David verwandt)

Jesu Leib war nicht unter der Erbsünde, denn er war kein biologischer (im streng wissenschaftlichen Sinne biologisch) Nachkomme des gefallenen Adam so wie wir. Jesus kannte keinen inneren Kampf mit Begierden bzw. Lüsten, denn er hatte schlichtweg keine. Auch sein Körper war in sich heilig. Nichtsdestotrotz mußte er hier auf Erden unendlich schwere Leiden, Anfeindungen und Verwerfung aushalten. Kein anderer Mensch hat jemals soviel Ablehnung erfahren wie Jesus. Dies bedeutete für ihn realen, inneren Schmerz. Es war höchst unangenehm für ihn, obwohl er der Sohn Gottes war. Jesus hätte tatsächlich auf die Idee kommen können, sich von Gott loszusagen, so schwer litt er. Daß er es nicht tat, ist das Größte, was jemals ein Mensch auf Erden vollbracht hat. „Es ist vollbracht!“ „Siehe, es hat überwunden der Löwe aus Juda.“

Für jeden Menschen, vom König (jetzt meine ich irgendeinen König) bis hinunter zum Gefangenen im Gefängnis, ist und war der Tod unausweichlich. Kein Mensch hat die Macht nicht zu sterben oder wenn er gestorben ist sein Leben wiederzunehmen. Jesus auferstand nach kürzester Zeit. Darin war er einzigartig und eine einzigartige Person. Jesus war offensichtlich größer und stärker als der Tod. Jesus hatte eine Majestät, wie sie keinem Menschen zugestanden wurde, d. h. er war ein Gottes-Sohn bzw. er war göttlich oder göttlichen Geschlechts. Eine Person der Gottheit hatte also die Erde besucht und Gottes Religion gelehrt, übereinstimmend mit der heiligen Schrift. Das Christentum kam also sozusagen aus dem Himmel herab und war keine irdische Philosophie, weswegen es der griechischen Religion vorzuziehen war, die nur auf irgendwelchen Mythen und Sagen beruhte, ohne historische Glaubwürdigkeit.

Darüber sollte man wirklich mal einige Tage lang meditieren, daß Jesus größer ist als der Tod, d. h. daß er Macht hat über den Tod. Das ist etwas, was für uns jenseits eines Ereignishorizontes liegt, das übersteigt eigentlich unsere Vorstellungskraft und doch ist es war:

Jesus ist DAS LEBEN

Jesus ist das Leben an sich selbst, das den Tod im Sieg verschlingt (Evangelium = Siegesbotschaft).

So wie für uns als natürliche Menschen der Tod und das Sterben unausweichlich ist, so ist da, wo Jesus ist, das Leben in absoluter Unwiderstehlichkeit. Da wo Jesus ist, wird alles lebendig und der Tod verschwindet (Frühling im Winter).

Jesus ist der Tod des Todes und die Vernichtung der Hölle.

Was Paulus war, war er durch die Gnade Gottes (nur durch die Gnade Gottes kann ein Christ irgendetwas erlangen) und was er tat, tat er Kraft seines Apostelamtes. Der Römerbrief ist also ein amtliches Schreiben des Höchsten Gottes, geschrieben durch einen Beamten Gottes, der das Vorrecht hatte, sich in Gottes unmittelbarer Umgebung aufzuhalten, d. h. er war ein sehr hoher Beamter Gottes (Konsul, Prokurator). Was Paulus den Römern schrieb, war die autorisierte Lehre der Kirche, das sollten sie wissen und ihre eigenen Gedanken und Ideen  (wenn sie auch noch so vernünftig waren oder wenn es Ideen und Vorstellungen aus den staatlich etablierten Religionen des griechischen Olymp und des Judentum waren) dem Römerbrief unbedingt unterordnen. Wenn der himmlische König spricht, schweigt der Erdenmensch und ist nicht vorwitzig.

Der Ausdruck „Gehorsam des Glaubens“ könnte das Folgende bedeuten:

Erstens, darin auf Gott zu hören, daß Gerechtigkeit durch Glauben an Jesus kommt und nicht durch das Tun von Gesetzeswerken. Daß man also einfach die Tatsache akzeptiert, daß man durch Glauben an Jesus gerecht wird.

Zweitens, Glaube führt zum Glaubensgehorsam. So wie wir als natürliche Menschen unbedingte Sklaven des Ungehorsams waren, soll sich bei uns als Christen jetzt der Gehorsam durchsetzen in einem Leben des Gehorsams, das uns von Gott geschenkt wird und durchbricht wie eine Flut der Gerechtigkeit. Das Leben aus Gott, das aus dem Tempel Gottes kommt, soll unseren Tod verschlingen. Gott schenkt uns ein Leben im Gehorsam, das unseren „Tod im Ungehorsam“ überwindet, vernichtet, überflutet, besiegt. Nicht wir leisten Gehorsam, um Leben zu verdienen, sondern Gott gibt uns Sündern Leben aus freier Gnade, um uns zum Gehorsam zu befreien. Also, wenn wir an Jesus glauben, schenkt Gott uns ein Leben, das von Gehorsam gegen Gott geprägt ist.

Die römische Gemeinde bestand hauptsächlich aus bekehrten Heiden. Sie hatten offensichtlich das Evangelium schon gehört und in aller Einfalt wie Kinder geglaubt. Aber vielleicht war es bei den Römern noch nicht zum Gehorsam des Glaubens gekommen, wie Gott es sich wünschte. Zweifellos, es war schon enorm, daß die Römer einfach glaubten, daß Jesus, der Sohn Gottes, für sie am Kreuz gestorben war, und dort ihre Sünden getragen hatte, aber vielleicht gab es jüdische Kreise (Kreise konvertierter Juden) in der Gemeinde, die noch zur Werksgerechtigkeit neigten oder Kreise, die nicht verstanden, daß der Glaube an Jesus bewirkt, daß man ein gerechtes Leben von Gott geschenkt bekommt, das den persönlichen „Tod im Ungehorsam“ verschlingt. Weiter bestand die Möglichkeit, daß es in der römischen Gemeinde sogenannte „Griechen“ gab (mit dem Begriff Grieche ist in diesem Zusammenhang die antike, griechische Religion bzw. der Olymp und nicht die griechische Nationalität gemeint). Bei diesen Griechen bestand die Gefahr, daß sie das Christentum als eine von vielen Religionen betrachteten, wie sie schon den Schöpfergott als einen ihrer vielen Götter unter ihre Götter (in Wirklichkeit Dämonen) eingereiht hatten. Diese Bagatellisierung des Christentums konnte auch zu einem Leben in Sünde bzw. Ungehorsam führen, wie wir sehen werden, denn das läßt sich Gott nicht bieten, daß man ihn oder seine Religion zu einem okkulten Schwachsinn (antike, griechische Religion) degradiert.

Zusammenfassung: Sicherlich gab es schon zu Paulus‘ Zeiten jede Menge Irrlehrer, die sich aber natürlich auch als Apostel ausgaben. Diese verführten die Gemeinden mit ihren Vernünfteleien, die aus ihren eigenen Herzen und ihrem gefallenen, gesunden Menschenverstand entsprangen, aber nicht dem Befund der Heiligen Schrift (damals das Alte Testament) und der Botschaft Jesu entsprachen, die die echten Apostel kannten und die auf der Heiligen Schrift aufbaute (die Ankunft Jesu war im Alten Testament prophezeit worden und Jesu Lehre war im Einklang mit der Lehre des Alten Testaments). Paulus verkündigte keinesfalls Gedanken aus seinem eigenen Herzen oder was er selbst zurechtgezimmert hatte, sondern er verkündigte das authentische Evangelium, das von Jesus selbst und den Zwölfen verkündet wurde. Paulus hatte auch eine Erscheinung des auferstandenen Christus gehabt und war in Arbeitsgemeinschaft mit den 12 Aposteln, die verkündeten, was sie gesehen, gehört, gefühlt und betastet hatten, kurz gesagt, die Augenzeugen des Wortes (Jesus) gewesen waren. Paulus schrieb also in höchster Autorisierung und somit war dem amtlichen Römerbrief unbedingt Folge zu leisten. Menschliche Vernünfteleien waren sofort zu beenden. Eine Vernünftelei war es z. B. zu sagen: „Wenn Jesus die Rechnung im Voraus beglichen hat, dann kann ich ruhig weiter sündigen oder sogar noch mehr sündigen –  das Evangelium als Blanko-Scheck zum Sündigen.“ Diese „hoch-vernünftigen“ Leute wurden von Paulus eines Besseren belehrt, wie wir sehen werden.

Gnade sei mit euch und Friede!

Ergänzung:

Es gab im römischen Reich nur zwei Hauptreligionen: Das Judentum und das Griechentum (der griechische Götter-Olymp). Diese Religionen waren legalisiert, legitimiert, akkreditiert und autorisiert vom römischen Staat, so wie heute die christlichen Kirchen in der westlichen Welt. Ich meine das so und darauf kommt es an: Wenn ich heute auf ein oberbayerisches Kuhdorf fahre und finde dort eine katholische Kirche, und frage irgendeinen Bauern aus dem Dorf was das für ein Gebäude ist, wird er mir antworten, daß das natürliche die katholische Kirche ist, die er am Sonntag aufsucht und sonst kennt er nichts anderes. Es gibt sonst für ihn keine andere legitime Religion. In der Antike standen auf den Dörfern des römischen Reiches Tempel des Zeus und anderer Götter herum, wie heute Kapellen in Oberbayern. Das Griechentum war einfach die normale, etablierte Religion und etwas anderes konnte sich irgend ein italienischer oder kleinasiatischer Kleinbauer einfach nicht vorstellen. Nur das Judentum existierte daneben in einer Sonderstellung und wurde geduldet. Es konnte also durchaus sein, daß es in der römischen Gemeinde noch „etabliertes“ griechisches und jüdisches Gedankengut gab, gegen das Paulus anschreiben mußte und deshalb machte er soviele Worte um seine Autorisierung vom Höchsten. Wenn heute einer den Katholizismus aus Oberbayern vertreiben und durch eine andere Religion ersetzten wollte, müßte er sich auch mächtig ins Zeug legen, um vorher seine Autorisierung bzw. Bevollmächtigung von Gott nachzuweisen.

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3 Antworten zu Auslegung von Römerbrief, Kapitel 1, Verse 1-7

  1. Ich hab jetzt doch tatsächlich vergessen, das Buch von Wagner anzugeben. Es heißt:

    Prophetie als Theologie. Die so spricht Jahwe-Formeln und das Grundverständnis alttestamentlicher Prophetie. Göttingen 2004 (FRLANT 207)

    Ist aber scheinbar schon vergriffen. Weder beim Verlag noch bei Amazon kann ich es finden. Es steht aber in jeder theol. Fakultät (sollte zumindest). Alternativ habe ich hier einen Link:

    http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs2/object/display/bsb00040278_00001.html?prox=true&start=0&subjectSWD={Altes+Testament}&ngram=true&hl=scan&rows=10&mode=simple&context=

    Der führt zu den digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek. Da seh ich das Buch im Volltext. Allerdings bin ich grad im Uninetz, es kann also sein, daß der Link von außerhalb nicht abrufbar ist.

  2. Schöner Text. An einer Sache hab ich mich gestoßen, und möchte nur kurz meine Gedanken dazu hier hinterlassen:

    Der Römerbrief ist also ein amtliches Schreiben des Höchsten Gottes, geschrieben durch einen Beamten Gottes

    Ich kann jetzt nur für den Bereich des AT und der Propheten sprechen, aber da hat Prof. Dr. Andreas Wagner (Bern) vor einer Weile in einer Studie dargelegt, daß nicht davon auszugehen ist, daß die Propheten wortwörtlich den Willen Gottes wiedergaben. Er tat dies durch eine Analyse der sog. „Botenformel“, zu Deutsch „so spricht der Herr“. Diese Formel wird in der Bibel nicht nur für den Herrn benutzt, sondern auch für Menschen, die Nachrichten übermitteln lassen. Und nun ist es so, daß sich zeigt, wenn man die Nachrichten der Menschen ansieht, diese durch die Boten auch abgewandelt und umformuliert werden. Sie werden dem Inhalt nach überbracht, nicht jedoch dem Wort nach.
    Man könnte nun mutmaßen, da es sich um den selben Gott handelt, daß auch hier nicht von einem „amtlichen Schrieben“ in dem Sinn, daß es wortwörtlich zu verstehen sei, die Rede sein kann, sondern eben von einem Schreiben, das dem Inhalt nach Gottes Willen entspricht. Damit ändert sich erst einmal nichts für Ihren Text, aber es beugt IMHO einer Vergötzung des Bibelbuchstaben vor.

    Und noch eine Kleinigkeit:

    Die römische Gemeinde bestand hauptsächlich aus bekehrten Heiden.

    Ursprünglich handelte es sich wohl eher um Judenchristen und Proselyten, ob zur Zeit des Briefes die Sache schon Richtung Heidenchristen gekippt ist, scheint mir offen zu sein. Es waren aber jedenfalls auch Heidenchristen in der Gemeinde, insofern ändert sich nichts für Ihren Text.

    • Rainer Braendlein schreibt:

      Ich hab‘ mal bei Vielhauer (Geschichte der urchristlichen Literatur) nachgeschaut. Man geht in der Wissenschaft davon aus, daß die römische Gemeinde aus bekehrten Heiden und bekehrten Juden bestand, wobei man sich über die Proportionen nicht klar ist.

      Ich finde, das sagt ja auch der Text des Römerbriefs. Paulus selbst bezeichnet die Römer als Heidenchristen, aber am Ende des Briefes kommen in der langen Grußliste auch Judenchristen vor.

      Meine persönliche Meinung ist, daß die Heidenchristen in Rom wahrscheinlich in der Überzahl waren (Paulus spricht die Römer als Ganzes als Heiden an) und die Judenchristen in der Minderheit.

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